Code Your Life – MacCoach


Hallo Kids!

ich hatte einigen von euch ja versprochen zu zeigen, wie einfach Programmieren ist und dass jeder von euch das lernen kann. Ihr wisst ja, dass wir in einer Welt leben, in der ohne Computer und Roboter fast überhaupt nichts mehr funktioniert. Und das ist erst der Anfang. In wenigen Jahren werden wir nicht mehr wissen, wie ein Leben ohne selbstfahrende Autos und Flugtaxis und Home-Robots und vielen anderen neuartigen Dingen, die wir heute noch gar nicht kennen, funktionieren wird. Das hier war ein Schachtelsatz. Zugegeben: Das kann man auch leichter schreiben.
Also. Worum geht es? Es geht darum, dass wir eine grundlegende Fähigkeit erlernen müssen, auf die diese ganze neue Technologie aufbaut. Es geht um das Programmieren. LOGO! Und so heißt auch eine Programmiersprache, die ich vor vielen Jahren auf einem Commodore AMIGA kennengelernt habe. Es geht um das Programmieren einer Schildkröte, die über eine Leinwand gesteuert wird. Übrigens könnte ihr so auch Roboter steuern, die Zuhause über den Fußboden flitzen…….

Programmieren mit Logo

Die Programmiersprache Logo hat eine lange Tradition. Sie wurde bereits Ende der Sechziger Jahre von Seymour Papert am MIT entwickelt, um Programmieren in Bildungskontexten effektiv einzusetzen. Insbesondere die Turtle-Grafiken eignen sich wunderbar für ein schrittweises Erkunden von Programmierprinzipien. Hier „übersetzt“ eine virtuelle Schildkröte die eingegebenen Codezeilen in Bewegung und zeichnet dabei ihren Weg nach.

Die Programmiersprache Logo ist Grundlage vieler Coding-Angebote für Kinder und Jugendliche. Auch weil man nicht nur grafisch am Bildschirm arbeiten kann sondern auch Zeichenroboter, wie zum Beispiel den Mirobot programmieren kann.

Ich bin der Meinung, dass bereits kleine Kinder eine Programmiersprache lernen sollten um sich in der Welt in der sie heute leben und morgen leben werden, zurechtzufinden. Eigenartigerweise finde ich keinen Informatikunterricht im Lehrplan der Grundschulen. IT ist also etwas für Spezialisten? Ich denke nicht. InformationsTechnologie ist etwas, das jeder zumindest verstehen sollte. In Zukunft werden wir immer mehr mit dieser Technologie zu tun haben. Es wird nichts geben, was nicht mit Computern zu tun hat. Und die Zukunft hat längst begonnen.

Also schaut euch mal auf dieser Website um:
Code Your Live

 

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Coach4Kids – MacCoach


Coach4Kids

Hey Kids! Hier bin ich wieder! MacCoach, der Coach, der Erwachsene und Kinder coacht.

Um ganz ehrlich zu sein. Am liebsten coache ich junge Leute, die noch ganz am Anfang stehen. Ich habe längst gelernt, dass ihr noch nicht ganz genau wisst wohin euch eure berufliche Tätigkeit einmal führen wird.
Soll ich euch was sagen, wie das laufen wird? In den meisten Fällen orientieren wir uns an den eigenen Eltern oder an engen Verwandten. Wenn der Papa Arzt ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Sohn oder die Tochter auch Arzt oder Ärztin werden. Das ist vollkommen unabhängig von den Talenten und Neigungen, die tatsächlich in euch stecken. Aber mit dem sollt ihr euch denn unterhalten? Ein Lehrer wird mit Sicherheit den Lehrerberuf in den schönsten Farben malen und den höchsten Tönen loben. Wenn der Papa Ingenieur ist, dass wird es euch bestimmt stark beeinflussen und ihr werdet gerne selbst Ingenieur. Wenn die Mama Frisörin ist, dass könnt ihr euch vorstellen, wie es ist in einem Frisörsalon zu arbeiten. Das ist auch nicht die schlechteste Entscheidung. Aber mit wem sollt ihr euch unterhalten, wenn ihr ganz andere Pläne habt?
Was ist, wenn du eines Tages eine tolle Sängerin oder ein Supermodel wirst? Davon hat doch wirklich keiner eine Ahnung. Weder Lehrer, noch Eltern, noch irgendjemand den du kennst. Aber du kannst es schaffen! Meinst du nicht auch? Du hast das Zeug dazu! Oder vielleicht ist es doch komplizierter? Du weißt es nicht. Aber schön wäre es schon.
Meinst Du nicht auch? Du brauchst jemand, mit dem du dich frei und offen über das alles unterhalten kannst. Mit jemand, der nicht gleich alles in Frage stellt. Wer könnte so etwas tun? Meine Antwort: Es sollte ein erfahrener Erwachsener sein und es sollte ein Kommunikationsprofi sein. Ein Coach ist genau das. Ein Coach ist jemand, mit dem du deine Ziele besprechen und planen kannst, was als Nächstes passieren muß um deinen Weg weiter zu gehen. Das gilt für Kinder und das gilt auch für Erwachsene. Wenn die Eltern nerven und keine Ideen haben, dann solltest du einen Coach haben, der genau das nicht tut.
Soll ich dir was verraten? Selbst Erwachsene und Eltern wissen oft noch nicht genau, was ein Coach tut und was er leisten kann. Ich kann es ihnen erklären. Ich kann es dir erklären, deinen Lehrern, Erziehern, allen Interessierten.  

Stell dir einfach vor: Du kannst mit einem Erwachsenen über alles reden und der Zeit für dich hat und ganz viel Verständnis.
Das kann natürlich nur in einem geschützten Raum mit Einverständnis der Eltern geschehen. Vielleicht bei euch Zuhause. Die Eltern wollen natürlich auch wissen was du mit dem Coach besprochen hast, aber ich verspreche dir: Sie werden nicht alles erfahren. Der Coach gibt nur allgemeine Hinweise, was der Gesprächsinhalt war.  Es kann aber auch sein, dass der Coach feststellt, dass du dich in eine Sache verrannt hast, die völlig unrealistisch ist.

Beispiel: Du willst ein Profimusiker sein, bist aber überhaupt nicht musikalisch. Wie kommst du auf solche Ideen? Ganz einfach: Du weißt nicht, was du können musst und du hast keine Ahnung wen du fragen sollst. Du kennst den Weg zu deinem Traumjob noch nicht.
Es kann auch sein, dass es diesen Job überhaupt nicht gibt. Du lebst in einer unrealistischen Traumwelt von der Erwachsene ja sowieso keine Ahnung haben. Deine Freundin oder dein Freund in der Schule haben vielleicht den selben Traum. Ihr redet jeden Tag darüber und lebt zunehmend in einer sogenannten Blase. Es gibt kein anderes Thema mehr, das für euch interessant klingt. Ihr seid die Einzigen, die etwas davon verstehen. Logisch, dass Schule, Sport, Freunde und Verwandte in den Hintergrund treten.

Wisst ihr was? Ihr braucht jemand, mit dem ihr auch mal ein bisschen über den Tellerrand blicken könnt. Erwachsene nennen das “spinnen”. Aber auch das muss ab und zu mal sein.

Der Coach4Kids ist ein Projekt, in dem Kinder in einem geschützten Raum mit Kommunikationsprofis reden können um ihre Träume und Ziele wertfrei zu kommunizieren. Wisst ihr was kommunizieren bedeutet? Einfach darüber quatschen. Und das ohne jede Wertung oder einen Zeigefinger, der euch immer eure Grenzen zeigt. (Die vielleicht überhaupt nicht vorhanden sind)

 

Information für Eltern: Das Coach4Kids Projekt befindet sich gerade in der Planungsphase. Ziel ist es, Kindern und jungen Erwachsenen einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, der Verständnis und Zeit hat um vorurteilsfrei mit ihnen über ihre berufliche Zukunft zu reden. Lehrer können das natürlich auch, aber die haben oft ganz andere Aufgaben und keine Zeit für so etwas. Erzieher können auch sehr einfühlsame Ansprechpartner sein. Ein Coach ist ein Kommunikationsprofi, der meistens mit Erwachsenen arbeitet. Er kann beides tun: Für die Eltern und für die Kinder tätig werden. Momentan wird der Coach direkt bezahlt. Es gibt nach unserer Kenntnis noch keine öffentlichen Programme für diese Art von Coaching.

 

Coach als Lehrer – Fehlanzeige – Lehrerkompetenzen in Zeiten des Lehrermangels


Lehrerkompetenzen in Zeiten des Lehrermangels

Ich weiß nicht genau, nach welchen exakten Kriterien Quereinsteiger für den Lehrberuf ausgewählt werden. Ich habe es ausprobiert und ich denke, dass diese Auswahlkriterien angesichts des krassen Mangels an geeigneten Personen völlig überzogen sind.
Ein Quereinsteiger berichtete, dass er aus guten Gründen im Studium einen großen Bogen um Mathematik gemacht hatte. Er stieg als Musiklehrer und Deutschlehrer ein, weil er entsprechende Qualifikationen aus dem Studium nachweisen konnte. Der Mann musste über 40 werden um zu erkennen, dass er mit seinem Studium nicht viel anfangen konnte. Nun hatte er sich entschieden, den Quereinstieg an einer Grundschule zu wagen. Das bedeutet, dass er neben dem ersten und zweiten Staatsexamen und den entsprechenden Weiterbildungsmöglichkeiten auch noch Mathematik studieren muss. Der Mann hat Albträume wegen Mathematik. Es handelt sich ausdrücklich nicht um Mathematik für Grundschullehrer, sondern um die ganze Palette der Höheren Mathematik mit allem PiPaPo: ANALYSIS, Differential- und Integralrechnung, Matrizen und mehr. Das ganze Programm. Ähnlich geht es einer Quereinsteigerin aus der Ukraine, die einen Master in Germanistik nachweisen kann. Es ist schon klar, worauf das hinausläuft. Der Senat von Berlin möchte eben eine hohe Qualität für Quereinsteiger garantieren und ein Hochschulstudium Mathematik ist da sicher ein geeignetes Kriterium.
Wenn man vor 30 Jahren studiert hat, und genügend Mathepunkte anerkannt werden, dann darf man natürlich als Quereinsteiger an einer Grundschule arbeiten.
Für einfache Dipl.-Ing. (FH) gilt das nicht. Ich habe es ausprobiert. Ich hatte ein sehr spezielles Studium Richtung Industrielle Elektronik/Mikroelektronik und wurde negativ beschieden. An einer Grundschule darf ich nicht arbeiten. Schade. Aber damit muss ich wohl leben, auch wenn ich es gerne gemacht hätte.

Die Frage ist, was heute wirklich zählt. Engagement und Bereitschaft, Können und Erfahrung? Wohl kaum. Ich könnte wetten, dass der Senat nicht genügend Quereinsteiger finden wird, die erstens bereit und in der Lage sind den Job richtig gut zu machen und vor allem genügend Motivation mitbringen um sich dem täglichen Streß mit quicklebendigen Kindern zu stellen. Dazu kommt noch, dass selbst in Schulen, die keine Brennpunktschulen sind, schwierige Kinder in den Klassen sitzen. Wenn sie nicht gerade durch die Gegend laufen und sich mit anderen Kindern prügeln oder einfach nur laut sind und die anderen vom Lernen abhalten. Ich denke, dass ganz andere Fähigkeiten und Kenntnisse als ANALYSIS gefragt sind, wenn man einen guten Mathematikunterricht an der Grundschule halten will. Ganz abgesehen davon, dass es selbst in der fünften und sechsten Klasse noch krasse Mängel bei den Kenntnissen und Fähigkeiten der Kinder gibt. Nicht bei allen, aber bei vielen. Und die Situation wird nicht besser werden in den kommenden Jahren. Ganz abgesehen davon, dass Kinder heute bereits in der vierten Klasse damit beginnen sollten eine Programmiersprache zu lernen. Das wird in Zukunft eine große Rolle spielen. Lehrer müssen heute Entertainer sein um die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Kinder zu berücksichtigen. Sie müssen als Coachs und Mentoren agieren und den Unterricht interessant gestalten. Sie müssen in der Lage sein, moderne Lernmittel zu nutzen und zu entwickeln.

Ich habe viele vorbildliche, LehreInnen jeden Alters kennengelernt und durfte auch ab und an mal hospitieren. Hut ab! vor den Leistungen der KollegInnen. Auffällig ist die unzureichende Disziplin der zu unterrichtenden Kinder. Es ist eine große Aufgabe, die Kinder immer wieder zu interessieren und Defizite behutsam aufzuarbeiten. Der Lehrerberuf ist ein sehr dankbarer, aber auch anstrengender Beruf.

Es geht nicht darum, ungeeignete Personen als Lehrer einzusetzen. Aber die Kriterien für einen Quereinstieg sollten dringend überdacht werden. Wir leben in einer Ausnahmesituation, die es zu überbrücken gilt. Es müssen dringend neue Möglichkeiten für einen Quereinstieg geschaffen werden. Dann kann der Lehrermangel auch in Berlin gelöst werden.

Schluss mit Pauken und Noten! – Teil 1: Der gegenwärtige Zustand des Bildungssystems — Neue Debatte


Die Globalisierung erhöht auch in der Bildung den Konkurrenzdruck. Nicht nur Schulen, Universitäten und weitere Bildungseinrichtungen konkurrieren gegeneinander. Schüler, Lehrer, Pädagogen – alle stehen im Wettbewerb. Es herrscht der eindimensionale Vergleich: Wer ist besser, wer ist schlechter? Muss das sein? Gerhard Kugler wirft einen kritischen Blick auf das bestehende Bildungssystem und stellt in seiner Beitragsserie „Schluss mit Pauken und Noten!“ die Grundzüge eines alternativen Bildungssystems vor.

über Schluss mit Pauken und Noten! – Teil 1: Der gegenwärtige Zustand des Bildungssystems — Neue Debatte

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne


Der November ist da. Es ist hoher Herbst. Der Winter steht vor der Tür. Ich gehe und es ist ein wunderbarer Anfang. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Wer hat das geschrieben? Google sei Dank, finde es ich schnell heraus:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Wunderbare Worte, ein schönes und sicheres Gefühl. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So soll es sein. Ich bin längst bereit für einen neuen Aufbruch und eine neue Reise. Beruflich, nicht privat. Denn da bin ich längst angekommen.

 

Berlin-Tag: Job- und Informationsmesse für Lehrkräfte und ErzieherInnen am 14.10.2017


Berlin-Tag: Job- und Informationsmesse für Lehrkräfte und ErzieherInnen am 14.10.2017 von 10-15 Uhr

Auf der Job- und Informationsmesse „Berlin-Tag“, organisiert von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, können sich Interessierte bei Vorträgen und Präsentationen über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sowie das Berliner Bildungs- und Schulsystem informieren. Über 60 Schulen sowie 60 Kita-Träger, die insgesamt mehr als 770 Kitas betreiben, präsentieren sich dort. Alle Aussteller bieten freie Stellen.

Ziel dieser Messe ist es, um zukünftige Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Deutschland für die Berliner Schulen und Kindertagesstätten zu werben. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zahlt die Fahrtkosten zur Jobmesse „Berlin-Tag“ für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher, die am 14. Oktober 2017 in der Hauptstadt stattfindet. Dazu schickt  die oder der Teilnehmende nach Vertragsabschluss eine Kopie der Bahn- oder Busfahrkarte sowie des Arbeitsvertrags an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und bekommt die Fahrtkosten überwiesen.

Interessierte melden sich auf der Seite www.berlin-tag.berlin an. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Aktion „…und die Fahrt zum Berlin-Tag zahlen wir!“.

„Berlin-Tag“ am Samstag, 14.10.2017 von 10 Uhr bis 15 Uhr

Quelle: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/tools/einzelansicht-der-aktuellen-meldung/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=13760&cHash=eec736b7143303ca2fb0b9da90151c0e

 

Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin

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Trends, die Coaching fördern


Gesellschaftliche Trends, die zur Verbreitung von Coaching beitragen

  • Soziale Isolation
  • Unabhängigkeit des Individuums
  • Ausbreitung des Internet
  • Beschleunigter gesellschaftlicher Wandel

Menschen suchen immer nach Halt und Unterstützung. Während die traditionellen Formen wie Familie, Freundschaft und die Bindung an die Kirche zusammenbrechen, bleibt der Wunsch nach Geborgenheit und Bindung erhalten. Der Mensch ist kein Individualist. Er kann nicht isoliert von anderen Menschen leben. Jeder Mensch braucht soziale Interaktion und Menschen, die in der Lage sind seine Bedürfnisse zu erkennen und aktiv zu kommunizieren. Familien sind längst nicht mehr der sichere Hafen für viele von uns. Die vertrauensvolle Institution Ehe ist auflösbar geworden und hat damit erheblich an Wert verloren.
Organisierte Religion in Form der traditionellen Kirchen hat erheblich an Boden verloren. Gewissheit und Sinn sind für viele Menschen nicht mehr erkennbar. Die Kehrseite der allgegenwärtigen Säkularisierung ist offen erkennbar. Es ist die Einsamkeit des Individuums, das an nichts mehr glaubt. Der Halt in der Gesellschaft ist verloren gegangen. Auf der anderen Seite suchen sich junge Menschen Rat bei Fanatikern und Gurus, die genau in diese Lücke springen. Verschwörungstheorie und infrage stellen von scheinbar unumstößlichen Wahrheiten tun ihr Übriges.
Vor hundert Jahren hatte jedes Dorf seinen Dorfgeistlichen, an den man sich wandte und dem man vertraute. Diese Männer waren oft sehr gut ausgebildet, hatten Theologie studiert und waren sogar in der Lage ungewöhnliche Talente zu erkennen und zu fördern.
Heute geht man zu einem Coach. Coaching ist eine sehr gute Möglichkeit, wie Menschen Sinn und Kontakt zu sich selbst finden können, sowohl als Klienten als auch dadurch, dass sie selbst Coach werden.

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Coaching – Bereitschaft


Coaching – Bereitschaft

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen“
Chinesisches Sprichwort

Am Beginn eines Coachings steht die Auftragsklärung. Coach und Coachee lernen sich kennen. Vorstellungsrunde. Wenn der Coachee bereit ist, dann kann das Coaching beginnen. Dann, und nur dann ist ein produktives Coaching möglich.

Coaching|Kontrollverlust


Coaching|Kontrollverlust

Es gibt viele Gründe einen Coach aufzusuchen. Ängste, die man unter keinen Umständen öffentlich machen möchte, sind ein sehr wichtiger Grund. Beruflich erfolgreiche Menschen haben verinnerlicht, dass Kontrollverlust starke Ängste und hohes Unbehagen auslösen können. Coaching ist Kontrollverlust pur. Genau das ist ein Grund, der viele daran hindert, sich auf Coaching einzulassen. Manchmal ist es aber sehr hilfreich, Kontrollverlust zu akzeptieren und sich aktiv darauf einzulassen. Dazu gehört vor allem Selbstbewusstsein und Mut.

Wenn Sie das intensive und unangenehme Gefühl von Kontrollverlust erleben und nichts dagegen tun, kann das in depressive Zustände führen und am Ende zu ernsthafter psychischer Erkrankung führen. Das ist ein guter Grund sich mit Kontrollverlust und dem Umgang damit zu beschäftigen. Es handelt sich um ein zentrales Coachingthema.

Eine Vielzahl psychologischer Studien belegt, dass es vielen Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Sie sind in der Regel erfolgreicher und optimistischer, zufriedener und erfreuen sich einer guten psychischen und physischen Gesundheit. Sie erholen sich schneller von schweren Erkrankungen als Menschen, die beim Genesungsprozess auf das Glück vertrauen. Es scheint sich auszuzahlen, auf die eigenen Einflussmöglichkeiten zu bauen und den Kontrollverlust als schlimmsten anzunehmenden Unfall zu betrachten.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Andere Studien untersuchen, wie Menschen mit Verlust und Tod umgehen, wenn sie diese Dinge als Schicksal akzeptieren, das sie nicht beeinflussen können. Wir können Schicksalsschläge offensichtlich besser verkraften, wenn wir erkennen, dass sie sich außerhalb unseres Entscheidungshorizontes abspielen.
In  vielen Dingen des Lebens haben oder hatten wir nie irgendeine Kontrolle. Das ist kein Drama.

Auch hier finden wir Parallelen in der frühkindlichen Entwicklung. Ein Baby oder ein Kleinkind überlebt nur mit einem unendlichen Erleben des Kontrollverlustes und dem Vertrauen auf die helfende Hand der Mutter. Ohne diese Zuneigung, Liebe und Pflege kann kein Kind überleben. Das Kleinkind hat keine Angst vor Kontrollverlust. Kontrollverlust kommt in der Welt des Kindes noch nicht vor. Wenn die Umstände gut sind, zahlt sich dieses Urvertrauen aus. Wenn nicht, dann hat der Mensch sein ganzes Leben lang damit zu kämpfen.

Es ist eine starke Ressource, Kontrollverlust zu akzeptieren und Vertrauen aufzubauen und zu leben.

Gibt es nicht auch Anlässe die geradezu nach Kontrollverlust schreien? Natürlich gibt es derartige Anlässe. Das Vertrauen in einen Lehrer oder Mentor gehört ebenso dazu wie das Vertrauen in einen geliebten Menschen. Kontrollverlust beim Sex ist das höchste Ziel. Ohne diese Art Kontrollverlust bleibt Sex seelenlos, farblos, fad. Wir sollten lernen mit Kontrollverlust umzugehen, anstatt ihn zu bekämpfen.

Wir können machen was wir wollen. Das Leben können wir nicht erhalten. Das entzieht sich unserer Kontrolle. Ärzte können ein Lied davon singen. Sie sind Kontrollfreaks. Soviel ist klar. Aber wenn sich etwas ihrer Kontrolle entzieht, haben sie gelernt zu akzeptieren, was ist. Mediziner und Psychologen sind wahre Meister des akzeptierten Kontrollverlustes. Aber nur da, wo sie tatsächlich keine Kontrolle mehr haben. Ein Mensch wird gesund, oder eben nicht. Oft gibt es sehr positive Prognosen und der Mensch stirbt. In anderen Fällen sehen die Überlebensaussichten extrem schlecht aus und der Mensch überlebt. Wenn sich ein Chirurg darüber zu viele Gedanken macht, wird er Probleme bekommen.

Coaching ist geplanter Kontrollverlust. Der Coach übernimmt den Prozess und der Coachee darf sich fallen lassen. Das ist ein zentrales Thema beim Coaching. Wer Angst vor dem Verlust von Kontrolle hat, sollte ernsthaft über die Ursachen nachdenken.

Hier ein interessanter Artikel über die Art KONTROLLVERLUST, die uns alle beschäftigt: https://www.journal21.ch/kontrollverlust

 

 

Angst ist Illusion


Warum haben wir Angst?

Als kleiner Junge hatte ich panische Angst vor Hunden. Ich kannte keine Hunde. Sie waren mir fremd. Wir lebten in einem modernen Plattenbau und es gab da keine Hunde. Eines Tages besuchten wir Bekannte in einem Einfamilienhaus. Mein Vater öffnete die Tür zum Grundstück und wir gingen auf das Haus zu. Plötzlich kam ein Hund um die Ecke gelaufen und bellte uns an. Ich nahm meine Beine in die Hand, rannte zum Ausgang, öffnete das Tor, sprang auf den Bürgersteig und schloss das Tor. Ich war kein besonders sportlicher Junge, aber an diesem Tag hatte ich vermutlich alle Rekorde im Sprint gebrochen. Panische Reaktion. Adrenalin pur. Angst. Heute bin ich nicht mehr so panisch, was Hunde angeht. Es sei denn mir begegnet ein Bullterrier oder so etwas. Vor diesen Hunden habe ich Angst, weil sie so unglaublich hässlich und blöd aussehen. Das sagt vermutlich etwas über mich. Aber es liegt auf der Hand woher die Angst kommt. Es ist immer das Unbekannte und Andere, das uns ängstigt.
Es geht nicht immer um unbekannte Menschen. Oft merken wir, dass wir Panik bekommen, wenn wir in einer fremden Umgebung sind. Das, was an unseren vertrauten Orten gut funktioniert, die Fahrt mit der S-Bahn oder die Fahrt zur Arbeit, oder die Arbeit an sich, funktioniert an unbekannten Orten plötzlich überhaupt nicht mehr.

Wenn Du jetzt sagst, dass du keine Probleme in einer fremden Stadt hast, dann glaube ich das erstmal. Gratulation! Du bist ein Held! Um das mal klarzustellen: Ich habe keine Panik in einer fremden Stadt oder Angst. Aber das habe ich beobachtet: Ich brauche mehr Zeit um mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B zu bewegen. Ich brauche Überblick und ich muss ein Gefühl dafür bekommen. Dann werde ich cool und sicher. Das meine ich. Was ist das Gegenteil von cool und sicher? Genau: es wird heiß und ich fühle mich unsicher, bewusste Inkompetenz, ein wichtiger Teil der Lernprozesses. Wenn ich mir jetzt sage, dass ich falsch handele und eigentlich cool sein sollte, dann befeuere ich unterbewusste Ängste. Völlig klar, wie der Mechanismus funktioniert. Aber es gibt eine gute Lösung für dieses Problem. Die bewusste Inkompetenz muss durch einen Lernprozess in bewusste Kompetenz ersetzt werden. Das bedeutet üben und verbessern, variieren und natürlich viel lernen. Wenn ich dann irgendwann meine bewusste Kompetenz erworben habe, weichen Unsicherheit und Ängste und es folgt die Phase der unbewussten Kompetenz.

Ich gehe am Hauptbahnhof einer – nun nicht mehr fremden – Stadt zielstrebig zur Tramhaltestelle, ziehe mir ein Ticket für 2,80 EURO und fahre mit der Linie XY in eine definierte Richtung und steige an der richtigen Station wieder aus. Wenn ich das ein paar Mal gemacht habe, dann geht das komplett automatisch. Unsicherheit ist weg und von unterdrückten Ängsten keine Spur. Ja, ich habe verstanden. Der Lernprozess muss vollständig abgeschlossen sein um den Status der “Unbewussten Kompetenz” zu erreichen. Es ist ein ganz einfacher Lernprozess. Mehr ist das nicht.

Studierende und Studenten


Das macht Sinn. Studenten studieren und daher kann man von studierenden Studenten sprechen. Das gegenderte Wort Studierende für Studenten bewirkt eine gewisse Übelkeit in mir, eine sehr gewisse sogar. Ich weiß, dass es nicht politisch korrekt von mir ist. Aber mal ganz ehrlich: Sollte ich mir schon wieder eine Schere im Kopf ansetzen und meine unfrisierten Gedanken stutzen?
Das erinnert mich an ein Erlebnis im Studium – anderes Land, andere Zeit, lang ist es her – als mir das Wort „Zeitgeist“ fast das Genick gebrochen hatte. Uups! Dieses Wort gab es in diesem Märchenland ja überhaupt nicht. Na sowas! Ich war froh, als ich frei von derartigen Scheren im Kopf, lesen, schreiben und sprechen konnte.
Und nun das mit dem Genderismus. Ich kann es kaum glauben, was da gerade passiert. Fühlen sich Frauen tatsächlich vernachlässigt, wenn ein Wort im Deutschen einen männlichen oder weiblichen Stamm hat? Sächlich geht ja auch. Das Auto. Das sollte mich als Mann aufregen. Auto ist doch was männliches! Warum heisst das nicht: Der Auto!???? Ich müsste mich aufregen! Tue ich aber nicht. Das Auto soll das Auto bleiben. Und der Wagen bleibt der Wagen. Oder soll man den Wagen abschaffen, weil sich weibliche Wagene beleidigt fühlen?

„Ich bin Ingenieur“, kann auch eine Frau sagen. Ingenieur ist vermutlich darum männlich, weil die Männer es so eingerichtet haben. Klar, Ingenieure waren Männer. Damals. Es gab keine Verschwörungskonferenz in der sich Männer darauf geeinigt haben, Frauen runterzumachen. Zu unserer Geschichte gehört das schon. Zugegeben. Und Sprache hat sich in einer Zeit entwickelt als Frauen noch nicht selbstverständlich studieren konnten. Heute ist alles anders. Frauen sind Geschäftsführer und Politiker, Ärzte und Direktoren. Alles männliche Wörter, wie Bundeskanzler. Angela Merkel ist Bundeskanzlerin. Bundeskanzler würde mir genügen. Und es wissen doch alle, dass sie eine Frau ist. Machen wir uns das Leben doch nicht zu schwer. Adenauer war keine BundeskanzlerIn. Und die Helmuts auch nicht. Also bitte!

Neulich habe ich einen Artikel über diese neue Sammelbewegung für Unzufriedene namens AfD gelesen und es wurde deutlich, dass die AfD das Thema für sich in Anspruch nimmt. Die sind aber auch gegen alles. Das ist sicher kein Zufall. Aber ich fühle mich nicht angesprochen.
Gendersprech sollte kein Thema für Parteien sein. Also, die Nummer: “Wähle AfD! und dann hört der Spuk mit der Vergenderung der Sprache endlich auf.”,  zieht bei mir nicht. Das sollten wir doch anders hinbekommen. Ähnliche Angriffe auf Political Correctness gibt es ja auch in den USA. Donald Trump feiert Erfolge, weil er jedem nach dem Mund redet, der ihn wählen will und er braucht die Underdogs der Gesellschaft. Der Mann ist ein Thema für sich. Unglaublich, dass er so weit gekommen ist. Es bleibt zu hoffen, das Populisten wie er keine nachhaltige Chance erhalten. Obama macht doch am Ende seiner Amtszeit eine ganz gute Figur. Die Amerikaner werden längst wissen, was sie an ihm haben.
Das Thema Genderisierung und Verwissenschaftlichung von Literatur wird uns noch lange beschäftigen.
Ich bin ein Freund der freien Rede, kein Freund von Verunglimpfung und Beleidungen unter der Gürtellinie. Es darf ruhig etwas anspruchsvoller sein. Aber bitte nicht so abgehoben, wie es durch Genderisierung automatisch passiert.

Ich wäre gespannt was Mark Twain darüber sagen würde. Über die deutsche Sprache hatte er ja seine ganz spezielle Meinung. Sein beissender Witz würde mit Sicherheit auch PC und Genderlanguage treffen.
Und spätestens jetzt wird es Zeit mir endlich mal wieder diesen herrlichen Tom Sawyer vorzunehmen. Ich liebe dieses Buch! Immer noch!

 

Umberto Eco


20.02.2016 – Umbert Eco ist tot –  für mich ist er unsterblich

“Ich bin Philosoph. Romane schreibe ich nur am Wochenende.” (Umberto Eco)

Es gibt da ein Zitat, dass ich im Radio hörte und seitdem suche. Umberto Eco soll gesagt haben, dass man ein Leben lebt, wenn man nicht liest. Wenn man liest, dann lebt man fünfhundert Leben.

Vielleicht kann ich es so interpretieren:

Wir leben genau ein Leben, wenn wir nicht lesen,
wir leben 500 Leben, wenn wir lesen. (nach Umberto Eco)

Das Originalzitat suche ich noch. 

Stunden später habe ich es gefunden und es ist nicht einmal von Umberto Eco:

Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt.
Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes.
George R. R. Martin (das Lied von Eis und Feuer)

Ein Grund mehr, viel mehr zu lesen, als zu schreiben. Es gibt so viel zu tun!

Eco verkörpert das, was ich gerne sein würde, aber nie sein werde. Er ist der typische Linksintellektuelle und Gelehrte. Ich stelle mir sein reiches Leben voll Kunst und Wissen und Literatur vor.

Hier einige wichtige Zitate dieses großen Gelehrten und Schriftstellers, der uns am 20.Februar 2016 verlassen hat.

Eco über das Schreiben:

„Romanfiguren werden geschaffen, damit sie auf eigene Rechnung leben.“

„Der Autor müsste das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stört.“

„Ich versuche ja, von Buch zu Buch immer komplizierter zu werden, um die Leser abzuschrecken.“

Eco, warum er mit fast 50 Jahren seinen Debütroman „Der Name der Rose“ geschrieben hat:

„Normalerweise brennt man, wenn man sich dem 50. Geburtstag nähert, mit einer kubanischen Tänzerin durch. Einen Roman zu schreiben, war weniger kostspielig. Ich hatte meine Professorenstelle gehabt, meine Bücher waren in mehrere Sprachen übersetzt und es fehlte an einer Herausforderung. Deshalb hatte ich eines Tages Lust, etwas Neues auszuprobieren. Ich dachte damals, ich schreibe einen Roman mit einer Auflage von 3.000, so zum eigenen Vergnügen.“

Eco über die moderne Medienwelt:

„Der Computer ist eine spirituelle Maschine, mit der man fast so schnell schreiben wie denken kann.“

„Wir bewegen uns auf eine neue Klassenspaltung zu, die nicht mehr auf Geld beruht, sondern auf der Fähigkeit, seinen kritischen Geist einzusetzen und Informationen zu sortieren.“

„Es scheint, dass heute das Pflichtgebot des Journalismus lautet, um jeden Preis wieder zu publizieren, was schon an einem anderen Ort erschienen ist.“

„Die Massenmedien geben den Menschen zu viel Stumpfsinn.“

„Ich habe noch nicht einmal eine E-Mail-Adresse. Ich habe ein Alter erreicht, in dem meine hauptsächliche Bestimmung nicht im Empfangen von Nachrichten liegt.“

Eco über den Wert von Büchern:

„Wenn wir im Keller Bücher finden, die wir einst als Kind gelesen haben, bewegt uns das. Wenn wir aber eines Tages die Diskette finden, die wir als Kind verwendet haben, kann unser Computer sie nicht mehr lesen, und die Diskette ist dieselbe wie die einer beliebig anderen Person. Dass wir den persönlichen Kontakt verlieren, ist nicht nur für Bibliophile ein Desaster. Eine kleine Minderheit elektronischer Taliban wird nur mit iPads und E-Books umgehen, alle anderen werden Bücher weiterhin brauchen, davon bin ich überzeugt.“

Eco über Toleranz:

„Toleranz ist anerzogen und nicht angeboren.“

„Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.“

Eco über Weisheit:

„Weisheit ist begreifen, dass man nicht weiß, ob etwas schwarz oder weiß ist.“

Eco über Dummheit:

„Ich bin immer fasziniert von der Rolle, die die Dummheit spielt. Ich habe eine ganze Bibliothek, die nur Bücher enthält, die falsch sind. Die Geschichte ist das Reich der Fälschung, der Lüge und der Dummheit.“

Eco über Verschwörungstheorien:

„Die Menschen haben den Drang, ihr Scheitern anderen zuzurechnen. Schon in der Ilias wird das Schicksal Trojas als Verschwörung der Götter dargestellt. Wenn du im Stau steckst, schimpfst du über die Regierung. In Wahrheit bist du es selber, der den Stau produziert. Leute suchen Verschwörungstheorien, um sich selbst zu entlasten.“

Eco über Fußball:

„Der Fußball ist einer der am weitesten verbreiteten religiösen Aberglauben unserer Zeit. Er ist heute das wirkliche Opium des Volkes.“

„Ich mag den Fußballfan nicht, weil er eine seltsame Eigenart hat: Er kapiert nicht, daß man selbst keiner ist, und beharrt darauf, mit einem so zu reden, als ob man einer wäre…“

Eco über neue Erfahrungen:

„Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben. Mich fragte einmal ein Schwulenmagazin, ob ich je homosexuelle Erfahrungen gemacht hätte. Ich antwortete: Noch nicht. Ars longa, vita brevis.“

Eco über die Vergänglichkeit:

„Das Ende der Zeiten ist nicht das Ende der Zeit. Sie und ich, wir müssen sterben, vielleicht auch die Menschheit (wenn die Sonne erlischt) und wahrscheinlich auch die uns bekannten Galaxien. Aber all das bedeutet nicht, dass das Universum verschwinden wird. Das ist für mich die positive Bedeutung der Botschaft der Apokalypse auch für diejenigen, die nicht gläubig sind: Es wird immer neue Himmel und neue Erden geben.“

 

Wohlstand für alle! – Jahreswechsel 2015/2016


Reiche Menschen wollen nicht, dass andere Menschen viel ärmer sind, stand eben in einer bekannten Wochenzeitschrift. Das stimmt! Armut ist widerlich und unangenehm, ganz besonders für Menschen denen es richtig gut geht.

Armut fühlt sich nicht gut an, auch für wohlhabende Menschen nicht. Das ist eine gute Ausgangssituation für einen weiteren Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung. Bill Gates und Co. haben begriffen, dass es für ihre Kinder überhaupt nicht gut ist, so unglaublich reich zu sein. Es ist gut, sorgenlos aufzuwachsen und sicher. Es ist gut, wenn genügend Ressourcen vorhanden sind um sich frei entwickeln zu können. Probleme gibt es in der Regel oft nur bei Menschen, die völlig unvorbereitet über zuviel Geld verfügen. So etwas nennt man neureich und das sieht dann sehr oft wie folgt aus: Dicker Mann mit Goldkettchen, viel jüngerer Frau im SLK. Understatement sieht anders aus. Wirklicher Reichtum kommt tatsächlich von innen. Bildung, Charakter, Humanität und eine hohe Entwicklungsstufe des Selbst weisen auf echten Wohlstand hin.
Wenn wir ab jetzt allen Menschen die selben Chancen einräumen und dafür sorgen, dass jeder sich optimal entwickeln kann, dann ist das ein gewaltiger Schritt für die Menschheit.
Versuchen wir einmal ein kleines Gedankenspiel. Wie sollte die Welt aussehen, die allen Menschen Wohlstand, Bildung und Freiheit bieten kann? Würde in einer solchen Welt jeder einen PS-starken Sportwagen fahren, jederzeit mit einem Überschall-Jet überallhin fliegen können? Würde jeder Mensch jederzeit zu den entlegendsten Stellen der Welt unterwegs sein können? Natürlich nicht. Wenn alle Menschen gleich sind, dann müssen Ressourcen -auch wenn sie im Überfluss vorhanden sind- intelligent verteilt werden. So eine Form von Reichtum für Jeden ist einfach unmöglich. Aber nicht nur das, so ein Reichtum ist unanständig und obszön. Niemand braucht das. Aber was ist denkbar und möglich? Wo wollen wir hin? Wobei wir mal wieder bei StarTrek wären: Peace And Prosperity!
Welche Autorität, welches Vorbild wählen wir, wenn Geld keine Rolle mehr spielt? Wer ist der Captain? Wer ist der Erste Offizier? Wer der Wissenschaftsoffizier, Doktor und Counselor? Genau darum geht es in einer modernen Gesellschaft: Das herauszufinden, was zu uns passt und uns weiterbringt.
Es kann nicht jeder der Pilot sein. Es muss auch Passagiere geben, die den Mann oder die Frau im Cockpit einfach machen lassen. Vorausgesetzt er oder sie ist tatsächlich geeignet für den Job und fliegt den Jet nicht gegen eine Wand. Nicht jeder kann KanzlerIn sein. Nicht jeder kann Helmut Schmidt sein. Und so viele geeignete KonkurrenInnen hat sogar eine Angela Merkel nicht. Wir sollten Mut haben und Zuversicht auf unsere Fähigkeiten.
Baut man auf die Fähigkeiten anderer Menschen setzt das Wissen und Vertrauen voraus.
Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Wenn wir in einen neuen Zeitraum wechseln, der Jahreswechsel ist für uns immer ein besonderer Zeitpunkt um kurz innezuhalten und über uns nachzudenken, dann können wir auch darüber nachdenken, was wir erreicht haben und was wir noch erreichen wollen. Eine interessante Sache, wenn man sich mit Psychologie und Coaching beschäftigt. Auch für Redenschreiber, Prediger und Politiker ist das eine wunderbare Gelegenheit um die Zukunft neu zu denken.

In Italien trägt man in der Silvesternacht rote Unterwäsche und die erste Mahlzeit ist ein Linsengericht.
Das bringt Glück und die Linsen symbolisieren Wohlstand und Geld.

Wie würden wir leben, wenn wir uns darum keine Sorgen mehr machen müssten? Die Überlegung, was man tun würde, wenn  sich plötzlich ein Lottogewinn einstellt, hat jeder schon angestellt.

Stell Dir vor, Du bist reich. Geld spielt keine Rolle mehr. Was würdest Du tun? Wer würdest Du dann sein?

Kranke und sterbende Menschen haben andere Prioritäten. Notleidende Menschen auch. Sie wünschen sich nur die Sicherheit und den Wohlstand, den in Deutschland fast alle Menschen haben. Es ist Freiheit und ein Dach über dem Kopf und das Recht auf Bildung und eine gute Arbeit.

Ich wünsche Dir einen guten Übergang und ein gesundes, glückliches Jahr 2016! Viel Liebe und wenig Sorgen! Alles, was Du Dir wünschst soll in Erfüllung gehen. Ich bin mir sicher, dass Du genau weißt, was Dich glücklich macht!

—-> die Linsensuppe steht auf dem Herd und die roten Unterhosen werden noch mehr Glück bringen! Und wenn man dann noch alle  Sorgen auf einen Zettel schreibt und mit einer Rakete in die Luft schießt, dann sind die auch noch weg….. In diesem Sinne!

Ein Glückliches Neues Jahr 2016

ENTWICKLUNGSSTUFEN DES SELBST findest Du hier:
https://maccoach.wordpress.com/2013/08/01/coaching-entwicklungsstufen-des-selbst/

 

 

 

Forever Coach


Am 03.10.2011 habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Heute stehe ich kurz vor dem 400ten Artikel. Inzwischen schreibe ich regelmäßig über meine Erfahrungen, über anonymisierte Fallbeispiele und außerordentliche Herausforderungen. Damals hatte ich bereits eine vage Vorstellung über meine Arbeit als Coach. Schließlich hatte ich ja gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert. Es war mir völlig klar, was ich in Zukunft machen wollte. Ich wollte als Coach arbeiten. Genau das mache ich jetzt. Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass es tatsächlich funktioniert. Aber mein Instinkt und mein Gefühl haben mich noch nie enttäuscht. Ich habe mich damals richtig entschieden. Hier noch einmal einer meiner frühen Artikel, den ich auf MacCoach veröffentlicht habe. Warum MacCoach? Das steht auf meinem ersten Artikel, den jeder im Archiv finden kann. Viel Spaß bei der Suche.  

Einmal Coach, immer Coach (14.07.2012)

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es gut ist Dinge zu wissen und Geheimnisse zu durchdringen. Dieser Mensch hat angefügt, dass es das Größte ist dieses Wissen weitergeben zu können. Das spricht für den Beruf eines Lehrers und für unterstützende Eltern. Ich mag diese Art von Vorbildern. Im Idealfall sind sie genau das, was einen Coach ausmacht. Sie zeigen die Zukunft so, wie sie sein könnte, wenn wir alles richtig machen. Ich persönlich habe in meinem Leben viel über die mögliche Zukunft nachgedacht und es ist eine große Überraschung für mich, dass sie im Grunde genau so geworden ist wie ich sie mir vorgestellt habe. Eigentlich ist es kein Wunder, dass mein Leben so ist, wie ich es mir selbst erträumt habe. Nicht, dass ich keine Probleme hätte, die noch gelöst werden müssen. Aber das ist nicht das Thema. Gibt es eigentlich Menschen, die anderen nichts mitzuteilen haben außer: „Hey! Seht mich an! Bin ich nicht toll?“ Ich weiß nicht. Damit kann ich nicht viel anfangen. Die Menschen die ich treffe sind alle auf ihre Art einzigartig. Aber ich möchte niemand anderes sein. Ich bin zufrieden mit mir. Eigentlich. Wann habe ich zum letzten Mal so richtig lachen können? Wann war ich zuletzt glücklich? Das sind Fragen die sich jeder von uns stellen sollte. Ich bin glücklich in den Armen meiner geliebten Frau. Ich lache tatsächlich wenn sie anruft, wir uns verabreden, beieinander sind. Das macht mich glücklich. Ein eindeutiges Zeichen von Liebe und Glück. Was will ich mehr? Aber warum schreibe ich eigentlich – Einmal Coach, immer Coach? Was hat das mit dem zu tun was ich hier von mir gebe? Ganz einfach. Alles was ich denke und tue hat mit positiver Psychologie zu tun. Es ist wie eine gesunde und natürliche Diät. Keine künstlichen Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wie singt doch Pippie Langstrumpf so schön? „Ich mach mir die Welt, wie….. sie mir gefällt!“ Haben Sie die Melodie?

Otto Scharmer hat den Begriff  „Von der Zukunft her führen“ geprägt. Boris Grundl coacht mit den „Drei Säulen der Führung“ – Wie führe ich mich selbst – Wie lasse ich mich führen? – Wie führe ich andere? Genau in dieser Reihenfolge ist es richtig. Einmal Coach – immer Coach bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann mich wirklich über Menschen aufzuregen, die sich „falsch“ verhalten. Es ist anstrengend mit Leuten umzugehen, die keine gute Kinderstube hatten oder die ihre inneren Probleme nach außen kehren. Es ist gefährlich mit Menschen zu tun zu haben, die fest daran glauben, dass sie alles richtig machen. Der Begriff „Über Leichen gehen“ kommt ja nicht von ungefähr. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht ist es manchmal sogar nötig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ein militärischer Führer muss immer Entscheidungen treffen, die Menschenleben kosten können.
Die Agenda 2010 von Bundeskanzler Schröder hatte ihn, in letzter Konsequenz, das Amt gekostet. Allerdings waren die unpopulären Entscheidungen wichtig für Deutschland und haben sich als das Erfolgsinstrument in der heutigen Krise herausgestellt. Der Mann ist ein Coach! Ganz eindeutig. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Mann eines Tages als ein leuchtendes Vorbild herausstellen könnte. (Umstritten ist heute natürlich seine Freundschaft mit WP – Anmerkung 05.01.2015)
Es kommt immer auf die ganze Story an und nicht auf den populären Mainstream. Boris Grundl hat mal wieder recht mit seinem Kampf gegen die „Diktatur der Gutmenschen“. Gutmenschen sind mir in meinem Leben zur Genüge über den Weg gelaufen. Das waren sehr oft die willigen Diener des einen oder anderen repressiven Systems. Vorsicht! Ich meine nicht nur die untergegangene Deutsche Republik die weder republikanisch noch demokratisch war. Es gibt so viele repressive Systeme um uns herum. Platz genug für Gutmenschen. Wir müssen nur die Augen öffnen um so etwas zu erkennen. Es kommt immer darauf an, den gesunden Menschenverstand einzuschalten und wach zu bleiben. Von allein geht gar nichts. Es kommt immer darauf an seine eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und alles zu tun um sie in der Hand zu behalten. Denken Sie von der Zukunft her! Und zwar positiv!

Und so schließt sich der Kreis. Einmal Coach, immer Coach. Ich denke wie ein Coach, also bin ich einer! So einfach ist das – und so schwierig.

Coach als Katalysator


Katalysator (von der Katalysegriechisch: κατάλυσις katálysis „Auflösung“ mit lateinischer Endung) bezeichnet in der Chemie einen Stoff, der die Reaktionsgeschwindigkeitdurch die Senkung der Aktivierungsenergie einer chemischen Reaktion erhöht, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Er beschleunigt die Hin- und Rückreaktiongleichermaßen und ändert somit die Kinetik chemischer Reaktionen, nicht deren Thermodynamik.

(WIKIPEDIA, 23.08.2014)


Eine wichtige Funktion von Coaching ist mit Katalysatorprozessen in der Chemie vergleichbar. Coaching beschleunigt Prozesse, die im normalen Leben eines Menschen sehr viel Zeit brauchen. Zeit ist der entscheidende Faktor in einer immer schneller werdenden Welt. Die richtigen Ziele frühzeitig zu erkennen und die geeigneten Schritte aufzuzeigen und zu erreichen, ist wichtiger den je. Die meisten Menschen neigen dazu, Entscheidungen vor sich herzuschieben und viel zu oft bestimmen unreale Vorstellungen und Wünsche unser Leben. Besonders bei der Berufswahl ist es wichtig zu wissen, welche Entwicklungsmöglichkeiten im Zielberuf stecken. Ein exotisches Studium ohne eine realistische Chance die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten jemals umsetzen zu können, kann eine Sackgasse sein. Gefragte Berufe werden oft auf Grund eines Überangebotes auf den Arbeitsmarkt nur mittelmäßig bezahlt und stellen sich ebenfalls als Sackgasse heraus. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass der Beruf zu einem passen muss. Eine ungeliebte Arbeit führt mittelfristig zu Frustration und am Ende auch in eine Sackgasse. Ein Coach kann dabei helfen, Klarheit über Ziele und den Weg zum Ziel zu schaffen. Er kann darüber hinaus ein Begleiter auf dem einmal eingeschlagenen Weg sein.

LernCoach


Lernen

Lernen (Photo credit: jensd!)

 

Motivation ist alles. Das gilt besonders beim Lernen. Niemand lernt gerne etwas, das ihn nicht interessiert und von dem er nicht überzeugt ist es zu brauchen. Lernen ist heute sehr oft zu einer Art Bolemielernen verkommen. Schnell Stoff aufnehmen, einen Test schreiben und dann wieder alles vergessen, ist die gängige Praxis. Das ist falsch. Lernen bedeutet einmal erlerntes immer wieder wiederholen, unter anderen Perspektiven betrachten, vertiefen. Das Problem des „Fire and forget“- Lernens ist ganz besonders bei naturwissenschaftlichen Fächern sehr groß. Wer Grundlagen der Mathematik nicht sicher beherrscht und immer wieder vertieft, hat keine reale Chance höhere Mathematik zu begreifen. Ganz zu schweigen von einem sicheren Umgang mit ANALYSIS&Co. Bei Sprachen ist das ganz genau das Selbe. Natürlich ist einem Schüler in der Grundschule selten klar, wozu Grammatik gut ist. Aber es ist absolut unverzichtbar, wenn man später sicher mit seiner eigenen und mit Fremdsprachen umgehen will. Es gibt auch Dinge, die man sicher aus dem Gedächtnis abrufen können muss. Auswendiglernen hat einen Sinn. Es ist gut zu wissen, dass das Gehirn ein leistungsfähiges Organ ist, das niemals überfordert wird, wenn man es geschickt benutzt.
Ich erinnere mich an die Gedichte, die wir in der Schule auswendig vortragen mussten. Ich kann sie immer noch aufsagen. Der Osterspaziergang und Der Handschuh und Der Zauberlehrling. Das Gehirn ist ein unglaubliches Organ. Hilft es, wenn man den jungen Leuten erklärt, dass fast alles was wir erleben und wie wir es erleben nur durch unser Denken gesteuert wird? Es ist unglaublich befriedigend zu denken und zu wissen. Das Gehirn ist unser größtes Sexualorgan. Hilft das jungen Leuten? Vielleicht. Auf jeden Fall ist Motivation alles und es sind die Ziele, die wir uns vor Augen führen müssen. Wissen ist tatsächlich Macht! Es gibt eine kurze Zeitspanne in der Jugend alles erreichen kann. Es gilt alle Angebote zu nutzen und seine Ziele zu definieren. Es gilt, keine Zeit zu verlieren und die Chancen ungenutzt vorbeiziehen zu lassen. Lernen ist so unglaublich wichtig. Aber Wissen ist viel wichtiger! Motivation ist alles! Ich sehe junge Leute, die ihre Drogenerfahrungen machen wollen und für die es wichtiger ist Gras zu rauchen als Auto fahren zu dürfen. Eines Tages werden sie aufwachen und feststellen, dass die wichtigste Zeit in ihrem Leben an ihnen vorbeigegangen ist. Und auf der anderen Seite sind da die jungen Leute, die nach dem Abitur als Au Pair in den USA arbeiten. Wer dann zurückkommt, dem stehen alle Optionen offen. Was soll ich sagen? Lernen lohnt sich und Motivation ist alles. Wie man Motivation aufbauen kann? Ganz einfach: Coaching kann helfen. Es ist schon interessant, dass es in unseren Schulen hauptsächlich um Wissensvermittlung geht. Coaching ist anlaßbezogenes Lernen. Es hilft zu lernen, wie lernen funktioniert.

 

Coaching ist anders


Wir erleben einen richtigen Coaching-Boom. Eine verwirrende Vielfalt angeblicher Coachs ist dabei den Begriff total zu verwässern. Für Coaching, eine hoffnungsvolle Sparte der positiven Psychologie ist das eine gefährliche Entwicklung. Ein Ernährungscoach ist in Wirklichkeit ein Ernährungsberater. Ein Personal Coach ist eher ein Personal Trainer. Sie meisten Unternehmercoachs sind Unternehmensberater. Gründercoaching ist ein typisches Beispiel für die irreführende unausgesprochene Behauptung, dass Coaching dort eine tragende Rolle spielen würde. Das ist nicht der Fall. Beim Gründercoaching, gekoppelt mit Fördergeldern des KfW handelt es sich eher um eine gezielte Unterstützung von Gründern bei der Ausarbeitung von Businessplänen, Marketingmaßnahmen, der Bereitsstellung von rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Coaching ist etwas anderes. Der Blick in die einschlägige Literatur hilft weiter. Ein wichtiger Anhaltspunkt, was Coaching ist, ist bei den führenden Coachingvereinigungen zu finden. Dabei ist der die International Coach Federation (ICF) mit ihrer Zentrale in Washington D.C., der größte und einflussreichste Verband der Welt. Eine Zertifizierung beim ICF ist für jeden Coach ein wichtiges Ziel. Eine Zertifizierung bei einem der großen deutschen Coachinggesellschaften ist möglich. Es gibt Bestrebungen, Standards für die Coachingausbildung zu definieren. Es steht außer Frage, dass ein Coach – weiblich oder männlich, Voraussetzungen haben muss, die sich im Laufe eines langen Berufslebens ausprägen. Eine lange Praxis als Psychologe oder Therapeut kann eine gute Voraussetzung für einen Coach sein. Andere Coachs kommen aus den Führungsebenen von Wirtschaft und Öffentlichem Dienst. Langjährige Berater, Consultants, Trainer und insbesonders NLP-Experten können wirkungsvolle Coachingfähigkeiten ausprägen. Ein Coach ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die in der Lage ist seine Klienten vertrauensvoll zu führen und ihnen gleichzeitig nichts aufzudrücken. Ein Coach ist in der Lage die Persönlichkeit seiner Klienten zu erkennen und scheinbar spielerisch weiterzuentwickeln. Das Ziel von Coaching ist sehr oft, begrenzende Denkansätze beim Klienten zu beseitigen und ihn für einen großen Sprung bei der Persönlichkeitsentwicklung vorzubereiten. Der Coach gibt Impulse und hilft den Prozess in Gang zu setzen. Oft genügen wenige Sitzungen um das zu erreichen. Ein Coaching ist ein Startprozess. Insofern ist der Begriff des Gründercoachings möglicherweise doch nicht ganz falsch. Ein Coach beherrscht die Grundlagen von NLP und psychologischer Beratung. Es gibt kaum einen guten Coach, der nicht bereits das vierzigste Lebensjahr überschritten hat. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein wirkungsvoller Coach sollte unbedingt eine sehr hohe Entwicklungsstufe erreicht haben. Kegans Modell – Die Entwicklungsstufen des Selbst – liefern hier einen wichtigen Anhaltspunkt.

Coaching für Realisten


Ich muss es einfach mal los werden. Ich habe ein Problem mit Leuten, die ständig auf der Mission sind die Welt und vor allem die Welt in uns, verbessern zu wollen. Das hat nichts mit Coaching zu tun. Ewig freundlich grinsende, immer ausgeglichene, Menschenversteher gehen mir mächtig auf die Nerven. Das ist genau das selbe wie diese Flut von ekelhaft, schmierigen Frauenverstehern, die heutzutage überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Niemand braucht so etwas.
Wenn von Coaching die Rede ist, geht es durchaus um psychologische Beratung. Coaching hat aus meiner Sicht nichts mit Esoterik zu tun. Das ist jedenfalls nicht mein Ansatz. Es mag ja durchaus erfolgreiche Coachs geben, die mit Klangschalen und Duftkerzen, Myhrre und Weihrauch, hantieren. Ja, es ist wichtig, dem Klienten eine Umgebung zu schaffen, die er als angenehm empfindet. Aber Coaching ist das nicht. Da geht es viel öfter um das Heraustreten aus der Komfortzone. Wer Veränderung will, muss aktiv werden. Ein Coaching setzt genau an dieser Stelle an.
Was macht einen Coach kompetent? Was für Fähigkeiten muss er haben? Woran erkennt man die Qualität eines Coachs? Diese Fragen sind sehr wichtig, weil sich niemand auf ein Coaching einlassen kann, der nicht von der Kompetenz „seines“ Coach absolut überzeugt ist.
Je mehr Kompetenzen und Berufserfahrung ein Coach hat, um so besser kann er sich auf die individuelle Situation seines Klienten hineinversetzen. Allerdings sollte der kompetente Coach nicht wie ein Bauchladenhändler daherkommen, der „für jeden etwas“ anzubieten hat. Das ist nicht glaubwürdig und das siehst nicht nach einem kompetenten Coach aus. Wie bei jedem Beraterberuf muss sich auch ein Coach in auf eine Reihe von Kernkompetenzen konzentrieren. Er sollte jedoch nicht nur ein Werkzeug in seinem Werkzeugkasten haben. Ein Schweizer Taschenmesser ist da schon ein sinnvolleres Werkzeug. Ein Klempner kann nicht alles nur mit einem einzigen Schraubendreher oder einer Bohrmaschine erledigen. Der psychologisch oder psychotherapeutisch ausgebildete Coach, der dazu neigt jedes Thema aus dieser Richtung zu lösen, ist genau so falsch unterwegs wie ein Coach ohne psychologischen Erfahrungshintergrund, der aus jedem Anliegen ein Organisations- oder Strategiethema macht. Coaching ist Beides. Sowohl kühle Organisationsaufstellung, als auch der weiche, menschliche Faktor. Ein Coach muss in beiden Welten Zuhause sein. Ich wiederhole mich möglicherweise. Aber ein Coach deckt nicht nur die psychologische Ebene (-10 …. 0) ab, sondern vor allem die positive Richtung (0 … +10). Psychologen beschäftigen sich oft mit den Ursachen und der Vergangenheit, während ein Coach vor allem in der Zukunft unterwegs ist. Das ist keine Zauberei und kein Hexenwerk, sondern Handwerk. Ein Coach ist ein Meister seines Faches. Er kann vieles lernen und sich aneignen, aber das Wichtigste an einem Coach ist, dass er ein guter Leiter ist. Menschen merken, ob sie jemand vertrauen und ihm folgen können. Das hat sehr viel mit moralischen und ethischen Grundsätzen zu tun. Ein Coach muss sich auf seinen Klienten einstellen und ihm das sichere Gefühl geben, dass er absolut vertrauenswürdig und erfolgreich arbeiten wird. Wenn das Vertrauensverhältnis nicht aufgebaut werden kann, funktioniert psychologische Beratung und insbesondere Coaching nicht. Ein Coach kann auf die Frage, warum er Coach ist und was seine Visionen und Ziele sind, eine eindeutige Antwort geben. Stellen Sie dem Coach Ihrer Wahl diese Fragen, so werden Sie sehr schnell erkennen, mit wem Sie es zu tun haben. Und dann entscheiden Sie sich, ob der Coach die Kompetenz hat, die Sie für das Erreichen Ihrer Ziele brauchen.

Selbstcoaching


Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches. (Johann Wolfgang von Goethe)

Johann Wolfgang von Goethe at age 69

Johann Wolfgang von Goethe at age 69 (Photo credit: Wikipedia)

Das Beste am Coaching ist die Fähigkeit zum Selbstcoaching. Ein Coaching oder eine CoachingAusbildung ermöglichen PersönlichkeitsEntwicklungen, die weit über die eigentlichen Sitzungen hinausgehen. Jeder professionelle Coach weiß, wovon die Rede ist. Ein einziges Wochenendseminar kann dein ganzes Leben verändern. Ich schreibe mal nicht allgemein Sie, sondern ganz bewusst Du. Das ist so ungefähr das Erste, was bei einem Coaching vereinbart wird, um Vertrautheit und Nähe zu unterstreichen. Beim Selbstcoaching ist es sicher nicht angebracht wenn Du Dich Siezt. Oder? Also, ich sag mal einfach Du zu Dir. Ist das in Ordnung für Dich? Ansonsten brauchst Du ja nicht weiterlesen. Schreibe mir einfach eine Mail mit der Bitte beim Sie zu bleiben. Aber ehrlich: Beim Selbstcoaching macht Sie wirklich keinen Sinn. Dieses gestelzte und unpersönliche Sie ist eine Barriere der deutschen Sprache.
Wenn Du Dein erstes Coaching hinter dich gebracht hast, dann wirst Du einiges über Psychologie und Psychologische Beratung wissen. Du wirst dich vielleicht ärgern, dass du nicht Psychologie studiert hast und die wirst das alles mit ganz anderen Augen sehen. Du wirst erkennen, dass es kaum ein faszinierenderes Wissensgebiet als das menschliche Gehirn gibt. Der Mensch besitzt 10hoch12 Gehirnzellen. Das Universum umfasst etwa 10hoch22 Sterne. Wenn du bedenkst, dass eine Zelle Verbindungen zu mehreren Zellen ausnehmen kann, dann wird dir sehr schnell klar werden, dass das menschliche Gehirn astronomische Dimensionen erreicht. Wir nutzen nur einen kleinen Teil davon. Wir können viel mehr, als wir ahnen.
Wir können uns zum Beispiel sehr viel mehr merken und auswendig lernen, als uns bewusst ist. Die meisten unserer Mitmenschen wissen das nicht. Sie können sich nicht einmal eine Telefonnummer merken, weil sie es noch nie ausprobiert haben. Hast du dich auch schon mal gefragt, warum man in der Schule alles mögliche lernt, aber nicht die Fähigkeit zu lernen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir jemals ein Lehrer beigebracht hätte, wie ich am besten lerne und mir Dinge merke. Das ging immer nur mit der Brechstange. Immer schwebte eine Drohung im Raum: “Du lernst jetzt dieses Gedicht oder er gibt schlechte Noten!” Kennst du das? Und nun gebe ich dir eine tolle Information, die dein Leben verändern wird. Coaching ist genau das, was man uns niemals beigebracht hat. Coaching ist anlassbezogenes Lernen und es ist Hilfe zur Selbsthilfe pur. Du lernst nicht nur eine neue Kommunikationstechnik. Du wirst in die Lage versetzt viel mehr über dich und andere zu erfahren und dich immer weiterzuentwickeln. Coaching mag ein überstrapaziertes Buzzwort geworden sein. Du wirst das bald anders sehen. Coaching ist der Urknall, der dich in ein völlig neues Universum katapultiert. Du wirst vieles anders sehen und erkennen, dass es keine Grenzen mehr für dich gibt.  Begrenzende Glaubenssätze werden dich nicht mehr an unsichtbaren Fäden gefangen halten. Im Gegenteil! Du wirst erkennen, dass Glauben und Hoffnung und Liebe sehr viel mehr sind als leere Kapseln. Das hört sich ganz schon nach christlichen Glauben an. Das weiß ich. Was ich dir sagen will ist nur, dass es selbst bei einem so traditionellen Werteuniversum keine Grenzen mehr gibt. Du wirst erkennen, wie sich dein Horizont erweitert und Grenzen verschwinden. Es ist wie der Fall der Berliner Mauer. Plötzlich ist alles ganz anders.

Wenn du dich also auf den Weg machen willst um ein professioneller Coach zu werden, dann bedenke, dass du beides sein wirst. Du bist dann  Coach und Coachee gleichzeitig. Du bist dein eigener Coach. Coaching wird dein Leben verändern! Deine Persönlichkeit wird sich entwickeln. Ein Coach ist immer zuerst sein eigener Coach. Selbstcoaching ist mehr als Reflektion. Es ist mehr als eine erlernte Technik. Selbstcoaching ist eine neue und gleichzeitig uralte Technologie von Menschen, die mehr vom Leben wollen, als die Masse.

Eine sinnvolle Investition


„Das Coachinghonorar war eine der sinnvollsten Ausgaben, die ich jemals in meinen Erfolg investiert habe!“ (Danksagung auf der Webseite eines erfolgreichen Managementberaters und Coaches)

Wer einmal einen Coachingprozess erlebt hat, weiß genau wovon die Rede ist. Coaching ist kein esotherisches Zauberwerk oder die berühmte Sitzung auf der Couch des Psychoanalytikers. Die Zusammenarbeit mit einem Coach beruht vor allem auf Vertrauen.

Vertrauen ist das Schlüsselwort.
Vertrauen in die eigenen Kompetenzen.
Vertrauen in den Coach als Persönlichkeit und als kompetenten Gesprächspartner und Begleiter.
Vertrauen in die Möglichkeiten von Coachingprozessen.
Jeder Spitzensportler weiß, wie wichtig ein Spitzencoach ist. Verkäufer brauchen ab und zu die ganz persönliche Beratung durch einen Coach. Motivation ist alles! Manager suchen und finden ihren persönlichen Coach. Immer mehr Unternehmen planen Budgets für Beratung mit ein. Sie wissen sehr genau, warum sie das tun. Es wird heute immer schwerer, gute Mitarbeiter zu bekommen. Die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters ist zeitaufwändig und schwierig. Es ist viel leichter einen guten Mitarbeiter, oder eine gute Mitarbeiterin zu verlieren, als ihn oder sie zu ersetzen. Manche Mitarbeiter erfüllen Aufgaben, die nach ihrem Weggehen durch zwei oder mehr neue Mitarbeiter erledigt werden müssen. Rechtzeitiges begleitendes Coaching kann helfen, solche Mitarbeiter zu begleiten und sie gleichzeitig zu entlasten.

Ideal sind Führungskräfte, die ihrer Aufgabe tatsächlich gerecht werden. Die meisten Führungskräfte kommen direkt vom Studium in ein Team und verfügen über keinerlei Führungskompetenz. Es ist zwar zunächst sehr schmeichelhaft für junge Mitarbeiter, wenn Ihnen die Laufbahn als Chef geöffnet wird. Wenn sie dann tatsächlich Abteilungsleiter oder Geschäftsführer werden, folgt oft die Ernüchterung. Das hatten sie sich ganz anders vorgestellt. Die Probleme und Schwierigkeiten, die nun kommen sind ganz anders, als sie es sich gedacht hatten. Es ist einfacher über die Unzulänglichkeiten eines Vorgesetzten zu klagen, als selbst diese Aufgabe zu übernehmen. Genau an dieser Stelle ist es sinnvoll einen Coach als Begleiter und Feebackgeber zu engagieren. Das wird in Zukunft selbstverständlich werden. Ein Coach muss nicht permanent vor Ort sein. Das wäre auch viel zu teuer. Aber es ist durchaus sinnvoll einen Coach-Pool vorzuhalten, der bei Bedarf abgerufen werden kann. Coaching ist anlaßbezogenes Lernen. Wer einmal diesen Lernprozess durchlaufen hat, wird immer wieder diese Möglichkeit nutzen. Wenn Manager einen eigenen Coach zur Verfügung gestellt bekommen, dann machen sie in der Regel auch Gebrauch von dieser Möglichkeit. Es lohnt sich.

Coach an Bord


Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden.

Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden. (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Was kann man eigentlich mit einem externen Coach anfangen? Wozu kann man ihn einsetzen und was kann er erreichen? Zugegeben, Coaching ist immer noch so eine Sache. Alle reden von Coaching und jeder versteht etwas anderes darunter. Warum sollte man sich einen Coach leisten, wenn man nicht einmal weiß, was der für einen tun kann? Was macht man mit einem Schweizer Taschenmesser? Ein Coach kann zum Beispiel erst einmal ein wenig Licht in das Dunkel bringen und klären, was Coaching bedeutet und was man damit anfangen kann. Ein guter Coach kann das.
Boris Grundl, der bekannte ManagerCoach stellte einmal die Frage, die jeden Manager interessieren sollte. „Coachen Sie Ihre Mitarbeiter richtig?“ Er grenzt den Coachingbegriff im Führungsalltag ganz klar von einer therapeutischen Zielstellung ab und versteht Coaching eher als Hilfe zur Umsetzung von Arbeitsaufgaben. Coaching im Managementumfeld ist eher eine Umsetzungsbegleitung. Um erfolgreich zu coachen, muss man zuerst den Menschen erreichen. Es gibt keinen mechanischen Ablauf. Wenn der Coach den Menschen nicht erreicht, hat er keine Chance, den Prozess erfolgreich zu steuern. Ein Manager als Coach zeigt dem Mitarbeiter nicht, was er wie zu machen hat, sondern er geht anders vor. Er stellt Fragen. „Was brauchen Sie, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Unterstützung kann ich Ihnen geben? Woran könnte das Projekt scheitern? Ich bin für Sie da, wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es sich wünschen.“ Ganz anders würde ein ungeduldiger Chef argumentieren. „Warum geht das nicht schneller? Was brauchen Sie denn noch alles? Ich würde es sowieso anders machen! Ich verstehe nicht, warum Sie das immer noch nicht im Griff haben! Ich möchte Ergebnisse sehen, alles Andere ist mir egal!“
Ein Coach ist an der Entwicklung seines Klienten interessiert. Er begleitet seinen Coachee auf dem Weg zum Ziel und ein wichtiges Ziel ist immer die Verbesserung der Fähigkeiten und der Performance seiner Klienten. Im Unternehmensumfeld ist dieser Aspekt besonders interessant. Mitarbeiter, die in ihrem Chef einen kritischen aber hilfreichen Coach erkennen, fühlen sich gut aufgehoben und tun gerne etwas mehr für ihr Unternehmen. So betreute Mitarbeiter haben Interesse am Erfolg ihres Unternehmens und arbeiten härter als andere, die sich nicht mitgenommen fühlen. Ein Coach in einem Unternehmen kann viele Aufgaben übernehmen. Er hilft dem Management beim Coaching der Mitarbeiter. Er coacht das Management. Er sorgt dafür, dass die Atmosphäre in einem Unternehmen sich nachhaltig positiv entwickelt. Achtsamer Umgang der Mitarbeiter untereinander, im Umgang mit dem Management und nicht zuletzt mit den Kunden führt zwangsläufig zu einem wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Wer darauf verzichten möchte, braucht keinen Coach. Für alle anderen empfehlen wir Coaching.

 

Mitarbeiter führen heisst loslassen

Mitarbeiter führen heisst loslassen (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Offene Worte über Coaching


Es gibt viele Ansichten über Coaching. Wer ist ein Coach und was tut er? Zuerst einmal eine wichtige Feststellung. Ein Coach ist ein ganz besonderer Mensch, der gut ist in allem was er tut. Ein Coach ist ein Coach. Ich bin mir sicher, dass Sie das sofort erkennen werden, wenn Sie einem begegnen. Wenn Sie den Eindruck haben es mit einem Schwätzer zu tun zu haben, dann haben Sie es mit Sicherheit nicht mit einem Coach zu tun, der mit Ihnen arbeiten kann.
Es ist eine kindliche Vorstellung, man müsse nur ein paar tausend Euro in die Hand nehmen, eine Coachingausbildung absolvieren und könne dann in diesem wunderbaren neuen Beruf sehr viel Geld verdienen. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt heute nur sehr wenige Menschen, die als Coach ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Weiterbildungsakademien sind natürlich ganz anderer Ansicht, denn sie verdienen gutes Geld mit der Ausbildung von Menschen, die gerne als Coach arbeiten wollen. Aber fragen Sie sich selbst, ob Sie auch nur 60 Euro pro Stunde für ein Coaching ausgeben würden oder ob Ihr Unternehmen bereit wäre 200,- Euro für einen professionellen Coach auszugeben. Das sind Hausnummern, die nur ein wenig Farbe in die Diskussion bringen sollen. 60 Euro pro Stunde wäre das absolute Miniumum für einen Coach. Aber fragen Sie sich, was Sie dafür erwarten würden? Was könnten Sie mit 60 Euro alles anfangen? Sie könnten sich einen Restaurantbesuch leisten oder ein Konzert besuchen. Für 60 Euro können Sie mehrfach ins Kino gehen oder was immer Sie sich gerade vorstellen. Stellen Sie sich die Situation vor, wenn Sie zu Ihrem Chef gehen und ihn bitten für Sie ein Coaching abzusegnen. „Das kostet nur 200,- EURO pro Stunde und ich brauche nur ungefähr 10-12 Stunden!“ Ich sehe den Chef rot anlaufen. Oder aber er wirft Sie auf der Stelle raus. „Coaching?! Was soll das bringen? Was kommt dabei heraus?“ Wenn Sie jetzt immer noch über den Wert einer Coachingausbildung nachdenken, versuchen Sie nur eine Handvoll potentieller Kunden zu finden, die Geld für ein professionelles Coachig ausgeben würden. Viel Glück dabei!
Ich habe jetzt viel über Geld geredet, aber denken Sie einfach mal darüber nach, was Sie Ihren Klienten versprechen würden, wenn Sie als professioneller Coach arbeiten würden.
STOP! Denkfehler! Sie dürfen Ihren Klienten überhaupt nichts versprechen. Im Gegenteil! Coaching heilt keine Krankheiten und verhindert keine Schmerzen. Coaching ist zunächst ein Selbstfindungsprozess für den Klienten. Zugegeben, mit einem professionellen Coach geht dieser Prozess sehr viel schneller, als wenn man es selbst manchen würde. Aber nur, wenn man bereit dazu ist den Coach voll und ganz zu akzeptieren. Der Coach muss zu einem passen. Ein Coach muss immer auf einem höheren Level sein, als seine Klienten. Niemand akzeptiert einen Berater oder Begleiter, der einem nicht das Wasser reichen kann. Jeder vernünftige Mensch sucht sich Menschen, die in der Lage sind ihn weiterzubringen. Ein Coach kann auch ein Mentor sein, wenn er die Potentiale seines Klienten hoch genug einschätzt. Aber das ist dann kein Coaching mehr.
Also, was soll und was bringt Coaching? Warum sollte man überhaupt mit einem Coach zusammenarbeiten? Das ist die entscheidende Frage, die sich auch jeder professionell arbeitende Coach stellen muss. „Was wollen meine Kunden, meine Klienten von mir? Was versprechen Sie sich von einer Zusammenarbeit mit mir? Glauben Sie überhaupt daran, dass Coaching Sie voranbringt?“
Um diese Fragen zu beantworten, muss der Coachee, der Klient, bereits eine Menge über psychologische Beratung und speziell über Coaching wissen.
Womit wir beim Coachingprozess wären. Der Anfang von allem ist Vertrauen. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Potentiale. Selbstvertrauen und Vertrauen in den Coach. Die Persönlichkeit des Coaches ist grundlegend für einen erfolgreichen Prozess.

#192 Become a leader in your field!


Bundesarchiv Bild 183-38776-0001, Hadmersleben...

Bundesarchiv Bild 183-38776-0001, Hadmersleben, Grünspargelzüchter (Photo credit: Wikipedia)

Become a though leader in your field!

oder

Werden Sie ein Spitzenreiter und Vorläufer auf Ihrem Gebiet!

Was ist Ihr Gebiet? Wo sind Sie am stärksten? Was wollen Sie wirklich? Es ist die Frage aller Fragen. Sein oder Nichtsein! Das ist tatsächlich DIE FRAGE! Wo können Sie der Beste sein? Kennen Sie das Gefühl? Sie haben sich für eine Ausbildung, ein Studium, eine Spezialisierung entschieden und stellen irgendwann fest, dass Sie ein Ziel verfolgen, das vielleicht nicht so ganz das richtige Ziel ist. Was macht man da? Aufhören und etwas Neues anfangen? Das wäre naheliegend. Aber es wäre vermutlich auch falsch. Wenn wir uns die vielen jungen Leute ansehen, die eine Lehrausbildung beginnen und nicht zu Ende bringen, dann wird das Dilemma deutlich. Es ist wichtig, sich für eine Sache zu entscheiden und sie dann mit Hingabe auszufüllen. Wer eine Ausbildung begonnen hat, kann durchaus wechseln, wenn sich herausstellt, dass man etwas ganz Anderes will. Aber einfach hinwerfen und sich in den Garten setzen um auf ein Wunder zu warten? Nein! Das ist ganz sicher falsch. Aber es wird auch deutlich, dass jeder Mensch ganz genau herausfinden muss wo seine Interessen, seine Talente und seine Möglichkeiten zu finden sind. Was treibt uns an? Wem eifern wir nach? Wie immer gilt der Satz: Learn from the best! Lernen wir von den Menschen, die uns als Vorbild dienen. Das ist der erste Schritt. Wer wollen wir sein? Welche Rolle wollen wir einnehmen? Was wollen wir erreichen? Leben wir für oder gegen unsere Überzeugungen? Sind wir glücklich mit dem, was wir tun? Wissen wir genug über das was wir gerne machen wollen? Was ist Ihr Feld? Otto Scharmer beschreibt in seiner „Theory U“ das Feld als Metapher für Aufmerksamkeit und Potential. In einem Feld steckt alles drin. Ein Bauer geht im Frühjahr über das Feld und prüft den Zustand des Bodens. Er bringt die Saat aus und er beobachtet das Wachstum. Er braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit um sich in das Feld hinein zu denken. Wir selbst sind so ein Feld. Ein idealer Nährboden für eine ganz besondere Fähigkeit, die gefunden und ausgebildet werden muss. Nehmen wir an, Sie haben ein ganz besonderes Vorbild. Ein bekannter Musiker könnte so ein Vorbild sein. Er oder sie kann tanzen, singen und begnadet Klavier spielen. Können Sie das auch? Steckt das Talent in Ihnen? Oder haben Sie andere Qualitäten? Vielleicht sind Sie ein begnadeter Lehrer, der in der Lage sein wird, Jugendliche zu begeistern und bei ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten? Was ist das versteckte Talent in Ihnen? Wer wollen Sie sein? Wer werden Sie sein? Wie reagieren unsere Freunde und Bekannte, wenn wir von unseren Plänen sprechen? Trauen die uns das zu? Es ist interessant sich über seine Ideen zu unterhalten und gemeinsam immer mehr auszubauen! Diese Feldbetrachtung kann sich gerne schnell ausbreiten und groß werden. Machen Sie sich ein Mindmap Ihrer Ideen! Betrachten Sie Ihre Möglichkeiten! Lassen Sie sich nicht einschränken, sondern lassen Sie es zu: So werden Sie zu einem Menschen, der in der Lage ist neue Wege zu gehen. Andere werden Ihnen möglicherweise folgen. Wäre das etwas für Sie? Reden Sie einfach mit dem Coach Ihres Vertrauens. Der weiß wie man solche Gespräche führt. Und denken Sie immer daran: Sie können nur da am besten werden, wo Ihre Talente und Ihre Berufungen zu finden sind. Wenn Sie an dieser Stelle ansetzen und voller Energie dran bleiben, dann werden Sie Erfolg haben! Betrachten Sie Ihr Feld und Ihre Möglichkeiten ganz genau. Nehmen Sie sich die Zeit dafür. Fühlen Sie sich hinein. Sie werden es wissen, wenn es so weit ist.

#184 Informatikunterricht an den Schulen


Der Informatikunterricht an den Schulen ist auf dem besten Weg, den Status von Handarbeitskursen zu erreichen. Die Bedeutung dieses Fachgebietes wird einerseits völlig unterschätzt und andererseits wird es immer schwieriger, die Schüler für Informatik zu begeistern. Das liegt zum Teil an den allgegenwärtigen Computern neuester Bauart, die den Jugendlichen heute selbstverständlich zur Verfügung stehen. Viele Lehrer haben ein Problem mit dem Fach. Das ist kein Wunder. Es ist genau so, als ob ein Mathematiklehrer den Schülern der 12. Klasse die Grundlagen der Mathematik nahe bringen möchte. Der Unterricht geht zu allem Überfluß völlig an den Bedürfnissen der Industrie vorbei. Was nützt es, wenn im Informatikunterricht an Excel-Tabellen und Webseiten herumgefrickelt wird? Was waren das noch für Zeiten, als es faszinierend war, wenn man sein erstes Basic-Programm geschrieben hatte und es sofort voller Begeisterung ausprobieren und variieren konnte. Der Informatikunterricht muss sich grundlegend ändern. Wie wäre es, wenn die Schüler dort lernen würden, wie Apps programmiert werden? So etwas geben die Lehrpläne aber ganz sicher nicht her. Lehrer, die so etwas beherrschen, stehen nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Ein Teufelskreis. Es ist ein grundlegendes Problem, dass viele Jugendliche zwar mit Computern und Internet aufgewachsen sind und doch meist keine Ahnung haben, wie die Technologie tatsächlich funktioniert. Es ist wichtig zu wissen, wie eine Programmierumgebung benutzt wird und eigene Anwendungen erstellt werden. Das Problem kann gelöst werden. Alles was gebraucht wird ist eine geeignete Programmierumgebung und Profis, die bereit sind für die Schulen zu arbeiten. Was heute wichtig ist sind Themen wie Cloud-Computing, Virtualisierung von IT-Umgebungen und ein grundlegendes Programmierverständnis. Das sollte doch zu schaffen sein.

Ein Coach ist kein Klugscheißer


Das Beste an einem guten Coach ist, dass er kein Klugscheißer sein muss um richtig gut zu sein. Er darf sein Wissen hinterm Berg halten und durch pure Kompetenz glänzen. Wenn ich schreibe er, dann könnte ich natürlich auch sie schreiben. Es gibt ganz sicher viel mehr kompetente Frauen, die sensibel und einfühlsam coachen. Aber dieses eigenartige CoachIn passt ja auch nicht, ober? Der, Die oder Das. Die englischsprechenden Länder haben es besser. The The! The Coach! Problem erkannt – Problem gebannt!

English: Head coach Jamie Dixon (clipboard) hu...

Also, wenn ich von dem Coach spreche, dann meine ich immer auch den weiblichen Coach „die Coach“. Der Coach ist immer eine Frau oder ein Mann oder meinetwegen auch jemand, der sich nicht eindeutig entscheiden kann. Es ist egal, solange sich alle an die Ethikgrundlagen des ICF halten. Zurück zum Thema. Ein Coach muss nicht durch Faktenwissen glänzen. Er muss aber sehr viel Einfühlungsvermögen und Prozesskompetenz mitbringen. Und er muss vor allem eines haben: eine ausgezeichnete Kinderstube und natürlichen Charme. Das kann man ganz schlecht trainieren. Ein aufgesetztes Lächeln entgleitet und trainierte Umgangsfloskeln werden schnell schmierig und klebrig. Augen auf bei der Wahl des Coach! Ein Telefonat und ein persönliches Treffen zum Erstgespräch geben sehr schnell Klarheit über die Persönlichkeit eines Coach. Dummschwätzer und naive Plaudertaschen werden sehr schnell entlarvt und damit ist das Coaching auch schon vorbei. Diese Ausstiegsklausel ist immer ein grundlegender Bestandteil des Vertrages. Die Coachingverbände sind sicher einig darüber, dass jedes Coaching von beiden Parteien jederzeit gekündigt werden kann, auch wenn der Vertrag mündlich abgesprochen wurde. Die Konditionen werden sicher wechseln. Das Wichtigste an einem Coach ist, dass er tatsächlich eine natürliche Kompetenz und Persönlichkeit mitbringt. Es ist wie im richtigen Leben. Eine Führungskraft wird niemand dazu bringen ihr zu folgen, nur weil ihr ein Posten oder ein Amt verliehen wurde. Niemand folgt freiwillig einem Menschen, der keinerlei Aura und Führungskraft aufweist. Für einen Coach gilt das im Besonderen. Niemand akzeptiert einen inkompetenten Dummkopf, der sich Coach nennt und ansonsten nicht den Eindruck macht einer zu sein. Da hilft auch kein Zertifikat oder Diplom. Einen Coach erkennt man einfach. Ob Coach gut ist oder nicht, stellte sich allerdings erst im Lauf des Coachingprozesses heraus. Die Chemie muss stimmen. Der Klient muss ja auch in den Coachingprozess mit einsteigen. Wenn der Coachee mauert oder nicht ganz ehrlich mitspielt, dann funktioniert das nicht. Es ist genau wie in der Psychotherapie oder bei anderen Beratungsformaten. Wenn die Bereitschaft des Klienten nicht vorhanden ist, ist die Beratung vorbei. Der Coach wird das ansprechen und das Coaching beenden. Das hat nichts mit der Kompetenz des Coach zu tun. Ganz im Gegenteil. Ein Coach kann jederzeit sagen: „Tut mir Leid! Das wird nichts mit uns! Ich schlage vor das Coaching hier und heute zu beenden.“ In vielen Fällen kann es sogar sein, dass der Coachee sich eines Besseren besinnt und den Coach akzeptiert. (Schau mal her! Der will ja wirklich mit mir arbeiten und nicht nur mein Geld!) Genau so ist es! Professionelles Coaching kann sich wirklich nicht erlauben, unprofessionell zu erscheinen. Es geht nicht nur um das Honorar. Es geht auch um die Weiterempfehlung und Akzeptanz. Das Beste am Coaching ist, dass der Coachee schnell merkt ob Coaching funktioniert. Da hilft keine bunte Werbung oder eine tolle Webseite, sondern nur Weiterempfehlung und das Bauchgefühl einen guten Coach gefunden zu haben. Probieren geht auch hier über studieren!

Alles was Sie jetzt sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden…..


„You have the right to remain silent. Anything you say can and will be used against you in a court of law.“ (US-Rechtsmittelbelehrung bei Festnahmen)

„Alles was Sie jetzt sagen kann und wird gegen Sie verwendet werden!“ Wir haben diesen Satz schon oft gehört. Dieser Satz gilt nicht nur für Strafverfolgungsbehörden. Er hat auch eine tiefe Bedeutung im alltäglichen Leben. Niemand kann einen Satz ungesagt machen. Was einmal unseren Mund in Form von Worten verlassen hat, bleibt bestehen. Wir können ihn nicht mehr ungeschehen machen. Ein Coach agiert völlig anders. Das ist der entscheidende Unterschied. Ein guter Coach ist ein aktiver Zuhörer, der niemals etwas gegen seinen Klienten verwendet, sondern ihm im Gegenteil dabei behilflich ist alles auszusprechen, was notwendig ist um Ziele zu formulieren und zu erreichen. In einem Coaching wird niemals auf der Aussage eines Klienten herumgeritten oder ihm gar, viel später, wieder aufgetischt. Natürlich vergisst ein Coach nicht. Aber er weiß, dass der wichtigste Punkt im Verhältnis zwischen ihm und seinem Mandanten unbedingtes Vertrauen ist. Das gilt im Übrigen für jede Form der psychologischen Beratung. Es gibt keine Wertung und schon gar keine Verurteilung. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Offenheit des Klienten dem Coach gegenüber, wenn er sich auch wagt Dinge auszusprechen, die kein gutes Licht auf ihn werfen. Vertrauen ist auch hier der Anfang von allem.

In the United States, a person who is going to...

In the United States, a person who is going to be questioned by police when he or she is in police custody must be read his or her „Miranda rights“. The Miranda warning assumes people don’t understand what their rights are so it requires police officers to read a statement to people being arrested which informs them that they have certain rights, such as the right to remain silent and the right to have an attorney. (Photo credit: Wikipedia)

Jeder kennt die Situation, wenn Unternehmensberater auftauchen und ihre Fragebögen abarbeiten. Viele haben Assessment-Center besucht und Fragen beantwortet. Hinter jeder Frage verbirgt sich etwas. Man fühlt sich hilflos und durchleuchtet. Echtes Coaching ist anders. Es geht nicht darum jemand durch Fragen in eine bestimmte Schublade zu stecken, sondern ihn zu fördern und voranzubringen. Ich will es mal in einem einfachen Satz zusammenfassen:

„Nichts was Sie hier sagen, wird jemals gegen Sie verwendet werden!“
Wenn so ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, ist es der Beginn einer ausgezeichneten Zusammenarbeit. Ich nenne das Coaching.

Das Bessere ist der Feind des Guten


Das Bessere ist der Feind des Guten – Voltaire

Irgendwas war schief gelaufen in seinem Leben. Er kam sich vor wie der Mann der aus dem 30ten Stockwerk eines Hauses gesprungen war. Als er am 10ten Stock angekommen war, fragte ihn jemand besorgt: „Wie geht es dir?“ „Bis jetzt ging alles gut! Danke!“ Der Aufschlag stand kurz bevor. Alles kam ihm wie Zeitlupe vor. Eine Rettung war unwahrscheinlich. Sein ganzes Leben kam ihm vor wie das Leben eines Fremden. Er hatte so vieles getan und irgendwie schien alles nicht ganz richtig gewesen zu sein. Wenn er gleich aufschlug, war es sowieso vorbei. Was hatte er eigentlich geschafft? Wer oder was hatte ihn daran gehindert das Leben zu führen von dem er schon immer geträumt hatte? Er war ein typischer Überflieger. So richtig schwer fiel ihm nichts. Alles was er anfing gelang ihm. Er hatte viele Talente. Aber das Einzige, was er immer werden wollte war Schriftsteller. Es war ihm klar, dass er kein Schriftsteller werden würde. Niemand ermutigte ihn dazu. Er war kein Hemingway. Also machte er das, was naheliegend war. Er lernte einen ordentlichen Beruf und er studierte. Er fand problemlos einen tollen Job und er machte eine Karriere als Manager in einem kleinen Unternehmen. Er heiratete und wurde zweimal Vater, wie es sich gehörte. Sie bauten ein Haus und reisten um die Welt und eigentlich hätte er glücklich sein sollen. Aber irgendetwas stimmte nicht. Er merkte wie ihm die Zeit davon lief. Er fühlte sich immer mehr wie der Typ, der am Ende feststellen musste, dass er gescheitert war. Er musste grinsen, als dieses Wort durch seinen Kopf schoss. „gescheit – gescheiter – gescheitert!“, sprach er laut vor sich hin und die Worte wurden vor seinem inneren Auge sichtbar. Er hatte so viele Worte in seinen Computer getippt, dass er es förmlich sehen konnte, wie Wortpaare vor seinen Augen entstanden und sinnvolle Sätze bildeten. Wörter schwebten vor seinem inneren Auge und fügten sich tanzend zusammen. Er war längst ein Schriftsteller. Allerdings war man erst ein richtiger Schriftsteller, wenn man Geld damit verdiente. Es war der falsche Ort und die falsche Zeit. Irgendwie war er immer zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Seine Zeit war nie gekommen. Er war immer kurz davor es greifen zu können und dann stand er wieder vor dem Nichts. Irgendwie hatte er es nie geschafft, das richtige Leben zu leben. Er hätte Arzt werden sollen oder Journalist. Er war Ingenieur und Programmierer gewesen, ein IT-Manager im falschen Unternehmen. Das unerträgliche Mittelmaß hatte ihn fast erdrückt. Karriere hatten andere gemacht. Andere, die weit weniger drauf hatten als er. Aber auf derartige Karrieren konnte er locker verzichten. Was war das schon? Er hatte es nie geschafft sich aus diesem lähmenden, zähen Mittelmaß zu befreien. Er war nicht irgendwer. Mark Messerschmitt – Omen es Nomen. Er hatte einen berühmten Namen und jeder glaubte, dass er zum Ingenieur geboren war. Er selbst hatte es lange geglaubt. Er hatte die klassische Karriere eines Technikers gemacht. Er war gut in allem gewesen was er anpackte. Er hatte ein gutes Händchen für technologische Entwicklungen und er erkannte immer sehr schnell, worauf es ankam. Und doch er hatte nicht das erreicht, was er hätte erreichen können. „Das Bessere ist der Feind des Guten!“, hatte sein alter Chef oft zitiert. Von wem stammte der Satz? Google gab bestimmt die richtige Antwort. Er fand es auf Anhieb: „Das Bessere ist der Feind des Guten“ (Voltaire) HEUREKA! Er hatte eine Idee! Er würde Menschen helfen, den richtigen Weg zu finden und konsequent zu verfolgen. Die Grundlagen hierfür hatte er längst gelegt. Er hatte sich eine Ausbildung als Life Coach geleistet und fühlte, dass in diesem Beruf alles drinsteckte, was wichtig war. Er war sich sicher, dass er seine Berufung gefunden hatte. Andere waren wesentlich unbegabter als er. Und er hatte einen entscheidenden Vorteil. Er hatte Lebenserfahrung und wusste, wie es sich anfühlte auf dem falschen Gleis zu fahren. Er hatte noch einen Vorteil. Er war Realist. Er würde niemals ohne einen Fallschirm von einem Hochhaus springen. Gerade noch rechtzeitig zog er die Reißleine und landete sicher auf dem Platz vor dem Hochhaus. Er packte in aller Ruhe seinen Schirm ein und verschwand dann in der Tiefgarage. Dieses Erlebnis würde er in einem Managerseminar schildern. Das war eine wirklich starke Story! „Das Beste, meine Herren, ist der Feind des Guten!“ Er würde ihnen den Wert von richtigen Zielen deutlich machen und einige seiner Studenten würden rechtzeitig einen anderen Weg wählen. Das war seine Berufung! Mark Messerschmitt war längst auf dem richtigen Weg. Im Grunde hatte er alles richtig gemacht.

Lehrer als Coach


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DSC02201 (Photo credit: Wikipedia)

Ein Statement auf einer Webseite: „Meine Erfahrungen als Lehrer machen mich zum idealen Coach für Lehrer!“ Es handelt sich um eine typische Aussage, die beliebig ausgebaut werden kann. Ehemalige Banker coachen Banker und besser noch ehemalige Banker. Unternehmer bieten Unternehmern ihre Dienste als Coach an. Erfahrenen Sportler arbeiten als Coach für Sportler. Ausgebildete Schauspieler zeigen jungen Talenten, worauf es ankommt. Tanzlehrer lehren tanzen. Klavierlehrer lehren ihre Schüler, Klavier zu spielen.
Mit Coaching hat das alles sehr wenig zu tun. Wie sieht ein typisches Gespräch zwischen zwei Lehrern aus, wenn der eine der Coach ist und der andere der Coachee? (Coachee – Klient eines Coaches) Sätze wie: „Ich weiß genau, was Sie meinen, ich habe ja schließlich die selben Erfahrungen gemacht!“, „Genau so ist es!“ oder „Das Problem kenne ich auch! Sie erzählen mir nichts Neues!“, haben keinen Platz in einem Coaching. Im Gegenteil! Coaching funktioniert anders. Ein Coach überläßt dem Klienten seine Fachkompetenz. Er stellt dem Klienten Fragen und erkennt aus den Antworten, wie die Welt des Clienten aussieht. Das geht besser, wenn man ohne Vorurteile oder eigene Erfahrungen an das Coaching herangeht. Es ist absolut wichtig, dass der Coachee seine Welt mit seinen eigenen Worten erklärt. Ein Fachmann als Coach ist da eher hinderlich, weil Sätze wie „Sie wissen schon!“ auftreten können. Ein Fachmann wird nur mit dem Kopf nicken und möglicherweise bestätigen, dass er ganz genau weiß worum es geht. Ein richtiger Coach agiert völlig anders. Er beherrscht den Prozess und stellt Fragen. Im Coaching beträgt der Gesprächsanteil der Coaches etwa 20%. Der Coachee wird durch gezielte Fragen in die Lage versetzt die restlichen 80% zu reflektieren, nachzudenken und zu reden. Auch Momente der Stille und scheinbare Ratlosigkeit gehören zu einem Coaching. Hier ist das Einfühlungsvermögen des professionellen Coach gefragt. Empathie.
Ich definiere den coachenden Fachmann gerne als Trainer, wobei ein gewisses Hintergrundwissen natürlich kein Hinderungsgrund für einen Coach ist. Er muss sich dieser Tatsache nur sehr bewusst sein und als Führungspersönlichkeit arbeiten. Das spezielle Training kann viel besser von anderen Trainern durchgeführt werden. Ein Coach ist kein Trainer. Aber er ist eine Art Lehrer. Denn Coaching ist anlassbezogenes Lernen.