Coaching-Format -TraumMensch – MacCoach


 

Coaching-Format – Wer bist Du wirklich?

Du darfst träumen. Erzähl mir nicht von Dir. Erzähle mir deine Träume. Du darfst kreativ sein. Mach dich frei von allem, was du nicht sein magst. Bist du bereit? Du gestaltest dein bestes Wunsch-Ich und ich höre aufmerksam zu. Es gibt eine Checkliste. Du darfst alle Fragen fantasievoll beantworten, ohne Angst vor angeblicher Wahrheit. Im Anschluss haben wir eine hervorragende Vorlage für ein Coaching, dass genau zu dir passt.

Und nun geht es los:

Wann bist Du geboren?
Wo bist Du geboren?

Wer sind Deine Eltern?
Welche Berufe haben Deine Eltern ausgeübt?

Wo habt ihr gewohnt?
Wie verlief Deine Kindheit?
Wo hast Du die Urlaube Deiner Kindheit verbracht?
Erzähle von Deinen Freunden.

Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Was hast Du in der Schule erlebt?

Wer hat Dir das Schwimmen und Fahrradfahren beigebracht?
Erzähle von Deinen Großeltern. Wer waren sie? Wie waren sie?
Was hast Du von ihnen gelernt?


Vergesse zwischendurch niemals, dass Du Dir alles ausdenken kannst. Du hast die freie Wahl, wer Du sein willst.

Wenn Du in einem großen Haus mit Garten aufgewachsen sein willst, dann erzähle es so, als sei es genau so gewesen. Du bist der Architekt Deines Lebens. Alles, was Dich belastet, wird verblassen. Alles was Du Dir wünschst geht so in Erfüllung. Du bist genau der Mensch, den Du beschreibst. Völlig unabhängig von dem, was Du glaubst zu sein.

 

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Neue Perspektiven – MacCoach


Betrachte einmal die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher sahst; denn das heißt ein neues Leben beginnen. /Mark Aurel/

Schenke Dir die Freiheit, gehe ein paar Schritte, betrachte die Umgebung aus der Du kommst und sehe die Welt mit anderen Augen. Lasse Dich von einem Coach führen und spüre die Veränderung.

The T-Show – Learn From The Worst – MacCoach


Es ist beunruhigend, wie sich alles ballt und immer komplizierter wird. Alles ist in unserem Kopf steht auf Sturm. Konservativ. Modern. Progressiv. Gebildet. Ahnungslos. Von Zeit zu Zeit muss unser Kompass neu justiert werden. Wir schreiben das Jahr 2018. Donald Trump irrlichtert durch die politische Welt und mischt alles auf. Wenn er ein Praktikant oder Neuanfänger wäre, dann würde jeder Unternehmer ihn sofort feuern. Niemand hätte Steve Jobs eingestellt und wie wir wissen, wurde er auch sehr schnell wieder gefeuert, nachdem er einen Brausemanager an seine Seite gestellt hatte. Jobs war ein cholerischer, ungeduldiger und charismatischer Mann. Erfolgreich war er trotzdem; und einzigartig.

Donald T. ist die lebendige Atipode jeder guten Managementliteratur. Als Coach würde ich ihn unverrichteter Dinge nach Hause schicken. Unbelehrbar, arrogant, nicht coachbar.

Er ist Neuanfänger und er ist ohne jede politische Praxis. Donald ist ein Showman: Er ist ein wenig schmierig und auch ekelhaft. Aber er hat die Macht. Er weiß wie es geht. Offensichtlich. Wer wird ihn bremsen? Wer wird ihn aufhalten? Das amerikanische Volk. Irgendwann vielleicht.

Es ist bemerkenswert, zu beobachten wie Leute wie Trump die Macht an sich reißen. Die Geschichte ist voll von ihnen und das Grauen wird uns immer in Erinnerung bleiben. Von Tag zu Tag gibt es immer mehr Menschen die Sätze von sich geben wie: Der hat ja Recht! Er sagt nur, was er denkt. Er ist im Grunde ein ehrlicher Kerl! Er verstellt sich nicht. Er verspricht uns nichts, was er nicht halten kann. Aber er zeigt mit dem Finger auf das, was nicht funktioniert. Er tut nicht so, als würde er irgendwas besser machen. Aber immer mehr glauben, dass er tatsächlich Lösungen in der Tasche hat. Hat er aber nicht.

Es ist eine absolut einzigartige Show. Und wir alle dürfen LIVE dabei sein: The Donald T-Show! Aus T-Shirt wird T-Show. THE DONALD zeigt uns wie es geht. Was können wir von ihm lernen?

Hier mein Vorschlag:

How To Become A Galactic Leader

It’s Great! Phantastic! HighPerforming! Extraordinary Strongful! Die Welt hat sich verändert. Es gab so viele Politiker in der Geschichte, die vorgaben, dass Sie Gutes tun würden. Alle haben komplett versagt. Sie haben sich als Verlierer und Verbrecher erwiesen und sind es nicht einmal wert, erwähnt zu werden. Du weißt es besser. Niemand macht dir etwas vor. Wer Dir folgt, ist clever, hat Glück gehabt, dich zu treffen und zu begreifen.

Die Anderen sind alle Verlierer. Wenn Du den Raum betrittst, dann brennt die Luft. Alle wollen Deine Freunde sein und jeder fürchtet sich vor Deinem Blick. Du analysierst, verlässt dich auf dein Bauchgefühl und brauchst keine Berater. Du bist der geborene Leader. Niemand anders! Nur Du!

Du bist toll! Du bist ein großer Mann! Ein Satz ohne Ausrufungszeichen ist nicht Dein Ding! Great!

Die Welt wird besser sein, wenn Du ihr Deinen Stempel aufgedrückt hast.

Du wirst immer gewinnen.

Es gibt nur ein paar einfache Regeln für Dich:

Meide Gutmenschen und sei gnadenlos in deiner Ablehnung.

Es gibt andere große Leader, die sich unsympathisch geben. Sie tun nur so. Du weißt es besser. Das sind Deine besten Geschäftspartner. Du wirst Sie loben und sie werden Dir alles abkaufen, was Du ihnen anbietest.

Es ist Dir nichts peinlich. Du darfst jede Regel brechen. Lügen und Betrügen gehören einfach dazu. Das machen alle erfolgreichen Leader so. Du bist der Beste!

Nichts was Du sagst oder besser noch: twitterst, kann jemals gegen dich verwendet werden. Wer das versucht, verbreitet ohnehin nur FakeNews und ist ein Looser.

Niemand hat den Durchblick; Außer Du!

Beleidige starke Konkurrenten und schau was passiert. Wenn Sie es persönlich nehmen, dann wirst Du sie dominieren. Bleiben Sie unbeeindruckt, dann sind sie stark. Denk Dir was anderes aus. Klopfe Ihnen auf die Schulter und lobe sie. Beobachte ihre Reaktion!

Stelle alles in Frage und verbreite Angst und Schrecken. Sei unberechenbar. Was die Anderen denken kann Dir vollkommen egal sein.

Stelle alles in Frage und verbreite Angst und Schrecken. Sei unberechenbar, unsympathisch und peinlich. Du darfst das!

Triff die verrufensten Diktatoren; nenne sie Deine Smarten Jungs und sorge dafür, dass der Deal in Bewegung kommt.

Es kommt niemals darauf an, etwas übel zu nehmen. Es kommt immer auf den Deal an.

„…..und am Ende wollen alle Deine Freunde sein!“ /Donald Trump/

Ich nicht.

 

Werte sind mehr als nur Erfolg – MacCoach


“Try not to become a man of success but a man of value.” /Albert Einstein/

Grob übersetzt:

Versuche nicht, ein Mann des Erfolges zu werden, sondern ein Mann von Wert.

Erfolge lassen mit dem Alter nach. Es macht keinen Sinn, immer wieder neue Erfolge verbuchen zu wollen. Am Ende kommt es nicht darauf an was du bist, sondern wer du bist. Ein Mann voller Güte, Mut und Anstand. Jemand auf den man sich verlassen kann.

Ich nehme mir die Freiheit und setze anstelle von Mann, nicht Frau, sondern Mensch.

Versuche nicht ein Mensch des Erfolges zu werden, sondern ein wertvoller Mensch.

Das ist ein Coaching-Ziel. Mehr will ich heute gar nicht schreiben.

Säkularisierung und Islam in Europa


Säkularisierung Europas und der Islam
Europa hat eine christlich-jüdische Geschichte. Wir erleben seit etwa 100 Jahren eine starke Phase der Säkularisierung. Der Nationalsozialismus hatte ab 1933 den christlichen Glauben durch seinen mörderischen Atheismus zu ersetzen versucht. Auf dem Gebiet der DDR wurde ein anderer Atheismus etabliert, der dazu geführt hat, dass in weiten Teilen der christliche Glaube nachhaltig zurückgedrängt wurde. Die friedliche Revolution von 1989, die im geschützten Raum der Kirchen stattfand, hat diese Säkularisierung nicht stoppen können.
Die Säkularisierung, abgeleitet von saeculum (lat. Zeit, Zeitalter; auch: Jahrhundert), bedeutet allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinne aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, welche die Bindungen an die Religion gelockert oder gelöst und die Fragen der Lebensführung dem Bereich der menschlichen Vernunft zugeordnet haben. Soziologisch wird dieser Prozess als „sozialer Bedeutungsverlust von Religion“ interpretiert. Während eine Säkularisierung in der jüngeren Geschichte vor allem in westlichen Gesellschaften zu beobachten gewesen ist („Entchristlichung“), sind säkularisatorische Tendenzen auch in vielen anderen Gesellschaften feststellbar. /WIKIPEDIA 22.03.2018/
Um es auf den Punkt zu bringen: Säkularisierung bedeutet – Entchristlichung. Wir erleben das in der Regel so, dass christlicher Glaube immer mehr nur im privaten Raum gelebt wird und kaum nach außen dringt. Missionierung findet offensichtlich nur noch bei den Zeugen Jehovas statt.
Dabei ist die erste Aufgabe von Christen: Gehet hin in alle Länder und lehrt alle Völker das Evangelium /Markus 16,15/

Der Islam baut auf der jüdischen und christlichen Religion auf. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den drei Religionen. Was in Europa aber offensichtlich nicht verstanden wird, ist die Tatsache, dass der Islam keine Reformation eines Martin Luther durchlaufen hat und es auch in vielen islamischen Gesellschaften keine Trennung von Staat und Religion gibt. Selbst Saddam Hussein und Assad, haben den nicht versucht den islamischen Glauben, gleich welcher Ausprägung, zurückzudrängen. Im Gegenteil. Sie haben sich des Glaubens bedient.
Wenn nun Gläubige aus dem Islam nach Deutschland kommen, dann gibt es bei ihnen ein grundlegendes Missverständnis. Der Islam hat noch nicht die Phase der Säkularisierung des Staates durchlaufen. Das ist der entscheidende Punkt. Der Islam hat sich noch nicht aus der Gesellschaft in die private Nische zurückgezogen. Er ist eine politische Kraft und er wartet darauf, genügend Masse zu haben um diese Kraft umzusetzen. Eine Islamische Republik wie im Iran ist ein deutliches Zeichen für die Ziele dieser Religion. Das können sich die Menschen aus der säkularisierten westlichen Welt einfach nicht vorstellen. Und genau hier beginnen die Probleme. Der Islam hat durchaus seinen Platz in Deutschland und Europa, wenn er privat gelebt wird. Schon der alte Preußenkönig hatte Gläubige und ihres Glaubens wegen Verfolgte eingeladen und bestimmt, dass in Preußen „jeder nach seiner Fasson selig werden kann“. Das würde bedeuten, dass ein Abrücken vom Glauben für islamisch geprägte Menschen keine Gefahr mehr bedeutet.
Es würde bedeuten, dass gemischtgläubige Menschen keine Probleme mehr haben. Und das ist momentan pure Illusion.
Der Islam als institutionelle Macht hat in Europa nichts zu suchen. Darüber sollte überhaupt kein Zweifel bestehen. Wenn gesagt wird, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, dann ist genau das gemeint. Die Ausübung des Glaubens, wenn sie auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Verfassung, also des Grundgesetzes, geschieht, ist völlig legitim. Aber das ist auch schon alles.

Um hier mitreden zu können, müsste man sich sehr intensiv mit dem Kern des christlichen Glaubens auskennen und auch die Unterschiede zum Judentum oder dem Islam kennen. Das allgemeine Rauschen wird von vielen missverstanden, weil sie keine Ahnung über das Themengebiet haben. Es wird fleißig nachgeplappert, was irgendwelche Demagogen von sich geben.
Dabei ist es in Europa einfach undenkbar, ohne diese christliche Tradition aufzuwachsen. Wir sollten der Unwissenheit etwas entgegensetzen um wirklich zu wissen, worum es hier geht.
Ich habe mich in Beratungen öfter mit Menschen auseinandergesetzt, die einen muslimischen Glauben besitzen. In der Regel finde ich sehr schnell einen Konsens, wenn ich auf unsere gemeinsamen Wurzeln hinweise und Verständnis für ihren starken Glauben zeige.
Wobei wir wieder beim Coaching sind. Es ist durchaus sinnvoll, wenn der Coach über ein umfangreiches Wissen verfügt. Und das finde ich gut. Aber es gilt auch, dass ich weiß, dass ich nichts weiß. Ein Grund mehr um viel zu lesen und zu lernen. Auch das gehört zum Coaching.

Es wird Zeit mal wieder Lessings NATHAN DER WEISE zu lesen.

Was Coaching nicht ist – MacCoach


Was Coaching nicht ist

Es gibt viele Vorstellungen, was Coaching ist. In den meisten Fällen ist es das ausgerechnet nicht. Coaching ist keine Beratung, denn das ist Beratung. Coaching ist keine Seelsorge, keine Handlungsanweisung, keine Gebrauchsanleitung, kein Karrierebooster, keine Therapie, kein Training. Und Coaching ist natürlich all das – und noch viel mehr.
Verwirrend! Was also ist Coaching?
Coaching ist: (Aber das ist gar nicht das Thema!)
Kümmern wir uns zuerst einmal darum was Coaching alles nicht ist.

Ein Coach gibt keine Ratschläge oder Handlungsanweisungen. Ein Coach belässt den Klienten in seiner Welt und versucht die Welt des Klienten zu begreifen um Prozesse in Gang zu setzen, die den Klienten in die Lage versetzen, seine Ansichten zu verändern und sich weiter zu entwickeln.

Wer also einen Coach aufsucht, um zum Beispiel schnell einen neuen Lebenslauf für die Jobsuche zu erstellen oder eine Handlungsanweisung für beruflichen Erfolg zu erhalten, ist im Grunde falsch. Ich weiß, dass es jede Menge Coaches gibt, die genau so etwas anbieten. Aber das greift zu kurz. Coaching geht tiefer und ist viel mehr als das.

 

Der Coach eines Fußball- oder Basketballteams wird von vielen als Trainer gesehen. Im Sport ist das Synonym Coach = Trainer besonders tief verankert. Reines Ablauftraining ist es nicht was ein Coach wirklich macht. Es hat sehr viel mit psychologischer Beratung zu tun und es zeigt sich sehr deutlich, dass ein reiner Psychologe hier völlig fehl am Platze wäre. Der Coach eines Sportteams muss eine Ahnung von dem Sport und der Welt der Spieler, Trainer, Zuschauer haben. Eine fundierte Ahnung. Das ist vielleicht besser. Ein Coach muss sich auf jeden Fall in die Gedankenwelt und die Wirklichkeit der zu coachenden Gruppe hineinversetzen können. Und hier sind wir wieder beim Coaching von Managern und Unternehmern. Ein Geschäftsführer braucht in der Regel keine Beratung rund um sein Kerngeschäft. Wenn er etwas wissen möchte, was er noch nicht weiß, holt er sich Berater. Berater sind hier keine Coaches. Ein Coach ist sehr viel mehr als das.

Also: Coaching ist definitiv keine Expertenberatung. Im Gegenteil. Der Coach darf und muss Fragen stellen können, die implizieren, dass der Coach keine Ahnung von der Welt des Klienten hat. Er muss sie kennenlernen und deshalb genau diese Fragen stellen. Coaching ist nicht: alles bereits zu wissen und mit dem Kopf zu nicken, sich auf die Schulter zu klopfen und mit einem freundlichen Lächeln auseinander zu gehen. Coaching kann sein: “Herr Lehmann-Mohnstein: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag lang? Wie ist der typische Tagesablauf bei Ihnen?” Solche Fragen sind ein Ausschlusskriterium für einen Berater. Ein Coach darf das. Ein Coaching ist genau das.

Der Coach ist in der Lage, in die Welt des Coachee hineinzutreten und ihn in die Lage zu versetzen, seine eigenen Ressourcen zu erkennen und zu aktivieren.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne


Der November ist da. Es ist hoher Herbst. Der Winter steht vor der Tür. Ich gehe und es ist ein wunderbarer Anfang. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Wer hat das geschrieben? Google sei Dank, finde es ich schnell heraus:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Wunderbare Worte, ein schönes und sicheres Gefühl. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. So soll es sein. Ich bin längst bereit für einen neuen Aufbruch und eine neue Reise. Beruflich, nicht privat. Denn da bin ich längst angekommen.

 

Tim Cook – Apple CEO – Hoffentlich seid ihr Deutschen richtig stolz auf euch!


Tim Cook – Apple CEO – Hoffentlich seid ihr Deutschen richtig stolz auf euch!

Im Gespräch mit der FAZ hat Tim Cook einige interessante Äußerungen über unser Land gemacht. Er spricht über Deutschland, Hochtechnologie, Steuern und das nächste große Ding.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/tim-cook-im-interview-hoffentlich-seid-ihr-deutschen-richtig-stolz-auf-euch-15245252.html

Das Interview ist äußerst interessant, ihr könnt es auf der FAZ Webseite nachlesen. Folgt dem Original-Link oben.

Deutschland – Einig HigTech-Land

Tim Cook: “Deutschland hat unglaubliche Fähigkeiten. Wir arbeiten mit einer Reihe von Unternehmen zusammen. Man kann auf der ganzen Welt keine Unternehmen finden, die auch nur annähernd vergleichbare Fähigkeiten haben. Das liegt an ihrem handwerklichen Können, der Präzision dessen, was sie tun. Sie sind perfekt. Die Basis, auf der diese digitale Transformation also stattfindet, ist eine unglaubliche solide Grundlage. Wir haben großen Respekt vor der deutschen Ingenieurskunst……
Schauen Sie, selbst das neue Bürogebäude, das wir bauen wird mit sehr viel deutschem HighTech ausgestattet. Die Fenster sind Made In Germany.

Diese Fenster konnten auch nur aus Deutschland kommen, von nirgendwo anders.Viele der Möbel im Apple Park oder die Einrichtungsgegenstände in unseren Läden kommen aus Deutschland. Ich habe die Fabriken besucht, in denen diese Produkte hergestellt werden. Und es gibt noch viel mehr Dinge in Deutschland, die nur von dort kommen können. Hoffentlich sind Sie darauf richtig stolz.”

Ich habe schon öfter über die Möglichkeiten geschrieben, die wir in Europa und ganz besonders in Deutschland herausgearbeitet haben. Deutschland bezieht seine Kraft aus der wirtschaftlichen Kraft Westdeutschlands und den Erfahrungen von Millionen Ostdeutschen, die sogar den Sozialismus fast zu einem Erfolg gemacht hätten. Am Ende waren natürlich die Probleme offensichtlich und der Drang nach Freiheit und dem verlockenden Westen führte zur friedlichen Revolution. Darauf können wir wirklich stolz sein. Ein Lob für uns Ostdeutsche. Wir haben die Zukunft vorweggenommen und ab 1990 mit einem Schlag eine wirtschaftliche Transformation durchlebt, die in anderen Ländern niemals so gut funktioniert hätte wie in Deutschland. Wir sind inzwischen Pioniere der Veränderung. Das sind einzigartige Erfahrungen. Gemeinsam sind wir wirklich großartig. Da bin ich mir ganz sicher!

The Next Big Thing

Tim Cook: “Neue Kategorien kommen nicht jeden Tag. Und wir nehmen uns Zeit. Wir sind geduldig. Augmented Reality ist übrigens eine große Sache. Sie würden es vielleicht nicht so sehen, ich aber umso mehr. Sie sollten Software in ihrer Betrachtung des Neuen nicht unterschätzen. Augmented Reality ist so groß wie die Multitouch-Bedienung, die mit dem ersten iPhone eingeführt wurde. Und Multitouch hat alles verändert. Davor haben die Leute Knöpfe benutzt. Jetzt begannen sie plötzlich, die Software zu berühren. Und heute können sie es sich gar nicht mehr anders vorstellen. Mit Augmented Reality wird es genauso sein.”

Das nächste große Ding, wie wir es oft bezeichnen, ist ganz sicher die Virtualisierung. Virtuelle Realität oder auch Augmented Reality – Erweiterte Realität. Apple war schon immer gut Dinge, die es bereits gab noch besser zu machen und auf den Punkt zu bringen.

Wenn wir heute mit Freunden touristisch in Berlin unterwegs sind, dann wird automatisch der Wunsch nach einem Besuch bei Checkpoint Charly auftauchen. Wir können das MAUER PANORAMA von Asisi besuchen oder die Bernauer Straße. Für mich ist ein Besuch an der Bösebrücke – am ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße sehr wichtig. Die Brücke markiert heute nur noch die Grenze zwischen Wedding und Prenzlauer Berg. Hier ging am 09.November 1989 die Mauer zum ersten Mal auf. Ich war schon oft mit Menschen hier, die mir sehr viel bedeuten und denen ich meine Geschichte erzählen mag.  

Mithilfe von Smartphones, mit Augmented Reality werden wir in Zukunft derartige historische Orte besuchen und uns in eine wählbare Vergangenheitsperspektive begeben können. Schon heute zücken wir unsere Smartphones und googlen und mappen wir was das Zeug hält. Augmented Reality wird noch einmal alles verändern.

 

Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Angst ist kein guter Berater


Mögen Deine Entscheidungen
Deine Hoffnungen widerspiegeln,
nicht Deine Ängste.
/Nelson Mandela/

Nelson Mandela sagte einmal, dass wir wir unsere Taten nicht an unseren Ängsten, sondern an unseren Hoffnungen orientieren sollen. Das leuchtet ein. Jemand, der ängstlich ist, versteckt sich und versucht unsichtbar zu bleiben und unauffällig zu leben. Dann, so glaubt der Ängstliche, wird ihm schon nichts passieren.  
Wir leben bereits in einer Zeit in der es wieder sehr gefährlich scheint, Dinge beim Namen zu nennen. Wer weiß, welcher politisch getriebene Datensammler uns auf eine schwarze Liste setzen und verfolgen wird? Es ist alles möglich. Datenbanken sammeln Daten und jeder, der auf Datenbanken zugreifen kann, ist in der Lage zum Beispiel, alle Namen auf “Christ” oder “Jude” oder “Links” oder “Rechts”, zu filtern. Es ist möglich und es ist machbar. Es ist real.
Bist du “intellektuell” oder “harmlos”, ein Einzelgänger oder ein geselliger Mensch? Sagst du wirklich, was du denkst? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Wer sind deine Freunde auf Facebook oder Google+? Wie viele richtige Freunde hast du?

Die Gefahren der heutigen Welt werden deutlich, wenn man sich mit den Möglichkeiten beschäftigt. Für die meisten Zeitgenossen ist das undurchsichtig und beängstigend. Zurecht. Tekkies erkennen auf Grund der Komplexität der Möglichkeiten, dass die Probleme beängstigend komplex geworden sind.

“Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.” /Nelson Mandela/

Es gibt viele Menschen, die sich instinktiv vor der Freiheit fürchten. Sie sind auf Angst konditioniert. Es ist vorhersehbar wie sie reagieren, wenn etwas ihre antrainierten Ängste auslöst. Psychologie pur.  

Die Konditionierung betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Haben wir einmal JA! gesagt und fühlen wir uns von nun an verpflichtet? Stimmt es, dass wir einmal NEIN! sagen und dann wieder ganz von vorn anfangen müssen oder ganz aus dem Rennen sind? Ist das so? Hast du Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit? Was würdest du eigentlich tun, wenn du eines Tages nicht mehr VERPFLICHTET wärst?

Glaube mir bitte! Ich weiß genau, was das bedeutet. Und ich habe mir dir Freiheit genommen, mich zurückgezogen und mir einen Perspektivwechsel gegönnt. Das ging, weil es noch nicht zu spät war. Es funktionierte, weil ich durch äußere Umstände dazu gezwungen wurde. Es war eine Chance, kein Unglück.
Ich frage mich, wie Menschen, die eine höhere Karrierestufe erreicht haben, auch nur einen kleinen Persepektivwechsel wagen könnten. Es ist gefährlich, weil der Fall zu tief sein könnte. Wer aus großer Höhe fällt, braucht ein Sprungtuch und sehr viel Mut. Er (meistens ist es in diesen Fällen ein Er) braucht verständnisvolle Begleitung, wenige Beratung. Ein guter Coach ist in solchen Fällen ein guter Begleiter. Angst ist genau das Gegenteil davon.

Ein Film von Rainer-Maria Fassbinder heißt: ANGST ESSEN SEELE AUF. Muss ich noch mehr dazu sagen? Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, sich von Angst steuern zu lassen.

Eine Angst, die existenziell wirkt, ist die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Hast du Angst vor Bedeutungslosigkeit? Worin besteht deine Bedeutung? Wer oder was definiert deine Bedeutung? Ist das wirklich so? Bist du dir sicher?

Angst ist niemals ein guter Begleiter. Meinst du nicht auch? Wie wirst du deine Ängste los? Was wird dir möglich, wenn du dich in eine angstfreie Zone begibst? Hast du Angst, auch nur darüber nachzudenken? Hast du Angst, deine Ängste zu reflektieren? Warum ist das so? Was wird dir möglich, wenn du deine Angst besiegen kannst? Denk darüber nach und stell es dir vor. Ein Leben ohne Zwang und ohne Angst. Es ist möglich!

 

Coaching: Das Unmögliche erreichen


„Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“ /Alice im Wunderland/

Eine sehr gute Coaching-Definition. Nur wenn man das scheinbar Unmögliche in den Fokus des Möglichen bringt, kann es erreicht werden. Ich paraphrasiere ein wenig und auch das ist eine gute Coachingübung.

Jeder Mensch hat eine ganz individuelle Methode zu lernen, Zusammenhänge zu verstehen und Dinge zu begreifen. Paraphrase ist eine sehr gute Möglichkeit herauszufinden, was am besten zu mir passt. Das ist das Problem von herkömmlichen Schulen. Der Lehrer bietet in der Regel genau eine oder zwei Methoden, einen bestimmten Lehrstoff zu vermitteln. Wer nicht in das Raster der Methode passt, wer eine andere Wahrnehmung oder einen anderen Zugang zu Wissen besitzt, hat keine Chance. Also Paraphrase und Perspektivwechsel bis es passt. Pacing-Phase. Coach und Coachee tasten sich näher. Wenn der Coach spürt, dass er einen möglichst guten Zugang zum Coachee bekommt, kann der nächste Schritt gemacht werden. Der Coachee spürt sehr genau, wann dieser Punkt erreicht ist.

Der nächste Schritt  ist es ein Ziel zu finden, dass für den Coachee als unerreichbar, aber attraktiv gilt.

Fragen:
“Wer bist Du, wenn Du in 20 Jahren auf Dein Leben zurückblickst?”

“Was würdest Du tun, wenn alle Widerstände und Mauern durch ein Wunder komplett verschwinden würden?”

“Nehmen wir an, dass alles, was Du machst, erfolgreich sein wird. Es gibt keine Rückschläge und kein Pech. Du packst etwas an und hast Erfolg damit!”

“Welche Ziele würdest Du Dir stellen? – Alles gelingt, Du musst es nur machen!”

“Als Kind hattest Du Träume. Was waren Deine Vorstellungen von Dir in der Zukunft? Wer wolltest Du als Kind sein? Was wolltest Du einmal machen und einmal sein?”

Jeder Mensch hat Träume. Wer jung ist kennt noch keine Grenzen. Er oder sie akzeptiert keine Grenzen. Wir leben in einem Zeitalter in dem wir gelernt haben, dass Grenzen und Mauern nicht für die Ewigkeit gebaut sind. Kreativität und Neugier verleiht uns Mut und Entschlossenheit Dinge zu denken und zu tun, die vor ein paar Jahren nur ein Traum waren.

Ich bin ein absoluter Science-Fiction Fan. Als kleiner Junge habe ich Jules Verne gelesen und Kurt Laßwitz, H.G.Wells und Isaak Asimov, Clarke, Philipp K.Dick, Arkadi und Boris Strugatzky und viele mehr. Alles was ich finden konnte verschlang ich hungrig. Alles schien möglich mit den technischen Möglichkeiten der Zukunft. Alles ist möglich mit den technischen Voraussetzungen, die uns bereits heute zur Verfügung stehen. Die Zukunft im Sinne meiner kindlichen Science Fiction Welt hat längst begonnen. Sie ist bereits Realität.

Wie schafft man es, unmöglich erscheinende Ziele zu definieren und in die Realität umzuwandeln?

Es ist ganz einfach: Wir schreiben uns eine Liste auf, mit Dingen die unmöglich sind und warum sie unmöglich sind. Dann drehen wir das Unmögliche um und machen daraus  eine To-Do-Liste.

Turn A Impossible List – into – A To-Do-List

Zuerst scheibst Du eine Liste, warum etwas unmöglich ist. Dann verwandelst Du diese Impossible-List in eine To-Do-List. Stück für Stück. Ein Schritt nach dem anderen.

Es kann durchaus Dinge geben, die vorerst unmöglich bleiben werden. Aber dann passiert etwas und Unmögliches wird möglich und Du wirst es merken und dich an die Liste erinnern und dann kannst Du den nächsten Schritt gehen.

Totes Pferd – ABSTEIGEN!


Steig ab, wenn das Pferd tot ist……

Ein altes Indianersprichwort sagt, dass man absteigen soll, wenn das Pferd auf dem man reitet tot ist.

Ich hatte kürzlich ein intensives Gespräch mit einem zutiefst verunsicherten Mann. Man sah es ihm nicht auf dem ersten Blick an. Ein Blick auf seine Vita forderte zahlreiche Fragen. Das Gespräch lief sehr schnell auf ein Coaching hinaus. Der Mann hatte Potential und er befand sich in einer Handlungsstarre. Das Ziel des Coachings war nicht zuerst die Jobsuche. Das Ziel des Coachings lautete Auftauen. Es dauerte eine Weile bis mein Klient dieses Ziel mit eigenen Worten formulieren konnte. 

Paul M.* (*Name verändert) erzählte mir, dass er unter einem sehr starken Druck stehen würde.

Er arbeitete seit einigen Jahren als Betriebsleiter in einem größeren Unternehmen. Er hatte sich dort hochgearbeitet. Nach der Berufsausbildung hatte er immer wieder Leitungsfunktionen übernommen. Paul hatte nicht studiert und er konnte mir keine einzige Qualifikation im Bereich QM vorweisen. Paul erzählte mir, was er alles getan hätte und mir wurde sehr schnell klar, dass er durchaus Potentiale hatte. Das Problem war aber, dass er erstens schon zu alt für eine Umschulung war und er hatte keine Zeit mehr um sich irgendwo wieder hochzuarbeiten. Ausserdem nahm er an, dass jüngere Leute viel bessere Voraussetzungen als er hätten. “Schon allein die Sprachkenntnisse sind heute sehr wichtig!”, erklärte er mir. Selbstredend. Ohne Englisch geht heute überhaupt nichts mehr. Aber das kann man lernen, egal wie alt man ist. Englisch ist schließlich die Lingua Franca des 21.Jahrhunderts, die Verkehrssprache für Jedermann.

Ich will nicht auf die Einzelheiten eingehen. Sie wissen ja: Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder toten Personen wären rein zufällig. Auf jeden Fall wurde sehr schnell deutlich, dass er da auf einem klapprigen Gaul unterwegs war. Das Pferd war kurz vor dem Zusammenbrechen und empfand seinen stolzen Reiter nur noch als Last. Es war noch nicht ganz tot, aber lange würde es wohl nicht mehr dauern.

Ich spiegelte Paul seine Situation und reflektierte mit ihm seine Stärken und Ressourcen. Er erkannte sehr schnell, dass er einfach nur ein anderes Pferd suchen müsste. Absteigen und den alten Gaul stehen lassen und keinen Blick mehr zurück wenden. Das ist die Devise! Das alte Pferd würde auf jeden Fall sterben. Vermutlich sollte man ihm den Gnadenschuß gönnen. Aber das war nicht die Aufgabe von Paul. Paul musste nach vorne schaun und sich ein neues Pferd suchen. Ein Pferd das stark genug für ihn war.

Es dauerte eine Weile bis Paul erkannte, was ich ihm mit dem toten Pferd sagen wollte. Er reflektierte das Thema und meinte, dass er doch auf gar keinem Pferd reiten würde. Er wäre doch längst abgeworfen und entlassen worden. Dann begriff er. Das tote Pferd, das er immer noch zu reiten versuchte war seine Vorstellung von einem Chefposten, wie er ihn bislang innegehabt hatte. Aber dieses Pferd war mausetot. Niemand konnte er zum Leben erwecken und ähnliche Pferde gab es nicht. Paul musste sich von seinen Vorstellungen trennen. Das war nicht einfach für ihn. Ich coachte Paul und begleitete ihn auf seinem Weg zu einer neuen Zukunft. Ein interessantes Detail war für mich auffällig. Paul war bei der Agentur für Arbeit gemeldet und er erhielt keine Leistungen mehr. Er lebte sozusagen von Nichts, wenn man vom Gehalt seiner Ehefrau absieht. Paul war so sehr in seiner Idee von einem Job als Betriebsleiter gefangen, dass er es seit etwa 3 Jahren vorzog NICHTS zu verdienen und seinen Traum zu leben. Das war der Ansatz um ihm eine Reihe Auswege aus seiner Situation zu zeigen.     

Und so wurde aus einem alten Indianersprichwort wieder einmal ein fruchtbares Coaching. Paul erkannte seine Möglichkeiten und beschäftigte sich nicht mehr mit alten Pferden. Es macht keinen Sinn. Alte Pferde belasten nur und sie werden sowieso bald das Zeitliche segnen.  

Worauf es wirklich ankommt ist es ein Pferd zu reiten, dass in der Lage ist den Reiter zu tragen und an ein realistisches Ziel zu führen. 

Schwachsinn


SCHWACHSINN

Neulich erreichte mich ein Kommentar zu einem meiner BlogBeiträge. Meine erste Reaktion auf Feedback ist einfach: Danke für den Kommentar!
Dann habe ich mich tatsächlich mit diesem Kommentar beschäftigt. Der oder die KommentatorIn beschränkte sich darauf mir eine Watsche zu verabreichen, also mir eine zu knallen. Interessant, wie ich finde. Unerwachsene Kommunikation. Ich denke, dass man darüber nachdenken können sollte, wenn man etwas falsches geschrieben hat oder ein Zusammenhang nicht deutlich wurde.

Ich frage mich auch, wie der Beziehungszusammenhang zwischen einem anonymen Kommentator und einem offenen Blogger ist. Ich kenne den Kritiker nicht. Er oder sie kennt mich nicht. Was soll also der kindliche Drang etwas als Schwachsinn abzuqualifizieren? Wenn es Schachsinn ist, dann würde mich auch ganz genau interessieren, warum das so ist. Ich schreibe ja nicht einfach so, sondern weil ich permanent lerne und das Gelernte versuche in Worte zu kleiden um es mir vor Augen zu halten. Wenn andere das gerne lesen, dann ist es O.K. für mich. Wenn andere das kritisieren, auch. Wenn andere das hassen und es als Schwachsinn bezeichnen, dann würde ich gerne ganz genau wissen, wer dahinter steckt und was ich mit der Info anfangen soll. Ich bin für einen erwachsenen Dialog. Alles andere ist: Schwachsinn….

Erfolg ist der Maßstab für Glück


Erfolg ist der Maßstab für Glück

Schöne Aussage. Worum geht es?

Es geht darum, glücklich zu werden mit dem, was man am besten kann. Viele Menschen bemühen sich ein anderer Mensch zu sein, als sie eigentlich sind. Sie wissen nicht, wer sie sind und was sie wirklich gut können werden, wenn sie sich anstrengen. Sie wissen nicht, dass Talent und Neigung allein nicht genügt um erfolgreich zu sein. Zum Erfolg gehören erreichbare Ziele, ein starker Wille, gute Netzwerke, Fleiß, Ausdauer, Geduld, Fokussierung und die Fähigkeit das Leben achtsam und aufmerksam zu leben. Ich spreche hier ausdrücklich nicht nur von Genuss.

 

Das Ziel des Erfolgreichen ist nicht Genuss um des Genusses willen. Im Gegenteil. Erfolg ist die schönste Belohnung!

Diesen Satz werde ich mir einrahmen und auf meinen Schreibtisch stellen.

Erfolg bedeutet nicht, andere Menschen in die Ecke zu drängen oder buchstäblich über Leichen zu gehen. Erfolg hat immer etwas damit zu tun, sich selbst zu überwinden und sich selbst weiterzuentwickeln. Die Entwicklungsstufen des Selbst von Keagan sind ein interessanter Ansatzpunkt. Selbst wenn wir alles verlieren sollten, unser Selbst und unsere Persönlichkeit kann uns niemand mehr nehmen.

Kennst du jemand, den du bewunderst und von dem du denkst, dass er es geschafft hat? Natürlich kennst du so jemanden. Jeder hat solche Menschen vor Augen. Wenn wir mit offenen Blick durch die Welt gehen, werden wir die Menschen sehen, die erfolgreich sind und ihren Weg gegangen sind. Wir werden erkennen, was der Unterschied zu allen anderen ist und wir können uns an ihnen ausrichten.
Auch hier gilt, wie immer, wenn wir uns Ziele setzen:

Augen auf bei der Wahl deiner Vorbilder! Donald Duck ist mir viel lieber als der andere Donald, den wir inzwischen alle kennen. Und ich rede nicht von dem Wetterfrosch im Fernsehen.

 


Ohne Erfolgserlebnisse kann niemand glücklich leben.

Das ist ein Gesetz. Es geht doch nicht anders.

Ich schreibe seit Jahren sehr viele Texte und würde gerne endlich meinen ersten Roman fertigstellen. Was habe ich nicht alles geschrieben. Ich habe mir Charaktere ausgedacht, Dialoge und Plots entworfen, eine große Story und jede Menge witziger Episoden. Ich habe alles aufgeschrieben und trotzdem noch nichts veröffentlicht. Erfolg ist für mich, wenn ich es schaffe, dieses Puzzle endlich zusammenzufügen und auf den Markt zu werfen. Es wird Zeit! Ich sollte mir ernsthaft Gedanken machen, was diese Veröffentlichung für mich bedeuten würde. Ich wäre glücklich, glaube ich. Was hält mich eigentlich davon ab? Dahinter stecken immer irgendwelche Ängste. Ich weiß, wovon ich spreche. Die größte Angst ist vielleicht, zu erkennen, dass man doch nicht so toll in dem ist, was man tut. Mein Romanprojekt sagt vieles über mich aus.

Auch deine Projekte sagen viel über dich aus. Was willst du am liebsten tun, was erreichen? Was traust du dich nicht, weil du glaubst nicht wirklich gut zu sein?

 

Überwinde deine Angst!
Thematisiere deine Angst.
Sprich darüber!
Es genügt, wenn du mit dir selbst offen darüber sprechen kannst. Sei gnadenlos offen zu dir!
Du bist dein bester Freund, dein bester Vertrauter!
Du kannst alles aufschreiben.
Du kannst deine Ziele, deine Möglichkeiten und deine Ressourcen sichten und ausbauen. Sei kreativ!
Nutze die Zeit!

Wer bist du, wenn du es anpackst? Und wer bist du, wenn du es nicht tust?

Große Ziele erreicht man nicht mit einem Schritt. Es müssen viele kleine Schritte in die richtige Richtung gegangen werden.

Ich schreibe Texte in einen Blog. Und ich veröffentliche beinahe jeden Tag. Es tut mir gut und ich habe gerne Erfolg damit. Und ich habe bereits einige Menschen davon überzeugen können so etwas auch zu können. Das ist ein Erfolg für mich!

Erfolg bedeutet für mich auch: Andere Menschen zu ermutigen und ihnen Kraft und Zuversicht zu schenken. Ich helfe gerne, Menschen mit Potential über den Horizont sehen zu lassen. Ich befreie sie gerne von einschränkenden Überzeugungen.

Was bedeutet für dich Erfolg? Was willst du erreichen?

Schreib es auf und sende mir eine Nachricht! Ich bin gespannt auf dich!

Und nicht vergessen: Du darfst glücklich sein und Erfolg macht dich glücklich!

Bitte schenkt mir keine Bücher mehr!


Bitte schenkt mir keine Bücher mehr!

Berlin, Januar 2016

Ich bin gerade mitten in einem Umzug. Der Umzug in ein neues Leben, sozusagen. Ich werde, ausser meinem Arbeitszimmer, keine Möbel mitnehmen. Aber da sind die vielen Bücher, von denen ich mich unmöglich trennen kann. Im neuen Haus steht ein großes Billy-Regal mit Glastüren. Hier werden meine literarischen Schätze gesammelt. Ausserdem habe ich noch jede Menge Platz im Arbeitszimmer. Aber mir wird langsam klar, dass ich mich von einigen Büchern trennen muss. Natürlich werde ich Hemingway, Mark Twain, Umberto Eco, Jules Verne undsoweiter mitnehmen. Es ist ja tatsächlich so, dass die Bücher, die man gelesen hat, einem erst wirklich gehören. Die absoluten Klassiker habe ich ohnehin immer auf dem KINDLE dabei. Ich arbeite an meiner persönlichen Freiheit. Projekt Freiheit bedeutet sich von unnötigem Ballast zu trennen ohne zu leiden. Ich sitze in einem Luftschiff und muss Ballast abwerfen um zu steigen.
Es ist ja unglaublich, was man in einem Leben so alles sammelt. Ein Umzug kann helfen. Als ich vor vielen Jahren hierher zog, das war 1986, hatte ich gerade soviel Besitz, dass er in einen einzigen Transporter passte. Den Umzug erledigte mit einem Handwagen. So war das damals. Ich war zu stolz um mir Hilfe zu erbitten.
Heute sind die Bücher ein echtes Problem für mich. Ich habe es nicht gelernt, Bücher wegzuwerfen. Das geht doch nicht! Aber niemand will Bücher geschenkt haben. Es gibt mehrere Internetangebote bei denen man Bücher verkaufen kann. Die Ankaufpreise stehen in keinem Verhältnis zum ideellen Wert. Das fällt also auch aus. Es ist kompliziert. Aber ich will ja endlich mit dem Ballon aufsteigen. Mir bleibt gar nichts anderes übrig als Ballast abzuwerfen – und zwar schnell.

Vorletztes Jahr zu Weihnachten hat mir meine Tochter einen dicken Loriot Band geschenkt. Bitte nicht mehr! Er steht noch völlig ungelesen im sich leerenden Bücherregal. Ich werde ihn wohl mitnehmen. Natürlich den Oscar Wilde und auch die Geheimen Tagebücher von Mark Twain und das Buch von Umberto Eco, das ich mir so sehr gewünscht habe. Diese Bücher werden mich immer begleiten, stehen sie doch für einen besonderen Abschnitt in meinem Leben. Ich lese Bücher und ich werde mich auch in Zukunft mit Büchern umgeben. Das ist völlig klar. Aber es müssen Bücher sein, die mir etwas bedeuten, die ich mir erarbeite und aneigne, indem ich sie lese. Dann gehören sie mir – für immer.

Mein allererstes Buch habe ich ohnehin aus einer Bibliothek ausgeliehen. Eine Ausgabe von Kipling mit dem Titel “Rikki Tikki Tavi” – oder so ähnlich. Es handelte sich um Geschichten aus dem Dschungelbuch. Ich habe das Buch nicht physisch in meinem Besitz, genau so wenig wie viele andere Bücher, die mich beeinflusst haben. Aber das ist nicht schlimm. Es gehört zu mir, weil ich es gelesen und mir so angeeignet habe. Ich könnte es jederzeit kaufen, wenn ich wollte. Aber wozu sollte ich das tun? Ich habe es doch schon gelesen……

Anfang der 1990er Jahre habe ich mir den SPIEGEL abonniert. Ich war froh, dass ich die Möglichkeit hatte und ich versuchte jede Ausgabe zu lesen. Dann sortierte ich die Hefte in einem Regal und hob sie auf. Bis heute lagen sie auf dem Dachboden und verstaubten. Nun habe ich mir ein Herz gefasst und die Papiertonne mit den alten Zeitschriften gefüllt. Es ist tatsächlich wahr: Ich fühle mich erleichtert und tatsächlich immer freier. Der Anfang ist getan und bald ist alles erledigt. Dann kommen noch alte Computer und HiFi-Anlagen und wahrscheinlich muss ich auch meine CD-Sammlung erheblich kürzen. Und dann sind da noch meine alten Vinyl-Schätze. Die habe ich seit der Wende aufgehoben. Aber Vinyl soll ja wieder im Aufwind sein. Ich denke, ich werde mir demnächst wohl einen richtig guten Schallplattenspieler kaufen! Wenn die alten Platten nur nicht so schwer wären……

Und Bücher? Immer wenn ich bei Dussmann oder einem anderen guten Buchhändler bin, dann sehe ich doch, was los ist. Es gibt alles, was das Herz begehrt und noch viel mehr. Es ist ein unbeschreibbarer Überfluss an überflüssigem Zeug, was sich da auch den Büchertischen stapelt. Ich suche dann immer nach dem Regal für die Klassiker und werde fündig. Es ist schön, nach Hause zu kommen und alte Bekannte zu treffen. Das ist wie ein Anker in der Brandung. Man kann Halt finden und Sicherheit.
Ich habe genau das gefühlt, als ich vor einigen Jahren einer Frau begegnet bin, die genau das verkörperte, was ich mir immer erträumt hatte. Sie war eine sehr schöne, sehr gebildete und geheimnisvolle Frau, die mich wieder mit den Klassikern der Literatur und der Musik zusammengeführt hatte. Das war sicher nicht ihre Absicht, aber ich war inspiriert und ich spürte, wie wertvoll das für mich ist. Heute lebe ich ein völlig anderes Leben als früher. Ich bin umgeben von Schönheit, Literatur, Musik und Kultur. Ich lebe in einer wahren Oase, die ich mir vor Jahren noch nicht einmal vorstellen konnte. Alles ist geordnet und anspruchsvoll. Ich arbeite als Coach und Berater und ich muss mir keine Sorgen mehr um meine Zukunft machen. Wirklich nicht. Es ist ein unglaubliches Glück! Ich kann es manchmal selbst nicht fassen.

Ich bin gerade mit dem ICE nach Heidelberg unterwegs und nutze die Zeit um zu schreiben. Meine Kollegen sind irgendwo im Zug verteilt. Ich finde es gar nicht so schlecht, dass wir uns separat Plätze reserviert haben. Nichts ich anstrengender als permanenter Small-Talk mit Menschen, die man jeden Tag auf der Arbeit um sich hat. Ich habe keine große Lust darauf, zuviel von meinem Privatleben von mir zu geben. Geht eigentlich niemand etwas an. Meine Partnerin trennt das auch kategorisch. Wenn sie gefragt wird, wer der Mann sei, mit dem sie gesehen wurde, dann entgegnet sie, dass das ja wohl ihre Privatangelegenheit sei. Sie will nicht, dass irgendjemand Rückschlüsse auf ihre professionellen Pläne ziehen könnte. Sie hält sich ihre Karriere offen. Wenn wie ein entsprechendes Angebot bekommen würde, dann würden wir einfach nach Zürich, London oder New York gehen. Auch das sind Möglichkeiten, an die ich früher nie gedacht hatte. Alles ist möglich. Manchmal kann ich es nciht glauben. Aber auch ich kann überall arbeiten.

Meine Coachings werden immer interessanter. Mit der Praxis kommt die Sicherheit. Seitdem ich Akademiker coache, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, merke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich habe das am Anfang meiner Coachingausbildung geanhnt und dann konsequent umgesetzt. Im Augenblick mache ich einen Spagat zwischen arbeitslosen JobcenterKunden und mehreren Akademikern, die einfach ihre Bremsen lösen wollen. Meist liegen die Ursachen von Blockaden in der Kindheit. Das weiß jeder Therapeut. Coaching ist so etwas wie eine Therapie, aber mit gesunden Menschen. Richtig krank ist kaum jemand, soweit ich das beurteilen kann. Psychiater und Psychologen haben manchmal einen anderen Blick auf die Dinge. Immer wenn ich höre, dass viel zu schnell irgendwelche Medikamente verschrieben werden, schüttelt es mich. Natürlich ist es einfach, Psychopharmaka zu verschreiben. Aber ich bleibe skeptisch. So etwas müsste wirklich gut diagnostiziert werden. Ich bin mir nicht sicher, ob das immer der Fall ist.

Mein Erfolg ist das Feedback meiner Klienten. Das alte Qualitätsmanagementsprichwort wirkt:
Der Kunde soll wiederkommen – nicht das Produkt! – Das habe ich mir gemerkt, “Onkel Horst” sei es gedankt!
Wobei der Vergleich natürlich hinkt. Welches Produkt sollte denn bei einem Coaching denn zurückkommen? Aber der erste Teil stimmt. Die Klienten kommen nur wieder, wenn sie es wirklich wollen. Sie kommen nur, wenn sie etwas davon haben. Und das ist in zunehmenden Maße der Fall. Das macht mich glücklich.

Eigentlich wollte ich hier keinen Tagebucheintrag machen. Das ist eine andere Tasse Tee. Aber nun wird es doch sehr persönlich. Ein Umzug in ein neues Leben. Die Vergangenheit. Die Menschen, die mir etwas bedeuten und denen ich dankbar sein kann. Menschen die mich begleitet haben, die mich beflügelt und gebremst haben. Ich bin dankbar für jeden einzelnen dieser Menschen. Aus die mir weniger zugeneigten Zeitgenossen haben irgendetwas beigetragen, was mir genutzt hat. Sogar der Gärtner.

Jeder soll für sich glücklich werden. Jeder soll in seiner Welt glücklich werden, möglichst ohne andere zu schädigen. Ich habe meinen Frieden gemacht mit den Menschen meiner Vergangenheit, besonders wenn sie mir Ärger bereitet und mir Steine in den Weg geworfen haben. Jeder Umweg war eine Chance etwas Neues zu pobieren. Heute ist mir längst klar, dass ich vieles, was ich sein wollte nicht sein konnte. Ich hatte einfach nicht genug Motivation und Können um bestimmte Jobs so auszufüllen, wie ich es gerne gewollt hätte. Warum auch immer. Ich war nie ein Elektronikspezialist, obwohl ich inzwischen eine Menge von der Materie verstehe. Schliesslich habe ich das studiert. Als ich mit dem Studium fertig war hätte ich bei einem Halbleiterfertiger anfangen können. Allerdings war damals die gesamte Industrie im Umbruch. Ich war froh einen anderen, interessanten Job zu haben, der meine junge Familie ernähren konnte. Ich war stolz darauf niemals arbeitslos gewesen zu sein. Viele Jahre später erst begriff ich, dass ich viel Zeit und Geld verschwendet hatte. Das ich mich irgendwann umorientieren würde, konnte ich damals nicht ahnen. Damals war ich ein anderer Mann. Ich war nicht der Mann, der ich heute bin. Ich war ängstlich, zurückhaltend und sehr unsicher. Das ist heute ganz anders. Heute ist vieles ganz anders geworden. Ich habe in den vergangenen Jahren ein paar ganz große Schritte nach vorn gemacht. Das alles steckte allerdings schon in mir. Die Anlagen waren vorhanden. Es musste nur noch freigesetzt werden. Die Bremsen mussten gelöst werden um aus einem klapprigen Trabant einen schnittigen Porsche zu machen. Oder einen Audi. Der gefällt mir besser.

Irgendwann hat ein kluger Mann gesagt, dass wir uns in einem Umbruch befinden. In Zukunft werden wir nicht mehr auf Besitz setzen, sondern Zugang wird wichtig sein. Das stimmt genau: Access ist wichtig. Was nützt mir das schönste Schloss im Wald ohne Zugang zum Internet? Was nützt mir meine schöne Schallplattensammlung und Bibliothek, wenn ich mich woanders aufhalte?

Erich Fromm hat ein sehr gutes Buch geschrieben: Haben und Sein. Darauf kommt es tatsächlich an: nicht was man hat, sondern wer man ist. Es ist egal, was ich habe, wenn ich jemand bin. Ich habe das begriffen, als ich diese wundervolle Frau kennenlernte. Es war egal wieviel ich hatte, wenn ich nur ich war. Sie wollte nicht meinen Besitz, sondern den Mann, den sie in mir erkannte. Und der konnte so übel nicht gewesen sein. Im Gegenteil! Er weiß längst, was in ihm steckt. Es ist wichtig das zu wissen. Es hat etwas mit Persönlichkeit zu tun.

Coaching ist Persönlichkeitsentwicklung. Das beste Coaching ist selbst Coach zu werden. Ich habe nicht. Ich bin. Darauf kommt es an.

 

 

Geniale Ideen – falscher Rahmen


Das Genie und die Ahnungslosen

Ein absolutes Genie hatte eine seiner großartigen Ideen. Er sprühte vor Inspiration. Er musste es jemand erzählen.

Er ging durch die Stadt und kaufte Brot. Da niemand im Bäckerladen war, erzählte er der Verkäuferin von seiner grandiosen Idee. Die schüttelte nur den Kopf und lächelte ahnungslos.

Er schrieb seine Idee in seinen täglichen Blog. Die Reaktion aus dem Netz ließ auf sich warten.

Am Nachmittag hielt er einen Vortrag vor Managern. Auch hier war die Reaktion sehr verhalten.

Das Genie dachte nach. Zweifel wuchsen. Vielleicht war die Idee nicht gut genug? Vielleicht hatte er Fehler gemacht. Möglicherweise überschätzte er sich und sollte bescheidener werden.

Genau das tat er. Er wurde immer bescheidener und lernte, seine genialen Einfälle für sich zu behalten. Es war doch klar, dass niemand seine Ideen verstand. Oft zweifelte er an sich. Aber es gab auch Tage an denen er ganz deutlich spürte, dass er richtig lag. 

Es vergingen einige Jahre. Plötzlich eroberte eine neue Idee die Welt. In einem fernen Land hatte jemand genau dieselben Gedanken gehabt, wie unser Genie. Die Idee fiel auf einen fruchtbaren Boden. Sie wuchs und wurde immer größer. Manche Menschen bewerteten die Idee als Unsinn und überflüssigen Quatsch. Aber sie setzte sich durch. Heute arbeiten Menschen auf der ganzen Welt ganz selbstverständlich mit der Technologie, die aus der Idee entwickelt wurde. Niemand würde auf den Gedanken kommen, dass man es wenige Jahre zuvor nicht verstehen konnte, was diese eine großartige Idee für Auswirkungen haben würde. 

Unser Genie war immer ein Genie. Er agierte nur in einer falschen Umgebung. Vielleicht war die Zeit noch nicht reif für dafür gewesen. An seiner Idee lag es nicht, dass er keinen Erfolg hatte. Er arbeitete zur falschen Zeit am falschen Ort. Das war alles. 

Ich will!


In jedem Menschen steckt ein Psychologe.
In jedem Menschen steckt ein Coach.
Jeder Mensch ist ein Schwimmer.
Jeder Mensch kann lesen und schreiben.
Jeder Mensch kann Auto fahren.
Jeder Mensch kann sehr viel mehr erreichen, wenn er es gelernt hat.

Ein Coach wird man durch Ausbildung und Praxis. Eine Weiterbildung mit mindestens 60 Stunden Praxis ist so eine Ausbildung.

Dazu kommen sehr viel Erfahrung und achtsame Selbstreflektion. Ein Coach muss bereit sein, sich zu verändern und seine Persönlichkeit zu entwickeln. Das beginnt mit selbstkritischer Reflektion. Das ist nicht immer schmerzfrei.

Wer einmal begriffen hat, worum es beim Coaching geht, der kann immer weiter gehen. Ein Coach ist in der Lage Denkmodelle zu erweitern und Grenzen seines eigenen Denkens zu sprengen.

Aber am Anfang ist immer eine Entscheidung. Ich will mich weiterbilden! Ich will mich weiterentwickeln!

Am Anfang ist immer das Wort: Ich will!

Der inkompetente Chef


Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ohne dass man sie exakt so formuliert, lautet:

 

“Wie gehe ich mit meinem inkompetenten Chef um?” Im Coaching ist das der Punkt an dem ich mich ersteinmal zurücklehne und mir meinen Coachee noch genauer betrachte. Ich achte auf seine Körperhaltung und beobachte seine Kinetik. Es ist still in diesen Momenten. Ich suche direkten Augenkontakt und dann frage ich den Klienten, ob er mir erlaubt Fragen zu stellen. In diesen Frage steckt der Schlüssel zur Lösung aller Probleme.

 

“Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, dass Ihr Chef nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die Sie von einem Chef erwarten. Bitte beschreiben Sie das Aufgabenfeld Ihres Chefs und Ihr eigenes Aufgabengebiet.”

 

Ich verzichte hier auf Antworten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Chef nicht der Richtige ist, dann beantworten Sie einfach die Fragen und lösen die Aufgaben, die ich hier stelle. Sie sind der Coachee, der Klient und ich stelle einfach Fragen.

 

“Welche Aufgaben hat ein Chef in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen? Was muss er können? Schreiben Sie bitte die wichtigsten 10 Kompetenzen in eine Liste!”

 

“Wer aus Ihrer Abteilung könnte den Job des Chefs besser ausfüllen?”

 

“Was sind die positiven Eigenschaften des Chefs? Wo ist er wirklich gut? Was kann er aus Ihrer Sicht am besten?”

 

“Was würde sich ändern, wenn Sie Chef werden würden?”

 

“Was erwarten Ihre Kollegen vom Chef?”

 

“Was erwartet der Vorgesetzte vom Chef?”

 

“Was ist für das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden wichtig? Bitte schreiben Sie 10 Punkte auf!”

 

“Bitte entscheiden Sie sich, wo Ihre Chef die eben genannten Punkte erfüllt. Kennzeichnen Sie den entsprechenden Punkt mit einem Haken.”

 

“Bitte entscheiden Sie, an welchen Punkten Sie die eben genannten Punkte besser erfüllen würden, als Ihr Chef. Machen Sie ein dickes PLUS+ hinter den entsprechenden Punkt und ein PLUS++, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie es wesentlich besser machen können”.

 

“Bitte überarbeiten Sie Ihre Unterlagen und senden mir das ausführliche Ergebnis per eMail. Wir haben den nächsten Termin bereits vereinbart. Ich bin gespannt auf Ihre Ausarbeitungen!”

Coaching = Ergebnisoffen


Aktionismus hat nichts mit Coaching zu tun. Warum ich darüber rede? – Nun – Es liegt auf der Hand, dass jede Dienstleistung ein Ziel und ein Ergebnis haben muss. Das steckt tief in unseren Köpfen. Alles Andere macht keinen Sinn. Niemand bestellt einen Fensterputzer, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass er anschließend saubere Fenster hat. Niemand geht zu einem Friseur, der sein Handwerk nicht beherrscht. Coaching ist etwas anders als vieles, was wir zu kennen glauben. Coaching ist tatsächlich Ergebnisoffen. Natürlich gibt es eine ganz klare Parallele zum Sport. Ein Coach ist immer ein Leader, der einen Sportler und eine Mannschaft an die Spitze bringen soll. Aber oft passen Sportler und Coach tatsächlich nicht zusammen. Der beste Trainer hat keine Chance, eine schlechte Fußballmannschaft zu einem Gewinnerteam zu machen. Es war ein langer Weg für den Trainer des deutschen Fußballteams bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Parallelen zum Coaching sind erstaunlich. Oft braucht man einen sehr langen Atem, Mut und Vertrauen um große Ziele zu erreichen. Ich erkenne deutliche Parallelen zum Businesscoaching. Ich arbeite oft mit Teams zusammen, die nicht richtig funktionieren. Alle scheint zu passen. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber das Team funktioniert nicht. Personalabteilungen werden mit Beschwerden überhäuft und die Performance der Abteilung wird immer schlechter. Niemand weiß woran das liegen könnte. Aber es handelt sich um Menschen, die man nicht einfach mal so austauschen möchte. Das ist die Situation, in der man sich einen Coach holt, der sich in die Situation hineindenken und Lösungsvorschläge machen kann. Und natürlich will man Ergebnisse sehen. So schnell wie möglich. Die Kosten für das Coaching dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Man wird unruhig, schon bevor der Prozess sich richtig entfalten kann. Ich stelle das immer wieder fest und arbeite an Verträgen bei denen Coaching nicht nur nach Stunden abgerechnet wird. Ich habe das bereits mehrfach erlebt: Bereits in der ersten Phase, in der ich die ersten Weichen stelle, kommen Prozesse in Gang, die als positiv wahrgenommen werden. Immer wieder glauben Auftraggeber, dass das Coaching bereits erfolgreich gelaufen ist, wenn erste Ergebnisse sichtbar werden. Ich halte mich in diesen Fällen zurück, dem zu widersprechen. Jede Intervention wird mit Sicherheit als Versuch gewertet,  das Coaching zu verlängern um ein höheres Honorar zu berechnen.

Meine Empfehlung sind Rahmenverträge mit monatlichen Raten. Ich denke auch immer daran, dass ich als Coach auch die zeitlichen Ressourcen der Teams im Auge behalte. Mehr als drei oder vier Stunden pro Woche erträgt kein Team von hart arbeitenden Managern oder Ingenieuren. Aber der Prozess läuft ab dem Zeitpunkt an dem ich  in das Coaching gehe. Nicht vergessen: Coaching ist ergebnisoffen. Ich habe oft erlebt, dass das Ergebnis eines Coachings oft überraschend ausfällt. Das ist ein kein Wunder. Coaching ermöglicht es, völlig neue Perspektiven einzunehmen und scheinbar Bekanntes aus unkonventionellen Blickwinkeln zu sehen. Ich hole immer das Beste aus der Situation und aus den beteiligten Personen heraus, wenn ich genügend Zeit für den Prozess bekomme. Am Ende sind immer alle Gewinne, sogar scheinbare Verlierer, die unter bestimmten Umständen das Team verlassen müssen. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Es ist heute leider so, dass Menschen mehr Kraft und Energie aufbringen um ihren Arbeitsplatz zu sichern, als tatsächlich gute Teamarbeit zu leisten. Wenn es einfacher wäre einen neuen Job zu finden, egal wie alt und ausgebrannt man gerade ist, könnte sich jeder besser auf Ziele einstellen und möglicherweise genau die Arbeit finden, die zu einem passt. Die Rahmenbedingungen sind andere. Ich denke, dass wir unglaubliche Potentiale und Möglichkeiten sinnlos verschwenden, weil wir es uns immer noch leisten Ressourcen zu verschwenden. Die Ursachen liegen auf der Hand. Jeder der versucht den menschlichen Faktor tatsächlich das Wirtschaftsleben einzubringen, gilt als Phantast und Träumer, als Weichei. Aber darum geht es nicht. Es ist in Wirklichkeit ein harter Job, der zu erledigen ist, wenn man mit Menschen arbeitet. Der Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten steigt überproportional. Es ist eigentlich ein Wunder, warum so viele Spezialisten in diesen Gebieten fehlen. Versuchen Sie mal einen Psychotherapeuten zu finden. Aber das liegt auch daran, dass wir längst daran gewöhnt sind, scheinbar kein Geld für Behandlungen auszugeben. Wir zahlen ja schließlich in unsere Krankenkasse ein. Zurück zum Coaching, genauer zum ergebnisoffenen Coaching.

Ein sehr guter Konstrukteur ist oft ein sehr schlechter Chef. Ein guter Leiter muss sich sehr oft von seinen fachlichen Fähigkeiten entfernen um erfolgreich zu werden. Er muss loslassen um tatsächlich frei zu sein für neue Aufgaben. Detailverliebte Abteilungsleiter, die sich am liebsten auf ihre Stärken konzentrieren und ihre Führungsfähigkeiten nicht weiterentwickeln, sind Gift für jedes Team. Das Peter-Prinzip läßt grüßen. Vielleicht hätte man den Posten lieber doch noch nicht annehmen dürfen und sich etwas mehr Zeit lassen sollen um mehr Kompetenzen zu sammeln. Wer zu früh kommt, hat auch ein Problem. Manchmal ist später besser. Niemand kann ein Dach decken, bevor der Keller stabil ist. Ausbauen geht immer, aber die Konstruktion muss stehen.

Es muss aber auch klar sein, dass der Chef eines Teams von Ingenieuren selbst Ingenieur sein sollte. Und zwar ein guter. Fachliche Schwächen sind mindestens genau so gefährlich wie das Fehlen von Führungkompetenz. Personalabteilungen können ein Lied davon singen wie schwer es ist die passenden Leute zu finden. Von Teambildung einmal ganz abgesehen. Das wird oft erst dann versucht, wenn nichts mehr geht. Was das dann kostet, steht auf einem anderen Blatt. In vielen Fällen kostet es Millionen und viel zu oft kostet es das Unternehmen.

Coaching – Concepting – Reframing – Slight of Mouse


Coaching – Concepting

Das Reframing einschränkender Überzeugungen – begrenzender Glaubenssätze

Was sind Überzeugungen? Überzeugungen sind bestimmte Urteile, die wir über uns selber und über unsere Außenwelt haben. Überzeugungen unterliegen einer bestimmten Struktur und haben eine Ursache und eine Wirkung.

Ein Beispiel einer Überzeugung könnte sein: „Ich kann nicht kochen, weil ich oft das Essen anbrennen lasse.“ Wir haben es hier bereits mit einer der typischen einschränkenden Überzeugungen zu tun, um die es sich beim Reframing hauptsächlich dreht. Einschränkende Überzeugungen sind aber meist genau so überflüssig wie ein Kropf! Eine wichtigte Einschränkung hat diese These allerdings. Und zwar darf das Überwinden der einschränkenden Überzeugung weder uns selber, noch unsere Mitmenschen schädigen oder in eine bedrohliche Situation bringen.

Wenn ich beispielsweise die Überzeugung:

„Ich kann nicht fliegen, weil ich kein Vogel bin“ – überwinde und auf das Dach eines 10-stöckigen Hauses klettere, um das auszuprobieren, sollte ich den Reframe noch einmal ernsthaft überdenken. 😉

Überzeugungen lassen sich aber noch aus einer anderen Perspektive betrachten, nämlich aus der Sicht ihrer Bedeutung für den Überzeugungsträger. Bisher haben wir uns mit der Oberflächenstruktur einer Überzeugung beschäftigt. Wichtig für unseren Erfolg als Reframer ist es aber auch die Tiefenstruktur, die einer Überzeugung zugrunde liegt, zu erfassen. Diese Tiefenstruktur repräsentiert die wahre Bedeutung oder den Wert die eine bestimmte Überzeugung für diesen Menschen hat.

Die Überzeugung:„Ich kann nicht gut kochen, weil ich oft das Essen anbrennen lasse.“ können wir mit Fragen wie: „Was bedeutet das für Dich?“ erhellen. Mögliche Antworten könnten sein: „Ich bin zu ungeschickt und werde es sowieso nie lernen.“ oder „Ich kann mich nicht auf eine einzelne Aufgabe konzentrieren, weil ich immer abgelenkt werde.“ oder „Ich habe in meiner Kindheit auch schon alles falsch gemacht, und werde nie etwas richtig machen.“

Erst wenn wir die Bedeutung einer Überzeugung für deren Inhaber erkennen sind wir letztendlich auch in der Lage diese zu verändern und umzudeuten.

Das folgende Beispiel für ein komplettes Reframing nach allen 14 Sleight-of-Mouth-Mustern habe ich dem Buch „Slight of Mouth – Die Magie der Sprache“ von Robert Dilts entnommen.

Ein Beispiel

Wir wollen uns nun mit der weitverbreiteten einschränkenden Überzeugung »Krebs führt zum Tod« beschäftigen. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, wie sich mit Hilfe der obigen Fragen verschiedene Sleight-of-Mouth-Interventionen entwickeln lassen, die den Blick für andere

Sichtweisen und Möglichkeiten öffnen. Dabei ist zu beachten, dass die letztendliche Wirkung einer Sleight-of-Mouth-Aussage stark vom »Ton« abhängt, in dem sie geäußert wird, sowie von der Stärke des Rapports zwischen dem Sprecher und dem Zuhörer.

Glaubenssatz / Überzeugung: »Krebs führt zum Tod.«

1. Absicht: Ich weiß, dass es Ihnen darum geht, keine falschen Hoffnungen aufkommen zu lassen, aber es könnte sein, dass Sie auf diese Weise generell verhindern, dass Hoffnung entsteht.

2. Umdefinieren: Letztendlich verursacht nicht der Krebs den Tod, sondern das Versagen des Immunsystems. Deshalb sollten wir versuchen, eine Möglichkeit zur Stärkung des Immunsystems zu finden. Magische Kommunikation durch Reframing + NLP – Nichtraucherseminare mit Hypnose(Unsere Empfindungen bezüglich Krebs können natürlich Angst erzeugen und zum Verlust der Hoffnung führen, was das Weiterleben erheblich schwieriger machen kann.)

3. Konsequenz: Unglücklicherweise tendieren Überzeugungen wie diese dazu, sich selbst erfüllende Prophezeiungen zu werden, weil sie Menschen dazu bringen, die Suche nach anderen Möglichkeiten aufzugeben.

4. Chunking Down: Ich habe mich schon oft gefragt, wieviel »Tod« jede Krebszelle enthalten mag.

5. Chunking Up: Wollen Sie damit sagen, dass eine Veränderung oder Mutation in einem kleinen Teil des Systems immer zur Zerstörung des gesamten Systems führen muß?

6. Analogie: Krebs gleicht einer Wiese, auf der allmählich das Unkraut überhand nimmt, weil sie nicht gründlich genug von Schafen kurz gehalten wird. Die weißen Blutkörperchen unseres Immunsystems gleichen Schafen. Wenn Streß, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung usw. die Zahl der »Schafe« verringert, wird das Gras vom Unkraut überwuchert. Falls es Ihnen gelingt, die Zahl der Schafe zu vergrößern, werden sie das ökologische Gleichgewicht der Wiese wiederherstellen.

7. Verändern der Rahmengröße: Wenn alle Menschen dieser Überzeugung wären, würden wir nie eine Heilmethode finden. Würden Sie wollen, dass Ihre Kinder dies auch glauben?

8. Ein anderes Ergebnis: Eigentlich geht es weniger darum, was den Tod verursacht, als darum, was das Leben lebenswert macht.

9. Modell der Welt: Viele Mediziner sind der Meinung, dass wir alle ständig ein paar mutierte Zellen in unserem Körper haben und dass dies nur bei einer Schwächung unseres Immunsvstems zum Problem werden kann. Somit wären entartete Zellen nur einer von mehreren Faktoren – darunter auch Ernährung, Einstellung, Streß, adäquate medizinische Behandlung usw. -, die darüber entscheiden, wie lange ein Mensch lebt.

10. Realitätsstrategie: Wie genau repräsentieren Sie diese Überzeugung? Stellen Sie sich den Krebs als einen intelligenten Eindringling vor? Welche Art von inneren Repräsentationen haben Sie, und wie reagiert Ihr Körper darauf? Halten Sie Ihren Körper und Ihr Immunsystem für intelligenter als den Krebs?

11. Gegenbeispiel: Heute werden immer mehr Fälle bekannt, in denen Menschen Krebserkrankungen nachweislich überleben und sich viele Jahre bester Gesundheit erfreuten. Krebs und die Behandlung von Krebs gehören zu unserem Alltag.

12. Kriterienhierarchie: Vielleicht ist es wichtiger, dass wir uns auf den Zweck unseres Lebens und auf unsere Mission konzentrieren als darauf, wie lange unser Leben dauern wird.

13. Apply to Self. Dieser Glaubenssatz hat sich im Laufe der letzten Jahre wie Krebs ausgebreitet; und es wirkt ziemlich tödlich, zu starr an ihm festzuhalten. Sicher wäre es interessant zubeobachten, was geschehen würde, wenn er ausstürbe.

14. Meta-Rahmen: Ein übermäßig vereinfachender Glaubenssatz wie dieser kann entstehen, wenn wir kein Modell haben, mit dessen Hilfe wir all die komplexen Variablen untersuchen und überprüfen können, die zum Prozeß des Lebens und Sterbens beitragen.

Magische Kommunikation durch Reframing + NLP – Nichtraucherseminare mit Hypnose

Arbeitsblatt für Sleight-of-Mouth- Muster

Einschränkende Überzeugung: ………………………………………………………………………………………………

bedeutet / verursacht …………………………………………………………………………………………………………….

1. Absicht: Welche positive Absicht oder welcher positive Zweck steht hinter dieser Überzeugung?

2. Umdefinieren: Welches andere Wort, das anstelle eines der in der Überzeugungsaussage

vorkommenden benutzt werden könnte, bedeutet etwas Ähnliches wie dieses, hat aber positivere Implikationen?

3. Konsequenz: Welche positive Wirkung hat die Überzeugung oder die durch sie definierte Beziehung?

4. Chunking Down: Welche kleineren Elemente oder Chunks werden durch den Glaubenssat impliziert, haben aber eine facettenreichere oder positivere Beziehung zu ihm als die in dem Glaubenssatz zum Ausdruck kommenden?

5. ChunkingUp: Welche größeren Elemente oder Klassenwerden durch den Glaubenssatz impliziert, die in einer facettenreicheren und positiveren Beziehung zu ihm stehen als die in ihm zum Ausdruck kommenden?

6. Analogie: Welche andere Beziehung ähnelt der durch den Glaubenssatz definierten (ist also eine Metapher zu ihm), beinhaltet aber andere Implikationen?

7. Verändern der Rahmengröße: Welcher längere (oder kürzere) Zeitrahmen, welche größere oder kleinere Zahl von Menschen oder welche umfassendere oder eingeschränktere Perspektive würde die Implikationen der Überzeugung zum Positiven verändern?

8. Ein anderes Ergebnis: Welches andere Ergebnis oder Problem könnte relevanter sein als das durch den Glaubenssatz zum Ausdruck gebrachte oder implizierte?

9. Modell der Welt: Welches andere Modell der Welt würde diesen Glaubenssatz in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen?

10. Realitätsstrategie: Welche kognitiven Wahrnehmungen der Welt waren zum Aufbau dieses Glaubenssatzes notwendig? Wie müßte man die Welt wahrnehmen, damit dieser Glaubenssatz als wahr erscheinen würde?

11. Gegenbeispiel: Welches Beispiel oder welche Erfahrung ist eine Ausnahme zu der durch den Glaubenssatz definierten Regel?

12. Kriterienhierarchie: Welches bisher nicht berücksichtigte Kriterium ist möglicherweise wichtiger als diejenigen, die in dem Glaubenssatz zum Ausdruck kommen?

13. Apply to Self. Wie könnte man die Überzeugungsaussage selbst gemäß den durch den Glaubenssatz definierten Beziehungen oder Kriterien beurteilen?

14. Meta-Rahmen: Welcher Glaubenssatz Über diesen Glaubenssatz könnte die Wahrnehmung des ersteren verändern oder bereichern?

Refraiming


Sean Connery at the private party after the pr...

Sean Connery at the private party after the premiere of the movie Seems like old times. Cropped and slightly enhanced from the original, removed some noise and scratches. (Photo credit: Wikipedia)

 

“Nicht die Dinge an sich sind es, die uns beuruhigen, sondern vielmehr ist es unsere Interpretation der Bedeutung dieser Ereignisse, die unsere Reaktion bestimmt.” (Mark Aurel)

 

 

 

Refraiming ist ein wichtiger Bestandteil in allen Beratungsformaten. Wenn man es schafft einen anderen Standpunkt zu finden und eine andere Sicht auf Erlebnisse und Ereignisse, dann ist ein großer Teil der Arbeit schon getan. Eine Glatze kann einen Mann entweder zu einem Verlierer machen – oder zu einem besonders männlichen Mann. Bruce Willis sieht doch mit Glatze viel besser aus, als mit Haaren. Eine Lesebrille deutet auf die verloren gegangene Jugend eines Menschen hin, oder ist ein Zeichen von großer Bildung. Denken wir nur an Sean Connery in “Im Namen der Rose”. Jugendliche benutzen heute immer öfter eine Woody Allen Brille mit Fensterglas, als modisches Accessoire. Die Hornbrille eines Schriftstellers bei einer Lesung und die Art und Weise wie er sie einsetzt, hat eine ganz eigene Bedeutung.

 

“Wenn eine Tür zugeht, dann öffnen sich andere Türen! Man muss sie nur finden und durch sie hindurchgehen.” (keine Ahnung von wem das ist)

 

 

 

Coaching hat sehr viel mit NLP und positiver Psychologie zu tun, aber nicht mit süsslicher Schönfärberei. Manchmal geht es auch hart zur Sache, wenn man den Problemen auf die Spur kommen will. Ich habe schon Coachings als Klient erlebt, in denen ich mir vorkam wie auf einem heißen Stuhl. Niemand hält es lange aus einem guten Coach etwas vorzuenthalten. Es ist ja auch Unfug! Ein Coaching ist keine reine Wohlfühlveranstaltung. Erst wenn es gelingt, die Knackpunkte zu finden, kann man sich an die Lösungsfindung heranwagen. Das ist ein wichtiges Thema für die ersten Coachingsitzungen. Vertrauen aufbauen und den Klienten aufzeigen, dass Coaching keine Spielerei ist, sondern harte psychologische Arbeit. Erst wenn man den Punkt findet, wo es wehtut, “wo der Schuh drückt”, kann man richtig zusammenarbeiten. Leider sind wir heute derart an Schönfärberei und “Friede, Freude, Eierkuchen” gewöhnt, dass wir vergessen, das es nicht immer so ist.
Wenn wir jemand treffen, den wir lange nicht gesehen haben, dann lautet die Antwort auf die Frage “Geht es Dir gut?” oder “Wie geht es Dir?” schablonenhaft “Gut! Mit geht es sehr gut!” Kaum jemand will es wirklich wissen, wie es uns geht. Und manchmal gefällt den Fragestellern die Antwort überhaupt nicht. “Mir geht es sehr gut! Ich habe gerade einen tollen Auftrag an Land gezogen! Ich mache große Fortschritte in meiner freiberuflichen Tätigkeit!” Die Reaktion auf diese Antwort kann ich sofort an den Gesichtern ablesen: Es ist eine Mischung aus Unglauben, Desinteresse und sogar Neid. Ein Freiberufler passt nicht in die geordnete Welt der sozialversichungspflichtig Beschäftigten. Andererseits weiß jeder, dass die Rente in unserer alternden Gesellschaft bald nicht mehr nur aus Rentenabgaben finanziert werden kann. Eine Mindestrente – unabhängig von der Anzahl und der Höhe der Versicherungsjahre wird immer wahrscheinlicher. Es ist nur eine Frage der Finanzierung und der Zeit.

 

Es gibt da so eine Geschichte, die ich gerne erzähle, wenn es um Refraiming geht. Ein russisches Bäuerlein hatte ein Pferd und er hatte einen Sohn. Eigenartigerweise ist nie von seiner Frau die Rede. Aber auch das kann man ändern.
Eines Tages verschwand sein einziges Pferd. Er machte sich auf die Suche und nahm seinen Sohn mit. Sie konnten es nicht finden. Die Nachbarn sagten “Du armer, armer Mann! Nun ist alles verloren! Dein eiziges Pferd ist verschwunden! Was sollst du nun tun? Wovon sollst du leben?” Das Bäuerlein antwortete nur: “Wer weiß, wozu es gut ist! Gott hat’s gegeben, Gott hat’s genommen!”

 

Ein paar Tage später tauchte das verlorene Pferd in der Steppe wieder auf. Der Sohn fand es und wollte es nach Hause bringen. Aber das Pferd hatte sich mit wilden Pferden angefreundet und eine ganze Herde folgte den Beiden. Stolz führte der Sohn die Herde in die Koppel und die nachbarn staunten! “Du Glücklicher! Was für ein Reichtum!” Der Bauer antwortete nur: “Wer weiß, wozu es gut ist!” Die wilden Pferde mussten zugeritten werden. Der einzige Sohn machte sich an die Arbeit und er war sehr erfolgreich darin. Die Nachbarn staunten und murmelten: ”Was für ein glücklicher Mann du sein musst! Du hast einen geschickten Sohn, der dir viel Freude macht!” Der alte Bauer antwortete nur: “Wer weiß, wozu es gut ist? Gott hat’s gegeben, Gott hat’s genommen!”

 

Der Sohn stürzte vom Pferd und brach sich ein Bein so unglücklich, dass es wohl für immer steif bleiben würde. Die Nachbarn beklagten das Unglück lautstark: “Du armer Mann! Dein einziger Sohn! Und nun kann er nicht mehr so gut für dich arbeiten! Wie furchtbar!” Der alte Bauer sagte seinen bekannten Spruch auf. “Wer weiß, wozu es gut ist!”
Dann gab es Krieg. Die jungen Männer wurden alle zum Militärdienst eingezogen. Nur der Sohn unseres Bauern nicht, weil er nicht für den Militärdienst tauglich war. Kaum einer der jungen Männer kam mit dem Leben davon. – REFRAIMING –