Google realsiert den Babelfish aus Per Anhalter durch die Galaxis


Google ist die erste große Tech-Firma, die den Babelfisch aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ realisiert. Der Babelfisch ist ein Fisch, der in das Ohr gesteckt wird und sich im Innenohr festsetzt um anschließend simultan jede Sprache in die Muttersprache des Probanden zu übersetzen.

Die Suchfirma, die jetzt eine Reihe von eigenen Hardwareprodukten anbietet, kündigte die „Google Pixel Buds“ genannten Ohrhörer bei einem Event am 04. Oktober 2017 in San Francisco an. Die Ohrhörer verbinden sich drahtlos mit den neuesten Smartphones von Google, aber vor allem können sie auf Google Assistant, den virtuellen persönlichen Concierge des Unternehmens, zugreifen, der genau vor einem Jahr gestartet wurde. Google behauptet, dass die Ohrhörer mit dieser Software 40 gesprochene Sprachen fast in Echtzeit übersetzen können – oder zumindest schnell genug, um ein Gespräch zu führen.

Eine Demonstration auf der Bühne während der Google-Veranstaltung zeigte eine genaue und fast sofortige Übersetzung von Schwedisch nach Englisch, aber es ist unklar, wie gut es in der realen Welt funktionieren wird, wo Hintergrundgeräusche, Unterschiede im Akzent, verbale Stolperer und so weiter die Software verwirren könnten.

Google hat seit Jahren seine Übersetzungsdienste immer mehr verbessert und weiterentwickelt. Ende des vergangenen Jahres hat es eine neue Version seines simultanen Übersetzungsdienstes zur Verfügung gestellt, welches komplett durch künstliche Intelligenz realsiert wird.
Die Übersetzung selbst wird derzeit auf den AI-fokussierten Rechenzentren von Google verarbeitet, da es viel Rechenleistung braucht. Audio muss in Text umgewandelt werden, in eine andere Sprache übersetzt und dann wieder in Rede umgewandelt und dem Zuhörer vorgelesen werden.

Der letzte Teil dieses Prozesses wird traditionell durch das Zusammenstellen von vorab aufgezeichneten Wörtern oder Wortfragmenten gemacht. Allerdings schrieb DeepMind, das AI-Forschungslabor von Alphabet, am 04.10.2017 in einem Blogpost, dass die AI-Forschung, die es verwendet hat, um menschlich klingende Stimmen zu erzeugen – ein System namens WaveNet – jetzt im Google Assistant zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass die Stimme, die die Übersetzungen überspielt, in Echtzeit erzeugt und damit realistischer wird, so DeepMind. Es ist nicht klar, wie viel von dieser Verarbeitung wird in der Cloud realisiert wird und wie viel auf den Prozessor des Telefons, an dem die neuen Ohrhörer angeschlossen sind.

Die Ohrhörer „Google Pixel Buds“ kosten 159 Dollar und haben 5 Stunden Akkulaufzeit. Die Akkus können von einem Akku in ihrem Tragekoffer wieder aufgeladen werden. Quelle: Quartz 04.10.2017

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Was tun? Wenn man einen cholerischen Sohn hat


Wieder einmal eine Suchanfrage, die direkt auf diesen BLOG führt: „Was tun? Wenn man einen cholerischen Sohn hat.“ Die direkte Anfrage lautet: was kann man tun wennmaneinen cholerischen sohn hat

 Was ist ein cholerischer Sohn? Wie stellt sich das dar? Was genau passiert? Das muss genau beobachtet und registriert werden, bevor sich ein Coach ein erstes Bild machen kann. Wie stark ausgeprägt ist das cholerische Verhalten und wie genau macht es sich bemerkbar? Wie alt ist das Kind? Oder handelt es sich um einen ausgewachsenen 17-jährigen, der es gewohnt ist mit cholerisch anmutenden Ausbrüchen seinen Willen durchzusetzen?
Nehmen wir an, es handelt sich um ein kleines Kind. Dann würde ich unbedingt empfehlen, einen Pädagogen der auf frühkindliches Verhalten spezialisiert ist, aufzusuchen. Das Verhalten des Kindes ist oft ein Spiegel für eigene Fehler in der Erziehung. Seien Sie mutig und trauen sich! Es kann sehr viel korrigiert werden, wenn Sie offen dafür sind. Kinder werden nicht aus heiterem Himmel einfach so cholerisch. Sie werden zu Cholerikern erzogen. Ob die Familie allein bei der Erziehung involviert ist, oder andere Faktoren eine Rolle spielen, kann man relativ leicht herausfinden.

Wenn “das Kind” älter ist, dann wird es immer schwieriger ihm das cholerische Verhalten abzutrainieren. Es sind bereits sehr starke, behindernde Glaubenssätze entstanden und haben sich verfestigt. Aber es ist nie zu spät das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Never give up!

Cholerikercoach


Ich bin ja gespannt auf meinen ersten offen bekennenden Choleriker, der sich auf ein Coaching einlässt. Choleriker mit Leidensdruck gibt es ja kaum. Sie lassen alles gleich raus und belasten sich nicht mit unangenehmen Gedanken und Gefühlen. Das ist eine positive Eigenschaft. Da können eher introvertierte Personen etwas lernen. Wie wäre es, wenn Sie, verehrter Choleriker, lernen würden, ihre unangenehmen Ausbrüche so zu managen, dass die negativen Auswirkungen auf Null minimiert werden? Das ist ein echter Coaching-Anlass. Frei nach dem Motto: “Ich bin Choleriker, hol mich da raus!”

Aber gerne doch!

Prahlt ein Narzisst mit seinen Opfern?


“Prahlt Narzisst mit Opfern?” ist eine Frage, die einen oder mehrere Leser auf meinen BLOG führte. Gute Frage, zu der mir Einiges einfällt.

Der erste Gedanke war: Logisch tut er das! Das ist sein Treibstoff. Natürlich lebt er seinen Narzissmus voll aus, nach dem Motto: “Du wirst schon sehen, wie ich dich fertig mache. genau so wie….” – und dann folgt eine endlose Reihe seiner Opfer, die er wie ein Triumphator vor seinen potentiellen Opfern ausbreitet.

Es gehört zum Selbstverständnis eines Narzissten, das ER Recht hat und die ANDEREN blöd, faul, dumm, unfähig, schwach und so weiter, sind. Natürlich prahlt ein Narzisst mit seinen Opfern. Ohne sie und ihre potentiellen Opfer hat er kein Publikum. Das ist fad und langweilig für ihn. Ein Narzisst kann ohne Zuschauer nicht gut leben. Er braucht das. Es ist ein eindeutiges Kennzeichen eines ausgeprägten Narzissten, seine Opfer öffentlich vorzuführen.

Eine Grundregel für professionelle Kommunikation ist die, Kritik nur sachlich begründet und in einer angemessenen und wertschätzenden Form zu formulieren. So etwas lernt man in jedem Kommunikationsseminar. Coaches beherrschen das in der Regel sehr gut.

Wer das nicht kann, ist definitiv kein Profi. So ein Mensch gehört auf die Schulbank und nicht auf den Chefsessel. Diese Leute haben sich selbst disqualifiziert.
Die Praxis zeigt aber, dass es in der Regel keine Rote Karte gibt, wenn sich eine Führungskraft nicht an diese einfache Regel hält. Das lässt einen tiefen Einblick in die Unternehmensstruktur und die ungeschriebenen Verhaltensregeln zu.

Wie geht ein Coach damit um? Er oder sie vermerken sich das und bereiten ein angemessenes Feedback vor. Das ist Pflicht für jeden professionellen Coach. Wenn ein derartiges Feedback nicht möglich ist, dann ist das Coaching definitiv vorbei, egal wie schmerzhaft es sich zunächst für den Coach auswirkt.  

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

Choleriker leiden an sich selbst


Choleriker leiden an sich

Da auf diesem BLOG sehr oft von Cholerikern und ihren Opfern die Rede ist, bleibt es nicht aus, dass sich hier selbsternannte, selbst erkannte Choleriker, melden und ihre Probleme vorstellen. Was soll ich sagen? Soll ich wirklich alle anderen Menschen zur Flucht vor diesen Menschen auffordern? Eher nicht. Sie brauchen Hilfe. Das scheint schon mal klar. Ein Anfang ist gemacht, wenn sie Hilfe suchen und sich nicht ständig hinter – durchaus verständlichen – Ausreden verstecken.

Menschen können sich ändern; Es ist eine harte Arbeit, aber es geht.

Hier der Bericht eines 25jährigen, der unter seinen Aggressionsproblemen als Choleriker leidet:  

Ich Bin ebenfalls Starker Choleriker
Hallo Ich 25 Jahre Jung,
habe seit früherster Kindheit schwere Aggressionsprobleme die Im Alter immer Stärker und Gewaltiger wurden,Meine Kindheit war eigentlich ganz schön wäre Da nicht Papa gewesen Der mich in jeder Freien Minute wenn keiner Da war geschlagen hat,Ich kann mich an diese Zeit erinnern Als wäre es erst Gestern gewesen,Wir sassen am Tisch es gab Linsen die gehörten Früher nicht zu meinen Lieblings Essen wiederwillg hab Ich es aber gegessen,das hat Papa mit bekommen an diesem Tag gings Los! Er klatschte mein Kopf in den Teller und Ich fing an zu weinen,das war wohl der größte Fehler wenn Ich das tat wurde er richtig Zornig und sehr Aggressiv und schlug dann immer fester,Ich kann mich noch daran Erinnern als Mama zur Kur war,Mein Vater und Ich waren geschlagene 3 Wochen allein die Erste Woche war alles echt Super kein stress Unternehmungen wurden gemacht Flugschau Rothenburgen das war toll,Die 2. Woche fiel anders Aus Ich war im Kindergarten und habe nach einem Schluck Tee gerüplzt,das haben die Kinder Mein Papa gesagt und er schlug mir vor allen Anwesenden Leuten Ob Kinder oder Erzieher in Meinen Magen er schlug mich öfter in den Magen was eventl der Auslöser Für eine Krankheit namens Achalasie gewesen sein könnte,wie dem auch Sei,Zuhause Spitzte die Lage sich Richtig zu ganz ehrlich dachte manchmal das war mein Letzter Atemzug,Er schlug nicht mehr Er prügelte mich mit allem was er in die Finger bekam Gürtel, Teppischausklopfer,Latschen etc. Als Wir in der 3. Woche zu Mama fuhren um Sie zu holen hatte ich mich verschluckt Früh bei essen und dabei gerülpzt,Ich dachte jetzt bin Ich Tot,nee es kam nichts dachte Ich,Beim Zähne Putzen sollte es wohl Richtig Krachen,ich habe mein Mund mit meinem Glas ausgespült,plötzlich ging die Türe auf und Ich dachte n ur OHOH,das wurde mir dann auch bestätigt,Ein Harter schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen so sagt man Heute,Ich allerdings verlor dabei ein Zahn zum Glück Milchzahn,Ich fing an zu weinen und er schlug auf mich ein,Mama durfte Ich natürlich nicht die Wahrheit sagen,Ihr musste Ich erzählen alles war toll und der zahn viel von selbst Raus mit einem gestellten lächeln! Wie dem Auch Das war der auslöser meine Aggressivität,und Leider konnte Ich sie noch nicht bewältigen damals war Ich kind Heute bin Ich erwachsen und ser Aggressiv nicht immer aber wenn Ich Explodiere schnell Landgewinnen,Nun zu meinem Problem Meine Freundin und Ich wohnen seit 2 jahren in einer gemeinsammen Wohnung, sind seit 3/5 Jahren ein eigentlich sehr Glückliches Paar wenn das diese Aggression nicht wäre,Ich raste bei jeder Kleinigkeit aus,Und das ist mir jetzt teuer zu stehen gekommen,Erstens Sie hatte solche Angst nach meiner letzten Attacke das Sie die Polizei gerufen hat Ich habe sie nie angefasst wird auch niemals passieren ich zerstöre meist wert gegenstände,Da Ich in dieser Aggressions phase nicht weis was ich tue nehm ich was mir in Die Hände kommt,kennt man von mein Papa,naja das war dann fasst das Aus unser Beziehung,Ich habe jetzt ein Ultimatum gestellt bekommen entweder Ich suche mir eine Neue Wohnung und Ärztliche Hilfe oder es ist für immer Aus,vorher war mir dieses Problem nie so bekannt wie Jetzt in diesem Augenblick Ich gefährde meine Zukunft mit der Frau meines Lebens,Sie ist sehr oft sehr stark gewesen aber jetzt hat Sie mich vor die wahl gestellt und das war denk Ich das beste um diese Erkenntnis endlich einzusehen das Ich Krank bin (Choleriker) gleich morgen suche Ich ein Arzt auf und werde Ihm das alles schildern und Ich hoffe man kann mir Helfen,vllt. kann es Ja schon einer von Euch.

Es ist eigentlich alles vorhanden. Ein gewalttätiger Vater, eine Mutter die wahrscheinlich immer weg sah und ein junger Mann, der nie etwas anderes als häusliche Gewalt erlebt hatte. Es bleibt die Frage, ob und wie dem Mann geholfen werden kann. So, wie es jetzt aussieht kann es auf keinem Fall bleiben. Ohne aktive Hilfe eines sehr guten Begleiters hat er keine Chance. Aber wer bezahlt so etwas? Die Gesellschaft sollte bereit dazu sein.

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Coach für Choleriker


Coach für Choleriker

Ich stelle mich der Aufgabe. Ich weiß, dass echte Choleriker und Narzissten nicht coachbar sind. Aber egal! Ich bin ein neugieriger Mensch, der davon ausgeht, dass man sich hohe Ziele setzen muss um erfolgreich zu sein. Ich greife sozusagen nach den Sternen. Richtig von sich eingenommene Narzissten und Choleriker werden sich nicht angesprochen fühlen.

Es sei denn, sie erkennen, welche Potentiale wirklich in ihnen stecken und was sie noch alles erreichen können, wenn sie die damit verbundenen Einschränkungen überwinden und wirklich cool sein würden.
Möglicherweise sind Sie jetzt neugierig geworden. Dann bin ich es auch: Auf Sie. 

Aber ich bin Realist: Es wird sich niemand melden…..

Choleriker coachen?


Coaching von Cholerikern?

Ein offenes Wort am Anfang: Einen Choleriker, oder wie man Männer mit einer mehr oder weniger starken narzisstischen Persönlichkeitsstörung bezeichnen will, coacht man nicht. Diese Leute sind definitiv nicht coachbar, und sie würden sich nur unter Druck zu einem Coaching überreden lassen. Der Coach, der so einen Klienten an Land zieht ist nicht zu beneiden. Wenn er klug ist, dann schickt er ihn nach Hause und freut sich des Lebens. Wenn er weniger klug ist, was ich mir kaum vorstellen kann, lässt er sich auf ein Coaching ein und hat zwei Möglichkeiten.

Eins: Der Coach macht sich mit dem Narzissten gemein und sie ziehen gemeinsam über alle anderen her um sich anschließend auf die Schulter zu klopfen. Motto: Wir beide sind so clever und toll und die Anderen sind die Idioten!

Zwei: Der Coach bekommt es mit den Spielchen einer erfahrenen Spielers zu tun in dem er immer der Verlierer sein wird. Der Narzisst muss dafür sorgen, dass er immer der Gewinner ist. Der Coach wird niemals auf Augenhöhe wahrgenommen. Die Kompetenz des Coach wird in Frage gestellt. Der Coach kann gegen den Narzissten nicht gewinnen.

Fazit: Finger weg!

Wenn schon Coaching, dann besser im Umfeld der Elefantenherde. Es gibt so viele Opfer und angeschlagene Beobachter, die wirklich einen verständnisvollen Menschen brauchen um sich von den Verletzungen die Narzissten und Choleriker zu erholen. Diese Menschen brauchen wirklich einen Coach.

Narzissten und ihre Zukunft


Immer wieder werden mir Fragen gestellt, die sich mit Cholerikern und krankhaften Narzissten beschäftigen. Unter dem Motto “Narzissten und ihre Zukunft” finden Suchanfragen ihr Ziel auf diesem Blog. Es ist ein Thema mit vielen Facetten.

Choleriker und Narzissten ähneln sich sehr stark. Es gibt große Überschneidungen. Viele Menschen, oft sind es Frauen, fragen wie sie mit einem cholerischen und narzisstischen Partner umgehen können. Natürlich ist sehr schnell das Thema Trennung auf der Tagesordnung. Frauen versuchen sich zu entziehen, indem sie den cholerischen Anfällen ihres “großartigen” Partners auszuweichen versuchen. Es ist nicht leicht sich von einem solchen Mann zu trennen. Schon aus wirtschaftlichen Gründen erscheint es unmöglich zu sein diesen Männern auszuweichen oder sich von ihnen zu entfernen. Und da ist dann auch noch die charmante und erfolgreiche Seite des Narzissten. Es gibt auch gute Tage und es ist angenehm, einen erfolgreichen und starken Partner an seiner Seite zu wissen.
Versuche, die festgefahrenen Regeln in Frage zu stellen und den übersteigerten Selbstwert des Mannes anzugreifen, scheitern oder werden durch den Versuch des Mannes, die Frau massiv zu entwerten oder sie in eine Depression zu treiben, in das Gegenteil gedreht. Die Kombination kluge und beneidenswert schöne Frau und narzisstischer Choleriker ist weit verbreitet. Der Mann in einer solchen Beziehung benutzt seine schöne Frau zur Aufwertung seines Selbstwertgefühls. Wenn diese Frau ihn verlassen würde, könnte er das nicht ertragen. Es ist eine sehr gefährliche Situation, die schnell in Gewalt ausarten kann. Die Folgen liegen auf der Hand.

Was die Zukunft von ausgeprägten Narzissten betrifft, so zitiere ich einfach mal Dr.Björn Migge:

Das Alter ist außerdem ein Prozess, mit dem Narzissten oft schlecht umgehen können: Dieser biologische Vorgang ist nicht aufhaltbar und bringt den Narzissten unweigerlich mit der Erkenntnis in Berührung, das auch seine grandiosen Möglichkeiten irgendwann versiegen. Das macht ihm große Angst, und er versucht diese vielleicht abzuwehren, indem er stellvertretend den Alterungsprozess bei seiner Frau angreift. /Dr.Björn Migge/Handbuch Coaching und Beratung S. 265 ff./

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Weiterführende Informationen zum Thema UMGANG MIT NARZISSTEN finden Sie auf diesem interessanten BLOG: http://umgang-mit-narzissten.de/ und vielleicht hier.

 

Choleriker – Hoffnungslos überfordert


Choleriker – Hoffnungslos überfordert

Ort: REHA Klinik. Eine Gruppe von Patienten war eingeladen um einen Vortrag über ihre Erkrankung zu hören. Ziel dieser Vorträge ist das Erkennen von kritischen Situationen und die Tatsache, dass ein fast normales Leben nach dem Schock möglich ist.

Die Gruppe, etwa 10 Patienten, versammelte sich und wartete geduldig auf den Arzt, der den Vortrag halten würde. Ein Mann fiel aus dem Rahmen. Er war aufgeregt und hatte ein hochrotes Gesicht. Der Mann konnte sich kaum zusammenreißen.
Als der Arzt den Vortragsraum betrat, schäumte der Patient bereits. Er war auf 180. Alle anderen wunderten sich. Es gab keinen Grund sich aufzuregen. Aber der Patient schwenkte aufgeregt mit dem Formular auf dem er ausfüllen und unterschreiben sollte. Er fuhr den Arzt an: “Was ist das hier für ein Mist?! Funktioniert hier überhaupt was? Ich weiß nicht, was ich hier soll!” Der Arzt blieb ruhig und erklärte es ihm geduldig, aber der Mann hatte nicht einmal zugehört. Die Situation, das Schreiben, die Umgebung; Alles war zu viel für ihn. Er war überfordert. Er pustete, wurde immer roter und dann explodierte er: Er schrie den Arzt an; beleidigte die anderen Patienten, die bisher nur ein wenig verunsichert waren und dann zerriss der das Formular und sprang auf. Er verließ den Raum, nicht ohne mit der Tür geknallt zu haben.

Nach dem Vortrag schaute der Arzt sich den Lebenslauf und die Unterlagen des Patienten genauer an. Der arme Mann war vom Schicksal gebeutelt. Er hatte nach einem Unfall vor einigen Jahren nie wieder eine feste Arbeit gefunden. Und er hatte bereits mehrere Umschulungen hinter sich. Das und das Verhalten, dass der Mann eben gezeigt hatte, passte gut zusammen. Der Mann war intellektuell von Kleinigkeiten völlig überfordert und das versuchte er durch Aggressivität zu kaschieren. Es war absolut kontraproduktiv, was er da machte. Aber offensichtlich hatte er dieses Spiel so verinnerlicht, dass er alle anderen als Idioten und Unfähige betrachtete, die alle Schuld an seinem verpfuschten Leben hatten. Der Mann stand permanent am Rande eines Nervenzusammenbruches. Depressive Episoden wechselten sich mit cholerischen Ausbrüchen ab. Der Mann würde sich entweder grundlegend ändern müssen; Dafür brauchte er Hilfe. Oder er würde an sich selbst kaputt gehen. Der Arzt war Kardiologe. Er konnte dem Mann nicht helfen. Er sprach mit dem zuständigen Psychologen der Klinik. Auch der hatte noch keinen Zugang zu dem cholerischen Mann gefunden. Es war offensichtlich, dass sein cholerisches Verhalten einherging mit einer absoluten intellektuellen Überforderung. Auch das ist ein Grund für dessen cholerisches Verhalten.

Das Problem ist, dass der Patient alles tat um den auf ihn lastenden Druck loszuwerden. Wenn er sich selbst als Ursache der auftretenden Probleme akzeptieren sollte, ertrug er es einfach nicht. Er war nicht in der Lage, seine Situation sachlich und mit Abstand zu betrachten und angemessen zu reagieren.

Ein zynischer Coach für Choleriker


Ein zynischer Coach?

Zugegeben, ein zynischer Coach ist nicht das, was man sich unter einem hilfreichen psychologischen Berater vorstellt. Aber glauben Sie mir: Ich kann auch richtig fies sein. Genau so wie Sie, mein verehrter cholerisch veranlagter Narzisst. Was das für einen Spaß macht, können Sie sich vorstellen. Zwei Seelenverwandte, die nach Herzenslust in den Keller des untergründigen Humors steigen und das Ganze einfach COACHING nennen. COACHING! Yes! MUTTER!

Ich bin genau der Resonanzboden, den Du brauchst! – Komm, wir Duzen uns! Wir sind doch Seelenverwandte! (Schmieriges Grinsen von meiner Seite ist inklusive, denn ich bin doch authentisch und kann mich in meine Mandanten hineinversetzen)

STOP! So will das natürlich auch keiner. Oder? Aber glaube mir: Ich kann und ich will und ich werde das genau so tun. Warum? Weil ein guter Coach einen Teil seines Weges mit dem Coachee gehen muss um seine Welt zu erkunden und ihn zu verstehen. Um Dich spiegeln zu können, wie Du auf Deine Umgebung wirkst. Aber erst, nachdem wir ein tragfähiges Vertrauensverhältnis aufgebaut haben und Du mich als Companion akzeptierst. Ich sage es Dir ganz deutlich. Ich bin nicht wie Du. Ich verbiege mich niemals. Selbst wenn es noch so verlockend erscheint, niemals im Berufsleben. Und ich verbiege mich auch nicht für Dich. Aber ich kann eine Rolle spielen, wenn es nötig ist und vielleicht ist es spannend für Dich, das Theater mitzuspielen. Nennen wir es Coaching. Du willst wissen, wie Du Deine cholerischen Ausbrüche in den Griff bekommst – ein Waldlauf oder Kickboxen, ein Sandsack oder ein Spind, den man anschreien kann , können Lösungsansätze sein – und ich gehe mit Dir direkt in Deine Welt und wir kommen schon miteinander klar. Ob das funktioniert? Was denkst Du denn, wie das geht? Und wie das geht! Na klar!
Und ich habe einen furchtbaren Spaß daran. Ich verstehe Dich, denn mein zweiter Vorname ist Ironie! Wollen wir es ausprobieren?
Es ist genau wie in einem guten Krimi, in dem das Publikum sich in den Schurken verliebt. Seien wir doch mal ehrlich: Die bösen Charaktere sind immer die interessanten. Der brave und makellose Mann da vorne in der Kirche wird doch erst richtig interessant, wenn man sich vorstellt, was der arme Kerln alles anstellen muss um alles andere zu unterdrücken, was nicht in seine Rolle passt. Oder der Präsident, der nur knapp einem Impeachment entgangen ist, weil er genau das getan hatte, was in diesen Kreisen durchaus üblich ist. Stell Dir vor; Du bist Chefarzt und vögelst nicht mit der hinreißenden Krankenschwester. Das kann nun wirklich niemand von Dir erwarten. Das ist eben so; und ich habe Verständnis dafür. Das allein macht noch lange keinen Schurken. Das ist eher ein Indiz für etwas Anderes. Und genau das ist der Weg um einen Klienten, einen Coachee, zu verstehen. Das nenne ich – einen Weg gemeinsam gehen.   

Und genau das ist der Grund, warum mich unter zynischen Narzissten leidende Ehefrauen und Mitarbeiter als Coach weiterempfehlen. Weil ich die Dinge genau an der Wurzel anpacke. Nicht weil ich ein Choleriker bin, sondern weil ich selbst schon unter Cholerikern gelitten habe und weil ich sie genau studiert habe und weil ich sie wirklich kenne. Manchmal möchte ich so gerne sein wie sie: Arrogant; Rücksichtslos; Laut; Erfolgreich; – Aber dann wäre ich nicht mehr ich. Aber manchmal ist es auch für mich interessant in die Welt eines Cholerikers einzusteigen. Wobei wir wieder beim Thema sind.

Ich bin Coach und das ist gut so. Und wenn es nicht gelingt, dann haben wir es versucht und brechen das Coaching einfach ab. 

 

Mein XXXX ist Choleriker – Was kann ich tun?


Mein XXXX ist Choleriker – ich brauche Hilfe!

Choleriker sind eine schlimme Plage. Die Situation eskaliert. Was ist zu tun? Wer versteht dich, wenn du es mit einem richtigen Choleriker zu tun hast und unter ihm leidest? Wer gibt dir die richtigen Tipps? Es ist eine unangenehme Wahrheit, dass das Leiden unter einem Choleriker krank machen kann. Psychosomatische Störungen sind an der Tagesordnung.
Ein Coaching hilft dir, die Situation zu entwirren und einen Exit-Plan zu entwickeln. Exit bedeutet nicht in jedem Fall die Flucht aus der Beziehung. Exit bedeutet unter Umständen ein achtsames “STOP!” ohne den Choleriker noch mehr zu reizen. Exit bedeutet: Eine Unterbrechung dieses “Spiels der Erwachsenen”.
In den meisten Fällen versuchen wir, den Choleriker nicht zu reizen. Wir akzeptieren sein Verhalten und fühlen uns hilflos ihm Grenzen zu setzen. Wir sind durch jahrelange Wiederholungen darauf konditioniert, das Spiel mitzuspielen und wissen nicht, wie wir es unterbrechen und in andere Bahnen lenken können.

Im privaten Umfeld, wenn es sich um den cholerischen Ehemann handelt, hilft möglicherweise ein “Schatz! Ich liebe Dich! Und darum muss ich Dir jetzt sagen, wie es mir geht. Ich will bei Dir bleiben. Du musst mir aber helfen!”.

Es ist aber auch durchaus möglich, dass wirtschaftliche Zwänge dich daran hindern, dieses Thema überhaupt anzusprechen. Also leidest du still vor dich hin, weil du keinen Ausweg aus der Situation erkennen kannst.

Wie es auch sei: Du brauchst einen Menschen, mit dem du offen über deine Zweifel und Ängste reden kannst. Es sollte jemand sein, der in der Lage ist, wertfrei und achtsam zu kommunizieren. Du brauchst jemand, der in der Lage ist dich aufzufangen und mit dir über alles zu reden, was dich beschäftigt.
Ein Coaching ist die beste Möglichkeit genau das zu tun. Ob nun eine weibliche Coach oder ein männlicher Coach der Gesprächspartner deiner Wahl ist, musst du entscheiden. Du solltest dich auf jeden Fall einem Coach anvertrauen. Die Wahl des richtigen Coach kann nach einem ersten Termin erfolgen, wenn die Chemie stimmt.

/Wenn hier vom Choleriker in seiner männlichen Form die Rede ist, dann trifft das auf die meisten Fälle zu, die mir bekannt sind.  Von cholerischen Frauen hört man sehr selten und wenn, dann häufig im beruflichen Umfeld./

Sinn und Bedeutung vs. Burnout


Sinn und Bedeutung

“Kann der Mensch seinen Willen zum Sinn in der Lebenspraxis nicht zur Geltung bringen, entstehen bedrückende Sinn- und Wertlosigkeitsgefühle. Die existentielle Frustrierung des Sinnbedürfnisses kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. So spielt in der angewandten Logotherapie und Existenzanalyse das Herausheben der geistigen Dimension eine zentrale Rolle, etwa indem sie dem leidenden Menschen existenzielle Handlungs- und Erlebensfreiräume gegenüber somatischen oder psychischen Erkrankungen aufzuschließen versucht und ihm durch die Differenzierung von (psychophysischem) Symptom und (geistiger) Person einen entscheidenden Teil seiner Selbstbestimmungsfähigkeit und Würde zurückgibt.” /WIKIPEDIA 07.03.2017/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse

 

Ich schreibe es mal in meinen eigenen Worten, um es besser zu verstehen:

Sinn und Wert haben eine hohe Stellung in unserem Leben. Unsere eigene Bedeutung spielt eine extrem große Rolle. Wenn wir unsere eigene Bedeutung und den Sinn unserer Existenz nicht mehr spüren, ist unser Tun sinnlos. Wir brauchen Bedeutung um allem einen Sinn zu geben. Wenn wir das nicht mehr erkennen, dann bekommen wir unsere Kraft nicht auf die Straße und laufen Gefahr, psychisch zu erkranken. Diesen Ansatz habe ich in einem Buch von Steven R. Covey gefunden: “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für den persönlichen und beruflichen Erfolg” Es stimmt. Die Bedeutung unseres Tuns hat direkt mit psychischer Gesundheit oder Burnout zu tun. Wenn wir in einem Job gefangen sind, der uns innerlich nicht ausfüllt, dann werden wir ausbrennen und einbrechen.

Wer von uns hat das noch nicht am eigenen Leib verspürt? Und weil wir gerade an diesem Punkt sind: Wer hat sich an bestimmten Punkten seines Arbeitslebens nicht nach einem Leiter gesehnt, der in der Lage war zu erkennen, was in einem steckt und der einfach nur unterstützen wollte und es auch konnte?

Ich kann mich genau an Ereignisse in meinem früheren Berufsleben erinnern, wo mir genau diese Führungsstärke gefehlt hatte. Entweder ich hatte es mit Erbsenzählern oder Karrieristen zu tun. Nur ganz wenige waren wirklich in der Lage zu führen. Oft waren es nicht einmal gute Manager. Ich kann mich aber auch an Führungskräfte erinnern, die eindeutig gute Leadereigenschaften hatten. Diese Führungspersönlichkeiten waren aber sehr oft in anderen Unternehmen tätig. Natürlich hatten wir auch charismatische Selbstdarsteller und Solokünstler. Aber das ist wieder ein anderes Thema.  

Wenn ich es recht erinnere, war meine stärkste Motivation tatsächlich der Sinn des Ganzen. Ich war für die IT eines mittelständischen Unternehmens verantwortlich und musste mich ständig gegen die Kaufmänner, Contoller und andere Sparfüchse rechtfertigen. Dabei hatten die lange Zeit nicht erkannt, dass wir auf einem viel zu niedrigen Niveau arbeiteten und unsere Kraft in sinnlosen Sparmaßnahmen vergeudeten. Ich erinnere mich an die unseligen Diskussionen über den Preis von Windows und Office-Lizenzen. Das gipfelte in der Entscheidung des Vorstandes endlich ein unternehmensweites eMail-System einzuführen. Im Angesicht der “Koschten” wurde dann sehr viel Aufwand getrieben um die wichtigen Personen zu bestimmen, die durch eine Lotus-Notes Lizenz geadelt werden durften. Ich setzte eine Open Source Lösung für meinen Bereich durch, da wir damals als eigenständige Unternehmen noch Entscheidungen treffen konnten. Das bedeutete: „eMail für alle“, zu einem Bruchteil der Kosten. Aber auch das hatte mir nicht nur Freunde gebracht. Ich weiß es doch. Jahre später kostete mich mein Rebellentum den Job, aber ich hätte es nicht ertragen können, es nicht versucht zu haben.  

Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Meine berufliche Vergangenheit hat mir einen Schatz an Erfahrungen geschenkt. Es ist ein wahrer Steinbruch, den ich immer noch ausbeuten kann. Das gibt der Sache sogar noch im Nachhinein Sinn und Bedeutung.

 

Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?


Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?

Immer wieder verlaufen sich Leute auf meinen BLOG, die Fragen wie diese stellen. Woran erkennt man eigentlich einen Choleriker? Eine Antwort könnte lauten: Wirst Du schon merken, wenn Du einem begegnest. Aber im Ernst. Worum geht es? Cholerische Menschen nerven und wenn man einem begegnet, dann ist es doch offensichtlich, dass womit man es zu tun hat. Irgendwann in meiner beruflichen Entwicklung hatte ich diese Spezies auf dem Schirm und ich ärgerte mich über sie.

Choleriker sind: laut,
unbeherrscht,
rücksichtslos,
ungerecht,
unberechenbar,
unerzogen,
kindisch,
unterentwickelt,
niveaulos,
unangenehm,
platt,
raumgreifend,
selbstverliebt,
einseitig intelligent,
armselig……

Habe ich etwas vergessen? Sicher. Eine Menge. Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, dass es sich bei Cholerikern meist um Zeitgenossen handelt, die an irgendeinem Punkt der Entwicklung steckengeblieben sind. Sie haben das Verhalten von 12jährigen, wobei manch ein 12jähriger weiter entwickelt ist als diese Typen.
Ich mag sie nicht. Da bin ich ganz offen. Choleriker sind aggressiv, sie greifen sofort an, wenn sie die Führung ergreifen wollen. Es ist ihr einziger Reflex, den sie beherrschen. Sie werden persönlich, und das oft ohne den geringsten Grund. Dabei sind sie nicht dumm. Im Gegenteil. Was für eine Verschwendung von Ressourcen, wenn sie in einem Choleriker stecken.

Vor einiger Zeit habe ich einen Mann aus meiner alten Firma wiedergesehen. Ich würde ihn als Choleriker bezeichnen, ohne das weiter zu vertiefen. Was war das erste, was er mir an den Kopf warf? Ich glaube ich hatte es hier schon einmal erwähnt. Ich wiederhole es, weil es mich tatsächlich aufregt. Es regt ich auf, weil ich mich irgendwie “aus Prinzip” angegriffen fühle und eigentlich darüber stehen sollte. Irgendwas macht das mit mir. Ich werde darüber hinwegkommen. Der gute Mann bezeichnete mich ohne jeden Anlauf verächtlich als “Industriephilosoph”. Und wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann hat er durchaus recht. Es ist das Beziehungsohr, das mich genau spüren lässt, wie es gemeint ist. Abfällig. Aber so sind sie halt, diese Choleriker. Wie ein Elefant im Porzellanladen. Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? So sind sie eben, sie können nicht anders. 😉

Cholerisch, stolz, empfindsam


Cholerisch, stolz, empfindsam – so wurde Manfred Krug manchmal von Kollegen und Menschen die ihn kennen, charakterisiert. Cholerisch, stolz, empfindsam. So sah er sich wohl auch selbst. In diesem Zusammenhang sehen die ungeliebten Choleriker ein wenig liebenswerter aus. Manfred Krug war ein geradliniger, aufrechter Mann. Er wird immer ein Vorbild bleiben. Als Künstler und auch als politischer Mensch. Gerade weil er sich nicht vereinnahmen ließ und seinen eigenen Weg ging ist der ein Vorbild. Wer mit dem Namen Manfred Krug nichts mehr anfangen kann, dem sei seine Biografie und eine autobiografischen Bücher “Abgehaun” und “Mein schönes Leben” wärmstens empfohlen.

Es handelt sich bei den Biografien um die Sicht von Manfred Krug, Ehemalige Freunde und Weggefährten sehen ihn, seinen Charakter und sein Leben etwas anders. Um so interessanter ist seine Sicht auf sich selbst. Ein stolzer, empfindsamer, liebenswerter Choleriker sagt sehr viel über sich und sein Innenleben.

Ich beschäftige mich, auf meinem Blog –  hier, oft mit Cholerikern und solchen die es -nicht mehr- sein wollen. Cholerische Charaktere haben aber auch deutlich sichtbare Vorteile: Sie tragen das Herz auf der Zunge und man weiß oft ganz genau, was in ihnen vorgeht. Choleriker können empfindsame und sensible Menschen sein, wenn es um sie selbst geht. Sie explodieren, wenn sie etwas nicht mehr ertragen können und dann ist es auch wieder gut. Erst wenn ein aufbrausender Charakter mit krankhaft narzisstischen Zügen zusammenkommt, wird es gefährlich. Ein liebenswerter Choleriker braucht möglicherweise Raum für Reflexion aber keine Therapie.

Cholerisch, stolz, empfindsam; ohne übertriebene Selbstliebe ist in der Regel ein liebenswerter Charakter mit dem man gut leben kann. Auch die Menschen, die mit solchen Charakteren zu tun haben, können gut mit ihnen umgehen, wenn sie begreifen, dass so ein Mensch niemals den Wunsch hat andere tödlich zu beleidigen. Ein gutartiger Choleriker und eine empfindliche Mimose sind sich der Alptraum von Paar-Therapeuten. Da ist etwas zusammengekommen, was wirklich nicht zusammenpasst. Aber wie dem auch sei. Es gibt immer eine Möglichkeit vernünftig miteinander umzugehen.

Der stolzer Choleriker, der eine stolze unnahbare und schöne Frau geheiratet hat, ist eine solche explosive Mischung. Er ist ein grober, ungehobelter Klotz. Sie ist eine gebildete, empfindsame Dame. Passt das zusammen? Ich denke ja, wenn er ihr verlässliche Sicherheit und Schutz bieten kann. Und genau das ist meistens der Fall, wenn derartige Charaktere aufeinander treffen. Aber sie müssen miteinander reden. Es ist nicht vorteilhaft, wenn der gute Choleriker keinerlei Kritik erträgt und nur seine eigene Meinung gelten lässt.

Es ist wahr: Choleriker können sehr verletzbar sein, wenn ihnen etwas nicht passt. Mit ihnen umzugehen heißt: Geduld zu haben und zu verzeihen. Und zwar sehr viel von beidem. Nur starke Menschen halten das auf die Dauer aus. Und auch starke Frauen und Männer brauchen von Zeit zu Zeit einen gut ausgebildeten, professionellen Gesprächspartner. Coaching wird empfohlen.

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Steve Jobs – Genie hat seinen Preis


Diagnose: Manifestierte Persönlichkeitsstörung

Steve Jobs, der charismatische CIO von Apple, wird uns fehlen. Seit dem sagenhaften Erfolg von iPod, iPhone und iPad gab es keine revolutionäre neue Idee mehr. The Next Big Thing, “das nächste große Ding!” lässt auf sich warten. Seit Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen ist, scheinen Apple die Ideen ausgegangen zu sein. Steve Jobs fehlt. Er war ein Genie. Und Genies sind meistens nicht nur Genies, sondern oft auch Menschen mit einer dunklen Seite. Beim Lesen der Autobiografie von Steve Jobs wird schnell deutlich, dass er über eine starke Persönlichkeit verfügte.

 

Um das Kind beim Namen zu nennen, hatte Jobs höchstwahrscheinlich eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS). Ich-Bezogenheit, Abwertung anderer, Grenzüberschreitungen und  manipulativer Umgang mit anderen Menschen sind deutliche Anzeichen dieser Störung. Je mehr dieser Anzeichen festgestellt werden können um so deutlicher wird der Verdacht. Die Biografie zeigt deutlich, dass Steve Jobs selbst diese Störung seiner Persönlichkeit kannte und damit umzugehen wusste. Das war eben ein Teil seines Genies. Das Problem für den Rest von uns ist allerdings, dass ausgerechnet Menschen mit manifestierten Störungen – Choleriker und Narzissten gehören dazu – zu ungewöhnlichen Leistungen fähig sind. Allerdings werden sie seelisch niemals satt oder befriedigt, weil sie kaum Rezeptoren oder Gefühle für Glück entwickeln konnten. Ein Coaching kann diesen Menschen helfen. Aber die Angst aus einem Genie einen ganz normalen Menschen zu formen blockiert Aktivitäten in Richtung Coaching oder gar psychologische Behandlung.   

 

Die Wahrheit ist schwer zu ertragen: Narzissten sehem in anderen Menschen oft nur Werkzeuge, die einen Zweck zu erfüllen haben. Diese Menschen fühlen sehr oft keine menschliche Nähe und sie leiden darunter, weil sie oft nicht verstehen, warum andere Menschen glücklich sind und sie selbst immer mehr und immer besser sein wollen, ohne sich jemals glücklich zu fühlen. Aber Narzissmus ist wellenförmig wie alle dokumentierten Störungen. Es gibt auch immer wieder romantische, weiche Phasen, die kaum erklärbar sind.

 

Die „weiche Seite“ des Steve Jobs war vielleicht nur ein Manipulationsinstrument. Sie kann auch auf eine begleitende bipolare Störung hinweisen. In diesem Fall vielleicht sogar ein depressiver Schub. Cholerische Seite dieses Genies ist oft beschrieben worden.

Auch ein Narzisst ist zu Mitleid fähig. Allerdings oft nur zu Selbstmitleid, da er wenig oder keine empathischen Fähigkeiten besitzt. Häufig werden Narzissten allerdings auch als empathisch empfunden. Bei genauerer Betrachtung wird aber erkennbar, dass er das wahrgenommene Einfühlungsvermögen nur nutzt, um zu manipulieren oder Informationen zu gewinnen. Ein Narzisst kann extrem charmant und einnehmend wirken, da er die Klaviatur der menschlichen Empfindungen virtuos beherrscht und sein ganzes Leben nichts anderes tut, als andere Menschen zu manipulieren.

Es hängt häufig von den weiteren kognitiven und sozialen Fähigkeiten und dem sozialen Umfeld ab, ob ein Narzisst als „antisozial“ oder „genial“ bezeichnet wird. Letztendlich steckt aber dahinter ein Mensch, der respektlos mit anderen Menschen umgeht.

 

Ich bin für eine sachlichere und gerechtere Betrachtung der Person Steve Jobs. Womit ich seine Erfolge und sein Lebenswerk als Unternehmer nicht in Frage stellen möchte.

 

Selbstzweifel?


Kennst du das Gefühl, dass dir nichts gelingen will und eine Blockade in dir immer größer wird? Du fragst dich: Wozu? Warum? Was ist los? Du fragst dich, ob du vielleicht zu jung für den Job bist, oder zu alt. Du fragst dich, was du überhaupt kannst. Und dabei solltest du dich viel lieber fragen, ob du ausgerechnet das jetzt weiter tun solltest, was dich so sehr blockiert.
Ich coache Leute, die in einer ganz ähnlichen Falle sitzen und baue ihnen sprachliche Brücken und Lastaufzüge die dazu dienen aus einem tiefen Loch herauszukommen oder um eine tiefe Schlucht zu überwinden. Das sind ganz schön filigrane Meisterwerke die ich da bauen muss. Aber kein Zweifel: Es gelingt mir in den allermeisten Fällen. Ich weiß oft nicht einmal ganz genau ob die Statik stimmt, sprich: ob die Brücken halten. Ein Ingenieur weiß, wie das geht. Ich baue etwas Sicherheit ein und überdimensioniere das ganze Gebilde so, dass es auch höhere Belastungen tragen kann. Und dann muss ich nur noch dafür sorgen, dass der Coachee auch über meine Brücke geht und nicht, wie es auch oft beobachtet werden kann, von der nächsten Klippe springt, nur weil er glaubt, dass es sich hier um den schnellsten Weg handeln würde. Keine Angst! Ich arbeite niemals ohne Sicherheit.
Oh ich liebe diese Bilder, die sich in meinem Kopf entwickeln! Indiana Jones lässt grüßen. Eine schwankende Brücke über einer tiefen Schlucht. Hast du das Bild? Man könnte auch einen Ballon aufblasen oder ein Seil so befestigen, dass man sich einfach hinüberschwingen kann. Einfach so. Auch das ist möglich.

Selbstzweifel sind ganz normal. Das muss ich mir immer wieder sagen. Jemand, der keinerlei Selbstzweifel hat, ist verdächtig. Es sollte ihr oder ihm zumindest sehr verdächtig vorkommen, wenn keinerlei Selbstzweifel mehr vorhanden sind. Wobei ich sofort wieder bei meinem LieblingsCholeriker bin. The Donald hat so etwas nicht. Selbstzweifel kommen bei ihm nicht vor. Das ist etwas für Verlierer.
Das ist im Grunde ein bewundernswerte Eigenschaft. Der Mann hat keinerlei schlechtes Gewissen. Er ist ein Narzisst und vermutlich auch ein Choleriker und er hat keinerlei Selbstzweifel. Selbst wenn er nicht Präsident der Vereinigten Staaten wird und es ist inzwischen zu befürchten, dass er es tatsächlich schaffen könnte, wird Donald niemals auch nur den Hauch eines Zweifels haben. Was kann er denn dafür, wenn die anderen so blöd sind ihn nicht zu wählen. Wer ist Schuld? Er? Oh nein! Es waren seine Berater, die er ALLE FEUERN wird. So einfach ist das! Und trotzdem wird Donald niemals einsam sein. Es gibt so viele kleine Fische, die ihn umrunden und immer einen kleinen oder großen Happen abbekommen werden, wenn er einen anderen großen Fisch erlegt. Donald ist ein Mann, dem alles gelingt. Wie war das? Am Ende werden alle seine Freunde sein wollen.

Was für ein wunderbares Leben! Das muss herrlich sein. Nein? Warum nicht? Bist Du etwa ein Moralist? Na so was! Man muss doch auch „gönnen können!“ Oder?

Es stimmt: Ich bin nicht so gesegnet wie Donald. Ich habe tatsächlich manchmal diese unangenehmen Selbstzweifel. Und dann brauche ich jemand, dem ich vertrauen kann. Jemand der mich so spiegelt wie ich tatsächlich bin.

Ich habe Glück! Ich habe einen solchen Menschen gefunden. Sie sagt mir ganz genau was ich tun muss und was ich lieber bleiben lassen sollte. Das ist nicht nur angenehm. Manchmal ist es echt unbequem. Aber es bringt mich weiter. Weiter als ich es mir je zuvor vorstellen konnte.

Jeder Mensch braucht einen Coach. Da bin ich mir völlig sicher!

Vom Saulus zum Paulus – Menschen können sich ändern


Können sich Choleriker ändern?

Gute Frage – ein Suchergebnis, das auf diesen Blog führt –

Schnelle Antwort:
Ja! Jeder Mensch ist in der Lage sich zu ändern. Mann/Frau muss es nur wollen.

So weit. So gut. Aber wie soll das gehen? Grundsätzlich ist klar, dass es einen grundsätzlichen Willen braucht um ein Verhalten zu ändern. Nicht mehr rauchen. Nicht mehr trinken. Nicht mehr fremdgehen (auch das ganz sicher ein interessanter Coachingansatz). Nicht mehr Dinge aufschieben. Nicht mehr alles mitmachen, sondern Klartext reden auch wenn es unbequem ist. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Immer.

Also beginnen wir mit einem Choleriker achtsam zu kommunizieren. Die meisten Menschen wenden sich ab und verlassen die Gefahrenzone, wenn ein Choleriker sich zu entfalten beginnt. Der Vulkan kann jederzeit explodieren. Gefahr ist im Anzug. Doppelt wahr, wenn der Choleriker Anzug trägt.

Kann solch ein Choleriker sich ändern? Fragen wir ihn mal. Die Antwort könnte uns nicht gefallen. Sie könnte “Warum sollte ich?” lauten. “Na Toll!”, denken wir dann. Dieser Mensch ist unbelehrbar. Er ist beratungsresistent. Wie bekommt man also einen unbelehrbaren Choleriker dazu sich zu ändern?

Irgendetwas sehr gravierendes muss passieren. Ein Erweckungserlebnis. Ein Blitzschlag oder ein Gesicht. Eine Begegnung der besonderen Art. Ein Wunder muss her! Überlegen wir mal. Warum sollte sich ein von sich überzeugter, erfolgsverwöhnter, cholerischer Mensch eigentlich ändern? Das ist doch seine Geschäftsgrundlage. Einem Choleriker sein Erfolgsrezept wegnehmen ist ungefähr so wie einem Adler die Flügel zu stutzen. Danach kann er nicht mehr fliegen. Und was sollte ein Adler mit sich anfangen, wenn er nicht mehr fliegen darf? Es wird ihm nicht gut gehen, soviel ist klar.

Warum wird man vom Saulus zum Paulus? Sie kennen die Geschichte nicht? OK. Dann gerne ein kurzer Ausflug in die Welt der Bibel. Paulus war der einflussreichste Apostel der Urkirche. Er war ein Reisender in Sachen weltweiter Mission, ein Verkünder der Botschaft von Jesus Christus. Aber das war nicht immer so. Paulus war ein angesehener Jude und ein entschlossener Verfolger der ersten Christen, die er als fehlgeleitet und gefährlich einstufte. Dieser Saulus war unterwegs nach Damaskus um einen der ersten Apostel zu verhaften und dem sicheren Tod zu überantworten. Und dann kam das Ereignis, dass seinen Wandel markierte. Er sah ein helles Licht und fiel vom Pferd. Seine Begleiter flüchteten zunächst und Paulus lag geblendet und blind am Straßenrand als er eine Stimme hörte. “Saul! Warum verfolgst du mich?” Jesus persönlich soll es gewesen sein, der dem Verfolger seiner Jünger Einhalt gebot. Saulus wurde informiert, dass er sich nach Damaskus begeben solle um den Apostel zu treffen und als er dort auftauchte, war die Angst vor dem Verfolger Saulus sehr groß. Der Apostel legte ihm die Hände auf die Stirn und Saulus konnte wieder sehen. Ihm waren buchstäblich die Augen aufgegangen.
Am Ende wurde er der einflussreichste Apostel, obwohl er keiner der ersten 12 war, die Jesus persönlich kennengelernt hatten. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde der Missionar Paulus. Ein typischer, unvorhergesehener und kompletter Sinneswandel. Eine Umkehrung um 180 Grad.

Menschen können sich ändern. Es braucht ein Ereignis, dass diese Änderung auslöst. Ein Coaching kann genau so ein Ereignis sein.

/Update 25.02.2017 RZ/

Populisten – Verführer der Massen


Populisten – Verführer der Massen

Ein Lese-Tipp: Gustave Le Bon – Die Psychologie der Massen.
Le Bon erlebte 1848 die Krisenzeit der Februarrevolution und der Kommune von 1871, beide Ereignisse hatten auf sein Werk offenbar eine zentrale Wirkung. Nach einem Medizinstudium wurde er 1870 Militärarzt und betrieb ab 1881 auf verschiedenen Reisen unter anderem nach Nordafrika und Indien völkerkundliche Studien, in deren Verlauf er zwischen 1881 und 1891 mehrere einschlägige Werke veröffentlichte, in denen er sich mit Anthropologie, Archäologie und Ethnologie beschäftigte und Untersuchungen über Materie und Energie anstellte, wobei er eigens Aufzeichnungsgeräte entwickelte. Es folgten zwischen 1894 und 1903 weitere Studien über Völker, Gruppen und Massen, darunter sein Hauptwerk Psychologie der Massen (1895), das ihn zum einflussreichen Soziologen seiner Zeit machte. /WIKIPEDIA 26.06.2016/

Es ist aufschlussreich, wie messerscharf Le Bon bereits vor über 100 Jahren Entwicklungen vorausgesehen hat, die später im 20.Jahrhundert eine furchtbare Wirkung entfalteten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die großen Verführer dieses Werk kannten und kennen. Für Demokraten ist dieser Stoff auch sehr empfehlenswert. Politiker sollten Le Bon kennen und die Psychologie der Massen beherrschen. Das bedeutet, dass sie wissen sollten, dass man nicht nur Macht und Wissen haben darf, ohne das Volk mitzunehmen, ihm aufs Maul zu schauen und zu erklären was man und warum man etwas tut. Es ist eine Pflicht für Politiker genau das zu tun. Und darauf sind sie nicht wirklich vorbereitet. Es gibt keinen Führerschein für führende Politiker. Warum eigentlich nicht? Wenn ein begabter Populist schreienden Unfug mit demagogischem Geifer von sich gibt, dann braucht es einen Gegenpart, der ihn entlarvt und  auf seinem Gebiet schlägt.
Zum Glück haben wir die heute-Show und NUHR und Kollegen um ganz POLITICAL UNCORRECT die Wahrheit zu sagen indem man sie anarchistisch und humorvoll konterpunktiert.

Im Übrigen sollte es verboten werden, falsche Behauptungen und Lügen in die Welt zu setzen. Aber das ist ein frommer Wunsch. Ich weiß es doch. Die Brexit-Demagogen können in der Zukunft nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden, womit sie das Volk betrogen haben. Sie werden am Ende auch nur Politik auf Augenhöhe machen können. Das wird nicht besser. Soviel ist klar. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Populisten sind Menschen, die kaum eine andere Meinung gelten lassen. Sie haben keine Empathie und sie sind meist egozentrisch und narzisstisch veranlagt. Sie sind laut und ungeduldig. Womit wir wieder bei diesen unangenehmen Cholerikern wären.

Also, liebe Politiker. Die Aufgabe ist klar. Macht einen Führerschein für das Führen und schaut dem Volk auf den Mund. Nehmt euch die Demagogen vor, nehmt sie rhetorisch auseinander und erklärt den Leuten, was ihr macht und warum ihr es macht. Erklärt uns auch, was für eine Vision euch treibt und warum ihr diese Pläne (noch) nicht umsetzen könnt. Erklärt es uns! Und überlasst uns nicht begabten Verführern, die genau die Fragen stellen, die Ihr uns nicht beantworten wollt, oder könnt und Antworten liefern, die in den Abgrund führen.

Exit aus Europa ist schreiender BLÖDSINN. Ein besseres Europa muss neu gedacht werden. Das ist ein permanenter Prozess. Das sollte doch möglich sein. 

Tipp für Coaches – BIOGRAFIEARBEIT


Tipp: Lasse Dir den Lebenslauf Deines Coachee erzählen

Ich habe beruflich oft mit Lebensläufen und inbesondere mit Brüchen in der Biografie zu tun. Der Lebenslauf eines Klienten, von ihm selbst erzählt verrät vieles über seine Persönlichkeit, seine Ängste und seine Ziele. Es ist oft angebracht, den Klienten darauf anzusprechen. Natürlich nicht in jedem Kontext. Wenn es nur darum geht, ein Ziel zu erreichen und die Meilensteine und Schritte bis dahin zu erarbeiten, dann muss man nicht alles über den Klienten wissen. Im Grunde braucht ein Coach gar nichts über den Klienten wissen. Das Coaching kann trotzdem sehr passend und erfolgreich sein. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Der Lebenslauf ist ein Werkzeug, mit dem man gut arbeiten kann, weil es das Selbstbild des Klienten gut widerspiegelt.

Ich hatte gerade einen Klienten, der mir von seinen sehr zeitigen Führungsaufgaben und -Positionen berichtete und gleich anmerkte, dass er damals noch nicht so weit gewesen sei um  das gut auszufüllen. “Ich bin manchmal sehr  cholerisch und ungeduldig. Habe aber gelernt, dass man das in einer Führungsposition nicht so gut gebrauchen kann….” Hut ab! Der Mann hatte mehr Persönlichkeit als manch ein altgedienter Choleriker-Chef, der mir in meinem Leben über den Weg gelaufen oder von denen ich gehört habe. Und es waren viele!
Wenn jemand eine Kündigung hinnehmen musste, dann ist das durchaus ein interessanter Ansatz. Wie hat unser Coachee auf dieses Ereignis reagiert? Wie sah er es damals? Wie sieht er es heute? Wie wird das Ereignis für ihn in 10 Jahren aussehen?

Die meisten von uns haben so etwas erlebt. Eine Trennung. Den Verlust des gewohnten Arbeitsumfeldes. Den Verlust eines lieben Menschen. All das sind Themen in denen die Aufforderung des Coach immer: “Erzähl mir darüber!”, lauten kann. Und dann “Erzähl mir mehr! Und was ist dann passiert….?”

Manchmal muss man einen Menschen nur kurz anstoßen und er erzählt alles, was ihn bewegt und wovor er Angst hat. Das ist die Landkarte auf der sich der Coachee bewegt. Das ist sein Leben, seine eigene Anschauung von der Welt. Und jeder hat eine andere.

Eine gute Vorbereitung ist es, wenn man vor dem Coaching einen Lebenslauf von seinem Kunden erhält. Da steht alles drin und wir können ansetzen. Offene Punkte füllen wir durch Fragen aus. Wer waren die Eltern? Fragen zu Geschwistern. Freunden, Verwandten und Bekannten. In welchem Umfeld bewegt sich der Klient? Ist er aktiv in einer Kirchengemeinde? Hat er Hobbys? Was macht er/sie in der Freizeit?

Ein junger Mann wollte mir eine eMail Adresse nicht verraten. Er hätte zwar eine, aber die wäre nur für sein Leben an der Konsole gedacht. Einen Internetzugang bräuchte er nicht, weil er ab und zu bei seinen Eltern sei. Bewerbungen würde er generell per Brief oder persönlich erledigen. Ich hielt mich zurück und verkniff mir eine Diskussion über sein offensichtliches Desinteresse ausserhalb seiner Spielewelt. eine GMAIL Adresse wäre zwar die Idee des Tages, aber wenn er kein Interesse daran hat, dann bin ich neugieriger auf die Welt die er mir vermutlich näherbringen wird. Das ist die Welt in der er lebt. Für mich ist völlig klar, warum jeder Mensch eine eMail-Adresse  braucht. Für ihn nicht. Das ist interessant. Ich bin neugierig auf eine Welt ohne eMail Adresse.
Vermutlich muss ich ihm ein elektronische Postfach in seiner Spielewelt einrichten. Gibt es eigentlich eine Post in der World of Warcraft? Vielleicht Boten. Mal sehen ob man denen eine eMail Adresse verpassen kann…..

Der schmale Grat


Der Grat zwischen einem gesunden Selbstbewusstsein und unerträglicher Arroganz ist schmal.

Ich mag die Arroganz von Siegern. Menschen, die wissen, was sie können, wissen auch wie hart es war, sich das zu erarbeiten, was sie erreicht haben. Es ist der berechtigte Stolz von Siegern, die ganz genau wissen, dass sie neben Talent und Fleiß auch sehr viel Glück gehabt haben.

Manch ein Erbe eines großen Vermögens oder eines Familienunternehmens in der zweiten oder dritten Generation weiß genau das nicht. Arroganz kann auch der Versuch sein Unsicherheit und Angst zu verbergen.
Es gibt Menschen, die eine schnelle Karriere machen, weil sie jung sind und weil sich die Wirtschaft bei der Suche von jungen und gut ausgebildeten Frauen und Männern gegenseitig überbietet.  Es kann sehr leicht passieren, dass ein Absolvent einer Universität mit knapp 30 bei einem großen DAX Unternehmen eingestellt wird und so viel Geld verdient, dass es für den deutschen Durchschnittsverdiener kaum zu fassen ist. Was für ein Glück! Das gibt es tatsächlich. Die andere Seite der Medaille ist, dass diese Leute sich spätestens ab 45 ernste Gedanken über ihre Zukunft machen müssen. Wenn rundum reihenweise Mitarbeiter entlassen werden und die Einschläge sich nähern, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann stellen sich Fragen wie: “Bin ich wirklich so gut? Wie lange kann ich mich noch halten? Was passiert, wenn ich der Nächste bin, der entlassen wird?” Diese Gedanken sind Realität. Jeder, der in diesem System steckt, kennt sie. Es ist unangenehm sich diesen Gedanken zu stellen. Ein professioneller Gesprächspartner ist oft das einzige Ventil. Mit wem sollte man überhaupt reden? Partner und Kollegen fallen in diesem sensiblen Teil meistens aus. Es sind Tabuthemen, denen sich die Wenigsten gerne stellen. Ein falsches Wort gegenüber unseren nächsten Vertrauten kann verheerend wirken. Man behält es für sich und die Last wird immer schwerer. Der Druck nimmt zu.

Vor einiger Zeit hatte ich mit einem durchaus erfolgreichen Manager zu tun, der früher einmal eine dieser atemberaubenden Dot-Com-Karrieren hingelegt hatte. Der Mann ist mir in Erinnerung geblieben, weil er aus meinen meisten Kontakten und Klienten doch herausragte. Natürlich war ich zuerst beeindruckt. Dann erfuhr ich einige Dinge über die Kehrseite der Karriere aus erster Hand. Der Mann verdiente vor über 10 Jahren noch eine 6stellige Euro-Summe.  Im Zuge einer Rationalisierungsrunde und der Übernahme durch ein anderes Unternehmen wurde er freigesetzt. Eine gute Abfindung hielt ihn eine Zeitlang über Wasser. Er genoss sein Leben und übernahm ab und zu Aufträge von bekannten Unternehmen. Vor 6 Jahren musste er sich arbeitslos melden und vor vier Jahren bekam er zum ersten Mal Hartz IV. Niemand ahnt, dass es ihm immer schlechter schlecht ging. Er selbst ignorierte die Realität sehr erfolgreich. Abgesehen davon, dass ihn seine Frau verlassen hatte und er sich seit ein paar Jahren kein neues Auto mehr kaufen konnte, sah man ihm nichts an. An seinen Ansprüchen hatte sich bisher nichts geändert. Er sucht tatsächlich immer noch nach einem Job mit einem 6stelligen Jahreseinkommen. Seine Ansprüche sind hoch. Der Mann ist tatsächlich das, was ich einen arroganten Traumtänzer nennen würde.  Diese Art von Arroganz ist dumm und ich mag so etwas nicht mitansehen müssen. Was hat der Mann getan um seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und auch mit so einer Situation klarzukommen? Die Antwort ist klar. Nichts hat er getan. Er hat keine Persönlichkeit. Ein Mensch ist unabhängig von seinem Einkommen unendlich viel wert. Wer sich nur nach seinem Einkommen, seinem Vermögen messen will, wird am Ende immer verlieren.

Ein Obdachloser, der beschlossen hat aus dem System auszusteigen, kann mehr Persönlichkeit besitzen, als ein Karrieremensch, der seine Grenzen nicht kennt.



“Spätestens, wenn Deine Karriere den Bach heruntergeht, dann zeigt sich, wer du wirklich bist……”

Pure Arroganz hilft dann auch nicht weiter. Im Gegenteil! Jetzt ist die Zeit gekommen um sich einem intensiven Veränderungsprozess zu stellen. Coaching ist genau das. Coaching ist Persönlichkeitsentwicklung pur. Jeder gute Coach ist diesen Weg gegangen. Es gibt keine Ausnahme.

Nur wer den Mut hat mehr über sich zu erfahren und seine psychischen Grenzen zu überschreiten, kann mit Coaching neue Ziele erreichen.

 

Drama – Die Bühne des Cholerikers


Choleriker als Opfer zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Was denken Sie? Ich meine, dass Choleriker in einer Opferrolle feststecken. Was denken Choleriker, wenn man sie zu ihren Ausbrüchen befragt?

“Ich konnte nicht anders.

Er/Sie ist doch selbst schuld.

Es ist immer dasselbe mit diesen Leuten.

Die treiben mich zur Weißglut!

Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich, als der/die/er/sie das sagte.

Für wie blöd halten die mich eigentlich?

Das muss ich mir nicht bieten lassen!

Es ist eine Unverschämtheit, was man mir zumutet!

Der/Die Blöde!….”

Der Choleriker ist ein klassisches Opfer. Alle anderen sind schuldig.
Was wäre es schön, wenn alle so wären wie der (narzisstische) Choleriker!
Klug, attraktiv, ausgeschlafen, intelligent und fleißig!

Die Reihe ist unendlich ausbaubar. Choleriker suchen die Schuld immer bei anderen. Sie sind also nicht selbst verantwortlich, sondern immer sind es die anderen. Wer auch immer. Die brave Ehefrau, die mal eine kritische Frage stellt. Der unbequeme Mitarbeiter, der ganz offen zu erkennen gibt, dass er nicht ganz zufrieden mit den Entscheidungen ist. Ein unbequemer Kritiker, den man einfach “über die Planke” gehen lassen kann.   

Der typische Choleriker ist ein Profi im Drama-Dreieck. Täter-Opfer-Verfolger. Er wechselt seine Rolle gekonnt und scheinbar nahtlos. Der Choleriker droht und grummelt und schreit unvermittelt. Er ist deprimiert und zynisch, ironisch und auch mal witzig – auf Kosten anderer funktioniert der Witz am besten. Wenn der Choleriker eine in sich ruhende Mitarbeiterin auf dem Flur trifft, dann kann es durchaus passieren, dass er zu der langsam gehenden Frau so etwas sagt wie: “Nach Frau Schnelläuferin?  Gibt es viel zu tun heute?” Ich zitiere nur. Genau diesen Satz habe ich mehrfach gehört. Und ich muss schon sagen, dass mir selten ein sarkastischerer Mann über den Weg gelaufen ist, als der Schöpfer dieser Provokation. Natürlich lief die Frau alles andere als schnell und es lag auf der Hand, dass unser Choleriker ihre Arbeit aus tiefem Herzen missachtete und verachtete. Dem aufmerksamen Interpreten konnte auch nicht entgehen, dass er sich für einen außergewöhnlich leistungsfähigen und kompetenten Leader hielt, auf den man nicht verzichten konnte.  Dumm ist nur, dass es ausgerechnet diese Menschen oft tatsächlich sehr erfolgreich sind. Wer will schon etwas gegen einen erfolgreichen Zyniker sagen? Man wendet sich ab und lässt ihn in seiner Welt alleine. Die Verlierer sind immer die Anderen.
Das bestätigt den verhaltensgestörten zynischen Choleriker scheinbar in allem was er/sie tut oder von sich gibt. Wie es in ihrem Inneren aussieht, kann man nur ahnen. Sehr wahrscheinlich dunkel und gruselig kalt. Voller Ängste. Nicht gerade angenehm.
Ein Gang zum Coach könnte helfen. Wenn es gar zu schlimm aussieht, dann ist der Besuch beim Psychiater und Psychotherapeuten folgerichtig. Aber zuerst muss man wissen, dass die Welt keine traurige Bühne für depressive Choleriker ist, sondern ein Ort an dem man sich auch wohlfühlen kann.

 

 

Choleriker sind Opfer


Ich hatte vor kurzem einen Bericht über Opfer und Opferrollen gelesen und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Das ist der Punkt! Ein Choleriker fühlt sich bedrängt. Er fühlt sich im Grunde hilflos und kann sich nur wehren, wenn er seine Rolle als unbeherrschbarer, zum Jähzorn neigender Macho ausführt.
Es ist ein Spiel, was sich immer wieder abspielt und längst eingespielt hat. Beobachtet mal, wie so ein Ausbruch abläuft. Es beginnt immer mit einer Sache, die der Choleriker nicht im Griff hat oder die ihn nervt. Dann geht es sehr schnell, das Spiel nimmt Fahrt auf und Eins-Zwei-Drei ist er auf 180 und explodiert. Der Prozess ist eingespielt und er funktioniert reibungslos.

Ich spreche hier nicht nur von männlichen Cholerikern. Choleriker sind intersexuell. Frauen und Männer aller Arten von sexuellen Ausrichtungen können Choleriker sein. Ich schreibe sehr ungern GenderNeutral. Das ist so schlecht zu lesen und absoluter Unfug, dass sich in mir alles dagegen sträubt. Ich schreibe in der für mich neutralen männlichen Form und vermeide gerne Worte wie CholerkerInnen. Choleriker reicht völlig aus. Es genügt wenn man Geschäftsführer oder ChefArzt auf eine Visitenkarte schreibt und dann ist es egal ob da ein  weiblicher oder männlicher Name steht. Das ist jedenfalls meine Meinung. Ich denke, dass wir es zuweit treiben mit dieser genderneutralen Schreibe. Aber das ist ein anderes Thema.
Bleiben wir bei den Cholerikern als Opfer. Ich habe einem alten Artikel bereits vor Jahren (2013) diese Überschrift gegeben: Choleriker – Täter und Opfer. Wenn wir es schaffen den Cholerikern ihre tragische Opferrolle vor Augen zu führen können wir ihnen helfen, aus dieser Rolle herauszufinden. Das ist der Schlüssel zu diesem Thema. Und darum geht es: Ein Choleriker, dem klar wird, was er da veranstaltet und wie das auf seine Umwelt wirkt, wird versuchen eine andere Rolle zu erlernen. Das funktioniert! Genau dabei kann Coaching helfen. 

Also: Liebe Choleriker! Wollt ihr nicht endlich aus dieser bedauernswerten Opferrolle ausbrechen? Dann macht das bitte mit einem guten Coach. Das ist sehr effektiv und es geht sehr schnell.

Wer willst du sein? Ein souveräner Leader oder ein getriebener Choleriker, der sich nicht im Griff hat.

Darf ich dir einen Tipp geben? Ich denke, dass ein Mann sich niemals wie ein Kind aufführen sollte. Das ist nicht erwachsen. Mit hochrotem Kopf mit dem Fuß aufstampfen und sich auf den Boden werfen? Ich bitte dich! Das bist doch nicht du! – Oder?

Du entscheidest, ob Du ein Opfer oder ein Sieger bist. Ein Choleriker ist immer ein Opfer!

Der schreiende Chef – Was tun?


Der schreiende Chef

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen auf das Thema “Choleriker” und vor allem den “cholerischen Chef”. Man will Tipps wie man mit einem cholerischen Menschen umgehen sollte.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Geschäftsführer, der bekannt für seine cholerischen Ausbrüche ist, beginnt während des Gesprächs mit einem seiner Abteilungsleiter an ausfällig zu werden und ihn anzuschreien. Der Abteilungsleiter sitzt vor dem Schreibtisch des Chefs und der Chef steht auf um mit hochrotem Kopf zu brüllen.

Was machen Sie nun?

Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Situation. Machen Sie ihm klar, dass er sich Ihrer Meinung nach nicht angemessen verhält.

Versuchen Sie Folgendes: Stehen Sie auf, sehen dem Chef in die Augen und begeben sich in die selbe Sprechposition. Beobachten Sie, was mit dem Chef passiert.

Dann treten Sie neben ihn und sagen sachlich: “Sie schreien mich gerade an! Das ist nicht die Art in der wir kommunizieren sollten. Sind Sie bereit das Problem konstruktiv zu lösen?”

Beobachten Sie sein Verhalten.

Wenn er bei seinem cholerischen Ausbruch bleibt, dann wiederholen Sie Ihr Anliegen mit folgenden Worten: “Ich bitte Sie normal mit mir zu reden. Hören Sie auf zu schreien. Für eine sachliche und konstruktive Kritik bin ich aufgeschlossen. Sie wissen das.“

Wenn der Chef dann immer noch bei seinem Verhalten bleibt, entziehen Sie sich dem Verhalten und erklären ihm, warum Sie den Raum verlassen.

Bleiben Sie immer ruhig und gesprächsbereit. Vermeiden Sie den Eindruck der Arroganz. Werden Sie in diesen Augenblicken niemals ironisch! Versuchen Sie einen emotionalen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, dass Sie gerade im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub sind. Der Chef schreit und Sie sind gar nicht da.

Setzten Sie dem Choleriker eine klare Grenze.

Ich selbst habe viele scheinbar unbelehrbare Choleriker in meinem Berufsleben erleben müssen. Oft wurde ich Zeuge, wie Mitarbeiter regelrecht “zur Sau” gemacht wurden. Ich habe gesehen, wie diese Menschen zusammengebrochen sind. Mir selbst ist das sehr selten passiert. Ich habe das Verhalten beobachtet und mich emotional entfernt oder gar verabschiedet. Dann ist es möglich, der unangenehmen Situation die Schärfe zu nehmen und auf eine sachliche Kommunikationsebene zurückzukehren. Wenn ein Choleriker einmal als solcher identifiziert ist, dann kann man sich einfacher emotional entfernen. Das erleichtert den Umgang mit diesen Menschen.
Das gilt auch für andere Persönlichkeitsdefekte. Narzisstische Persönlichkeiten sind eine weitere Möglichkeit…..

 

 

 

Teufelskreis durchbrechen! – Aber wie?


Gedanken kreisen im Kopf meiner Klientin. Sie steckt in einem Teufelskreis fest. Sie hat sich per eMail bei mir gemeldet, ich habe ihr einen Coachingbogen zugesandt und einen Termin vereinbart. Neben den üblichen Daten muss vor jedem Coaching klar sein, was das Ziel des Coachings ist und was bereits getan wurde um dieses Ziel zu erreichen. Ich muss auch wissen, ob der Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorhanden ist. Coaching ist effektive psychologische Beratung, keine Psychotherapie und auch keine Beratung im Sinne: “Ich habe ein Problem Coach! Bitte löse das mal für mich!”
Ich habe das oft erlebt, dass Klienten zum Coaching kommen und völlig falsche oder überzogene Erwartungen an mich haben. Das kennt jeder Coach. Wenn wir dann Fragen stellen, fühlt sich der Coachee sehr schnell in die Ecke getrieben. “Aber das tut mir jetzt nicht gut! Ich denke, sie sollen mir helfen! Ich fühle mich nicht gut, wenn Sie so etwas sagen und fragen….” Und genau darum geht es. Coaching ist nicht immer eine angenehme Erfahrung. Die Klienten müssen das wissen. Es werden durchaus Dinge angesprochen, die zunächst unangenehm sind. Auf der anderen Seite ist ein Coach kein gefühlsloser Chirurg, der gnadenlos schneidet und näht, nach dem Motto: Da musst der Patient jetzt aber durch. Empathie ist eine wichtige  Eigenschaft eines Coach. Aber zuviel Mitgefühl kann den Prozess verzögern oder zum Erliegen bringen. Der Coach ist nicht der Verantwortliche für die Lösung aller Probleme.  Der Coach führt den Coachee durch einen Prozess, der am Ende Erfolg haben kann. Nur wer bereit und in der Lage ist, auch unangenehme Dinge zu betrachten, kann in einem Coachingprozess Erfolg haben. Dabei muss nicht einmal alles gesagt werden. Es genügt, wenn die Gedanken gedacht werden. Der Coach stellt oft Fragen, die der Coachee nur reflektieren soll. Das genügt vollkommen. “Wenn Sie jetzt diesen Gedanken haben, dann denken Sie darüber nach wie es ihnen geht, wenn sie diese negativen Emotionen überwunden haben.” Eine einfühlsame Pause vertieft die Aussage. “Haben Sie das Gefühl?” “Wie fühlt sich das an?” “Was spüren Sie?” “Sehen Sie Licht am Ende der Dunkelheit?” “Welche Farbe hat das Licht?” “Können Sie den Geruch wahrnehmen?” Je nach dem Zugangskanal (VAKOG) kann auf die individuellen Gefühle und Eindrücke des Klienten eingegangen werden. Ist der Coachee bereit dazu, wird der Prozess erfolgreich sein. Im anderen Fall drehen wir uns endlos in einer Schleife und finden nicht mehr heraus.
Ich persönlich durchbreche den Kreis mit Sport. Ich mache etwas völlig anderes als das, was mich belastet. Ich fahre in solchen Zeiten sehr viel mit dem Rad und bin gezwungen mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Sport belebt den Kreislauf und irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass frische Luft und sehr viel frisches Wasser und Schweiß mein Gehirn regelrecht durchlüftet. Plötzlich habe ich neue Ideen und andere Perpektiven. Es hilft mir. Was hilft Ihnen? Keine Idee? Dann fragen Sie einen Psychologen, Therapeuten oder eben auch einen Coach Ihrer Wahl. Er wird Sie zur richtigen Antwort führen.

 

Der Zorn des Chefs


Der Zorn des Chefs – kein cholerischer Anfall

Nicht jeder Chef, der auf Grundlage von wiederholtem Fehlverhalten von Mitarbeitern ausflippt, ist ein Choleriker. Es ist leider so, dass viele Mitarbeiter ohne Druck nicht ordentlich arbeiten. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Es ist unerträglich zu erkennen, dass die Fortschritte von Assistenzärzten sich über die Freiertage in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Die Berichte, die über die Feiertage geschrieben wurden, sind eine einzige Katastrophe! Es ist zum Verzweifeln! Der Frust steigt und es genügt eine kleiner Auslöser um den Chef zur Explosion zu bringen. Das hat nichts mit einem cholerischen Anfall zu tun. Das hat sehr viel mit Streß und Frust zu tun.
Diese Chefs müssen nicht zwingend Chloleriker sein. Gestreßten Oberärzten und Chefärzten kann geholfen werden. Bei dieser Personengruppe liegt keine psychische Störung vor. Eine Psychotherapie und insbesondere eine tiefenpsychologische Behandlung wäre völlig fehl am Platze.
Eine niederschwellige therapeutische Beziehung – ein Coaching – kann helfen. Unkontrolliertes Ausflippen kündigt sich an und kann durchaus kompensiert werden.
Was spüren Sie bevor der “Anfall” kommt? – Keine Angst, es handelt sich nicht um einen Anfall im klassischen Sinne. Sie sind nicht krank! Aber nun konzentrieren Sie sich auf ihre Gefühle, körperliche Reaktionen, Schweißausbrüche, Zittern, Blutdruck, Klingeln in den Ohren, etc. Woran denken Sie, wenn sich diese ärgerlichen Vorfälle häufen? Haben Sie es nicht schon “gewusst”, bevor Sie das Büro betreten haben? Haben Sie es nicht sogar über die ganzen Feiertage geahnt? Hat es Sie nicht die ganze Zeit beschäftigt?

Das Überwinden von scheinbar unkontrollierten Wutausbrüchen gehört zu den Möglichkeiten klassischer Verhaltenstherapie. Wenden Sie sich an einen guten Coach, der Erfahrung und Fähigkeiten in dieser Richtung hat und über eine entsprechende Methodenkompetenz verfügt. Durchbrechen Sie das Spiel, das lange vor dem Ausbruch von Problemen begonnen hat. Streß scheint bei dieser Berufsgruppe dazu zu gehören. Überarbeitung ist an der Tagesordnung. Natürlich können Sie selbst erkennen, wo die Probleme angesiedelt sind. Aber glauben Sie mir: Sie fahren deutlich besser, wenn Sie einen geeigneten Gesprächspartner haben, der ein professionelles Gespräch mit ihnen führen kann und eine Schweigeverpflichtung anbieten kann. Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden. Beim Coaching ist das ausdrücklich nicht der Fall.

Der Gärtner- Der Coach


Der Gärtner ist immer der Mörder

Eben habe ich eine interessante Analogie zwischen Coach und Gärtner gefunden. Gärtner haben in meinem Leben eine gewisse Rolle gespielt. Die Erinnerung kommt gerade wieder hoch. Ehe ich mich auf diesen Vergleich einlasse, muss ich zuerst etwas Unrat entsorgen. Hier der Vergleich, der mich zu den folgenden Gedanken inspiriert hat:

Der Coach, ein Gärtner!

Die Arbeit des Coaches gleicht der eines Gärtners, der verschiedene Pflanzen pflegt. Eine Pflanze liebt den strahlenden Sonnenschein, die andere den kühlen Schatten; die eine liebt das Bachufer, die andere die dürre Bergspitze. Die eine gedeiht am besten auf sandigem Boden, die andere im fetten Lehm. Jede muss die ihrer Art angemessene Pflege haben, andernfalls bleibt ihre Vollendung unbefriedigend.

(‘Abdul’l-Bahà)

Ich kannte mal einen Gärtner, der irgendwann, vor langer Zeit, irgendeine Rolle in meinem Leben gespielt hat. Es ist an der Zeit, den alten Ballast abzuwerfen und den Gärtner dahin zu schicken, wo er hingehört. In jedem Garten befindet sich in ein Misthaufen. Genau dort gehört er hin, dieser Gärtner. Auf den stinkenden Misthaufen meiner Erinnerungen. Erde zu Erde.
Manchmal muss man die Dinge einfach beim Namen nennen, um sie loszuwerden. Müll gehört in die Mülltonne, wird regelmäßig entsorgt und belastet uns dann nicht mehr.
Dieser Gärtner hatte nie wirklich Gewalt über mich. Ich habe mich oft, staunend, über sein herzloses und sinnloses Verhalten geärgert. Ich habe beobachtet wie er eiskalt und ohne jede Empathie Menschen erniedrigt und skrupellos jeden noch so kleinen Vorteil für sich genutzt hat. Ich habe mich oft gefragt, was diesen Mann angetrieben hat.
H.G. hat, wie alle Menschen Ängste. Vermutlich hat ihn pure Angst getrieben. Wer Angst hat, handelt so, wie H.G. Er behandelt andere Menschen mit kalter Ablehnung.
Andererseits war er ein skrupelloser, schmeichlerischer und heuchlerischer Mann, wenn es drum ging sich Vorteile zu erschleichen. H.G. ist der typische Vertreter eines Speichelleckers. Ekelhaft. Ein wirklich kleiner Mann.
Ich hatte fast vergessen, was das für ein Typ war, was er mir und anderen regelmäßig angetan hatte. Aber nun fällt mir alles wieder ein. Ich muss darüber schreiben und dann werde ich es endlich und gründlich loswerden.

Typen wie H.G. gleichen kleinen Jungs mit einem Baseballschläger. Sie sind nicht in der Lage normal zu kommunizieren, also schlagen sie scheinbar ohne jeden Grund, skrupellos zu, sobald sie Widerspruch erwarten. Und wenn sie zuschlagen, dann wollen sie vor allem verletzen und wehrlos machen. Dann fühlen sie sich überlegen und stark.
Das sind arme Würstchen. Aber sie sind gefährlich.

Erinnern Sie sich an den kleinen Jungen im Sandkasten, der jedes Spielzeug für sich beanspruchte? Er sammelte alles und konnte nicht mit anderen teilen. Wenn man sich sein eigenes Spielzeug zurückholen wollte, flippte der kleine Kerl völlig aus und brüllte und schlug um sich. Der Bengel fühlte sich völlig im Recht. So wie H.G. – Typen wir er haben immer Recht.

Ein guter Gärtner ist eigentlich wie ein Coach. Er geht durch seinen Garten und pflegt mit Achtsamkeit seine Pflanzen. Er giesst und schneidet sorgfältig. Er gräbt und düngt. Ein Gärtner sollte ein friedlicher und genügsamer, kluger Mensch sein. Aber manchmal ist er auch ein Mörder. Im übertragenen Sinne.

Im Grunde sind mir Typen wie H.G. vollkommen egal. Als Coach werde ich sehr oft mit dem cholerischen Verhalten von tyrannischen Ehemännern, Chefs und anderen Machtmenschen konfrontiert. Ich distanziere mich innerlich und versuche doch eine gewisse Empathie aufzubauen.

H.G. war niemals ein Choleriker. Er war immer leise und versuchte seine Überlegenheit zu demonstrieren.  H.G. war ein besonderer Fall. So einen Menschen wie ihn habe ich selten erlebt. Zwangsläufig hatte ich es öfter mit ihm zu tun. Ich hörte mir seine Monologe an und versuchte seine Betrachtungsweise und seinen Standpunkt zu verstehen. Dann stiegt ich in das Gespräch ein und argumentierte in seinem Sinne. H.G. wechselte augenblicklich seinen Standpunkt und diskutierte genau andersherum, nur um mich zu demütigen. Damals nahm ich das sehr persönlich. Es dauerte eine ganze Weile bis ich sein Spiel durchschaut hatte. Ich stand regelmäßig wie ein kompletter Vollidiot da. Das ärgerte mich natürlich maßlos. Aber es gehörte zu meiner Entwicklung, Typen wie H.G. zu analysieren und zu verstehen. Es ist sehr lange her. Ich habe mich seitdem weiterentwickelt.

Ich denke, dass der Mann heute sehr einsam ist. Das Einzige, wofür sich H.G. interessierte, war er selbst. Er wollte unbedingt Millionär werden und er ergriff seine Chance als er die Gelegenheit dazu hatte. Auf diese Weise betrog er seine nahen Verwandten um einige Millionen DM. Allerdings konnte H.G. seinen erschlichenen Reichtum nicht nutzen. Das Geld floß wie Treibsand durch seine Hände. Heute ist er ein einsamer, alter Mann. Liebe und Zuneigung hatte er nie im Leben gegeben oder erfahren. Alles was zählte war er. Das ist nicht genug. H.G. wird es inzwischen wissen. Aber nun ist es zu spät. Ich habe ihn nie gehasst. Wenn ich es mir recht überlege, dann ist das schon erstaunlich. H.G. war wahrscheinlich der widerlichste Mensch, der mir je begegnet ist.

Ich vergesse manchmal, wenn mir Unrecht angetan wurde oder mich jemand schlecht behandelt hat. H.G. hatte ich vollkommen vergessen. Vor ein paar Tagen bin ich ihm begegnet. Er hat sich nicht verändert. Schade für ihn.

Der Gärtner ist wohl doch manchmal der Mörder. H.G. ist der lebende Beweis dafür. Nein, er hat nicht gemordet. Das nicht. Er war auch kein Choleriker. Er war genau das Gegenteil von einem Choleriker. Diese Sorte von Mensch ist noch unangenehmer als Menschen, die arglos ausflippen und Dampf ablassen können.

 

Hier eine bekannte Volksweise, die den Gärtner in einem milderen Licht zeigt:

EIN GÄRTNER GEHT IM GARTEN

Ein Gärtner geht im Garten
wo tausend Blumen blühn
und alle treu zu warten
ist einzig sein Bemühn

Der gönnt er sanften Regen
Und jener Sonnenschein
Das nenn ich treues pflegen
Da müssen sie gedeihn

In liebenden Gedanken
Sieht man sie fröhlich blühn
Sie möchten mit den Ranken
Den Gärtner all umziehn

Und wenn ihr Tag gekommen
Legt er sie an sein Herz
Und zu den selgen Frommen
Trägt er sie himmelwärts.

Zu seinem Paradiese
zu seiner schönen Welt
die nimmermehr wie diese
in Staub und Asche fällt

Hier muß das Herz verglühen
das Weizenkorn verdirbt
dort oben gilt ein Blühen
das nimmermehr erstirbt

Du Gärtner, treu und milde
o laß uns fromm und rein
zum himmlischen Gefilde
zum ew´gen Lenz gedeihn

Text: Max von Schenkendorf (1783-1817)
Musik:
Was kann es Schönres geben
in Lieder für höhere Mädchenschulen (1919)

P.S.:  H.G. steht für „Hirnloser GartenbauIngenieur“