Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

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Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

Die 7 Rollen des Coach


Die 7 Rollen des Coach

Ein Coach muss in der Lage sein, den Coachingprozess zu führen. Er ist ein Multitalent, der blitzschnell unterschiedliche Rollen annehmen kann. Abhängig von der Situation und vom Prozessschritt ist er väterlicher Freund, Resonanzkörper, Gegenspieler, Spiegel, Assistent, Kumpel, positiver Verstärker, “des Teufels Advokat”, Ratgeber, Katalysator, Projektmanager, Visionär, Stichwortgeber, Seelsorger, Begleiter, Bergführer oder Lehrer und Trainer. Wir sehen also, dass eine Einschränkung auf nur 7 Rollen nicht zielführend zu sein scheint.  

Babak Kaweh hat in seinem COACHING HANDBUCH* die 7 Rollen des Coachs wie folgt zusammengefasst:

7 Rollen eines Coach

  • Regieassistent
  • Ratgeber
  • Mitspieler
  • Resonanzkörper
  • Transformator
  • Reflektor
  • Provokateur

Die Rolle des Regieassistenten ist aus meiner Sicht die herausragende Rolle. Nach dem Erstkontakt wird sozusagen geklärt, ob der FILM ein gutes Drehbuch hat und wie er am besten umzusetzen ist. Zielklärung und Meilensteine in Form von Kapiteln werden abgestimmt. Die Bühnenbilder werden gemalt und die weiteren Figuren benannt und beschrieben. Dann folgt ein genau auf den Coachee abgestimmter Ablauf und es wird immer wieder ganz genau geklärt, ob er sich in seiner (neuen) Rolle wirklich wohlfühlt, oder ob weitere Anpassungen ausprobiert werden müssen. Coaching hat eine Menge mit der Arbeit eines Regisseurs zu tun. Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass es für den klassischen Regisseur im Deutschen Fernsehen immer schwieriger wird, Aufträge zu bekommen. Warum auch immer. Das will ich hier nicht mutmaßen. Aber Regisseure können mit Sicherheit auch die Rollen eines Coach übernehmen, wenn sie gut sind.

Die Rolle als Ratgeber gehört meiner Meinung nach noch weiter nach hinten. Ein Coach agiert eher als aktiver Zuhörer, hier als Resonanzkörper, Reflektor, Transformator.

(*Das COACHING HANDBUCH von BABAK KAWEH ist ein sehr gutes und kompaktes Nachschlagewerk für Coaches)

Schreiben: Bestseller?!


Die WAHRSCHEINLICHKEIT EINEN Bestseller zu landen ist vermutlich kleiner als einen Millionengewinn beim Lotto zu erzielen. Also sollte ich wohl besser Lotto spielen als schreiben. Aber darum geht es nicht. Damit ist geklärt, warum ich schreibe. Es ist enfach nur so eine Art persönlicher Therapie. Es ist die Erfüllung eines Kindheitstraums. Ich wollte schon Schriftsteller werden, als ich ein kleiner Junge war und nicht Feuerwehrmann oder Astronaut. Obwohl mich ferne Welten und exotische Abenteuer immer fasziniert haben. Aber mehr aus einer beobachtenden oder steuernden Perspektive. Darum bin ich wohl auch durch die Möglichkeiten der Virtual Reality fasziniert. Das ist auch der Grund, warum ich als Coach arbeite. Ich habe die Fähigkeit, in die Lebenswelt meiner Klienten zu springen und sie in ihrer Welt zu begleiten. Ich führe beliebige Menschen aus ihrer Welt heraus, wenn sie es mögen, und zwar nicht in meine Welt sondern in die Welt ihrer Wahl.

Vermutlich werde ich nie ein berühmter Schriftsteller. Aber was soll‘s? Ich kann trotzdem schreiben und auf WordPress veröffentlichen. Ich blogge nicht um damit Geld zu verdienen. Vielleicht verdiene ich mir Aufmerksamkeit und gelegentliches Feedback aus überraschenden Richtungen. Ich schreibe sowieso, also kann ich es auch – ohne den Anspruch damit Geld verdienen zu wollen – veröffentlichen.

Dieser Blog beschäftigt sich mit Erlebnissen die ich habe, hatte oder haben könnte. Es geht natürlich niemals um reale Personen. Jedenfalls kompromittiere ich keine realen Personen. Vermutlich werden sich viele meiner Bekannten, Freunde und Feinde, Mandanten, Kollegen, Kunden auf dem Blog wiederfinden. Ich bitte um Vorsicht und Nachsicht. Es geht nie um dich! Bitte glaube mir! Oder akzeptiere es einfach. Mehr ist dazu nicht zu sagen.


Das hier ist kein Tagebuch. Ein Tagebuch schreibe ich natürlich auch noch, nur für mich und ganz privat. Manchmal sende ich Auszüge an ganz besondere Menschen, die mir am Herzen liegen. Hier geht es immer um die Möglichkeit der Interpretation. Ich mache mir durch Schreiben klar, wie etwas zu verstehen ist und wie es weitergehen kann.

Nehmen wir mal Kafka. Ein großer Vergleich. Ich weiß! 😉 Aber dieser Schriftsteller ist ein gutes Beispiel für erstklassige Literatur ohne den Anspruch jemals zu veröffentlichen. Wenn ich das richtig verstanden habe.

Auf der anderen Seite der Skala finden wir heute jede Menge von Bestsellerautoren, die Ghostwriter beschäftigen müssen um Masse zu liefern. Aber auch hier möchte ich auf gar keinen Fall eine negative Meinung aufbauen. Gut gemachte Gebrauchsliteratur, die man mit Heisshunger verschlingen kann ist wunderbar. Wann habe ich das letzte gute Buch in einem Rutsch verschlungen? Das ist eine Weile her. Es ist wie eine tolle Serie oder ein Film im Kino, den jeder sehen will. Was war das letzte Buch, das ich so verschlungen habe? Ich habe mir den SEEWOLF von Jack London auf meinen Kindle geladen und sehr schnell gelesen. In meinem Kopf sind die Bilder der Serie die es zu Beginn der 1970er Jahre im ZDF zu sehen gab. Auch das ein GeheimTipp! Sehenswerte Literaturverfilmung mit Raimund Harmstorf als Wolf Larsen. Jack London und Mark Twain sind meine ständigen Begleiter. Beide hatten ausserordentlichen Erfolg. Auch das ein wichtiger Aspekt: Erfolg ist durchaus erlaubt.

Aber ich muss den Bogen kriegen: Ein Blog ist sicher eine moderne Art zu schreiben und direkt zu veröffentlichen. Mein Blog ist inzwischen ein Steinbruch geworden. Die Leserzahlen schießen in die Höhe und die Anzahl der Artikel geht bereits in Richtung 800. Und am schönsten ist es, wenn es Likes gibt und Feedback. Selbst wenn das Feedback ganz einfach: SCHWACHSINN!, heißt…….

Forever Coach


Am 03.10.2011 habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Heute stehe ich kurz vor dem 400ten Artikel. Inzwischen schreibe ich regelmäßig über meine Erfahrungen, über anonymisierte Fallbeispiele und außerordentliche Herausforderungen. Damals hatte ich bereits eine vage Vorstellung über meine Arbeit als Coach. Schließlich hatte ich ja gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert. Es war mir völlig klar, was ich in Zukunft machen wollte. Ich wollte als Coach arbeiten. Genau das mache ich jetzt. Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass es tatsächlich funktioniert. Aber mein Instinkt und mein Gefühl haben mich noch nie enttäuscht. Ich habe mich damals richtig entschieden. Hier noch einmal einer meiner frühen Artikel, den ich auf MacCoach veröffentlicht habe. Warum MacCoach? Das steht auf meinem ersten Artikel, den jeder im Archiv finden kann. Viel Spaß bei der Suche.  

Einmal Coach, immer Coach (14.07.2012)

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es gut ist Dinge zu wissen und Geheimnisse zu durchdringen. Dieser Mensch hat angefügt, dass es das Größte ist dieses Wissen weitergeben zu können. Das spricht für den Beruf eines Lehrers und für unterstützende Eltern. Ich mag diese Art von Vorbildern. Im Idealfall sind sie genau das, was einen Coach ausmacht. Sie zeigen die Zukunft so, wie sie sein könnte, wenn wir alles richtig machen. Ich persönlich habe in meinem Leben viel über die mögliche Zukunft nachgedacht und es ist eine große Überraschung für mich, dass sie im Grunde genau so geworden ist wie ich sie mir vorgestellt habe. Eigentlich ist es kein Wunder, dass mein Leben so ist, wie ich es mir selbst erträumt habe. Nicht, dass ich keine Probleme hätte, die noch gelöst werden müssen. Aber das ist nicht das Thema. Gibt es eigentlich Menschen, die anderen nichts mitzuteilen haben außer: „Hey! Seht mich an! Bin ich nicht toll?“ Ich weiß nicht. Damit kann ich nicht viel anfangen. Die Menschen die ich treffe sind alle auf ihre Art einzigartig. Aber ich möchte niemand anderes sein. Ich bin zufrieden mit mir. Eigentlich. Wann habe ich zum letzten Mal so richtig lachen können? Wann war ich zuletzt glücklich? Das sind Fragen die sich jeder von uns stellen sollte. Ich bin glücklich in den Armen meiner geliebten Frau. Ich lache tatsächlich wenn sie anruft, wir uns verabreden, beieinander sind. Das macht mich glücklich. Ein eindeutiges Zeichen von Liebe und Glück. Was will ich mehr? Aber warum schreibe ich eigentlich – Einmal Coach, immer Coach? Was hat das mit dem zu tun was ich hier von mir gebe? Ganz einfach. Alles was ich denke und tue hat mit positiver Psychologie zu tun. Es ist wie eine gesunde und natürliche Diät. Keine künstlichen Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wie singt doch Pippie Langstrumpf so schön? „Ich mach mir die Welt, wie….. sie mir gefällt!“ Haben Sie die Melodie?

Otto Scharmer hat den Begriff  „Von der Zukunft her führen“ geprägt. Boris Grundl coacht mit den „Drei Säulen der Führung“ – Wie führe ich mich selbst – Wie lasse ich mich führen? – Wie führe ich andere? Genau in dieser Reihenfolge ist es richtig. Einmal Coach – immer Coach bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann mich wirklich über Menschen aufzuregen, die sich „falsch“ verhalten. Es ist anstrengend mit Leuten umzugehen, die keine gute Kinderstube hatten oder die ihre inneren Probleme nach außen kehren. Es ist gefährlich mit Menschen zu tun zu haben, die fest daran glauben, dass sie alles richtig machen. Der Begriff „Über Leichen gehen“ kommt ja nicht von ungefähr. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht ist es manchmal sogar nötig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ein militärischer Führer muss immer Entscheidungen treffen, die Menschenleben kosten können.
Die Agenda 2010 von Bundeskanzler Schröder hatte ihn, in letzter Konsequenz, das Amt gekostet. Allerdings waren die unpopulären Entscheidungen wichtig für Deutschland und haben sich als das Erfolgsinstrument in der heutigen Krise herausgestellt. Der Mann ist ein Coach! Ganz eindeutig. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Mann eines Tages als ein leuchtendes Vorbild herausstellen könnte. (Umstritten ist heute natürlich seine Freundschaft mit WP – Anmerkung 05.01.2015)
Es kommt immer auf die ganze Story an und nicht auf den populären Mainstream. Boris Grundl hat mal wieder recht mit seinem Kampf gegen die „Diktatur der Gutmenschen“. Gutmenschen sind mir in meinem Leben zur Genüge über den Weg gelaufen. Das waren sehr oft die willigen Diener des einen oder anderen repressiven Systems. Vorsicht! Ich meine nicht nur die untergegangene Deutsche Republik die weder republikanisch noch demokratisch war. Es gibt so viele repressive Systeme um uns herum. Platz genug für Gutmenschen. Wir müssen nur die Augen öffnen um so etwas zu erkennen. Es kommt immer darauf an, den gesunden Menschenverstand einzuschalten und wach zu bleiben. Von allein geht gar nichts. Es kommt immer darauf an seine eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und alles zu tun um sie in der Hand zu behalten. Denken Sie von der Zukunft her! Und zwar positiv!

Und so schließt sich der Kreis. Einmal Coach, immer Coach. Ich denke wie ein Coach, also bin ich einer! So einfach ist das – und so schwierig.

Erst ein Blog, dann ein Buch?


Suchanfrage bei Googe, die auf meinen Blog führte: „Kann man erst einen Blog und dann ein Buch veröffentlichen?“

Gute Frage! Meiner Meinung nach ja! Wenn ich mir heute ansehe, was alles veröffentlicht wird, stellt sich mir die Frage, wer das alles lesen soll? Das wird sich ändern. Ich glaube daran, dass ein guter Blog den Autor bekannt machen kann. Wenn ein Blog oft gelesen wird, dann erkennt man das an der Klickzahl. Wenn die über 1000 pro Tag steigt, dann wird es langsam interessant. Das Beste daran ist die Tatsache, dass ein Blog in der Regel nichts kostet. Da ist dann immer noch das Problem von Plagiaten. Aber auch das kann man sportlich sehen. Wenn man oft zitiert wird, dann ist das zuerst einmal ein Kompliment! Manch ein Autor schreibt jahrelang im stillen Kämmerlein und hat keinerlei Feedback zu erwarten. Wenn er dann sein Werk veröffentlichen will, ist er zuerst abhängig vom Wohlwollen der Verlage. Was sich nicht verkauft, wird nicht unter Vertrag genommen. Aber es geht auch anders. Immer mehr Künstler veröffentlichen ihre Werke auf Youtube und werden zuerst sehr bekannt. Man wird auf sie aufmerksam und dann geht alles sehr schnell. Das kann auch passieren, wenn man einen richtig guten, viel gelesenen, Blog schreibt. Der Vorteil liegt auf der Hand. Ich erhalte sehr viel Feedback. Wenn nichts kommt, dann ist das unausgesprochene Kritik. So sehe ich das jedenfalls. Jeder, der mir etwas zum Lesen gibt und fragt, ob mir das gefällt, kann das auch gleich in einem Blog veröffentlichen. Ich empfehle das sogar! Keine Angst vor Datendieben! Jede Veröffentlichung wird mit einem Zeitstempel versehen. Alles was später kommt, ist ein Plagiat. So einfach ist das. Ein Blog ist die einfachste Möglichkeit etwas zu veröffentlichen. Wir brauchen heute keine Zeitungsredaktion oder einen Verlag mehr um etwas zu veröffentlichen. Das hat zunächst einmal nichts mit Qualität zu tun. Es gibt richtig gute Artikel, die man noch in keiner Zeitung lesen kann. Aber es gibt gute Blogs, die andere Blogs empfehlen. Es ist wie beim Aschenputtel: Die Guten ins Näpfchen und die Schlechten ins Töpfchen. Das sortiert sich alles von ganz allein. Nur die interessierten Leser entscheiden, was ihnen gefällt und was nicht. Toll wäre eine Art Micropaiment: Jeder angeklickte Artikel erhält automatisch einen Cent. Da würde ich sofort mitmachen. Davon könnte ich leben.

Ich bin davon überzeugt, dass man aus einem Blog ein Buch machen kann. Aus meinem Blog hier kann ich gleich mehrere Bücher machen. Wir werden sehen…..

Kleingeister meiden!


„Halten Sie sich fern von denjenigen, die versuchen, Ihren Ehrgeiz herabzusetzen. Kleingeister tun das immer, aber die wirklich Großen geben Ihnen das Gefühl, dass auch Sie selbst groß werden können.“
(Mark Twain)

Español: Fresco en la Capilla Sixtina.

Español: Fresco en la Capilla Sixtina. (Photo credit: Wikipedia)

Ein guter Coach ist alles andere, als ein Kleingeist. Als ich dieses Zitat fand, fielen mir mit einem Schlag all die guten Ratschläge ein, die mich oft nur gebremst und zurückgehalten haben. Kleingeister nennen das vernünftig und genau das ist es nicht. Kennen Sie das Gefühl das sich in einem Gespräch mit Menschen einstellt, die beflügeln und die Phantasie anregen? Haben Sie schon mal erlebt wie es sich anfühlt zu spüren, dass einfach alles möglich ist? Es ist wie in dem Deckengemälde von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Gott berührt Adam mit einem Finger und er erkennt für einen Augenblick alles. Es gibt solche Augenblicke. Ich habe sie schon erlebt. Es sind kurze Blitze, die für einen Augenblick einen kurzen Blick hinter den Vorhang gestatten. Ein Coaching kann genau das sein. Ein richtig guter Coach kann so etwas in uns auslösen. Er ist der Profi. Ihm können wir vertrauen. Es gibt solche Menschen. Allerdings werden sie nicht am Fließband in Coaching Seminaren produziert, sondern durch das Leben und sie sind von dem geprägt, was wir auch Weisheit nennen. Ein Coach ist ein Mensch, der die höchste Entwicklungsstufe des Selbst erreicht hat.
Robert Kegan hat dieses Modell entwickelt:

Entwicklungsstufen des Selbst – Stufe 5 – Die sich selbst Erkennenden

  • Sind sich ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Werte und deren Wirkung bewusst.

  • Definieren sich über Beziehungen mit anderen und mit sich selbst.

  • Ihre Werte sind fließend und bewusst aufsteigend.

  • Gehen Wagnisse ein, indem sie sich für Beziehungen öffnen.

  • Haben kein Kontrollbedürfnis.

  • Sind keinem besonderen Aspekt ihrer selbst verhaftet; geben sich dem Fluss des Lebens optimistisch hin.

  • Sind in der Lage, vielfältige Blickwinkel zu unterschiedlichen Sichtweisen einzunehmen.

  • Spielen ein unendliches Spiel, dessen Sinn darin besteht, weiterzuspielen.

Mark Twain hat, wie so oft Recht. Halten wir uns fern von den Menschen, die uns im Grunde nicht kennen und klein halten wollen. Suchen wir die Nähe von den Menschen, die unsere Ressourcen in uns wecken und freisetzen. Manchmal genügt ein Seminar, ein gutes Buch oder der Mitschnitt einer Veranstaltung mit solchen Menschen. Wir alle haben unsere besonderen Potentiale. Lassen wir uns niemals einreden, dass Ehrgeiz und große Ziele etwas Schlechtes sind. Das stimmt nicht. Fliehen wir vor Menschen, die uns ständig sagen, dass wir zufrieden sein können mit dem Erreichten.
„Tom Sawyer“, so sagt jemand über den Helden von ‚The Adventures of Tom Sawyer and Huckleberry Finn‘, „wird einmal ein ganz großer Mann werden. Er könnte sogar Präsident der Vereinigten Staaten werden, wenn er nicht vorher gehängt wird. „

Das Spiel ist erst zu Ende, denn wir aufhören es zu spielen. Es macht Sinn, es immer weiterzuspielen.