Der glückliche Zufall – einfach leben!


Eben habe ich einen Blogbeitrag eines geschätzten Kollegen rebloggt. DER GLÜCKLICHE ZUFALL. Dazu fällt mir auch eine Menge ein. Natürlich!
Neugierig?

Meine Sicht auf DEN GLÜCKLICHEN ZUFALL: Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf die innere Einstellung ankommt, ob man Glück oder Unglück auf sich zieht. Es gibt eine wichtige Regel, die es zu beweisen gilt: Das Glück beginnt in Dir und alles was passiert wird so beurteilt wie Du es willst.

Es gibt da die Geschichte von dem russischen, chinesischen, türkischen oder meinetwegen polnischen Bäuerlein, dass so arm war, dass es nur ein einziges Pferd besaß. Als dieses Pferd weglief, das waren alle anderen Bauern der Ansicht, dass dieses Bäuerlein das Pech auf sich ziehen würde und sie beklagten sein Unglück. Wir kennen die Geschichte: Das tapfere Bäuerlein sah im Verschwinden seines einzigen Pferdes kein Unglück und nach wenigen Tagen kehrte es zurück und  brachte wilde Pferde aus der Steppe zu unserem nun gar nicht mehr so unglücklichen Bauern zurück.
Wenn dieser Bauer an sein Unglück geglaubt hätte, dann hätte er sich vermutlich die Kugel geben oder von einem Felsen stürzen können. Aber genau das tut ein glücklicher Mensch nicht; Egal was passiert.

Inneres Glück zieht Glück an. Das ist überhaupt keine Zauberei.
Kennen wir nicht alle Menschen, die mit einem freundlichen Lächeln durch die Welt gehen und denen man einfach nicht böse sein kann? Sie ziehen das Glück magisch an. Man sucht ihre Nähe und spürt die positive Kraft ihres Wesens. Egal was passiert: Sie wissen, dass das Leben auch mal sauer sein kann. Ganz egal!: Sie machen aus Zitronen – Limonade. Verstehen Sie das Konzept? Natürlich!

Das Leben ist voller Zufälle und es ist gut, wenn wir alles im Leben so nehmen wie es kommt. Wer selbst negative Ereignisse und scheinbare Rückschritte positiv annimmt, wird ein entspanntes und glückliches Leben führen.

Warum sollte ich mich mit Menschen belasten, die es nicht gut mit mir meinen? Warum auch immer.
Natürlich muss ich mir einen selbstkritischen Blick bewahren um mich weiterentwickeln zu können. Aber ich darf es nicht als Belastung begreifen, sondern als Ressource. Es ist immer eine Chance, wenn etwas schief läuft. Ein Leben ohne Phasen der Selbstbesinnung und Neuorientierung wäre fad und langweilig. Niemand kann ein solches Leben wirklich wollen.
Leben verläuft in einer aufsteigenden Sinuskurve, wenn es gut läuft. Dann wird es als glücklich und gehaltvoll wahrgenommen. Wenn wir glauben, dass wir selbst auf dem absteigenden Teil dieser Kurve wieder Fahrt aufnehmen und die nächste, größere Spitze erreichen, dann ist alles in Ordnung. Menschen, die es als negativ wahrnehmen, wenn mal etwas nicht so gut läuft, neigen zu einer Generalisierung und laufen Gefahr, sich in einer Abwärtsspirale zu verlaufen.

Glückliche Zufälle passieren immer wieder. Wir müssen nur einen Blick dafür entwickeln. Selbst Plateau-Phasen und Rückschritte sind immer Chancen auf Neuausrichtung und Kurskorrektur. Manchmal gibt es beim Segeln eine Flaute, aber die nächste steife Brise kommt bestimmt. Daran muss man nicht mal nur glauben. Es passiert einfach!

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Humboldt der Coach


Zum 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts

Friedrich Gentz schrieb über Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835):

„Wenn man mit ihm redet, so ist es immer, als wenn man mit sich selbst redete, nur unendlich leichter. Man kennt sich selbst allemal besser, wenn man ihn verlässt“. Friedrich Schiller erklärte: „Im Gespräch mit ihm entwickeln sich alle meine Ideen glücklicher und schneller.“

Die Assoziation Wilhelm von Humboldt und einem Coach drängt sich auf. So muss Coaching sein. Es ist, als wenn man mit sich selbst redet, nur unendlich leichter. Im Gespräch mit einem Coach entwickeln sich alle Ideen glücklicher und schneller.

WvHumboldtWilhelm von Humboldt (1767 – 1835) auf einem Bild von Gottlieb Schick von 1808

Hier ein Artikel im TAGESSPIEGEL zum 250.Geburtstag von Humboldt

 

 

Kybernetik – Konstruktivismus – Coaching


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.”
/Heinz von Foerster/

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen einander längst nicht mehr aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz, sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat kaum Chancen, eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln; weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, weg räumen imaginärer Steine, die uns blockieren.
Die Grenzen des Coachings liegen in den Grenzen des Coachs und des Coachees.
Coaches müssen selbst eine hohe Ebene der „Entwicklungsstufen des Selbst“ erreicht haben, um den Coachee dabei zu unterstützen, eine neue Ebene zu erkunden.

Titelbild: von Piet Mondrian

 

Vorteilsübersetzung JobCoaching


Vorteilsübersetzung JobCoaching

Vorteilsübersetzung ist ein Wort, dessen Ursprung vermutlich in der Agentur für Arbeit zu finden ist. Es wird im Führungskompass, dem Handbuch für Führungskräfte der Agentur, beschrieben.

Ein Blick in das Dokument ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen; zeigt es doch, wie professionell die oft kritisierte Behörde arbeitet. Eine Karriere bei der Agentur für Arbeit ist für junge Menschen durchaus empfehlenswert. Die meisten machen einen großen Bogen um die Agentur, wenn es um die Berufswahl geht. Warum auch immer.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mduy/~edisp/l6019022dstbai419862.pdf

Vorteilsübersetzung dient der zielgruppenorientierten Einwandbehandlung, wenn ich das richtig verstehe. Wenn man es einmal gehört hat, dann vergisst man es so schnell nicht wieder.

Oft stellen sich Arbeitssuchende die Frage, was JobCoaching für sie bringt. Die Frage ist berechtigt. Eine mögliche Antwort -Vorteilsübersetzung- ist die, dass sich mit einem JobCoaching Prozesse und Entscheidungen in Richtung Umorientierung und Neuorientierung sehr viel intensiver und schneller ablaufen, als wenn man sich nicht von einem Coach begleiten lässt. Eine hohe Qualität des gewählten Coach ist ebenso eine wichtige Voraussetzung, wie das Vertrauen, dass man in ihn setzt. Ein Erstgespräch mit dem Coach kann erste Anhaltspunkte liefern. Stimmt die Chemie? Weiß der Coach, was er da macht? Welche Erfahrungen hat er bereits im Umgang mit den Vermittlern der Agentur?  

In den meisten Fällen ist JobCoaching tatsächlich empfehlenswert. Coaching beschleunigt den Zielfindungsprozess und führt zu einem detaillierten Fahrplan: Zurück in den Job!
Und zwar nicht in irgendeinen Job, etwa bei einer Zeitarbeitsfirma, sondern in den Beruf, der tatsächlich zum Bewerber passt. Der Coach stellt Ihnen genau die Fragen, die zum Kern Ihres Selbst führen. Was können Sie wirklich gut? Wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Was beinhaltet das Jobprofil wirklich? Ist das etwas für Sie? Ein JobCoach hilft Ihnen dabei eine Strategie zu erarbeiten, die zum Job führt. Wenn Sie zum Beispiel eine ganz spezielle Weiterbildung brauchen um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden, dann wird sich der Mitarbeiter der Agentur gerne auf die Empfehlung des Coaches stützen. Es ist eine Steilvorlage, die dann einfach umgesetzt werden kann. Im Idealfall arbeiten JobCoach und Vermittler eng zusammen. Wenn Sie also einen Coach gefunden haben, dann fragen Sie Ihren Vermittler nach seiner Telefondurchwahl und seiner eMail Adresse. Das hilft beim Coaching wirklich weiter. Vorteilsübersetzung für den Mitarbeiter der Agentur: Sie können rechtzeitig Einfluss auf das Ziel und den Entscheidungsprozess nehmen.

 

 

 

Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen


Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen

Was passiert eigentlich beim Business Coaching? Wie genau passiert es und was kann damit erreicht werden?
Es lohnt sich, Coaching in Unternehmen zu etablieren. Und da ich nicht ständig und gleichzeitig überall sein kann, sollten Sie sich einen Coach in der Nähe suchen, der so ähnlich denkt und arbeitet, wie ich es hier beschreibe.

Es könnte eine Blaupause sein, um Ihr Unternehmen ganz nach vorne zu bringen. Sie glauben es nicht? Probieren geht über studieren. Es handelt sich nur um eine kleine Investition für Sie.

Im Coaching redet der Coachee idealerweise 80 Prozent der Zeit, während der Coach in den 20 verbleibenden 20 Prozent die Beziehung aufbaut und Fragen stellt. Ich gebe es zu; Ich bin ein neugieriger Mann, der sich sehr für Technik und die Möglichkeiten, die moderne Technologie zu bieten hat, interessiert; Nichts ist spannender als das. Selbst in traditionellen Gewerben funktioniert kaum etwas ohne ERP-Systeme, digitales Marketing, CRM, automatische Abrechnungsverfahren und CLOUD-Technologien.  
Wenn ich mit Unternehmen zu tun habe, die ganz fest glauben, dass sie “das alles nicht brauchen”, wird es ebenfalls interessant. Dann sammle ich die Probleme und Möglichkeiten und präsentiere im Anschluss einen Lösungsansatz, den ich gerne begleite. Es gibt Lösungen, die sich viele Unternehmer nicht einmal vorstellen können.
Elon Musk ist ein Unternehmer, der höchst komplexe Lösungen gefunden hat, die in Zukunft überraschend effektiv realisiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge – vor 10 Jahren war das noch völlig undenkbar. Man wusste ja, was Batterien leisten konnten, oder eben nicht leisten konnten. Eine Rakete, die unbeschädigt auf einer Plattform landen kann? Science Fiction, ganz real.. Tunnel, die einen Großteil des Verkehrs aufnehmen können? Alles das wird möglich, wenn man so denkt wie Elon Musk. Und so zu denken, ist erlernbar.  
Coaching ist anlassbezogenes Lernen. Der Anlass: Permanente Optimierung und Verbesserung von Strukturen und das Finden neuer Ideen und Möglichkeiten, die ein Unternehmen einzigartig machen. Man kann es auch Change Management nennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich stelle Fragen, die dazu dienen, Freiräume zu schaffen, die im Tagesgeschäft verloren gegangen sind. Sehr oft liegt die Lösung für ein scheinbar unlösbares Programm darin, einfach die kommende Technologie abzuwarten und nicht Zeit und Geld in vorhandene, ineffektive Technik zu versenken. Eine zielgerichtete Planung verkürzt komplexe Projekte. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ihre Flexibilität nicht auf’s Spiel setzen wollen, lohnt es sich die Abläufe zu visualisieren, kritisch zu betrachten und zu optimieren. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Unternehmen, ohne dass bereits ein ganz spezielles System geplant ist. Eine Ist-Aufnahme der Prozesse, und nicht zu unterschätzen: der relevanten Dokumente ist die einzige Voraussetzung um die wachsende Komplexität in den Griff zu bekommen. Was nützt ein ausgeklügeltes System, wenn die Sonderfälle, die außerhalb des Systems gelöst werden müssen, überhand nehmen? Die Flut von Excel Tabellen in den meisten Unternehmen ist längst unüberschaubar und kaum mehr zu handhaben. Sie sind ein eindeutiges Indiz für die Ressourcen, die in den Mitarbeitern stecken; aber auch für die wachsende Unübersichtlichkeit und steigende Fehleranfälligkeit.

Sie werden staunen, was Ihre eigenen Mitarbeiter alles wissen und welche Ressourcen in Ihrem Unternehmen stecken. Sie wissen es oft nur noch nicht, weil sie keine Zeit haben mit den  Mitarbeitern zu reden und weil sie oft in eigenen Vorurteilen und begrenzenden Glaubenssätzen feststecken. Das Offenlegen unausgesprochener, nicht schriftlich fixierter Regeln, ist ein Möglichkeit, die durch Coaching herausgearbeitet werden kann.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstruktur fest verankert sind, arbeiten immer in ihrem eigenen Interesse. Auch wenn sie vorgeben, die vorgegebenen Leitlinien zu verfolgen. Sie stabilisieren das System und halten an Gewohnheiten fest. “Das haben wir immer schon so gemacht!” Engagierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in jedem Unternehmen.
Ein kritischer Blick eines externen Coach ist unbezahlbar; und auch gerade deswegen wert, ihr oder ihm ein Mandat zu geben.     

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Coaching: Selbstsicherheit und Kompetenz


Selbstsicherheit und Kompetenz

Kürzlich habe ich hier einen Buchtipp rebloggt. Das Buch werde ich mir kaufen. Der Titel hat mich inspiriert. Es ist so eine Sache die richtige Balance zwischen Selbstsicherheit und Kompetenz zu finden. Ich habe jeden Tag Kontakt zu Menschen, die einerseits selbstsicher auftreten und auf der anderen Seite ihre eigenen Kompetenzen ausbauen müssen. Ohne ein gehöriges Maß an Selbstkritik geht das nicht. Selbstsicherheit ist wichtig. Die Kunst sich nicht zu überschätzen, und gezielt und gelassen weiter zu gehen und zu lernen, ist ein wichtiges Thema beim Coaching. Ich kann keine Menschen coachen, die vor Selbstsicherheit nur so triefen und die nicht erkennen, was noch zu tun ist.
Die Sache hat noch einen Haken, oder eine Reihe von Haken. Wer selbstsicher auftritt, wirkt sehr schnell unnahbar und arrogant. Wer sich zurücknimmt und bereit ist, Hilfe und Kritik anzunehmen, begibt sich in Gefahr, als Weichei wahrgenommen zu werden. Besonders die schwächeren Kollegen neigen oft dazu diese Menschen mit ihrer eigenen, eingeschränkten Sicht zu betrachten und das auch weiter zu kommunizieren.
Es gibt Karrieren, die auf Arroganz und Seilschaften aufgebaut sind. “Leichen pflastern ihren Weg”, wie man so sagt. Da ist etwas dran. Es gibt Führungskräfte, die perfekt darin sind, andere für sich einzuspannen und dann die positiven Ergebnisse als ihren Erfolg zu verkaufen. Das ist, leider, das übliche Spiel. Und denen ist, das kannst Du mir glauben, jedes Mittel recht. Wenn jetzt ein kompetenter und selbstsicherer Mitarbeiter ins Spiel kommt, dann kann man etwas erleben. Es ist immer wieder das selbe Spiel. Der Neue kann es kaum gewinnen, wenn er es nicht kennt. Oft ist es besser, die Arena schnell wieder zu verlassen und den Spieler allein zu lassen. Er wird sein nächstes Opfer finden. Gut wenn Du es nicht bist, lieber Leser und Coachee. Gut, wenn Du dieses Spiel schnell erkennen kannst und damit umzugehen lernst.
Es ist leider so, dass in dieser Gesellschaft oft die oberflächlichen Schurken gewinnen. Sie stützen sich auf schwache Partner. Mit starken Mitarbeitern können sie nicht umgehen. Gut für das Unternehmen ist es nicht. Es ist aber auch sinnlos für den kompetenten und wissbegierigen neuen Kollegen, dagegen anzugehen. Dieses Spiel kannst du nur verlieren. Das Ergebnis steht von vornherein fest. Es ist wichtig zu erkennen, wer das Spiel, wann und wie spielt und dann ist es wichtig cool zu bleiben und es sich nicht zu Herzen zu nehmen. Verzweiflung, Depression und Burnout droht!
Es ist nicht leicht, aber es funktioniert, wenn man den richtigen Sparringpartner gefunden hat.

Mein Tipp: SucheDir einen guten Coach und rede mit ihr oder ihm. Das hilft echt weiter. Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wenn man nicht mit einem Profi redet, kann es sehr schnell dazu führen, dass man sich selbst tatsächlich kleiner macht, als man ist. Du hast richtig gehört. Niemand macht dich klein. Viele versuchen es. Es gehört zur Standardstrategie. Aber du allein lässt dich darauf ein oder eben nicht. Darum: Coaching! Probiere es einfach aus!  

Coaching – Kybernetik – Konstruktivismus


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.” /Heinz von Foerster/

 

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen sich schon lange nicht mehr einander aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat keine Chance eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln, weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, das Wegräumen von imaginären Steinen, die uns blockieren. Die Grenzen des Coachings liegen natürlich in den Grenzen des Coachs. Coaches müssen selbst eine hohe Ebene erreicht haben um den Coachee dabei zu unterstützen eine neue Ebene zu erkunden.

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Coaching – Bereitschaft


Coaching – Bereitschaft

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen“
Chinesisches Sprichwort

Am Beginn eines Coachings steht die Auftragsklärung. Coach und Coachee lernen sich kennen. Vorstellungsrunde. Wenn der Coachee bereit ist, dann kann das Coaching beginnen. Dann, und nur dann ist ein produktives Coaching möglich.

Elon Musk – Erfolg


Elon Musk hat eine einfache Erfolgsregel. Hier ist sie:

„Man muss sich stetig weiterentwickeln, um keine Rückschritte zu machen; schaut also immer nach vorne.“

Technologien können sich nicht automatisch verbessern, wenn Menschen nicht hart daran arbeiten. Um sich selbst weiterzuentwickeln und immer wieder neue Ideen weiter voranzutreiben, müssen wir nach vorne schauen. Damit uns das gelingt, gibt einiges zu beachten:

1. Gemachte Fehler vergessen und in Zukunft vermeiden lernen

Fehler zu machen, ist menschlich — jeder hat damit zu kämpfen. Das gehört dazu. Immer. Es bringt allerdings nichts, ständig auf den Fehlern der Vergangenheit herumzureiten Das ist passiert und nicht mehr zu ändern. Rückschläge gehören zum Erfolg dazu. Es geht nur darum, daraus zu lernen und solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

2. Immer wieder neue Ziele setzen

Wer ein Ziel erreicht hat, sollte sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Kurze Schaffenspausen um den herrlichen Ausblick genießen, sind ausdrücklich erlaubt.  
Aber dann geht es darum immer wieder neue Ziele zu finden und zu setzen. Diese motivieren uns und machen uns produktiv.

3. Niemand kann alles wissen, aber alles lernen

Dass was wir nicht können, sollte kein Hindernis für uns darstellen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, doch mit der entsprechenden Übung können wir uns weiterbilden, Wissen aneignen und Fähigkeiten erlernen, die uns voranbringen.

4. Niemals aufgeben

Auch wenn wir mit harten Misserfolgen zu kämpfen haben, dürfen wir niemals aufgeben. Es gibt immer Möglichkeiten, voranzukommen. Vielleicht müssen wir einen anderen Weg gehen, als gedacht, doch bekanntlich führen viele Wege nach Rom.

Wer erfolgreich sein will, muss immer, den schweren und steinigen Weg zu nehmen. Es  gibt es nämlich keine Abkürzung zum Erfolg. Abkürzungen führen meistens in Sackgassen oder direkt in die Hölle.

/QUELLE: ELON MUSK?/

TESLA, SpaceX, HyperLoop

 

Unternehmen sucht Coach


Unternehmen suchen einen Coach

Worauf achten Unternehmen, wenn sie einen Coach suchen? Natürlich muss der Coach – geeignet sein. Klar. Nehmen wir einmal an, dass ein Coach für den Vertriebschef gesucht wird. Es liegt auf der Hand, dass der Coach eine Ahnung vom Vertriebsgeschäft haben sollte. Idealerweise genau in der Branche und es wäre schön, wenn er sehr viele einschlägige Erfahrungen mitbringen würde.
Wir deklinieren jetzt einfach mal alle Führungspositionen im Unternehmen durch und stellen dann ganz trocken fest, dass so ein Coach vermutlich gleich den Job des zu Coachenden übernehmen könnte. Und das sind – Sie werden es leicht erkennen – ganz schlechte Voraussetzungen für ein offenes, achtsames und wertfreies Coaching.

Erstens: So einen Coach werden Unternehmen nicht finden. Irgendetwas passt immer nicht zusammen. Und Zweitens: Es ist besser so. Denn Coaching funktioniert anders.

Ich möchte mir nicht vorstellen was passiert, wenn ein Vertriebschef auf einen ehemaligen Vertriebschef oder ein Personalchef auf einen ehemaligen Personalchef stößt. Mit Coaching hat das wenig zu tun. Es könnte in eine Art Training ausarten, aber darum geht es beim Coaching nicht.

Aber was ist Coaching dann genau? Was bringt es und wie funktioniert es?
Ich habe mich hier schon ziemlich ausführlich über diese Themen ausgelassen. Alle veröffentlichten Artikel sind vorhanden und werden es auch bleiben.

Um es auf den Punkt zu bringen: Coaching pumpt kein Wissen und keine Fähigkeiten in den Klienten hinein. Das ist Training und Schulung. Wo nichts ist, kann auch der beste Coach nichts hineinpressen. Coaching baut immer auf vorhandene Potentiale auf. 
Ein Coach aktiviert die vorhandenen Ressourcen in einem Coachee. Der Klient ist bereits sehr gut in seinem Feld. Das Coaching schafft Freiräume, die dazu dienen dass der Klient sich selbst verbessert. Ein Coaching ist eine Aktivierungsmaßnahme, ein starker Katalysator. Nach dem Coaching geht der Klient erfrischt und ganz bewusst seinen Weg weiter. Ziele sind klarer geworden und Hürden wurden umgangen oder abgerissen. Begrenzende Glaubenssätze und Ängste sind thematisiert und verkleinert oder zerstört worden. Das fachliche Wissen des Klienten wurde durch das Coaching aktiviert und geklärt. Der Coach kann ganz einfach ein erfahrener Manager, ein guter Psychologe oder ein Personaler sein. Die Hauptsache ist, dass er oder sie eine gute Coachingausbildung (1-2 Jahre am Wochenende, ca. 60-100 Präsenzstunden) vorweisen kann. Berufliche Praxis als Coach und Referenzen machen durchaus Sinn. Die meisten Coaches kommen per Empfehlung.
Ausserdem ist das Risiko an einen wirklich schlechten Coach zu kommen, relativ gering. Wenn sie oder er den Job nicht kann, dann ist spätestens bei der nächsten Sitzung Feierabend. Das ist ganz einfach.

Also, wenn Sie sich einen Coach für Mitarbeiter suchen, dann probieren Sie einfach aus, wer zum Mitarbeiter und zum Unternehmen passt. Wenn es wirklich nicht funktioniert, dann muss der Nächste ran. Sie werden gute Coaches kennenlernen, die Sie bedenkenlos weiter einsetzen können. Und Sie werden ein Gefühl dafür bekommen, was ein guter Coach mitbringt und wie man ihn findet.

Laden Sie einen geeignet erscheinenden Coach zur Auftragsklärung ein. Sie werden sofort erkennen, ob sie ihn einsetzen können. Der Coach wird Ihnen genau erklären, wie das Coaching abläuft und was es erreicht kann.

Coach für Choleriker


Coach für Choleriker

Ich stelle mich der Aufgabe. Ich weiß, dass echte Choleriker und Narzissten nicht coachbar sind. Aber egal! Ich bin ein neugieriger Mensch, der davon ausgeht, dass man sich hohe Ziele setzen muss um erfolgreich zu sein. Ich greife sozusagen nach den Sternen. Richtig von sich eingenommene Narzissten und Choleriker werden sich nicht angesprochen fühlen.

Es sei denn, sie erkennen, welche Potentiale wirklich in ihnen stecken und was sie noch alles erreichen können, wenn sie die damit verbundenen Einschränkungen überwinden und wirklich cool sein würden.
Möglicherweise sind Sie jetzt neugierig geworden. Dann bin ich es auch: Auf Sie. 

Aber ich bin Realist: Es wird sich niemand melden…..

Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

Moderne Zeiten: Das Coach Prekariat


Der mittellose Coach

Es ist ein Widerspruch in sich. Aber es gibt sie, die Selbständigen, die kaum von ihrer Arbeit leben können und es trotzdem jeden Tag neu versuchen. Es sind die stillen Helden, die kaum an die Öffentlichkeit treten und doch so wichtig für die Wirtschaft sind. Wer sie fragt, wie es ihnen geht und was sie tun, wird kaum eine ehrliche Antwort bekommen.

„Man sieht nur die im Licht,
die im Dunkeln sieht man nicht.“ /Berthold Brecht/

Arztgespräch in einer REHA-Klinik. Der Mann hatte einen Herzinfarkt. Er ist 66 Jahre alt und er will unbedingt weiter arbeiten. Der Arzt ist erstaunt. Es ist zwar sehr gut, dass der Mann sich fit fühlt und weiter am Berufsleben teilnehmen will, aber viele Patienten glauben immer noch, dass sie in der Rente am besten aufgehoben sind. Die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit unterstützen ältere Arbeitnehmer, die nach dem Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten, über das neue “Flexirentengesetz”. Es soll dabei helfen, den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente selbstbestimmter zu gestalten. Der Hintergrund ist unter anderem der, dass Arbeit und die damit verbundene soziale Bindung wichtig für die psychische Gesundheit sind.
Der Mann erzählt, dass er in den vergangenen Jahren als freiberuflicher Coach gearbeitet hat. Der Arzt ist hellwach. Das Thema interessiert ihn brennend. Seine Freundin ist in einer ganz ähnlichen Situation. Sie hat zwar noch einen versicherungspflichtigen Job, redet sich aber ein, dass sie mit entsprechenden weiteren Zertifikaten, Prüfungen und der Mitgliedschaft beim größten Coachingverband der Welt doch eine gute Chance hat als Coach zu arbeiten und gutes Geld zu verdienen. Es gibt ja berühmte Coachs, die Bücher verkaufen, große Hallen füllen und mehr als 1000 EURO pro Sitzung verlangen können. Außerdem gibt es Coachings, die durch die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung bezahlt werden können. Coaching ist, so scheint es, der Beruf der Zukunft.
Der Mann ist ein Realist. Er ist gut, aber nun muss er auch weiter arbeiten, weil er annimmt, dass seine Rentenansprüche nur sehr bescheiden sind. Er wird niemals davon leben können. Es klingt sehr ernüchternd, was er zu erzählen hat. Er muss weiterarbeiten, obwohl er ein guter Coach ist:

“Ich bin ein richtig guter Coach. Glauben Sie mir. Ich habe jede Menge Geld investiert; für Ausbildung und um auf dem Laufenden zu bleiben. Man kennt mich und man schätzt mich. Aber ich kann trotzdem nicht davon leben. Wenn Sie zwei oder drei Aufträge im Monat generieren können und insgesamt 2000 EURO damit verdienen, dann sind Sie gut im Geschäft….”

Vielmehr muss der interessierte Arzt nicht hören. Das klingt nicht gut und das macht ihm das Herz schwer.

Der Mann ist in einem Alter, in dem man in die Rente gehen sollte. Aber er kann nicht, weil er lange selbständig war und praktisch nichts beiseite legen konnte. Es geht ihm wie vielen prekär beschäftigten Selbständigen. Er würde vermutlich nur etwa 300 EURO Rente erhalten. Davon kann er nicht leben. Das würde ihn augenblicklich in die Grundsicherung zwingen. Er hat sein ganzes Leben gearbeitet und um Aufträge gekämpft. Am Ende steht er vor einem Scherbenhaufen. Er hat Existenzängste. Das ist überhaupt nicht gut für seine Gesundheit. Der Mann sagt ganz deutlich wie er die Situation sieht:  

“Coaching ist vielleicht ein tolles Hobby. Aber vergessen Sie es! Das ist eine Illusion. Weiter ist es nichts. Ein Job an der Kasse bei einem Supermarkt ist sicherer als das. Sorry! Aber so ist es!”

Der Arzt ist nachdenklich geworden. Die Situation ist wirklich sehr ernüchternd. Er wird das seiner Freundin erzählen. Sie wird nicht begeistert sein, wenn sie das hört.  Der mittellose Coach hatte, wie viele andere ambitionierte und fähige Selbständige, irgendwann einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Er hatte geglaubt, dass virtuelle Teams und Arbeit die man sich freiwillig aussuchen kann, Freiheit und Glück bedeuten würden. Er hatte nicht mit dem Sozialsystem in Deutschland gerechnet, das nicht auf diese moderne Form der Arbeit vorbereitet ist. Der Selbständige Alleinunternehmer hat keinerlei Sicherheit und er wird von allen Seiten so ausgebeutet, wie es die Gesellschaft erlaubt. Er hat kaum Urlaub, weil das verlorene Tage für ihn sind. Und selbst, wenn keine Aufträge hereinkommen, lebt er unter einem permanenten Druck. Das ist weder gesund noch befreiend. Es ist eine Revolution in die falsche Richtung. Die Revolution frisst ihre Kinder. Auf der einen Seite stehen Arbeitnehmer, die bei den großen DAX-Unternehmen angestellt sind. Sie werden von starken Gewerkschaften vertreten, die dafür sorgen, dass Gehälter und Löhne steigen und die Jobs auf einem hohen Niveau sicher sind. Dann folgen die Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen. Sie arbeiten ebenfalls sehr hart, arbeiten aber mit größeren Risiken. Das Prinzip Hoffnung ist dort weit verbreitet.
Dann gibt es Mediziner, Rechtsanwälte, Beamte, Banker, Steuerberater und Angestellte im öffentlichen Dienst.
An der untersten Stufe der Nahrungskette stehen viel kleine Selbständige und Unternehmer, die ein hohes Risiko eingehen und von der Hoffnung leben eines Tages den Break Even zu erreichen. Viele sind erfolgreich. Viele müssen nach vielen Jahren des Kampfes aufgeben. 

Coach ist ein unglaublich befriedigender Beruf mit Zukunft. Flexible Arbeitszeiten und die permanente Erreichbarkeit über Internet und Smartphone sind bereits heute ein wichtiger Teil unsere Arbeitslebens.

Selbständige sollten als das anerkannt werden, was sie sind. Mutige Unternehmer, die bereits heute austesten, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen könnte, die aber selten in der Gewinnzone arbeiten. Wir brauchen sie, und deshalb sollte es einen Mechanismus geben, der diese Menschen aktiv unterstützt bei Grundsicherung, Krankenversorgung, Altersvorsorge und Bildungsphasen. Das wäre ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft.
Diese Unternehmer müssen ohnehin beim Finanzamt Rede und Antwort über ihr Tun, ihr Einkommen und ihre Zukunftspläne stehen. Wir können diese Probleme lösen und so Möglichkeiten und Ressourcen eröffnen, die uns tatsächlich voranbringen können.


In welchem Parteiprogramm steht denn so etwas? Ich weiß es nicht.

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Die Narzissmusfalle


Die Narzissmusfalle

Donald Trump war gerade 100 Tage im Amt. Man staunt über ihn, man macht sich Gedanken über seinen Geisteszustand. Es sind deutliche Anzeichen eines ausgeprägten Narzissmus sogar für Laien deutlich erkennbar. Die Welt blickt fasziniert und verängstigt auf diesen Mann, der wie kein anderer den ZEITGEIST unserer Generation so einzigartig reflektiert.

Der Psychiater Reinhard Haller hat sich intensiv mit Narzissmus beschäftigt und ein Buch geschrieben: Die Narzissmusfalle. Aber das nur am Rande. Er hat im WDR ein Interview gegeben. Dieses Interview hat mich inspiriert einige Gedanken aufzunehmen, zusammenzufassen und zu reflektieren.

Die Goldwater Regel besagt, dass man keinen Menschen aus der Ferne diagnostizieren darf. Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen, die es geradezu zwingend erfordern näher hinzuschauen. Der Narzissmus des Donald Trump ist eine Ausnahme.

Weiterführend: interessanter Artikel in DIE ZEIT

Donald Trump zelebriert seinen Narzissmus ganz bewusst. Man kann nicht anders, als zu sagen: Das ist eindeutig narzisstisch! Es ist so eindeutig erkennbar. Ein Musterbild eines Narzissten. Es ist also keine ärztliche Ferndiagnose, sondern eine Analyse seines Verhaltens. Solange Trump nicht in ein bösartiges Syndrom des Narzissmus gleitet, ist alles in Ordnung. Despoten und Serienmörder sind typische Vertreter des bösartigen Narzissmus. Es ist also von Seiten der Psychologen und Psychiater geboten, genauer hinzusehen und Hinweise auf gefährliche Entwicklungen zu dechiffrieren und zu publizieren. Es ist geradezu die Pflicht der Psychiatrie darauf hinzuweisen, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Narzissten sind NICHT GEISTESKRANK – Narzissmus ist erst einmal keine Krankheit – Es ist, zunächst nur, eine Charaktereigenschaft; wenn auch eine unangenehme.

Narzissten kennen wir alle: Sie sind beratungsresistent – lassen den nötigen Anstand vermissen – und sie sind extrem schnell und tief kränkbar. Das ist die Achillesferse dieser Menschen. Daran können wir sie erkennen.

Betrachten wie das Phänomen Narzissmus doch einmal anders. Wir sind, wenn wir stolz auf uns sein können, alle irgendwie narzisstisch eingestellt. “Ich!-Icher!-am Ichesten!” Was wären wir, wenn unser Ich keine so große Rolle spielen würde? Wir leben in einer ausgesprochen narzisstischen Gesellschaft. Es ist geradezu zum Gesellschaftsideal  geworden, so zu sein . Jeder möchte heute so sein, wie Donald Trump; reich, mit einer wunderschönen Frau verheiratet, mit dem größten Turm in der Stadt. Nun ja, wir würden mit dem Reichtum vielleicht anders umgehen und ein wenig zurückhaltender bei der Wahl unserer Frisur und unserer peinlichen Auftritte sein. Aber wenn wir ehrlich sind: so ein kleiner Donald steht uns doch ganz gut. Die Gesellschaft will das so. Punkt.

Der Orgasmus des Narzissten beruht auf Erfolg, Lob, Zuwendung von möglichst vielen Menschen. Er ruft ständig nach mehr: I cant’t get no satisfaction! But I try, but I try….
Es ist wie bei einer Droge. Die Dosis muss ständig erhöht werden. Sonst droht der Kater danach. Je stärker die Droge um so dröger die Befindlichkeit nach dem Höhepunkt.

Ein echter, typischer Narzisst bedient die 5 E: Egozentrik, Eigensucht, Empathiemangel, Entwertung anderer Menschen und Empfindlichkeit. Sind diese 5 Punkte beieinander, handelt es sich bei der beobachteten Person höchstwahrscheinlich um einen Narzissten. Der Grat zum krankhaften und zerstörerischen Narzissmus ist sehr schmal.

Alles dreht sich um ihn, den Egozentriker. Wenn sich einmal etwas nicht um ihn dreht, dann wird er nervös. Eigensucht ist nicht zu verwechseln mit Eigenliebe. Eigenliebe gehört zu jedem gesunden Menschen. Ich möchte niemand an meiner Seite wissen, der sich nicht selbst liebt. Das ist furchtbar und gefährlich.
Empathiemangel ist ein wichtiger Punkt bei Menschen, die Entscheidungen treffen müssen, wie Entlassungen oder andere Dinge, die gefährlich für Leib und Leben sein können. Ein General im Krieg kann keinerlei Empathie gebrauchen, wenn er Menschen in den sicheren Tod schicken muss. Ein Hedgefondsmanager ist gut beraten, keinerlei Empathie für die Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen zu entwickeln. Ein Versicherungsvertreter braucht alles, aber keine Empathie, wenn er Lieschen Müller eine Versicherung oder eine Anlage verkauft, die sie überhaupt nicht braucht, und ihr nur viel Geld kostet. Ein Mangel an Empathie ist also nicht unbedingt der entscheidende Punkt bei einem Narzissten. Ein Chirurg muss auch professionell arbeiten und beherzt schneiden, obwohl er weiß, dass der Patient anschließend Schmerzen haben wird. Wenn ein Patient die Operation nicht überlebt, dann muss der Arzt einfach weitermachen und den Todesfall ausblenden. Zu hohe Empathie würde ihm bei seiner Arbeit im Wege stehen.
Ein viel entscheidenderer und wirklich schlimmer Punkt bei Narzissten und Cholerikern ist seine Neigung andere Menschen abzuwerten. Es ist typisch für ausgeprägte Narzissten Menschen zu beleidigen und sich immer ein wenig über sie zu stellen. Abwertende Bemerkungen unter vier Augen oder vor Publikum sind ihr Tagesgeschäft. Allerdings tun sie das nur bei Menschen, die ihnen nicht gefährlich werden können. Hinter dem Rücken der Vorgesetzten sprechen sie natürlich auch schlecht über sie. Denn sie sind schließlich diejenigen, die auch den Job des Oberbosses am allerbesten machen könnten, wenn man sie nur lassen würde. Der abwertende Narzisst umgibt sich häufig mit Mitarbeitern und Partnern, die ihm nicht das Wasser reichen können (so glaubt er es zumindest) und er ist immer der “Einäugige unter den Blinden”, was sich dann auch in der Performance des Unternehmens niederschlägt.

Die Empfindlichkeit von Narzissten ist ein weiteres typisches Beispiel. Narzissten sind hart im Austeilen und sehr zart und empfindsam, wenn es um sie selbst geht. Sie haben plötzlich einen Sinn für Empathie; aber nur für sich selbst. Sie spüren leiseste Kritik schon in der Stimme des Vortragenden obwohl etwas ganz anderes besprochen wird. Sie ahnen dass alle anderen es nicht gut mit ihnen meinen (Deshalb ist es ja auch gut, dass sie so sind wie sie sind: hart und laut und kompromisslos und stark!)

Ich! Icher! Am Ichesten! –  Das ist das Motto der Narzissten.

Wenn Sie ein Gefühl für andere Menschen haben und ein Gespür für Win-Win Situationen, wenn Sie sich gut fühlen, wenn es den Menschen um sich herum gut geht, dann sind Sie definitiv kein Narzisst.

Und dann gibt es noch die bösartige Form des Narzissmus. Despoten sind ein typisches Beispiel. Serienkiller haben ein ähnliches Persönlichkeitsprofil wie Despoten. Das Syndrom des bösartigen Narzissmus wurde durch Otto Kellenberg beschrieben.

Diese Menschen bleiben selbst nur Durchschnitt. Sie sehnen sich nach Einfluß und umgeben sich mit willfährigen Paladinen, die ihnen nicht widersprechen. Gleichzeitig entwerten sie alle anderen Menschen – verfolgen und zerstören.

Donald Trump ist noch lange kein Despot. Das darf nicht vergessen werden. Er ist im Rahmen seiner Möglichkeiten lernfähig, prosozial; und er ist ein ziemlich guter Psychologe, obwohl er wahrscheinlich keine psychologische Ausbildung hat. Er hat einen sehr guten Instinkt für die Massen und ein Gespür für die Grundstimmung der Bevölkerung.

Trump instrumentalisiert den Narzissmus und er spielt damit ganz bewusst. Schließlich wurde er gerade deswegen gewählt. Eine leichte Form der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung – ist heute geradezu ein Ideal geworden. Zeitgeist.

Es sind die modernen Zeiten nach der Jahrtausendwende – Narzissmus braucht der Mensch; um selbstbewusst zu sein, sich durchzusetzen; am besten Superstar zu werden und von allen bewundert, ohne sich jemals angestrengt zu haben. Ob es uns gefällt oder nicht: Viele unserer Mitmenschen lieben Menschen wie Donald Trump, Dieter Bohlen und was es da sonst noch so geben mag.

Aber es ist längst zuviel des GUTEN! Es sind großartige Fassaden und nichts dahinter. Heute werden mehr Selfies gemacht als je zuvor. Tendez steigend.
“ICH ICH ICH! Ich muss mich der Welt präsentieren!”

Das führt zu emotionaler Kälte und gesellschaftlicher Entemotionalisierung. ZEITGEIST.

In den mythologischen Geschichten endet der Narzisst immer im Absturz, wird verlassen und isoliert von Freunden, es wird einsam um ihn herum.

Höhenrausch, Absturz. Am Ende geht er an sich selbst zugrunde und zieht alle die ihm nahe sind mit sich in den Abgrund. Das gehört zwingend dazu.

Der geschickte Umgang mit Narzissten setzt immer voraus ihn nicht heilen zu wollen.

Die Frage ist nur: “Wie ertrage ich den Narzissten?” – “Kann ich es überhaupt aushalten?”
Nur darum geht es:  Eigene Grenzen abstecken. Sich dem Duft des Narzissmus entziehen. Man fühlt sich schuldig und weiß nicht warum. Flucht ist der einzige Weg um das zu überleben.

Man kann einen Narzissten nur vorsichtig einen Spiegel vorhalten. Das Reflektieren des Verhaltens dieser Menschen ist gefährlich. Lob ist wie ein Suchtmittel. Bleibt das Lob aus, reagiert der Narzisst mit Entzugserscheinungen.  Lob ist also langsam herunterzudosieren 

Ein Ich-schwacher Mensch (schreiender Boss = jammerndes Kind), ein Narzisst fürchtet das Lachen wie der Teufel das Weihwasser. Man könnte ja ihn meinen und auslachen. So etwas ist für ihn nicht akzeptabel. Er fühlt sich tatsächlich angegriffen und tödlich beleidigt. Wenn man das weiß, kann man auch verstehen, warum er so reagiert wie er reagiert: Ohne Humor, mit vollem Ernst und ganzer Kraft, brutal und rücksichtslos, ohne einen Hauch von Mitgefühl.  

Wenn alles nichts nützt, gibt es nur eins: die Flucht ergreifen und niemals wiederkehren.

Achtsames Begegnen auf Augenhöhe ist die gesellschaftliche Gegenbewegung zum krankhaften Narzissmus. Das müssen wir alle wieder lernen. Es geht darum, die krankhafte Veränderung unserer Gesellschaft wieder zu regulieren. Erwachsen kommunizieren gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Führungskräfte beherrschen müssen. Sich selbst führen, sich führen lassen und dann erst den Anspruch erheben andere führen zu können. Choleriker und Narzissten jagen andere nur vor sich her. Mit guter Führung hat das überhaupt nichts zu tun. Aber es scheint irgendwie zu funktionieren. Stop! 
Die Grundlagen eines Gegenentwurfs finden wir nach wie vor in der Religion. Insbesondere Christen haben gelernt, sich vor eigenem überschäumenden Narzissmus zu schützen, indem sie sich Jesus von Nazareth vor Augen halten. Er war alles andere als ein Narzisst und er war wirklich der Größte. Seine Gelassenheit und seine Liebe zu den Menschen ist ein wahres Vorbild. Das war und ist revolutionär. Das macht Mut und das schenkt Kraft.

Narzissmus, in gewissem Maße ist gar nicht so schlecht. Erst die Dosis macht das Gift. Menschen, die überhaupt nicht narzisstisch sind, werden sehr wahrscheinlich neurotisch.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass gefühlskalte, überhebliche Arroganz fast ausschließlich in männlicher Form des Narzissmus vorkommt: hart, kalt, machohaft.

Weiblicher Narzissmus erscheint in einer anderen Form, er in der weiblichen Ausprägung eher kokettierend mit sich selbst. “Spieglein Spieglein an der Wand….” Man kann es aushalten, wenn es im Rahmen bleibt.

Problematisch wird Narzissmus, wenn jemand leiden muss. Sie oder Er oder ihre Umwelt.

Sucht und Narzissmus hängen sehr eng zusammen. Ein Motiv für den Konsum von Suchtmitteln liegt im Narzissmus: Man will andere übertreffen, sich besser fühlen, am besten großartig und einzigartig. Daher spricht man auch von narzisstischen Drogen. Narzissmus an sich ist bereits eine starke Droge. Narzissmus=Eigensucht

Narzissten entwickeln selten so viel Leistungsdruck, als dass sie sich therapieren lassen. Sie kommen selten in die Therapie – Gott sein Dank!

Und wenn sie in die Therapie oder ein Coaching kommen, dann versuchen sie augenblicklich die Führung zu übernehmen und sich mit dem Coach oder Therapeuten zu verbinden: “Wie wir zwei wissen, sie die da….(nichts wert)”
Oder der Narzisst geht sofort zur Abwertung des Therapeuten über. “Was wollen Sie mir schon sagen, was ich nicht längst weiß? Leute wie Sie, kenne ich doch!” usw.

Wir alle kennen den vorübergehenden Narzissmus.  Ein starkes Auto verleitet uns zu Allmachtsfantasien auf der Autobahn. Der typische Autobahnraser ist mit erhöhter Geschwindigkeit auf der linken Spur unterwegs und ärgert sich über alle, die nur 160 km/h fahren. Alle anderen sich zu langsam und müssen zwingend überholt werden. Wer kennt das nicht. Und dann kommt das Korrektiv, der Radarblitzer und holt uns wieder auf den Boden der Tatsachen.

Bei Donald Trump – sieht man offensichtlich den Narzissmus  in Reinkultur. Es liegt ein hoher Unterhaltungswert bei den Aktionen die Trump macht. Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnten wir alle sehr viel lernen und natürlich herzlich darüber lachen.

Ich werde das Buch: Die Narzissmusfalle von Reinhard Haller, bestellen und lesen. Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen: http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/audio-der-narzissmus-des-donald-trump-100.html

http://www.zeit.de/2016/36/psychologie-donald-trump-ferndiagnose

 

 

Neustart


Neustart – alles auf Anfang!

Ich bin ein ziemlich bester Freund von Neuanfängen. Das sagt vielleicht etwas über mich; es ist aber nicht ganz klar, was. Das hat vielleicht mit meiner Begeisterung für Computer und Programmierung zu tun. Die Branche lebt geradezu vom permanenten Neubeginn. Neue Technologien, neue und schnellere Hardware, schnelle Netze, Neuer Markt, Dot-Com-Blase, Zusammenbruch – NEUSTART!

Die IT Branche ist ein Abbild der Zeit in der wir leben (werden).

Ein Neustart in Beziehungen funktioniert meistens überhaupt nicht, weil sich die Beteiligten ganz genau zu kennen glauben und weil der Zauber des Anfangs völlig fehlt. Nur wenn dieser Zauber wieder entsteht, kann man einen Neustart wagen. Aber wie schon gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass da noch etwas passiert.
In Unternehmen ist das ganz ähnlich. Die Gründerpersönlichkeiten sind entweder bereits im Ruhestand und haben ihren Nachfolgern teilweise unlösbare Aufgaben hinterlassen oder das Tagesgeschäft ist derartig aufreibend, dass keine Zeit und keine Kraft mehr für irgendwelche neumodischen Ideen bleibt. Der Laden scheint zu laufen und die Zahlen sind gar nicht mal so schlecht. Aber ganz ehrlich (wir sind ja unter uns): Es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Dieses Unternehmen ist reif für den Verkauf. Wenn es nur jemand für einen angemessenen Preis haben wollte.
Und spätestens hier wird es Zeit über einen Neuanfang nachzudenken. Erinnern Sie sich noch, als alles neu und interessant war? Damals, als sich jeden Tag erfreuliche Überraschungen, zufriedene Kunden und unglaubliche neue Möglichkeiten auftaten?

Heute haben wir es mit komplizierten Mitarbeitern zu tun, die allzu oft “keine Ahnung” haben und mit anspruchsvollen Kunden und diesen furchtbaren Nachahmern, die alles viel schneller und viel billiger liefern können. Der Traum des Anfangs ist einem lähmenden Alptraum gewichen. Es ist wie bei unserem beliebten Studienobjekt Donald T.: Er hat auch keine rechte Lust auf den Job mehr. Lieber geht er zum Golfen.
Das geht mir auch manchmal so. Warum sollte ich mich mit diesem Unternehmen herumschlagen und ständig an irgendwelche Grenzen stoßen, wenn ich doch etwas ganz anderes machen kann? Das Leben ist zu kurz um sich mit mittelmäßigen Plänen und Aufgaben zu beschäftigen!

Jeder Unternehmer, der den Namen wirklich verdient hat, wird spätestens hier hellwach werden. Yes! Neustart! Dieses schöne deutsche Wort gehört auch in den angloamerikanischen Sprachraum! Und es gehört zu jedem, der etwas auf sich hält.

Gehen wir davon aus, dass das Unternehmen läuft und wir es einfach laufen lassen können. Managen können ja die Manager. Zeit für neue Ideen!

Zeit für ein ausgiebiges Coaching! Finden Sie nicht auch! Brainstorming. Frische Luft. Lust auf was Neues! Aber was? Sie ahnen es bereits: Es steckt schon tief in Ihnen. Sie haben da so bestimmte Ideen. Aber das ist ja alles noch nicht spruchreif. Wer weiß, ob…..? Genau das ist ja meine Rede. Es wird Zeit mehr und intensiver darüber nachzudenken. Ohne die alltäglichen Probleme und Aufgaben. Neustart ist ein schönes Wort! Und es ist gut, wenn man der Erste ist, der auf diese Idee gekommen ist und sie rechtzeitig realisiert.

Lust auf NEUSTART? Dann fragen Sie doch einfach den Coach Ihres Vertrauens. Kennwort: NEUSTART!

Choleriker coachen?


Coaching von Cholerikern?

Ein offenes Wort am Anfang: Einen Choleriker, oder wie man Männer mit einer mehr oder weniger starken narzisstischen Persönlichkeitsstörung bezeichnen will, coacht man nicht. Diese Leute sind definitiv nicht coachbar, und sie würden sich nur unter Druck zu einem Coaching überreden lassen. Der Coach, der so einen Klienten an Land zieht ist nicht zu beneiden. Wenn er klug ist, dann schickt er ihn nach Hause und freut sich des Lebens. Wenn er weniger klug ist, was ich mir kaum vorstellen kann, lässt er sich auf ein Coaching ein und hat zwei Möglichkeiten.

Eins: Der Coach macht sich mit dem Narzissten gemein und sie ziehen gemeinsam über alle anderen her um sich anschließend auf die Schulter zu klopfen. Motto: Wir beide sind so clever und toll und die Anderen sind die Idioten!

Zwei: Der Coach bekommt es mit den Spielchen einer erfahrenen Spielers zu tun in dem er immer der Verlierer sein wird. Der Narzisst muss dafür sorgen, dass er immer der Gewinner ist. Der Coach wird niemals auf Augenhöhe wahrgenommen. Die Kompetenz des Coach wird in Frage gestellt. Der Coach kann gegen den Narzissten nicht gewinnen.

Fazit: Finger weg!

Wenn schon Coaching, dann besser im Umfeld der Elefantenherde. Es gibt so viele Opfer und angeschlagene Beobachter, die wirklich einen verständnisvollen Menschen brauchen um sich von den Verletzungen die Narzissten und Choleriker zu erholen. Diese Menschen brauchen wirklich einen Coach.

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

How to Ignite Development in the Arrogant and Resistant — Leadership Freak


Arrogance can’t see a need for development. Ask egotistical managers if they run great meetings. (Insert any management skill.) Of course they do! There’s no point in telling them they don’t. Pride invites big-headed managers to blame others when things go poorly and honor themselves when things go right. Correct an arrogant manager and you’ll likely […]

über How to Ignite Development in the Arrogant and Resistant — Leadership Freak

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure


Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure

Das ist etwas sehr amerikanisches: Erfolgreich scheitern. Es ist cool und es hat etwas mit einem unbeugsamen Optimismus zu tun.

Erzähle mir, wo und wie Du gescheitert bist und ich sage Dir wer Du bist!

Van Gogh war erfolgreich gescheitert. Er war richtig gut. Seine Kunstwerke begeistern und fesseln uns noch heute. Erfolgreich war er erst nach seinem Tod.

Die Attentäter des 20.Juli 1944 waren gescheitert. Sie gingen erhobenen Hauptes in den Tod: “Für das heilige Deutschland!” Es dauerte Jahrzehnte, bis ihre Entschlossenheit und ihr Mut entsprechend gewürdigt werden konnten.

Kolumbus war auf seinem Weg nach Indien auf Amerika gestoßen, ohne es zu wissen.

Apollo 13 war ein kompletter Misserfolg. Die Astronauten erreichten auf Grund eines dummen Materialfehlers nie ihr eigentliches Ziel. Im Projektmanagement der NASA zeigte sich jedoch, dass auch in diesem Scheitern ein Sieg lag. Die ganze Welt fieberte um das Leben der Astronauten. Apollo 13 Projektmanagementsimulationen sind heute ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung von Projektmanagern.

Scheitern gehört zu unserem Leben dazu. Ich kann ein Lied davon singen. Wer es nicht versucht hat, wird nicht scheitern. Aber wie langweilig und leer wäre so ein Leben. Die Amerikaner haben es in ihren Genen. Als Vorbild einer freien Gesellschaft sind die USA nach wie vor ein lebendiges Beispiel und ein Sehnsuchtsort für viele Menschen auf der ganzen Welt. Ich glaube trotz aller Verwerfungen und aller Rückschläge immer noch an den Spirit der dort zu finden ist.

Am Ende unseres Lebens kommt es nicht darauf an, wie oft wir gescheitert sind, sondern darauf, wie oft wir etwas versucht haben und wie oft wir wieder aufgestanden sind.  Wir sind Menschen, keine Maschinen.

Steve Jobs ist nach den erfolgreichen Anfängen bei Apple zunächst gescheitert. Er musste das Unternehmen verlassen, dass er selbst gegründet hatte. Nach einem internen Machtkampf mit John Sculley musste Jobs 1985 das Unternehmen verlassen. Er gründete NeXT, stieg bei Pixar ein und kehrte 1996 wieder zu Apple zurück um sein Unternehmen zunächst zu retten und dann so erfolgreich zu machen, wie es vorher kaum vorstellbar war.

Das Scheitern von Steve Jobs war so smart und sexy wie sein Erfolg.   

Wobei wir wieder beim Coaching sind. Ich erzähle Menschen vom Scheitern, gebe ihnen Beispiele und öffne mich indem ich von meinen gescheiterten Plänen und geplatzten Träumen erzähle. Das öffnet den Gegenüber und spiegelt sein eigenes Scheitern auf eine smarte Art und Weise. Scheitern bekommt einen anderen Wert. Es ist nicht der bittere Geschmack des Versagens, der das Scheitern begleitet. Im Gegenteil werden die Menschen in die Lage versetzt, einen anderen Blick auf ihr Leben und ihre Aktivitäten zu wagen. Wir können nicht in jeder Position perfekt sein. Scheitern kann auch bedeuten, dass wir einfach die Tür schließen und eine andere Tür suchen sollten. Als SekretärIn bin ich völlig ungeeignet. Ich könnte es nicht ertragen, unter einem unfähigen und überheblichen Chef zu arbeiten. Arroganz und Dummheit geben sich allzuoft die Klinke in die Hand. Fragen Sie mal einen dummen Menschen nach seinem Scheitern oder nach seinen Fehlern. Die Antworten können wir uns komplett sparen. Sie sind derartig uninteressant, wie die Menschen von denen sie kommen.

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern ist eine smarte Art und Weise das Leben so zu nehmen wie es ist. Wenn jeder Mensch mit allen seinen spinnerten Ideen durchkommen würde und nur Erfolge hätte dann wäre das eine traurige Welt. The Donald ist schon oft in seinem Geschäftsleben  gescheitert. Er scheitert jeden Tag als Präsident. Und wenn er einmal etwas tut, wofür er sogar gelobt wird, hat er vergessen, welches Land er da gerade bombardiert hat. Schade, dass er nicht smart scheitert, sondern sich alles schön lügt. Das ist überhaupt nicht smart. So sad!

Im Coaching gehört der Umgang mit dem Scheitern einfach dazu. Wie geht der Coachee mit seinem eigenen Versagen um? Wie reagiert sie oder er auf dieses NO GO Thema für erfolgreiche Menschen, oder solche, die sich dafür halten? Das ist genau die Frage, die beim Coaching beantwortet wird. Wenn ich meinen Klienten die Frage nach ihrem eigenen Versagen stelle, dann mache ich das ganz bewusst. Es sagt mir mehr über sie, als 1000 andere Fragen. Es ist ja auch eine beliebte Frage bei einem Einstellungsgespräch: Wo sind Sie bisher gescheitert? Jeder weiß, dass man nun eine gut ausgefeilte Story aus dem Ärmel zaubern muss, die nach Scheitern riecht und eigentlich ganz das Gegenteil bedeuten soll. Aber das ist hier nicht gemeint. So einen Stuß möchte ich beim Coaching nicht hören. Ich lehne mich dann entspannt zurück, scheue meinem Coachee in die Augen und frage nochmal. Woran sind Sie bisher gescheitert? Diese Fragen kann man nicht in der ersten Sitzung stellen. Diese Frage setzt eine belastbare Beziehung voraus.  

Es ist eine außerordentliche Kunst, erfolgreich zu scheitern. Und es ist so beruhigend, dass ich nicht der einzige Mensch auf dem Planeten bin, der schon mal gescheitert ist. Wir können das jeden Tag üben. Worauf es ankommt sind SMARTe Ziele und ein Herz am rechten Fleck. Ein mutiges Herz, meine ich natürlich.   

 

Choleriker – Hoffnungslos überfordert


Choleriker – Hoffnungslos überfordert

Ort: REHA Klinik. Eine Gruppe von Patienten war eingeladen um einen Vortrag über ihre Erkrankung zu hören. Ziel dieser Vorträge ist das Erkennen von kritischen Situationen und die Tatsache, dass ein fast normales Leben nach dem Schock möglich ist.

Die Gruppe, etwa 10 Patienten, versammelte sich und wartete geduldig auf den Arzt, der den Vortrag halten würde. Ein Mann fiel aus dem Rahmen. Er war aufgeregt und hatte ein hochrotes Gesicht. Der Mann konnte sich kaum zusammenreißen.
Als der Arzt den Vortragsraum betrat, schäumte der Patient bereits. Er war auf 180. Alle anderen wunderten sich. Es gab keinen Grund sich aufzuregen. Aber der Patient schwenkte aufgeregt mit dem Formular auf dem er ausfüllen und unterschreiben sollte. Er fuhr den Arzt an: “Was ist das hier für ein Mist?! Funktioniert hier überhaupt was? Ich weiß nicht, was ich hier soll!” Der Arzt blieb ruhig und erklärte es ihm geduldig, aber der Mann hatte nicht einmal zugehört. Die Situation, das Schreiben, die Umgebung; Alles war zu viel für ihn. Er war überfordert. Er pustete, wurde immer roter und dann explodierte er: Er schrie den Arzt an; beleidigte die anderen Patienten, die bisher nur ein wenig verunsichert waren und dann zerriss der das Formular und sprang auf. Er verließ den Raum, nicht ohne mit der Tür geknallt zu haben.

Nach dem Vortrag schaute der Arzt sich den Lebenslauf und die Unterlagen des Patienten genauer an. Der arme Mann war vom Schicksal gebeutelt. Er hatte nach einem Unfall vor einigen Jahren nie wieder eine feste Arbeit gefunden. Und er hatte bereits mehrere Umschulungen hinter sich. Das und das Verhalten, dass der Mann eben gezeigt hatte, passte gut zusammen. Der Mann war intellektuell von Kleinigkeiten völlig überfordert und das versuchte er durch Aggressivität zu kaschieren. Es war absolut kontraproduktiv, was er da machte. Aber offensichtlich hatte er dieses Spiel so verinnerlicht, dass er alle anderen als Idioten und Unfähige betrachtete, die alle Schuld an seinem verpfuschten Leben hatten. Der Mann stand permanent am Rande eines Nervenzusammenbruches. Depressive Episoden wechselten sich mit cholerischen Ausbrüchen ab. Der Mann würde sich entweder grundlegend ändern müssen; Dafür brauchte er Hilfe. Oder er würde an sich selbst kaputt gehen. Der Arzt war Kardiologe. Er konnte dem Mann nicht helfen. Er sprach mit dem zuständigen Psychologen der Klinik. Auch der hatte noch keinen Zugang zu dem cholerischen Mann gefunden. Es war offensichtlich, dass sein cholerisches Verhalten einherging mit einer absoluten intellektuellen Überforderung. Auch das ist ein Grund für dessen cholerisches Verhalten.

Das Problem ist, dass der Patient alles tat um den auf ihn lastenden Druck loszuwerden. Wenn er sich selbst als Ursache der auftretenden Probleme akzeptieren sollte, ertrug er es einfach nicht. Er war nicht in der Lage, seine Situation sachlich und mit Abstand zu betrachten und angemessen zu reagieren.

IAS Integrationsassessment – Inspirierend Anregend Sinnvoll


Sie fragen sich sicher, was IAS bedeutet. Ganz unromantisch steht IAS für Integrations-Assessment. Das versteht kein Mensch.

Ich erkläre IAS gerne mit Interessant-Anders-Schnell. Oder auch mit INSPIRIEREND-ANREGEND-SINNVOLL

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine ganz normale AVGS-Maßnahme eines Bildungsträgers. Nach meinen Erfahrungen und Erlebnissen handelt es sich um eine ganz bemerkenswerte Maßnahme, die es tatsächlich schafft Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen lange arbeitslos geblieben sind, wieder zu aktivieren und auf ein selbstbestimmtes Leben neugierig zu machen. Das ist genau das, was auch die Vermittler der Agentur für Arbeit und der Jobcenter wollen. Letztendlich geht es darum die Menschen wieder in Arbeit zu bringen; und zwar in eine Arbeit, die zu ihnen passt und die sie gerne machen.

Das IAS beinhaltet eine ABC-ANALYSE mit ausgebildeten ABC-Coachs, Gruppencoaching-Elemente in denen mit den Teilnehmern über Kommunikationspsychologie, Selbstbild, Fremdbild, das Verhalten in Unternehmen und das Verständnis für innerbetriebliche Kommunikation gearbeitet wird. Gesundheitliche Aspekte können mit einem Arzt besprochen werden. Es ist auch möglich, einen Psychologen mit an Bord zu holen. Weiterhin werden Aspekte wie Motivation und Lebensführung bearbeitet. Die Teilnehmer an einem IAS erfahren in einer Woche Anregungen und Impulse, die sie möglicherweise so noch nie erhalten haben. Das IAS ist sehr kompakt und kommt schnell auf den Punkt. Das eingespielte Team von Coaches und einem Sozialmediziner aktiviert die Menschen auf eine einzigartige Art und Weise.
Das IAS ist eine Feststellungsmaßnahme mit Motivationscharakter. Am Ende gibt es ein Gespräch zwischen Kunden, Vermittler und Coach. Der Kunde hat nach 5 Tagen einen belastbaren  Integrationsfahrplan in der Hand, den er dem Vermittler vorstellen kann. 

Ich bin mir sicher, dass das IAS eine große Zukunft hat.

IAS kann auch bedeuten: Interesse erwecken – Aufbrechen – Starten