Coaching für Mitarbeiter


Coaching für Mitarbeiter

Unternehmer müssen sich heute Herausforderungen stellen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Ich rede ganz bewusst nicht von Problemen, denn es handelt sich nicht um unlösbare Aufgaben, sondern um Themen, die man in den Griff bekommen kann. Vorausgesetzt, man findet die richtigen Ansatzpunkte um den Hebel anzusetzen.

Ich arbeite seit einigen Jahren mit Coaches zusammen, die im Bereich Karrierecoaching und Integrationscoaching viel Erfahrung gewonnen haben. Wir haben insbesondere mit der Agentur für Arbeit und regionalen Jobcentern zusammengearbeitet. Unsere Coaches haben fast durchweg einen akademischen Hintergrund.

Bei Supervisionen tauschen wir uns über anonymisierte Fälle aus. So bleiben wir auf dem neuesten Stand und finden immer die richtigen Werkzeuge um für unsere Klienten sehr effektiv zu arbeiten.

Ich selbst habe schon in Unternehmen gecoacht. Ein Auftrag führte mich vor einiger Zeit in die IT-Abteilung einer Bundestagsfraktion.

Ich bin davon überzeugt, dass begleitendes Coaching in Unternehmen eine enorme Ressource darstellt.
Sie werden lachen, aber immer mehr ernst zu nehmende Unternehmen beschäftigen heute sogenannte Feelgood-Manager. Wir arbeiten mit einem ausgewählten Coach-Pool für Unternehmen, die unabhängige, freiberuflich tätige Coaches bevorzugen. Das hat eine Reihe von Vorteilen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Sie wissen genau, welche Vorteile das sind.

Aber warum sollten Sie einen oder mehrere Coaches in Ihrem Unternehmen einsetzen? Was bringt das? Und: Funktioniert das tatsächlich?

Finden Sie es heraus! Ich bin gerne bereit Sie zu besuchen und über ganz konkrete Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen zu sprechen. Das beginnt bei der Mitarbeiterzufriedenheit und endet nicht zuletzt bei der Senkung von Ausfallzeiten.

 

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Unternehmen sind nicht demokratisch


Man kann es drehen und wenden. Eins ist FAKT: In Unternehmen gibt es keine Demokratie

In den meisten Unternehmen gilt die Entscheidung des Geschäftsführers, Inhabers oder des CEO. Das war eines der ersten Erkenntnisse, die ich in den frühen 1990ern lernen musste. Insofern war nach der Wende alles beim Alten geblieben. Nur die Vorzeichen hatten sich geändert. Das System der Marktwirtschaft war eindeutig leistungsfähiger als das der Planwirtschaft. Wobei mir von Anfang an klar war, dass Planwirtschaft nicht automatisch eine Katastrophe sein musste. Wir sehen heute in China, dass es keinen zwingenden Grund gibt, die Planwirtschaft als alleinigen Grund für den wirtschaftlichen Niedergang in der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten zu sehen. Das Problem der Planwirtschaft und der politischen Nomenklatura war ein völlig anderes. Bei einer besseren Auswahl der Verantwortlichen durch Qualifikation, Bildung und Assessments wäre es vermutlich anders gelaufen. Natürlich spielen auch Beziehungen eine große Rolle. Das ist immer so. So wie es in der Geschichte gute und schlechte Herrscher und Könige gab, gibt es in der Wirtschaft gute oder schlechte Leiter oder Führungskräfte. Ich bin davon überzeugt, dass Demokratie in der Gesellschaft ein Garant für einen möglichen Wechsel bei den nächsten Wahlen ist.

Ab und zu muss ich darüber schreiben. Ich war 27, als alles anders wurde und ich habe noch bewusst erlebt, wie es vor der Wende war. Allerdings hatte ich das Privileg schon damals mit modernster IT umgehen zu können. Außerdem hatte ich kluge und leistungsfähige Kollegen, die gesellschaftlich sehr kritisch und fachlich sehr gut aufgestellt waren. Für mich war es genau der richtige Zeitpunkt, als die Mauer fiel. Und ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukam. Ich wusste nicht einmal, was der Begriff Mehrwertsteuer bedeutet und warum man die Mehrwertsteuer abziehen kann. Es gab viel zu lernen und ich war einfach froh einen guten Job zu finden und nicht arbeitslos zu werden. Der kaufmännische Geschäftsführer des Unternehmens kam aus dem Westen und eine der ersten Lektionen die ich aufmerksam lernte, war die, dass es in Unternehmen keine Demokratie gibt. Es muss eine Führungsentscheidung geben und alle Versuche von untergeordneten Mitarbeitern dem Chef das Leben schwer zu machen oder ihn gar in Frage zu stellen, kam bei den übergeordneten Chefs im Konzern überhaupt nicht gut an.

Das ist alles kein Problem, wenn der Chef, die Chefin, tatsächlich immer und überall die richtigen Entscheidungen treffen können. Aber sie sind Menschen und machen Fehler. Sie sind mächtige Menschen, die mächtig große Fehler machen können. Das ist dann wirklich ein Problem. Wenn man gewohnt ist, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, spielen Tatsachen nicht mehr die wichtigste Rolle. Also muss man irgendwie versuchen aus den vorliegenden Zahlen etwas zu machen.

ERP-Systeme geben einen relativ guten Überblick darüber, wo das Unternehmen gerade steht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie die Entwicklung war und ein vorsichtiger Forecast zeigt sogar den Auftragsbestand und den Cash-Flow, den Wert des Unternehmens. Die allerwichtigste Ressource, die Menschen in einem Unternehmen, ist allerdings immer noch ein sehr unbekanntes Wesen. Psychologen und HR-Manager können ein Lied davon singen.

Also muss man aus dem Bauch heraus entscheiden und am Ende ist es oft der Chef eines Unternehmens, der die letzte Unterschrift leistet. Wenn bei einer Personalentscheidung irgendwelche Zweifel vorhanden sind, dann zieht sich die Sache hin und kann am Ende sogar noch platzen.

Ich wünsche mir gute und verantwortungvolle Führungspersönlichkeiten, die eine gute Kinderstube und eine gute Ausbildung genossen haben. Ausserdem wünsche ich mir die Weisheit dieser Personen sich professionell coachen zu lassen. Die Begleitung durch einen erfahrenen Coach ist aus meiner Sicht immer das beste Zeichen von Autorität und Führungsverantwortung. Der Coach beeinflusst keine Entscheidungen, aber er macht den Auswahlprozess transparent und professionell. Ein Coach ist immer die richtige Wahl. Ich kenne Unternehmen, die haben die besten Coaches des Landes unter Vertrag. Ob sich die Führungspersönlichkeiten regelmäßig coachen lassen?

 

 

Populisten – Verführer der Massen


Populisten – Verführer der Massen

Ein Lese-Tipp: Gustave Le Bon – Die Psychologie der Massen.
Le Bon erlebte 1848 die Krisenzeit der Februarrevolution und der Kommune von 1871, beide Ereignisse hatten auf sein Werk offenbar eine zentrale Wirkung. Nach einem Medizinstudium wurde er 1870 Militärarzt und betrieb ab 1881 auf verschiedenen Reisen unter anderem nach Nordafrika und Indien völkerkundliche Studien, in deren Verlauf er zwischen 1881 und 1891 mehrere einschlägige Werke veröffentlichte, in denen er sich mit Anthropologie, Archäologie und Ethnologie beschäftigte und Untersuchungen über Materie und Energie anstellte, wobei er eigens Aufzeichnungsgeräte entwickelte. Es folgten zwischen 1894 und 1903 weitere Studien über Völker, Gruppen und Massen, darunter sein Hauptwerk Psychologie der Massen (1895), das ihn zum einflussreichen Soziologen seiner Zeit machte. /WIKIPEDIA 26.06.2016/

Es ist aufschlussreich, wie messerscharf Le Bon bereits vor über 100 Jahren Entwicklungen vorausgesehen hat, die später im 20.Jahrhundert eine furchtbare Wirkung entfalteten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die großen Verführer dieses Werk kannten und kennen. Für Demokraten ist dieser Stoff auch sehr empfehlenswert. Politiker sollten Le Bon kennen und die Psychologie der Massen beherrschen. Das bedeutet, dass sie wissen sollten, dass man nicht nur Macht und Wissen haben darf, ohne das Volk mitzunehmen, ihm aufs Maul zu schauen und zu erklären was man und warum man etwas tut. Es ist eine Pflicht für Politiker genau das zu tun. Und darauf sind sie nicht wirklich vorbereitet. Es gibt keinen Führerschein für führende Politiker. Warum eigentlich nicht? Wenn ein begabter Populist schreienden Unfug mit demagogischem Geifer von sich gibt, dann braucht es einen Gegenpart, der ihn entlarvt und  auf seinem Gebiet schlägt.
Zum Glück haben wir die heute-Show und NUHR und Kollegen um ganz POLITICAL UNCORRECT die Wahrheit zu sagen indem man sie anarchistisch und humorvoll konterpunktiert.

Im Übrigen sollte es verboten werden, falsche Behauptungen und Lügen in die Welt zu setzen. Aber das ist ein frommer Wunsch. Ich weiß es doch. Die Brexit-Demagogen können in der Zukunft nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden, womit sie das Volk betrogen haben. Sie werden am Ende auch nur Politik auf Augenhöhe machen können. Das wird nicht besser. Soviel ist klar. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Populisten sind Menschen, die kaum eine andere Meinung gelten lassen. Sie haben keine Empathie und sie sind meist egozentrisch und narzisstisch veranlagt. Sie sind laut und ungeduldig. Womit wir wieder bei diesen unangenehmen Cholerikern wären.

Also, liebe Politiker. Die Aufgabe ist klar. Macht einen Führerschein für das Führen und schaut dem Volk auf den Mund. Nehmt euch die Demagogen vor, nehmt sie rhetorisch auseinander und erklärt den Leuten, was ihr macht und warum ihr es macht. Erklärt uns auch, was für eine Vision euch treibt und warum ihr diese Pläne (noch) nicht umsetzen könnt. Erklärt es uns! Und überlasst uns nicht begabten Verführern, die genau die Fragen stellen, die Ihr uns nicht beantworten wollt, oder könnt und Antworten liefern, die in den Abgrund führen.

Exit aus Europa ist schreiender BLÖDSINN. Ein besseres Europa muss neu gedacht werden. Das ist ein permanenter Prozess. Das sollte doch möglich sein. 

Tipp für Coaches – BIOGRAFIEARBEIT


Tipp: Lasse Dir den Lebenslauf Deines Coachee erzählen

Ich habe beruflich oft mit Lebensläufen und inbesondere mit Brüchen in der Biografie zu tun. Der Lebenslauf eines Klienten, von ihm selbst erzählt verrät vieles über seine Persönlichkeit, seine Ängste und seine Ziele. Es ist oft angebracht, den Klienten darauf anzusprechen. Natürlich nicht in jedem Kontext. Wenn es nur darum geht, ein Ziel zu erreichen und die Meilensteine und Schritte bis dahin zu erarbeiten, dann muss man nicht alles über den Klienten wissen. Im Grunde braucht ein Coach gar nichts über den Klienten wissen. Das Coaching kann trotzdem sehr passend und erfolgreich sein. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Der Lebenslauf ist ein Werkzeug, mit dem man gut arbeiten kann, weil es das Selbstbild des Klienten gut widerspiegelt.

Ich hatte gerade einen Klienten, der mir von seinen sehr zeitigen Führungsaufgaben und -Positionen berichtete und gleich anmerkte, dass er damals noch nicht so weit gewesen sei um  das gut auszufüllen. “Ich bin manchmal sehr  cholerisch und ungeduldig. Habe aber gelernt, dass man das in einer Führungsposition nicht so gut gebrauchen kann….” Hut ab! Der Mann hatte mehr Persönlichkeit als manch ein altgedienter Choleriker-Chef, der mir in meinem Leben über den Weg gelaufen oder von denen ich gehört habe. Und es waren viele!
Wenn jemand eine Kündigung hinnehmen musste, dann ist das durchaus ein interessanter Ansatz. Wie hat unser Coachee auf dieses Ereignis reagiert? Wie sah er es damals? Wie sieht er es heute? Wie wird das Ereignis für ihn in 10 Jahren aussehen?

Die meisten von uns haben so etwas erlebt. Eine Trennung. Den Verlust des gewohnten Arbeitsumfeldes. Den Verlust eines lieben Menschen. All das sind Themen in denen die Aufforderung des Coach immer: “Erzähl mir darüber!”, lauten kann. Und dann “Erzähl mir mehr! Und was ist dann passiert….?”

Manchmal muss man einen Menschen nur kurz anstoßen und er erzählt alles, was ihn bewegt und wovor er Angst hat. Das ist die Landkarte auf der sich der Coachee bewegt. Das ist sein Leben, seine eigene Anschauung von der Welt. Und jeder hat eine andere.

Eine gute Vorbereitung ist es, wenn man vor dem Coaching einen Lebenslauf von seinem Kunden erhält. Da steht alles drin und wir können ansetzen. Offene Punkte füllen wir durch Fragen aus. Wer waren die Eltern? Fragen zu Geschwistern. Freunden, Verwandten und Bekannten. In welchem Umfeld bewegt sich der Klient? Ist er aktiv in einer Kirchengemeinde? Hat er Hobbys? Was macht er/sie in der Freizeit?

Ein junger Mann wollte mir eine eMail Adresse nicht verraten. Er hätte zwar eine, aber die wäre nur für sein Leben an der Konsole gedacht. Einen Internetzugang bräuchte er nicht, weil er ab und zu bei seinen Eltern sei. Bewerbungen würde er generell per Brief oder persönlich erledigen. Ich hielt mich zurück und verkniff mir eine Diskussion über sein offensichtliches Desinteresse ausserhalb seiner Spielewelt. eine GMAIL Adresse wäre zwar die Idee des Tages, aber wenn er kein Interesse daran hat, dann bin ich neugieriger auf die Welt die er mir vermutlich näherbringen wird. Das ist die Welt in der er lebt. Für mich ist völlig klar, warum jeder Mensch eine eMail-Adresse  braucht. Für ihn nicht. Das ist interessant. Ich bin neugierig auf eine Welt ohne eMail Adresse.
Vermutlich muss ich ihm ein elektronische Postfach in seiner Spielewelt einrichten. Gibt es eigentlich eine Post in der World of Warcraft? Vielleicht Boten. Mal sehen ob man denen eine eMail Adresse verpassen kann…..

Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie


Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie

Mit der Dissoziationstheorie werden Einstellungsänderungen und Verhaltensänderungen erklärbar. Lernprozesse werden durch kognitive Dissonanz angetrieben.

Ein Blick in WIKIPEDIA ergibt folgende Definition:
Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten –, die nicht miteinander vereinbar sind. (Weiterführende Informationen sind leicht zu finden und sollen nicht Bestandteil dieses BLOG-Artikels sein)

kognitivedissonanz
Beispiel:
Ein Projektmitarbeiter stört den Projektablauf. Er spricht negativ über den Zeitplan, die Meilensteine und über die Organisation. Er versucht korrekt zu arbeiten, befindet sich aber im permanenten inneren Widerspruch. Seine Einstellung zum Team, zum Projekt und den Zielen des Projekts und sein Verhalten stimmen ganz und gar nicht überein.

Spätestens hier wird ein Eingreifen des Projektleiters erforderlich. Er hat zwei Optionen: Entweder er trennt sich kurz und schmerzlos von diesem Mitarbeiter und entfernt ihn aus dem Team, oder er versucht den Mitarbeiter zurück ins Team zu holen. Das kann zunächst einmal im Aufzeigen der Dissonanz erfolgen. Der Teamleiter kann ein Vier-Augen-Gespräch suchen und dem Mitarbeiter auf die auftretende Störung aufmerksam machen. Wenn der Mitarbeiter Bereitschaft einer weiteren Mitarbeit signalsiert, dann ist es Zeit, dem Mitarbeiter Verantwortung für die Formulierung von Meilensteinen und Zielen zu übertragen. Je mehr es dem Mitarbeiter gelingt sich mit dem Projekt zu identifizieren und seine Einstellung zu verändern, um so erfolgreicher wird er in Zukunft bei der Projektarbeit sein. Bei einem Projekt geht es nie um das Große, Ganze, sondern um professionelles Abarbeiten von Teilaufgaben und deren Beurteilung. Wenn ein Mitarbeiter Probleme mit dem Ziel des Projekts hat und nicht mehr in der Lage ist, an diesem Projekt mitzuarbeiten, dann muss dieser Mitarbeiter das Projektteam verlassen.

Konflikte in Teams können sehr gut durch externe Kommunikationsprofis bearbeitet werden. Teamcoachung und Einzelcoaching sind eine gute Möglichkeit und Störungen zu erkennen, zu thematisieren und zu lösen.

Der Zorn des Chefs


Der Zorn des Chefs – kein cholerischer Anfall

Nicht jeder Chef, der auf Grundlage von wiederholtem Fehlverhalten von Mitarbeitern ausflippt, ist ein Choleriker. Es ist leider so, dass viele Mitarbeiter ohne Druck nicht ordentlich arbeiten. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Es ist unerträglich zu erkennen, dass die Fortschritte von Assistenzärzten sich über die Freiertage in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Die Berichte, die über die Feiertage geschrieben wurden, sind eine einzige Katastrophe! Es ist zum Verzweifeln! Der Frust steigt und es genügt eine kleiner Auslöser um den Chef zur Explosion zu bringen. Das hat nichts mit einem cholerischen Anfall zu tun. Das hat sehr viel mit Streß und Frust zu tun.
Diese Chefs müssen nicht zwingend Chloleriker sein. Gestreßten Oberärzten und Chefärzten kann geholfen werden. Bei dieser Personengruppe liegt keine psychische Störung vor. Eine Psychotherapie und insbesondere eine tiefenpsychologische Behandlung wäre völlig fehl am Platze.
Eine niederschwellige therapeutische Beziehung – ein Coaching – kann helfen. Unkontrolliertes Ausflippen kündigt sich an und kann durchaus kompensiert werden.
Was spüren Sie bevor der “Anfall” kommt? – Keine Angst, es handelt sich nicht um einen Anfall im klassischen Sinne. Sie sind nicht krank! Aber nun konzentrieren Sie sich auf ihre Gefühle, körperliche Reaktionen, Schweißausbrüche, Zittern, Blutdruck, Klingeln in den Ohren, etc. Woran denken Sie, wenn sich diese ärgerlichen Vorfälle häufen? Haben Sie es nicht schon “gewusst”, bevor Sie das Büro betreten haben? Haben Sie es nicht sogar über die ganzen Feiertage geahnt? Hat es Sie nicht die ganze Zeit beschäftigt?

Das Überwinden von scheinbar unkontrollierten Wutausbrüchen gehört zu den Möglichkeiten klassischer Verhaltenstherapie. Wenden Sie sich an einen guten Coach, der Erfahrung und Fähigkeiten in dieser Richtung hat und über eine entsprechende Methodenkompetenz verfügt. Durchbrechen Sie das Spiel, das lange vor dem Ausbruch von Problemen begonnen hat. Streß scheint bei dieser Berufsgruppe dazu zu gehören. Überarbeitung ist an der Tagesordnung. Natürlich können Sie selbst erkennen, wo die Probleme angesiedelt sind. Aber glauben Sie mir: Sie fahren deutlich besser, wenn Sie einen geeigneten Gesprächspartner haben, der ein professionelles Gespräch mit ihnen führen kann und eine Schweigeverpflichtung anbieten kann. Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden. Beim Coaching ist das ausdrücklich nicht der Fall.

Coaching – It’s social!


Coaching ist auch Sozialarbeit. Es geht hier um Interaktion mit dem sozialen Umfeld von Menschen. War es früher üblich, nur in marktwirtschaftlichen Kategorien zu denken, so wird das in Zukunft nicht mehr funktionieren. In naher Zukunft werden Automaten, Roboter und Computernetze alles das tun, was wir bisher mit menschlicher Arbeit leisten mussten. Am Ende steht eine Frage: Wozu?  Wo steht der Mensch? Ist er nur ein Rädchen in einem großen Räderwerk? Das Bild von Charly Chaplin in MODERNE ZEITEN drängt sich geradezu auf. Eigentlich läuft doch alles sehr gut. Die Produktivität von Maschinen, Robotern und Automaten stieg in den letzten 25 Jahren unglaublich stark an. Menschen werden von Arbeit befreit. Ein uralter Traum wird Wirklichkeit. Und wir sind überhaupt nicht darauf vorbereitet.

Es gibt viele Ansätze, wie die Zukunft aussehen wird. Eines ist klar: Wenn wir nicht im sozialen Chaos enden wollen, müssen wir neue Regeln aufstellen und konsequent verfolgen. Der Staat und die Gesellschaft haben viel zu tun. Wir brauchen mehr als nur Gelderwerb um als Gesellschaft zu funktionieren. Adam Smith wird nicht abgeschafft. Natürlich bleibt es immer das persönliche Interesse von Individuen zuerst etwas für sich selbst zu tun. Aber wir müssen begreifen lernen, dass teilen tatsächlich verdoppeln bedeutet und dass Investition in  den Nächsten immer eine Bereicherung bedeutet. Ohne jetzt nahtlos in die Seelsorge abzugleiten, kann jeder deutlich erkennen, dass teilen verdoppeln bedeutet. Es ist ganz einfach und klar erkennbar, wenn wir uns ein einfaches Beispiel vor Augen führen. es ist die kleinste Zelle der Gesellschaft, die wir uns immer wieder vor Augen führen können. Eine liebevolle Beziehung von Mann und Frau kann nur funktionieren, wenn sie alles miteinander teilen und so alles vervielfältigen. Gemeinsam. Ein Hohelied auf die Liebe, wenn wir es so sehen wollen. Sie ist eine wunderschöne Frau, die ihn liebt. Sie schenkt sich ihm und er gibt ihr alles, was sie erwartet. Er sagt ihr, wie glücklich er ist und sie ist stolz auf ihn. Er ist stolz auf sie, weil sie sehr erfolgreich und selbstbewusst ihn ihrem Job ist. Und er ist glücklich, weil sie ihn liebt. Das macht ihn stolz und glücklich. Sie macht ihn zu einem stolzen und selbstbewussten Mann. Die Angst vor der Zukunft verfliegt, weil sie wissen, dass alles möglich ist, solange die Liebe da ist. Man gibt etwas von sich und erhält viel mehr zurück. Man gibt mehr von sich und erhält viel mehr als man jemals erwarten konnte. Man gibt alles und bekommt ein Universum an Liebe. Wenn man anfängt etwas zurückzuhalten, wenn man egoistisch wird, dann stimmt etwas nicht. Man beschränkt seine eigenen Möglichkeiten, wenn man das tun würde. Ein Mann der von einer wundervollen Frau geliebt wird wäre ein kompletter Narr, wenn er nicht alles geben würde. Aber Vorsicht! In dem Moment, wo die Frau den Mann nicht wirklich liebt, wird es gefährlich. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Klinische Sozialarbeit setzt da an, wo die klassische Psychotherapie ihre Grenzen erkennen muss. Klare und vergleichsweise einfach strukturierte Fälle werden von der Psychotherapie behandelt. Komplexe Fälle landen bei der Sozialarbeit. Ein bekanntes Spannungsfeld tut sich auf. Klassische Sozialarbeit wird traditionell stark unterschätzt. Möglicherweise kann Coaching helfen, die unterschiedlichen Ansätze aufzunehmen und zu verbinden.

 

 

Wie man sich richtig trennt


Eine Trennung ist nicht das Ende. Es ist der Beginn einer neuen Qualität einer Beziehung.

Es gibt Institutionen die behaupten, dass eine Ehe unauflöslich ist und Trennung die schlechteste aller Lösungen sei. Es handelt sich hier um einen gefährlichen Irrtum. Menschen entwickeln sich unterschiedlich. Es gibt viele Gründe, warum man – eine einmal getroffene Entscheidung – das Ja! zu einem geliebten Menschen, ein ganzes Leben lang aufrechterhalten sollte. Ich werde jetzt mal ausnahmsweise ganz konservativ und spreche über die Vorzüge einer lebenslangen Partnerschaft. Ich stehe dazu. Das Konzept ist gar nicht so schlecht! Es ein gutes Lebenskonzept, an Familie und Ehe festzuhalten auch wenn es mal schwer wird. Mein Kind ist und bleibt mein Kind. Daran wird sich niemals etwas ändern. Eine Ex-Ehefrau wird immer zur Familie gehören. Es geht nicht anders. Niemand kann vor seiner Vergangenheit weglaufen.

Lange bevor es zu einer Trennung kommt, muss es möglich sein, über Trennung zu sprechen. Wer glaubt, dass es besser ist, nicht darüber zu reden, ist ein gefährlicher Scharlatan. Niemand, der als Berater, Mediator oder Seelsorger unterwegs ist, darf Ratschläge geben. Es muss immer über alles gesprochen werden, auch über eine mögliche Trennung. Trennung ist immer eine Option, auch wenn es noch so schwer scheint.

Ich habe viele Beispiele vor Augen, bei denen es für die Beteiligten heute noch unmöglich ist, nach einer Trennung, vernünftig miteinander zu sprechen. Die Ursachen sind unterschiedlich, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Es ist die Unfähigkeit der beteiligten Personen, den Partner tatsächlich zu akzeptieren. Eine schief gelaufene Trennung ist nichts anderes, als die Fortführung eines lange schwelenden Konflikts. Wenn Menschen sich trennen, dann ist das eine logische Konsequenz von Ursachen, die schon lange vor der Trennung, vorhanden waren.

Auf die Frage, wie man sich richtig trennt, gibt es keine einfache Antwort. Ich denke, niemand von Ihnen hat hier eine einfache Antwort erwartet. Ein Punkt ist mir sehr wichtig. Wenn sich eine Familie trennt, dann sollte man unbedingt aufmerksam und aufrichtig miteinander umgehen. Vielleicht braucht man einen Coach oder einen Moderator um eine Trennung zu verhindern. Wenn es zur Trennung kommt, dann braucht es auf jeden Fall einer intensiven Betreuung der beteiligten Personen. Es ist völlig verrückt: Trennungswillige Paare laufen zu Rechtsanwälten und geben sehr viel Geld dafür aus. Ein gute psychologische Beratung, eine Mediation und Supervision kann hier sehr viel sinnvoller wirken.

Punkt Eins: Niemand ist Schuld an der Situation.

Punkt Zwei: Nach der Trennung ist die Beziehung längst nicht vorbei.

Punkt Drei: Konflikte müssen klar benannt und besprochen werden.

Punkt Vier: Es ist nicht einfach. Es ist Arbeit. Aber sie muss getan werden.

Punkt Fünf: Versuchen Sie nicht die schlechten Seiten des Partners hervorzuheben, sondern die guten Seiten.

Punkt Sechs: Grundlage einer guten Beziehung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit – Grundlage einer Trennung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Punkt Sieben: Wenn wir mit Dritten über den Ex-Partner sprechen, dann verraten wir immer sehr viel mehr von uns selbst, als uns bewusst ist.

Fragen wir uns immer, was das Beste für unseren Partner, unsere Familie ist.

Kürzlich erzählte mir eine junge Frau, die sich von ihrem Ehemann getrennt hatte folgende Geschichte. Sie war zu Besuch in ihrer alten Heimat und traf sich ganz selbstverständlich mit ihrem Ex. Ihm war klar, dass sie nicht zu ihm zurückkehren würde. Aber er sagte ihr, dass er sehr glücklich sei, weil er wüsste, dass sie glücklich mit ihrer neuen Liebe sei. Er sah es ihr an und er ließ sie los. Ein wunderbares Beispiel, ein Vorbild, eine gelungene Trennung. Wie können wir jemals die hassen, die wir einmal geliebt haben?

 

Der inkompetente Chef


Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ohne dass man sie exakt so formuliert, lautet:

 

“Wie gehe ich mit meinem inkompetenten Chef um?” Im Coaching ist das der Punkt an dem ich mich ersteinmal zurücklehne und mir meinen Coachee noch genauer betrachte. Ich achte auf seine Körperhaltung und beobachte seine Kinetik. Es ist still in diesen Momenten. Ich suche direkten Augenkontakt und dann frage ich den Klienten, ob er mir erlaubt Fragen zu stellen. In diesen Frage steckt der Schlüssel zur Lösung aller Probleme.

 

“Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, dass Ihr Chef nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die Sie von einem Chef erwarten. Bitte beschreiben Sie das Aufgabenfeld Ihres Chefs und Ihr eigenes Aufgabengebiet.”

 

Ich verzichte hier auf Antworten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Chef nicht der Richtige ist, dann beantworten Sie einfach die Fragen und lösen die Aufgaben, die ich hier stelle. Sie sind der Coachee, der Klient und ich stelle einfach Fragen.

 

“Welche Aufgaben hat ein Chef in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen? Was muss er können? Schreiben Sie bitte die wichtigsten 10 Kompetenzen in eine Liste!”

 

“Wer aus Ihrer Abteilung könnte den Job des Chefs besser ausfüllen?”

 

“Was sind die positiven Eigenschaften des Chefs? Wo ist er wirklich gut? Was kann er aus Ihrer Sicht am besten?”

 

“Was würde sich ändern, wenn Sie Chef werden würden?”

 

“Was erwarten Ihre Kollegen vom Chef?”

 

“Was erwartet der Vorgesetzte vom Chef?”

 

“Was ist für das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden wichtig? Bitte schreiben Sie 10 Punkte auf!”

 

“Bitte entscheiden Sie sich, wo Ihre Chef die eben genannten Punkte erfüllt. Kennzeichnen Sie den entsprechenden Punkt mit einem Haken.”

 

“Bitte entscheiden Sie, an welchen Punkten Sie die eben genannten Punkte besser erfüllen würden, als Ihr Chef. Machen Sie ein dickes PLUS+ hinter den entsprechenden Punkt und ein PLUS++, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie es wesentlich besser machen können”.

 

“Bitte überarbeiten Sie Ihre Unterlagen und senden mir das ausführliche Ergebnis per eMail. Wir haben den nächsten Termin bereits vereinbart. Ich bin gespannt auf Ihre Ausarbeitungen!”

Freiheit


Ich spreche in letzter Zeit sehr häufig mit Menschen, die Angst davor haben ihren Job zu verlieren oder die,nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, Angst haben sich der neuen Realität zu stellen. In beiden Fällen spielt der Begriff Freiheit eine Rolle. Angst vor Verlust schränkt Freiheit ein. Eine gut bezahlte Stelle ist eine gefährliche Falle. Es ist unglaublich, was Menschen mit sich machen lassenoder sich selbst antun, nur um einen Job zu erhalten. Die Angst vor dem Verlust hat tiefere Ursachen, als meine Klienten es sich selbst gegenüber zugeben würden. Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für Angst, Depressionen und Burnout. Meist ist es eine lange Leidensgeschichte, die sich in einem Coaching vor uns ausbreitet. Letztendlich geht es immer um eingeschränkte Entscheidungsfreiheit. Der Blick verengt sich und fokussiert sich immer mehr auf ein einziges Ziel. Den Erhalt des gut bezahlten Arbeitsplatzes. Ich hatte mehrfach mit angestellten Geschäftsführern zu tun, die nicht einmal ein Semester BWL studiert hatten. Es sind Vertriebsleiter, Marketingspezialisten, Abteilungsleiter und EDV-Chefs die eigenartig vereint in einem einzigen Punkt sind. Es ist die Angst neu anzufangen und einen anderen Weg zu gehen. Sie haben ihre Freiheit verloren. Das ist der Punkt.

Wie kann man sich seine Freiheit erhalten? Es ist ganz einfach. Es gibt einen guten Weg um sich seine eigene Freiheit und die Freiheit seiner Mitarbeiter zu sichern. Es geht um Kompetenzen. Ich habe schon vor Jahren mit Mitarbeitern gesprochen, die nicht bereit waren Change Prozesse aktiv mitzutragen. Die unausgesprochene Frage schwebt immer im Raum:

¨Was habe ich davon?¨ ¨Was hat das Unternehmen davon?¨ – Meine Antwort ist immer wieder die selbe:


¨Jeder Mitarbeiter, der bereit ist sich weiterzubilden, auf den neuesten Stand zu halten und letztendlich etwas mehr für das Unternehmen zu tun, ist ein Mitarbeiter der auch von anderen Unternehmen gerne angestellt werden wird. Jedes Unternehmen muss ein Interesse an solchen Mitarbeiter haben und sollte sie entsprechend fördern.“


Ein weiterer Vorteil, für derart gut aufgestellten Mitarbeiter, ist eine Resistenz gegen jede Form von Mobbing. Ein kühl kalkulierter Wechsel des Arbeitgebers ist jederzeit möglich, wenn man sich seine berufliche Freiheit erhalten kann.  

Coach oder Therapeut


Google Anfragen, die auf meinen BLOG maccoach.wordpress.com führen:

 

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Es geht bei mir um Coaching und nicht um Therapie.

“Ein Coach ist niemals ein Therapeut.”

Wenn ein Psychotherapeut als Coach aktiv wird, dann ist das nicht verkehrt. Psychologen und Psychotherapeuten verfügen in der Regel über eine phantastische Ausbildung. Viele Wegbereiter des Coaching kommen aus dieser Richtung. Es gibt aber eine klare Abgrenzung. Ein Coach wird oft als “Psychologischer Berater” bezeichnet. Mit Psychotherapie hat das aber überhaupt nichts zu tun. Es gibt Überschneidungen zu angrenzenden Gebieten. Ich nenne nur einige, um zu verdeutlichen, was ich meine.

Supervision, Mediation, Seelsorge, Beratung, Training

In allen diesen Bereichen kann ein Psychologiestudium sinnvoll eingesetzt werden. Ich habe vor Jahren einmal einen ausgezeichneten Seelsorger kennengelernt, der promovierter Psychologe und Psychiater war. Der Mann konnte sich irgendwann kaum noch vor Anfragen von Kirchenmitgliedern retten, die nicht nur Seelsorge, sondern auch Expertenrat eines Psychologen suchten. Das zu trennen, ist keine leichte Aufgabe.

“Die Seelsorger (dieser) Kirche haben keine theologische Ausbildung. Neben ihren Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen sie ihren seelsorgerischen Auftrag ehrenamtlich. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, den ihnen anvertrauten Seelen Trost zu spenden.” (Zitat)

Natürlich greift man gerne auf Spezialisten zurück, die etwas von professioneller psychologischer Beratung und Psychologie verstehen. Selbstverständlich ist auch ein theologisches Verständnis grundlegend für eine Tätigkeit als Seelsorger in einer Kirche. Nicht zuletzt wirkt sich eine regelmäßige Weiterbildung in diese Richtung positiv auf den hohen Anspruch aus, “Seelen Trost zu spenden”.

Es ist tatsächlich eine enge Verwandtschaft zwischen Seelsorge und zum Beispiel Coaching zu erkennen. Ich habe bereits in meinem BLOG darüber geschrieben.  Ich habe keinen Grund mich als Kritiker irgendeiner Glaubensrichtung aufzuschwingen. Im Gegenteil. Glauben gibt Halt und Kraft im Leben.

Zurück zu den oben genannten Suchbegriffen und Themen. Wie man mit einem cholerischen Chef umgeht habe ich auch schon sehr oft thematisiert.

z.B. in “7 REGELN zum UMGANG mit einem Choleriker” – Regeln für den Umgang mit cholerischen Chefs

Die Frage, ob man Choleriker therapieren kann, vermag ich ebenfalls nicht als Coach zu beantworten. Ich habe beobachtet, dass Choleriker sehr oft in einer überaus bedauernswerten Situation stecken. Sie glauben, dass sie nicht anders handeln und denken können und lassen sich demzufolge immer wieder in der bewährten Art und Weise gehen. Es gibt viele Parallelen zwischen Cholerikern und Alkoholikern. Beide zerstören ihr gesamtes soziales Umfeld und niemand kann sie zwingen, sich helfen zu lassen. Im Gegenteil werden Menschen, die den Versuch unternehmen, zu helfen, oft ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Und es ist ganz deutlich und klar: Einen Choleriker und einen Alkoholiker kann man nicht coachen. Fragen wie: Können Sie bitte mal meinen Chef oder meinen Ehemann coachen? kann ich nur mit einem klaren Nein beantworten. Es kann sein, dass ein cholerischer Karrieretyp ein Coaching anstrebt. Spätestens bei der Frage, was seine Ziele sind und warum er einen Coach zu Rate zieht, wird deutlich, das Thema Choleriker keine Rolle spielen kann. Wir können gerne darüber reden und ich bin durchaus in der Lage zu erkennen, wie schwerwiegend das cholerische Problem ist. Wie dem auch sei – helfen kann und werde ich nicht. Da ziehe ich klare Grenzen.  Ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob es sich bei einem Choleriker tatsächlich um eine krankhafte Fehlentwicklung handelt. Es gibt auch Menschen, die bei jedem Anzeichen von Überforderung jähzornig reagieren. Jähzorn. Das ist ein Abwehrmechanismus, der zu Kurzschlußhandlungen führen kann, die im Nachhinein sehr bedauert werden.

Wo die Ursachen von cholerischen Verhalten zu finden sind, ist eine gute Frage. Psychoanalytiker sehen die Ursachen für Fehlverhalten fast immer in der Kindheit. Es ist oft einfach nur so, dass cholerische Ausbrüche sehr oft von der Umwelt verwundert aufgenommen werden und dem Choleriker schnell aufgeht, dass er Erfolg mit seinem Verhalten hat. Einen wütenden Menschen kann man ebenso wenig aufhalten wie einen wildgewordenen Stier. Man kann nur abwarten, bis die Wut verflogen ist. Nach dem Rausch kommt es – wie bei einem Alkoholiker – zum Kater danach. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt um mit einem Choleriker zu kommunzieren. Vermutlich sollte man diese Leute einfach in Ruhe lassen.

 

Coaching – Kommunikation mit allen Sinnen


Ein Coach kommuniziert auf mehreren Ebenen. Es geht nicht nur um das gesprochene Wort. Nonverbale Kommunikation beginnt immer mit dem Anpassen an den Gesprächspartner. Im Coaching und im NLP nennt man das Pacing. Ein guter Coach sammelt Informationen im nonverbalen Bereich. Sehr oft geht es vor allem um das, was nicht gesagt wird. Ein Coach muss sich regelrecht in seine Gesprächspartner hineindenken und hineinfühlen. In einer Gruppenaufstellung kommt es oft vor, dass sich ausnahmslos jeder Mitarbeiter positiv über das Unternehmen und den Chef äußert. Man hat das so trainiert und verinnerlicht, dass es als unprofessionell gilt, Kritik in diese Richtung zu lenken. Man sucht Ursachen für massive PerformanceProbleme und ist blind für ganz offensichtliche Dinge, die ein guter Coach auf Anhieb erkennen kann. Genau das ist der Punkt an dem man einen externen Coach einsetzen sollte. Und genau das ist es, was ich am besten kann. Das Zauberwort ist Emphatie. Ich erwähne das, weil es nicht selbstverständlich ist. Ein Grund mehr, darüber zu schreiben. Die Fragen, die sich Organisationen stellen, sind oft nicht ganz einfach in Worte zu fassen. Auf jeden Fall habe ich oft erfahren, dass es scheinbar unlösbare Probleme gibt, die nur durch radikale Schnitte oder durch vollkommen unkonventionelle Maßnahmen gelöst werden  können. Radikale Lösungen garantieren ebensowenig den erfolgreichen Umbau einer scheinbar zerrütteten Organisation,  wie es ein Coaching leisten kann. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass ein Coaching auf jeden Fall die sanftere und nachhaltigere Methode ist. Gruppencoachings beginnen bei mir immer mit ausführlichen Einzelgesprächen. Dabei geht es nicht so sehr um die mathematisch perfekte Auflistung von Informationen, Problemen und die exakte Bestimmung von Spitzen und Tälern. Menschen sind keine Roboter und sie kommunizieren keineswegs nur auf einer kühlen,  professionellen Ebene. Jeder Einzelne hat ein völlig individuelles Bild von sich und der Gruppe. Ich lege höchsten Wert auf das Vertrauen jedes Einzelnen und behandle jedes Gespräch vertraulich. Ich beobachte, wie etwas gesagt wird und ich erkenne genau, wann sich mein Gesprächspartner wirklich öffnet. Wenn ich beobachte, dass man mir etwas anderes vermitteln will, dann erkenne ich das ziemlich schnell. Auch hier ist häufige Praxis extrem wichtig. Aber nur durch Praxis und das Einstudieren von NLP- und Coaching Tools wird niemand ein Coach. Das reicht einfach nicht. Ein Wochenendseminar genügt auf gar keinen Fall um als Coach tätig zu werden.  Wenn man die grundlegenden Werkzeuge beherrscht, dann ist regelmäßige Praxis das A und O. Nicht umsonst verlangt die ICF – International Coach Federation – für eine Zertifizierung umfangreiche Nachweise der Praxis als Coach. Aber das ist ein anderes Thema. Heute geht es um nonverbale Kommunikation und die Kommunikation mit allen Sinnen. Augenkontakt ist extremwichtig, einfach unverzichtbar. Es ist unglaublich, was man in einem Gespräch erkennen kann, wenn man einfach nur den Augenkontakt aufrecht erhält. Das ist kein NLP oder Coaching -Tool, sondern einfach nur eine Fähigkeit, die jeder Berater beherrschen muss. jeder Klient spürt sofort, mit wem er es zu tun hat und entscheidet blitzschnell, ob er sich auf den Gegenüber einlassen kann, oder nicht. Ein Coach ist man erst, wenn man diese Fähigkeit besitzt. Wer das nicht beherrscht, wird auch nicht mit den aufwendigsten Taschenspielertricks als Coach arbeiten können.

Coach me – if you can!


„Na dann komm! Ich habe ein Problem. Coach mich!“ Mir fällt sofort der Untertitel dieses Blogs hier ein. COACH ME, IF YOU CAN!

Natürlich kann ich, aber was ist das Ziel dieses Coachings? Soll ich nur zeigen, was ich kann, oder ob ich ein guter Coach bin? Nein. Das wäre der falsche Ansatz. Die Frage ist tatsächlich, ob ich denke, dass ein Coaching angebracht ist. Ein Coaching kommt per Vertrag zustande. Ein Coach arbeitet nicht einfach so, ohne darauf zu achten, was dabei heraus kommen kann. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, dann geht es eben nicht. So einfach ist das. Wenn alles passt, kann Coaching durchaus ein sinnvolles Format sein. Einfach nur zu sagen: „Nun coach mich mal!“ funktioniert nicht.

Ein Coach ist in erster Linie ein Dienstleister. Prinzipiell kann jeder diese Dienstleistung auch irgendwie selbst erbringen. Man kann Bücher lesen oder ein Seminar über Führung,  Psychologie, Work-Live-Balance oder The Big 5 for Live oder über Neurolingustische Programmierung NLP besuchen. Prinzipiell kann jeder sich selbst coachen. Worauf es beim professionellen Coaching ankommt, ist die Zeit die man dafür benötigt um ans Ziel zu kommen. Ein Coach ist in erster Linie ein Mensch, der die notwendigen Werkzeuge beherrscht und dem man vertrauen kann. Ein Steuerberater ist dafür da in Sachen Steuern zu beraten und die Steuererklärung so schnell wie möglich und so vollständig wie nötig zu erstellen. Im Prinzip kann man das auch selbst erledigen. Aber warum soll man zu viel Zeit in so etwas investieren, wenn man das mit Geld schneller erledigen kann? Wenn man sein Haus neu einrichten will, dann kann man zum Baumarkt und zum Einrichtungsmarkt gehen und alles selber machen. Man kann aber auch einen professionellen Einrichtungsberater nutzen, der sich um alles kümmert. Wer der Meinung ist, es selbst besser erledigen zu können, der kann das gerne tun. Jemand der wirklich keine Zeit hat, fragt einen Berater.

Beim Coaching ist das ganz ähnlich. Selbermachen geht. Das nennt man Selbstcoaching. Das funktioniert mehr oder weniger gut und hängt vom individuellen Wissen des Einzelnen ab.

Ich habe eine interessante Beobachtung gemacht. Am Anfang glaubt fast jeder, dass er alles selbst erledigen kann. Nach einem erfolgreichen Coaching sieht das meistens ganz anders aus. Dann wird aus der unbewussten Inkompetenz – bewusste Inkompetenz und die Überzeugung, dass Selbermachen zu aufwändig und zu wenig zielgerichtet ist. Mit dem Coaching ist es wie mit einer guten Massage. Man kann alle möglichen Hilfmittel zur Hand nehmen um sich zu massieren, aber nichts ersetzt den professionell ausgebildeten Masseur oder Physiotherapeuten. Den Unterschied muss man einfach selbst feststellen.

Es gibt in den USA eine Reihe von Coachinglegenden, die ganze Hallen füllen. Ein persönliches Coaching bei diesen Leuchttürmen der Coachingszene kann leicht mehrere 1000 Dollar kosten. In Deutschland wächst die Coachingszene in letzter Zeit auch sehr schnell. Auch hier finden wir eine Reihe sehr erfolgreicher und bekannter Coaches.

Christopher Rauen, Sabine Asgodom, Boris Grundl, Daniel Schäfer – um nur einige Namen zu nennen.

Es gibt auch eine Reihe bekannter Persönlichkeiten, die sich eher der Mediation, Mentoring und Supervision zugehörig fühlen.  Wenn man diesen Leuten erzählen wurde, dass man das mit dem Coaching mal eben ausprobieren wolle, dann würden sie vermutlich freundlich lächeln und ein Wochenendseminar empfehlen. Thema: Coaching. Ziel: Erwerben eigener Coachingkompetenz, eine Art Coaching Pass. Darüber habe ich schon mal geschrieben und mir eine Menge Kritik geholt. Aber ich bleibe dabei: eine gewisse Grundkompetenz für ein Coaching braucht jeder. Es ist wie ein professionelles Mountainbiketraining für erfahrene Biker, die die Alpen überqueren wollen. Fahrradfahren müssen sie bereits können, sonst funktioniert das nicht. Wer in der Mathematik ANALYSIS betreiben will, muss die Grundrechenarten beherrschen und mit Brüchen umgehen können, sonst funktioniert das nicht. Genau so ist es mit dem Coaching. Ein Coachee ohne Grundkenntnisse kann mit einem ProfiCoach nicht viel anfangen. Er wird allenfalls beeindruckt sein, mehr passiert bei der ersten Begegnung möglicherweise nicht.

Das Motto dieses Bogs hier ist provokativ: “Coach me – if you can!”  – ist genau das, was viele Klienten von einem Coach erwarten. Aber darum geht es im Grunde gar nicht. Am Anfang muss geklärt werden, was Coaching ist und wie es funktioniert. Erst dann sollte man mit Coaching anfangen.

Choleriker – Was ist das?


Deutsch: Skulptur „Choleriker“ der „Vier Tempe...

Deutsch: Skulptur „Choleriker“ der „Vier Temperamente“ nach Gottfried Knöffler, Südwestposition im nördlichen Rondell des Schlossgartens im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde). Kopie von Rolf Winkler und Heinz Worner aus dem Jahr 1960. (Photo credit: Wikipedia)

Immer wieder finden Menschen über Suchbegriffe wie “Choleriker heilen” oder “sind Choleriker krank” auf meinen Blog. Das Thema ist überraschenderweise der absolute Hit. Das hätte ich so nicht gedacht. Fakt ist, dass viele unter unberechenbaren und psychisch labilen “Dampframmen” leiden. Kaum jemand versteht, warum sich ausgerechnet die Gruppe der als Choleriker wahrgenommenen Menschen oft in den Führungsetagen durchsetzen können. Geringe Emphatie ist vielleicht eine Voraussetzung um Entscheidungen zu treffen, die sich negativ auf ganz reale Menschen auswirken werden. Bei Entlassungen darf man nicht über die Konsequenzen für die einzelnen Betroffenen nachdenken.
Aber stimmt es tatsächlich, dass Choleriker erfolgreicher sind als andere Menschen? Vielleicht sind sie nur unüberhörbar und unübersehbar. Ein ruhiger, ausgeglichener Chef passt nicht in das Bild eines durchsetzungsfähigen Machers. Was ist also dran, an unserem Bild vom wütenden Choleriker?

Eigentlich kann man alles bei WIKIPEDIA nachlesen. Der Begriff Choleriker stammt aus dem altgriechischen. Bedeutung deutsch „Galle“. Die moderne Krankheitsklassifikation ICD 10 kennt „cholerisch“ nicht als Krankheitsbild.

Das was wir heute allgemein unter einem cholerischen Menschen verstehen, ist das Zusammentreffen eines extravertierten Menschen und emotionaler Instabilität. Choleriker sind emotional instabile, nach aussen gewandte Menschen. Als Choleriker gelten allgemein unausgeglichene, jähzornige Menschen, die zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigen.

Extravertierten Menschen ohne emotionale Instabilität wird eine Reihe von positiven Eigenschaften zugewiesen. Sie gelten als willensstark, furchtlos und entschlossen. Sie „haben Biss!“. Sie wissen genau was sie wollen und holen es sich. Das macht diese Gruppe an sich zu natürlichen Führungspersönlichkeiten. Das Problem sind die Phasen der emotionalen Instabilität. Im Coaching kann genau auf dieses Thema eingegangen werden. Ob die emotionale Instabilität bereits pathologisch, also krankhaft ist, findet ein psychologischer Berater heraus. Wenn eine krankhafte Veränderung festgestellt wird, oder sich der Verdacht verhärtet, muss ein Coach das Coaching unterbrechen und den Klienten darauf aufmerksam machen, dass er einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen sollte. Ein Coach darf nicht heilen, wenn er keine Prüfung als Heilpraktiker absolviert hat. Viele Coaches denken über eine Heilpraktikerausbildung nach. eine sehr gut in der Praxis anwendbare Möglichkeit ist eine enge Zusammenarbeit mit Psychiatern und Ärzten. Ein guter Coach hat keine Berührungsängste mit dieser Gruppe zusammenzuarbeiten. Er wird sehr schnell alle Vorurteile beiseite schieben und durch Qualität überzeugen. Zurück zum Thema Choleriker. Wie wir schon festgestellt haben, gibt es den Choleriker eigentlich nicht. Jeder Mensch ist anders. Es ist sehr wichtig, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln, die in der Lage ist in jeder Situation angemessen zu agieren. Psychische Verhaltensstörungen sind immer an den Rändern zu finden. Unbegründete Euphorie oder Depressionen oder dar der schnelle Wechsel dieser Gefühlszustände ist ein ernstes Zeichen für eine Störung. “Himmelhoch jauchzend” oder “Zu Tode betrübt” ist innerhalb der Norm. Wenn sich jedoch der Normalzustand nicht mehr einstellt, dann wird es Zeit einen Arzt aufzusuchen. Psychologische Berater können dabei helfen, heilen dürfen sie nicht.

Unechte Klienten und wie man damit umgeht


Oft stellt sich während des Coachings heraus, dass ich es mit einem unechten Klienten zu tun habe. Das ist wohl auch der Grund der mich nach einem Coaching-Pass für Klienten fragen lässt. Es macht einfach keinen Sinn, sich mit Menschen herumzuschlagen, die im Grunde kein Interesse an einem echten Coachingprozess haben. Es ist eine Tatsache, dass es sich bei den meisten Coachees zu Beginn des Prozesses um unechte Klienten handelt. Ich versuche dann in der Regel spätestens beim dritten Treffen das Coaching einvernehmlich zu beenden. Oft sind die Klienten dann enttäuscht. Sie haben sich gerade daran gewöhnt mit einem Coach zu arbeiten und plötzlich wird ihnen klar gemacht, dass sie sich bisher nicht sonderlich produktiv verhalten haben. Unechte Klienten outen sich oft durch Forderungen an den Coach. Manchmal versuchen sie auch, das Coaching-Gespräch zu unterbrechen und den Coach aus dem Konzept zu bringen. Ich weiß nicht, was sie damit bezwecken wollen. Im Grunde schaden sie nur sich selbst. Spätestens wenn sich herausstellt, dass der Klient im Grunde überhaupt keine Veränderungen anstrebt, sondern nach Selbstbestätigung strebt, ist es Zeit den Coaching-Vertrag zu beenden.

Für den erfahrenen Coach ist das kein Problem. Kollegen, die neu in dem Geschäft sind, werden bis zum bitteren Ende versuchen, den Prozess in Gang zu setzen. Das ist der falsche Weg! Ich bin für die klare Kante und spreche das auch eindeutig an. “Ich habe wahrgenommen, dass wir nicht ins Coaching kommen. Ich bitte Sie sich folgende Fragen nochmals vor Augen zu halten und für sich zu beantworten. Ich schlage Ihnen vor, das Coaching zu beenden und bin bereit zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu zu beginnen.” Dann lege ich dem Klienten einen Arbeitspaket auf den Tisch und beobachte seine Reaktionen.
Egal wie sich meine Klienten entscheiden, ich lasse ihnen die freie Wahl und versuche nicht mich in irgendeiner Weise zu rechtfertigen. Um es ganz klar zu sagen. “Ja! Ein Coaching ist ein Gespräch zwischen einem Coach und einem Coachee. Es ist mehr oder weniger intensiv und es ist um so effektiver, je offener und ehrlicher man miteinander umgeht.” Ein Coaching dient niemals der Selbstdarstellung von Coachee oder gar Coach. Obwohl es natürlich wichtig ist, dass der Coach sein Handwerk beherrscht. Aber um es ganz klar zu sagen. Wir nutzen regelmäßige Gespräche mit Kollegen und nutzen alles vorhandenen Möglichkeiten. Supervision und achtsames Feedback gehört dabei ebenso zu unseren Werkzeugen, wie Konfliktmanagement und Mediation. Ein Coach ist ein psychologischer Berater. Er versteht sein Handwerk, wenn er in der Lage ist zu erkennen, wann ein Coaching zuende ist. So einfach ist das.

Come Together – für alle


Akronym C.O.A.C.H.
Come Together – Orientation – Analyzis – Change – Harbour

7 C of Coaching
Contacting, Contracting, Clearing, Chunking, Concepting, ChangeWork, Controlling

(Tipp: Hören Sie „Come Together!“ von The Beatles im Hintergrund, geben Sie sich selbst die Hand und drücken Sie kraftvoll zu, oder machen eine Faust, genießen Sie den kräftigen Duft eines frischen Kaffee’s, trinken Sie einen Schluck. Finden Sie heraus, was bei Ihnen den tiefsten „Come Together!“ Eindruck macht und „ankern“ Sie ganz bewusst. Haben Sie herausgefunden, was Ihr wichtigster Zugangskanal ist?)

Coach

Come together findet im täglichen Leben immer wieder statt. Ganz unabhängig von einem Coaching und immer wieder neu. Ich nenne das „Kontakt und Vertrag.“ Das findet jeden Tag mehrfach mit neuen Personen statt, aber auch immer wieder mit Menschen, die wir lange zu kennen glauben. In einer langjährigen Partnerschaft, selbst wenn wir einander sehr nahe sind, kommt es auf „Kontakt und Vertrag“ an. Wie gehen wir miteinander um? Was haben wir uns zu sagen? Sind wir oberflächlich? Ist uns der Andere wichtig? Sind wir aufmerksam? Respektieren wir einander?
Auch im täglichen Arbeitsleben spielt das immer neue Spiel von „Kontakt und Vertrag“ eine entscheidende Rolle. „Contacting und Contracting“ sind die entscheidenden Punkte für das „Spiel“ das wir spielen und die Rolle, die wir einnehmen. Beobachten Sie sich bei ihrem täglichen Start in den Arbeitstag. Nehmen wir an, die sind eine Führungskraft in einer Behörde. Sie entscheiden, die das tägliche „Come Together!“ und das „Contacting“ abläuft. Entscheiden Sie sich zuerst für eine der beiden Rollen:

1) der offene, verständnisvolle, hart arbeitende Chef, der für seine Leute da ist
2) der knallharte Zyniker, der seine Leute antreibt

Weitere Rollen sind möglich. Tatsächlich entscheiden wir uns jeden Tag unbewusst für mehrere Rollen. Mal sind wir der verständnisvolle Typ und im nächsten Augenblick wird uns klar, dass mehr Härte geboten ist. Wie schwanken oft hin und her und fühlen uns unsicher über unsere Rolle als durchsetzungsstarke Führungskraft. Sind wie zu weich? Oder kommen wir unnachgiebig und unflexibel rüber? Entscheiden Sie sich ganz bewusst für eine der oben genannten Rollen und versuchen Sie diese Rolle einen Tag lang durchzuhalten. Sie werden erkennen, dass Sie in beiden Rollen Zuhause sind.
Jede Begegnung, jedes Treffen mit anderen Menschen dient dem Kontakt und dem Vertrag. Wie begegnen wir anderen Menschen? Haben wir einen Blick für sie übrig? Gehen wir regungslos aneinander vorbei? Oder haben wir ein freundliches Lächeln und eine positive Botschaft parat?
Der Geschäftsführer eines Unternehmens begegnet einem Mitarbeiter. Der Chef lächelt den Mitarbeiter an. „Sagen Sie mal, Herr Müller. Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag? Ich sehe Sie ständig in der Teeküche herumstehen!“
Das Spiel hat begonnen. Es kommt darauf an, ob der Mitarbeiter das Spiel des Chefs spielen will oder nicht. Es ist eine einzige stille Verhandlung, die da gerade stattfindet. Wenn sich der Mitarbeiter jetzt schuldbewusst rechtfertigt, hat er in der ersten Runde verloren. Ein einziger Blick reicht manchmal völlig aus. Ist der Mitarbeiter sprachlos, hat der Chef auch gewonnen. Nimmt er den Ball auf und hat einen freundlichen Konter parat, hat er die erste Runde gewonnen. Oft genügt ein offenes und freundliches Lächeln. Der Chef geht weiter und wendet sich dem nächsten Mitarbeiter zu. Beim nächsten Mal spielt er möglicherweise eine komplett andere Rolle. Es ist ein Spiel.

Können Sie Chef?


Seminar Führung …….für alle Leute, die Chef werden sollen oder wollen

Sie sind Chef? Sie sollen Chef werden? Sie überlegen gerade Chef zu werden? Dann sind Sie hier richtig. Ich gebe Ihnen die notwendigen Basics an die Hand um klarer zu sehen, was ein guter Chef zu tun hat und wie er seiner Führungsrolle spielerisch gerecht wird.

Ich habe alle möglichen Cheftypen erlebt und ich habe mich in der Vergangenheit oft über Leiter und Führungskräfte geärgert, die ganz offensichtlich nicht die erste Wahl waren. Ich habe mir geschworen, schlechte Chefs zu identifizieren und angemessen mit ihnen zu kommunizieren. Es war ein kleines Wunder für mich, als ich feststellte, dass man Chefs tatsächlich managen kann. Ein Chef ist auch nur ein Mensch. Aber vorsichtig! Das geht nicht mit der Brechstange, sondern nur durch offene Kommunikation und mit sehr viel Augenmaß. Aber es funktioniert und Chefs akzeptieren gerne Mitarbeiter, die in der Lage sind professionell auf Augenhöhe zu kommunizieren. Richtig gute Mitarbeiter können sogar von einer höheren Stufe aus mit ihrem Chef kommunizieren, wenn sie einige wichtige Regeln einhalten. Loyalität ist ein wichtiger Aspekt, der niemals in den Hintergrund treten darf. Ein kluger Mitarbeiter überschreitet niemals seine Kompetenzen. Das ist nur ein wichtiger Punkt auf dem Weg an die Spitze.

Wenn Sie planen Chef zu werden oder wissen wollen, welche Regeln in der Chefetage gelten und wenn Sie wissen wollen, ob Sie Chef sein können, dann sind Sie hier richtig! Sie werden lernen Sicherheit bei der Führung herzustellen. Selbstführung, sich führen lassen und dann andere führen. Das ist eines der Geheimnisse guter Führung und Leitung.

Ein Management-Seminar am Samstag im Schloss Diedersdorf – Haus der Beratung – ist der nächste logische Schritt in eine erfolgreiche Zukunft.

Coaching in der Chefetage


Johannes 1,1 „Am Anfang war das Wort…..“

Montag, 10:00 Uhr – Meeting in einem Unternehmen. Gehobener Mittelstand. Ich bin neu hier. Der CEO hat mich eingeladen, ihn zu begleiten. Ich bin der Schattenmann auf den alle neugierig schauen. Eigentlich sollte ich unsichtbar sein. In Wirklichkeit ist es eine Sensation, die gerade passiert. Die Leute ahnen nicht einmal wie groß diese Sensation ist.
Hier wird etwas Wirklichkeit, was ich mir vor Jahren ausgedacht habe. Eine Idee wird Wirklichkeit. Ich hatte diese Idee. Ich habe sie aufgeschrieben und nun materialisiert sich diese Idee ganz von allein vor meinen Augen und wird plötzlich zur Realität. Meine Idee war es, einen Unternehmer als Coach in seinen Alltag zu folgen. So wird es möglich, ihm offenes und achtsames Feedback zu geben. Auf die Frage “Wie war ich?” kann ich Antworten geben, die er so nie bekommen würde. Ganz nebenbei unterstütze ich ihn dabei seine Fähigkeiten als Führungskraft auszubauen. Es nützt ihm nicht viel, wenn er seine Assistenten oder Mitbewerber fragt. Natürlich ist er der Beste! Wer wollte ihm widersprechen? Kritik? Ausgeschlossen! Negative Formulierungen haben keinen Platz in der Vorstandsetage. Wer etwas kritisieren möchte, formuliert es positiv. Aber das ist ein anderes Thema. Feedback bekommt man neuerdings von einem Coach. Sie haben richtig verstanden: Ich mache so etwas und es funktioniert tatsächlich. Eine Idee wird Wirklichkeit. Ich habe es schon mehrmals erlebt. Ich schreibe meine Vorstellungen in meinen Blog und beschreibe detailliert, wie das ablaufen wird und irgendwann kommt ein Auftraggeber auf mich zu und verlangt genau das von mir. “Sie sind Coach? Sie begleiten Unternehmer bei der Arbeit und geben Feedback? Ich würde sie gerne buchen! Wann können wir uns treffen?”
Ich denke an diesen lächelnden Wunschpunsch-Coach. Ich müsste ihm eigentlich einen Brief schreiben und mich bei ihm bedanken. Aber warum soll ich das tun? Ich habe nicht mehr als ein paar Facebookschnipsel von ihm gelesen und ich habe ihm überhaupt nichts zu verdanken. Vielleicht sollte ich bei den Machern von “The Secret” anklopfen und eine weitere Geschichte erzählen. Vielleicht. Möglicherweise.
Wenn das so weitergeht, dann wächst es sich tatsächlich zu einem Traum aus. Ich hoffe, dass es kein Alptraum wird. Ein Alpentraum – gerne!  In der Schweiz lebt eine Frau, die ich vor einigen Jahren kennengelernt habe. Sie arbeitet als Psychotherapeutin in Zürich und ihre Kinder wohnen in Berlin. Berlin-Zürich ist eine kurze Flugreise voneinander entfernt. Wir haben es noch nie geschafft einander zu besuchen. Der Alltag war zu stressig und wir beide hatten in den letzten zwei Jahren wirklich andere Probleme. Jetzt sieht das schon ein wenig anders aus. Der Nebel lichtet sich und einer Reise nach Zürich steht längst nichts mehr im Wege.
Das hat auch mit meinen Träumen zu tun, die hier – einer nach dem anderen – wahr werden. Ich habe eine Idee, formuliere sie und lasse sie frei. Ich warte ein wenig und nach einer gewissen Zeitspanne kommt dieser Traum in einer Form von Wirklichkeit wieder zurück. Neun Monate könnten hinkommen, wenn ich es genau betrachte. Ich muss nur warten, was passiert. Plötzlich  klingelt das Telefon, wenn so ein Wunder passiert. Ich habe noch keine einzige eMail erhalten, wenn es um den Erstkontakt ging. eMails mit angekündigten Wundern landen wahrscheinlich automatisch im SPAM Ordner. Ich muss mal nachsehen.
Vor ein paar Jahren hatte ich die Idee, dass es Menschen geben muss, die niemand haben, der ihnen wirklich zuhört, sich für sie interessiert, sie wirklich versteht. Ich habe viele Jahre als Seelsorger gearbeitet, das hat mir den Blick für Nöte und Ängste von Menschen geschärft. Wenn man es einmal geschafft hat, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen, dann ist alles möglich. Das ist sehr schwer. Das Vertrauen zu verlieren, geht viel schneller. Ich weiß genau wovon ich rede. Später habe ich das Coaching kennengelernt und konnte sehr viel aus meinen alten Erfahrungen mitnehmen. Coaching ist so etwas wie Seelsorge für Erfolgstypen, die jemand brauchen, der keine anderen Interessen verfolgt. Alle anderen Menschen um uns herum sind so eine Art Shareholder. Jeder spielt eine Rolle und jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Der gute alte Adam Smith*(*googlen!)  läßt grüßen.
Wir kennen das Phänomen. In der Chefetage wird die Luft immer dünner. Wenn man im Vorstand eines DAX Unternehmens sitzt, dann hat man wenige Menschen mit denen man sich unterhalten kann. Ärger und Sorgen, Ängste und Träume bleiben gleich ganz in der Schublade. Man muss darauf achten, was man sagt und was man tut. Das macht einsam. Rundherum gibt es nur noch den “Chor der Schmeichler” (Danke! Digedag Kollektiv! Danke! Hannes Hegen!)
Es ist tatsächlich Wirklichkeit geworden, was ich mir vor Jahren ausgedacht hatte.
Vor einer Woche hatte ich einen Termin bei einem Banker. Ich bin von Berlin nach Frankfurt geflogen, habe mir ein Taxi gerufen und bin in die Zentrale dieser Bank gefahren. Ich sehe genau so aus wie die Herren im edlen Zwirn, wenn es sein muss. Ich falle also nicht aus dem Rahmen und werde mich unsichtbar unter ihnen bewegen können. Ich bin wie ein Fisch im Wasser. Stunden später sitze ich in einem Meeting.  Niemand nimmt mich wirklich war. Ich bin zu unbedeutend für diese Männer. Jeder hat mit sich selbst zu tun. Ich beobachte aufmerksam und mache mir Notizen. Ich komme mir vor wie Philipp Marlowe, der Privatdetektiv. Ich bin ein Detektiv. Ich bin auf der Suche nach Verbindungen und Netzwerken. Ich werde das im Anschluss mit dem Vorsitzenden besprechen. Er hat mich engagiert und ich bin seine neue Geheimwaffe. Das was ich ich mache, gab es vorher noch nicht. Ich bin kein Rechtsanwalt oder Finanzcontroller. Ich bin ein psychologischer Berater, sein Vertrauter und sein Seelsorger. Ich bin ein Coach. Der Chef braucht einen Partner wie mich, weil ich keinerlei Interessen an seinem Kerngeschäft habe. Ich bin der Mann, dem er sein Vertrauen geschenkt hat. Das gehört zu meinem Kerngeschäft. Manager erzählen mir unter vier Augen was sie interessiert und was sie bedrückt. Ich nehme ihnen die Last des Schweigens. Ich höre überzogene Ziele und unrealistische Vorstellungen genau so wie absurde Ängste und handfeste private Probleme. Ich weiß, worum es diesen Leuten geht. Mich muss man nicht manipulieren. Ich lasse mich auch durch charmante Schleimerei nicht aus dem Konzept bringen. Das kenne ich schon. Es bringt mich nicht weiter. Wenn mich jemand manipulieren will, dann merke ich das sehr schnell und mache das für einen gewissen Zeitraum sogar mit. Es öffnet mir das Verständnis dafür, wie Menschen ticken, mit denen ich zusammenarbeite. Ich bin allerdings auch gnadenlos offen und lasse keinen Zweifel aufkommen. Ich arbeite gerne mit erfolgsgewohnten Menschen zusammen, weil ich neugierig bin und weil ich gut davon leben kann. Es spricht sich langsam herum, das Coaching eine Möglichkeit ist, rechtzeitig Druck loszuwerden und eine bessere Work-Life-Balance aufzubauen. Es ist mir inzwischen völlig klar, dass kein Spitzenmanager 16 Stunden am Tag arbeiten muss. Das hält niemand aus. Die tragischen Suizide von Schweizer Spitzenmanagern der vergangenen  Monate sind nur die Spitze des Eisbergs. Ein Coaching ist eine zeitlich begrenzte Angelegenheit. Es sollen keine Abhängigkeiten entstehen. Aber es möglich jederzeit wieder anzurufen und ein neues Coaching zu einem neuen Thema zu vereinbaren. Manchmal genügt auch ein kurzes Telefongespräch mit einem Coach des Vertrauens.
Was soll ich sagen? Es funktioniert tatsächlich viel besser, als ich es mir jemals ausdenken konnte. Ich liebe diesen Job!

nur eine Zugfahrt


Es gibt diese Tage, an denen man sich fragt, ob man noch im richtigen Zug sitzt. Das Ziel ist klar. Es steht auf dem Ticket. Wir wissen wohin die Reise geht. Eigentlich. Und dann sitzen wir in einem leeren Abteil, hören Musik, schauen aus dem Fenster und sehen die Landschaft an uns vorbeifliegen. Das Ziel ist klar. Das Ticket ist bezahlt. Wir haben viel Zeit, sehen ziellos aus dem Fenster und lassen unsere Gedanken einfach schweifen. Plötzlich springt uns eine neue Idee an. Die Gedanken sind frei. Sie fliegen zu neuen Horizonten. Wollen wir wirklich dieses Ziel weiter verfolgen? Oder wollen wir nicht viel lieber am nächsten Bahnhof aussteigen und die Richtung wechseln? Fahren wir ruhig noch ein wenig weiter und lassen wir unseren Wünschen, Hoffnungen und Gefühlen freien Lauf! Was fühlen wir, wenn wir unser Ziel erreicht haben? Was sehen wir und wer erwartet uns dort? Ist es das, was wir wollen? Oder haben wir äußeren Zwängen nachgegeben? Machen wir das, was wir immer schon wollten? Wer wollen wir einmal sein? Wer sind wir? Gibt es andere Ziele, die uns besser gefallen würden? Niemand kann unsere Gedanken aufhalten. Wenn sie einmal freigelassen sind, dann kommen sie immer wieder.
Was meinen Sie, wie Andere heute über Sie denken? Was glauben Freunde, Kollegen und Bekannte über Sie? Wie werden Sie als Mensch wahrgenommen? Werden Sie geliebt, bewundert, gehasst oder gefürchtet? Wie wollen Sie sein? Wer ist der Mensch, der da jetzt im Zug sitzt und nachdenkt? Wer will dieser Mensch eines Tages sein? Wo wollen Sie sein, wenn sie das Rentenalter erreicht haben? Wo wollen Sie in zehn Jahren sein?

Ich denke oft an eines meiner Schlüsselerlebnisse in meinem alten Berufsleben nach. Ich hatte einige dieser Aha-Erlebnisse, aber dieses hier hat mich zum Nachdenken gebracht. Ein etwa 15 Jahre älterer Kollege war gerade durch einen Vorgesetzten auf eine unglaublich unprofessionelle Art und Weise abgebürstet worden. Es war ein Lehrstück, das sich da abspielte. Der Chef war im Unrecht. Jeder im Raum wusste das. Aber der Chef hatte die Macht und die Unverfrohrenheit diesen Mann zu beleidigen und klein zu machen. Ich konnte erkennen, wie sehr es ihm Freude bereitete seine Macht auszuspielen. Er blickte sich triumphierend um und wollte die Reaktionen der anderen Mitarbeiter sehen. Er tänzelte wie der Diktator auf dem Berghof. Dieses lächerliche Tänzeln alter und mächtiger Männer. Sie haben das Bild? Die meisten wendeten sich ab, taten so als sei nichts geschehen. Andere schauten betreten drein. Es war ein erbärmliches Lehrstück. Der Chef hatte tatsächlich eine perverse Freude an der Szene. Das machte ihn für mich zu einem Versager. Der Kollege war eingeschüchtert und völlig am Ende. Später machte er eine Bemerkung, die mich berührte: „Komm Du erstmal in mein Alter! Dann machen sie auch mit dir, was sie wollen!“ Es stimmte. Ich hatte mein halbes Berufsleben noch vor mir. In den 30ern denkt man nicht darüber nach, welche Möglichkeiten man mit 45 hat. Der Kollege sah für sich keine andere Möglichkeit als bis zur Rente durchzuhalten. Er hatte ja schließlich bereits die Hälfte geschafft.
Ich konnte mir plötzlich nicht mehr vorstellen, dort für den Rest meines Lebens zu bleiben. Ich hatte keine Lust mich in einer Situation wie dieser als Opfer eines unberechenbaren Vorgesetzten zu sehen. Das würde ich nicht ertragen.

Das war der Wendepunkt. Ich begann aktiv das Führungsverhalten meiner Kollegen und Vorgesetzten zu beobachten und einzuordnen. Ich studierte die einschlägige Managementliteratur und stellte sehr schnell fest, dass es da einen krassen Gegensatz zwischen Theorie und Praxis gab. Theorie und Praxis. Überlegene Führungskultur und abgrundtief unfähige Manager. Das passte alles irgendwie nicht zusammen. Ich ahnte, dass in diesem Unternehmen nicht die besten Manager tätig waren. Es wurde deutlich, dass die meisten meiner Kollegen einen erheblichen Nachholbedarf in Sachen Leitung und Führung von Mitarbeitern hatten. Aber dafür war in dem mittelständischen Unternehmen kein Geld vorhanden. Man kaufte sich Kompetenz lieber durch Neueinstellungen von außen ein. Der cholerische Geschäftsführer, selbst ein Mann Mitte 50, stellte gerne junge Leute ein, denen er alles versprach was sie hören wollten. Es war offensichtlich, dass er seine eigenen begrenzten Fähigkeiten auf alle anderen projizierte. Ich nahm an einem privat finanzierten Konfliktmanagementseminar teil und begann mich freizumachen. Der Zug fuhr weiter und ich fuhr noch ein paar Jahre die gleiche Strecke. Aber ich hatte längst ein anderes Ziel für mich gefunden. Wenn ich heute an diese Erlebnisse von damals denke, dann frage ich mich nur, warum ich das so lange mitgemacht hatte. Ich habe viel zu viel Zeit dafür gebraucht um mein Ziel zu definieren und die Zwischenziele zu benennen. Ein Coaching hätte mir ganz sicher dabei geholfen, viel schneller anzukommen.

Choleriker handeln unprofessionell


Choleriker sind ein überaus beliebtes Thema. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht nach diesem Begriff gesucht wird. Choleriker haben es uns offensichtlich angetan. Sie sind ständig dabei anderen etwas anzutun. Ab heute wird zurückgeschlagen! Umarmt eure Choleriker und informiert sie! Warnt sie vor ihren unüberlegten Taten und helft ihnen ein neues und schönes Leben zu führen. Zugegeben, das ist etwas ironisch gemeint, aber warum eigentlich nicht?
Cholerisches Verhalten ist in aller erster Linie ein äußerst unprofessionelles Verhalten. Wer als Choleriker unterwegs ist, zeigt, dass er sich nicht im Griff hat. Damit hat er oder sie ein erhebliches Problem. So ein Verhalten wird in Zukunft nicht mehr toleriert werden. Arrogantes, beleidigendes und aufbrausendes Verhalten von Mitarbeitern wird eindeutig als negatives Ereignis registriert und schadet der Karriere. Jeder Mitarbeiter weiß, dass er professionell mit Konflikten umgehen sollte. Es gibt immer noch Chefs, die glauben, dass ihre hemmungslosen Ausfälle ihr gutes Recht sind. Sie glauben tatsächlich, dass das zum Job dazu gehört. „Chefs sind halt so….“

Aber das ist nicht richtig. Der Typ „Hemdsärmeliger, aufbrausender Chef“ wird in Zukunft immer weniger Chancen auf eine aussichtsreiche Karriere haben. Typen wie der aktuelle Microsoft Chef Steve Ballmer, haben in Zukunft (hoffentlich) keine Chance mehr. Ausnahmen bestätigen die Regel. Professionelles Verhalten ist mindestens genau so durchsetzungsstark wie cholerisches und chaotisches Verhalten. Ich rede von Führungskräften. Genies können sich nach wie vor so aufführen wie sie wollen. Die dürfen das! Allerdings ist man noch lange kein Genie, wenn man sich nicht im Griff hat.

Coaching im Unternehmensumfeld


Coaching ist immer abhängig von der individuellen Situation. Es ist niemals gleich und ein Coach muss ein Meister der Kommunikation sein um Veränderungsprozesse anzustoßen. Denn darum geht es fast immer. Ein Mitarbeiter steckt in einem Teufelskreis fest und wird durch begrenzende Glaubenssätze daran gehindert aus seiner Rolle herauszufinden und einen neuen Standpunkt anzunehmen. Ganz besonders krass ist der Veränderungsprozess eines sehr guten und engagierten Ingenieurs, wenn er eine Führungsrolle übernimmt. In den meisten Fällen kann sich der neue Chef eines Teams von ehemaligen Kollegen sehr schwer von seinem Selbstverständnis als reiner Ingenieur lösen. Seine Mitarbeiter bewerten ihn nach ihren Maßstäben und erwarten einen aktiven Vorturner. Die eigentliche Aufgabe, das Leiten und Führen wird in den Hintergrund gedrängt. Man kann darüber reden und es ist vollkommen klar, dass sich etwas ändern muss, aber der Weg vom Kollegen zum Leiter ist oft schwerer als man glaubt. Ein Coach kann diesen Veränderungsprozess begleiten. Es ist eine umfangreiche Metamorphose, die sich da abspielt. Im Unternehmensumfeld nimmt der externe Coach eine besondere Rolle ein. Er ist die Vertrauensperson für den Mitarbeiter, der sich einem Coaching unterzieht. Die gecoachte Person darf gegenüber seinem Coach auch Dinge ansprechen, die im Gespräch mit seinen Vorgesetzten und Kollegen tabu sind. Der Coach garantiert seinem Klienten, dass vertrauliche Informationen nicht gegenüber Dritten erörtert werden. Das gilt ganz besonders gegenüber dem Auftraggeber des Coaches, der im Regelfall der Arbeitgeber des Klienten ist. Der Coach kann so eine Rolle annehmen, die sonst niemand im Unternehmen einnehmen kann. Der Klient entscheidet, welche Informationen aus dem Coaching dem Arbeitgeber offengelegt werden. Coaching braucht eine solche Vertrauensbasis und das muss allen Beteiligten klar sein. Ein Coach muss dieser Vertrauensstellung gerecht werden. Wenn zum Beispiel ein frustrierter Arbeitnehmer im Coaching seine Metaprobleme offenlegt, so hat er mit dem Coach einen aufmerksamen Gesprächspartner, mit dem er offen reden kann. Es kann durchaus eine Situation entstehen, in der der Klient eine Vision seiner weiteren Karriere entwickelt, die außerhalb seines momentanen Unternehmens liegt. Das ist eine Gratwanderung, die aber durchaus positive Momente hat. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie ihre Mitarbeiter bei ihrer Entwicklung unterstützen, ganz egal ob die Zukunft ihrer Arbeitnehmer im oder außerhalb des Unternehmens liegt. Selbst ehemalige Mitarbeiter können positiv auf ihr ehemaliges Unternehmen wirken. „Ich komme von der Firma XXXXX und es ist bekannt, dass dort ausgezeichnete Bedingungen herrschen!“ Mein Verständnis von einem guten Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist folgendes: Jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen findet die besten Entwicklungsmöglichkeiten vor und ist so gut ausgebildet, dass er jederzeit in ein anderes Unternehmen wechseln könnte. Kein Unternehmen sollte sich darauf verlassen, seine Mitarbeiter nur dadurch zu halten, weil sie außerhalb ihres Unternehmens keine Chance für sich sehen. Wenn gute Mitarbeiter im Unternehmen bleiben, dann spricht das für die Qualität der Personalentwicklung, der Führungskräfte und Firmenpolitik. Letztendlich profitieren alle Beteiligten von einem solchen Umfeld. Zugegeben, das ist der Idealfall. Aber genau diesen Idealfall sollte jeder anstreben. Der Einsatz eines externen Coach kann einen unglaublichen Mehrwert für alle Beteiligten bewirken. Alleine darum lohnt es sich über Coaching nachzudenken.

Choleriker – Täter und Opfer


In letzter Zeit häufen sich bei mir Fragen rund um das Thema Choleriker. Es ist unangenehm einem Choleriker ausgeliefert zu sein. Besonders in Job und Familie ist das ein wichtiger Punkt. Es wird sehr schnell deutlich, dass auch die angeblich unbelehrbaren Choleriker selbst unter ihrem Verhalten leiden. Viele verstehen, dass sie dieses unangenehme Verhalten loswerden müssen. Die Peinlichkeit nach einem cholerischen Anfall ist ein wichtiger Ansatzpunkt. Diesen Menschen kann geholfen werden, wenn sie akzeptieren, dass sie selbst etwas tun können.
„Ich kann nicht anders. Ich bin nun mal so!“, erklären viele Choleriker nach einem ihrer berüchtigten Ausraster. Wutanfälle sind überflüssig und peinlich, auch für den Choleriker selbst. Die Reue «danach» kommt unausweichlich, Mitmenschen reagieren hilflos und verstört, zwischenmenschliche Beziehungen werden zutiefst erschüttert oder sogar für immer zerstört. Auch andere Formen von Aggressionen – Ärger, den man in sich hineinfrisst, Groll, Hass, Feindseligkeit und Verbitterung – können Schaden anrichten, krank machen und dazu führen, dass man sich immer weiter von seinen Mitmenschen und dem Leben, das man eigentlich führen möchte, entfernt.
Eine neue – bahnbrechende – Therapieform, die «Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT)», erklärt, dass es sinnlos ist, emotionale Reaktionen wie Wut und Ärger zu unterdrücken. Man kann lernen, sich diesen Gefühlen mit Verständnis und akzeptierender Achtsamkeit zuzuwenden. Jeder kann sich eine einzige Frage stellen: „Was wünsche ICH mir tief im Herzen? Wie will ICH leben?“ Wirklich jeder kann lernen, dass das geht: sich zu ärgern UND sich so zu verhalten, dass kein Schaden angerichtet wird. Im Laufe dieses Prozesses verlieren feindselige Gefühle und Impulse die Macht über das Leben der Betroffenen. Es wird etwas Erstaunliches passieren: Choleriker und ihre Opfer lassen ihre Aggressionen los und werden endlich Herr im Hause ihres eigenen Lebens.
Cholerische Männer – um solche handelt es sich meistens – reagieren oft auf sehr intelligente Frauen die ihnen mit jeder Geste und jeder Bemerkung klarmachen, was sie von ihren Ausbrüchen halten. Der nächste Ausraster kommt bestimmt. Man kennt das ja. Es kommt zu einem permanenten Spannungsfeld zwischen überforderten Männern, die ihren sprachlosen Frust und ihre Ohnmacht in sich hineinfressen und Frauen, die sowohl Opfer als auch Täter sein können. Frauen haben sehr differenzierte Mittel um einen Mann auf die Palme zu treiben. Das ist kein Geheimnis.

Opfer-Verfolger-Retter

Opfer-Verfolger-Retter

Das Drama-Dreieck beschreibt sehr genau wie dieses Spiel Erwachsener funktioniert. Das Drama-Dreieck ist ein Modell aus der Transaktionsanalyse. Menschliche Verhaltensmuster sind vorhersagbar. Sie werden in der Transaktionsanalyse „Spiel“ genannt. Für die Beteiligten ist dieses „Spiel“ viel ernster als der Name sagt. Oft wird blutiger Ernst daraus. Die Verletzungen an den Seelen der „Spieler“ sprechen eine deutliche Sprache. Choleriker sind oft zutiefst verletzte Menschen, die sich nicht anders ausrücken können. Es gibt versteckte Gründe für ihr Verhalten. Sie fühlen sich oft minderwertig und wenn sie Macht über andere Menschen haben, reagieren sie auf die einzige Art und Weise, die sie beherrschen. Sie flippen aus und schüchtern die sie umgebenden Menschen ein. Sobald ein cholerisch veranlagter Mensch versteht, wie das nach Außen wirkt und das er etwas dagegen tun kann, öffnen sich Möglichkeiten aus diesem Teufelskreis.
Der erste Schritt ist ein achtsames und offenes Gespräch mit einem unbeteiligten Berater oder Therapeuten. Ein Kurzzeitcoaching kann helfen, die ersten Schritte zu gehen um die eigenen Aggressionen zu verstehen und anzunehmen.

Coaching für Realisten


Ich muss es einfach mal los werden. Ich habe ein Problem mit Leuten, die ständig auf der Mission sind die Welt und vor allem die Welt in uns, verbessern zu wollen. Das hat nichts mit Coaching zu tun. Ewig freundlich grinsende, immer ausgeglichene, Menschenversteher gehen mir mächtig auf die Nerven. Das ist genau das selbe wie diese Flut von ekelhaft, schmierigen Frauenverstehern, die heutzutage überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Niemand braucht so etwas.
Wenn von Coaching die Rede ist, geht es durchaus um psychologische Beratung. Coaching hat aus meiner Sicht nichts mit Esoterik zu tun. Das ist jedenfalls nicht mein Ansatz. Es mag ja durchaus erfolgreiche Coachs geben, die mit Klangschalen und Duftkerzen, Myhrre und Weihrauch, hantieren. Ja, es ist wichtig, dem Klienten eine Umgebung zu schaffen, die er als angenehm empfindet. Aber Coaching ist das nicht. Da geht es viel öfter um das Heraustreten aus der Komfortzone. Wer Veränderung will, muss aktiv werden. Ein Coaching setzt genau an dieser Stelle an.
Was macht einen Coach kompetent? Was für Fähigkeiten muss er haben? Woran erkennt man die Qualität eines Coachs? Diese Fragen sind sehr wichtig, weil sich niemand auf ein Coaching einlassen kann, der nicht von der Kompetenz „seines“ Coach absolut überzeugt ist.
Je mehr Kompetenzen und Berufserfahrung ein Coach hat, um so besser kann er sich auf die individuelle Situation seines Klienten hineinversetzen. Allerdings sollte der kompetente Coach nicht wie ein Bauchladenhändler daherkommen, der „für jeden etwas“ anzubieten hat. Das ist nicht glaubwürdig und das siehst nicht nach einem kompetenten Coach aus. Wie bei jedem Beraterberuf muss sich auch ein Coach in auf eine Reihe von Kernkompetenzen konzentrieren. Er sollte jedoch nicht nur ein Werkzeug in seinem Werkzeugkasten haben. Ein Schweizer Taschenmesser ist da schon ein sinnvolleres Werkzeug. Ein Klempner kann nicht alles nur mit einem einzigen Schraubendreher oder einer Bohrmaschine erledigen. Der psychologisch oder psychotherapeutisch ausgebildete Coach, der dazu neigt jedes Thema aus dieser Richtung zu lösen, ist genau so falsch unterwegs wie ein Coach ohne psychologischen Erfahrungshintergrund, der aus jedem Anliegen ein Organisations- oder Strategiethema macht. Coaching ist Beides. Sowohl kühle Organisationsaufstellung, als auch der weiche, menschliche Faktor. Ein Coach muss in beiden Welten Zuhause sein. Ich wiederhole mich möglicherweise. Aber ein Coach deckt nicht nur die psychologische Ebene (-10 …. 0) ab, sondern vor allem die positive Richtung (0 … +10). Psychologen beschäftigen sich oft mit den Ursachen und der Vergangenheit, während ein Coach vor allem in der Zukunft unterwegs ist. Das ist keine Zauberei und kein Hexenwerk, sondern Handwerk. Ein Coach ist ein Meister seines Faches. Er kann vieles lernen und sich aneignen, aber das Wichtigste an einem Coach ist, dass er ein guter Leiter ist. Menschen merken, ob sie jemand vertrauen und ihm folgen können. Das hat sehr viel mit moralischen und ethischen Grundsätzen zu tun. Ein Coach muss sich auf seinen Klienten einstellen und ihm das sichere Gefühl geben, dass er absolut vertrauenswürdig und erfolgreich arbeiten wird. Wenn das Vertrauensverhältnis nicht aufgebaut werden kann, funktioniert psychologische Beratung und insbesondere Coaching nicht. Ein Coach kann auf die Frage, warum er Coach ist und was seine Visionen und Ziele sind, eine eindeutige Antwort geben. Stellen Sie dem Coach Ihrer Wahl diese Fragen, so werden Sie sehr schnell erkennen, mit wem Sie es zu tun haben. Und dann entscheiden Sie sich, ob der Coach die Kompetenz hat, die Sie für das Erreichen Ihrer Ziele brauchen.

Motivation von Mitarbeitern im Mittelstand


Mitarbeitermotivation
Manager in mittelständischen Unternehmen haben vor allem eine Aufgabe zu erfüllen. Es geht nicht in erster Linie darum, herumzulaufen und die Mitarbeiter irgendwie zu motivieren. Neue Grünpflanzen für’s Büro oder eine neue Kaffeemaschine machen keinen Mitarbeiter glücklich, der möglicherweise Angst vor dem Verlust seines Arbeitsplatzes hat. Die wichtigste Aufgabe von Managern im Mittelstand ist – ganz einfach – einen guten Job zu machen. Das heißt, für gute Produkte zu sorgen, die Qualität für den Kunden zu verbessern, grobe Fehlentscheidungen zu vermeiden und mit gutem Beispiel voranzugehen. Kompetenzen im HR-Bereich bei der Einstellung und Beurteilung von Fachkräften sind selbstverständlich Kernkompetenzen des Chefs. Viel mehr erwarten Mitarbeiter nicht von ihren Führungskräften. Was würde es nützen, wenn der Chef regelmäßig ein Mitarbeitercoaching veranstalten würde, während das Unternehmen direkt in die Insolvenz läuft? Das Vorbild des Chefs ist immer noch die beste Mitarbeitermotivation. Die Persönlichkeit und die professionellen Fähigkeiten von Führungskräften vielleicht der wichtigste Punkt. Zeitmanagement, Kommunikation, Auftreten und Zielorientierung gehören ganz klar zu den Kernkompetenzen. Genau das kann trainiert werden.

Der Papierhut: Mitarbeitermotivation leicht ge...

Der Papierhut: Mitarbeitermotivation leicht gemacht (Photo credit: Tanja FÖHR)

Der erste Schritt zu mehr Leadership – ich nutze den englischen Begriff lieber, weil mir Führer und Führung ein wenig zu martialisch klingt – ist die selbstkritische Beurteilung der jeweiligen Kompetenzen.
Nur so kommt man weiter, wenn man wirklich gut werden will. Wir kennen die Schritte zur Meisterschaft. Es ist ein Vierkampf, den jeder Mensch beim Lernen neuer Fähigkeiten auf sich nimmt.
Ich rede von 1) Unbewusster Inkompetenz, 2) Bewusster Inkompetenz, 3) Bewusste Kompetenz und 4) Unbewusste Kompetenz.
Viele Manager im Mittelstand scheitern bereits an Punkt 1). Die Wahrnehmung ihrer unsichtbaren Inkompetenz ist einer der wichtigsten Ansätze für ein Coaching. Damit beginnen die meisten Managementseminare. Dort entstehen die meisten Aha!-Effekte. Und dann erst beginnt die eigentliche Arbeit. Nennen wir es Coaching.

Psychologen und Coaching


Was Coaching für Psychologen bedeutet

 

Immer mehr Psychologen entdecken das Thema Coaching für sich. Das ist kein Wunder, denn es waren sehr oft Psychologen und Verhaltensforscher, die NLP und Coaching vorangebracht haben. Coachingverbände sind bestrebt anerkannte Ausbildungen und Zertifikate auf den Weg zu bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in Zukunft Fachschulen und Universitäten mehr um das Thema kümmern werden. Die IHK bietet seit längerer Zeit Weiterbildungen rund um Coaching an. Die besten Voraussetzungen für Psychologische Beratungsformate – Supervision, Mediation und Coaching – bietet eine fundierte Hochschulausbildung als Psychologe. Viele Psychologen sind ohnehin der Ansicht, dass Quereinsteiger in das Coaching, also nicht Nicht-Psychologen, keine ernst zu nehmenden Konkurrenten sind. Dieses Spannungsfeld ist vorhanden und wird sich nicht so einfach in Luft auflösen. Im Gegenteil. Viele ausgebildete Psychologen werden in das Coachingfach wechseln und bei Bedarf als Psychologe auftreten. Das ist eine komfortable Voraussetzung für eine Rundumversorgung von Mandanten. Coaching ist für Psychologen eine weitere Möglichkeit sich aus dem Negativimage des leicht verwirrten Nervendoktors zu befreien.
Quereinsteiger aus der Wirtschaft, die als Coach arbeiten, haben andere Schwerpunkte. Sie kennen die andere Seite sehr genau und versuchen, die psychologische Komponente nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Coaching kommt als Begleitung von Managern, Training und Führungskräfteentwicklung daher. Auf diesem Gebiet haben reine Psychologen das Nachsehen. Ihnen fehlt einfach die jahrelange persönliche Erfahrung in Organisationen und Unternehmen. Psychologen und Coachs werden sich irgendwo in der Mitte treffen und möglicherweise zu einer guten Zusammenarbeit finden. Das bietet sich ganz von allein an, denn sobald ein Coach feststellt, dass sein Klient eine psychische Störung mitbringt, muss er das Coaching einstellen und eine psychologische Behandlung empfehlen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Profis aus der Psychologie wird dringend erforderlich und ratsam.
Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass Coaches keine Konkurrenten für Psychologen sind. Im Gegenteil! Ein guter Coach kennt gute Psychologen und empfiehlt sie seinen Klienten gerne weiter. Umgekehrt kann ein Psychologe seinen Patienten im Nachgang zu einer Behandlung ein Coaching anbieten. Auch hier besteht die Möglichkeit einer engen wechselseitigen Zusammenarbeit. Allerdings hat der ausgebildete Psychologe alle Möglichkeiten selbst als Coach aufzutreten. Die professionellen Voraussetzungen dazu hat er jedenfalls.

Coaching für Choleriker und Zyniker


Wenn ein Zyniker und ein Choleriker aufeinander treffen, dann kommt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Konfrontation. Der Konflikt ist vorprogrammiert. Wer  Kommunikationsmechanismen kennt ist klar im Vorteil. Das ist die einzige Möglichkeit um diese Art von Konflikten zu entschärfen. Allerdings funktioniert das nicht ganz von selbst. Es ist Arbeit. Die gute Botschaft ist, dass Choleriker sich durchaus ändern können. Wenn ihnen klar wird, was sie da veranstalten und wie das auf Außenstehende wirkt, dann sind sie in der Regel bereit, sich zu ändern. Spiegeln ist ein Schlüssel zum Ziel. Zeigen Sie einem Coleriker, wie ein anderer Wüterich auf seine Umwelt wirkt. Das negative Beispiel darf allerdings kein erfolgreicher Unternehmer oder Manager sein, denn sonst fühlen sich Choleriker auch noch bestätigt. Leider ist es so, dass Choleriker sehr oft gleichzeitig erfolgreich sind. Es gibt ja auch dumme Leute, die hervorragende Geschäfte machen, weil ihnen nicht klar ist welche Risiken sie eingehen. Bei Zynikern ist das ganz ähnlich. Ich mag Ironie. Sie ist das Salz in der Suppe. Ohne ein Augenzwinkern ist das Leben langweilig. Aber man kann es auch übertreiben. Ein Choleriker ist meist auch ein geborener Zyniker. Er geht davon aus, dass andere Menschen, selbst enge Freunde und die Familie ihm nicht das Wasser reichen können. Ein Zyniker geht instinktiv davon aus, dass man niemand trauen darf und alle anderen keine Ahnung haben. Der Erfolg gibt ihnen oft Recht. Zyniker blühen selbst dann noch auf, wenn alles richtig schlecht läuft. Manch ein schwarzhumoriger Zeitgenosse träumt von Chaos und Untergang und meint, dass er allein die Welt verstehen würde. Niemand anderer würde wirklich verstehen, wie das alles funktioniert. Ähnlichkeiten zu toten oder lebenden Personen wären rein zufällig. Nun wäre es für einen Coach völlig falsch diesem Menschen sein Selbstbild zu nehmen. Im Grunde ist es das Ziel eines Coachings, die Persönlichkeit von Klienten zu entwickeln. Was wäre ein erfolgreicher Choleriker ohne sein bislang erfolgreichstes Werkzeug? Man kann durchaus davon ausgehen, dass ein Choleriker ein erfolgreicher Antreiber ist. Die Menschen verachten ihn möglicherweise und sie leiden unter seinen Ausfällen, aber sie folgen ihm notgedrungen, weil sie wissen, dass er Erfolg hat. Der Choleriker kommt einfach nicht aus seiner Rolle heraus. Was passiert mit einem Choleriker, wenn er auf einmal brav und zahm wird? Er könnte zu einem depressiven Zyniker werden. Aber keine Angst vor Bewusstseinsverlust! Ein Coaching für Choleriker, die ihre Emotionen in den Griff bekommen möchten, ist durchaus eine Option. es lohnt sich! Manch ein ehemaliger Zyniker, Menschenverachter und Choleriker wird mir beipflichten. Es lohnt sich, seine Emotionen in den Griff zu bekommen! Das hat nichts mit Weicheiern zu tun. Im Gegenteil! Ein, sich seinen Emotionen bewusster, “trockener” Choleriker gewinnt sehr viel mehr, als er verliert. Er gewinnt neue Perspektiven und eine völlig neue Form von Aufmerksamkeit.