Ein persönlicher Brief an einen Managerdarsteller – MacCoach


Ein persönlicher Brief an einen Managerdarsteller

Oft treffe ich auf Menschen, die tief frustriert über ihren Job sind. Sie erzählen mir, wie mies sich Chefs aufführen und wie unerträglich das für sie ist. Eine interessante Übung beim Coaching ist folgende. Ich bitte den Coachee einen Abschiedsbrief an ihren unerträglichen Chef zu schreiben. Den Brief an den verlassenen Chef. In der Regel sehen diese Briefe in ihrer ersten Version folgendermaßen aus:

„Du lässt mich fragen, ob ich wieder für dich arbeiten möchte. Ich sage NEIN! Darüber muss ich nicht eine Minute nachdenken.

Also echt! Hast du immer noch nicht verstanden, dass es für einen klar denkenden Menschen, der über Alternativen verfügt, unmöglich ist unter einem Versager wie Dir zu arbeiten?
Ja, ganz offensichtlich: Du hast es nicht drauf, so etwas einzuschätzen. Was deinen Umgang mit Mitarbeitern betrifft, so gebe ich dir ein klares UNGENÜGEND.
Du hast es ja nicht einmal nötig, deine Mitarbeiter in den einzelnen Niederlassungen regelmäßig zu besuchen, um dir ein eigenes Bild zu machen. Du hast einfach nicht begriffen, wie wichtig das ist, oder schlimmer noch: Es ist dir klar, dass du keine nachvollziehbaren Argumente zu bieten hast.
Es ist ja auch viel bequemer in HH zu bleiben und ab und zu mal einen Sturm im Wasserglas zu veranstalten. Vor 10:00 bist du nie im Büro und nach 14:00 Uhr belästigst du deine Leute mit „von unterwegs gesendeten“ eMails. Lass mich raten: „aus dem Fitnessstudio gesendet.“ Du bist so ein Schaumschläger. Ich wäre mal gespannt auf deinen Tagesablauf. Ich wette er ist noch armseliger, als ich es mir gerade vorstelle.

Es ist aus und vorbei und ich habe mich ganz konsequent von dir und deiner TITANIC getrennt. Das war eine kühle Entscheidung, die ich ganz bewusst getroffen habe. Die Konsequenzen habe ich in Kauf genommen und ja: Es hat mich Geld gekostet. Aber das war es mir wert. Denn es ist nichts im Vergleich mit der Freiheit, die ich mir damit erarbeitet habe.
Ich arbeite nicht für Sklavenhalter. Du gefällst dir in der Pose des Überfliegers und vergleichst dich doch tatsächlich mit einem Steve Jobs. Ich dachte ich höre nicht richtig. Das war die Krönung! Weißt du das? Du bist kein Steve Jobs. Du bist nur ein kleiner Vertriebschef, der nicht in der Lage ist, 7 Vertriebsmitarbeiter ordentlich zu führen. Mehr bist du nicht. Ganz abgesehen davon, dass du dich ständig in deren Job einmischst und nicht in der Lage bist, beispielhaft voranzugehen.

Ich erwarte nichts von dir, weil du wirklich nichts zu bieten hast.

Du armer Irrer! Natürlich bin ich ein guter Mann. Ich war wirklich hoch motiviert und sehr fleißig. Aber natürlich bist du nicht in der Lage, so etwas zu erkennen. Viele Mitarbeiter vor mir waren auch viel besser, als du je zugeben würdest. Du hast es nur nicht erkannt, weil du unfähig bist und weil du eine wahnsinnige Angst hast, zu versagen. Das ist der Punkt.

Dabei versagst du jeden Tag. Du bist der unfähigste Manager, der mir je über den Weg gelaufen ist. Bis ich dich kennenlernte, hatte ich schon einige unfähige Managerdarsteller erlebt. Die meisten während meiner Beratertätigkeit. Aber du bist wirklich der König in der Liga der ahnungslosen Manager.

Du bist nicht ansatzweise in der Lage, Mitarbeiter zu führen und zu entwickeln, oder ihre Potentiale zu erkennen.

Schlimmer noch: Du hast Angst vor guten Leuten, die eigene Ideen einbringen könnten und dich nicht gut aussehen lassen. Ein guter Manager umgibt sich mit einem extrem guten Team und führt sie zum gemeinsamen Erfolg. Du bist immer nur damit beschäftigt, dich und dein Handeln in ein goldenes Licht zu tauchen. Es ist lächerlich und peinlich, wenn du dich versuchst darzustellen.

Es ist die Aufgabe eines guten Chefs, ein schlagfähiges Team zu bilden und mit gutem Beispiel voranzugehen. Du hast schon mal davon gehört, aber nie auf dich bezogen, weil du immer der Meinung bist, dass du ein ganz Großer bist. Bist du aber nicht. Das sind Managementgrundlagen, und davon hast du keine Ahnung. Glaube mir: ich kann es einschätzen. Aber egal. Du hast eben eine andere Wahrnehmung.
Alles was du brauchst, sind Ja-Sager und Leute, die alles, was du sagst und tust, toll und richtig finden. Wer mit dir zusammenarbeiten will, muss sich schon ganz schön verbiegen. Für jeden Mist soll man sich bedanken und entschuldigen, wenn etwas in deinen Augen falsch gelaufen ist.
Auf Dauer wirst du nur von Mitarbeitern umgeben sein, die dir nach dem Munde reden, oder einfach den Mund halten und sich ihren Teil denken. Das ist das Letzte, was einen guten Manager und Leader ausmacht. Aber das bist du nicht, warst du nie und wirst du auch nicht mehr werden. Dafür fehlt dir jedes Potential und vor allem eine gute Kinderstube. Du kannst es einfach nicht. Dabei hattest du sicher große Pläne, als du diesen Job bekamst. Aber davon ist nicht mehr viel übrig.

Alles, was dich erwartet, ist ein schwarzes Loch. Denn nach diesem Job wirst du dich völlig neu ausrichten müssen. Der große Chef, den du gerade spielst und der du immer sein wolltest, bist du nicht und wirst du auch nie werden. No Way! Keine Chance. Aber das wirst du selbst merken. Ein wenig Demut wird dich irgendwann einmal auf den richtigen Weg führen. Merke dir das Zauberwort: Selbstkritik und Demut. Aber wem sage ich das?

Du hast dich nicht im Griff und du bist ständig dabei, dich und deine Handlungen in ein besseres Licht zu rücken. Du bist in deinen Augen, der geniale Führer, der als Einziger alles richtig macht. Die anderen sind die Versager, denen es nicht zusteht mit dir auf Augenhöhe zu kommunizieren. Das ist deine Meinung. Mit wem, frage ich dich, kannst du überhaupt zusammenarbeiten, wenn nicht auf Augenhöhe? Was bildest du dir eigentlich ein? Wer bist du denn?
Du hältst deine Mitarbeiter permanent von der Arbeit ab, indem du ständig Erklärungen und Stellungnahmen einforderst, für die unsinnigsten Vorgänge, die du selber nicht mehr überblickst. Du mischst dich ständig in die Urlaubsplanung ein und drohst mit Urlaubssperre, wenn der Umsatz nicht stimmt. Das erzeugt ein Unsicherheitsgefühl und das ist nicht gut für das Unternehmen. Warum tust du das? Ganz klar, weil es das einzige Druckmittel ist, dass du noch zur Verfügung hast. Es ist übrigens kriminell und gefährlich, was du da tust. Dein Chef macht dir Druck und du reagierst, um ihm zu zeigen, wie gut du bist und wie schlecht deine Mitarbeiter. Bessere bekommst du sowieso nicht. Nicht für dein lächerliches Grundgehalt, dass du auszugeben in der Lage bist. Nicht für die Art und Weise, wie du Management und Unternehmenskommunikation betreibst. Neue Mitarbeiter müssen sich ihren Kundenstamm selbst erarbeiten. Durch Kaltakquise. Das dauert halt ein wenig länger. Aber ich will dir nichts erzählen, was du nicht verstehen kannst. Du hast immer mit einem vorhandenen Kundenstamm gearbeitet und von Kaltakquise hast du offensichtlich auch keine Ahnung. Du hast keine Ahnung von Marketing und Unternehmensführung und ich erinnere mich mit einem kalten Schaudern, an deine Art und Weise, mit Mitarbeitern zu kommunizieren. Deine armseligen Anweisungen und Mitteilungen sprechen für sich. Urlaub der Mitarbeiter ist übrigens unantastbar. Damit zu spielen ist dumm und gefährlich.

Du hast so viele gute Leute weg gemobbt, dass es nicht zu fassen ist. Wer erlaubt dir eigentlich so zu agieren?

Du musst einen Chef haben, der sehr blind ist. Oder du belügst ihn ständig über Tatsachen, die eigentlich nicht zu übersehen sind. Lange wird er sich das nicht mehr ansehen. So blind kann er nicht sein. Er wird längst wissen, was er an dir hat und das wird er sich nicht mehr lange bieten lassen.
Du, mein lieber Freund, bist nicht in der Lage einen sehr guten und engagierten Mitarbeiter zu erkennen, selbst wenn man ihn dir direkt vor die Nase setzt. Du bist so ein Versager. Du tust mir leid, Mann!“

Das kann man natürlich nicht so stehen lassen. Ich lasse mir diese Briefe vor der nächsten Sitzung per eMail zusenden und habe eine tolle Grundlage für das weitere Coaching.

Dann bitte ich den Coachee, einen zweiten Brief zu schreiben. Ich möchte gerne, dass sich der belastete Mitarbeiter über die positiven Eigenschaften des ehemaligen Chefs auslässt. So etwas, wie dieser Brief hier kann unmöglich veröffentlicht werden. Das siehst du doch auch so. Oder?

Die dunkle Seite der Macht – MacCoach


Die dunkle Triade toxischer Chefs

Cholerischer Narzissmus / Psychopathie / Machiavellismus

Ein schlechter Chef kann Teams auseinandertreiben und Unternehmen ruinieren. Viele Manager glauben fest an die dunkle Seite der Macht. Sie setzen auf Druck und sie sind der Meinung, dass Mitarbeiter von Hause aus faul sind, dass man ihnen nicht vertrauen darf, sondern alles kontrollieren und hinterfragen muss. Natürlich sind Mitarbeiter anderer Meinung, weil sie ja den Druck des Chefs vermeiden wollen. Egal wo die Ursachen für ein derartiges Verhalten liegt, es ist ohne jeden Zweifel falsch. 

Bei meiner letzten Fallstudie bin ich auf eine Reihe von Merkmalen und Eigenschaften gestoßen, die ich hier analysieren werde.  

Die meisten Chefs bevorzugen einen demokratischen Führungsstil, was nicht bedeutet, dass sie das Geschäft einfach laufen lassen und keine Entscheidungen treffen. Im Gegenteil. Ein guter Chef gibt die Richtung vor und zeigt den Weg auf, der gegangen werden muss. Die Realität zeigt aber, dass Chefs auch ein toxisches Verhalten an den Tag legen und Mitarbeiter manipulieren, bedrängen und anschreien. Solche Chefs schmücken sich gerne mit den Leistungen ihrer Mitarbeiter. Eine Studie des Gallup-Instituts in den USA zeigt, dass jeder Zweite schon mal wegen eines schlechten Chefs gekündigt hat. Diese Führungskräfte tun alles, um diesen Mitarbeitern nachzuweisen, dass sie fehlerhaft gearbeitet haben und eine Trennung unvermeidbar war.
Destruktive Führungskultur ist weiter verbreitet, als man annehmen sollte. Die Frage ist, was schlechte Führung charakterisiert. Es sind eine Reihe von Eigenschaften, die immer wieder offensichtlich werden. Mitarbeiter werden angelogen, manipuliert, durch fehlende Informationen im Dunkeln gelassen. Der Kontakt des Chefs zu seinen Untergebenen ist gekennzeichnet durch mangelnde Wertschätzung, Abwertung und übermäßige Kontrolle. Solche Chefs schießen sich auf Fehler von Mitarbeitern ein, verallgemeinern und sind nicht willens und in der Lage, die Gesamtsituation objektiv einzuschätzen. Häufig wird gedroht und zu negativen Sanktionen gegriffen. Es wird offensichtlich, dass der Chef unfair und ungerecht agiert, beleidigt und erniedrigt. Manche toxische Chefs spielen ihre Überlegenheit bei jeder Situation aus, die sich ihnen bietet.
Auch wenn es für toxische Führung keine Entschuldigung gibt, werden solche allgemeinen Beschreibungen einem konkreten Einzelfall natürlich nicht gerecht. Sicher gibt es Ursachen und Gründe für eine toxische Führung in der Person der Führungskraft, wie zum Beispiel Persönlichkeitsmerkmale oder Motive, die bei so einem Verhalten eine Rolle spielen. Aber auch der Kontext und die Rahmenbedingungen spielen eine Rolle. Die können zum Beispiel durch Überforderung gekennzeichnet sein, vielleicht auch eine destruktive Unternehmenskultur, die in der Firma vorgelebt wird. Beide Faktoren können auch zusammenspielen. Das bedeutet, dass eine Person dann in einem kritischen Kontext eher ihre dunkle Seite zeigt.

Eine oft gestellte Frage ist die, wie Mitarbeiter mit solchen Führungskräften umgehen, wie sich sich verhalten sollen. Das kommt ganz darauf an. Psychische Labilität kann zum Beispiel im Rahmen einer eher narzisstischen Persönlichkeit auftreten. Bei diesem Typus gibt es ein hohes Kränkungspotenzial. Solche Vorgesetzte vertragen keine Kritik. Bei einem Narzissten sollte man versuchen, möglichst wenig zu provozieren oder Kränkungspotenzial zu bieten. Das Dilemma ist dann aber, dass dann ein hohes Risiko gegeben ist, dass man Dinge beschönigt oder schmeichelt. Dann wird nur noch nach dem Mund geredet und echte Fehler werden nicht mehr angesprochen. Man kann als Mitarbeiter versuchen, deutlich Wertschätzung zu vermitteln, damit die sachliche Kritik nicht als persönliche verstanden wird. Leider passen sich viele Mitarbeiter an ihre schlechten Chefs an und beugen sich ihnen derart, dass sich die Chefs auch noch bestätigt fühlen und sich auf Mitarbeiter konzentrieren, die mehr Rückrad beweisen.
Auffällig sind die emotional unbeherrschten und leicht aufbrausenden Menschen, die gerne als Choleriker bezeichnet werden. 

Bei der toxischen Führung gibt es zudem die sogenannte dunkle Triade, bei der häufig drei Persönlichkeitsmerkmale in Erscheinung treten. Das eine ist der Narzissmus von Führungskräften. Leicht narzisstische Persönlichkeiten scheinen einen Hang zu Führungsaufgaben zu haben. Narzisstische Personen sind sehr auf Bestätigung und Anerkennung von außen angewiesen. Diese Menschen legen sich – um die eigene Unsicherheit zu kompensieren – ein Gewand der Grandiosität, der besonderen Bedeutung an. Das befeuert eine Dynamik, in der sie selber immer im Mittelpunkt stehen müssen, aber immer getrieben aus der Sorge, dass es nicht reicht und dass sie bedeutungslos werden könnten. Das ist ein ständiger Anreiz, um den narzisstischen Hunger zu stillen, und führt zu einem deutlichen Konkurrenzverhalten. Gleichzeitig umgeben sie sich mit Ja-Sagern, da sie Kritik kaum ertragen können. 

Es handelt sich hierbei nicht um eine klinische Diagnose oder Persönlichkeitsstörung, sondern um Verhaltensweisen, die noch nicht als krankhaft gelten. Sie erinnern an ein Krankheitsbild und deshalb verwendet man diese Begriffe.

Der zweite Aspekt ist die Psychopathie. Das Verhalten des Psychopathen ist durch mangelndes Schuldbewusstsein und Gefühlskälte gekennzeichnet. Diesen Vorgesetzten fehlt es an Empathie, also einer Vorstellung davon, welche Konsequenzen das eigene Agieren auf der anderen Seite auslösen könnte. Gleichzeitig gibt es einen starken Wunsch nach Macht und danach, andere zu kontrollieren. Es gilt das Motto „Bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt“. Gleichzeitig werden die Konsequenzen dieser Gewalt kaum reflektiert, es gibt einfach sehr wenig Mitgefühl. Diese Menschen würden eher mit den Schultern zucken, wenn man sie damit konfrontiert und wären überzeugt, dass ihre Opfer selbst schuld sind.

Das dritte Merkmal wird als wird als Machiavellismus bezeichnet. Dabei lässt sich eine ganz klare Machtorientierung erkennen. Hier heiligt der Zweck der Machterhaltung auch unethische Verhaltensweisen. Es werden falsche Versprechungen gemacht, Gerüchte in die Welt gesetzt, Personen instrumentalisiert und gegeneinander ausgespielt und in den Hinterzimmern die Fäden der Macht gesponnen.

Bei toxischer Führung macht die Dosis das Gift. Natürlich brauchen Führungskräfte, um erfolgreich zu sein, eine gewisse Macht- oder Leistungsmotivation. Natürlich muss eine Führungskraft durchsetzungsfähig sein und Entscheidungen treffen, aber wenn das vor dem Hintergrund egoistischer Motive und Interessen überzogen wird, dann schlägt es in der Wirkung auf die Mitarbeiter und das Unternehmen ins Negative um.

Guten Führungskräften wird eine hohe emotionale Stabilität nachgesagt. Sie können sich gut anpassen, wirken bei neuen Herausforderungen nicht so überfordert wie andere. Sind gute Chefs resilienter?

Emotionale Stabilität gehört zu den Merkmalen, die mit erfolgreicher Führung einhergehen. Emotionale Stabilität bedeutet, dass bei einer Führungskraft nicht Unsicherheiten und Ängste im Untergrund brodeln oder der Zugang zu eigenen und fremden Emotionen abgeschnitten ist. Diese Menschen sind relativ selbstbewusst, können ihre Emotionen regulieren und sind mit sich im Reinen. Das heißt, dass man auch damit umgehen kann, dass es auch mal negative Gefühle geben kann, und sich diesen stellt. Diese Menschen verlieren auch in schwierigen Situationen nicht die Nerven, wo andere vielleicht nervös werden. Deswegen werden sie auch als widerstandsfähiger, eben als resilienter bezeichnet.

 

Terror durch tyrannische Chefs – MacCoach


Terror durch tyrannische Chefs

Jeder kennt sie und kaum jemand will offen darüber reden. Es ist offensichtlich, dass man gegen einen notorischen Lügner, Wortverdreher und selbstverliebten Narzissten nicht viel ausrichten kann. Es gibt diese Sorte Chefs, auch wenn man es heute nicht mehr für möglich hält. Sie sind wahre Meister ihres Faches und sie finden sich selbst einfach großartig!
Oft sind diese Chefs einmal mit großen Plänen gestartet. Sie waren offen und positiv und sind an ihre Grenzen gestoßen. Anspruch und Wirklichkeit passen einfach nicht zusammen. Tyrannische Chefs sind oft überforderte und bedauernswerte Zeitgenossen, die einfach nicht können, was sie können sollten, schlimmer noch: was sie zu können glauben.  
Wie kann sich ein solcher Chef seine Machtposition erhalten und sichern? Es liegt auf der Hand, dass diese Leute die einzige Möglichkeit darin sehen, sich als hervorragende Leader und Spezialisten ihres Faches darzustellen. Sie sind bereit und in der Lage alles dafür zu tun, dass keinerlei Zweifel an ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten aufkommen. Dazu sind ihnen alle Mittel recht. Bereits verhaltene Kritik wird brutal  unterdrückt. Das erzeugt Angst und ein Klima des Mißtrauens. Das macht krank.

Terror ist die Machterhaltung von Versagern. (MacCoach)

Was ich als »Terror durch den Vorgesetzten« bezeichne, ist das tyrannische Gebaren einiger schwieriger Chefs, die auf ihre Arbeitnehmer einen entsetzlichen Druck ausüben oder ihnen Gewalt antun, indem sie sie beschimpfen, beleidigen, ihnen jeglichen Respekt verweigern. Sie steigern sich in eine Haltung die besagt, dass es einem Mitarbeiter nicht zusteht, Kritik zu üben, selbst wenn sie achtsam und respektvoll vorgetragen wird. .
Ähnliches hat sich in einem mittelständischen Unternehmen zugetragen, wo der amtierende Geschäftsführer nicht nur die Belegschaft, sondern auch Lieferanten und Kunden gröblich beleidigte. Er vertraute niemand und hielt selbst treue Kunden und Mitarbeiter für miese Betrüger und Lügner. Jeder wusste davon, aber da die Firma in finanziellen Schwierigkeiten steckte, rechneten alle damit, daß er bald abtreten müsste. Doch nichts dergleichen geschah: Aus Gleichgültigkeit ließ man ihn auf seinem Posten. Die Arbeitnehmer konnten sich kein Gehör verschaffen. Aus Angst blieben viele stumm und ließen den Mann gewähren. Eine Reihe guter Mitarbeiter verließ über mehrere Jahre das Unternehmen. Die Situation wurde schließlich unhaltbar. Es war nicht mehr zu übersehen, dass es sich um ein gravierendes Führungsproblem handelte.
Während die Prozesse seelischer Gewalt im Verborgenen vor sich gehen, ist die Gewaltbereitschaft dieser unangenehmen Tyrannen für jedermann erkennbar, auch für die Personalvertretung, sofern es eine gibt. Alle Arbeitnehmer werden gleichermaßen schlecht behandelt, auch wenn einige schlau oder raffiniert genug sind, sich der Aggression zu entziehen. Ob diese Vorgesetzten sich ihres Verhaltens bewusst sind oder nicht, hat wenig Relevanz: Ihre Grobheit ist empörend und völlig inakzeptabel. Nur eine kollektive Maßnahme und gnadenlose Offenlegung kann sie beenden. Für den einzelnen Mitarbeiter kann es aber auch notwendig werden, das betreffende Unternehmen schnell und entschlossen zu verlassen, um keinen seelischen Schaden zu erleiden. Es kann aber auch sinnvoll sein, sich aktiv gegen die Sklaventreiberallüren eines tyrannischen Chefs zu wehren. Dennoch läßt sich manchmal kaum zwischen seelischer Gewalt und der Tyrannei eines Vorgesetzten unterscheiden, da auch Letzterer sich gelegentlich perverser Mittel bedient, beispielsweise wenn er Leute gegeneinander aufhetzt.

Tyrannische Chefs brauchen kein Verständnis ihrer unterdrückten Mitarbeiter. Viel zu oft spielen Sie mit einem angeblichen Druck von oben, um ihr inakzeptables Verhalten zu legitimieren. Entspricht es wirklich den Tatsachen, dass so Terror gegenüber den Mitarbeitern von dessen Vorgesetzten gedeckt und erwartet wird? Das ist unwahrscheinlich, aber durchaus möglich.  

 

Kommunikation -Sender-Empfänger: normal verstimmt – MacCoach


Kommunikation – Sender-Empfänger normal verstimmt – MacCoach

Ein Sender sendet auf einer festgelegten Frequenz. Empfänger können Nachrichten vom Sender empfangen, wenn sie optimal auf die Sendefrequenz abgestimmt sind. Wenn der Empfänger leicht verstimmt ist, dann empfängt er nicht mehr die ganze Bandbreite der Nachricht. Der Sender kann unentwegt riesige Mengen korrekter Informationen ausstoßen. Ohne geeignete Empfänger verpuffen die wertvollen Informationen im Nirgendwo. Es kann zu unvollständigen Informationen kommen. Der Sender kann nichts dafür, wenn der Empfänger unvollständige Nachrichten aufnimmt und aus den Fragmenten völlig falsche Schlüsse zieht. Es sei denn, der Sender ist ein Chef. Dann hat er die Verantwortung für die Abstimmung  seiner Empfänger. Das nennt man Kommunikation.
Gut ausgebildete und erfahrene Coaches wissen genau worauf es ankommt. Gute Verkäufer trainieren exakt dieselben Fähigkeiten wie sie im Coaching notwendig sind. Ein guter Verkäufer hat die Fähigkeit sich auf seine Kunden einzustellen und genau auf der richtigen Frequenz zu senden und auch zu empfangen. Die Abstimmung ist wichtig und dass weiß er auch. Ein guter Verkäufer ist ein sehr guter Chef, wenn er seine Mitarbeiter genauso akzeptiert, wie er es mit Kunden tun würde. Sobald der Chef der Ansicht ist, dass seine Mitarbeiter einfach funktionieren müssen und dafür verantwortlich sein, seine Botschaften richtig zu verstehen, kann es schnell zu Verwerfungen kommen. Ein guter Chef muss also in der Lage sein sich, wie ein Verkäufer auf seine Kunden, auf seine Mitarbeiter einzustellen und sorgfältig abzustimmen.
Es gibt natürlich auch Mitarbeiter, die immer alles falsch verstehen. Es ist aber noch nicht klar, wo die Ursachen dafür zu suchen sind. Kann der Mitarbeiter nicht? Oder will sie oder er nicht? Ein guter Leader findet das heraus. Allerdings muss dafür ein stabiler Kommunikationskanal her. Wenn es nicht schriftlich geht, dann funktioniert es möglicherweise über ein persönliches Gespräch. Haben Sie sich auch schon gewundert, wie unterschiedlich schriftliche und audiovisuelle Kommunikation funktioniert? Bei der schriftlichen Form geht vieles verloren, was möglicherweise wichtig ist. Wer will schon geschliffene schriftliche Meisterwerke seiner Kollegen lesen, die ja auch immer viel zu lang geraten sind? Wer kann das richtig interpretieren?
Früher schrieb man sich Briefe, wenn man räumlich voneinander getrennt war. Stellen wir uns ein Liebespaar vor, das sich Liebesbriefe schreibt. Das setzt eine völlig andere Beziehung voraus, als es in einer geschäftlichen Kommunikation notwendig ist. Wenn der Liebende der Geliebten einen Brief schreibt, dann ist es von grundlegender Bedeutung wie sich die beiden aufeinander eingestimmt haben. Der Kommunikationskanal muss perfekt abgestimmt sein, sonst funktioniert das nicht. Die Liebesbriefe von Goethe, Schiller, Chopin, Rilke sprechen eine ganz eigene Sprache. Sie sind sogar für uns heute verständlich und klar. Sie sind Musik in unseren Ohren. Wir können sie verstehen; aber vor allem wenn wir selbst dieses Gefühl des Verliebtsein in uns tragen. Ansonsten stimmt der Zugangskanal nicht. Dann sind diese Briefe nur verworrener Unfug partiell geistesgestörter Menschen.
Womit wir zur Selbstabstimmung von Mitarbeitern kommen. Auch sie sind in der Lage sich auf einen mehr oder weniger perfekt abgestimmten Chef einzustimmen und seine Signale einigermaßen richtig zu interpretieren. Wenn man falsch verstehen will, dann wird man falsch verstehen. Wenn man einen rasenden wütenden Chef nicht verstehen kann, dann hat man sich möglicherweise den falschen Job ausgesucht. Es ist deutlich und klar: Kommunikation ist immer eine mehrdimensionale Angelegenheit. Das kann man lernen und trainieren. Das kann man perfektionieren. Vielleicht kann man es sich selbst beibringen. Besser ist es, einen Coach einzusetzen um dieses komplexe Werkzeug zu erlernen und zu beherrschen.

Coaching für Mitarbeiter


Coaching für Mitarbeiter

Unternehmer müssen sich heute Herausforderungen stellen, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Ich rede ganz bewusst nicht von Problemen, denn es handelt sich nicht um unlösbare Aufgaben, sondern um Themen, die man in den Griff bekommen kann. Vorausgesetzt, man findet die richtigen Ansatzpunkte um den Hebel anzusetzen.

Ich arbeite seit einigen Jahren mit Coaches zusammen, die im Bereich Karrierecoaching und Integrationscoaching viel Erfahrung gewonnen haben. Wir haben insbesondere mit der Agentur für Arbeit und regionalen Jobcentern zusammengearbeitet. Unsere Coaches haben fast durchweg einen akademischen Hintergrund.

Bei Supervisionen tauschen wir uns über anonymisierte Fälle aus. So bleiben wir auf dem neuesten Stand und finden immer die richtigen Werkzeuge um für unsere Klienten sehr effektiv zu arbeiten.

Ich selbst habe schon in Unternehmen gecoacht. Ein Auftrag führte mich vor einiger Zeit in die IT-Abteilung einer Bundestagsfraktion.

Ich bin davon überzeugt, dass begleitendes Coaching in Unternehmen eine enorme Ressource darstellt.
Sie werden lachen, aber immer mehr ernst zu nehmende Unternehmen beschäftigen heute sogenannte Feelgood-Manager. Wir arbeiten mit einem ausgewählten Coach-Pool für Unternehmen, die unabhängige, freiberuflich tätige Coaches bevorzugen. Das hat eine Reihe von Vorteilen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Sie wissen genau, welche Vorteile das sind.

Aber warum sollten Sie einen oder mehrere Coaches in Ihrem Unternehmen einsetzen? Was bringt das? Und: Funktioniert das tatsächlich?

Finden Sie es heraus! Ich bin gerne bereit Sie zu besuchen und über ganz konkrete Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen zu sprechen. Das beginnt bei der Mitarbeiterzufriedenheit und endet nicht zuletzt bei der Senkung von Ausfallzeiten.

 

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

hart arbeiten


hart arbeiten!? warum nicht?

Wenn man sich etwas vorgenommen hat, und zu 100 Prozent davon überzeugt ist, dass es sich um ein bedeutendes Ziel handelt, das man unbedingt erreichen will dann – und nur dann – ist man in der Lage wirklich hart zu arbeiten. Wenn nicht, dann wird man unweigerlich irgendwann ausgebrannt in ein tiefes Loch fallen. Ein Burnout bei Menschen, die für eine Sache wirklich brennen, ist mir noch nicht untergekommen. Burnout passiert immer Menschen, die von außen angezündet und gnadenlos verheizt werden.

Mark Twain hat einmal gesagt:

Das Gesetz der Arbeit scheint äußerst ungerecht – aber es ist da, und niemand kann es ändern: Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.
Mark Twain (1835 – 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Das stimmt genau. Und umgekehrt gilt, dass schlecht bezahlte Arbeit…..Aber das kann sich jeder selbst ableiten.

Worum es also geht im Leben ist, dass wir uns eine Tätigkeit suchen, die wir gerne machen. Leider ist es weder leicht herauszufinden, was uns wirklich Freude bereitet und dann muss sie auch noch gut bezahlt werden. Eine unlösbare Aufgabe, so scheint es.

Reisen wäre so eine Sache, die mir gerade einfällt. Das macht doch richtig viel Spaß. Aber es soll ja auch Leute geben, die auf ihrer Scholle kleben und für die Reisen wie eine Strafe wirkt. Diesen Menschen sei angeraten zwei Dinge zu tun. Erstens, darüber nachzudenken, warum dem so ist und zweitens, einfach Zuhause zu bleiben. Dann haben sie keinen Streß. Dann können sie das tun, was sie am liebsten machen und das ist? Was? Schreiben Sie es auf einen Flipchart-Post.

Es gibt Menschen, die gerne stricken. Warum auch immer. Sie tun es gerne. Ich schreibe gerne und ich lese gerne und ich arbeite sehr gerne als Coach. Das ist das, wofür ich brenne – ohne zu verbrennen. Wenn ich irgendeinen Mist schreiben und pünktlich abliefern müsste, würde ich Gefahr laufen zu verbrennen. Ich bin ein Typ, der es am liebsten sehen würde, wenn er eine Reihe von Assistenten hätte, die meine Ideen und Skizzen zu fertiger Literatur verarbeiten würden. Ach! Das wäre gut! Ich würde vermutlich einen Bestseller nach dem anderen in den Sand setzen. Oder ich würde begeistert von einem Erfolg zum anderen reiten. Ich, der Literatursurfer. Man wird ja noch mal träumen dürfen. Soviel zu hart arbeiten. Das Leben kann ganz schön hart sein. Oder? Aber so etwas gibt es tatsächlich: Bestsellerautoren mit einem Schwarm von Ghostwritern um sich herum. Schon Alexandre Dumas, der Autor der DREI MUSKETIERE soll diese Möglichkeit für sich genutzt haben. Es macht ja auch Sinn. Ein Architekt muss sich schließlich auch nicht um jedes Detail kümmern.

Ich lasse mir auch gerne von kompetenten und interessanten Menschen ihren Job erklären. Das nenne ich Coaching. Diese Tätigkeit erfüllt mich ausserordentlich. Ich mag es, wenn kompetente Menschen von ihrer Arbeit erzählen und dafür geradezu brennen.
Natürlich merke ich sofort, ob der Mensch wirklich etwas davon versteht, wovon er da redet. Manchmal ist es auch anders; aber darüber breiten wir lieber den Schleier der Nächstenliebe.  

Wir waren bei harter Arbeit. Es ist hart, gegen den Strom zu schwimmen. Es ist sehr hart als Sportler ständig knapp den Sieg zu verpassen. Es ist hart am falschen Ort oder in der falschen Zeit zu sein. Aber so etwas passiert öfter als wir denken. 

Es sind nicht immer die sichtbaren Stars der Technologieszene, die hart gearbeitet und die Grundlagen für den Erfolg geschaffen haben. Die Protagonisten heißen nicht nur Bill Gates und Steve Jobs, Larry Ellison oder Elon Musk. Es sind die stillen Helden, die ebenfalls hart arbeiten und alles richtig gemacht haben. Der Erfinder der MP3 ist ein Deutscher, der das Verfahren für das Fraunhofer Institut entwickelt hatte. Grundlagenforscher; ein interessantes Kapitel für sich.

Auf der anderen Seite stehen Leute, die glauben Abkürzungen zum Ruhm nehmen zu können. Deutschland sucht den Superstar! Wer ist Deutschland? – stellt sich die Frage. DER SUPERSTAR dort interessiert mich überhaupt nicht. Wie wäre es mit einer Hitparade der erfolgreichen und unbekannten Forscher und Ingenieure? Das wäre doch mal eine interessante Serie auf NETFLIX. Die öffentlich-rechtlichen Sender könnten auch mal über so etwas nachdenken.    

Es gibt denkbar schlechte Umgebungen für harte Arbeit. Auch so etwas habe ich schon öfter erlebt oder zumindest davon gehört. Es sind ungeklärte Abläufe in Unternehmen die in einem undurchdringlichen Jungle von IT-Systemen mäandern und den Mitarbeitern überhaupt nichts nutzen. Ich bin ein ziemlich bester Freund von klaren Strukturen und einem permanenten Verbesserungsprozess in Unternehmen. Stillstand bedeutet Rückschritt. Es geht mir darum, dass hart arbeitende Mitarbeiter nicht in doppelter Arbeit oder Ausnahmeprozessen, die immer anders sind als im System abbildbar, verbrannt werden.
Aber es gibt auch hart arbeitende Mitarbeiter, die sich in undurchsichtigen Systemen sehr wohl fühlen und glauben, dass sie eine tolle Arbeit machen, zu der es keine Alternative gibt. Solange sie davon überzeugt sind, wissen sie wenigstens, warum sie so hart arbeiten. Allerdings beobachte ich genau an diesen Klienten oft Abnutzungserscheinungen und Anzeichen von Burnout. Denn sie wissen oft nicht, warum sie das alles tun müssen.

Harte Arbeit ist gut für Menschen, die wissen was sie da tun und wo die Ziele sind. Wenn harte Arbeit aber fremdbestimmt und sinnentleert getan werden muss, dann ist das nicht gut. Solche harte Arbeit braucht niemand. Das macht nur krank.

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?


Gute Frage: Woran erkennt man einen Choleriker?

Immer wieder verlaufen sich Leute auf meinen BLOG, die Fragen wie diese stellen. Woran erkennt man eigentlich einen Choleriker? Eine Antwort könnte lauten: Wirst Du schon merken, wenn Du einem begegnest. Aber im Ernst. Worum geht es? Cholerische Menschen nerven und wenn man einem begegnet, dann ist es doch offensichtlich, dass womit man es zu tun hat. Irgendwann in meiner beruflichen Entwicklung hatte ich diese Spezies auf dem Schirm und ich ärgerte mich über sie.

Choleriker sind: laut,
unbeherrscht,
rücksichtslos,
ungerecht,
unberechenbar,
unerzogen,
kindisch,
unterentwickelt,
niveaulos,
unangenehm,
platt,
raumgreifend,
selbstverliebt,
einseitig intelligent,
armselig……

Habe ich etwas vergessen? Sicher. Eine Menge. Im Lauf der Zeit habe ich gelernt, dass es sich bei Cholerikern meist um Zeitgenossen handelt, die an irgendeinem Punkt der Entwicklung steckengeblieben sind. Sie haben das Verhalten von 12jährigen, wobei manch ein 12jähriger weiter entwickelt ist als diese Typen.
Ich mag sie nicht. Da bin ich ganz offen. Choleriker sind aggressiv, sie greifen sofort an, wenn sie die Führung ergreifen wollen. Es ist ihr einziger Reflex, den sie beherrschen. Sie werden persönlich, und das oft ohne den geringsten Grund. Dabei sind sie nicht dumm. Im Gegenteil. Was für eine Verschwendung von Ressourcen, wenn sie in einem Choleriker stecken.

Vor einiger Zeit habe ich einen Mann aus meiner alten Firma wiedergesehen. Ich würde ihn als Choleriker bezeichnen, ohne das weiter zu vertiefen. Was war das erste, was er mir an den Kopf warf? Ich glaube ich hatte es hier schon einmal erwähnt. Ich wiederhole es, weil es mich tatsächlich aufregt. Es regt ich auf, weil ich mich irgendwie “aus Prinzip” angegriffen fühle und eigentlich darüber stehen sollte. Irgendwas macht das mit mir. Ich werde darüber hinwegkommen. Der gute Mann bezeichnete mich ohne jeden Anlauf verächtlich als “Industriephilosoph”. Und wenn ich so richtig darüber nachdenke, dann hat er durchaus recht. Es ist das Beziehungsohr, das mich genau spüren lässt, wie es gemeint ist. Abfällig. Aber so sind sie halt, diese Choleriker. Wie ein Elefant im Porzellanladen. Aber worüber rege ich mich eigentlich auf? So sind sie eben, sie können nicht anders. 😉

Kommunikation!


Kommunikation!

Ja! Ich habe es verstanden! Wenn jemand mich mit dem Wort “Kommunikation!” darauf aufmerksam macht, wie Kommunikation funktioniert, dann bin ich hellwach. Ich habe es oft erlebt, dass Worte nicht mit Körperhaltung und Klang der Stimme übereinstimmen. Nehmen wir eine komplexe Unternehmensstruktur. Das Unternehmen hat sich seit vielen Jahren an seine spezifischen Abläufe gewöhnt und jeder, der neu in diese Firma kommt, muss zuerst lernen, wie alles funktioniert. Oft wird der Neue direkt in Details eingeweiht, ohne zu verstehen, wie sich dieses spezielle Detail in den Gesamtprozess einordnet. Oft handelt es sich um ganz spezielle Dinge die nur entstanden sind, weil (noch) keine besseren Werkzeuge zur Verfügung stehen. Vieles ist aus der Not geboren. Man wusste, dass es nur eine Zwischenlösung war und dann wuchs die Ausnahme zu einem großen unkontrollierbaren Gebilde.
In den späten 1990er Jahren entstanden viele Insellösungen, die sich selbständig gemacht und ein Eigenleben entwickelt hatten. Die Verfügbarkeit von Excel führte oft dazu, dass sehr viele Insellösungen entstanden, die sich allzuoft nicht mehr sinnvoll in zentralen Systemen abbilden ließen. Selbst nach der Neueinführung von ERP-Systemen liefen die vertrauten Excel-Konstrukte weiter und blieben unangetastet, weil das neue System noch nicht vollständig beherrscht wurde. Abläufe wurden an das scheinbar perfekte, weil vorhandene System angepasst und die ERP-Berater hatten ihre liebe Not zu erkennen, was der verborgene Sinn hinter den “wichtigen und unverzichtbaren” Abläufen war. Das wichtigste Argument für die vermeintlich perfekten Abläufe und Strukturen steckte in den Protagonisten vor Ort. Der Glaubenssatz: “Ich bin gut und es kann kaum besser werden!” ist ein absolutes Totschlagargument. Dahinter steckt ein weiterer Glaubenssatz: “Wenn etwas verbessert werden könnte, dann hätte ich bisher schlecht gearbeitet und das wäre eine Bankrotterklärung und und und….” Die Kette lässt sich endlos weiterführen. Man kann lange reden und argumentieren, Eines ist klar: KOMMUNIKATION findet auf dieser Ebene nicht mehr statt. Man redet aneinander vorbei und in den allermeisten Fällen wird es auf einen offenen Konflikt hinauslaufen. Am Ende verhärten sich die Standpunkte und es wird gehauen und gestochen. Man wird versuchen, das Beratungsunternehmen zu diskreditieren: “Die haben keine Ahnung von unserem Geschäft!” und am Ende wird viel Geld für wenig oder nichts bezahlt und das ist dann der beste Beweis für das Scheitern von IT-Systemeinführungen.
Es hilft nichts. Nun ist Führung und Fleiß gefragt. Das beste Instrument, um ein Unternehmen zu optimieren, ist grundlegende Strukturen aufzunehmen und redundante Abläufe zu identifizieren und zu optimieren. Es ist durchaus sinnvoll sich an einem Standard-ERP System zu orientieren. Einkauf, Verkauf, Produktion, Rechnungswesen, Marketing und Vertrieb.Je besser ein Unternehmen seine Abläufe standardisieren und vereinfachen kann, um so besser! Am Ende sind es immer die Menschen, die den Unterschied machen. Ich bin ein Hardliner. Ich glaube immer noch daran, dass gute Unternehmen einfach und effektiv aufgebaut sein müssen. Undurchsichtige Strukturen dienen nur den Protagonisten von: “Ich habe Ahnung! und DU NICHT!” Denn genau das steckt oft hinter überkomplexen Strukturen und nichts Anderes. Es geht immer darum Fehlerquellen zu identifizieren und auszuschalten. Es geht nie darum ein Unternehmen auf Teufel heraus zu optimieren um der Optimierung willen. Das wird oft verwechselt.

Ach ja: Und dann gibt es ja noch das Tagesgeschäft. Es ist überhaupt keine Zeit übrig um irgendetwas zu optimieren oder zu vereinfachen. Also wird weiter gewuselt. Es geht halt nicht anders…..

Der schreiende Chef – Was tun?


Der schreiende Chef

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen auf das Thema “Choleriker” und vor allem den “cholerischen Chef”. Man will Tipps wie man mit einem cholerischen Menschen umgehen sollte.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Geschäftsführer, der bekannt für seine cholerischen Ausbrüche ist, beginnt während des Gesprächs mit einem seiner Abteilungsleiter an ausfällig zu werden und ihn anzuschreien. Der Abteilungsleiter sitzt vor dem Schreibtisch des Chefs und der Chef steht auf um mit hochrotem Kopf zu brüllen.

Was machen Sie nun?

Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Situation. Machen Sie ihm klar, dass er sich Ihrer Meinung nach nicht angemessen verhält.

Versuchen Sie Folgendes: Stehen Sie auf, sehen dem Chef in die Augen und begeben sich in die selbe Sprechposition. Beobachten Sie, was mit dem Chef passiert.

Dann treten Sie neben ihn und sagen sachlich: “Sie schreien mich gerade an! Das ist nicht die Art in der wir kommunizieren sollten. Sind Sie bereit das Problem konstruktiv zu lösen?”

Beobachten Sie sein Verhalten.

Wenn er bei seinem cholerischen Ausbruch bleibt, dann wiederholen Sie Ihr Anliegen mit folgenden Worten: “Ich bitte Sie normal mit mir zu reden. Hören Sie auf zu schreien. Für eine sachliche und konstruktive Kritik bin ich aufgeschlossen. Sie wissen das.“

Wenn der Chef dann immer noch bei seinem Verhalten bleibt, entziehen Sie sich dem Verhalten und erklären ihm, warum Sie den Raum verlassen.

Bleiben Sie immer ruhig und gesprächsbereit. Vermeiden Sie den Eindruck der Arroganz. Werden Sie in diesen Augenblicken niemals ironisch! Versuchen Sie einen emotionalen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, dass Sie gerade im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub sind. Der Chef schreit und Sie sind gar nicht da.

Setzten Sie dem Choleriker eine klare Grenze.

Ich selbst habe viele scheinbar unbelehrbare Choleriker in meinem Berufsleben erleben müssen. Oft wurde ich Zeuge, wie Mitarbeiter regelrecht “zur Sau” gemacht wurden. Ich habe gesehen, wie diese Menschen zusammengebrochen sind. Mir selbst ist das sehr selten passiert. Ich habe das Verhalten beobachtet und mich emotional entfernt oder gar verabschiedet. Dann ist es möglich, der unangenehmen Situation die Schärfe zu nehmen und auf eine sachliche Kommunikationsebene zurückzukehren. Wenn ein Choleriker einmal als solcher identifiziert ist, dann kann man sich einfacher emotional entfernen. Das erleichtert den Umgang mit diesen Menschen.
Das gilt auch für andere Persönlichkeitsdefekte. Narzisstische Persönlichkeiten sind eine weitere Möglichkeit…..

 

 

 

Der Zorn des Chefs


Der Zorn des Chefs – kein cholerischer Anfall

Nicht jeder Chef, der auf Grundlage von wiederholtem Fehlverhalten von Mitarbeitern ausflippt, ist ein Choleriker. Es ist leider so, dass viele Mitarbeiter ohne Druck nicht ordentlich arbeiten. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Es ist unerträglich zu erkennen, dass die Fortschritte von Assistenzärzten sich über die Freiertage in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Die Berichte, die über die Feiertage geschrieben wurden, sind eine einzige Katastrophe! Es ist zum Verzweifeln! Der Frust steigt und es genügt eine kleiner Auslöser um den Chef zur Explosion zu bringen. Das hat nichts mit einem cholerischen Anfall zu tun. Das hat sehr viel mit Streß und Frust zu tun.
Diese Chefs müssen nicht zwingend Chloleriker sein. Gestreßten Oberärzten und Chefärzten kann geholfen werden. Bei dieser Personengruppe liegt keine psychische Störung vor. Eine Psychotherapie und insbesondere eine tiefenpsychologische Behandlung wäre völlig fehl am Platze.
Eine niederschwellige therapeutische Beziehung – ein Coaching – kann helfen. Unkontrolliertes Ausflippen kündigt sich an und kann durchaus kompensiert werden.
Was spüren Sie bevor der “Anfall” kommt? – Keine Angst, es handelt sich nicht um einen Anfall im klassischen Sinne. Sie sind nicht krank! Aber nun konzentrieren Sie sich auf ihre Gefühle, körperliche Reaktionen, Schweißausbrüche, Zittern, Blutdruck, Klingeln in den Ohren, etc. Woran denken Sie, wenn sich diese ärgerlichen Vorfälle häufen? Haben Sie es nicht schon “gewusst”, bevor Sie das Büro betreten haben? Haben Sie es nicht sogar über die ganzen Feiertage geahnt? Hat es Sie nicht die ganze Zeit beschäftigt?

Das Überwinden von scheinbar unkontrollierten Wutausbrüchen gehört zu den Möglichkeiten klassischer Verhaltenstherapie. Wenden Sie sich an einen guten Coach, der Erfahrung und Fähigkeiten in dieser Richtung hat und über eine entsprechende Methodenkompetenz verfügt. Durchbrechen Sie das Spiel, das lange vor dem Ausbruch von Problemen begonnen hat. Streß scheint bei dieser Berufsgruppe dazu zu gehören. Überarbeitung ist an der Tagesordnung. Natürlich können Sie selbst erkennen, wo die Probleme angesiedelt sind. Aber glauben Sie mir: Sie fahren deutlich besser, wenn Sie einen geeigneten Gesprächspartner haben, der ein professionelles Gespräch mit ihnen führen kann und eine Schweigeverpflichtung anbieten kann. Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden. Beim Coaching ist das ausdrücklich nicht der Fall.

Die Mobbingfalle


Die Mobbingfalle

Mobbing ist extrem gesundheitsschädlich, grausam und völlig unnötig. In einem geeigneten Coaching entwickeln Klienten oft selbst Fähigkeiten, sich aus der Mobbingfalle zu befreien. Die meisten echten Mobbing-Probleme sind oft durch die Klienten selbst lösbar. Ein Coach wird seinem Klienten eine Reihe von Fragen stellen:

  • Was genau ist das beobachtete Verhalten?
  • In welchem Zusammenhang steht das beobachtete Verhalten?
  • Welche Ziele verfolgen die Mitspieler?
  • Was denken Sie, was mit dem Verhalten der Mitspieler erreicht werden soll?
  • Wie sehen das Aussenstehende, andere?
  • Was ist bisher in der Kommunikation schiefgelaufen?
  • Wie sieht das Problem aus der Perspektive der Täter aus?
  • Wie ist das eigene Verhalten, wenn es zu derartigen Vorfällen kommt?

Echtes Mobbing ist sehr selten. Die Akteure eines solchen Verhaltens sind oft nicht greifbar. Führen Sie ein Mobbingtagebuch. Das hat mehrere Vorteile. Sie sind in der Lage die Vorfälle durch einen Filter laufen zu lassen und ihn aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Ein detailliertes Mobbingtagebuch ist die Grundlage für die Lösungsfindung. Interessanterweise wird Mobbing nicht nur von oben ausgeübt. Es gibt auch viele Vorgesetzte, die durch Untergebene gemobbt und getrieben werden. Hier bietet sich ein Coaching an um das Set zu klären und die eigenen Führungsfähigkeiten zu stärken und weiterzuentwickeln.

Choleriker Therapie?


Das Thema Choleriker begleitet mich seit vielen Jahren. Seit 2013 habe ich mehrere Artikel zu diesem Thema auf meinem Coaching-Blog veröffentlicht. Der Blog beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema Coaching. Das am meisten gelesene Thema ist aber tatsächlich das Thema Choleriker. Ich komme einfach nicht an diesem Thema vorbei. Das Thema ist ein Dauerbrenner. Der Bedarf scheint tatsächlich sehr groß zu sein.

Die wichtigste Frage ist, wie man mit diesen Menschen klarkommen und mit ihnen leben kann. Wenn man mit einem Choleriker zusammenlebt, dann gerät man sehr schnell in eine Opferrolle. “Der Klügere gibt nach……” Ist es wirklich klug, Cholerikern nachzugeben? Im Gegenteil ist es wichtig, intelligent Grenzen zu setzen und so die cholerische Energie des gegenüber geschickt ins Leere laufen zu lassen.

Es gibt aber auch Fragen von Cholerikern, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Was macht eigentlich einen Choleriker aus? Bin ich als Choleriker krank? Ist das heilbar? Was kann ich tun?
Eines der größten Mißverständnisse ist, dass durchsetzungsstarke Manager und Macher cholerisch veranlagt sein müssen um ihre Stärken effektiv ausspielen zu können. Choleriker sind keine starken Menschen. Im Gegenteil.

Ein echter Choleriker pokert nicht. Er kann seine Emotionen nicht für sich behalten und ist nicht in der Lage, wirkungsvoll zu pokern. Natürlich kann ein extravertierter Mensch ein anstrengender und erfolgreicher Pokerpartner sein. Sein Pokerface ist einfach seine Unberechenbarkeit, seine permanente Gewaltbereitschaft, mit der er alle anderen Emotionen erfolgreich überdecken kann.  Das kann auch Methode sein. Es gibt auch Schauspieler, die den Choleriker nur spielen, um ihre Ziele durchzusetzen. Theatralische Auftritte vor Publikum sind ihre Methode. Aber auch hier gibt es Grenzen des guten Geschmacks. Eine gute Kinderstube macht in jedem Fall den entscheidenden Unterschied.

Extravertierte Menschen sind nicht automatisch unbeherrschte Choleriker. Laute und aufdringliche Menschen sind nicht zwingend erfolgreicher als ruhige Charaktere.

Woran erkennt man selbst, dass man ein Choleriker ist? Muss man dagegen angehen? Warum sollte man überhaupt etwas daran ändern?

Es liegt auf der Hand, dass cholerische Ausbrüche in den allermeisten Fällen sehr verstörend auf alle Beteiligten wirken. Mitarbeiter leiden unter cholerischen Chefs. Mobbing ist naheliegend. Das Ergebnis sind Burnout und Depressionen. Somit besteht eine direkte Verbindung zwischen einem Fehlverhalten extravertierter Persönlichkeiten und schweren Schäden in Unternehmen. Auch im privaten Bereich sind die Auswirkungen cholerischer Streubomben katastrophal.

Was kann man dagegen tun? Ein Gespräch mit einem Psychologen, einem Mediator oder einem Coach kann helfen. Der erste Schritt  ist immer ein anderer. Man muss darüber sprechen. Erst wenn Choleriker begreifen, dass ihr Verhalten nichts mit Eigenschaften wie clever oder erfolgreich zu tun hat, werden sie bereit sein, etwas zu ändern. Choleriker sind keine erfolgreichen Gewinnertypen. Choleriker sind einfach nur Menschen, die sich nicht im Griff haben. Wer das erkannt hat, kann auch etwas ändern.

Fragen Sie einfach den Coach Ihrer Wahl! Choleriker sind nicht automatisch krank. Es ist ein unangenehmes Fehlverhalten. Dagegen kann man etwas tun. Und das ist eine gute Nachricht.