Erwachsen werden ist wie sterben – MacCoach


Erwachsen werden ist wie sterben

„Sich treu bleiben? Das ist ein Kampf“ Niemand will erwachsen werden, sagt die Philosophin Susan Neiman. Erwachsene sind gestresst, haben Geldsorgen, sterben bald. Warum es sich trotzdem lohnt.

Was soll’s? Leben bedeutet sterben. Am Anfang wachsen wir wie verrückt und lernen mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit und dann beginnt der Prozess des langsamen und immer schnelleren Verfalls. Am Ende geht es wieder mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Und dann ist Schluss.

“Das Leben ist hart, ungerecht und tödlich.”,

sage ich immer mit einem Lächeln. Und es scheint fast, als ob ich keine Angst vor dem Tod hätte. Doch, ich habe Angst. Angst vor Krankheit, Angst vor Armut und Bedeutungslosigkeit. Angst vor dem Tod. Natürlich.

Also. Klatschen wir in die Hände und überlegen mal, was zu tun ist um mit der Angst umzugehen und das Beste daraus zu machen.

Was bedeutet es, wenn man nicht der strahlende Held ist, sondern nur der zweite Mann hinter dem Helden? Was ist, wenn man nicht Steve Jobs ist, sondern Jonathan Ive? Was ist, wenn man kein Held ist, sondern einfach nur ein integrer Mann ist, der am Ende seines Lebens immer noch als ein angenehmer und aufrichtiger Begleiter durchgehen kann?

“Auf der anderen Seite gibt es zu viele kleine und ebenso erfolgreiche Arschlöcher, die ihr Leben lang gegen die eigene Bedeutungslosigkeit angerannt sind und über Leichen gegangen sind.”, sagte mal ein kluger Mann zu mir. “Und es hat ihnen nichts genützt. Im Gegenteil: Sie sind keine kleinen Arschlöcher geblieben, sondern Riesenarschlöcher geworden.”

Als ich das hörte, beschloß ich kein Arschloch zu werden. Weder ein kleines noch ein großes…..

Wir brauchen wenig Technologie um das wichtigste Werkzeug zu benutzen, das wir haben. Es ist das Gehirn und unser logisches Denken. Ich habe mich immer gefragt, warum unser Gehirn manchmal so verrückte Dinge mit uns anstellt. Es blockiert uns. Es macht uns ängstlich. Es verstellt uns den Blick für offensichtliche Dinge. Es spielt Katz und Maus mit uns. Dabei muss man nur einen offenen Geist behalten und sich immer darüber im klaren bleiben, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.   

Ich bin Coach. Es gehört zu meinen Aufgaben mit Erwachsenen zu reden. Und ich habe bemerkt, dass es einen Wunsch gibt, der mit dem Lebensalter immer stärker wird. Es ist der Wunsch, rechtzeitig abgebogen zu sein und kein großes Arschloch zu werden. Oft ist es viel zu spät. Aber es gibt eine gute Botschaft. Unser Gehirn macht uns gerne etwas vor. Und es ist niemals zu spät, sein Leben zu ändern.

Das steht schon in der Bibel, dass es möglich ist:

Sogar aus einem finsteren Arschloch kann ein guter und attraktiver Mensch werden. Aus einem Saulus ein Paulus. Und: Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde.

Viel mehr muss man eigentlich nicht wissen um einen grundlegenden Wandel zu schaffen.

Wie das geht? Ganz einfach und doch so schwer. Es müssen Glaubenssätze zerstört werden. Hier ist so einer. “Der Mann ist viel zu gut für diese Welt. Er ist naiv und wahrscheinlich ist er dumm.Er hat keinen Biß!” Kennen wir doch alle, dieses Denken. Es wird uns immer wieder gezeigt, dass die Guten die Dummen sind.
Aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. “Gut ist nicht dumm!”
Ich habe Bill Gates vor Augen. Der Mann war als junger, erfolgreicher Softwaremilliardär wahrhaftig kein Musterknabe in Sachen “Gut sein”. Er war eher das Gegenteil davon. Er betrieb ein skrupelloses Geschäft und er nutzte rücksichtslos seine Chancen. Er verkrachte sich mit Menschen, die er eigentlich bewunderte. Sein Kampf gegen Steve Jobs spricht Bände. Aber auch Jobs war alles andere als ein Heiliger. Es ist schade, dass wir ihn so früh verloren haben. Bill Gates ist heute das, was manche einen Gutmenschen nennen. Er ist der Gegenentwurf eines Donald Trump, der offenbar immer noch nach einer Bedeutung sucht. Hoffentlich wird ihm erst nach seiner Amtszeit klar, dass er einfach nur Donald Trump ist, kein Mann von Bedeutung. Im Gegenteil.
Gates nutzt seine Milliarden um Bildung und Gesundheit voranzubringen. Die Welt kann besser werden, ist seine Botschaft. Und die Welt wird immer besser. Auch wenn uns die täglichen Nachrichten etwas anderes berichten. So viel News war nie. Und es ist wie eine verrückte Schleife, wenn wir immer nur an die ständig zusammenbrechenden Twin Towers denken müssen. Wir haben es einfach zu oft gesehen und es wird ständig wiederholt.   

Es gibt Menschen, die sich als glücklich bezeichnen würden. Egal was passiert, sie sehen die Welt positiv und für sie scheint die Sonne immer. Was sie ja auch tut: Über den Wolken und auf der Tagseite der Erde. Das Leben ist ein Geschenk. Es ist kein Unglück wenn man nicht ein Napoleon oder Nero, oder Schlimmeres geworden ist.

 

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Mut zum Coaching? – MacCoach


Bist Du stark genug für Coaching?

Die Frage habe ich mir selber oft gestellt. Ich habe vor Jahren eine Coachingausbildung absolviert, weil ich davon überzeugt bin, dass ich mit Coaching den besten Beruf gefunden habe, den ich mir vorstellen kann. Ich, als Coach. Das passt. Aber machen wir einmal einen Perspektivwechsel in Richtung Coachee. Dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Ein Coach muss in der Lage sein sich in die Situation seines Gegenüber zu versetzen. Und spätestens wenn ich mir vorstelle mich selbst coachen zu lassen, habe ich meine Zweifel und stelle mir die Frage ob das in meiner Situation überhaupt einen Sinn macht. Willkommen im Club! So wie mir geht es vielen anderen. Das ist übrigens genauso, wenn es um Chefs geht oder um Nachfolge. Mein Selbstverständnis macht mich zu einem Menschen, dem man gerne folgen mag, dessen Ideen brillant sind und der von vielen anderen Menschen gemocht wird. Aber was passiert, wenn das gerade nicht der Fall ist.
Ja, ich weiß. Ich habe meine Mechanismen und Verhaltensweisen, wenn ich Ablehnung erfahre. Das sind genau dieselben “Lösungen”, die jeder Mensch beherrscht. Dazu gehören Verhaltensweisen wie Flucht, sich in sich selbst zurückziehen und natürlich Aggressivität. Womit wir wieder bei möglichen Ursachen für cholerisches Verhalten wären. Es ist auch denkbar, dass man beginnt, seine potentiellen Gegenspieler zu bekämpfen, indem man sie unfair kritisiert oder sich Taktiken zurecht legt um sie zu schlagen. Unter Umständen mit unlauteren Mitteln.

Mit Coaching hat das nur indirekt zu tun. Das ist nur das Vorspiel. Wir müssen lernen ehrlich zu uns selbst zu sein und wir brauchen einen Gesprächspartner, der sich in uns hineinversetzen und mit uns ein paar Schritte gehen kann. Ein Coach macht das genau so. Aber wo finden wir den richtigen Coach, der zu uns passt?
Es gibt ihn, diesen Menschen, der uns gut coachen kann. Wir müssen es nur zulassen. Wir müssen stark sein, für Coaching und wir müssen offen sein für einen guten Coach, der behutsam und manchmal auch offensiv mit uns umgeht. Er darf das, wenn wir ihm die Erlaubnis erteilen.
Ich zum Beispiel habe ein Ziel: Ich möchte ein ausgezeichneter Coach sein, der über seine Tätigkeit schreibt und anderen Coaches hilft, erfolgreich zu sein. Ich möchte tatsächlich meinen Lebensunterhalt damit verdienen. Ich möchte mir meine Kunden wirklich aussuchen können.
Ich bin mir sicher, dass ich das Zeug dazu habe. Aber ich muss noch besser werden. Das hat nicht nur mit Marketing zu tun. Die meisten Coaches und Berater sind permanent in der Akquise. Sie sonnen sich in ihrer Großartigkeit und beherrschen die Kunst des Selbstmarketing wie kaum ein anderer. Aber sind sie wirklich die guten Coaches, die es braucht? Ich habe meine berechtigten Zweifel. Auch das gehört dazu.

Die Frage ist immer, ob wir bereit und mutig genug sind um uns selbst einem ausführlichen Coaching zu stellen.

Soviel zu meiner Bauchnabelschau: Und nun geht es los: Ich suche Geschichten von Coaches, die bereit sind von ihren Erfolgen und Misserfolgen authentisch zu berichten. Habt nur Mut! Ich beiße nicht. Ich bin Jäger und Sammler. Ich möchte gerne Geschichten des Erfolgs, aber auch des Zweifels und der langen Wege hier lesen und möglicherweise hier auf MacCoach veröffentlichen. 

Mentor finden – Einstellung prüfen – MacCoach


Mentor werden ist nicht schwer, Mentor sein dagegen sehr……/abgewandeltes Sprichwort/

Das Original lautet so:

Vater werden ist nicht schwer.
Vater sein,
dagegen sehr.

Mentor sein ist so etwas wie Vater sein. Es hat etwas mit vertraut machen und Vertrauen zu tun. Ich erinnere mich an Antoine de Saint Exupery und seinen kleinen Prinzen im Gespräch mit dem Fuchs. “Man ist zeitlebens für den verantwortlich, den man sich vertraut gemacht hat.” Ein Mentor tut genau das.

Aber heute will ich mal über den Gegenpart sprechen. Es geht um den sogenannten Mentee.
Achtung! Die Analogie muss ich bringen: Coach <-> Coachee, Mentor <-> Mentee. Gut!

Also, die Frage ist, wie man überhaupt Mentee wird. Wir muss ein Mensch sein, der einen Mentor sucht? Was würden Sie denken?

Wie müsste ein Mensch auftreten, wie müsste er sich verhalten und wie müsste er auf Sie wirken, wenn sie ihn unterstützen und nach vorne bringen wollen würden. Was müsste so ein Mensch mitbringen um es Wert zu sein unterstützt zu werden?

Aus der Sicht eines Mentors oder auch eines Lehrers, der seine Schüler weiterbringen will, wird es deutlich.

Ein guter Mentee muss aufgeschlossen und freundlich sein. Er muss lernfähig sein und sollte offen für positive Kritik sein. Sie oder er sollte das Feedbackgespräch beherrschen.

Ich wechsele jetzt mal in das freundlichere Du. Wie kannst du einen Mentor für dich begeistern? Stell dir vor, du hast ein Vorstellungsgespräch bei einem geeigneten Mentor.

Eine Regel im Feedback, lautet: Wenn du kritisiert wirst, dann rechtfertige dich nicht. Sage einfach: “Danke! (für das Feedback)” und damit ist bereits alles gesagt. Stell dir vor, du gibst einem Schüler einen wichtigen Tipp und der erklärt die vorlaut, warum du im Unrecht bist. Ist das eine hilfreiche Atmosphäre? Ich glaube nicht!

Schüler und Studenten. Lernende und Studierende, neigen oft dazu Dozenten und Professoren mit ihren eigenen Vorstellungen zu vergleichen.
“Der alte, kleine, leise Mann da vorne, will mir etwas beibringen? Ich aber kann sogar schon Google fragen!” Merkst du was? Wir neigen dazu, anderen Personen unsere eigene Welt überzustülpen und gleichzeitig werten wir unser Gegenüber ab. Wie kann man von einem Menschen etwas lernen, der aus unserer Sicht keine Ahnung zu haben scheint?  Schlimmer noch: Wie können wir zu so jemand Vertrauen aufbauen und ihn dazu bringen uns voran zu helfen? Also liebe Freund der Sonne: Augen auf bei der Suche nach einem geeigneten Mentor. Es könnte der unterbewertete Lehrer sein, der vor dir steht. Der könnte dich weiter bringen. Das gilt für die meisten unserer Lehrer.
Die sind nicht dumm! Im Gegenteil! Augen auf bei der Auswahl eines Mentors. Und vor allem: Überlege dir, ob du überhaupt attraktiv genug bist um ein guter Mentee zu sein. Attraktiv im Sinne von: Lernfähig, aufmerksam, offen, tolerant, fleißig, freundlich etc.

Denn genau so solltest du sein, wenn du einen Mentor suchst. Sonst funktioniert das nie!

 

Coaching – be prepared – prepare yourself – MacCoach


 

let me coach you,
prepare yourself,
be ready for what is coming /MacCoach/

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Coaching dazu da ist, jedes gewünschte Ziel zu erreichen. Coaching kann viel mehr und auch viel weniger als das. Je nachdem. Vielleicht ist es Zeit für einen Perspektivwechsel. Eins steht schon mal fest. Egal wie gut du bist, welche Ressourcen und Fähigkeiten Du hast. Du kannst nicht alles schaffen, was du dir vorgenommen hast. Aber genau das verlangst du von einem guten Coach, nehme ich an. Der Coach soll dir gefälligst dabei helfen, deine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ist der Coach schlecht, wenn er das nicht schafft? Moment: Du musst dein Ziel erreichen, der Coach begleitet dich nur auf deinem Weg.

“Und erstens kommt es anders; und zweitens als man denkt.” /Wilhelm Busch/

Und das stimmt. Mein Rat, wenn ich schon mal einen Ratschlag geben darf, was ja bekannterweise beim Coaching schwer verpönt ist, ist, dass Du das Leben fließen lassen solltest und neugierig darauf sein darfst, was auf dich zukommt. Manchmal muss man einfach zugreifen, wenn man die Gelegenheit dazu hat und ein anderes Mal solltest du nochmal nachdenken, bevor du aus dem Bauch heraus einen verhängnisvollen Fehler machst. Auch das ist mir schon passiert. Ich war der frohen Hoffnung, dass ich etwas richtig mache und dann ging das total in die Hose. Was soll’s? Passiert halt. Egal! Und aus einem gemachten Fehler kann auch wieder eine neue Chance wachsen. Woher sollst du wissen, was in dieser Situation das Richtige ist. Glaube mir: So clever ist niemand.

Ich habe im Laufe meiner beruflichen Laufbahn feststellen müssen, dass nicht jedes Ziel wirklich erstrebenswert ist und dass es jede Menge Dinge gibt, auf die wir überhaupt nicht vorbereitet sind. Und darum geht es. Coaching bedeutet, dass man sich auf mögliche Ziele und eine mögliche Zukunft vorbereitet. Wie die Zukunft ganz konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Sie entsteht gerade und wir sind ein Teil von denen, die diese Zukunft in die Wirklichkeit bringen werden.

Also, lass dich coachen. Und coache dich selbst. Lass uns darüber reden, wie du dir die Zukunft vorstellst und welche Rolle du in Zukunft spielen möchtest. Natürlich willst du ein Macher sein, ein Selfmade-Millionär wäre nicht schlecht. Das klingt gut, und dass könnte etwas für dich sein. Eine selbstbewusste Frau, die unabhängig und stark ist. Geld darf eine Rolle spielen; viel Geld selbstverständlich auch. Also wie wird die Zukunft aussehen?
Wir wissen noch nicht einmal wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird.

Beim Coaching geht es darum, sich vorzubereiten auf Neues und Unvorhergesehenes. Und es wird immer darum gehen, wer du bist und wer du eigentlich sein willst. Es geht nicht darum, wieviel Geld du hast oder haben wirst. Das ist eine kurzfristige Betrachtungsweise. Sieh es doch mal so: Du besitzt nichts; alles wird dir nur geborgt; am Ende wirst du ohne einen einzigen Cent diese Welt verlassen und es wird dir auch nicht viel nützen ein weltbekannter, reicher Mann oder eine reiche Frau gewesen zu sein. Und wenn wir es auf die Spitze treiben, dann wird dir auch klar, dass es eine billige Wahrheit ist, dass wir in unserer Jugend nur nach Geld streben und im Alter trotzdem nicht viel für die möglicherweise verschwendete und ruinierte Gesundheit tun können. Alles was bleibt ist deine Persönlichkeit, dein Mut, deine Weitsicht, deine Gelassenheit und deine Güte. Liebe spielt eine große Rolle.

Und genau darum geht es immer, wenn wir von Coaching sprechen. Persönlichkeit. Die Entwicklungsstufen des SELBST von Keagan sprechen eine ganz eigene Sprache. Ein Coach ist ein Mensch, der eine sehr hohe Entwicklungsstufe (möglichst die höchste) erreicht hat. Nur so ein Coach ist in der Lage, Dich nach oben zu ziehen und gemeinsam mit dir die höchsten Berge zu besteigen – natürlich immer im übertragenen Sinne. Manchmal bist du vielleicht im falschen Gebirge unterwegs. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

 

Entscheidungen richtig treffen – Coaching als Navigationssystem – MacCoach


Entscheidungen richtig treffen – Coaching als Navigationssystem – MacCoach

Du musst dich jeden Tag entscheiden, dein ganzes Leben lang. Dafür brauchst du einen Kompass, oder Wegweiser. Sagen wir du brauchst ein Navigationssystem. Mit einem Navigationssystem ist es ganz einfach von A nach B, also zum Ziel zu kommen.
Aber was ist das Ziel? Wohin willst du reisen? Wo willst du einmal ankommen? Und wo willst du überhaupt nicht hin?

“Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten.”
Das Zitat stammt von George Bernard Shaw – irischer Schriftsteller * 26.07.1856, † 02.11.1950

Es ist also kein Wunder, wenn wir ausgestattet mit den schönsten Vorsätzen ausgerechnet da landen, wo wir niemals hin wollten. Es geht um unseren inneren Kompass. Und es geht darum, dass wir uns sehr oft etwas schön ausmalen und aus den unterschiedlichsten Gründen in eine Falle oder eine Sackgasse geraten. Es geht um Entscheidungen, die wir jeden Tag zu treffen haben. Ganz einfache Dinge spielen eine große Rolle in unserem Leben. Entscheide ich mich abzuwaschen oder den Geschirrspüler einzuräumen, Staub zu saugen, die Wäsche ordentlich in den Schrank zu sortieren, meine Hausaufgaben zu machen und mich ganz allgemein mehr um meine Familie zu kümmern? Oder entscheide ich mich, nichts zu tun und ganz langsam in einer einzigen Unordnung zu versinken? Helfe ich dem alten Mütterchen über die Straße? Bin ich freundlich zu jedermann und habe ich auch immer ein Lächeln parat, wenn ich Menschen begegne? Halte ich der Mutter mit dem Kinderwagen die Tür auf? Man kann es tun, man kann es aber auch lassen. Die Entscheidung triffst du allein.   

Viele Menschen vermeiden es ganz bewusst, klare Entscheidungen zu treffen. Sie gehen den Weg des geringeren Widerstandes und erreichen ihre Ziele nur durch Zufall. Sie mogeln sich sozusagen durch ihr Leben und manchmal haben sie sogar Glück dabei. Allerdings wissen sie oft nicht, wie sie an dieses oder jenes Ziel gekommen sind und allzuoft wollten sie überhaupt nicht dort hin wo sie gelandet sind. Das macht unzufrieden, ängstlich und mürrisch.
Verstehst du? Das gibt dir ein Gefühl von Ausgeliefertsein. Du bist unterwegs, wirst immer abhängiger von Menschen, die rein zufällig Entscheidungen für dich treffen. Ist das nicht unangenehm?
Allzuoft werden Ziele von außen geprägt. Der Sohn einer einflussreichen Familie von Rechtsanwälten wird mit großer Wahrscheinlichkeit Rechtsanwalt werden. Ein Kind von Ärzten oder Musikern wird vermutlich auch Arzt oder Musiker werden. Der Einfluss der Familie und des sozialen Umfeldes spielt eine große Rolle für die weitere Entwicklung eines jeden Menschen. Es ist purer Zufall, welchen Beruf unsere Eltern haben und ob wir überhaupt auf die Unterstützung einer schönen Familie zurückgreifen können, oder auch wollen.
Menschen die sich gegen diese vorgezeichneten Karrieren auflehnen und etwas völlig anderes anstreben, gelten als Abenteurer. Das ganze Leben ist ein Abenteuer. Die einen lesen begierig von abenteuerlichen Biografien und verschlingen Kriminalromane oder aufregende Erlebnisse von Menschen in Extremsituationen. Sie suchen das Abenteuer in Form von Extremsport, Bunjee Jumping oder Reisen in exotische Länder. Alles, was nicht Alltag ist, wird zum Abenteuer. Allerdings haben sie fast immer eine Rückfahrkarte und einen EU-Reisepass im Gepäck. Es ist oft nur ein abgesichertes Abenteuer mit Netz und doppelten Boden. Der sichere Airbag ist immer dabei.

Gleichzeitig fürchten sich die meisten Menschen vor existenziellen Entscheidungen und vermeiden alles, was ihre scheinbare Sicherheit in Gefahr bringen könnte. Man bleibt in der Regel gerne bei dem, was man zu kennen glaubt und von dem man geprägt wurde.

Die Fantastischen Vier bringen es auf den Punkt:

…..Du wirst geboren – Religion – Sohn vom Sohn vom Sohn vom Sohn…….

Es ist schwer, sich von einer einmal vorgeschriebenen Rolle zu trennen und die Ziele zu erreichen, die wirklich zu einem passen. Gerade die Berufswahl ist oft geprägt von den Möglichkeiten, die sich gerade ergeben. Ein ausgezeichnetes Abitur öffnet den Weg zum Medizinstudium. Wer mit einem EinserAbitur die Schule verlässt, hat die freie Wahl.

Wie viele, potentiell gute Ärzte, in Deutschland keine Chance auf ein Studium haben, steht auf einem anderen Blatt. Angesichts des akuten Ärztemangels stellen sich Fragen an die Bildungspolitik. Aber das ist ein anderes Thema. Vermutlich wäre es besser, angehende Studenten einem intelligenten Assessment zu unterziehen um herauszufinden, wo ihre wahren Stärken liegen. Auf der anderen Seite der Skala gibt es jede Menge Jugendliche, die als “Spätstarter” gelten und nicht rechtzeitig erkennen konnten, wo ihre wahren Stärken und Potentiale liegen. Null-Bock-Mentalität, soziale und finanzielle Probleme und andere negative Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass auch in dieser Gruppe nur die Möglichkeiten genutzt werden können, die gerade vorhanden sind. Ein potentiell guter Arzt aus dieser Gruppe, hat kaum eine Chance diesen Beruf zu ergreifen. Sie suchen und finden Berufswege, die gerade mal zur Verfügung stehen und machen Karrieren, die allzuoft nicht zu ihnen passen. Das Resultat sind unzufriedene Menschen, die ihr wahres Potential nicht wirklich ausschöpfen können. Bewusste Zielorientierung und das Erkennen von Talenten und Möglichkeiten könnte neue Lösungen schaffen.

Auch hier kann Coaching helfen. Die wichtigste Frage, die sich jeder Mensch immer wieder stellen muss, bewegt sich auf einer hohen logischen Ebene. (Die logischen Ebenen – Robert Dilts)

Es geht oft nicht um die unteren Ebenen, wie aktuelle Möglichkeiten oder Fähigkeiten. Die Fragen, die sich jeder Mensch regelmäßig stellen muss sind auf der höchsten logischen Ebene angesiedelt. Es sind die Fragen nach Identität und Zugehörigkeit. Es geht um das Weltbild, das unser Handeln bestimmt. Die wichtigsten Fragen, die sich Menschen regelmäßig stellen müssen, sind Fragen wie

“Wer bin ich?” “Wer will ich sein?” “Wohin gehöre ich?”

Kinder suchen sich Vorbilder. Sie wollen Feuerwehrmann, Polizist, Lokführer oder Soldat werden. Kinder orientieren sich instinktiv an Menschen die ihrer Vorstellung von Einfluss und Zugehörigkeit entsprechen. Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen ihre Vorbilder auswählen und das zu erklären versuchen. Aber darum geht es hier nicht. Im Coaching ist es wichtig, den Klienten zunächst gedanklich an das Ziel zu führen.  

“Wie ist es, Arzt oder Pilot zu sein? Wie fühlt sich das an? Welche Möglichkeiten ergeben sich? Was habe ich dann zu tun? Wie wird mein Leben sein, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ist es wirklich das, was zu mir passt? ”

In der Realität ist es natürlich ganz anders. Ich begegne oft Menschen, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befinden. Hier erscheint es oft zu spät, noch einen grundlegenden Richtungswechsel zu wagen.  Aber es ist nie zu spät. Insbesondere Manager aus hohen Führungspositionen brauchen ein stimmiges Ausstiegszenario. Sie wissen oft, dass sie den Höhepunkt ihrer Karriere längst überschritten haben. Von nun an geht es nur noch abwärts. Die meisten Manager versuchen nur noch, die einmal erreichte Position, den Status Quo zu erhalten. Sie beobachten den Prozess tatenlos und wissen im Grunde ganz genau, was passieren wird. Das ist eine unangenehme Situation, die niemand sich wünscht.

Ein gezieltes Coaching ist immer eine gute Wahl, und auf jeden Fall die bessere Entscheidung. Es geht immer noch um die Frage: “Wer will ich sein? Wo will ich eigentlich hin” Niemand will Teil des Problems sein. Es ist oft besser, sich eine neue und passende Herausforderung zu suchen.

 

Coaching – Führung übernehmen – MacCoach


Coaching – Führung übernehmen

Wenn ein Klient einen Coach aufsucht, dann tut er das nicht um einen antriebslosen und ideenarmen Gesprächspartner mit Geld zu versorgen oder sich die Zeit zu vertreiben. Wichtig ist immer, was am Ende dabei herauskommt.

Ich behaupte mal, dass ein Coach eine ideale Führungspersönlichkeit sein muss, um effektiv zu arbeiten. Coaching bedeutet eindeutig, dass der Coach die Führung übernimmt.

“Wer fragt, führt.” lautet eine Managementregel, die jeder kennt. Ein Coach fragt und er führt. Wenn er das nicht schafft, dann wird das Coaching eine kurze Angelegenheit ohne Wiederholung sein.  

Warum der Coach eine ideale Führungspersönlichkeit sein muss? Habe ich die leise Frage richtig gehört? Du hast sie gestellt. Sei ehrlich. Ich will dir eine Antwort geben.

Je besser der Coach Führung über einen Prozess übernehmen kann, um so besser ist er als Coach. Das ist meine feste Überzeugung.
Ich selbst merke das jeden Tag. Und wenn ich meine lange berufliche Karriere, wenn man es so nennen mag, Revue passieren lasse, dann wird mir persönlich deutlich und klar, dass ich mich immer mehr verbessert habe. Aber den entscheidenden Sprung habe ich gemacht, nachdem ich meine Coaching-Ausbildung abgeschlossen hatte. Für mich ist längst klar, dass eine Coaching-Ausbildung ein sehr gutes und nachhaltiges Führungsseminar ist. Auch hier gilt: Je besser der Lehrer – MasterCoach – um so besser die Schüler – Coaches. Und wie immer, wenn ich über Führung spreche, möchte ich an die DREI SÄULEN DER FÜHRUNG erinnern.

 

Wie führe ich mich selbst? Wie lasse ich mich führen? Wie führe ich andere?

 

Genau in der Reihenfolge bitte!

 

Und dann kannst Du zielgerichtet in den Tag starten. Schau, wie du dich selbst führst und im Griff hast. Und dann lasse dich führen und beobachte aufmerksam wie die anderen das machen. Gut oder schlecht. Egal. Sie machen etwas.

 

Und irgendwann wirst du in der Lage sein, andere gut zu führen. Dann wirst du ganz selbstverständlich Führung übernehmen und es wird sich ganz normal anfühlen.

Alternativen – MacCoach


Alternativen sind oft anders, als man sich vorgestellt hat

Wer zu einem Coach geht, nimmt seinen Mut und Geld in seine Hände um schwerwiegende Probleme zu lösen. Wie eine Lösung aussieht, hat man auch schon im Kopf. Der Coach soll nun helfen, das Probleme oder die Probleme zu lösen. Man hat da so seine Vorstellungen. Aber man will nicht sofort darüber reden; Der Coach soll das gefälligst selbst herausfinden. Wozu ist er denn Coach? Er sollte wissen, wie der beste Weg aussieht und was zu tun ist.

Coaching ist anders.

 

Contacting – Contracting – Chunking – Clearing – Concepting – Changework – Controlling

Coaching ist ein permanenter Prozess, der alle diese Punkte immer wieder durchläuft, es ist ein Kreislauf. Wobei die Reihenfolge austauschbar ist. Der grundlegende Prozess sollte aber ungefähr so auflaufen.

Kunden wundern sich oft, wenn ein Coaching nicht so abläuft wie sie es sich vorgestellt haben. Aufgabe, Klärung, Lösung! Zack! Fertig!

Wenn es so einfach wäre, dann könnte es ja schließlich jeder schnell erledigen. Aber so einfach ist es nicht und allein die Tatsache, dass man Zeit, Mut und Geld in die Hand genommen hat, deutet darauf hin, dass man es nicht mal eben selbst erledigen kann. Ein Profi muss ran. Jetzt kommt es zuerst darauf an, ob man wirklich einen guten und passenden Coach gefunden hat und man bereit ist eine sehr enge Beziehung aufzubauen. Damit steht und fällt alles. Wenn man dem Coach nicht vertraut, dann sollte man sich auf der Stelle einen anderen suchen.

Und man sollte sich darüber im klaren sein, dass die Lösungen auch völlig anders aussehen können als man sich vorstellt. Wer an seinem Arbeitsplatz Probleme hat, nicht weiter kommt, keinen guten Draht zum Chef hat, oder was auch immer, der wird alles mögliche an Lösungen und Zielvorstellungen mitbringen aber nicht die Lösung, sich einen neuen Job zu suchen oder sich selbst zu verändern. Das ist ein Knackpunkt. Lieber Coachee: Bist du bereit dich wirklich grundlegend auf ein Coaching einzulassen? Du kannst nicht die ganze Welt ändern. Aber du kannst dich ändern. Und du solltest bereit dazu sein.
Ein Coaching kann genau das bewirken und dich wirklich weiterbringen. Die Veränderung liegt in dir. Das ist immer so. Das bedeutet aber nicht, dass du nicht auch über die Probleme reden sollst, die dich belasten. Es gibt tatsächlich eine Menge unfähiger Chefs, die nur ihren eigenen Machterhalt im Sinn haben. Da sind sie zickig und brutal. Es macht keinen Sinn, einen Krieg anzufangen, den man nicht gewinnen kann. Meist hat es einen guten Grund, warum dieser Mann oder diese Frau an diesem Posten eingesetzt wurden. Du kannst es nicht verändern und es ist völlig sinnlos aus deiner Position heraus zu kämpfen. Du hast keine Chance. Hast du schon mal darüber nachgedacht?

Das ist schmerzhaft, ich weiß es doch. Aber es ist eine Tatsache. Ein Coach ist nicht der Ninja, der deinen blöden Chef aus dem Weg zu räumen hilft. Aber man kann darüber sprechen, was wäre wenn. Interessant: Auch das ist Coaching. Möglichkeiten durchspielen und dann wieder auf neue Schwierigkeiten stoßen. Andere, alternative Lösungen finden.

 

Coaching ist eine spannende Reise mit einem Profi, der das Gelände bestens kennt.

Glaubenssätze zerstören


Glaubenssätze zerstören

Es gibt Gedanken, die tief in dir stecken und die du eigentlich nicht rauslassen willst. Du hast es gelernt und trainiert, sie zu verbergen und sie in den dunklen Falten deines Herzens zu zu verstecken. Sie sind vergraben, aber sie sind am Leben.
Du beginnst darüber nachzudenken und langsam packt dich das Grauen und die Angst. Eine unbestimmte Angst. Es ist dir immer verboten worden, darüber nachzudenken. Muss ich das auch noch machen, nachdem ich irgendwann einmal Ja! gesagt (oder gekauft) habe? Das darf man doch nicht! So etwas tut ein(e) gute(r) XXXXX doch nicht!
Darf ich so etwas überhaupt denken? Bin ich tatsächlich so eine(r)?
Gut! Gut! Ich höre auf mit der Genderei. Es stört beim Lesen und es schreibt sich blöd. Manche glauben ja längst, es wäre irgendwie wissenschaftlich so was Unleserliches zu schreiben.
Da lob ich mir meinen Tucholsky! Der schrieb oft – sogar in Mundart. Unvergesslich ist die Geschichte mit dem leicht besoffenen, älteren Herrn. Ein selbständiger Gemüsehändler, der betrunken aus dem Fenster fällt, nachdem er “bezüglich der Wahlen” in Berlin unterwegs war.

Du findest das, wenn du es suchst. “Ein älterer leicht besoffener Herr”
Oder du folgst diesen Links:
https://www.youtube.com/watch?v=XoKmdFdnfOo
http://www.textlog.de/tucholsky-besoffener-herr.html
Also ick’ finde det richtich jut!

Ich schweife mal wieder ab. Aber auch das muss erlaubt sein. Sonst könnte es zu trocken und langweilig werden. Und wer will das schon?

Die Gedanken, die wir so erfolgreich vergraben haben, sind durch begrenzende Glaubenssätze versiegelt und verschlossen worden. Das wurde uns anerzogen und antrainiert und manchmal wurde uns vielleicht sogar Gewalt angetan um diese Gedanken ja niemals auch nur zu denken.
Du hast keine Lust zum Klavierunterricht zu gehen, oder zu üben? Du darfst selbstverständlich darüber nachdenken und auch darüber sprechen. Aber: Denke auch immer daran, was du vermissen wirst, wenn du später nicht Klavier spielen kannst. Du darfst keine Lust dazu haben, aber es bringt eine Menge Vorteile mit sich.
“Man müsste Klavier spielen können – wer Klavier spielt hat Glück bei den Frau’n”, sagt schon ein alter Schlager und es stimmt vermutlich sogar. Richard Gere spielte in Pretty Woman auch Klavier, bevor er seine HerzDame Julia Roberts dann direkt auf dem Klavier….Aber das ist ein anderes Thema. Darf man das, im öffentlichen Raum? Wenn man Milliardär ist, dann ist die Antwort vermutlich ja. Ansonsten eher nicht. Oder?
Du musst immer artig sein! Ist auch so ein begrenzender Satz. Nein! Musst du nicht! Du MUSST gar nichts! Ausser regelmäßig essen, schlafen, aufs Klo gehen und noch so einiges, was ich hier nun wirklich nicht ausführen muss.

Du musst immer treu sein! Wieder so ein Satz. Musst du nicht. Und bist du nicht. Schon wenn du darüber nachdenken musst, dann bist du es nicht. Das steht schon in der Bibel, wie so vieles, was man in diesem klugen Buch lesen kann. “Wenn du nur darüber nachdenkst die Ehe zu brechen, dann hast du es längst getan.” Sagt Jesus. Und so ist es auch. Niemand ist wirklich treu. Wenn es einmal raus ist, dann sind die dunklen Gedanken gleich ganz anders zu ertragen. Wenn man das weiß, dann beginnt man anders darüber zu denken und dann ist es keine existentielle Katastrophe mehr, wenn es einmal passiert. Dann muss man sich nicht automatisch trennen, sondern anders miteinander kommunizieren. Sie ist dann auch keine “angelutschte Stulle”, die man verstoßen muss, weil irgendein MoralApostel das so gesagt hat. Das hätte er niemals sagen dürfen. Das ist die Wahrheit. Und er hätte viele andere Sachen niemals tun und sagen dürfen.
Und du darfst das alles frei denken und sagen, ohne alles zu verlieren, das gut und wichtig ist.  

Grabe mal ein wenig nach. Dann wirst du viele vergrabene Dinge finden, die dich in deinem Leben begrenzen und hemmen.

Du darfst über alles nachdenken, denn du bist ein freier Mensch. Du musst über alles nachdenken, denn nur so findest du den richtigen Weg und die lohnenden Ziele.

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Kybernetik – Konstruktivismus – Coaching


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.”
/Heinz von Foerster/

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen einander längst nicht mehr aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz, sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat kaum Chancen, eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln; weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, weg räumen imaginärer Steine, die uns blockieren.
Die Grenzen des Coachings liegen in den Grenzen des Coachs und des Coachees.
Coaches müssen selbst eine hohe Ebene der „Entwicklungsstufen des Selbst“ erreicht haben, um den Coachee dabei zu unterstützen, eine neue Ebene zu erkunden.

Titelbild: von Piet Mondrian

 

Coaching – Kybernetik – Konstruktivismus


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.” /Heinz von Foerster/

 

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen sich schon lange nicht mehr einander aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat keine Chance eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln, weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, das Wegräumen von imaginären Steinen, die uns blockieren. Die Grenzen des Coachings liegen natürlich in den Grenzen des Coachs. Coaches müssen selbst eine hohe Ebene erreicht haben um den Coachee dabei zu unterstützen eine neue Ebene zu erkunden.

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure


Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure

Das ist etwas sehr amerikanisches: Erfolgreich scheitern. Es ist cool und es hat etwas mit einem unbeugsamen Optimismus zu tun.

Erzähle mir, wo und wie Du gescheitert bist und ich sage Dir wer Du bist!

Van Gogh war erfolgreich gescheitert. Er war richtig gut. Seine Kunstwerke begeistern und fesseln uns noch heute. Erfolgreich war er erst nach seinem Tod.

Die Attentäter des 20.Juli 1944 waren gescheitert. Sie gingen erhobenen Hauptes in den Tod: “Für das heilige Deutschland!” Es dauerte Jahrzehnte, bis ihre Entschlossenheit und ihr Mut entsprechend gewürdigt werden konnten.

Kolumbus war auf seinem Weg nach Indien auf Amerika gestoßen, ohne es zu wissen.

Apollo 13 war ein kompletter Misserfolg. Die Astronauten erreichten auf Grund eines dummen Materialfehlers nie ihr eigentliches Ziel. Im Projektmanagement der NASA zeigte sich jedoch, dass auch in diesem Scheitern ein Sieg lag. Die ganze Welt fieberte um das Leben der Astronauten. Apollo 13 Projektmanagementsimulationen sind heute ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung von Projektmanagern.

Scheitern gehört zu unserem Leben dazu. Ich kann ein Lied davon singen. Wer es nicht versucht hat, wird nicht scheitern. Aber wie langweilig und leer wäre so ein Leben. Die Amerikaner haben es in ihren Genen. Als Vorbild einer freien Gesellschaft sind die USA nach wie vor ein lebendiges Beispiel und ein Sehnsuchtsort für viele Menschen auf der ganzen Welt. Ich glaube trotz aller Verwerfungen und aller Rückschläge immer noch an den Spirit der dort zu finden ist.

Am Ende unseres Lebens kommt es nicht darauf an, wie oft wir gescheitert sind, sondern darauf, wie oft wir etwas versucht haben und wie oft wir wieder aufgestanden sind.  Wir sind Menschen, keine Maschinen.

Steve Jobs ist nach den erfolgreichen Anfängen bei Apple zunächst gescheitert. Er musste das Unternehmen verlassen, dass er selbst gegründet hatte. Nach einem internen Machtkampf mit John Sculley musste Jobs 1985 das Unternehmen verlassen. Er gründete NeXT, stieg bei Pixar ein und kehrte 1996 wieder zu Apple zurück um sein Unternehmen zunächst zu retten und dann so erfolgreich zu machen, wie es vorher kaum vorstellbar war.

Das Scheitern von Steve Jobs war so smart und sexy wie sein Erfolg.   

Wobei wir wieder beim Coaching sind. Ich erzähle Menschen vom Scheitern, gebe ihnen Beispiele und öffne mich indem ich von meinen gescheiterten Plänen und geplatzten Träumen erzähle. Das öffnet den Gegenüber und spiegelt sein eigenes Scheitern auf eine smarte Art und Weise. Scheitern bekommt einen anderen Wert. Es ist nicht der bittere Geschmack des Versagens, der das Scheitern begleitet. Im Gegenteil werden die Menschen in die Lage versetzt, einen anderen Blick auf ihr Leben und ihre Aktivitäten zu wagen. Wir können nicht in jeder Position perfekt sein. Scheitern kann auch bedeuten, dass wir einfach die Tür schließen und eine andere Tür suchen sollten. Als SekretärIn bin ich völlig ungeeignet. Ich könnte es nicht ertragen, unter einem unfähigen und überheblichen Chef zu arbeiten. Arroganz und Dummheit geben sich allzuoft die Klinke in die Hand. Fragen Sie mal einen dummen Menschen nach seinem Scheitern oder nach seinen Fehlern. Die Antworten können wir uns komplett sparen. Sie sind derartig uninteressant, wie die Menschen von denen sie kommen.

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern ist eine smarte Art und Weise das Leben so zu nehmen wie es ist. Wenn jeder Mensch mit allen seinen spinnerten Ideen durchkommen würde und nur Erfolge hätte dann wäre das eine traurige Welt. The Donald ist schon oft in seinem Geschäftsleben  gescheitert. Er scheitert jeden Tag als Präsident. Und wenn er einmal etwas tut, wofür er sogar gelobt wird, hat er vergessen, welches Land er da gerade bombardiert hat. Schade, dass er nicht smart scheitert, sondern sich alles schön lügt. Das ist überhaupt nicht smart. So sad!

Im Coaching gehört der Umgang mit dem Scheitern einfach dazu. Wie geht der Coachee mit seinem eigenen Versagen um? Wie reagiert sie oder er auf dieses NO GO Thema für erfolgreiche Menschen, oder solche, die sich dafür halten? Das ist genau die Frage, die beim Coaching beantwortet wird. Wenn ich meinen Klienten die Frage nach ihrem eigenen Versagen stelle, dann mache ich das ganz bewusst. Es sagt mir mehr über sie, als 1000 andere Fragen. Es ist ja auch eine beliebte Frage bei einem Einstellungsgespräch: Wo sind Sie bisher gescheitert? Jeder weiß, dass man nun eine gut ausgefeilte Story aus dem Ärmel zaubern muss, die nach Scheitern riecht und eigentlich ganz das Gegenteil bedeuten soll. Aber das ist hier nicht gemeint. So einen Stuß möchte ich beim Coaching nicht hören. Ich lehne mich dann entspannt zurück, scheue meinem Coachee in die Augen und frage nochmal. Woran sind Sie bisher gescheitert? Diese Fragen kann man nicht in der ersten Sitzung stellen. Diese Frage setzt eine belastbare Beziehung voraus.  

Es ist eine außerordentliche Kunst, erfolgreich zu scheitern. Und es ist so beruhigend, dass ich nicht der einzige Mensch auf dem Planeten bin, der schon mal gescheitert ist. Wir können das jeden Tag üben. Worauf es ankommt sind SMARTe Ziele und ein Herz am rechten Fleck. Ein mutiges Herz, meine ich natürlich.   

 

Coaching ist ein Katalysator


Coaching ist ein Katalysator

Jeder Mensch ist in der Lage, seine Situation einzuschätzen, sich ein Bild von sich und seiner Umgebung zu machen und Veränderungen in Gang zu setzen. Coaching beschleunigt diesen Prozess auf ungeahnte Art und Weise.

Ein Blick auf dein Leben zeigt, dass dir einige Dinge gelungen sind und andere nicht. Vielleicht hast du das erreicht, was dir in deiner Situation möglich war. Vielleicht hast du auch noch nie wirklich versucht deine wahren Grenzen zu erkennen und diese Grenzen zu überschreiten. Wo stehst du heute? Denke bitte darüber nach und notiere, was dir durch den Kopf geht.
Wir sind darauf trainiert, das was wir tun und wer wir sind, in einem ganz besonderen persönlichen Licht zu betrachten. Ein kleiner Perspektivwechsel gibt Aufschluß über das, was wirklich ist. Viele kleine Perspektivwechsel versetzen dich in die Lage wirklich das zu tun, anzustreben und zu erreichen, was du wirklich willst. Lassen wir die Dinge laufen, kommen wir mit Sicherheit auch irgendwo an. Aber war das unser Plan? Hatten wir wirklich vor eine Rolle anzunehmen, die möglicherweise überhaupt nicht zu uns passt?

Manchmal ist es hilfreich, berühmte Perönlichkeiten zu zitieren. Hier zwei Zitate, die es wert sind, vertieft zu werden:

“Der nicht mutig genug ist, Risiken auf sich zu nehmen, wird in seinem Leben nichts erreichen.” /Muhammad Ali/

“Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein, was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.” /Muhammad Ali/

Die Frage ist, ob du bereits weißt, wo du hingehen willst, wer du sein willst. Dann kannst  auch du der einzigartige Mensch sein, der du sein willst. Dann bekommst du das, was du verdient hast. Aber erst, wenn du mutig genug bist, das Risiko ungeschminkter Selbstanalyse und Selbsterkenntnis einzugehen und deine Ziele zu definieren.

Ein Coaching kann dir dabei helfen. Schneller und effektiver als du es dir überhaupt vorstellen kannst.

Am Ende wirst du folgenden Satz sagen:

“Ohne Coaching hätte ich es nie geschafft! Ich bin froh und glücklich, dass ich den Coach gefunden habe, der zu mir passt.”

Merk dir diesen Satz! Denk darüber nach und vergiss es nie! Ohne Coaching kann man Ziele erreichen. Irgendwelche Ziele. Mit Coaching kann man schon bevor man den ersten Schritt macht wissen, ob es sich lohnt, den Mut und die Risiken, den Kampf und den Schmerz auf sich zu nehmen.

Coaching ist die effektivste Möglichkeit, zielgerichtet zu leben und zu arbeiten. Es geht sehr viel schneller, als wenn du alles mögliche ausprobierst um dann zufällig irgendwo anzukommen. Das Leben ist kürzer als du denkst.

 

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Donald Trump – Was wird passieren?


Donald Trump – Was wird schon passieren?

Wir stehen ohne jeden Zweifel am Anfang einer neuen Epoche. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump hat eine Revolution ausgerufen. Er will die Macht an das Volk zurückgeben. Klingt gut, stimmt aber so nicht. Donald und eine Revolution. Das ist ungefähr so als würde Dagobert seinen Goldschatz unters Volk verteilen. Donald und das Volk. Es wird eine logische Aussage, wenn er es so erklärt: Das Volk bin ich. Jetzt können wir den Satz substituieren.  Die Macht wird ihm gegeben. Und das macht dann wirklich Sinn in seiner Welt.  Donald versteht nämlich sehr viel von seiner eigenen, eigenartigen Welt. Seine Sicht auf die Dinge ist – einzigartig. Er ist einzigartig. Und wenn Revolution,  dann wird er in einer Reihe mit Lenin und Fidel Castro stehen. Wobei augenfällig Unterschiede zu erkennen sind.

Aber was hat ihn an die Macht gebracht? Was wollen die Leute von ihm? Was erwartet uns und was müssen wir befürchten? Lassen wir die Angst mal weg und hoffen wir, dass es schon nicht so schlimm werden wird.

Die USA stehen an einem Scheideweg. Wer in den letzten Jahren mal drüben war, kennt das Problem. Oder die Probleme. Die Infrastruktur ist eine einzige Katastrophe. Das Bildungssystem ist für die Masse der Bevölkerung nicht mehr geeignet. Ganze Stadtviertel großer Städte sehen aus wie die Dritte Welt. Selbst in Washington gibt es Stadtviertel in die ich meine Tochter nicht schicken würde. Es gibt richtige bittere Armut und es gibt ordinären Reichtum. Es gibt sehr viel Angst im Mittelstand, alles zu verlieren. Obdachlosigkeit ist ein großes Thema in den USA. Die Automatisierung tut ihren Teil. Wenn in Fabriken in denen noch vor 20 Jahren tausende Arbeiter einen Job hatten Roboter und Automaten den Job machen und nur noch ein paar hundert hochqualifizierte Fachleute Arbeit finden, dann wird deutlich wo die Probleme liegen. Von all dem hat Donald Trump nicht viel Ahnung, wenn er das Thema überhaupt kennt. Er ist ein alter Mann, ein Kind der 70er Jahre.

Allein die mittellose und ungebildete Schicht derer, die eigentlich Mittelstand sein sollten, lichtet sich seit vielen Jahren gewaltig. Make Amerika Great Again – bedeutet die Rückkehr des Amerikanischen Traumes. Donald Trump ist ein ausgeschlafener Populist. Er hat dem Volk ein wenig auf das Maul geschaut und er muss sich nicht verstellen. Er redet genau so wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Besser kann er es nicht.

Er wird wird versuchen die Probleme des Landes so zu lösen wie es seinem Weltbild entspricht. Protektionismus. Deals. America first! Die Army aufrüsten, aber zu besseren Kosten – Das funktioniert am besten durch Mengenrabatte und das hat noch immer funktioniert, wenn innenpolitisch etwas schief läuft. Er wird Arbeitsplätze schaffen in der Rüstungsindustrie. Er wird die WallStreet sanft streicheln und er wird den Briten viel versprechen. Donald wird alles tun um ein großartiger Führer seines Landes zu werden. Er hat Hochachtung vor großartigen Führern. Da kommt kein Zweifel auf. Was er unter guter Führung versteht, ist offensichtlich. Angreifen, beleidigen, provozieren, herausfordern, einfach machen. Er ist ein Macher, dem nichts schnell genug gehen wird. Er könnte eine Menge lernen in den kommenden 4-8 Jahren. Ja, leider ist es so. Selbst wenn er in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit nichts auf die Reihe bringt, wird er versuchen es so zu verkaufen, dass man ihn nicht gelassen hat. Die alten Eliten halt. Egal ob GOP oder Demokraten. Alles dasselbe für ihn. Aber Donald ist nicht Obama, der wirklich einen sehr guten Job gemacht hat obwohl er keine Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus hatte.

Es wäre gut, wenn die Demokraten wieder mehr wirklichen Einfluss gewinnen würden. Es wäre interessant zu beobachten, wie der größte Jobbeschaffer aller Zeiten damit umgehen würde.

Donald wird das tun, was er zu verstehen glaubt. Seine Berater – Familie und Schwiegersohn – werden ihn versuchen sanft zu leiten. Es wird nicht immer gelingen.

Ein Tweet geht immer noch, egal wie ernst die Situation ist. Hoffen wir nur, dass er nicht auf einen falschen Knopf drückt und “April!April! twittert, weil er den Ernst der Lage nicht verstanden hat.

Er hat keine Ahnung, wie er die gewachsenen Probleme des Landes lösen kann. Wenn die Amerikaner das erstmal herausgefunden haben, dann öffnen sich völlig andere Optionen. Aber das wissen die rechten Eliten längst. Ihr ärgster Feind heißt Bernie Sanders und die jungen Leute die ihn unterstützen. Was auch immer passieren wird, die Welt ist nicht sicherer oder unsicherer geworden. Sie hat begonnen sich zu bewegen und sie befindet sich längst in einer Krise. Es ist eine Krise der Möglichkeiten und der überkommenen Realitäten. Die Welt wird sich weiterdrehen. Es ist völlig egal, was man von Donald Trump hält. Er rüttelt und vieles wird anderes werden. Manchmal ist das sogar eine Chance für Veränderung. Yes We Can! Changing The World!

Am schlimmsten finde ich, dass es Nachahmer geben wird. Führungskräfte, die sich in ihrem Narzissmus und in ihrer ungeduldigen, cholerischen Natur bestätigt finden. Der große Vorturner zeigt wie es geht. Egal wie wir das finden. Das ist wirklich sehr traurig…..

Gruppencoaching


Gruppencoaching – was die Klienten darüber sagen

Zugegeben, Gruppencoaching wirkt auf unvorbereitete Teilnehmer zunächst, etwas gewöhnungsbedürftig. Stuhlkreise, Flipcharts, ein Coach (Frau oder Mann).
“Das ist nichts für mich”, denken viele Teilnehmer, wenn sie zum ersten Mal in so eine Situation kommen. Ein paar Tage später ergeben sich andere Aussagen.

Oft hat eine einzige, intensive Woche einen großen Einfluß auf das gesamte weitere Leben. Es geht aktuell natürlich zuerst um -Integration in den Arbeitsmarkt-. Aber das ist nicht möglich, wenn nicht viel tiefer angesetzt wird. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Die Idee ist, dass Menschen das was sie tun, gerne tun und dafür brennen. Es geht um Motivation.

“Jede Arbeit ist spannend, wenn man sie richtig macht!”, hat eine kluge Frau einmal gesagt. Und das stimmt. Selbst eine scheinbar langweilige Arbeit im Büro kann effizient und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Es gibt keine langweiligen Jobs mehr auf dem Arbeitsmarkt. Wer mit solchen Ideen herumläuft, braucht dringend einen Perspektivwechsel.

Zum Gruppencoaching: Die Fragen, die gestellt werden drehen sich immer um diese Themen. Diese eine Woche ist eine Wanderung in die mögliche Zukunft der Teilnehmer. Es wird tatsächlich alles möglich.
Ein Realitätscheck ist Bestandteil des Coachings. Ohne tiefenpsychologisch auf die Teilnehmer einzuwirken, werden automatisch Fragen in den Raum gestellt, die Blockaden lösen und Ressourcen sichtbar machen. Sehr oft drehen sich die beruflichen Vorstellungen um das scheinbar Bekannte. Allzuoft handelt es sich um völlig falsche Glaubenssätze, die unser Denken limitieren.

 

Das geht nicht.

Das hat noch niemand geschafft.

Das kannst du nicht erreichen.

Du bist zu alt.

Das ist Unsinn. Denk nicht darüber nach.

Das macht man nicht.

Niemand hat Interesse an mir.

Das kann ich nicht.

Und dann erleben wir, das auch andere Menschen ähnliche Einschränkungen einfach so akzeptieren. Und wir erkennen, das diese Leute es schaffen können. Und es liegt auf der Hand, dass wir das auch schaffen können. Niemand wartet auf uns. Aber viele warten auf Menschen, die optimistisch und voller Optimismus in die Zukunft gehen möchten.

Es gibt immer eine sinnvolle Zukunft. Es gibt immer etwas, was wir gerne und voller Hingabe tun. Eine Woche kann die Zukunft eines Menschen verändern. Es geht immer um neue Impulse. Es geht immer um IMPACT (Einfluss)   

Es ist interessant, wie Teilnehmer auf eine Woche Gruppencoaching reagieren. Die meisten sind absolut begeistert, weil sie „So etwas nicht erwartet“ haben. Sie werden in einer Woche an Fragen herangeführt, die sie selbst beantworten lernen. Und zwar an jedem Tag ihres weiteren Lebens. Sie haben gelernt, dass es auch anderen Menschen so geht wie ihnen. Sie haben gelernt sich anderen Menschen zu öffnen und sie haben beobachtet, wie sich andere Menschen ihnen öffnen. Eine achtsame Atmosphäre, völlig ohne Druck und Hintertürchen, haben viele Menschen noch nie erlebt. Hier wird so etwas möglich. Sie lernen Kommunikationsregeln und sie begreifen, wie Kommunikation funktioniert. Es ist nie zu spät, die „Vier-Seiten-einer-Nachricht“ (Schulz von Thun) zu begreifen.

Ein Coaching hat immer eine Wirkung für den Rest des Lebens. Voraussetzung ist immer ein sehr guter Coach, dem es gelingt, Menschen zu öffnen und ihnen Vertrauen und Akzeptanz zu schenken.

Erfahrung vs. UNGELERNT


Erfahrener IT Manager. UNGELERNT.

Eine bemerkenswerte Konstellation. Der Mann ist Anfang 50, war noch nie arbeitslos und gilt nach einem kurzen Ausflug in die Selbständigkeit als ungelernt. So sehen es die Arbeitgeber und so sieht es auch die Agentur für Arbeit. Aktuelle Zertifikate eines führenden IT Anbieters liegen nicht vor. Der Arbeitgeber hatte auf so etwas keinen Wert gelegt. Das hätte die Kosten in die Höhe getrieben und das wollte er nicht. So blieb unser Mann auf dem Trockenen sitzen und musste sich durch intensives Selbststudium auf dem Laufenden halten. Das kostete sehr viel Zeit und Kraft. Der Mann hatte über viele Jahre eine 60-Stunden-Woche. Wenn er Zuhause war, lernte er weiter. Lebenslanges Lernen in Reinkultur. Ohne Zertifikate, schwer nachweisbar. 
Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich habe gerade ein Dejavu. Ein leitender Manager der Agentur für Arbeit, mit dem ich gerade ein ausführliches Gespräch hatte, schüttelt auch mit dem Kopf. So einfach ist das nicht zu beurteilen. Dieser Fall ist typisch. Der Mann ist weder ungelernt, noch unfähig, noch faul. Dieser Mann ist jemand, der zu den Leistungsträgern der Wirtschaft gerechnet werden sollte. Zugegeben: Der Mann weiß zuviel und er verzettelt sich in unterschiedlichen Gebieten. Er braucht einen klaren Fokus und er braucht eine sichtbare Perspektive. Der Mann ist 51 Jahre alt. Er ist fit und wirkt wesentlich jünger. Es wird schwer werden, einen Arbeitgeber zu finden.
Aber zuerst kommt die zielgerichtete Ausbildung. Es sind lange Gespräche, die geführt werden müssen. Immer wieder bricht er aus und hat völlig neue Ideen. Ich bin davon überzeugt, dass er sehr gut auf vielen Gebieten sein kann. Aber was ist das Richtige für ihn? Wo hat er die meisten Chancen? Ich coache diesen Mann und lerne viel über seine Welt. Ich habe ein Dejavu und muss es vermeiden meine Vorstellungen und meine Welt über seine zu stülpen. Ich bin nicht er und er wird niemals ich werden. Das ist eine wichtige Grundlage für ein Coaching. Ich lasse ihn reden und versuche nur das Gespräch wieder auf das Ziel zu führen, wenn er ausschweift. Wir entwickeln einen Plan. Er wird eine Weiterbildung durchlaufen. Am Ende stehen die wichtigen Herstellerzertifikate der IT-Branche. Ich begleite den Mann als Coach und ich bin mir sicher, dass er seinen Weg machen wird. Er beginnt mit Riesenschritten einen Prozess zu durchlaufen, der normalerweise Jahre dauert. Genau das ist Coaching. Schneller zum Ziel kommen. Das ist, wenn ich es einmal so sagen darf: Unbezahlbar.

Zum Beitragsbild: Robert de Niro Ü70 – Würden Sie diesen Mann einstellen, wenn er über die erforderlichen Qualifikationen verfügen würde? – Denken Sie mal darüber nach!

Umberto Eco


20.02.2016 – Umbert Eco ist tot –  für mich ist er unsterblich

“Ich bin Philosoph. Romane schreibe ich nur am Wochenende.” (Umberto Eco)

Es gibt da ein Zitat, dass ich im Radio hörte und seitdem suche. Umberto Eco soll gesagt haben, dass man ein Leben lebt, wenn man nicht liest. Wenn man liest, dann lebt man fünfhundert Leben.

Vielleicht kann ich es so interpretieren:

Wir leben genau ein Leben, wenn wir nicht lesen,
wir leben 500 Leben, wenn wir lesen. (nach Umberto Eco)

Das Originalzitat suche ich noch. 

Stunden später habe ich es gefunden und es ist nicht einmal von Umberto Eco:

Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt.
Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes.
George R. R. Martin (das Lied von Eis und Feuer)

Ein Grund mehr, viel mehr zu lesen, als zu schreiben. Es gibt so viel zu tun!

Eco verkörpert das, was ich gerne sein würde, aber nie sein werde. Er ist der typische Linksintellektuelle und Gelehrte. Ich stelle mir sein reiches Leben voll Kunst und Wissen und Literatur vor.

Hier einige wichtige Zitate dieses großen Gelehrten und Schriftstellers, der uns am 20.Februar 2016 verlassen hat.

Eco über das Schreiben:

„Romanfiguren werden geschaffen, damit sie auf eigene Rechnung leben.“

„Der Autor müsste das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stört.“

„Ich versuche ja, von Buch zu Buch immer komplizierter zu werden, um die Leser abzuschrecken.“

Eco, warum er mit fast 50 Jahren seinen Debütroman „Der Name der Rose“ geschrieben hat:

„Normalerweise brennt man, wenn man sich dem 50. Geburtstag nähert, mit einer kubanischen Tänzerin durch. Einen Roman zu schreiben, war weniger kostspielig. Ich hatte meine Professorenstelle gehabt, meine Bücher waren in mehrere Sprachen übersetzt und es fehlte an einer Herausforderung. Deshalb hatte ich eines Tages Lust, etwas Neues auszuprobieren. Ich dachte damals, ich schreibe einen Roman mit einer Auflage von 3.000, so zum eigenen Vergnügen.“

Eco über die moderne Medienwelt:

„Der Computer ist eine spirituelle Maschine, mit der man fast so schnell schreiben wie denken kann.“

„Wir bewegen uns auf eine neue Klassenspaltung zu, die nicht mehr auf Geld beruht, sondern auf der Fähigkeit, seinen kritischen Geist einzusetzen und Informationen zu sortieren.“

„Es scheint, dass heute das Pflichtgebot des Journalismus lautet, um jeden Preis wieder zu publizieren, was schon an einem anderen Ort erschienen ist.“

„Die Massenmedien geben den Menschen zu viel Stumpfsinn.“

„Ich habe noch nicht einmal eine E-Mail-Adresse. Ich habe ein Alter erreicht, in dem meine hauptsächliche Bestimmung nicht im Empfangen von Nachrichten liegt.“

Eco über den Wert von Büchern:

„Wenn wir im Keller Bücher finden, die wir einst als Kind gelesen haben, bewegt uns das. Wenn wir aber eines Tages die Diskette finden, die wir als Kind verwendet haben, kann unser Computer sie nicht mehr lesen, und die Diskette ist dieselbe wie die einer beliebig anderen Person. Dass wir den persönlichen Kontakt verlieren, ist nicht nur für Bibliophile ein Desaster. Eine kleine Minderheit elektronischer Taliban wird nur mit iPads und E-Books umgehen, alle anderen werden Bücher weiterhin brauchen, davon bin ich überzeugt.“

Eco über Toleranz:

„Toleranz ist anerzogen und nicht angeboren.“

„Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.“

Eco über Weisheit:

„Weisheit ist begreifen, dass man nicht weiß, ob etwas schwarz oder weiß ist.“

Eco über Dummheit:

„Ich bin immer fasziniert von der Rolle, die die Dummheit spielt. Ich habe eine ganze Bibliothek, die nur Bücher enthält, die falsch sind. Die Geschichte ist das Reich der Fälschung, der Lüge und der Dummheit.“

Eco über Verschwörungstheorien:

„Die Menschen haben den Drang, ihr Scheitern anderen zuzurechnen. Schon in der Ilias wird das Schicksal Trojas als Verschwörung der Götter dargestellt. Wenn du im Stau steckst, schimpfst du über die Regierung. In Wahrheit bist du es selber, der den Stau produziert. Leute suchen Verschwörungstheorien, um sich selbst zu entlasten.“

Eco über Fußball:

„Der Fußball ist einer der am weitesten verbreiteten religiösen Aberglauben unserer Zeit. Er ist heute das wirkliche Opium des Volkes.“

„Ich mag den Fußballfan nicht, weil er eine seltsame Eigenart hat: Er kapiert nicht, daß man selbst keiner ist, und beharrt darauf, mit einem so zu reden, als ob man einer wäre…“

Eco über neue Erfahrungen:

„Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben. Mich fragte einmal ein Schwulenmagazin, ob ich je homosexuelle Erfahrungen gemacht hätte. Ich antwortete: Noch nicht. Ars longa, vita brevis.“

Eco über die Vergänglichkeit:

„Das Ende der Zeiten ist nicht das Ende der Zeit. Sie und ich, wir müssen sterben, vielleicht auch die Menschheit (wenn die Sonne erlischt) und wahrscheinlich auch die uns bekannten Galaxien. Aber all das bedeutet nicht, dass das Universum verschwinden wird. Das ist für mich die positive Bedeutung der Botschaft der Apokalypse auch für diejenigen, die nicht gläubig sind: Es wird immer neue Himmel und neue Erden geben.“

 

Coaching – Push yourself! Starten, statt warten!


Coaching – Starten, statt warten!

Geben Sie sich einen Ruck! Starten Sie Ihr neues Leben! Coaching eröffnet Ihnen genau die Möglichkeiten, die in Ihnen stecken. Wir stecken oft in einem geschlossenen System fest. Immer wieder stellen wir uns die gleichen Fragen. Wir glauben die Antworten zu kennen und haben nicht den Mut oder die Kraft für einen Perspektivwechsel. Ein Coaching bei einem zertifizierten Life Coach kann neue Wege aufzeigen und neue Ziele entdecken helfen.

Erkennen Sie sich selbst.

  • Definieren Sie Ihre Vision – Wer sind Sie heute? Wer wollen Sie morgen sein?
  • Setzen Sie sich anspruchsvolle Ziele.
  • Erstellen Sie einen Aktionsplan.
  • Identifizieren Sie wichtige Meilensteine.
  • Erreichen Sie ungeahnte Resultate.
  • Laufen Sie los! Entdecken Sie neue Möglichkeiten.
  • Erweitern Sie Ihre Ressourcen.

Coaching bedeutet beschleunigte Persönlichkeitsentwicklung.

Sie haben ein Ziel. Sie werden es möglicherweise irgendwann erreichen. Sie können verschiedene Dinge ausprobieren und mal hier und mal da vorbeischauen. Das kostet Zeit. Egal was Sie vorhaben: Nutzen Sie Coaching um zu erkennen, ob Sie tatsächlich dieses spezielle Ziel erreichen wollen. Wenn die Antwort JA ist, dann nutzen Sie Coaching um den schnellsten Weg zum Ziel zu finden.

Es gibt Menschen, die das sehr gut selbst erledigen können. Alle anderen brauchen einen Coach.

Die erfolgreichsten Menschen sind die, die einen hohen Grad der Selbsterkenntnis erreicht haben. Diese Menschen kennen ihre Stärken und ihre Schwächen und Fehler. Sie sind in der Lage, sich optimal weiterzuentwickeln. Erfolg bedeutet, neben dem Aufbau eigener Möglichkeiten auch zu erkennen, wer beim Erreichen von Zielen helfen kann. Choleriker bremsen sich selbst aus. Es macht Sinn, den Choleriker in sich zu erkennen und zu zähmen. Niemand sollte unbeherrscht und zornig Türen zuwerfen und wertvolles Geschirr zerschlagen. (sh. auch Choleriker – Täter und Opfer )

Coaching ist professioneller Perspektivwechsel


Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.
(Ralph Waldo Emerson)

Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man denkt, der zum Denken anregt, Gedanken erweckt und inspiriert.
Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man besser denken kann.

Ein Coaching ist wie der erfolgreiche Start einer Rakete. Es bringt uns auf eine Umlaufbahn und macht uns schwerelos. Wir bekommen einen völlig anderen Blick auf unsere Welt.

Coaching ist professioneller Perspektivwechsel auf einem hohen Niveau.

Forever Coach


Am 03.10.2011 habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Heute stehe ich kurz vor dem 400ten Artikel. Inzwischen schreibe ich regelmäßig über meine Erfahrungen, über anonymisierte Fallbeispiele und außerordentliche Herausforderungen. Damals hatte ich bereits eine vage Vorstellung über meine Arbeit als Coach. Schließlich hatte ich ja gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert. Es war mir völlig klar, was ich in Zukunft machen wollte. Ich wollte als Coach arbeiten. Genau das mache ich jetzt. Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass es tatsächlich funktioniert. Aber mein Instinkt und mein Gefühl haben mich noch nie enttäuscht. Ich habe mich damals richtig entschieden. Hier noch einmal einer meiner frühen Artikel, den ich auf MacCoach veröffentlicht habe. Warum MacCoach? Das steht auf meinem ersten Artikel, den jeder im Archiv finden kann. Viel Spaß bei der Suche.  

Einmal Coach, immer Coach (14.07.2012)

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es gut ist Dinge zu wissen und Geheimnisse zu durchdringen. Dieser Mensch hat angefügt, dass es das Größte ist dieses Wissen weitergeben zu können. Das spricht für den Beruf eines Lehrers und für unterstützende Eltern. Ich mag diese Art von Vorbildern. Im Idealfall sind sie genau das, was einen Coach ausmacht. Sie zeigen die Zukunft so, wie sie sein könnte, wenn wir alles richtig machen. Ich persönlich habe in meinem Leben viel über die mögliche Zukunft nachgedacht und es ist eine große Überraschung für mich, dass sie im Grunde genau so geworden ist wie ich sie mir vorgestellt habe. Eigentlich ist es kein Wunder, dass mein Leben so ist, wie ich es mir selbst erträumt habe. Nicht, dass ich keine Probleme hätte, die noch gelöst werden müssen. Aber das ist nicht das Thema. Gibt es eigentlich Menschen, die anderen nichts mitzuteilen haben außer: „Hey! Seht mich an! Bin ich nicht toll?“ Ich weiß nicht. Damit kann ich nicht viel anfangen. Die Menschen die ich treffe sind alle auf ihre Art einzigartig. Aber ich möchte niemand anderes sein. Ich bin zufrieden mit mir. Eigentlich. Wann habe ich zum letzten Mal so richtig lachen können? Wann war ich zuletzt glücklich? Das sind Fragen die sich jeder von uns stellen sollte. Ich bin glücklich in den Armen meiner geliebten Frau. Ich lache tatsächlich wenn sie anruft, wir uns verabreden, beieinander sind. Das macht mich glücklich. Ein eindeutiges Zeichen von Liebe und Glück. Was will ich mehr? Aber warum schreibe ich eigentlich – Einmal Coach, immer Coach? Was hat das mit dem zu tun was ich hier von mir gebe? Ganz einfach. Alles was ich denke und tue hat mit positiver Psychologie zu tun. Es ist wie eine gesunde und natürliche Diät. Keine künstlichen Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wie singt doch Pippie Langstrumpf so schön? „Ich mach mir die Welt, wie….. sie mir gefällt!“ Haben Sie die Melodie?

Otto Scharmer hat den Begriff  „Von der Zukunft her führen“ geprägt. Boris Grundl coacht mit den „Drei Säulen der Führung“ – Wie führe ich mich selbst – Wie lasse ich mich führen? – Wie führe ich andere? Genau in dieser Reihenfolge ist es richtig. Einmal Coach – immer Coach bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann mich wirklich über Menschen aufzuregen, die sich „falsch“ verhalten. Es ist anstrengend mit Leuten umzugehen, die keine gute Kinderstube hatten oder die ihre inneren Probleme nach außen kehren. Es ist gefährlich mit Menschen zu tun zu haben, die fest daran glauben, dass sie alles richtig machen. Der Begriff „Über Leichen gehen“ kommt ja nicht von ungefähr. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht ist es manchmal sogar nötig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ein militärischer Führer muss immer Entscheidungen treffen, die Menschenleben kosten können.
Die Agenda 2010 von Bundeskanzler Schröder hatte ihn, in letzter Konsequenz, das Amt gekostet. Allerdings waren die unpopulären Entscheidungen wichtig für Deutschland und haben sich als das Erfolgsinstrument in der heutigen Krise herausgestellt. Der Mann ist ein Coach! Ganz eindeutig. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Mann eines Tages als ein leuchtendes Vorbild herausstellen könnte. (Umstritten ist heute natürlich seine Freundschaft mit WP – Anmerkung 05.01.2015)
Es kommt immer auf die ganze Story an und nicht auf den populären Mainstream. Boris Grundl hat mal wieder recht mit seinem Kampf gegen die „Diktatur der Gutmenschen“. Gutmenschen sind mir in meinem Leben zur Genüge über den Weg gelaufen. Das waren sehr oft die willigen Diener des einen oder anderen repressiven Systems. Vorsicht! Ich meine nicht nur die untergegangene Deutsche Republik die weder republikanisch noch demokratisch war. Es gibt so viele repressive Systeme um uns herum. Platz genug für Gutmenschen. Wir müssen nur die Augen öffnen um so etwas zu erkennen. Es kommt immer darauf an, den gesunden Menschenverstand einzuschalten und wach zu bleiben. Von allein geht gar nichts. Es kommt immer darauf an seine eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und alles zu tun um sie in der Hand zu behalten. Denken Sie von der Zukunft her! Und zwar positiv!

Und so schließt sich der Kreis. Einmal Coach, immer Coach. Ich denke wie ein Coach, also bin ich einer! So einfach ist das – und so schwierig.

Burnout & Depression – Was hat das mit Coaching zu tun?


Burnout & Depression

Burnout wird heute oft mit chronischen Depressionen verwechselt. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Burnout ist nur ein populärer Sammelbegriff für Sympthome von Stress, Überforderung und Ermüdung. Ärzte und Therapeuten sind alarmiert. Die Experten streiten sich, ob man Burnout als Krankheit betrachten soll. Burnout ist ein Sammelbegriff, keine Krankheit. In der ICD-10 taucht Burnout als Begriff nicht auf.

Stattdessen nennt die ICD-10 unter dem Begriff „verwandte Gesundheitsprobleme“ im Kapitel XXI (Notation Z, „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“) die Subkategorie ICD-10 Z73.0 „Ausgebranntsein: Burn-out, Zustand der totalen Erschöpfung“.

Es wird schnell deutlich, dass – wie bei vielen Krankheiten – Vorbeugung die beste Medizin ist. Das größte Problem im Umfeld von Burnout sind nicht fehlende Ärzte, Psychologen und Therapeuten, die Burnout heilen können. Das größte Problem ist die fehlende Zeit. Die meisten unter Stress, Ermüdung und Burnout leidenden Menschen sind nicht oder nicht nur psychisch krank. Das Problem ist anders gelagert. Burnout ist ein Modewort. Jeder redet darüber, weil man meint, dass man für seine Arbeit brennen muss um erfolgreich zu sein. Burnout ist in diesem Zusammenhang nur eine logische Konsequenz.

Burnout ist ein Thema für sich. Andauernde Belastung, Streß, Ermüdung, mangelnde Erholung sind nur einige Ursachen für Burnout. Sehr oft sitzen die Betroffenen auch einfach nur im falschen Zug. Sie haben irgendwann einmal eine berufliche Entscheidung getroffen, die ihnen nicht gut tut. Denken wir darüber nach, dann stellen wir sehr schnell fest, dass es auch Alternativen gegeben hätte. Vielleicht hätten wir nicht Steuerberater werden sollen, sondern Lehrer oder Polizist. Möglicherweise wäre es sehr viel besser gewesen, wenn wir nicht Philosophie studiert hätten, sondern Maschinenbau. Warum eigentlich ist unser Englisch so schlecht? Warum haben wir nicht längst andere Entscheidungen getroffen? All das kann zu Verspannungen und einem schlechten Gefühl führen. Burnout ist der Sammelbegriff.

Wir fühlen uns einfach nicht mehr wohl in unserer Welt und das kann wirklich krank machen. Aber soweit ist es noch lange nicht, wenn wir uns aktiv mit dem Thema beschäftigen.

Vielleicht haben wir einfach nur den Kontakt zu uns selbst verloren. Vielleicht waren wir nicht ehrlich, was unsere Bedürfnisse betrifft. Haben wir mehr für Andere als uns selbst gelebt?

Vielleicht drehen wir uns im Kreis und finden nicht mehr heraus aus einer Spirale, die sich immer schneller dreht. Um dort herauszukommen muss immer mehr Zeit und Energie aufgewendet werden.

Eigene Wünsche und Bedürfnisse werden hintenangestellt und verleugnet. Wir leiden darunter, dass wir unseren eigenen Ansprüchen und Erwartungen nicht mehr genügen können. Das idealisierte Selbstbild bekommt Risse und bricht plötzlich zusammen. Soweit muss es nicht kommen, wenn es gelingt rechtzeitig Kontakt zu sich selbst aufzunehmen. Das ist nicht leicht, weil man einen möglicherweise unangenehmen Prozess vor sich hat. Wir neigen dazu und Dinge schönzureden und so in einen emotionalen Komfortzustand zu kommen.

Wir entwickeln typische Denkmodelle und schaffen es später kaum mehr uns von diesen eingebrannten Denkmustern zu befreien.

Es gibt Menschen, die immer das haben und erreichen wollen, was sie niemals erreichen können. Diese Menschen werden niemals innere Ruhe finden. Sie sind immer unzufrieden mit sich und der Situation. Sie sind immer auf der Suche. Realistische Ziele und das Definieren von erreichbaren Meilensteinen sind hier angebracht.

Das andere Extrem erleben Menschen, die glauben nur das erreichen zu wollen, was sie haben. Sie wünschen sich kein schöneres Auto, weil es angeblich viele Gründe gibt es nicht zu benötigen. Die süßen Trauben hängen einfach zu hoch. Auch das kann langfristig zu Frustration und letztendlich Depression und Burnout führen. Es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe Denkmuster zu identifizieren und darüber mit einem Unbeteiligten zu sprechen.

Genau hier setzt Coaching an. Der Coach, als psychologischer Berater, kann durchaus als prophylaktischer Gesprächspartner fungieren. Genau das ist eine wichtige Rolle. Coaching unterstützt den Wunsch nach Neuorientierung.
Coaching kann helfen, Streß, Burnout und Depressionen, vorzubeugen.

Coaching – It’s social!


Coaching ist auch Sozialarbeit. Es geht hier um Interaktion mit dem sozialen Umfeld von Menschen. War es früher üblich, nur in marktwirtschaftlichen Kategorien zu denken, so wird das in Zukunft nicht mehr funktionieren. In naher Zukunft werden Automaten, Roboter und Computernetze alles das tun, was wir bisher mit menschlicher Arbeit leisten mussten. Am Ende steht eine Frage: Wozu?  Wo steht der Mensch? Ist er nur ein Rädchen in einem großen Räderwerk? Das Bild von Charly Chaplin in MODERNE ZEITEN drängt sich geradezu auf. Eigentlich läuft doch alles sehr gut. Die Produktivität von Maschinen, Robotern und Automaten stieg in den letzten 25 Jahren unglaublich stark an. Menschen werden von Arbeit befreit. Ein uralter Traum wird Wirklichkeit. Und wir sind überhaupt nicht darauf vorbereitet.

Es gibt viele Ansätze, wie die Zukunft aussehen wird. Eines ist klar: Wenn wir nicht im sozialen Chaos enden wollen, müssen wir neue Regeln aufstellen und konsequent verfolgen. Der Staat und die Gesellschaft haben viel zu tun. Wir brauchen mehr als nur Gelderwerb um als Gesellschaft zu funktionieren. Adam Smith wird nicht abgeschafft. Natürlich bleibt es immer das persönliche Interesse von Individuen zuerst etwas für sich selbst zu tun. Aber wir müssen begreifen lernen, dass teilen tatsächlich verdoppeln bedeutet und dass Investition in  den Nächsten immer eine Bereicherung bedeutet. Ohne jetzt nahtlos in die Seelsorge abzugleiten, kann jeder deutlich erkennen, dass teilen verdoppeln bedeutet. Es ist ganz einfach und klar erkennbar, wenn wir uns ein einfaches Beispiel vor Augen führen. es ist die kleinste Zelle der Gesellschaft, die wir uns immer wieder vor Augen führen können. Eine liebevolle Beziehung von Mann und Frau kann nur funktionieren, wenn sie alles miteinander teilen und so alles vervielfältigen. Gemeinsam. Ein Hohelied auf die Liebe, wenn wir es so sehen wollen. Sie ist eine wunderschöne Frau, die ihn liebt. Sie schenkt sich ihm und er gibt ihr alles, was sie erwartet. Er sagt ihr, wie glücklich er ist und sie ist stolz auf ihn. Er ist stolz auf sie, weil sie sehr erfolgreich und selbstbewusst ihn ihrem Job ist. Und er ist glücklich, weil sie ihn liebt. Das macht ihn stolz und glücklich. Sie macht ihn zu einem stolzen und selbstbewussten Mann. Die Angst vor der Zukunft verfliegt, weil sie wissen, dass alles möglich ist, solange die Liebe da ist. Man gibt etwas von sich und erhält viel mehr zurück. Man gibt mehr von sich und erhält viel mehr als man jemals erwarten konnte. Man gibt alles und bekommt ein Universum an Liebe. Wenn man anfängt etwas zurückzuhalten, wenn man egoistisch wird, dann stimmt etwas nicht. Man beschränkt seine eigenen Möglichkeiten, wenn man das tun würde. Ein Mann der von einer wundervollen Frau geliebt wird wäre ein kompletter Narr, wenn er nicht alles geben würde. Aber Vorsicht! In dem Moment, wo die Frau den Mann nicht wirklich liebt, wird es gefährlich. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Klinische Sozialarbeit setzt da an, wo die klassische Psychotherapie ihre Grenzen erkennen muss. Klare und vergleichsweise einfach strukturierte Fälle werden von der Psychotherapie behandelt. Komplexe Fälle landen bei der Sozialarbeit. Ein bekanntes Spannungsfeld tut sich auf. Klassische Sozialarbeit wird traditionell stark unterschätzt. Möglicherweise kann Coaching helfen, die unterschiedlichen Ansätze aufzunehmen und zu verbinden.

 

 

Modell der Zukunft


„NLP is a usermanual for your brain!“ Richard Bandler

“Jeder ist seines Glückes Schmied!” Deutsches Sprichwort

Jeder ist seines Glückes Schmied – oder sein Architekt. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch, bewusst oder unbewusst, in gewissen Grenzen, sein eigenes Leben selbst gestalten, projektieren und leben kann. Alles spielt sich zunächst in unserem Gehirn ab. Alles, was wir erreichen wollen, erreichen wir nicht durch Zufall, sondern weil wir es tatsächlich wollen. Wir sind die Architekten unserer Zukunft. Und natürlich spielt Fantasie eine große Rolle.

Ein einfaches Beispiel. Eine talentierte und sehr attraktive Frau verzichtet auf Karriere, heiratet einen viel älteren, wohlhabenden Mann und entscheidet sich für eine sichere Zukunft. Sie ist von dem Mann abhängig und das ist an und für sich auch keine schlechte Entscheidung. Aber es ist deutlich erkennbar, dass sie ihre Zukunft genau modelliert und geplant hat. Sie hat sich für das Leben einer sehr verheirateten Frau entschieden und ihr liegt das Wohlergehen ihrer Familie und ihrer Kinder sehr am Herzen. Ein Blick in die Zukunft zeigt sehr deutlich, wohin die Reise gehen wird. Die Kinder gehen aus dem Haus und am Ende bleiben eine ältere Frau und ein alter Mann zurück. Es geht ihnen gut und sie leben ein gutes Leben voller Wohlstand. Die Frau hat sich gut entschieden, wenn sie ihren Mann liebt und sich immer wohl bei ihm und mit ihm fühlt. Wenn das nicht der Fall ist, dann hat sie ein Problem das von vornherein in ihrem Bauplan zu erkennen war.

Jeder kann Fehler im Bauplan seines Lebens erkennen, wenn er gelernt hat den Bauplan zu lesen und zu gestalten. Ich bin von Hause aus Programmierer. Vielleicht hilft mir das zu erkennen, dass Fehler in einem Bauplan oder einem Computerprogramm sehr einfach korrigiert werden können. Ich lasse das Programm ablaufen und wenn es nicht richtig funktioniert, dann modifiziere ich es so lange, bis es perfekt läuft. Genau so können wir und das Modell unserer eigenen Zukunft vorstellen.
Es ist im Grunde ganz einfach. Wir müssen nur lernen die Zukunft zu modellieren, die wir haben wollen. Und zwar heute. Seien wir kreativ! Wir können mutig sein! Wir können sehr viel schaffen, wenn wir in der Lage sind unser Programm der Zukunft zu entwerfen und Schritt für Schritt zum Laufen zu bringen. Alles, was wir denken, kann Wirklichkeit werden.

Vielleicht ist es ein guter Ansatz, zuerst herauszufinden, wer wir sind, über welche Potentiale wir verfügen und was möglich wird, wenn wir uns von den Grenzen unserer Gegenwart befreien und in die Zukunft blicken.

Genau das ist ein Coaching-Anlass. Sie können es selbst versuchen oder Sie suchen sich einen Coach.

Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt für den ersten Schritt. die Gestaltung der Landkarte Ihrer Persönlichkeit. Es gibt mehrere Formate. Eine gute Möglichkeit ist die Birkman Methode. Daniel Schäfer in Berlin bietet so etwas an. Wenden Sie sich einfach vertrauensvoll an ihn. Die Birkman Methode® erstellt auf Basis eines soziologischen Profils eine mehrdimensionale Landkarte Ihrer Persönlichkeit und hilft Ihnen dabei, Ihre persönlichen sowie beruflichen Stärken und Potentiale ganzheitlich sichtbar zu machen. Sie ermöglicht Ihnen einen Eindruck über Ihren Verhaltensstil sowie über Ihre Motivationen und offenbart Ihr Konfliktpotential.

Nach dem Abschluss des Tests haben sie das Fundament Ihrer Zukunft gebaut und darauf kann man aufbauen.  Was wünschen Sie sich? Wie soll Ihre Zukunft einmal aussehen? Wo sehen Sie sich? Lassen Sie einfach mal los und träumen Sie von Ihrer Zukunft! Wie fühlt sich das an? Wenn es gut ist, dann lohnt es sich auch für diese Zukunft zu kämpfen und genau diese Zukunft zu gestalten.

Fangen Sie gleich an! Es ist niemals zu spät dafür. Werden Sie der Architekt Ihrer eigenen Zukunft. Heute noch!

Coaching = Ergebnisoffen


Aktionismus hat nichts mit Coaching zu tun. Warum ich darüber rede? – Nun – Es liegt auf der Hand, dass jede Dienstleistung ein Ziel und ein Ergebnis haben muss. Das steckt tief in unseren Köpfen. Alles Andere macht keinen Sinn. Niemand bestellt einen Fensterputzer, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass er anschließend saubere Fenster hat. Niemand geht zu einem Friseur, der sein Handwerk nicht beherrscht. Coaching ist etwas anders als vieles, was wir zu kennen glauben. Coaching ist tatsächlich Ergebnisoffen. Natürlich gibt es eine ganz klare Parallele zum Sport. Ein Coach ist immer ein Leader, der einen Sportler und eine Mannschaft an die Spitze bringen soll. Aber oft passen Sportler und Coach tatsächlich nicht zusammen. Der beste Trainer hat keine Chance, eine schlechte Fußballmannschaft zu einem Gewinnerteam zu machen. Es war ein langer Weg für den Trainer des deutschen Fußballteams bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Parallelen zum Coaching sind erstaunlich. Oft braucht man einen sehr langen Atem, Mut und Vertrauen um große Ziele zu erreichen. Ich erkenne deutliche Parallelen zum Businesscoaching. Ich arbeite oft mit Teams zusammen, die nicht richtig funktionieren. Alle scheint zu passen. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber das Team funktioniert nicht. Personalabteilungen werden mit Beschwerden überhäuft und die Performance der Abteilung wird immer schlechter. Niemand weiß woran das liegen könnte. Aber es handelt sich um Menschen, die man nicht einfach mal so austauschen möchte. Das ist die Situation, in der man sich einen Coach holt, der sich in die Situation hineindenken und Lösungsvorschläge machen kann. Und natürlich will man Ergebnisse sehen. So schnell wie möglich. Die Kosten für das Coaching dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Man wird unruhig, schon bevor der Prozess sich richtig entfalten kann. Ich stelle das immer wieder fest und arbeite an Verträgen bei denen Coaching nicht nur nach Stunden abgerechnet wird. Ich habe das bereits mehrfach erlebt: Bereits in der ersten Phase, in der ich die ersten Weichen stelle, kommen Prozesse in Gang, die als positiv wahrgenommen werden. Immer wieder glauben Auftraggeber, dass das Coaching bereits erfolgreich gelaufen ist, wenn erste Ergebnisse sichtbar werden. Ich halte mich in diesen Fällen zurück, dem zu widersprechen. Jede Intervention wird mit Sicherheit als Versuch gewertet,  das Coaching zu verlängern um ein höheres Honorar zu berechnen.

Meine Empfehlung sind Rahmenverträge mit monatlichen Raten. Ich denke auch immer daran, dass ich als Coach auch die zeitlichen Ressourcen der Teams im Auge behalte. Mehr als drei oder vier Stunden pro Woche erträgt kein Team von hart arbeitenden Managern oder Ingenieuren. Aber der Prozess läuft ab dem Zeitpunkt an dem ich  in das Coaching gehe. Nicht vergessen: Coaching ist ergebnisoffen. Ich habe oft erlebt, dass das Ergebnis eines Coachings oft überraschend ausfällt. Das ist ein kein Wunder. Coaching ermöglicht es, völlig neue Perspektiven einzunehmen und scheinbar Bekanntes aus unkonventionellen Blickwinkeln zu sehen. Ich hole immer das Beste aus der Situation und aus den beteiligten Personen heraus, wenn ich genügend Zeit für den Prozess bekomme. Am Ende sind immer alle Gewinne, sogar scheinbare Verlierer, die unter bestimmten Umständen das Team verlassen müssen. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Es ist heute leider so, dass Menschen mehr Kraft und Energie aufbringen um ihren Arbeitsplatz zu sichern, als tatsächlich gute Teamarbeit zu leisten. Wenn es einfacher wäre einen neuen Job zu finden, egal wie alt und ausgebrannt man gerade ist, könnte sich jeder besser auf Ziele einstellen und möglicherweise genau die Arbeit finden, die zu einem passt. Die Rahmenbedingungen sind andere. Ich denke, dass wir unglaubliche Potentiale und Möglichkeiten sinnlos verschwenden, weil wir es uns immer noch leisten Ressourcen zu verschwenden. Die Ursachen liegen auf der Hand. Jeder der versucht den menschlichen Faktor tatsächlich das Wirtschaftsleben einzubringen, gilt als Phantast und Träumer, als Weichei. Aber darum geht es nicht. Es ist in Wirklichkeit ein harter Job, der zu erledigen ist, wenn man mit Menschen arbeitet. Der Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten steigt überproportional. Es ist eigentlich ein Wunder, warum so viele Spezialisten in diesen Gebieten fehlen. Versuchen Sie mal einen Psychotherapeuten zu finden. Aber das liegt auch daran, dass wir längst daran gewöhnt sind, scheinbar kein Geld für Behandlungen auszugeben. Wir zahlen ja schließlich in unsere Krankenkasse ein. Zurück zum Coaching, genauer zum ergebnisoffenen Coaching.

Ein sehr guter Konstrukteur ist oft ein sehr schlechter Chef. Ein guter Leiter muss sich sehr oft von seinen fachlichen Fähigkeiten entfernen um erfolgreich zu werden. Er muss loslassen um tatsächlich frei zu sein für neue Aufgaben. Detailverliebte Abteilungsleiter, die sich am liebsten auf ihre Stärken konzentrieren und ihre Führungsfähigkeiten nicht weiterentwickeln, sind Gift für jedes Team. Das Peter-Prinzip läßt grüßen. Vielleicht hätte man den Posten lieber doch noch nicht annehmen dürfen und sich etwas mehr Zeit lassen sollen um mehr Kompetenzen zu sammeln. Wer zu früh kommt, hat auch ein Problem. Manchmal ist später besser. Niemand kann ein Dach decken, bevor der Keller stabil ist. Ausbauen geht immer, aber die Konstruktion muss stehen.

Es muss aber auch klar sein, dass der Chef eines Teams von Ingenieuren selbst Ingenieur sein sollte. Und zwar ein guter. Fachliche Schwächen sind mindestens genau so gefährlich wie das Fehlen von Führungkompetenz. Personalabteilungen können ein Lied davon singen wie schwer es ist die passenden Leute zu finden. Von Teambildung einmal ganz abgesehen. Das wird oft erst dann versucht, wenn nichts mehr geht. Was das dann kostet, steht auf einem anderen Blatt. In vielen Fällen kostet es Millionen und viel zu oft kostet es das Unternehmen.

Coach als Katalysator


Katalysator (von der Katalysegriechisch: κατάλυσις katálysis „Auflösung“ mit lateinischer Endung) bezeichnet in der Chemie einen Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeitdurch die Senkung der Aktivierungsenergie einer chemischen Reaktion erhöht, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Er beschleunigt die Hin- und Rückreaktiongleichermaßen und ändert somit die Kinetik chemischer Reaktionen, nicht deren Thermodynamik.

(WIKIPEDIA, 23.08.2014)


Eine wichtige Funktion von Coaching ist mit Katalysatorprozessen in der Chemie vergleichbar. Coaching beschleunigt Prozesse, die im normalen Leben eines Menschen sehr viel Zeit brauchen. Zeit ist der entscheidende Faktor in einer immer schneller werdenden Welt. Die richtigen Ziele frühzeitig zu erkennen und die geeigneten Schritte aufzuzeigen und zu erreichen, ist wichtiger den je. Die meisten Menschen neigen dazu, Entscheidungen vor sich herzuschieben und viel zu oft bestimmen unreale Vorstellungen und Wünsche unser Leben. Besonders bei der Berufswahl ist es wichtig zu wissen, welche Entwicklungsmöglichkeiten im Zielberuf stecken. Ein exotisches Studium ohne eine realistische Chance die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten jemals umsetzen zu können, kann eine Sackgasse sein. Gefragte Berufe werden oft auf Grund eines Überangebotes auf den Arbeitsmarkt nur mittelmäßig bezahlt und stellen sich ebenfalls als Sackgasse heraus. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass der Beruf zu einem passen muss. Eine ungeliebte Arbeit führt mittelfristig zu Frustration und am Ende auch in eine Sackgasse. Ein Coach kann dabei helfen, Klarheit über Ziele und den Weg zum Ziel zu schaffen. Er kann darüber hinaus ein Begleiter auf dem einmal eingeschlagenen Weg sein.

Entscheidungen – Wegweiser des Lebens


Das ganze Leben ist von Entscheidungen geprägt. Viele Menschen vermeiden es ganz bewusst, klare Entscheidungen zu treffen. Sie gehen den Weg des geringeren Widerstandes und erreichen ihre Ziele nur durch Zufall. Sehr oft werden Ziele von außen geprägt. Der Sohn einer einflussreichen Familie von Rechtsanwälten wird mit großer Wahrscheinlichkeit Rechtsanwalt werden. Ein Kind von Ärzten oder Musikern wird vermutlich auch Arzt oder Musiker werden. Der Einfluss der Familie und des sozialen Umfeldes spielt eine große Rolle für die weitere Entwicklung eines jeden Menschen. Menschen die sich gegen diese vorgezeichneten Karrieren auflehnen und etwas völlig anderes anstreben, gelten als Abenteurer. Das ganze Leben ist ein Abenteuer. Die einen lesen begierig von abenteuerlichen Biografien und verschlingen Kriminalromane oder aufregende Erlebnisse von Menschen in Extremsituationen. Sie suchen das Abenteuer in Form von Extremsport, Bunjee Jumping oder Reisen in exotische Länder. Alles, was nicht Alltag ist, wird zum Abenteuer. Allerdings haben sie fast immer eine Rückfahrkarte und einen EU-Reisepass im Gepäck. Es ist oft nur ein abgesichertes Abenteuer mit Netz und doppelten Boden. Der sichere Airbag ist immer dabei.
Gleichzeitig fürchten sich die meisten Menschen vor existenziellen Entscheidungen und vermeiden alles, was ihre scheinbare Sicherheit in Gefahr bringen könnte. Man bleibt in der Regel gerne bei dem, was man zu kennen glaubt und von dem man geprägt wurde.

Die Fantastischen Vier bringen es auf den Punkt:

…..Du wirst geboren – Religion – Sohn vom Sohn vom Sohn vom Sohn…….

Es ist schwer, sich von einer einmal vorgeschriebenen Rolle zu trennen und die Ziele zu erreichen, die wirklich zu einem passen. Gerade die Berufswahl ist oft geprägt von den Möglichkeiten, die sich gerade ergeben. Ein ausgezeichnetes Abitur öffnet den Weg zum Medizinstudium. Wer mit einem EinserAbitur die Schule verlässt, hat die freie Wahl.

Wie viele, potentiell gute Ärzte, in Deutschland keine Chance auf ein Studium haben, steht auf einem anderen Blatt. Angesichts des akuten Ärztemangels stellen sich Fragen an die Bildungspolitik. Aber das ist ein anderes Thema. Vermutlich wäre es besser, angehende Studenten einem intelligenten Assessment zu unterziehen um herauszufinden, wo ihre wahren Stärken liegen. Auf der anderen Seite der Skala gibt es jede Menge Jugendliche, die als “Spätstarter” gelten und nicht rechtzeitig erkennen konnten, wo ihre wahren Stärken und Potentiale liegen. Null-Bock-Mentalität, soziale und finanzielle Probleme und andere negative Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass auch in dieser Gruppe nur die Möglichkeiten genutzt werden können, die gerade vorhanden sind. Ein potentiell guter Arzt aus dieser Gruppe, hat kaum eine Chance diesen Beruf zu ergreifen. Sie suchen und finden Berufswege, die gerade mal zur Verfügung stehen und machen Karrieren, die allzuoft nicht zu ihnen passen. Das Resultat sind unzufriedene Menschen, die ihr wahres Potential nicht wirklich ausschöpfen können. Bewusste Zielorientierung und das Erkennen von Talenten und Möglichkeiten könnte neue Lösungen schaffen.
Auch hier kann Coaching helfen. Die wichtigste Frage, die sich jeder Mensch immer wieder stellen muss, bewegt sich auf einer hohen logischen Ebene. (Die logischen Ebenen – Robert Dilts)
Es geht oft nicht um die unteren Ebenen, wie aktuelle Möglichkeiten oder Fähigkeiten. Die Fragen, die sich jeder Mensch regelmäßig stellen muss sind auf der höchsten logischen Ebene angesiedelt. Es sind die Fragen nach Identität und Zugehörigkeit. Es geht um das Weltbild, das unser Handeln bestimmt. Die wichtigsten Fragen, die sich Menschen regelmäßig stellen müssen, sind Fragen wie

“Wer bin ich?” “Wer will ich sein?” “Wohin gehöre ich?”

Kinder suchen sich Vorbilder. Sie wollen Feuerwehrmann, Polizist, Lokführer oder Soldat werden. Kinder orientieren sich instinktiv an Menschen die ihrer Vorstellung von Einfluss und Zugehörigkeit entsprechen. Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen ihre Vorbilder auswählen und das zu erklären versuchen. Aber darum geht es hier nicht. Im Coaching ist es wichtig, den Klienten zunächst gedanklich an das Ziel zu führen.  “Wie ist es, Arzt oder Pilot zu sein? Wie fühlt sich das an? Welche Möglichkeiten ergeben sich? Was habe ich dann zu tun? Wie wird mein Leben sein, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ist es wirklich das, was zu mir passt? ”
In der Realität ist es natürlich ganz anders. Ich begegne oft Menschen, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befinden. Hier erscheint es oft zu spät, noch einen grundlegenden Richtungswechsel zu wagen.  Aber es ist nie zu spät. Insbesondere Manager aus hohen Führungspositionen brauchen ein stimmiges Ausstiegszenario. Sie wissen oft, dass sie den Höhepunkt ihrer Karriere längst überschritten haben. Von nun an geht es nur noch abwärts. Die meisten Manager versuchen nur noch, die einmal erreichte Position, den Status Quo zu erhalten. Sie beobachten den Prozess tatenlos und wissen im Grunde ganz genau, was passieren wird. Das ist eine unangenehme Situation, die niemand sich wünscht.
Ein gezieltes Coaching ist garantiert die bessere Entscheidung. Es geht immer noch um die Frage: “Wer will ich sein?” Niemand will Teil des Problems sein. Es ist oft besser, sich eine neue und passende Herausforderung zu suchen.

 

Coach me – if you can!


„Na dann komm! Ich habe ein Problem. Coach mich!“ Mir fällt sofort der Untertitel dieses Blogs hier ein. COACH ME, IF YOU CAN!

Natürlich kann ich, aber was ist das Ziel dieses Coachings? Soll ich nur zeigen, was ich kann, oder ob ich ein guter Coach bin? Nein. Das wäre der falsche Ansatz. Die Frage ist tatsächlich, ob ich denke, dass ein Coaching angebracht ist. Ein Coaching kommt per Vertrag zustande. Ein Coach arbeitet nicht einfach so, ohne darauf zu achten, was dabei heraus kommen kann. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, dann geht es eben nicht. So einfach ist das. Wenn alles passt, kann Coaching durchaus ein sinnvolles Format sein. Einfach nur zu sagen: „Nun coach mich mal!“ funktioniert nicht.

Ein Coach ist in erster Linie ein Dienstleister. Prinzipiell kann jeder diese Dienstleistung auch irgendwie selbst erbringen. Man kann Bücher lesen oder ein Seminar über Führung,  Psychologie, Work-Live-Balance oder The Big 5 for Live oder über Neurolingustische Programmierung NLP besuchen. Prinzipiell kann jeder sich selbst coachen. Worauf es beim professionellen Coaching ankommt, ist die Zeit die man dafür benötigt um ans Ziel zu kommen. Ein Coach ist in erster Linie ein Mensch, der die notwendigen Werkzeuge beherrscht und dem man vertrauen kann. Ein Steuerberater ist dafür da in Sachen Steuern zu beraten und die Steuererklärung so schnell wie möglich und so vollständig wie nötig zu erstellen. Im Prinzip kann man das auch selbst erledigen. Aber warum soll man zu viel Zeit in so etwas investieren, wenn man das mit Geld schneller erledigen kann? Wenn man sein Haus neu einrichten will, dann kann man zum Baumarkt und zum Einrichtungsmarkt gehen und alles selber machen. Man kann aber auch einen professionellen Einrichtungsberater nutzen, der sich um alles kümmert. Wer der Meinung ist, es selbst besser erledigen zu können, der kann das gerne tun. Jemand der wirklich keine Zeit hat, fragt einen Berater.

Beim Coaching ist das ganz ähnlich. Selbermachen geht. Das nennt man Selbstcoaching. Das funktioniert mehr oder weniger gut und hängt vom individuellen Wissen des Einzelnen ab.

Ich habe eine interessante Beobachtung gemacht. Am Anfang glaubt fast jeder, dass er alles selbst erledigen kann. Nach einem erfolgreichen Coaching sieht das meistens ganz anders aus. Dann wird aus der unbewussten Inkompetenz – bewusste Inkompetenz und die Überzeugung, dass Selbermachen zu aufwändig und zu wenig zielgerichtet ist. Mit dem Coaching ist es wie mit einer guten Massage. Man kann alle möglichen Hilfmittel zur Hand nehmen um sich zu massieren, aber nichts ersetzt den professionell ausgebildeten Masseur oder Physiotherapeuten. Den Unterschied muss man einfach selbst feststellen.

Es gibt in den USA eine Reihe von Coachinglegenden, die ganze Hallen füllen. Ein persönliches Coaching bei diesen Leuchttürmen der Coachingszene kann leicht mehrere 1000 Dollar kosten. In Deutschland wächst die Coachingszene in letzter Zeit auch sehr schnell. Auch hier finden wir eine Reihe sehr erfolgreicher und bekannter Coaches.

Christopher Rauen, Sabine Asgodom, Boris Grundl, Daniel Schäfer – um nur einige Namen zu nennen.

Es gibt auch eine Reihe bekannter Persönlichkeiten, die sich eher der Mediation, Mentoring und Supervision zugehörig fühlen.  Wenn man diesen Leuten erzählen wurde, dass man das mit dem Coaching mal eben ausprobieren wolle, dann würden sie vermutlich freundlich lächeln und ein Wochenendseminar empfehlen. Thema: Coaching. Ziel: Erwerben eigener Coachingkompetenz, eine Art Coaching Pass. Darüber habe ich schon mal geschrieben und mir eine Menge Kritik geholt. Aber ich bleibe dabei: eine gewisse Grundkompetenz für ein Coaching braucht jeder. Es ist wie ein professionelles Mountainbiketraining für erfahrene Biker, die die Alpen überqueren wollen. Fahrradfahren müssen sie bereits können, sonst funktioniert das nicht. Wer in der Mathematik ANALYSIS betreiben will, muss die Grundrechenarten beherrschen und mit Brüchen umgehen können, sonst funktioniert das nicht. Genau so ist es mit dem Coaching. Ein Coachee ohne Grundkenntnisse kann mit einem ProfiCoach nicht viel anfangen. Er wird allenfalls beeindruckt sein, mehr passiert bei der ersten Begegnung möglicherweise nicht.

Das Motto dieses Bogs hier ist provokativ: “Coach me – if you can!”  – ist genau das, was viele Klienten von einem Coach erwarten. Aber darum geht es im Grunde gar nicht. Am Anfang muss geklärt werden, was Coaching ist und wie es funktioniert. Erst dann sollte man mit Coaching anfangen.

Erfolg um jeden Preis?


In vielen, teilweise sehr kontrovers geführten Diskussionen stoße ich immer wieder auf die stahlharte Behauptung, dass man keine erfolgreichen Menschen coachen kann. Die würden so etwas nicht brauchen, sonst wären sie ja nicht so erfolgreich. Eine eigenartige Logik. Ich behaupte, dass erfolgreiche Manager schneller und zielgerichteter zum Erfolg kommen würden, wenn Sie Coaching als Katalysator begreifen würden. Jede wirklich erfolgreiche Karriere wird von einflussreichen und kompetenten Mentoren begleitet. Coaching und Mentoring sind sehr eng miteinander verwandt. Der einzige Unterschied ist der, dass ein Coach in der Regel nicht die Möglichkeiten eines Mentors besitzt, eine Karriere gezielt zu fördern. Wahrer Erfolg baut aber in der Regel nicht auf Protektion, sondern auf Leistung. Und damit wären wir wieder beim Coaching. Coaching ist per Definition psychologische Beratung ohne den Anspruch zu heilen. Dafür sind Psychotherapeuten und Heilpraktiker zuständig. Ein Coach hat andere Schwerpunkte. Erfolgreiche Manager geben sich tatsächlich eher die Kugel, als sich einem Psychologen anzuvertrauen.  Selbst Ärzte meiden den Gang zum Psychologen. Es macht keinen guten Eindruck, wenn man zu einem Psychologen gehen muss. Das bedeutet schliesslich, dass man Probleme hat, die man nicht alleine lösen kann. Was also sollen sie mit einem Coach anfangen? Es gibt eine Reihe von Gründen. Erfolg macht einsam. Ein Gespräch unter Gleichgesinnten, auf Augenhöhe wird sehr unwahrscheinlich,  je höher man auf der Karriereleiter steigt. Ein Coach kann ein unabhängiger Sparringpartner sein, der in der Lage ist ein professionelles Gespräch auf einem entsprechend hohen Niveau zu führen. Ein Thema für ein Besuch bei einem Coach kann zum Beispiel die Frage sein, ob Coaching überhaupt ein geeignetes Format für den speziellen Fall ist. “Ich bin ein starker Charakter! Wozu brauche ich einen Coach?”, könnte ein Ansatzpunkt sein. Der zweifelnde Klient ist viel verbreiteter im Coaching als man meinen mag. Offener Zweifel ist mir persönlich viel lieber als versteckte Verweigerung. Ich selbst kenne die Situation sehr gut. Ich war immer der Auffassung, dass ich meine Probleme selbst lösen kann. Ich würde mich niemals ohne Not einem Guru anvertrauen, der mir das Blaue vom Himmel verspricht. Ein Coach tut genau das nicht. Coaching ist immer Ergebnisoffen. Ein Partnercoaching endet sehr oft nicht mit einem glücklichen Happy End, sondern mit einer klaren und geordneten Trennung. Ein Karrierecoaching kann auch mit einer kompletten Umorientierung enden. Aber das ist keine Katastrophe, sondern eher eine Abkürzung eines langen und aufwendigen Umwegs. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Coaching – Der Klient ist der Spezialist


Ein interessanter und grundlegender Aspekt beim Coaching, ist die Frage inwieweit ein Coach ein Spezialist auf dem Gebiet seines Klienten sein sollte. Auf den ersten Blick erscheint es logisch, dass der Coach wissen sollte, worum es geht, wenn ein Coachee den Raum betritt. Ein Fussballcoach sollte etwas von Fussball verstehen, um ein Team coachen zu können. Oder? Es erscheint absurd einen Coach zu engagieren, der vom Inhalt der Gespräche nichts versteht. Dabei ist ein Coach, inbesondere ein Life Coach nicht unbedingt ein Insider auf jedem denkbaren Gebiet. Es kann durchaus hilfreich sein, sich auf einem bestimmten Gebiet besonders gut auszukennen. Ich selbst werbe mit meinem unbestreitbaren IT Background. Das ist an sich nicht schlecht, weil es auf einen ganz bestimmten Kundenkreis zielt und mir ein unbestreitbares Alleinstellungsmerkmal schenkt. Auf der anderen Seite ist das aber nicht das, was ich will und kann. Als Life Coach arbeite ich viel lieber mit Menschen, die ich völlig ohne Vorurteile neu kennenlernen kann um sie dann zu coachen. Ich bin der Spezialist des Prozesses, der Klient bleibt Spezialist in seinem Leben. Es ist immer eine ganz besondere Herausforderung neue Menschen kennenzulernen und ihnen eben nicht meine Sicht der Dinge aufzudrücken.  Im NLP spricht man davon, dass man einem Klienten niemals sein eigenes Weltbild, seine eigene Landkarte aufdrücken darf. Wenn ich mit einem erfolgreichen Immobilienmakler im Rahmen eines Coachings spreche, dann darf es für mich keine Rolle spielen, mit welchem Auto er vorgefahren kommt oder wie ich persönlich zu seinem Einkommen stehe. Ich muss überhaupt nichts vom Geschäft eines erfolgreichen IT Unternehmers verstehen um ihn erfolgreich zu coachen. Was muss ich wohl vom Business des Geschäftsführers eines mittelständischen Unternehmens wissen um ein Coaching mit ihm durchzuführen?  Die Antwort ist eindeutig: Nichts! Ich gehe lieber vorurteilsfrei an ein Gespräch heran und lasse mir – ganz neugieriger und unwissender Coach – alles ganz genau erklären.  Ein guter Coach nutzt den Columbo Effekt. Er fragt einfach nach, wenn er etwas nicht verstanden hat und bringt den Coachingprozess so in eine Form. Es ist sehr aufschlussreich,  wenn ein Spezialist über sein Geschäft erzählt.  Man kann sofort erkennen, wo die versteckten Themen zu suchen sind. Oft steckt viel mehr darin, wie etwas erzählt wird und welche Themen geschickt vermieden werden. Ich persönlich bevorzuge Coachings mit Menschen, die etwas zu sagen haben. Ich lerne immer etwas Neues und erweitere meine Erfahrungen und meinen Horizont. Das ist ein besonderer Aspekt für die Arbeit als Coach. Wir sind privilegiert. Wir haben die ausgezeichnete Möglichkeit, aussergewöhnliche Menschen kennenzulernen und sie auf ihren Weg zum Erfolg zu begleiten.

Als Coach habe ich es in der Hand, respektvoll und engagiert mit Menschen umzugehen. Mein Nichtwissen – der Welt des Anderen – erlaubt es mir, die besten Fragen zu stellen um den Klienten herauszufordern, die besten Antworten zu finden.