Cholerikercoach


Ich bin ja gespannt auf meinen ersten offen bekennenden Choleriker, der sich auf ein Coaching einlässt. Choleriker mit Leidensdruck gibt es ja kaum. Sie lassen alles gleich raus und belasten sich nicht mit unangenehmen Gedanken und Gefühlen. Das ist eine positive Eigenschaft. Da können eher introvertierte Personen etwas lernen. Wie wäre es, wenn Sie, verehrter Choleriker, lernen würden, ihre unangenehmen Ausbrüche so zu managen, dass die negativen Auswirkungen auf Null minimiert werden? Das ist ein echter Coaching-Anlass. Frei nach dem Motto: “Ich bin Choleriker, hol mich da raus!”

Aber gerne doch!

Mentoren und Verhinderer


Ich habe schon mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die so ihre ganz speziellen Vorstellungen hatten. Ich habe gelernt, dass es nicht gut ist, hinter jedem Stöckchen hinterher zu springen, es zu schnappen um es dann stolz zu Herrchen zurückzubringen. Es gibt Menschen, die mögen das. Sie haben so ihre Vorstellungen. Aber was sagt es über einen Manager, der solche Mitarbeiter für sich und sein Unternehmen, seine Organisation, seine Klinik oder seine Schule bevorzugt?
Die Antwort ist klar. Ich muss hier nicht näher darauf eingehen. Worum es geht ist die Persönlichkeit von Menschen, die Fähigkeiten und Talente haben, die man fördern kann. Oder eben nicht fördern kann, weil sie einem dann schnell über den Kopf wachsen könnten. Und davor haben diese Menschen Angst.

Kleine Menschen mögen keine größeren Menschen neben sich, also setzen sie die Rasemäher-Methode ein oder sie geben Befehle wie: “Deckung! Hinlegen! Robben! Schnauze halten! Weitermachen!”

Ein Feldwebel schleift seine Rekruten und zwingt sie zuerst in den Schlamm. Das machen die immer so und wehe es kommt jemand, der keine Lust auf diesen Unfug hat. Der wird angeschrien, angeschwärzt, bestraft und gemobbt, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist es keine Freude. Außer für den Feldwebeltypen, vielleicht. Aber auch das kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

Im Coaching treffe ich oft Klienten, die mir so etwas berichten und es kommt mir sogar bekannt vor. Dann erzählen sie mir, dass sie alles getan hätten um den Anweisungen bestmöglich zu entsprechen. Schließlich würden sie selbstkritisch an ihre Arbeit gehen und offen für Kritik sein. Aber Selbstkritik kann auch wie die berühmte Schere im Kopf wirken. Sie bringt oft nicht voran. Im Gegenteil: Am Ende wundern sie sich, warum sie es nicht weiter gebracht haben. Ja warum eigentlich? Die Antwort liegt ebenfalls auf der Hand. Nun beginnt die Analyse und die Zielplanung.

Glaube mir bitte: Das musst du nicht haben. Wenn du es magst und es so OK für dich ist, dann ist das Coaching auch gleich wieder vorbei. Dann kann ich dir wirklich nicht helfen. Ich weiß nicht, warum du dir dann einen Coach gesucht hast. Wenn du spürst, dass mehr in dir steckt, dann bist du herzlich willkommen. Wir werden herausfinden, was zu dir passt; was deine Ziele sind und wie du sie erreichen kannst.
Coaching ist zuerst Persönlichkeitsentwicklung. Wie gesagt: Ich selbst habe das auch schon erlebt und ich erlebe es ab und zu immer wieder mal, wenn ich auf Leute treffe, die so ihre Vorstellungen haben. Manch einer bekommt es mit der Angst zu tun, wenn er auf Menschen trifft, die Rückrad und Persönlichkeit haben. Dann wird vorsichtshalber hinter dem Rücken des Neuen gesprochen und seine Fähigkeit in Frage gestellt. Man regt sich erst leise und dann immer lauter über Fehler auf und am Ende ist man froh, dass du nicht verlängert wirst oder gar gefeuert. Aber diese Menschen weigern sich regelrecht dir zu helfen dich in dem neuen Umfeld zu orientieren. Sie helfen nicht, weil sie Angst haben, dass du besser werden kannst als sie. Und das ertragen kleine Menschen nicht. Sie haben schließlich schwer und lange darum gekämpft um so weit zu kommen.

Und jetzt kommst ausgerechnet du! Was erlaubst du dir? Keine Ahnung aber alles wissen wollen! Wo gibt es denn so was?

Es gibt aber auch Menschen, Kollegen, Vorgesetzte, die unterstützen dich und versuchen dir zu helfen, um dich voranzubringen. Denn das ist die Kernidee von Teamarbeit. Gemeinsam arbeiten und besser werden.
Das sind Mentoren. Es ist ab sofort deine Aufgabe nach diesen Menschen zu suchen und sie zu bitten, dir genau zu zeigen, wie der Laden läuft. Du erkennst einen Mentoren, wenn du nach Menschen suchst die sich so verhalten wie – du wirst es nicht glauben! – ein Coach. Ein Coach hat Ziele, die in der Leistungssteigerung seiner Klienten liegen. Er wird dich prüfen und versuchen mit dir gemeinsam herauszufinden, was du für das Unternehmen tun kannst. Frei nach dem Motto:

Frage nicht das Unternehmen, was es alles für dich tun kann, sondern frage dich, was du für das Unternehmen tun kannst.

Ein guter Coach führt dich genau an diesen Punkt. Du wirst ihn erkennen, wenn du ihm begegnest. Den Mentor und natürlich den Coach! Viel Erfolg bei der Suche!     

Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

Neustart


Neustart – alles auf Anfang!

Ich bin ein ziemlich bester Freund von Neuanfängen. Das sagt vielleicht etwas über mich; es ist aber nicht ganz klar, was. Das hat vielleicht mit meiner Begeisterung für Computer und Programmierung zu tun. Die Branche lebt geradezu vom permanenten Neubeginn. Neue Technologien, neue und schnellere Hardware, schnelle Netze, Neuer Markt, Dot-Com-Blase, Zusammenbruch – NEUSTART!

Die IT Branche ist ein Abbild der Zeit in der wir leben (werden).

Ein Neustart in Beziehungen funktioniert meistens überhaupt nicht, weil sich die Beteiligten ganz genau zu kennen glauben und weil der Zauber des Anfangs völlig fehlt. Nur wenn dieser Zauber wieder entsteht, kann man einen Neustart wagen. Aber wie schon gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass da noch etwas passiert.
In Unternehmen ist das ganz ähnlich. Die Gründerpersönlichkeiten sind entweder bereits im Ruhestand und haben ihren Nachfolgern teilweise unlösbare Aufgaben hinterlassen oder das Tagesgeschäft ist derartig aufreibend, dass keine Zeit und keine Kraft mehr für irgendwelche neumodischen Ideen bleibt. Der Laden scheint zu laufen und die Zahlen sind gar nicht mal so schlecht. Aber ganz ehrlich (wir sind ja unter uns): Es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Dieses Unternehmen ist reif für den Verkauf. Wenn es nur jemand für einen angemessenen Preis haben wollte.
Und spätestens hier wird es Zeit über einen Neuanfang nachzudenken. Erinnern Sie sich noch, als alles neu und interessant war? Damals, als sich jeden Tag erfreuliche Überraschungen, zufriedene Kunden und unglaubliche neue Möglichkeiten auftaten?

Heute haben wir es mit komplizierten Mitarbeitern zu tun, die allzu oft “keine Ahnung” haben und mit anspruchsvollen Kunden und diesen furchtbaren Nachahmern, die alles viel schneller und viel billiger liefern können. Der Traum des Anfangs ist einem lähmenden Alptraum gewichen. Es ist wie bei unserem beliebten Studienobjekt Donald T.: Er hat auch keine rechte Lust auf den Job mehr. Lieber geht er zum Golfen.
Das geht mir auch manchmal so. Warum sollte ich mich mit diesem Unternehmen herumschlagen und ständig an irgendwelche Grenzen stoßen, wenn ich doch etwas ganz anderes machen kann? Das Leben ist zu kurz um sich mit mittelmäßigen Plänen und Aufgaben zu beschäftigen!

Jeder Unternehmer, der den Namen wirklich verdient hat, wird spätestens hier hellwach werden. Yes! Neustart! Dieses schöne deutsche Wort gehört auch in den angloamerikanischen Sprachraum! Und es gehört zu jedem, der etwas auf sich hält.

Gehen wir davon aus, dass das Unternehmen läuft und wir es einfach laufen lassen können. Managen können ja die Manager. Zeit für neue Ideen!

Zeit für ein ausgiebiges Coaching! Finden Sie nicht auch! Brainstorming. Frische Luft. Lust auf was Neues! Aber was? Sie ahnen es bereits: Es steckt schon tief in Ihnen. Sie haben da so bestimmte Ideen. Aber das ist ja alles noch nicht spruchreif. Wer weiß, ob…..? Genau das ist ja meine Rede. Es wird Zeit mehr und intensiver darüber nachzudenken. Ohne die alltäglichen Probleme und Aufgaben. Neustart ist ein schönes Wort! Und es ist gut, wenn man der Erste ist, der auf diese Idee gekommen ist und sie rechtzeitig realisiert.

Lust auf NEUSTART? Dann fragen Sie doch einfach den Coach Ihres Vertrauens. Kennwort: NEUSTART!

Coachbar? Zielgruppen für Coaching


Coachbar?

Eine interessante Frage, die sich jeder Coach immer wieder stellt, ist die Frage nach der Zielgruppe, die er ansprechen möchte. Für wen soll das Coaching einen Mehrwert bringen? Wer will sich überhaupt coachen lassen? Hat Coaching eine Perspektive? Ist der Beruf Coach mehr, als reines Wunschdenken? Ist es realistisch und sinnvoll als Zielgruppe zum Beispiel Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen zu definieren, wenn der Coach bisher hauptsächlich als Pädagoge oder Psychologe unterwegs war? Was bringt einen Chefarzt dazu, sich einem Coach anzuvertrauen, der selbst keinen medizinischen Hintergrund nachweisen kann? Warum sollte sich ein Steuerberater von einem Coach mit Schwerpunkt IT ins Vernehmen setzen? Macht das Sinn? Oder heißt es auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten?

Ich denke, dass ein guter Coach vor allem ein guter Gesprächspartner sein muss, der den Coachingprozess versteht und der in der Lage ist, Klienten aus unterschiedlichen Zielgruppen zu coachen.

Es geht hier nicht darum Netzwerke zu erweitern oder mit einem Spezialisten über ganz spezielle Problemstellungen zu reden. Es geht auch nicht um Projektmanagement oder Unternehmensentwicklung. Coaching ist eine 360° Sicht auf den ganzen Menschen, also eine ganzheitliche Angelegenheit.

Coaching und Therapie haben sehr viel mehr gemeinsam, als man zu wissen glaubt. Wenn ein Manager genügend Leidensdruck aufgebaut hat, wird der Gang zum Therapeuten für ihn ein logischer Schritt sein. Er hat Schmerzen und er geht zum Spezialisten. Wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, auch wenn der Zahnarzt keinerlei Ahnung von der Tätigkeit eines Politikers, Forschers, Soldaten oder Managers hat. Logisch; Der Zahnarzt wird dafür sorgen, dass die Ursachen für die Schmerzen beseitigt werden. Er packt die Angelegenheit sozusagen an der Wurzel. Wer zum Therapeuten geht will keinen neuen Businessplan oder ein Konzept zur besseren Personalführung oder eine Expertise zu einem gescheiterten Projekt.

Coaching ist – niederschwellige – Therapie. Nicht jeder psychische Druck oder Schmerz hat seine Ursache in einer krankhafte Veränderung der Persönlichkeit oder einer psychische Krankheit. Coaching ist sehr nahe an der Therapie und der oder die Coach ist erwiesenermaßen gut in der Gesprächsführung. Ein Coach stellt Fragen, führt Perspektivwechsel, ist offen für neue Lebensansichten und Probleme. Ein Coach ist jemand, mit dem man reden kann, wenn man keinen anderen Gesprächspartner findet. Die Ursachen dafür, dass kein anderer Gesprächspartner in Frage kommt sind so vielfältig wie die möglichen Klienten eines Coachings.

Der Coach ist ein Resonanzboden, ein Sparringpartner, ein Drehbuchautor, ein Regisseur. Ich wiederhole mich.

Ich behaupte, dass ein Coach im Grunde nichts vom professionellen Leben eines Klienten wissen muss. Der Klient ist der Chef in seinem Leben. Er weiß am besten, wie der Hase läuft oder wie man Menschen dazu bringt, ihm zu folgen. Es ist durchaus möglich, dass der Manager etwas über Führung dazulernen möchte. Auch hier wäre ein neutraler Coach mit anderem Lebens- und Erfahrungshorizont ein sehr guter Ansprechpartner.
Ein Coach muss, wie ein Therapeut sehr viel über die menschliche Seele, Entwicklungsstufen und Ängste wissen. Coaching, Seelsorge, Therapie haben sehr viel miteinander zu tun. Daher plädiere ich für Coaching als Profession mit therapeutischen Ansätzen und Wissen. Das macht den Beruf eines Coach zu einem der spannendsten Feldern, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass Coaching eine große Zukunft haben wird.

Mein XXXX ist Choleriker – Was kann ich tun?


Mein XXXX ist Choleriker – ich brauche Hilfe!

Choleriker sind eine schlimme Plage. Die Situation eskaliert. Was ist zu tun? Wer versteht dich, wenn du es mit einem richtigen Choleriker zu tun hast und unter ihm leidest? Wer gibt dir die richtigen Tipps? Es ist eine unangenehme Wahrheit, dass das Leiden unter einem Choleriker krank machen kann. Psychosomatische Störungen sind an der Tagesordnung.
Ein Coaching hilft dir, die Situation zu entwirren und einen Exit-Plan zu entwickeln. Exit bedeutet nicht in jedem Fall die Flucht aus der Beziehung. Exit bedeutet unter Umständen ein achtsames “STOP!” ohne den Choleriker noch mehr zu reizen. Exit bedeutet: Eine Unterbrechung dieses “Spiels der Erwachsenen”.
In den meisten Fällen versuchen wir, den Choleriker nicht zu reizen. Wir akzeptieren sein Verhalten und fühlen uns hilflos ihm Grenzen zu setzen. Wir sind durch jahrelange Wiederholungen darauf konditioniert, das Spiel mitzuspielen und wissen nicht, wie wir es unterbrechen und in andere Bahnen lenken können.

Im privaten Umfeld, wenn es sich um den cholerischen Ehemann handelt, hilft möglicherweise ein “Schatz! Ich liebe Dich! Und darum muss ich Dir jetzt sagen, wie es mir geht. Ich will bei Dir bleiben. Du musst mir aber helfen!”.

Es ist aber auch durchaus möglich, dass wirtschaftliche Zwänge dich daran hindern, dieses Thema überhaupt anzusprechen. Also leidest du still vor dich hin, weil du keinen Ausweg aus der Situation erkennen kannst.

Wie es auch sei: Du brauchst einen Menschen, mit dem du offen über deine Zweifel und Ängste reden kannst. Es sollte jemand sein, der in der Lage ist, wertfrei und achtsam zu kommunizieren. Du brauchst jemand, der in der Lage ist dich aufzufangen und mit dir über alles zu reden, was dich beschäftigt.
Ein Coaching ist die beste Möglichkeit genau das zu tun. Ob nun eine weibliche Coach oder ein männlicher Coach der Gesprächspartner deiner Wahl ist, musst du entscheiden. Du solltest dich auf jeden Fall einem Coach anvertrauen. Die Wahl des richtigen Coach kann nach einem ersten Termin erfolgen, wenn die Chemie stimmt.

/Wenn hier vom Choleriker in seiner männlichen Form die Rede ist, dann trifft das auf die meisten Fälle zu, die mir bekannt sind.  Von cholerischen Frauen hört man sehr selten und wenn, dann häufig im beruflichen Umfeld./

Coaching|Kontrollverlust


Coaching|Kontrollverlust

Es gibt viele Gründe einen Coach aufzusuchen. Ängste, die man unter keinen Umständen öffentlich machen möchte, sind ein sehr wichtiger Grund. Beruflich erfolgreiche Menschen haben verinnerlicht, dass Kontrollverlust starke Ängste und hohes Unbehagen auslösen können. Coaching ist Kontrollverlust pur. Genau das ist ein Grund, der viele daran hindert, sich auf Coaching einzulassen. Manchmal ist es aber sehr hilfreich, Kontrollverlust zu akzeptieren und sich aktiv darauf einzulassen. Dazu gehört vor allem Selbstbewusstsein und Mut.

Wenn Sie das intensive und unangenehme Gefühl von Kontrollverlust erleben und nichts dagegen tun, kann das in depressive Zustände führen und am Ende zu ernsthafter psychischer Erkrankung führen. Das ist ein guter Grund sich mit Kontrollverlust und dem Umgang damit zu beschäftigen. Es handelt sich um ein zentrales Coachingthema.

Eine Vielzahl psychologischer Studien belegt, dass es vielen Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Sie sind in der Regel erfolgreicher und optimistischer, zufriedener und erfreuen sich einer guten psychischen und physischen Gesundheit. Sie erholen sich schneller von schweren Erkrankungen als Menschen, die beim Genesungsprozess auf das Glück vertrauen. Es scheint sich auszuzahlen, auf die eigenen Einflussmöglichkeiten zu bauen und den Kontrollverlust als schlimmsten anzunehmenden Unfall zu betrachten.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Andere Studien untersuchen, wie Menschen mit Verlust und Tod umgehen, wenn sie diese Dinge als Schicksal akzeptieren, das sie nicht beeinflussen können. Wir können Schicksalsschläge offensichtlich besser verkraften, wenn wir erkennen, dass sie sich außerhalb unseres Entscheidungshorizontes abspielen.
In  vielen Dingen des Lebens haben oder hatten wir nie irgendeine Kontrolle. Das ist kein Drama.

Auch hier finden wir Parallelen in der frühkindlichen Entwicklung. Ein Baby oder ein Kleinkind überlebt nur mit einem unendlichen Erleben des Kontrollverlustes und dem Vertrauen auf die helfende Hand der Mutter. Ohne diese Zuneigung, Liebe und Pflege kann kein Kind überleben. Das Kleinkind hat keine Angst vor Kontrollverlust. Kontrollverlust kommt in der Welt des Kindes noch nicht vor. Wenn die Umstände gut sind, zahlt sich dieses Urvertrauen aus. Wenn nicht, dann hat der Mensch sein ganzes Leben lang damit zu kämpfen.

Es ist eine starke Ressource, Kontrollverlust zu akzeptieren und Vertrauen aufzubauen und zu leben.

Gibt es nicht auch Anlässe die geradezu nach Kontrollverlust schreien? Natürlich gibt es derartige Anlässe. Das Vertrauen in einen Lehrer oder Mentor gehört ebenso dazu wie das Vertrauen in einen geliebten Menschen. Kontrollverlust beim Sex ist das höchste Ziel. Ohne diese Art Kontrollverlust bleibt Sex seelenlos, farblos, fad. Wir sollten lernen mit Kontrollverlust umzugehen, anstatt ihn zu bekämpfen.

Wir können machen was wir wollen. Das Leben können wir nicht erhalten. Das entzieht sich unserer Kontrolle. Ärzte können ein Lied davon singen. Sie sind Kontrollfreaks. Soviel ist klar. Aber wenn sich etwas ihrer Kontrolle entzieht, haben sie gelernt zu akzeptieren, was ist. Mediziner und Psychologen sind wahre Meister des akzeptierten Kontrollverlustes. Aber nur da, wo sie tatsächlich keine Kontrolle mehr haben. Ein Mensch wird gesund, oder eben nicht. Oft gibt es sehr positive Prognosen und der Mensch stirbt. In anderen Fällen sehen die Überlebensaussichten extrem schlecht aus und der Mensch überlebt. Wenn sich ein Chirurg darüber zu viele Gedanken macht, wird er Probleme bekommen.

Coaching ist geplanter Kontrollverlust. Der Coach übernimmt den Prozess und der Coachee darf sich fallen lassen. Das ist ein zentrales Thema beim Coaching. Wer Angst vor dem Verlust von Kontrolle hat, sollte ernsthaft über die Ursachen nachdenken.

Hier ein interessanter Artikel über die Art KONTROLLVERLUST, die uns alle beschäftigt: https://www.journal21.ch/kontrollverlust

 

 

Mit Coaching wäre das nicht passiert


Es gibt keine einfachen Antworten. Wenn Sie in einem Unternehmen Karriere machen wollen, dann sollten Sie wissen, wie die interne Kommunikation funktioniert. Und Sie sollten auch darauf vorbereitet sein, wann es Zeit ist zu gehen. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt und die innere Balance. Die Seele ist immer das erste Opfer, wenn irgendetwas schief läuft. Und es läuft in den meisten Fällen etwas schief.

Sie schütteln den Kopf und wollen nicht verstehen, was ich hier sagen will? Nehmen Sie sich die Zeit und lesen einfach weiter.
Eine Frage: Was nützt es einem CEO, wenn er alle seine Ziele erreicht und keine innere Ruhe mehr findet? Was nützt es, wenn die Sonne jeden Tag scheint und Depressionen und Angst Ihren Alltag verdunkeln?

Das passiert öfter als Sie denken. Und stellen Sie sich mal vor, dass der Erfolg sich nicht einstellen will und Sie Gegenwind und kleinen Intrigen von Kollegen ausgesetzt sind. Das ist wohl die wahrscheinlichste Variante. Einfach geht nicht, im wahren Leben. Also wird es immer ein wenig komplizierter und anstrengender. Es wird undurchsichtiger. Am Anfang kommen wir sehr gut damit klar. Logisch: Jeder Mensch in unserer Umgebung hat, gelinde gesagt, Baustellen. Wir wissen das. Wir erkennen das. Aber was passiert, wenn wir einfach nicht weiter kommen? Ist es Zeit sich einen neuen Job zu suchen? Oder gibt es Hoffnungen und Chancen, die Sie unbedingt ergreifen wollen?
Ich persönlich habe genau das schon oft in meinem Leben erlebt. Ein Job in dem ich tun und lassen konnte, was ich wollte. Alles lief perfekt und ich hatte großen Einfluß auf das gesamte Unternehmen. Es war einfach einzigartig. Warum sollte ich jemals einen anderen Job anstreben? Unvorstellbar. Und doch war eines Tages Schluß. Und dann musste ich plötzlich wieder ganz von vorne beginnen. Ich musste springen und ich musste schwimmen. Vor dem einen hatte ich Angst und ich wusste nicht ob ich noch schwimmen konnte. Dabei hätte ich es wissen können. Es gab Phasen in denen ich mich unterfordert fühlte. Diese Phasen hätten einen Coach gebraucht. Heute weiß ich es. Jeder kann es wissen. Aber es ist bequemer es zu ignorieren und einfach weiter zu machen.
Es gibt immer diese Phasen an denen man an einen Kreuzweg kommt und sich entscheiden muss in die richtige Richtung abzubiegen. Wenn man auf der Autobahn auf der Überholspur unterwegs ist, achtet man selten auf Hinweise zum Richtungswechsel. Man fährt einfach immer geradeaus und kommt dann irgendwo an. Tunnelblick. Es wird schon werden.

Mit Coaching wäre das nicht passiert……

 

Der schreiende Chef – Was tun?


Der schreiende Chef

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen auf das Thema “Choleriker” und vor allem den “cholerischen Chef”. Man will Tipps wie man mit einem cholerischen Menschen umgehen sollte.

Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Geschäftsführer, der bekannt für seine cholerischen Ausbrüche ist, beginnt während des Gesprächs mit einem seiner Abteilungsleiter an ausfällig zu werden und ihn anzuschreien. Der Abteilungsleiter sitzt vor dem Schreibtisch des Chefs und der Chef steht auf um mit hochrotem Kopf zu brüllen.

Was machen Sie nun?

Informieren Sie Ihren Gesprächspartner über Ihre Situation. Machen Sie ihm klar, dass er sich Ihrer Meinung nach nicht angemessen verhält.

Versuchen Sie Folgendes: Stehen Sie auf, sehen dem Chef in die Augen und begeben sich in die selbe Sprechposition. Beobachten Sie, was mit dem Chef passiert.

Dann treten Sie neben ihn und sagen sachlich: “Sie schreien mich gerade an! Das ist nicht die Art in der wir kommunizieren sollten. Sind Sie bereit das Problem konstruktiv zu lösen?”

Beobachten Sie sein Verhalten.

Wenn er bei seinem cholerischen Ausbruch bleibt, dann wiederholen Sie Ihr Anliegen mit folgenden Worten: “Ich bitte Sie normal mit mir zu reden. Hören Sie auf zu schreien. Für eine sachliche und konstruktive Kritik bin ich aufgeschlossen. Sie wissen das.“

Wenn der Chef dann immer noch bei seinem Verhalten bleibt, entziehen Sie sich dem Verhalten und erklären ihm, warum Sie den Raum verlassen.

Bleiben Sie immer ruhig und gesprächsbereit. Vermeiden Sie den Eindruck der Arroganz. Werden Sie in diesen Augenblicken niemals ironisch! Versuchen Sie einen emotionalen Perspektivwechsel. Stellen Sie sich vor, dass Sie gerade im Flugzeug auf den Weg in den Urlaub sind. Der Chef schreit und Sie sind gar nicht da.

Setzten Sie dem Choleriker eine klare Grenze.

Ich selbst habe viele scheinbar unbelehrbare Choleriker in meinem Berufsleben erleben müssen. Oft wurde ich Zeuge, wie Mitarbeiter regelrecht “zur Sau” gemacht wurden. Ich habe gesehen, wie diese Menschen zusammengebrochen sind. Mir selbst ist das sehr selten passiert. Ich habe das Verhalten beobachtet und mich emotional entfernt oder gar verabschiedet. Dann ist es möglich, der unangenehmen Situation die Schärfe zu nehmen und auf eine sachliche Kommunikationsebene zurückzukehren. Wenn ein Choleriker einmal als solcher identifiziert ist, dann kann man sich einfacher emotional entfernen. Das erleichtert den Umgang mit diesen Menschen.
Das gilt auch für andere Persönlichkeitsdefekte. Narzisstische Persönlichkeiten sind eine weitere Möglichkeit…..

 

 

 

Die dunkle Seite der Macht


Zeitenwende 141115

91101 hat eine Zeitenwende eingeleitet. Die Angst greift mit kalten Fingern nach unserer Zukunft. Wir haben es in der Hand uns zu entscheiden, in welcher Welt wir morgen leben wollen. In einer Welt mit Mauern und Stacheldraht, Überwachung, Argwohn, Fremdenfeindlichkeit und Angst – oder in einer Welt der Menschlichkeit und Hoffnung. Wir haben es in der Hand, ob wir auf die dunkle Seite der Macht wechseln wollen oder nicht.

Zyniker ziehen sich zurück und beobachten, was passieren wird. Sie sitzen wie Hasen in ihrem Loch und zittern ängstlich ihrem Tod entgegen. Früher oder später müssen wir alle sterben.

Es ist ein Fakt, dass wir mehr sind, als diejenigen die Angst verbreiten wollen.

Warum sollten wir, die Mehrheit uns einer mikroskopisch kleinen Minderheit beugen? Das ist der Punkt. Wir sind mutig uns stark, wenn wir uns der Menschlichkeit verpflichtet fühlen und uns nicht durch Angst besiegen lassen. Wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite wir stehen wollen. Voller Angst und Hass auf der dunklen Seite oder mutig uns stark im Licht.

Das, was da gerade in Paris passiert ist, geschieht jeden Tag im Irak und in Syrien. Es kann auch bei uns geschehen. Es gibt keine 100% Sicherheit. Mit Mauern uns Stacheldraht werden wir uns nicht schützen können. Erst wenn die Benachteiligten erkennen, dass sie eine Chance für die Zukunft und ein Recht auf Bildung, Sicherheit und Wohlstand haben, dann wird klar werden, wie widersinnig Terror und Angst sind.

Wir haben es in der Hand. Nehmen wir gemeinsam unsere Zukunft in Angriff. Es soll eine Welt voll Licht und Hoffnung uns Glück sein. Nein, ich bin kein Träumer. Ich bin ein Realist, der Kerzen anzünden möchte.

Imagine…..

Peace and Prosperity!