Coaching – be prepared – prepare yourself – MacCoach


 

let me coach you,
prepare yourself,
be ready for what is coming /MacCoach/

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Coaching dazu da ist, jedes gewünschte Ziel zu erreichen. Coaching kann viel mehr und auch viel weniger als das. Je nachdem. Vielleicht ist es Zeit für einen Perspektivwechsel. Eins steht schon mal fest. Egal wie gut du bist, welche Ressourcen und Fähigkeiten Du hast. Du kannst nicht alles schaffen, was du dir vorgenommen hast. Aber genau das verlangst du von einem guten Coach, nehme ich an. Der Coach soll dir gefälligst dabei helfen, deine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ist der Coach schlecht, wenn er das nicht schafft? Moment: Du musst dein Ziel erreichen, der Coach begleitet dich nur auf deinem Weg.

“Und erstens kommt es anders; und zweitens als man denkt.” /Wilhelm Busch/

Und das stimmt. Mein Rat, wenn ich schon mal einen Ratschlag geben darf, was ja bekannterweise beim Coaching schwer verpönt ist, ist, dass Du das Leben fließen lassen solltest und neugierig darauf sein darfst, was auf dich zukommt. Manchmal muss man einfach zugreifen, wenn man die Gelegenheit dazu hat und ein anderes Mal solltest du nochmal nachdenken, bevor du aus dem Bauch heraus einen verhängnisvollen Fehler machst. Auch das ist mir schon passiert. Ich war der frohen Hoffnung, dass ich etwas richtig mache und dann ging das total in die Hose. Was soll’s? Passiert halt. Egal! Und aus einem gemachten Fehler kann auch wieder eine neue Chance wachsen. Woher sollst du wissen, was in dieser Situation das Richtige ist. Glaube mir: So clever ist niemand.

Ich habe im Laufe meiner beruflichen Laufbahn feststellen müssen, dass nicht jedes Ziel wirklich erstrebenswert ist und dass es jede Menge Dinge gibt, auf die wir überhaupt nicht vorbereitet sind. Und darum geht es. Coaching bedeutet, dass man sich auf mögliche Ziele und eine mögliche Zukunft vorbereitet. Wie die Zukunft ganz konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Sie entsteht gerade und wir sind ein Teil von denen, die diese Zukunft in die Wirklichkeit bringen werden.

Also, lass dich coachen. Und coache dich selbst. Lass uns darüber reden, wie du dir die Zukunft vorstellst und welche Rolle du in Zukunft spielen möchtest. Natürlich willst du ein Macher sein, ein Selfmade-Millionär wäre nicht schlecht. Das klingt gut, und dass könnte etwas für dich sein. Eine selbstbewusste Frau, die unabhängig und stark ist. Geld darf eine Rolle spielen; viel Geld selbstverständlich auch. Also wie wird die Zukunft aussehen?
Wir wissen noch nicht einmal wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird.

Beim Coaching geht es darum, sich vorzubereiten auf Neues und Unvorhergesehenes. Und es wird immer darum gehen, wer du bist und wer du eigentlich sein willst. Es geht nicht darum, wieviel Geld du hast oder haben wirst. Das ist eine kurzfristige Betrachtungsweise. Sieh es doch mal so: Du besitzt nichts; alles wird dir nur geborgt; am Ende wirst du ohne einen einzigen Cent diese Welt verlassen und es wird dir auch nicht viel nützen ein weltbekannter, reicher Mann oder eine reiche Frau gewesen zu sein. Und wenn wir es auf die Spitze treiben, dann wird dir auch klar, dass es eine billige Wahrheit ist, dass wir in unserer Jugend nur nach Geld streben und im Alter trotzdem nicht viel für die möglicherweise verschwendete und ruinierte Gesundheit tun können. Alles was bleibt ist deine Persönlichkeit, dein Mut, deine Weitsicht, deine Gelassenheit und deine Güte. Liebe spielt eine große Rolle.

Und genau darum geht es immer, wenn wir von Coaching sprechen. Persönlichkeit. Die Entwicklungsstufen des SELBST von Keagan sprechen eine ganz eigene Sprache. Ein Coach ist ein Mensch, der eine sehr hohe Entwicklungsstufe (möglichst die höchste) erreicht hat. Nur so ein Coach ist in der Lage, Dich nach oben zu ziehen und gemeinsam mit dir die höchsten Berge zu besteigen – natürlich immer im übertragenen Sinne. Manchmal bist du vielleicht im falschen Gebirge unterwegs. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

 

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Säkularisierung und Islam in Europa


Säkularisierung Europas und der Islam
Europa hat eine christlich-jüdische Geschichte. Wir erleben seit etwa 100 Jahren eine starke Phase der Säkularisierung. Der Nationalsozialismus hatte ab 1933 den christlichen Glauben durch seinen mörderischen Atheismus zu ersetzen versucht. Auf dem Gebiet der DDR wurde ein anderer Atheismus etabliert, der dazu geführt hat, dass in weiten Teilen der christliche Glaube nachhaltig zurückgedrängt wurde. Die friedliche Revolution von 1989, die im geschützten Raum der Kirchen stattfand, hat diese Säkularisierung nicht stoppen können.
Die Säkularisierung, abgeleitet von saeculum (lat. Zeit, Zeitalter; auch: Jahrhundert), bedeutet allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinne aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, welche die Bindungen an die Religion gelockert oder gelöst und die Fragen der Lebensführung dem Bereich der menschlichen Vernunft zugeordnet haben. Soziologisch wird dieser Prozess als „sozialer Bedeutungsverlust von Religion“ interpretiert. Während eine Säkularisierung in der jüngeren Geschichte vor allem in westlichen Gesellschaften zu beobachten gewesen ist („Entchristlichung“), sind säkularisatorische Tendenzen auch in vielen anderen Gesellschaften feststellbar. /WIKIPEDIA 22.03.2018/
Um es auf den Punkt zu bringen: Säkularisierung bedeutet – Entchristlichung. Wir erleben das in der Regel so, dass christlicher Glaube immer mehr nur im privaten Raum gelebt wird und kaum nach außen dringt. Missionierung findet offensichtlich nur noch bei den Zeugen Jehovas statt.
Dabei ist die erste Aufgabe von Christen: Gehet hin in alle Länder und lehrt alle Völker das Evangelium /Markus 16,15/

Der Islam baut auf der jüdischen und christlichen Religion auf. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den drei Religionen. Was in Europa aber offensichtlich nicht verstanden wird, ist die Tatsache, dass der Islam keine Reformation eines Martin Luther durchlaufen hat und es auch in vielen islamischen Gesellschaften keine Trennung von Staat und Religion gibt. Selbst Saddam Hussein und Assad, haben den nicht versucht den islamischen Glauben, gleich welcher Ausprägung, zurückzudrängen. Im Gegenteil. Sie haben sich des Glaubens bedient.
Wenn nun Gläubige aus dem Islam nach Deutschland kommen, dann gibt es bei ihnen ein grundlegendes Missverständnis. Der Islam hat noch nicht die Phase der Säkularisierung des Staates durchlaufen. Das ist der entscheidende Punkt. Der Islam hat sich noch nicht aus der Gesellschaft in die private Nische zurückgezogen. Er ist eine politische Kraft und er wartet darauf, genügend Masse zu haben um diese Kraft umzusetzen. Eine Islamische Republik wie im Iran ist ein deutliches Zeichen für die Ziele dieser Religion. Das können sich die Menschen aus der säkularisierten westlichen Welt einfach nicht vorstellen. Und genau hier beginnen die Probleme. Der Islam hat durchaus seinen Platz in Deutschland und Europa, wenn er privat gelebt wird. Schon der alte Preußenkönig hatte Gläubige und ihres Glaubens wegen Verfolgte eingeladen und bestimmt, dass in Preußen „jeder nach seiner Fasson selig werden kann“. Das würde bedeuten, dass ein Abrücken vom Glauben für islamisch geprägte Menschen keine Gefahr mehr bedeutet.
Es würde bedeuten, dass gemischtgläubige Menschen keine Probleme mehr haben. Und das ist momentan pure Illusion.
Der Islam als institutionelle Macht hat in Europa nichts zu suchen. Darüber sollte überhaupt kein Zweifel bestehen. Wenn gesagt wird, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, dann ist genau das gemeint. Die Ausübung des Glaubens, wenn sie auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Verfassung, also des Grundgesetzes, geschieht, ist völlig legitim. Aber das ist auch schon alles.

Um hier mitreden zu können, müsste man sich sehr intensiv mit dem Kern des christlichen Glaubens auskennen und auch die Unterschiede zum Judentum oder dem Islam kennen. Das allgemeine Rauschen wird von vielen missverstanden, weil sie keine Ahnung über das Themengebiet haben. Es wird fleißig nachgeplappert, was irgendwelche Demagogen von sich geben.
Dabei ist es in Europa einfach undenkbar, ohne diese christliche Tradition aufzuwachsen. Wir sollten der Unwissenheit etwas entgegensetzen um wirklich zu wissen, worum es hier geht.
Ich habe mich in Beratungen öfter mit Menschen auseinandergesetzt, die einen muslimischen Glauben besitzen. In der Regel finde ich sehr schnell einen Konsens, wenn ich auf unsere gemeinsamen Wurzeln hinweise und Verständnis für ihren starken Glauben zeige.
Wobei wir wieder beim Coaching sind. Es ist durchaus sinnvoll, wenn der Coach über ein umfangreiches Wissen verfügt. Und das finde ich gut. Aber es gilt auch, dass ich weiß, dass ich nichts weiß. Ein Grund mehr um viel zu lesen und zu lernen. Auch das gehört zum Coaching.

Es wird Zeit mal wieder Lessings NATHAN DER WEISE zu lesen.

Coaching – Der Sprung ins kalte Wasser – MacCoach


Der Sprung ins kalte Wasser

Irgendwann kommt für jeden Coach der Augenblick an dem er wirklich einen großen Sprung machen muss. Alles ist vorbereitet. Die Coaching-Ausbildung war sehr gut und besonders. Viele Vorurteile und Vorstellungen sind beiseite geräumt. Der Blick weitet sich und es wird klar, dass man den besten Beruf der Welt für sich entdeckt hat. Und dann kommt eine lange Phase bei der man sich ausprobiert und bei der man auch wirtschaftlich auf der Strecke bleiben kann, wenn man nicht aufpasst. Selbst wenn man das im Auge hat, kann es schiefgehen. Ein Coach ist auf der einen Seite ein phantasievoller und einfühlsamer Träumer, der in der Lage ist sich auf seine Klienten einzulassen und in ihre Welt einzutauchen. Ein Coach muss aber auch gleichzeitig ein knallharter Geschäftsmann sein. Eiskalt und berechnend. Die Welt ist hart und wer den Sinn für die Realität verliert, wird keinen nachhaltigen Erfolg haben. Die Welt ist voll von gescheiterten Existenzen. 
Es gibt Coachings, die Geschäftsleute auf ironische, beinahe sarkastische Art auf das harte Geschäftsleben vorbereiten und sie immer wieder zurück in einen empathischen Flow holen. Es ist manchmal sinnvoll wie ein eiskaltes Arschloch zu wirken. Es ist ein großer Unterschied, wenn man tatsächlich zu einem skrupellosen Menschen wird. Das hat dann den König-Midas-Effekt. Alles was man anpackt wird zu Gold. Aber es gibt keine Wahl mehr: Alles wird zu kaltem Gold, selbst die Menschen mit denen wir uns umgeben. Irgendwann wird deutlich, dass man einsam und alleine dasteht. Man braucht auch warme Menschen um sich und Menschlichkeit und das Gefühl der selbstlosen Liebe. Aber es ist zu spät. Alles wird zu Gold und wir haben keine Chance mehr es zu steuern.

Ein Coach schaltet immer hin und her zwischen verschiedenen und sehr unterschiedlichen Welten. Das macht die Sache sehr interessant und vielfältig. Das ist aber auch gefährlich.

Ein chinesisches Sprichwort als Antwort auf die Frage des Schülers an den Meister nach mehr Erleuchtung und Weisheit lautet ganz einfach: “Reinige Deine Schale!”
Das ist der Kernpunkt. Nach jedem Ausflug in eine fremde Welt in der man sich durchaus sehr schmutzig gemacht haben kann, muss man ein Reinigungsritual durchlaufen um wieder man selbst zu werden. Gereinigt, gefestigt, klar. Für einen Coach ist es extrem wichtig.

Coaching ist nichts für Weicheier. Glaube mir!

Eines Tages wird eine Anfrage kommen, auf die du nicht gefasst bist. Du hast dich gut aufgestellt und deine Fähigkeiten und Kernkompetenzen stehen auf deiner Webseite. Du bist gut vernetzt und hast vereinzelt Aufträge angenommen, mit denen du tatsächlich Geld verdient hast. Aber viele Vermittler von Coachings und Unternehmen mit einem Coaching-Pool kaufen Coachings ein wie jede beliebige andere Dienstleistung. Qualität und Tiefe spielen eine untergeordnete Rolle. Es geht um Geld und es geht um das Senken von Kosten. In großen Unternehmen werden Coaching-Dienstleistungen durchaus eingekauft, aber die Coaches können in der Regel kaum davon leben. Wenn sie dazu noch nur sporadisch angefragt werden, wird es prekär.
Auf der anderen Seite kenne ich kaum einen Coach, der nicht erfolgreich ist. Jeder behauptet das von sich und spätestens, wenn eine Coachingstunde mit 10-20 EURO ernsthaft vom Coach akzeptiert wird, wird deutlich, was da los ist. 20 EURO pro Stunde sind nur dann akzeptabel, wenn Du tatsächlich mindestens 200 Stunden im Monat arbeiten kannst. Aber das ist nie der Fall. Und es ist kein gutes Zeichen für die Qualität des Coaches.

Es ist tatsächlich so, dass bestimmte Maßnahmen so schlecht bezahlt werden. Es ist auch so, dass es nicht die schlechtesten Coaches sind, die derartige Aufträge annehmen, einfach um zu überleben. Es gibt viel zu viele Coaches in Berlin. Der Unterschied zwischen einem guten und einem wenige guten Coach ist oft kaum zu erkennen.

Aber wenn der Anruf kommt und jemand dich tatsächlich für ein großes Projekt einkaufen will, dann musst du professionell reagieren und kühl bleiben. Dann hast du hoffentlich Vertragsunterlagen bereitliegen, die du vorlegst und eine Preisliste, die akzeptabel ist und zeigt, dass du kein Leichtgewicht bist. Dann musst du Coach im besten Sinne des Wortes sein. Du vereinbarst einen persönlichen Termin mit dem Entscheider und du coachst zuerst ihn. Kontaktaufnahme, beobachten, führen. Du musst wissen, dass du einen Entscheider zu einer Entscheidung führen kannst indem du auf Augenhöhe arbeitest. Er braucht einen Coach, der genau das zu leisten in der Lage ist, was er sich vorstellt. Finde es heraus und paraphrasiere es. Mache dir Notizen und bleibe ruhig. Du bist der Coach! Wenn der Auftrag nicht kommt, dann eben nicht. Du hast doch genug Kunden, die dich gerne buchen. Aber Achtung! Übertreibe es nicht. Sei nicht arrogant. Sei selbstbewusst, aber nicht arrogant. Nun gut: Ein wenig Arroganz kann durchscheinen. Aber nicht zu viel!

Du bist an einem wichtigen Etappenziel angekommen. Jetzt steht professionelle und harte Arbeit im Mittelpunkt. Alles andere zählt nicht!

Du musst jetzt springen. Ist dir das klar? Bist du bereit? Dann los!

Der starke Mann – Populär vs. Populist – MacCoach


Viele Menschen wollen starke Politiker

Ein starker Mann also. Das hatten wir doch. Und es ist gründlich in die Hose gegangen.
Ja doch!: Politiker sollten kompetent sein und populär.
Sie sollten aber auch kompetent und verlässlich sein. Verantwortungsbewusst und natürlich populär, nicht populistisch.
Sie müssen der Wahrheit verpflichtet sein und authentisch und sie sollten wissen, dass sie nur dem Land dienen dürfen und niemals sich selbst. Aber das wird schnell vergessen. Macht korrumpiert und Absolute Macht korrumpiert absolut.
Das, was in einer Demokratie selbstverständlich ist, oder sein sollte, scheint immer mehr in Gefahr zu sein, weil die Menschen den Eindruck haben, dass da jemand abhebt.
Ich bekomme regelrecht Bauchschmerzen, wenn ich das alles weiterdenke.
Ich kann in der Ich-Form schreiben, wenn ich über einen Politikstil schreibe, den wir uns wünschen sollten.
Ekelhaft primitiver Populismus ist möglicherweise eine clevere Taktik, wenn man bestimmte Ziele erreichen will. Aber was für Ziele sollen das sein, die unter einer derartigen schlechten Stimmung erreicht werden sollen? Wo soll das hinführen? Was soll erreicht werden?
Und dann kommen Fragen wie:
Brauchen wir eigentlich einen starken Mann? Oder eine starke Frau?


Wenn ein Deutscher so etwas fragt, dann denken alle gleich an Adolf Hitler. Es klingeln sämtliche Alarmglocken und natürlich ist es ein absolutes Tabu-Thema. Nein, so etwas wie Hitler wollen wir nicht. Wir wissen ja, wohin das geführt hat. Aber es ist auch klar, dass wir in einer anderen Zeit leben. Hitler wird nicht aus der Gruft steigen, wo immer man ihn auch vergraben hat. Aber ein deutscher Trump könnte wie aus dem Nichts erscheinen und mit einer Mischung aus Dummheit und anzüglicher Frechheit die dumpfen Gefühle ansprechen, die ganz tief in unserem Unterbewusstsein stecken. “Wenn du deinen Nachbarn nicht magst, dann vertreibe ihn.”, könnte so ein dumpfes Gefühl sein. Natürlich muss man mit seinen Nachbarn gut auskommen. “Aber was ist, wenn das Arschloch jeden Tag Grillfeste in seinem Garten veranstaltet und permanent fremde Leute einlädt? Dann wird man sich doch wohl zusammentun können, um ihm seine Grenzen aufzuzeigen.” Merkt ihr was? Da kommt was hoch, was tief in uns steckt. Es ist Angst und es ist sich ungerecht behandelt fühlen, zu kurz zu kommen. Es ist eine Mischung aus Ohnmacht und Zerstörungslust. Da werden Baseballschläger geschwungen und Totschläger aus der Tasche geholt. Am Ende ist es egal, wie sehr man selbst verlieren kann. Hauptsache der dämliche Nachbar ist weg. Einfach nur weg!
Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber ich lasse es lieber.

Was ich sagen will ist einfach nur das: Ja, wir brauchen populäre Politiker, die einen klaren Standpunkt und vor allem Ahnung haben, was sie da tun. Wenn ein Irrer daherkommt und jedem alles verspricht, dann gehört der nicht an die Macht. Es muss eine Politik sein, die realistisch und greifbar ist. Manchmal müssen auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden. Das ist ein starkes Votum gegen direkte Demokratie bei der permanent das Volk befragt wird. Der BREXIT war so ein Unfug, der deutlich macht, wie einfach es für Demagogen ist, eine bescheuerte Entscheidung herbeizuführen, deren Reichweite zum Zeitpunkt der Entscheidung niemand überblicken konnte. Die wissen heute noch nicht, was ihnen blüht und machen trotzdem weiter. Unbeirrt in die Katastrophe. So blöd kann so was laufen und entsprechend heftig in die Hose gehen. Am Ende steht ganz sicher eine Abstimmung über die schlechten Verträge und dann werden sie hoffentlich in der EU bleiben. Einfach weil es vernünftig ist.Aber Politik und Vernunft scheinen einander auszuschließen.

Ich bin zu alt um in die Politik einzugreifen: “Gott sei es gedankt!” Aber ich kann darüber reden und ich kann darüber schreiben. Laut denken und mit anderen denken.  
Wenn man alles zusammennimmt, dann geht es uns bestens. Deutschland ist ein Sehnsuchtsland für viele. Wer hier ankommt, reibt sich die Augen und wundert sich. Die Infrastruktur ist – immer noch – bemerkenswert gut. Ja, es könnte besser sein. Die Arbeitslosenquote ist niedrig. Hier wird mir persönlich zu sehr getrickst. Da sollten wir wirklich aufhören uns in die Tasche lügen zu lassen. Jeder Mensch braucht eine Arbeit und meinetwegen soll sie auch in eine Art Öffentlichen Dienst münden. Es gibt so viele Tätigkeiten, die man nicht privatwirtschaftlicher Konkurrenz aussetzen sollte.

Wo sind die klugen, populären Politiker?
Angela Merkel ist eine kluge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Sie weiß genau, dass sie nicht jedem Dödel verständlich machen kann, was sie da gerade tut. Aber sie sollte genau das versuchen.
Stichpunkte sind Energiewende, Bankenrettung, Flüchtlingskrise, Einwanderungsgesetz, Sozialsystem.

Die Energiewende ist zu schnell und abrupt verlaufen. Die Atomkraftwerke werden noch in 100 Jahren da sein und müssen abgebaut werden. Es wäre kein Problem gewesen, die jüngeren Kraftwerke noch eine Zeitlang laufen zu lassen. Augenauswischerei. Kohlekraftwerke werden gebraucht, heißt es. Das ist Unfug. Wir können heute moderne Gaskraftwerke betreiben und gleichzeitig mit dem überflüssigen Strom aus Solaranlagen und Windkraftanlagen Wasserstoff produzieren, der dann wieder zu sauberem Erdgas aufbereitet werden kann. Erdgasautos gibt es schon und Wasserstofftankstellen werden in Zukunft gebraucht um saubere Automobile anzutreiben. Stichwort: Brennstoffzellen. Wir brauchen die Wasserstoffwirtschaft und es gibt keinen Grund das nicht jetzt schon voranzutreiben. Wenn wir schon Elektroenergie im Überfluss haben, dann sollten wir Wasserstoff damit produzieren, egal wie gering der Wirkungsgrad heute noch ist.  
Flüchtlinge sind, das wissen wir längst, keine geeigneten Arbeitskräfte für ein Nummer-Eins HighTech-Land. Es gibt keinen Grund alle Geflüchteten zu verteilen und zu integrieren. Das ist ein gefährlicher und naiver Versuch. Es ist uns nicht einmal gelungen, die türkische Gemeinde vollständig zu integrieren. Es ist eine Illusion, das zu versuchen. Es wird niemals vollständig gelingen. Also müssen wir uns damit arrangieren, dass es andere soziale Welten neben der uns wohl bekannten gibt. Wenn jetzt irgendwelche Neupolitiker daherkommen und sich in häßlicher Art und Weise über andere Menschen auslassen und dann noch Beifall dafür bekommen, dann wird deutlich, was wir brauchen und was nicht. Diese Schreihälse brauchen wir nicht und jeder, der dazu Beifall klatscht, gehört in psychologische Behandlung. Soviel Psychologen und Therapeuten gibt es gar nicht um diesen armen Menschen zu helfen. Sie auch noch in ihren wirren Ansichten zu bestätigen ist ein Verbrechen.

Es gibt so viele soziale Netze, die alle unterschiedlich ausgestattet sind und doch funktionieren. Es gibt sogar Menschen, die kein Englisch sprechen, oder auch nur verstehen können. Tatsache!

Was mir persönlich fehlt, an heutige Politik, das sind greifbare Zukunftsvisionen. Wie soll die Welt in zwanzig oder dreißig Jahren aussehen? Wo werden wir als Deutschland und Europa stehen? Natürlich brauchen wir nicht nur die moralische Überlegenheit, sondern auch die Fähigkeit uns zu wehren. Und es wäre fantastisch, wenn Europa in der Lage wäre massive Hilfe in jeglicher Form nach Afrika zu bringen. Keine subventionierten Gemüse oder Milch und Butter, sondern nachhaltige Konzepte, Bildung und Entwicklung. Möglicherweise auch militärische Intervention, wenn mal wieder ein irrer Diktator sein Volk ausplündert, vergewaltigt und ermordet.
Orientieren wir uns einfach an Gene Roddenberrys STARTREK: Peace and prosperity!

Technologie und gesellschaftlicher Fortschritt.

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BREXIT als Chance für Europa


Der BREXIT als Chance

Ja. Die Briten haben abgestimmt und den Austritt aus der EU mit einem knappen Votum beschlossen. Das war ein Sieg der Populisten, die dem Volk Wahrheiten vorgegaukelt haben, die ganz offensichtlich falsch waren. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Das gilt für die Zustände in der EU und die – vermutlich nicht realisierbaren – Effekte nach dem Austritt. Der BREXIT ist eine unglaubliche Chance für alle Beteiligten. Für die Eurokraten in Brüssel war es ein Warnschuss. Die EU kann nicht so bleiben, wie sie ist. Wir müssen sie weiterentwickeln, zum allseitigen Vorteil. Es ist völlig klar, dass die EU auf keinen Fall ein größeres Deutschland oder Frankreich sein kann und sein darf. Auch Deutschland ist auf vielen Gebieten reformbedürftig.
Die Briten haben viele Jahre lang eine ganz spezielle Politik betrieben und fast alle Probleme, die offenkundig sind, auf die EU Bürokraten, auf Deutschland, Frankreich, Italien und den Rest der EU geschoben. Die Ausgaben standen im Vordergrund. Die Vorteile eines großen Binnenmarktes und der Normierung wichtiger Teile der Wirtschaft waren vielen ein Dorn im Auge. Stichwort: Linksverkehr und das nichtmetrische System in angloamerikanischen Ländern.
Die Briten hatten das dumpfe Gefühl, etwas gegen diese Vereinheitlichungen – Gleichmacherei – tun zu müssen. Nun haben sie sich entschieden und den BREXIT in Gang gesetzt. Es wird immer deutlicher, dass der BREXIT in eine Sackgasse führen wird. Je weiter die Verhandlungen kommen, um so deutlicher wird es werden.
Vielleicht ist es ein heilsamer Prozess an dessen Ende ein STOP! stehen wird. Warum sollte eine Regierung eine Volkswirtschaft sehenden Auges gegen die Wand fahren, wenn es auch andere Möglichkeiten gibt?
Eine Möglichkeit steht immer offen. Ein Exit vom BREXIT. Und spätestens dann können wir alle zusammen die nächsten großen Themen anpacken. Brexit ist vielleicht eine Art Katalysator für ein besseres Europa. Und zwar mit den Briten. Ein starker europäischer Kern muss aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland bestehen. Es gibt keine bessere Variante.
Wenn dieser BREXIT einen Sinn haben soll, dann genau das.   

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne


Der November ist da. Es ist hoher Herbst. Der Winter steht vor der Tür. Ich gehe und es ist ein wunderbarer Anfang. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Wer hat das geschrieben? Google sei Dank, finde es ich schnell heraus:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Wunderbare Worte, ein schönes und sicheres Gefühl. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So soll es sein. Ich bin längst bereit für einen neuen Aufbruch und eine neue Reise. Beruflich, nicht privat. Denn da bin ich längst angekommen.

 

Der glückliche Zufall – einfach leben!


Eben habe ich einen Blogbeitrag eines geschätzten Kollegen rebloggt. DER GLÜCKLICHE ZUFALL. Dazu fällt mir auch eine Menge ein. Natürlich!
Neugierig?

Meine Sicht auf DEN GLÜCKLICHEN ZUFALL: Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf die innere Einstellung ankommt, ob man Glück oder Unglück auf sich zieht. Es gibt eine wichtige Regel, die es zu beweisen gilt: Das Glück beginnt in Dir und alles was passiert wird so beurteilt wie Du es willst.

Es gibt da die Geschichte von dem russischen, chinesischen, türkischen oder meinetwegen polnischen Bäuerlein, dass so arm war, dass es nur ein einziges Pferd besaß. Als dieses Pferd weglief, das waren alle anderen Bauern der Ansicht, dass dieses Bäuerlein das Pech auf sich ziehen würde und sie beklagten sein Unglück. Wir kennen die Geschichte: Das tapfere Bäuerlein sah im Verschwinden seines einzigen Pferdes kein Unglück und nach wenigen Tagen kehrte es zurück und  brachte wilde Pferde aus der Steppe zu unserem nun gar nicht mehr so unglücklichen Bauern zurück.
Wenn dieser Bauer an sein Unglück geglaubt hätte, dann hätte er sich vermutlich die Kugel geben oder von einem Felsen stürzen können. Aber genau das tut ein glücklicher Mensch nicht; Egal was passiert.

Inneres Glück zieht Glück an. Das ist überhaupt keine Zauberei.
Kennen wir nicht alle Menschen, die mit einem freundlichen Lächeln durch die Welt gehen und denen man einfach nicht böse sein kann? Sie ziehen das Glück magisch an. Man sucht ihre Nähe und spürt die positive Kraft ihres Wesens. Egal was passiert: Sie wissen, dass das Leben auch mal sauer sein kann. Ganz egal!: Sie machen aus Zitronen – Limonade. Verstehen Sie das Konzept? Natürlich!

Das Leben ist voller Zufälle und es ist gut, wenn wir alles im Leben so nehmen wie es kommt. Wer selbst negative Ereignisse und scheinbare Rückschritte positiv annimmt, wird ein entspanntes und glückliches Leben führen.

Warum sollte ich mich mit Menschen belasten, die es nicht gut mit mir meinen? Warum auch immer.
Natürlich muss ich mir einen selbstkritischen Blick bewahren um mich weiterentwickeln zu können. Aber ich darf es nicht als Belastung begreifen, sondern als Ressource. Es ist immer eine Chance, wenn etwas schief läuft. Ein Leben ohne Phasen der Selbstbesinnung und Neuorientierung wäre fad und langweilig. Niemand kann ein solches Leben wirklich wollen.
Leben verläuft in einer aufsteigenden Sinuskurve, wenn es gut läuft. Dann wird es als glücklich und gehaltvoll wahrgenommen. Wenn wir glauben, dass wir selbst auf dem absteigenden Teil dieser Kurve wieder Fahrt aufnehmen und die nächste, größere Spitze erreichen, dann ist alles in Ordnung. Menschen, die es als negativ wahrnehmen, wenn mal etwas nicht so gut läuft, neigen zu einer Generalisierung und laufen Gefahr, sich in einer Abwärtsspirale zu verlaufen.

Glückliche Zufälle passieren immer wieder. Wir müssen nur einen Blick dafür entwickeln. Selbst Plateau-Phasen und Rückschritte sind immer Chancen auf Neuausrichtung und Kurskorrektur. Manchmal gibt es beim Segeln eine Flaute, aber die nächste steife Brise kommt bestimmt. Daran muss man nicht mal nur glauben. Es passiert einfach!

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

Mit Coaching wäre das nicht passiert


Es gibt keine einfachen Antworten. Wenn Sie in einem Unternehmen Karriere machen wollen, dann sollten Sie wissen, wie die interne Kommunikation funktioniert. Und Sie sollten auch darauf vorbereitet sein, wann es Zeit ist zu gehen. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt und die innere Balance. Die Seele ist immer das erste Opfer, wenn irgendetwas schief läuft. Und es läuft in den meisten Fällen etwas schief.

Sie schütteln den Kopf und wollen nicht verstehen, was ich hier sagen will? Nehmen Sie sich die Zeit und lesen einfach weiter.
Eine Frage: Was nützt es einem CEO, wenn er alle seine Ziele erreicht und keine innere Ruhe mehr findet? Was nützt es, wenn die Sonne jeden Tag scheint und Depressionen und Angst Ihren Alltag verdunkeln?

Das passiert öfter als Sie denken. Und stellen Sie sich mal vor, dass der Erfolg sich nicht einstellen will und Sie Gegenwind und kleinen Intrigen von Kollegen ausgesetzt sind. Das ist wohl die wahrscheinlichste Variante. Einfach geht nicht, im wahren Leben. Also wird es immer ein wenig komplizierter und anstrengender. Es wird undurchsichtiger. Am Anfang kommen wir sehr gut damit klar. Logisch: Jeder Mensch in unserer Umgebung hat, gelinde gesagt, Baustellen. Wir wissen das. Wir erkennen das. Aber was passiert, wenn wir einfach nicht weiter kommen? Ist es Zeit sich einen neuen Job zu suchen? Oder gibt es Hoffnungen und Chancen, die Sie unbedingt ergreifen wollen?
Ich persönlich habe genau das schon oft in meinem Leben erlebt. Ein Job in dem ich tun und lassen konnte, was ich wollte. Alles lief perfekt und ich hatte großen Einfluß auf das gesamte Unternehmen. Es war einfach einzigartig. Warum sollte ich jemals einen anderen Job anstreben? Unvorstellbar. Und doch war eines Tages Schluß. Und dann musste ich plötzlich wieder ganz von vorne beginnen. Ich musste springen und ich musste schwimmen. Vor dem einen hatte ich Angst und ich wusste nicht ob ich noch schwimmen konnte. Dabei hätte ich es wissen können. Es gab Phasen in denen ich mich unterfordert fühlte. Diese Phasen hätten einen Coach gebraucht. Heute weiß ich es. Jeder kann es wissen. Aber es ist bequemer es zu ignorieren und einfach weiter zu machen.
Es gibt immer diese Phasen an denen man an einen Kreuzweg kommt und sich entscheiden muss in die richtige Richtung abzubiegen. Wenn man auf der Autobahn auf der Überholspur unterwegs ist, achtet man selten auf Hinweise zum Richtungswechsel. Man fährt einfach immer geradeaus und kommt dann irgendwo an. Tunnelblick. Es wird schon werden.

Mit Coaching wäre das nicht passiert……

 

Aktionismus vs. Coaching


Aktionismus hat nichts mit Coaching zu tun. Warum ich darüber rede? – Nun – Es liegt auf der Hand, dass jede Dienstleistung ein Ziel und ein Ergebnis haben muss. Das steckt tief in unseren Köpfen. Alles Andere macht keinen Sinn. Niemand bestellt einen Fensterputzer, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass er anschließend saubere Fenster hat. Niemand geht zu einem Friseur, der sein Handwerk nicht beherrscht. Coaching ist etwas anders als vieles, was wir zu kennen glauben. Coaching ist tatsächlich eine ergebnisoffene Veranstaltung. Natürlich gibt es eine ganz klare Parallele zum Sport. Ein Coach ist immer ein Leader, der einen Sportler und eine Mannschaft an die Spitze bringen soll. Aber manchmal passen Sportler und Coach tatsächlich nicht zusammen und dann muss man sich trennen. Der beste Trainer hat keine Chance, eine schlechte Fußballmannschaft zu einem Gewinnerteam zu machen. Es war ein langer Weg für den Trainer des deutschen Fußballteams bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Parallelen zum Coaching sind erstaunlich. Oft braucht man einen sehr langen Atem, Mut und Vertrauen um große Ziele zu erreichen. Ich erkenne deutliche Parallelen zum Businesscoaching. Ich arbeite oft mit Teams zusammen, die nicht richtig funktionieren. Alle scheint zu passen. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber das Team funktioniert nicht. Personalabteilungen werden mit Beschwerden überhäuft und die Performance der Abteilung wird immer schlechter. Niemand weiß woran das liegen könnte. Aber es handelt sich um Menschen, die man nicht einfach mal so austauschen möchte. Das ist die Situation, in der man sich einen Coach holt, der sich in die Situation hineindenken und Lösungsvorschläge machen kann. Und natürlich will man Ergebnisse sehen. So schnell wie möglich. Die Kosten für das Coaching dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Man wird unruhig, schon bevor der Prozess sich richtig entfalten kann. Ich stelle das immer wieder fest und arbeite an Verträgen bei denen Coaching nicht nur nach Stunden abgerechnet wird. Ich habe das bereits mehrfach erlebt: Bereits in der ersten Phase, in der ich die ersten Weichen stelle, kommen Prozesse in Gang, die als positiv wahrgenommen werden. Immer wieder glauben Auftraggeber, dass das Coaching bereits erfolgreich gelaufen ist, wenn erste Ergebnisse sichtbar werden. Ich halte mich in diesen Fällen zurück, dem zu widersprechen. Jede Intervention wird mit Sicherheit als Versuch gewertet,  das Coaching zu verlängern um ein höheres Honorar zu berechnen.

Meine Empfehlung sind Rahmenverträge mit monatlichen Raten. Ich denke auch immer daran, dass ich als Coach auch die zeitlichen Ressourcen der Teams im Auge behalte. Mehr als drei oder vier Stunden pro Woche erträgt kein Team von hart arbeitenden Managern oder Ingenieuren. Aber der Prozess läuft ab dem Zeitpunkt an dem ich  in das Coaching gehe. Nicht vergessen: Coaching ist ergebnisoffen. Ich habe oft erlebt, dass das Ergebnis eines Coachings völlig überraschend ausfällt. Das ist ein kein Wunder. Coaching ermöglicht es, völlig neue Perspektiven einzunehmen und scheinbar Bekanntes aus unkonventionellen Blickwinkeln zu sehen. Es kommen Prozesse in Gang, die vorher undenkbar waren. Ich habe den Anspruch immer das Beste aus einer  Situation und den beteiligten Personen herauszuholen. Voraussetzung ist, daß ich genügend Zeit für den Prozess bekomme. Am Ende sind immer alle Gewinne, sogar scheinbare Verlierer, die unter bestimmten Umständen das Team verlassen müssen. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Es ist heute leider so, dass Menschen mehr Kraft und Energie aufbringen um ihren Arbeitsplatz zu sichern, als tatsächlich gute Teamarbeit zu leisten. Wenn es einfacher wäre einen neuen Job zu finden, egal wie alt und ausgebrannt man gerade ist, könnte sich jeder besser auf Ziele einstellen und möglicherweise genau die Arbeit finden, die zu einem passt. Die Rahmenbedingungen sind andere. Ich denke, dass wir unglaubliche Potentiale und Möglichkeiten sinnlos verschwenden, weil wir es uns immer noch leisten Ressourcen zu verschwenden. Die Ursachen liegen auf der Hand. Jeder der versucht den menschlichen Faktor tatsächlich das Wirtschaftsleben einzubringen, gilt als Phantast und Träumer, als Weichei. Aber darum geht es nicht. Es ist in Wirklichkeit ein harter Job, der zu erledigen ist, wenn man mit Menschen arbeitet. Der Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten steigt überproportional. Es ist eigentlich ein Wunder, warum so viele Spezialisten in diesen Gebieten fehlen. Versuchen Sie mal einen Psychotherapeuten zu finden. Aber das liegt auch daran, dass wir längst daran gewöhnt sind, scheinbar kein Geld für Behandlungen auszugeben. Wir zahlen ja schließlich in unsere Krankenkasse ein. Zurück zum Coaching, genauer zum ergebnisoffenen Coaching.

Ein sehr guter Konstrukteur ist oft ein sehr schlechter Chef. Ein guter Leiter muss sich sehr oft von seinen fachlichen Fähigkeiten entfernen um erfolgreich zu werden. Er muss loslassen um tatsächlich frei zu sein für neue Aufgaben. Detailverliebte Abteilungsleiter, die sich am liebsten auf ihre Stärken konzentrieren und ihre Führungsfähigkeiten nicht weiterentwickeln, sind Gift für jedes Team. Das Peter-Prinzip läßt grüßen. Vielleicht hätte man den Posten lieber doch noch nicht annehmen dürfen und sich etwas mehr Zeit lassen sollen um mehr Kompetenzen zu sammeln. Wer zu früh kommt, hat auch ein Problem. Manchmal ist später besser. Niemand kann ein Dach decken, bevor der Keller stabil ist. Ausbauen geht immer, aber die Konstruktion muss stehen.

Es muss aber auch klar sein, dass der Chef eines Teams von Ingenieuren selbst Ingenieur sein sollte. Und zwar ein guter. Fachliche Schwächen sind mindestens genau so gefährlich, wie das Fehlen von Führungkompetenz. Personalabteilungen können ein Lied davon singen wie schwer es ist die passenden Leute zu finden. Von Teambildung einmal ganz abgesehen. Das wird oft erst dann versucht, wenn nichts mehr geht. Was das dann kostet, steht auf einem anderen Blatt. In vielen Fällen kostet es Millionen und viel zu oft kostet es das Unternehmen.  

Ergebnisoffenes, begleitendes Coaching könnte ein wirksames Werkzeug sein. Fragen Sie einfach den Coach Ihres Vertrauens! 

die Virtuelle Realität holt uns alle ein


Welt am Draht

Welt am Draht (Photo credit: Wikipedia)

Es ist unglaublich. Ich bin wirklich verärgert. Gerade arbeite ich an einem Roman über die Möglichkeiten von Cybertechnologie und Virtueller Realität und da kommt dieser Edward Snowden und stielt mir die Show. Nun kann ich wieder ganz von vorne anfangen. Oder auch nicht. Vielleicht ist es ja gerade gut, wenn vieler Menschen ihre Aufmerksamkeit auf diese geheimnisvolle und undurchsichtige Technologie lenken. Und es ist ja nichts wirklich Neues, was ich beschreibe. Die MATRIX hat uns bereits 1999 die Augen geöffnet und WELT AM DRAHT von Rainer Werner Fassbinder habe ich schon als kleiner Junge im Fernsehen bestaunen können. (Welt am Draht ist ein zweiteiliger Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1973. Vorlage ist der 1964 erschieneneScience-Fiction-Roman Simulacron-3 von Daniel F. Galouye.) Und dann natürlich das Otherland-Epos von Tad Williams. Eigentlich ist ja schon alles über Virtuelle Realität gesagt. Interessant ist nur die Tatsache, dass wir bereits heute im Jahr 2013 soweit sind, dass wir diese Technologie aktiv nutzen können. Und was technisch geht, wird auch getan. War Cyberwar vor wenigen Jahren noch pure Science Fiction, ist dieser Krieg längst Wirklichkeit. Nur kaum einer hat es bemerkt. Die meisten Politiker sind damit beschäftigt sich einzureden, dass sie den ganzen Technikkram nicht brauchen um das zu tun, was sie zu beherrschen glauben. Junge Hinterbänkler betreiben Blogs und twittern aufgeregt sinnloses Zeug und verstehen nicht einmal im Ansatz, wie das alles wirklich funktioniert. Und nun sind alle sauer und ohnmächtig, weil sie wieder mal nichts gewusst haben von dem was da “hinter ihrem Rücken” so alles getrieben wird. Nur Angela Merkel hat in ihrer unfassbaren Weitsicht wieder einmal vollkommen recht. Das Internet ist eine noch junge Technologie, wir müssen es erst lernen, wie wir damit umzugehen haben. Wer darüber lacht, hat keine Ahnung! Glauben Sie mir! Wie verhält man sich in einer Welt, in der eine geheimnisvolle Macht Dinge tut, die wir uns nicht einmal vorstellen können? Ehemalige Bürger der DDR haben plötzlich wieder so ein Gefühl, das sie von früher kennen. Sie fühlen sich richtig Zuhause und es ist fast heimelig, wenn sie begreifen, dass da Dinge passieren, die sie nicht beeinflussen können. Der totale Überwachungsstaat kommt und es ist ein wahres Wunder, dass die Amerikaner bei diesen Dingen nicht voll auf den Markt setzen, wie sie es angeblich immer tun. Nein. Die Amerikaner sind ja nicht blöd. Sie pumpen sehr viele Milliarden in den öffentlichen Dienst und retten so die gesamte Menschheit vor dem Chaos! Gott sei Dank! Sie haben es endlich verstanden, dass der Staat was tun muss! Und nun tun sie es gründlich! Ich stelle mir vor, dass wir in Deutschland auch so eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für ältere Informatiker auflegen würden. Arbeitslose Banker und überflüssige Steuerberater, Rechtsanwälte etc. können sich umschulen lassen. Und der marktgetriebene Kapitalismus ähnelt immer mehr der alten DDR, die alles für die Sicherheit ihrer Bürger tat. Jedenfalls haben die das damals immer behauptet. Willkommen in der Zukunft!
Was das mit Coaching zu tun hat? Perspektivwechsel…..mehr nicht!

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Deutsch: Stern von Rainer Werner Fassbinder auf dem Boulevard der Stars in BerlinCategory: (Photo credit: Wikipedia)

Coaching – Entwicklungsstufen des Selbst


Kegans Modell – Entwicklungsstufen des Selbst

Erfolgreiche Unternehmer entwickeln sich und ihr Unternehmen stetig weiter. Sie wissen, dass Leben Veränderung, Entwicklung und Wachstum bedeutet. Wesen und Wachstum von Unternehmer (Persönlichkeit) und Unternehmen (Markenpersönlichkeit) sind geprägt von Entwicklungsphasen. Jede Phase stellt uns vor neue Herausforderungen und gibt uns die Chance, reifer und autonomer zu werden – und damit zunehmend einzigartiger, unverwechselbarer – und erfolgreicher.  Die höchste Stufe der Autonomie bedeutet jedoch keinesfalls ein hohes Maß an Rücksichtslosigkeit, wie es oft angenommen wird.

Robert Kegan EntwicklungsstufenDer Harvardprofessor Robert Kegan schuf mit „Entwicklungsstufen des Selbst“ eine Entwicklungstheorie, die es ermöglicht, die Phasen des Wachstumsprozesses besser zu erkennen. Der Harvard-Psychologe versteht die Entwicklung vom Säugling bis zum reifen Erwachsenen als einen Prozess, der zwischen zwei Polen pendelt: Zwischen dem Drang nach Individualität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Der Antrieb, die Energie stammt aus dem Subjekt selbst, das ähnlich einer Rakete immer wieder Teile abstösst und zum Objekt werden lässt. Auf jeder Stufe dieses «Subjekt-Objekt-Gleichgewichts» werden die Gleichgewichtsverhältnisse neu organisiert und Konflikte produktiver bewältigt als zuvor.

Ein Coach sollte möglichst Stufe 5 erreicht haben um in der Lage zu sein, Menschen von der dritten zur vierten Stufe zu helfen, möglicherweise darüber hinaus. Das Erreichen der Entwicklungsstufen ist ein Prozess, der eng an das Lebensalter gekoppelt ist. Es ist durchaus möglich, die Stufen 4 und 5 schon mit Beginn der 40er Lebensjahre zu erreichen. Stufe 5 ist die höchste Stufe des Selbst-Erkennens. Menschen auf dieser Stufe haben ein sehr hohes Maß an Selbsterkenntnis und ein sehr geringes Kontrollbedürfnis.

Sie erkennen ihr eigenes Ego bewusst als Filter durch den sie die Welt betrachten. Sie sind in der Lage diesen Filter zu manipulieren um weitere Erkenntnisse zu ermöglichen. Sie sind sich der Beschränkungen ihrer Persönlichkeit auf Grund ihrer Geschichte, Herkunft und Erziehung bewusst und in der Lage souverän damit zu spielen. Sie fördern andere Menschen, ohne eigene Vorteile im Auge zu haben. Stufe 5 Individuen ähneln Menschen der Stufe 3, sind aber von den Erwartungen und Meinungen anderer unabhängig und frei von den Beschränkungen, die sich daraus ergeben.

Erwachsene können aber auch durchaus auf Stufe 3 stehenbleiben und ihr ganzes Leben auf dieser Stufe zu verbringen. Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass bis zu 60% aller Menschen auf Stufe 3 stehenbleiben. Etwa nur 10% aller Menschen erreichen die Stufe 5. Im Coaching ist es üblich, die Entwicklungsstufe eines Klienten durch Interviewtechniken zu ermitteln und das Coaching darauf abzustimmen. Ein Coach wird es aber bewusst vermeiden, seinen Klienten eine dieser Stufen zu nennen. Im Laufe eines Coachingzyklus werden immer neue Erkenntnisse gewonnen, die den Prozess beeinflussen. Oft schwingen Menschen zwischen Entwicklungsstufen hin und her wie ein Pendel. Wenn sie sich ihrer Selbst bewusst werden, sind sie in der Lage selbst zu erkennen wo sie gerade sind. Auch das ist ein lohnendes Ziel für ein Coaching.

Stufe 0 und Stufe 1 – Babys und Kleinkinder

Diese Stufen sollten die meisten Erwachsenen erfolgreich durchlaufen haben.

Stufe 2 – Individualisten

  • Sehen und halten sich getrennt von anderen.
  • Ihre größte Sorge: Die Hilfe und Unterstützung anderer Menschen zu verlieren
  • Lassen sich von ihren eigenen Interessen lenken.
  • Nehmen andere Menschen nur wahr, wenn diese für sie nützlich und hilfreich sind.
  • Haben ihre eigene Sichtweise. Halten stur daran fest.
  • Spielen ein Spiel, in dem jemand gewinnt und jemand verliert. (Nullsummenspiel)
  • Geringe Empathiefähigkeit. Können sich nicht in die Gefühle anderer einfühlen. Sind unfähig sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
  • Ihr eigenes kleines Ego hat sie fest im Griff.

Stufe 3 – Gemeinschafts- oder Gesellschaftsmitglieder

  • Internalisieren die Sichtweisen anderer Menschen.
  • Definieren sich durch soziale Erwartungen.
  • Halten sich an gemeinschaftliche Werte.
  • Empfinden Verpflichtungen und fühlen sich möglicherweise schuldig, wenn sie diesen nicht nachkommen.
  • Ihre größte Sorge ist, die Anerkennung anderer Menschen zu verlieren.
  • Werden gelenkt durch Gruppeninteressen.
  • Ihre Sichtweise setzt sich aus übernommenen Sichtweisen anderer zusammen.
  • Sie spielen ein Spiel, in dem beide Parteien gewinnen. (Nicht-Nullsummenspiel)
  • Können sich die Erwartungen anderer Menschen leicht vorstellen und sich in sie hineinversetzen.
  • Sind in der Lage viele unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen.
  • Verlassen sich auf bewährte Methoden.

Stufe 4 – Die Autonomen, sich selbst Erschaffenden

  • Definieren sich anhand eigener Werte
  • Streben nach Integrität
  • Definieren ihren eigenen Weg und sondern sich von anderen ab.
  • Ihre größte Sorge ist, ihre Authentizität zu verlieren.
  • Lassen sich von ihren eigenen Werten leiten.
  • Haben ihre persönliche Sichtweise und ziehen die Sicht anderer in Betracht. Unterscheiden stark zwischen eigenen Erfahrungen und denen anderer.
  • Können professionell sein.
  • Respektieren andere und geben nur ungern Ratschläge.
  • Definieren Regeln für ein Spiel, bei dem beide Parteien gewinnen. Oder verzichten auf das Spiel. (Nicht-Nullsummenspiel).
  • Können sich die Erfahrungen anderer Menschen leicht vorstellen und sich in sie hineinversetzen.
  • Kreieren und modifizieren bewährte Methoden, halten sich aber möglicherweise nicht daran.

Stufe 5 – Die sich selbst Erkennenden

  • Sind sich ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Werte und deren Wirkung bewusst.
  • Definieren sich über Beziehungen mit anderen und mit sich selbst.
  • Ihre Werte sind fließend und bewusst aufsteigend.
  • Gehen Wagnisse ein, indem sie sich für Beziehungen öffnen.
  • Haben kein Kontrollbedürfnis.
  • Sind keinem besonderen Aspekt ihrer selbst verhaftet; geben sich dem Fluss des Lebens optimistisch hin.
  • Sind in der Lage, vielfältige Blickwinkel zu unterschiedlichen Sichtweisen einzunehmen.
  • Spielen ein unendliches Spiel, dessen Sinn darin besteht, weiterzuspielen.

Robert Kegan

Der Psychologe Robert Kegan lehrt an der Harvard Universität Entwicklungspsychologie und ist der Leiter des Institute for Management and Leadership in Education. Im Zentrum seiner Forschung steht die „Möglichkeit und Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Menschen im Erwachsenenalter“. Ausserdem ist Kegan lizenzierter Pilot und Pokerspieler. Das bekannteste seiner Bücher ist «The Evolving Self», Harvard University Press 1982. Deutsch: «Die Entwicklungsstufen des Selbst. Fortschritte und Krisen im menschlichen Leben», Kindt Peter Verlag 1994.

Wie ein Coaching abläuft – Chunking


ContactingContractingClearingChunking – Concepting – Changing – Controlling
Chunking – Zerlegen und (neu) zusammenfügen

Ziele – META – Probleme – Maßstäbe und Relationen – Skala – Glaubenssätze und Vorannahmen – Teilziele und Meilensteine – Erfüllungsbedingungen – Wunderfrage

Chunking fühlt sich in einem CoachingProzess für den Klienten so ähnlich an wie SmallTalk. Der Coach wechselt scheinbar das Thema und beleuchtet andere Aspekte, die zunächst einmal wenig mit dem Thema zu tun haben. Mit Hilfe von Chunking wechselt der Coach die Abstraktionsebene. Chunking-Up ist das Wechseln von einer niedrigen Abstraktionsebene in eine höhere. Chunking-Down bedeutet das Gegenteil. Der Coach führt das Gespräch auf eine niedere Abstraktionsebene.
Ein Beispiel ist die Klassifizierung von Gegenständen. Auf der höchsten Abstraktionsebene befindet sich der Begriff Transportmittel.
Nun gehen wie Schritt für Schritt auf niedrigere Ebenen der Abstraktion und gehen immer weiter in Details.

Transportmittel:

Schiff, Flugzeug, Raumschiff, Fahrzeug, Pipeline

Fahrzeug:

Bus – Bahn – LKW – PKW

PKW:

Limousine, Kombi, KompaktKlasse, Cabrio, Coupe, SUV, Van

Limousine:Antrieb

Elektroantrieb, Brennstoffzelle, Gas, Diesel, Benziner

Limousine:weitere Merkmale

Hersteller, Lackierung und Farbe, Ausstattungsmerkmale

Chunking bedeutet die Abstraktionsebenen zu wechseln und die Informationen in weitere Teile zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Chunking-Up bewegt sich auf die höchste Abstraktionsebene zu und Chunking-Down geht ins Detail. Beim Chunking stellt der Coach gewohnte Zusammenhänge in Frage und ermöglicht es dem Coachee Vorannahmen und Glaubenssätze neu aufzustellen. Der Coach nimmt dem Coachee nichts weg. Beim Coaching geht es immer um einer Erweiterung des Bewusstseins und um Lernen. Das Ziel ist immer eine Weiterentwicklung des Klienten.
Der Coach sucht nach Meta-Zielen und Meta-Problemen, also versteckten Problemen und Zielen, die der Klient zunächst für sich behalten hat. Ein guter Coach wird Meta-Probleme und Meta-Ziele zunächst feststellen und so lange für sich behalten, bis er sich ganz sicher ist. Selbst dann wird der Coach nicht zwingend die erkannten Probleme und versteckten Ziele auf die Tagesordnung bringen, sondern das Gespräch in eine Richtung lenken in der der Klient das ganz von alleine erkennt. Ein interessanter Nebeneffekt beim Coaching ist hier immer wieder zu beobachten. Der Coach glaubt die Meta-Probleme erkannt zu haben und führt den Prozess weiter und der Coachee hat ein völlig anderes Aha-Erlebnis. Auch das ist Coaching. Der Coach muss sehr aufpassen, dass er dem Klienten nicht seine Welt überstülpt und so in eine völlig falsche Richtung läuft. Auch wenn es manchmal ganz offensichtlich scheint, wie der Coachee tickt und was seine Beweggründe und Ziele sind, kann das der falsche Ansatz sein. Es bleibt auf jeden Fall eine spannende Angelegenheit.
Beim Coaching geht es immer um das Herausarbeiten des Meta-Zieles. Das ist das Ziel, das auch nach dem Erreichen des aktuellen Zieles aktuell wird. Das Meta-Ziel ermöglicht es dem Klienten nach diesem Coaching ein neues Coaching anzustreben. Dabei kann er sich Zeit lassen und versuchen das Ziel selbst zu erreichen, einen anderen Coach zu finden oder mit dem jetzigen Coach weiterzuarbeiten. Viele Klienten, die einmal ein Coaching erlebt haben, wissen wo sie ansetzen müssen und wie Coaching funktioniert. Auch das ist ein Ziel für Coaching. Der Klient lernt die Prozesse bewusst zu steuern und sich selbst zu coachen.
Der Coach findet die Meta-Ziele heraus, indem er Fragen stellt. „Wenn Sie dieses Ziel erreicht haben, was wird Ihnen dann möglich?“ „Was werden Sie tun, wenn Sie dieses Problem gelöst haben?“
Jeder Mensch lebt nach ethischen Grundlagen und hat seine Prägungen und Glaubenssätze. Glaubenssätze sind zunächst einmal nicht gut oder schlecht. Sie schränken aber die Handlungsfreiheit von Menschen ein. Glaubenssätze aus der Kindheit dienen zunächst dem Schutz des Kindes. Erwachsene halten oft immer noch an Glaubenssätzen der Kindheit fest. Sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Allerdings sind Glaubenssätze oft auch die Ursache für falschen Scham und Hemmungen.
Der Satz: „Was Hänschen nicht gelernt hat, lernt Hans nimmer mehr!“, ist so ein Glaubenssatz. Er bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Handlungsfreiheit des Erwachsenen. Wenn er nicht schon als Kind eine Sprache oder ein Instrument erlernt hat, wird es ihm als Erwachsenen unmöglich sein. Dieser Glaubenssatz muss zuerst in Frage gestellt, unterhöhlt und zerstört werden, um es dem Erwachsenen zu ermöglichen eine Sprache oder ein Instrument zu erlernen.
Auch beim Chunking kann jederzeit die Wunderfrage gestellt werden. Was wäre, wenn alle diese Probleme plötzlich und unerwartet durch eine Fee gelöst worden sind? Was ist, wenn das Ziel erreicht ist und alle negativen Vorannahmen sich in Rauch aufgelöst haben?
Chunking zerlegt Probleme und Ziele in kleine Teile und setzt sie neu zusammen. Auch das ist ein Perspektivwechsel. Coaching schafft neue Zusammenhänge und andere Ansichten auf scheinbar unlösbare Probleme.

Kreativ durch Nichtstun – Das Geheimnis guter Ideen


Die besten Ideen kommen scheinbar zufällig. Sie fliegen uns in Situationen an, bei denen wir es am wenigsten erwarten. Einstein soll angeblich die besten Ideen beim Spazierengehen oder beim Musizieren gehabt haben. Das ist ein eindeutiger Hinweis auf den Wert von Work-Life-Balance.

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung Work-Life-Balance stammt aus dem Englischen: Arbeit (work), Leben (life), Gleichgewicht (balance). (WIKIPEDIA Work-Life-Balance)

Albert Einstein during a lecture in Vienna in 1921

Albert Einstein during a lecture in Vienna in 1921 (Photo credit: Wikipedia)

Als kleiner Junge hatte ich meine besten Ideen, wenn ich mit meinen Eltern in der Kirche war. Ich hörte nicht richtig hin, was gesprochen wurde und ging mit meinen Gedanken spazieren. Das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber gut für mich als Erfinder. Ich war dazu gezwungen still und artig in der harten Bank zu sitzen und hatte nichts als meine Gedanken und meine Phantasie. Die immer selben Rituale gaben mir zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit. Es war ein Zustand, den ich heute nur noch selten erreiche und den ich gerne mit einem Fluss vergleiche. Wenn ich mich im „Flow“ befinde, dann geht vieles von ganz alleine. Das kann eine attraktive Tätigkeit sein, bei der ich mich wohl fühle oder ein Feuerwerk neuer Ideen, wenn ich scheinbar nichts zu tun habe. Wenn ich allein mit dem Auto unterwegs bin oder 12 Stunden tatenlos in einem Flugzeug die Zeit totschlage, einen halben Tag lang auf irgendeinem Flugplatz verbringe oder eine Woche in einem einsamen Ferienhaus auf Hiddensee oder in Dänemark wohne, kommt irgendwann der Zeitpunkt an dem ich beginne neue Ideen zu produzieren. Das geht ganz automatisch und scheinbar von alleine. Automatikmodus. Es ist wie eine Diät für das Gehirn, eine Art Entschlackungskur. Am Anfang ist es beinahe schmerzhaft, Ruhe und scheinbare Tatenlosigkeit zuzulassen. Es ist wie das Absetzen einer Droge. Wenn der erste Schritt gelungen ist, kann ich mich in meine Gedankenwelt vertiefen und ernten, was ich bisher gelernt und entwickelt habe. Studenten berichten, dass es sinnvoll ist vor Prüfungen sehr intensiv zu lernen und einen Tag vor der Prüfung nichts mehr in diese Richtung zu unternehmen, sondern sich zurückzuziehen und einfach zu entspannen. Manche schwören darauf am Abend vor der Prüfung Alkohol zu trinken. Das kann ich natürlich nicht unterstützen, aber es zeigt in die richtige Richtung. Alles, was wir gelernt haben, werden wir abrufen können, wenn wir uns in der richtigen Stimmung befinden. Voraussetzung ist natürlich, dass wir Wissen gespeichert und effektiv gelernt haben. Das Buch unter dem Kopfkissen bringt nicht viel. Das Hineinfühlen in einen Wissensprozess ist die entscheidende Kunst, die wir lernen können. Otto Scharmer hat das in seiner „Theorie U“ sehr eindrucksvoll beschrieben. Ich komme immer wieder darauf zurück und merke, wie sehr mich die Denkweise dieses Mannes beeinflusst hat.
Google ist einer der beliebtesten Arbeitgeber, weil Google ganz genau weiß Arbeitszonen und Ruhezonen einzurichten. Kreativität wird nicht durch Druck und unrealistische Zielstellungen erzeugt. Ganz im Gegenteil. Es ist harte Arbeit in eine kreative und produktive Stimmung zu kommen. Eine Woche nichts zu tun ist ein harter Job für einen Wissenschaftler, Entwickler oder Manager. Aber genau diese Auszeit kann den entscheidenden Durchbruch bei der Lösung komplexer Probleme bringen. Die Geschichte der Wissenschaft und der modernen Technologie ist voll von derartigen Situationen. Plötzlich war sie da: Die Idee, die alles veränderte! Sie kam „wie ein Dieb in der Nacht“….HEUREKA!
Auch hier kann ein guter Coach wertvolle Hilfestellung leisten, den produktiven Zustand zu erreichen. Den entscheidenden Schritt muss jeder für sich selbst machen. Kreativität und Nichtstun sind eine harte Arbeit. Das hat nichts mit Wischi-Waschi-Wohlfühlen zu tun……

Image representing Google as depicted in Crunc...

Image via CrunchBase

Unvermeidbar für den Erfolg


Donald Trump in February 2009

Donald Trump in February 2009 (Photo credit: Wikipedia)

 

Zitat Donald Trump:
Unvermeidbar für den Erfolg

1. Du wirst ein paar Freunde verlieren
2. Du wirst denken, dass du verrückt wirst
3. Du wirst Schmerzen fühlen
4. Du wirst versuchen es dir hunderte Male auszureden
5. Du wirst Geld verlieren
6. Du wirst weinen, bevor du es bekommst
7. Deine Familie und Freunde werden dich entmutigen
8. Du wirst tausende Male an dich selbst zweifeln
9. Du wirst seltsame Gewohnheiten entwickeln
10. Die Menschen werden dir Kummer ohne Grund bereiten
11. Es wird sich alles lohnen
12. Dann plötzlich wollen sie alle dein bester Freund sein

 

Wie ein Coaching abläuft / The 7 C Of Coaching


English: MCC Coaching books

English: MCC Coaching books (Photo credit: Wikipedia)

Der typische Ablauf eines Coachings kann mit folgenden sieben englischen Begriffen in eine Form gebracht werden.

ContactingContractingClearingChunking – Concepting – Change Work – Controlling

Der Schweizer Coach Babak Kaweh nennt das “Seven Steps of Coaching”. Ich nenne es „The 7 C of Coaching“. Diese sieben Begriffe bezeichnen Prozesse, die bei jedem Coaching auftreten. Sie müssen nicht zwingend linear nacheinander abgearbeitet werden. Professionelle Coaches müssen aber immer wissen, in welcher Phase des Coachings sie sich gerade befinden und was der nächste Schritt ist. Jede Sitzung beginnt mit der Kontaktaufnahme, einer kurzen Abstimmung über die Ziele und den Stand des Coachingprozesses. Dann werden Informationen ausgetauscht, vertieft, angrenzende Felder gestreift und geklärt, wie es weitergehen kann. Der Coach klärt auf, wie der Klient denkt und fühlt. Er sammelt Informationen über das Gefühlsleben und das Umfeld des Coachee und arbeitet sorgfältig einen Plan heraus, der den Klienten zum Ziel führen kann. Dieser Plan kann immer wieder in Frage gestellt werden. Und dann bewegt sich der Coach wieder in eine andere Coachingphase. Wenn sich zum Beispiel in einer Change-Work-Phase herausstellt, dass das Konzept (Concepting) nicht mehr der Wirklichkeit entspricht, weil sich neue Details und Aspekte ergeben haben, dann muss er wieder in das Clearing und Chunking wechseln. Veränderungsarbeit würde sonst in eine völlig falsche Richtung gehen.

In den folgenden Tagen werde ich auf die einzelnen Schritte und Prozesse näher eingehen.