Germany’s Next Wirtschaftskatastrophe – MacCoach


Wirtschaftskatastrophe kommt – Na und?

Wir sind mitten drin. Experten malen es schwarz an die Wand: Eine Wirtschaftskatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes kommt auf uns zu! Uh! Mich gruselt es! Das klingt ja furchtbar! Und es wird immer realer, seit Donald Trump, der Twitterkönig seine AMERICA FIRST Strategie verkündet hat. Langsam hat er begonnen, die liberale Weltwirtschaft zu meucheln und inzwischen nimmt es immer mehr an Fahrt auf. Die Deutschen sind nur noch auf dem Papier seine Freunde. Im Grunde hasst er den Erfolg deutscher Unternehmen.
Es wird Ernst. Da werden Mauern errichtet, die man viel später wieder mühsam einreißen muss. Die USA sind unser wichtigster Exportmarkt. Bisher waren wir Freunde. Wenn das wegbricht oder nur einbricht, können wir uns warm anziehen. Denn dann wird es ein bitterkalter Handelskrieg, der die Welt, wie wir sie kennen, verändern wird. Es wird ungemütlich.
Aber dann erinnere ich mich. Ich habe viele Jahre in der REAL EXISTIERENDEN WIRTSCHAFTSKATASTROPHE gelebt und ich habe es überlebt. Man kann auch unter extremen Bedingungen gut in einem Mikrokosmos leben. Wir waren Kosmonauten. Und als wir 1990 aus der Umlaufbahn wieder in die echte Welt eintraten, verglühten einige von uns.  
Schlimmer als das kann es gar nicht werden. Aber es hatte auch seine Vorteile. Die Produkte, die wir damals erwerben konnten wurden meist direkt vor Ort produziert und wahrscheinlich war das einigermaßen energieeffizient und in weiten Teilen auch Öko. Benzin war knapp und es lohnte sich nicht, zum Beispiel Milch quer durch das Land zu transportieren. Also wurde das gegessen, was im direkten Umfeld produziert wurde. Vielleicht hatten wir ja damals ganz ungewollt auch noch eine Art ÖKO-DIKTATUR. Obwohl es auch krasse Umweltprobleme gab. Halle-Bitterfeld. Der Raubbau an der Braunkohle. Ich erinnere mich an total graue Landschaften in Rüdersdorf.
Aber Öko war die lokale Landwirtschaft, wenn man einmal von der extremen Überdüngung absieht. Also doch keine Öko-Diktatur. Einfach nur eine Diktatur. Vieles habe ich damals nicht einmal geahnt. Das haben wir also auch nicht gewusst. Was heute so alles zutage tritt. Unglaublich!
Die Wirtschaftskatastophe kommt und die Wirtschaft wird sich anpassen. Wenn Deutschland nicht mehr Exportweltmeister sein darf, dann muss die Wirtschaft halt umgestellt werden. Auch das werden wir überleben. Und wenn es um Europa geht, dann liegt es auf der Hand, was zu tun ist. Ziel muss es sein, die höchsten Standards in Lebensqualität, Gesundheit und Bildung zu erfüllen. Kann Wirtschaft nicht ein anderes Ziel erfüllen als Gewinnmaximierung für Shareholder? Aber Moment mal: Wer sind die Shareholder? Im Idealfall sind das die Bürger eines Staates. Wir sind diejenigen, die ein legitimes Interesse haben an “Peace And Prosperity!”, wie Spock es sagen würde. Darum sollte es in Zukunft gehen. Und maximal mögliche Freiheit für alle. Da wir das nicht aufeinmal in der ganzen Welt durchsetzen können, müssen wir halt klein anfangen. In den Familien, in den Kommunen und Städten, in den Kietzen und den Bundesländern, in Deutschland und der EU. Und dann: schaun wir mal!

 

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Erwachsen werden ist wie sterben – MacCoach


Erwachsen werden ist wie sterben

„Sich treu bleiben? Das ist ein Kampf“ Niemand will erwachsen werden, sagt die Philosophin Susan Neiman. Erwachsene sind gestresst, haben Geldsorgen, sterben bald. Warum es sich trotzdem lohnt.

Was soll’s? Leben bedeutet sterben. Am Anfang wachsen wir wie verrückt und lernen mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit und dann beginnt der Prozess des langsamen und immer schnelleren Verfalls. Am Ende geht es wieder mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Und dann ist Schluss.

“Das Leben ist hart, ungerecht und tödlich.”,

sage ich immer mit einem Lächeln. Und es scheint fast, als ob ich keine Angst vor dem Tod hätte. Doch, ich habe Angst. Angst vor Krankheit, Angst vor Armut und Bedeutungslosigkeit. Angst vor dem Tod. Natürlich.

Also. Klatschen wir in die Hände und überlegen mal, was zu tun ist um mit der Angst umzugehen und das Beste daraus zu machen.

Was bedeutet es, wenn man nicht der strahlende Held ist, sondern nur der zweite Mann hinter dem Helden? Was ist, wenn man nicht Steve Jobs ist, sondern Jonathan Ive? Was ist, wenn man kein Held ist, sondern einfach nur ein integrer Mann ist, der am Ende seines Lebens immer noch als ein angenehmer und aufrichtiger Begleiter durchgehen kann?

“Auf der anderen Seite gibt es zu viele kleine und ebenso erfolgreiche Arschlöcher, die ihr Leben lang gegen die eigene Bedeutungslosigkeit angerannt sind und über Leichen gegangen sind.”, sagte mal ein kluger Mann zu mir. “Und es hat ihnen nichts genützt. Im Gegenteil: Sie sind keine kleinen Arschlöcher geblieben, sondern Riesenarschlöcher geworden.”

Als ich das hörte, beschloß ich kein Arschloch zu werden. Weder ein kleines noch ein großes…..

Wir brauchen wenig Technologie um das wichtigste Werkzeug zu benutzen, das wir haben. Es ist das Gehirn und unser logisches Denken. Ich habe mich immer gefragt, warum unser Gehirn manchmal so verrückte Dinge mit uns anstellt. Es blockiert uns. Es macht uns ängstlich. Es verstellt uns den Blick für offensichtliche Dinge. Es spielt Katz und Maus mit uns. Dabei muss man nur einen offenen Geist behalten und sich immer darüber im klaren bleiben, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.   

Ich bin Coach. Es gehört zu meinen Aufgaben mit Erwachsenen zu reden. Und ich habe bemerkt, dass es einen Wunsch gibt, der mit dem Lebensalter immer stärker wird. Es ist der Wunsch, rechtzeitig abgebogen zu sein und kein großes Arschloch zu werden. Oft ist es viel zu spät. Aber es gibt eine gute Botschaft. Unser Gehirn macht uns gerne etwas vor. Und es ist niemals zu spät, sein Leben zu ändern.

Das steht schon in der Bibel, dass es möglich ist:

Sogar aus einem finsteren Arschloch kann ein guter und attraktiver Mensch werden. Aus einem Saulus ein Paulus. Und: Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde.

Viel mehr muss man eigentlich nicht wissen um einen grundlegenden Wandel zu schaffen.

Wie das geht? Ganz einfach und doch so schwer. Es müssen Glaubenssätze zerstört werden. Hier ist so einer. “Der Mann ist viel zu gut für diese Welt. Er ist naiv und wahrscheinlich ist er dumm.Er hat keinen Biß!” Kennen wir doch alle, dieses Denken. Es wird uns immer wieder gezeigt, dass die Guten die Dummen sind.
Aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. “Gut ist nicht dumm!”
Ich habe Bill Gates vor Augen. Der Mann war als junger, erfolgreicher Softwaremilliardär wahrhaftig kein Musterknabe in Sachen “Gut sein”. Er war eher das Gegenteil davon. Er betrieb ein skrupelloses Geschäft und er nutzte rücksichtslos seine Chancen. Er verkrachte sich mit Menschen, die er eigentlich bewunderte. Sein Kampf gegen Steve Jobs spricht Bände. Aber auch Jobs war alles andere als ein Heiliger. Es ist schade, dass wir ihn so früh verloren haben. Bill Gates ist heute das, was manche einen Gutmenschen nennen. Er ist der Gegenentwurf eines Donald Trump, der offenbar immer noch nach einer Bedeutung sucht. Hoffentlich wird ihm erst nach seiner Amtszeit klar, dass er einfach nur Donald Trump ist, kein Mann von Bedeutung. Im Gegenteil.
Gates nutzt seine Milliarden um Bildung und Gesundheit voranzubringen. Die Welt kann besser werden, ist seine Botschaft. Und die Welt wird immer besser. Auch wenn uns die täglichen Nachrichten etwas anderes berichten. So viel News war nie. Und es ist wie eine verrückte Schleife, wenn wir immer nur an die ständig zusammenbrechenden Twin Towers denken müssen. Wir haben es einfach zu oft gesehen und es wird ständig wiederholt.   

Es gibt Menschen, die sich als glücklich bezeichnen würden. Egal was passiert, sie sehen die Welt positiv und für sie scheint die Sonne immer. Was sie ja auch tut: Über den Wolken und auf der Tagseite der Erde. Das Leben ist ein Geschenk. Es ist kein Unglück wenn man nicht ein Napoleon oder Nero, oder Schlimmeres geworden ist.

 

Alles BIO?


Alles BIO – Oder: Warum BIO Erde BIO Erde ist.

Seit ich nur noch BIO Eier zum dreifachen Preis einkaufen soll, weil es BIO ist, mache ich mir so meine Gedanken. Oft habe ich den Verdacht, dass da eine Art König Midas Label draufklebt, dass alles zu GOLD macht, was es berührt. Der Unterschied zwischen BIO Eiern im Supermarkt und normalen Landeiern direkt von der Erzeuger-Oma im Oderbruch ist wahrscheinlich eher, dass die BIO Eier industriell hergestellt wurden und aus irgendeinem Grund mit dem BIO Label zertifiziert wurden. Der rein stoffliche, biologische Unterschied wird marginal sein. Ich nehme an, dass die Oma ihre Hühner nicht mit Antibiotika füttert; obwohl man ja bekanntermaßen den geheimnisvollen alten Frauen im Oderbruch alles zutrauen muss. (Skeptischer und hämischer Smiley!) Immerhin ist das tief im Osten und kurz vor Polen. Aber das ist Berlin ja auch.
Dieses BIO-Ding geht mir langsam wirklich auf die Nerven. Neuerdings gibt es BIO-Erde im Baumarkt und bei Pflanzenkölle. Und wissen Sie, was der Unterschied zwischen normaler, gesunder Pflanzenerde und BIO-Erde ist? Nein, es geht nicht darum, dass die Pflanzenerde irgendwie unbiologisch ist oder falschen Dünger enthält. Ganz im Gegenteil: BIO Erde muss ohne Torf hergestellt werden, weil Torf nur noch in begrenzten Umfang verfügbar ist und das angeblich umweltbelastend ist, Tort abzubauen. Die Torfbauern werden sich freuen über die frohe BIO-Botschaft. BIO-Erde ist, ganz im Gegenteil zu gesünder, problematisch. WEIL: Ersatzstoffe für Torf und Tonerden gefunden werden müssen. Das ist nicht besser für die Tomaten die man damit beglücken will, sondern eher schlechter. Aber BIO ist BIO ist BIO. “Da beißt die Maus kein Faden ab!” Und Benziner sind besser als Diesel; obwohl der CO2 Ausstoß viel höher ist als beim Skandaldiesel.
Ich werde mich jedenfalls mit Händen und Füßen gegen BIO Erde wehren. 40 l normal kostet 2 EURO. 40 l BIO Erde ohne den guten Torf und Ton 10 EURO. Und der Mutterboden in unserem Garten ist auch sehr gut. Der ist schon bezahlt und kostet nicht zusätzlich! Das sehe ich nicht ein. Tut mir Leid! 

Nochmal für alle: BIO Erde macht keine besseren, gesünderen oder gar biologisch wertvollere Tomaten. Das ist ein FAKT! und zwar kein alternativer Fakt.

Widersprüche und Gegenreden sind ausdrücklich erwünscht. Wird bestimmt lustig!

Raus aus der Blase – Coaching – MacCoach


Wir leben in einer Blase. Jeder lebt in seiner eigenen Blase.
Es kommt darauf an sie zu verlassen um sich einen neuen Standpunkt ausserhalb der Blase zu suchen. Permanenter Perspektivwechsel.
Fragen stellen.
Keine einfachen Antworten suchen.
Darauf kommt es an

MacCoach –

Was ist richtig und was ist falsch? Diese Frage kann man stellen. Aber erwarten wir besser keine einfachen Antworten. Einfache Lösungen sind oft das größte Problem. Oft ergeben sich Chancen, die man nie erwartet hatte, wenn man bereit ist. Es kommt darauf an sich bereit zu machen für eine Reise, die wir das Leben nennen. Es ist unser Leben und es führt uns durch Wüsten und über Flüsse und Berge. Es wäre unverantwortlich, wenn wir einfach so, völlig unvorbereitet loslaufen würden in der Hoffnung, dass es schon irgendwie gut gehen wird. Die wichtigste Aufgabe ist unsere Bereitschaft, unser Fleiß und ein offener Geist. Nur dann werden wir die Herausforderungen, die zweifellos auf uns warten, bewältigen.
Wie bereiten wir uns vor? Ganz einfach: Lernen. Lernen zu lernen. Ehrliche Selbstreflektion. Feedback einholen. Keine einfachen Wege gehen. Selbstkritisch an sich arbeiten und aufstehen, wenn man gefallen ist. Im Grund ist es ganz einfach. Aber genau darin besteht die Herausforderung.

Das hat viel mit dem zu tun, was ich unter Coaching verstehe.

Coaching – be prepared – prepare yourself – MacCoach


 

let me coach you,
prepare yourself,
be ready for what is coming /MacCoach/

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Coaching dazu da ist, jedes gewünschte Ziel zu erreichen. Coaching kann viel mehr und auch viel weniger als das. Je nachdem. Vielleicht ist es Zeit für einen Perspektivwechsel. Eins steht schon mal fest. Egal wie gut du bist, welche Ressourcen und Fähigkeiten Du hast. Du kannst nicht alles schaffen, was du dir vorgenommen hast. Aber genau das verlangst du von einem guten Coach, nehme ich an. Der Coach soll dir gefälligst dabei helfen, deine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ist der Coach schlecht, wenn er das nicht schafft? Moment: Du musst dein Ziel erreichen, der Coach begleitet dich nur auf deinem Weg.

“Und erstens kommt es anders; und zweitens als man denkt.” /Wilhelm Busch/

Und das stimmt. Mein Rat, wenn ich schon mal einen Ratschlag geben darf, was ja bekannterweise beim Coaching schwer verpönt ist, ist, dass Du das Leben fließen lassen solltest und neugierig darauf sein darfst, was auf dich zukommt. Manchmal muss man einfach zugreifen, wenn man die Gelegenheit dazu hat und ein anderes Mal solltest du nochmal nachdenken, bevor du aus dem Bauch heraus einen verhängnisvollen Fehler machst. Auch das ist mir schon passiert. Ich war der frohen Hoffnung, dass ich etwas richtig mache und dann ging das total in die Hose. Was soll’s? Passiert halt. Egal! Und aus einem gemachten Fehler kann auch wieder eine neue Chance wachsen. Woher sollst du wissen, was in dieser Situation das Richtige ist. Glaube mir: So clever ist niemand.

Ich habe im Laufe meiner beruflichen Laufbahn feststellen müssen, dass nicht jedes Ziel wirklich erstrebenswert ist und dass es jede Menge Dinge gibt, auf die wir überhaupt nicht vorbereitet sind. Und darum geht es. Coaching bedeutet, dass man sich auf mögliche Ziele und eine mögliche Zukunft vorbereitet. Wie die Zukunft ganz konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Sie entsteht gerade und wir sind ein Teil von denen, die diese Zukunft in die Wirklichkeit bringen werden.

Also, lass dich coachen. Und coache dich selbst. Lass uns darüber reden, wie du dir die Zukunft vorstellst und welche Rolle du in Zukunft spielen möchtest. Natürlich willst du ein Macher sein, ein Selfmade-Millionär wäre nicht schlecht. Das klingt gut, und dass könnte etwas für dich sein. Eine selbstbewusste Frau, die unabhängig und stark ist. Geld darf eine Rolle spielen; viel Geld selbstverständlich auch. Also wie wird die Zukunft aussehen?
Wir wissen noch nicht einmal wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird.

Beim Coaching geht es darum, sich vorzubereiten auf Neues und Unvorhergesehenes. Und es wird immer darum gehen, wer du bist und wer du eigentlich sein willst. Es geht nicht darum, wieviel Geld du hast oder haben wirst. Das ist eine kurzfristige Betrachtungsweise. Sieh es doch mal so: Du besitzt nichts; alles wird dir nur geborgt; am Ende wirst du ohne einen einzigen Cent diese Welt verlassen und es wird dir auch nicht viel nützen ein weltbekannter, reicher Mann oder eine reiche Frau gewesen zu sein. Und wenn wir es auf die Spitze treiben, dann wird dir auch klar, dass es eine billige Wahrheit ist, dass wir in unserer Jugend nur nach Geld streben und im Alter trotzdem nicht viel für die möglicherweise verschwendete und ruinierte Gesundheit tun können. Alles was bleibt ist deine Persönlichkeit, dein Mut, deine Weitsicht, deine Gelassenheit und deine Güte. Liebe spielt eine große Rolle.

Und genau darum geht es immer, wenn wir von Coaching sprechen. Persönlichkeit. Die Entwicklungsstufen des SELBST von Keagan sprechen eine ganz eigene Sprache. Ein Coach ist ein Mensch, der eine sehr hohe Entwicklungsstufe (möglichst die höchste) erreicht hat. Nur so ein Coach ist in der Lage, Dich nach oben zu ziehen und gemeinsam mit dir die höchsten Berge zu besteigen – natürlich immer im übertragenen Sinne. Manchmal bist du vielleicht im falschen Gebirge unterwegs. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

 

Bill Gates – Optimistische Voraussage über das Ende der Ära Trump – MacCoach


Lesen Sie hier, was Bill Gates über die Zukunft nach der Ära Trump zu sagen hat.

Bill Gates und Warren Buffet sind in erster Linie für eine Sache bekannt: Ihr Geld. Bill Gates ist der reichste Mann der Welt und Warren Buffett ist der drittreichste. Laut Forbes besitzen sie zusammen mehr als 153,9 Milliarden Euro.

Da dürfte es niemanden verwundern, dass beide der Zukunft mit Optimismus entgegensehen. Zynische Naturen wären vielleicht geneigt, das nicht zuletzt ihrem unermesslichen Reichtum zuzuschreiben — wer so viel Geld hat, muss sich schließlich um sich selbst zumindest keine Sorgen machen.

Aber eben in diesem Punkt unterscheiden sich die Beiden von dem Klischee, dass viele von den Superreichen haben. Sie sorgen sich nämlich nicht nur um sich selbst, sondern verfolgen auch die politischen und sozialen Entwicklungen ihres Landes sehr genau.

Bill Gates: „Ich sage eine Rückkehr der Wahrheit voraus“

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/bill-gates-macht-eine-erstaunliche-vorhersage-zur-ära-trump/ar-AAviSXN?ocid=spartandhp

 

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

Das habe ich doch nicht so gemeint…..


Das habe ich doch nicht so gemeint!

Was ist das für eine Haltung, wenn man wild mit Worten um sich schlägt, andere beschimpft und beleidigt und sich dann wundert, wenn man mit seiner Meinung ganz alleine dasteht?

Es ist die Haltung eines unerfahrenen, egostischen und arroganten 12jährigen. Kinder sind oft genau so. Sie brauchen eine starke, helfende und liebende Hand und sehr viel Geduld. Erst wenn alles in Trümmern liegt und die Situation regelmäßig eskaliert, reiben sich diese kindischen Menschen die Augen und sind erstaunt. Aber erst dann. Vorher ziehen sie ihre eigenartigen Ideen und Vorstellungen durch, egal was passiert.

Diese Kinder haben keinerlei Respekt vor irgendwelchen Autoritäten. Sie werden in Zukunft “alles besser machen als alle!” und sie sind einfach “großartig!” – Wenn man ihnen widerspricht, dann schlagen sie zurück und wenn man sich ihnen in den Weg stellt, schlagen sie zu. Diese Kinder nehmen auch schon einen Baseballschläger in die Hand und richten gerne maximalen Schaden an. Wenn sie dann wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt und eingesperrt werden sollen, dann schicken die entsetzten und oft wohlhabenden Eltern einen guten Anwalt und der Junge wirkt wie ein 12jähriger eben wirken kann: Unschuldig und voller Reue. Bis zum nächsten Rückfall.

Die Ursache für ein derartiges Verhalten liegt immer in der Kindheit.
Frühe Bindungsprobleme sind in den allermeisten Fällen ein Thema. Das ist ein typisches Coachingthema. Ein begleitendes, verständnisvolles Coaching oder eine psychosiale Betreuung bringt viel mehr als allegemein bekannt ist. Die Coaches müssen allerdings auch eine Ahnung von der Materie haben, sonst kann das schief gehen.   

Auch Erwachsene sind gut beraten, wenn sie einen Coach aufsuchen um ein derartiges Verhalten aufzuklären und gegebenenfalls sanft zu korrigieren.

Aber was ist mit Erwachsenen mit einem derartigen Verhalten, wenn sie erfolgreich in der Wirtschaft oder gar in der Politik sind? In der Politik werden sie hoffentlich nicht wiedergewählt. In der Wirtschaft ist das ein wenig anders.

Ja: Diese Menschen haben Erfolg. Weil sich ihnen irgendwann niemand in den Weg zu stellen wagt.

Nein: Es handelt sich nicht um eine anzustrebende Eigenschaft eines erfolgreichen Leaders.

Diese Menschen führen nur weil sie glauben dafür bereit zu sein andere Menschen irgendwohin. Auch der Weg in den Abgrund ist eine sehr wahrscheinliche Richtung. Und: Sie tun es, einfach weil sie es können.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Perönlichkeiten, Diktatoren, Firmenchefs oder Präsidenten wären rein zufällig.

Selbstzweifel?


Kennst du das Gefühl, dass dir nichts gelingen will und eine Blockade in dir immer größer wird? Du fragst dich: Wozu? Warum? Was ist los? Du fragst dich, ob du vielleicht zu jung für den Job bist, oder zu alt. Du fragst dich, was du überhaupt kannst. Und dabei solltest du dich viel lieber fragen, ob du ausgerechnet das jetzt weiter tun solltest, was dich so sehr blockiert.
Ich coache Leute, die in einer ganz ähnlichen Falle sitzen und baue ihnen sprachliche Brücken und Lastaufzüge die dazu dienen aus einem tiefen Loch herauszukommen oder um eine tiefe Schlucht zu überwinden. Das sind ganz schön filigrane Meisterwerke die ich da bauen muss. Aber kein Zweifel: Es gelingt mir in den allermeisten Fällen. Ich weiß oft nicht einmal ganz genau ob die Statik stimmt, sprich: ob die Brücken halten. Ein Ingenieur weiß, wie das geht. Ich baue etwas Sicherheit ein und überdimensioniere das ganze Gebilde so, dass es auch höhere Belastungen tragen kann. Und dann muss ich nur noch dafür sorgen, dass der Coachee auch über meine Brücke geht und nicht, wie es auch oft beobachtet werden kann, von der nächsten Klippe springt, nur weil er glaubt, dass es sich hier um den schnellsten Weg handeln würde. Keine Angst! Ich arbeite niemals ohne Sicherheit.
Oh ich liebe diese Bilder, die sich in meinem Kopf entwickeln! Indiana Jones lässt grüßen. Eine schwankende Brücke über einer tiefen Schlucht. Hast du das Bild? Man könnte auch einen Ballon aufblasen oder ein Seil so befestigen, dass man sich einfach hinüberschwingen kann. Einfach so. Auch das ist möglich.

Selbstzweifel sind ganz normal. Das muss ich mir immer wieder sagen. Jemand, der keinerlei Selbstzweifel hat, ist verdächtig. Es sollte ihr oder ihm zumindest sehr verdächtig vorkommen, wenn keinerlei Selbstzweifel mehr vorhanden sind. Wobei ich sofort wieder bei meinem LieblingsCholeriker bin. The Donald hat so etwas nicht. Selbstzweifel kommen bei ihm nicht vor. Das ist etwas für Verlierer.
Das ist im Grunde ein bewundernswerte Eigenschaft. Der Mann hat keinerlei schlechtes Gewissen. Er ist ein Narzisst und vermutlich auch ein Choleriker und er hat keinerlei Selbstzweifel. Selbst wenn er nicht Präsident der Vereinigten Staaten wird und es ist inzwischen zu befürchten, dass er es tatsächlich schaffen könnte, wird Donald niemals auch nur den Hauch eines Zweifels haben. Was kann er denn dafür, wenn die anderen so blöd sind ihn nicht zu wählen. Wer ist Schuld? Er? Oh nein! Es waren seine Berater, die er ALLE FEUERN wird. So einfach ist das! Und trotzdem wird Donald niemals einsam sein. Es gibt so viele kleine Fische, die ihn umrunden und immer einen kleinen oder großen Happen abbekommen werden, wenn er einen anderen großen Fisch erlegt. Donald ist ein Mann, dem alles gelingt. Wie war das? Am Ende werden alle seine Freunde sein wollen.

Was für ein wunderbares Leben! Das muss herrlich sein. Nein? Warum nicht? Bist Du etwa ein Moralist? Na so was! Man muss doch auch „gönnen können!“ Oder?

Es stimmt: Ich bin nicht so gesegnet wie Donald. Ich habe tatsächlich manchmal diese unangenehmen Selbstzweifel. Und dann brauche ich jemand, dem ich vertrauen kann. Jemand der mich so spiegelt wie ich tatsächlich bin.

Ich habe Glück! Ich habe einen solchen Menschen gefunden. Sie sagt mir ganz genau was ich tun muss und was ich lieber bleiben lassen sollte. Das ist nicht nur angenehm. Manchmal ist es echt unbequem. Aber es bringt mich weiter. Weiter als ich es mir je zuvor vorstellen konnte.

Jeder Mensch braucht einen Coach. Da bin ich mir völlig sicher!

Der IndustriePhilosoph


In dieser Woche wurde mir ganz überraschend ein neuer Titel verliehen. Klar. Ich wurde in eine Schublade gesteckt. Der Mann, den ich schon einige Jahre nicht mehr gesehen hatte, nannte mich: „Industrie-Philosoph.“ Das war keine Anerkennung. Ich weiß nicht warum er das unbedingt von sich geben musste. Aber vermutlich trug er das schon lange mit sich herum und nun musste es endlich raus. Jetzt wird er sich besser fühlen.
Ich habe schon verstanden, was er damit gemeint hatte. Ein Philosoph ist ein Mensch, der viel denkt und  wenig tut. Ein Industrie-Philosoph ist…..wer weiss was. Das ist allerdings zu kurz gedacht.

Ich erinnere mich an den Titel: „Frau Schnellläuferin.“ Das war für eine Frau gedacht, die gemessenen Schrittes den Weg vom Büro in die Teeküche absolvierte.
Und nun bin ich also der Industrie Philosoph. Sollte ich mir patentieren lassen. Gar nicht so schlecht, diese Bezeichnung! Ich habe das mal gegoogelt und war überrascht über die Ergebnisse. Ich kam sehr schnell auf Industrie 4.0 und die Zukunft der Arbeit. In der Tat! Das sind Themen die mich sehr interessieren. Ich bin ein Freund von einfachen Strukturen. Es gibt viele Menschen, die sich in unübersichtlichen und komplexen Systemen regelrecht wohlfühlen. Es gibt Menschen, die das Chaos beherrschen und bewundert werden, wenn sie das tun.  Fehler werden sorfältig unter den Teppich gekehrt und wenn andere in die Fehlerfalle tappen, werden sie öffentlich und lautstark gerügt. Haltet den Dieb! Er ist der Schuldige!

Es gibt Unternehmen, die einfach funktionieren müssen. Kundenaquise, Angebot, Auftrag, Auftragsabwicklung, Dokumentation, Struktur und Ordnung. Begrenzte Ressourcen optimal genutzt. Das ist klar und verständlich. Es sind anspruchsvolle Aufgaben, die keine Zeit für tiefergehende Gedanken lässt. Wo würden wir auch hinkommen, wenn jeder nur über die Zukunft nachdenken würde? Wer würde dann die Arbeit machen? Es soll ja Unternehmen geben, die so viel Wert auf Optimierung ihrer Abläufe gelegt haben, dass sie am Ende sehr schnell pleite waren. Was nützt das am besten strukturierte Unternehmen, wenn am Ende die Verbindlichkeiten nicht mehr bedient werden können.
Industrie Philosophie ist nach dieser Lesart also ganz eindeutig ein Feind real existierender, funktionierender Unternehmen. Man sollte sich also vor Leuten mit diesem Label fernhalten. Die bringen ja doch nur alles durcheinander und wollen von ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken.

Ich würde gerne einmal die Belegschaft des oben genannten Schubladenmanagers coachen. Ich würde vielleicht sogar ihn gerne coachen. Das ist natürlich eine Illusion. Er würde sich mit Sicherheit nicht coachen lassen. Er würde das nicht wollen. Das wäre vermutlich pure Industrie-Philosophie, ohne jeden Wert. Vielleicht hilft ein Perspektivwechsel. Ich habe schon oft Menschen erlebt, die sehr skeptisch waren, wenn sie es mit einem Coach zu tun bekamen. Und ich habe erlebt, wie sich diese Menschen langsam öffneten, Vertrauen fassten und dann doch die Möglichkeiten erkannten und ergriffen. Das größte Kompliment für Coaching habe ich gerade in dieser Woche von einem Fernsehregisseur erhalten. Er war bei uns im Coaching und er war begeistert über die professionelle Zusammenarbeit. “Herr Zöbisch! Das Coaching hier hat mein Leben verändert!” Das war kein leeres Kompliment. Ich habe ihm dabei in die Augen gesehen. Der Mann sagte die Wahrheit. Genau das war es, was er bei uns erlebt hatte. Und das baut mich immer wieder auf. Und wenn ich es recht betrachte, ist es nicht der schlechteste Job als Industrie-Philosoph und Coach durchs Leben zu gehen.

Ach ja. Der Mann, der mich in die Schublade gesteckt hatte ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Ich schätze ihn sehr und ich bin beeindruckt über das, was er aufgebaut hat. Er hat sehr viele Mitarbeiter unserer ehemaligen Firma eingestellt. Das ist eine erhebliche Leistung die viel mehr wert ist als jede Art von theoretischen Gedanken und Philosophie. Der Mann ist wirklich gut.

Aber ich bin mit absolut sicher: Mit Coaching könnte der Mann noch viel besser werden.  Wetten?!

Allerdings kann man nicht mehr aus einem Menschen machen, als ohnehin schon in ihm steckt. Ein Coach macht so etwas nicht. Er sollte es nicht einmal versuchen. Vergessen wir nie: Coaching ist gleich Persönlichkeitsentwicklung. Wo keine Persönlichkeit, da auch keine Entwicklung…..

Marc Aurel: Sorge nicht für die Zukunft!


Sorge nicht für die Zukunft! Wirst du sie ja doch, wenn es sein soll, einmal erreichen, mit derselben Vernunft ausgerüstet, die dir jetzt in der Gegenwart Dienste leistet. /Mark Aurel – Selbstbetrachtungen/

Es ist schwer die Zukunft auszublenden, wenn man etwas tut. Eine der wichtigsten Antriebe den ein Mensch hat, ist ja ausgerechnet die Sorge um die Zukunft. Wir wollen versichert sein und wir wollen eines Tages gut abgesichert und gesund in Rente gehen. Aber niemand weiß, wie man von der kleinen Rente leben wird, die heute nach einem Arbeitsleben übrig bleibt. Aber warum sollte man an so etwas Trauriges wie den Ruhestand denken? Warum sind so viele Menschen heute der Meinung, dass sie nicht mehr arbeiten können und stattdessen eine Rente bekommen sollten? Warum ist für diese Menschen eine kleine Rente die letzte Möglichkeit Stabilität in ihr Leben zu bringen?

Was muss getan werden um den Menschen genau diese Sicherheit zu geben ohne sie zu alimentieren, wie Hartz IV in Deutschland es tut? Kaum ein Land auf der Welt hat ein ähnlich starkes Sozialsystem wie die Bundesrepublik Deutschland. Wo gibt es das? Wo bezahlt der Staat die Wohnung von arbeitslosen Menschen und gibt ihnen auch noch ein Taschengeld für das Überleben?

Beispiel Dänemark: In Dänemark heißt die Sozialhilfe nicht Hartz IV. Aber sie ist auf dem ersten Blick großzügig: Ein Alleinstehende Arbeitslose Ü25 erhalten etwa 1300 EURO im Monat. Dafür muss er Miete und Heizkosten bezahlen. Der Staat hält sich da raus. Dieses Modell wird in Dänemark Flexicurity genannt. Das ist die Sozialhilfe. Es gibt darüber hinaus noch eine Arbeitslosenhilfe, die ungefähr 90 Prozent des letzten Gehalts betragen kann. Die Arbeitslosenhilfe wird zur Zeit in Dänemark für 2 Jahre gezahlt. Früher konnten Arbeitslose 5 Jahre lang Arbeitslosenhilfe bekommen. Allerdings gibt es in Dänemark keinerlei Kündigungsschutz, Unternehmen können frei neue Mitarbeiter einstellen und wieder entlassen. Das klingt brutal, ist es aber angesichts eines weltweiten Wettbewerbs und der oben genannten Hilfen nicht.

Die Wettbewerbsbedingungen sind so, dass altbewährte Rezepte oft nicht mehr funktionieren. Der starke Kündigungsschutz ist Deutschland hat vor allem den Effekt, dass Angestellte in großen Unternehmen und dem öffentlichen Dienst relativ sicher sein können, auch wenn ihr Arbeitsplatz längst nicht mehr gebraucht wird. Der Effekt dieses Systems liegt auf der Hand. Wer drin ist, bleibt drin. Und wer draußen ist, kommt nicht oder nur sehr schwer (wieder) rein.

Was kann getan werden? Was muss getan werden? Was ist eine pragmatische Lösung, die frei von ideologischen Verdächtigungen ist? Ist es politisch links, wenn man den Menschen ein Minimum an Sicherheit und Stabilität schenkt? Ist es populistisch und rechts, wenn man die Idee hat, dass es eine Lösung geben muss? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Gesellschaft in der Zukunft Lösungen braucht, die in der Lage ist den Menschen Stabilität und Sicherheit zu schenken, auch wenn Erwerbsarbeit in der bekannten Form keine Rolle mehr spielen wird. Auch wenn es momentan so aussieht, als wäre alles beim Alten und würde so bleiben, so ist das ein verhängnisvoller Irrtum, der die Gesellschaft ins Herz treffen wird. Die nächste technische Revolution läuft bereits. Leise und effizient beginnen Netzwerke und KI – Künstliche Intelligenz – ihre Arbeit zu tun. Was es braucht ist ein neuer Gesellschaftsvertrag. Stellen wir uns vor, dass Maschinen tatsächlich unsere Arbeit verrichten werden. Wo bleibt dann der Mensch? Was werde wir tun? Worauf wird es ankommen? Was ist der Sinn der Arbeit der Maschinen, wenn der Mensch auf der Strecke bleibt? Wo ist der Sinn, wenn eine technologische Entwicklung auf Menschen Almosenempfänger macht?

Natürlich muss man sich angesichts dieser Umstände ernste Sorgen um seine Zukunft machen. Allerdings macht es keinen Unterschied ob man sich Sorgen macht oder nicht. Die reale Situation bleibt die selbe. Das worauf es ankommt, sind wir selbst. Wir werden Fähigkeiten und Ressourcen in der Zukunft brauchen die uns in die Lage versetzten diese Zukunft zu gestalten und zu überleben. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich von den Ängsten und möglichen Szenarien verrückt machen zu lassen.

Es ist wichtig klar zu denken und ein hohes mentales und körperliches Energielevel aufzubauen und zu erhalten. Angst vor der Zukunft zerstört jede gesunde Balance. Daran sollten wir dringend arbeiten. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen.

Übrigens bezeichnet sozial, die Art und Weise wie Menschen zusammenleben. Nicht mehr und nicht weniger. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir sind auf andere Menschen und die Beziehungen zu ihnen angewiesen. Unabhängig von irgendwas. Sozial hat nichts mit Suppenküchen und Armut zu tun. Sozial ist in Deutschland negativ besetzt. Warum eigentlich?

Coaching Pass – Ready for Coaching?


Sind Sie bereit für ein Coaching? wissen Sie worum es geht und was der Coach da eigentlich tut? Können Sie einen guten Coach von einem blutigen Anfänger unterscheiden?
Ich stelle immer wieder fest, dass ein Coaching nur dann richtig erfolgreich ist, wenn der Klient bereits gewisse Grundkenntnisse über NLP und Coaching mitbringt. Niemand wird einen Sportwagen mieten können, wenn er keine Fahrerlaubnis vorlegen kann. Ohne Führerschein fährt er den schnittigen Sportwagen eher an die nächste Wand, als schnell ans Ziel zu kommen. Und darum geht es beim Coaching. Schneller ans Ziel kommen bedeutet auch, dass man dem Coach nicht ins Lenkrad greift, Vertrauen schenkt und einfach machen lässt. Es ist die Mischung aus Vertrauen und Wissen, die den Prozess zwischen einem Coach und einem Coachee erst in Gang bringen. Ein Coaching nach dem Muster: “Ich schaue mir mal an, was Coaching ist…”, funktioniert nicht. Es hat auch überhaupt keinen Sinn, in einem Coaching erst zu erklären, was Coaching ist. Wenn man ein Coaching bucht, sollte man wissen, was man erwarten kann.

Ich kann es gar nicht mehr sagen, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe: “Sie sind ein Coach? – Kenne ich, ich coache meine Mitarbeiter ja auch!” Ich höre ihn fast täglich. Coaching ist zu einem Sammelbegriff geworden für Trainer und Berater, Führungskräfte coachen gerne und selbst in der Agentur für Arbeit findet voraussichtlich ein Wandel von Vermittlung und Beratung in Richtung Coaching statt.

Ich spiele mit dem Gedanken, nur noch Klienten anzunehmen, die bereits wissen was Coaching ist. Es kann ja nicht schaden, den Coachee die Kutsche fahren zu lassen, wenn er den Prozess begriffen hat. Im Gegenteil! Coaching funktioniert um so besser, je mehr praktische Fähigkeiten der Klient während und nach dem eigentlichen Coaching einsetzen kann. Das bringt die ganze Kraft des Coaching auf die Straße. Ein CoacheePass! Das ist die Grundlage für Coaching! Vor dem Coaching kommt einfach eine kurze Einführung in die Coaching-Theorie und eine Prüfung. Wer diese Prüfung besteht, ist bereit für ein Coaching. So einfach ist das. Alle anderen Klienten gelten als “unechte” Klienten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass so ein Grundlagenseminar in Sachen Coaching ein sehr gutes Format werden kann, egal ob man ein Coach oder ein Coachee werden will. Ich selbst hätte mich niemals einem Coach anvertraut, wenn ich nicht gewusst hätte, wie Coaching funktioniert.

DIE Piraten – Ein Marketing-Irrtum


Die Piraten

Die Piraten (Photo credit: ohallmann)

Snowden gerettet – Urlaub auf dem Bauernhof
Die Partei DIE PIRATEN sind eine frische, neue Partei. Sie sind immer für eine Überraschung gut und eben meldet BILD, dass sie Edward Snowden als Helden betrachten und ihm Asyl auf dem Bauernhof anbieten wollen.

Spätestens seit „Pirates of the Caribbean“ mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow, gelten Piraten nicht mehr als gewissenlose Schurken und blutdrünstige Mörder, sondern als cool. Cool sein ist alles in unserer Gesellschaft. Cool seinen Cocktail auf den Bahamas schlürfen, ist der INN-Begriff von Cooleness. Und dann kommt auch schon Hemingway und Miami Vice, mit Don Johnson in der Hauptrolle. Der Ruf „PIRATEN!“ macht Lust auf lustige Szenen und das etablierte System wird von ihnen wunderbar auf die Schippe genommen. Man kann sich darüber lustig machen. Eine Piratin von der Partei DIE PIRATEN hat laut BILD-Zeitung Edward Snowden Asyl angeboten. Super Idee! Und vor allem so realistisch. Die Oberpiratin und politische Geschäftsführerin Katharina Nocun (26) nennt Snowden einen Freiheitshelden, der für die Menschheit sein Leben auf’s Spiel setzt. Und dann bietet sie ihm persönliches Asyl auf dem Bauernhof an. Da kommen Bilder hoch. Hubschrauber umkreisen das Anwesen und Sondereinsatzkommandos der Polizei stürmen einen Bauernhof. Hühner laufen kopflos und panisch umher. Snowden und Nocun singen gerade das Lied: „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad…“
Es mag populär sein, Edward Snowden politisches Asyl anzubieten, aber es ist vollkommen unrealistisch. Es ist so unrealistisch wie die ganze Piratenpartei. Ein unerfahrener Haufen politischer Idealisten wird die Welt nicht verbessern. Piraten sind ein lustiger Einfall, aber keine Marke für eine Partei. Piraten als Musikrichtung oder neuer Modetrend mag sich super verkaufen, als Partei geht das aber dann doch nicht. Es ist ein Marketing-Irrtum so etwas anzunehmen. Da fehlt ein entscheidender Punkt. Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit. Schon die FDP hat ja bekanntlich große Probleme, von ihrem Juppy-Image wegzukommen. Aber das ist ein anderes Thema. Die Liberalen werden es schaffen. Die Piraten werden nicht überleben. Der Name Piraten ist falsch gewählt. Die Ansätze sind freiheitlich und liberal. Das könnte passen. Was fehlt ist die Ernsthaftigkeit. Piraten suggeriert Chaos und Durcheinander. Jack Sparrow ist durchaus ein Markenzeichen. Aber als Regierungschef kann ich ihn mir dann doch nicht vorstellen. Das Auftreten von DIE PIRATEN ist nicht stimmig. Als politische Protestbewegung sind die PIRATEN sehr gut geeignet. Die PIRATEN ist eine tolle Marke. Das steht außer Frage. Aber für eine politische Partei ist der Name nicht konsensfähig. Die Inhalte sind es sehr wohl!

Jonny Depp as Captian Jack Sparrow in Madame T...

Jonny Depp as Captian Jack Sparrow in Madame Tusauds in London, taken in June 2007. (Photo credit: Wikipedia)

Wertegemeinschaft


Der US-Geheimdienst NSA späht nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL offenbar gezielt die Europäische Union aus. Dies gehe aus geheimen Dokumenten hervor, die der Informant Edward Snowden mitgenommen habe und die der Spiegel teilweise einsehen konnte, wie das Magazin berichtete. 

Freunde

Die Bundeskanzlerin verhält sich professionell zurückhaltend, wenn sie auf das Thema angesprochen wird. Das ist verständlich, denn nichts ist gefährlicher als ein Nachbarschaftsstreit unter guten Freunden. Es ist doch ganz natürlich, dass unsere Freunde in den Vereinigten Staaten und um Vereinigten Königreich neugierig sind, was in Europa so los ist. Wir verstehen es ja manchmal selber nicht. Ausserdem sind die Jungs von der NSA und dem CI5 wahrscheinlich viel besser als die vom langweiligen BND. Wir Deutschen sind ja so naiv. Jedenfalls hat man den Eindruck. Vielleicht ist es auch nur hanseatisches Understatement. Mehr sein – als zeigen, ist die Devise. Vielleicht ist das so. Vielleicht leisten die ausländischen Dienste ja auch nur Schützenhilfe. Das europäische Datenschutzrecht ist möglicherweise so aufgebläht und nicht anwendbar, dass die Geheimdienste befreundeter Staaten stillschweigend unser Einverständnis für einen allumfassenden digitalen Schutzschirm haben. Wir haben es erduldet und nun bleiben wir auch ganz gelassen. Wissen wir doch, dass wir bei der Auswertung der Informationen mit einbezogen werden könnten. Das wollen sich unsere Beamten natürlich nicht verscherzen. Warum also sollten wir unseren Freunden auf die Füße treten? Spaß beiseite. Wenn der Nachbar oder der Freund anfängt in unsere Kochtöpfe zu schauen, wenn er mit einer Wanze oder einer Kamera dabei ist, wenn wir gerade intime Dinge erleben oder wenn sie jedes gesprochene und geschriebene Wort auswerten um es irgendwie zu bewerten und auszuwerten, dann hört der Spaß auf. Ich schließe mein Haus regelmäßig ab und ich erwarte, dass geklingelt wird, bevor jemand mein Haus betritt. Das ist das Mindeste, was ich an Achtung und Respekt erwarte. Und wenn ich Informationen mit meinen Nachbarn austauschen will um die Sicherheit in der Straße zu erhöhen, so ist es meine souveräne Entscheidung,  welche Daten ich zur Auswertung weitergebe.
Das Problem muss dringend geklärt werden. Die Entwicklung der IT und des Internet ist tatsächlich immer noch NEULAND, wie Kanzlerin Merkel es ausdrückte. Die meisten ahnen noch nicht einmal, was mit Hilfe des Internet möglich ist. Drohnen werden bereits heute weltweit über das Internet ferngesteuert. Die Dinger haben nicht immer nur Kameras an Bord. Das Internet wird zum Transportmedium für eine andere, einer erweiterte und einer virtuelle Realität. Der Unterschied von einem Ballerspiel auf einer Spielkonsole zur Wirklichkeit verschwimmt.
Eine virtuelle Welt entsteht. Wir sind mitten drin. Wir sind Zeuge einer Reihe von DIGITALEN REVOLUTIONEN die eine neue REALITÄT ermöglichen. Das INTERNET der DINGE ist der nächste Schritt. Jedes technische Gerät, jedes Fahrzeug, jeder Fernseher, jeder Kühlschrank, jeder WLAN-Router wird eine eigene IP-V-6 Adresse haben und von jedem Punkt der Erde aus erreichbar werden. Der Spion der aus dem Kühlschrank kommt, ist nicht mehr nur Science Fiction. Wir werden es erleben. Was heute mehr zählt als alles andere sind die ethischen Werte der guten alten Zeit. Wir brauchen mehr humanistische Ausbildung und den kulturellen Austausch um einander besser zu verstehen. Wir müssen wissen, wie unsere Nachbarn und Freunde ticken und wir sollten das unbedingt über einen angemessenen und achtsamen Umgang miteinander tun. Wenn wir dem Nachbarn nicht vertrauen, wird es gefährlich. Wir brauchen mehr als gegenseitige Überwachung. Wir brauchen Verständnis und Werte. Wir brauchen gegenseitige Achtung und Gemeinsamkeiten.

Licht und Schatten


Kein Licht ohne Schatten – Kein Schatten ohne Licht

 

 

 

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie "Malendes Li...

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie „Malendes Licht, Lebende Schatten“, 84 x 59,4 cm (Photo credit: Wikipedia)

 

„Ich bin so einsam, allein und unglücklich!“ „Wunderbar! Dann weißt Du ja auch wie es ist, glücklich und gemeinsam zu sein!“ Mein Gesprächspartner schaut mich völlig überrascht an und in diesem Augenblick verlässt er seine Rolle als Opfer eines unabwendbaren Schicksals.

 

Ich frage nach. „Wann warst Du zum letzten Mal richtig glücklich? Kannst du Dich erinnern?“
Er schaut in die Luft und denkt kurz nach. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Ich hätte vor einer Minute nicht für möglich gehalten, wie schnell dieser Wandel sich bei ihm vollziehen würde. Ich muss sehr sorgfältig darauf achten bei meinen Gesprächspartnern nicht den Eindruck zu vermitteln, dass mir alles leicht fallen würde und ich überhaupt keine Probleme zu bewältigen hätte.
Das habe ich auch schon erlebt. Ein Klient, der gerade in Selbstmitleid zu ertrinken drohte und gerade sein ganzes Schicksal in Gottes Hand legte, meinte nur, dass mir ja offensichtlich alles leicht fallen würde und ich ihn nicht verstehen würde.
Ganz klar: Ich hatte den Rapport verloren. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung. Einerseits war ich wirklich versucht, ihm Recht zu geben und den Blues mit ihm gemeinsam zu singen. Zwei gestrandete Seelen an einer Bar, die ihren Kummer in Alkohol ertränken. Der Barkeeper als Seelentröster. Miles Davis als Soundtrack. Ich natürlich mittendrin, als verständnisvoller, einsamer Detektiv Archer aus der Schwarzen Serie.
Andererseits musste er da schnell wieder raus. Ich merkte sehr schnell, dass das nicht einfach werden würde. Und tatsächlich gelingt es mir nicht immer, diesen speziellen Kontakt herzustellen, der es meinen Gesprächspartnern erlaubt, sich zu öffnen sich einfach gut zu fühlen.
Auch Rheinische Frohnaturen können zu einem Problem werden. Sie kommen völlig überdreht daher und wollen nur mal eben testen, was ich für sie tun kann. Hinter ihrer lustigen Fassade lauert oft etwas ganz Anderes, Dunkles. Hinter dem Lachen des Clowns steckt immer auch ein weinendes Gesicht. Das gehört zusammen. Immer.
Ich werde vorsichtig, wenn ich auf Menschen treffe, die angeblich nur gute Laune haben. Da stimmt was nicht.
Allerdings bin ich selbst auch jemand, der durchaus positiv und optimistisch herüberkommt. Es ist eine Frage der Einstellung zum Leben und zu anderen Menschen. Ich nehme an, dass jeder einen positiven Kern in sich hat.
Selbst das größte Ekelpaket hat etwas in sich, vor dem ich Respekt haben kann. Es ist manchmal ganz eigenartig. Ich erinnere mich an einen Mitarbeiter, der respektlos, vorlaut und extrem unangenehm wirkte. Das war nicht nur meine Wahrnehmung. Ich konnte es jeden Tag beobachten und ich wunderte mich immer wieder mit welch traumwandlerischer Sicherheit der Mensch in jedes Fettnapf trat und sich völlig respektlos gegen jedermann verhielt. Nicht einmal Vorgesetzte und Kunden waren vor seinen Zoten sicher. Ich bin ehrlich. Spätestens an diesem Punkt hat mein Verständnis ein Ende. Wie kann man sich nur so verhalten? Was trieb diesen Kerl eigentlich an? Hatte der denn überhaupt keinen Anstand? Er war ein Zyniker vor dem Herrn. Intelligent, brutal und anzüglich. Eine gefährliche Mischung.

 

Forever Miles Davis

Forever Miles Davis (Photo credit: Wikipedia)

 
Eines Tages traf ich ihn am Strand. Es war ein heißer Tag und ich war mit dem Rad an den See gefahren um ins Wasser zu springen. Ein Vater spielte mit seiner Tochter. Ich hatte ihn nicht gleich erkannt. Er hatte eine völlig andere Körperhaltung, ohne jede Aggressivität. Er fühlte sich unbeobachtet und hatte seinen harten Panzer abgelegt. Ich blieb unentdeckt und beobachtete die Beiden. Das war ein interessanter Einblick. Seine Frau kam dazu und setzte sich zu ihnen. Er war in Sicherheit. Ich sah ihn von diesem Augenblick an in einem völlig anderen Licht. Seine ganze zur Schau gestellte Überheblichkeit war in Wirklichkeit nur eine Abwehrhaltung. Mir wurde schlagartig klar, dass er sich damit instinktiv schützte. Er wollte keine Schwäche zeigen.

 

Licht und Schatten. Auch dieser Kerl hatte eine verletzliche Seite.
Immer wenn ich auf solche Charaktere treffe, muss ich daran denken. Jeder Mensch ist nicht nur gut oder nur schlecht.
Um das Gute in einem Menschen richtig würdigen zu können, muss man auch seine dunklen Seiten kennen.

 

Wie heißt es doch in diesem Rocksong? „Es gibt kein gut und kein böse. Es gibt kein arm und kein reich….“ Ich weiß nicht genau, aber das könnte von Grönemeyer sein.

 

Unfrisierte Gedanken


English: Stanisław Jerzy Lec, Polish writer

English: Stanisław Jerzy Lec, Polish writer (Photo credit: Wikipedia)

Sonntag, 30.Juni 2013 –  unfrisierte Gedanken
Unruhen in Ägypten und der Türkei. Obama jagt einen jungen Mann, der enthüllt hat, was viele von uns längst ahnten. Demokratische Staaten spionieren ihre Freunde aus. Na so was! Und nun kommen auch noch zynische Banker aus Irland hinzu, die so dumm waren das auszusprechen, was viele Banker glauben. Dumm ist das alles! Was ist das nur für eine böse Welt?
Die Welt ist in Wahrheit nicht böser, als sie es noch vor einem, vor zehn oder vor fünfzig Jahren war. Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters. Fangen wir bei den Kommentaren zu den Unruhen in der Türkei an. Die Unruhen zeigen deutlich, dass die Türkei reif ist für Demokratie. Erinnerungen an den Herbst 1989 kommen hoch. Auch damals war Osteuropa reif für demokratische Entwicklungen. Die Tatsache, dass in der DDR nicht geschossen wurde, ist längst nicht angemessen gewertet worden. Fakt ist, dass selbst die Machtelite in der zweiten Reihe keine Gewalt wollte und bereit war für demokratische Entwicklungen. Wenn es die einfache Lösung, den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland nicht gegeben hätte, dann hätte es einen langen aber nachhaltigen Weg in die Demokratie gegeben.

Tondokumente bringen ans Licht, mit welcher Gier, Verachtung und Ignoranz irische Banker zur Zeit der Finanzkrise agierten. Politiker sind empört – nach Angela Merkel äußert auch Wolfgang Schäuble Verachtung.
Wer weiß, wie viele zynische Bemerkungen Politiker und Wirtschaftslenker von sich geben, wenn sie sich einmal unbeobachtet fühlen oder einfach nur gestreßt sind?
Manchmal ist es durchaus befreiend, aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen und Luft abzulassen. Psychologen raten sogar dazu das innere Team zu einem Meeting einzuberufen und kontrovers diskutieren zu lassen. Was, wenn man widerstrebende Rollen und Gedanken aufschreibt und speichert? Was passiert mit einem Auszug unserer Gedanken, wenn sie in falsche Hände geraten? Psychologen raten dazu Tagebuch zu schreiben und Erlebnisse und Ereignisse zu reflektieren. Dabei kann und soll jeder frei nach dem Motto: “Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?”, alles aufschreiben, was er gerade denkt und fühlt.
Mir geht es gut, wenn ich schreibe. Dann und nur dann befinde ich mich im Flow. Meine Gedanken finden ihren Weg in den Computer und es ist meine ganz persönliche Entscheidung, ob ich sie frei lasse und veröffentliche. Veröffentlichen geht heute ganz einfach. Man braucht nicht mal mehr einen Verlag.
Kennen Sie den polnischen Schriftsteller Stanisław Jerzy Lec? (* 6. März 1909 als de Tusch-Letz in Lemberg; † 7. Mai 1966 in Warschau) war ein polnischer Lyriker und Aphoristiker. Lec ist mir besonders bekannt durch seine “Unfrisierten Gedanken”. Unfrisierte Gedanken sind das Fundament der Demokratie, wie ich sie verstehe. Erstaunlich, dass diese unfrisierten Gedanken eines Stanislaw Lech in der Zeit des Stalinismus in Polen erscheinen konnten. Aber nichts ist nur schwarz oder weiß. es gibt immer Grautöne und manchmal schiebt die Sonne auch graue Wolken auseinander und blendet uns mit ihren Strahlen. Das ist zu jeder Zeit so gewesen. Auch heute ist nicht alles hoffnungslos und verloren.
Die Enthüllungen eines Edward Snowden und dessen Verfolgung durch die amerikanischen Behörden gehört zur Demokratie dazu. Diktaturen würden nicht lange fackeln und die unangenehme Angelegenheit anders erledigen.

Vor kurzem war ich Zeuge einer handfesten Auseinandersetzung über den Blog einer guten Freundin. Marie setzt sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle im DDR Sport auseinander. Eine  privilegierte Spitzensportlerin, die ihre Vergangenheit aufarbeitet. Auch hier lese ich unfrisierte Gedanken. Die Antwort auf einen Artikel überraschte mich sehr. Eine anonym auftretende Posamunde schrieb folgende Zeilen:
“Was ist das denn: “…Gewitter mit Platzreben…” Hagelte es geplatze Weintrauben? Wie kann man nur so engstirnig sein? Nicht alles in der DDR war Verdammnis, Lüge oder Einschränkung. Die Schulbildung – tausendmal besser als heute. Kindergärten – gab es wenigstens für alle, so dass Mütter weiterarbeiten konnten. Ausländer – gab es, waren aber angepasst und integriert, ansonsten bekamen sie schneller ein Rückflugticket, als ihnen lieb war. Sie berachten die ehemalige DDR viel zu einseitig und aus Ihrer SIcht. Ich bin auch in der DDR groß geworden, mir hat weder Kinderkrippe noch Kindergarten noch Fahnenappell geschadet, lernte ich doch Begriffe wie Respekt, Rücksicht und Anstand. SIe sind nicht nur in Zimmer 16 eine Fehlbesetzung – Sie sind eine komplette Fehlbesetzung im Leben.”

Ich dachte, ich lese nicht richtig und las mir den zugrundeliegenden Artikel noch einmal durch. Ich fand nichts, was eine derartige Reaktion provozieren würde. Frau Posamunde hatte sich nicht nur im Ton vergriffen, sondern sämtliche Grenzen des guten Geschmacks überschritten. Das wird ihr persönlich nicht einmal klar sein. Ich finde es dennoch interessant, hatte ich doch fast vergessen, dass derartige Meinungen immer noch an der Tagesordnung sind.
Die DDR wäre nicht so schlimm gewesen, heute wäre es auch nicht besser und ein wenig mehr Respekt und Anstand stünde Jedem gut. Ausländer hätten damals schneller ein Rückflugticket bekommen. Ich schäume! Das ist doch nicht zu fassen! Und dann noch die Bemerkung mit der Fehlbesetzung im Leben. Das kann doch nicht wahr sein! So etwas kann ich nicht dulden. Da muss ich etwas sagen! Ich muss es sehr laut und eindeutig sagen und möglicherweise schreien. Ich SCHREIbE es! Diese Bemerkung ist vollkommen unakzeptabel und unreif. In so einem Land bin ich aufgewachsen? Solche Nachbarn hatte ich? Unglaublich! Die Krönung an Frau Posamunde war dann dieses Pseudoraushaltegequatsche. Das hörte sich fast an wie Opposition. Sie war niemals in der Partei oder in der FDJ gewesen und hätte doch studieren können. Ich kenne eine Reihe von SED Leuten, die kritischer mit der Geschichte umgegangen sind als diese besagte Posamunde. Mehr will ich dazu nicht schreiben. Das ist es nicht wert.

#190 Meine Daten sind sicher? Wo?


Meine Daten gehören mir!

Meine Daten gehören mir! (Photo credit: Europa Silke)

Ich bin ein großer Fan von Google Apps. Google Apps ist ein Blick in die Zukunft. So werden wir in Zukunft leben und arbeiten. Alle unsere Daten werden in der Cloud sein. Sie werden uns überall zur Verfügung stehen, wann immer und wo wir sie brauchen. Der Zugriff auf unsere Daten, Kalender, Notizen, Präsentationen, Bilder, Musik, Videos ist bereits heute möglich. Egal wo wir uns befinden. Wir brauchen nur einen Internetzugang. Es gibt nur einen gewaltigen Haken bei der Sache. Das Thema Datensicherheit und der Schutz unserer persönlichen Daten wird immer wichtiger. Es tritt folgendes Problem auf: Wir speichern unsere Daten da, wo wir als Europäer keinerlei rechtlichen Schutz erfahren. Und genau das ist das Thema. Ich bin ein Fan von Google und den Möglichkeiten der Cloud. Wenn ich aber daran denke, dass meine Daten von Nachrichtendiensten ausgewertet und analysiert werden, dann wird mir übel. George Orwell hat in „1984“ sehr eindrucksvoll beschrieben wie so etwas aussehen kann. Heute sind die technischen Möglichkeiten um ein Vielfaches besser als er sich das damals vorstellen konnte. Niemand weiß wie Daten ausgewertet werden und was damit gemacht wird. Die Stasi war ein Pfadfinderverein dagegen. Was kann ich also tun, wenn ich mich im WWW bewege? Ganz einfach: ich schreibe auf das Impressum meiner Facebookseite, dass alles, was ich im Internet hinterlasse nur ein Fake ist. Nach dem Motto: Alles was ich im Internet veröffentliche ist nur zur Verwirrung meiner Beobachter gedacht und kann nicht gegen mich verwendet werden! Falsch verbunden! Der Typ, der hier über sich schreibt ist überhaupt nicht vorhanden. Alle meine eMails sind frei erfunden und Ähnlichkeiten meiner Facebook-Friends mit wirklich lebenden oder bereits verstorbenen Personen wären rein zufällig. Das Leben ist ein einziges Drama und Shakespeare ist unser Vorbild. Wer würde denn glauben, dass der Dichter den Inhalt seiner Werke selbst erlebt hatte? Niemand würde das annehmen, zumal es heute ein großes Rätsel ist, ob Shakespeare, der Dichter, wirklich gelebt hatte. Wie geht es also weiter mit Apple, Facebook, Google, Microsoft und Co.? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es auch nicht viel bringt seine Daten in EUROPA zu speichern. Die Nachrichtendienste, die Daten auswerten kennen keine Grenzen. Es ist im Grunde vollkommen egal wo sich unsere Daten befinden. Selbst ein NAS Zuhause im Büro ist keine unüberwindbare Hürde für Hacker. Wer wissen will, wie die Zukunft der IT aussieht, probiert Google Apps aus. Wer seine Daten sicher aufbewahren will, speichert sie ganz für sich privat auf kleinen DVDs und bewahrt sie Zuhause auf. Aber Vorsicht! Was ist, wenn Ihr Büro abbrennt oder ein Hochwasser kommt? Was passiert, wenn ein Tornado genau Ihre Wohnung trifft? Was ist mit Erdbeben und anderen Katastrophen? Sind Ihre Daten tatsächlich sicher? Finden Sie Ihre Bildersammlung von vor 10 Jahren wieder? Warum kann ich keine Disketten mehr lesen? Was passiert wenn DVD-Laufwerke kein Standard mehr sind? Wo bleiben alle meine Musikdateien, wenn ich meinen DRM-Schlüssel verliere? Was passiert, wenn Amazon mein Konto sperrt? Es ist ein Wahnsinn!
Ich nehme mir ein Buch zur Hand und weiß: Dieses Buch habe ich bereits gelesen und es gehört mir, weil ich es gelesen habe. Und mir fällt ein Goethe-Zitat ein: „Was Du ererbt von Deinen Vätern – erwirb es, um es zu besitzen!“
Nichts was uns scheinbar so sicher gehört ist tatsächlich sicher, nicht einmal unsere Daten. Es ist immer eine Frage des Standpunktes.

Der Wert einer guten Idee


“Kein Manager, kein Unternehmen keine Institution scheint wirklich zu wissen, wie man im Zeitalter des Internets überlebt und wächst. Außer Google.” (Jeff Jarvis, Was würde Google tun?)

Jeff Jarvis

Jeff Jarvis (Photo credit: Wikipedia)

Das Buch ist ein Bestseller, weil es Antworten auf Fragen verspricht, die sich jeder stellt. Unternehmen suchen nach guten Ideen. Die besten Unternehmen verlassen sich nicht auf Zufälle, sondern haben immer auch Alternativpläne in der Schublade. Nur wer die richtigen Fragen stellt, wird die Antworten finden, die notwendig sind um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu sein. Genau das ist mein Thema. Ich breche Denkmuster etablierter Unternehmer auf und entwickle die Alternativpläne für die Zukunft.
Was ist Ihnen eine gute Idee wert? Was würden Sie für eine einmalige Idee bezahlen, die Ihr Unternehmen zum Marktführer machen würde? Vielleicht haben Sie selbst eine Menge guter Ideen, aber vermutlich haben Sie genug mit dem operativen Tagesgeschäft zu tun, wie die meisten Ihrer Mitbewerber und Kunden. Alles läuft gut! Die Auftragsbücher sind voll und Sie schaffen es kaum noch, alle Projekte pünktlich und mit hoher Qualität abzuarbeiten. Spätestens in diesem Augenblick wissen Sie, wie wichtig es wäre bessere Software einzuführen und die Geschäftsprozesse zu optimieren. Vielleicht haben Sie ja auch schon Bauchschmerzen bei dem Gedanken irgendetwas verändern zu müssen. Sie wissen, dass Sie was tun müssten, ahnen aber auch das es sich um eine langwierige und kostspielige Angelegenheit handeln wird. Und dann ist da noch ein Problem. Wir wissen nicht genau, wohin die Reise gehen soll. Apple hat zur Zeit so ein Luxusproblem. Das Unternehmen fährt maximale Gewinne ein und alles was fehlt ist das nächste Killerprodukt. Das iPhone und das iPad haben die IT Industrie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit umgekrempelt. Der klassische PC-Markt ist so gut wie tot. Mit Cloud-Anwendungen kann man nun wirklich kein Geld verdienen, so scheint es.  Google arbeitet an einer Datenbrille und die Virtuelle Realität wird langsam Wirklichkeit. Währenddessen suchen SAP, IBM, MICROSOFT, ORACLE und Co. nach neuen Lösungen für Geschäftskunden. Was ist das nächste große Ding? THE NEXT BIG THING? Ein Königreich für eine zündende Idee!
In welcher Branche sind Sie eigentlich unterwegs? Was sind Ihre Produke, wer sind Ihre Kunden und welche Dienstleistungen bieten Sie an? Wie sprechen Sie Ihre Zielgruppe an? Wer sind Ihre Mitbewerber? Wo kommen Sie her und wo wollen Sie hin? Wenn Sie jetzt antworten, dass Sie es nicht genau wissen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Wie wäre es mit einem Berater der genau das mit Ihnen gemeinsam besprechen und neue Ideen entwickeln kann?  Wie wäre es mit jemand, der unabhängig vom Anbieter Lösungen skizziert und eine Art Lastenheft für die Zukunft Ihres Unternehmens erstellt. Das ist der Plan B, den Sie in die Schublade legen und immer wieder herausholen können.
Vor ein paar Jahren habe ich einen Anlagenbauer beraten. Die Probleme waren für das Management zunächst nicht der Rede wert. Die Projektingenieure hatten auch so gar kein Interesse Wissen aus der Hand zu geben und Abläufe und Prozesse zu standardisieren. Sie waren als harte Kerle bekannt, die keine Angst vor scheinbar unlösbaren Problemen hatten. Die Kosten für die Beseitigung von Fehlplanungen waren unübersehbar, aber so ist das nun mal in diesem Geschäft, versicherte man mir einstimmig. Ich brauchte eine Weile um mich in dieses Geschäft hineinzudenken. Alles, was ich immer wieder hörte, war die gebetsmühlenartige Wiederholung das immerselben unzerstörbaren Glaubenssatzes: Wenn Du eine Ahnung von diesem Geschäft hättest, dann würdest du nicht versuchen, etwas zu verbessern. Es geht nicht!
Ich ließ mich davon nicht abschrecken und arbeitete eine Reihe von Vorschlägen aus, die nicht nur die scheinbar unlösbaren Probleme lösen konnten, sondern diesen Anlagenbauer zum Marktführer gemacht hätten, wenn sie umgesetzt worden wären. Es ist nicht meine Schuld, dass das Management im Zuge einer feindlichen Übernahme durch einen anderen Konzern, meine Vorschläge nicht umsetzen konnte. Dazu fehlte einfach die Zeit. Wahrscheinlich ist, dass meine Unterlagen und Ideen in irgendeinem digitalen Datenarchiv vergraben wurden und nie wieder auftauschen werden. Eine gute Idee existiert unabhängig davon ob sie erfolgreich umgesetzt wurde oder nicht. Immerhin weiß ich genau was ich zu tun habe, wenn ich ein Anlagenbauunternehmen berate. Und ich habe den Plan B immer im Kopf. Erfahrungen schaden nur dem der sich noch nicht machen konnte.
Ich habe vor allem eins gelernt: Es ist egal, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist. Ich finde immer eine gute Idee! Das ist nicht ganz einfach. Stimmt! Aber Sie kennen ja den Spruch:

“Wenn es einfach wäre, dann könnte es ja jeder machen!”

Augen auf beim Berufswechsel


Bundesarchiv Bild 183-87004-0001, LPG Colditz-...

Bundesarchiv Bild 183-87004-0001, LPG Colditz-Möseln, Besprechung mit MTS-Vertreter (Photo credit: Wikipedia)

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel? Ein Selb...

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel? Ein Selbsttest mit vijusto (Photo credit: michael_reuter)

Vielleicht tragen Sie sich schon lange mit dem Gedanken, den Beruf zu wechseln. Sie sind nicht alleine. Laut einer Umfrage auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil ich die Quelle nicht nennen mag, plant ungefähr ein Drittel aller Beschäftigten in Deutschland den Job zu wechseln. Viele planen den Umstieg in eine andere Branche oder einen kompletten Neuanfang. Wenn Sie gerne Unternehmensberater, Coach, Versicherungsverkäufer, Immobilienmakler, Gebrauchtwagenverkäufer oder Strukturverkäufer für Kochtöpfe, Sportgeräte oder Nahrungsergänzungsmittel werden wollen, sollten Sie sich noch einmal genau informieren, ob das wirklich so lukrativ ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sie sind möglicherweise ein sehr guter Handwerker und Techniker oder ein hervorragender Verwaltungsangestellter. Ob Sie ein guter Verkäufer sind, können Sie leicht herausfinden. Suchen Sie sich ein Produkt, dass Sie verkaufen möchten und dann kann es auch schon losgehen. Wenn Sie Beratungsleistungen anbieten möchten, genügt ein Ingenieursdiplom um ein Honorar zu berechnen. Der einzige Hinderungsgrund ist wahrscheinlich Ihr momentaner Arbeitgeber, der es überhaupt nicht gerne sieht, wenn seine Angestellten einem Zweitjob nachgehen. Reden Sie mit ihm. Wenn das nicht geht, dann müssen Sie vermutlich sowieso um Ihren Job bangen. Auch dann ist es nicht die schlechteste Idee über einen Wechsel nachzudenken. Natürlich müssen Sie mit dem Finanzamt sprechen und Ihre Gewinne versteuern. Aber so schnell geht das alles nicht. Glauben Sie mir! Versuchen Sie sich einfach in der Nahrungsergänzungsmittel-Branche. Glaubt man den einschlägigen Prognosen, so wird jeder vernünftige Mensch in den kommenden Jahren mehrere hundert Euro pro Monat für Nahrungsmittelergänzungen ausgeben. Überlegen Sie sich mal, was das für ein gigantischer Markt ist! Am besten Sie schauen sich mal ganz unverbindlich im Netz um und lassen sich ein wenig von den Protagonisten dieser TopIndustrie beraten. Sie werden sich wundern, was sich da für Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Sie müssen nichts tun, außer loslegen und ein paar Leute finden, die das genau so gut finden wie Sie. Und die suchen sich weitere Kunden, die dann wieder welche finden, die bereit sind die wertvollen Produkte zu kaufen und zu verkaufen….Ruckzuck, können Sie sich zurücklehnen und brauchen nichts mehr zu tun! Wunderbar! Das Ganze läuft dann unter der Überschrift: Passives Grundeinkommen. Klingt gut! Und ist es auch, wenn es denn einmal funktioniert.

Der absolute Hammer ist eine Plastikkarte die bald jeder auf der Welt haben wird, wenn man dem Anbieter Glauben schenkt. Stichwort: „CashBack! Kaufen Sie sich reich!“ Stellen Sie sich vor, dass Sie für jeden Einkauf den Sie tätigen automatisch Rabatte auf das Konto Ihrer Wahl überwiesen bekommen! Ist das nicht wundervoll? Und das Beste ist, dass Sie allen Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten ebenfalls so eine Wunderkarte schenken können. Wenn die dann etwas kaufen, dann bekommen auch Sie wieder eine gewisse Summe auf Ihr Konto überwiesen. Es ist ein wundervolles Schneeballsystem ohne jede Nebenwirkung! Am Ende sind natürlich alle glücklich und zufrieden. Es ist ein wundervolles Märchen! Sie wollen wissen, wo der Haken ist? Es gibt keinen! Nun, vielleicht gibt es ein gewisses Risiko bei den unternehmerisch denkenden Menschen, die von der Gier gepackt werden. Wer nämlich so richtig mitverdienen will, der kann das ohne Weiteres tun. Er kann nämlich Unternehmer werden und investieren. Klingt doch gut – oder? Ich habe vor etwa zwei Jahren das unglaubliche Angebot erhalten “einzusteigen”. je früher, desto besser! Leider verließ mich meine Investitionsfreude sehr schnell, als mir klar wurde, dass ich vielleicht mein Geld verlieren könnte, wenn ich da mitmachen würde. Ein guter Freund riet mir davon ab da mitzumachen. “Danke Freund!” Ich beobachte sie Angelegenheit weiter und stelle fest, dass es diese Karte offenbar immer noch nicht gibt. oder ich habe etwas verpasst, denn als Interessent hätte ich bei jeder seriösen Firma gleich eine eigene Einkaufskarte, CashBack natürlich! bekommen und die Karten für meine vielen Freunde und Bekannten….Meine Begeisterung legt sich regelmäßig immer dann, wenn versprochen wird, dass es “wirklich jeder machen kann!” Ich bitte Sie! Wenn jeder es machen könnte, dann macht es doch keinen Spaß! Oder? Wenn es wirklich jeder könnte, dann würde es auch jeder machen.

Aber auch hier gilt der alte Börsenspruch, dass man anders handeln soll als die Masse. “Wenn alle kaufen, dann verkaufe!”, sagte einmal ein bekannter Börsenguru. Allerdings ist Börse ein guter Tipp für Leute, die eigentlich keine Ahnung von irgendetwas haben. Sie können nach Herzenslust aus dem Bauch heraus agieren und zocken, was das Zeug hält. Am Ende könnten sie richtig viel Geld machen. Börse funktioniert nicht nach logischen Gesetzen. Wirtschaft allerdings auch nicht immer. Wie dem auch sei! “Dem Mutigen gehört die Welt!” und “Sie dürfen nicht zu klug sein, um so etwas machen zu können!” Denn wer sich zu viele Gedanken darüber macht, was alles schief gehen kann, hat den Kopf nicht frei für wirklich mutige Entscheidungen und entsprechendes Einkommen. Es winken unglaublich unverschämte Gewinne. Nur Feiglinge greifen da nicht zu.

Überlegen Sie es sich! Die Welt liegt zu unseren Füßen! Das Geld liegt auf der Straße und wir alle müssen es nur aufheben! Ist das nicht wundervoll? Wie sagte doch dieser General zu Robert Redford: Major Julian Cook, der mit seinen Männern die Brücke von Arnheim erobern sollte?

“Sie müssen mutig sein, um es zu tun! Sie müssen tapfer sein, um es zu tun! Sie müssen hart sein, um es zu tun! Und sie müssen dumm genug sein, um es zu tun!”

I have a dream! Vom Mitarbeiter zum Unternehmer


Ob Sie es glauben oder nicht. Sie sind längst ein Unternehmer. Sie haben es gelernt Ihre Arbeitskraft zu entwickeln, zu vermarkten und zu verkaufen. Sie tun es, so lange Sie denken können. Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand! Wie das geht? Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie das was Sie tun, umzubewerten. Wechseln Sie die Perspektive!

“Was ist Ihr momentaner Job und warum sind Sie gut bei dem was Sie tun? Warum ist es für einen Arbeitgeber interessant, Sie zu beschäftigen? Was sind Ihre einzigartigen Fähigkeiten?”

Seien Sie kreativ! Denken Sie nicht so sehr an die Berufsbezeichnung oder Ihre Stellenbeschreibung.

“Was macht Sie einzigartig? Was können Sie besser als Ihre Kollegen? Welche Fähigkeiten wollen Sie verbessern? Was wollen Sie auf gar keinen Fall mehr tun?”

Nehmen wir einmal an, dass Sie immer schon etwas völlig anderes tun wollten.

Eine Sekretärin erzählte mir einmal, dass sie viel lieber Kindern Bücher vorlesen würde, als diesen Job zu machen. “Aber damit kann man ja kein Geld verdienen.”, meinte Sie resignierend.  “Ist das tatsächlich so? Lesen Sie Kindern auch gerne vor, wenn Sie kein Geld damit verdienen? Was geht Ihnen durch den Kopf wenn Sie Kindern vorlesen?” Sie dachte kurz darüber nach und dann ging ein Leuchten ging über ihr Gesicht. “Ich mache das sehr gerne! Es ist einzigartig zu spüren, was in den Kindern vor sich geht, wenn ich ihnen vorlese!”
“Stellen Sie sich einen Moment lang vor, dass Sie vom Vorlesen leben könnten.”
Die Frau dachte eine Weile darüber nach und konzentrierte sich auf ihren Traum. Stille. In ihr bewegte sich etwas. Es war an ihrem Minenspiel zu erkennen. Ich nahm ihre Emotionen wahr und erkannte, was sich in ihr abspielte. Sie fühlte sich gut und vergaß scheinbar Zeit und Raum.

Ich erklärte ihr, wie ein Coaching funktioniert und begleitete sie auf den Weg zu ihrem Traumberuf.

Sie blieb zunächst Sekretärin und arbeitete in ihrer Freizeit daran, Kindern vorzulesen. Sie nahm kleine Videos auf und veröffentlichte sie auf Youtube. Dadurch wurde sie bekannt. Immer mehr Eltern und Lehrer wurden auf sie aufmerksam. Kinder klickten sie an und ließen sich Geschichten von ihr vorlesen. Das gab ihrem Leben einen Sinn. Sie tat einfach nur das, was sie am besten konnte.

Das hemmende Thema Geld trat in den Hintergrund.

Heute ist sie eine gefragte Sprecherin und Vorleserin. Die von ihr einfühlsam eingespielten Hörbücher sind ein wahrer Ohrenschmaus. Auch wenn sie es nicht geschafft hätte diesen Traum zu verwirklichen. Coaching hätte ihr auf jeden Fall geholfen.

Mitarbeiter können auch Unternehmer sein. Sie sind es längst. Das fängt mit der Suche nach einem guten und geeigneten Job an und setzt sich jeden Tag fort. Jeder Mitarbeiter ist ein Marketingspezialist in eigener Sache. Die einen machen es besser als andere, die nicht wissen, wie sie sich am besten vermarkten. Es gibt ruhige Mitarbeiter, die fleißig ihre Arbeit machen und nie auffallen. Andere sind Spezialisten in Sachen Selbstmarketing. Sie stürzen ab und an laut aus ihrem Büro und “retten” das Unternehmen. Sie tun es und sie reden darüber. Das kann eigenartige Züge annehmen, aber es ist nicht zu übersehen. Ein Mitarbeiter, der so auf sich aufmerksam macht, muss etwas auf dem Kasten haben. Sonst würde er sich nicht trauen ständig ins Rampenlicht zu treten und sich darzustellen. Er läuft allerdings Gefahr, als Blender und Schaumschläger geoutet zu werden und zu scheitern.

Viele Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter, die unternehmerisch denken. Unternehmerisch denken, bedeutet vor allem einen Perspektivwechsel. Ein Tipp: Versuchen Sie sich und ihren Job aus Sicht des Unternehmens zu sehen. Was macht Sie wichtig für das Unternehmen und warum sind Sie unverzichtbar? Wenn Sie jetzt nicht weiterdenken wollen, dann sollten Sie sich einen Ruck geben. Die Antworten auf diese Fragen müssen Sie sich nur selbst geben. Niemand merkt das. Aber es ist wichtig für Ihre Zukunft. Was können Sie besonders gut und was können Sie noch verbessern? Was hemmt Sie und was wollen Sie verändern?
Merken Sie etwas? Sie sind nicht auf eine einzige Rolle festgelegt. Sie sind dabei einen Veränderungsprozess anzustoßen. Jetzt müssen Sie nur noch Ziele festlegen und das Projekt Zukunft in die Hand nehmen. Sie wissen schon: Zeitrahmen, Meilensteine, Arbeitspakete, ProjektControlling……

Das ist SelbstCoaching. Suchen Sie sich einen Sparringpartner, einen Chef oder Kollegen, der Ihnen dabei hilft. Und denken Sie immer daran: Sie sind längst ihr eigener Chef. Das Unternehmen braucht Sie nicht, wenn Sie nicht davon überzeugt sind, dass das Unternehmen Sie brauchen kann…….

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren


Wenn Unternehmen in eine Schieflage geraten, dann geht die Angst um. Mitarbeiter machen sich plötzlich Gedanken um ihre Zukunft. Sie sehen in eine schwarze Röhre und oft fehlen Zukunftsperspektiven. Plötzlich ist alles ganz anders. Besonders, wenn man sich viele Jahre in ein Unternehmen eingebracht hatte und glaubte durch Verzicht am Erfolg teilhaben zu können. Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes spielt oft eine große Rolle. Unternehmen, die diese Angst heimlich institutionalisieren und pflegen gibt es leider viel zu oft. Ein gutes Unternehmen nach der Definition der Offensive Mittelstand funktioniert anders. Gute Unternehmen haben nicht nur ihre Kunden und kurzfristige Gewinne oder das blanke Überleben im Auge, sondern vor allem ihre Mitarbeiter. Unternehmen stehen und fallen mit ihren Mitarbeitern. Unternehmer, die meinen keine guten Mitarbeiter zu haben, sollten dringend über den Sinn ihres Unternehmens nachdenken. Kunden merken es, wenn Mitarbeiter nur halbherzig oder gar widerwillig arbeiten.
Gute Unternehmen kommunizieren die auftretenden Probleme und suchen gemeinsam nach Lösungen. Gute Unternehmen achten auf eine gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
Wenn Unternehmen Mitarbeiter entlassen müssen, dann wird deutlich was viele bereits ahnten. Sie stehen alleine da und müssen sehen wo sie bleiben. Offene Diskussionen gibt es in derartigen Unternehmen nicht. Jeder handelt nach der Devise: „Rette sich, wer kann!“ und „Jeder stirbt für sich alleine!“ aber auch „Jeder ist seines Glückes Schmied!“ Es gibt keinen Grund aufzugeben oder die Nerven zu verlieren. Gute Mitarbeiter sind immer gefragt. Jetzt kommt es darauf an, die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen und nicht die Nerven zu verlieren. Schnelle Hilfe von außen darf niemand erwarten. Die Agentur für Arbeit zahlt nur eine begrenzte Zeit. Danach folgt Hartz IV. Und es lauern sehr viele Fallensteller und Bauernfänger, die nur auf Ihre Abfindung scharf sind. Behalten Sie einen kühlen Kopf und prüfen Sie die Möglichkeiten. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren!

Wann ist ein Coach, kein Coach?


Grundsätzlich kann jeder die Rolle eines Coach übernehmen. Führungskräfte sind gut beraten, wenn sie sich über das Thema Coaching informieren. Coaching ist ein sehr interessantes Führungswerkzeug. Ein Minimum an Kenntnissen kann in einem Wochenendseminar erworben werden. Es gibt auch gute Literatur über Coaching. Ein guter Einstieg sind Bücher über Kurzzeitcoaching.
Das Wort wird heute so inflationär genutzt, so dass es vielen schwer fällt, herauszufiltern was Coaching wirklich ist. Coaching ist ein Buzzword geworden. Psychologen fühlen sich automatisch als Coach, weil sich in dieser Form der psychologischen Beratung viele Modelle und Formate der Psychologie wiederfinden. Der Unterschied von Coaching zur Psychologie wird deutlich, wenn wir uns die angrenzenden psychologischen Beratungsformate betrachten. Seelsorge, Mediation, Konfliktmanagement, Supervision und Coaching sind psychologische Beratungsformate. Niemand wird von einem Seelsorger ein Psychologiestudium voraussetzen. Bei einem professionellen Coach ist das ganz ähnlich. Immer mehr Psychologen beschäftigen sich mit NLP, während andere das als Teufelswerk meiden. Der beste Einstieg in das Thema Coaching ist aus meiner Sicht immer Führungskräfteentwicklung. Viele technische Ausbildungen konzentrieren sich völlig auf technische Skills. Mathematik, Informatik, Projektmanagement spielen eine große Rolle. Psychologie und Führung wird eher vernachlässigt. Das ist oft der Inhalt von prostgradualen Masterstudiengängen. Coachingfähgigkeiten werden so erst in einem Alter von 35-45 ausgebildet. Eins ist klar: Ein Coach kann relativ schnell von einem Möchtegern Coach unterschieden werden. Der Coach, weiß wovon die Rede ist und er arbeitet nicht im luftleeren Raum. Ein Coach weiß, dass auch er einen Coach braucht, mit dem er über seine Arbeit reflektieren kann. Ein Coach ist ein gut vernetzter Profi. Wer etwas anderes behauptet ist kein Coach.

Ballast, der am Boden hält


Jedes Unternehmen ist so gut, wie seine Mitarbeiter.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es geht nicht darum den Bodenhalt zu verlieren und unkontrolliert abzuheben. Bodenhaftung ist grundsätzlich etwas Positives. Es ist gut mit Augenmaß an die Dinge heranzugehen und es ist sehr gut, skeptisch zu sein. Grundlose Euphorie hat noch niemand etwas genutzt. Viele Unternehmen entfremden ihre Mitarbeiter vom Arbeitsmarkt. Sie binden ihre Mitarbeiter an sich und hoffen auf deren Loyalität. Auch das ist auf den ersten Blick nicht schlecht. Loyale Mitarbeiter und loyale Arbeitgeber sind grundsätzlich positiv zu bewerten. Aber wie sieht der Alltag aus? Viele Mitarbeiter werden nicht so weiterentwickelt und weitergebildet wie es sein sollte. Oft wird genau an dieser Stelle zuerst gespart. Gut ausgebildete Leute bewerben sich schließlich jeden Tag neu. Wenn man wollte, könnte man jederzeit ausgebildete frische Mitarbeiter einstellen. Das wird so natürlich nie ausgesprochen, es schwebt aber im Raum. Jeder meint genau das zu wissen. Unternehmer und Geschäftsführer träumen oft heimlich davon, einfach bessere Mitarbeiter einzustellen. Das funktioniert natürlich nicht, aber die Sehnsucht ist schon vorhanden. Der oft beklagte Fachkräftemangel zeigt genau in diese Richtung. Die fehlenden Fachkräfte sind genau die Leute, die man gerade sucht. Ob man sie auch tatsächlich einstellt, steht in den Sternen. Der Ruf nach besseren Fachkräften hat auch etwas damit zu tun, seine Mitarbeiter zu halten.

Das ist der Ballast, der Sie am Boden hält:

Es gibt möglicherweise einen Besseren für den Job. Meine Ausbildung passt nicht vollständig zu der Arbeit die ich jeden Tag mache. Ich bin ein Quereinsteiger, woanders hätte ich keine Chance. ich müsste woanders ganz von vorne anfangen. Ich habe lange keine Bewerbung mehr schreiben müssen. (Es gibt Mitarbeiter die haben sich einmal beworben und den Job bekommen) Ich bin schon so weit gekommen, das darf ich nicht auf’s Spiel setzen……Ich bin überqualifiziert. ich bin unterqualifiziert. Ich kenne doch nur das hier! Es gibt kein Unternehmen in der Region, das mich einstellen würde.

Ich habe schon mit vielen Menschen gesprochen und genau derartige begrenzende Glaubenssätze kennengelernt. Alles was uns daran hindert, neu zu starten und uns neu zu erfinden, neue Ziele zu finden ist Ballast. Ballast ist gut, er sollte nicht bedenkenlos abgeworfen werden, sonst steigt unser Luftschiff unkontrolliert auf und verschwindet in den Wolken. Wir können ohne Tiefgang und Schwerpunkt nicht kontrollieren was mit uns passiert. Aber wir dürfen uns nicht am Boden festnageln lassen. Wir müssen Bewegungsfreiheit haben und die Freiheit erkämpfen um uns weiterzuentwickeln. Wer das nicht mehr kann, bleibt zurück. Machen wir eine Inventur über den Ballast den wir mit uns herumtragen und gehen wir aufmerksam damit um.

Ich habe oft Mitarbeitergespräche geführt, die sich genau um dieses Thema drehten. Meine Meinung zu dem Thema ist ganz einfach und griffig.

Jedes Unternehmen braucht sehr gute und engagierte Mitarbeiter. Die besten Mitarbeiter sind die, die sich jederzeit woanders bewerben können und doch bleiben. Unternehmen sind gut beraten, genau diese Art der Mitarbeiter zu entwickeln und zu pflegen.

Allerdings ist es oft leichter Mitarbeiter zu binden, die ein schlechtes Gewissen haben und Angst vor Veränderung. So eine Haltung hilft weder den Menschen, noch den Unternehmen. Aber das ist sehr weit verbreitet. Wir wissen das doch. Oder etwa nicht? Denken Sie mal darüber nach!