Zitat – Jules Verne – Neue Erde, neuer Mensch


Nicht neuer Continente bedarf’s auf der Erde, sondern neuer Menschen!
/Jules Verne/  (1828 – 1905)

franz. Schriftsteller, einer der Begründer der Science-Fiction-Literatur (z.B. „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1864), „20.000 Meilen unter’m Meer“ (1869/1870), „Reise um die Erde in 80 Tagen“ (1873)

Quelle: Verne, Zwanzigtausend Meilen unter’m Meer (Vingt mille lieues sous les mers), entst. 1868/1869, Verlag A. Hartleben, Wien, Pest, Leipzig 1874. 1. Teil, 19. Kapitel. Vanikoro, Kapitän Nemo

Womit wir wieder beim Coaching wären. Neue Menschen, Persönlichkeit entwickeln: All das ist Coaching.

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In Kultur baden


“Um ein Volk zu verstehen, muss man in seiner Kultur baden.” Daniel Suarez – Kill Decision

Der Schriftsteller Daniel Suarez, laut Frank Schirrmacher, der “Jules Verne des digitalen Zeitalters”, ist momentan einer meiner Favoriten.

An diesem Zitat bin ich hängen geblieben. Eine wundervolle Metapher: In Kultur baden. Automatisch frage ich mich, in welcher Kultur wir Deutschen eigentlich baden. In welcher Kultur sollten Fremde baden, wenn sie die Deutschen verstehen wollen? Klassik alleine ist es nicht. Die Antwort lautet nicht Goethe, Schiller, Bach, Wagner und Beethoven. Auch Luther ist nicht die alleinseeligmachende Antwort. Wagner und Luther waren antisemitisch, antijüdisch, eingestellt. Auch das gehört zum Repertoire der deutschen Kultur. Derartiges findet sich in allen europäischen Landstrichen. In Osteuropa ist das immer noch völlig normal. Nichts soll verharmlost werden.
Die Republik ist so bunt wie ein Patchworkteppich. Vieles an der deutschen Kultur scheint beschädigt, für immer vergiftet. Anderes scheint verschüttet. Was ist eigentlich deutsche Kultur jenseits von Bach, Beethoven, Mozart, Goethe und Schiller? Es lassen sich viele Künstler benennen, die ursächlich für deutsche Kultur stehen können. Natürlich Thomas Mann und Heinrich Böll, Günter Grass, Bertold Brecht und Herrmann Hesse. Nicht zu vergessen Heinrich Heine, Gerhard Hauptmann, Erich Kästner und auch Karl May. Es gibt Anna Seghers, Christa Wolf, Bettina von Arnim und viele mehr. Aktuelle Namen wie Hera Lind und Juli Zeh fallen mir ein. Und dann kommen KRAFTWERK und RAMMSTEIN, Scorpions und Udo Lindenberg. Aktuelle Bands bedienen sich der US-amerikanischen Musikkultur. Bands wie KRAFTWERK und RAMMSTEIN gelten weltweit als die Repräsentanten der deutschen Musik. KRAFTWERK gelten als die BEATLES des TECHNO. Aktuelle deutsche Kultur erscheint als Konglomerat von Stilen aus aller Welt. BAUHAUS gilt heute als Synonym für klare, unverschnörkelte Kunst. Die deutschen Impressionisten vom Anfang des 20ten Jahrhunderts repräsentieren ebenso typisch deutsche Kunst, wie aktuell Gerhard Richter und Neo Rauch.
Wer auf Volksfesten unterwegs ist, schwört möglicherweise auf Helene Fischer, Andrea Berg und Nena. Die Helden der Hitparaden der 70er Jahre sind sehr wahrscheinlich Botschafter deutscher Kultur. Der Sport gehört selbstverständlich zu unserer Kultur. Fußball, Leichtathletik, Boxen.

Die Diskussion um deutsche Kultur schwankt von der Aussage linker Kreise, es gäbe überhaupt keine deutsche Kultur bis zur erbitterten Gegenaussage. http://www.theeuropean.de/juergen-fritz/12261-gibt-es-eine-deutsche-kultur

Welches Kulturbad sollte man nehmen, um die Deutschen wirklich zu verstehen? Möglicherweise muss man in vermoderten Tümpeln baden. Moorbad kann ja durchaus gesundheitsfördernde Wirkungen hervorrufen; Ein Bad in dunkelbrauner Brühe eher nicht. Besser Kulturbad, als Stahlbad.

Kultur hat immer auch mit WELTANSCHAUUNG zu tun, mit der Toleranz ANDEREN gegenüber.     

Typisch deutsch ist ein Klischee.
Und genau das ist es, was das Bad in unserer Kultur so einzigartig macht. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, Horizonte, Ansichten und Orientierungen. Die Bunte Republik Deutschland, wie Udo Lindenberg es einmal nannte, umfasst wirklich alles, was es heute gibt. Und dann ist da noch die unglaubliche Sprache. Sehr speziell, sehr einzigartig und sehr schwer zu lernen. Allein der Name der Gurke ist einem Osteuropäer kaum zu vermitteln. Warum eine Gurke im Deutschen ein weibliches Geschlacht hat – DIE GURKE – versteht kein Mensch. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Kybernetik – Konstruktivismus – Coaching


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.”
/Heinz von Foerster/

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen einander längst nicht mehr aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz, sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat kaum Chancen, eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln; weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, weg räumen imaginärer Steine, die uns blockieren.
Die Grenzen des Coachings liegen in den Grenzen des Coachs und des Coachees.
Coaches müssen selbst eine hohe Ebene der „Entwicklungsstufen des Selbst“ erreicht haben, um den Coachee dabei zu unterstützen, eine neue Ebene zu erkunden.

Titelbild: von Piet Mondrian

 

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

Coaching – Kybernetik – Konstruktivismus


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.” /Heinz von Foerster/

 

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen sich schon lange nicht mehr einander aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat keine Chance eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln, weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, das Wegräumen von imaginären Steinen, die uns blockieren. Die Grenzen des Coachings liegen natürlich in den Grenzen des Coachs. Coaches müssen selbst eine hohe Ebene erreicht haben um den Coachee dabei zu unterstützen eine neue Ebene zu erkunden.

Die Therapie ist ein guter Anfang


Seelenheiler

“Die Therapie ist ein Anfang, ein guter Anfang. Aber leider heilt sie nicht die Seele.” /* Father Phil Intinola, The Sopranos, Episode 5 – Reise in die Vergangenheit/

Camela Soprano suchte ihr Seelenheil in der Kirche, während ihr Mann, der Mafia-Boss, sich bei einer Psychiaterin angemeldet hatte. Nachdem sie ihm erklärt hatte, wie sie die ärztliche Schweigepflicht auslegte (ich darf aber nicht von einem Kapitalverbrechen wie einem Mord etwas erfahren), öffnete sich Tony Soprano und erzählte ihr alles, was er auf dem Kerbholz hatte. Und das war eine Menge. Allerdings durfte keiner der ehrenwerten Gesellschaft erfahren, dass er in Behandlung war. Die hätten sofort gedacht, er hätte einen Knall. Was ihn für immer erledigt hätte. Die Serie ist eine der ersten hochwertigen TV-Serien, die um die Jahrtausendwende gedreht wurden. DIE SOPRANOS ist ein Meilenstein der Filmgeschichte.

WIKIPEDIA sagt: Die Sopranos ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die vom Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Die Serie, die in den Jahren 1999 bis 2007 auf HBO zu sehen war, wurde unter anderem mit 21 Emmys und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Die Writers Guild of America wählte Die Sopranos auf Platz 1 der 101 Best Written TV Series.[1]Auf der Website Metacritic, die Kritiken von verschiedenen Redaktionen zusammenfasst, hält die letzte Staffel einen Metascore von 96 Prozent.[2]
/WIKIPEDIA 15.05.2017/

Interessant ist der enge Zusammenhang zwischen Beziehung, Seelsorge und Therapie. Ich füge Coaching hinzu, weil es in diese Linie gehört. Wobei ich hier nicht behaupten möchte, dass Coaching für Verbrecher und andere Übeltäter das geeignete Format ist. Ich stelle mir nur vor, wie der imaginäre Coach den Mafia-Boss folgende Frage stellt: “Wenn Sie 10 Jahre in die Zukunft sehen. Wo sehen Sie sich dann? Was wollen Sie dann erreicht haben? Was werden Ihre Kinder sagen, wer Sie dann sind?”

Die Antwort könnte mit einem gebrochen italienischen Akzent lauten: “Entweder ich sehe mich sechs Fuß unter der Erde; oder ich bin der anerkannte Pate der Familie. Man wird mir Respekt zollen und es wird allen gut gehen! Ich werde mir nicht mehr die Hände schmutzig machen und meine Kinder werden Ärzte, Anwälte und Politiker sein. Sie werden von ihrem Papa nur gutes zu sagen haben. Sie sind mir dann schließlich Respekt und Dank schuldig!”

Warum sind wir nur alle so angetan von diesen finsteren Typen? Die Antwort liegt auf der Hand. Weil das Leben, auch unseres manchmal genau so ist. Wir sind bemüht gute Dinge zu tun und sauber zu bleiben und dann kommt diese oder jene Chance, die wir glauben ergreifen zu müssen. Und was sollen die Menschen zu Dir sagen, mein aufmerksamer Leser? Ich hoffe, Du lächelst jetzt und denkst Dir Deinen Teil. Und spätestens an dieser Stelle setzt ein Wiener Walzer ein und es erklingt das schöne Lied: Wir sind doch alle kleine Sünderlein……

Ist immer noch besser, als ein vertrockneter Korinthenkacker, der keinerlei Spaß versteht und sich am Ende seines Lebens immer noch fragt, was das denn alles sollte…..

/* Father Phil- katholischer Priester, Seelsorger von  Camela Soprano, Carmela Soprano, played by Edie Falco, is a fictional character on the HBO … her marriage vows during some sexually charged moments with her priest, Father Phil Intintola (in „College“), and painter-decorator Vic Musto./

 

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

Bill Gates – verändert die Welt


Der Name Bill Gates steht synonym für MICROSOFT. Er ist der wohl reichste Mann der Welt und dieser Name wird uns wie der eines Rockefeller für lange Zeit erhalten bleiben. In 100 Jahren weiß niemand mehr, dass Bill Gates mit MS-DOS, Windows und MS-Office sein Vermögen gemacht hat. Aber das, was er jetzt tut, wird bleiben. Bill Gates führt einen BLOG, den ich sehr gerne lese. Er wirbt für seine Hilfsprojekte überall auf der Welt und was er zu sagen hat, ist aller Ehren wert. Dieser Bill Gates von heute gefällt mir immer mehr. Das ist nicht mehr der Mann, der die Gelddruckmaschine MICROSOFT erfunden hat und der gefühlt immer hinter APPLE und Steve Jobs auf dem zweiten Platz stand. Das ist nicht mehr der gemeine Fiesling, der APPLE die grafische Oberfläche und die Mausbedienung gestohlen hatte. Bill Gates wird immer mehr zu einem Mann, dem man seine Aufmerksamkeit schenken muss, wenn man wissen will, wie es auf dieser Welt weitergehen kann. Kürzlich schrieb er einen Artikel, der auch im TIME-MAGAZINE erschienen ist. Im Original kann man das alles auf GATESNOTES.COM nachlesen: (https://www.gatesnotes.com/Development/How-Foreign-Aid-Helps-Americans)

Er schreibt dort, dass Entwicklungshilfe ein heißes Eisen ist. Aber heute wird es noch heißer, weil die Regierung der Vereinigten Staaten, einer der einflussreichsten Geber der Welt, drastische Kürzungen für Gesundheits- und Entwicklungsprogramme auf der ganzen Welt erwägt. Donald Trumps “AMERICA FIRST!” treibt erste Blüten.

Bill Gates schreibt dazu: “Ich verstehe, warum einige Amerikaner ihre Steuer-Dollar in Übersee sehen und sich fragen, warum wir sie nicht zu Hause lassen. Hier ist meine Antwort: Diese Projekte sind wichtig für die Sicherheit der Amerikaner selbst. Und durch die Förderung von Gesundheit, Sicherheit und wirtschaftlicher Chance stabilisieren sie anfällige Teile der Welt.”
Das ist eine sehr interessante Sicht auf die Dinge.
Das ist eine Lektion, die ich selbst gelernt habe. Als ich mich vor mehr als 15 Jahren in Gesundheit und Entwicklung engagierte, war die Hauptmotivation, das Leben der Menschen auf der ganzen Welt zu retten und zu verbessern. Das stimmt heute noch, aber im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es wichtig ist, zu erklären, wie amerikanische Entwicklungshilfe auch den Amerikanern selbst zugute kommt.
Zum einen hilft es, Epidemien zu verhindern. Der jüngste Ebola-Ausbruch in Westafrika tötete mehr als 11.000 Menschen, aber die Todesopfer wäre viel schlimmer gewesen, wenn die Krankheit im benachbarten Nigeria, einem internationalen Reise-Hub, der 180 Millionen Menschen beherbergt, weit verbreitet war. Was enthielt es? Unter anderem eine Gruppe von Gesundheitsangestellten, die dort für eine Anti-Polio-Kampagne stationiert waren. Sie wurden schnell dem Ebola-Kampf zugewiesen, und ihre Bemühungen halfen, die Krankheit zu stoppen und sie davon abzuhalten, den Atlantik in die Vereinigten Staaten zu überqueren.”
Er bezieht sich direkt auf die US-Administration unter Barack Obama, der viel nachhaltiger und intelligenter regiert hat, als vielen vor dem Regierungswechsel klar war.
Der größte öffentliche Geber der Anti-Polio-Arbeit war die US-Regierung, und das aus gutem Grund. Es schützt die Amerikaner und hilft der Welt, sich für die nächste Epidemie vorzubereiten, die Größenordnungen tödlicher sein könnte als Ebola. Um aufkommende Krankheiten zu stoppen, brauchen wir die Infrastruktur, die durch konsequente Finanzierung von gut geführten Gesundheitsprogrammen aufgebaut wird.
Selbst der unbeliebte Präsident George W. Bush wird positiv erwähnt: “Ein weiteres Beispiel ist die globale HIV / AIDS-Anstrengung Amerikas, bekannt als PEPFAR, die unter Präsident George W. Bush begann und mit einigen der ärmsten Länder der Welt zusammenarbeitet. PEPFAR ist ein unbestreitbarer Erfolg. Es gibt 11 Millionen Menschen mit HIV, die heute lebt wegen der Medikamente, die es bietet. Viel mehr bekam niemals das Virus an erster Stelle wegen der von PEPFAR unterstützten Präventionsbemühungen.”
Das sei nicht einfach eine humanitäre Aufgabe. Es ist viel mehr. Für diese Länder bedeutet es mehr Lehrer, Unternehmer, Polizeibeamte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die zu starken, stabilen Gesellschaften beitragen. Laut einer überparteilichen Studie sank die politische Instabilität und die gewalttätige Tätigkeit in den afrikanischen Ländern mit PEPFAR-Programmen zwischen 2004 und 2015 um 40 Prozent. Wo kein PEPFAR-Programm lag, lag der Rückgang bei nur 3 Prozent.
“Bessere Gesundheit bringt Nationen auf den Weg zur Selbstversorgung. Wie? Wenn die Gesundheit verbessert wird, entscheiden die Menschen, weniger Kinder zu haben, denn sie sind zuversichtlich, dass die Kinder, die sie haben, im Erwachsenenalter überleben werden. Wenn die Familiengröße sinkt, wird es für die Länder einfacher, sich zu füttern, zu erziehen und ihnen Gelegenheit zu geben – und das ist eine der besten Möglichkeiten, um jede anfällige Region zu stabilisieren.”, schreibt Gates.
“Eine stabilere Welt ist für jeden gut. Aber es gibt andere Möglichkeiten, die Hilfe profitiert Amerikaner im Besonderen. Es stärkt die Märkte für U.S. Waren: von unseren Top 15 Handelspartnern, 11 sind ehemalige Hilfsempfänger. Es ist auch sichtbarer Beweis für die weltweite Führung Amerikas. Die populäre Unterstützung für die USA ist in Afrika hoch, wo die Hilfe einen so dramatischen Einfluss hat. Wenn du einer Mutter hilft, das Leben ihres Kindes zu retten, vergisst sie niemals. Zurückziehen würde jetzt nicht nur Leben kosten, es würde ein Führungsvakuum schaffen, das andere gerne füllen würden.”
Syrien sei ein tragisches Beispiel dafür, was passieren kann, wenn die wichtigsten Zutaten der Stabilität nicht zusammenkommen. Anfang 2007 erlebte das Land die schlimmste Dürre in seiner Geschichte und fuhr mehr als eine Million Menschen aus ländlichen Gebieten in die Städte, schürte politische Spannungen und legte die Grundlage für den schrecklichen Bürgerkrieg, der heute andauert. Natürlich gab es viele Ursachen für diesen Krieg, und nicht jedes Land, das eine schwere Dürre hat, bricht derartig zusammen wie Syrien. Aber die Welt wird kein sicherer Ort sein, wenn die USA und ihre Verbündeten aufhören, anderen Ländern zu helfen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Nichts davon geht dem Militär verloren. Im Gegenteil: Mehr als 120 pensionierte Generäle und Admirale haben vor kurzem einen Brief an den Kongress geschrieben, der argumentiert, dass US-Programme „extrem wichtig sind, um Konflikte zu vermeiden und die Notwendigkeit zu reduzieren, Männer und Frauen in Uniform in den Krieg zu schicken.“ Verteidigungsminister James Mattis, er war Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, Pakistan und anderen Hotspots, sagte folgendes: „Wenn Sie das Staatsministerium nicht vollständig finanzieren“, das viele der Schlüsselprogramme Amerikas führt – dann muss ich mehr Munition kaufen.“ Es wird deutlich, dass die Haltung der Bundesregierung und des Bundesaussenministers hier Eins zu Eins übereinstimmt. Entwicklungshilfe führt zu mehr Sicherheit, wachsendem Wohlstand und weniger Kriegen.
Es ist erstaunlich. Nicht ein Linker Demokrat hat das geschrieben, sondern Bill Gates, der Softwaremilliardär. Das macht Mut für eine bessere Welt. Der BLOG des Bill Gates ist viel interessanter, als so manch ein politisches Magazin hierzulande.

 

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure


Die Kunst, erfolgreich zu scheitern – The art of successful failure

Das ist etwas sehr amerikanisches: Erfolgreich scheitern. Es ist cool und es hat etwas mit einem unbeugsamen Optimismus zu tun.

Erzähle mir, wo und wie Du gescheitert bist und ich sage Dir wer Du bist!

Van Gogh war erfolgreich gescheitert. Er war richtig gut. Seine Kunstwerke begeistern und fesseln uns noch heute. Erfolgreich war er erst nach seinem Tod.

Die Attentäter des 20.Juli 1944 waren gescheitert. Sie gingen erhobenen Hauptes in den Tod: “Für das heilige Deutschland!” Es dauerte Jahrzehnte, bis ihre Entschlossenheit und ihr Mut entsprechend gewürdigt werden konnten.

Kolumbus war auf seinem Weg nach Indien auf Amerika gestoßen, ohne es zu wissen.

Apollo 13 war ein kompletter Misserfolg. Die Astronauten erreichten auf Grund eines dummen Materialfehlers nie ihr eigentliches Ziel. Im Projektmanagement der NASA zeigte sich jedoch, dass auch in diesem Scheitern ein Sieg lag. Die ganze Welt fieberte um das Leben der Astronauten. Apollo 13 Projektmanagementsimulationen sind heute ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung von Projektmanagern.

Scheitern gehört zu unserem Leben dazu. Ich kann ein Lied davon singen. Wer es nicht versucht hat, wird nicht scheitern. Aber wie langweilig und leer wäre so ein Leben. Die Amerikaner haben es in ihren Genen. Als Vorbild einer freien Gesellschaft sind die USA nach wie vor ein lebendiges Beispiel und ein Sehnsuchtsort für viele Menschen auf der ganzen Welt. Ich glaube trotz aller Verwerfungen und aller Rückschläge immer noch an den Spirit der dort zu finden ist.

Am Ende unseres Lebens kommt es nicht darauf an, wie oft wir gescheitert sind, sondern darauf, wie oft wir etwas versucht haben und wie oft wir wieder aufgestanden sind.  Wir sind Menschen, keine Maschinen.

Steve Jobs ist nach den erfolgreichen Anfängen bei Apple zunächst gescheitert. Er musste das Unternehmen verlassen, dass er selbst gegründet hatte. Nach einem internen Machtkampf mit John Sculley musste Jobs 1985 das Unternehmen verlassen. Er gründete NeXT, stieg bei Pixar ein und kehrte 1996 wieder zu Apple zurück um sein Unternehmen zunächst zu retten und dann so erfolgreich zu machen, wie es vorher kaum vorstellbar war.

Das Scheitern von Steve Jobs war so smart und sexy wie sein Erfolg.   

Wobei wir wieder beim Coaching sind. Ich erzähle Menschen vom Scheitern, gebe ihnen Beispiele und öffne mich indem ich von meinen gescheiterten Plänen und geplatzten Träumen erzähle. Das öffnet den Gegenüber und spiegelt sein eigenes Scheitern auf eine smarte Art und Weise. Scheitern bekommt einen anderen Wert. Es ist nicht der bittere Geschmack des Versagens, der das Scheitern begleitet. Im Gegenteil werden die Menschen in die Lage versetzt, einen anderen Blick auf ihr Leben und ihre Aktivitäten zu wagen. Wir können nicht in jeder Position perfekt sein. Scheitern kann auch bedeuten, dass wir einfach die Tür schließen und eine andere Tür suchen sollten. Als SekretärIn bin ich völlig ungeeignet. Ich könnte es nicht ertragen, unter einem unfähigen und überheblichen Chef zu arbeiten. Arroganz und Dummheit geben sich allzuoft die Klinke in die Hand. Fragen Sie mal einen dummen Menschen nach seinem Scheitern oder nach seinen Fehlern. Die Antworten können wir uns komplett sparen. Sie sind derartig uninteressant, wie die Menschen von denen sie kommen.

Die Kunst, erfolgreich zu scheitern ist eine smarte Art und Weise das Leben so zu nehmen wie es ist. Wenn jeder Mensch mit allen seinen spinnerten Ideen durchkommen würde und nur Erfolge hätte dann wäre das eine traurige Welt. The Donald ist schon oft in seinem Geschäftsleben  gescheitert. Er scheitert jeden Tag als Präsident. Und wenn er einmal etwas tut, wofür er sogar gelobt wird, hat er vergessen, welches Land er da gerade bombardiert hat. Schade, dass er nicht smart scheitert, sondern sich alles schön lügt. Das ist überhaupt nicht smart. So sad!

Im Coaching gehört der Umgang mit dem Scheitern einfach dazu. Wie geht der Coachee mit seinem eigenen Versagen um? Wie reagiert sie oder er auf dieses NO GO Thema für erfolgreiche Menschen, oder solche, die sich dafür halten? Das ist genau die Frage, die beim Coaching beantwortet wird. Wenn ich meinen Klienten die Frage nach ihrem eigenen Versagen stelle, dann mache ich das ganz bewusst. Es sagt mir mehr über sie, als 1000 andere Fragen. Es ist ja auch eine beliebte Frage bei einem Einstellungsgespräch: Wo sind Sie bisher gescheitert? Jeder weiß, dass man nun eine gut ausgefeilte Story aus dem Ärmel zaubern muss, die nach Scheitern riecht und eigentlich ganz das Gegenteil bedeuten soll. Aber das ist hier nicht gemeint. So einen Stuß möchte ich beim Coaching nicht hören. Ich lehne mich dann entspannt zurück, scheue meinem Coachee in die Augen und frage nochmal. Woran sind Sie bisher gescheitert? Diese Fragen kann man nicht in der ersten Sitzung stellen. Diese Frage setzt eine belastbare Beziehung voraus.  

Es ist eine außerordentliche Kunst, erfolgreich zu scheitern. Und es ist so beruhigend, dass ich nicht der einzige Mensch auf dem Planeten bin, der schon mal gescheitert ist. Wir können das jeden Tag üben. Worauf es ankommt sind SMARTe Ziele und ein Herz am rechten Fleck. Ein mutiges Herz, meine ich natürlich.   

 

Coachbar? Zielgruppen für Coaching


Coachbar?

Eine interessante Frage, die sich jeder Coach immer wieder stellt, ist die Frage nach der Zielgruppe, die er ansprechen möchte. Für wen soll das Coaching einen Mehrwert bringen? Wer will sich überhaupt coachen lassen? Hat Coaching eine Perspektive? Ist der Beruf Coach mehr, als reines Wunschdenken? Ist es realistisch und sinnvoll als Zielgruppe zum Beispiel Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen zu definieren, wenn der Coach bisher hauptsächlich als Pädagoge oder Psychologe unterwegs war? Was bringt einen Chefarzt dazu, sich einem Coach anzuvertrauen, der selbst keinen medizinischen Hintergrund nachweisen kann? Warum sollte sich ein Steuerberater von einem Coach mit Schwerpunkt IT ins Vernehmen setzen? Macht das Sinn? Oder heißt es auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten?

Ich denke, dass ein guter Coach vor allem ein guter Gesprächspartner sein muss, der den Coachingprozess versteht und der in der Lage ist, Klienten aus unterschiedlichen Zielgruppen zu coachen.

Es geht hier nicht darum Netzwerke zu erweitern oder mit einem Spezialisten über ganz spezielle Problemstellungen zu reden. Es geht auch nicht um Projektmanagement oder Unternehmensentwicklung. Coaching ist eine 360° Sicht auf den ganzen Menschen, also eine ganzheitliche Angelegenheit.

Coaching und Therapie haben sehr viel mehr gemeinsam, als man zu wissen glaubt. Wenn ein Manager genügend Leidensdruck aufgebaut hat, wird der Gang zum Therapeuten für ihn ein logischer Schritt sein. Er hat Schmerzen und er geht zum Spezialisten. Wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, auch wenn der Zahnarzt keinerlei Ahnung von der Tätigkeit eines Politikers, Forschers, Soldaten oder Managers hat. Logisch; Der Zahnarzt wird dafür sorgen, dass die Ursachen für die Schmerzen beseitigt werden. Er packt die Angelegenheit sozusagen an der Wurzel. Wer zum Therapeuten geht will keinen neuen Businessplan oder ein Konzept zur besseren Personalführung oder eine Expertise zu einem gescheiterten Projekt.

Coaching ist – niederschwellige – Therapie. Nicht jeder psychische Druck oder Schmerz hat seine Ursache in einer krankhafte Veränderung der Persönlichkeit oder einer psychische Krankheit. Coaching ist sehr nahe an der Therapie und der oder die Coach ist erwiesenermaßen gut in der Gesprächsführung. Ein Coach stellt Fragen, führt Perspektivwechsel, ist offen für neue Lebensansichten und Probleme. Ein Coach ist jemand, mit dem man reden kann, wenn man keinen anderen Gesprächspartner findet. Die Ursachen dafür, dass kein anderer Gesprächspartner in Frage kommt sind so vielfältig wie die möglichen Klienten eines Coachings.

Der Coach ist ein Resonanzboden, ein Sparringpartner, ein Drehbuchautor, ein Regisseur. Ich wiederhole mich.

Ich behaupte, dass ein Coach im Grunde nichts vom professionellen Leben eines Klienten wissen muss. Der Klient ist der Chef in seinem Leben. Er weiß am besten, wie der Hase läuft oder wie man Menschen dazu bringt, ihm zu folgen. Es ist durchaus möglich, dass der Manager etwas über Führung dazulernen möchte. Auch hier wäre ein neutraler Coach mit anderem Lebens- und Erfahrungshorizont ein sehr guter Ansprechpartner.
Ein Coach muss, wie ein Therapeut sehr viel über die menschliche Seele, Entwicklungsstufen und Ängste wissen. Coaching, Seelsorge, Therapie haben sehr viel miteinander zu tun. Daher plädiere ich für Coaching als Profession mit therapeutischen Ansätzen und Wissen. Das macht den Beruf eines Coach zu einem der spannendsten Feldern, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass Coaching eine große Zukunft haben wird.

Coaching ist ein Katalysator


Coaching ist ein Katalysator

Jeder Mensch ist in der Lage, seine Situation einzuschätzen, sich ein Bild von sich und seiner Umgebung zu machen und Veränderungen in Gang zu setzen. Coaching beschleunigt diesen Prozess auf ungeahnte Art und Weise.

Ein Blick auf dein Leben zeigt, dass dir einige Dinge gelungen sind und andere nicht. Vielleicht hast du das erreicht, was dir in deiner Situation möglich war. Vielleicht hast du auch noch nie wirklich versucht deine wahren Grenzen zu erkennen und diese Grenzen zu überschreiten. Wo stehst du heute? Denke bitte darüber nach und notiere, was dir durch den Kopf geht.
Wir sind darauf trainiert, das was wir tun und wer wir sind, in einem ganz besonderen persönlichen Licht zu betrachten. Ein kleiner Perspektivwechsel gibt Aufschluß über das, was wirklich ist. Viele kleine Perspektivwechsel versetzen dich in die Lage wirklich das zu tun, anzustreben und zu erreichen, was du wirklich willst. Lassen wir die Dinge laufen, kommen wir mit Sicherheit auch irgendwo an. Aber war das unser Plan? Hatten wir wirklich vor eine Rolle anzunehmen, die möglicherweise überhaupt nicht zu uns passt?

Manchmal ist es hilfreich, berühmte Perönlichkeiten zu zitieren. Hier zwei Zitate, die es wert sind, vertieft zu werden:

“Der nicht mutig genug ist, Risiken auf sich zu nehmen, wird in seinem Leben nichts erreichen.” /Muhammad Ali/

“Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein, was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.” /Muhammad Ali/

Die Frage ist, ob du bereits weißt, wo du hingehen willst, wer du sein willst. Dann kannst  auch du der einzigartige Mensch sein, der du sein willst. Dann bekommst du das, was du verdient hast. Aber erst, wenn du mutig genug bist, das Risiko ungeschminkter Selbstanalyse und Selbsterkenntnis einzugehen und deine Ziele zu definieren.

Ein Coaching kann dir dabei helfen. Schneller und effektiver als du es dir überhaupt vorstellen kannst.

Am Ende wirst du folgenden Satz sagen:

“Ohne Coaching hätte ich es nie geschafft! Ich bin froh und glücklich, dass ich den Coach gefunden habe, der zu mir passt.”

Merk dir diesen Satz! Denk darüber nach und vergiss es nie! Ohne Coaching kann man Ziele erreichen. Irgendwelche Ziele. Mit Coaching kann man schon bevor man den ersten Schritt macht wissen, ob es sich lohnt, den Mut und die Risiken, den Kampf und den Schmerz auf sich zu nehmen.

Coaching ist die effektivste Möglichkeit, zielgerichtet zu leben und zu arbeiten. Es geht sehr viel schneller, als wenn du alles mögliche ausprobierst um dann zufällig irgendwo anzukommen. Das Leben ist kürzer als du denkst.

 

Sinn und Bedeutung vs. Burnout


Sinn und Bedeutung

“Kann der Mensch seinen Willen zum Sinn in der Lebenspraxis nicht zur Geltung bringen, entstehen bedrückende Sinn- und Wertlosigkeitsgefühle. Die existentielle Frustrierung des Sinnbedürfnisses kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. So spielt in der angewandten Logotherapie und Existenzanalyse das Herausheben der geistigen Dimension eine zentrale Rolle, etwa indem sie dem leidenden Menschen existenzielle Handlungs- und Erlebensfreiräume gegenüber somatischen oder psychischen Erkrankungen aufzuschließen versucht und ihm durch die Differenzierung von (psychophysischem) Symptom und (geistiger) Person einen entscheidenden Teil seiner Selbstbestimmungsfähigkeit und Würde zurückgibt.” /WIKIPEDIA 07.03.2017/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse

 

Ich schreibe es mal in meinen eigenen Worten, um es besser zu verstehen:

Sinn und Wert haben eine hohe Stellung in unserem Leben. Unsere eigene Bedeutung spielt eine extrem große Rolle. Wenn wir unsere eigene Bedeutung und den Sinn unserer Existenz nicht mehr spüren, ist unser Tun sinnlos. Wir brauchen Bedeutung um allem einen Sinn zu geben. Wenn wir das nicht mehr erkennen, dann bekommen wir unsere Kraft nicht auf die Straße und laufen Gefahr, psychisch zu erkranken. Diesen Ansatz habe ich in einem Buch von Steven R. Covey gefunden: “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für den persönlichen und beruflichen Erfolg” Es stimmt. Die Bedeutung unseres Tuns hat direkt mit psychischer Gesundheit oder Burnout zu tun. Wenn wir in einem Job gefangen sind, der uns innerlich nicht ausfüllt, dann werden wir ausbrennen und einbrechen.

Wer von uns hat das noch nicht am eigenen Leib verspürt? Und weil wir gerade an diesem Punkt sind: Wer hat sich an bestimmten Punkten seines Arbeitslebens nicht nach einem Leiter gesehnt, der in der Lage war zu erkennen, was in einem steckt und der einfach nur unterstützen wollte und es auch konnte?

Ich kann mich genau an Ereignisse in meinem früheren Berufsleben erinnern, wo mir genau diese Führungsstärke gefehlt hatte. Entweder ich hatte es mit Erbsenzählern oder Karrieristen zu tun. Nur ganz wenige waren wirklich in der Lage zu führen. Oft waren es nicht einmal gute Manager. Ich kann mich aber auch an Führungskräfte erinnern, die eindeutig gute Leadereigenschaften hatten. Diese Führungspersönlichkeiten waren aber sehr oft in anderen Unternehmen tätig. Natürlich hatten wir auch charismatische Selbstdarsteller und Solokünstler. Aber das ist wieder ein anderes Thema.  

Wenn ich es recht erinnere, war meine stärkste Motivation tatsächlich der Sinn des Ganzen. Ich war für die IT eines mittelständischen Unternehmens verantwortlich und musste mich ständig gegen die Kaufmänner, Contoller und andere Sparfüchse rechtfertigen. Dabei hatten die lange Zeit nicht erkannt, dass wir auf einem viel zu niedrigen Niveau arbeiteten und unsere Kraft in sinnlosen Sparmaßnahmen vergeudeten. Ich erinnere mich an die unseligen Diskussionen über den Preis von Windows und Office-Lizenzen. Das gipfelte in der Entscheidung des Vorstandes endlich ein unternehmensweites eMail-System einzuführen. Im Angesicht der “Koschten” wurde dann sehr viel Aufwand getrieben um die wichtigen Personen zu bestimmen, die durch eine Lotus-Notes Lizenz geadelt werden durften. Ich setzte eine Open Source Lösung für meinen Bereich durch, da wir damals als eigenständige Unternehmen noch Entscheidungen treffen konnten. Das bedeutete: „eMail für alle“, zu einem Bruchteil der Kosten. Aber auch das hatte mir nicht nur Freunde gebracht. Ich weiß es doch. Jahre später kostete mich mein Rebellentum den Job, aber ich hätte es nicht ertragen können, es nicht versucht zu haben.  

Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Meine berufliche Vergangenheit hat mir einen Schatz an Erfahrungen geschenkt. Es ist ein wahrer Steinbruch, den ich immer noch ausbeuten kann. Das gibt der Sache sogar noch im Nachhinein Sinn und Bedeutung.

 

Coaching – Ängste überwinden


Coaching – Ängste

Vor ein paar Tagen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem sehr guten Freund. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und wir haben uns extra für ein längeres Gespräch und einem ausgiebigen Spaziergang verabredet. Er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich hatte seine volle Aufmerksamkeit. Es war ein gutes Gespräch. Irgendwann kamen wir an einem Punkt an, den er lieber nicht vertiefen wollte. Ich hatte Informationen über eine uns bekannte Gruppe von Menschen in Form von Dokumenten gelesen. Er blockte ab, als ich es ihm erzählte. “Du, ich möchte davon nichts hören. Das könnte mich durcheinanderbringen und mein Weltbild zerstören.” Er hatte tatsächlich Angst, dass er erkennen könnte, dass alles wofür er bisher gelebt hatte, sich als Fata Morgana herausstellen könnte. Ich dachte darüber nach und schwieg. Es war nicht der richtige Zeitpunkt ihm das Schwimmen beizubringen indem ich den Balken aus dem Wasser nahm. Er brauchte etwas, woran er sich festhalten konnte.
Nichts liegt mir ferner. Es ist auch nicht meine Art, sensationslüstern Weltbilder und andere Kartenhäuser zu zerstören. Im Gegenteil. Es gibt Dinge, die man als Coach unbedingt berücksichtigen sollte. Der Glauben eines Menschen und die dazugehörigen Institutionen gehören dazu. Im Gegenteil, ist es für mich viel interessanter, mehr über die Denkstrukturen meiner Gesprächspartner zu erfahren.
Als 1990 Ostdeutschland plötzlich ohne Mauern mitten in Europa stand, hatten sich Weltbilder in Luft aufgelöst und die Menschen hatten neben Euphorie und Freude vor allem Angst. Es war sehr viel Angst im Spiel und es war verständlich. Man muss es sich nur vor Augen halten, was damals wirtschaftlich passierte. Ostdeutschland durchlief einen wirtschaftlichen Transformationsprozess wie er in Friedenszeiten noch nie in der Geschichte passiert war. Es war ein beinahe kompletter wirtschaftlicher Zusammenbruch innerhalb kürzester Zeit. Die Menschen hatten zurecht Angst vor der Zukunft. Aber nicht nur das. Ihre ganze Biografie wurde indirekt in Frage gestellt. Wirtschaftlich ging es den Menschen im vereinigten Deutschland besser als je zuvor. Viele Menschen, die gerade 50 Jahre alt geworden waren wurden mit Abfindungen und großzügigen Ruhestandsregelungen nach Hause geschickt. Es gab aber auch viele, die sich völlig neu orientieren mussten. Alles in allem war die Wende notwendig und es hätte andere Möglichkeiten gegeben, als durch die Treuhandanstalt realisiert wurde. Wir wissen nicht, ob diese Wege weniger steinig gewesen wären. In vielen Gesprächen mit Menschen, die damals gerade ihre berufliche Karriere begonnen hatten und sich völlig neu umorientieren mussten, habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele die Herausforderungen angenommen und bewältigt haben. Andere konnten ohne ihre eigene Schuld nicht an ihre ursprünglichen Pläne und Vorstellungen anknüpfen. Wieder andere stürzten vom Akademiker in die Bedeutungslosigkeit. Es kam zu einem kompletten Austausch von Eliten, wie es ihn noch nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben hatte. Alle diese Menschen mussten sich blitzschnell auf die neuen Bedingungen umstellen. Es war eine gewaltige Anpassungsleistung, auf die man stolz sein darf.

Viele mussten alles, was sie zu wissen glaubten, über Bord werfen und neu bewerten. Natürlich war “nicht alles schlecht”. War doch diese kleine deutsche Republik unter dem Eindruck des totalitären HitlerRegimes, eines totalen Krieges und dem totalen Zusammenbruch 1945 entstanden. Vielen ehrlichen Menschen erschien das kleiner Deutschland als bessere Alternative. Diesen Irrtum mussten viele teuer bezahlen. Aber hinterher ist man immer klüger.

Heute wissen wir, dass wir in einem Deutschland und einem Europa leben, dass es so noch nie gab. Es ist das beste, was es jemals gab. Aber es muss noch besser werden und offen für Veränderungen.
Ich denke, dass Menschen unter allen äußerlichen Umständen grundlegende Werte und Verhalten an den Tag legen müssen um weiterzukommen. Persönlichkeit ist unter allen Umständen tatsächlich alles, was wir haben. Es ist vollkommen egal, ob man Geld und Besitz verliert. Wenn man eine starke Persönlichkeit entwickeln kann, dann hat man viel mehr als durch Geld erworben werden kann. Angst überwinden und persönlichen Mut und Selbstsicherheit gewinnen gehört zu den wichtigsten Talenten von Menschen, die sich aus der Masse von Ängstlichen hervorheben werden.

Coaching hilft Angst überwinden. Aber wir müssen uns der Angst stellen und sie als das definieren, was sie ist. Eine Vorstellung, eine schlechte Phantasie; eigentlich ein Nichts. Menschen haben Angst vor Dingen, die so unwahrscheinlich sind, dass es sich nicht lohnt einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Was wären wir, wenn wir permanent an Tod, Unfälle, Katastrophen und Terror denken würden? Zugegeben: Wir denken viel zu oft an derartige Dinge. Genau das sollten wir uns abgewöhnen. Angst ist niemals ein guter Berater.
Wir haben das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit. Wenn Zugehörigkeit plötzlich zu einem Problem wird, dann ist es die erste Aufgabe für uns, sehr schnell festzulegen, wer wir sind und wohin wir gehören werden.

Ein Coach nimmt einem Coachee niemals etwas weg ohne eine bessere Alternative vorzulegen. Zuerst die Alternative, dann der Wechsel. Das Alte wird einfach verschwinden. Der Schmerz des Verlustes wird ertragbar oder nicht einmal wahrnehmbar.

Der gute Freund mit dem ich zu tun hatte, war voll von Angst, seinen Glauben zu verlieren. Er hatte sein ganzes Leben in und mit dieser einen Organisation zu tun gehabt. Er hatte fest daran geglaubt, dass es die beste Möglichkeit war, seinen Glauben zu leben und mit anderen zu teilen. Wenn es ihm gelingt zu erkennen, dass es noch höhere Stufen der Identität und Zugehörigkeit gibt, wird er es schaffen sämtliche Zweifel zu überwinden. Er wird dann entscheiden können, ob er das behalten möchte was er hat oder ob es besser ist eine andere Ebene zu betreten. Ein höheres Level, sozusagen. Es ist auch nicht so dass das, was er hat schlecht ist oder negativ. Ganz im Gegenteil. Es hat ihm Halt und Sicherheit gegeben. Das sollte niemals achtlos weggeworfen werden.

Wenn du bis hierher gekommen bist, alles aufmerksam gelesen hast; dann wirst du eine Reise unternommen haben. Es ist eine Reise in deine eigene Vergangenheit, eine Reise in dein Innerstes. Du wirst deine eigenen Ängste und Hoffnungen, deine Identität und Persönlichkeit erkannt haben. Du wirst besser mit Verlustängsten umgehen können und wirst begreifen, dass nichts verlieren wirst, wenn du dich nicht verlierst.

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Die Farbe der Seele


Die Fähigkeit, glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.
Marc Aurel (121 – 180), römischer Kaiser und Philosoph,

hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus; später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius, als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus

Von Zeit zu Zeit ziehe ich mich zurück und lasse Marc Aurel auf mich wirken. Er war ein Mann, der auf Grund seiner Geburt sehr gesegnet war und es dennoch schaffte sein Selbst zu reflektieren und dadurch ein Mensch zu bleiben. Marc Aurel, ein Gottkaiser, der auch dem Größenwahn oder der Selbstüberschätzung zum Opfer hätte fallen können. “Bedenke, Mensch, dass Du sterblich bist!” Wie könnte man das jemals vergessen.

Marc Aurel war kein Christ, so viel steht wohl fest. Man könnte auf alternative Ideen kommen, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Aber er bezog seine Weisheit und seine Demut aus anderen Quellen. Der römische Kaiser war einer der bedeutendsten Herrscher Roms. Während seiner Herrschaft von 161 bis 180 hatte Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus oft kriegerische Auseinandersetzungen an den Grenzen des Reichs zu bestehen. Als Anhänger der Stoa lehnte er das Christentum ab und ließ die blutige Christenverfolgung im Jahr 177 in Lyon und Vienne zu. Weltruhm erlangte Marc Aurel vor allem als philosophischer Schriftsteller. In seinen  „Selbstbetrachtungen“ verfasste Marc Aurel Aphorismen im Tagebuchstil, die ihn als bedeutenden Repräsentanten der stoischen Schule ausweisen. Es handelt sich um kluge Gedanken, die heute noch ihre Wahrheit in sich tragen und es uns erlauben auch in finsteren Zeiten optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Die Kraft, die in der Seele wohnt – ein Coachingthema. Darum geht es. Wer innerlich stark ist, der kann Ängsten und Sorgen etwas entgegensetzen. Seit dem 20. Januar 2017 ist die Welt eine andere geworden. Dunkle Wolken sind aufgezogen. Aber das alles spielt in Wirklichkeit keine Rolle für unseren persönlichen Seelenzustand. Wir erkennen die Gefahren und grausamen Konsequenzen, die das alles haben kann. Wir schließen unsere Augen nicht vor dem Irrsinn, der sich da abspielt. Wir können nichts übersehen. Aber wir sind Menschen und wir erkennen, dass in jeder Welle der menschlichen Geschichte auch wieder neue Chancen und Möglichkeiten entstehen. Arm sind diejenigen, die sich hohlen Versprechen und der Ablehnung von fremden Menschen hingeben.

Ein weiteres Zitat von Mark Aurel: Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Wir sind die Maler unserer Seele. Was wir denken werden wir sein. Nicht nur die Gedanken wer wir sind formen unser Wesen, sondern alle Gedanken. Gedanken der Hoffnung, Gedanken der Liebe, Gedanken des Glücks. So wir wir uns unser glückliches Leben vorstellen, wird es tatsächlich sein, denn wir selbst sind die Schmiede unseres Glücks. Es gibt Menschen, die fürchten sich so sehr vor dem Glück, dass sie es nicht erkennen, wenn es vor ihrer Tür steht. Manch einer glaubt, dass er sich für seine Kinder und seine Familie aufopfern muss um seine Pflicht zu tun. Von Glück meine Spur. Diese Menschen vertreiben das Glück und lassen es nicht zu. Wer glücklich ist, sollte daran denken, dass das Glück nur kurzfristig vorhanden ist? Was für ein Unsinn! Aber viele glauben daran. Sie vertiefen sich in ihrem Unglück und leiden an ihren schweren Aufgaben, weil sie das genau so gelernt haben. Aber nicht vergessen:  Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken!

Hast Du schon einmal die Liebe gefühlt? Oder hast Du etwas Anderes von Deinen Eltern gelernt? Glaubst Du an Dich? Oder glaubst Du, dass es das noch einige Dinge gibt, die du noch brauchst um Dein Leben zu leben und glücklich zu sein? Glaubst Du, dass Du noch so viel zu tun hast, bevor Du ein ausgefülltes Leben führen kannst? Denkst Du, dass noch so viel zu erledigen ist? Dann bedenke, dass Deine Seele sich mit genau diesen Sorgen füllt und die Farbe Deiner Gedanken annehmen wird. Bevor Du es erreichst wird das Glück geflüchtet sein. Du brauchst dringend neue und frische Farben! Ich brauche das genau so wie die Luft zum Atmen.

Manchmal gehört zu einer großen Liebe, dass man sie loslassen muss. Auch wenn es schmerzt, aber auch das gehört dazu und macht den Menschen größer und stärker als er vorher war.

Steve Jobs – Genie hat seinen Preis


Diagnose: Manifestierte Persönlichkeitsstörung

Steve Jobs, der charismatische CIO von Apple, wird uns fehlen. Seit dem sagenhaften Erfolg von iPod, iPhone und iPad gab es keine revolutionäre neue Idee mehr. The Next Big Thing, “das nächste große Ding!” lässt auf sich warten. Seit Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen ist, scheinen Apple die Ideen ausgegangen zu sein. Steve Jobs fehlt. Er war ein Genie. Und Genies sind meistens nicht nur Genies, sondern oft auch Menschen mit einer dunklen Seite. Beim Lesen der Autobiografie von Steve Jobs wird schnell deutlich, dass er über eine starke Persönlichkeit verfügte.

 

Um das Kind beim Namen zu nennen, hatte Jobs höchstwahrscheinlich eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS). Ich-Bezogenheit, Abwertung anderer, Grenzüberschreitungen und  manipulativer Umgang mit anderen Menschen sind deutliche Anzeichen dieser Störung. Je mehr dieser Anzeichen festgestellt werden können um so deutlicher wird der Verdacht. Die Biografie zeigt deutlich, dass Steve Jobs selbst diese Störung seiner Persönlichkeit kannte und damit umzugehen wusste. Das war eben ein Teil seines Genies. Das Problem für den Rest von uns ist allerdings, dass ausgerechnet Menschen mit manifestierten Störungen – Choleriker und Narzissten gehören dazu – zu ungewöhnlichen Leistungen fähig sind. Allerdings werden sie seelisch niemals satt oder befriedigt, weil sie kaum Rezeptoren oder Gefühle für Glück entwickeln konnten. Ein Coaching kann diesen Menschen helfen. Aber die Angst aus einem Genie einen ganz normalen Menschen zu formen blockiert Aktivitäten in Richtung Coaching oder gar psychologische Behandlung.   

 

Die Wahrheit ist schwer zu ertragen: Narzissten sehem in anderen Menschen oft nur Werkzeuge, die einen Zweck zu erfüllen haben. Diese Menschen fühlen sehr oft keine menschliche Nähe und sie leiden darunter, weil sie oft nicht verstehen, warum andere Menschen glücklich sind und sie selbst immer mehr und immer besser sein wollen, ohne sich jemals glücklich zu fühlen. Aber Narzissmus ist wellenförmig wie alle dokumentierten Störungen. Es gibt auch immer wieder romantische, weiche Phasen, die kaum erklärbar sind.

 

Die „weiche Seite“ des Steve Jobs war vielleicht nur ein Manipulationsinstrument. Sie kann auch auf eine begleitende bipolare Störung hinweisen. In diesem Fall vielleicht sogar ein depressiver Schub. Cholerische Seite dieses Genies ist oft beschrieben worden.

Auch ein Narzisst ist zu Mitleid fähig. Allerdings oft nur zu Selbstmitleid, da er wenig oder keine empathischen Fähigkeiten besitzt. Häufig werden Narzissten allerdings auch als empathisch empfunden. Bei genauerer Betrachtung wird aber erkennbar, dass er das wahrgenommene Einfühlungsvermögen nur nutzt, um zu manipulieren oder Informationen zu gewinnen. Ein Narzisst kann extrem charmant und einnehmend wirken, da er die Klaviatur der menschlichen Empfindungen virtuos beherrscht und sein ganzes Leben nichts anderes tut, als andere Menschen zu manipulieren.

Es hängt häufig von den weiteren kognitiven und sozialen Fähigkeiten und dem sozialen Umfeld ab, ob ein Narzisst als „antisozial“ oder „genial“ bezeichnet wird. Letztendlich steckt aber dahinter ein Mensch, der respektlos mit anderen Menschen umgeht.

 

Ich bin für eine sachlichere und gerechtere Betrachtung der Person Steve Jobs. Womit ich seine Erfolge und sein Lebenswerk als Unternehmer nicht in Frage stellen möchte.

 

Weihnachten 2016 – Frieden auf Erden!


Nie war die Weihnachtsbotschaft so aktuell wie heute. Noch vor ein paar Jahren schien es, als ob die christliche Botschaft immer mehr in den Hintergrund treten würde. Es war, als wenn die Menschen sich vor Langeweile und Selbstverständlichkeit in ordinärem Konsum verlaufen würden. Glaube, Liebe, Hoffnung hatten scheinbar wenig oder keinen Platz mehr in unserer Mitte.

Der sinnlose Anschlag von BERLIN und die Reaktion der weltoffenen und aufgeklärten BERLINER zeigt, wie wir alle auf den Versuch reagieren sollten uns in ANGST und SCHRECKEN zu versetzen und TERROR und HASS auszustreuen. Die BERLINER bleiben trotz der unbegreiflichen Tat gelassen und entschlossen. Wir lassen uns nicht in einen Strudel der Gewalt ziehen und werden so zum Vorbild. Wieder einmal können die Menschen der Welt auf diese Stadt schauen und voller Stolz sagen: ICH BIN EIN BERLINER!

Respekt vor “anderen” Menschen und Religionen ist eine Grundlage des christlichen Glaubens. KEINE GEWALT!

Das gilt gleichsam für alle drei monotheistischen Religionen. Juden, Christen und Moslems beten im Grunde den gleichen Gott an. Es ist der Gott Abrahams auf den sich alle drei Religionen berufen. Ich habe einen großen Respekt vor dem Glauben DER ANDEREN.

TERRORISTEN sind EINSAME VERBRECHER. Wer ihnen eine Plattform gibt oder sich gar von ihren Taten dazu verleiten läßt, ANGST und HASS zu verbreiten, der spielt ihnen in die Hände und macht deren Job.

Die einzige Antwort ist DIE FROHE BOTSCHAFT, die zu Weihnachten überall zu hören sein sollte: FRIEDEN AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN!

(Ich bin sehr nachdenklich geworden, einen Tag vor dem Anschlag war ich auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und habe eine Feuerzangenbowle genossen…….nur einen Tag entfernt von der Katastrophe……Unglaublich!)    

 

P.S. Donald! Hör bitte auf zu twittern! Du bist so ein Kind! Es ist wirklich peinlich!

Governance by chaos: Interessanter Artikel!

 

 

 

 

Perspektivwechsel und Ängste


Perspektivwechsel und Ängste

Ich verstehe Menschen, die Angst vor sozialem Abstieg haben. Ein ehemaliger Bankdirektor (57) ist seit vier Jahren arbeitslos. Ein böses Wort, aber ich will es nicht umschreiben. Fakt ist, dass er eine gute Abfindung und eine Übergangszeit bekommen hatte. Der Bankdirektor ist seit 5 Jahren Zuhause und seine Ehefrau fährt jeden Tag zur Arbeit. Es liegt auf der Hand, dass der Ex-Bankdirektor nie wieder als Bankdirektor arbeiten wird.
Ich habe den Mann in einer Coaching-Beratung kennengelernt. Natürlich hatte ich sofort ein paar Ideen. Aber ich blieb ruhig und schwieg. Das Coaching Thema ist Angst vor Veränderung, Angst allgemein. Der Mann kann nur gewinnen, wenn er irgendetwas macht. Er kann jederzeit wieder aussteigen aber er sollte etwas tun. Sein Erfahrungshorizont als Führungskraft ist vorhanden und er versteht wirklich etwas von Bankgeschäften. Einen Job als Bankdirektor bekommt er im Leben nicht mehr. Das ist so ein Vorurteil von mir. Schuldig! Ich gebe es zu.
Der Banker wird ein Coaching bei uns absolvieren und ich habe eine Idee, wer sein Coach sein wird. „Machen wir ein Probecoaching?“, fragte der Mann, „ich würde gerne wissen wie das bei Ihnen abläuft und ob der Coach zu mir passt.“ Die Frage nach Probecoachings kenne ich sehr genau. Ein Kurzzeitcoaching kann bereits eine Menge bewegen. Wenn ich meine Coachs zu Probecoachings einladen müsste, dann wäre das für uns ein erheblicher Kostenfaktor. Die Leute haben keine Ahnung. Sie denken nicht darüber nach, was sie da verlangen. Aber bitte: Wenn sie das Probecoaching pauschal bezahlen, dann machen wir das natürlich gerne. Ich verstehe das ganze Hickhack sowieso nicht. Wir arbeiten mit den besten Coaches, die wir bekommen können. Zudem ist das Coaching für diesen Klienten völlig kostenlos. Er bekommt sehr viel angeboten zum Nulltarif. So günstig kann Coaching sein! Das ist den Leuten nicht klar. Im Gegenteil: Sie stellen Forderungen. Sie wissen genau, dass unser Geschäftsmodell auch auf dieser individuellen Förderung beruht. Ein Dilemma: Ich muss den Leuten Coaching erklären, sie werben und auch noch dafür sorgen, dass sie tatsächlich aktiv mitarbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach. Manchmal müssen wir das Coaching abbrechen. Es gibt Klienten, die sind definitiv nicht coachbar. 

Dieser Mann ist nicht beratungsresistent. Er weiß im Grunde sehr genau, wohin die Reise gehen wird. Der Coach wird ihn begleiten und ihm Türen öffnen, durch die er auch gehen möchte.

Was sind seine Fähigkeiten und Stärken? Was sind seine Wünsche? Was sind seine Ziele? Wer will er sein?

Ich bin mir sicher, dass er all das herausfinden wird. Sein Status als ehemaliger Bankdirektor wird ihm für immer erhalten bleiben. Aber alles was er von heute an tun wird, wird zu seinem Leben dazu gehören. Ich bin mir sicher, dass seine Ehefrau ebenfalls sehr glücklich sein wird, wenn dieser Mann wieder eine Aufgabe übernimmt, die ihn ausfüllt und erfüllt. Wie wäre es mit einer neuen Berufung? Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird.
In fünf Jahren wird er sich fragen, warum er in Rente gehen sollte und in zehn Jahren wird er immer noch seiner neuen Berufung nachgehen. Er weiß es nur noch nicht. Aber er wird sich ein besseres Leben aufbauen. Ich bin mir ganz sicher. Aber zuerst wird er sich seinen Ängsten stellen. Das ist der erste Schritt.

 

Affirmation


Affirmation

Ein wichtiger Bestandteil von Coachings ist das Zerstören von hemmenden Glaubenssätzen und das Entwickeln neuer, bejahender Überzeugungen. Das nennt man Affirmation. Das Erkennen negativer Glaubenssätze ist ein Thema für sich. Die Architektur neuer Glaubenssätze ist ein ganz anderes Thema. Es wäre kein Thema, wenn es einfach wäre. Aber darum sind wir ja nicht hier. Wir sind in der Lage, komplexe Dinge erfolgreich zu erledigen! Das ist eine Affirmation. Es besteht kein Zweifel, dass wir es schaffen können.

Affirmation (lateinisch „affirmatiō“ für „Versicherung, Beteuerung“) ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.

 

In der modernen (Massen)Kommunikation dienen Schlüsselsätze dazu, Gruppe von Gleichgestellten durch ansteckende Begeisterung für das Produkt, die Dienstleistung oder eine Sache zu interessieren, zu motivieren und letztendlich zu aktivieren.

 

Wir alle kennen den Satz „Yes, we can!“ , den der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama verwendete. “Yes, we can!” ist ein Synonym für Obamas Optimismus geworden. Dieser Satz wird untrennbar mit diesem Präsidenten verbunden blieben. Der Satz: “Wir schaffen das!”, von Angela Merkel, hat eine völlig andere Wirkung. Das Merkelsche “Wir schaffen das!” wird verbreitet sehr skeptisch gesehen. Natürlich können wir eine Menge schaffen. Aber es gibt mehrere große ABER, die diesen Satz begleiten.

Natürlich schaffen wir es. Allerdings geht das nicht mit einem derartigen, simplen Satz. Wir können alles mögliche schaffen, wenn wir davon überzeugt sind und wenn es uns gelingt, viele Menschen zu überzeugen. Das ist Politik. Die Macht liegt bei denen, die Informationen haben und effektiv verbreiten können.

Es gibt Menschen, die denkbar schlechte Voraussetzungen für Bildung und Wohlstand mitbringen. Es ist kein Geheimnis, das es sich in den ersten Jahren des Lebens entscheidet, wer wir sind und was wir erreichen können. Das Bindungsverhalten von Kindern ist zweifellos ein Schlüssel zum Erfolg. Ein gut gebundenes Kind wird mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ein gutes, erfolgreiches, reiches Leben führen.

WIKIPEDIA 14.08.2016: Die Bindungstheorie ist eine psychologische Theorie, die auf der Annahme beruht, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Sie wurde von dem britischen Kinderpsychiater John Bowlby, dem schottischen PsychoanalytikerJames Robertson und der US-amerikanisch-kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelt.

Ihr Gegenstand ist der Aufbau und die Veränderung enger Beziehungen im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühenMutter-Kind-Beziehung. Sie verbindet ethologisches, entwicklungspsychologisches, psychoanalytisches und systemisches Denken.

Eines der ursprünglichen Anliegen Bowlbys war es, eine wissenschaftliche Basis für den psychoanalytischen Ansatz der Objektbeziehungstheorien herzustellen und psychoanalytische Annahmen empirisch überprüfbar zu machen. Dabei entfernte er sich im Laufe seiner Forschungsarbeit von der Psychoanalyse.

Die Bindungstheorie weist Verbindungen zur Individualpsychologie von Alfred Adler,[1] zur Systemtheorie und zur kognitiven Psychologie auf und hat einen großen Beitrag zur Familientherapie, kognitiven Therapie sowie zur Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und zu den Grundlagen der Pädagogik geleistet.

Pädagogen und Psychologen beschäftigen sich jeden Tag mit dem Löschen negativer Bindungserfahrung und dem Aufbau neuer Bindungserlebnisse. Vertrauen und eine stabile Beziehung sind auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

Affirmation ist eine Methode, die angewendet werden kann. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, ist ein Format, das ich gerne anwende. Es macht keinen Sinn Probleme und nicht vorhandene Ressourcen mit in die Zukunft zu nehmen. Eine glückliche Kindheit ist der Schlüssel zu einem reichen und erfüllten Leben. Alle, die keine gute Kindheit hatten, oder zumindest glauben, dass ihre Kindheit nicht so toll war, können ihre glückliche Kindheit nachholen. Sie sollten es sogar. Es geht nicht anders. Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Ich kenne kaum jemand, der nicht erzählt, dass er eine schöne Kindheit hatte. Dabei geht es niemals um materielle Dinge. Es geht um eine oder mehrere Menschen zu denen wir eine vertrauensvolle Bindung aufbauen konnten. Das können die Großeltern oder die Nanny oder auch die beliebte Kindergärtnerin sein.

Wir müssen nur lernen, Dinge aus der Vergangenheit positiv zu interpretieren. Das gelingt vor allem, wenn wir unsere Erfahrungen als wertvolle Ressource erleben. Wenn jemand negative Erfahrungen und Erlebnisse hatte, dann kann das auch umintepretiert werden. “Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!” Wie stark kann ein Mensch werden, der als Kind von seinen Eltern nicht verpäppelt und verwöhnt wurde. Wir stark sind wir geworden? Wie stark wären wir geworden, wenn wir nicht gelernt hätten mit Problemen und Rückschlägen fertig zu werden?

Es gibt Menschen, denen das Lernen leicht fällt. Es fällt ihnen so leicht, dass sie sie langweilen und ablenken lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sie feststellen müssen, dass sie es nie gelernt haben wie lernen funktioniert. Sie verlieren ihren Optimismus und lassen sich fallen. Viele Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern, mit einer ausgezeichneten Kinderstube und völlig ohne Probleme sehnen sich nach Herausforderungen. Manch ein Millionär stellt erst als Erwachsener fest, dass ihm etwas fehlt im Leben. Ärmer Menschen können sich das nicht vorstellen. Sie glauben, wie die meisten Leute, dass man mit Geld tatsächlich alles erreichen kann. Das stimmt aber nicht. “Can’t buy me love!”, sangen die Beatles und das ist nicht das Einzige, was man nicht mit Geld kaufen kann. Eine stabile Psyche und Gesundheit kann man ebensowenig kaufen, wie die Zuwendung einer liebenden Mutter, eines starken und liebevollen Vaters, einer stabilen Familie. Nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, dass man den Satz “Can’t buy me love!” einfach umdrehen und daraus eine positive Affirmation machen kann.  Liebe kann man wirklich nicht kaufen, auch wenn viele Beziehungen kaputtgehen, wenn es wirtschaftlich ein wenig schwerer wird. Oft kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass ein Mann, der nach vielen Jahren mit einem guten Job arbeitslos wird, postwendend von seiner Ehefrau verlassen wird. Sie lachen? Alles schon erlebt! Das kann wirklich jedem passieren. Allerdings liegt das nicht am Geld, sondern daran, dass die Beziehung schon lange gescheitert war, bevor das genannte Ereignis eingetreten ist.
Wenn Liebe am Geld scheitert, dann ist das nicht die schlechteste Entwicklung. Oder?

Stellen Sie sich einen älteren, reichen Herren vor, der sich eine junge und sehr attraktive Frau, sagen wir aus der Ukraine, anlacht. Das hat etwas mit Geld zu tun. Ich glaube fest an diesen Glaubenssatz. Schauen Sie sich nur die einschlägigen Kennenlernportale an. Die ersten Fragen die gestellt werden drehen sich irgendwie immer um Status und Geld.

Aber das kann natürlich auch nur meine Sicht auf die Dinge sein. Ich lasse mich gerne von positiven Gegendarstellungen überraschen.

“Liebe überwindet alle Grenzen!” ist eine Affirmation, die ich gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Denn es stimmt. Liebe überwindet alles. Liebe ist geduldig. Liebe verzeiht alles. Liebe überwindet jeden Zweifel. Oh ja! Die Liebe!
Wir sollten täglich daran denken, was Liebe alles erreichen kann.

 

Finde deine Begabung


Was ist deine Begabung? – Finde es heraus!

“Du kennst deine Begabungen. Jeder Mensch kennt seine Begabungen.” Nein, das stimmt nicht. Es gibt viele Menschen, die ihre Begabungen nicht kennen und ausgerechnet immer das machen wollen, was sie nicht so gut können. Viele lassen sich durch Zufälle treiben. Eine Freundin oder ein Freund macht eine bestimmte Ausbildung. Also bewerben wir uns auch. Kommt dir das auch bekannt vor?

Wenn wir nicht wissen wo wir hin wollen, werden wir irgendein Ziel erreichen. Aber wir werden nicht wissen wo wir am Ende sein werden.

Vielleicht haben wir uns von unserem wirklichen Ziel so weit entfernt, dass es noch schwieriger wird es eines Tages zu erreichen. Oft bauen wir uns künstliche Mauern auf, weil wir nicht wissen, was wir am besten können. Oft sind wir auch einfach nicht in unserem Element. Die Geschichte mit dem Pinguin habe ich schon oft erzählt. Du kannst sie auf diesem Blog finden, wenn du suchst.
Um deine Begabung zu finden, kannst du gerne ein paar Schritte zurück gehen. Als Kind hatte ich nur einen einzigen Traum. Ich wollte Schriftsteller werden. Ich sah mich einsam in einer Fischerhütte am Strand der Ostsee Abenteuerromane schreiben und ich sah mich durch die Welt reisen um Eindrücke für meine Geschichten zu sammeln. Dieser Traum wurde damals durch Mauern unterdrückt, die ich nicht so leicht überwinden konnte. Eine Mauer hinderte mich am reisen und die andere Mauer hinderte Menschen daran, frei zu schreiben und zu träumen. Mir war schon klar, dass ich nicht schreiben konnte, was ich wollte. Also entschloss ich mich für das Naheliegende und erlernte einen tollen technischen Beruf. Ich studierte. Ich arbeitete als Programmierer und insofern schrieb ich tatsächlich sehr viel. Programme und Dokumentationen. Später las ich sehr intensiv Managementliteratur. Der Grund war einfach. Ich wollte wissen, was bei manchen Chefs schief lief. Ich lernte mit Cholerikern und unbewussten Ängsten der Chefs umzugehen und ich begann wieder zu schreiben. Es war ein langer Weg bis hierher. Und ich gehe diesen Weg immer noch. Wenn ich damals Bekannte gehabt hätte, wie Journalisten, Schriftsteller oder Psychologen, dann hätte ich vermutlich einen anderen Weg genommen. Wenn ich damals einen Coach gehabt hätte, dann hätte ich nach den Menschen gesucht, die mich genau in diese Richtung weitergebracht hätten.

Verstehst du das Konzept? Ich denke tatsächlich, dass wir unsere Begabungen finden sollten um sie zu fördern. Es gibt Begabungen, für die es scheinbar keine Berufsbezeichnung gibt.
Bist du tatsächlich Koch oder Restaurantfachkraft? Willst du das für den Rest deines Lebens machen? Oder hat nur ein “lieber” Verwandter zu dir gesagt: “Kind! Ich gebe Dir einen Rat: Lern was Vernünftiges! Eine Ausbildung ist so wichtig im Leben!” Also suchen sich die Jugendlichen eine Ausbildung und kämpfen sich durch ungeliebte Stoffe um dann am Ende festzustellen, dass sie sich soeben in eine einzige berufliche Richtung katapultiert haben. Nicht selten was das genau die falsche Entscheidung.

Währenddessen bleiben unsere wahren Talente verschüttet und sind zunehmend nur als wage Ahnung in uns geblieben. Wir haben sie nie wirklich entdeckt. Wir haben sie nicht gefördert. Sie konnten nicht wachsen und sich entfalten. Selbst wenn wir eine ausserordentliche musikalische Begabung hatten. Wenn sie nicht gefördert worden ist und wir kein Instrument erlernt haben, dann wird diese Begabung für immer verschüttet bleiben. Wir werden vielleicht schöne Musik von schlechter Musik unterscheiden können. Aber vermutlich werden wir keinen Zugang zur Schönheit klassischer Musik finden. Es ist ein Drama: Wir werden vermutlich niemals die Musik von Bach richtig erleben können. Das ist wirklich traurig. Und alles nur, weil wir unsere Begabung nicht gesucht und nicht entdeckt haben.

Wir lernen oft das, was die Menschen unserer Umgebung tun. Wenn das Kind eines Rechtsanwalts eine künstlerische Ader hat und ein sehr guter Maler werden könnte, kann es durchaus passieren, dass sich eine jahrelange Quälerei auf der Universität durch Rechtswissenschaften folgt und eine aussichtsreiche Karriere als Rechtsanwalt oder Richter in weite Ferne rückt. Ein Künstler wird demontiert und am Ende bleibt ein unglücklicher Jurist zurück, der eigentlich keine Lust auf den Job hat.

Von der Begabung bleibt in diesen Fällen oft nichts zurück. Denn das Kind mit der Begabung hatte keinerlei positive Reaktionen erhalten und damit wurde die Begabung nicht erkannt und nicht entwickelt. Es bleibt nicht viel von einem verschütteten Talent, außer einer unbestimmten Sehnsucht nach etwas Anderem.

Aber es gibt eine gute Nachricht: Deine Talente sind nicht verschwunden. Sie befinden sich immer noch in dir. Sie sind im Schlafmodus. Du musst die nur frei lassen, damit sie sich entfalten können. Konzentriere deine Aufmerksamkeit auf Spuren deiner Talente. Sie sind erkennbar. Du musst nur suchen.

Als Erstes musst du dir mehr Freiraum schaffen um deine Gedanken und Gefühle zu befreien. Du darfst auch einmal Nein! sagen und du musst nicht jede “Verpflichtung”, die die freundliche Menschen aufdrücken, erfüllen. Einmal JA! gesagt? Glaube mir: Das bedeutet NICHTS! Du darfst ab heute NEIN! sagen, wenn du es nicht willst. Du brauchst jetzt Freiräume um deine schlummernden Talente zu finden.

Schau dir alles an, was dir Freude macht. Was fasziniert dich? Lass dir Zeit und Raum und entdecke es. Du magst Autos und Flugzeuge? Du geniesst die freie Zeit an einem Wochenende im Grünen und atmest tief ein? Du fühlst dich glücklich, wenn du mit dem Auto unterwegs bist? Andere Menschen sehen vielleicht nicht das, was du siehst. Ganz bestimmt sehen sie die Welt mit anderen Augen als du. Sie hören anders und sie riechen und spüren anders als du. Öffne dich für das, was dir gut tut. Finde heraus, was du wirklich gut kannst und was du gerne machst.


Mach dir eine großes Geschenk: Begib dich auf eine Abenteuerreise und entdecke, was dir wirklich Freude bereitet. Tu den ersten Schritt dieser Reise. Jetzt!  

Gruppencoaching


Gruppencoaching – was die Klienten darüber sagen

Zugegeben, Gruppencoaching wirkt auf unvorbereitete Teilnehmer zunächst, etwas gewöhnungsbedürftig. Stuhlkreise, Flipcharts, ein Coach (Frau oder Mann).
“Das ist nichts für mich”, denken viele Teilnehmer, wenn sie zum ersten Mal in so eine Situation kommen. Ein paar Tage später ergeben sich andere Aussagen.

Oft hat eine einzige, intensive Woche einen großen Einfluß auf das gesamte weitere Leben. Es geht aktuell natürlich zuerst um -Integration in den Arbeitsmarkt-. Aber das ist nicht möglich, wenn nicht viel tiefer angesetzt wird. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Die Idee ist, dass Menschen das was sie tun, gerne tun und dafür brennen. Es geht um Motivation.

“Jede Arbeit ist spannend, wenn man sie richtig macht!”, hat eine kluge Frau einmal gesagt. Und das stimmt. Selbst eine scheinbar langweilige Arbeit im Büro kann effizient und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Es gibt keine langweiligen Jobs mehr auf dem Arbeitsmarkt. Wer mit solchen Ideen herumläuft, braucht dringend einen Perspektivwechsel.

Zum Gruppencoaching: Die Fragen, die gestellt werden drehen sich immer um diese Themen. Diese eine Woche ist eine Wanderung in die mögliche Zukunft der Teilnehmer. Es wird tatsächlich alles möglich.
Ein Realitätscheck ist Bestandteil des Coachings. Ohne tiefenpsychologisch auf die Teilnehmer einzuwirken, werden automatisch Fragen in den Raum gestellt, die Blockaden lösen und Ressourcen sichtbar machen. Sehr oft drehen sich die beruflichen Vorstellungen um das scheinbar Bekannte. Allzuoft handelt es sich um völlig falsche Glaubenssätze, die unser Denken limitieren.

 

Das geht nicht.

Das hat noch niemand geschafft.

Das kannst du nicht erreichen.

Du bist zu alt.

Das ist Unsinn. Denk nicht darüber nach.

Das macht man nicht.

Niemand hat Interesse an mir.

Das kann ich nicht.

Und dann erleben wir, das auch andere Menschen ähnliche Einschränkungen einfach so akzeptieren. Und wir erkennen, das diese Leute es schaffen können. Und es liegt auf der Hand, dass wir das auch schaffen können. Niemand wartet auf uns. Aber viele warten auf Menschen, die optimistisch und voller Optimismus in die Zukunft gehen möchten.

Es gibt immer eine sinnvolle Zukunft. Es gibt immer etwas, was wir gerne und voller Hingabe tun. Eine Woche kann die Zukunft eines Menschen verändern. Es geht immer um neue Impulse. Es geht immer um IMPACT (Einfluss)   

Es ist interessant, wie Teilnehmer auf eine Woche Gruppencoaching reagieren. Die meisten sind absolut begeistert, weil sie „So etwas nicht erwartet“ haben. Sie werden in einer Woche an Fragen herangeführt, die sie selbst beantworten lernen. Und zwar an jedem Tag ihres weiteren Lebens. Sie haben gelernt, dass es auch anderen Menschen so geht wie ihnen. Sie haben gelernt sich anderen Menschen zu öffnen und sie haben beobachtet, wie sich andere Menschen ihnen öffnen. Eine achtsame Atmosphäre, völlig ohne Druck und Hintertürchen, haben viele Menschen noch nie erlebt. Hier wird so etwas möglich. Sie lernen Kommunikationsregeln und sie begreifen, wie Kommunikation funktioniert. Es ist nie zu spät, die „Vier-Seiten-einer-Nachricht“ (Schulz von Thun) zu begreifen.

Ein Coaching hat immer eine Wirkung für den Rest des Lebens. Voraussetzung ist immer ein sehr guter Coach, dem es gelingt, Menschen zu öffnen und ihnen Vertrauen und Akzeptanz zu schenken.

Chef oder Vorturner -Allein unter Spezialisten


Chef verliert Spezialistenstatus – Ein Coachinganlaß für Führungskräfte

Es ist völlig klar, dass ein Mitarbeiter, der in der Hierarchie steigt, andere Aufgaben übernehmen muss und praktische Fähigkeiten auf seinem Gebiet verliert. Chefs haben andere Aufgaben als fachlich versierte Spezialisten. Es steht außer Frage, dass ein Leiter Aufgaben und Schwerpunkte an seine Mitarbeiter abgeben muss. Das ist ein Grund um die Entscheidung einen Chefposten zu übernehmen sehr genau zu überdenken.

Es ist aber auch klar, dass ein Chef, der nur noch delegiert, bald selbst nicht mehr in der Lage ist, Aufgaben seiner Mitarbeiter zufriedenstellend zu erledigen. Das gefährlich und kann zu frustrierenden Gedanken und Erlebnissen führen.

Der aufmerksame Leser wird spätestens an dieser Stelle einen erhöhten Puls fühlen. Sie sind Chef und Ihnen passiert genau das? Sie spüren den Druck, auch wenn Sie in der Lage sein sollten das nicht nach außen dringen zu lassen. Es gibt für mich keinen Zweifel, dass es Zeit wird zu handeln. In meinem bisherigen Arbeitsleben habe ich ähnliche Konstellationen vielfach beobachtet und erlebt. Ich kenne die Rolle eines perfekten Vorturners, der alles selbst machen will und seine Kollegen aus dem Fokus verliert. Ich kenne auch die, unter vorgehaltener Hand, getuschelten Gegenargumente von Kollegen, die meinen, dass der Chef keine Ahnung mehr hat und doch gefälligst mal wieder ein konkretes Projekt oder Aufgaben im Team erledigen sollte. Spätestens, wenn der Chefarzt einer Klinik nach aufreibenden Jahren des Chefarztalltags seine diagnostischen Fähigkeiten vernachlässigt hat und nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, wird es Zeit sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen.
Ein Programmierer, der in den 1990er Jahren noch sehr gute Programme geschrieben hatte und dann Aufgaben in der Führungsebene übernommen hat, wird heute nicht mehr nahtlos an seine Glanzzeiten anknüpfen können. Ein Neustart ist, schon auf Grund des Alters, eine Herausforderung.
Ähnliche Beispiele gibt es massenhaft. Was ist also die Lösung? Was ist zu tun?
Sie werden ahnen, worauf ich hinaus will und Sie haben völlig Recht! Es geht um begleitendes Coaching. Ich arbeite im Augenblick sehr oft mit Menschen zusammen, die aufgrund von Verlust ihrer Stelle ihr Arbeitsleben neu denken müssen. Viele kommen relativ desillusioniert zum Coaching und glauben, dass es kein Morgen mehr für sie gibt. Manche leben komplett in der Vergangenheit und können sich nicht von der Vorstellung lösen, dass es für sie keinen Weg zurück zum Spezialisten mehr gibt. Sehr viele sind am Anfang der festen Überzeugung, dass sie “unbedingt etwas ganz anderes machen” sollten.
Aber das ist in vielen Fällen überhaupt nicht der Fall. Es gibt viele Klienten, die während des Coachings merken, dass ihre Ressourcen und ihre Fähigkeiten genau dort liegen, wo sie bereits erfolgreich waren. Ein Softwarespezialist kann relativ schnell eine moderne Progammiersprache lernen und erfolgreich als Programmierer arbeiten. Java ist eine gute Wahl und die Entwicklungsumgebungen, die heute zur Verfügung stehen, sind eine Offenbarung für ehemalige Spezialisten. Es gibt keinen Grund von vornherein aufzugeben. Natürlich ist es schwer, auf seinem Fachgebiet noch einmal neu anzufangen und es gibt 1000 Gründe es nicht zu tun. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und doch versuche ich mich immer wieder neu zu motivieren und immer wieder neu zu starten.
Und das kann jeder, der in einem scheinbar aussichtslosen Dilemma steckt. Motivation ist hier das alleinige Zauberwort. Wenn die fehlt, dann macht ein Neustart oder ein Update keinen Sinn. 

Der Chefarzt kann und muss irgendwann wieder beginnen, seinen Spezialistenstatus aufzubauen. Das ist doch selbstverständlich, dass man nicht nur Chef sein kann und am Ende von den Kollegen aufgrund fachlicher Inkompetenz nicht mehr akzeptiert wird. Es ist nie zu spät derartige Überlegungen anzustellen und einen Fahrplan aus dem Dilemma zu entwickeln.

Sie können so etwas alleine versuchen, oder Sie holen sich Hilfe bei einem Spezialisten, der den Prozess und das ganze Drumherum beherrscht.
Natürlich sollten Sie mit einem Coach arbeiten. Der hilft Ihnen bei der Zielformulierung und bei Meilensteinen. Ein Coach kann ihnen genau das Feedback und die Impulse geben, die Sie brauchen. Ich habe keinen Zweifel, dass es mit einem Coach wesentlich schneller geht, als wenn Sie es alleine versuchen.   

Ein guter Chef ist immer derjenige, der genau weiß was seine Leute machen und ihnen helfend zur Seite stehen kann. Es ist eine Doppelbelastung.

Coaching – eine therapeutische Beziehung


Ein Coach ist kein Therapeut. Das ist ein Gesetz. Ein Therapeut braucht einen sehr guten Zugang zu seinem Patienten. Es ist die Qualität der Beziehung, die ein Therapeut aufzubauen in der Lage ist, die über den Erfolg eine Therapie entscheidet. Beim Coaching ist das ganz genau so. Wenn es nicht gelingt eine tragfähige Beziehung aufzubauen, dann funktioniert ein Coaching nicht. Auch das ist Gesetz. Ein Abbruch ist dann unvermeidbar.

Ich habe immer wieder Zusammenhänge in den Beratungsformaten wie Seelsorge, Supervision, Therapie und Coaching thematisiert. Die Frage ist immer, woher der Mensch kommt, der eine dieser Möglichkeiten professionell betreibt. Woher kommt ich? Was will ich erreichen? Was ist die treibende Kraft in mir? Wohin will ich?

Ich habe, neben meinem professionellen Leben als Ingenieur und IT Fachmann viele Jahre als ehrenamtlicher Seelsorger gearbeitet. Es hat mir nicht geschadet, ältere und ganz junge Menschen zu begleiten. Im Gegenteil. Seelsorge ist, wenn man sie sorgfältig und sanft betreibt, ein wichtiger Baustein in der Gesellschaft. Der ideale Seelsorger ist ein Mensch, der Ideale und Ziele hat, jemand der vorbildlich auf die Umwelt wirkt. Es ist jemand, der keine billigen Ratschläge erteilt, sondern Möglichkeiten eröffnet und Sehnsucht nach dem Ziel erzeugt. Im christlichen Umfeld liegt es auf der Hand, wohin die Sehnsucht sich richten soll und wie ein Mensch werden soll. Jesus Christus ist der Maßstab für alles. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Aber was treibt einen Coach wirklich an? Geld und Ruhm ist es nicht. Das wäre der falsche Ansatz. Das kann nicht funktionieren. Das allein funktioniert auf keinen Fall!


“Wenn ein anderer Mensch gewillt war, mir etwas von seinen inneren Einstellungen zu erzählen, dann lag darin ein Wert für mich, und wenn es mir nur noch deutlicher wurde, dass meine Einstellungen andere sind.” Carl Rogers

 

“Wir können jederzeit etwas Neues lernen, vorausgesetzt wir glauben, dass wir es können” Virginia Satir

Vielleicht ist Coaching genau das: Ein Coach, ein Coachee und ein neues Lernfeld, das der Coachee vorher nie in seinem Sichtfeld hatte und das sein ganzes Leben neu gestalten und beleben wird. Das Entdecken einer neuen Welt voller Möglichkeiten seiner Klienten ist für einen Coach Berufung und Befriedigung. Darum geht es, wenn ich es mir recht überlege.  

Und manchmal ist es einfach nur die Rückkehr zu Werten und Einstellungen, die man bereits tief in sich trägt. Verantwortung, Liebe, Vertrauen.

Neid


Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. (Wilhelm Busch)

Wenn wir uns über die Ausprägung von Persönlichkeit im Zusammenhang mit Coaching unterhalten, dann spielt Neid eine große Rolle.

Neid ist das Gegenteil von Persönlichkeit. Wenn Sie ein Problem damit haben, sich mit anderen Menschen für ihr persönliches Glück zu freuen, dann sollten alle Alarmglocken klingeln.

Wenn Sie wütend werden und unzufrieden und 1000 Gründe finden, warum es anderen so gut geht und ausgerechnet Ihnen nicht, dann suchen Sie sich schnellstens Hilfe. Neid ist genau das, was Sie schnellstens loswerden sollten. Neid hat nichts mit dem Wunsch zu tun, einen besser bezahlten Job zu finden, zu studieren und sich weiterzuentwickeln. Neid ist der kranke Teil von Ehrgeiz. 

Neid ist dieses grüngelbe und nagende Gefühl, dass wirklich niemand brauchen kann. Neid begrenzt uns und behindert uns. Neid riecht ekelhaft und schmeckt widerlich. Neid fühlt sich unangenehm an wie Zahnschmerzen und Rückenschmerzen. Neid ist wie ein Schlag in die Magengegend. Neid klingt laut und schrill. Neid ist wie ein Krampfanfall. Peinlich ist das und einfach überflüssig.

Es mag sein, das der oder die Beneidete eine Form der Anerkennung feststellen können. Der Neidende ist ein armes Würstchen.

Neid zerstört selbstbewusste Menschen und hindert sie an der Lösung ihrer Probleme. Das ist die einzige Funktion von Neid. Niemand braucht Neid.

Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie selbst fühlen; ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen, wie sie sich langweilen. (Artur Schopenhauer)

Jeder Gedanke des Neides oder Hasses fließt zurück wie ein Bumerang. (Prenzice Mulford)

Neid und Eifersucht sind schlimme Krankheiten. Ich wünsche allen Kranken eine gute Besserung!  (Anonymus)

Geniale Ideen – falscher Rahmen


Das Genie und die Ahnungslosen

Ein absolutes Genie hatte eine seiner großartigen Ideen. Er sprühte vor Inspiration. Er musste es jemand erzählen.

Er ging durch die Stadt und kaufte Brot. Da niemand im Bäckerladen war, erzählte er der Verkäuferin von seiner grandiosen Idee. Die schüttelte nur den Kopf und lächelte ahnungslos.

Er schrieb seine Idee in seinen täglichen Blog. Die Reaktion aus dem Netz ließ auf sich warten.

Am Nachmittag hielt er einen Vortrag vor Managern. Auch hier war die Reaktion sehr verhalten.

Das Genie dachte nach. Zweifel wuchsen. Vielleicht war die Idee nicht gut genug? Vielleicht hatte er Fehler gemacht. Möglicherweise überschätzte er sich und sollte bescheidener werden.

Genau das tat er. Er wurde immer bescheidener und lernte, seine genialen Einfälle für sich zu behalten. Es war doch klar, dass niemand seine Ideen verstand. Oft zweifelte er an sich. Aber es gab auch Tage an denen er ganz deutlich spürte, dass er richtig lag. 

Es vergingen einige Jahre. Plötzlich eroberte eine neue Idee die Welt. In einem fernen Land hatte jemand genau dieselben Gedanken gehabt, wie unser Genie. Die Idee fiel auf einen fruchtbaren Boden. Sie wuchs und wurde immer größer. Manche Menschen bewerteten die Idee als Unsinn und überflüssigen Quatsch. Aber sie setzte sich durch. Heute arbeiten Menschen auf der ganzen Welt ganz selbstverständlich mit der Technologie, die aus der Idee entwickelt wurde. Niemand würde auf den Gedanken kommen, dass man es wenige Jahre zuvor nicht verstehen konnte, was diese eine großartige Idee für Auswirkungen haben würde. 

Unser Genie war immer ein Genie. Er agierte nur in einer falschen Umgebung. Vielleicht war die Zeit noch nicht reif für dafür gewesen. An seiner Idee lag es nicht, dass er keinen Erfolg hatte. Er arbeitete zur falschen Zeit am falschen Ort. Das war alles. 

Ich will!


In jedem Menschen steckt ein Psychologe.
In jedem Menschen steckt ein Coach.
Jeder Mensch ist ein Schwimmer.
Jeder Mensch kann lesen und schreiben.
Jeder Mensch kann Auto fahren.
Jeder Mensch kann sehr viel mehr erreichen, wenn er es gelernt hat.

Ein Coach wird man durch Ausbildung und Praxis. Eine Weiterbildung mit mindestens 60 Stunden Praxis ist so eine Ausbildung.

Dazu kommen sehr viel Erfahrung und achtsame Selbstreflektion. Ein Coach muss bereit sein, sich zu verändern und seine Persönlichkeit zu entwickeln. Das beginnt mit selbstkritischer Reflektion. Das ist nicht immer schmerzfrei.

Wer einmal begriffen hat, worum es beim Coaching geht, der kann immer weiter gehen. Ein Coach ist in der Lage Denkmodelle zu erweitern und Grenzen seines eigenen Denkens zu sprengen.

Aber am Anfang ist immer eine Entscheidung. Ich will mich weiterbilden! Ich will mich weiterentwickeln!

Am Anfang ist immer das Wort: Ich will!

Wo ist der Sinn?


Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es gibt Zeiten in denen wir ganz genau auf den Punkt kommen wollen. Wir wollen wissen WER wir sind und WARUM. Wir sollten uns, an jedem Punkt unseres Lebens, im Spiegel anschauen können, ohne uns zu schämen. Alles, was wir tun oder lassen, macht etwas mit uns – und es macht uns zu JEMAND. Dieser JEMAND ist der einzige Mensch, der immer bei uns ist.
 
Erkennst DU Dich wieder, wenn DU die folgenden Sätze auf Dich beziehst? 

  • Es gibt Fragen, die ich mir lieber nicht stelle.
  • Fragen, die ich mir nicht allzuoft stellen mag.
  • Es gab Augenblicke in denen ich glaubte genau zu wissen WARUM und WOZU.
  • Ich fühlte mich ZUGEHÖRIG und es fühlte sich gut und richtig an.
  • Und doch fühlte ich, dass ich noch nicht da angekommen war, wo ich eigentlich hin wollte.
  • Ich hatte ein seltsames Gefühl der Ferne und Fremde und fragte mich immer wieder, ob da nicht nicht mehr sei.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen ZIELE verfolge.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen FREUNDE habe..
  • Ich frage mich, ob ich DAZUGEHÖRE, DAZUGEHÖREN WILL.
  • Ist das ALLES?
  • WAS KOMMT noch?

Es gibt Menschen, die genau zu wissen meinen, was WAHRHEIT ist und wo ihr Platz im Leben ist. Es gibt Menschen, denen andere Menschen folgen und von denen wieder andere Menschen abgestoßen werden.
Was ist, wenn diese Menschen feststellen, dass sie sich ihrer selbst nicht mehr so sicher sind?
Was ist, wenn diese Menschen Zweifel an sich und ihrer Aufgabe haben?
Was, wenn sich ihre Ziele als Seifenblasen herausstellen?

Oft gibt es keinen Weg zurück. Politiker, gewählte Volksvertreter, Geistliche, Parteimitglieder. Je mehr Erfolg man hat, um so schwerer wird es die Richtung zu wechseln oder gar auszusteigen. Spätestens nach ein paar Jahren ist die Rückkehr in den Beruf nicht mehr möglich. Es sei denn man ist Rechtsanwalt oder Arzt. Viel mehr Berufe fallen mir da nicht ein.
Eine Frage die sich jeder stellen muss, ist die Frage:

Was mache ich, wenn ich meine Ziele erreicht habe?

Es folgen weitere Fragen: Wie geht es mir dann? Was ermöglicht es mir? Wer bin ich dann? Wohin gehe ich dann?  Was ist, wenn ich mich geirrt habe?

Das sind Fragen, die Menschen hindern ein Ziel zu erreichen. Vielleicht ist es aber auch ein Schutz vor Irrtum.

Es gibt großartige Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen. Obama – Whow! Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika! Er hat alles erreicht. Ist er tatsächlich glücklich damit? Wie wird er seine Zukunft gestalten? Vorträge und Reisen, vielleicht eine Professur an einer EliteUniversität. Vielleicht hat er auch sein Leben lang damit zu tun, seine faktische Ohnmacht zu kompensieren, die er angesichts einer Mehrheit der Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus erleben musste. Der Messias ist gefesselt. Was für ein Start war das damals! – Und heute? Jetzt, wo er alles erreicht hat? Und morgen? Was wird er in Zukunft machen? Eine Prognose: Er wird von den Möglichkeiten sprechen, die er nicht nutzen konnte, weil man ihn ausgebremst hatte. Das ist vielleicht nicht die schlechteste Variante. Vielleicht hören wir ja noch sehr viel von ihm. Bill Clinton ist ein gefragter Redner, ein Mann mit Charisma.

Al Gore ist ein gescheiterter Präsidentschaftskandidat. Vielleicht hatte er mehr Glück als sein Herausforderer und Bezwinger George W. Bush.

 Vielleicht müssen wir auch scheitern, um Erfolg zu haben. Immerhin haben wir es versucht. Wer scheitert, ist kein Verlierer, nur wer es nicht versucht hat.