Vernunft ist die einzige Option – MacCoach


Boris Johnson kennt seinen eigenen Brexit-Plan nicht richtig, ergab ein Interview mit dem blonden Mann, der demnächst in die Downing Street einziehen will. Das ist der Stoff, aus dem Erfolg heute gemacht ist. Nichts wissen, eine große Klappe haben und alles versprechen, egal wie realistisch das ist. Wir kann es sein, dass wir diese Leute damit durchkommen lassen? 
Brexit-Johnson ist nicht keine Ausnahme. Es scheint so, als ob es einen speziellen Zeitgeist gibt, der momentan durch die Geschichte schwebt. Das Trump-Zeitalter nimmt seinen Lauf. China kommt durch die Strafzölle in echte Bedrängnis und es scheint so, als wenn es gar nicht so schlecht ist, eine Pause zu machen, um die Weltwirtschaft neu zu justieren. 

Derzeit brauchen wir eine Pause. Innehalten. Europa muss sich endlich neu erfinden. Macron scheint dabei die besten Visionen zu verfolgen. Die Deutschen benehmen sich momentan unglaublich blöd. Es geht uns gut, glauben viele. Es könnte uns besser gehen, sagen wenige. Niemand hat einen Plan, so scheint es. Boris Johnson ist überall. Heute ist das Zeitalter der Schreihälse, der Brüllaffen. Die Mehrheit schüttelt den Kopf und wendet sich angewidert ab. Aber genau das ist der Plan. Wenn man den lautesten Choleriker einfach machen lässt, dann hat der, mal wieder gewonnen. Vernunft ist nicht laut, aber vielleicht sollte sie lernen laut und unüberhörbar zu werden. Es geht ein unheimlicher Schauer über unseren Rücken, wenn wir den Lauten bei ihrem Tun zusehen und zuhören. “Was für eine unverschämte und gefährliche Dummheit!”, denken wir. Und: “Der wird doch damit nicht durchkommen!” Wir schweigen und lassen sie gewähren. Dann kommt die nächste Ungeheuerlichkeit und wir halten den Atem an. “Der wird doch nicht….?” Doch, er oder sie wird genau das sagen und tun, was gesagt wurde. Schlimmer noch: Wir gewöhnen uns langsam daran, dass die stillen, fleißigen Spezialisten nicht mehr ernst genommen werden und die Dummen die Macht übernehmen. Wir gleiten langsam auf einer schiefer werdenden Ebene aus und werden es am Ende nicht mehr schaffen, die Rutschpartie zu stoppen. Wir werden auf die Nase fallen und uns alle Knochen brechen. Aber auch das wird dann längst zum Konsens gehören. Es musste halt so kommen, wie es gekommen ist. Wir konnten nichts dagegen tun.
Aber wo steht es eigentlich geschrieben, dass sich Vernunft kein Gehör verschaffen darf? 

Neustart – MacCoach


Wer hat Angst vor Neustart?

Wir leben in einer Welt voller Illusionen. Im Privaten. In der Wirtschaft. In der Politik. Es ist ein grundlegender Irrtum, anzunehmen, dass alles so weitergehen wird, wie wir es kannten. Das ist keine Drohung. Es ist eine einfache Tatsache. Es geht niemals so weiter, wie wir es uns wünschen. Überraschung: Das Leben ist bunt und immer neu. Es wäre unglaublich langweilig, wenn wir eine langweilige Endlosschleife erleben müssten, in der es für alle Fragen eine Antwort gibt.

Ich bin ein Freund von Fragen, die in die Zukunft führen. Ich bin kein Skeptiker, sondern ein Optimist. Ich glaube an die Kraft von neuen Ideen und neuen Horizonten.
Alles muss auf den Prüfstand gestellt werden. Für alle aufgedeckten Probleme gibt es Lösungsansätze. Die Menschen wollen kein „Weiter so!“ – „Uns geht es gut!“ oder „….das Land in dem wir gut und gerne leben!“ Menschen fragen nach Perspektiven und nach Wegen, die in die Zukunft und nicht in eine Sackgasse führen.

Wenn Menschen sich aufmachen, ihre alte Heimat verlassen, um woanders neu zu beginnen, dann birgt das eine unglaubliche Kraft in sich. Es ist eine Kraft, die wir in unserer scheinbaren Wohlstandswelt oft vergessen haben.

Es ist tatsächlich eine Scheinwelt, die wir erleben. Von „Wohlstand für alle!“, kann längst keine Rede mehr sein. Es ist ein einziger Selbstbetrug, wenn man es positiv betrachtet. Es ist eine politische Sackgasse, in die wir durch eine falsche Politik getrieben wurden, wenn man es beim Namen nennt. Wohlstand bedeutet nicht, dass wir unser relativ hohes Einkommen ausgeben, um uns eine Wohnung zu mieten, ein Auto zu besitzen und in den Urlaub zu fliegen. Wohlstand bedeutet Eigentum und im idealen Fall passives Einkommen. Wohlstand bedeutet Teilhabe an Bildung und Abschlüsse, die so wertvoll sind, dass wir auch in Zukunft davon profitieren können. Wohlstand bedeutet eine ausgezeichnete Infrastruktur und natürlich eine Lebensqualität, gepaart mit Sicherheit.

Was wir brauchen ist die Perspektive auch für einen beruflichen Spurwechsel, wenn wir erkennen, dass unser eingeschlagener Weg in die falsche Richtung weist.
Professionelle Begleitung, Mentoring, Coaching für alle ist so eine mögliche Perspektive.
Ich habe in meinem Leben schon einmal eine ähnliche Situation erlebt. Ich war ein junger Mann, als ich in den 1980er Jahre realisierte, dass ich in einem grauen Betonblock zwischen Mauern lebte, ein unglaublich verrücktes Land, dass die Vorstellung hatte, aus einem Gefängnis eine international anerkannte Oase zu machen. Das war natürlich eine Illusion, völlig verrückt und absolut abgefahren. Es handelte sich um die Vorstellung von alten Männern, die in den 1930er Jahren sozialisiert wurden und dort steckengeblieben sind.
Es ist eigenartig: Aber ich habe heute wieder so ein Gefühl, dass wir gegen eine Wand fahren und uns vormachen, dass wir im besten Land der Welt leben. Es ist vielleicht kein Wunder, dass wir heute ein ganz ähnliches Massenphänomen wie damals erleben. Jeder spürt, dass etwas völlig schiefläuft und kaum jemand kann es wirklich beim Namen nennen. Das hängt auch damit zusammen, dass die Lösungen für diese Probleme nicht die angenehmsten Ergebnisse versprechen. Aber genau darauf warten die Menschen. Sie sind hungrig nach Aufgaben, die gelöst werden wollen. Es ist ihnen wichtig, Teil der Lösung zu werden und daran mitarbeiten zu dürfen, nicht Teil des Problems.

Es hat viel von Winston Churchill, der seine Landsleute aufrief zu kämpfen und sich gegen die Tyrannei zu stellen, die damals aus Deutschland drohte. Er sprach von „Blut, Schweiß und Tränen“, keine angenehme Geschichte. Es war mutig, das auszusprechen. Hätte sich England damals ergeben, hätte vielleicht eine Minderheit den Tod gefunden. Die meisten hätten sich angepasst und vermutlich oberflächlich betrachtet, ganz gut leben können. Aber wo würde die Welt heute stehen?
Vermutlich wäre Berlin, wie Hiroshima und Nagasaki ein Opfer der Atombombe der Amerikaner geworden. Churchill hat uns im Grunde vor uns selbst gerettet. Und heute stehen wir wieder vor völlig überraschenden und unvorstellbaren Veränderungen.

Wir kennen die Geschichte und wir nehmen an, dass es sich um einen linearen Ablauf handelt, der nicht anders ablaufen kann. Das hängt damit zusammen, dass wir es gewohnt sind, die Geschichte auf eine Zeitlinie zu projizieren und dann annehmen, dass es keine andere Möglichkeit, keine Alternative gibt.
Es gibt viele andere Möglichkeiten und vielleicht werden wir in der Zukunft lernen, nicht nur Klimamodelle und das aktuelle Wetter zu simulieren, sondern auch gesellschaftliche Modelle abzubilden, die uns Antworten auf Fragen geben können, die wir uns heute noch nicht einmal zu stellen wagen.

Es geht um die Fragen, dann erst um Antworten.

Sind wir in der Lage, ohne Vorurteile zuzuhören? Ertragen wir unangenehme Fragen, ohne in eine Angststarre zu fallen? Oder sind wir wie Kaninchen vor einer Schlage, paralysiert und unfähig uns in irgendeine Richtung zu bewegen?
Vielleicht sollten wir uns ganz genau anhören, was die Brexit-Befürworter zu sagen haben. Wir sind so sehr in der Idee verfangen, dass es sich um eine negative Anti-Europa-Bewegung handelt. Aber welches Europa ist denn gemeint? Es sind Fragen, noch längst keine Antworten. Wir brauchen diese Fragen. Vorurteilslos und neutral.
Niemand in der Schweiz würde auf die Idee kommen, der EU beizutreten. Und doch ist die Schweiz ein europäisches Land, in dem viele Dinge ganz anders gehandhabt werden als im Rest der EU.

Wem ist eigentlich noch nicht aufgefallen, dass in Griechenland offensichtlich sehr viele wohlhabende Menschen wohnen, die sich eigene Yachten, Häuser und Eigentum leisten können? Warum habe ich als Deutscher, das eigenartige Gefühl, dass es den Menschen dort besser geht, als man es auf Grund der aktuellen Berichterstattung im Zusammenhang mit der sogenannten Schuldenkrise erwarten würde? Warum konzentrieren wir uns so sehr auch den Sozialstaat, als Lösung für alles? Was ist, wenn dem Sozialstaat das Geld ausgeht, weil die Wirtschaft in eine Schieflage gerät? Das hatten wir schon mal. Das war Sozialismus. Gute Idee, vielleicht. Aber wir brauchen heute bessere Ideen, als das Verteilen von Geldern. Schaffen wir eine Kultur, in der es wichtiger ist, Angeln zu verteilen, als tote Fische. Fangen wir an, bei der Bildung unserer Kinder und Jugendlichen und dem richtigen lebenslangen Lernen aller Leistungsträger. Nutzen wir die Potentiale der Menschen, die arbeiten können. Lassen wir es nicht zu, dass jemand in der Hartz IV Falle steckenbleibt. Das ist kein Wohlstand. Das ist blanke Armut. Und es ist eine absolute Gemeinheit für die Bürger, die dieses Sanktionssystem auch noch bezahlen müssen. So etwas sollten wir uns nicht leisten. Ich will, dass jeder aufgefangen wird, der Hilfe braucht. Ich will aber nicht institutionalisierte Armut mit meinen Steuern unterstützen. Lieber ein Bürgergeld mit dem jeder etwas sinnvolles anfangen kann.

Exit vom Brexit – die beste Variante – MacCoach


EXIT BREXIT – Ein Wirtschaftswunder für das Vereinigte Königreich

Der BREXIT wirft seine dunklen Schatten voraus. Was soll aus dem Vereinigten Königreich werden, wenn es sich endgültig von Europa abgekoppelt hat? Es sind dunkel-konservative Kräfte im Vereinigten Königreich am Werk, die so ihre eigenen Vorstellungen von Macht und Größe des Empires haben. Sie haben den Deutschen noch nie über den Weg getraut und sehen nun eine Europäische Union, die durch ein wirtschaftlich starkes Deutschland quasi dominiert wird. Das können sie nicht akzeptieren.
Der BREXIT geht schief. Ein ungeordneter Austritt aus der EU scheint heute wahrscheinlicher als eine Vertagung oder gar ein neues Referendum oder Neuwahlen mit einer klaren Aussage für oder wider dem Austritt. Warum eigentlich traut sich keine politische Kraft angesichts der Aussichtslosigkeit eines erfolgreichen Austritts das Referendum in Frage zu stellen? Es ist nicht Volkes Wille, wenn eine Abstimmung so knapp ausgegangen ist. Eine Zweidrittelmehrheit sollte schon drin sein. Das ist das Problem von Theresa May: Wenn sie heute offen sagen würde, dass sie erkannt hat, dass es keine andere Möglichkeit gibt als in der EU zu bleiben, dann wäre das ehrlich und wahrhaftig. Ihre Regierung ist sowieso am Ende. Warum die Labor-Partei für den Brexit steht, versteht in Europa sowieso kein Mensch.
Sie verkennen, dass Deutschland sich ihren Partnern zuneigt und sehr klar erkennt, dass Europa nur mit allen Partnern gemeinsam aufgebaut werden kann. Sie erkennen nicht, dass es eine starke Achse Paris-Berlin gibt und dass es viel besser wäre, wenn diese Achse mit London verbunden wäre.
Ein einiges Europa bedeutet einen starken Machtfaktor in der Welt. Ohne Europa wird die Welt eine andere sein. Ohne Großbritannien ist Europa unvollständig. Wir brauchen einander.   
Konservativ bedeutet in diesem Fall Rückschritt auf der ganzen Linie. Doch wohin soll die Reise gehen? Zurück zu den glorreichen Zeiten, in denen die Queen über die halbe Welt regierte?
Wohl kaum. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Aber wie wäre es mit einem europäischen Empire, das gemeinsam mit den anderen Europäern konservativ und modern nach vorne schaut? Wir können eine Menge voneinander lernen. Wenn es heute darum geht ein starkes Europa aufzubauen, dann geht es nicht ohne England, Schottland, Wales und Irland.  
Donald Trump hat es uns allen klar vor Augen geführt, dass Europa wirtschaftlich stark sein mag, aber militärisch keine Rolle spielen kann. Allein das Zusammenführen von französischen, britischen und deutschen Streitkräften klingt nach einem schlechten Witz. Ein Europa der Völker braucht eine einheitliche Verkehrssprache und übergeordnete Institutionen. Europa braucht Führung und Visionen. Europa braucht den offenen Streit der Ideen. Europa braucht keine BREXIT und keinen DEXIT. Europa braucht einander. Liebe Briten: Lasst uns nicht mit den Eurokraten alleine!

Es liegen exakt drei Optionen auf dem Tisch: Ein BREXIT unter den Bedingungen des von May mit der EU ausgehandelten Vertrags. Ein ungeregelter und chaotischer BREXIT. Ein Exit vom BREXIT und ein Neustart in der EU. Der gesunde Menschenverstand eines durchschnittlichen Deutschen sagt ganz klar, dass weder der ungeregelte, noch der May-Brexit einen Sinn macht. Die einzige vernünftige Option ist ein EXIT vom BREXIT.
Ich persönlich bin mir sicher, dass im Falle der Abkehr vom Brexit die Börsen in die Höhe schnellen würden. Das könnte ein neues Wirtschaftswunder geben. Für alle Beteiligten.
Ein weiterer Aufschub ist jedenfalls keine Option. Neuwahlen im UK schon.

Die Abstimmung über den BREXIT war handwerklich stümperhaft gemacht und disqualifiziert die BREXITEERS absolut. Niemand hatte die Konsequenzen auf der Agenda, die daraus folgen würden. Das einzugestehen, einen BREXIT zumindest zu vertagen und offen neu zu diskutieren, wäre das Mindeste.