Hass – Die Rache der Feiglinge – MacCoach


Hass ist die Rache des Feiglings dafür, daß er eingeschüchtert ist. /George Bernard Shaw/

Womit schon alles über Hass und Intoleranz gesagt ist. Hass ist die Rache des Feiglings. Punkt. Und wer will schon ein Feigling sein. Also: Weg mit dem Hass und her mit Großherzigkeit und aufgeklärtem Denken. Hass ist die Folge von Ohnmacht und Hilflosigkeit.

René Descartes zählte in seinem 1649 erschienenen Aufsatz über die „Leidenschaften der Seele“ den Hass zu den „sechs ursprünglichen Leidenschaften“. Er wird, wie die anderen Leidenschaften auch, von der Seele nicht etwa hervorgebracht, sondern tatsächlich „erlitten“, von außen aufgedrängt. Hass ist zwar schädlich, sagt Descartes, doch hilft er uns, Dinge, die von Übel sind, zu meiden. Damit ist Hass der Widerpart der Liebe. Wo er abstößt, zieht sie an.

Ich hasse meine eigene Unzulänglichkeit, meine Unfähigkeit entspannt zu genießen und immer gelassen zu sein. Ich hasse oft, wenn ich mich nicht so freuen kann, wie ich eigentlich sollte. Liebe beinhaltet auch immer die Möglichkeit abgelehnt oder irgendwann verlassen zu werden. Aber deswegen Liebe in Hass verwandeln? Nein. Niemals. Ich denke nicht, dass man den Menschen hassen kann, den man einmal wirklich geliebt hat. Aber vielleicht gehören Hass und Liebe doch irgendwie zusammen. Londoner Forscher haben herausgefunden, dass zwei Gehirnareale, die bei romantischem Liebesempfinden aktiv sind, auch von Hassgefühlen befeuert werden. Die Wissenschaftler glauben, damit zu erklären, „warum Liebe und Hass im wirklichen Leben so eng beieinander liegen“. Als der gefürchtete Stasi-Chef Erich Mielke der Volkskammer gegen Ende der DDR versicherte, „ich liebe doch alle“, meinte er also womöglich: „Ich hasse doch alle.“ Die Liebe der Stasi ist von Hass nicht zu unterscheiden. Es wird deutlich, dass die propagierte Liebe zu den Menschen durch Intoleranz und Ohnmacht, schnell zu Sarkasmus und Hass führen kann. Es gibt Menschen, die hassen so inbrünstig und genießen dieses Gefühl, weil sie der Liebe nicht trauen.

Wer aufrichtig hasst und darüber reden möchte, sollte sich einen Gesprächspartner suchen, der die Zusammenhänge versteht. Ein Coach sollte dazu in der Lage sein.  

Ein Leben ohne Hass ist ein erstrebenswertes Leben. Wer hasst, schränkt sich selbst ein.

 

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Coaching – Katalysator im Projektmanagement


Ich habe sehr lange als IT Manager in einer mittelständischen Unternehmensgruppe gearbeitet. Heute bin ich vor allem Coach. Ich bin fest davon überzeigt, dass es sich um einen Beruf mit einer großen Perspektive handelt. Der erste Schritt ist immer, potentielle Auftraggeber davon zu überzeugen, warum sie für sich und ihre Mitarbeiter einen Coach engagieren sollten. Wenn sie die Vorteile erkannt haben, geht alles von ganz alleine. Für die meisten ist Coaching pure Zeitverschwendung. Zu teuer ist es denen ohnehin. Wer aber einmal begriffen hat, dass Coaching Probleme lösen kann, die ansonsten immer unter der Oberfläche bleiben und heimlich still und leise sehr viel Geld kosten, wird immer wieder einen oder mehrere Coaches in das Unternehmen holen.

Es gibt immer eine Diskrepanz zwischen offizieller Firmenpolitik und der rauen Wirklichkeit. Mir kann niemand weismachen, dass er sich vor allem für sein Unternehmen aufopfert und überhaupt keine eigenen Ziele verfolgt. Das macht mich skeptisch und neugierig. Ich bin hellwach, wenn ich so etwas höre. Natürlich hat jeder seine eigenen Interessen. Und das ist auch gut so. Adam Smith läßt grüßen. Es ist sinnvoll Coaches in Projektteams zu entsenden, mit der Aufgabe das Klima zu verbessern und sich einen eigenen unabhängigen Überblick zu verschaffen. Ein Beispiel kann ein Großprojekt sein, das trotz der immer wieder aktualisierten Zeitpläne auf der Stelle zu treten droht. Coaches gehen in solche Teams und sie nehmen sich und den Mitarbeitern die Zeit um zu reflektieren, was da los ist. Wer überhaupt keine Meinung hat, hat vermutlich etwas zu verbergen. Wer viel zu erzählen hat, hat mit Sicherheit etwas zu verbergen. Wovor haben die Leute Angst? Was müsste passieren, dass alles besser läuft? Was würden die Mitarbeiter tun, wenn sie die Gelegenheit hätten? Was müsste geändert werden? Hat das Projekt eine reale Chance? Wo sind mögliche strukturelle Fehler?

Ich sehe viele Einsatzmöglichkeiten und reale Schnittstellen an denen ein Coach eingesetzt werden kann. Ich sehe sie vor allem im IT Bereich. Denn da komme ich her. Heute ist IT der Dreh- und Angelpunkt von allem. Es geht um alles durchdringende InformationsProzesse und InformationsTechnologie. Es gibt heute bereits keine einzige Branche, die ohne IT auskommt. Hier treffen sich die Akteure von nachhaltigem Erfolg und sicherem Scheitern. Ein Coach ist aus meiner Sicht der beste Partner um Projekte kritisch zu begleiten und rechtzeitig auf Fehlentwicklungen hinzuweisen.

In die Ecke getrieben – Coaching hilft da raus


In die Ecke getrieben

Wir alle kennen die Situationen in denen wir uns in eine Ecke getrieben fühlen und dann reagieren wir mitunter völlig überraschend und ganz anders als es sinnvoll und gut ist. Urinstinkte werden aktiviert. Fight – Flight – Freeze.

Kämpfen – Fliehen – Erstarren. Das sind die drei Verhaltensformen die bleiben. Es ist eine gefährliche Situation. Alles was wir jetzt sagen kann und wird gegen uns verwendet werden. Es spricht nicht für uns wenn wir rot werden, dampfen und unsere Stimme erheben und anschließend aus dem Raum stürzen, nicht ohne die Tür zugeschlagen zu haben.

Wer es gut mit uns meint, erkennt die Zeichen und treibt uns nicht weiter in so eine Ecke. Wer uns übel mitspielen und uns vielleicht sogar loswerden möchte, spielt genau diese Karte. Es treibt uns in eine Ecke und lässt uns  scheinbar keinen anderen Ausweg als …… (kann jeder für sich eintragen).

Coaching kann helfen die Mechanismen zu erkennen, die uns in die Ecke treiben und zu lernen, wie wir die Situation in den Griff bekommen können, ehe es “knallt”. Denn der KNALL ist immer die schlechteste aller Möglichkeiten.

Denken wir positiv, dann erkennen wir, dass wir den TRIGGER benennen und beschreiben können, der uns in den Status Fight – Flight – Freeze bringt. Und das ist sehr gut. Wenn wir erkennen, dass wir etwas tun können, ehe es zu spät ist, dann können wir es auch erlernen und trainieren. Das macht was mit und und aus uns. Das bringt uns weiter.

Coaching ist schließlich vor allem Persönlichkeitsentwicklung. Zu einer starken Persönlichkeit gehört es, klug auszuweichen und Zeit zu gewinnen um intelligent zu reagieren. Wer spürt, dass die Spannung und der Druck steigen, muss in der Lage sein Strategien zu entwickeln, die einen sicheren Ausweg ermöglichen. Oft genügt es einen vertrauten Coach zu kontaktieren um mit ihm das Problem zu besprechen. So etwas kann man mit einem Rahmenvertrag realisieren. Rufbereitschaft eines Coach für einen monatlichen Betrag. Das schafft Sicherheit.

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Choleriker leiden an sich selbst


Choleriker leiden an sich

Da auf diesem BLOG sehr oft von Cholerikern und ihren Opfern die Rede ist, bleibt es nicht aus, dass sich hier selbsternannte, selbst erkannte Choleriker, melden und ihre Probleme vorstellen. Was soll ich sagen? Soll ich wirklich alle anderen Menschen zur Flucht vor diesen Menschen auffordern? Eher nicht. Sie brauchen Hilfe. Das scheint schon mal klar. Ein Anfang ist gemacht, wenn sie Hilfe suchen und sich nicht ständig hinter – durchaus verständlichen – Ausreden verstecken.

Menschen können sich ändern; Es ist eine harte Arbeit, aber es geht.

Hier der Bericht eines 25jährigen, der unter seinen Aggressionsproblemen als Choleriker leidet:  

Ich Bin ebenfalls Starker Choleriker
Hallo Ich 25 Jahre Jung,
habe seit früherster Kindheit schwere Aggressionsprobleme die Im Alter immer Stärker und Gewaltiger wurden,Meine Kindheit war eigentlich ganz schön wäre Da nicht Papa gewesen Der mich in jeder Freien Minute wenn keiner Da war geschlagen hat,Ich kann mich an diese Zeit erinnern Als wäre es erst Gestern gewesen,Wir sassen am Tisch es gab Linsen die gehörten Früher nicht zu meinen Lieblings Essen wiederwillg hab Ich es aber gegessen,das hat Papa mit bekommen an diesem Tag gings Los! Er klatschte mein Kopf in den Teller und Ich fing an zu weinen,das war wohl der größte Fehler wenn Ich das tat wurde er richtig Zornig und sehr Aggressiv und schlug dann immer fester,Ich kann mich noch daran Erinnern als Mama zur Kur war,Mein Vater und Ich waren geschlagene 3 Wochen allein die Erste Woche war alles echt Super kein stress Unternehmungen wurden gemacht Flugschau Rothenburgen das war toll,Die 2. Woche fiel anders Aus Ich war im Kindergarten und habe nach einem Schluck Tee gerüplzt,das haben die Kinder Mein Papa gesagt und er schlug mir vor allen Anwesenden Leuten Ob Kinder oder Erzieher in Meinen Magen er schlug mich öfter in den Magen was eventl der Auslöser Für eine Krankheit namens Achalasie gewesen sein könnte,wie dem auch Sei,Zuhause Spitzte die Lage sich Richtig zu ganz ehrlich dachte manchmal das war mein Letzter Atemzug,Er schlug nicht mehr Er prügelte mich mit allem was er in die Finger bekam Gürtel, Teppischausklopfer,Latschen etc. Als Wir in der 3. Woche zu Mama fuhren um Sie zu holen hatte ich mich verschluckt Früh bei essen und dabei gerülpzt,Ich dachte jetzt bin Ich Tot,nee es kam nichts dachte Ich,Beim Zähne Putzen sollte es wohl Richtig Krachen,ich habe mein Mund mit meinem Glas ausgespült,plötzlich ging die Türe auf und Ich dachte n ur OHOH,das wurde mir dann auch bestätigt,Ein Harter schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen so sagt man Heute,Ich allerdings verlor dabei ein Zahn zum Glück Milchzahn,Ich fing an zu weinen und er schlug auf mich ein,Mama durfte Ich natürlich nicht die Wahrheit sagen,Ihr musste Ich erzählen alles war toll und der zahn viel von selbst Raus mit einem gestellten lächeln! Wie dem Auch Das war der auslöser meine Aggressivität,und Leider konnte Ich sie noch nicht bewältigen damals war Ich kind Heute bin Ich erwachsen und ser Aggressiv nicht immer aber wenn Ich Explodiere schnell Landgewinnen,Nun zu meinem Problem Meine Freundin und Ich wohnen seit 2 jahren in einer gemeinsammen Wohnung, sind seit 3/5 Jahren ein eigentlich sehr Glückliches Paar wenn das diese Aggression nicht wäre,Ich raste bei jeder Kleinigkeit aus,Und das ist mir jetzt teuer zu stehen gekommen,Erstens Sie hatte solche Angst nach meiner letzten Attacke das Sie die Polizei gerufen hat Ich habe sie nie angefasst wird auch niemals passieren ich zerstöre meist wert gegenstände,Da Ich in dieser Aggressions phase nicht weis was ich tue nehm ich was mir in Die Hände kommt,kennt man von mein Papa,naja das war dann fasst das Aus unser Beziehung,Ich habe jetzt ein Ultimatum gestellt bekommen entweder Ich suche mir eine Neue Wohnung und Ärztliche Hilfe oder es ist für immer Aus,vorher war mir dieses Problem nie so bekannt wie Jetzt in diesem Augenblick Ich gefährde meine Zukunft mit der Frau meines Lebens,Sie ist sehr oft sehr stark gewesen aber jetzt hat Sie mich vor die wahl gestellt und das war denk Ich das beste um diese Erkenntnis endlich einzusehen das Ich Krank bin (Choleriker) gleich morgen suche Ich ein Arzt auf und werde Ihm das alles schildern und Ich hoffe man kann mir Helfen,vllt. kann es Ja schon einer von Euch.

Es ist eigentlich alles vorhanden. Ein gewalttätiger Vater, eine Mutter die wahrscheinlich immer weg sah und ein junger Mann, der nie etwas anderes als häusliche Gewalt erlebt hatte. Es bleibt die Frage, ob und wie dem Mann geholfen werden kann. So, wie es jetzt aussieht kann es auf keinem Fall bleiben. Ohne aktive Hilfe eines sehr guten Begleiters hat er keine Chance. Aber wer bezahlt so etwas? Die Gesellschaft sollte bereit dazu sein.

Coach im Supermarkt


Neulich im Supermarkt. Ich betrete den Supermarkt und schiebe einen Einkaufswagen vor mir her. Ich will nur eine Kleinigkeit einkaufen. Eine Banane und einen Joghurt für zwischendurch. Ich bin auf dem Weg zum nächsten Termin und trage einen Anzug. Ich trage gerne Anzüge. Und dann passiert es, ich greife in ein Kühlregal nach einem Joghurt. In diesem Augenblick fällt ein anderer Joghurt herunter. Warum auch immer. Ich trete einen Schritt zurück, weil ich nicht dem Reflex erliegen will zuzugreifen und meine Kleidung zu ruinieren. Der Joghurt fällt auf den Boden, er zerschellt und die helle Brühe läuft heraus.

Und nun kommt es zu einer beispielhaften Kommunikation, die ich blitzschnell analysiere. Ein Mann baut sich vor mir auf und fragt mich, ob ich das jetzt da liegen lassen würde. Ehrlich gesagt, hatte ich kurz darüber nachgedacht, was ich als nächstes tun würde. Einen Mitarbeiter suchen oder an der Kasse Bescheid sagen. Aber der Mann war schneller. Der Held hatte die Situation an sich gerissen.
Ich entgegne, dass ich das jetzt nicht wegwischen werde. Er zeigte mir sofort, dass er “besser” ist als ich. Er hob den Becher auf und legte ihn in das Regal. Warum auch immer er das tat. Aber so kleckerte der Rest des Bechers in das Regal hinein. Regale sind nicht so leicht zu wischen wie ein Steinboden. Ich weiß dass, denn ich wische öfter Zuhause den Boden auf. Ich erkläre ihm, dass ich selbstverständlich dafür sorgen werde, dass jemand kommt und das wegwischt. Ein Mitarbeiter, der mit dem Rücken zu uns stand, drehte sich um und ging weg. Vermutlich um Wischzeug zu holen.

Frage: Was hat der Mann da gerade gemacht? Wie kommt er darauf mir vorzuschlagen, dass ich etwas tun soll, was nicht meine Aufgabe ist?

Lösung: Es ist eine ganz klare Beziehungsbotschaft: “Du arroganter Affe im Anzug! Räum gefälligst die Sauerei hier weg! Oder bist Du Dir zu fein dazu? Schau mal wie man so etwas macht! Ich zeige es Dir.” Eltern ICH trifft auf Erwachsenen ICH. Keine Chance für Eltern ICH.

Fazit: “Nö! Nicht mit mir. Ich habe auch gar keine Lust mich mit Dir zu streiten – Mein FREUND!….” Es liegt auf der Hand, was der gute Mann da vorgestellt hatte. Sich. Ich habe keine weiteren Fragen mehr. Danke!

Das ist genau der Typ Mann, der an der Ampel hupt, wenn er hinter Dir steht und Du bei Gelb-Grün noch keinen Kavalierstart hingelegt hast. Der Typ, der von links in einen Kreisverkehr hinein rast um schneller drin zu sein als Du. Der Knallkopf, der Dich bei 160 auf der Autobahn rechts überholt, weil er der Meinung ist, dass Du Dich doch gefälligst zwischen zwei Lastwagen zwängen und bremsen sollst, wenn er kommt. (Er schafft das in der Regel auch nicht. Aber er versucht es und ist dann furchtbar sauer auf DICH!) Da fällt mir nur Frank Zander ein: HIER KOMMT KURT!

 

 

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

How to Ignite Development in the Arrogant and Resistant — Leadership Freak


Arrogance can’t see a need for development. Ask egotistical managers if they run great meetings. (Insert any management skill.) Of course they do! There’s no point in telling them they don’t. Pride invites big-headed managers to blame others when things go poorly and honor themselves when things go right. Correct an arrogant manager and you’ll likely […]

über How to Ignite Development in the Arrogant and Resistant — Leadership Freak

Mein XXXX ist Choleriker – Was kann ich tun?


Mein XXXX ist Choleriker – ich brauche Hilfe!

Choleriker sind eine schlimme Plage. Die Situation eskaliert. Was ist zu tun? Wer versteht dich, wenn du es mit einem richtigen Choleriker zu tun hast und unter ihm leidest? Wer gibt dir die richtigen Tipps? Es ist eine unangenehme Wahrheit, dass das Leiden unter einem Choleriker krank machen kann. Psychosomatische Störungen sind an der Tagesordnung.
Ein Coaching hilft dir, die Situation zu entwirren und einen Exit-Plan zu entwickeln. Exit bedeutet nicht in jedem Fall die Flucht aus der Beziehung. Exit bedeutet unter Umständen ein achtsames “STOP!” ohne den Choleriker noch mehr zu reizen. Exit bedeutet: Eine Unterbrechung dieses “Spiels der Erwachsenen”.
In den meisten Fällen versuchen wir, den Choleriker nicht zu reizen. Wir akzeptieren sein Verhalten und fühlen uns hilflos ihm Grenzen zu setzen. Wir sind durch jahrelange Wiederholungen darauf konditioniert, das Spiel mitzuspielen und wissen nicht, wie wir es unterbrechen und in andere Bahnen lenken können.

Im privaten Umfeld, wenn es sich um den cholerischen Ehemann handelt, hilft möglicherweise ein “Schatz! Ich liebe Dich! Und darum muss ich Dir jetzt sagen, wie es mir geht. Ich will bei Dir bleiben. Du musst mir aber helfen!”.

Es ist aber auch durchaus möglich, dass wirtschaftliche Zwänge dich daran hindern, dieses Thema überhaupt anzusprechen. Also leidest du still vor dich hin, weil du keinen Ausweg aus der Situation erkennen kannst.

Wie es auch sei: Du brauchst einen Menschen, mit dem du offen über deine Zweifel und Ängste reden kannst. Es sollte jemand sein, der in der Lage ist, wertfrei und achtsam zu kommunizieren. Du brauchst jemand, der in der Lage ist dich aufzufangen und mit dir über alles zu reden, was dich beschäftigt.
Ein Coaching ist die beste Möglichkeit genau das zu tun. Ob nun eine weibliche Coach oder ein männlicher Coach der Gesprächspartner deiner Wahl ist, musst du entscheiden. Du solltest dich auf jeden Fall einem Coach anvertrauen. Die Wahl des richtigen Coach kann nach einem ersten Termin erfolgen, wenn die Chemie stimmt.

/Wenn hier vom Choleriker in seiner männlichen Form die Rede ist, dann trifft das auf die meisten Fälle zu, die mir bekannt sind.  Von cholerischen Frauen hört man sehr selten und wenn, dann häufig im beruflichen Umfeld./

Liebe machen


Liebe machen

Ich weiß genau was Sie jetzt denken; und Sie haben recht! /Thomas Magnum P.I./

Liebe machen, das klingt überhaupt nicht gut. Das hat so was Verruchtes, ja Unanständiges. Man macht doch keine Liebe! Man liebt zärtlich und romantisch. Aber Liebe machen? Das ist doch was für Tiere. Oder?

“Can’t buy me love!” sangen schon die Beatles und auch das stimmt vermutlich in den allermeisten Fällen; ausser wenn man sich in die Liebesdienerin verliebt und sie aus diesem schrecklichen Zustand befreien möchte. Auch das soll es schon gegeben haben – Jack Lemmon und Shirley McLaine haben es im “Appartement” vorzüglich vorgeführt.

Aber Liebe machen? Wer macht denn sowas? Ja, ich weiß. Viele machen es einfach und es ist ja auch ganz normal. Jeder Mensch braucht diesen Austausch von Körperflüssigkeiten und Hormonen. Aber Liebe ist das noch lange nicht. Ich vermute, dass viele Menschen keine Ahnung haben, was Liebe ist. Traurig! ;-(

Und so war das auch nicht gemeint. Ich werde versuchen es zu erklären. Die große Frage, was Liebe ist und wie sie sich anfühlt und auch die Tatsache, dass die romantische Liebe etwas sehr Flüchtiges sein kann und meistens auch ist, beschäftigt uns ein Leben lang. Aber ich hatte mein HEUREKA! als ich kürzlich mit einem liebevollen “Schön, dass Du da bist!” verwöhnt wurde. Und natürlich tun wir alles, was dazugehört, auch “machen wir Liebe”; und zwar auf die bekannte körperliche Art und Weise. Aber das gehört hier nicht her. Worum es wirklich geht, ist das, was man miteinander erlebt, wie man miteinander umgeht.

Ich habe schon so einige Erlebnisse gehabt, die mir eigentlich zeigen sollten, dass Liebe nicht ewig dauert. Es gibt natürlich auch die romantische Liebe, die niemals vergeht, weil man sich zeitig genug getrennt oder aus den Augen verloren hatte. Auch das ein anderes Thema.

Liebe machen geht anders, als es die Überschrift erwarten lässt. Liebe machen bedeutet, dass man jeden Tag kleine Rituale pflegen sollte. Das hat jetzt wirklich nichts mit BeziehungsArbeit oder so etwas zu tun. Es sind einfach nur kleine Handreichungen und Abläufe, die zu einem achtsamen Miteinander dazugehören.

Ich bereite zum Beispiel jeden Tag den Kaffee zu und mache ein Toastbrot für meine Partnerin. Wenn alles fertig ist, dann serviere ich ihr das mit einem freundlichen Lächeln und der Tag kann beginnen. Jeden Tag, das ist wichtig! Es wird zu einem Ritual. Sie fordert es ein, wenn ich einmal zu spät bin. Und sie erwähnt, dass es ihr fehlt, wenn ich einmal woanders übernachten muss.
Rituale geben Halt im Leben. Kinder wissen Rituale zu schätzen. Ich habe zum Beispiel meiner Tochter als sie noch klein war, jeden Abend etwas vorgelesen. Das war ein wichtiges Ritual.
Dann gibt es noch die vielen kleinen Dinge des Lebens, über die man offen miteinander reden kann und auch muss.


Der Zauber des Anfangs ist nach ein paar Jahren verflogen. Aber wenn man regelmäßig die “Liebe macht”, sie pflegt und hegt und immer wieder neu entdeckt, dann ist es einfach wunderbar. Dann kommen immer mehr kleine Aufmerksamkeiten und Rituale hinzu. Und irgendwann möchte man nicht mehr darauf verzichten, weil es einfach zum Leben dazugehört.

Also Leute! Los geht’s! Liebe machen! Und vergesst auch die wunderbare körperliche Liebe nicht. Ohne das, was jeder unter “Liebe machen!” versteht, geht es überhaupt nicht…..

Sinn und Bedeutung vs. Burnout


Sinn und Bedeutung

“Kann der Mensch seinen Willen zum Sinn in der Lebenspraxis nicht zur Geltung bringen, entstehen bedrückende Sinn- und Wertlosigkeitsgefühle. Die existentielle Frustrierung des Sinnbedürfnisses kann psychische Erkrankungen auslösen oder verstärken. So spielt in der angewandten Logotherapie und Existenzanalyse das Herausheben der geistigen Dimension eine zentrale Rolle, etwa indem sie dem leidenden Menschen existenzielle Handlungs- und Erlebensfreiräume gegenüber somatischen oder psychischen Erkrankungen aufzuschließen versucht und ihm durch die Differenzierung von (psychophysischem) Symptom und (geistiger) Person einen entscheidenden Teil seiner Selbstbestimmungsfähigkeit und Würde zurückgibt.” /WIKIPEDIA 07.03.2017/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse

 

Ich schreibe es mal in meinen eigenen Worten, um es besser zu verstehen:

Sinn und Wert haben eine hohe Stellung in unserem Leben. Unsere eigene Bedeutung spielt eine extrem große Rolle. Wenn wir unsere eigene Bedeutung und den Sinn unserer Existenz nicht mehr spüren, ist unser Tun sinnlos. Wir brauchen Bedeutung um allem einen Sinn zu geben. Wenn wir das nicht mehr erkennen, dann bekommen wir unsere Kraft nicht auf die Straße und laufen Gefahr, psychisch zu erkranken. Diesen Ansatz habe ich in einem Buch von Steven R. Covey gefunden: “Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für den persönlichen und beruflichen Erfolg” Es stimmt. Die Bedeutung unseres Tuns hat direkt mit psychischer Gesundheit oder Burnout zu tun. Wenn wir in einem Job gefangen sind, der uns innerlich nicht ausfüllt, dann werden wir ausbrennen und einbrechen.

Wer von uns hat das noch nicht am eigenen Leib verspürt? Und weil wir gerade an diesem Punkt sind: Wer hat sich an bestimmten Punkten seines Arbeitslebens nicht nach einem Leiter gesehnt, der in der Lage war zu erkennen, was in einem steckt und der einfach nur unterstützen wollte und es auch konnte?

Ich kann mich genau an Ereignisse in meinem früheren Berufsleben erinnern, wo mir genau diese Führungsstärke gefehlt hatte. Entweder ich hatte es mit Erbsenzählern oder Karrieristen zu tun. Nur ganz wenige waren wirklich in der Lage zu führen. Oft waren es nicht einmal gute Manager. Ich kann mich aber auch an Führungskräfte erinnern, die eindeutig gute Leadereigenschaften hatten. Diese Führungspersönlichkeiten waren aber sehr oft in anderen Unternehmen tätig. Natürlich hatten wir auch charismatische Selbstdarsteller und Solokünstler. Aber das ist wieder ein anderes Thema.  

Wenn ich es recht erinnere, war meine stärkste Motivation tatsächlich der Sinn des Ganzen. Ich war für die IT eines mittelständischen Unternehmens verantwortlich und musste mich ständig gegen die Kaufmänner, Contoller und andere Sparfüchse rechtfertigen. Dabei hatten die lange Zeit nicht erkannt, dass wir auf einem viel zu niedrigen Niveau arbeiteten und unsere Kraft in sinnlosen Sparmaßnahmen vergeudeten. Ich erinnere mich an die unseligen Diskussionen über den Preis von Windows und Office-Lizenzen. Das gipfelte in der Entscheidung des Vorstandes endlich ein unternehmensweites eMail-System einzuführen. Im Angesicht der “Koschten” wurde dann sehr viel Aufwand getrieben um die wichtigen Personen zu bestimmen, die durch eine Lotus-Notes Lizenz geadelt werden durften. Ich setzte eine Open Source Lösung für meinen Bereich durch, da wir damals als eigenständige Unternehmen noch Entscheidungen treffen konnten. Das bedeutete: „eMail für alle“, zu einem Bruchteil der Kosten. Aber auch das hatte mir nicht nur Freunde gebracht. Ich weiß es doch. Jahre später kostete mich mein Rebellentum den Job, aber ich hätte es nicht ertragen können, es nicht versucht zu haben.  

Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Meine berufliche Vergangenheit hat mir einen Schatz an Erfahrungen geschenkt. Es ist ein wahrer Steinbruch, den ich immer noch ausbeuten kann. Das gibt der Sache sogar noch im Nachhinein Sinn und Bedeutung.

 

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Donald Trump – Was wird passieren?


Donald Trump – Was wird schon passieren?

Wir stehen ohne jeden Zweifel am Anfang einer neuen Epoche. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump hat eine Revolution ausgerufen. Er will die Macht an das Volk zurückgeben. Klingt gut, stimmt aber so nicht. Donald und eine Revolution. Das ist ungefähr so als würde Dagobert seinen Goldschatz unters Volk verteilen. Donald und das Volk. Es wird eine logische Aussage, wenn er es so erklärt: Das Volk bin ich. Jetzt können wir den Satz substituieren.  Die Macht wird ihm gegeben. Und das macht dann wirklich Sinn in seiner Welt.  Donald versteht nämlich sehr viel von seiner eigenen, eigenartigen Welt. Seine Sicht auf die Dinge ist – einzigartig. Er ist einzigartig. Und wenn Revolution,  dann wird er in einer Reihe mit Lenin und Fidel Castro stehen. Wobei augenfällig Unterschiede zu erkennen sind.

Aber was hat ihn an die Macht gebracht? Was wollen die Leute von ihm? Was erwartet uns und was müssen wir befürchten? Lassen wir die Angst mal weg und hoffen wir, dass es schon nicht so schlimm werden wird.

Die USA stehen an einem Scheideweg. Wer in den letzten Jahren mal drüben war, kennt das Problem. Oder die Probleme. Die Infrastruktur ist eine einzige Katastrophe. Das Bildungssystem ist für die Masse der Bevölkerung nicht mehr geeignet. Ganze Stadtviertel großer Städte sehen aus wie die Dritte Welt. Selbst in Washington gibt es Stadtviertel in die ich meine Tochter nicht schicken würde. Es gibt richtige bittere Armut und es gibt ordinären Reichtum. Es gibt sehr viel Angst im Mittelstand, alles zu verlieren. Obdachlosigkeit ist ein großes Thema in den USA. Die Automatisierung tut ihren Teil. Wenn in Fabriken in denen noch vor 20 Jahren tausende Arbeiter einen Job hatten Roboter und Automaten den Job machen und nur noch ein paar hundert hochqualifizierte Fachleute Arbeit finden, dann wird deutlich wo die Probleme liegen. Von all dem hat Donald Trump nicht viel Ahnung, wenn er das Thema überhaupt kennt. Er ist ein alter Mann, ein Kind der 70er Jahre.

Allein die mittellose und ungebildete Schicht derer, die eigentlich Mittelstand sein sollten, lichtet sich seit vielen Jahren gewaltig. Make Amerika Great Again – bedeutet die Rückkehr des Amerikanischen Traumes. Donald Trump ist ein ausgeschlafener Populist. Er hat dem Volk ein wenig auf das Maul geschaut und er muss sich nicht verstellen. Er redet genau so wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Besser kann er es nicht.

Er wird wird versuchen die Probleme des Landes so zu lösen wie es seinem Weltbild entspricht. Protektionismus. Deals. America first! Die Army aufrüsten, aber zu besseren Kosten – Das funktioniert am besten durch Mengenrabatte und das hat noch immer funktioniert, wenn innenpolitisch etwas schief läuft. Er wird Arbeitsplätze schaffen in der Rüstungsindustrie. Er wird die WallStreet sanft streicheln und er wird den Briten viel versprechen. Donald wird alles tun um ein großartiger Führer seines Landes zu werden. Er hat Hochachtung vor großartigen Führern. Da kommt kein Zweifel auf. Was er unter guter Führung versteht, ist offensichtlich. Angreifen, beleidigen, provozieren, herausfordern, einfach machen. Er ist ein Macher, dem nichts schnell genug gehen wird. Er könnte eine Menge lernen in den kommenden 4-8 Jahren. Ja, leider ist es so. Selbst wenn er in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit nichts auf die Reihe bringt, wird er versuchen es so zu verkaufen, dass man ihn nicht gelassen hat. Die alten Eliten halt. Egal ob GOP oder Demokraten. Alles dasselbe für ihn. Aber Donald ist nicht Obama, der wirklich einen sehr guten Job gemacht hat obwohl er keine Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus hatte.

Es wäre gut, wenn die Demokraten wieder mehr wirklichen Einfluss gewinnen würden. Es wäre interessant zu beobachten, wie der größte Jobbeschaffer aller Zeiten damit umgehen würde.

Donald wird das tun, was er zu verstehen glaubt. Seine Berater – Familie und Schwiegersohn – werden ihn versuchen sanft zu leiten. Es wird nicht immer gelingen.

Ein Tweet geht immer noch, egal wie ernst die Situation ist. Hoffen wir nur, dass er nicht auf einen falschen Knopf drückt und “April!April! twittert, weil er den Ernst der Lage nicht verstanden hat.

Er hat keine Ahnung, wie er die gewachsenen Probleme des Landes lösen kann. Wenn die Amerikaner das erstmal herausgefunden haben, dann öffnen sich völlig andere Optionen. Aber das wissen die rechten Eliten längst. Ihr ärgster Feind heißt Bernie Sanders und die jungen Leute die ihn unterstützen. Was auch immer passieren wird, die Welt ist nicht sicherer oder unsicherer geworden. Sie hat begonnen sich zu bewegen und sie befindet sich längst in einer Krise. Es ist eine Krise der Möglichkeiten und der überkommenen Realitäten. Die Welt wird sich weiterdrehen. Es ist völlig egal, was man von Donald Trump hält. Er rüttelt und vieles wird anderes werden. Manchmal ist das sogar eine Chance für Veränderung. Yes We Can! Changing The World!

Am schlimmsten finde ich, dass es Nachahmer geben wird. Führungskräfte, die sich in ihrem Narzissmus und in ihrer ungeduldigen, cholerischen Natur bestätigt finden. Der große Vorturner zeigt wie es geht. Egal wie wir das finden. Das ist wirklich sehr traurig…..

Steve Jobs – Genie hat seinen Preis


Diagnose: Manifestierte Persönlichkeitsstörung

Steve Jobs, der charismatische CIO von Apple, wird uns fehlen. Seit dem sagenhaften Erfolg von iPod, iPhone und iPad gab es keine revolutionäre neue Idee mehr. The Next Big Thing, “das nächste große Ding!” lässt auf sich warten. Seit Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen ist, scheinen Apple die Ideen ausgegangen zu sein. Steve Jobs fehlt. Er war ein Genie. Und Genies sind meistens nicht nur Genies, sondern oft auch Menschen mit einer dunklen Seite. Beim Lesen der Autobiografie von Steve Jobs wird schnell deutlich, dass er über eine starke Persönlichkeit verfügte.

 

Um das Kind beim Namen zu nennen, hatte Jobs höchstwahrscheinlich eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS). Ich-Bezogenheit, Abwertung anderer, Grenzüberschreitungen und  manipulativer Umgang mit anderen Menschen sind deutliche Anzeichen dieser Störung. Je mehr dieser Anzeichen festgestellt werden können um so deutlicher wird der Verdacht. Die Biografie zeigt deutlich, dass Steve Jobs selbst diese Störung seiner Persönlichkeit kannte und damit umzugehen wusste. Das war eben ein Teil seines Genies. Das Problem für den Rest von uns ist allerdings, dass ausgerechnet Menschen mit manifestierten Störungen – Choleriker und Narzissten gehören dazu – zu ungewöhnlichen Leistungen fähig sind. Allerdings werden sie seelisch niemals satt oder befriedigt, weil sie kaum Rezeptoren oder Gefühle für Glück entwickeln konnten. Ein Coaching kann diesen Menschen helfen. Aber die Angst aus einem Genie einen ganz normalen Menschen zu formen blockiert Aktivitäten in Richtung Coaching oder gar psychologische Behandlung.   

 

Die Wahrheit ist schwer zu ertragen: Narzissten sehem in anderen Menschen oft nur Werkzeuge, die einen Zweck zu erfüllen haben. Diese Menschen fühlen sehr oft keine menschliche Nähe und sie leiden darunter, weil sie oft nicht verstehen, warum andere Menschen glücklich sind und sie selbst immer mehr und immer besser sein wollen, ohne sich jemals glücklich zu fühlen. Aber Narzissmus ist wellenförmig wie alle dokumentierten Störungen. Es gibt auch immer wieder romantische, weiche Phasen, die kaum erklärbar sind.

 

Die „weiche Seite“ des Steve Jobs war vielleicht nur ein Manipulationsinstrument. Sie kann auch auf eine begleitende bipolare Störung hinweisen. In diesem Fall vielleicht sogar ein depressiver Schub. Cholerische Seite dieses Genies ist oft beschrieben worden.

Auch ein Narzisst ist zu Mitleid fähig. Allerdings oft nur zu Selbstmitleid, da er wenig oder keine empathischen Fähigkeiten besitzt. Häufig werden Narzissten allerdings auch als empathisch empfunden. Bei genauerer Betrachtung wird aber erkennbar, dass er das wahrgenommene Einfühlungsvermögen nur nutzt, um zu manipulieren oder Informationen zu gewinnen. Ein Narzisst kann extrem charmant und einnehmend wirken, da er die Klaviatur der menschlichen Empfindungen virtuos beherrscht und sein ganzes Leben nichts anderes tut, als andere Menschen zu manipulieren.

Es hängt häufig von den weiteren kognitiven und sozialen Fähigkeiten und dem sozialen Umfeld ab, ob ein Narzisst als „antisozial“ oder „genial“ bezeichnet wird. Letztendlich steckt aber dahinter ein Mensch, der respektlos mit anderen Menschen umgeht.

 

Ich bin für eine sachlichere und gerechtere Betrachtung der Person Steve Jobs. Womit ich seine Erfolge und sein Lebenswerk als Unternehmer nicht in Frage stellen möchte.

 

Unternehmen sind nicht demokratisch


Man kann es drehen und wenden. Eins ist FAKT: In Unternehmen gibt es keine Demokratie

In den meisten Unternehmen gilt die Entscheidung des Geschäftsführers, Inhabers oder des CEO. Das war eines der ersten Erkenntnisse, die ich in den frühen 1990ern lernen musste. Insofern war nach der Wende alles beim Alten geblieben. Nur die Vorzeichen hatten sich geändert. Das System der Marktwirtschaft war eindeutig leistungsfähiger als das der Planwirtschaft. Wobei mir von Anfang an klar war, dass Planwirtschaft nicht automatisch eine Katastrophe sein musste. Wir sehen heute in China, dass es keinen zwingenden Grund gibt, die Planwirtschaft als alleinigen Grund für den wirtschaftlichen Niedergang in der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten zu sehen. Das Problem der Planwirtschaft und der politischen Nomenklatura war ein völlig anderes. Bei einer besseren Auswahl der Verantwortlichen durch Qualifikation, Bildung und Assessments wäre es vermutlich anders gelaufen. Natürlich spielen auch Beziehungen eine große Rolle. Das ist immer so. So wie es in der Geschichte gute und schlechte Herrscher und Könige gab, gibt es in der Wirtschaft gute oder schlechte Leiter oder Führungskräfte. Ich bin davon überzeugt, dass Demokratie in der Gesellschaft ein Garant für einen möglichen Wechsel bei den nächsten Wahlen ist.

Ab und zu muss ich darüber schreiben. Ich war 27, als alles anders wurde und ich habe noch bewusst erlebt, wie es vor der Wende war. Allerdings hatte ich das Privileg schon damals mit modernster IT umgehen zu können. Außerdem hatte ich kluge und leistungsfähige Kollegen, die gesellschaftlich sehr kritisch und fachlich sehr gut aufgestellt waren. Für mich war es genau der richtige Zeitpunkt, als die Mauer fiel. Und ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukam. Ich wusste nicht einmal, was der Begriff Mehrwertsteuer bedeutet und warum man die Mehrwertsteuer abziehen kann. Es gab viel zu lernen und ich war einfach froh einen guten Job zu finden und nicht arbeitslos zu werden. Der kaufmännische Geschäftsführer des Unternehmens kam aus dem Westen und eine der ersten Lektionen die ich aufmerksam lernte, war die, dass es in Unternehmen keine Demokratie gibt. Es muss eine Führungsentscheidung geben und alle Versuche von untergeordneten Mitarbeitern dem Chef das Leben schwer zu machen oder ihn gar in Frage zu stellen, kam bei den übergeordneten Chefs im Konzern überhaupt nicht gut an.

Das ist alles kein Problem, wenn der Chef, die Chefin, tatsächlich immer und überall die richtigen Entscheidungen treffen können. Aber sie sind Menschen und machen Fehler. Sie sind mächtige Menschen, die mächtig große Fehler machen können. Das ist dann wirklich ein Problem. Wenn man gewohnt ist, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, spielen Tatsachen nicht mehr die wichtigste Rolle. Also muss man irgendwie versuchen aus den vorliegenden Zahlen etwas zu machen.

ERP-Systeme geben einen relativ guten Überblick darüber, wo das Unternehmen gerade steht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie die Entwicklung war und ein vorsichtiger Forecast zeigt sogar den Auftragsbestand und den Cash-Flow, den Wert des Unternehmens. Die allerwichtigste Ressource, die Menschen in einem Unternehmen, ist allerdings immer noch ein sehr unbekanntes Wesen. Psychologen und HR-Manager können ein Lied davon singen.

Also muss man aus dem Bauch heraus entscheiden und am Ende ist es oft der Chef eines Unternehmens, der die letzte Unterschrift leistet. Wenn bei einer Personalentscheidung irgendwelche Zweifel vorhanden sind, dann zieht sich die Sache hin und kann am Ende sogar noch platzen.

Ich wünsche mir gute und verantwortungvolle Führungspersönlichkeiten, die eine gute Kinderstube und eine gute Ausbildung genossen haben. Ausserdem wünsche ich mir die Weisheit dieser Personen sich professionell coachen zu lassen. Die Begleitung durch einen erfahrenen Coach ist aus meiner Sicht immer das beste Zeichen von Autorität und Führungsverantwortung. Der Coach beeinflusst keine Entscheidungen, aber er macht den Auswahlprozess transparent und professionell. Ein Coach ist immer die richtige Wahl. Ich kenne Unternehmen, die haben die besten Coaches des Landes unter Vertrag. Ob sich die Führungspersönlichkeiten regelmäßig coachen lassen?

 

 

Kommunikation!


Kommunikation!

Ja! Ich habe es verstanden! Wenn jemand mich mit dem Wort “Kommunikation!” darauf aufmerksam macht, wie Kommunikation funktioniert, dann bin ich hellwach. Ich habe es oft erlebt, dass Worte nicht mit Körperhaltung und Klang der Stimme übereinstimmen. Nehmen wir eine komplexe Unternehmensstruktur. Das Unternehmen hat sich seit vielen Jahren an seine spezifischen Abläufe gewöhnt und jeder, der neu in diese Firma kommt, muss zuerst lernen, wie alles funktioniert. Oft wird der Neue direkt in Details eingeweiht, ohne zu verstehen, wie sich dieses spezielle Detail in den Gesamtprozess einordnet. Oft handelt es sich um ganz spezielle Dinge die nur entstanden sind, weil (noch) keine besseren Werkzeuge zur Verfügung stehen. Vieles ist aus der Not entstanden und hat sich selbständig gemacht. In den späten 1990er Jahren entstanden viele Insellösungen, die sich selbständig gemacht und ein Eigenleben entwickelt hatten. Die Verfügbarkeit von Excel führte oft dazu, dass sehr viele Insellösungen entstanden, die sich allzuoft nicht mehr sinnvoll in zentralen Systemen abbilden ließen. Selbst nach der Neueinführung von ERP-Systemen liefen die vertrauten Excel-Konstrukte weiter und blieben unangetastet, weil das neue System noch nicht vollständig beherrscht wurde. Abläufe wurden an das scheinbar perfekte, weil vorhandene System angepasst und die ERP-Berater hatten ihre liebe Not zu erkennen, was der verborgene Sinn hinter den “wichtigen und unverzichtbaren” Abläufen war. Das wichtigste Argument für die vermeintlich perfekten Abläufe und Strukturen steckte in den Protagonisten vor Ort. Der Glaubenssatz: “Ich bin gut und es kann kaum besser werden!” ist ein absolutes Totschlagargument. Dahinter steckt ein weiterer Glaubenssatz: “Wenn etwas verbessert werden könnte, dann hätte ich bisher schlecht gearbeitet und das wäre eine Bankrotterklärung und und und….” Die Kette lässt sich endlos weiterführen. Man kann lange reden und argumentieren, Eines ist klar: KOMMUNIKATION findet auf dieser Ebene nicht mehr statt. Man redet aneinander vorbei und in den allermeisten Fällen wird es auf einen offenen Konflikt hinauslaufen. Am Ende verhärten sich die Standpunkte und es wird gehauen und gestochen. Man wird versuchen, das Beratungsunternehmen zu diskreditieren: “Die haben keine Ahnung von unserem Geschäft!” und am Ende wird viel Geld für wenig oder nichts bezahlt und das ist dann der beste Beweis für das Scheitern von IT-Systemeinführungen.
Es hilft nichts. Nun ist Führung und Fleiß gefragt. Das beste Instrument, um ein Unternehmen zu optimieren, ist grundlegende Strukturen aufzunehmen und redundante Abläufe zu identifizieren und zu optimieren. Es ist durchaus sinnvoll sich an einem Standard-ERP System zu orientieren. Einkauf, Verkauf, Produktion, Rechnungswesen, Marketing und Vertrieb.Je besser ein Unternehmen seine Abläufe standardisieren und vereinfachen kann, um so besser! Am Ende sind es immer die Menschen, die den Unterschied machen. Ich bin ein Hardliner. Ich glaube immer noch daran, dass gute Unternehmen einfach und effektiv aufgebaut sein müssen. Undurchsichtige Strukturen dienen nur den Protagonisten von: “Ich habe Ahnung! und DU NICHT!” Denn genau das steckt oft hinter überkomplexen Strukturen und nichts Anderes. Es geht immer darum Fehlerquellen zu identifizieren und auszuschalten. Es geht nie darum ein Unternehmen auf Teufel heraus zu optimieren um der Optimierung willen. Das wird oft verwechselt.

Ach ja: Und dann gibt es ja noch das Tagesgeschäft. Es ist überhaupt keine Zeit übrig um irgendetwas zu optimieren oder zu vereinfachen. Also wird weiter gewuselt. Es geht halt nicht anders…..

 

Chef oder Vorturner -Allein unter Spezialisten


Chef verliert Spezialistenstatus – Ein Coachinganlaß für Führungskräfte

Es ist völlig klar, dass ein Mitarbeiter, der in der Hierarchie steigt, andere Aufgaben übernehmen muss und praktische Fähigkeiten auf seinem Gebiet verliert. Chefs haben andere Aufgaben als fachlich versierte Spezialisten. Es steht außer Frage, dass ein Leiter Aufgaben und Schwerpunkte an seine Mitarbeiter abgeben muss. Das ist ein Grund um die Entscheidung einen Chefposten zu übernehmen sehr genau zu überdenken.

Es ist aber auch klar, dass ein Chef, der nur noch delegiert, bald selbst nicht mehr in der Lage ist, Aufgaben seiner Mitarbeiter zufriedenstellend zu erledigen. Das gefährlich und kann zu frustrierenden Gedanken und Erlebnissen führen.

Der aufmerksame Leser wird spätestens an dieser Stelle einen erhöhten Puls fühlen. Sie sind Chef und Ihnen passiert genau das? Sie spüren den Druck, auch wenn Sie in der Lage sein sollten das nicht nach außen dringen zu lassen. Es gibt für mich keinen Zweifel, dass es Zeit wird zu handeln. In meinem bisherigen Arbeitsleben habe ich ähnliche Konstellationen vielfach beobachtet und erlebt. Ich kenne die Rolle eines perfekten Vorturners, der alles selbst machen will und seine Kollegen aus dem Fokus verliert. Ich kenne auch die, unter vorgehaltener Hand, getuschelten Gegenargumente von Kollegen, die meinen, dass der Chef keine Ahnung mehr hat und doch gefälligst mal wieder ein konkretes Projekt oder Aufgaben im Team erledigen sollte. Spätestens, wenn der Chefarzt einer Klinik nach aufreibenden Jahren des Chefarztalltags seine diagnostischen Fähigkeiten vernachlässigt hat und nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, wird es Zeit sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen.
Ein Programmierer, der in den 1990er Jahren noch sehr gute Programme geschrieben hatte und dann Aufgaben in der Führungsebene übernommen hat, wird heute nicht mehr nahtlos an seine Glanzzeiten anknüpfen können. Ein Neustart ist, schon auf Grund des Alters, eine Herausforderung.
Ähnliche Beispiele gibt es massenhaft. Was ist also die Lösung? Was ist zu tun?
Sie werden ahnen, worauf ich hinaus will und Sie haben völlig Recht! Es geht um begleitendes Coaching. Ich arbeite im Augenblick sehr oft mit Menschen zusammen, die aufgrund von Verlust ihrer Stelle ihr Arbeitsleben neu denken müssen. Viele kommen relativ desillusioniert zum Coaching und glauben, dass es kein Morgen mehr für sie gibt. Manche leben komplett in der Vergangenheit und können sich nicht von der Vorstellung lösen, dass es für sie keinen Weg zurück zum Spezialisten mehr gibt. Sehr viele sind am Anfang der festen Überzeugung, dass sie “unbedingt etwas ganz anderes machen” sollten.
Aber das ist in vielen Fällen überhaupt nicht der Fall. Es gibt viele Klienten, die während des Coachings merken, dass ihre Ressourcen und ihre Fähigkeiten genau dort liegen, wo sie bereits erfolgreich waren. Ein Softwarespezialist kann relativ schnell eine moderne Progammiersprache lernen und erfolgreich als Programmierer arbeiten. Java ist eine gute Wahl und die Entwicklungsumgebungen, die heute zur Verfügung stehen, sind eine Offenbarung für ehemalige Spezialisten. Es gibt keinen Grund von vornherein aufzugeben. Natürlich ist es schwer, auf seinem Fachgebiet noch einmal neu anzufangen und es gibt 1000 Gründe es nicht zu tun. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und doch versuche ich mich immer wieder neu zu motivieren und immer wieder neu zu starten.
Und das kann jeder, der in einem scheinbar aussichtslosen Dilemma steckt. Motivation ist hier das alleinige Zauberwort. Wenn die fehlt, dann macht ein Neustart oder ein Update keinen Sinn. 

Der Chefarzt kann und muss irgendwann wieder beginnen, seinen Spezialistenstatus aufzubauen. Das ist doch selbstverständlich, dass man nicht nur Chef sein kann und am Ende von den Kollegen aufgrund fachlicher Inkompetenz nicht mehr akzeptiert wird. Es ist nie zu spät derartige Überlegungen anzustellen und einen Fahrplan aus dem Dilemma zu entwickeln.

Sie können so etwas alleine versuchen, oder Sie holen sich Hilfe bei einem Spezialisten, der den Prozess und das ganze Drumherum beherrscht.
Natürlich sollten Sie mit einem Coach arbeiten. Der hilft Ihnen bei der Zielformulierung und bei Meilensteinen. Ein Coach kann ihnen genau das Feedback und die Impulse geben, die Sie brauchen. Ich habe keinen Zweifel, dass es mit einem Coach wesentlich schneller geht, als wenn Sie es alleine versuchen.   

Ein guter Chef ist immer derjenige, der genau weiß was seine Leute machen und ihnen helfend zur Seite stehen kann. Es ist eine Doppelbelastung.

Der schreiende Chef – Was tun?


Der schreiende Chef

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen auf das Thema “Choleriker” und vor allem den “cholerischen Chef”. Man will Tipps wie man mit einem cholerischen Menschen umgehen sollte.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Geschäftsführer, der bekannt für seine cholerischen Ausbrüche ist, beginnt während des Gesprächs mit einem seiner Abteilungsleiter an ausfällig zu werden und ihn anzuschreien. Der Abteilungsleiter sitzt vor dem Schreibtisch des Chefs und der Chef steht auf um mit hochrotem Kopf zu brüllen.

Was machen Sie nun?

Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Situation. Machen Sie ihm klar, dass er sich Ihrer Meinung nach nicht angemessen verhält.

Versuchen Sie Folgendes: Stehen Sie auf, sehen dem Chef in die Augen und begeben sich in die selbe Sprechposition. Beobachten Sie, was mit dem Chef passiert.

Dann treten Sie neben ihn und sagen sachlich: “Sie schreien mich gerade an! Das ist nicht die Art in der wir kommunizieren sollten. Sind Sie bereit das Problem konstruktiv zu lösen?”

Beobachten Sie sein Verhalten.

Wenn er bei seinem cholerischen Ausbruch bleibt, dann wiederholen Sie Ihr Anliegen mit folgenden Worten: “Ich bitte Sie normal mit mir zu reden. Hören Sie auf zu schreien. Für eine sachliche und konstruktive Kritik bin ich aufgeschlossen. Sie wissen das.“

Wenn der Chef dann immer noch bei seinem Verhalten bleibt, entziehen Sie sich dem Verhalten und erklären ihm, warum Sie den Raum verlassen.

Bleiben Sie immer ruhig und gesprächsbereit. Vermeiden Sie den Eindruck der Arroganz. Werden Sie in diesen Augenblicken niemals ironisch! Versuchen Sie einen emotionalen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, dass Sie gerade im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub sind. Der Chef schreit und Sie sind gar nicht da.

Setzten Sie dem Choleriker eine klare Grenze.

Ich selbst habe viele scheinbar unbelehrbare Choleriker in meinem Berufsleben erleben müssen. Oft wurde ich Zeuge, wie Mitarbeiter regelrecht “zur Sau” gemacht wurden. Ich habe gesehen, wie diese Menschen zusammengebrochen sind. Mir selbst ist das sehr selten passiert. Ich habe das Verhalten beobachtet und mich emotional entfernt oder gar verabschiedet. Dann ist es möglich, der unangenehmen Situation die Schärfe zu nehmen und auf eine sachliche Kommunikationsebene zurückzukehren. Wenn ein Choleriker einmal als solcher identifiziert ist, dann kann man sich einfacher emotional entfernen. Das erleichtert den Umgang mit diesen Menschen.
Das gilt auch für andere Persönlichkeitsdefekte. Narzisstische Persönlichkeiten sind eine weitere Möglichkeit…..

 

 

 

Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie


Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie

Mit der Dissoziationstheorie werden Einstellungsänderungen und Verhaltensänderungen erklärbar. Lernprozesse werden durch kognitive Dissonanz angetrieben.

Ein Blick in WIKIPEDIA ergibt folgende Definition:
Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten –, die nicht miteinander vereinbar sind. (Weiterführende Informationen sind leicht zu finden und sollen nicht Bestandteil dieses BLOG-Artikels sein)

kognitivedissonanz
Beispiel:
Ein Projektmitarbeiter stört den Projektablauf. Er spricht negativ über den Zeitplan, die Meilensteine und über die Organisation. Er versucht korrekt zu arbeiten, befindet sich aber im permanenten inneren Widerspruch. Seine Einstellung zum Team, zum Projekt und den Zielen des Projekts und sein Verhalten stimmen ganz und gar nicht überein.

Spätestens hier wird ein Eingreifen des Projektleiters erforderlich. Er hat zwei Optionen: Entweder er trennt sich kurz und schmerzlos von diesem Mitarbeiter und entfernt ihn aus dem Team, oder er versucht den Mitarbeiter zurück ins Team zu holen. Das kann zunächst einmal im Aufzeigen der Dissonanz erfolgen. Der Teamleiter kann ein Vier-Augen-Gespräch suchen und dem Mitarbeiter auf die auftretende Störung aufmerksam machen. Wenn der Mitarbeiter Bereitschaft einer weiteren Mitarbeit signalsiert, dann ist es Zeit, dem Mitarbeiter Verantwortung für die Formulierung von Meilensteinen und Zielen zu übertragen. Je mehr es dem Mitarbeiter gelingt sich mit dem Projekt zu identifizieren und seine Einstellung zu verändern, um so erfolgreicher wird er in Zukunft bei der Projektarbeit sein. Bei einem Projekt geht es nie um das Große, Ganze, sondern um professionelles Abarbeiten von Teilaufgaben und deren Beurteilung. Wenn ein Mitarbeiter Probleme mit dem Ziel des Projekts hat und nicht mehr in der Lage ist, an diesem Projekt mitzuarbeiten, dann muss dieser Mitarbeiter das Projektteam verlassen.

Konflikte in Teams können sehr gut durch externe Kommunikationsprofis bearbeitet werden. Teamcoachung und Einzelcoaching sind eine gute Möglichkeit und Störungen zu erkennen, zu thematisieren und zu lösen.

Neid


Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. (Wilhelm Busch)

Wenn wir uns über die Ausprägung von Persönlichkeit im Zusammenhang mit Coaching unterhalten, dann spielt Neid eine große Rolle.

Neid ist das Gegenteil von Persönlichkeit. Wenn Sie ein Problem damit haben, sich mit anderen Menschen für ihr persönliches Glück zu freuen, dann sollten alle Alarmglocken klingeln.

Wenn Sie wütend werden und unzufrieden und 1000 Gründe finden, warum es anderen so gut geht und ausgerechnet Ihnen nicht, dann suchen Sie sich schnellstens Hilfe. Neid ist genau das, was Sie schnellstens loswerden sollten. Neid hat nichts mit dem Wunsch zu tun, einen besser bezahlten Job zu finden, zu studieren und sich weiterzuentwickeln. Neid ist der kranke Teil von Ehrgeiz. 

Neid ist dieses grüngelbe und nagende Gefühl, dass wirklich niemand brauchen kann. Neid begrenzt uns und behindert uns. Neid riecht ekelhaft und schmeckt widerlich. Neid fühlt sich unangenehm an wie Zahnschmerzen und Rückenschmerzen. Neid ist wie ein Schlag in die Magengegend. Neid klingt laut und schrill. Neid ist wie ein Krampfanfall. Peinlich ist das und einfach überflüssig.

Es mag sein, das der oder die Beneidete eine Form der Anerkennung feststellen können. Der Neidende ist ein armes Würstchen.

Neid zerstört selbstbewusste Menschen und hindert sie an der Lösung ihrer Probleme. Das ist die einzige Funktion von Neid. Niemand braucht Neid.

Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie selbst fühlen; ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen, wie sie sich langweilen. (Artur Schopenhauer)

Jeder Gedanke des Neides oder Hasses fließt zurück wie ein Bumerang. (Prenzice Mulford)

Neid und Eifersucht sind schlimme Krankheiten. Ich wünsche allen Kranken eine gute Besserung!  (Anonymus)

Forever Coach


Am 03.10.2011 habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Heute stehe ich kurz vor dem 400ten Artikel. Inzwischen schreibe ich regelmäßig über meine Erfahrungen, über anonymisierte Fallbeispiele und außerordentliche Herausforderungen. Damals hatte ich bereits eine vage Vorstellung über meine Arbeit als Coach. Schließlich hatte ich ja gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert. Es war mir völlig klar, was ich in Zukunft machen wollte. Ich wollte als Coach arbeiten. Genau das mache ich jetzt. Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass es tatsächlich funktioniert. Aber mein Instinkt und mein Gefühl haben mich noch nie enttäuscht. Ich habe mich damals richtig entschieden. Hier noch einmal einer meiner frühen Artikel, den ich auf MacCoach veröffentlicht habe. Warum MacCoach? Das steht auf meinem ersten Artikel, den jeder im Archiv finden kann. Viel Spaß bei der Suche.  

Einmal Coach, immer Coach (14.07.2012)

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es gut ist Dinge zu wissen und Geheimnisse zu durchdringen. Dieser Mensch hat angefügt, dass es das Größte ist dieses Wissen weitergeben zu können. Das spricht für den Beruf eines Lehrers und für unterstützende Eltern. Ich mag diese Art von Vorbildern. Im Idealfall sind sie genau das, was einen Coach ausmacht. Sie zeigen die Zukunft so, wie sie sein könnte, wenn wir alles richtig machen. Ich persönlich habe in meinem Leben viel über die mögliche Zukunft nachgedacht und es ist eine große Überraschung für mich, dass sie im Grunde genau so geworden ist wie ich sie mir vorgestellt habe. Eigentlich ist es kein Wunder, dass mein Leben so ist, wie ich es mir selbst erträumt habe. Nicht, dass ich keine Probleme hätte, die noch gelöst werden müssen. Aber das ist nicht das Thema. Gibt es eigentlich Menschen, die anderen nichts mitzuteilen haben außer: „Hey! Seht mich an! Bin ich nicht toll?“ Ich weiß nicht. Damit kann ich nicht viel anfangen. Die Menschen die ich treffe sind alle auf ihre Art einzigartig. Aber ich möchte niemand anderes sein. Ich bin zufrieden mit mir. Eigentlich. Wann habe ich zum letzten Mal so richtig lachen können? Wann war ich zuletzt glücklich? Das sind Fragen die sich jeder von uns stellen sollte. Ich bin glücklich in den Armen meiner geliebten Frau. Ich lache tatsächlich wenn sie anruft, wir uns verabreden, beieinander sind. Das macht mich glücklich. Ein eindeutiges Zeichen von Liebe und Glück. Was will ich mehr? Aber warum schreibe ich eigentlich – Einmal Coach, immer Coach? Was hat das mit dem zu tun was ich hier von mir gebe? Ganz einfach. Alles was ich denke und tue hat mit positiver Psychologie zu tun. Es ist wie eine gesunde und natürliche Diät. Keine künstlichen Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wie singt doch Pippie Langstrumpf so schön? „Ich mach mir die Welt, wie….. sie mir gefällt!“ Haben Sie die Melodie?

Otto Scharmer hat den Begriff  „Von der Zukunft her führen“ geprägt. Boris Grundl coacht mit den „Drei Säulen der Führung“ – Wie führe ich mich selbst – Wie lasse ich mich führen? – Wie führe ich andere? Genau in dieser Reihenfolge ist es richtig. Einmal Coach – immer Coach bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann mich wirklich über Menschen aufzuregen, die sich „falsch“ verhalten. Es ist anstrengend mit Leuten umzugehen, die keine gute Kinderstube hatten oder die ihre inneren Probleme nach außen kehren. Es ist gefährlich mit Menschen zu tun zu haben, die fest daran glauben, dass sie alles richtig machen. Der Begriff „Über Leichen gehen“ kommt ja nicht von ungefähr. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht ist es manchmal sogar nötig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ein militärischer Führer muss immer Entscheidungen treffen, die Menschenleben kosten können.
Die Agenda 2010 von Bundeskanzler Schröder hatte ihn, in letzter Konsequenz, das Amt gekostet. Allerdings waren die unpopulären Entscheidungen wichtig für Deutschland und haben sich als das Erfolgsinstrument in der heutigen Krise herausgestellt. Der Mann ist ein Coach! Ganz eindeutig. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Mann eines Tages als ein leuchtendes Vorbild herausstellen könnte. (Umstritten ist heute natürlich seine Freundschaft mit WP – Anmerkung 05.01.2015)
Es kommt immer auf die ganze Story an und nicht auf den populären Mainstream. Boris Grundl hat mal wieder recht mit seinem Kampf gegen die „Diktatur der Gutmenschen“. Gutmenschen sind mir in meinem Leben zur Genüge über den Weg gelaufen. Das waren sehr oft die willigen Diener des einen oder anderen repressiven Systems. Vorsicht! Ich meine nicht nur die untergegangene Deutsche Republik die weder republikanisch noch demokratisch war. Es gibt so viele repressive Systeme um uns herum. Platz genug für Gutmenschen. Wir müssen nur die Augen öffnen um so etwas zu erkennen. Es kommt immer darauf an, den gesunden Menschenverstand einzuschalten und wach zu bleiben. Von allein geht gar nichts. Es kommt immer darauf an seine eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und alles zu tun um sie in der Hand zu behalten. Denken Sie von der Zukunft her! Und zwar positiv!

Und so schließt sich der Kreis. Einmal Coach, immer Coach. Ich denke wie ein Coach, also bin ich einer! So einfach ist das – und so schwierig.

Coaching – It’s social!


Coaching ist auch Sozialarbeit. Es geht hier um Interaktion mit dem sozialen Umfeld von Menschen. War es früher üblich, nur in marktwirtschaftlichen Kategorien zu denken, so wird das in Zukunft nicht mehr funktionieren. In naher Zukunft werden Automaten, Roboter und Computernetze alles das tun, was wir bisher mit menschlicher Arbeit leisten mussten. Am Ende steht eine Frage: Wozu?  Wo steht der Mensch? Ist er nur ein Rädchen in einem großen Räderwerk? Das Bild von Charly Chaplin in MODERNE ZEITEN drängt sich geradezu auf. Eigentlich läuft doch alles sehr gut. Die Produktivität von Maschinen, Robotern und Automaten stieg in den letzten 25 Jahren unglaublich stark an. Menschen werden von Arbeit befreit. Ein uralter Traum wird Wirklichkeit. Und wir sind überhaupt nicht darauf vorbereitet.

Es gibt viele Ansätze, wie die Zukunft aussehen wird. Eines ist klar: Wenn wir nicht im sozialen Chaos enden wollen, müssen wir neue Regeln aufstellen und konsequent verfolgen. Der Staat und die Gesellschaft haben viel zu tun. Wir brauchen mehr als nur Gelderwerb um als Gesellschaft zu funktionieren. Adam Smith wird nicht abgeschafft. Natürlich bleibt es immer das persönliche Interesse von Individuen zuerst etwas für sich selbst zu tun. Aber wir müssen begreifen lernen, dass teilen tatsächlich verdoppeln bedeutet und dass Investition in  den Nächsten immer eine Bereicherung bedeutet. Ohne jetzt nahtlos in die Seelsorge abzugleiten, kann jeder deutlich erkennen, dass teilen verdoppeln bedeutet. Es ist ganz einfach und klar erkennbar, wenn wir uns ein einfaches Beispiel vor Augen führen. es ist die kleinste Zelle der Gesellschaft, die wir uns immer wieder vor Augen führen können. Eine liebevolle Beziehung von Mann und Frau kann nur funktionieren, wenn sie alles miteinander teilen und so alles vervielfältigen. Gemeinsam. Ein Hohelied auf die Liebe, wenn wir es so sehen wollen. Sie ist eine wunderschöne Frau, die ihn liebt. Sie schenkt sich ihm und er gibt ihr alles, was sie erwartet. Er sagt ihr, wie glücklich er ist und sie ist stolz auf ihn. Er ist stolz auf sie, weil sie sehr erfolgreich und selbstbewusst ihn ihrem Job ist. Und er ist glücklich, weil sie ihn liebt. Das macht ihn stolz und glücklich. Sie macht ihn zu einem stolzen und selbstbewussten Mann. Die Angst vor der Zukunft verfliegt, weil sie wissen, dass alles möglich ist, solange die Liebe da ist. Man gibt etwas von sich und erhält viel mehr zurück. Man gibt mehr von sich und erhält viel mehr als man jemals erwarten konnte. Man gibt alles und bekommt ein Universum an Liebe. Wenn man anfängt etwas zurückzuhalten, wenn man egoistisch wird, dann stimmt etwas nicht. Man beschränkt seine eigenen Möglichkeiten, wenn man das tun würde. Ein Mann der von einer wundervollen Frau geliebt wird wäre ein kompletter Narr, wenn er nicht alles geben würde. Aber Vorsicht! In dem Moment, wo die Frau den Mann nicht wirklich liebt, wird es gefährlich. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Klinische Sozialarbeit setzt da an, wo die klassische Psychotherapie ihre Grenzen erkennen muss. Klare und vergleichsweise einfach strukturierte Fälle werden von der Psychotherapie behandelt. Komplexe Fälle landen bei der Sozialarbeit. Ein bekanntes Spannungsfeld tut sich auf. Klassische Sozialarbeit wird traditionell stark unterschätzt. Möglicherweise kann Coaching helfen, die unterschiedlichen Ansätze aufzunehmen und zu verbinden.

 

 

Wie man sich richtig trennt


Eine Trennung ist nicht das Ende. Es ist der Beginn einer neuen Qualität einer Beziehung.

Es gibt Institutionen die behaupten, dass eine Ehe unauflöslich ist und Trennung die schlechteste aller Lösungen sei. Es handelt sich hier um einen gefährlichen Irrtum. Menschen entwickeln sich unterschiedlich. Es gibt viele Gründe, warum man – eine einmal getroffene Entscheidung – das Ja! zu einem geliebten Menschen, ein ganzes Leben lang aufrechterhalten sollte. Ich werde jetzt mal ausnahmsweise ganz konservativ und spreche über die Vorzüge einer lebenslangen Partnerschaft. Ich stehe dazu. Das Konzept ist gar nicht so schlecht! Es ein gutes Lebenskonzept, an Familie und Ehe festzuhalten auch wenn es mal schwer wird. Mein Kind ist und bleibt mein Kind. Daran wird sich niemals etwas ändern. Eine Ex-Ehefrau wird immer zur Familie gehören. Es geht nicht anders. Niemand kann vor seiner Vergangenheit weglaufen.

Lange bevor es zu einer Trennung kommt, muss es möglich sein, über Trennung zu sprechen. Wer glaubt, dass es besser ist, nicht darüber zu reden, ist ein gefährlicher Scharlatan. Niemand, der als Berater, Mediator oder Seelsorger unterwegs ist, darf Ratschläge geben. Es muss immer über alles gesprochen werden, auch über eine mögliche Trennung. Trennung ist immer eine Option, auch wenn es noch so schwer scheint.

Ich habe viele Beispiele vor Augen, bei denen es für die Beteiligten heute noch unmöglich ist, nach einer Trennung, vernünftig miteinander zu sprechen. Die Ursachen sind unterschiedlich, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Es ist die Unfähigkeit der beteiligten Personen, den Partner tatsächlich zu akzeptieren. Eine schief gelaufene Trennung ist nichts anderes, als die Fortführung eines lange schwelenden Konflikts. Wenn Menschen sich trennen, dann ist das eine logische Konsequenz von Ursachen, die schon lange vor der Trennung, vorhanden waren.

Auf die Frage, wie man sich richtig trennt, gibt es keine einfache Antwort. Ich denke, niemand von Ihnen hat hier eine einfache Antwort erwartet. Ein Punkt ist mir sehr wichtig. Wenn sich eine Familie trennt, dann sollte man unbedingt aufmerksam und aufrichtig miteinander umgehen. Vielleicht braucht man einen Coach oder einen Moderator um eine Trennung zu verhindern. Wenn es zur Trennung kommt, dann braucht es auf jeden Fall einer intensiven Betreuung der beteiligten Personen. Es ist völlig verrückt: Trennungswillige Paare laufen zu Rechtsanwälten und geben sehr viel Geld dafür aus. Ein gute psychologische Beratung, eine Mediation und Supervision kann hier sehr viel sinnvoller wirken.

Punkt Eins: Niemand ist Schuld an der Situation.

Punkt Zwei: Nach der Trennung ist die Beziehung längst nicht vorbei.

Punkt Drei: Konflikte müssen klar benannt und besprochen werden.

Punkt Vier: Es ist nicht einfach. Es ist Arbeit. Aber sie muss getan werden.

Punkt Fünf: Versuchen Sie nicht die schlechten Seiten des Partners hervorzuheben, sondern die guten Seiten.

Punkt Sechs: Grundlage einer guten Beziehung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit – Grundlage einer Trennung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Punkt Sieben: Wenn wir mit Dritten über den Ex-Partner sprechen, dann verraten wir immer sehr viel mehr von uns selbst, als uns bewusst ist.

Fragen wir uns immer, was das Beste für unseren Partner, unsere Familie ist.

Kürzlich erzählte mir eine junge Frau, die sich von ihrem Ehemann getrennt hatte folgende Geschichte. Sie war zu Besuch in ihrer alten Heimat und traf sich ganz selbstverständlich mit ihrem Ex. Ihm war klar, dass sie nicht zu ihm zurückkehren würde. Aber er sagte ihr, dass er sehr glücklich sei, weil er wüsste, dass sie glücklich mit ihrer neuen Liebe sei. Er sah es ihr an und er ließ sie los. Ein wunderbares Beispiel, ein Vorbild, eine gelungene Trennung. Wie können wir jemals die hassen, die wir einmal geliebt haben?

 

Der inkompetente Chef


Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ohne dass man sie exakt so formuliert, lautet:

 

“Wie gehe ich mit meinem inkompetenten Chef um?” Im Coaching ist das der Punkt an dem ich mich ersteinmal zurücklehne und mir meinen Coachee noch genauer betrachte. Ich achte auf seine Körperhaltung und beobachte seine Kinetik. Es ist still in diesen Momenten. Ich suche direkten Augenkontakt und dann frage ich den Klienten, ob er mir erlaubt Fragen zu stellen. In diesen Frage steckt der Schlüssel zur Lösung aller Probleme.

 

“Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, dass Ihr Chef nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die Sie von einem Chef erwarten. Bitte beschreiben Sie das Aufgabenfeld Ihres Chefs und Ihr eigenes Aufgabengebiet.”

 

Ich verzichte hier auf Antworten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Chef nicht der Richtige ist, dann beantworten Sie einfach die Fragen und lösen die Aufgaben, die ich hier stelle. Sie sind der Coachee, der Klient und ich stelle einfach Fragen.

 

“Welche Aufgaben hat ein Chef in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen? Was muss er können? Schreiben Sie bitte die wichtigsten 10 Kompetenzen in eine Liste!”

 

“Wer aus Ihrer Abteilung könnte den Job des Chefs besser ausfüllen?”

 

“Was sind die positiven Eigenschaften des Chefs? Wo ist er wirklich gut? Was kann er aus Ihrer Sicht am besten?”

 

“Was würde sich ändern, wenn Sie Chef werden würden?”

 

“Was erwarten Ihre Kollegen vom Chef?”

 

“Was erwartet der Vorgesetzte vom Chef?”

 

“Was ist für das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden wichtig? Bitte schreiben Sie 10 Punkte auf!”

 

“Bitte entscheiden Sie sich, wo Ihre Chef die eben genannten Punkte erfüllt. Kennzeichnen Sie den entsprechenden Punkt mit einem Haken.”

 

“Bitte entscheiden Sie, an welchen Punkten Sie die eben genannten Punkte besser erfüllen würden, als Ihr Chef. Machen Sie ein dickes PLUS+ hinter den entsprechenden Punkt und ein PLUS++, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie es wesentlich besser machen können”.

 

“Bitte überarbeiten Sie Ihre Unterlagen und senden mir das ausführliche Ergebnis per eMail. Wir haben den nächsten Termin bereits vereinbart. Ich bin gespannt auf Ihre Ausarbeitungen!”

Freiheit


Ich spreche in letzter Zeit sehr häufig mit Menschen, die Angst davor haben ihren Job zu verlieren oder die,nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, Angst haben sich der neuen Realität zu stellen. In beiden Fällen spielt der Begriff Freiheit eine Rolle. Angst vor Verlust schränkt Freiheit ein. Eine gut bezahlte Stelle ist eine gefährliche Falle. Es ist unglaublich, was Menschen mit sich machen lassenoder sich selbst antun, nur um einen Job zu erhalten. Die Angst vor dem Verlust hat tiefere Ursachen, als meine Klienten es sich selbst gegenüber zugeben würden. Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für Angst, Depressionen und Burnout. Meist ist es eine lange Leidensgeschichte, die sich in einem Coaching vor uns ausbreitet. Letztendlich geht es immer um eingeschränkte Entscheidungsfreiheit. Der Blick verengt sich und fokussiert sich immer mehr auf ein einziges Ziel. Den Erhalt des gut bezahlten Arbeitsplatzes. Ich hatte mehrfach mit angestellten Geschäftsführern zu tun, die nicht einmal ein Semester BWL studiert hatten. Es sind Vertriebsleiter, Marketingspezialisten, Abteilungsleiter und EDV-Chefs die eigenartig vereint in einem einzigen Punkt sind. Es ist die Angst neu anzufangen und einen anderen Weg zu gehen. Sie haben ihre Freiheit verloren. Das ist der Punkt.

Wie kann man sich seine Freiheit erhalten? Es ist ganz einfach. Es gibt einen guten Weg um sich seine eigene Freiheit und die Freiheit seiner Mitarbeiter zu sichern. Es geht um Kompetenzen. Ich habe schon vor Jahren mit Mitarbeitern gesprochen, die nicht bereit waren Change Prozesse aktiv mitzutragen. Die unausgesprochene Frage schwebt immer im Raum:

¨Was habe ich davon?¨ ¨Was hat das Unternehmen davon?¨ – Meine Antwort ist immer wieder die selbe:


¨Jeder Mitarbeiter, der bereit ist sich weiterzubilden, auf den neuesten Stand zu halten und letztendlich etwas mehr für das Unternehmen zu tun, ist ein Mitarbeiter der auch von anderen Unternehmen gerne angestellt werden wird. Jedes Unternehmen muss ein Interesse an solchen Mitarbeiter haben und sollte sie entsprechend fördern.“


Ein weiterer Vorteil, für derart gut aufgestellten Mitarbeiter, ist eine Resistenz gegen jede Form von Mobbing. Ein kühl kalkulierter Wechsel des Arbeitgebers ist jederzeit möglich, wenn man sich seine berufliche Freiheit erhalten kann.  

Coach oder Therapeut


Google Anfragen, die auf meinen BLOG maccoach.wordpress.com führen:

 

cholerische chef umgang

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Es geht bei mir um Coaching und nicht um Therapie.

“Ein Coach ist niemals ein Therapeut.”

Wenn ein Psychotherapeut als Coach aktiv wird, dann ist das nicht verkehrt. Psychologen und Psychotherapeuten verfügen in der Regel über eine phantastische Ausbildung. Viele Wegbereiter des Coaching kommen aus dieser Richtung. Es gibt aber eine klare Abgrenzung. Ein Coach wird oft als “Psychologischer Berater” bezeichnet. Mit Psychotherapie hat das aber überhaupt nichts zu tun. Es gibt Überschneidungen zu angrenzenden Gebieten. Ich nenne nur einige, um zu verdeutlichen, was ich meine.

Supervision, Mediation, Seelsorge, Beratung, Training

In allen diesen Bereichen kann ein Psychologiestudium sinnvoll eingesetzt werden. Ich habe vor Jahren einmal einen ausgezeichneten Seelsorger kennengelernt, der promovierter Psychologe und Psychiater war. Der Mann konnte sich irgendwann kaum noch vor Anfragen von Kirchenmitgliedern retten, die nicht nur Seelsorge, sondern auch Expertenrat eines Psychologen suchten. Das zu trennen, ist keine leichte Aufgabe.

“Die Seelsorger (dieser) Kirche haben keine theologische Ausbildung. Neben ihren Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen sie ihren seelsorgerischen Auftrag ehrenamtlich. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, den ihnen anvertrauten Seelen Trost zu spenden.” (Zitat)

Natürlich greift man gerne auf Spezialisten zurück, die etwas von professioneller psychologischer Beratung und Psychologie verstehen. Selbstverständlich ist auch ein theologisches Verständnis grundlegend für eine Tätigkeit als Seelsorger in einer Kirche. Nicht zuletzt wirkt sich eine regelmäßige Weiterbildung in diese Richtung positiv auf den hohen Anspruch aus, “Seelen Trost zu spenden”.

Es ist tatsächlich eine enge Verwandtschaft zwischen Seelsorge und zum Beispiel Coaching zu erkennen. Ich habe bereits in meinem BLOG darüber geschrieben.  Ich habe keinen Grund mich als Kritiker irgendeiner Glaubensrichtung aufzuschwingen. Im Gegenteil. Glauben gibt Halt und Kraft im Leben.

Zurück zu den oben genannten Suchbegriffen und Themen. Wie man mit einem cholerischen Chef umgeht habe ich auch schon sehr oft thematisiert.

z.B. in “7 REGELN zum UMGANG mit einem Choleriker” – Regeln für den Umgang mit cholerischen Chefs

Die Frage, ob man Choleriker therapieren kann, vermag ich ebenfalls nicht als Coach zu beantworten. Ich habe beobachtet, dass Choleriker sehr oft in einer überaus bedauernswerten Situation stecken. Sie glauben, dass sie nicht anders handeln und denken können und lassen sich demzufolge immer wieder in der bewährten Art und Weise gehen. Es gibt viele Parallelen zwischen Cholerikern und Alkoholikern. Beide zerstören ihr gesamtes soziales Umfeld und niemand kann sie zwingen, sich helfen zu lassen. Im Gegenteil werden Menschen, die den Versuch unternehmen, zu helfen, oft ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Und es ist ganz deutlich und klar: Einen Choleriker und einen Alkoholiker kann man nicht coachen. Fragen wie: Können Sie bitte mal meinen Chef oder meinen Ehemann coachen? kann ich nur mit einem klaren Nein beantworten. Es kann sein, dass ein cholerischer Karrieretyp ein Coaching anstrebt. Spätestens bei der Frage, was seine Ziele sind und warum er einen Coach zu Rate zieht, wird deutlich, das Thema Choleriker keine Rolle spielen kann. Wir können gerne darüber reden und ich bin durchaus in der Lage zu erkennen, wie schwerwiegend das cholerische Problem ist. Wie dem auch sei – helfen kann und werde ich nicht. Da ziehe ich klare Grenzen.  Ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob es sich bei einem Choleriker tatsächlich um eine krankhafte Fehlentwicklung handelt. Es gibt auch Menschen, die bei jedem Anzeichen von Überforderung jähzornig reagieren. Jähzorn. Das ist ein Abwehrmechanismus, der zu Kurzschlußhandlungen führen kann, die im Nachhinein sehr bedauert werden.

Wo die Ursachen von cholerischen Verhalten zu finden sind, ist eine gute Frage. Psychoanalytiker sehen die Ursachen für Fehlverhalten fast immer in der Kindheit. Es ist oft einfach nur so, dass cholerische Ausbrüche sehr oft von der Umwelt verwundert aufgenommen werden und dem Choleriker schnell aufgeht, dass er Erfolg mit seinem Verhalten hat. Einen wütenden Menschen kann man ebenso wenig aufhalten wie einen wildgewordenen Stier. Man kann nur abwarten, bis die Wut verflogen ist. Nach dem Rausch kommt es – wie bei einem Alkoholiker – zum Kater danach. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt um mit einem Choleriker zu kommunzieren. Vermutlich sollte man diese Leute einfach in Ruhe lassen.

 

Aktionismus vs. Coaching


Aktionismus hat nichts mit Coaching zu tun. Warum ich darüber rede? – Nun – Es liegt auf der Hand, dass jede Dienstleistung ein Ziel und ein Ergebnis haben muss. Das steckt tief in unseren Köpfen. Alles Andere macht keinen Sinn. Niemand bestellt einen Fensterputzer, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass er anschließend saubere Fenster hat. Niemand geht zu einem Friseur, der sein Handwerk nicht beherrscht. Coaching ist etwas anders als vieles, was wir zu kennen glauben. Coaching ist tatsächlich eine ergebnisoffene Veranstaltung. Natürlich gibt es eine ganz klare Parallele zum Sport. Ein Coach ist immer ein Leader, der einen Sportler und eine Mannschaft an die Spitze bringen soll. Aber manchmal passen Sportler und Coach tatsächlich nicht zusammen und dann muss man sich trennen. Der beste Trainer hat keine Chance, eine schlechte Fußballmannschaft zu einem Gewinnerteam zu machen. Es war ein langer Weg für den Trainer des deutschen Fußballteams bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Parallelen zum Coaching sind erstaunlich. Oft braucht man einen sehr langen Atem, Mut und Vertrauen um große Ziele zu erreichen. Ich erkenne deutliche Parallelen zum Businesscoaching. Ich arbeite oft mit Teams zusammen, die nicht richtig funktionieren. Alle scheint zu passen. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber das Team funktioniert nicht. Personalabteilungen werden mit Beschwerden überhäuft und die Performance der Abteilung wird immer schlechter. Niemand weiß woran das liegen könnte. Aber es handelt sich um Menschen, die man nicht einfach mal so austauschen möchte. Das ist die Situation, in der man sich einen Coach holt, der sich in die Situation hineindenken und Lösungsvorschläge machen kann. Und natürlich will man Ergebnisse sehen. So schnell wie möglich. Die Kosten für das Coaching dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Man wird unruhig, schon bevor der Prozess sich richtig entfalten kann. Ich stelle das immer wieder fest und arbeite an Verträgen bei denen Coaching nicht nur nach Stunden abgerechnet wird. Ich habe das bereits mehrfach erlebt: Bereits in der ersten Phase, in der ich die ersten Weichen stelle, kommen Prozesse in Gang, die als positiv wahrgenommen werden. Immer wieder glauben Auftraggeber, dass das Coaching bereits erfolgreich gelaufen ist, wenn erste Ergebnisse sichtbar werden. Ich halte mich in diesen Fällen zurück, dem zu widersprechen. Jede Intervention wird mit Sicherheit als Versuch gewertet,  das Coaching zu verlängern um ein höheres Honorar zu berechnen.

Meine Empfehlung sind Rahmenverträge mit monatlichen Raten. Ich denke auch immer daran, dass ich als Coach auch die zeitlichen Ressourcen der Teams im Auge behalte. Mehr als drei oder vier Stunden pro Woche erträgt kein Team von hart arbeitenden Managern oder Ingenieuren. Aber der Prozess läuft ab dem Zeitpunkt an dem ich  in das Coaching gehe. Nicht vergessen: Coaching ist ergebnisoffen. Ich habe oft erlebt, dass das Ergebnis eines Coachings völlig überraschend ausfällt. Das ist ein kein Wunder. Coaching ermöglicht es, völlig neue Perspektiven einzunehmen und scheinbar Bekanntes aus unkonventionellen Blickwinkeln zu sehen. Es kommen Prozesse in Gang, die vorher undenkbar waren. Ich habe den Anspruch immer das Beste aus einer  Situation und den beteiligten Personen herauszuholen. Voraussetzung ist, daß ich genügend Zeit für den Prozess bekomme. Am Ende sind immer alle Gewinne, sogar scheinbare Verlierer, die unter bestimmten Umständen das Team verlassen müssen. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Es ist heute leider so, dass Menschen mehr Kraft und Energie aufbringen um ihren Arbeitsplatz zu sichern, als tatsächlich gute Teamarbeit zu leisten. Wenn es einfacher wäre einen neuen Job zu finden, egal wie alt und ausgebrannt man gerade ist, könnte sich jeder besser auf Ziele einstellen und möglicherweise genau die Arbeit finden, die zu einem passt. Die Rahmenbedingungen sind andere. Ich denke, dass wir unglaubliche Potentiale und Möglichkeiten sinnlos verschwenden, weil wir es uns immer noch leisten Ressourcen zu verschwenden. Die Ursachen liegen auf der Hand. Jeder der versucht den menschlichen Faktor tatsächlich das Wirtschaftsleben einzubringen, gilt als Phantast und Träumer, als Weichei. Aber darum geht es nicht. Es ist in Wirklichkeit ein harter Job, der zu erledigen ist, wenn man mit Menschen arbeitet. Der Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten steigt überproportional. Es ist eigentlich ein Wunder, warum so viele Spezialisten in diesen Gebieten fehlen. Versuchen Sie mal einen Psychotherapeuten zu finden. Aber das liegt auch daran, dass wir längst daran gewöhnt sind, scheinbar kein Geld für Behandlungen auszugeben. Wir zahlen ja schließlich in unsere Krankenkasse ein. Zurück zum Coaching, genauer zum ergebnisoffenen Coaching.

Ein sehr guter Konstrukteur ist oft ein sehr schlechter Chef. Ein guter Leiter muss sich sehr oft von seinen fachlichen Fähigkeiten entfernen um erfolgreich zu werden. Er muss loslassen um tatsächlich frei zu sein für neue Aufgaben. Detailverliebte Abteilungsleiter, die sich am liebsten auf ihre Stärken konzentrieren und ihre Führungsfähigkeiten nicht weiterentwickeln, sind Gift für jedes Team. Das Peter-Prinzip läßt grüßen. Vielleicht hätte man den Posten lieber doch noch nicht annehmen dürfen und sich etwas mehr Zeit lassen sollen um mehr Kompetenzen zu sammeln. Wer zu früh kommt, hat auch ein Problem. Manchmal ist später besser. Niemand kann ein Dach decken, bevor der Keller stabil ist. Ausbauen geht immer, aber die Konstruktion muss stehen.

Es muss aber auch klar sein, dass der Chef eines Teams von Ingenieuren selbst Ingenieur sein sollte. Und zwar ein guter. Fachliche Schwächen sind mindestens genau so gefährlich, wie das Fehlen von Führungkompetenz. Personalabteilungen können ein Lied davon singen wie schwer es ist die passenden Leute zu finden. Von Teambildung einmal ganz abgesehen. Das wird oft erst dann versucht, wenn nichts mehr geht. Was das dann kostet, steht auf einem anderen Blatt. In vielen Fällen kostet es Millionen und viel zu oft kostet es das Unternehmen.  

Ergebnisoffenes, begleitendes Coaching könnte ein wirksames Werkzeug sein. Fragen Sie einfach den Coach Ihres Vertrauens! 

PC Blues – Drama Dreieck – Verfolger-Opfer-Retter


Sie hat sich einen neuen PC gekauft, weil der alte nicht mehr schnell genug war. Er hat sie dabei beraten. Er hat heruflich mit Computern zu tun. Sie sieht ihn als Spezialisten, der sich mit Computern auskennen muss. Er ist ERP-Spezialist.  PC interessieren ihn im Grunde nicht. Er hält das für pure Zeitverschwendung, sich mit der Einrichtung und Installation von PC-Programmen zu beschäftigen. Sie ist genervt von diesen PC, weil sie es für pure Zweitverschwendung hält, sich damit zu beschäftigen. Sie ist Fachärztin und eine ausgezeichnete Spezialistin auf ihrem Gebiet. Leider braucht sie einen funktionierenden PC für ihre Arbeit. Auch er hasst Windows PCs. Für ihn ist es ebenfalls pure Zeitverschwendung, sich mit der Konfiguration von PC zu beschäftigen. Er erklärt ihr, dass er ihr nicht wirklich helfen kann. Ein PC Spezialist sei er nicht. 

Sie erklärt ihm, dass sie enttäuscht sei. Er sei doch schließlich der IT Spezialist und wenn er nicht einmal so ein lächerliches Gerät wie einen PC beherrschen würde, dann würde sie nicht verstehen, was für eine Art Spezialist er sei. Die Stimmung heizt sich auf. Er fühlt sich falsch verstanden und geht in die Defensive. Natürlich weiß er, besser als andere, wie das alles funktioniert, aber ein PC und insbesondere ein neuer Windows PC ist eine ganz spezielle Sache. Natürlich hat er keine Zeit sich mit unwichtigen Details herumzuschlagen. Er kennt das Spiel bereits seit Jahren und kann die Argumentation nachvollziehen, will sich aber nicht in Zugzwang bringen lassen. Er kennt den Satz von unwissenden Leuten, der mit „Das verstehe ich nicht…….!“ beginnt. Natürlich verstehen die das nicht! Aber das darf man natürlich nicht laut sagen. Der Konflikt ist vorprogrammiert. Er lebt bereits sein ganzes Leben mit dem Versprechen der Industrie, dass beim nächsten Update alles viel besser werden wird. Er kennt das Geschäft viel zu gut um noch daran zu glauben. Alles wird anders werden. Das stimmt! Aber besser? Was haben sich die Microsoft Leute dabei gedacht, als sie Windows 7 durch das unsägliche Windows 8 ablösen?  Warum konnten die nicht einfach die Bedienungsoberfläche von Windows XP oder Windows 7 so lassen? Die meisten Nutzer wollen das genau so haben. Features kann man so verstecken,  dass man sie findet, wenn man sie braucht. Aber worüber regt er sich denn auf? Im Grunde regt es ihn seit Jahren auf, dass jedermann glaubt ein Spezialist in Sachen IT zu sein, nur weil er einen PC bedienen kann oder zumindest glaubt, es zu können. Aber das ist ein anderes Thema. Vermutlich braucht er inzwischen einen Psychologen. Immer wenn der Satz „Das verstehe ich nicht…….“ auftaucht, fühlt er sich in Erklärungsnot. Er weiß längst genau, wie das ausgeht. Er wird nicht wirklich verstanden, wenn er versucht zu erklären,  warum ein IT Spezialist nicht viel mit PC und Grafikkarten und Spielen am Hut hat. Es gibt da eine Menge Laien, die das anders sehen. Gegen die hat er keine Chance. Er muss sich einfach eine andere Strategie ausdenken. Aber was kann er tun? Einmal PC Spezialist – Immer PC Spezialist.  Der nächste Konflikt ist vorprogrammiert.  Der Coach in ihm kennt einen möglichen Ausweg. „…….ich war mal PC Spezialist,  bis ich keine Lust mehr hatte mich mit diesem Schrott zu beschäftigen………“ Darüber kann er wirklich reden. Er ist sozusagen ein Spezialist in Sachen PC Blues. Ein Heizung&Sanitäter Spezialist hat es einfacher. Der kann sich auf Heizungen spezialisieren. Für das WC sind andere zuständig……….

 

Choleriker – Was ist das?


Deutsch: Skulptur „Choleriker“ der „Vier Tempe...

Deutsch: Skulptur „Choleriker“ der „Vier Temperamente“ nach Gottfried Knöffler, Südwestposition im nördlichen Rondell des Schlossgartens im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde). Kopie von Rolf Winkler und Heinz Worner aus dem Jahr 1960. (Photo credit: Wikipedia)

Immer wieder finden Menschen über Suchbegriffe wie “Choleriker heilen” oder “sind Choleriker krank” auf meinen Blog. Das Thema ist überraschenderweise der absolute Hit. Das hätte ich so nicht gedacht. Fakt ist, dass viele unter unberechenbaren und psychisch labilen “Dampframmen” leiden. Kaum jemand versteht, warum sich ausgerechnet die Gruppe der als Choleriker wahrgenommenen Menschen oft in den Führungsetagen durchsetzen können. Geringe Emphatie ist vielleicht eine Voraussetzung um Entscheidungen zu treffen, die sich negativ auf ganz reale Menschen auswirken werden. Bei Entlassungen darf man nicht über die Konsequenzen für die einzelnen Betroffenen nachdenken.
Aber stimmt es tatsächlich, dass Choleriker erfolgreicher sind als andere Menschen? Vielleicht sind sie nur unüberhörbar und unübersehbar. Ein ruhiger, ausgeglichener Chef passt nicht in das Bild eines durchsetzungsfähigen Machers. Was ist also dran, an unserem Bild vom wütenden Choleriker?

Eigentlich kann man alles bei WIKIPEDIA nachlesen. Der Begriff Choleriker stammt aus dem altgriechischen. Bedeutung deutsch „Galle“. Die moderne Krankheitsklassifikation ICD 10 kennt „cholerisch“ nicht als Krankheitsbild.

Das was wir heute allgemein unter einem cholerischen Menschen verstehen, ist das Zusammentreffen eines extravertierten Menschen und emotionaler Instabilität. Choleriker sind emotional instabile, nach aussen gewandte Menschen. Als Choleriker gelten allgemein unausgeglichene, jähzornige Menschen, die zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigen.

Extravertierten Menschen ohne emotionale Instabilität wird eine Reihe von positiven Eigenschaften zugewiesen. Sie gelten als willensstark, furchtlos und entschlossen. Sie „haben Biss!“. Sie wissen genau was sie wollen und holen es sich. Das macht diese Gruppe an sich zu natürlichen Führungspersönlichkeiten. Das Problem sind die Phasen der emotionalen Instabilität. Im Coaching kann genau auf dieses Thema eingegangen werden. Ob die emotionale Instabilität bereits pathologisch, also krankhaft ist, findet ein psychologischer Berater heraus. Wenn eine krankhafte Veränderung festgestellt wird, oder sich der Verdacht verhärtet, muss ein Coach das Coaching unterbrechen und den Klienten darauf aufmerksam machen, dass er einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen sollte. Ein Coach darf nicht heilen, wenn er keine Prüfung als Heilpraktiker absolviert hat. Viele Coaches denken über eine Heilpraktikerausbildung nach. eine sehr gut in der Praxis anwendbare Möglichkeit ist eine enge Zusammenarbeit mit Psychiatern und Ärzten. Ein guter Coach hat keine Berührungsängste mit dieser Gruppe zusammenzuarbeiten. Er wird sehr schnell alle Vorurteile beiseite schieben und durch Qualität überzeugen. Zurück zum Thema Choleriker. Wie wir schon festgestellt haben, gibt es den Choleriker eigentlich nicht. Jeder Mensch ist anders. Es ist sehr wichtig, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln, die in der Lage ist in jeder Situation angemessen zu agieren. Psychische Verhaltensstörungen sind immer an den Rändern zu finden. Unbegründete Euphorie oder Depressionen oder dar der schnelle Wechsel dieser Gefühlszustände ist ein ernstes Zeichen für eine Störung. “Himmelhoch jauchzend” oder “Zu Tode betrübt” ist innerhalb der Norm. Wenn sich jedoch der Normalzustand nicht mehr einstellt, dann wird es Zeit einen Arzt aufzusuchen. Psychologische Berater können dabei helfen, heilen dürfen sie nicht.