Arschloch Coach – MacCoach


Arschloch-Coach

Wussten Sie schon, dass Sie ein Arschloch sind? Das kann jedem mal passieren. Das ist nicht schlimm. Willkommen im Club! Ich selbst habe gerade über fünf Ecken erfahren, dass ich ein Arschloch bin; Und zwar ein Blender und Selbstdarsteller. Puh! Ich musste mich schütteln. Ich: ein Blender und Selbstdarsteller! Wow! Das ist ein harter Tobak für mich. Und auch wieder nicht: Denn sehen wir es einmal so: Wer mich so sieht und so bezeichnet, der hat eindeutig ein Problem mit mir. Ich blende also offenbar erfolgreich. Was auch immer das heissen mag. Es bedeutet: ich stelle mich erfolgreich selbst dar. Im Grunde steckt ein unglaubliches Kompliment hinter diesem böse gemeinten Angriff! Und es steckt natürlich eine gestörte Beziehung dahinter. Jemand, mit dem ich einmal sehr eng zusammengearbeitet habe, ist enttäuscht von mir und dass muss natürlich zum Ausdruck gebracht werden. Warum bin ich ein Blender? Weil es Menschen gibt, die etwas von mir halten. Ich bin ihnen nicht egal und sie reden gut von mir. Das ist doch gut so. Und weil es Menschen gibt, die das nicht verstehen können. Und dann gibt es Menschen, die das partout nicht verstehen wollen. Nach dem Motto: Was hat der, was ich nicht habe?
Die junge Frau, die mich in ihrer Enttäuschung einen Blender nennt, tut das, weil ich mich nicht mehr in ihr kleines Weltbild einpassen lasse. Eine andere Frau wird mich als einen interessanten Mann beschreiben, der sehr viel Potential hat. Ich bin irgendwann einmal aus meinem kleinen Leben in ein anderes Leben katapultiert worden. Ich hatte damals viel zu viel Angst, etwas anderes zu versuchen. Ich war damals alles andere als jemand, den man einen Blender und Selbstdarsteller nennen würde. Vielleicht hat man mich damals einen bescheidenen Verlierer genannt. Sympathisch, aber dumm genug um keinen Neid zu erwecken. Unwichtig und vielleicht ein wenig zu bemitleiden.
Also ehrlich: Das würde mich heute stören. Dann lieber ein Mensch, den man als Arschloch bezeichnet und von dem man dann beeindruckt ist, wenn man ihn tatsächlich kennenlernt.
Für mich ist ein Blender jemand, der mehr zu sein scheint, als er ist. Also jemand, der ständig auf den Putz haut und sich permanent in den Mittelpunkt stellen muss

Das ist die negative Definition. Aber er kann auch ein heller Scheinwerfer sein. Jemand, der sein Licht nicht unter den Scheffel stellt, wie es schon in der Bibel heißt. Hey Leute: Ich bin nicht Trump! Ist das klar?
Ich bin ein Coach, also jemand der auch mit Leuten sprechen kann, die von anderen als Arschlöcher wahrgenommen werden. Ich mag das. Die meisten von uns haben schwache Seiten, die durch Coaching verbessert werden können. Vielmehr, die sie durch Coaching selbst verbessern können.
Es stimmt tatsächlich: Es gibt nicht-kommunikative und gefühls-verarmte Menschen, die viel Geld, Macht und Einfluss haben. Wenn sie gelassen und ruhig sind und dazu noch ein vornehmes Understatement pflegen, gelten sie als sympathisch. Wenn sie laut und schrill Menschen beleidigen und herum toben wie wilde Stiere, dann kann ich sie auch nicht leiden. Das sind Menschen, die einfach keine Klasse und keinen Stil haben. Gelassenheit und Zurückhaltung gehören für mich zu einem erstklassigen Manager dazu. Es ist mir auch völlig egal, wenn einige der Ansicht sind, dass sie für ihre Sache brennen und laut werden müssen um die Leute wachzurütteln; Oder was auch immer sie da erzählen. Elefanten im Porzellanladen haben im Geschäft nichts zu suchen; auch wenn Don.T. gerade eine ganz andere Botschaft verbreitet.  

Einige Manager werden von ihren Vorgesetzten zum Coaching geschickt. Dahinter steckt immer der Wunsch diese Manager zu besseren Managern zu machen. Das ist meinen Coachees oft überhaupt nicht bewusst. Einige fühlen sich geehrt, weil sie endlich einen Coach bekommen. Andere sind verwirrt, weil sie offensichtlich nicht gut genug für den Job sind. Ein erfahrener und medizinisch guter Assistenzarzt wurde von seiner Oberärztin zum Coaching geschickt. Der Mann war fachlich so gut, dass er ohne Probleme hätte arbeite können, wenn er nicht so ein arroganter und unangenehmer Mann gewesen wäre. Ihm fehlten grundsätzliche Fähigkeiten der Menschenführung, weil er völlig falsch gepolt war.
Wir kennen das: Sie sind gut und ihre Umwelt kann ihnen nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Eltern von hochbegabten Kindern können ein Lied davon singen. Diese begabten Menschen sind unruhig, unzufrieden, haben wenig Empathie. Sie können ihre Fähigkeiten nicht auf die Straße bringen und sie sind nicht bereit die Straßenverkehrsregeln einzuhalten. Sie sind Raser, Linksfahrer und sie fahren gerne bei Rot. Und sie denken sich nichts dabei. Leute, die Regeln befolgen sind ihnen suspekt.

Diese Menschen haben immer ein Problem mit anderen Menschen. Sie sind nicht einmal in der Lage, sich selbst effektiv zu führen. Aber sie glauben selbstverständlich an ihre ausserordentlichen Fähigkeiten. Das Konfliktpotential gleicht einer schweren Bombe. So etwas kann kein Unternehmen lange durchhalten.

Verstehen wir uns nicht falsch. Ich optiere hier nicht für einen weichen Führungsstil. Im Gegenteil. Ich spreche hier ganz bewusst die selbstbewussten Macher an, die tatsächlich effektiv führen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass Sie regelmäßig begleitet und unterstützt werden sollten. Wer glaubt, alles im Griff zu haben und alles alleine zu schaffen, wird irgendwann stolpern und stürzen. Gutes Management braucht Coaching. Kein Spitzenteam auf der Welt kann es sich leisten ohne einen Coach zu agieren. Und es hängt nicht von eingebildeten Fähigkeiten ab, sondern von nachweisbaren realen Eigenschaften.

Es genügt keinesfalls, einfach nur zu glauben, gut zu sein. Management heisst es jeden Tag zu beweisen. Feedback ist die Grundlage. Von abhängigen Mitarbeitern dürfen Sie niemals ehrliches Feedback erwarten. Das ist ein typischer Fehler, den unerfahrene Manager oft machen. Das Schlimme an der Sache ist, dass sich dieser Fehler verfestigt und zu einer grundlegenden Überzeugung wird, die sich nicht mehr verändern lässt. Ich nenne das, das gefährliche Speichelleckersyndrom. Und der Hammer ist: wir alle kennen das und verachten es zutiefst.

Aber viele sind nicht in der Lage sich aus diesem Teufelskreis zu befreien.

Ein Test: Wie gehen Sie mit einem ironischen Mitarbeiter um? Wie fühlen Sie sich, wenn ein Untergebener es wagt Ihnen zu widersprechen? Ganz ehrlich! Sie können den Kerl nicht leiden. Stimmt’s? Glauben Sie mir: es wird Zeit für eine psychologische Beratung, ein Führungskräftetraining, ein Coaching.

Womit wir wieder beim Thema sind.

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Das Handeln der Anderen – MacCoach


Man muss erst so manches gelernt haben, ehe man über die Handlungsweise eines Anderen richtig urteilen kann. Mark Aurel

Wir erleben es jeden Tag auf’s Neue. Mitarbeiter leiden unter dem Chef. Sie verstehen nicht, warum er so unbeherrscht und ungeduldig reagiert. Sie können es nicht nachvollziehen, warum er so mit Mitarbeitern umgeht. Wenn sie in seiner Lage wären, würden sie anders denken.

Auch hier hilft ein Coaching-Modell: Refraiming. Man muss den Rahmen und die Perspektive eines anderen einnehmen und modifizieren um zu verstehen. Refraiming und Perspektivwechsel funktioniert nur, wenn man das Wissen und die Erfahrung besitzt, über das ein Leiter verfügt. Ungeduld ist oft ein Zeichen von Ohnmachtsgefühlen gegenüber Mitarbeitern, die “ihr Ding machen” und sich ansonsten nicht mehr führen lassen. Der Chef braucht Dich! Aber er hat das Gefühl Dich verloren zu haben. Und genau das ist es, was aus einem Menschen, der ursprünglich genau so wie Du einen sehr guten Job machen will, ein scheinbar unberechenbares Monster macht. Zumindest scheint es so. Die Chefin hat gelernt, dass Mitarbeiter sich geschickt hinter Routinearbeiten verstecken und eingeschnappt sind, wenn sie ungeduldig reagiert. Für die Mitarbeiter ist klar: Der Chef ist ungerecht, aufbrausend und gemein.

Sie können die Handlungsweise eines Kaisers nicht verstehen, weil sie nicht wissen und nicht gelernt haben, was er gelernt hat. Mark Aurel kannte diese Situation. Er wusste genau, dass er seinen Untergebenen nicht alles erklären musste, ja es nicht einmal durfte. Er musste Entscheidungen treffen, die nicht immer nur populär waren. Er durfte keine Angriffsfläche bilden. Sonst wäre er angreifbar und schwach geworden.
Versetze dich in die Rolle des Chefs. Du wirst bald feststellen, was dir fehlt. Erst dann bist du in der Position zu verstehen, ja zu wissen und zu spüren, wie es ist Verantwortung zu tragen.

Umgekehrt ist es für Menschen in Führungspositionen wichtig, die Position der Mitarbeiter, gleichrangiger Kollegen, Kunden und Lieferanten einzunehmen. Das ist der erste Schritt in Richtung Chef als Coach. Das Modell coachender Chef ist ein noch junges, zukunftsweisendes Gebiet. Coaching bedeutet auch hier immer Zielorientierung. Im Geschäftsleben ist Coaching nicht ergebnisoffen. Ziele werden auch nicht diskutiert. Das ist der Rahmen. Aber der Weg zum Ziel ist durch Coaching besser gangbar. Hindernisse werden schneller sichtbar und falsche Vorstellungen auf beiden Seiten werden transparent. Vorausgesetzt, die beteiligten Personen sind bereit für diesen Schritt. Eine gute Coachingausbildung ist dabei unverzichtbar.

 

Bill Gates – Optimistische Voraussage über das Ende der Ära Trump – MacCoach


Lesen Sie hier, was Bill Gates über die Zukunft nach der Ära Trump zu sagen hat.

Bill Gates und Warren Buffet sind in erster Linie für eine Sache bekannt: Ihr Geld. Bill Gates ist der reichste Mann der Welt und Warren Buffett ist der drittreichste. Laut Forbes besitzen sie zusammen mehr als 153,9 Milliarden Euro.

Da dürfte es niemanden verwundern, dass beide der Zukunft mit Optimismus entgegensehen. Zynische Naturen wären vielleicht geneigt, das nicht zuletzt ihrem unermesslichen Reichtum zuzuschreiben — wer so viel Geld hat, muss sich schließlich um sich selbst zumindest keine Sorgen machen.

Aber eben in diesem Punkt unterscheiden sich die Beiden von dem Klischee, dass viele von den Superreichen haben. Sie sorgen sich nämlich nicht nur um sich selbst, sondern verfolgen auch die politischen und sozialen Entwicklungen ihres Landes sehr genau.

Bill Gates: „Ich sage eine Rückkehr der Wahrheit voraus“

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/bill-gates-macht-eine-erstaunliche-vorhersage-zur-ära-trump/ar-AAviSXN?ocid=spartandhp

 

Der starke Mann – Populär vs. Populist – MacCoach


Viele Menschen wollen starke Politiker

Ein starker Mann also. Das hatten wir doch. Und es ist gründlich in die Hose gegangen.
Ja doch!: Politiker sollten kompetent sein und populär.
Sie sollten aber auch kompetent und verlässlich sein. Verantwortungsbewusst und natürlich populär, nicht populistisch.
Sie müssen der Wahrheit verpflichtet sein und authentisch und sie sollten wissen, dass sie nur dem Land dienen dürfen und niemals sich selbst. Aber das wird schnell vergessen. Macht korrumpiert und Absolute Macht korrumpiert absolut.
Das, was in einer Demokratie selbstverständlich ist, oder sein sollte, scheint immer mehr in Gefahr zu sein, weil die Menschen den Eindruck haben, dass da jemand abhebt.
Ich bekomme regelrecht Bauchschmerzen, wenn ich das alles weiterdenke.
Ich kann in der Ich-Form schreiben, wenn ich über einen Politikstil schreibe, den wir uns wünschen sollten.
Ekelhaft primitiver Populismus ist möglicherweise eine clevere Taktik, wenn man bestimmte Ziele erreichen will. Aber was für Ziele sollen das sein, die unter einer derartigen schlechten Stimmung erreicht werden sollen? Wo soll das hinführen? Was soll erreicht werden?
Und dann kommen Fragen wie:
Brauchen wir eigentlich einen starken Mann? Oder eine starke Frau?


Wenn ein Deutscher so etwas fragt, dann denken alle gleich an Adolf Hitler. Es klingeln sämtliche Alarmglocken und natürlich ist es ein absolutes Tabu-Thema. Nein, so etwas wie Hitler wollen wir nicht. Wir wissen ja, wohin das geführt hat. Aber es ist auch klar, dass wir in einer anderen Zeit leben. Hitler wird nicht aus der Gruft steigen, wo immer man ihn auch vergraben hat. Aber ein deutscher Trump könnte wie aus dem Nichts erscheinen und mit einer Mischung aus Dummheit und anzüglicher Frechheit die dumpfen Gefühle ansprechen, die ganz tief in unserem Unterbewusstsein stecken. “Wenn du deinen Nachbarn nicht magst, dann vertreibe ihn.”, könnte so ein dumpfes Gefühl sein. Natürlich muss man mit seinen Nachbarn gut auskommen. “Aber was ist, wenn das Arschloch jeden Tag Grillfeste in seinem Garten veranstaltet und permanent fremde Leute einlädt? Dann wird man sich doch wohl zusammentun können, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen.” Merkt ihr was? Da kommt was hoch, was tief in uns steckt. Es ist Angst und es ist sich ungerecht behandelt fühlen, zu kurz zu kommen. Es ist eine Mischung aus Ohnmacht und Zerstörungslust. Da werden Baseballschläger geschwungen und Totschläger aus der Tasche geholt. Am Ende ist es egal, wie sehr man selbst verlieren kann. Hauptsache der dämliche Nachbar ist weg. Einfach nur weg!
Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber ich lasse es lieber.

Was ich sagen will ist einfach nur das: Ja, wir brauchen populäre Politiker, die einen klaren Standpunkt und vor allem Ahnung haben, was sie da tun. Wenn ein Irrer daherkommt und jedem alles verspricht, dann gehört der nicht an die Macht. Es muss eine Politik sein, die realistisch und greifbar ist. Manchmal müssen auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden. Das ist ein starkes Votum gegen direkte Demokratie bei der permanent das Volk befragt wird. Der BREXIT war so ein Unfug, der deutlich macht, wie einfach es für Demagogen ist, eine bescheuerte Entscheidung herbeizuführen, deren Reichweite zum Zeitpunkt der Entscheidung niemand überblicken konnte. Die wissen heute noch nicht, was ihnen blüht und machen trotzdem weiter. Unbeirrt in die Katastrophe. So blöd kann so was laufen und entsprechend heftig in die Hose gehen. Am Ende steht ganz sicher eine Abstimmung über die schlechten Verträge und dann werden sie hoffentlich in der EU bleiben. Einfach weil es vernünftig ist.Aber Politik und Vernunft scheinen einander auszuschließen.

Ich bin zu alt um in die Politik einzugreifen: “Gott sei es gedankt!” Aber ich kann darüber reden und ich kann darüber schreiben. Laut denken und mit anderen denken.  
Wenn man alles zusammennimmt, dann geht es uns bestens. Deutschland ist ein Sehnsuchtsland für viele. Wer hier ankommt, reibt sich die Augen und wundert sich. Die Infrastruktur ist – immer noch – bemerkenswert gut. Ja, es könnte besser sein. Die Arbeitslosenquote ist niedrig. Hier wird mir persönlich zu sehr getrickst. Da sollten wir wirklich aufhören uns in die Tasche lügen zu lassen. Jeder Mensch braucht eine Arbeit und meinetwegen soll sie auch in eine Art Öffentlichen Dienst münden. Es gibt so viele Tätigkeiten, die man nicht privatwirtschaftlicher Konkurrenz aussetzen sollte.

Wo sind die klugen, populären Politiker?
Angela Merkel ist eine kluge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Sie weiß genau, dass sie nicht jedem Dödel verständlich machen kann, was sie da gerade tut. Aber sie sollte genau das versuchen.
Stichpunkte sind Energiewende, Bankenrettung, Flüchtlingskrise, Einwanderungsgesetz, Sozialsystem.

Die Energiewende ist zu schnell und abrupt verlaufen. Die Atomkraftwerke werden noch in 100 Jahren da sein und müssen abgebaut werden. Es wäre kein Problem gewesen, die jüngeren Kraftwerke noch eine Zeitlang laufen zu lassen. Augenauswischerei. Kohlekraftwerke werden gebraucht, heißt es. Das ist Unfug. Wir können heute moderne Gaskraftwerke betreiben und gleichzeitig mit dem überflüssigen Strom aus Solaranlagen und Windkraftanlagen Wasserstoff produzieren, der dann wieder zu sauberem Erdgas aufbereitet werden kann. Erdgasautos gibt es schon und Wasserstofftankstellen werden in Zukunft gebraucht um saubere Automobile anzutreiben. Stichwort: Brennstoffzellen. Wir brauchen die Wasserstoffwirtschaft und es gibt keinen Grund das nicht jetzt schon voranzutreiben. Wenn wir schon Elektroenergie im Überfluss haben, dann sollten wir Wasserstoff damit produzieren, egal wie gering der Wirkungsgrad heute noch ist.  
Flüchtlinge sind, das wissen wir längst, keine geeigneten Arbeitskräfte für ein Nummer-Eins HighTech-Land. Es gibt keinen Grund alle Geflüchteten zu verteilen und zu integrieren. Das ist ein gefährlicher und naiver Versuch. Es ist uns nicht einmal gelungen, die türkische Gemeinde vollständig zu integrieren. Es ist eine Illusion, das zu versuchen. Es wird niemals vollständig gelingen. Also müssen wir uns damit arrangieren, dass es andere soziale Welten neben der uns wohl bekannten gibt. Wenn jetzt irgendwelche Neupolitiker daherkommen und sich in häßlicher Art und Weise über andere Menschen auslassen und dann noch Beifall dafür bekommen, dann wird deutlich, was wir brauchen und was nicht. Diese Schreihälse brauchen wir nicht und jeder, der dazu Beifall klatscht, gehört in psychologische Behandlung. Soviel Psychologen und Therapeuten gibt es gar nicht um diesen armen Menschen zu helfen. Sie auch noch in ihren wirren Ansichten zu bestätigen ist ein Verbrechen.

Es gibt so viele soziale Netze, die alle unterschiedlich ausgestattet sind und doch funktionieren. Es gibt sogar Menschen, die kein Englisch sprechen, oder auch nur verstehen können. Tatsache!

Was mir persönlich fehlt, an heutige Politik, das sind greifbare Zukunftsvisionen. Wie soll die Welt in zwanzig oder dreißig Jahren aussehen? Wo werden wir als Deutschland und Europa stehen? Natürlich brauchen wir nicht nur die moralische Überlegenheit, sondern auch die Fähigkeit uns zu wehren. Und es wäre fantastisch, wenn Europa in der Lage wäre massive Hilfe in jeglicher Form nach Afrika zu bringen. Keine subventionierten Gemüse oder Milch und Butter, sondern nachhaltige Konzepte, Bildung und Entwicklung. Möglicherweise auch militärische Intervention, wenn mal wieder ein irrer Diktator sein Volk ausplündert, vergewaltigt und ermordet.
Orientieren wir uns einfach an Gene Roddenberrys STARTREK: Peace and prosperity!

Technologie und gesellschaftlicher Fortschritt.

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Pandemie des Narzissmus


Nach einer Untersuchung sind Menschen, die vor dem Mauerfall im Westen geboren wurden und zur Schule gingen, narzisstischer als Ostdeutsche

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde erklärt, dass die jungen Menschen in Nordamerika und Großbritannien in den letzten Jahrzehnten einen deutlich höheren Zwang zur Perfektion zeigen würden (Junge Menschen neigen immer mehr zum Perfektionismus). Vor allem ist der Druck gewachsen, dass Perfektion von anderen Menschen verlangt wird, der man nachkomme müsse. Die Autoren führten das auf stärkere Individualisierung und Konkurrenz zurück, der sich Eltern und junge Menschen von der neoliberal geprägten Gesellschaft und Wirtschaft ausgesetzt sehen, aber womöglich auch durch die Sozialen Netzwerke und den allgegenwärtigen Zwang zum Ranking und Vergleichen. …..mehr

https://www.heise.de/tp/features/Pandemie-des-Narzissmus-im-Westen-3952431.html

 

Coaching – KOSTENLOS!


Coaching KOSTENLOS!

Geht das? Kostenloses Coaching? Ich denke nicht. Ein kostenloses Erstgespräch ist natürlich selbstverständlich. Aber das dient nur dem Kennenlernen. Es ist gut, wenn der Klient bereits vorher eine Ahnung hat, was Coaching ist und wie es wirkt.

Es hat sich eine eigenartige Mentalität durchgesetzt. In Deutschland ist man krankenversichert. Also wird kein ExtraGeld in die Hand genommen um Leistungen zu bezahlen, die etwas mit psychologischer Beratung oder so etwas zu tun haben. Deutsche gehen zur Krankenkasse und lassen sich sogar das Fitnessstudio oder eine Physiotherapie bezahlen.

In anderen Ländern ist das anders. In New York ist es ganz normal, Geld für einen Therapeuten oder Coach auszugeben. Berlin ist nicht New York. Berlin ist arm, vielleicht aber auch sexy. Auf jeden Fall ein hartes Pflaster für Therapeuten und Coaches.
Spätestens wenn jemand wirklich richtig krank geworden ist, wird sehr viel Geld in die Hand genommen um für Gesundheit zu zahlen. Aber dann ist es meist schon zu spät.
Seelische Gesundheit ist bald eine absolute Mangelware. Fast jeder in unserer narzisstischen Gesellschaft trägt schwere Belastungen aus seiner Kindheit mit sich herum. Oft wird das erst thematisiert, wenn es längst pathologisch und damit unerträglich geworden ist. Das ist viel zu spät. Gesundheit hat sehr viel mehr mit Hygiene und Vorbeugung zu tun, als viele es für möglich halten.
Coaching ist, so wie ich es verstehe, genau das: eine vorbeugende, zielführende psychologische Beratung, die nahe an Seelsorge und Seelenpflege angesiedelt ist.

“Wer einen guten Coach hat, hat es gut.”

Wer keine Ahnung hat, was Coaching ist und was es erreichen kann, wird nicht auf die Idee kommen einen Coach aufzusuchen. Wer weiß, was man mit Coaching erreichen kann, nämlich viel mehr als ohne Coaching, wird irgendwann einmal bedauern, nicht schon früher einen guten Coach gekannt zu haben.

Ich habe schon oft über Coaching geschrieben und über das, was damit erreicht werden kann und wie das funktioniert. Das hat auch etwas mit Marktaufstellung zu tun. Es ist schon sehr wichtig, für Coaching zu werben. Was macht ein Coach in Deutschland? Wo siedelt er sich an? Wer ist bereit und in der Lage für Coaching zu zahlen? Der Witz ist, dass selbst gute Psychotherapeuten eine lange Warteliste haben und nicht wieder aufgesucht werden, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht mehr übernimmt. Es ist wirklich bemerkenswert, dass in diesem Land kaum jemand für Prävention bezahlen will. Auch die Kassen zahlen nur, wenn eine Krankheit vorhanden ist. Eine therapeutische Sitzung wird nur bezahlt, wenn der Arzt eine Krankheit ins Feld führt. Das ist wirklich krank. Es ist systemimmanent und es ist falsch. Die Krankenversicherung muss grundlegend neu gedacht werden. Aber dahin ist noch ein weiter Weg. Wir haben noch nicht einmal begonnen, darüber nachzudenken.  

Ich ahne, dass Coaching in diesem Land noch lange keine reale Chance hat. Kein Zweifel: Ich halte Coaching für unverzichtbar. Aber wer soll das bezahlen in einem Land in der es eine Selbstbedienungsmentalität gibt, die kaum zu beschreiben ist?

Coaching ist zielorientiert.

Das bedeutet, dass man Ziele schneller erreichen kann, wenn man von einem guten Coach begleitet wird. Das kann ein JobCoaching sein, das teilweise sogar von der ungeliebten Arbeitsagentur bezahlt wird. Es kann aber auch ein ganz privates Coaching sein. Eine Frage: Was würdest du dafür ausgeben, wenn du eine wichtige Entscheidung für die lebenslange Karriere oder den nächsten Karriereschritt planen willst? Und zwar so, dass es wirklich passt. Coaching ist genau das: Zieldefinition und Meilensteine setzen. Willst du tatsächlich in diese Richtung weiter gehen oder lohnt es sich nicht? Vieles steckt bereits in dir. Du ahnst bereits, dass du die Antworten kennst. Aber mit wem kannst du das alles besprechen? Wer hört dir zu? Und vor allem: Wer ist in der Lage auch wieder zu vergessen, wenn du Unfug erzählst oder einfach falsche Vorstellungen hast? Ein Coach macht genau das. Wenn man alles zusammen rechnet, dann ist es sehr viel preiswerter Erfahrungen mit einem Coach zu sammeln als über Jahre in die falsche Richtung zu marschieren um am Ende die Rechnung präsentiert zu bekommen. Was ist dir psychische Gesundheit – Vorbeugen ist besser als heilen – wert?

Kostenlos ist nichts. Das ist doch wohl klar.

Frage einfach einen Coach deiner Wahl. Es lohnt sich!

Gratulation! Gedanken zum Tag der Deutschen (Einheit?)


Es gibt Leute, denen kannst Du wirklich alles hinten und vorne reinstecken und die sind immer noch unzufrieden.“ /anonymous wise man/

Zugegeben, man kann es drehen und wenden wie man will. Es ist leider wahr. Es ist eine Tatsache. Man muss auf die Menschen hören, bevor man ihnen etwas schenkt. Freiheit zum Beispiel wird gerne um Zusammenhang mit Wohlstand genommen. Immer wieder gerne! Aber wenn Freiheit mit Ungewissheit und Ängsten daherkommt, dann nimmt man doch lieber den bescheidenen Wohlstand und ist dankbar, wenn irgendjemand den Laden schaukelt. Zur Not kann man ja immer noch meckern und einfach nur „dagegen“ sein. Dagegen – gegen was auch immer. Für etwas zu sein ist wesentlich anstrengender. Dann muss man einen Standpunkt haben und wissen worum es geht. Man sollte argumentieren können und für seine Sache einstehen. Dagegen sein – ist immer einfacher. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, warum man dagegen ist, dann wird man einsilbig und unwirsch und ballt zornig die Faust!
Die Menschen im Osten der Republik haben es entweder geschafft, oder eben nicht. Das geht den Brüdern und Schwestern im Westen ganz genau so.
Es ist ein lächerliches Drama, wenn Menschen, die sich nicht an die Hand und mitgenommen fühlen, nach einem Vierteljahrhundert keine andere Idee mehr haben, als einfach nur gegen etwas zu sein und ihren dumpfen Protest lautstark mit Hassparolen herausbrüllen. Wenn sich der Protest und das Dagegensein im Wahllokal manifestieren kann, dann ist das schon wieder sehr gut und sehr demokratisch. Das muss man auch mal akzeptieren.
Was sind das für Leute, die immer nur dagegen sind? Was treibt sie an? Was stellen sie sich vor? Wie stellen sie sich die Zukunft vor, die sie mitgestalten, ohne zu wissen wohin die Reise wirklich geht? Wem folgen sie da überhaupt?
Dumpfer Nationalismus und das Spielen mit dem Feuer führt nicht zum Ziel. Aber diese Leute haben kein Ziel. Das ist das Problem. Sie haben nur irgendwelche Vorstellungen, die sie bedient sehen wollen. Sie fühlen sich nicht mitgenommen. Sie fühlen sich irgendwie beleidigt. Sie sind dagegen. Gegen was auch immer.
Viele waren auch schon vor der Wende (1989/1990) immer nur gegen was. Gegen die Mauer waren sie nicht unbedingt. Das hätten die meisten von ihnen sich damals nicht getraut. Verdacht auf Republikflucht – Stasiuntersuchungshaft und dann ab nach Bautzen. Das war der Weg der in den Westen führte. Das wusste irgendwie jeder. Die meisten wollten das nicht durchdekliniert haben und schon gar nichts davon hören. Wenn man nicht direkt in Konfrontation kam, dann ging es einem doch ganz gut. Irgendwie hat sie die Mauer ja auch vor Konkurrenz geschützt. Aber irgendwie dagegen sein, konnte man schon. Das war nicht besonders teuer. Das kostete im Grunde nichts. Für etwas sein, war und ist unendlich teurer und schwer zu definieren.

Ich bin dafür, dass niemand in dieser Republik oder Europa diskriminiert wird. Kein Ostdeutscher und kein Ausländer, kein Flüchtling und kein Bayer oder Sachse oder wer auch immer.
Ich wünsche mir ein Land in dem man ohne Angst vor nächtlichen Übergriffen krimineller oder tumber Art auf die Straße gehen kann. Ich wünsche mir Menschen, denen man vertrauen kann und die Vertrauen verdienen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es viel mehr psychologische Beratung, also Coaching geben sollte. Es ist eigenartig, aber in Deutschland zahlt kaum jemand freiwillig für einen Arztbesuch und für psychologische Beratung schon gar nicht. Die Deutschen sind Materialisten. Was man nicht nach Hause schleppen oder aufbauen kann, ist nichts wert, so scheint es. Die berühmten geistigen Werte, Bildung und das Erlangen von Wissen und akademischen Graden, scheinen nicht mehr so wichtig zu sein. Da sind andere viel klüger als wir.
Aber was nützt alles materielle Haben, wenn man damit nichts anfangen kann, weil man es intellektuell nicht durchdringen kann?
Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Es ist ein Glückstag der Geschichte. Und was machen wir aus all dem Glück? Wir fühlen uns nicht verstanden, wie kleine Kinder, denen man im Sandkasten ein Spielzeug weggenommen hat. Also Leute! Werdet endlich erwachsen und denkt darüber nach was ihr wirklich wollt und wie wir es erreichen können. Es gibt soviel zu tun! Packen wir es an und machen wir was daraus. Angst, Wut und dumpfer Hass, eingeschnappt sein, sind keine guten Berater.

Cholerikercoach


Ich bin ja gespannt auf meinen ersten offen bekennenden Choleriker, der sich auf ein Coaching einlässt. Choleriker mit Leidensdruck gibt es ja kaum. Sie lassen alles gleich raus und belasten sich nicht mit unangenehmen Gedanken und Gefühlen. Das ist eine positive Eigenschaft. Da können eher introvertierte Personen etwas lernen. Wie wäre es, wenn Sie, verehrter Choleriker, lernen würden, ihre unangenehmen Ausbrüche so zu managen, dass die negativen Auswirkungen auf Null minimiert werden? Das ist ein echter Coaching-Anlass. Frei nach dem Motto: “Ich bin Choleriker, hol mich da raus!”

Aber gerne doch!

Choleriker leiden an sich selbst


Choleriker leiden an sich

Da auf diesem BLOG sehr oft von Cholerikern und ihren Opfern die Rede ist, bleibt es nicht aus, dass sich hier selbsternannte, selbst erkannte Choleriker, melden und ihre Probleme vorstellen. Was soll ich sagen? Soll ich wirklich alle anderen Menschen zur Flucht vor diesen Menschen auffordern? Eher nicht. Sie brauchen Hilfe. Das scheint schon mal klar. Ein Anfang ist gemacht, wenn sie Hilfe suchen und sich nicht ständig hinter – durchaus verständlichen – Ausreden verstecken.

Menschen können sich ändern; Es ist eine harte Arbeit, aber es geht.

Hier der Bericht eines 25jährigen, der unter seinen Aggressionsproblemen als Choleriker leidet:  

Ich Bin ebenfalls Starker Choleriker
Hallo Ich 25 Jahre Jung,
habe seit früherster Kindheit schwere Aggressionsprobleme die Im Alter immer Stärker und Gewaltiger wurden,Meine Kindheit war eigentlich ganz schön wäre Da nicht Papa gewesen Der mich in jeder Freien Minute wenn keiner Da war geschlagen hat,Ich kann mich an diese Zeit erinnern Als wäre es erst Gestern gewesen,Wir sassen am Tisch es gab Linsen die gehörten Früher nicht zu meinen Lieblings Essen wiederwillg hab Ich es aber gegessen,das hat Papa mit bekommen an diesem Tag gings Los! Er klatschte mein Kopf in den Teller und Ich fing an zu weinen,das war wohl der größte Fehler wenn Ich das tat wurde er richtig Zornig und sehr Aggressiv und schlug dann immer fester,Ich kann mich noch daran Erinnern als Mama zur Kur war,Mein Vater und Ich waren geschlagene 3 Wochen allein die Erste Woche war alles echt Super kein stress Unternehmungen wurden gemacht Flugschau Rothenburgen das war toll,Die 2. Woche fiel anders Aus Ich war im Kindergarten und habe nach einem Schluck Tee gerüplzt,das haben die Kinder Mein Papa gesagt und er schlug mir vor allen Anwesenden Leuten Ob Kinder oder Erzieher in Meinen Magen er schlug mich öfter in den Magen was eventl der Auslöser Für eine Krankheit namens Achalasie gewesen sein könnte,wie dem auch Sei,Zuhause Spitzte die Lage sich Richtig zu ganz ehrlich dachte manchmal das war mein Letzter Atemzug,Er schlug nicht mehr Er prügelte mich mit allem was er in die Finger bekam Gürtel, Teppischausklopfer,Latschen etc. Als Wir in der 3. Woche zu Mama fuhren um Sie zu holen hatte ich mich verschluckt Früh bei essen und dabei gerülpzt,Ich dachte jetzt bin Ich Tot,nee es kam nichts dachte Ich,Beim Zähne Putzen sollte es wohl Richtig Krachen,ich habe mein Mund mit meinem Glas ausgespült,plötzlich ging die Türe auf und Ich dachte n ur OHOH,das wurde mir dann auch bestätigt,Ein Harter schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen so sagt man Heute,Ich allerdings verlor dabei ein Zahn zum Glück Milchzahn,Ich fing an zu weinen und er schlug auf mich ein,Mama durfte Ich natürlich nicht die Wahrheit sagen,Ihr musste Ich erzählen alles war toll und der zahn viel von selbst Raus mit einem gestellten lächeln! Wie dem Auch Das war der auslöser meine Aggressivität,und Leider konnte Ich sie noch nicht bewältigen damals war Ich kind Heute bin Ich erwachsen und ser Aggressiv nicht immer aber wenn Ich Explodiere schnell Landgewinnen,Nun zu meinem Problem Meine Freundin und Ich wohnen seit 2 jahren in einer gemeinsammen Wohnung, sind seit 3/5 Jahren ein eigentlich sehr Glückliches Paar wenn das diese Aggression nicht wäre,Ich raste bei jeder Kleinigkeit aus,Und das ist mir jetzt teuer zu stehen gekommen,Erstens Sie hatte solche Angst nach meiner letzten Attacke das Sie die Polizei gerufen hat Ich habe sie nie angefasst wird auch niemals passieren ich zerstöre meist wert gegenstände,Da Ich in dieser Aggressions phase nicht weis was ich tue nehm ich was mir in Die Hände kommt,kennt man von mein Papa,naja das war dann fasst das Aus unser Beziehung,Ich habe jetzt ein Ultimatum gestellt bekommen entweder Ich suche mir eine Neue Wohnung und Ärztliche Hilfe oder es ist für immer Aus,vorher war mir dieses Problem nie so bekannt wie Jetzt in diesem Augenblick Ich gefährde meine Zukunft mit der Frau meines Lebens,Sie ist sehr oft sehr stark gewesen aber jetzt hat Sie mich vor die wahl gestellt und das war denk Ich das beste um diese Erkenntnis endlich einzusehen das Ich Krank bin (Choleriker) gleich morgen suche Ich ein Arzt auf und werde Ihm das alles schildern und Ich hoffe man kann mir Helfen,vllt. kann es Ja schon einer von Euch.

Es ist eigentlich alles vorhanden. Ein gewalttätiger Vater, eine Mutter die wahrscheinlich immer weg sah und ein junger Mann, der nie etwas anderes als häusliche Gewalt erlebt hatte. Es bleibt die Frage, ob und wie dem Mann geholfen werden kann. So, wie es jetzt aussieht kann es auf keinem Fall bleiben. Ohne aktive Hilfe eines sehr guten Begleiters hat er keine Chance. Aber wer bezahlt so etwas? Die Gesellschaft sollte bereit dazu sein.

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Die Narzissmusfalle


Die Narzissmusfalle

Donald Trump war gerade 100 Tage im Amt. Man staunt über ihn, man macht sich Gedanken über seinen Geisteszustand. Es sind deutliche Anzeichen eines ausgeprägten Narzissmus sogar für Laien deutlich erkennbar. Die Welt blickt fasziniert und verängstigt auf diesen Mann, der wie kein anderer den ZEITGEIST unserer Generation so einzigartig reflektiert.

Der Psychiater Reinhard Haller hat sich intensiv mit Narzissmus beschäftigt und ein Buch geschrieben: Die Narzissmusfalle. Aber das nur am Rande. Er hat im WDR ein Interview gegeben. Dieses Interview hat mich inspiriert einige Gedanken aufzunehmen, zusammenzufassen und zu reflektieren.

Die Goldwater Regel besagt, dass man keinen Menschen aus der Ferne diagnostizieren darf. Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen, die es geradezu zwingend erfordern näher hinzuschauen. Der Narzissmus des Donald Trump ist eine Ausnahme.

Weiterführend: interessanter Artikel in DIE ZEIT

Donald Trump zelebriert seinen Narzissmus ganz bewusst. Man kann nicht anders, als zu sagen: Das ist eindeutig narzisstisch! Es ist so eindeutig erkennbar. Ein Musterbild eines Narzissten. Es ist also keine ärztliche Ferndiagnose, sondern eine Analyse seines Verhaltens. Solange Trump nicht in ein bösartiges Syndrom des Narzissmus gleitet, ist alles in Ordnung. Despoten und Serienmörder sind typische Vertreter des bösartigen Narzissmus. Es ist also von Seiten der Psychologen und Psychiater geboten, genauer hinzusehen und Hinweise auf gefährliche Entwicklungen zu dechiffrieren und zu publizieren. Es ist geradezu die Pflicht der Psychiatrie darauf hinzuweisen, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Narzissten sind NICHT GEISTESKRANK – Narzissmus ist erst einmal keine Krankheit – Es ist, zunächst nur, eine Charaktereigenschaft; wenn auch eine unangenehme.

Narzissten kennen wir alle: Sie sind beratungsresistent – lassen den nötigen Anstand vermissen – und sie sind extrem schnell und tief kränkbar. Das ist die Achillesferse dieser Menschen. Daran können wir sie erkennen.

Betrachten wie das Phänomen Narzissmus doch einmal anders. Wir sind, wenn wir stolz auf uns sein können, alle irgendwie narzisstisch eingestellt. “Ich!-Icher!-am Ichesten!” Was wären wir, wenn unser Ich keine so große Rolle spielen würde? Wir leben in einer ausgesprochen narzisstischen Gesellschaft. Es ist geradezu zum Gesellschaftsideal  geworden, so zu sein . Jeder möchte heute so sein, wie Donald Trump; reich, mit einer wunderschönen Frau verheiratet, mit dem größten Turm in der Stadt. Nun ja, wir würden mit dem Reichtum vielleicht anders umgehen und ein wenig zurückhaltender bei der Wahl unserer Frisur und unserer peinlichen Auftritte sein. Aber wenn wir ehrlich sind: so ein kleiner Donald steht uns doch ganz gut. Die Gesellschaft will das so. Punkt.

Der Orgasmus des Narzissten beruht auf Erfolg, Lob, Zuwendung von möglichst vielen Menschen. Er ruft ständig nach mehr: I cant’t get no satisfaction! But I try, but I try….
Es ist wie bei einer Droge. Die Dosis muss ständig erhöht werden. Sonst droht der Kater danach. Je stärker die Droge um so dröger die Befindlichkeit nach dem Höhepunkt.

Ein echter, typischer Narzisst bedient die 5 E: Egozentrik, Eigensucht, Empathiemangel, Entwertung anderer Menschen und Empfindlichkeit. Sind diese 5 Punkte beieinander, handelt es sich bei der beobachteten Person höchstwahrscheinlich um einen Narzissten. Der Grat zum krankhaften und zerstörerischen Narzissmus ist sehr schmal.

Alles dreht sich um ihn, den Egozentriker. Wenn sich einmal etwas nicht um ihn dreht, dann wird er nervös. Eigensucht ist nicht zu verwechseln mit Eigenliebe. Eigenliebe gehört zu jedem gesunden Menschen. Ich möchte niemand an meiner Seite wissen, der sich nicht selbst liebt. Das ist furchtbar und gefährlich.
Empathiemangel ist ein wichtiger Punkt bei Menschen, die Entscheidungen treffen müssen, wie Entlassungen oder andere Dinge, die gefährlich für Leib und Leben sein können. Ein General im Krieg kann keinerlei Empathie gebrauchen, wenn er Menschen in den sicheren Tod schicken muss. Ein Hedgefondsmanager ist gut beraten, keinerlei Empathie für die Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen zu entwickeln. Ein Versicherungsvertreter braucht alles, aber keine Empathie, wenn er Lieschen Müller eine Versicherung oder eine Anlage verkauft, die sie überhaupt nicht braucht, und ihr nur viel Geld kostet. Ein Mangel an Empathie ist also nicht unbedingt der entscheidende Punkt bei einem Narzissten. Ein Chirurg muss auch professionell arbeiten und beherzt schneiden, obwohl er weiß, dass der Patient anschließend Schmerzen haben wird. Wenn ein Patient die Operation nicht überlebt, dann muss der Arzt einfach weitermachen und den Todesfall ausblenden. Zu hohe Empathie würde ihm bei seiner Arbeit im Wege stehen.
Ein viel entscheidenderer und wirklich schlimmer Punkt bei Narzissten und Cholerikern ist seine Neigung andere Menschen abzuwerten. Es ist typisch für ausgeprägte Narzissten Menschen zu beleidigen und sich immer ein wenig über sie zu stellen. Abwertende Bemerkungen unter vier Augen oder vor Publikum sind ihr Tagesgeschäft. Allerdings tun sie das nur bei Menschen, die ihnen nicht gefährlich werden können. Hinter dem Rücken der Vorgesetzten sprechen sie natürlich auch schlecht über sie. Denn sie sind schließlich diejenigen, die auch den Job des Oberbosses am allerbesten machen könnten, wenn man sie nur lassen würde. Der abwertende Narzisst umgibt sich häufig mit Mitarbeitern und Partnern, die ihm nicht das Wasser reichen können (so glaubt er es zumindest) und er ist immer der “Einäugige unter den Blinden”, was sich dann auch in der Performance des Unternehmens niederschlägt.

Die Empfindlichkeit von Narzissten ist ein weiteres typisches Beispiel. Narzissten sind hart im Austeilen und sehr zart und empfindsam, wenn es um sie selbst geht. Sie haben plötzlich einen Sinn für Empathie; aber nur für sich selbst. Sie spüren leiseste Kritik schon in der Stimme des Vortragenden obwohl etwas ganz anderes besprochen wird. Sie ahnen dass alle anderen es nicht gut mit ihnen meinen (Deshalb ist es ja auch gut, dass sie so sind wie sie sind: hart und laut und kompromisslos und stark!)

Ich! Icher! Am Ichesten! –  Das ist das Motto der Narzissten.

Wenn Sie ein Gefühl für andere Menschen haben und ein Gespür für Win-Win Situationen, wenn Sie sich gut fühlen, wenn es den Menschen um sich herum gut geht, dann sind Sie definitiv kein Narzisst.

Und dann gibt es noch die bösartige Form des Narzissmus. Despoten sind ein typisches Beispiel. Serienkiller haben ein ähnliches Persönlichkeitsprofil wie Despoten. Das Syndrom des bösartigen Narzissmus wurde durch Otto Kellenberg beschrieben.

Diese Menschen bleiben selbst nur Durchschnitt. Sie sehnen sich nach Einfluß und umgeben sich mit willfährigen Paladinen, die ihnen nicht widersprechen. Gleichzeitig entwerten sie alle anderen Menschen – verfolgen und zerstören.

Donald Trump ist noch lange kein Despot. Das darf nicht vergessen werden. Er ist im Rahmen seiner Möglichkeiten lernfähig, prosozial; und er ist ein ziemlich guter Psychologe, obwohl er wahrscheinlich keine psychologische Ausbildung hat. Er hat einen sehr guten Instinkt für die Massen und ein Gespür für die Grundstimmung der Bevölkerung.

Trump instrumentalisiert den Narzissmus und er spielt damit ganz bewusst. Schließlich wurde er gerade deswegen gewählt. Eine leichte Form der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung – ist heute geradezu ein Ideal geworden. Zeitgeist.

Es sind die modernen Zeiten nach der Jahrtausendwende – Narzissmus braucht der Mensch; um selbstbewusst zu sein, sich durchzusetzen; am besten Superstar zu werden und von allen bewundert, ohne sich jemals angestrengt zu haben. Ob es uns gefällt oder nicht: Viele unserer Mitmenschen lieben Menschen wie Donald Trump, Dieter Bohlen und was es da sonst noch so geben mag.

Aber es ist längst zuviel des GUTEN! Es sind großartige Fassaden und nichts dahinter. Heute werden mehr Selfies gemacht als je zuvor. Tendez steigend.
“ICH ICH ICH! Ich muss mich der Welt präsentieren!”

Das führt zu emotionaler Kälte und gesellschaftlicher Entemotionalisierung. ZEITGEIST.

In den mythologischen Geschichten endet der Narzisst immer im Absturz, wird verlassen und isoliert von Freunden, es wird einsam um ihn herum.

Höhenrausch, Absturz. Am Ende geht er an sich selbst zugrunde und zieht alle die ihm nahe sind mit sich in den Abgrund. Das gehört zwingend dazu.

Der geschickte Umgang mit Narzissten setzt immer voraus ihn nicht heilen zu wollen.

Die Frage ist nur: “Wie ertrage ich den Narzissten?” – “Kann ich es überhaupt aushalten?”
Nur darum geht es:  Eigene Grenzen abstecken. Sich dem Duft des Narzissmus entziehen. Man fühlt sich schuldig und weiß nicht warum. Flucht ist der einzige Weg um das zu überleben.

Man kann einen Narzissten nur vorsichtig einen Spiegel vorhalten. Das Reflektieren des Verhaltens dieser Menschen ist gefährlich. Lob ist wie ein Suchtmittel. Bleibt das Lob aus, reagiert der Narzisst mit Entzugserscheinungen.  Lob ist also langsam herunterzudosieren 

Ein Ich-schwacher Mensch (schreiender Boss = jammerndes Kind), ein Narzisst fürchtet das Lachen wie der Teufel das Weihwasser. Man könnte ja ihn meinen und auslachen. So etwas ist für ihn nicht akzeptabel. Er fühlt sich tatsächlich angegriffen und tödlich beleidigt. Wenn man das weiß, kann man auch verstehen, warum er so reagiert wie er reagiert: Ohne Humor, mit vollem Ernst und ganzer Kraft, brutal und rücksichtslos, ohne einen Hauch von Mitgefühl.  

Wenn alles nichts nützt, gibt es nur eins: die Flucht ergreifen und niemals wiederkehren.

Achtsames Begegnen auf Augenhöhe ist die gesellschaftliche Gegenbewegung zum krankhaften Narzissmus. Das müssen wir alle wieder lernen. Es geht darum, die krankhafte Veränderung unserer Gesellschaft wieder zu regulieren. Erwachsen kommunizieren gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Führungskräfte beherrschen müssen. Sich selbst führen, sich führen lassen und dann erst den Anspruch erheben andere führen zu können. Choleriker und Narzissten jagen andere nur vor sich her. Mit guter Führung hat das überhaupt nichts zu tun. Aber es scheint irgendwie zu funktionieren. Stop! 
Die Grundlagen eines Gegenentwurfs finden wir nach wie vor in der Religion. Insbesondere Christen haben gelernt, sich vor eigenem überschäumenden Narzissmus zu schützen, indem sie sich Jesus von Nazareth vor Augen halten. Er war alles andere als ein Narzisst und er war wirklich der Größte. Seine Gelassenheit und seine Liebe zu den Menschen ist ein wahres Vorbild. Das war und ist revolutionär. Das macht Mut und das schenkt Kraft.

Narzissmus, in gewissem Maße ist gar nicht so schlecht. Erst die Dosis macht das Gift. Menschen, die überhaupt nicht narzisstisch sind, werden sehr wahrscheinlich neurotisch.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass gefühlskalte, überhebliche Arroganz fast ausschließlich in männlicher Form des Narzissmus vorkommt: hart, kalt, machohaft.

Weiblicher Narzissmus erscheint in einer anderen Form, er in der weiblichen Ausprägung eher kokettierend mit sich selbst. “Spieglein Spieglein an der Wand….” Man kann es aushalten, wenn es im Rahmen bleibt.

Problematisch wird Narzissmus, wenn jemand leiden muss. Sie oder Er oder ihre Umwelt.

Sucht und Narzissmus hängen sehr eng zusammen. Ein Motiv für den Konsum von Suchtmitteln liegt im Narzissmus: Man will andere übertreffen, sich besser fühlen, am besten großartig und einzigartig. Daher spricht man auch von narzisstischen Drogen. Narzissmus an sich ist bereits eine starke Droge. Narzissmus=Eigensucht

Narzissten entwickeln selten so viel Leistungsdruck, als dass sie sich therapieren lassen. Sie kommen selten in die Therapie – Gott sein Dank!

Und wenn sie in die Therapie oder ein Coaching kommen, dann versuchen sie augenblicklich die Führung zu übernehmen und sich mit dem Coach oder Therapeuten zu verbinden: “Wie wir zwei wissen, sie die da….(nichts wert)”
Oder der Narzisst geht sofort zur Abwertung des Therapeuten über. “Was wollen Sie mir schon sagen, was ich nicht längst weiß? Leute wie Sie, kenne ich doch!” usw.

Wir alle kennen den vorübergehenden Narzissmus.  Ein starkes Auto verleitet uns zu Allmachtsfantasien auf der Autobahn. Der typische Autobahnraser ist mit erhöhter Geschwindigkeit auf der linken Spur unterwegs und ärgert sich über alle, die nur 160 km/h fahren. Alle anderen sich zu langsam und müssen zwingend überholt werden. Wer kennt das nicht. Und dann kommt das Korrektiv, der Radarblitzer und holt uns wieder auf den Boden der Tatsachen.

Bei Donald Trump – sieht man offensichtlich den Narzissmus  in Reinkultur. Es liegt ein hoher Unterhaltungswert bei den Aktionen die Trump macht. Wenn es nicht so gefährlich wäre, könnten wir alle sehr viel lernen und natürlich herzlich darüber lachen.

Ich werde das Buch: Die Narzissmusfalle von Reinhard Haller, bestellen und lesen. Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen: http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/audio-der-narzissmus-des-donald-trump-100.html

http://www.zeit.de/2016/36/psychologie-donald-trump-ferndiagnose

 

 

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Das habe ich doch nicht so gemeint…..


Das habe ich doch nicht so gemeint!

Was ist das für eine Haltung, wenn man wild mit Worten um sich schlägt, andere beschimpft und beleidigt und sich dann wundert, wenn man mit seiner Meinung ganz alleine dasteht?

Es ist die Haltung eines unerfahrenen, egostischen und arroganten 12jährigen. Kinder sind oft genau so. Sie brauchen eine starke, helfende und liebende Hand und sehr viel Geduld. Erst wenn alles in Trümmern liegt und die Situation regelmäßig eskaliert, reiben sich diese kindischen Menschen die Augen und sind erstaunt. Aber erst dann. Vorher ziehen sie ihre eigenartigen Ideen und Vorstellungen durch, egal was passiert.

Diese Kinder haben keinerlei Respekt vor irgendwelchen Autoritäten. Sie werden in Zukunft “alles besser machen als alle!” und sie sind einfach “großartig!” – Wenn man ihnen widerspricht, dann schlagen sie zurück und wenn man sich ihnen in den Weg stellt, schlagen sie zu. Diese Kinder nehmen auch schon einen Baseballschläger in die Hand und richten gerne maximalen Schaden an. Wenn sie dann wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt und eingesperrt werden sollen, dann schicken die entsetzten und oft wohlhabenden Eltern einen guten Anwalt und der Junge wirkt wie ein 12jähriger eben wirken kann: Unschuldig und voller Reue. Bis zum nächsten Rückfall.

Die Ursache für ein derartiges Verhalten liegt immer in der Kindheit.
Frühe Bindungsprobleme sind in den allermeisten Fällen ein Thema. Das ist ein typisches Coachingthema. Ein begleitendes, verständnisvolles Coaching oder eine psychosiale Betreuung bringt viel mehr als allegemein bekannt ist. Die Coaches müssen allerdings auch eine Ahnung von der Materie haben, sonst kann das schief gehen.   

Auch Erwachsene sind gut beraten, wenn sie einen Coach aufsuchen um ein derartiges Verhalten aufzuklären und gegebenenfalls sanft zu korrigieren.

Aber was ist mit Erwachsenen mit einem derartigen Verhalten, wenn sie erfolgreich in der Wirtschaft oder gar in der Politik sind? In der Politik werden sie hoffentlich nicht wiedergewählt. In der Wirtschaft ist das ein wenig anders.

Ja: Diese Menschen haben Erfolg. Weil sich ihnen irgendwann niemand in den Weg zu stellen wagt.

Nein: Es handelt sich nicht um eine anzustrebende Eigenschaft eines erfolgreichen Leaders.

Diese Menschen führen nur weil sie glauben dafür bereit zu sein andere Menschen irgendwohin. Auch der Weg in den Abgrund ist eine sehr wahrscheinliche Richtung. Und: Sie tun es, einfach weil sie es können.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Perönlichkeiten, Diktatoren, Firmenchefs oder Präsidenten wären rein zufällig.

Schwachsinn


SCHWACHSINN

Neulich erreichte mich ein Kommentar zu einem meiner BlogBeiträge. Meine erste Reaktion auf Feedback ist einfach: Danke für den Kommentar!
Dann habe ich mich tatsächlich mit diesem Kommentar beschäftigt. Der oder die KommentatorIn beschränkte sich darauf mir eine Watsche zu verabreichen, also mir eine zu knallen. Interessant, wie ich finde. Unerwachsene Kommunikation. Ich denke, dass man darüber nachdenken können sollte, wenn man etwas falsches geschrieben hat oder ein Zusammenhang nicht deutlich wurde.

Ich frage mich auch, wie der Beziehungszusammenhang zwischen einem anonymen Kommentator und einem offenen Blogger ist. Ich kenne den Kritiker nicht. Er oder sie kennt mich nicht. Was soll also der kindliche Drang etwas als Schwachsinn abzuqualifizieren? Wenn es Schachsinn ist, dann würde mich auch ganz genau interessieren, warum das so ist. Ich schreibe ja nicht einfach so, sondern weil ich permanent lerne und das Gelernte versuche in Worte zu kleiden um es mir vor Augen zu halten. Wenn andere das gerne lesen, dann ist es O.K. für mich. Wenn andere das kritisieren, auch. Wenn andere das hassen und es als Schwachsinn bezeichnen, dann würde ich gerne ganz genau wissen, wer dahinter steckt und was ich mit der Info anfangen soll. Ich bin für einen erwachsenen Dialog. Alles andere ist: Schwachsinn….

Vom Saulus zum Paulus – Menschen können sich ändern


Können sich Choleriker ändern?

Gute Frage – ein Suchergebnis, das auf diesen Blog führt –

Schnelle Antwort:
Ja! Jeder Mensch ist in der Lage sich zu ändern. Mann/Frau muss es nur wollen.

So weit. So gut. Aber wie soll das gehen? Grundsätzlich ist klar, dass es einen grundsätzlichen Willen braucht um ein Verhalten zu ändern. Nicht mehr rauchen. Nicht mehr trinken. Nicht mehr fremdgehen (auch das ganz sicher ein interessanter Coachingansatz). Nicht mehr Dinge aufschieben. Nicht mehr alles mitmachen, sondern Klartext reden auch wenn es unbequem ist. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Immer.

Also beginnen wir mit einem Choleriker achtsam zu kommunizieren. Die meisten Menschen wenden sich ab und verlassen die Gefahrenzone, wenn ein Choleriker sich zu entfalten beginnt. Der Vulkan kann jederzeit explodieren. Gefahr ist im Anzug. Doppelt wahr, wenn der Choleriker Anzug trägt.

Kann solch ein Choleriker sich ändern? Fragen wir ihn mal. Die Antwort könnte uns nicht gefallen. Sie könnte “Warum sollte ich?” lauten. “Na Toll!”, denken wir dann. Dieser Mensch ist unbelehrbar. Er ist beratungsresistent. Wie bekommt man also einen unbelehrbaren Choleriker dazu sich zu ändern?

Irgendetwas sehr gravierendes muss passieren. Ein Erweckungserlebnis. Ein Blitzschlag oder ein Gesicht. Eine Begegnung der besonderen Art. Ein Wunder muss her! Überlegen wir mal. Warum sollte sich ein von sich überzeugter, erfolgsverwöhnter, cholerischer Mensch eigentlich ändern? Das ist doch seine Geschäftsgrundlage. Einem Choleriker sein Erfolgsrezept wegnehmen ist ungefähr so wie einem Adler die Flügel zu stutzen. Danach kann er nicht mehr fliegen. Und was sollte ein Adler mit sich anfangen, wenn er nicht mehr fliegen darf? Es wird ihm nicht gut gehen, soviel ist klar.

Warum wird man vom Saulus zum Paulus? Sie kennen die Geschichte nicht? OK. Dann gerne ein kurzer Ausflug in die Welt der Bibel. Paulus war der einflussreichste Apostel der Urkirche. Er war ein Reisender in Sachen weltweiter Mission, ein Verkünder der Botschaft von Jesus Christus. Aber das war nicht immer so. Paulus war ein angesehener Jude und ein entschlossener Verfolger der ersten Christen, die er als fehlgeleitet und gefährlich einstufte. Dieser Saulus war unterwegs nach Damaskus um einen der ersten Apostel zu verhaften und dem sicheren Tod zu überantworten. Und dann kam das Ereignis, dass seinen Wandel markierte. Er sah ein helles Licht und fiel vom Pferd. Seine Begleiter flüchteten zunächst und Paulus lag geblendet und blind am Straßenrand als er eine Stimme hörte. “Saul! Warum verfolgst du mich?” Jesus persönlich soll es gewesen sein, der dem Verfolger seiner Jünger Einhalt gebot. Saulus wurde informiert, dass er sich nach Damaskus begeben solle um den Apostel zu treffen und als er dort auftauchte, war die Angst vor dem Verfolger Saulus sehr groß. Der Apostel legte ihm die Hände auf die Stirn und Saulus konnte wieder sehen. Ihm waren buchstäblich die Augen aufgegangen.
Am Ende wurde er der einflussreichste Apostel, obwohl er keiner der ersten 12 war, die Jesus persönlich kennengelernt hatten. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde der Missionar Paulus. Ein typischer, unvorhergesehener und kompletter Sinneswandel. Eine Umkehrung um 180 Grad.

Menschen können sich ändern. Es braucht ein Ereignis, dass diese Änderung auslöst. Ein Coaching kann genau so ein Ereignis sein.

/Update 25.02.2017 RZ/

2016 „The Donald“ Trump Year


Donald Trump – Der Erfolgsmensch

Er ist laut. Er ist schrill. Er ist unhöflich. Er ist beleidigend.

Er ist ein Choleriker.

Er hat immer Recht. Er ist erfolgreich.

“The Donald”  Trump

Kann so ein Mann Präsident der Vereinigten Staaten werden? Kann er das Amt ausfüllen? Auf was müssen wir uns gefasst machen?

Er teilt das Weltenmeer in zwei Teile: Ablehnung und Zustimmung. Die meisten Menschen wünschen sich eine Führungsperson wie Trump. Es sind einfach Menschen, keine Intellektuellen.
Die meisten befinden sich auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe des Selbst (sh. Kegan).

Er hat selbst einmal einen Fahrplan für den Erfolg – oder was er dafür hält – aufgestellt.

Unvermeidbar für den Erfolg

  1. Du wirst ein paar Freunde verlieren
    2. Du wirst denken, dass du verrückt wirst
    3. Du wirst Schmerzen fühlen
    4. Du wirst versuchen es dir hunderte Male auszureden
    5. Du wirst Geld verlieren
    6. Du wirst weinen, bevor du es bekommst
    7. Deine Familie und Freunde werden dich entmutigen
    8. Du wirst tausende Male an dich selbst zweifeln
    9. Du wirst seltsame Gewohnheiten entwickeln
    10. Die Menschen werden dir Kummer ohne Grund bereiten
    11. Es wird sich alles lohnen
    12. Dann plötzlich wollen sie alle dein bester Freund sein

Der Mann ist seltsam. Der Mann ist machtbesessen. Der Mann ist oft sehr einsam, denn es gibt keinen Zweiten wie ihn. Der Mann hat alles erreicht. Der Mann leidet höchstwahrscheinlich an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Und nun will dieser Mann Präsident werden.

Gott schütze Amerika!

Donald Trump is a typical choleric, narzistic – God bless America!

http://www.addictinginfo.org/2015/11/22/top-u-s-psychiatrists-confirm-trumps-narcissistic-personality-disorder-textbook-case/

 

Choleriker-Coaching


Es ist unglaublich. Seit meinem ersten Artikel über Choleriker entwickelt sich das Thema zu einem Dauerbrenner. Der Leidensdruck für Betroffene ist offensichtlich sehr groß. Ich kann das nachvollziehen. Choleriker sind unangenehme Lebenspartner, Freunde, Kollegen und Chefs. Es gibt allerdings einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der sozialen und finanziellen Situation von Menschen und dem Verhalten. Ich kenne keinen einzigen sogenannten Choleriker, der (oder die) gesund ist, sicher sozial verankert ist, finanzielle Freiheit genießt und eine ausgeprägte Identität, Zugehörigkeit und hohe ethische Werte besitzt. Bei ungünstigen Konstellationen kann beinahe Jeder zum Choleriker werden. Besonders durchsetzungsstarke Typen neigen zu Ungeduld und unangemessenem Verhalten, wenn etwas nicht nach Plan läuft oder Schwierigkeiten aufreten. “Ich bin ungeduldig, mir dauert alles viel zu lange!”, kann ein Hinweis sein. Manchmal ist es tatsächlich besser, ein wenig länger über ein Projekt nachzudenken und eine ausgiebige Planungsphase zu ermöglichen, als am Ende Getriebener von unrealisierbaren Traumterminen zu sein.

Cholerisches Verhalten ist eindeutig gestörtes Verhalten. Aber Choleriker ist nicht gleich Choleriker. Es gibt keine eindeutige ICD-10 Einstufung. Aber das hat nicht viel zu bedeuten, denn ICD-10 ist nur eine recht grobe Klassifikation die auf Kostenträger zielt.

Betrachten wir angrenzende Störungen, dann können wir sehr schnell feststellen, dass Choleriker Anzeichen von mehr oder wenige ausgeprägten Störungen haben. Manisch depressive Episoden sind ebenso festzustellen wie Anzeichen von bipolare Störungen.

“Bereits in der griechischen Antike unterschied man das hyperthyme Temperament (Sanguiniker), gekennzeichnet durch seine Vitalität, das melancholische Temperament mit der Neigung zu Traurigkeit und Pessimismus, das reizbare Temperament (Choleriker) mit Ausbrüchen von Jähzorn sowie das juengste zyklothyme Temperament mit starken Schwankungen von Stimmungslage und Vitalenergie. Hierbei handelt es sich um energische und sensible Personen, die sehr stark auf äussere Reize reagieren. Mit dem letzten, dem phlegmatischen Temperament, beschäftigt sich die Psychiatrie nicht, denn emotional unsensible, nichtreaktive Personen sind für psychische Störungen nicht anfällig. Auf sensible und reaktive Temperamente können neben den tages- und jahreszeitlichen Veränderungen der Umwelt auch chemische (Substanzmissbrauch) und psychische Reize (Stresserlebnisse) einwirken und zum Krankheitsausbruch führen. Problematisch ist, dass gerade manischdepressive Patienten eine Neigung zu allem haben, was die Krankheit auslöst, z. B. Substanzmissbrauch und ein bewegter, oft stürmischer und leichtsinniger Lebensstil. “ (Die Seele aus dem Gleichgewicht: Was ist bipolare Störung?“ Athanasios Koukopoulos http://www.selofoundation.ch/resources/Bipolare_Koukopoulos.pdf)

Der eindeutige Vorteil von unabhängiger psychologischer Beratung ist der, dass man nicht erst krank nach ICD-10 sein muss um einen Berater zu treffen.(Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht für eine vorbeugende Behandlung. Es muss zumindest der Verdacht einer psychischen Erkrankung vorhanden sein.) Die Spanne zwischen Krankheit und Gesundheit ist riesengroß. Im Prinzip ist jeder Mensch krank, heißt es unter Medizinern und Psychologen, man muss nur lange genug suchen. Menschen sind mehr oder weniger gesund. Eine gute Balance ist sehr wichtig. Hier ist mir persönlich das Salutogenes Modell von Antonowsky sehr nahe.

Salutogenese (lat. salus ‚Gesundheit‘, ‚Wohlbefinden‘ und -genese, also etwa „Gesundheitsentstehung“) bezeichnet zum einen eine Fragestellung und Sichtweise für dieMedizin und zum anderen ein Rahmenkonzept, das sich auf Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen.[1]Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) prägte den Ausdruck in den 1980er Jahren als komplementären Begriff zu Pathogenese. Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen.

Ein Coach sucht nicht nach Krankheiten, sondern nach Ressourcen. Dazu gehört aber auch eine ausgesprochen gute Diagnosearbeit. Ein Coach darf nicht heilen oder Heilung versprechen. Er (oder sie) sollte allerdings genau wissen, ob der Klient nicht doch besser zu einem Arzt geschickt werden sollte. Die gute Nachricht ist, dass Choleriker meist keine kranken Leute sind. Eine kleine psychische Störung oder Depression erleben viele Menschen. Es handelt sich nicht gleich um eine Krankheit. Ein wichtiger Hinweis auf eine Krankheit ist die Dauer der Störung. Ein Alptraum oder eine kurzzeitige depressive Phase von einem Tag ist noch lange keine Krankheit. Coaching kann helfen, das zu thematisieren und herauszufinden. Ein guter Coach ist auch immer ein guter psychologischer Diagnostiker.