Hass – Die Rache der Feiglinge – MacCoach


Hass ist die Rache des Feiglings dafür, daß er eingeschüchtert ist. /George Bernard Shaw/

Womit schon alles über Hass und Intoleranz gesagt ist. Hass ist die Rache des Feiglings. Punkt. Und wer will schon ein Feigling sein. Also: Weg mit dem Hass und her mit Großherzigkeit und aufgeklärtem Denken. Hass ist die Folge von Ohnmacht und Hilflosigkeit.

René Descartes zählte in seinem 1649 erschienenen Aufsatz über die „Leidenschaften der Seele“ den Hass zu den „sechs ursprünglichen Leidenschaften“. Er wird, wie die anderen Leidenschaften auch, von der Seele nicht etwa hervorgebracht, sondern tatsächlich „erlitten“, von außen aufgedrängt. Hass ist zwar schädlich, sagt Descartes, doch hilft er uns, Dinge, die von Übel sind, zu meiden. Damit ist Hass der Widerpart der Liebe. Wo er abstößt, zieht sie an.

Ich hasse meine eigene Unzulänglichkeit, meine Unfähigkeit entspannt zu genießen und immer gelassen zu sein. Ich hasse oft, wenn ich mich nicht so freuen kann, wie ich eigentlich sollte. Liebe beinhaltet auch immer die Möglichkeit abgelehnt oder irgendwann verlassen zu werden. Aber deswegen Liebe in Hass verwandeln? Nein. Niemals. Ich denke nicht, dass man den Menschen hassen kann, den man einmal wirklich geliebt hat. Aber vielleicht gehören Hass und Liebe doch irgendwie zusammen. Londoner Forscher haben herausgefunden, dass zwei Gehirnareale, die bei romantischem Liebesempfinden aktiv sind, auch von Hassgefühlen befeuert werden. Die Wissenschaftler glauben, damit zu erklären, „warum Liebe und Hass im wirklichen Leben so eng beieinander liegen“. Als der gefürchtete Stasi-Chef Erich Mielke der Volkskammer gegen Ende der DDR versicherte, „ich liebe doch alle“, meinte er also womöglich: „Ich hasse doch alle.“ Die Liebe der Stasi ist von Hass nicht zu unterscheiden. Es wird deutlich, dass die propagierte Liebe zu den Menschen durch Intoleranz und Ohnmacht, schnell zu Sarkasmus und Hass führen kann. Es gibt Menschen, die hassen so inbrünstig und genießen dieses Gefühl, weil sie der Liebe nicht trauen.

Wer aufrichtig hasst und darüber reden möchte, sollte sich einen Gesprächspartner suchen, der die Zusammenhänge versteht. Ein Coach sollte dazu in der Lage sein.  

Ein Leben ohne Hass ist ein erstrebenswertes Leben. Wer hasst, schränkt sich selbst ein.

 

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Was Coaching nicht ist – MacCoach


Was Coaching nicht ist

Es gibt viele Vorstellungen, was Coaching ist. In den meisten Fällen ist es das ausgerechnet nicht. Coaching ist keine Beratung, denn das ist Beratung. Coaching ist keine Seelsorge, keine Handlungsanweisung, keine Gebrauchsanleitung, kein Karrierebooster, keine Therapie, kein Training. Und Coaching ist natürlich all das – und noch viel mehr.
Verwirrend! Was also ist Coaching?
Coaching ist: (Aber das ist gar nicht das Thema!)
Kümmern wir uns zuerst einmal darum was Coaching alles nicht ist.

Ein Coach gibt keine Ratschläge oder Handlungsanweisungen. Ein Coach belässt den Klienten in seiner Welt und versucht die Welt des Klienten zu begreifen um Prozesse in Gang zu setzen, die den Klienten in die Lage versetzen, seine Ansichten zu verändern und sich weiter zu entwickeln.

Wer also einen Coach aufsucht, um zum Beispiel schnell einen neuen Lebenslauf für die Jobsuche zu erstellen oder eine Handlungsanweisung für beruflichen Erfolg zu erhalten, ist im Grunde falsch. Ich weiß, dass es jede Menge Coaches gibt, die genau so etwas anbieten. Aber das greift zu kurz. Coaching geht tiefer und ist viel mehr als das.

 

Der Coach eines Fußball- oder Basketballteams wird von vielen als Trainer gesehen. Im Sport ist das Synonym Coach = Trainer besonders tief verankert. Reines Ablauftraining ist es nicht was ein Coach wirklich macht. Es hat sehr viel mit psychologischer Beratung zu tun und es zeigt sich sehr deutlich, dass ein reiner Psychologe hier völlig fehl am Platze wäre. Der Coach eines Sportteams muss eine Ahnung von dem Sport und der Welt der Spieler, Trainer, Zuschauer haben. Eine fundierte Ahnung. Das ist vielleicht besser. Ein Coach muss sich auf jeden Fall in die Gedankenwelt und die Wirklichkeit der zu coachenden Gruppe hineinversetzen können. Und hier sind wir wieder beim Coaching von Managern und Unternehmern. Ein Geschäftsführer braucht in der Regel keine Beratung rund um sein Kerngeschäft. Wenn er etwas wissen möchte, was er noch nicht weiß, holt er sich Berater. Berater sind hier keine Coaches. Ein Coach ist sehr viel mehr als das.

Also: Coaching ist definitiv keine Expertenberatung. Im Gegenteil. Der Coach darf und muss Fragen stellen können, die implizieren, dass der Coach keine Ahnung von der Welt des Klienten hat. Er muss sie kennenlernen und deshalb genau diese Fragen stellen. Coaching ist nicht: alles bereits zu wissen und mit dem Kopf zu nicken, sich auf die Schulter zu klopfen und mit einem freundlichen Lächeln auseinander zu gehen. Coaching kann sein: “Herr Lehmann-Mohnstein: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag lang? Wie ist der typische Tagesablauf bei Ihnen?” Solche Fragen sind ein Ausschlusskriterium für einen Berater. Ein Coach darf das. Ein Coaching ist genau das.

Der Coach ist in der Lage, in die Welt des Coachee hineinzutreten und ihn in die Lage zu versetzen, seine eigenen Ressourcen zu erkennen und zu aktivieren.

Coaching für Mitarbeiter


Coaching für Mitarbeiter

Unternehmer müssen sich heute Herausforderungen stellen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Ich rede ganz bewusst nicht von Problemen, denn es handelt sich nicht um unlösbare Aufgaben, sondern um Themen, die man in den Griff bekommen kann. Vorausgesetzt, man findet die richtigen Ansatzpunkte um den Hebel anzusetzen.

Ich arbeite seit einigen Jahren mit Coaches zusammen, die im Bereich Karrierecoaching und Integrationscoaching viel Erfahrung gewonnen haben. Wir haben insbesondere mit der Agentur für Arbeit und regionalen Jobcentern zusammengearbeitet. Unsere Coaches haben fast durchweg einen akademischen Hintergrund.

Bei Supervisionen tauschen wir uns über anonymisierte Fälle aus. So bleiben wir auf dem neuesten Stand und finden immer die richtigen Werkzeuge um für unsere Klienten sehr effektiv zu arbeiten.

Ich selbst habe schon in Unternehmen gecoacht. Ein Auftrag führte mich vor einiger Zeit in die IT-Abteilung einer Bundestagsfraktion.

Ich bin davon überzeugt, dass begleitendes Coaching in Unternehmen eine enorme Ressource darstellt.
Sie werden lachen, aber immer mehr ernst zu nehmende Unternehmen beschäftigen heute sogenannte Feelgood-Manager. Wir arbeiten mit einem ausgewählten Coach-Pool für Unternehmen, die unabhängige, freiberuflich tätige Coaches bevorzugen. Das hat eine Reihe von Vorteilen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Sie wissen genau, welche Vorteile das sind.

Aber warum sollten Sie einen oder mehrere Coaches in Ihrem Unternehmen einsetzen? Was bringt das? Und: Funktioniert das tatsächlich?

Finden Sie es heraus! Ich bin gerne bereit Sie zu besuchen und über ganz konkrete Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen zu sprechen. Das beginnt bei der Mitarbeiterzufriedenheit und endet nicht zuletzt bei der Senkung von Ausfallzeiten.

 

im Plattenladen


im Plattenladen /http://record-shops.org/shops/berlin/friedrichshain/music-heaven/

 

Es gibt sie wieder, die herrlichen Läden in denen man nach Herzenslust in alten LP’s herumwühlen kann. Das ist für mich wie eine Reise in eine unbekannte Welt. Ab und zu stoße ich auf eine bemerkenswerte Platte, die ich schon besitze und dann wieder auf einen kleinen Schatz, den ich schon immer mal hören wollte. Gestern war ich abends in Friedrichshain unterwegs. Ich musste etwas Zeit vertrödeln und lief die Simon-Dach-Straße herunter in Richtung Ostkreuz, glaube ich. Überall junge und hippe Lokale. Sehr junge Menschen kreuzten meinen Weg, oder saßen in den kleinen Kneipen und Restaurants. Ich kam mir vor, wie ein Reisender in einer fremden Stadt. Das wäre wohl eher etwas für meine Tochter. Ich spüre den Unterschied, die Kluft, die mein Leben von dem allen hier trennt. Ich bin verständnisvoll und aufmerksam. Aber das hier ist was anderes.  Dann kam ich an dem Plattenladen vorbei. Ich schaute kurz durch die Fensterscheiben. Es war kurz vor 19:00 Uhr. Ein junger Mann mit spanischem Akzent sprach mich an und lud mich ein, den Laden zu betreten. Ich war natürlich sofort bereit und schaute mich um. Wie gesagt; Eine Reise in einer andere Welt. Ganz unbekannt war mir diese Welt nicht. Es war die Welt der Musik auf Vinyl. Schallplatten hatten mein halbes Leben begleitet. Ich hatte sie besessen und ich hatte Freunde, die tolle Platten von Udo Lindenberg, David Bowie und Led Zeppelin besaßen. Ich kopierte die Platten auf Band und legte in der Schule in der DISCO auf. Schwupp! War ich wieder in meiner Jugend und erinnerte mich an alles. Ich erinnerte mich an Lu und den Club am Tierpark, an die Rockkneipe in Schöneiche und nächtliches Nacktbaden am Müggelsee, Tage und Nächte in Lichtenberg. Ich erinnerte mich an die S-Bahn-Fahrten in Richtung Pankow. Man konnte die Mauer in all ihrer Häßlichkeit sehen. Wir lebten im Osten und hörten natürlich Westradio. All die Schätze, die ich damals nicht kaufen konnte, kann ich nun hier finden. Auch einige AMIGA Schätze und sogar ungarische LPs mit OMEGA, PIRAMIS, LOCOMOTIV GT entecke ich. Ich blättere mich durch die Musikstile und fühle mich einfach wunderbar. Für einen Augenblick, der die Ewigkeit bedeuten kann, spüre ich, dass ich richtig bin. Ich fühle mich frei und bin sehr zufrieden mit allem; ich lebe im Hier und Jetzt. Ich kaufe eine Compilation mit MOTOWN-Music auf der auch Papa was a Rolling Stone von den Temtations drauf ist. Da kann ich nichts falsch machen! Am späteren Abend dreht sich die schwarze Scheibe auf dem besten Schallplattenspieler den ich jemals besessen habe und das Knistern der Zwischenrillen verbreitet Lagerfeuerromantik. Es geht mir richtig gut und nun weiß ich wieder, wie ich mich ganz gezielt in diesen Zustand versetzen kann.

Womit wir wieder beim Coaching sind:

Was machen Sie, wenn es Ihnen sehr gut gehen soll?

Wie man sich richtig trennt


Eine Trennung ist nicht das Ende. Es ist der Beginn einer neuen Qualität einer Beziehung.

Es gibt Institutionen die behaupten, dass eine Ehe unauflöslich ist und Trennung die schlechteste aller Lösungen sei. Es handelt sich hier um einen gefährlichen Irrtum. Menschen entwickeln sich unterschiedlich. Es gibt viele Gründe, warum man – eine einmal getroffene Entscheidung – das Ja! zu einem geliebten Menschen, ein ganzes Leben lang aufrechterhalten sollte. Ich werde jetzt mal ausnahmsweise ganz konservativ und spreche über die Vorzüge einer lebenslangen Partnerschaft. Ich stehe dazu. Das Konzept ist gar nicht so schlecht! Es ein gutes Lebenskonzept, an Familie und Ehe festzuhalten auch wenn es mal schwer wird. Mein Kind ist und bleibt mein Kind. Daran wird sich niemals etwas ändern. Eine Ex-Ehefrau wird immer zur Familie gehören. Es geht nicht anders. Niemand kann vor seiner Vergangenheit weglaufen.

Lange bevor es zu einer Trennung kommt, muss es möglich sein, über Trennung zu sprechen. Wer glaubt, dass es besser ist, nicht darüber zu reden, ist ein gefährlicher Scharlatan. Niemand, der als Berater, Mediator oder Seelsorger unterwegs ist, darf Ratschläge geben. Es muss immer über alles gesprochen werden, auch über eine mögliche Trennung. Trennung ist immer eine Option, auch wenn es noch so schwer scheint.

Ich habe viele Beispiele vor Augen, bei denen es für die Beteiligten heute noch unmöglich ist, nach einer Trennung, vernünftig miteinander zu sprechen. Die Ursachen sind unterschiedlich, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Es ist die Unfähigkeit der beteiligten Personen, den Partner tatsächlich zu akzeptieren. Eine schief gelaufene Trennung ist nichts anderes, als die Fortführung eines lange schwelenden Konflikts. Wenn Menschen sich trennen, dann ist das eine logische Konsequenz von Ursachen, die schon lange vor der Trennung, vorhanden waren.

Auf die Frage, wie man sich richtig trennt, gibt es keine einfache Antwort. Ich denke, niemand von Ihnen hat hier eine einfache Antwort erwartet. Ein Punkt ist mir sehr wichtig. Wenn sich eine Familie trennt, dann sollte man unbedingt aufmerksam und aufrichtig miteinander umgehen. Vielleicht braucht man einen Coach oder einen Moderator um eine Trennung zu verhindern. Wenn es zur Trennung kommt, dann braucht es auf jeden Fall einer intensiven Betreuung der beteiligten Personen. Es ist völlig verrückt: Trennungswillige Paare laufen zu Rechtsanwälten und geben sehr viel Geld dafür aus. Ein gute psychologische Beratung, eine Mediation und Supervision kann hier sehr viel sinnvoller wirken.

Punkt Eins: Niemand ist Schuld an der Situation.

Punkt Zwei: Nach der Trennung ist die Beziehung längst nicht vorbei.

Punkt Drei: Konflikte müssen klar benannt und besprochen werden.

Punkt Vier: Es ist nicht einfach. Es ist Arbeit. Aber sie muss getan werden.

Punkt Fünf: Versuchen Sie nicht die schlechten Seiten des Partners hervorzuheben, sondern die guten Seiten.

Punkt Sechs: Grundlage einer guten Beziehung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit – Grundlage einer Trennung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Punkt Sieben: Wenn wir mit Dritten über den Ex-Partner sprechen, dann verraten wir immer sehr viel mehr von uns selbst, als uns bewusst ist.

Fragen wir uns immer, was das Beste für unseren Partner, unsere Familie ist.

Kürzlich erzählte mir eine junge Frau, die sich von ihrem Ehemann getrennt hatte folgende Geschichte. Sie war zu Besuch in ihrer alten Heimat und traf sich ganz selbstverständlich mit ihrem Ex. Ihm war klar, dass sie nicht zu ihm zurückkehren würde. Aber er sagte ihr, dass er sehr glücklich sei, weil er wüsste, dass sie glücklich mit ihrer neuen Liebe sei. Er sah es ihr an und er ließ sie los. Ein wunderbares Beispiel, ein Vorbild, eine gelungene Trennung. Wie können wir jemals die hassen, die wir einmal geliebt haben?

 

Der inkompetente Chef


Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ohne dass man sie exakt so formuliert, lautet:

 

“Wie gehe ich mit meinem inkompetenten Chef um?” Im Coaching ist das der Punkt an dem ich mich ersteinmal zurücklehne und mir meinen Coachee noch genauer betrachte. Ich achte auf seine Körperhaltung und beobachte seine Kinetik. Es ist still in diesen Momenten. Ich suche direkten Augenkontakt und dann frage ich den Klienten, ob er mir erlaubt Fragen zu stellen. In diesen Frage steckt der Schlüssel zur Lösung aller Probleme.

 

“Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, dass Ihr Chef nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die Sie von einem Chef erwarten. Bitte beschreiben Sie das Aufgabenfeld Ihres Chefs und Ihr eigenes Aufgabengebiet.”

 

Ich verzichte hier auf Antworten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Chef nicht der Richtige ist, dann beantworten Sie einfach die Fragen und lösen die Aufgaben, die ich hier stelle. Sie sind der Coachee, der Klient und ich stelle einfach Fragen.

 

“Welche Aufgaben hat ein Chef in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen? Was muss er können? Schreiben Sie bitte die wichtigsten 10 Kompetenzen in eine Liste!”

 

“Wer aus Ihrer Abteilung könnte den Job des Chefs besser ausfüllen?”

 

“Was sind die positiven Eigenschaften des Chefs? Wo ist er wirklich gut? Was kann er aus Ihrer Sicht am besten?”

 

“Was würde sich ändern, wenn Sie Chef werden würden?”

 

“Was erwarten Ihre Kollegen vom Chef?”

 

“Was erwartet der Vorgesetzte vom Chef?”

 

“Was ist für das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden wichtig? Bitte schreiben Sie 10 Punkte auf!”

 

“Bitte entscheiden Sie sich, wo Ihre Chef die eben genannten Punkte erfüllt. Kennzeichnen Sie den entsprechenden Punkt mit einem Haken.”

 

“Bitte entscheiden Sie, an welchen Punkten Sie die eben genannten Punkte besser erfüllen würden, als Ihr Chef. Machen Sie ein dickes PLUS+ hinter den entsprechenden Punkt und ein PLUS++, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie es wesentlich besser machen können”.

 

“Bitte überarbeiten Sie Ihre Unterlagen und senden mir das ausführliche Ergebnis per eMail. Wir haben den nächsten Termin bereits vereinbart. Ich bin gespannt auf Ihre Ausarbeitungen!”

Freiheit


Ich spreche in letzter Zeit sehr häufig mit Menschen, die Angst davor haben ihren Job zu verlieren oder die,nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, Angst haben sich der neuen Realität zu stellen. In beiden Fällen spielt der Begriff Freiheit eine Rolle. Angst vor Verlust schränkt Freiheit ein. Eine gut bezahlte Stelle ist eine gefährliche Falle. Es ist unglaublich, was Menschen mit sich machen lassenoder sich selbst antun, nur um einen Job zu erhalten. Die Angst vor dem Verlust hat tiefere Ursachen, als meine Klienten es sich selbst gegenüber zugeben würden. Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für Angst, Depressionen und Burnout. Meist ist es eine lange Leidensgeschichte, die sich in einem Coaching vor uns ausbreitet. Letztendlich geht es immer um eingeschränkte Entscheidungsfreiheit. Der Blick verengt sich und fokussiert sich immer mehr auf ein einziges Ziel. Den Erhalt des gut bezahlten Arbeitsplatzes. Ich hatte mehrfach mit angestellten Geschäftsführern zu tun, die nicht einmal ein Semester BWL studiert hatten. Es sind Vertriebsleiter, Marketingspezialisten, Abteilungsleiter und EDV-Chefs die eigenartig vereint in einem einzigen Punkt sind. Es ist die Angst neu anzufangen und einen anderen Weg zu gehen. Sie haben ihre Freiheit verloren. Das ist der Punkt.

Wie kann man sich seine Freiheit erhalten? Es ist ganz einfach. Es gibt einen guten Weg um sich seine eigene Freiheit und die Freiheit seiner Mitarbeiter zu sichern. Es geht um Kompetenzen. Ich habe schon vor Jahren mit Mitarbeitern gesprochen, die nicht bereit waren Change Prozesse aktiv mitzutragen. Die unausgesprochene Frage schwebt immer im Raum:

¨Was habe ich davon?¨ ¨Was hat das Unternehmen davon?¨ – Meine Antwort ist immer wieder die selbe:


¨Jeder Mitarbeiter, der bereit ist sich weiterzubilden, auf den neuesten Stand zu halten und letztendlich etwas mehr für das Unternehmen zu tun, ist ein Mitarbeiter der auch von anderen Unternehmen gerne angestellt werden wird. Jedes Unternehmen muss ein Interesse an solchen Mitarbeiter haben und sollte sie entsprechend fördern.“


Ein weiterer Vorteil, für derart gut aufgestellten Mitarbeiter, ist eine Resistenz gegen jede Form von Mobbing. Ein kühl kalkulierter Wechsel des Arbeitgebers ist jederzeit möglich, wenn man sich seine berufliche Freiheit erhalten kann.  

Coaching – Kommunikation mit allen Sinnen


Ein Coach kommuniziert auf mehreren Ebenen. Es geht nicht nur um das gesprochene Wort. Nonverbale Kommunikation beginnt immer mit dem Anpassen an den Gesprächspartner. Im Coaching und im NLP nennt man das Pacing. Ein guter Coach sammelt Informationen im nonverbalen Bereich. Sehr oft geht es vor allem um das, was nicht gesagt wird. Ein Coach muss sich regelrecht in seine Gesprächspartner hineindenken und hineinfühlen. In einer Gruppenaufstellung kommt es oft vor, dass sich ausnahmslos jeder Mitarbeiter positiv über das Unternehmen und den Chef äußert. Man hat das so trainiert und verinnerlicht, dass es als unprofessionell gilt, Kritik in diese Richtung zu lenken. Man sucht Ursachen für massive PerformanceProbleme und ist blind für ganz offensichtliche Dinge, die ein guter Coach auf Anhieb erkennen kann. Genau das ist der Punkt an dem man einen externen Coach einsetzen sollte. Und genau das ist es, was ich am besten kann. Das Zauberwort ist Emphatie. Ich erwähne das, weil es nicht selbstverständlich ist. Ein Grund mehr, darüber zu schreiben. Die Fragen, die sich Organisationen stellen, sind oft nicht ganz einfach in Worte zu fassen. Auf jeden Fall habe ich oft erfahren, dass es scheinbar unlösbare Probleme gibt, die nur durch radikale Schnitte oder durch vollkommen unkonventionelle Maßnahmen gelöst werden  können. Radikale Lösungen garantieren ebensowenig den erfolgreichen Umbau einer scheinbar zerrütteten Organisation,  wie es ein Coaching leisten kann. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass ein Coaching auf jeden Fall die sanftere und nachhaltigere Methode ist. Gruppencoachings beginnen bei mir immer mit ausführlichen Einzelgesprächen. Dabei geht es nicht so sehr um die mathematisch perfekte Auflistung von Informationen, Problemen und die exakte Bestimmung von Spitzen und Tälern. Menschen sind keine Roboter und sie kommunizieren keineswegs nur auf einer kühlen,  professionellen Ebene. Jeder Einzelne hat ein völlig individuelles Bild von sich und der Gruppe. Ich lege höchsten Wert auf das Vertrauen jedes Einzelnen und behandle jedes Gespräch vertraulich. Ich beobachte, wie etwas gesagt wird und ich erkenne genau, wann sich mein Gesprächspartner wirklich öffnet. Wenn ich beobachte, dass man mir etwas anderes vermitteln will, dann erkenne ich das ziemlich schnell. Auch hier ist häufige Praxis extrem wichtig. Aber nur durch Praxis und das Einstudieren von NLP- und Coaching Tools wird niemand ein Coach. Das reicht einfach nicht. Ein Wochenendseminar genügt auf gar keinen Fall um als Coach tätig zu werden.  Wenn man die grundlegenden Werkzeuge beherrscht, dann ist regelmäßige Praxis das A und O. Nicht umsonst verlangt die ICF – International Coach Federation – für eine Zertifizierung umfangreiche Nachweise der Praxis als Coach. Aber das ist ein anderes Thema. Heute geht es um nonverbale Kommunikation und die Kommunikation mit allen Sinnen. Augenkontakt ist extremwichtig, einfach unverzichtbar. Es ist unglaublich, was man in einem Gespräch erkennen kann, wenn man einfach nur den Augenkontakt aufrecht erhält. Das ist kein NLP oder Coaching -Tool, sondern einfach nur eine Fähigkeit, die jeder Berater beherrschen muss. jeder Klient spürt sofort, mit wem er es zu tun hat und entscheidet blitzschnell, ob er sich auf den Gegenüber einlassen kann, oder nicht. Ein Coach ist man erst, wenn man diese Fähigkeit besitzt. Wer das nicht beherrscht, wird auch nicht mit den aufwendigsten Taschenspielertricks als Coach arbeiten können.

Erfolg um jeden Preis?


In vielen, teilweise sehr kontrovers geführten Diskussionen stoße ich immer wieder auf die stahlharte Behauptung, dass man keine erfolgreichen Menschen coachen kann. Die würden so etwas nicht brauchen, sonst wären sie ja nicht so erfolgreich. Eine eigenartige Logik. Ich behaupte, dass erfolgreiche Manager schneller und zielgerichteter zum Erfolg kommen würden, wenn Sie Coaching als Katalysator begreifen würden. Jede wirklich erfolgreiche Karriere wird von einflussreichen und kompetenten Mentoren begleitet. Coaching und Mentoring sind sehr eng miteinander verwandt. Der einzige Unterschied ist der, dass ein Coach in der Regel nicht die Möglichkeiten eines Mentors besitzt, eine Karriere gezielt zu fördern. Wahrer Erfolg baut aber in der Regel nicht auf Protektion, sondern auf Leistung. Und damit wären wir wieder beim Coaching. Coaching ist per Definition psychologische Beratung ohne den Anspruch zu heilen. Dafür sind Psychotherapeuten und Heilpraktiker zuständig. Ein Coach hat andere Schwerpunkte. Erfolgreiche Manager geben sich tatsächlich eher die Kugel, als sich einem Psychologen anzuvertrauen.  Selbst Ärzte meiden den Gang zum Psychologen. Es macht keinen guten Eindruck, wenn man zu einem Psychologen gehen muss. Das bedeutet schliesslich, dass man Probleme hat, die man nicht alleine lösen kann. Was also sollen sie mit einem Coach anfangen? Es gibt eine Reihe von Gründen. Erfolg macht einsam. Ein Gespräch unter Gleichgesinnten, auf Augenhöhe wird sehr unwahrscheinlich,  je höher man auf der Karriereleiter steigt. Ein Coach kann ein unabhängiger Sparringpartner sein, der in der Lage ist ein professionelles Gespräch auf einem entsprechend hohen Niveau zu führen. Ein Thema für ein Besuch bei einem Coach kann zum Beispiel die Frage sein, ob Coaching überhaupt ein geeignetes Format für den speziellen Fall ist. “Ich bin ein starker Charakter! Wozu brauche ich einen Coach?”, könnte ein Ansatzpunkt sein. Der zweifelnde Klient ist viel verbreiteter im Coaching als man meinen mag. Offener Zweifel ist mir persönlich viel lieber als versteckte Verweigerung. Ich selbst kenne die Situation sehr gut. Ich war immer der Auffassung, dass ich meine Probleme selbst lösen kann. Ich würde mich niemals ohne Not einem Guru anvertrauen, der mir das Blaue vom Himmel verspricht. Ein Coach tut genau das nicht. Coaching ist immer Ergebnisoffen. Ein Partnercoaching endet sehr oft nicht mit einem glücklichen Happy End, sondern mit einer klaren und geordneten Trennung. Ein Karrierecoaching kann auch mit einer kompletten Umorientierung enden. Aber das ist keine Katastrophe, sondern eher eine Abkürzung eines langen und aufwendigen Umwegs. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

Coaching für Ärzte


Medizinisches Fachpersonal steht unter einem besonderen Druck. Besonders Ärzte und Führungskräfte in der Pflege wissen, wovon die Rede ist. Durch optimierte Geschäftsprozesse, Personaleinsparung und dem Zwang Ressourcen einzusparen, entsteht eine verhängnisvolle Situation. Psychologen stehen für erkrankte Patienten bereit und Mediziner verfügen in der Regel auch über ein sehr gutes psychologisches Wissen. Es bleibt jedoch eine wichtige Frage. Wer steht für die Ärzte zur Verfügung,  wenn die Bedarf nach einem professionellen Gespräch haben um ihre verdrängten Probleme loszuwerden? Mit den Kollegen und Vorgesetzten zu reden, ist eine mögliche Variante, aber nicht die beste Lösung. Die Familie kann auch nicht immer helfen. Der Besuch bei einem Psychologie oder Psychotherapeuten ist eine weitere Möglichkeit.  Aber es gibt eine interessante Alternative. Wer nicht krank ist, braucht keinen Arzt oder Therapeuten. Hier ist das Gespräch mit einem Coach eine gute Wahl. Ich biete so etwas an, weil ich durch Gespräche mit befreundeten Ärzten darauf hingewiesen wurde, wie wichtig eine psychologische Betreuung für diese Berufsgruppe ist. In der Regel stecken besonders Ärzte in der Vorstellung fest, dass sie ja eigentlich keine psychologische Begleitung und schon gar keinen Coach brauchen können.  Das war so ungefähr das erste, was ich klären musste, ehe ich mich an die praktische Umsetzung machen konnte. Inzwischen weiß ich mehr. Es stimmt tatsächlich! Ärzte sind auch als Coachee wahre Schwergewichte, eine richtige Herausforderung! Aber wenn es einfach wäre,  dann könnte es ja jeder machen. Ich habe lange gezögert ausgerechnet Ärzte als Zielgruppe für Coaching zu erkennen, bis ich ein Gespräch führte, das meine Entscheidung  für Ärzte sehr positiv beeinflußte. Auch das war wieder einmal einer jener Zufälle, die uns dabei helfen unsere Scheuklappen abzulegen und die blinden Punkte unserer Aufmerksamkeit zu entdecken. Ich persönlich könnte niemals Mediziner werden, nicht nur weil ich schon zu alt bin um nochmal neu anzufangen. Ein Oberarzt in einer Klinik zu sein, kann in meinen Augen kein Traumberuf sein. Allein die Vorstellung derartig rund um die Uhr eingebunden zu sein, würde mich völlig fertig machen. Allerdings gibt es da die Theorie von Mark Twain, nach der jeder Beruf, den man aus Berufung und mit Liebe macht, kein schweres Los, sondern pures Vergnügen ist, für das man auch noch sehr gut bezahlt wird. So gesehen haben es Ärzte sehr gut. Problematisch wird es jedoch, wenn die Berufung durch technische und organisatorische Zwänge überlagert wird. Eine Zeitlang kann das sehr gut kompensiert werden. Irgendwann aber kommt der Punkt, an dem das Kartenhaus plötzlich und scheinbar unerwartet zusammenbricht. Es ist wie ein unumkehrbarer Dominoeffekt. Wenn eine Lawine erst einmal ins Rollen gekommen ist, kann niemand sie mehr aufhalten. Coaching setzt viel zeitiger an. Das grundlegende Problem für Mediziner ist das, als nicht professionell wahrgenommene, Potential von Coaches, die kein psychologisches oder medizinisches Studium vorzuweisen haben. Ein Coach, der aus der technischen oder kaufmännischen Schiene kommt, ist in den Augen von Medizinern oft kein kompetenter Gesprächspartner. Ich kenne dieses Vorurteil und ich kann damit leben. Wichtig ist nur, was dabei herauskommt, wenn ein Coaching seine ganze Wirkung entfaltet. Ich bin davon überzeugt,  dass ein Coach mit technischem Hintergrund ein überraschend effizienter Gesprächspartner für einen Mediziner ist. Ich habe es oft genug erlebt. Coaching bietet immer einen Perspektivwechsel der besonderen Art.

Toolbox Coaching


In vielen Coachingausbildungen spielen Werkzeuge eine große Rolle. Ein professioneller Coach beherrscht seine Toolbox, so die allgemeine Lesart. Das stimmt teilweise, engt aber auch die Sichtweise auf Coachingprozesse ein. Wenn es so einfach wäre,  dann könnte tatsächlich jeder coachen, der einfach nur eine handvoll Tools erlernt hat. Aber so einfach funktioniert Coaching nicht. Allein die Beherrschung von Tools macht noch keinen guten Coach aus. Das merken viele euphorische Lehrgangsteilnehmer von Wochenendseminaren spätestens nach dem ersten „Coaching“. Viele sind dann enttäuscht und werfen ihr Spielzeug in die Ecke.
Vereinfachungen und Modelle dienen immer nur dem Verständnis und sind ein Ansatzpunkt für den Coachingprozess. Coaching ist ein komplexer psychologischer Prozess, ein Netzwerk voller Möglichkeiten. Ein Tool alleine führt in der Praxis nicht automatisch zum Erfolg. Der Coach selbst bringt sich immer in den Coachingprozess mit ein. Er selbst wird zum Werkzeug. Lineare Strukturen der Veränderungsarbeit sind also nicht einfach zu erkennen. Ein Coachee muss sich zuerst auf den Coach und den Prozess einlassen und selbst auch Teil der Veränderungsarbeit werden. Praktisch kann man immer wieder beobachten,  dass Klienten den Coachingprozess unterbrechen, indem sie immer wieder eigene Vorstellungen und Erfahrungen kritisch einbringen. Wir sind es gewohnt, alles zu hinterfragen. Ich kenne das Phänomen, weil ich oft in lineare Denkmuster zurückfalle. Wir können aber davon ausgehen, dass es der Coach selbst ist,  der zu einem Tool für den Coachingprozess wird. Es gibt also keine separierbare Veränderungsphase an sich. Die berühmten 7 Steps of Coaching verlaufen niemals linear und in einer zwingenden Reihenfolge ab. Es gibt keine einzelne Verãnderungsphase. Der gesamte Coachingprozess ist ein Veränderungsprozess. Der rote Faden ist nicht mehr sichtbar und das ist oft der Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Der Wunsch nach klaren Abläufen und Strukturen ist durchaus verständlich. Er führt aber direkt in eine Sackgasse. Die psychologische Ausbildung und die Erfahrungen und Persönlichkeit des Coaches sind von entscheidender Bedeutung. Hierbei geht es nicht nur um die jahrelange akademische Bildung im psychologischen Umfeld,  sondern um die Summe der Erfahrunge und die ethische und menschliche Reife des Coaches. Der pure Einsatz von Tools, von denen behauptet wird, dass sie wirken, stellt kein Allheilmittel für einen Coach dar. Parallelen zu den vielfältigen Managementansätzen sind kein Zufall. Der stumpfe Einsatz einer Managementmethode führt fast nie zum Erfolg. Die meisten Coachingtools und NLP-Werkzeuge sind, für sich alleine genommen, völlig wirkungslos, wenn sie nicht richtig verwendet werden. Profis benutzen für jede Arbeit ein spezielles Werkzeug. Wer nur mit einem Hammer umgehen kann, ist noch lange kein guter Zimmermann. Ein professioneller Coach bringt sich selbst in den Prozess ein. Er bringt nicht nur eine Werkzeugkiste mit, die er dann während des Coachings eindrucksvoll einsetzt. Toolbox Coaching ist etwas für Anfänger und Auszubildende. Nichts dagegen zu sagen: Aus jedem Anfänger könnte ein Profi werden.

Unechte Klienten und wie man damit umgeht


Oft stellt sich während des Coachings heraus, dass ich es mit einem unechten Klienten zu tun habe. Das ist wohl auch der Grund der mich nach einem Coaching-Pass für Klienten fragen lässt. Es macht einfach keinen Sinn, sich mit Menschen herumzuschlagen, die im Grunde kein Interesse an einem echten Coachingprozess haben. Es ist eine Tatsache, dass es sich bei den meisten Coachees zu Beginn des Prozesses um unechte Klienten handelt. Ich versuche dann in der Regel spätestens beim dritten Treffen das Coaching einvernehmlich zu beenden. Oft sind die Klienten dann enttäuscht. Sie haben sich gerade daran gewöhnt mit einem Coach zu arbeiten und plötzlich wird ihnen klar gemacht, dass sie sich bisher nicht sonderlich produktiv verhalten haben. Unechte Klienten outen sich oft durch Forderungen an den Coach. Manchmal versuchen sie auch, das Coaching-Gespräch zu unterbrechen und den Coach aus dem Konzept zu bringen. Ich weiß nicht, was sie damit bezwecken wollen. Im Grunde schaden sie nur sich selbst. Spätestens wenn sich herausstellt, dass der Klient im Grunde überhaupt keine Veränderungen anstrebt, sondern nach Selbstbestätigung strebt, ist es Zeit den Coaching-Vertrag zu beenden.

Für den erfahrenen Coach ist das kein Problem. Kollegen, die neu in dem Geschäft sind, werden bis zum bitteren Ende versuchen, den Prozess in Gang zu setzen. Das ist der falsche Weg! Ich bin für die klare Kante und spreche das auch eindeutig an. “Ich habe wahrgenommen, dass wir nicht ins Coaching kommen. Ich bitte Sie sich folgende Fragen nochmals vor Augen zu halten und für sich zu beantworten. Ich schlage Ihnen vor, das Coaching zu beenden und bin bereit zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu zu beginnen.” Dann lege ich dem Klienten einen Arbeitspaket auf den Tisch und beobachte seine Reaktionen.
Egal wie sich meine Klienten entscheiden, ich lasse ihnen die freie Wahl und versuche nicht mich in irgendeiner Weise zu rechtfertigen. Um es ganz klar zu sagen. “Ja! Ein Coaching ist ein Gespräch zwischen einem Coach und einem Coachee. Es ist mehr oder weniger intensiv und es ist um so effektiver, je offener und ehrlicher man miteinander umgeht.” Ein Coaching dient niemals der Selbstdarstellung von Coachee oder gar Coach. Obwohl es natürlich wichtig ist, dass der Coach sein Handwerk beherrscht. Aber um es ganz klar zu sagen. Wir nutzen regelmäßige Gespräche mit Kollegen und nutzen alles vorhandenen Möglichkeiten. Supervision und achtsames Feedback gehört dabei ebenso zu unseren Werkzeugen, wie Konfliktmanagement und Mediation. Ein Coach ist ein psychologischer Berater. Er versteht sein Handwerk, wenn er in der Lage ist zu erkennen, wann ein Coaching zuende ist. So einfach ist das.

ein Coach coacht nicht ungefragt


Gespräche und Verträge

Immer wenn wir mit anderen Menschen kommunizieren, werden unwillkürlich Verträge miteinander geschlossen. Vereinbarungen werden lautlos getroffen, Urteile gefällt und Vertrauen wird aufgebaut. Es sind kurze Augenblicke in denen diese Abstimmung passiert.

Flying apparatus of Carl Friedrich Meerwein.

Flying apparatus of Carl Friedrich Meerwein. (Photo credit: Wikipedia)t. Dann werden diese Verträge wieder gebrochen und das Vertrauen ist schnell wieder dahin. Beim Coaching betritt man einen relativ sicheren Hafen, weil zumindest einer der Vertragspartner diese Zusammenhänge kennt und den Prozess beherrschen kann. Ein Coach weiß, wie das geht. Davon wollen wir einmal ausgehen. Die Rede ist von einem echten Coach, der tatsächlich weiß wie das alles funktioniert. Ganz abgesehen davon, dass auch der beste Coach der Welt immer wieder etwas dazulernen wird. Auch das ist übrigens ein guter Grund, um Coach zu werden.

Es ist ein sicherer Hafen, wenn man sich mit einem Coach unterhält. Coachees merken das und stellen sehr schnell fest, dass es eine völlig andere Qualität hat sich mit einem Kommunikationsprofi zu unterhalten. Es fühlt sich gut und sicher an. Man kann sich darauf verlassen, dass ein Coach in der Lage ist, ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen. Allerdings ist ein Coach auch nur ein Mensch und nicht immer Coach. „Du coachst mich schon wieder!“, höre ich oft, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die wissen was ich mache. Das stimmt nicht ganz. Ich coache niemand ungefragt. Dazu ist dann wieder eine andere Art Vertrag nötig. Ein Coachingvertrag beinhaltet immer die Bereitschaft des Klienten und eine Reihe von grundlegenden Voraussetzungen. Ein Coaching funktioniert ein wenig anders als ein normales Gespräch. Voraussetzung ist die Bereitschaft des Coachee in einen Coachingprozess einzutreten und die Bereitschaft des Coach ein Coaching durchzuführen. Das geht nicht so einfach, nebenbei. Also keine Angst vor der Begegnung mit einem Coach. Glauben Sie mir: Der coacht nicht den lieben langen Tag so einfach vor sich hin. Er sagt Bescheid, wenn das Coaching beginnt.
Ein ganz normales Gespräch mit einem Coach verläuft immer ein wenig anders als mit jemand, der keine Ahnung vom Coaching hat. Aber gestatten wir es doch auch den Meistern der Zunft einmal ganz entspannt ein Gespräch zu führen. Ich persönlich coache nicht mein persönliches Umfeld. Es kann aber durchaus hilfreich sein, wenn man weiß wie Konflikte entschärft werden und wie man achtsam und aufmerksam mit seinen Mitmenschen umgeht. Das ist kein Coaching. Es ist einfach nur erwachsene Kommunikation.

Vor einigen Tagen hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mich mit einem – gelinde gesagt – einfach gestrickten Menschen zu unterhalten. Ich habe überhaupt nichts gegen Leute, die nicht die akademischen Weihen von Hochschulen und Universitäten genossen haben. Ich habe etwas gegen dumpfen Fremdenhass. Spätestens wenn lautstark „allgemein bekannte Wahrheiten“, mit dem Brustton der Überzeugung repetiert werden, dann stelle ich Fragen wie: „Ich das wirklich immer so? Gibt es Ausnahmen?“ Ich traf einen entfernten Verwandten, den ich seit vielen Jahren nicht gesehen hatte und ich bin wirklich nicht neugierig auf eine weitere Begegnung. Es tut mir Leid! Das muss ich nicht haben. Aber es war eine Erfahrung für mich. Wir unterhielten uns ungefähr 10 Minuten und dann beendete ich die Kommunikation diskret und endgültig, ohne dass der Mensch es bemerkte. Ich bin kein Freund von Schubladen. Aber primitiver, dumpfer Fremdenhass hat keinen Platz in meiner Welt. Es gibt tatsächlich Menschen, mit denen auch ein Coach nicht reden mag. Man kann schon, aber es gibt Grenzen des guten Geschmacks.
Menschen, die zumindest wissen, was Coaching ist, haben einen entscheidenden Vorteil. Jeder Blog hat sein eigenes Publikum.

Ängste? Ich habe keine Angst!


Angst

Matthias Platzeck

Matthias Platzeck (Photo credit: Wikipedia)

Wovor haben Sie Angst? Sie brauchen es nicht zu verraten, sondern einfach nur ein wenig in sich gehen. Keine Angst! Es tut nicht weh und kann Sie von einigen Annahmen befreien, die in Ihnen Angst auslösen. Nein, ich bin kein Psychiater oder Therapeut. Ich bin ein Coach. Ich beschäftige mich mit positiver Psychologie. Ängste sind zwar negativ besetzt, aber in den meisten Fällen nicht pathologisch. Angst vor Spinnen ist so eine Sache. Oder Flugangst. Kaum jemand würde sich ernsthaft zu einem Arzt begeben, um seine Flugangst in den Griff zu bekommen. Das ist nur eine kleine Phobie. Ein Gespräch mit einem erfahrenden psychologischen Berater kann helfen. Wer unter Flugangst leidet, ist in aller Regel nicht krank. Das ist ganz wichtig für Sie, denn sonst bräuchten Sie mindestens einen Therapeuten der ein Zertifikat als „Kleiner Heilpraktiker“ verfügt. Der darf dann auch heilen. Flugangst ist ein gutes Thema für ein Coaching, aber es ist hart an der Grenze. Hier kann ein Coach mit einem „Kleinen Heilpraktiker“ in der Tasche, durchaus die bessere Wahl sein.

Die meisten Ängste stecken tief in uns und wir haben gelernt, sie zu unterdrücken und zu verstecken. Ängste sitzen tief und sie lauern nur darauf herauszukommen. Ein souveränes Bewerbungsgespräch kann schnell kippen, wenn plötzlich eine versteckte Angst hochkommt und unsere Körperhaltung und unseren Gesichtsausdruck bestimmt. Angst und Unsicherheit werden deutlich sichtbar, gerade wenn es uns nicht bewusst ist. Und wenn es nur die versteckte Angst ist, das man uns Angst ansieht. Manch einer leidet unter Prüfungsangst. Auch das ist ein gutes Thema für ein Coaching. Prüfungsangst kann überwunden werden. Jeder, der einen guten Überblick über den Stoff hat der in der Prüfung angefragt wird, kann seine Prüfungsangst in den Griff bekommen. Natürlich ist es gemein und ungerecht, was da alles abgefragt werden könnte. Aber sehen wir es doch einmal aus einem anderen Blickwinkel. Eine Prüfung kann nicht alle Fähigkeiten einer langen und harten Ausbildung abbilden. Es ist immer nur ein kleiner Ausschnitt, der da abgefragt werden kann. Stellen Sie sich vor, ein Pilot hätte Prüfungsangst, weil er sich nicht so gut mit der Landung von Flugzeugen auskennen würde. Alles andere ist für ihn kein Problem und er ist überglücklich, weil in der Prüfung das Thema Landen keine Rolle gespielt hatte, sonst wäre er vielleicht durchgefallen. Ganz abgesehen davon, dass es sich hier um ein absurdes Beispiel handelt, wird doch deutlich dass es keine greifbaren Gründe für Prüfungsangst gibt. Und natürlich wird – ganz nebenbei – klar, das Flugangst unbegründet ist. Obwohl. Ein Freund von mir, er ist Professor an einer Elite Universität in Ann Arbor bei Detroit, erzählte mir einmal von einem Gespräch dass er mit einem Verkehrspiloten hatte. Sie unternehmen gerne Outdoor Ausflüge in die Wüste oder nach Kanada. Großstadtcowboys. Wenn sie tagelang unterwegs waren und am Abend mitten in der Wildnis am Feuer saßen, dann hatten sie sehr viel Zeit zum reden. Als der Professor einen Monolog über Flugsicherheit absolvierte, dachte der Pilot noch ein wenig nach und meinte dann, dass Statistik die eine Sache wäre. Er solle aber mal überlegen, wie unwahrscheinlich es sei, dass man überhaupt fliegen würde. „Tonnen Stahl mit beinahe 1000km pro Stunde in 10.000 Metern Höhe, bei heftigen Minustemperaturen außen und nur eine dünne Aluminiumhülle, die die Passagiere vor dem sicheren Tod schützt: Das ist doch das Unwahrscheinliche! Und die Krönung ist dass das Ganze von Computern gesteuert wird! – Nein glaube mir! Fliegen ist Wahnsinn!“ Der Pilot hatte sich richtig reingesteigert und wurde immer leidenschaftlicher in seiner Rede. Dann folgte ein Augenblick betretener Stille und dann lachten die Beiden laut los. Zwei harte Männer am Lagerfeuer zum Thema Flugangst. Ich erinnere mich jedes Mal daran, wenn ich in ein Flugzeug einsteige. Das Leben ist nicht sicher. Es ist hart, ungerecht und tödlich. Es ist wunderbar!

Reiterstandbild Marc Aurels, Kapitol, Rom

Reiterstandbild Marc Aurels, Kapitol, Rom (Photo credit: Wikipedia)

Marc Aurel, der römische Kaiser, dessen Selbstbetrachtungen ich oft zur Hand nehme, hat mehrfach über den plötzlichen Tod geschrieben. Ein Mann muss darauf vorbereitet sein, schreibt er. Er sollte jederzeit mit erhobenen Haupt in den Tod gehen können und keine Angst haben. Das war eben eine mörderische Zeit – damals. Aber wenn man es richtig überlegt, dann ist unsere Zeit vielleicht ein wenig anders, aber gefährlich ist es auch, was wir so tun. Auto fahren zum Beispiel kann sehr gefährlich sein. Unsere Angst sollte uns niemals steuern. Es gibt viel zu viele Gründe Angst zu haben. Es ist verrückt: Die meisten Menschen haben mehr Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes als vor dem Tod. Warum geht ein 50 jähriger extrem gut bezahlter und perfekt abgesicherter Manager lieber freiwillig in den Tod als für ein Jahr auf die Alm? Es ist total absurd, aber es ist nur übersteigerte Angst vor dem Versagen. Das muss nicht sein. Wo bitte liegt das Versagen eines Mannes der einen hohen Posten erreicht und ausgefüllt hatte? Ein konsequenter Rücktritt in einer solchen Situation wäre naheliegend. Es gibt viele Beispiele in denen Menschen ihr Leben völlig neu ausrichteten.

Der Ausstieg des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck zeigt einen anderen Weg auf. Das ist ein gutes Beispiel für einen guten Abschied. Manager sollten lernen mit ihren Ängsten offen umzugehen. Da sie sich nicht mit anderen Managern darüber unterhalten können, sollten sie mit einem Coach sprechen.

Psychologen und Coaching


Was Coaching für Psychologen bedeutet

 

Immer mehr Psychologen entdecken das Thema Coaching für sich. Das ist kein Wunder, denn es waren sehr oft Psychologen und Verhaltensforscher, die NLP und Coaching vorangebracht haben. Coachingverbände sind bestrebt anerkannte Ausbildungen und Zertifikate auf den Weg zu bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in Zukunft Fachschulen und Universitäten mehr um das Thema kümmern werden. Die IHK bietet seit längerer Zeit Weiterbildungen rund um Coaching an. Die besten Voraussetzungen für Psychologische Beratungsformate – Supervision, Mediation und Coaching – bietet eine fundierte Hochschulausbildung als Psychologe. Viele Psychologen sind ohnehin der Ansicht, dass Quereinsteiger in das Coaching, also nicht Nicht-Psychologen, keine ernst zu nehmenden Konkurrenten sind. Dieses Spannungsfeld ist vorhanden und wird sich nicht so einfach in Luft auflösen. Im Gegenteil. Viele ausgebildete Psychologen werden in das Coachingfach wechseln und bei Bedarf als Psychologe auftreten. Das ist eine komfortable Voraussetzung für eine Rundumversorgung von Mandanten. Coaching ist für Psychologen eine weitere Möglichkeit sich aus dem Negativimage des leicht verwirrten Nervendoktors zu befreien.
Quereinsteiger aus der Wirtschaft, die als Coach arbeiten, haben andere Schwerpunkte. Sie kennen die andere Seite sehr genau und versuchen, die psychologische Komponente nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Coaching kommt als Begleitung von Managern, Training und Führungskräfteentwicklung daher. Auf diesem Gebiet haben reine Psychologen das Nachsehen. Ihnen fehlt einfach die jahrelange persönliche Erfahrung in Organisationen und Unternehmen. Psychologen und Coachs werden sich irgendwo in der Mitte treffen und möglicherweise zu einer guten Zusammenarbeit finden. Das bietet sich ganz von allein an, denn sobald ein Coach feststellt, dass sein Klient eine psychische Störung mitbringt, muss er das Coaching einstellen und eine psychologische Behandlung empfehlen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Profis aus der Psychologie wird dringend erforderlich und ratsam.
Spätestens an dieser Stelle wird deutlich, dass Coaches keine Konkurrenten für Psychologen sind. Im Gegenteil! Ein guter Coach kennt gute Psychologen und empfiehlt sie seinen Klienten gerne weiter. Umgekehrt kann ein Psychologe seinen Patienten im Nachgang zu einer Behandlung ein Coaching anbieten. Auch hier besteht die Möglichkeit einer engen wechselseitigen Zusammenarbeit. Allerdings hat der ausgebildete Psychologe alle Möglichkeiten selbst als Coach aufzutreten. Die professionellen Voraussetzungen dazu hat er jedenfalls.

Selbstcoaching


Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches. (Johann Wolfgang von Goethe)

Johann Wolfgang von Goethe at age 69

Johann Wolfgang von Goethe at age 69 (Photo credit: Wikipedia)

Das Beste am Coaching ist die Fähigkeit zum Selbstcoaching. Ein Coaching oder eine CoachingAusbildung ermöglichen PersönlichkeitsEntwicklungen, die weit über die eigentlichen Sitzungen hinausgehen. Jeder professionelle Coach weiß, wovon die Rede ist. Ein einziges Wochenendseminar kann dein ganzes Leben verändern. Ich schreibe mal nicht allgemein Sie, sondern ganz bewusst Du. Das ist so ungefähr das Erste, was bei einem Coaching vereinbart wird, um Vertrautheit und Nähe zu unterstreichen. Beim Selbstcoaching ist es sicher nicht angebracht wenn Du Dich Siezt. Oder? Also, ich sag mal einfach Du zu Dir. Ist das in Ordnung für Dich? Ansonsten brauchst Du ja nicht weiterlesen. Schreibe mir einfach eine Mail mit der Bitte beim Sie zu bleiben. Aber ehrlich: Beim Selbstcoaching macht Sie wirklich keinen Sinn. Dieses gestelzte und unpersönliche Sie ist eine Barriere der deutschen Sprache.
Wenn Du Dein erstes Coaching hinter dich gebracht hast, dann wirst Du einiges über Psychologie und Psychologische Beratung wissen. Du wirst dich vielleicht ärgern, dass du nicht Psychologie studiert hast und die wirst das alles mit ganz anderen Augen sehen. Du wirst erkennen, dass es kaum ein faszinierenderes Wissensgebiet als das menschliche Gehirn gibt. Der Mensch besitzt 10hoch12 Gehirnzellen. Das Universum umfasst etwa 10hoch22 Sterne. Wenn du bedenkst, dass eine Zelle Verbindungen zu mehreren Zellen ausnehmen kann, dann wird dir sehr schnell klar werden, dass das menschliche Gehirn astronomische Dimensionen erreicht. Wir nutzen nur einen kleinen Teil davon. Wir können viel mehr, als wir ahnen.
Wir können uns zum Beispiel sehr viel mehr merken und auswendig lernen, als uns bewusst ist. Die meisten unserer Mitmenschen wissen das nicht. Sie können sich nicht einmal eine Telefonnummer merken, weil sie es noch nie ausprobiert haben. Hast du dich auch schon mal gefragt, warum man in der Schule alles mögliche lernt, aber nicht die Fähigkeit zu lernen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir jemals ein Lehrer beigebracht hätte, wie ich am besten lerne und mir Dinge merke. Das ging immer nur mit der Brechstange. Immer schwebte eine Drohung im Raum: “Du lernst jetzt dieses Gedicht oder er gibt schlechte Noten!” Kennst du das? Und nun gebe ich dir eine tolle Information, die dein Leben verändern wird. Coaching ist genau das, was man uns niemals beigebracht hat. Coaching ist anlassbezogenes Lernen und es ist Hilfe zur Selbsthilfe pur. Du lernst nicht nur eine neue Kommunikationstechnik. Du wirst in die Lage versetzt viel mehr über dich und andere zu erfahren und dich immer weiterzuentwickeln. Coaching mag ein überstrapaziertes Buzzwort geworden sein. Du wirst das bald anders sehen. Coaching ist der Urknall, der dich in ein völlig neues Universum katapultiert. Du wirst vieles anders sehen und erkennen, dass es keine Grenzen mehr für dich gibt.  Begrenzende Glaubenssätze werden dich nicht mehr an unsichtbaren Fäden gefangen halten. Im Gegenteil! Du wirst erkennen, dass Glauben und Hoffnung und Liebe sehr viel mehr sind als leere Kapseln. Das hört sich ganz schon nach christlichen Glauben an. Das weiß ich. Was ich dir sagen will ist nur, dass es selbst bei einem so traditionellen Werteuniversum keine Grenzen mehr gibt. Du wirst erkennen, wie sich dein Horizont erweitert und Grenzen verschwinden. Es ist wie der Fall der Berliner Mauer. Plötzlich ist alles ganz anders.

Wenn du dich also auf den Weg machen willst um ein professioneller Coach zu werden, dann bedenke, dass du beides sein wirst. Du bist dann  Coach und Coachee gleichzeitig. Du bist dein eigener Coach. Coaching wird dein Leben verändern! Deine Persönlichkeit wird sich entwickeln. Ein Coach ist immer zuerst sein eigener Coach. Selbstcoaching ist mehr als Reflektion. Es ist mehr als eine erlernte Technik. Selbstcoaching ist eine neue und gleichzeitig uralte Technologie von Menschen, die mehr vom Leben wollen, als die Masse.

Wertegemeinschaft


Der US-Geheimdienst NSA späht nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL offenbar gezielt die Europäische Union aus. Dies gehe aus geheimen Dokumenten hervor, die der Informant Edward Snowden mitgenommen habe und die der Spiegel teilweise einsehen konnte, wie das Magazin berichtete. 

Freunde

Die Bundeskanzlerin verhält sich professionell zurückhaltend, wenn sie auf das Thema angesprochen wird. Das ist verständlich, denn nichts ist gefährlicher als ein Nachbarschaftsstreit unter guten Freunden. Es ist doch ganz natürlich, dass unsere Freunde in den Vereinigten Staaten und um Vereinigten Königreich neugierig sind, was in Europa so los ist. Wir verstehen es ja manchmal selber nicht. Ausserdem sind die Jungs von der NSA und dem CI5 wahrscheinlich viel besser als die vom langweiligen BND. Wir Deutschen sind ja so naiv. Jedenfalls hat man den Eindruck. Vielleicht ist es auch nur hanseatisches Understatement. Mehr sein – als zeigen, ist die Devise. Vielleicht ist das so. Vielleicht leisten die ausländischen Dienste ja auch nur Schützenhilfe. Das europäische Datenschutzrecht ist möglicherweise so aufgebläht und nicht anwendbar, dass die Geheimdienste befreundeter Staaten stillschweigend unser Einverständnis für einen allumfassenden digitalen Schutzschirm haben. Wir haben es erduldet und nun bleiben wir auch ganz gelassen. Wissen wir doch, dass wir bei der Auswertung der Informationen mit einbezogen werden könnten. Das wollen sich unsere Beamten natürlich nicht verscherzen. Warum also sollten wir unseren Freunden auf die Füße treten? Spaß beiseite. Wenn der Nachbar oder der Freund anfängt in unsere Kochtöpfe zu schauen, wenn er mit einer Wanze oder einer Kamera dabei ist, wenn wir gerade intime Dinge erleben oder wenn sie jedes gesprochene und geschriebene Wort auswerten um es irgendwie zu bewerten und auszuwerten, dann hört der Spaß auf. Ich schließe mein Haus regelmäßig ab und ich erwarte, dass geklingelt wird, bevor jemand mein Haus betritt. Das ist das Mindeste, was ich an Achtung und Respekt erwarte. Und wenn ich Informationen mit meinen Nachbarn austauschen will um die Sicherheit in der Straße zu erhöhen, so ist es meine souveräne Entscheidung,  welche Daten ich zur Auswertung weitergebe.
Das Problem muss dringend geklärt werden. Die Entwicklung der IT und des Internet ist tatsächlich immer noch NEULAND, wie Kanzlerin Merkel es ausdrückte. Die meisten ahnen noch nicht einmal, was mit Hilfe des Internet möglich ist. Drohnen werden bereits heute weltweit über das Internet ferngesteuert. Die Dinger haben nicht immer nur Kameras an Bord. Das Internet wird zum Transportmedium für eine andere, einer erweiterte und einer virtuelle Realität. Der Unterschied von einem Ballerspiel auf einer Spielkonsole zur Wirklichkeit verschwimmt.
Eine virtuelle Welt entsteht. Wir sind mitten drin. Wir sind Zeuge einer Reihe von DIGITALEN REVOLUTIONEN die eine neue REALITÄT ermöglichen. Das INTERNET der DINGE ist der nächste Schritt. Jedes technische Gerät, jedes Fahrzeug, jeder Fernseher, jeder Kühlschrank, jeder WLAN-Router wird eine eigene IP-V-6 Adresse haben und von jedem Punkt der Erde aus erreichbar werden. Der Spion der aus dem Kühlschrank kommt, ist nicht mehr nur Science Fiction. Wir werden es erleben. Was heute mehr zählt als alles andere sind die ethischen Werte der guten alten Zeit. Wir brauchen mehr humanistische Ausbildung und den kulturellen Austausch um einander besser zu verstehen. Wir müssen wissen, wie unsere Nachbarn und Freunde ticken und wir sollten das unbedingt über einen angemessenen und achtsamen Umgang miteinander tun. Wenn wir dem Nachbarn nicht vertrauen, wird es gefährlich. Wir brauchen mehr als gegenseitige Überwachung. Wir brauchen Verständnis und Werte. Wir brauchen gegenseitige Achtung und Gemeinsamkeiten.

Offene Worte über Coaching


Es gibt viele Ansichten über Coaching. Wer ist ein Coach und was tut er? Zuerst einmal eine wichtige Feststellung. Ein Coach ist ein ganz besonderer Mensch, der gut ist in allem was er tut. Ein Coach ist ein Coach. Ich bin mir sicher, dass Sie das sofort erkennen werden, wenn Sie einem begegnen. Wenn Sie den Eindruck haben es mit einem Schwätzer zu tun zu haben, dann haben Sie es mit Sicherheit nicht mit einem Coach zu tun, der mit Ihnen arbeiten kann.
Es ist eine kindliche Vorstellung, man müsse nur ein paar tausend Euro in die Hand nehmen, eine Coachingausbildung absolvieren und könne dann in diesem wunderbaren neuen Beruf sehr viel Geld verdienen. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt heute nur sehr wenige Menschen, die als Coach ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Weiterbildungsakademien sind natürlich ganz anderer Ansicht, denn sie verdienen gutes Geld mit der Ausbildung von Menschen, die gerne als Coach arbeiten wollen. Aber fragen Sie sich selbst, ob Sie auch nur 60 Euro pro Stunde für ein Coaching ausgeben würden oder ob Ihr Unternehmen bereit wäre 200,- Euro für einen professionellen Coach auszugeben. Das sind Hausnummern, die nur ein wenig Farbe in die Diskussion bringen sollen. 60 Euro pro Stunde wäre das absolute Miniumum für einen Coach. Aber fragen Sie sich, was Sie dafür erwarten würden? Was könnten Sie mit 60 Euro alles anfangen? Sie könnten sich einen Restaurantbesuch leisten oder ein Konzert besuchen. Für 60 Euro können Sie mehrfach ins Kino gehen oder was immer Sie sich gerade vorstellen. Stellen Sie sich die Situation vor, wenn Sie zu Ihrem Chef gehen und ihn bitten für Sie ein Coaching abzusegnen. „Das kostet nur 200,- EURO pro Stunde und ich brauche nur ungefähr 10-12 Stunden!“ Ich sehe den Chef rot anlaufen. Oder aber er wirft Sie auf der Stelle raus. „Coaching?! Was soll das bringen? Was kommt dabei heraus?“ Wenn Sie jetzt immer noch über den Wert einer Coachingausbildung nachdenken, versuchen Sie nur eine Handvoll potentieller Kunden zu finden, die Geld für ein professionelles Coachig ausgeben würden. Viel Glück dabei!
Ich habe jetzt viel über Geld geredet, aber denken Sie einfach mal darüber nach, was Sie Ihren Klienten versprechen würden, wenn Sie als professioneller Coach arbeiten würden.
STOP! Denkfehler! Sie dürfen Ihren Klienten überhaupt nichts versprechen. Im Gegenteil! Coaching heilt keine Krankheiten und verhindert keine Schmerzen. Coaching ist zunächst ein Selbstfindungsprozess für den Klienten. Zugegeben, mit einem professionellen Coach geht dieser Prozess sehr viel schneller, als wenn man es selbst manchen würde. Aber nur, wenn man bereit dazu ist den Coach voll und ganz zu akzeptieren. Der Coach muss zu einem passen. Ein Coach muss immer auf einem höheren Level sein, als seine Klienten. Niemand akzeptiert einen Berater oder Begleiter, der einem nicht das Wasser reichen kann. Jeder vernünftige Mensch sucht sich Menschen, die in der Lage sind ihn weiterzubringen. Ein Coach kann auch ein Mentor sein, wenn er die Potentiale seines Klienten hoch genug einschätzt. Aber das ist dann kein Coaching mehr.
Also, was soll und was bringt Coaching? Warum sollte man überhaupt mit einem Coach zusammenarbeiten? Das ist die entscheidende Frage, die sich auch jeder professionell arbeitende Coach stellen muss. „Was wollen meine Kunden, meine Klienten von mir? Was versprechen Sie sich von einer Zusammenarbeit mit mir? Glauben Sie überhaupt daran, dass Coaching Sie voranbringt?“
Um diese Fragen zu beantworten, muss der Coachee, der Klient, bereits eine Menge über psychologische Beratung und speziell über Coaching wissen.
Womit wir beim Coachingprozess wären. Der Anfang von allem ist Vertrauen. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Potentiale. Selbstvertrauen und Vertrauen in den Coach. Die Persönlichkeit des Coaches ist grundlegend für einen erfolgreichen Prozess.

Motivation


Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Ze...

Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Zeitpunkt der Aufnahme unbekannt. (zwangsläufig zwischen 1911 (Umbenennung in „Wiener Kunstfilm-Industrie“) und 1919 (Neugründung als „Vita-Film“) (Photo credit: Wikipedia)

„Menschen kann man nicht motivieren, aber man kann aufhören sie zu demotivieren.“ Reinhard K. Sprenger – Mythos Motivation

Was ist das für eine Welt in der junge Menschen den Eindruck haben, nicht gebraucht zu werden, weil sie über „keinerlei Erfahrungen“ verfügen und ältere Mitarbeiter sehr schnell zum „alten Eisen“ zu gehören? Der Einstieg in die Arbeitswelt erscheint vielen zu schwierig. Abstieg und Ausstieg drohen permanent. Oft wird bereits Mitarbeitern ab 40 erklärt, dass sie den hohen Anforderungen bald nicht mehr entsprechen würden. Das ist offensichtlicher Unfug. Aber genau das gehört zum Werkzeugkasten inkompetenter Führungskräfte, die durch versteckte Drohungen versuchen Mitarbeiter zu führen. Die betroffenen Mitarbeiter schlucken derartige Bemerkungen tapfer herunter und reden nicht darüber. Damit beginnt ein Teufelskreis. Mitarbeiter, die darüber sprechen wollen, prallen auf eine eisige Mauer von Schweigenden. „Was? Man hat Dir nahegelegt, das Unternehmen zu verlassen? Mir hat das noch keiner gesagt!“ oder „Das bildest Du Dir nur ein! Sei mal nicht so empfindlich!“ Dabei bemerken die potentiellen Opfer nicht einmal, dass sie eigentlich im selben Boot sitzen. Früher oder später stehen sie vor derselben Situation, reden aber lieber nicht miteinander. Oft genügt es, sich mit einem kompetenten Menschen über die Situation zu unterhalten. Psychologische Berater mit Erfahrungen aus der Industrie sind der ideale Ansprechpartner für alle Betroffenen. Betroffen sind im Grunde alle. Die ganz jungen Leute, die noch nie ein Unternehmen von innen kennengelernt haben und auch die älteren, die kaum Erfahrungen damit haben das Unternehmen zu wechseln. Mitarbeiter, die bereits für mehrere Unternehmen gearbeitet haben, wissen, dass es überall ähnlich ist. Der Eindruck in einem besonderen Unternehmen zu arbeiten, in dem es ganz natürlich ist einem übergroßen Druck ausgesetzt zu sein tritt ganz besonders bei Mitarbeitern auf, die glauben, dass es keine Alternative für sie gibt. Was passiert eigentlich mit Mitarbeitern großer Firmengruppen, Banken und Versicherungen, wenn in aller Regelmäßigkeit Mitarbeiter freigesetzt werden müssen? Was passiert mit denen, die bleiben dürfen? Wie gestaltet sich die Karriere derer, die gehen mussten? Die, die bleiben, schätzen sich glücklich und wissen genau, dass sie die nächsten sein könnten. Motivation sieht anders aus. Demotivation scheint der Regelfall zu zu ein.

Coaching kann dabei helfen negative Glaubenssätze zu zertrümmern. Wer sagt denn, dass es keinen Job mehr nach dem Rausschmiss gibt? Wer glaubt tatsächlich, dass junge Mitarbeiter über 20 Jahre Erfahrungen verfügen müssen. Was machen eigentlich erfolgreiche Unternehmen mit ihren Mitarbeitern? Es ist ganz einfach. Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass sie die Erfahrungen der Älteren mit der Neugier der Jungen zusammenbringen müssen. Ein altes russisches Sprichwort besagt, dass die besten Gespanne aus einem alten und einem jungen Pferd bestehen. Die Erfahrung des Älteren bewahrt den Jungen vor Fehlern aus Unwissenheit und Überschwang. Hören wir auf unsere Mitarbeiter zu demotivieren. Das ist ein großer Schritt nach vorn. Coaching kann helfen.

#191 Management und Coaching


vice

vice (Photo credit: Wikipedia)

Psychologische Beratung, Mediation, Supervision und Coaching sind Werkzeuge für Führungskräfte im Management von Unternehmen und Organisationen. Diese Werkzeuge wollen beherrscht werden. Der erste Schritt zur Beherrschung von Werkzeugen ist eine aufgeräumte Werkbank und die Kenntnis der zur Verfügung stehenden Werkzeuge. Was ist ein Hammer? Wie benutzt man einen Schraubstock? Welcher Bohrer ist für welchen Dübel geeignet? Wann greift man zum Lötkolben und wann zum Schweißgerät? Welches Material wird wie bearbeitet? Zugegeben, manche Führungskräfte haben in ihrem Leben noch nicht einmal ein Vogelhäuschen zusammengebaut. Sie reden über Dinge, von denen sie tatsächlich keinerlei Ahnung haben. Kein Wunder, wenn sie direkt vom gut behüteten Elternhaus und dem Abitur nach Amerika gehen konnten um dort die Sprache zu lernen und anschließend direkt von einer Universität in die Wirtschaft gewechselt sind. Solche Manager sind klar im Vorteil. Oft schmücken sie sich mit einem Doktortitel und natürlich sprechen sie perfekt Englisch. Aber sie verstehen möglicherweise nicht, wo die Geheimnisse der Technologien zu finden sind, über die sie zu bestimmen haben. Der Zugang zu den Fachspezialisten bleibt solchen Managern oft verwehrt. Sie verstehen oft nicht, worauf es tatsächlich ankommt. Die deutsche Industrie lebt von der typisch deutschen Mentalität. Deutsche Ingenieure und Facharbeiter sind sorgfältig ausgebildete Tüftler und Perfektionisten. Sie geben sich nicht mit Mittelmaß zufrieden, sondern wollen an der Spitze stehen. Ob das in den kommenden Jahren so bleiben wird, bleibt zu hoffen. Es ist schon interessant, wie sich die Wirtschaft in den vergangenen 40 Jahren entwickelt hat. Denken wir nur an die Übermacht japanischer Unternehmen in den 1970er bis 1990er Jahren. Trotz aller Prognosen hat sich die deutsche Wirtschaft auf einem hohen Niveau behaupten können. Das hat nicht zuletzt mit der Qualität der Facharbeiterausbildung, den Diplomingenieuren und dem bodenständigen Handeln mittelständisch geprägter Unternehmer etwas zu tun.

Zurück zum Thema Management und Coaching. Manager können als Coach in ihren Unternehmen unterwegs sein. Das ist nicht der schlechteste Ansatz. Aber wie wirkt man als Coach? Wie funktioniert das und was ist zu beachten? Man muss seine Werkzeuge kennen, benennen und beherrschen. Ein guter Manager beherrscht sein Handwerkszeug. Eine gute Coaching-Ausbildung ist die Grundlage für gutes Management. Denn Coaching ist das aktuelle Werkzeug für Führungskräfte. Und jeder gute Coach weiß, dass er selbst einen Coach braucht um sich weiterzuentwickeln.

 Ein Coach ohne einen Coach ist keiner!

Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es ratsam, sich einen Coach zu suchen. Einen Begleiter, der professionell und sachlich Feedback gibt und auch in schwierigen Situationen zur Verfügung steht.

Ein Coach ist kein Klugscheißer


Das Beste an einem guten Coach ist, dass er kein Klugscheißer sein muss um richtig gut zu sein. Er darf sein Wissen hinterm Berg halten und durch pure Kompetenz glänzen. Wenn ich schreibe er, dann könnte ich natürlich auch sie schreiben. Es gibt ganz sicher viel mehr kompetente Frauen, die sensibel und einfühlsam coachen. Aber dieses eigenartige CoachIn passt ja auch nicht, ober? Der, Die oder Das. Die englischsprechenden Länder haben es besser. The The! The Coach! Problem erkannt – Problem gebannt!

English: Head coach Jamie Dixon (clipboard) hu...

Also, wenn ich von dem Coach spreche, dann meine ich immer auch den weiblichen Coach „die Coach“. Der Coach ist immer eine Frau oder ein Mann oder meinetwegen auch jemand, der sich nicht eindeutig entscheiden kann. Es ist egal, solange sich alle an die Ethikgrundlagen des ICF halten. Zurück zum Thema. Ein Coach muss nicht durch Faktenwissen glänzen. Er muss aber sehr viel Einfühlungsvermögen und Prozesskompetenz mitbringen. Und er muss vor allem eines haben: eine ausgezeichnete Kinderstube und natürlichen Charme. Das kann man ganz schlecht trainieren. Ein aufgesetztes Lächeln entgleitet und trainierte Umgangsfloskeln werden schnell schmierig und klebrig. Augen auf bei der Wahl des Coach! Ein Telefonat und ein persönliches Treffen zum Erstgespräch geben sehr schnell Klarheit über die Persönlichkeit eines Coach. Dummschwätzer und naive Plaudertaschen werden sehr schnell entlarvt und damit ist das Coaching auch schon vorbei. Diese Ausstiegsklausel ist immer ein grundlegender Bestandteil des Vertrages. Die Coachingverbände sind sicher einig darüber, dass jedes Coaching von beiden Parteien jederzeit gekündigt werden kann, auch wenn der Vertrag mündlich abgesprochen wurde. Die Konditionen werden sicher wechseln. Das Wichtigste an einem Coach ist, dass er tatsächlich eine natürliche Kompetenz und Persönlichkeit mitbringt. Es ist wie im richtigen Leben. Eine Führungskraft wird niemand dazu bringen ihr zu folgen, nur weil ihr ein Posten oder ein Amt verliehen wurde. Niemand folgt freiwillig einem Menschen, der keinerlei Aura und Führungskraft aufweist. Für einen Coach gilt das im Besonderen. Niemand akzeptiert einen inkompetenten Dummkopf, der sich Coach nennt und ansonsten nicht den Eindruck macht einer zu sein. Da hilft auch kein Zertifikat oder Diplom. Einen Coach erkennt man einfach. Ob Coach gut ist oder nicht, stellte sich allerdings erst im Lauf des Coachingprozesses heraus. Die Chemie muss stimmen. Der Klient muss ja auch in den Coachingprozess mit einsteigen. Wenn der Coachee mauert oder nicht ganz ehrlich mitspielt, dann funktioniert das nicht. Es ist genau wie in der Psychotherapie oder bei anderen Beratungsformaten. Wenn die Bereitschaft des Klienten nicht vorhanden ist, ist die Beratung vorbei. Der Coach wird das ansprechen und das Coaching beenden. Das hat nichts mit der Kompetenz des Coach zu tun. Ganz im Gegenteil. Ein Coach kann jederzeit sagen: „Tut mir Leid! Das wird nichts mit uns! Ich schlage vor das Coaching hier und heute zu beenden.“ In vielen Fällen kann es sogar sein, dass der Coachee sich eines Besseren besinnt und den Coach akzeptiert. (Schau mal her! Der will ja wirklich mit mir arbeiten und nicht nur mein Geld!) Genau so ist es! Professionelles Coaching kann sich wirklich nicht erlauben, unprofessionell zu erscheinen. Es geht nicht nur um das Honorar. Es geht auch um die Weiterempfehlung und Akzeptanz. Das Beste am Coaching ist, dass der Coachee schnell merkt ob Coaching funktioniert. Da hilft keine bunte Werbung oder eine tolle Webseite, sondern nur Weiterempfehlung und das Bauchgefühl einen guten Coach gefunden zu haben. Probieren geht auch hier über studieren!

Coach – Schlüsselberuf der Zukunft


Einige Gedanken zum Coaching – Ein neuer Beruf entsteht – Berufung Coaching!
„Mit Coaching kann man doch kein Geld verdienen!“ „Coaching ist nur eine Modeerscheinung!“ „Coaching bringt nichts! Ich habe es selbst versucht!“

English: Head coach Jamie Dixon (clipboard) hu...

So, oder so ähnlich urteilen Menschen, wenn sie mit dem Begriff Coaching konfrontiert werden. Viele meinen, dass es mal wieder so eine Art Psychologie für Leute ist, die nicht einmal studiert haben und sich nun etwas zusammenbrauen, was keine wissenschaftliche Grundlage hat. Manche bringen Coaching in die Nähe von Esotherik und fernöstlicher Philosophie und Religion. Professionelles Coaching ist weit entfernt von derartigen Dingen und viel näher an der klassischen Psychologie als man meint. Coaching ist angewandte, praktische Psychologie. Coaching steht in einer Linie mit Beratungsformaten wie Supervision, Konfliktmanagement, Seelsorge usw. Ein Coach ist in der Regel ein erfahrender Manager, eine Führungskraft mit jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Menschen, Teams und Organisationen. Interessanterweise geht die Entwicklung von Coaching eng mit der Entwicklung des Internet zusammen. Und je mehr die Technologie aus unserem Blickfeld verschwindet um so wichtiger werden zwischenmenschliche Technologien wie das Coaching. Technisch wird in Zukunft alles möglich sein. Viel wichtiger ist es für uns neue Möglichkeiten der zwischenmenschlichen Kommunikation, neue Ziele und neue Wege des Lernens zu finden. Das, was heute noch modern und neu ist wird morgen bereits hinderlich sein. Die Lehrpläne an Schulen und Universitäten sind bereits dann veraltet, wenn sie gerade fertiggestellt sind. Es wird in Zukunft darauf ankommen den Schülern und Studenten beizubringen, wie Lernen funktioniert und wie man das Beste aus sich und aus anderen herausholen kann. Genau das kann und soll Coaching leisten: Das Beste für alle Beteiligten schaffen!
„Ein professioneller Coach braucht keine Fachkenntnisse oder Kompetenz für das Kerngeschäft seiner Klienten.“ Diese Aussage ist grundlegend für das Verständnis, was Coaching ist, wie es funktioniert und was es zu leisten in der Lage ist. Ein Coach ist kein klassischer Berater. Coaching geht weit über einfache Beratungsformen hinaus. Coaching ist der nächste große Schritt. Was kann man also von einem Coach erwarten? Was bringt Coaching und warum wird Coaching in Zukunft immer wichtiger und geradezu unverzichtbar werden? Warum werden immer mehr Menschen die Zusammenarbeit mit einem Coach anstreben?
Ein kleiner Ausblick in die Zukunft
„Ich bewerbe mich für die Stelle als Geschäftsführer in Ihrem Unternehmen! Mein Coach ist ……………….. Sie finden seine Kontaktdaten auf meiner Website.“ Erfolgreiche Führungskräfte arbeiten in Zukunft immer mit einem guten Coach zusammen. Das ist schneller und professioneller als alles selbst zu machen. Hervorragende Coachs können eine große Anzahl von Coachings nachzuweisen.
Ich habe mich immer für eine handfeste, technische Ausbildung interessiert. Philosophie, Theologie und Psychologie kamen in meiner technisch orientierten Ausbildung nur am Rande vor. Das ist ein Grund, warum ich mich ungern einem Psychologen anvertrauen würde. Ein ausgebildeter Psychologe kommt für mich eher nicht als Coach in Frage, obwohl ich ganz genau weiß, dass Psychologen ihr Handwerkszeug von der Pike auf gelernt haben. Von einem Coach erwarte ich mehr. Ich erwarte Persönlichkeit, Lebenserfahrung und Berufserfahrung jenseits einer Karriere als Psychotherapeut. Ein Coach hat die Fähigkeit mein Innerstes zu inspirieren und das Beste aus mir herauszuholen, ohne mich zu verbiegen.

Alles was Sie jetzt sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden…..


„You have the right to remain silent. Anything you say can and will be used against you in a court of law.“ (US-Rechtsmittelbelehrung bei Festnahmen)

„Alles was Sie jetzt sagen kann und wird gegen Sie verwendet werden!“ Wir haben diesen Satz schon oft gehört. Dieser Satz gilt nicht nur für Strafverfolgungsbehörden. Er hat auch eine tiefe Bedeutung im alltäglichen Leben. Niemand kann einen Satz ungesagt machen. Was einmal unseren Mund in Form von Worten verlassen hat, bleibt bestehen. Wir können ihn nicht mehr ungeschehen machen. Ein Coach agiert völlig anders. Das ist der entscheidende Unterschied. Ein guter Coach ist ein aktiver Zuhörer, der niemals etwas gegen seinen Klienten verwendet, sondern ihm im Gegenteil dabei behilflich ist alles auszusprechen, was notwendig ist um Ziele zu formulieren und zu erreichen. In einem Coaching wird niemals auf der Aussage eines Klienten herumgeritten oder ihm gar, viel später, wieder aufgetischt. Natürlich vergisst ein Coach nicht. Aber er weiß, dass der wichtigste Punkt im Verhältnis zwischen ihm und seinem Mandanten unbedingtes Vertrauen ist. Das gilt im Übrigen für jede Form der psychologischen Beratung. Es gibt keine Wertung und schon gar keine Verurteilung. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Offenheit des Klienten dem Coach gegenüber, wenn er sich auch wagt Dinge auszusprechen, die kein gutes Licht auf ihn werfen. Vertrauen ist auch hier der Anfang von allem.

In the United States, a person who is going to...

In the United States, a person who is going to be questioned by police when he or she is in police custody must be read his or her „Miranda rights“. The Miranda warning assumes people don’t understand what their rights are so it requires police officers to read a statement to people being arrested which informs them that they have certain rights, such as the right to remain silent and the right to have an attorney. (Photo credit: Wikipedia)

Jeder kennt die Situation, wenn Unternehmensberater auftauchen und ihre Fragebögen abarbeiten. Viele haben Assessment-Center besucht und Fragen beantwortet. Hinter jeder Frage verbirgt sich etwas. Man fühlt sich hilflos und durchleuchtet. Echtes Coaching ist anders. Es geht nicht darum jemand durch Fragen in eine bestimmte Schublade zu stecken, sondern ihn zu fördern und voranzubringen. Ich will es mal in einem einfachen Satz zusammenfassen:

„Nichts was Sie hier sagen, wird jemals gegen Sie verwendet werden!“
Wenn so ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, ist es der Beginn einer ausgezeichneten Zusammenarbeit. Ich nenne das Coaching.

Lehrer als Coach


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DSC02201 (Photo credit: Wikipedia)

Ein Statement auf einer Webseite: „Meine Erfahrungen als Lehrer machen mich zum idealen Coach für Lehrer!“ Es handelt sich um eine typische Aussage, die beliebig ausgebaut werden kann. Ehemalige Banker coachen Banker und besser noch ehemalige Banker. Unternehmer bieten Unternehmern ihre Dienste als Coach an. Erfahrenen Sportler arbeiten als Coach für Sportler. Ausgebildete Schauspieler zeigen jungen Talenten, worauf es ankommt. Tanzlehrer lehren tanzen. Klavierlehrer lehren ihre Schüler, Klavier zu spielen.
Mit Coaching hat das alles sehr wenig zu tun. Wie sieht ein typisches Gespräch zwischen zwei Lehrern aus, wenn der eine der Coach ist und der andere der Coachee? (Coachee – Klient eines Coaches) Sätze wie: „Ich weiß genau, was Sie meinen, ich habe ja schließlich die selben Erfahrungen gemacht!“, „Genau so ist es!“ oder „Das Problem kenne ich auch! Sie erzählen mir nichts Neues!“, haben keinen Platz in einem Coaching. Im Gegenteil! Coaching funktioniert anders. Ein Coach überläßt dem Klienten seine Fachkompetenz. Er stellt dem Klienten Fragen und erkennt aus den Antworten, wie die Welt des Clienten aussieht. Das geht besser, wenn man ohne Vorurteile oder eigene Erfahrungen an das Coaching herangeht. Es ist absolut wichtig, dass der Coachee seine Welt mit seinen eigenen Worten erklärt. Ein Fachmann als Coach ist da eher hinderlich, weil Sätze wie „Sie wissen schon!“ auftreten können. Ein Fachmann wird nur mit dem Kopf nicken und möglicherweise bestätigen, dass er ganz genau weiß worum es geht. Ein richtiger Coach agiert völlig anders. Er beherrscht den Prozess und stellt Fragen. Im Coaching beträgt der Gesprächsanteil der Coaches etwa 20%. Der Coachee wird durch gezielte Fragen in die Lage versetzt die restlichen 80% zu reflektieren, nachzudenken und zu reden. Auch Momente der Stille und scheinbare Ratlosigkeit gehören zu einem Coaching. Hier ist das Einfühlungsvermögen des professionellen Coach gefragt. Empathie.
Ich definiere den coachenden Fachmann gerne als Trainer, wobei ein gewisses Hintergrundwissen natürlich kein Hinderungsgrund für einen Coach ist. Er muss sich dieser Tatsache nur sehr bewusst sein und als Führungspersönlichkeit arbeiten. Das spezielle Training kann viel besser von anderen Trainern durchgeführt werden. Ein Coach ist kein Trainer. Aber er ist eine Art Lehrer. Denn Coaching ist anlassbezogenes Lernen.

Coaching und Seelsorge


Stained glass at St John the Baptist's Anglica...

Stained glass at St John the Baptist’s Anglican Church http://www.stjohnsashfield.org.au, Ashfield, New South Wales. Illustrates Jesus‘ description of himself „I am the Good Shepherd“ (from the Gospel of John, chapter 10, verse 11). This version of the image shows the detail of his face. The memorial window is also captioned: „To the Glory of God and in Loving Memory of William Wright. Died 6th November, 1932. Aged 70 Yrs.“ (Photo credit: Wikipedia)

Preisfrage: Was haben Coaching und Seelsorge gemeinsam? – Beides sind Beratungsformate wie Mentoring, Mediation, Supervision und klassische psychologische Beratung. Seelsorge stützt sich hauptsächlich auf Aufmerksamkeit und Hinwendung zum gläubigen Menschen. In der Seelsorge spielt der Mensch die Hauptrolle. Christliche Seelsorger, sind sehr oft mit einem Missionsauftrag unterwegs. Das ist der Grundauftrag des Evangeliums. „Gehet hin in alle Völker und lehret sie….“ Eine fundierte Ausbildung wird nicht zwingend vorausgesetzt. Ein gutes Herz und Hinwendung zu den Menschen sind die Grundlagen von Seelsorge. Oft wird folgendes Argument benutzt: „Jesus und seine Jünger waren doch auch ohne jede Ausbildung!“ und „Wichtig ist, dass man ein offenes Ohr und ein gutes Herz besitzt!“ – „Ein starker Glaube ist wichtig!“ Das mag alles richtig sein. Demut hat jedoch nichts mit Unwissenheit zu tun. Jesus wurde immer wieder als Rabbi angesprochen. Das lässt darauf schließen, dass er nicht nur ein einfacher Zimmermann war, sondern ein Gelehrter und Lehrer. Immerhin hat er schon im zarten Alter von 12 Jahren die Gelehrten im Tempel mit scharfsinnigen Gedanken überrascht. Es ist also davon auszugehen, dass Jesus über eine exzellente Ausbildung verfügte. Er wird gewusst haben, welche Potentiale in den Männern die er aufforderte ihm zu folgen und ihn zu begleiten, steckten. Er bereitete sie darauf vor ihm auch dann zu folgen, auch wenn er nicht mehr bei ihnen wäre. Er machte sie zu Menschefischern, zu Führungskräften. Sie lernten so zu denken und zu handeln wie er und dazu gehörte es auch, die Seelsorger auszubilden und auf den Ernstfall, die Mission, vorzubereiten. Seelsorger brauchen eine fundierte Ausbildung. Eine Ausbildung als psychologischer Berater ist eine gute Grundlage. Denn genau das ist Seelsorge: ein psychologisches Beratungsformat. Mit einer guten Ausbildung kann vieles verhindert werden, was wir oft als „gut gemeint!“ benennen. Gut gemeint ist meistens einfach nur schlecht gemacht. Es gibt keine Entschuldigung für „gut gemeintes“ Versagen. Es geht um Menschen. Wer mit Menschen arbeitet muss wissen, was er tut. Fundierte Ausbildung von Seelsorgern ist wichtig, ganz besonders, wenn es sich um einflussreiche Organisationen handelt, in denen Laien Seelsorge betreiben. Ich selbst habe viele Jahre als Seelsorger gearbeitet und einen reichen Erfahrungsschatz sammeln dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das hat mir persönlich den Weg hin zum Coaching geöffnet. Nach meiner Coaching-Ausbildung erkenne ich viele Probleme, die ich früher nur aus dem Bauch heraus spüren konnte. Es sind zu viele engagierte aber unzureichend ausgebildete Laien unterwegs, wenn es um Seelsorge geht. Ein Freund von mir stand vor dem selben Dilemma. Er hatte ein höheres Amt in einer Freikirche und er hatte eine professionelle Managementausbildung. Das half ihm weiter. Dann bot er der Telefonseelsorge seine Mitarbeit an und absolvierte dort einen Grundkurs. Auch das führte ihn weiter auf seinem Weg zur professionellen Seelsorge. Coaching und Seelsorge haben noch etwas gemeinsam. Ein Coach ist sehr bemüht seinem Klienten niemals Ratschläge zu geben. Ein Seelsorger sollte es genau so halten.

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Ratschläge sind nicht hilfreich.

Es wäre schön, wenn diese Nachricht an der richtigen Stelle ankommen würde. Es ist so einfach, seine Leute gut auszubilden. Man muss nur erkennen, wie wichtig das ist. Und es hätte noch einen wichtigen Effekt: Es wird viel mehr freiwillige Mitarbeiter geben, die gerne von einer guten Ausbildung profitieren und ihre Erfahrungen in der Praxis anwenden wollen.

Coaching und Seelsorge sind nicht zuletzt deshalb so eng verwandt, weil sofort klar wird, dass ein guter Seelsorger kein Psychologe oder Therapeut sein muss. Bei einem Coach ist es ganz ähnlich.

Elevator Pitch – IT Coach


Ich bin freier Unternehmensberater mit Schwerpunkt IT. Ich unterstütze Unternehmen bei komplexen Veränderungsprozessen. Ich finde unkonventionelle, intelligente Lösungen. IT ist der Schlüssel und die Schnittstelle für fast alle Prozesse. Ich bin der Kommunikationsprofi, der die richtigen Fragen stellt, aus Unternehmersicht, aus der Sicht Ihrer Angestellten, Ihrer IT-Abteilung und nicht zuletzt aus Sicht von IT-Anbietern. 

Wenn Sie Veränderungsprozesse wirklich in den Griff bekommen wollen, dann bin ich der richtige Partner für Sie.  

Neustart


Es gibt viele Möglichkeiten, eine Sache zu betrachten. Es gibt viele Beispiele für den erfolgreichen Neustart von Unternehmen. Die Lage ist niemals hoffnungslos, wenn man die Sache kühl und objektiv betrachtet. Oft ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Die Ausgangslage ist oft völlig unübersichtlich. Ziele und Interessen der beteiligten Parteien erscheinen unklar oder sind überhaupt nicht bekannt. Begriffe wie Konsolidierung, Einsparungen, Konzentration auf das Kerngeschäft etc. stehen im Raum. Anders herum betrachtet stehen Begriffe wie Personalabbau und Kampf um den Standort im Mittelpunkt. Jede Partei hat ihren eigenen Standpunkt. Es gibt zusätzlich noch unterschiedliche Interessengruppen innerhalb jeder Partei. Eine Einigung scheint unmöglich. Eine geschickte Verhandlungsführung kann helfen. Ein unabhängiger Mediator ist ein erster Schritt hin zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Es geht immer um einen fairen Interessenausgleich.
Oft kann ein kompletter Neustart genau das richtige Instrument sein um ein Unternehmen zu retten. Die Konzentration auf das Kerngeschäft ist der wichtigste Punkt, den es zu beachten gilt. Was ist diese Kernkompetenz? Gibt es einen festen Kundenstamm? Wie baut man sich neue Interessengruppen auf und was ist das Ziel des neuen Unternehmens? Zeit für neue Ziele und neue Ideen! Brainstorming!
In der Fernsehserie Mad Man stand das Unternehmen kurz vor dem Verkauf an eine Unternehmensgruppe. Die führenden Köpfe der Werbeagentur entschieden sich kurzerhand für einen Neustart. Sie ließen sich feuern und gründeten sich neu. Ihre Fähigkeiten und Ideen konnte man ihnen nicht nehmen und sie hatten Kunden mit denen sie viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet hatten. Achtung! Es geht nicht um den Datendiebstahl von Kundenstämmen! Das verbietet sich von selbst. Aber Kunden kaufen immer von Menschen. Bei Mad Man ist der Neustart gelungen. Es liegt immer an geschickten Führungskräften und einer guten Geschäftsidee. Ein Neustart ist immer ein Risiko. Allerdings kann man sich die Leute aussuchen, mit denen man starten will. Und was den Standort angeht, schauen Sie sich um! Es gibt hervorragende Alternativen direkt vor Ort.

Crashkurs Führung


Führungskräfte werden häufig völlig überraschend eingesetzt und finden sich plötzlich in einer ungewohnten Rolle wieder. Eben noch ein sehr kompetenter Mitarbeiter und Kollege und plötzlich der Teamleiter oder Chef. Jetzt heißt es die Ärmel hochrempeln und alles so machen, wie man es schon immer haben wollte. Doch vorher müssen noch ein paar grundlegende Hausaufgaben geklärt werden. Wer noch nie in der Rolle als Führungskraft zu tun hatte, könnte grundlegende Fehler machen, die sich nie wieder beseitigen lassen. Auch Führungskräfte die glauben genau zu wissen, was zu tun ist und wie Führung funktioniert, sollten über folgendes Angebot nachdenken. Leisten Sie sich einen Crashkurs Leadership Management! Es muss nicht unbedingt ein Kurs im Schloss Diedersdorf sein. Im Grunde ist es vollkommen egal, mit wem Sie zusammenarbeiten. Aber tun Sie es! Reden Sie mit einem Sparringspartner Ihres Vertrauens. Suchen Sie sich einen externen Profi, mit dem Sie über alles reden können. Sie werden schnell feststellen, wie wertvoll das sein kann. Sie können nur gewinnen! Suchen Sie sich den Coach, der zu Ihnen passt. Alles, was Sie Ihrem Coach erzählen unterliegt der Vertraulichkeit. Sie werden sehr schnell erkennen, was das für Vorteile hat. Sie werden garantiert mehr Sicherheit und Führungskompetenz gewinnen. Verlassen Sie die Einsamkeit in der oberen Führungsetage. Suchen Sie sich einen kompetenten Gesprächspartner. Mein Tipp: The International Coach Federation. Aber darauf komme ich später noch ausgiebig zurück.  

IT Coach?


Ich habe oft darüber nachgedacht, was meine Stärken und Schwächen sind. Schwächen erkennen, kann übrigens auch eine außerordentliche Stärke sein, aber dazu vielleicht später mehr.

Wer seine Schwächen kennt, konzentriert sich besser auf seine Stärken.

Fokussierung, ein anderes Thema. Ich will heute eigentlich ein wenig über das Thema IT Coach reden. Warum IT Coach? Was ist das Besondere, das Alleinstellungsmerkmal? Die Antwort liegt auf der Hand. Ich komme aus dieser Richtung. Ich war viele Jahre im IT-Management tätig und nun habe ich mal eben die Seiten gewechselt. Ich arbeite als Unternehmensberater mit und für Unternehmer und ich weiß genau „wo der Hase lang läuft“, wie man so schön sagt. Man sollte niemals versuchen, Dinge zu tun, von denen man keine Ahnung hat. Als ich zum ersten Mal mit Coaching zu tun hatte, dachte ich an Gurus, die den Leuten irgendwelchen Unfug verkaufen wollen. Mir standen Wochenendseminare für Selbsterkenntnis mit Klangschalen, Duftkerzen und glühenden Kohlen vor Augen. Esoterik mag ja ganz nett sein. Aber meine Sache war das nie. Ich will ganz genau wissen, wohin die Reise geht, was es kostet und was es bringt. Für mich wurde das Thema Coaching erst interessant, als ich es mit einem ganz anderen Thema in Verbindung brachte. es geht um die Entwicklung von Führungskräften. Als mit klar wurde, dass ich jahrelang instinktiv als Coach unterwegs war, indem ich genau die Kommunikationsprozesse angeschoben habe, um die es auch beim Coaching geht, begann ich ein professioneller Coach zu werden. Ich dachte, ich wäre bereits ein guter Coach und dann wurde ich eines Besseren belehrt. In meiner Hausarbeit bei der X-Group von Daniel Schäfer habe ich das bereits erläutert. Wer will, kann ja in diesem Kapitel weiter unten nachlesen. Fazit: Ein Coach braucht eine Ausbildung und Praxis. Es ist wichtig, dass ein Coaching auch ab und an von einem Supervisor begleitet wird. Thema Feedback.

Als mir klar war woher ich komme und wo meine Stärken liegen, wusste ich auch, was ich auf gar keinen Fall mehr machen werde. Ich werde keine Software mehr schreiben und ich werde mit Sicherheit kein Systemadministrator mehr sein. Das muss ich mir nicht mehr antun. Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Sie IT Spezialist sind. Ich bin es auch, aber auf einem anderen Level. Ich bin der Typ, der ein Team von Nerds führen kann. Wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass es schwierig ist Leute zu führen, die alle einen eigenen Kopf haben. Ich betrachte es als Privileg so etwas zu tun. Ein Sack Flöhe hüten ist leichter! Aber wenn es einfach wäre…..Sie kennen den Spruch. Übrigens wußte ich auch wo meine Schwächen liegen. Das ist wichtig. ich wusste irgendwann, dass ich nicht der beste Systemadministrator oder Programmierer sein würde. Das können andere viel besser erledigen als ich. Indem ich meine Schwächen erkannt hatte, wurden meine Stärken deutlicher.

Und darum bin ein Coach, ein ausgebildeter Life Coach mit starkem IT Hintergrund und der Fähigkeit Führungskräfte zu entwickeln und auf dieser Ebene zu kommunizieren. Genau das ist es, was ein IT Coach macht. Und nun wissen Sie, was IT Coaching bedeutet.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben: Ich bin bereit! Zögern Sie nicht mich anzuschreiben. Ich bin auch dankbar für jede Form von Kritik. Achtsames Feeback wäre schön! Aber das ist wieder ein anderes Thema!

Deutschland im Coaching Wahn


Sonntag, 6.Januar 2013 auf RTL

Die Große Reportage: Deutschland im Coaching Wahn

Nie gab es mehr Coaches, jeder kann „becoached“ und alles kann gecoached werden, so scheint es. Sind wir zu verzettelt um in einer immer unübersichtlicheren Welt den Überblick zu bewahren?

Es werden beispielhaft drei Coaches vorgestellt. Ein Verkaufstrainer, eine Dame die Kindern gutes Benehmen bei Tisch beibringt und ein echter Life Coach, der auf Grund seiner starken Sehbehinderung zum Coaching gefunden hat. Die Reportage zeigt vor allem wie verwirrend der Begriff Coaching heute benutzt wird. Das man vor allem dann einen Coach braucht, wenn man „in der Scheiße sitzt“, darf bezweifelt werden.

Was ist also Coaching genau? Wer braucht das? Was bringt das?

Ein Blick auf die großen Coachingverbände ist sicher keine schlechte Idee. Training, Mentoring und Beratung sind definitiv kein Coaching, sondern schlicht andere verwandte Beratungsformate der psychologischen Beratung. Es gibt dann auch noch Seelsorge, Supervision und Mediation…..

Tipp: http://www.coachfederation.de/ und speziell die Kernkompetenzen http://www.coachfederation.de/icf-d/icf-kernkompetenzen.html