Klimawandel: läuft – MacCoach


Umwelt – Klimakatastrophe – Es ist längst zu spät

Jonathan Franzen, ein sehr geschätzter Schriftsteller aus den USA, spricht aus, was wir alle bereits wissen: Es ist zu spät, die Klimakatastrophe aufzuhalten. Das hätten wir vor 30 Jahren erledigen müssen. Aber wir sind ja nicht mal in der Lage heute, angesichts der realen gravierenden Erderwärmung, irgendetwas richtig anzupacken. Die FridayForFuture-Kids haben es gut. Sie haben eine Illusion, dass wir alle es schaffen können, wenn wir nur beherzt anpacken würden. 

Was wird passieren? Es wird erheblich wärmer werden und extreme Wetterlagen, Orkane, Hurricans, Tornados werden zunehmen. Überschwemmungen werden uns immer wieder heimsuchen. Es wird Orte treffen, die noch nie eine ernsthafte Überschwemmung, geschweige denn ein verheerendes Hochwasser, erlebt haben. Die Dürre wird uns belasten. Das Grundwasser wird zu einem seltenen Gut werden. Wie werden wir leben, wenn das Trinkwasser knapp wird? Mir fällt nur ein: Wüstenplanet. Wie fasziniert war ich im Death Valley von der wunderschönen Landschaft. Wüste hat auch seine schönen und faszinierenden Seiten. Wenn man genügend Wasser dabei hat, ist das alles kein Problem. Das Einzige, was mich im Death Valley gewundert hat, waren die dünnwandigen Häuser und die Fenster, die nur aus einer Scheibe bestanden. Die konnte man schieben, um sie zu öffnen und währenddessen, lief die Klimaanlage auf Hochtouren. Ich hatte damals nicht eine einzige Solaranlage oder ein Windrad dort gesehen. Der Strom kam wahrscheinlich aus einem Atomkraftwerk oder vom Hoover-Damm.
Also Wüstenplanet auf modern. Häuser, die alle einen kühlen Keller und eine gute Dämmung haben. Vertikalrotoren für Windenergie und natürlich auf jedem Dach und auf allen freien Flächen, Wänden und Zäunen Solarkollektoren, die nicht unbedingt so aussehen müssen, wie sie heute aussehen. Wir werden Strom produzieren und speichern und wir könnten Wasserstoff selbst produzieren. Vielleicht brauchen wir das für unsere eBikes, eRoller und eCars. Wer weiß? Aber vermutlich wäre es eine tolle Sache, wenn wir das mit dem Strom und dem Wasserstoff hinbekommen würden. Bis 2050 sollte das zu schaffen sein. Und ja: Wir haben keine andere Wahl. Es wird auf jeden Fall nicht mehr so weitergehen, wie wir es bis jetzt als normal empfunden haben. Natürlich haben wir das Internet und alle positiven Wirkungen, die damit verbunden sind. Bildung und Ausbildung für alle ist erreichbar. Lebenslanges Lernen wird Standard. Vielleicht bauen wir in der Zukunft anders, modularer, legohafter. Bauhaus 2020. Was die Weltwirtschaft betrifft, so befinden wir uns mitten in einem eigenartigen Wirtschaftskrieg, der durch Donald Trump offiziell geworden ist. Per Twitter macht man so etwas heute. Der letzte Versuch, den Durchmarsch des chinesischen Superkommunismus zu stoppen. Von Kommunismus in der Form, wie es sich der alte Marx vielleicht vorgestellt hatte, ist ohnehin nicht mehr viel übrig geblieben. Vermutlich sind wir hier in Deutschland dichter dran am Kommunismus, als wir es uns jemals vorgestellt hatten. Sozialismus. Nationalsozialismus. 1984. Alles ist denkbar, solange wir die Dinge nicht beim Namen nennen. Ein konservativer Denker ist noch lange kein Rechter. Ein LINKER mit einem Molotow-Cocktail in der Hand ist mindestens genauso gefährlich und inakzeptabel, wie ein Rassist oder Faschist. Gewalt, um einer Sache willen, ist einfach nur falsch.
Aber Gedanken sind und bleiben frei. Wie müssen uns die Freiheit bewahren, frei zu denken und zu sprechen. Mit Gedankenverboten kommen wir auch nicht weiter. Kommunismus ist übrigens eine Gesellschaft in der jeder nach seinen Bedürfnissen leben und nach seinen Fähigkeiten arbeiten, forschen und wirken kann. Wenn das ohne eine krasse Diktatur funktioniert, dann ist es kein Schreckgespenst. 
Also Wüstenplanet. Schön wird das nicht. Schauen wir nach Kalifornien oder nach Spanien. Trockene Landschaften und Probleme bei der Wasserversorgung. Wir haben Glück, dass wir technologisch schon so weit sind, wie wir es sind. Aber wie wird die Zukunft sein, wenn wir durch Automatisierung, Roboter und KI (künstliche Intelligenz) unsere heutigen Jobs verlieren? Es ist kein Untergangsszenario, wenn ich daran denke, dass Roboter und die Arbeit abnehmen und KI die Buchhaltung übernimmt. Wir haben genug zu tun, um die Gesellschaft weiter zu bringen. Was wir nicht gebrauchen können ist eine Bevölkerungsschicht, die den ganzen Tag verblödet und keinen Sinn mehr im Leben sieht, als irgendwann mal reich zu werden, oder so etwas. Unser Reichtum werden die klugen Menschen um uns herum sein, mit denen wir interagieren werden. Ich meine gesunde, kluge Menschen, die gelernt haben wie “glücklich sein” funktioniert. Nicht immer die ewige Jammerei über das Wetter und die Katastrophen, die uns unsere Altvorderen eingebrockt haben. Glücklicherweise können wir mit dem Wissen von heute, und erst recht dem Wissen von morgen und übermorgen, dafür sorgen, dass wir auch diesen Klimawandel irgendwie in den Griff bekommen. Es brennt im Raumschiff Erde und wir müssen lernen, das Feuer zu löschen. Einen anderen Planeten haben wird nicht. Also müssen wir die “Sahara” in Deutschland, bewohnbar machen. Genügend Sand und Sonne sind ja schon da.
Was Franzen ausspricht, ist wahr. Wir wissen es längst. Es ist eine einzige Katastrophe, und wir sind nicht in der Lage, den Tatsachen in die Augen zu schauen und endlich etwas zu tun. Was macht uns nur so blind und antriebslos? Glaubt irgendwer immer noch, dass es ihn nicht treffen wird? Wir schieben jedes Problem ängstlich vor uns her und warten tapfer auf die nächste Katastrophe.
     

Vernunft ist die einzige Option – MacCoach


Boris Johnson kennt seinen eigenen Brexit-Plan nicht richtig, ergab ein Interview mit dem blonden Mann, der demnächst in die Downing Street einziehen will. Das ist der Stoff, aus dem Erfolg heute gemacht ist. Nichts wissen, eine große Klappe haben und alles versprechen, egal wie realistisch das ist. Wir kann es sein, dass wir diese Leute damit durchkommen lassen? 
Brexit-Johnson ist nicht keine Ausnahme. Es scheint so, als ob es einen speziellen Zeitgeist gibt, der momentan durch die Geschichte schwebt. Das Trump-Zeitalter nimmt seinen Lauf. China kommt durch die Strafzölle in echte Bedrängnis und es scheint so, als wenn es gar nicht so schlecht ist, eine Pause zu machen, um die Weltwirtschaft neu zu justieren. 

Derzeit brauchen wir eine Pause. Innehalten. Europa muss sich endlich neu erfinden. Macron scheint dabei die besten Visionen zu verfolgen. Die Deutschen benehmen sich momentan unglaublich blöd. Es geht uns gut, glauben viele. Es könnte uns besser gehen, sagen wenige. Niemand hat einen Plan, so scheint es. Boris Johnson ist überall. Heute ist das Zeitalter der Schreihälse, der Brüllaffen. Die Mehrheit schüttelt den Kopf und wendet sich angewidert ab. Aber genau das ist der Plan. Wenn man den lautesten Choleriker einfach machen lässt, dann hat der, mal wieder gewonnen. Vernunft ist nicht laut, aber vielleicht sollte sie lernen laut und unüberhörbar zu werden. Es geht ein unheimlicher Schauer über unseren Rücken, wenn wir den Lauten bei ihrem Tun zusehen und zuhören. “Was für eine unverschämte und gefährliche Dummheit!”, denken wir. Und: “Der wird doch damit nicht durchkommen!” Wir schweigen und lassen sie gewähren. Dann kommt die nächste Ungeheuerlichkeit und wir halten den Atem an. “Der wird doch nicht….?” Doch, er oder sie wird genau das sagen und tun, was gesagt wurde. Schlimmer noch: Wir gewöhnen uns langsam daran, dass die stillen, fleißigen Spezialisten nicht mehr ernst genommen werden und die Dummen die Macht übernehmen. Wir gleiten langsam auf einer schiefer werdenden Ebene aus und werden es am Ende nicht mehr schaffen, die Rutschpartie zu stoppen. Wir werden auf die Nase fallen und uns alle Knochen brechen. Aber auch das wird dann längst zum Konsens gehören. Es musste halt so kommen, wie es gekommen ist. Wir konnten nichts dagegen tun.
Aber wo steht es eigentlich geschrieben, dass sich Vernunft kein Gehör verschaffen darf? 

Managerdarsteller – MacCoach


Manager als Schauspieler

Es gibt Manager, die für eine Sache brennen. Und es gibt Manager, die Manager darstellen, die für eine Sache brennen. Narzissten und Choleriker brennen meistens tatsächlich und ehrlich für eine Sache und sie verhalten sich genau so, wie es von ihnen erwartet wird. Sie sind ungeduldig und laut, ungerecht und unberechenbar. Sie können richtig ausflippen, wenn es nicht so läuft wie sie es sich vorstellen.
Sie können es einfach nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die tatsächlich ernsthaft ihre Arbeit machen und denen Fehler passieren. Choleriker flippen aus und toben herum.
Aber sie kriegen sich auch wieder ein und vergessen ihre Wut. Sie erden sich und sind dann in der Lage kühl und gelassen die Situation zu analysieren und Dinge zu lösen. Steve Jobs war so ein Manager, der für seine Sache gebrannt hat.

Es gibt aber auch Manager, die längst nicht mehr für eine Sache brennen. Sie sind verbrannt. Und sie wissen das auch. Das sind die Schauspieler.
Die Schauspieler unter den Managern adaptieren das Verhalten ihrer cholerischen Vorbilder und sorgen dafür, dass man ihnen nicht auf die Schliche kommt. Diese Menschen haben sehr viel Angst.
Sie haben Angst abzustürzen und sie tun wirklich alles um andere verantwortlich zu machen.
Solche Manager wollen alles wissen und alles entscheiden. Sie regen sich über jeden Fehler und jede Kleinigkeit auf und sie bauen Drohkulissen auf. Diese Leute haben Angst vor Entscheidungen. Sie wollen alles entscheiden und sie entscheiden nichts. Sie fordern ihre Mitarbeiter auf, Dinge auszuarbeiten obwohl genau diese Mitarbeiter überhaupt keine Zeit haben eine zusätzliche Aufgabe anzunehmen, geschweige denn zu erfüllen. Wenn sie den Fehler machen eine neue Aufgabe anzunehmen, obwohl sie es nicht einmal schaffen, das Tagesgeschäft zu erledigen, dann kann der Managerdarsteller sicher sein, dass keine Gefahr droht. Das Problem wird nicht gelöst und er ist nicht Schuld daran. Die anderen sind Schuld. So einfach kann das Leben sein. Das ist alles was er will.  
Es ist eine Abwärtsspirale. Es geht nicht mehr voran.
Ich wende mich hier nicht an die zahlreichen Opfer dieser Managerdarsteller, sondern direkt an die Zielgruppe.

Du weisst genau, wen ich meine, wenn du bis hierher aufmerksam gelesen hast. Es kann aber auch sein, dass du gar nicht so weit gekommen bist. Du bist wütend und du hast jedes Recht dazu. Du bist angegriffen und du fühlst dich auf den Fuss getreten. Ich habe es doch tatsächlich mal wieder geschafft, einen Nerv zu treffen. Es ist kein Fettnapf. Ich weiß genau wo ich hintreten muss um einen Schalter umzulegen. Oft verzichte ich ganz bewusst darauf um mehr Informationen zu sammeln. Ich beobachte und bleibe umso ruhiger. Es ist interessant das Muster zu erkennen und zu beobachten, wie dein Spiel abläuft. Dein Spiel ist langweilig eintönig geworden. Du hast schon lange keine neuen, originellen Einfälle mehr. Es hat sich verbraucht. Es macht keinen Spaß so etwas zu sehen. Das Spiel ist beinahe zu Ende. Und du weisst das auch, wenn du ganz ehrlich bist. Du hast genug damit zu tun, allen anderen vorzuspielen, wie anstrengend dein Job ist und was du alles zu tun hast. Du bist immer auf dem Sprung und du machst – nichts. Du weißt das und ich werde dich nicht verraten. Es bleibt unter uns, wie alles was hier gesagt wird.
Merkst Du, dass Du keines Deiner Probleme jemals lösen wirst? Du steckst fest und kommst nicht weiter. Weder hier in diesem Unternehmen, noch in einem anderen. Die Wahrheit ist, dass du dich längst derartig eingeschränkt hast, dass deine Werkzeugkiste auf einen einzigen alten Hammer geschrumpft ist. Du kannst nicht mehr bohren und schrauben und sägen. Du kannst nicht mehr zeichnen und planen. Du kannst nur den dummen alten Hammer schwingen und draufhauen. Etwas anderes kannst du nicht mehr. Du hast es verlernt. Es ist wirklich traurig.  
Du hast es selbst verbockt. Und du hast vor allem eine unglaubliche Angst vor allem, was du nicht kontrollieren kannst. Es sind dich richtig guten Mitarbeiter, die du nicht kontrollieren kannst. Die brauchen Freiheit um richtig gut zu funktionieren. Einen Kontrollfreak brauchen die nicht.  Du hast Angst vor den Dingen die du nicht beeinflussen kannst. Es sind deine Vorgesetzten und Chefs, die dich nur benutzen und jederzeit fallen lassen können.
Der Erfolg bleibt aus und immer mehr Mitarbeiter lassen sich nicht mehr einschüchtern von deinem alten Hammer. Sie wissen längst, dass du nicht zuschlagen kannst, weil du es nicht darfst und sie gehen einfach weg. Du hast kein Recht für das, was du tust und alle wissen das. Du kannst toben und schreien und alte Geschichten erzählen. Aber es nützt nichts. Die Situation ist dir längst entglitten.
Die Situation ist verfahren, so scheint es. Aber es gibt immer einen Weg.
Du hast jetzt die Wahl eine Entscheidung zu treffen. Du weisst genau was für eine Entscheidung das ist.
Ich kann und werde dir nicht dabei helfen. Es gibt zuviele solcher verlorenen Typen wie dich. Du hast selbst dafür gesorgt, dass es so weit gekommen ist. Es ist ein langer Weg von da wo du jetzt bist, auf eine Ebene, die ich als normal betrachten würde. Du musst den Weg nach oben finden. Du glaubst nur, dass du oben bist. Du bist in Wahrheit ganz unten, egal wieviel Geld man dir gibt oder du dir nimmst.
Du bist noch nicht soweit, zu einem Coach zu gehen und ein anständiges Ziel in Angriff zu nehmen. Du steckst in einer pathologischen Situation fest. Es ist genau wie bei einem Abhängigen, einem Alkoholiker oder einem Drogenjunkie. Du brauchst den Kick. Du kannst nicht ohne ihn leben. Erst wenn du ganz unten angekommen bist, dann gibt es eine Chance umzukehren. Es ist noch lange nicht soweit.
Ich bin nicht interessiert, mir dieses Elend noch länger anzusehen. Ich werde dieses Coaching einfach ablehnen. ENDE  

Es gibt viel  zu viele Manager, die wenig oder keine Qualifikation für den Job haben. Die meisten dieser Leute glauben nur an Druck und Kontrolle. Sie glauben sich im Besitz von absoluter Wahrheit. Auf lange Sicht werden sie nicht erfolgreich sein.
Moderne Unternehmen funktionieren völlig anders. Aber das hat sich immer noch nicht herumgesprochen.

Arschloch Coach – MacCoach


Arschloch-Coach

Wussten Sie schon, dass Sie ein Arschloch sind? Das kann jedem mal passieren. Das ist nicht schlimm. Willkommen im Club! Ich selbst habe gerade über fünf Ecken erfahren, dass ich ein Arschloch bin; Und zwar ein Blender und Selbstdarsteller. Puh! Ich musste mich schütteln. Ich: ein Blender und Selbstdarsteller! Wow! Das ist ein harter Tobak für mich. Und auch wieder nicht: Denn sehen wir es einmal so: Wer mich so sieht und so bezeichnet, der hat eindeutig ein Problem mit mir. Ich blende also offenbar erfolgreich. Was auch immer das heissen mag. Es bedeutet: ich stelle mich erfolgreich selbst dar. Im Grunde steckt ein unglaubliches Kompliment hinter diesem böse gemeinten Angriff! Und es steckt natürlich eine gestörte Beziehung dahinter. Jemand, mit dem ich einmal sehr eng zusammengearbeitet habe, ist enttäuscht von mir und dass muss natürlich zum Ausdruck gebracht werden. Warum bin ich ein Blender? Weil es Menschen gibt, die etwas von mir halten. Ich bin ihnen nicht egal und sie reden gut von mir. Das ist doch gut so. Und weil es Menschen gibt, die das nicht verstehen können. Und dann gibt es Menschen, die das partout nicht verstehen wollen. Nach dem Motto: Was hat der, was ich nicht habe?
Die junge Frau, die mich in ihrer Enttäuschung einen Blender nennt, tut das, weil ich mich nicht mehr in ihr kleines Weltbild einpassen lasse. Eine andere Frau wird mich als einen interessanten Mann beschreiben, der sehr viel Potential hat. Ich bin irgendwann einmal aus meinem kleinen Leben in ein anderes Leben katapultiert worden. Ich hatte damals viel zu viel Angst, etwas anderes zu versuchen. Ich war damals alles andere als jemand, den man einen Blender und Selbstdarsteller nennen würde. Vielleicht hat man mich damals einen bescheidenen Verlierer genannt. Sympathisch, aber dumm genug um keinen Neid zu erwecken. Unwichtig und vielleicht ein wenig zu bemitleiden.
Also ehrlich: Das würde mich heute stören. Dann lieber ein Mensch, den man als Arschloch bezeichnet und von dem man dann beeindruckt ist, wenn man ihn tatsächlich kennenlernt.
Für mich ist ein Blender jemand, der mehr zu sein scheint, als er ist. Also jemand, der ständig auf den Putz haut und sich permanent in den Mittelpunkt stellen muss

Das ist die negative Definition. Aber er kann auch ein heller Scheinwerfer sein. Jemand, der sein Licht nicht unter den Scheffel stellt, wie es schon in der Bibel heißt. Hey Leute: Ich bin nicht Trump! Ist das klar?
Ich bin ein Coach, also jemand der auch mit Leuten sprechen kann, die von anderen als Arschlöcher wahrgenommen werden. Ich mag das. Die meisten von uns haben schwache Seiten, die durch Coaching verbessert werden können. Vielmehr, die sie durch Coaching selbst verbessern können.
Es stimmt tatsächlich: Es gibt nicht-kommunikative und gefühls-verarmte Menschen, die viel Geld, Macht und Einfluss haben. Wenn sie gelassen und ruhig sind und dazu noch ein vornehmes Understatement pflegen, gelten sie als sympathisch. Wenn sie laut und schrill Menschen beleidigen und herum toben wie wilde Stiere, dann kann ich sie auch nicht leiden. Das sind Menschen, die einfach keine Klasse und keinen Stil haben. Gelassenheit und Zurückhaltung gehören für mich zu einem erstklassigen Manager dazu. Es ist mir auch völlig egal, wenn einige der Ansicht sind, dass sie für ihre Sache brennen und laut werden müssen um die Leute wachzurütteln; Oder was auch immer sie da erzählen. Elefanten im Porzellanladen haben im Geschäft nichts zu suchen; auch wenn Don.T. gerade eine ganz andere Botschaft verbreitet.  

Einige Manager werden von ihren Vorgesetzten zum Coaching geschickt. Dahinter steckt immer der Wunsch diese Manager zu besseren Managern zu machen. Das ist meinen Coachees oft überhaupt nicht bewusst. Einige fühlen sich geehrt, weil sie endlich einen Coach bekommen. Andere sind verwirrt, weil sie offensichtlich nicht gut genug für den Job sind. Ein erfahrener und medizinisch guter Assistenzarzt wurde von seiner Oberärztin zum Coaching geschickt. Der Mann war fachlich so gut, dass er ohne Probleme hätte arbeite können, wenn er nicht so ein arroganter und unangenehmer Mann gewesen wäre. Ihm fehlten grundsätzliche Fähigkeiten der Menschenführung, weil er völlig falsch gepolt war.
Wir kennen das: Sie sind gut und ihre Umwelt kann ihnen nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Eltern von hochbegabten Kindern können ein Lied davon singen. Diese begabten Menschen sind unruhig, unzufrieden, haben wenig Empathie. Sie können ihre Fähigkeiten nicht auf die Straße bringen und sie sind nicht bereit die Straßenverkehrsregeln einzuhalten. Sie sind Raser, Linksfahrer und sie fahren gerne bei Rot. Und sie denken sich nichts dabei. Leute, die Regeln befolgen sind ihnen suspekt.

Diese Menschen haben immer ein Problem mit anderen Menschen. Sie sind nicht einmal in der Lage, sich selbst effektiv zu führen. Aber sie glauben selbstverständlich an ihre ausserordentlichen Fähigkeiten. Das Konfliktpotential gleicht einer schweren Bombe. So etwas kann kein Unternehmen lange durchhalten.

Verstehen wir uns nicht falsch. Ich optiere hier nicht für einen weichen Führungsstil. Im Gegenteil. Ich spreche hier ganz bewusst die selbstbewussten Macher an, die tatsächlich effektiv führen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie regelmäßig begleitet und unterstützt werden sollten. Wer glaubt, alles im Griff zu haben und alles alleine zu schaffen, wird irgendwann stolpern und stürzen. Gutes Management braucht Coaching. Kein Spitzenteam auf der Welt kann es sich leisten ohne einen Coach zu agieren. Und es hängt nicht von eingebildeten Fähigkeiten ab, sondern von nachweisbaren realen Eigenschaften.

Es genügt keinesfalls, einfach nur zu glauben, gut zu sein. Management heisst es jeden Tag zu beweisen. Feedback ist die Grundlage. Von abhängigen Mitarbeitern dürfen Sie niemals ehrliches Feedback erwarten. Das ist ein typischer Fehler, den unerfahrene Manager oft machen. Das Schlimme an der Sache ist, dass sich dieser Fehler verfestigt und zu einer grundlegenden Überzeugung wird, die sich nicht mehr verändern lässt. Ich nenne das, das gefährliche Speichelleckersyndrom. Und der Hammer ist: wir alle kennen das und verachten es zutiefst.

Aber viele sind nicht in der Lage sich aus diesem Teufelskreis zu befreien.

Ein Test: Wie gehen Sie mit einem ironischen Mitarbeiter um? Wie fühlen Sie sich, wenn ein Untergebener es wagt Ihnen zu widersprechen? Ganz ehrlich! Sie können den Kerl nicht leiden. Stimmt’s? Glauben Sie mir: es wird Zeit für eine psychologische Beratung, ein Führungskräftetraining, ein Coaching.

Womit wir wieder beim Thema sind.

Industriephilosophie – MacCoach


Industriephilosoph in Zeiten der Digitalisierung

Ein Industriephilosoph ist ein ähnlicher Anachronismus wie der Begriff Arbeiterklasse. Industrie im klassischen Sinne kann man längst nicht mehr von Entwicklungen wie Digitalisierung, Forschung, Lehre trennen. Die klassische Industrie gibt es so nicht mehr. Alles durchdringt und überschneidet sich. Medizin, IT, Künstliche Intelligenz, Virtuelle Realität, Militär, Spionage, Verwaltung. Alles. Ein Arbeiter ist heute entweder ein hochspezialisierter Techniker mit multiplen Fähigkeiten oder ein Mensch mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Das passt nicht zusammen.

Philosophen denken über die Gesellschaft, den Sinn des Daseins, über Realität und Wahrnehmung nach. Industrie funktionierte noch nie nach einem demokratischen Prinzip. Selbst wenn man von flachen Strukturen spricht, steht am Ende immer ein Entscheider an dem man nicht vorbei-entscheiden darf. Banken sind nicht demokratisch und Verwaltungen sind es auch nicht. Die Vorstellung, dass sich Manager wie Politiker die Gefolgschaft ihrer Untergebenen irgendwie demokratisch verdienen müssten ist so romantisch wie falsch. Ich rede hier nicht von der Tatsache, dass ein Leader Eigenschaften aufweisen sollte, die es seinen Mitarbeitern erleichtern ihm oder ihr zu folgen. Das wirkt sich zweifellos positiv auf die Zusammenarbeit aus. Demokratisch ist das aber nicht. Industrie funktioniert im Grunde genau wie eine mittelalterliche Gesellschaft. Es gibt einen König, den Chef, der wiederum dem Kaiser und dem Papst untersteht. Das sind dann Besitzer und Shareholder. Es gibt Ritter und Verwalter. Es gibt Handwerker und abhängige Bauern, die ihre Abgaben machen müssen. Es gibt den Lehnsherren und seine Vasallen, die ihm treu ergeben sind. Klassische Industrie und große Teile der Gesellschaft funktionieren noch immer genau so. Die Politik in den westlichen Ländern funktioniert nach dem demokratischen Prinzip der Gewaltenteilung, nach dem Vorbild der amerikanischen Verfassung. In allen Gesellschaften steckt römisches Recht. Die Macht hat immer noch der Stärkere; und sei es der mit dem meisten Geld. Damit kann Realität erschaffen werden, nach dem Prinzip des Seins, das Bewusstsein schafft.
Die Macht hat der, dem die Mehrheit folgt. Digitalisierung und der unaufhaltsame Daten-Tsunami sind wieder eine völlig andere Dimension der Entwicklung. Niemand weiß heute wo die Entwicklung hinführen wird. Klar ist nur, dass es immer komplexer und unübersichtlicher wird. In China scheint so etwas wie Kommunismus zu funktionieren, während in Russland immer noch die Gene der Sowjetunion in den Köpfen der Menschen steckt, inklusive der kommunistischen Vorstellungen, wie Kapitalismus funktioniert. Populisten in vielen Ländern erobern die Herzen der Menschen, deren Köpfe wissen, dass auch sie keine Lösungen bringen werden.
Industrie ist nur eine Seite eines mehrflächigen Körpers. Industrie ist die Klammer die fast überall gleich funktioniert. Selbst in China erleben wir einen industriellen Boom, weil dort Planwirtschaft genauso funktioniert, wie sich es Walter Ulbricht für die DDR gewünscht hätte. Überholen ohne einzuholen auf chinesisch, sozusagen.
Was die Demokratie in den entwickelten demokratischen Staaten betrifft, so ist sie ein zartes Pflänzchen, das sorgfältig gepflegt und gehegt werden muss. Die meisten Menschen würden auf Demokratie verzichten, wenn es ihnen besser gehen würde; und sie keine Angst vor der Zukunft haben müssten. Zugehörigkeit und Identität spielen eine große Rolle im Leben eines Menschen.
Die Digitalisierung ist wie ein Tsunami, der nicht aufgehalten werden kann. Die Zukunft wird ganz anders aussehen, als wir uns das auch nur vorstellen können. Erste Beschreibungen und der Begriff des Digitalen Feudalismus sind bereits aufgetaucht.
Die Zukunft sieht immer ganz anders aus, als es sich die Zeitgenossen aus ihrer Perspektive heraus vorstellen können. Die Menschen konnten sich 1945 nicht ansatzweise vorstellen, das dieses kaputte Deutschland jemals wieder aufgebaut werden würde. Sie konnten nicht ahnen, dass es in Westdeutschland ein unglaubliches Wirtschaftswunder geben würde. Die Menschen der 1980er Jahre konnten sich nicht vorstellen, dass die Mauer einmal fallen würde. An eine Wiedervereinigung glaubte niemand. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus glaubte man an das Ende der Geschichte. Aber Geschichte ist auch immer Industriegeschichte. Faustkeil, Rad, gebrannte Ziegel, Bronzewerkzeuge, Eisen, Stahl, Beton, Dampfmaschine, Kommunikationstechnologie, Telefon und Netzwerke spielen eine entscheidende Rolle. Und dann gibt es natürlich das Militär, dass alle diese technologischen Möglichkeiten für sich beansprucht und perfektioniert um pure Macht zu konzentrieren. Und dann gibt es diesen alarmierenden Satz, der durch die Medien ging: Putin weiß, was Google weiß……
Wir leben immer noch in einem römischen Zeitalter. Es hat sich nicht viel geändert; außer den technologischen Möglichkeiten. Daher ist Industriephilosophie eine interessante Betrachtungsweise.     

The T-Show – Learn From The Worst – MacCoach


Es ist beunruhigend, wie sich alles ballt und immer komplizierter wird. Alles ist in unserem Kopf steht auf Sturm. Konservativ. Modern. Progressiv. Gebildet. Ahnungslos. Von Zeit zu Zeit muss unser Kompass neu justiert werden. Wir schreiben das Jahr 2018. Donald Trump irrlichtert durch die politische Welt und mischt alles auf. Wenn er ein Praktikant oder Neuanfänger wäre, dann würde jeder Unternehmer ihn sofort feuern. Niemand hätte Steve Jobs eingestellt und wie wir wissen, wurde er auch sehr schnell wieder gefeuert, nachdem er einen Brausemanager an seine Seite gestellt hatte. Jobs war ein cholerischer, ungeduldiger und charismatischer Mann. Erfolgreich war er trotzdem; und einzigartig.

Donald T. ist die lebendige Atipode jeder guten Managementliteratur. Als Coach würde ich ihn unverrichteter Dinge nach Hause schicken. Unbelehrbar, arrogant, nicht coachbar.

Er ist Neuanfänger und er ist ohne jede politische Praxis. Donald ist ein Showman: Er ist ein wenig schmierig und auch ekelhaft. Aber er hat die Macht. Er weiß wie es geht. Offensichtlich. Wer wird ihn bremsen? Wer wird ihn aufhalten? Das amerikanische Volk. Irgendwann vielleicht.

Es ist bemerkenswert, zu beobachten wie Leute wie Trump die Macht an sich reißen. Die Geschichte ist voll von ihnen und das Grauen wird uns immer in Erinnerung bleiben. Von Tag zu Tag gibt es immer mehr Menschen die Sätze von sich geben wie: Der hat ja Recht! Er sagt nur, was er denkt. Er ist im Grunde ein ehrlicher Kerl! Er verstellt sich nicht. Er verspricht uns nichts, was er nicht halten kann. Aber er zeigt mit dem Finger auf das, was nicht funktioniert. Er tut nicht so, als würde er irgendwas besser machen. Aber immer mehr glauben, dass er tatsächlich Lösungen in der Tasche hat. Hat er aber nicht.

Es ist eine absolut einzigartige Show. Und wir alle dürfen LIVE dabei sein: The Donald T-Show! Aus T-Shirt wird T-Show. THE DONALD zeigt uns wie es geht. Was können wir von ihm lernen?

Hier mein Vorschlag:

How To Become A Galactic Leader

It’s Great! Phantastic! HighPerforming! Extraordinary Strongful! Die Welt hat sich verändert. Es gab so viele Politiker in der Geschichte, die vorgaben, dass Sie Gutes tun würden. Alle haben komplett versagt. Sie haben sich als Verlierer und Verbrecher erwiesen und sind es nicht einmal wert, erwähnt zu werden. Du weißt es besser. Niemand macht dir etwas vor. Wer Dir folgt, ist clever, hat Glück gehabt, dich zu treffen und zu begreifen.

Die Anderen sind alle Verlierer. Wenn Du den Raum betrittst, dann brennt die Luft. Alle wollen Deine Freunde sein und jeder fürchtet sich vor Deinem Blick. Du analysierst, verlässt dich auf dein Bauchgefühl und brauchst keine Berater. Du bist der geborene Leader. Niemand anders! Nur Du!

Du bist toll! Du bist ein großer Mann! Ein Satz ohne Ausrufungszeichen ist nicht Dein Ding! Great!

Die Welt wird besser sein, wenn Du ihr Deinen Stempel aufgedrückt hast.

Du wirst immer gewinnen.

Es gibt nur ein paar einfache Regeln für Dich:

Meide Gutmenschen und sei gnadenlos in deiner Ablehnung.

Es gibt andere große Leader, die sich unsympathisch geben. Sie tun nur so. Du weißt es besser. Das sind Deine besten Geschäftspartner. Du wirst Sie loben und sie werden Dir alles abkaufen, was Du ihnen anbietest.

Es ist Dir nichts peinlich. Du darfst jede Regel brechen. Lügen und Betrügen gehören einfach dazu. Das machen alle erfolgreichen Leader so. Du bist der Beste!

Nichts was Du sagst oder besser noch: twitterst, kann jemals gegen dich verwendet werden. Wer das versucht, verbreitet ohnehin nur FakeNews und ist ein Looser.

Niemand hat den Durchblick; Außer Du!

Beleidige starke Konkurrenten und schau was passiert. Wenn Sie es persönlich nehmen, dann wirst Du sie dominieren. Bleiben Sie unbeeindruckt, dann sind sie stark. Denk Dir was anderes aus. Klopfe Ihnen auf die Schulter und lobe sie. Beobachte ihre Reaktion!

Stelle alles in Frage und verbreite Angst und Schrecken. Sei unberechenbar. Was die Anderen denken kann Dir vollkommen egal sein.

Stelle alles in Frage und verbreite Angst und Schrecken. Sei unberechenbar, unsympathisch und peinlich. Du darfst das!

Triff die verrufensten Diktatoren; nenne sie Deine Smarten Jungs und sorge dafür, dass der Deal in Bewegung kommt.

Es kommt niemals darauf an, etwas übel zu nehmen. Es kommt immer auf den Deal an.

„…..und am Ende wollen alle Deine Freunde sein!“ /Donald Trump/

Ich nicht.

 

Germany’s Next Wirtschaftskatastrophe – MacCoach


Wirtschaftskatastrophe kommt – Na und?

Wir sind mitten drin. Experten malen es schwarz an die Wand: Eine Wirtschaftskatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes kommt auf uns zu! Uh! Mich gruselt es! Das klingt ja furchtbar! Und es wird immer realer, seit Donald Trump, der Twitterkönig seine AMERICA FIRST Strategie verkündet hat. Langsam hat er begonnen, die liberale Weltwirtschaft zu meucheln und inzwischen nimmt es immer mehr an Fahrt auf. Die Deutschen sind nur noch auf dem Papier seine Freunde. Im Grunde hasst er den Erfolg deutscher Unternehmen.
Es wird Ernst. Da werden Mauern errichtet, die man viel später wieder mühsam einreißen muss. Die USA sind unser wichtigster Exportmarkt. Bisher waren wir Freunde. Wenn das wegbricht oder nur einbricht, können wir uns warm anziehen. Denn dann wird es ein bitterkalter Handelskrieg, der die Welt, wie wir sie kennen, verändern wird. Es wird ungemütlich.
Aber dann erinnere ich mich. Ich habe viele Jahre in der REAL EXISTIERENDEN WIRTSCHAFTSKATASTROPHE gelebt und ich habe es überlebt. Man kann auch unter extremen Bedingungen gut in einem Mikrokosmos leben. Wir waren Kosmonauten. Und als wir 1990 aus der Umlaufbahn wieder in die echte Welt eintraten, verglühten einige von uns.  
Schlimmer als das kann es gar nicht werden. Aber es hatte auch seine Vorteile. Die Produkte, die wir damals erwerben konnten wurden meist direkt vor Ort produziert und wahrscheinlich war das einigermaßen energieeffizient und in weiten Teilen auch Öko. Benzin war knapp und es lohnte sich nicht, zum Beispiel Milch quer durch das Land zu transportieren. Also wurde das gegessen, was im direkten Umfeld produziert wurde. Vielleicht hatten wir ja damals ganz ungewollt auch noch eine Art ÖKO-DIKTATUR. Obwohl es auch krasse Umweltprobleme gab. Halle-Bitterfeld. Der Raubbau an der Braunkohle. Ich erinnere mich an total graue Landschaften in Rüdersdorf.
Aber Öko war die lokale Landwirtschaft, wenn man einmal von der extremen Überdüngung absieht. Also doch keine Öko-Diktatur. Einfach nur eine Diktatur. Vieles habe ich damals nicht einmal geahnt. Das haben wir also auch nicht gewusst. Was heute so alles zutage tritt. Unglaublich!
Die Wirtschaftskatastophe kommt und die Wirtschaft wird sich anpassen. Wenn Deutschland nicht mehr Exportweltmeister sein darf, dann muss die Wirtschaft halt umgestellt werden. Auch das werden wir überleben. Und wenn es um Europa geht, dann liegt es auf der Hand, was zu tun ist. Ziel muss es sein, die höchsten Standards in Lebensqualität, Gesundheit und Bildung zu erfüllen. Kann Wirtschaft nicht ein anderes Ziel erfüllen als Gewinnmaximierung für Shareholder? Aber Moment mal: Wer sind die Shareholder? Im Idealfall sind das die Bürger eines Staates. Wir sind diejenigen, die ein legitimes Interesse haben an “Peace And Prosperity!”, wie Spock es sagen würde. Darum sollte es in Zukunft gehen. Und maximal mögliche Freiheit für alle. Da wir das nicht aufeinmal in der ganzen Welt durchsetzen können, müssen wir halt klein anfangen. In den Familien, in den Kommunen und Städten, in den Kietzen und den Bundesländern, in Deutschland und der EU. Und dann: schaun wir mal!

 

Ziemlich beste Freunde – Trump und Macron


1. Du wirst ein paar Freunde verlieren
2. Du wirst denken, dass du verrückt wirst
3. Du wirst Schmerzen fühlen
4. Du wirst versuchen es dir hunderte Male auszureden
5. Du wirst Geld verlieren
6. Du wirst weinen, bevor du es bekommst
7. Deine Familie und Freunde werden dich entmutigen
8. Du wirst tausende Male an dich selbst zweifeln
9. Du wirst seltsame Gewohnheiten entwickeln
10. Die Menschen werden dir Kummer ohne Grund bereiten
11. Es wird sich alles lohnen
12. Dann plötzlich wollen sie alle dein bester Freund sein

(Donald Trump – Unvermeidbar für den Erfolg)

25.04.2018 – Jeder Kommentar erübrigt sich. Oder?

Alles BIO?


Alles BIO – Oder: Warum BIO Erde BIO Erde ist.

Seit ich nur noch BIO Eier zum dreifachen Preis einkaufen soll, weil es BIO ist, mache ich mir so meine Gedanken. Oft habe ich den Verdacht, dass da eine Art König Midas Label draufklebt, dass alles zu GOLD macht, was es berührt. Der Unterschied zwischen BIO Eiern im Supermarkt und normalen Landeiern direkt von der Erzeuger-Oma im Oderbruch ist wahrscheinlich eher, dass die BIO Eier industriell hergestellt wurden und aus irgendeinem Grund mit dem BIO Label zertifiziert wurden. Der rein stoffliche, biologische Unterschied wird marginal sein. Ich nehme an, dass die Oma ihre Hühner nicht mit Antibiotika füttert; obwohl man ja bekanntermaßen den geheimnisvollen alten Frauen im Oderbruch alles zutrauen muss. (Skeptischer und hämischer Smiley!) Immerhin ist das tief im Osten und kurz vor Polen. Aber das ist Berlin ja auch.
Dieses BIO-Ding geht mir langsam wirklich auf die Nerven. Neuerdings gibt es BIO-Erde im Baumarkt und bei Pflanzenkölle. Und wissen Sie, was der Unterschied zwischen normaler, gesunder Pflanzenerde und BIO-Erde ist? Nein, es geht nicht darum, dass die Pflanzenerde irgendwie unbiologisch ist oder falschen Dünger enthält. Ganz im Gegenteil: BIO Erde muss ohne Torf hergestellt werden, weil Torf nur noch in begrenzten Umfang verfügbar ist und das angeblich umweltbelastend ist, Tort abzubauen. Die Torfbauern werden sich freuen über die frohe BIO-Botschaft. BIO-Erde ist, ganz im Gegenteil zu gesünder, problematisch. WEIL: Ersatzstoffe für Torf und Tonerden gefunden werden müssen. Das ist nicht besser für die Tomaten die man damit beglücken will, sondern eher schlechter. Aber BIO ist BIO ist BIO. “Da beißt die Maus kein Faden ab!” Und Benziner sind besser als Diesel; obwohl der CO2 Ausstoß viel höher ist als beim Skandaldiesel.
Ich werde mich jedenfalls mit Händen und Füßen gegen BIO Erde wehren. 40 l normal kostet 2 EURO. 40 l BIO Erde ohne den guten Torf und Ton 10 EURO. Und der Mutterboden in unserem Garten ist auch sehr gut. Der ist schon bezahlt und kostet nicht zusätzlich! Das sehe ich nicht ein. Tut mir Leid! 

Nochmal für alle: BIO Erde macht keine besseren, gesünderen oder gar biologisch wertvollere Tomaten. Das ist ein FAKT! und zwar kein alternativer Fakt.

Widersprüche und Gegenreden sind ausdrücklich erwünscht. Wird bestimmt lustig!

Säkularisierung und Islam in Europa


Säkularisierung Europas und der Islam
Europa hat eine christlich-jüdische Geschichte. Wir erleben seit etwa 100 Jahren eine starke Phase der Säkularisierung. Der Nationalsozialismus hatte ab 1933 den christlichen Glauben durch seinen mörderischen Atheismus zu ersetzen versucht. Auf dem Gebiet der DDR wurde ein anderer Atheismus etabliert, der dazu geführt hat, dass in weiten Teilen der christliche Glaube nachhaltig zurückgedrängt wurde. Die friedliche Revolution von 1989, die im geschützten Raum der Kirchen stattfand, hat diese Säkularisierung nicht stoppen können.
Die Säkularisierung, abgeleitet von saeculum (lat. Zeit, Zeitalter; auch: Jahrhundert), bedeutet allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinne aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, welche die Bindungen an die Religion gelockert oder gelöst und die Fragen der Lebensführung dem Bereich der menschlichen Vernunft zugeordnet haben. Soziologisch wird dieser Prozess als „sozialer Bedeutungsverlust von Religion“ interpretiert. Während eine Säkularisierung in der jüngeren Geschichte vor allem in westlichen Gesellschaften zu beobachten gewesen ist („Entchristlichung“), sind säkularisatorische Tendenzen auch in vielen anderen Gesellschaften feststellbar. /WIKIPEDIA 22.03.2018/
Um es auf den Punkt zu bringen: Säkularisierung bedeutet – Entchristlichung. Wir erleben das in der Regel so, dass christlicher Glaube immer mehr nur im privaten Raum gelebt wird und kaum nach außen dringt. Missionierung findet offensichtlich nur noch bei den Zeugen Jehovas statt.
Dabei ist die erste Aufgabe von Christen: Gehet hin in alle Länder und lehrt alle Völker das Evangelium /Markus 16,15/

Der Islam baut auf der jüdischen und christlichen Religion auf. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den drei Religionen. Was in Europa aber offensichtlich nicht verstanden wird, ist die Tatsache, dass der Islam keine Reformation eines Martin Luther durchlaufen hat und es auch in vielen islamischen Gesellschaften keine Trennung von Staat und Religion gibt. Selbst Saddam Hussein und Assad, haben den nicht versucht den islamischen Glauben, gleich welcher Ausprägung, zurückzudrängen. Im Gegenteil. Sie haben sich des Glaubens bedient.
Wenn nun Gläubige aus dem Islam nach Deutschland kommen, dann gibt es bei ihnen ein grundlegendes Missverständnis. Der Islam hat noch nicht die Phase der Säkularisierung des Staates durchlaufen. Das ist der entscheidende Punkt. Der Islam hat sich noch nicht aus der Gesellschaft in die private Nische zurückgezogen. Er ist eine politische Kraft und er wartet darauf, genügend Masse zu haben um diese Kraft umzusetzen. Eine Islamische Republik wie im Iran ist ein deutliches Zeichen für die Ziele dieser Religion. Das können sich die Menschen aus der säkularisierten westlichen Welt einfach nicht vorstellen. Und genau hier beginnen die Probleme. Der Islam hat durchaus seinen Platz in Deutschland und Europa, wenn er privat gelebt wird. Schon der alte Preußenkönig hatte Gläubige und ihres Glaubens wegen Verfolgte eingeladen und bestimmt, dass in Preußen „jeder nach seiner Fasson selig werden kann“. Das würde bedeuten, dass ein Abrücken vom Glauben für islamisch geprägte Menschen keine Gefahr mehr bedeutet.
Es würde bedeuten, dass gemischtgläubige Menschen keine Probleme mehr haben. Und das ist momentan pure Illusion.
Der Islam als institutionelle Macht hat in Europa nichts zu suchen. Darüber sollte überhaupt kein Zweifel bestehen. Wenn gesagt wird, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, dann ist genau das gemeint. Die Ausübung des Glaubens, wenn sie auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Verfassung, also des Grundgesetzes, geschieht, ist völlig legitim. Aber das ist auch schon alles.

Um hier mitreden zu können, müsste man sich sehr intensiv mit dem Kern des christlichen Glaubens auskennen und auch die Unterschiede zum Judentum oder dem Islam kennen. Das allgemeine Rauschen wird von vielen missverstanden, weil sie keine Ahnung über das Themengebiet haben. Es wird fleißig nachgeplappert, was irgendwelche Demagogen von sich geben.
Dabei ist es in Europa einfach undenkbar, ohne diese christliche Tradition aufzuwachsen. Wir sollten der Unwissenheit etwas entgegensetzen um wirklich zu wissen, worum es hier geht.
Ich habe mich in Beratungen öfter mit Menschen auseinandergesetzt, die einen muslimischen Glauben besitzen. In der Regel finde ich sehr schnell einen Konsens, wenn ich auf unsere gemeinsamen Wurzeln hinweise und Verständnis für ihren starken Glauben zeige.
Wobei wir wieder beim Coaching sind. Es ist durchaus sinnvoll, wenn der Coach über ein umfangreiches Wissen verfügt. Und das finde ich gut. Aber es gilt auch, dass ich weiß, dass ich nichts weiß. Ein Grund mehr um viel zu lesen und zu lernen. Auch das gehört zum Coaching.

Es wird Zeit mal wieder Lessings NATHAN DER WEISE zu lesen.

Leadership Merkel – MacCoach


Leadership Merkel – MacCoach

Bildergebnis

Angela Merkel – Quelle: WIKIPEDIA

Der 14.März 2018 ist vorbei. Angela Merkel ist zum vierten Mal Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird nicht von allen geliebt. Kalter Wind schlägt ihr entgegen. Aus den eigenen Reihen und aus der Opposition werden Kritiker laut, die später einmal für sich reklamieren werden, dass sie das Ende ihrer Karriere eingeläutet hätten. Allen voran Christian Lindner, der lieber nicht als schlecht regieren will. Schaun wir mal ob das hier wirklich so schlecht wird.

Es ist zunächst einmal interessant, wie Merkel führt. Das interessiert mich als Coach. Also nochmal ganz deutlich: Es ist jetzt nicht wichtig, ob man für oder gegen sie ist oder dass man sie nicht mehr als Kanzlerin sehen will. Aber offensichtlich macht sie einiges absolut richtig.

  • Es ist kein schlechte Zeichen, wenn Du Kritiker hast.
  • Es sind nicht alle deine Freunde.
  • Je lauter und schriller sie schreien um so ruhiger kannst du deine Linie fahren.
  • Bleibe entspannt und konzentriert. Die nächste Krise kommt bestimmt.
  • Wer zu viele Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.
  • Wer lange durchhält und einen Job macht, kann nicht schlecht sein.
  • Umarme deine Kritiker.
  • Erkenne deine Feinde. Benenne sie. Respektiere sie.
  • Handle immer souverän und kompetent.

Das alles macht Angela Merkel. Und das macht sie zu einer bemerkenswerten Führungspersönlichkeit. Konflikte trägt sie leise, aber konsequent aus. Wer mit ihr kämpft, bekommt auf die Nase und in die Magengrube. Hart aber fair. Entweder man überlebt das und zieht sich verletzt zurück in die zweite Reihe oder man bleibt ganz auf der Strecke. Du kannst dich jetzt darüber aufregen. Aber mal ehrlich: Sie kann es einfach besser als alle anderen und es wäre doch wirklich ein deutliches Zeichen der Schwäche, wenn sie bei jeder Kritik zusammenbrechen und weinen würde. Sie ist eine erfahrene Kämpferin und längst kein Mädchen mehr. Merkel ist und bleibt eine beispielhafte Führungspersönlichkeit. So macht Frau das. So und nicht anders.

Der Merkelsche Führungsstil ist unaufgeregt aber zielführend. Wenn man ihre scheinbar abrupten ZIelwechsel ansieht, dann kommt hier eine sehr pragmatisch denkende, kühle Wissenschaftlerin durch. Fukushima war für sie die rote Linie für den Atomausstieg. Die Finanzkrise kam plötzlich und unerwartet, wenn man mal von den Vorhersagen von Paul Krugman und anderen klugen Leuten absieht. Und Trump konnte sie auch nicht vorhersehen. Der Mann hat einen ganz anderen Stil. Er agiert aus dem Bauch heraus. Etwas anderes kann er nicht. Und so einen Politikstil können wir nun wirklich nicht gebrauchen. Das ist traurig für die Welt. Aber Merkel kann auch daran nichts ändern. Sie kann nur klug reagieren. Und das kann sie ganz gut, wie man sieht.

Angela Merkel ist also zum vierten Mal Bundeskanzlerin geworden. Adenauer und Kohl waren auch nicht nur beliebt. Auch sie mussten mit harten Kritikern umgehen, was ihre historische Größe nicht in Frage stellt.

 

MacCoach – was ist das denn? – MacCoach


MAC COACH

Als ich vor ein paar Jahren mit dem WordPress-BLOG begann, wählte ich den Namen MacCoach. Coach ist klar. Es geht hier um Coaching. Aber was bedeutet eigentlich das Mac?

Ich mag die Beatles. Paul Mc Cartney liegt auf der Hand. McDonalds fällt mir ein. Aber das ist ja eher kein Qualitätsmerkmal.

Die Zugriffzahlen zu MacCoach steigen und ich muss etwas aus der Marke machen, zu der sich das langsam zu entwickeln scheint.
MAC, MAC…..was bedeutet MAC?

Maximaler AufmerksamkeitsCoach. Vielleicht. Nein. Das ist blöd.
Choleriker ist ein Thema. Etwas mit Arschloch-Coach. Auf gar keinen Fall!

 

  1. Augenhöhe. Angenehm. Allgemein. Ahnungslos. Argumente. Ambiente. Agil. Aufmerksamkeit ….. Ich habe keine Idee

Akzeptanz! HEUREKA! Darum geht es beim Coaching! Ich akzeptiere meine Klienten und das sollte jeder Coach und Therapeut als Erstes tun. Maximale Akzeptanz Coaching. MAC!
In Englisch: Maximum Acceptance Coaching – or Multiple Acceptance Coaching

“multiple acceptance coach” bedeutet: Mehrfacher Akzeptanztrainer. Oder Vielseitig. Vielseitigkeit ist mein zweiter Vorname. Ich bin neugierig auf neue Herausforderungen und stehe gerne für aussergwöhnliche Dinge zur Verfügung. 

Akzeptanz. Akzeptiere Dich wie Du bist! Ich akzeptiere Dich! Das ist der Ausgangspunkt für jedes Coaching. Darum geht es. Und nun weiß ICH auch ENDLICH, warum ich -unterbewusst!- den Namen MacCoach gewählt habe. Es geht um Schnell und Gründlich, also grundlegend. Es geht darum nach einem kurzen Coaching MAXimale Veränderungen zu initiieren. MaxCoach geht vielleicht auch. Aber Mac ist OK. Immer wenn ich den Namen meiner Webseite nenne, dann denken die Leute: Ganz schön ambitioniert. Mac, wie der Apple Mac. MacCoach. Aha! Und die merken sich das in der Regel sofort.

Maximale Aufmerksamkeit – geht auch. Das ist ein wichtiger Punkt. Jeder Klient verdient die maximale Aufmerksamkeit.

Akzeptanz. Das ist der Startpunkt. Das ist herauszuarbeiten und dann mit einem stabilen Fundament zu festigen. Wer bist Du? Wohin willst Du? Auf welchem Grund stehst Du? Wie stabil ist Dein Fundament?

Und so kann ich mit MacCoach weitermachen. Multiple/Maximale Akzeptanz ist die gute Grundlage eines Coachings. Darauf baut sich alles andere auf.

 

Der starke Mann – Populär vs. Populist – MacCoach


Viele Menschen wollen starke Politiker

Ein starker Mann also. Das hatten wir doch. Und es ist gründlich in die Hose gegangen.
Ja doch!: Politiker sollten kompetent sein und populär.
Sie sollten aber auch kompetent und verlässlich sein. Verantwortungsbewusst und natürlich populär, nicht populistisch.
Sie müssen der Wahrheit verpflichtet sein und authentisch und sie sollten wissen, dass sie nur dem Land dienen dürfen und niemals sich selbst. Aber das wird schnell vergessen. Macht korrumpiert und Absolute Macht korrumpiert absolut.
Das, was in einer Demokratie selbstverständlich ist, oder sein sollte, scheint immer mehr in Gefahr zu sein, weil die Menschen den Eindruck haben, dass da jemand abhebt.
Ich bekomme regelrecht Bauchschmerzen, wenn ich das alles weiterdenke.
Ich kann in der Ich-Form schreiben, wenn ich über einen Politikstil schreibe, den wir uns wünschen sollten.
Ekelhaft primitiver Populismus ist möglicherweise eine clevere Taktik, wenn man bestimmte Ziele erreichen will. Aber was für Ziele sollen das sein, die unter einer derartigen schlechten Stimmung erreicht werden sollen? Wo soll das hinführen? Was soll erreicht werden?
Und dann kommen Fragen wie:
Brauchen wir eigentlich einen starken Mann? Oder eine starke Frau?


Wenn ein Deutscher so etwas fragt, dann denken alle gleich an Adolf Hitler. Es klingeln sämtliche Alarmglocken und natürlich ist es ein absolutes Tabu-Thema. Nein, so etwas wie Hitler wollen wir nicht. Wir wissen ja, wohin das geführt hat. Aber es ist auch klar, dass wir in einer anderen Zeit leben. Hitler wird nicht aus der Gruft steigen, wo immer man ihn auch vergraben hat. Aber ein deutscher Trump könnte wie aus dem Nichts erscheinen und mit einer Mischung aus Dummheit und anzüglicher Frechheit die dumpfen Gefühle ansprechen, die ganz tief in unserem Unterbewusstsein stecken. “Wenn du deinen Nachbarn nicht magst, dann vertreibe ihn.”, könnte so ein dumpfes Gefühl sein. Natürlich muss man mit seinen Nachbarn gut auskommen. “Aber was ist, wenn das Arschloch jeden Tag Grillfeste in seinem Garten veranstaltet und permanent fremde Leute einlädt? Dann wird man sich doch wohl zusammentun können, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen.” Merkt ihr was? Da kommt was hoch, was tief in uns steckt. Es ist Angst und es ist sich ungerecht behandelt fühlen, zu kurz zu kommen. Es ist eine Mischung aus Ohnmacht und Zerstörungslust. Da werden Baseballschläger geschwungen und Totschläger aus der Tasche geholt. Am Ende ist es egal, wie sehr man selbst verlieren kann. Hauptsache der dämliche Nachbar ist weg. Einfach nur weg!
Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber ich lasse es lieber.

Was ich sagen will ist einfach nur das: Ja, wir brauchen populäre Politiker, die einen klaren Standpunkt und vor allem Ahnung haben, was sie da tun. Wenn ein Irrer daherkommt und jedem alles verspricht, dann gehört der nicht an die Macht. Es muss eine Politik sein, die realistisch und greifbar ist. Manchmal müssen auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden. Das ist ein starkes Votum gegen direkte Demokratie bei der permanent das Volk befragt wird. Der BREXIT war so ein Unfug, der deutlich macht, wie einfach es für Demagogen ist, eine bescheuerte Entscheidung herbeizuführen, deren Reichweite zum Zeitpunkt der Entscheidung niemand überblicken konnte. Die wissen heute noch nicht, was ihnen blüht und machen trotzdem weiter. Unbeirrt in die Katastrophe. So blöd kann so was laufen und entsprechend heftig in die Hose gehen. Am Ende steht ganz sicher eine Abstimmung über die schlechten Verträge und dann werden sie hoffentlich in der EU bleiben. Einfach weil es vernünftig ist.Aber Politik und Vernunft scheinen einander auszuschließen.

Ich bin zu alt um in die Politik einzugreifen: “Gott sei es gedankt!” Aber ich kann darüber reden und ich kann darüber schreiben. Laut denken und mit anderen denken.  
Wenn man alles zusammennimmt, dann geht es uns bestens. Deutschland ist ein Sehnsuchtsland für viele. Wer hier ankommt, reibt sich die Augen und wundert sich. Die Infrastruktur ist – immer noch – bemerkenswert gut. Ja, es könnte besser sein. Die Arbeitslosenquote ist niedrig. Hier wird mir persönlich zu sehr getrickst. Da sollten wir wirklich aufhören uns in die Tasche lügen zu lassen. Jeder Mensch braucht eine Arbeit und meinetwegen soll sie auch in eine Art Öffentlichen Dienst münden. Es gibt so viele Tätigkeiten, die man nicht privatwirtschaftlicher Konkurrenz aussetzen sollte.

Wo sind die klugen, populären Politiker?
Angela Merkel ist eine kluge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Sie weiß genau, dass sie nicht jedem Dödel verständlich machen kann, was sie da gerade tut. Aber sie sollte genau das versuchen.
Stichpunkte sind Energiewende, Bankenrettung, Flüchtlingskrise, Einwanderungsgesetz, Sozialsystem.

Die Energiewende ist zu schnell und abrupt verlaufen. Die Atomkraftwerke werden noch in 100 Jahren da sein und müssen abgebaut werden. Es wäre kein Problem gewesen, die jüngeren Kraftwerke noch eine Zeitlang laufen zu lassen. Augenauswischerei. Kohlekraftwerke werden gebraucht, heißt es. Das ist Unfug. Wir können heute moderne Gaskraftwerke betreiben und gleichzeitig mit dem überflüssigen Strom aus Solaranlagen und Windkraftanlagen Wasserstoff produzieren, der dann wieder zu sauberem Erdgas aufbereitet werden kann. Erdgasautos gibt es schon und Wasserstofftankstellen werden in Zukunft gebraucht um saubere Automobile anzutreiben. Stichwort: Brennstoffzellen. Wir brauchen die Wasserstoffwirtschaft und es gibt keinen Grund das nicht jetzt schon voranzutreiben. Wenn wir schon Elektroenergie im Überfluss haben, dann sollten wir Wasserstoff damit produzieren, egal wie gering der Wirkungsgrad heute noch ist.  
Flüchtlinge sind, das wissen wir längst, keine geeigneten Arbeitskräfte für ein Nummer-Eins HighTech-Land. Es gibt keinen Grund alle Geflüchteten zu verteilen und zu integrieren. Das ist ein gefährlicher und naiver Versuch. Es ist uns nicht einmal gelungen, die türkische Gemeinde vollständig zu integrieren. Es ist eine Illusion, das zu versuchen. Es wird niemals vollständig gelingen. Also müssen wir uns damit arrangieren, dass es andere soziale Welten neben der uns wohl bekannten gibt. Wenn jetzt irgendwelche Neupolitiker daherkommen und sich in häßlicher Art und Weise über andere Menschen auslassen und dann noch Beifall dafür bekommen, dann wird deutlich, was wir brauchen und was nicht. Diese Schreihälse brauchen wir nicht und jeder, der dazu Beifall klatscht, gehört in psychologische Behandlung. Soviel Psychologen und Therapeuten gibt es gar nicht um diesen armen Menschen zu helfen. Sie auch noch in ihren wirren Ansichten zu bestätigen ist ein Verbrechen.

Es gibt so viele soziale Netze, die alle unterschiedlich ausgestattet sind und doch funktionieren. Es gibt sogar Menschen, die kein Englisch sprechen, oder auch nur verstehen können. Tatsache!

Was mir persönlich fehlt, an heutige Politik, das sind greifbare Zukunftsvisionen. Wie soll die Welt in zwanzig oder dreißig Jahren aussehen? Wo werden wir als Deutschland und Europa stehen? Natürlich brauchen wir nicht nur die moralische Überlegenheit, sondern auch die Fähigkeit uns zu wehren. Und es wäre fantastisch, wenn Europa in der Lage wäre massive Hilfe in jeglicher Form nach Afrika zu bringen. Keine subventionierten Gemüse oder Milch und Butter, sondern nachhaltige Konzepte, Bildung und Entwicklung. Möglicherweise auch militärische Intervention, wenn mal wieder ein irrer Diktator sein Volk ausplündert, vergewaltigt und ermordet.
Orientieren wir uns einfach an Gene Roddenberrys STARTREK: Peace and prosperity!

Technologie und gesellschaftlicher Fortschritt.

IMG_20171216_173500

Schulz wird Bundeskanzler – GroKo 3.0 rettet Deutschland!


„Ich möchte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden!“ Martin Schulz 2017

Ja dann macht das doch so: Schulz wird Kanzler. Merkel wird Außenministerin. Basta! Sache erledigt. Und: die GroKo 3.0 rettet Deutschland! So hat jeder gewonnen. Die CDU hat dann genau so wie die SPD vier Jahre Zeit um sich neu aufzustellen.
Mal nachrechnen, ob das auch ohne die CSU gehen würde…..

Der Volkstribun


Der Volkstribun

Das Volk hat seinen Tribun gewählt. Der Siegerkranz gehört ihm. Man kann es nicht leugnen. Er ist ein primitiver Mann, grobschlächtig und dumm. Aber er schämt sich nicht zu kämpfen und zu siegen. Die Mittel sind ihm egal. Im Grunde ist ihm auch das Volk egal. Er verachtet es, weil sie Verlierer sind. Er braucht es, weil sie ihn wählen und ihm folgen. Er hat verstanden, dass die Welt sich nach einem Tribun sehnt, der diese einfache, primitive Sprache spricht und sie zutiefst versteht. In seiner Welt sind Maßlosigkeit, Gier, unangebrachter Stolz, Geld und primitive Inbesitznahme völlig normal. Vom Tellerwäscher zum Millionär bedeutet, dass man einfach nur Glück haben muss um erfolgreich zu sein. Bildung spielt in dieser Welt keine Rolle. Im Gegenteil. Bildung ist etwas für intellektuelle Spinner, für das verhasste Establishment.
Keine Lüge ist zu groß für ihn um bei entsprechender Wiederholung nicht als wahr gelten zu können. 

Intellektuelle gruseln sich vor ihm. Er aber sonnt sich in ihrer Verachtung. Das Volk will so sein wie er. Erfolgreich, mächtig, begleitet von schönen Frauen. Er ist grob und primitiv. Er ist ein Narzisst und ein Choleriker. Er ist oft lächerlich in seiner Ahnungslosigkeit. Aber das ist ihm egal. Er ist das Vorbild vieler chancenloser Bürger voller Stolz und voller verletzter Würde, ohne nennenswerte Bildung. Sie lesen keine Bücher, TV-Shows sind ihre treuen Begleiter. SIe haben einen TV-Star als ihren Helden erwählt und sie treiben ihn an noch unverschämter und lauter zu twittern. Das ist ihr Mann! Sie bewundern ihn und möchten so sein wie er. Wenn er keinen Erfolg hat, dann sind die anderen schuldig. Sie haben ihn gehindert Großes zu tun. Sie lügen und reden kompliziert um das Volk zu verwirren. Er nicht. Er spricht wie ein Mann aus dem armen Mittelwesten. Aber er ist reich. So reich wie sie gerne sein wollen. Er ist ihr Mann. Und er wird sie genau dorthin führen, wohin sie ohne Zweifel wollen. Er ist ihr Held. Niemand nimmt ihn ernst. Niemand wird ihn aufhalten.

Gratulation! Gedanken zum Tag der Deutschen (Einheit?)


Es gibt Leute, denen kannst Du wirklich alles hinten und vorne reinstecken und die sind immer noch unzufrieden.“ /anonymous wise man/

Zugegeben, man kann es drehen und wenden wie man will. Es ist leider wahr. Es ist eine Tatsache. Man muss auf die Menschen hören, bevor man ihnen etwas schenkt. Freiheit zum Beispiel wird gerne um Zusammenhang mit Wohlstand genommen. Immer wieder gerne! Aber wenn Freiheit mit Ungewissheit und Ängsten daherkommt, dann nimmt man doch lieber den bescheidenen Wohlstand und ist dankbar, wenn irgendjemand den Laden schaukelt. Zur Not kann man ja immer noch meckern und einfach nur „dagegen“ sein. Dagegen – gegen was auch immer. Für etwas zu sein ist wesentlich anstrengender. Dann muss man einen Standpunkt haben und wissen worum es geht. Man sollte argumentieren können und für seine Sache einstehen. Dagegen sein – ist immer einfacher. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, warum man dagegen ist, dann wird man einsilbig und unwirsch und ballt zornig die Faust!
Die Menschen im Osten der Republik haben es entweder geschafft, oder eben nicht. Das geht den Brüdern und Schwestern im Westen ganz genau so.
Es ist ein lächerliches Drama, wenn Menschen, die sich nicht an die Hand und mitgenommen fühlen, nach einem Vierteljahrhundert keine andere Idee mehr haben, als einfach nur gegen etwas zu sein und ihren dumpfen Protest lautstark mit Hassparolen herausbrüllen. Wenn sich der Protest und das Dagegensein im Wahllokal manifestieren kann, dann ist das schon wieder sehr gut und sehr demokratisch. Das muss man auch mal akzeptieren.
Was sind das für Leute, die immer nur dagegen sind? Was treibt sie an? Was stellen sie sich vor? Wie stellen sie sich die Zukunft vor, die sie mitgestalten, ohne zu wissen wohin die Reise wirklich geht? Wem folgen sie da überhaupt?
Dumpfer Nationalismus und das Spielen mit dem Feuer führt nicht zum Ziel. Aber diese Leute haben kein Ziel. Das ist das Problem. Sie haben nur irgendwelche Vorstellungen, die sie bedient sehen wollen. Sie fühlen sich nicht mitgenommen. Sie fühlen sich irgendwie beleidigt. Sie sind dagegen. Gegen was auch immer.
Viele waren auch schon vor der Wende (1989/1990) immer nur gegen was. Gegen die Mauer waren sie nicht unbedingt. Das hätten die meisten von ihnen sich damals nicht getraut. Verdacht auf Republikflucht – Stasiuntersuchungshaft und dann ab nach Bautzen. Das war der Weg der in den Westen führte. Das wusste irgendwie jeder. Die meisten wollten das nicht durchdekliniert haben und schon gar nichts davon hören. Wenn man nicht direkt in Konfrontation kam, dann ging es einem doch ganz gut. Irgendwie hat sie die Mauer ja auch vor Konkurrenz geschützt. Aber irgendwie dagegen sein, konnte man schon. Das war nicht besonders teuer. Das kostete im Grunde nichts. Für etwas sein, war und ist unendlich teurer und schwer zu definieren.

Ich bin dafür, dass niemand in dieser Republik oder Europa diskriminiert wird. Kein Ostdeutscher und kein Ausländer, kein Flüchtling und kein Bayer oder Sachse oder wer auch immer.
Ich wünsche mir ein Land in dem man ohne Angst vor nächtlichen Übergriffen krimineller oder tumber Art auf die Straße gehen kann. Ich wünsche mir Menschen, denen man vertrauen kann und die Vertrauen verdienen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es viel mehr psychologische Beratung, also Coaching geben sollte. Es ist eigenartig, aber in Deutschland zahlt kaum jemand freiwillig für einen Arztbesuch und für psychologische Beratung schon gar nicht. Die Deutschen sind Materialisten. Was man nicht nach Hause schleppen oder aufbauen kann, ist nichts wert, so scheint es. Die berühmten geistigen Werte, Bildung und das Erlangen von Wissen und akademischen Graden, scheinen nicht mehr so wichtig zu sein. Da sind andere viel klüger als wir.
Aber was nützt alles materielle Haben, wenn man damit nichts anfangen kann, weil man es intellektuell nicht durchdringen kann?
Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Es ist ein Glückstag der Geschichte. Und was machen wir aus all dem Glück? Wir fühlen uns nicht verstanden, wie kleine Kinder, denen man im Sandkasten ein Spielzeug weggenommen hat. Also Leute! Werdet endlich erwachsen und denkt darüber nach was ihr wirklich wollt und wie wir es erreichen können. Es gibt soviel zu tun! Packen wir es an und machen wir was daraus. Angst, Wut und dumpfer Hass, eingeschnappt sein, sind keine guten Berater.

Es geht voran! Zukunft wählen geht anders.


Sonntag, 17.09.2017

In einer Woche wählt Deutschland. Angela Merkel wird wohl weiterregieren. Und Martin Schulz wird auch in Zukunft bei jeder Gelegenheit den Satz sagen: “Ich werde Kanzler der Bundesrepublik Deutschland!”, oder so ähnlich. Ich habe nicht einmal genau hingehört. Und ich wollte als Kind Feuerwehrmann und Astronaut werden.
In Deutschland werden keine Personen gewählt, sondern Parteien. Wie wird also eine Regierung aussehen? Die Große Koalition ist keinesfalls abgewählt, auch wenn sie Stimmen an die rechte Protestpartei AfD abgeben wird. Im Gegenteil. Eine andere Variante ist Schwarz-Gelb-Grün. Aber mal ehrlich: Was soll das? Als die Grünen das letzte Mal in der Regierung waren, wurden die Hartz-Gesetze verabschiedet und die Agenda 2010 der SPD Genossen, umgesetzt. Es ist auffällig, dass ausgerechnet die Politik der Sozialdemokraten dazu geführt hat, dass es heute so viele befristete Arbeitsverträge, Leiharbeiter, Armut trotz Arbeit und weitere Auswüchse gibt, die vorher nur aus den USA bekannt waren. Die hässliche Fratze eines Systems, das es eigentlich besser kann.Machen wir uns nichts vor. Der Kapitalismus an sich ist die einzige Wirtschaftsform, die heute funktioniert. Es kommt nur darauf an, wie Politik die unberechenbare Powerstation in Schach hält. Es wird auch in Zukunft darauf ankommen, die richtige Gesetze und Algorithmen zu schreiben und durchzusetzen.

Natürlich hatte Karl Marx recht. Es ist soweit. Maschinen, Computer und Roboter können uns von jeder Arbeit befreien, die zu anstrengend und zu schwer und zu langweilig für uns ist. Kein Buchhalter muss mehr den ganzen Tag Zahlenkolonnen tippen und berechnen. Computersysteme können das viel besser. Manche Bilanzen sind nur aufwändig, weil das zugrundeliegende ERP-System (noch) nicht die Berichte liefert, die der Vorstand sehen will. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das im Handumdrehen erledigt werden kann. Frag Siri oder Alexa oder wen auch immer!

Was für eine wunderbare Zukunft, wenn wir nur die Menschen mitnehmen und nicht als Maschinensklaven enden, die im Elend versinken, während wenige einen obszönen Reichtum anhäufen können. Genau das wird passieren. Hoffen wir auf eine kluge Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.  

Worüber reden wir? Über Politik, soziale Gerechtigkeit, Verteilung, Demografischer Faktor, Flucht aus Afrika, einen Marshall-Plan für Afrika, Parteien, die EU, den EURO und  natürlich: Wohlstand für alle.  

Martin Schulz ist so ein Europäischer Politiker, der etwas bewegen könnte. Wir aber wählen lieber die Sicherheit. Selbst die AfDler wissen ganz genau, dass sie nur einen Oppositionslautsprecher wählen. Klingt schräg und manchmal sehr häßlich; ist aber am Ende nur ein Ventil für die Menschen, die oft keine Ahnung haben; aber unbegreifbare Ängste und dumpfe Wut in sich spüren.
Und da sind auch noch die FDP, die Grünen und DIE LINKE. Kann man eine Partei auf einen einzigen sympathischen 38jährigen aufbauen? Ich denke nicht. Die Grünen verlieren permanent Stimmen, weil niemand mehr so genau weiß wozu man die wirklich braucht. Wenn man sich die Wahlprogramme anschaut, dann sind die LINKEN eine sehr interessante Partei. Die Spitzenkandidaten sind kompetent und haben Format. Der gute alte Gregor Gysi ist ein brillanter Denker und Redner. Die Bücher von Sarah Wagenknecht lesen sich wirklich gut. Es ist schwer verständlich, warum die SPD nicht mit der SED – äh! sorry! – den LINKEN kann. Sie sollten eigentlich ganz gut zusammenpassen, fast 30 Jahre nach dem Ende des furchtbar ineffektiven real existierenden Sozialismus.  
Es ist ein Problem, dass kaum jemand in Deutschland das Wort Sozial gut und sexy findet. Mit dem Thema kann man keine Wahlen gewinnen. Mit Sozialismus schon gar nicht. Und vor der Zukunft haben sowieso nur alle Angst. Jedenfalls die meisten.
Die letzten Experimente in eine lichte Zukunft sind allesamt gescheitert. Also: Keine Experimente! Oder?
Da fallen mir nur folgende Liedzeilen ein, von ich weiß nicht wem: Alles klar, alles klar! Alles bleibt, wie es war!   
Nichts bleibt wie es war. Das ist nur eine schöne Illusion für Menschen, die sich vor der Zukunft fürchten. Politik sollte in der Lage sein,  Zukunft zu gestalten. Das hat allerdings überhaupt nichts mit WEITER SO! zu tun.

Ferienzeit


Ferienzeit

Es ist jedes Jahr dasselbe Drama. Sommerferien. Die Zeit vor den Ferien. Die Ferien selbst. Die Zeit danach. Das zieht sich über bleierne Monate hin. Es entsteht der Eindruck, dass in der Zeit vom Mai bis September alles stillsteht. Im Mai und Juni müssen die Schreibtische leer gemacht werden. Jeder bereitet sich auf den langersehnten Urlaub vor. So scheint es. Und dann kommt die schöne Ferienzeit mit Vertretern und Abwesenheiten der Entscheidungsträger. Ab September können dann wieder belastbare Termine gemacht werden. Deutschland steht still, so scheint es. Ganz Deutschland? Nein, natürlich nicht. Das wäre ja eine Katastrophe! Es gibt sie, die fleißigen Mitarbeiter, die es dennoch versuchen, ihre Arbeit zu machen. Es ist schwierig, aber nicht aussichtslos.

Ab September wird alles wieder besser. Und dann beginnt auch schon der Run zum Jahresende. Bis dahin müssen neue Rekorde gebrochen werden. Was wäre das schön, wenn es diese unselige Ferienzeit nicht geben würde……

Die Therapie ist ein guter Anfang


Seelenheiler

“Die Therapie ist ein Anfang, ein guter Anfang. Aber leider heilt sie nicht die Seele.” /* Father Phil Intinola, The Sopranos, Episode 5 – Reise in die Vergangenheit/

Camela Soprano suchte ihr Seelenheil in der Kirche, während ihr Mann, der Mafia-Boss, sich bei einer Psychiaterin angemeldet hatte. Nachdem sie ihm erklärt hatte, wie sie die ärztliche Schweigepflicht auslegte (ich darf aber nicht von einem Kapitalverbrechen wie einem Mord etwas erfahren), öffnete sich Tony Soprano und erzählte ihr alles, was er auf dem Kerbholz hatte. Und das war eine Menge. Allerdings durfte keiner der ehrenwerten Gesellschaft erfahren, dass er in Behandlung war. Die hätten sofort gedacht, er hätte einen Knall. Was ihn für immer erledigt hätte. Die Serie ist eine der ersten hochwertigen TV-Serien, die um die Jahrtausendwende gedreht wurden. DIE SOPRANOS ist ein Meilenstein der Filmgeschichte.

WIKIPEDIA sagt: Die Sopranos ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die vom Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Die Serie, die in den Jahren 1999 bis 2007 auf HBO zu sehen war, wurde unter anderem mit 21 Emmys und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Die Writers Guild of America wählte Die Sopranos auf Platz 1 der 101 Best Written TV Series.[1]Auf der Website Metacritic, die Kritiken von verschiedenen Redaktionen zusammenfasst, hält die letzte Staffel einen Metascore von 96 Prozent.[2]
/WIKIPEDIA 15.05.2017/

Interessant ist der enge Zusammenhang zwischen Beziehung, Seelsorge und Therapie. Ich füge Coaching hinzu, weil es in diese Linie gehört. Wobei ich hier nicht behaupten möchte, dass Coaching für Verbrecher und andere Übeltäter das geeignete Format ist. Ich stelle mir nur vor, wie der imaginäre Coach den Mafia-Boss folgende Frage stellt: “Wenn Sie 10 Jahre in die Zukunft sehen. Wo sehen Sie sich dann? Was wollen Sie dann erreicht haben? Was werden Ihre Kinder sagen, wer Sie dann sind?”

Die Antwort könnte mit einem gebrochen italienischen Akzent lauten: “Entweder ich sehe mich sechs Fuß unter der Erde; oder ich bin der anerkannte Pate der Familie. Man wird mir Respekt zollen und es wird allen gut gehen! Ich werde mir nicht mehr die Hände schmutzig machen und meine Kinder werden Ärzte, Anwälte und Politiker sein. Sie werden von ihrem Papa nur gutes zu sagen haben. Sie sind mir dann schließlich Respekt und Dank schuldig!”

Warum sind wir nur alle so angetan von diesen finsteren Typen? Die Antwort liegt auf der Hand. Weil das Leben, auch unseres manchmal genau so ist. Wir sind bemüht gute Dinge zu tun und sauber zu bleiben und dann kommt diese oder jene Chance, die wir glauben ergreifen zu müssen. Und was sollen die Menschen zu Dir sagen, mein aufmerksamer Leser? Ich hoffe, Du lächelst jetzt und denkst Dir Deinen Teil. Und spätestens an dieser Stelle setzt ein Wiener Walzer ein und es erklingt das schöne Lied: Wir sind doch alle kleine Sünderlein……

Ist immer noch besser, als ein vertrockneter Korinthenkacker, der keinerlei Spaß versteht und sich am Ende seines Lebens immer noch fragt, was das denn alles sollte…..

/* Father Phil- katholischer Priester, Seelsorger von  Camela Soprano, Carmela Soprano, played by Edie Falco, is a fictional character on the HBO … her marriage vows during some sexually charged moments with her priest, Father Phil Intintola (in „College“), and painter-decorator Vic Musto./

 

Coach im Supermarkt


Neulich im Supermarkt. Ich betrete den Supermarkt und schiebe einen Einkaufswagen vor mir her. Ich will nur eine Kleinigkeit einkaufen. Eine Banane und einen Joghurt für zwischendurch. Ich bin auf dem Weg zum nächsten Termin und trage einen Anzug. Ich trage gerne Anzüge. Und dann passiert es, ich greife in ein Kühlregal nach einem Joghurt. In diesem Augenblick fällt ein anderer Joghurt herunter. Warum auch immer. Ich trete einen Schritt zurück, weil ich nicht dem Reflex erliegen will zuzugreifen und meine Kleidung zu ruinieren. Der Joghurt fällt auf den Boden, er zerschellt und die helle Brühe läuft heraus.

Und nun kommt es zu einer beispielhaften Kommunikation, die ich blitzschnell analysiere. Ein Mann baut sich vor mir auf und fragt mich, ob ich das jetzt da liegen lassen würde. Ehrlich gesagt, hatte ich kurz darüber nachgedacht, was ich als nächstes tun würde. Einen Mitarbeiter suchen oder an der Kasse Bescheid sagen. Aber der Mann war schneller. Der Held hatte die Situation an sich gerissen.
Ich entgegne, dass ich das jetzt nicht wegwischen werde. Er zeigte mir sofort, dass er “besser” ist als ich. Er hob den Becher auf und legte ihn in das Regal. Warum auch immer er das tat. Aber so kleckerte der Rest des Bechers in das Regal hinein. Regale sind nicht so leicht zu wischen wie ein Steinboden. Ich weiß dass, denn ich wische öfter Zuhause den Boden auf. Ich erkläre ihm, dass ich selbstverständlich dafür sorgen werde, dass jemand kommt und das wegwischt. Ein Mitarbeiter, der mit dem Rücken zu uns stand, drehte sich um und ging weg. Vermutlich um Wischzeug zu holen.

Frage: Was hat der Mann da gerade gemacht? Wie kommt er darauf mir vorzuschlagen, dass ich etwas tun soll, was nicht meine Aufgabe ist?

Lösung: Es ist eine ganz klare Beziehungsbotschaft: “Du arroganter Affe im Anzug! Räum gefälligst die Sauerei hier weg! Oder bist Du Dir zu fein dazu? Schau mal wie man so etwas macht! Ich zeige es Dir.” Eltern ICH trifft auf Erwachsenen ICH. Keine Chance für Eltern ICH.

Fazit: “Nö! Nicht mit mir. Ich habe auch gar keine Lust mich mit Dir zu streiten – Mein FREUND!….” Es liegt auf der Hand, was der gute Mann da vorgestellt hatte. Sich. Ich habe keine weiteren Fragen mehr. Danke!

Das ist genau der Typ Mann, der an der Ampel hupt, wenn er hinter Dir steht und Du bei Gelb-Grün noch keinen Kavalierstart hingelegt hast. Der Typ, der von links in einen Kreisverkehr hinein rast um schneller drin zu sein als Du. Der Knallkopf, der Dich bei 160 auf der Autobahn rechts überholt, weil er der Meinung ist, dass Du Dich doch gefälligst zwischen zwei Lastwagen zwängen und bremsen sollst, wenn er kommt. (Er schafft das in der Regel auch nicht. Aber er versucht es und ist dann furchtbar sauer auf DICH!) Da fällt mir nur Frank Zander ein: HIER KOMMT KURT!

 

 

Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen


Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen*

Das Ding wird eingemottet.”, konnte man heute in der WELT lesen. Gemeint ist der Hauptstadtflughafen BER. Es scheint so, als ob der Flughafen 2018 nicht fertig wird und ein neuer Termin ist nicht in Sicht.

Ein Alternativvorschlag: Berlin stoppt tatsächlich alle Baumaßnahmen und macht dem Elend ein vorzeitiges Ende und Brandenburg öffnet die Möglichkeit um den alten MilitärFlughafen Sperenberg auszubauen und dort von einer privaten Investorengruppe einen neuen Flughafen bauen zu lassen. Wie lange braucht man um so etwas durchzuziehen? Das sollte sehr schnell gehen, wenn alle mitmachen. Möglicherweise muss die Regierung ein Basta! und ein Machtwort sprechen um so etwas auf den Weg zu bringen. Wie wäre es, wenn der BER wirklich kurzfristig gestoppt und die beteiligten Unternehmen auf Schadenersatz verklagt werden? Das dauert lange, aber bis zum Abschluss der Untersuchungen kann eine Investorengruppe aus dem Silicon Valley längst einen neuen Flughafen mit Ausbaupotential und alle notwendigen Infrastrukturbauten fertig geplant und gebaut haben. Wir wäre es mit einem modernen Drehkreuz mit angeschlossenen Zentralen für Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon und Oracle? Als Sahnestück könnten dort auch noch Unternehmen wie Huawei und Hyundai neue Europazentralen aufbauen und der Transrapid würde auch noch zum Einsatz kommen um die 50 Millionen Passagiere, mit denen man wohl rechnen kann schnell ans Ziel zu bringen. Einchecken am Hauptbahnhof und direkt zum Gate. Das wäre einmal eine Maßnahme die dem Standort Deutschland angemessen ist. Alles andere ist doch nur kleinkarierter Schwachsinn. Vielleicht ist es auch ausgemachter Unfug, was ich hier vorschlage. Aber ist das tatsächlich so? Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie die Hauptstadtregion in 10 oder 20 Jahren aussehen soll. Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie sich diese Schlagzeile liest und was sie in uns auslöst: Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen! Da ist genügend Platz um so etwas zügig umzusetzen. Die Milliarden, die bisher in eine Bauruine geflossen sind, wären von Anfang an besser dort aufgehoben gewesen. Vielleicht sollten man den Supermann Martin Schulz*** ins Boot holen. Das wäre doch ein gutes Wahlkampfthema für ihn. Berlin hat es nicht verdient mit einer Kopfgeburt wie dem BER weiter bestraft zu werden. SPERENBERG – hört sich gut an!

* )ACHTUNG! Das ist keine Nachricht, sondern nur ein alternativer Fakt 😉
***) Martin Schulz war 2017 Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD****. Nach der verlorenen Wahl fiel die SPD auf ungefähr 15% und tummelte sich auf dem Niveau der sogenannten Kleinen Parteien: GRÜNE, LINKE, FDP, AfD. Schmidt hatte noch eine Woche vor der Wahl stur behauptet: „Ich werde Kanzler der Bundesrepublik Deutschland!“
****) SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
P.S. Ich habe den Text mal durch den Bullshitalanysator geschickt:
Erstaunlich:
Ihr Text: 2413 Zeichen, 359 Wörter
Bullshit-Index :0.15
Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.
P.S. Artikel im Tagesspiegel:

 

Internetmarketing, ein Feldversuch ;-)


Viele meiner Kollegen haben eine Webseite erstellt und sind ziemlich fit in Sachen Internetmarketing. Respekt! Ohne Internetauftritt geht heute nichts mehr. Google ist und bleibt die größte Suchmaschine und wir suchen genau hier nach allem, was wir wissen wollen. Wir suchen nach Dienstleistungen, Martin Schulz, Marc Terenzi, Marco Polo, Roger Federer, Züricher Geschneltzeltes oder geschnetzeltes nach Züricher Art und die Australien Open. Wenn jemand Choleriker und Coach eingibt(versuch mal „Choleriker Coach“), dann landet sie oder er auf dieser Webseite. Ich liebe das Internet! Allerdings findet man natürlich auch Informationen zu Donald Trump und Marine Le Pen, die wir in Deutschland eher unter Marie Le Pen suchen. Wir finden die Beatles und die Rolling Stones, das Rolling Stone Magazine. Wir finden alles über die AfD, aber ob es sich um eine wirkliche Alternative für Deutschland handelt, darf bezweifelt werden. Ich mag weder alternative Fakten, noch Fake News. Es kommt immer auf die Protagonisten von politischen Bewegungen  an. Einen Björn Höcke oder auch liebevoll Bernd genannt, ist sicher kein Ruhmesblatt für die Kunst der Rhetorik; jedenfalls nicht für mich. Frauke Petri überzeugt mich auch nicht. Muss sie auch nicht. Ist besser so.

Aber es sind Reizwörter, die wirklich oft gegoogelt werden. Wobei wir wieder bei Internetmarketing wären. Ich bin mal gespannt, wie die oben genannten Reizwörter auf die Zugriffszahlen dieser Seite wirken. Es handelt sich um die meist gesuchten Wörter auf Google. Gut: Dschungelcamp und Karda Loth fehlte noch. Ich schau mal und berichte später darüber.  

Bis bald! 

im Plattenladen


im Plattenladen /http://record-shops.org/shops/berlin/friedrichshain/music-heaven/

 

Es gibt sie wieder, die herrlichen Läden in denen man nach Herzenslust in alten LP’s herumwühlen kann. Das ist für mich wie eine Reise in eine unbekannte Welt. Ab und zu stoße ich auf eine bemerkenswerte Platte, die ich schon besitze und dann wieder auf einen kleinen Schatz, den ich schon immer mal hören wollte. Gestern war ich abends in Friedrichshain unterwegs. Ich musste etwas Zeit vertrödeln und lief die Simon-Dach-Straße herunter in Richtung Ostkreuz, glaube ich. Überall junge und hippe Lokale. Sehr junge Menschen kreuzten meinen Weg, oder saßen in den kleinen Kneipen und Restaurants. Ich kam mir vor, wie ein Reisender in einer fremden Stadt. Das wäre wohl eher etwas für meine Tochter. Ich spüre den Unterschied, die Kluft, die mein Leben von dem allen hier trennt. Ich bin verständnisvoll und aufmerksam. Aber das hier ist was anderes.  Dann kam ich an dem Plattenladen vorbei. Ich schaute kurz durch die Fensterscheiben. Es war kurz vor 19:00 Uhr. Ein junger Mann mit spanischem Akzent sprach mich an und lud mich ein, den Laden zu betreten. Ich war natürlich sofort bereit und schaute mich um. Wie gesagt; Eine Reise in einer andere Welt. Ganz unbekannt war mir diese Welt nicht. Es war die Welt der Musik auf Vinyl. Schallplatten hatten mein halbes Leben begleitet. Ich hatte sie besessen und ich hatte Freunde, die tolle Platten von Udo Lindenberg, David Bowie und Led Zeppelin besaßen. Ich kopierte die Platten auf Band und legte in der Schule in der DISCO auf. Schwupp! War ich wieder in meiner Jugend und erinnerte mich an alles. Ich erinnerte mich an Lu und den Club am Tierpark, an die Rockkneipe in Schöneiche und nächtliches Nacktbaden am Müggelsee, Tage und Nächte in Lichtenberg. Ich erinnerte mich an die S-Bahn-Fahrten in Richtung Pankow. Man konnte die Mauer in all ihrer Häßlichkeit sehen. Wir lebten im Osten und hörten natürlich Westradio. All die Schätze, die ich damals nicht kaufen konnte, kann ich nun hier finden. Auch einige AMIGA Schätze und sogar ungarische LPs mit OMEGA, PIRAMIS, LOCOMOTIV GT entecke ich. Ich blättere mich durch die Musikstile und fühle mich einfach wunderbar. Für einen Augenblick, der die Ewigkeit bedeuten kann, spüre ich, dass ich richtig bin. Ich fühle mich frei und bin sehr zufrieden mit allem; ich lebe im Hier und Jetzt. Ich kaufe eine Compilation mit MOTOWN-Music auf der auch Papa was a Rolling Stone von den Temtations drauf ist. Da kann ich nichts falsch machen! Am späteren Abend dreht sich die schwarze Scheibe auf dem besten Schallplattenspieler den ich jemals besessen habe und das Knistern der Zwischenrillen verbreitet Lagerfeuerromantik. Es geht mir richtig gut und nun weiß ich wieder, wie ich mich ganz gezielt in diesen Zustand versetzen kann.

Womit wir wieder beim Coaching sind:

Was machen Sie, wenn es Ihnen sehr gut gehen soll?

Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?


Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?

Immer wieder verlaufen sich Leute auf meinen BLOG, die Fragen wie diese stellen. Woran erkennt man eigentlich einen Choleriker? Eine Antwort könnte lauten: Wirst Du schon merken, wenn Du einem begegnest. Aber im Ernst. Worum geht es? Cholerische Menschen nerven und wenn man einem begegnet, dann ist es doch offensichtlich, dass womit man es zu tun hat. Irgendwann in meiner beruflichen Entwicklung hatte ich diese Spezies auf dem Schirm und ich ärgerte mich über sie.

Choleriker sind: laut,
unbeherrscht,
rücksichtslos,
ungerecht,
unberechenbar,
unerzogen,
kindisch,
unterentwickelt,
niveaulos,
unangenehm,
platt,
raumgreifend,
selbstverliebt,
einseitig intelligent,
armselig……

Habe ich etwas vergessen? Sicher. Eine Menge. Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, dass es sich bei Cholerikern meist um Zeitgenossen handelt, die an irgendeinem Punkt der Entwicklung steckengeblieben sind. Sie haben das Verhalten von 12jährigen, wobei manch ein 12jähriger weiter entwickelt ist als diese Typen.
Ich mag sie nicht. Da bin ich ganz offen. Choleriker sind aggressiv, sie greifen sofort an, wenn sie die Führung ergreifen wollen. Es ist ihr einziger Reflex, den sie beherrschen. Sie werden persönlich, und das oft ohne den geringsten Grund. Dabei sind sie nicht dumm. Im Gegenteil. Was für eine Verschwendung von Ressourcen, wenn sie in einem Choleriker stecken.

Vor einiger Zeit habe ich einen Mann aus meiner alten Firma wiedergesehen. Ich würde ihn als Choleriker bezeichnen, ohne das weiter zu vertiefen. Was war das erste, was er mir an den Kopf warf? Ich glaube ich hatte es hier schon einmal erwähnt. Ich wiederhole es, weil es mich tatsächlich aufregt. Es regt ich auf, weil ich mich irgendwie “aus Prinzip” angegriffen fühle und eigentlich darüber stehen sollte. Irgendwas macht das mit mir. Ich werde darüber hinwegkommen. Der gute Mann bezeichnete mich ohne jeden Anlauf verächtlich als “Industriephilosoph”. Und wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann hat er durchaus recht. Es ist das Beziehungsohr, das mich genau spüren lässt, wie es gemeint ist. Abfällig. Aber so sind sie halt, diese Choleriker. Wie ein Elefant im Porzellanladen. Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? So sind sie eben, sie können nicht anders. 😉

EU! Aber bitte ein Update!


Diese EU ist ein Desaster – Wir brauchen eine EU 2.0

Die Europäische Union ist ein lockerer Staatenverbund, der sich nie einigen kann. Der Brexit ist möglicherweise eine sehr gute Idee der unzufriedenen Briten. Sie haben verstanden, dass es so nicht weitergehen kann. Es gibt jede Menge Ideen, was Europa sein sollte. Praktisch sieht die EU ganz anders aus. Es sind die wirtschaftlichen Unterschiede, die ein Zusammenwachsen behindern. Beispiel Griechenland: Welches Industrieprodukt kommt aus Griechenland? Mit fällt da nur Feta und Olivenöl ein. Die wundervollen griechischen Inseln und die Gastfreundschaft. In Griechenland ein Haus zu bauen, geht eigentlich überhaupt nicht. Eigentlich. Man baut zuerst und reicht dann einen Bauantrag ein. Der wird vermutlich nicht abgelehnt. Sicherheit gibt es aber nicht. Eigentlich. Eine Hand wäscht die andere. Wer in den frühen 2000ern in Griechenland im Urlaub war, staunte über den unglaublichen Reichtum, der in den Häfen des Inselstaates zu besichtigen war. Ganz offensichtlich gab es hier viel mehr Reiche und Superreiche als in Deutschland. Der Euro hatte es möglich gemacht. Harte Währung wurde in ein Land gepumpt, dessen Währung zu Recht windelweich war. Griechenland hätte niemals dem Euroraum beitreten dürfen. Bei anderen südeuropäischen Ländern ist das ganz ähnlich. Wie kommt es, dass ausgerechnet in Deutschland der Wohlstand so ungleich verteilt ist? Warum gibt es hier so viele schlecht bezahlte Jobs? Der Euro hat Europa mehr geteilt als irgendein Rechtspopulist es jemals könnte. Die Trennlinie geht mitten durch die Gesellschaft. Das ist der Punkt an dem wir ansetzen müssen.
Was Europa heute braucht, ist Arbeit und Ausbildung für die Jugend und für die alternde Bevölkerung sollte es Arbeit weit über das Rentenalter hinaus geben. Arbeit ist soziale Teilhabe. Fair bezahlte Arbeit sollte ein europäisches Menschenrecht sein.

Die Briten haben mit Sicherheit verstanden, das da etwas schief läuft. Der Austritt aus der EU ist möglicherweise konsequent und folgerichtig. Was spricht eigentlich dagegen, Großbritannien eng an die EU zu binden und sie im Binnenmarkt zu integrieren? Es ist einzig und alleine die Angst, dass andere europäische Staaten den Austritt ebenfalls vollziehen würden, wenn es so schmerzlos funktioniert. Das muss keine Katastrophe sein. Vielleicht brauchen wir Europäer einen neuen Anlauf. Vielleicht ist der BREXIT eine Chance für Europa. Vielleicht sollten wir den Briten danken, dass sie aus dieser EU austreten wollen. Wir sollten eine neue EU beschreiben und anstreben und es ihnen ermöglichen möglichst schmerzlos wieder einzusteigen, wenn es für sie attraktiv wird. Die Anziehungskraft der EU ist die einzige Chance für ein starkes und vorbildliches Europa. Wenn einzelne Länder austreten, dann muss das keine Katastrophe sein. Es geht immer weiter. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe optimistisch nach vorne zu schauen, neuen Mut zu schöpfen und wieder aufzustehen.  Was spricht dagegen die EU neu zu denken? Das ist der Wunsch des Volkes und das ist kein Populismus.
Warum weigern sich unsere Politiker mit der britischen Regierung über einen sanften Brexit zu sprechen? Warum treiben wir die Freunde von der Insel in die Arme der politischen Hardliner? Warum verstehen wir immer noch nicht, dass wir Europäer sind, die gemeinsam eine bessere EU denken müssen?

Deutschland erwirtschaftet regelmäßig einen unglaublich hohen Exportüberschuss. Das ist auf die Dauer weder gesund für Deutschland, noch für Europa, noch für die Welt. Allein das ist ein wichtiger Ansatzpunkt um die Probleme Europas zu lösen. Mehr Import – auch aus der EU – und ein deutlich höheres Gehaltsniveau innerhalb Deutschlands, sollten denkbar sein. Eine spezielle und sehr gute Beziehung mit Großbritannien ist ein weiterer wichtiger Punkt. Wo ist das Problem? Brexit ist passiert und es wäre sicher keine Katastrophe für die EU, wenn Orban austreten gehen würde. Wichtig ist eine neue EU, die so attraktiv für alle wird, dass niemand auf die Idee kommt sie verlassen zu wollen.

Nur die politische, wirtschaftliche und militärische Einheit eines Leuchtturm-Europa kann gemeinsam Probleme lösen und den Wohlstand der Bürger auch in Zukunft garantieren. Eine dunkle Alternative dazu gibt es, aber die will mit Sicherheit niemand, der noch einigermaßen bei Verstand ist. Es wird unbequem. Aber nur wenn sich etwas bewegt, kann sich etwas entwickeln. Das ist die positive Sicht auf die Dinge. Es bewegt sich was. Soviel ist sicher.

Die britische PM hat es mit Sicherheit bemerkt, wie wichtig die EU im Angesicht der Wirklichkeit ist. Nie war sie so wertvoll wie heute.

RZ, 28.01.2017

Donald Trump – Was wird passieren?


Donald Trump – Was wird schon passieren?

Wir stehen ohne jeden Zweifel am Anfang einer neuen Epoche. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump hat eine Revolution ausgerufen. Er will die Macht an das Volk zurückgeben. Klingt gut, stimmt aber so nicht. Donald und eine Revolution. Das ist ungefähr so als würde Dagobert seinen Goldschatz unters Volk verteilen. Donald und das Volk. Es wird eine logische Aussage, wenn er es so erklärt: Das Volk bin ich. Jetzt können wir den Satz substituieren.  Die Macht wird ihm gegeben. Und das macht dann wirklich Sinn in seiner Welt.  Donald versteht nämlich sehr viel von seiner eigenen, eigenartigen Welt. Seine Sicht auf die Dinge ist – einzigartig. Er ist einzigartig. Und wenn Revolution,  dann wird er in einer Reihe mit Lenin und Fidel Castro stehen. Wobei augenfällig Unterschiede zu erkennen sind.

Aber was hat ihn an die Macht gebracht? Was wollen die Leute von ihm? Was erwartet uns und was müssen wir befürchten? Lassen wir die Angst mal weg und hoffen wir, dass es schon nicht so schlimm werden wird.

Die USA stehen an einem Scheideweg. Wer in den letzten Jahren mal drüben war, kennt das Problem. Oder die Probleme. Die Infrastruktur ist eine einzige Katastrophe. Das Bildungssystem ist für die Masse der Bevölkerung nicht mehr geeignet. Ganze Stadtviertel großer Städte sehen aus wie die Dritte Welt. Selbst in Washington gibt es Stadtviertel in die ich meine Tochter nicht schicken würde. Es gibt richtige bittere Armut und es gibt ordinären Reichtum. Es gibt sehr viel Angst im Mittelstand, alles zu verlieren. Obdachlosigkeit ist ein großes Thema in den USA. Die Automatisierung tut ihren Teil. Wenn in Fabriken in denen noch vor 20 Jahren tausende Arbeiter einen Job hatten Roboter und Automaten den Job machen und nur noch ein paar hundert hochqualifizierte Fachleute Arbeit finden, dann wird deutlich wo die Probleme liegen. Von all dem hat Donald Trump nicht viel Ahnung, wenn er das Thema überhaupt kennt. Er ist ein alter Mann, ein Kind der 70er Jahre.

Allein die mittellose und ungebildete Schicht derer, die eigentlich Mittelstand sein sollten, lichtet sich seit vielen Jahren gewaltig. Make Amerika Great Again – bedeutet die Rückkehr des Amerikanischen Traumes. Donald Trump ist ein ausgeschlafener Populist. Er hat dem Volk ein wenig auf das Maul geschaut und er muss sich nicht verstellen. Er redet genau so wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Besser kann er es nicht.

Er wird wird versuchen die Probleme des Landes so zu lösen wie es seinem Weltbild entspricht. Protektionismus. Deals. America first! Die Army aufrüsten, aber zu besseren Kosten – Das funktioniert am besten durch Mengenrabatte und das hat noch immer funktioniert, wenn innenpolitisch etwas schief läuft. Er wird Arbeitsplätze schaffen in der Rüstungsindustrie. Er wird die WallStreet sanft streicheln und er wird den Briten viel versprechen. Donald wird alles tun um ein großartiger Führer seines Landes zu werden. Er hat Hochachtung vor großartigen Führern. Da kommt kein Zweifel auf. Was er unter guter Führung versteht, ist offensichtlich. Angreifen, beleidigen, provozieren, herausfordern, einfach machen. Er ist ein Macher, dem nichts schnell genug gehen wird. Er könnte eine Menge lernen in den kommenden 4-8 Jahren. Ja, leider ist es so. Selbst wenn er in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit nichts auf die Reihe bringt, wird er versuchen es so zu verkaufen, dass man ihn nicht gelassen hat. Die alten Eliten halt. Egal ob GOP oder Demokraten. Alles dasselbe für ihn. Aber Donald ist nicht Obama, der wirklich einen sehr guten Job gemacht hat obwohl er keine Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus hatte.

Es wäre gut, wenn die Demokraten wieder mehr wirklichen Einfluss gewinnen würden. Es wäre interessant zu beobachten, wie der größte Jobbeschaffer aller Zeiten damit umgehen würde.

Donald wird das tun, was er zu verstehen glaubt. Seine Berater – Familie und Schwiegersohn – werden ihn versuchen sanft zu leiten. Es wird nicht immer gelingen.

Ein Tweet geht immer noch, egal wie ernst die Situation ist. Hoffen wir nur, dass er nicht auf einen falschen Knopf drückt und “April!April! twittert, weil er den Ernst der Lage nicht verstanden hat.

Er hat keine Ahnung, wie er die gewachsenen Probleme des Landes lösen kann. Wenn die Amerikaner das erstmal herausgefunden haben, dann öffnen sich völlig andere Optionen. Aber das wissen die rechten Eliten längst. Ihr ärgster Feind heißt Bernie Sanders und die jungen Leute die ihn unterstützen. Was auch immer passieren wird, die Welt ist nicht sicherer oder unsicherer geworden. Sie hat begonnen sich zu bewegen und sie befindet sich längst in einer Krise. Es ist eine Krise der Möglichkeiten und der überkommenen Realitäten. Die Welt wird sich weiterdrehen. Es ist völlig egal, was man von Donald Trump hält. Er rüttelt und vieles wird anderes werden. Manchmal ist das sogar eine Chance für Veränderung. Yes We Can! Changing The World!

Am schlimmsten finde ich, dass es Nachahmer geben wird. Führungskräfte, die sich in ihrem Narzissmus und in ihrer ungeduldigen, cholerischen Natur bestätigt finden. Der große Vorturner zeigt wie es geht. Egal wie wir das finden. Das ist wirklich sehr traurig…..

We’re going to have insurance for everybody – Trump said

Seife verkaufen Kaltakquise

16.01.2017 – Trump verspricht HealthCare for everybody – Eine Krankenversicherung für Jedermann –

Der gewählte Präsident der USA gab der Washington Post am späten Samstagabend (14.01.2017) ein Interview, das besondere Beachtung verdient. Er will Obamacare, die historisch bedeutende Einführung einer Krankenkasse für alle Amerikaner, abschaffen und durch ein völlig neues System ersetzen. Er erklärt, dass er direkt mit Pharmakonzernen und Versicherern verhandeln möchte um die Kosten für das Krankenkassensystem erheblich zu senken. Die Republikanische Partei hatte bislang jede weitere Einmischung des Staates in diese Dinge kategorisch abgelehnt. Präsident Obama hätte keine Chance gehabt das Thema auch nur auf die Agenda zu heben. Und nun kommt Donald Trump und mischt sich direkt ein.

“We’re going to have insurance for everybody,” Trump said. “There was a philosophy in some circles that if you can’t pay for it, you don’t get it. That’s not going to happen with us.” People covered under the law “can expect to have great health care. It will be in a much simplified form. Much less expensive and much better.”

Trump verspricht tatsächlich eine bezahlbare Krankenversicherung für Jedermann. Das ist eine Abkehr von der Philosophie, dass nur jeder der das bezahlen kann es auch erhalten kann. Das ist, so Trump, mit ihm nicht zu machen. Jeder Bürger soll eine großartige Krankversicherung bekommen und zwar in einer sehr einfachen Art und Weise. Sehr viel preiswerter und viel besser.

Spannend! Wenn es Donald Trump gelingt, diesen einen Punkt in die Wirklichkeit zu bringen, hat er weit mehr erreicht, als Obama mit dem Versuch seine Obamacare gegen den Willen der Republikaner einzuführen.

Vermutlich hat Donald da irgendwas falsch verstanden und sich nur versprochen. “Belgien ist eine schöne Stadt” für ihn und er kann sich sogar daran erinnern mit einem wichtigen “Politiker aus dem Europaparlament” telefoniert zu haben. Aber an den Namen kann er sich nicht erinnern. Ist ja auch nicht wichtig. Namen sind Schall und Rauch. Irgendwas mit Europa halt. Aber immerhin weiß er wer Merkel ist. Das ist doch schon mal was……

Der große Sachverständige wird es schon schaffen, die kommenden vier Jahre im Gespräch zu bleiben. Und dann wird er halt nochmal gewählt, weil “die Anderen ja niemals die Wahrheit sagen” – “Alles Fake-News!”

Was das alles mit Coaching zu tun hat? Ich weiß es auch nicht mehr. Eins ist klar: Wenn so ein Stil erfolgreich ist, dann ist etwas gründlich schiefgegangen. Es ist zum Weinen: Sad! Very sad!

Rush Hour Berlin


Unglaublich: Gestern habe ich geschlagene 2 Stunden gebraucht. Mit dem Auto von der Arbeit nach Hause. Ich wohne und arbeite in Berlin und ich wäre doch besser mit der S-Bahn gefahren. Sie fährt ja wohl wieder normal, wenn man das so sagen kann. Früher war die S-Bahn gefühlt zuverlässiger und pünktlicher. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich wohne seit einem Jahr direkt in Berlin. Ick bin ein Berliner! Na toll! Vorher war ich eine Randbullette und insofern wahrscheinlich berlinerischer als viel Neuberliner um mich herum. Der typische Berliner spricht keinen Berliner Dialekt mehr. Die Eingeborenen werden prozentual immer weniger. Fremdstämmige Menschen siedeln sich heute vermehrt in Berlin an. Schwaben und Sachsen, Angelsachsen und Russen, Osteuropäer, Italiener, Spanier, Franzosen, Amerikaner (aus dem Norden und dem Süden) die Liste ließe sich endlos weiterspinnen. Und ich, die alte Randbulette musste nun auch noch nach Berlin ziehen! Meine Nachbarkinder sprechen besser Russisch als Deutsch und wenn ich mit der S-Bahn unterwegs bin höre ich spanische, englische, italienische, russische, polnische, türkische, arabische und mir vollkommen unbekannte Sprachfetzen. Im Auto bin ich alleine. Ich stehe im Stau und werde auf der rechten Spur vorzugsweise von rasenden Taxis überholt. Achtung! Spurwechsel ist lebensgefährlich in Berlin!

Ganz ehrlich? Als ich noch in meiner gemütlichen Vorstadt wohnte, in meinem Haus im Grünen, nahe am landschaftlichen Paradies, erschien mir die Fahrt nach Berlin immer zu lang. Ich brauchte ungefähr 10 Minuten bis zum Bahnhof und dann fährt alle 30 Minuten ein Regionalexpress direkt ins Berliner Zentrum. 40 Minuten bis Bahnhof Friedrichstraße. Da kann man nicht meckern. Heute brauche ich ungefähr dieselbe Zeit, wenn ich mit der S-Bahn fahre. Vom Auto mal ganz abgesehen. 10 Kilometer pro Stunde. Das schaffe ich zu Fuß aber schneller! Ein leichter Dauerlauf und ich wäre auch da. Das Fahrrad währe eine wahnwitzige Alternative. Aber so viel Spaß macht das nun auch nicht in der Rushhour.

Vielleicht ist es ja auch nicht jeden Tag so verrückt wie gestern.Gestern hatten die Brandenburger ihren Reformationstag und frei. Vermutlich sind die alle zum Einkaufen in die Stadt geströmt und standen nun mit mir gemeinsam im Stau. Das ist ja das Problem. Sie kommen nicht mit dem Streckenplan der Berliner Verkehrbetriebe klar und sie denken, dass sie mal eben gemütlich in die City fahren können. Stau gibt es ja nicht, in der Brandenburger Pampa. Ausser in den Schulferien, wenn dort Straßen repariert und ganze Regionen vom Verkehr ausgeschlossen werden. Oh! Da fallen mir Geschichten ein. Aber das ist wieder ein anderes Thema….

In zwei Stunden schaffe ich es ganz bequem bis in die äußersten Zipfel des Landes zu fahren. Aber eben nicht via Berlin. Das geht nicht. Aber das war ja schon vorher klar. Und ich werde auch dieses Stauerlebnis wieder verdrängen und mich sehr bald wieder in den Stau einreihen um durch unser wunderbares Berlin zu schleichen. Was für ein Streß! Ich liebe diese Stadt!

Schwachsinn


SCHWACHSINN

Neulich erreichte mich ein Kommentar zu einem meiner BlogBeiträge. Meine erste Reaktion auf Feedback ist einfach: Danke für den Kommentar!
Dann habe ich mich tatsächlich mit diesem Kommentar beschäftigt. Der oder die KommentatorIn beschränkte sich darauf mir eine Watsche zu verabreichen, also mir eine zu knallen. Interessant, wie ich finde. Unerwachsene Kommunikation. Ich denke, dass man darüber nachdenken können sollte, wenn man etwas falsches geschrieben hat oder ein Zusammenhang nicht deutlich wurde.

Ich frage mich auch, wie der Beziehungszusammenhang zwischen einem anonymen Kommentator und einem offenen Blogger ist. Ich kenne den Kritiker nicht. Er oder sie kennt mich nicht. Was soll also der kindliche Drang etwas als Schwachsinn abzuqualifizieren? Wenn es Schachsinn ist, dann würde mich auch ganz genau interessieren, warum das so ist. Ich schreibe ja nicht einfach so, sondern weil ich permanent lerne und das Gelernte versuche in Worte zu kleiden um es mir vor Augen zu halten. Wenn andere das gerne lesen, dann ist es O.K. für mich. Wenn andere das kritisieren, auch. Wenn andere das hassen und es als Schwachsinn bezeichnen, dann würde ich gerne ganz genau wissen, wer dahinter steckt und was ich mit der Info anfangen soll. Ich bin für einen erwachsenen Dialog. Alles andere ist: Schwachsinn….

Studierende und Studenten


Das macht Sinn. Studenten studieren und daher kann man von studierenden Studenten sprechen. Das gegenderte Wort Studierende für Studenten bewirkt eine gewisse Übelkeit in mir, eine sehr gewisse sogar. Ich weiß, dass es nicht politisch korrekt von mir ist. Aber mal ganz ehrlich: Sollte ich mir schon wieder eine Schere im Kopf ansetzen und meine unfrisierten Gedanken stutzen?
Das erinnert mich an ein Erlebnis im Studium – anderes Land, andere Zeit, lang ist es her – als mir das Wort „Zeitgeist“ fast das Genick gebrochen hatte. Uups! Dieses Wort gab es in diesem Märchenland ja überhaupt nicht. Na sowas! Ich war froh, als ich frei von derartigen Scheren im Kopf, lesen, schreiben und sprechen konnte.
Und nun das mit dem Genderismus. Ich kann es kaum glauben, was da gerade passiert. Fühlen sich Frauen tatsächlich vernachlässigt, wenn ein Wort im Deutschen einen männlichen oder weiblichen Stamm hat? Sächlich geht ja auch. Das Auto. Das sollte mich als Mann aufregen. Auto ist doch was männliches! Warum heisst das nicht: Der Auto!???? Ich müsste mich aufregen! Tue ich aber nicht. Das Auto soll das Auto bleiben. Und der Wagen bleibt der Wagen. Oder soll man den Wagen abschaffen, weil sich weibliche Wagene beleidigt fühlen?

„Ich bin Ingenieur“, kann auch eine Frau sagen. Ingenieur ist vermutlich darum männlich, weil die Männer es so eingerichtet haben. Klar, Ingenieure waren Männer. Damals. Es gab keine Verschwörungskonferenz in der sich Männer darauf geeinigt haben, Frauen runterzumachen. Zu unserer Geschichte gehört das schon. Zugegeben. Und Sprache hat sich in einer Zeit entwickelt als Frauen noch nicht selbstverständlich studieren konnten. Heute ist alles anders. Frauen sind Geschäftsführer und Politiker, Ärzte und Direktoren. Alles männliche Wörter, wie Bundeskanzler. Angela Merkel ist Bundeskanzlerin. Bundeskanzler würde mir genügen. Und es wissen doch alle, dass sie eine Frau ist. Machen wir uns das Leben doch nicht zu schwer. Adenauer war keine BundeskanzlerIn. Und die Helmuts auch nicht. Also bitte!

Neulich habe ich einen Artikel über diese neue Sammelbewegung für Unzufriedene namens AfD gelesen und es wurde deutlich, dass die AfD das Thema für sich in Anspruch nimmt. Die sind aber auch gegen alles. Das ist sicher kein Zufall. Aber ich fühle mich nicht angesprochen.
Gendersprech sollte kein Thema für Parteien sein. Also, die Nummer: “Wähle AfD! und dann hört der Spuk mit der Vergenderung der Sprache endlich auf.”,  zieht bei mir nicht. Das sollten wir doch anders hinbekommen. Ähnliche Angriffe auf Political Correctness gibt es ja auch in den USA. Donald Trump feiert Erfolge, weil er jedem nach dem Mund redet, der ihn wählen will und er braucht die Underdogs der Gesellschaft. Der Mann ist ein Thema für sich. Unglaublich, dass er so weit gekommen ist. Es bleibt zu hoffen, das Populisten wie er keine nachhaltige Chance erhalten. Obama macht doch am Ende seiner Amtszeit eine ganz gute Figur. Die Amerikaner werden längst wissen, was sie an ihm haben.
Das Thema Genderisierung und Verwissenschaftlichung von Literatur wird uns noch lange beschäftigen.
Ich bin ein Freund der freien Rede, kein Freund von Verunglimpfung und Beleidungen unter der Gürtellinie. Es darf ruhig etwas anspruchsvoller sein. Aber bitte nicht so abgehoben, wie es durch Genderisierung automatisch passiert.

Ich wäre gespannt was Mark Twain darüber sagen würde. Über die deutsche Sprache hatte er ja seine ganz spezielle Meinung. Sein beissender Witz würde mit Sicherheit auch PC und Genderlanguage treffen.
Und spätestens jetzt wird es Zeit mir endlich mal wieder diesen herrlichen Tom Sawyer vorzunehmen. Ich liebe dieses Buch! Immer noch!