Der glückliche Zufall – einfach leben!


Eben habe ich einen Blogbeitrag eines geschätzten Kollegen rebloggt. DER GLÜCKLICHE ZUFALL. Dazu fällt mir auch eine Menge ein. Natürlich!
Neugierig?

Meine Sicht auf DEN GLÜCKLICHEN ZUFALL: Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf die innere Einstellung ankommt, ob man Glück oder Unglück auf sich zieht. Es gibt eine wichtige Regel, die es zu beweisen gilt: Das Glück beginnt in Dir und alles was passiert wird so beurteilt wie Du es willst.

Es gibt da die Geschichte von dem russischen, chinesischen, türkischen oder meinetwegen polnischen Bäuerlein, dass so arm war, dass es nur ein einziges Pferd besaß. Als dieses Pferd weglief, das waren alle anderen Bauern der Ansicht, dass dieses Bäuerlein das Pech auf sich ziehen würde und sie beklagten sein Unglück. Wir kennen die Geschichte: Das tapfere Bäuerlein sah im Verschwinden seines einzigen Pferdes kein Unglück und nach wenigen Tagen kehrte es zurück und  brachte wilde Pferde aus der Steppe zu unserem nun gar nicht mehr so unglücklichen Bauern zurück.
Wenn dieser Bauer an sein Unglück geglaubt hätte, dann hätte er sich vermutlich die Kugel geben oder von einem Felsen stürzen können. Aber genau das tut ein glücklicher Mensch nicht; Egal was passiert.

Inneres Glück zieht Glück an. Das ist überhaupt keine Zauberei.
Kennen wir nicht alle Menschen, die mit einem freundlichen Lächeln durch die Welt gehen und denen man einfach nicht böse sein kann? Sie ziehen das Glück magisch an. Man sucht ihre Nähe und spürt die positive Kraft ihres Wesens. Egal was passiert: Sie wissen, dass das Leben auch mal sauer sein kann. Ganz egal!: Sie machen aus Zitronen – Limonade. Verstehen Sie das Konzept? Natürlich!

Das Leben ist voller Zufälle und es ist gut, wenn wir alles im Leben so nehmen wie es kommt. Wer selbst negative Ereignisse und scheinbare Rückschritte positiv annimmt, wird ein entspanntes und glückliches Leben führen.

Warum sollte ich mich mit Menschen belasten, die es nicht gut mit mir meinen? Warum auch immer.
Natürlich muss ich mir einen selbstkritischen Blick bewahren um mich weiterentwickeln zu können. Aber ich darf es nicht als Belastung begreifen, sondern als Ressource. Es ist immer eine Chance, wenn etwas schief läuft. Ein Leben ohne Phasen der Selbstbesinnung und Neuorientierung wäre fad und langweilig. Niemand kann ein solches Leben wirklich wollen.
Leben verläuft in einer aufsteigenden Sinuskurve, wenn es gut läuft. Dann wird es als glücklich und gehaltvoll wahrgenommen. Wenn wir glauben, dass wir selbst auf dem absteigenden Teil dieser Kurve wieder Fahrt aufnehmen und die nächste, größere Spitze erreichen, dann ist alles in Ordnung. Menschen, die es als negativ wahrnehmen, wenn mal etwas nicht so gut läuft, neigen zu einer Generalisierung und laufen Gefahr, sich in einer Abwärtsspirale zu verlaufen.

Glückliche Zufälle passieren immer wieder. Wir müssen nur einen Blick dafür entwickeln. Selbst Plateau-Phasen und Rückschritte sind immer Chancen auf Neuausrichtung und Kurskorrektur. Manchmal gibt es beim Segeln eine Flaute, aber die nächste steife Brise kommt bestimmt. Daran muss man nicht mal nur glauben. Es passiert einfach!

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Kybernetik – Konstruktivismus – Coaching


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.”
/Heinz von Foerster/

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen einander längst nicht mehr aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz, sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat kaum Chancen, eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln; weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, weg räumen imaginärer Steine, die uns blockieren.
Die Grenzen des Coachings liegen in den Grenzen des Coachs und des Coachees.
Coaches müssen selbst eine hohe Ebene der „Entwicklungsstufen des Selbst“ erreicht haben, um den Coachee dabei zu unterstützen, eine neue Ebene zu erkunden.

Titelbild: von Piet Mondrian

 

Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen


Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen

Was passiert eigentlich beim Business Coaching? Wie genau passiert es und was kann damit erreicht werden?
Es lohnt sich, Coaching in Unternehmen zu etablieren. Und da ich nicht ständig und gleichzeitig überall sein kann, sollten Sie sich einen Coach in der Nähe suchen, der so ähnlich denkt und arbeitet, wie ich es hier beschreibe.

Es könnte eine Blaupause sein, um Ihr Unternehmen ganz nach vorne zu bringen. Sie glauben es nicht? Probieren geht über studieren. Es handelt sich nur um eine kleine Investition für Sie.

Im Coaching redet der Coachee idealerweise 80 Prozent der Zeit, während der Coach in den 20 verbleibenden 20 Prozent die Beziehung aufbaut und Fragen stellt. Ich gebe es zu; Ich bin ein neugieriger Mann, der sich sehr für Technik und die Möglichkeiten, die moderne Technologie zu bieten hat, interessiert; Nichts ist spannender als das. Selbst in traditionellen Gewerben funktioniert kaum etwas ohne ERP-Systeme, digitales Marketing, CRM, automatische Abrechnungsverfahren und CLOUD-Technologien.  
Wenn ich mit Unternehmen zu tun habe, die ganz fest glauben, dass sie “das alles nicht brauchen”, wird es ebenfalls interessant. Dann sammle ich die Probleme und Möglichkeiten und präsentiere im Anschluss einen Lösungsansatz, den ich gerne begleite. Es gibt Lösungen, die sich viele Unternehmer nicht einmal vorstellen können.
Elon Musk ist ein Unternehmer, der höchst komplexe Lösungen gefunden hat, die in Zukunft überraschend effektiv realisiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge – vor 10 Jahren war das noch völlig undenkbar. Man wusste ja, was Batterien leisten konnten, oder eben nicht leisten konnten. Eine Rakete, die unbeschädigt auf einer Plattform landen kann? Science Fiction, ganz real.. Tunnel, die einen Großteil des Verkehrs aufnehmen können? Alles das wird möglich, wenn man so denkt wie Elon Musk. Und so zu denken, ist erlernbar.  
Coaching ist anlassbezogenes Lernen. Der Anlass: Permanente Optimierung und Verbesserung von Strukturen und das Finden neuer Ideen und Möglichkeiten, die ein Unternehmen einzigartig machen. Man kann es auch Change Management nennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich stelle Fragen, die dazu dienen, Freiräume zu schaffen, die im Tagesgeschäft verloren gegangen sind. Sehr oft liegt die Lösung für ein scheinbar unlösbares Programm darin, einfach die kommende Technologie abzuwarten und nicht Zeit und Geld in vorhandene, ineffektive Technik zu versenken. Eine zielgerichtete Planung verkürzt komplexe Projekte. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ihre Flexibilität nicht auf’s Spiel setzen wollen, lohnt es sich die Abläufe zu visualisieren, kritisch zu betrachten und zu optimieren. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Unternehmen, ohne dass bereits ein ganz spezielles System geplant ist. Eine Ist-Aufnahme der Prozesse, und nicht zu unterschätzen: der relevanten Dokumente ist die einzige Voraussetzung um die wachsende Komplexität in den Griff zu bekommen. Was nützt ein ausgeklügeltes System, wenn die Sonderfälle, die außerhalb des Systems gelöst werden müssen, überhand nehmen? Die Flut von Excel Tabellen in den meisten Unternehmen ist längst unüberschaubar und kaum mehr zu handhaben. Sie sind ein eindeutiges Indiz für die Ressourcen, die in den Mitarbeitern stecken; aber auch für die wachsende Unübersichtlichkeit und steigende Fehleranfälligkeit.

Sie werden staunen, was Ihre eigenen Mitarbeiter alles wissen und welche Ressourcen in Ihrem Unternehmen stecken. Sie wissen es oft nur noch nicht, weil sie keine Zeit haben mit den  Mitarbeitern zu reden und weil sie oft in eigenen Vorurteilen und begrenzenden Glaubenssätzen feststecken. Das Offenlegen unausgesprochener, nicht schriftlich fixierter Regeln, ist ein Möglichkeit, die durch Coaching herausgearbeitet werden kann.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstruktur fest verankert sind, arbeiten immer in ihrem eigenen Interesse. Auch wenn sie vorgeben, die vorgegebenen Leitlinien zu verfolgen. Sie stabilisieren das System und halten an Gewohnheiten fest. “Das haben wir immer schon so gemacht!” Engagierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in jedem Unternehmen.
Ein kritischer Blick eines externen Coach ist unbezahlbar; und auch gerade deswegen wert, ihr oder ihm ein Mandat zu geben.     

Made in Germany


Made in Germany

Es war ein Brandmal, als es eingeführt wurde. Made in Germany war eine Warnung vor deutschen Plagiaten britischer Qualitätsprodukte im 19ten Jahrhundert. England war damals die führende Industrie- und Handelsmacht. Das britische Empire war auf dem Höhepunkt der Macht. Alle wichtigen Erfindungen kamen aus den Fabriken der damaligen Industriellen Revolution in England. Zentrum waren die Fabriken in Manchester; Daher der Name ManchesterKapitalismus. Ab 1850 setzte in Deutschland ein ausserordentlicher Industrialisierungsschub ein. Deutsche Fabrikanten arbeiteten eng mit englischen Unternehmen zusammen. Sie begannen oft mit Vertrieb und Wartung von englischen Industrieprodukten. Am Ende stellten sie die besseren Produkte her und entwickelten sie weiter. Um 1900 war Deutschland bereits auf dem Weg zu der Industriemacht, die sie heute ist. Unterbrochen wurde diese Entwicklung von zwei Weltkriegen und einer verheerenden Weltwitschaftskrise.
Am Beispiel des Industriepioniers Julius Pintsch in Berlin kann das sehr gut verfolgt werden. Julius Pintsch war ein kleiner Handwerker in Berlin, der englische Gasregler und Gasmesser in Berlin reparierte. Als er das Funktionsprinzip der Geräte genau kannte, begann er die Apparate nachzubauen. Die Pintsch AG wurde ab 1870 zum führenden Hersteller von Gasaparaten in Deutschland. Er beleuchtete die Bahn mit Gaslampen und baute Leuchttürme und Leuchtbojen für die ganze Welt. 1872 baute er seine Zentrale in Fürstenwalde, unweit von Berlin, auf. Die deutschen Produkte waren am Ende qualitativ hochwertiger und wesentlich preiswerter als ihre englischen Vorbilder. Eine ähnliche Entwicklung, wie sie heute in China und Indien zu beobachten ist.

Heute ist Deutschland immer noch ein Leuchtturm der Industrie. Deutsche Produkte sind qualitativ hochwertig und werden immer noch gern in aller Welt gekauft. Die Antipathie von Donald Trump spricht eine deutliche Sprache. Das ist schwer zu begreifen, weil doch gerade die US-amerikanische High-Tech-Industrie im Bereich der Zukunftstechnologien führend in der Welt ist. Niemand in Deutschland würde auf die Idee kommen, breitbeinig dagegen zu polemisieren. Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil ist das einzige Mittel um gemeinsam zu wachsen.  

Aber auch auf ganz anderen Gebieten ist Made in Germany längst ein Qualitätsmerkmal geworden. Das moderne Deutschland exportiert heute Ideen im sozialen Bereich, die Auswirkungen auf Europa und die Welt haben. Angesichts der Automatisierung und dem Einsatz von Robotern und KI (künstliche Intelligenz), der Industrie 4.0, sind ganz andere Probleme zu lösen. Alles ist machbar, wenn es gelingt, gut zusammenzuarbeiten. Mit wutschnaubendem, dummen Populismus ist das alles nicht zu schaffen. Kluge, verantwortungsvolle Politik ist heute mehr gefragt, denn je. Aber das ist ein anderes Thema.  

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Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Coaching: Selbstsicherheit und Kompetenz


Selbstsicherheit und Kompetenz

Kürzlich habe ich hier einen Buchtipp rebloggt. Das Buch werde ich mir kaufen. Der Titel hat mich inspiriert. Es ist so eine Sache die richtige Balance zwischen Selbstsicherheit und Kompetenz zu finden. Ich habe jeden Tag Kontakt zu Menschen, die einerseits selbstsicher auftreten und auf der anderen Seite ihre eigenen Kompetenzen ausbauen müssen. Ohne ein gehöriges Maß an Selbstkritik geht das nicht. Selbstsicherheit ist wichtig. Die Kunst sich nicht zu überschätzen, und gezielt und gelassen weiter zu gehen und zu lernen, ist ein wichtiges Thema beim Coaching. Ich kann keine Menschen coachen, die vor Selbstsicherheit nur so triefen und die nicht erkennen, was noch zu tun ist.
Die Sache hat noch einen Haken, oder eine Reihe von Haken. Wer selbstsicher auftritt, wirkt sehr schnell unnahbar und arrogant. Wer sich zurücknimmt und bereit ist, Hilfe und Kritik anzunehmen, begibt sich in Gefahr, als Weichei wahrgenommen zu werden. Besonders die schwächeren Kollegen neigen oft dazu diese Menschen mit ihrer eigenen, eingeschränkten Sicht zu betrachten und das auch weiter zu kommunizieren.
Es gibt Karrieren, die auf Arroganz und Seilschaften aufgebaut sind. “Leichen pflastern ihren Weg”, wie man so sagt. Da ist etwas dran. Es gibt Führungskräfte, die perfekt darin sind, andere für sich einzuspannen und dann die positiven Ergebnisse als ihren Erfolg zu verkaufen. Das ist, leider, das übliche Spiel. Und denen ist, das kannst Du mir glauben, jedes Mittel recht. Wenn jetzt ein kompetenter und selbstsicherer Mitarbeiter ins Spiel kommt, dann kann man etwas erleben. Es ist immer wieder das selbe Spiel. Der Neue kann es kaum gewinnen, wenn er es nicht kennt. Oft ist es besser, die Arena schnell wieder zu verlassen und den Spieler allein zu lassen. Er wird sein nächstes Opfer finden. Gut wenn Du es nicht bist, lieber Leser und Coachee. Gut, wenn Du dieses Spiel schnell erkennen kannst und damit umzugehen lernst.
Es ist leider so, dass in dieser Gesellschaft oft die oberflächlichen Schurken gewinnen. Sie stützen sich auf schwache Partner. Mit starken Mitarbeitern können sie nicht umgehen. Gut für das Unternehmen ist es nicht. Es ist aber auch sinnlos für den kompetenten und wissbegierigen neuen Kollegen, dagegen anzugehen. Dieses Spiel kannst du nur verlieren. Das Ergebnis steht von vornherein fest. Es ist wichtig zu erkennen, wer das Spiel, wann und wie spielt und dann ist es wichtig cool zu bleiben und es sich nicht zu Herzen zu nehmen. Verzweiflung, Depression und Burnout droht!
Es ist nicht leicht, aber es funktioniert, wenn man den richtigen Sparringpartner gefunden hat.

Mein Tipp: SucheDir einen guten Coach und rede mit ihr oder ihm. Das hilft echt weiter. Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wenn man nicht mit einem Profi redet, kann es sehr schnell dazu führen, dass man sich selbst tatsächlich kleiner macht, als man ist. Du hast richtig gehört. Niemand macht dich klein. Viele versuchen es. Es gehört zur Standardstrategie. Aber du allein lässt dich darauf ein oder eben nicht. Darum: Coaching! Probiere es einfach aus!  

Coaching – Kybernetik – Konstruktivismus


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.” /Heinz von Foerster/

 

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen sich schon lange nicht mehr einander aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat keine Chance eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln, weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, das Wegräumen von imaginären Steinen, die uns blockieren. Die Grenzen des Coachings liegen natürlich in den Grenzen des Coachs. Coaches müssen selbst eine hohe Ebene erreicht haben um den Coachee dabei zu unterstützen eine neue Ebene zu erkunden.

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Coaching – Bereitschaft


Coaching – Bereitschaft

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen“
Chinesisches Sprichwort

Am Beginn eines Coachings steht die Auftragsklärung. Coach und Coachee lernen sich kennen. Vorstellungsrunde. Wenn der Coachee bereit ist, dann kann das Coaching beginnen. Dann, und nur dann ist ein produktives Coaching möglich.

hart arbeiten


hart arbeiten!? warum nicht?

Wenn man sich etwas vorgenommen hat, und zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass es sich um ein bedeutendes Ziel handelt, das man unbedingt erreichen will dann – und nur dann – ist man in der Lage wirklich hart zu arbeiten. Wenn nicht, dann wird man unweigerlich irgendwann ausgebrannt in ein tiefes Loch fallen. Ein Burnout bei Menschen, die für eine Sache wirklich brennen, ist mir noch nicht untergekommen. Burnout passiert immer Menschen, die von außen angezündet und gnadenlos verheizt werden.

Mark Twain hat einmal gesagt:

Das Gesetz der Arbeit scheint äußerst ungerecht – aber es ist da, und niemand kann es ändern: Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.
Mark Twain (1835 – 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Das stimmt genau. Und umgekehrt gilt, dass schlecht bezahlte Arbeit…..Aber das kann sich jeder selbst ableiten.

Worum es also geht im Leben ist, dass wir uns eine Tätigkeit suchen, die wir gerne machen. Leider ist es weder leicht herauszufinden, was uns wirklich Freude bereitet und dann muss sie auch noch gut bezahlt werden. Eine unlösbare Aufgabe, so scheint es.

Reisen wäre so eine Sache, die mir gerade einfällt. Das macht doch richtig viel Spaß. Aber es soll ja auch Leute geben, die auf ihrer Scholle kleben und für die Reisen wie eine Strafe wirkt. Diesen Menschen sei angeraten zwei Dinge zu tun. Erstens, darüber nachzudenken, warum dem so ist und zweitens, einfach Zuhause zu bleiben. Dann haben sie keinen Streß. Dann können sie das tun, was sie am liebsten machen und das ist? Was? Schreiben Sie es auf einen Flipchart-Post.

Es gibt Menschen, die gerne stricken. Warum auch immer. Sie tun es gerne. Ich schreibe gerne und ich lese gerne und ich arbeite sehr gerne als Coach. Das ist das, wofür ich brenne – ohne zu verbrennen. Wenn ich irgendeinen Mist schreiben und pünktlich abliefern müsste, würde ich Gefahr laufen zu verbrennen. Ich bin ein Typ, der es am liebsten sehen würde, wenn er eine Reihe von Assistenten hätte, die meine Ideen und Skizzen zu fertiger Literatur verarbeiten würden. Ach! Das wäre gut! Ich würde vermutlich einen Bestseller nach dem anderen in den Sand setzen. Oder ich würde begeistert von einem Erfolg zum anderen reiten. Ich, der Literatursurfer. Man wird ja noch mal träumen dürfen. Soviel zu hart arbeiten. Das Leben kann ganz schön hart sein. Oder? Aber so etwas gibt es tatsächlich: Bestsellerautoren mit einem Schwarm von Ghostwritern um sich herum. Schon Alexandre Dumas, der Autor der DREI MUSKETIERE soll diese Möglichkeit für sich genutzt haben. Es macht ja auch Sinn. Ein Architekt muss sich schließlich auch nicht um jedes Detail kümmern.

Ich lasse mir auch gerne von kompetenten und interessanten Menschen ihren Job erklären. Das nenne ich Coaching. Diese Tätigkeit erfüllt mich ausserordentlich. Ich mag es, wenn kompetente Menschen von ihrer Arbeit erzählen und dafür geradezu brennen.
Natürlich merke ich sofort, ob der Mensch wirklich etwas davon versteht, wovon er da redet. Manchmal ist es auch anders; aber darüber breiten wir lieber den Schleier der Nächstenliebe.  

Wir waren bei harter Arbeit. Es ist hart, gegen den Strom zu schwimmen. Es ist sehr hart als Sportler ständig knapp den Sieg zu verpassen. Es ist hart am falschen Ort oder in der falschen Zeit zu sein. Aber so etwas passiert öfter als wir denken. 

Es sind nicht immer die sichtbaren Stars der Technologieszene, die hart gearbeitet und die Grundlagen für den Erfolg geschaffen haben. Die Protagonisten heißen nicht nur Bill Gates und Steve Jobs, Larry Ellison oder Elon Musk. Es sind die stillen Helden, die ebenfalls hart arbeiten und alles richtig gemacht haben. Der Erfinder der MP3 ist ein Deutscher, der das Verfahren für das Fraunhofer Institut entwickelt hatte. Grundlagenforscher; ein interessantes Kapitel für sich.

Auf der anderen Seite stehen Leute, die glauben Abkürzungen zum Ruhm nehmen zu können. Deutschland sucht den Superstar! Wer ist Deutschland? – stellt sich die Frage. DER SUPERSTAR dort interessiert mich überhaupt nicht. Wie wäre es mit einer Hitparade der erfolgreichen und unbekannten Forscher und Ingenieure? Das wäre doch mal eine interessante Serie auf NETFLIX. Die öffentlich-rechtlichen Sender könnten auch mal über so etwas nachdenken.    

Es gibt denkbar schlechte Umgebungen für harte Arbeit. Auch so etwas habe ich schon öfter erlebt oder zumindest davon gehört. Es sind ungeklärte Abläufe in Unternehmen die in einem undurchdringlichen Jungle von IT-Systemen mäandern und den Mitarbeitern überhaupt nichts nutzen. Ich bin ein ziemlich bester Freund von klaren Strukturen und einem permanenten Verbesserungsprozess in Unternehmen. Stillstand bedeutet Rückschritt. Es geht mir darum, dass hart arbeitende Mitarbeiter nicht in doppelter Arbeit oder Ausnahmeprozessen, die immer anders sind als im System abbildbar, verbrannt werden.
Aber es gibt auch hart arbeitende Mitarbeiter, die sich in undurchsichtigen Systemen sehr wohl fühlen und glauben, dass sie eine tolle Arbeit machen, zu der es keine Alternative gibt. Solange sie davon überzeugt sind, wissen sie wenigstens, warum sie so hart arbeiten. Allerdings beobachte ich genau an diesen Klienten oft Abnutzungserscheinungen und Anzeichen von Burnout. Denn sie wissen oft nicht, warum sie das alles tun müssen.

Harte Arbeit ist gut für Menschen, die wissen was sie da tun und wo die Ziele sind. Wenn harte Arbeit aber fremdbestimmt und sinnentleert getan werden muss, dann ist das nicht gut. Solche harte Arbeit braucht niemand. Das macht nur krank.

Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

Die Narzissmusfalle


Die Narzissmusfalle

Donald Trump war gerade 100 Tage im Amt. Man staunt über ihn, man macht sich Gedanken über seinen Geisteszustand. Es sind deutliche Anzeichen eines ausgeprägten Narzissmus sogar für Laien deutlich erkennbar. Die Welt blickt fasziniert und verängstigt auf diesen Mann, der wie kein anderer den ZEITGEIST unserer Generation so einzigartig reflektiert.

Der Psychiater Reinhard Haller hat sich intensiv mit Narzissmus beschäftigt und ein Buch geschrieben: Die Narzissmusfalle. Aber das nur am Rande. Er hat im WDR ein Interview gegeben. Dieses Interview hat mich inspiriert einige Gedanken aufzunehmen, zusammenzufassen und zu reflektieren.

Die Goldwater Regel besagt, dass man keinen Menschen aus der Ferne diagnostizieren darf. Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen, die es geradezu zwingend erfordern näher hinzuschauen. Der Narzissmus des Donald Trump ist eine Ausnahme.

Weiterführend: interessanter Artikel in DIE ZEIT

Donald Trump zelebriert seinen Narzissmus ganz bewusst. Man kann nicht anders, als zu sagen: Das ist eindeutig narzisstisch! Es ist so eindeutig erkennbar. Ein Musterbild eines Narzissten. Es ist also keine ärztliche Ferndiagnose, sondern eine Analyse seines Verhaltens. Solange Trump nicht in ein bösartiges Syndrom des Narzissmus gleitet, ist alles in Ordnung. Despoten und Serienmörder sind typische Vertreter des bösartigen Narzissmus. Es ist also von Seiten der Psychologen und Psychiater geboten, genauer hinzusehen und Hinweise auf gefährliche Entwicklungen zu dechiffrieren und zu publizieren. Es ist geradezu die Pflicht der Psychiatrie darauf hinzuweisen, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Narzissten sind NICHT GEISTESKRANK – Narzissmus ist erst einmal keine Krankheit – Es ist, zunächst nur, eine Charaktereigenschaft; wenn auch eine unangenehme.

Narzissten kennen wir alle: Sie sind beratungsresistent – lassen den nötigen Anstand vermissen – und sie sind extrem schnell und tief kränkbar. Das ist die Achillesferse dieser Menschen. Daran können wir sie erkennen.

Betrachten wie das Phänomen Narzissmus doch einmal anders. Wir sind, wenn wir stolz auf uns sein können, alle irgendwie narzisstisch eingestellt. “Ich!-Icher!-am Ichesten!” Was wären wir, wenn unser Ich keine so große Rolle spielen würde? Wir leben in einer ausgesprochen narzisstischen Gesellschaft. Es ist geradezu zum Gesellschaftsideal  geworden, so zu sein . Jeder möchte heute so sein, wie Donald Trump; reich, mit einer wunderschönen Frau verheiratet, mit dem größten Turm in der Stadt. Nun ja, wir würden mit dem Reichtum vielleicht anders umgehen und ein wenig zurückhaltender bei der Wahl unserer Frisur und unserer peinlichen Auftritte sein. Aber wenn wir ehrlich sind: so ein kleiner Donald steht uns doch ganz gut. Die Gesellschaft will das so. Punkt.

Der Orgasmus des Narzissten beruht auf Erfolg, Lob, Zuwendung von möglichst vielen Menschen. Er ruft ständig nach mehr: I cant’t get no satisfaction! But I try, but I try….
Es ist wie bei einer Droge. Die Dosis muss ständig erhöht werden. Sonst droht der Kater danach. Je stärker die Droge um so dröger die Befindlichkeit nach dem Höhepunkt.

Ein echter, typischer Narzisst bedient die 5 E: Egozentrik, Eigensucht, Empathiemangel, Entwertung anderer Menschen und Empfindlichkeit. Sind diese 5 Punkte beieinander, handelt es sich bei der beobachteten Person höchstwahrscheinlich um einen Narzissten. Der Grat zum krankhaften und zerstörerischen Narzissmus ist sehr schmal.

Alles dreht sich um ihn, den Egozentriker. Wenn sich einmal etwas nicht um ihn dreht, dann wird er nervös. Eigensucht ist nicht zu verwechseln mit Eigenliebe. Eigenliebe gehört zu jedem gesunden Menschen. Ich möchte niemand an meiner Seite wissen, der sich nicht selbst liebt. Das ist furchtbar und gefährlich.
Empathiemangel ist ein wichtiger Punkt bei Menschen, die Entscheidungen treffen müssen, wie Entlassungen oder andere Dinge, die gefährlich für Leib und Leben sein können. Ein General im Krieg kann keinerlei Empathie gebrauchen, wenn er Menschen in den sicheren Tod schicken muss. Ein Hedgefondsmanager ist gut beraten, keinerlei Empathie für die Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen zu entwickeln. Ein Versicherungsvertreter braucht alles, aber keine Empathie, wenn er Lieschen Müller eine Versicherung oder eine Anlage verkauft, die sie überhaupt nicht braucht, und ihr nur viel Geld kostet. Ein Mangel an Empathie ist also nicht unbedingt der entscheidende Punkt bei einem Narzissten. Ein Chirurg muss auch professionell arbeiten und beherzt schneiden, obwohl er weiß, dass der Patient anschließend Schmerzen haben wird. Wenn ein Patient die Operation nicht überlebt, dann muss der Arzt einfach weitermachen und den Todesfall ausblenden. Zu hohe Empathie würde ihm bei seiner Arbeit im Wege stehen.
Ein viel entscheidenderer und wirklich schlimmer Punkt bei Narzissten und Cholerikern ist seine Neigung andere Menschen abzuwerten. Es ist typisch für ausgeprägte Narzissten Menschen zu beleidigen und sich immer ein wenig über sie zu stellen. Abwertende Bemerkungen unter vier Augen oder vor Publikum sind ihr Tagesgeschäft. Allerdings tun sie das nur bei Menschen, die ihnen nicht gefährlich werden können. Hinter dem Rücken der Vorgesetzten sprechen sie natürlich auch schlecht über sie. Denn sie sind schließlich diejenigen, die auch den Job des Oberbosses am allerbesten machen könnten, wenn man sie nur lassen würde. Der abwertende Narzisst umgibt sich häufig mit Mitarbeitern und Partnern, die ihm nicht das Wasser reichen können (so glaubt er es zumindest) und er ist immer der “Einäugige unter den Blinden”, was sich dann auch in der Performance des Unternehmens niederschlägt.

Die Empfindlichkeit von Narzissten ist ein weiteres typisches Beispiel. Narzissten sind hart im Austeilen und sehr zart und empfindsam, wenn es um sie selbst geht. Sie haben plötzlich einen Sinn für Empathie; aber nur für sich selbst. Sie spüren leiseste Kritik schon in der Stimme des Vortragenden obwohl etwas ganz anderes besprochen wird. Sie ahnen dass alle anderen es nicht gut mit ihnen meinen (Deshalb ist es ja auch gut, dass sie so sind wie sie sind: hart und laut und kompromisslos und stark!)

Ich! Icher! Am Ichesten! –  Das ist das Motto der Narzissten.

Wenn Sie ein Gefühl für andere Menschen haben und ein Gespür für Win-Win Situationen, wenn Sie sich gut fühlen, wenn es den Menschen um sich herum gut geht, dann sind Sie definitiv kein Narzisst.

Und dann gibt es noch die bösartige Form des Narzissmus. Despoten sind ein typisches Beispiel. Serienkiller haben ein ähnliches Persönlichkeitsprofil wie Despoten. Das Syndrom des bösartigen Narzissmus wurde durch Otto Kellenberg beschrieben.

Diese Menschen bleiben selbst nur Durchschnitt. Sie sehnen sich nach Einfluß und umgeben sich mit willfährigen Paladinen, die ihnen nicht widersprechen. Gleichzeitig entwerten sie alle anderen Menschen – verfolgen und zerstören.

Donald Trump ist noch lange kein Despot. Das darf nicht vergessen werden. Er ist im Rahmen seiner Möglichkeiten lernfähig, prosozial; und er ist ein ziemlich guter Psychologe, obwohl er wahrscheinlich keine psychologische Ausbildung hat. Er hat einen sehr guten Instinkt für die Massen und ein Gespür für die Grundstimmung der Bevölkerung.

Trump instrumentalisiert den Narzissmus und er spielt damit ganz bewusst. Schließlich wurde er gerade deswegen gewählt. Eine leichte Form der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung – ist heute geradezu ein Ideal geworden. Zeitgeist.

Es sind die modernen Zeiten nach der Jahrtausendwende – Narzissmus braucht der Mensch; um selbstbewusst zu sein, sich durchzusetzen; am besten Superstar zu werden und von allen bewundert, ohne sich jemals angestrengt zu haben. Ob es uns gefällt oder nicht: Viele unserer Mitmenschen lieben Menschen wie Donald Trump, Dieter Bohlen und was es da sonst noch so geben mag.

Aber es ist längst zuviel des GUTEN! Es sind großartige Fassaden und nichts dahinter. Heute werden mehr Selfies gemacht als je zuvor. Tendez steigend.
“ICH ICH ICH! Ich muss mich der Welt präsentieren!”

Das führt zu emotionaler Kälte und gesellschaftlicher Entemotionalisierung. ZEITGEIST.

In den mythologischen Geschichten endet der Narzisst immer im Absturz, wird verlassen und isoliert von Freunden, es wird einsam um ihn herum.

Höhenrausch, Absturz. Am Ende geht er an sich selbst zugrunde und zieht alle die ihm nahe sind mit sich in den Abgrund. Das gehört zwingend dazu.

Der geschickte Umgang mit Narzissten setzt immer voraus ihn nicht heilen zu wollen.

Die Frage ist nur: “Wie ertrage ich den Narzissten?” – “Kann ich es überhaupt aushalten?”
Nur darum geht es:  Eigene Grenzen abstecken. Sich dem Duft des Narzissmus entziehen. Man fühlt sich schuldig und weiß nicht warum. Flucht ist der einzige Weg um das zu überleben.

Man kann einen Narzissten nur vorsichtig einen Spiegel vorhalten. Das Reflektieren des Verhaltens dieser Menschen ist gefährlich. Lob ist wie ein Suchtmittel. Bleibt das Lob aus, reagiert der Narzisst mit Entzugserscheinungen.  Lob ist also langsam herunterzudosieren 

Ein Ich-schwacher Mensch (schreiender Boss = jammerndes Kind), ein Narzisst fürchtet das Lachen wie der Teufel das Weihwasser. Man könnte ja ihn meinen und auslachen. So etwas ist für ihn nicht akzeptabel. Er fühlt sich tatsächlich angegriffen und tödlich beleidigt. Wenn man das weiß, kann man auch verstehen, warum er so reagiert wie er reagiert: Ohne Humor, mit vollem Ernst und ganzer Kraft, brutal und rücksichtslos, ohne einen Hauch von Mitgefühl.  

Wenn alles nichts nützt, gibt es nur eins: die Flucht ergreifen und niemals wiederkehren.

Achtsames Begegnen auf Augenhöhe ist die gesellschaftliche Gegenbewegung zum krankhaften Narzissmus. Das müssen wir alle wieder lernen. Es geht darum, die krankhafte Veränderung unserer Gesellschaft wieder zu regulieren. Erwachsen kommunizieren gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Führungskräfte beherrschen müssen. Sich selbst führen, sich führen lassen und dann erst den Anspruch erheben andere führen zu können. Choleriker und Narzissten jagen andere nur vor sich her. Mit guter Führung hat das überhaupt nichts zu tun. Aber es scheint irgendwie zu funktionieren. Stop! 
Die Grundlagen eines Gegenentwurfs finden wir nach wie vor in der Religion. Insbesondere Christen haben gelernt, sich vor eigenem überschäumenden Narzissmus zu schützen, indem sie sich Jesus von Nazareth vor Augen halten. Er war alles andere als ein Narzisst und er war wirklich der Größte. Seine Gelassenheit und seine Liebe zu den Menschen ist ein wahres Vorbild. Das war und ist revolutionär. Das macht Mut und das schenkt Kraft.

Narzissmus, in gewissem Maße ist gar nicht so schlecht. Erst die Dosis macht das Gift. Menschen, die überhaupt nicht narzisstisch sind, werden sehr wahrscheinlich neurotisch.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass gefühlskalte, überhebliche Arroganz fast ausschließlich in männlicher Form des Narzissmus vorkommt: hart, kalt, machohaft.

Weiblicher Narzissmus erscheint in einer anderen Form, er in der weiblichen Ausprägung eher kokettierend mit sich selbst. “Spieglein Spieglein an der Wand….” Man kann es aushalten, wenn es im Rahmen bleibt.

Problematisch wird Narzissmus, wenn jemand leiden muss. Sie oder Er oder ihre Umwelt.

Sucht und Narzissmus hängen sehr eng zusammen. Ein Motiv für den Konsum von Suchtmitteln liegt im Narzissmus: Man will andere übertreffen, sich besser fühlen, am besten großartig und einzigartig. Daher spricht man auch von narzisstischen Drogen. Narzissmus an sich ist bereits eine starke Droge. Narzissmus=Eigensucht

Narzissten entwickeln selten so viel Leistungsdruck, als dass sie sich therapieren lassen. Sie kommen selten in die Therapie – Gott sein Dank!

Und wenn sie in die Therapie oder ein Coaching kommen, dann versuchen sie augenblicklich die Führung zu übernehmen und sich mit dem Coach oder Therapeuten zu verbinden: “Wie wir zwei wissen, sie die da….(nichts wert)”
Oder der Narzisst geht sofort zur Abwertung des Therapeuten über. “Was wollen Sie mir schon sagen, was ich nicht längst weiß? Leute wie Sie, kenne ich doch!” usw.

Wir alle kennen den vorübergehenden Narzissmus.  Ein starkes Auto verleitet uns zu Allmachtsfantasien auf der Autobahn. Der typische Autobahnraser ist mit erhöhter Geschwindigkeit auf der linken Spur unterwegs und ärgert sich über alle, die nur 160 km/h fahren. Alle anderen sich zu langsam und müssen zwingend überholt werden. Wer kennt das nicht. Und dann kommt das Korrektiv, der Radarblitzer und holt uns wieder auf den Boden der Tatsachen.

Bei Donald Trump – sieht man offensichtlich den Narzissmus  in Reinkultur. Es liegt ein hoher Unterhaltungswert bei den Aktionen die Trump macht. Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnten wir alle sehr viel lernen und natürlich herzlich darüber lachen.

Ich werde das Buch: Die Narzissmusfalle von Reinhard Haller, bestellen und lesen. Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen: http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/audio-der-narzissmus-des-donald-trump-100.html

http://www.zeit.de/2016/36/psychologie-donald-trump-ferndiagnose

 

 

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Versager


Versager

Am Ende sind wir alle irgendwie Versager. Es ist das Leben an dem wir verzweifeln können. Kein Problem.

“Das Leben ist hart und ungerecht. Am Ende sind wir tot.”

Was ist der Unterschied zwischen einem Gewinner und einem Verlierer? Manchmal gibt es keinen Unterschied. Es gibt Menschen, die alles erreicht haben was sie sich gewünscht hatten und am Ende fühlen sie sich trotzdem einsam und verloren. Sie haben sich auf dem Weg zu falschen Zielen aufgerieben und sie haben sich verloren. Was treibt den Chef einer Bank dazu sich umzubringen? Was ist das Leben für diesen Mann gewesen? Warum sind wohlhabend geborene Jugendliche nicht glücklich? Warum ruinieren sie ihr Leben durch sinnloses Genussleben und durch Drogen und Alkohol? Warum sind Menschen, die alle Möglichkeiten haben, nicht in der Lage ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen? Warum träumen reiche Kinder von der Armut? Wir sind entweder alle Versager oder wir lernen die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

Eine alte Frau erzählt mir eine traurige Geschichte. Die Dame ist über 70 und sie ist immer noch eine attraktive Frau. Man sieht ihr an, dass sie Geld hat. Die ist Selbstzahler. Zum Coaching kam sie durch eine Empfehlung einer Ärztin. Ich sehe, dass Sie einen großen Gesprächsbedarf haben. Darf ich Ihnen einen guten Coach empfehlen? Der wird gerne mit Ihnen einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren.

Ich wusste, dass eine lange, interessante und letztendlich traurige Lebensgeschichte auf mich wartete. Wie so oft. Sie wurde von ihrer langjährigen Lebensgefährtin verlassen und war ganz alleine. Ihr einziger Sohn hatte sich von einem Hochhaus gestürzt. Er war ein sehr begabter junger Mann gewesen, der ein Einser Abitur und ein sehr gutes Jurastudium hingelegt hatte. Er hatte einen guten Job und die Welt lag ihm zu Füßen. Er verdiente sehr gut und hatte keine Sorgen. Und dann plötzlich schrieb er einen Abschiedsbrief und überwies sein ganzes Geld an seine alte Mutter und sprang aus dem Fenster. Ich Lauf des Coachings wiederholte die Dame mehrmals, dass ihr Sohn einen Coach wie mich gebraucht hätte. Vielleicht hätte er dann offen reden und es sich nochmal überlegen können. Ehrlich gesagt, bin ich nicht besonders scharf auf Suizid Kandidaten. Auf der anderen Seite kann ich mir sehr gut vorstellen, dass derartige Gedanken auf den Tisch müssen und ausgesprochen ganz anders wirken, als wenn man sie ganz alleine für sich selbst gleich einem Teufelskreis immer wiederholt. Die Frau war schockiert und hatte den Tod des Sohnes vor mehr als zwei Jahren immer noch nicht verarbeitet. Was folgte war Trauerarbeit, bei der ich sie begleiten durfte. Was geht in einem jungen und erfolgreichen Mann vor, der sich entschließt seinem, Leben ein Ende zu bereiten? Ich rede nicht von den verblendeten Versagern, die keine andere Möglichkeit mehr sehen irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und wenigstens einmal im Leben eine Art Bedeutung zu erlangen. Was ist es, dass die Menschen empfänglich für Suizid macht? Der Glaube an eine jenseitige Welt ist es nicht, denn wir wissen zu wenig darüber. Es kann alles möglich sein; aber es kann auch alles ganz anders sein, als wir es uns vorstellen. Das Leben auf diesem Planeten, mit diesen ganzen wundervollen Menschen ist doch einzigartig und wert jeden Augenblick gelebt zu werden. Was gibt es alles zu entdecken! Sich selbst zum Beispiel.

Wenn dieser junge Mann gewusst hätte wie sehr ihn seine Mutter liebt und vermissen würde, hätte er es sich anders überlegt? Wusste er es nicht? Sie war oft unterwegs in der Welt. Sie gab mir ein paar sehr interessante Reisetipps. Wir hatten viel zu besprechen. Das heißt: Sie hatte viel Redebedarf. Sie reflektierte ihr Leben und nutzte das Coaching um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Ich erfuhr sehr viel von ihr und über sie und ihren sozialen Kosmos. Sie erfuhr sehr viel mehr über sich und ihre Umgebung. Auch das kann Coaching leisten. Ich habe kein Problem damit, mir lange Lebensgeschichten anzuhören; und zwar aktiv anzuhören. Das Ergebnis ist eine vertiefende Selbsterkenntnis meiner Klienten. Ich habe mir mehrfach die Erlaubnis eingeholt mir Notizen zu machen um diese Erlebnisse in veränderter Form weiter zu verarbeiten. Es ist wunderbar diese vielen kleinen Geschichten voller Überraschungen und Wendungen zu hören. Und dann sehe ich auch immer wieder diese zwei Grundhaltungen. Auf der einen Seite sind da Menschen mit einer großen Selbsterkenntnis, die mit einem gewissen Humor und Witz durch das Leben gehen. Sie nehmen sich nicht allzu ernst und sie wissen, dass das Leben manchmal skurril und komisch sein kann. Und dann gibt es die Menschen, die sich wirklich zu ernst nehme, obwohl sie ständig von einem Fettnapf zum nächsten stolpern und sich so unglaublich albern verhalten, dass es zum Schreien komisch ist. Wenn wir die Augen öffnen und einfach mal aussprechen, was wir denken und wie wir denken, wird vieles klarer. Ein Coaching kann genau das sein. Eine Selbstreflektion der anderen Art mit einem neutralen Schiedsrichter oder Sparringpartner.

Das kann dann so aussehen:

“Ich bin ein Versager. Das ist völlig okay! Weil die meisten Menschen Versager sind; Auch die angeblichen Gewinner. Alles Arschlöcher. So wie ich. Das Leben ist sowieso Scheiße! Oder siehst Du das anders? Ich habe alles versucht um Geld zu machen und tolle Autos zu fahren und schöne Frauen zu begeistern. Heute habe ich eine gelangweilte zwanzig Jahre jüngere Frau, die es mit mir nicht mehr machen will. Sie ist wunderschön, genauso wie eine Frau sein muss und sie ist unglaublich abweisend. Mist! Ich bin ein Versager. Ich habe gearbeitet und geackert um mir das Leben leisten zu können, das ich mir heute leisten kann. Im Job kann ich nicht weiter kommen. Nur noch die Leiter herunter fallen. Es gibt nur noch eine Richtung: Abwärts!  Meine schöne Frau wird mich dann mit Sicherheit einfach verlassen und sich einen anderen Mann suchen. Das hat sie im Grunde schon längst getan; aber mein Geld und der Lebensstandard hat sie bisher immer noch daran gehindert, mir offen zu sagen, was sie von mir denkt.”

oder so:

“Ich bin doch kein Versager. Ich bin mit mir zufrieden. Ich bin vollkommen okay! Weil mich andere Menschen akzeptieren und lieben. Weil andere Menschen mich vermissen, wenn ich nicht da bin; Weil ich etwas zu sagen habe und weil ich immer ein freundliches Lächeln und ein aufmunterndes Kopfnicken übrig habe.
Das Leben ist aufregend und jeden Tag neu! Ich liebe es, an einem regnerischen Tag durch Berlin zu laufen und einfach die Zeit verrinnen zu lassen. Ich kann es mir leisten! Ich mag das! Ich spüre, dass ich am Leben bin. Ist das Leben nicht wunderbar?
Ich habe einiges versucht und nicht alles ist mir gelungen. Aber es geht mir gut. Ich habe auch aus Fehlschlägen gelernt. Ich rede mir mein Leben nicht nur schön; Es ist wunderbar! So wie es ist, ist es völlig in Ordnung. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich mal sehr viel Geld hatte und alles verloren habe. Na und?! Was für ein Glück, dass ich der Mensch bin, der ich bin! Trotz allem. Man muss nur die Augen öffnen um die Wunder zu erkennen, die um uns herum passieren.”

Oder ganz anders.

Versucht es doch einfach selbst einmal! Es ist erfrischend, wenn man in der Lage ist, sich selbst auf die Schippe zu nehmen oder sich mit den Augen eines Anderen zu sehen. Coaching ist die Kunst anders und besser zu leben, als man es bisher kannte.

Am Ende sind wir alle so wie Woody Allen oder besonders berühmte und wichtige Männer, die durch dumme Fehler ums Leben kommen, auf falschen Landebahnen landen wie Harrisson Ford oder einfach vom Pferd fallen oder von einer Klippe springen und dann querschnittsgelähmt aufwachen und uns fragen, warum wir das denn tun mussten. Aber so ist das Leben und am Ende werden wir uns über verpasste Gelegenheiten ärgern und nicht über das Erreichte freuen.  

Terror – ohne Medien – funktioniert nicht


Terror funktioniert nicht, wenn die Medien nicht berichten

“You look at what’s happening,” he told his supporters. “We’ve got to keep our country safe. You look at what’s happening in Germany, you look at what’s happening last night in Sweden. Sweden, who would believe this?” /TRUMPO Wochen früher/

Nun ist es wieder passiert. Und alle schauen ausgerechnet nach Schweden. Weil da was passiert ist. Und weil immer etwas passiert. Und zwar in unseren Köpfen und in unseren sozialen Netzwerken analog und digital.

Stell dir vor, da ist ein Terrorist und niemand interessiert sich für den Idioten. Er sprengt sich spektakulär in die Luft und die Leute zucken nur mit den Schultern: Armer Idiot. Stupid! So sinnlos!

Terror funktioniert nur, wenn die Menschen permanent Angst davor haben. Aber nicht mit uns. Wir haben keine Angst vorm Fliegen und auch nicht davor ins Auto zu steigen und mit einem Schwarm Unbekannter auf der Autobahn sehr lange, sehr schnell zu fahren. Da passiert eine Menge an Unfällen. Die Todesopfer sind viel höher als bei allen dieser tragischen Unfälle dummer Idioten, die auf sich aufmerksam machen wollen, weil sie es nicht besser wissen.

Wenn wir erst einmal anfangen uns von Angst unser Leben einschränken zu lassen, dann tun wir nur den Job, den Diktatoren und Terrorregime schon immer für das Volk vorgesehen hatten. Ängstliche Kaninchen, im Angesicht der Schlange. Wir sollten uns nicht darum kümmern. Die Wahrscheinlichkeit ein Opfer zu werden ist ziemlich gering. Es sei denn man lässt sich von Angst regieren. Und das ist das Geschäft der T-Paten. Und wenn ich heute wieder den Fernseher einschalte, dann werde ich Endlosschleifen sehen von irgendeinem Anschlag in Europa oder den USA. Nordafrika und Asien sind bereits heute nur Randnotizen, die uns kaum interessieren. Terror ist einfach nur dumm. Eine Verschwendung von Ressourcen. Das sollte jedem klar sein. Warum eigentlich flippen die Amis bei Terror aus während sie den ganz normalen AMOK-Wahnsinn an ihren Schulen schulterzuckend dulden? Oabama hat wenigstens darüber geweint.  

Coachbar? Zielgruppen für Coaching


Coachbar?

Eine interessante Frage, die sich jeder Coach immer wieder stellt, ist die Frage nach der Zielgruppe, die er ansprechen möchte. Für wen soll das Coaching einen Mehrwert bringen? Wer will sich überhaupt coachen lassen? Hat Coaching eine Perspektive? Ist der Beruf Coach mehr, als reines Wunschdenken? Ist es realistisch und sinnvoll als Zielgruppe zum Beispiel Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen zu definieren, wenn der Coach bisher hauptsächlich als Pädagoge oder Psychologe unterwegs war? Was bringt einen Chefarzt dazu, sich einem Coach anzuvertrauen, der selbst keinen medizinischen Hintergrund nachweisen kann? Warum sollte sich ein Steuerberater von einem Coach mit Schwerpunkt IT ins Vernehmen setzen? Macht das Sinn? Oder heißt es auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten?

Ich denke, dass ein guter Coach vor allem ein guter Gesprächspartner sein muss, der den Coachingprozess versteht und der in der Lage ist, Klienten aus unterschiedlichen Zielgruppen zu coachen.

Es geht hier nicht darum Netzwerke zu erweitern oder mit einem Spezialisten über ganz spezielle Problemstellungen zu reden. Es geht auch nicht um Projektmanagement oder Unternehmensentwicklung. Coaching ist eine 360° Sicht auf den ganzen Menschen, also eine ganzheitliche Angelegenheit.

Coaching und Therapie haben sehr viel mehr gemeinsam, als man zu wissen glaubt. Wenn ein Manager genügend Leidensdruck aufgebaut hat, wird der Gang zum Therapeuten für ihn ein logischer Schritt sein. Er hat Schmerzen und er geht zum Spezialisten. Wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, auch wenn der Zahnarzt keinerlei Ahnung von der Tätigkeit eines Politikers, Forschers, Soldaten oder Managers hat. Logisch; Der Zahnarzt wird dafür sorgen, dass die Ursachen für die Schmerzen beseitigt werden. Er packt die Angelegenheit sozusagen an der Wurzel. Wer zum Therapeuten geht will keinen neuen Businessplan oder ein Konzept zur besseren Personalführung oder eine Expertise zu einem gescheiterten Projekt.

Coaching ist – niederschwellige – Therapie. Nicht jeder psychische Druck oder Schmerz hat seine Ursache in einer krankhafte Veränderung der Persönlichkeit oder einer psychische Krankheit. Coaching ist sehr nahe an der Therapie und der oder die Coach ist erwiesenermaßen gut in der Gesprächsführung. Ein Coach stellt Fragen, führt Perspektivwechsel, ist offen für neue Lebensansichten und Probleme. Ein Coach ist jemand, mit dem man reden kann, wenn man keinen anderen Gesprächspartner findet. Die Ursachen dafür, dass kein anderer Gesprächspartner in Frage kommt sind so vielfältig wie die möglichen Klienten eines Coachings.

Der Coach ist ein Resonanzboden, ein Sparringpartner, ein Drehbuchautor, ein Regisseur. Ich wiederhole mich.

Ich behaupte, dass ein Coach im Grunde nichts vom professionellen Leben eines Klienten wissen muss. Der Klient ist der Chef in seinem Leben. Er weiß am besten, wie der Hase läuft oder wie man Menschen dazu bringt, ihm zu folgen. Es ist durchaus möglich, dass der Manager etwas über Führung dazulernen möchte. Auch hier wäre ein neutraler Coach mit anderem Lebens- und Erfahrungshorizont ein sehr guter Ansprechpartner.
Ein Coach muss, wie ein Therapeut sehr viel über die menschliche Seele, Entwicklungsstufen und Ängste wissen. Coaching, Seelsorge, Therapie haben sehr viel miteinander zu tun. Daher plädiere ich für Coaching als Profession mit therapeutischen Ansätzen und Wissen. Das macht den Beruf eines Coach zu einem der spannendsten Feldern, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass Coaching eine große Zukunft haben wird.

Die 7 Rollen des Coach


Die 7 Rollen des Coach

Ein Coach muss in der Lage sein, den Coachingprozess zu führen. Er ist ein Multitalent, der blitzschnell unterschiedliche Rollen annehmen kann. Abhängig von der Situation und vom Prozessschritt ist er väterlicher Freund, Resonanzkörper, Gegenspieler, Spiegel, Assistent, Kumpel, positiver Verstärker, “des Teufels Advokat”, Ratgeber, Katalysator, Projektmanager, Visionär, Stichwortgeber, Seelsorger, Begleiter, Bergführer oder Lehrer und Trainer. Wir sehen also, dass eine Einschränkung auf nur 7 Rollen nicht zielführend zu sein scheint.  

Babak Kaweh hat in seinem COACHING HANDBUCH* die 7 Rollen des Coachs wie folgt zusammengefasst:

7 Rollen eines Coach

  • Regieassistent
  • Ratgeber
  • Mitspieler
  • Resonanzkörper
  • Transformator
  • Reflektor
  • Provokateur

Die Rolle des Regieassistenten ist aus meiner Sicht die herausragende Rolle. Nach dem Erstkontakt wird sozusagen geklärt, ob der FILM ein gutes Drehbuch hat und wie er am besten umzusetzen ist. Zielklärung und Meilensteine in Form von Kapiteln werden abgestimmt. Die Bühnenbilder werden gemalt und die weiteren Figuren benannt und beschrieben. Dann folgt ein genau auf den Coachee abgestimmter Ablauf und es wird immer wieder ganz genau geklärt, ob er sich in seiner (neuen) Rolle wirklich wohlfühlt, oder ob weitere Anpassungen ausprobiert werden müssen. Coaching hat eine Menge mit der Arbeit eines Regisseurs zu tun. Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass es für den klassischen Regisseur im Deutschen Fernsehen immer schwieriger wird, Aufträge zu bekommen. Warum auch immer. Das will ich hier nicht mutmaßen. Aber Regisseure können mit Sicherheit auch die Rollen eines Coach übernehmen, wenn sie gut sind.

Die Rolle als Ratgeber gehört meiner Meinung nach noch weiter nach hinten. Ein Coach agiert eher als aktiver Zuhörer, hier als Resonanzkörper, Reflektor, Transformator.

(*Das COACHING HANDBUCH von BABAK KAWEH ist ein sehr gutes und kompaktes Nachschlagewerk für Coaches)

Der blinde Punkt in dir


Der blinde Punkt in Dir

Als Blinder Fleck wird in der Augenheilkunde die Stelle des Gesichtsfelds bezeichnet, auf die sich jeweils die Austrittsstelle des Sehnervs im Außenraum projiziert.

Da sich hier, am Discus nervi optici mit der Papille des Sehnervenkopfs, keine Lichtrezeptoren der Netzhaut befinden, stellt diese Stelle einen „blinden Fleck“ für die entsprechende Gesichtsfeldregion dar und weist lokal so physiologisch einen absoluten Gesichtsfeldausfall auf.

Normalerweise wird der Blinde Fleck nicht als blinder Fleck zur Kenntnis genommen.

Auf der Grundlage von Empfindungen der umgebenden Netzhautregionen und aufgrund von solchen aus den korrespondierenden Regionen der Retina des anderen Auges, dessen Sehnervenaustritt sich im binokularen Gesichtsfeld nicht auf denselben Bereich abbildet, sowie anhand von Erinnerungsbildern, wird das Gesehene in der Wahrnehmung so zu einem Bild ergänzt, dass der Gesichtsfeldausfall subjektiv nicht erscheint.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blinder_Fleck_(Auge)

Unser Gehirn ist genial. Es lässt uns vergessen, dass es diesen blinden Fleck gibt. Aber er ist vorhanden.

Ähnlich wie der blinde Fleck im Auge gibt es viele blinde Punkte in der Psychologie. Sie sind zweifellos vorhanden und wir bemerken sie nicht, weil sie für unser Bewusstsein ausgeblendet sind.

Immer, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen, stellen wir uns Fragen stellen, die letztendlich die Antworten liefern, die grundlegend für den Erfolg oder Mißerfolg sind. Wir neigen dazu, unangenehme Dinge auszublenden oder nicht so zu sehen, wie sie wirklich sind. Das ist keine bewusste Entscheidung, sondern eine unterbewusste Prozedur, die ganz automatisch abläuft. Es gibt immer Punkte, die wir nicht sehen können oder nicht sehen wollen. Aber genau darum geht es beim Coaching. Der blinde Punkt ist in Wirklichkeit der innere Kern unseres Wesens und unserer Kraft. Es geht um Motivation und Ressourcen. Was wollen wir eigentlich erreichen? Wer wollen wir sein? Was treibt uns an? Spielen wir nur ein Spiel mit, das von anderen bestimmt wird? Oder erkennen wir den Sinn und das Ziel des Spiels und sind in der Lage die Regeln zu bestimmen? Wissen wir wirklich wohin uns unser Weg führen soll?

Das herauszufinden ist ein wichtiges Coaching-Thema.

“Es gibt Dinge, die übertragen sich von Generation zu Generation. Unsere Aufgabe ist es alte Muster zu durchbrechen.” / Irwin D. Yalom/

Meine Empfehlung: http://www.yalom-derfilm.de/

https://www.amazon.de/Yaloms-Anleitung-Gl%C3%BCcklichsein-Irvin-Yalom/dp/B00T80RXC6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1489389374&sr=8-1&keywords=anleitung+zum+gl%C3%BCcklichsein

Die meisten Menschen bereuen etwas. Es gibt so viele Dinge, die sie getan oder nicht getan haben.

Wenn wir uns selbst nicht richtig verstehen, können viele Instinkte in uns die Führung übernehmen und unser Leben negativ beeinflussen. Sobald wir uns besser verstehen, werden wir die neurotischen Elemente in uns in den Griff bekommen.  

Wenn wir uns selbst nicht wirklich verstehen, können wir auch andere nicht wirklich verstehen oder schätzen.

Die Reise in unser innerstes Selbst kann anstrengend und enttäuschend sein. Aber wir erkennen am Ende, wo unsere wahren Stärken und Ressourcen liegen. Es macht überhaupt keinen Sinn jemand werden zu wollen, der man nie sein kann. Es ist sehr klug, vorher zu wissen wo die wahren Fähigkeiten und der innere Punkt der Identität liegen.

Wenn Du weißt was du erreichen kannst, und wirklich ein Ziel erreichen willst, das zu dir passt, dann wirst du es auch erreichen.

Höhenangst


Höhenangst

Ein 58jähriger Mann mit Herzrhythmusstörungen ging auf Empfehlung des Hausarztes zu einem Coach. Denken Sie jetzt nicht darüber nach, wie realistisch das klingt. Es gibt tatsächlich Ärzte, die Coaching empfehlen, weil sie wissen, dass der richtige Coach ein hilfreicher Gesprächspartner für Patienten sein kann.
Die Herzrhythmusstörungen hatten schon Jahre vorher begonnen. Herbert von der Lohne* hatte damals einen neuen Punkt auf der Karriereleiter erreicht. Er war Diplom-Kaufmann und er kannte seine Stärken und Schwächen. Von der Lohne hatte für eine Reihe von  Unternehmen gearbeitet und sich regelmäßig neu beworben, als es Zeit für ihn war, den nächsten Karriereschritt zu machen. Die Unternehmen für die er gearbeitet hatte boten ihm kaum Aufstiegsmöglichkeiten, die in seinem Sinne waren. Er war ein absoluter Profi bei Bewerbungen und er war aus dem Bewerbungsmodus nie herausgekommen. Der Mann wusste, wann es Zeit war zu gehen. Und er hatte nie genug Zeit und Geduld gehabt um sich auf seine Arbeit tatsächlich zu konzentrieren. Das machte ihn unruhig. Er hatte niemand, mit dem er darüber sprechen konnte. Er war ein guter Fachmann; ohne jeden Zweifel. Er wusste, wie man Mitarbeiter führt und er konnte sehr gut mit Vorgesetzten umgehen. Herbert von der Lohne war sportlich, attraktiv und er wusste genau, was zu tun war um Menschen für sich einzunehmen. Er war erfolgreich in dem was er tat. Niemand wusste, was wirklich in ihm vorging; nicht einmal er selbst. Mit etwa 54 begannen seine Herzprobleme. Er konnte es ziemlich genau sagen, wann es begann. Er hatte es geschafft und war zum kaufmännischen Geschäftsführer einer Unternehmensgruppe ernannt worden. Als er sein neues Büro bezogen hatte und er sich einen Überblick über die Aufgaben, seine neuen Mitarbeiter und die fachlichen Herausforderungen verschafft hatte, kamen ihm erste Zweifel an seinen Fähigkeiten. Er hatte alles erreicht, was er hatte erreichen wollen und nun würde er nur nach nach unten fallen, wenn etwas schief ging. Bisher war er nur im Vorwärtsmodus gewesen und wenn es unüberwindliche Probleme gab, bewarb er sich auf einen besseren Job. Das hatte perfekt funktioniert; bis zu diesem Punkt. Er wusste instinktiv genau, wo seine Schwächen waren. Er hatte es immer geschafft, Untiefen zu umfahren. Nun musste er tatsächlich Leistung und Durchhaltevermögen zeigen.
Er erzählte von schlecht sortierten Aktenbergen, die er oft in seinen alten Unternehmen hinterlassen hatte. Er war oft von einem Monat zum anderen gegangen und die Unternehmen waren nicht selten froh, ihn so lautlos verschwinden zu sehen. Was hätte man ihm auch vorwerfen sollen? Er würde sich nicht damit belasten. Dinge wie Akten sortieren waren nicht sein Ding und durch seinen häufigen Unternehmenswechsel konnte er sich immer als ruhiger und kompetenter Problemlöser darstellen. Er wusste ganz genau, wie das gelaufen war. Nun würde es zu einer neuen Herausforderung werden, der er sich stellen müsste. Er hatte ein Alter erreicht, in dem er langsam auf den Ruhestand hinarbeiten musste. Das alles war für ihn kein schwerwiegendes Problem. Darüber würde er hinwegkommen, meinte er. Aber es gibt Gedanken und Stimmungen, die man nicht beeinflussen kann. Es wurde klar, dass dieser Mann mit niemand darüber reden konnte und wollte; nicht einmal mit seinem Seelsorger. Herbert von der Lohne war traditionell evangelisch getauft und sozialisiert. Der regelmäßige Kirchenbesuch gehörte selbstverständlich zu seinem Leben. Aber auf die Idee mit seinem Freund, dem Pastor der Gemeinde, der er angehörte, über seine innersten Zweifel und Nöte zu sprechen, kam er nie. Nun hatte er einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich, mit anschließender REHA. Er stand vor dem Aus. Was würde passieren, wenn er wieder seine Arbeit aufnehmen würde? Seine Stellvertreterin war eine kompetente Frau. Sie wusste genau, wo er professionell stand. Sie musste alles, was er in den letzten Jahren wieder liegengelassen hatte für ihn in Ordnung bringen. Herbert von der Lohne wusste genau, das sie die bessere Kandidatin für den Job war. Diese Frau konnte ohne Weiteres seinen Job übernehmen, wenn es zu einer Entscheidung kommen sollte. Und sie war ihm mindestens ebenbürtig, was kühl kalkulierte Entschlüsse betraf.

Die Situation lag auf der Hand. Der Mann war 58, hatte einen längeren beruflichen Ausfall zu verkraften und er fühlte sich nicht gesund. Aus kardiologischer Sicht gab es keine schwerwiegenden Bedenken. Die Störungen waren vermutlich eher psychosomatisch.

Nun saß er einem Coach gegenüber. Der Coach war Anfang 50 und er war auf Fälle wie diesen vorbereitet. Der Kaufmann war nicht krank. Soviel war klar geworden. Auch eine psychische Erkrankung war ausgeschlossen worden. Aber er hatte den ersten Schritt getan und sich erstmals einem fremden Menschen geöffnet. Das erwies sich als kluge Entscheidung. Sie bewirkte einen gewissen Druckabbau, der sofort zu spüren war. Der Kaufmann konnte erstmals mit einem kompetenten Mann reden, der einen ähnlichen Hintergrund wie er hatte. Der Coach hatte lange als Ingenieur im Projektmanagement eines großen Unternehmens gearbeitet und war mehrere Jahre Abteilungsleiter gewesen. Kaufmännische Tätigkeiten und Abteilungen waren ihm gut bekannt. Sie hatten große Schnittmengen über die sie sprechen konnten. Der Coach hatte sich nebenberuflich als Coach ausbilden lassen und er hatte seinen Traumberuf gefunden. Die erste Reaktion des Kaufmannes war die Idee, selbst als Coach zu arbeiten. Auch daran war der Coach gewöhnt. Er wusste, wie komplex die Ausbildung war und schwer es war ein richtig guter Coach zu werden.

Es wurde sehr schnell klar, dass der Kaufmann offen mit seiner Situation umgehen musste um die nächsten Schritte zu tun. Der erste Schritt war ein offenes Gespräch mit seiner Stellvertreterin und seinem Chef. Er würde herausfinden, wie seine Chancen waren weiterzumachen. Alles musste auf den Tisch. Er würde mit offenen Karten spielen und sich auch auf den Worst-Case vorbereiten. Wenn er jetzt gefeuert werden würde, dann würde er nicht in eine Katastrophe schlittern. Es würde eine ordentliche Abfindung geben und er würde sich arbeitslos melden. Eine selbständige Tätigkeit als Interimsmanager war eine denkbare Alternative zu einer Festanstellung. Von der Lohne wusste, dass er seinen Job gut machen konnte. Er war im Grunde der geborene Berater und Interimsmanager. In Sachen Erfahrung konnte ihm kaum jemand etwas vormachen. Er hatte immer erfolgreich neue Herausforderungen auf sich zukommen lassen. Und er war nicht so schlecht in seinem Job, wie es ihm manchmal vorkam.

Der Mann wurde durch das Coaching nicht geheilt; Er war nie krank gewesen. Er hatte Selbstzweifel, die er unterdrückt hatte und die sich ihren Weg gesucht und gefunden hatten. Das Coaching war für ihn eine sehr gute Möglichkeit mit einem Profi über seine Probleme zu sprechen. Das hatte ihn stark entlastet und er wusste, dass diese Gespräche niemals publik werden würden. Der Coach holte sich die Erlaubnis ein, anonym über den Fall zu schreiben und ihn ihn Vorträgen zu benutzen. Auf der Referenzliste des Coach stand Herbert von der Lohne nicht; aus verständlichen Gründen.

* Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt

 

Coaching ist ein Katalysator


Coaching ist ein Katalysator

Jeder Mensch ist in der Lage, seine Situation einzuschätzen, sich ein Bild von sich und seiner Umgebung zu machen und Veränderungen in Gang zu setzen. Coaching beschleunigt diesen Prozess auf ungeahnte Art und Weise.

Ein Blick auf dein Leben zeigt, dass dir einige Dinge gelungen sind und andere nicht. Vielleicht hast du das erreicht, was dir in deiner Situation möglich war. Vielleicht hast du auch noch nie wirklich versucht deine wahren Grenzen zu erkennen und diese Grenzen zu überschreiten. Wo stehst du heute? Denke bitte darüber nach und notiere, was dir durch den Kopf geht.
Wir sind darauf trainiert, das was wir tun und wer wir sind, in einem ganz besonderen persönlichen Licht zu betrachten. Ein kleiner Perspektivwechsel gibt Aufschluß über das, was wirklich ist. Viele kleine Perspektivwechsel versetzen dich in die Lage wirklich das zu tun, anzustreben und zu erreichen, was du wirklich willst. Lassen wir die Dinge laufen, kommen wir mit Sicherheit auch irgendwo an. Aber war das unser Plan? Hatten wir wirklich vor eine Rolle anzunehmen, die möglicherweise überhaupt nicht zu uns passt?

Manchmal ist es hilfreich, berühmte Perönlichkeiten zu zitieren. Hier zwei Zitate, die es wert sind, vertieft zu werden:

“Der nicht mutig genug ist, Risiken auf sich zu nehmen, wird in seinem Leben nichts erreichen.” /Muhammad Ali/

“Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein, was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.” /Muhammad Ali/

Die Frage ist, ob du bereits weißt, wo du hingehen willst, wer du sein willst. Dann kannst  auch du der einzigartige Mensch sein, der du sein willst. Dann bekommst du das, was du verdient hast. Aber erst, wenn du mutig genug bist, das Risiko ungeschminkter Selbstanalyse und Selbsterkenntnis einzugehen und deine Ziele zu definieren.

Ein Coaching kann dir dabei helfen. Schneller und effektiver als du es dir überhaupt vorstellen kannst.

Am Ende wirst du folgenden Satz sagen:

“Ohne Coaching hätte ich es nie geschafft! Ich bin froh und glücklich, dass ich den Coach gefunden habe, der zu mir passt.”

Merk dir diesen Satz! Denk darüber nach und vergiss es nie! Ohne Coaching kann man Ziele erreichen. Irgendwelche Ziele. Mit Coaching kann man schon bevor man den ersten Schritt macht wissen, ob es sich lohnt, den Mut und die Risiken, den Kampf und den Schmerz auf sich zu nehmen.

Coaching ist die effektivste Möglichkeit, zielgerichtet zu leben und zu arbeiten. Es geht sehr viel schneller, als wenn du alles mögliche ausprobierst um dann zufällig irgendwo anzukommen. Das Leben ist kürzer als du denkst.

 

Liebe machen


Liebe machen

Ich weiß genau was Sie jetzt denken; und Sie haben recht! /Thomas Magnum P.I./

Liebe machen, das klingt überhaupt nicht gut. Das hat so was Verruchtes, ja Unanständiges. Man macht doch keine Liebe! Man liebt zärtlich und romantisch. Aber Liebe machen? Das ist doch was für Tiere. Oder?

“Can’t buy me love!” sangen schon die Beatles und auch das stimmt vermutlich in den allermeisten Fällen; ausser wenn man sich in die Liebesdienerin verliebt und sie aus diesem schrecklichen Zustand befreien möchte. Auch das soll es schon gegeben haben – Jack Lemmon und Shirley McLaine haben es im “Appartement” vorzüglich vorgeführt.

Aber Liebe machen? Wer macht denn sowas? Ja, ich weiß. Viele machen es einfach und es ist ja auch ganz normal. Jeder Mensch braucht diesen Austausch von Körperflüssigkeiten und Hormonen. Aber Liebe ist das noch lange nicht. Ich vermute, dass viele Menschen keine Ahnung haben, was Liebe ist. Traurig! ;-(

Und so war das auch nicht gemeint. Ich werde versuchen es zu erklären. Die große Frage, was Liebe ist und wie sie sich anfühlt und auch die Tatsache, dass die romantische Liebe etwas sehr Flüchtiges sein kann und meistens auch ist, beschäftigt uns ein Leben lang. Aber ich hatte mein HEUREKA! als ich kürzlich mit einem liebevollen “Schön, dass Du da bist!” verwöhnt wurde. Und natürlich tun wir alles, was dazugehört, auch “machen wir Liebe”; und zwar auf die bekannte körperliche Art und Weise. Aber das gehört hier nicht her. Worum es wirklich geht, ist das, was man miteinander erlebt, wie man miteinander umgeht.

Ich habe schon so einige Erlebnisse gehabt, die mir eigentlich zeigen sollten, dass Liebe nicht ewig dauert. Es gibt natürlich auch die romantische Liebe, die niemals vergeht, weil man sich zeitig genug getrennt oder aus den Augen verloren hatte. Auch das ein anderes Thema.

Liebe machen geht anders, als es die Überschrift erwarten lässt. Liebe machen bedeutet, dass man jeden Tag kleine Rituale pflegen sollte. Das hat jetzt wirklich nichts mit BeziehungsArbeit oder so etwas zu tun. Es sind einfach nur kleine Handreichungen und Abläufe, die zu einem achtsamen Miteinander dazugehören.

Ich bereite zum Beispiel jeden Tag den Kaffee zu und mache ein Toastbrot für meine Partnerin. Wenn alles fertig ist, dann serviere ich ihr das mit einem freundlichen Lächeln und der Tag kann beginnen. Jeden Tag, das ist wichtig! Es wird zu einem Ritual. Sie fordert es ein, wenn ich einmal zu spät bin. Und sie erwähnt, dass es ihr fehlt, wenn ich einmal woanders übernachten muss.
Rituale geben Halt im Leben. Kinder wissen Rituale zu schätzen. Ich habe zum Beispiel meiner Tochter als sie noch klein war, jeden Abend etwas vorgelesen. Das war ein wichtiges Ritual.
Dann gibt es noch die vielen kleinen Dinge des Lebens, über die man offen miteinander reden kann und auch muss.


Der Zauber des Anfangs ist nach ein paar Jahren verflogen. Aber wenn man regelmäßig die “Liebe macht”, sie pflegt und hegt und immer wieder neu entdeckt, dann ist es einfach wunderbar. Dann kommen immer mehr kleine Aufmerksamkeiten und Rituale hinzu. Und irgendwann möchte man nicht mehr darauf verzichten, weil es einfach zum Leben dazugehört.

Also Leute! Los geht’s! Liebe machen! Und vergesst auch die wunderbare körperliche Liebe nicht. Ohne das, was jeder unter “Liebe machen!” versteht, geht es überhaupt nicht…..

Sinn und Bedeutung vs. Burnout


Sinn und Bedeutung

“Kann der Mensch seinen Willen zum Sinn in der Lebenspraxis nicht zur Geltung bringen, entstehen bedrückende Sinn- und Wertlosigkeitsgefühle. Die existentielle Frustrierung des Sinnbedürfnisses kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. So spielt in der angewandten Logotherapie und Existenzanalyse das Herausheben der geistigen Dimension eine zentrale Rolle, etwa indem sie dem leidenden Menschen existenzielle Handlungs- und Erlebensfreiräume gegenüber somatischen oder psychischen Erkrankungen aufzuschließen versucht und ihm durch die Differenzierung von (psychophysischem) Symptom und (geistiger) Person einen entscheidenden Teil seiner Selbstbestimmungsfähigkeit und Würde zurückgibt.” /WIKIPEDIA 07.03.2017/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse

 

Ich schreibe es mal in meinen eigenen Worten, um es besser zu verstehen:

Sinn und Wert haben eine hohe Stellung in unserem Leben. Unsere eigene Bedeutung spielt eine extrem große Rolle. Wenn wir unsere eigene Bedeutung und den Sinn unserer Existenz nicht mehr spüren, ist unser Tun sinnlos. Wir brauchen Bedeutung um allem einen Sinn zu geben. Wenn wir das nicht mehr erkennen, dann bekommen wir unsere Kraft nicht auf die Straße und laufen Gefahr, psychisch zu erkranken. Diesen Ansatz habe ich in einem Buch von Steven R. Covey gefunden: “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für den persönlichen und beruflichen Erfolg” Es stimmt. Die Bedeutung unseres Tuns hat direkt mit psychischer Gesundheit oder Burnout zu tun. Wenn wir in einem Job gefangen sind, der uns innerlich nicht ausfüllt, dann werden wir ausbrennen und einbrechen.

Wer von uns hat das noch nicht am eigenen Leib verspürt? Und weil wir gerade an diesem Punkt sind: Wer hat sich an bestimmten Punkten seines Arbeitslebens nicht nach einem Leiter gesehnt, der in der Lage war zu erkennen, was in einem steckt und der einfach nur unterstützen wollte und es auch konnte?

Ich kann mich genau an Ereignisse in meinem früheren Berufsleben erinnern, wo mir genau diese Führungsstärke gefehlt hatte. Entweder ich hatte es mit Erbsenzählern oder Karrieristen zu tun. Nur ganz wenige waren wirklich in der Lage zu führen. Oft waren es nicht einmal gute Manager. Ich kann mich aber auch an Führungskräfte erinnern, die eindeutig gute Leadereigenschaften hatten. Diese Führungspersönlichkeiten waren aber sehr oft in anderen Unternehmen tätig. Natürlich hatten wir auch charismatische Selbstdarsteller und Solokünstler. Aber das ist wieder ein anderes Thema.  

Wenn ich es recht erinnere, war meine stärkste Motivation tatsächlich der Sinn des Ganzen. Ich war für die IT eines mittelständischen Unternehmens verantwortlich und musste mich ständig gegen die Kaufmänner, Contoller und andere Sparfüchse rechtfertigen. Dabei hatten die lange Zeit nicht erkannt, dass wir auf einem viel zu niedrigen Niveau arbeiteten und unsere Kraft in sinnlosen Sparmaßnahmen vergeudeten. Ich erinnere mich an die unseligen Diskussionen über den Preis von Windows und Office-Lizenzen. Das gipfelte in der Entscheidung des Vorstandes endlich ein unternehmensweites eMail-System einzuführen. Im Angesicht der “Koschten” wurde dann sehr viel Aufwand getrieben um die wichtigen Personen zu bestimmen, die durch eine Lotus-Notes Lizenz geadelt werden durften. Ich setzte eine Open Source Lösung für meinen Bereich durch, da wir damals als eigenständige Unternehmen noch Entscheidungen treffen konnten. Das bedeutete: „eMail für alle“, zu einem Bruchteil der Kosten. Aber auch das hatte mir nicht nur Freunde gebracht. Ich weiß es doch. Jahre später kostete mich mein Rebellentum den Job, aber ich hätte es nicht ertragen können, es nicht versucht zu haben.  

Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Meine berufliche Vergangenheit hat mir einen Schatz an Erfahrungen geschenkt. Es ist ein wahrer Steinbruch, den ich immer noch ausbeuten kann. Das gibt der Sache sogar noch im Nachhinein Sinn und Bedeutung.

 

Coaching|Kontrollverlust


Coaching|Kontrollverlust

Es gibt viele Gründe einen Coach aufzusuchen. Ängste, die man unter keinen Umständen öffentlich machen möchte, sind ein sehr wichtiger Grund. Beruflich erfolgreiche Menschen haben verinnerlicht, dass Kontrollverlust starke Ängste und hohes Unbehagen auslösen können. Coaching ist Kontrollverlust pur. Genau das ist ein Grund, der viele daran hindert, sich auf Coaching einzulassen. Manchmal ist es aber sehr hilfreich, Kontrollverlust zu akzeptieren und sich aktiv darauf einzulassen. Dazu gehört vor allem Selbstbewusstsein und Mut.

Wenn Sie das intensive und unangenehme Gefühl von Kontrollverlust erleben und nichts dagegen tun, kann das in depressive Zustände führen und am Ende zu ernsthafter psychischer Erkrankung führen. Das ist ein guter Grund sich mit Kontrollverlust und dem Umgang damit zu beschäftigen. Es handelt sich um ein zentrales Coachingthema.

Eine Vielzahl psychologischer Studien belegt, dass es vielen Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Sie sind in der Regel erfolgreicher und optimistischer, zufriedener und erfreuen sich einer guten psychischen und physischen Gesundheit. Sie erholen sich schneller von schweren Erkrankungen als Menschen, die beim Genesungsprozess auf das Glück vertrauen. Es scheint sich auszuzahlen, auf die eigenen Einflussmöglichkeiten zu bauen und den Kontrollverlust als schlimmsten anzunehmenden Unfall zu betrachten.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Andere Studien untersuchen, wie Menschen mit Verlust und Tod umgehen, wenn sie diese Dinge als Schicksal akzeptieren, das sie nicht beeinflussen können. Wir können Schicksalsschläge offensichtlich besser verkraften, wenn wir erkennen, dass sie sich außerhalb unseres Entscheidungshorizontes abspielen.
In  vielen Dingen des Lebens haben oder hatten wir nie irgendeine Kontrolle. Das ist kein Drama.

Auch hier finden wir Parallelen in der frühkindlichen Entwicklung. Ein Baby oder ein Kleinkind überlebt nur mit einem unendlichen Erleben des Kontrollverlustes und dem Vertrauen auf die helfende Hand der Mutter. Ohne diese Zuneigung, Liebe und Pflege kann kein Kind überleben. Das Kleinkind hat keine Angst vor Kontrollverlust. Kontrollverlust kommt in der Welt des Kindes noch nicht vor. Wenn die Umstände gut sind, zahlt sich dieses Urvertrauen aus. Wenn nicht, dann hat der Mensch sein ganzes Leben lang damit zu kämpfen.

Es ist eine starke Ressource, Kontrollverlust zu akzeptieren und Vertrauen aufzubauen und zu leben.

Gibt es nicht auch Anlässe die geradezu nach Kontrollverlust schreien? Natürlich gibt es derartige Anlässe. Das Vertrauen in einen Lehrer oder Mentor gehört ebenso dazu wie das Vertrauen in einen geliebten Menschen. Kontrollverlust beim Sex ist das höchste Ziel. Ohne diese Art Kontrollverlust bleibt Sex seelenlos, farblos, fad. Wir sollten lernen mit Kontrollverlust umzugehen, anstatt ihn zu bekämpfen.

Wir können machen was wir wollen. Das Leben können wir nicht erhalten. Das entzieht sich unserer Kontrolle. Ärzte können ein Lied davon singen. Sie sind Kontrollfreaks. Soviel ist klar. Aber wenn sich etwas ihrer Kontrolle entzieht, haben sie gelernt zu akzeptieren, was ist. Mediziner und Psychologen sind wahre Meister des akzeptierten Kontrollverlustes. Aber nur da, wo sie tatsächlich keine Kontrolle mehr haben. Ein Mensch wird gesund, oder eben nicht. Oft gibt es sehr positive Prognosen und der Mensch stirbt. In anderen Fällen sehen die Überlebensaussichten extrem schlecht aus und der Mensch überlebt. Wenn sich ein Chirurg darüber zu viele Gedanken macht, wird er Probleme bekommen.

Coaching ist geplanter Kontrollverlust. Der Coach übernimmt den Prozess und der Coachee darf sich fallen lassen. Das ist ein zentrales Thema beim Coaching. Wer Angst vor dem Verlust von Kontrolle hat, sollte ernsthaft über die Ursachen nachdenken.

Hier ein interessanter Artikel über die Art KONTROLLVERLUST, die uns alle beschäftigt: https://www.journal21.ch/kontrollverlust

 

 

Coaching – Ängste überwinden


Coaching – Ängste

Vor ein paar Tagen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem sehr guten Freund. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und wir haben uns extra für ein längeres Gespräch und einem ausgiebigen Spaziergang verabredet. Er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich hatte seine volle Aufmerksamkeit. Es war ein gutes Gespräch. Irgendwann kamen wir an einem Punkt an, den er lieber nicht vertiefen wollte. Ich hatte Informationen über eine uns bekannte Gruppe von Menschen in Form von Dokumenten gelesen. Er blockte ab, als ich es ihm erzählte. “Du, ich möchte davon nichts hören. Das könnte mich durcheinanderbringen und mein Weltbild zerstören.” Er hatte tatsächlich Angst, dass er erkennen könnte, dass alles wofür er bisher gelebt hatte, sich als Fata Morgana herausstellen könnte. Ich dachte darüber nach und schwieg. Es war nicht der richtige Zeitpunkt ihm das Schwimmen beizubringen indem ich den Balken aus dem Wasser nahm. Er brauchte etwas, woran er sich festhalten konnte.
Nichts liegt mir ferner. Es ist auch nicht meine Art, sensationslüstern Weltbilder und andere Kartenhäuser zu zerstören. Im Gegenteil. Es gibt Dinge, die man als Coach unbedingt berücksichtigen sollte. Der Glauben eines Menschen und die dazugehörigen Institutionen gehören dazu. Im Gegenteil, ist es für mich viel interessanter, mehr über die Denkstrukturen meiner Gesprächspartner zu erfahren.
Als 1990 Ostdeutschland plötzlich ohne Mauern mitten in Europa stand, hatten sich Weltbilder in Luft aufgelöst und die Menschen hatten neben Euphorie und Freude vor allem Angst. Es war sehr viel Angst im Spiel und es war verständlich. Man muss es sich nur vor Augen halten, was damals wirtschaftlich passierte. Ostdeutschland durchlief einen wirtschaftlichen Transformationsprozess wie er in Friedenszeiten noch nie in der Geschichte passiert war. Es war ein beinahe kompletter wirtschaftlicher Zusammenbruch innerhalb kürzester Zeit. Die Menschen hatten zurecht Angst vor der Zukunft. Aber nicht nur das. Ihre ganze Biografie wurde indirekt in Frage gestellt. Wirtschaftlich ging es den Menschen im vereinigten Deutschland besser als je zuvor. Viele Menschen, die gerade 50 Jahre alt geworden waren wurden mit Abfindungen und großzügigen Ruhestandsregelungen nach Hause geschickt. Es gab aber auch viele, die sich völlig neu orientieren mussten. Alles in allem war die Wende notwendig und es hätte andere Möglichkeiten gegeben, als durch die Treuhandanstalt realisiert wurde. Wir wissen nicht, ob diese Wege weniger steinig gewesen wären. In vielen Gesprächen mit Menschen, die damals gerade ihre berufliche Karriere begonnen hatten und sich völlig neu umorientieren mussten, habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele die Herausforderungen angenommen und bewältigt haben. Andere konnten ohne ihre eigene Schuld nicht an ihre ursprünglichen Pläne und Vorstellungen anknüpfen. Wieder andere stürzten vom Akademiker in die Bedeutungslosigkeit. Es kam zu einem kompletten Austausch von Eliten, wie es ihn noch nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben hatte. Alle diese Menschen mussten sich blitzschnell auf die neuen Bedingungen umstellen. Es war eine gewaltige Anpassungsleistung, auf die man stolz sein darf.

Viele mussten alles, was sie zu wissen glaubten, über Bord werfen und neu bewerten. Natürlich war “nicht alles schlecht”. War doch diese kleine deutsche Republik unter dem Eindruck des totalitären HitlerRegimes, eines totalen Krieges und dem totalen Zusammenbruch 1945 entstanden. Vielen ehrlichen Menschen erschien das kleiner Deutschland als bessere Alternative. Diesen Irrtum mussten viele teuer bezahlen. Aber hinterher ist man immer klüger.

Heute wissen wir, dass wir in einem Deutschland und einem Europa leben, dass es so noch nie gab. Es ist das beste, was es jemals gab. Aber es muss noch besser werden und offen für Veränderungen.
Ich denke, dass Menschen unter allen äußerlichen Umständen grundlegende Werte und Verhalten an den Tag legen müssen um weiterzukommen. Persönlichkeit ist unter allen Umständen tatsächlich alles, was wir haben. Es ist vollkommen egal, ob man Geld und Besitz verliert. Wenn man eine starke Persönlichkeit entwickeln kann, dann hat man viel mehr als durch Geld erworben werden kann. Angst überwinden und persönlichen Mut und Selbstsicherheit gewinnen gehört zu den wichtigsten Talenten von Menschen, die sich aus der Masse von Ängstlichen hervorheben werden.

Coaching hilft Angst überwinden. Aber wir müssen uns der Angst stellen und sie als das definieren, was sie ist. Eine Vorstellung, eine schlechte Phantasie; eigentlich ein Nichts. Menschen haben Angst vor Dingen, die so unwahrscheinlich sind, dass es sich nicht lohnt einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Was wären wir, wenn wir permanent an Tod, Unfälle, Katastrophen und Terror denken würden? Zugegeben: Wir denken viel zu oft an derartige Dinge. Genau das sollten wir uns abgewöhnen. Angst ist niemals ein guter Berater.
Wir haben das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit. Wenn Zugehörigkeit plötzlich zu einem Problem wird, dann ist es die erste Aufgabe für uns, sehr schnell festzulegen, wer wir sind und wohin wir gehören werden.

Ein Coach nimmt einem Coachee niemals etwas weg ohne eine bessere Alternative vorzulegen. Zuerst die Alternative, dann der Wechsel. Das Alte wird einfach verschwinden. Der Schmerz des Verlustes wird ertragbar oder nicht einmal wahrnehmbar.

Der gute Freund mit dem ich zu tun hatte, war voll von Angst, seinen Glauben zu verlieren. Er hatte sein ganzes Leben in und mit dieser einen Organisation zu tun gehabt. Er hatte fest daran geglaubt, dass es die beste Möglichkeit war, seinen Glauben zu leben und mit anderen zu teilen. Wenn es ihm gelingt zu erkennen, dass es noch höhere Stufen der Identität und Zugehörigkeit gibt, wird er es schaffen sämtliche Zweifel zu überwinden. Er wird dann entscheiden können, ob er das behalten möchte was er hat oder ob es besser ist eine andere Ebene zu betreten. Ein höheres Level, sozusagen. Es ist auch nicht so dass das, was er hat schlecht ist oder negativ. Ganz im Gegenteil. Es hat ihm Halt und Sicherheit gegeben. Das sollte niemals achtlos weggeworfen werden.

Wenn du bis hierher gekommen bist, alles aufmerksam gelesen hast; dann wirst du eine Reise unternommen haben. Es ist eine Reise in deine eigene Vergangenheit, eine Reise in dein Innerstes. Du wirst deine eigenen Ängste und Hoffnungen, deine Identität und Persönlichkeit erkannt haben. Du wirst besser mit Verlustängsten umgehen können und wirst begreifen, dass nichts verlieren wirst, wenn du dich nicht verlierst.

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

MATRIX – is life a simulation?


There are people who watched the chaotic Best Picture announcement at the Academy Awards on Feb. 26 and said to themselves, “Wow. Someone really messed up those envelopes.” And then there are people—smart, thoughtful, non-tinfoil-hat-wearing people—who watched the confusion play out and said to themselves, “Wow. I guess we really are helpless pawns in an…

über A Harvard physicist explains the problem with believing we live in a simulation — Quartz