New York Sketchbook – Skizzenbuch von Fabrice Moireau und Jerome Charyn — Stift und Schrift


 

„Ich war noch niemals in New York“ sang vor Jahren Udo Jürgens. Ob es sich dabei nur um eine Zeile in einem seiner Hits handelte oder auch seine Lebenswirklichkeit widerspiegelte, sei dahingestellt. Was mich angeht, muss ich einräumen, dass ich bislang weder in New York noch in den USA überhaupt war. Und es zieht mich […]

über New York Sketchbook – Skizzenbuch von Fabrice Moireau und Jerome Charyn — Stift und Schrift

Die Virtuelle Revolution


Mai 2013 – Wir stecken mittendrin. Kaum jemand ist sich dessen bewusst, dass die Digitale Revolution beinahe nahtlos in die Virtuelle Revolution übergegangen ist. In den großen Rechenzentren ist längst Standard, was in Zukunft alle Bereiche unseres Lebens, unserer Realität durchringen wird. Virtuelle Computer im Computer, ganze Virtuelle Rechenzentren im Rechenzentrum, die in Bruchteilen von Sekunden einfach eingefroren, abgespeichert und an anderer Stelle wieder neu gestartet werden können. Die Automatisierung von IT ist kein öffentliches Thema. Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit vollzieht sich eine unglaubliche Entwicklung. Weitere Aspekte der Virtuellen Revolution sind zum Beispiel Entwicklungen wie Cloud Computing, Virtuelle Realität, Virtuelle Fabriken, der Einsatz von Drohnen, Spionage, Aufklärung von Kriminalität und die Erforschung fremder Planeten oder der Tiefsee. Der Mensch agiert in einer für ihn ungefährlichen virtuellen Umgebung, während Roboter die Arbeit vor Ort erledigen. Die Grenzen zwischen der realen Welt und der virtuellen Welt, der Virtuellen Realität, nennen wir sie einfach VR, verschwimmen. Die VR hat längst über die Ausbreitung von Computerspielen und Spielekonsolen die breite Masse erreicht. Bereits heute ist es möglich virtuelle Welten wie Second Live zu betreten und sich in einem Paralleluniversum mit anderen Menschen weltweit zu treffen. Sprache und Körper spielen in diesen Paralleluniversen bereits heute keine Rolle mehr. Eine wichtige Entwicklung ist die Befreiung der Nutzer und Teilnehmer von komplexen Personalcomputern, die bisher eine hohe Rechenlast tragen mussten. Tabletcomputer, Smartphones und Datenbrillen wie Google Glass sind mit der virtuellen Welt, der sogenannten Cloud, verbunden. Wir verbinden uns quasi direkt mit dem weltweiten Netz und verfügen augenblicklich über alle Ressourcen, die wir benötigen. Wie das im Einzelnen funktioniert, brauchen wir nicht zu wissen. Es ist eine komplexe Blackbox, die sich auf Grund ihrer Komplexität und Geschwindigkeit unserem Verständnis entzieht. Dachte man bis in die 1980er Jahre noch, dass man die Welt bis ins Detail verstehen und erklären könnte, so wird heute immer deutlicher, dass genau das eine Philosophie der Vergangenheit ist. Willkommen im 21. Jahrhundert. Alles wird sich verändern. Wir stecken mittendrin. Sogar Zeitreisen werden möglich sein. Historiker werden in der Lage sein so viele Details über historische Vorgänge zu sammeln, dass wir die Vergangenheit virtuelle nachbauen und in sie eintauchen können. Willkommen in der MATRIX! Alles ist möglich geworden. Alles wird sich verändern, wieder einmal……Was das mit Coaching zu tun hat? Denken Sie nur an das Timeline-Format im NLP. Alles was gedacht werden kann, kann auch erreicht werden. Wir brauchen nur gute Ideen. Ideen sammeln, Puzzles zusammensetzen, Zukunft entwerfen um dann direkt in diese mögliche Welt einzutauchen, wird möglich. Wir werden lernen müssen die Virtuelle Realität und die Reale Welt auseinander zu halten. Die Grenzen werden verschwimmen. Es ist eine Herausforderung für jeden von uns.

Buch im Internet veröffentlichen


Viele Menschen denken darüber nach, wie es wäre endlich ein Buch zu veröffentlichen. Sie beginnen zu schreiben und informieren sich, wie sie einen tollen Verlag finden, der sie entdeckt und fördert. Manche Verlage bieten auch Hilfe bei der Veröffentlichung an. Was die wenigsten ahnen: Verlage sind ständig auf der Suche nach neuen und hoffnungsvollen Talenten. Das Problem ist nur die große Ausfallrate. Harry Potter zog jede Menge mehr oder weniger gut gemachter Nachfolger hinter sich her. Kaum einer hatte den Hauch einer Chance, sein großes Vorbild auch nur annähernd zu erreichen. Es ist wir im richtigen Leben: Viele hoffnungsvolle Talente bleiben für immer unerkannt. Wer vom schnellen Geld träumt wird ebenfalls enttäuscht sein. Selbst sehr gute Autoren müssen sich durch ganz normale Brotjobs über Wasser halten. Viele arbeiten als Ghostwriter für andere. Andere lassen für sich arbeiten. Ein Schriftsteller ist auch nur ein ganz normaler Mensch. Der Weg zum Star ist wahrscheinlich genau so steinig und unwahrscheinlich wie der von unzähligen Models und Sängern, die sich jeden Tag casten lassen. Wie kann man sein Buch über das Internet veröffentlichen, bekannt werden und dann möglicherweise Geld damit verdienen? Erinnern Sie sich an Axolotl Roadkill von Helene Hegemann? Das Buch basiert in großen Teilen auf ein ganz normalen Blog eines weitgehend Unbekannten. Wenn Sie Ihre Storys, Tipps, Kochrezepte oder Familiengeschichte veröffentlichen und bekannt machen wollen, dann veröffentlichen Sie es doch einfach! Keine Angst vor Diebstahl! Wer klaut, klaut es auch nachdem das Buch in einem richtigen Verlag veröffentlicht wurde. Das größte Problem der meisten Autoren und Schriftsteller ist die Tatsache, dass sie noch nichts veröffentlicht haben. Niemand kann sich ein Urteil über ihre Arbeit machen, weil niemand irgendetwas von den unbekannten Genies gelesen hat.  Also ist es logisch einen Blog zu schreiben und auf sich aufmerksam zu machen. Ein Blog ist heute ein wichtiges Marketinginstrument für den Verkauf von Dienstleistungen und Waren. Jeder, der heute bekannt werden will, schenkt seinen potentiellen Kunden etwas. Wer sich zum zweiten Mal auf einer Webseite oder einen Blog umschaut, ist bereits ein Interessent. Schenken Sie ihm Ihre Inhalte und Ihre Aufmerksamkeit! Spätestens, wenn die Anzahl der Leser die 1.000 überschreitet, wird es interessant. Denken Sie nur an die vielen Künstler, die über Youtube weltberühmt werden. Es ist wir eine Welle die klein beginnt und sich immer weiter aufschaukelt. Ein kostenloser Blog im Internet ist die Visitenkarte eines guten Schriftstellers. Dann erst folgt Bekanntheit und möglicherweise auch ein „richtiges“ Buch als eBook oder auf Papier. Wenn Sie also gute Ideen haben und testen wollen, ob Sie Leser finden, dann fangen Sie heute noch an: Mit einem Blog im Internet! Das ist der erste Schritt. Das ist Ihr persönlicher Leserservice.

Sehen Sie es einfach mal so: Sie haben einen Flyer mit unbegrenzter Auflage, den Sie kostenlos überall verteilen. Ein Flyer ist ein Appetizer, er macht Lust auf mehr! Wenn Sie zum Beispiel Ihre Biografie veröffentlichen wollen, so kündigen Sie es rechtzeitig an. Zeigen Sie ein oder zwei Kapitel (die noch überarbeitet werden) und sehen Sie was passiert.

 

Deutschland im Coaching Wahn


Sonntag, 6.Januar 2013 auf RTL

Die Große Reportage: Deutschland im Coaching Wahn

Nie gab es mehr Coaches, jeder kann „becoached“ und alles kann gecoached werden, so scheint es. Sind wir zu verzettelt um in einer immer unübersichtlicheren Welt den Überblick zu bewahren?

Es werden beispielhaft drei Coaches vorgestellt. Ein Verkaufstrainer, eine Dame die Kindern gutes Benehmen bei Tisch beibringt und ein echter Life Coach, der auf Grund seiner starken Sehbehinderung zum Coaching gefunden hat. Die Reportage zeigt vor allem wie verwirrend der Begriff Coaching heute benutzt wird. Das man vor allem dann einen Coach braucht, wenn man „in der Scheiße sitzt“, darf bezweifelt werden.

Was ist also Coaching genau? Wer braucht das? Was bringt das?

Ein Blick auf die großen Coachingverbände ist sicher keine schlechte Idee. Training, Mentoring und Beratung sind definitiv kein Coaching, sondern schlicht andere verwandte Beratungsformate der psychologischen Beratung. Es gibt dann auch noch Seelsorge, Supervision und Mediation…..

Tipp: http://www.coachfederation.de/ und speziell die Kernkompetenzen http://www.coachfederation.de/icf-d/icf-kernkompetenzen.html

Empörungen – ein Update


Das Traditionsunternehmen RMG Gaselan in Fürstenwalde steht vor dem Aus. „Ich bin empört!“, liest man von ehemaligen Geschäftsführern und Politikern, die gegen die Schließung des RMG Standortes – by Honeywell – nichts tun können. Die Grundlagen für eine mögliche Schließung des Standortes wurden bereits vor langer Zeit gelegt. Es war eines der Geburtsfehler des Unternehmens in Fürstenwalde, dass man sich nie aus dem Schatten der Mutter herausbewegen konnte. Es war vielleicht bequemer, im Schatten zu bleiben. Vielleicht gab es keine Alternative. Fakt ist, dass in Fürstenwalde immer eine starke und motivierte Belegschaft tätig war. Das Unternehmen übte sich in Zurückhaltung, wenn es um Löhne und Gehälter ging und war immer ein zuverlässiger Arbeitgeber. Ein längst verstorbener Salesmanager hat einmal hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen, was viele zu wissen glaubten. „Wir dürfen nicht besser werden, als die Mutter! Sonst gibt es Ärger!“ Dabei gab es sehr viele Ansätze um Fürstenwalde zu einem Modellstandort zu machen. 2006 fand ein Beratungsunternehmen heraus, dass es in Fürstenwalde „das am besten eingeführte ERP-System“ in der Gruppe gäbe. Die Folge war die Entscheidung, proALPHA an allen Produktionsstandorten einzuführen. Im Sommer 2009 wurden derartige Pläne über den Haufen geworfen. 2009 gab es dann nur noch eine Betriebsstätte in Fürstenwalde. „Vom Modellstandort, zum Modelstandort, zur Betriebsstätte.“, kommentierte ein schwarzhumoriger Kollege. Die Entscheidungen wurden immer schon woanders getroffen. Lange Zeit in Kassel, am Stammsitz der RMG Group und ab 2009 dann direkt in den USA. Der Niedergang begann damit, dass die IWKA Gruppe von einem US-amerikanischen Investor zerschlagen wurde. Aber das ist ein anderes Kapitel. Die Frage ist, was man für die Mitarbeiter der RMG Gaselan tun kann, was sie für sich tun können. Es wird Übernahmevorschläge geben. Die aktivsten Mitarbeiter können – vermutlich für das selbe Geld wie in Fürstenwalde – in Kassel arbeiten. Ältere Mitarbeiter werden abgefunden und in den Vorruhestand geschickt. Andere werden sich ab 2014 auf dem Arbeitsmarkt umschauen. Das Empörungspotential kann sich jetzt auf wilde Arbeitsniederlegungen und dergleichen richten. Eine bessere Lösung ist die Qualifizierung der Mitarbeiter auf ein marktübliches Niveau. Die wenigsten der Gaselan Mitarbeiter werden jemals eine Bewerbung geschrieben oder ein Vorstellungsgespräch absolviert haben. Der Job bei Gaselan war ja „sicher“. Jetzt kommt es darauf an, selbstbewusst und kraftvoll in die Zukunft zu blicken. Das Ende von Gaselan in Fürstenwalde ist nicht das Ende! Krokodilstränen haben noch keinem etwas genutzt. Wichtig ist jetzt anzupacken und nach vorne zu schauen. Das Jahr ist noch jung. Die Zeit muss genutzt werden. Die beste Lösung ist eine Qualifizierung der Mitarbeiter, die jahrelang auch in dieser Hinsicht zu kurz gehalten wurden. Ein Jahr mit dem Ende vor Augen nur durchzuhalten um dann in eine ungewisse Zukunft zu stolpern ist die Hölle. Wenn ein Schiff sinkt, dann ist immer jeder sich selbst der Nächste. Das ist die traurige Wahrheit. Die bessere Lösung ist eine vom Arbeitgeber finanzierte Qualifizierung. Ausbildung für das mittlere Management, Projektmanagementmethoden wie PRINCE2, moderne Schweißerpässe. Es gibt ein Leben danach! Ganz sicher!

RZ, 27.01.2013, Update 17.02.2013