Trends, die Coaching fördern


Gesellschaftliche Trends, die zur Verbreitung von Coaching beitragen

  • Soziale Isolation
  • Unabhängigkeit des Individuums
  • Ausbreitung des Internet
  • Beschleunigter gesellschaftlicher Wandel

Menschen suchen immer nach Halt und Unterstützung. Während die traditionellen Formen wie Familie, Freundschaft und die Bindung an die Kirche zusammenbrechen, bleibt der Wunsch nach Geborgenheit und Bindung erhalten. Der Mensch ist kein Individualist. Er kann nicht isoliert von anderen Menschen leben. Jeder Mensch braucht soziale Interaktion und Menschen, die in der Lage sind seine Bedürfnisse zu erkennen und aktiv zu kommunizieren. Familien sind längst nicht mehr der sichere Hafen für viele von uns. Die vertrauensvolle Institution Ehe ist auflösbar geworden und hat damit erheblich an Wert verloren.
Organisierte Religion in Form der traditionellen Kirchen hat erheblich an Boden verloren. Gewissheit und Sinn sind für viele Menschen nicht mehr erkennbar. Die Kehrseite der allgegenwärtigen Säkularisierung ist offen erkennbar. Es ist die Einsamkeit des Individuums, das an nichts mehr glaubt. Der Halt in der Gesellschaft ist verloren gegangen. Auf der anderen Seite suchen sich junge Menschen Rat bei Fanatikern und Gurus, die genau in diese Lücke springen. Verschwörungstheorie und infrage stellen von scheinbar unumstößlichen Wahrheiten tun ihr Übriges.
Vor hundert Jahren hatte jedes Dorf seinen Dorfgeistlichen, an den man sich wandte und dem man vertraute. Diese Männer waren oft sehr gut ausgebildet, hatten Theologie studiert und waren sogar in der Lage ungewöhnliche Talente zu erkennen und zu fördern.
Heute geht man zu einem Coach. Coaching ist eine sehr gute Möglichkeit, wie Menschen Sinn und Kontakt zu sich selbst finden können, sowohl als Klienten als auch dadurch, dass sie selbst Coach werden.

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Die Therapie ist ein guter Anfang


Seelenheiler

“Die Therapie ist ein Anfang, ein guter Anfang. Aber leider heilt sie nicht die Seele.” /* Father Phil Intinola, The Sopranos, Episode 5 – Reise in die Vergangenheit/

Camela Soprano suchte ihr Seelenheil in der Kirche, während ihr Mann, der Mafia-Boss, sich bei einer Psychiaterin angemeldet hatte. Nachdem sie ihm erklärt hatte, wie sie die ärztliche Schweigepflicht auslegte (ich darf aber nicht von einem Kapitalverbrechen wie einem Mord etwas erfahren), öffnete sich Tony Soprano und erzählte ihr alles, was er auf dem Kerbholz hatte. Und das war eine Menge. Allerdings durfte keiner der ehrenwerten Gesellschaft erfahren, dass er in Behandlung war. Die hätten sofort gedacht, er hätte einen Knall. Was ihn für immer erledigt hätte. Die Serie ist eine der ersten hochwertigen TV-Serien, die um die Jahrtausendwende gedreht wurden. DIE SOPRANOS ist ein Meilenstein der Filmgeschichte.

WIKIPEDIA sagt: Die Sopranos ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die vom Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Die Serie, die in den Jahren 1999 bis 2007 auf HBO zu sehen war, wurde unter anderem mit 21 Emmys und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Die Writers Guild of America wählte Die Sopranos auf Platz 1 der 101 Best Written TV Series.[1]Auf der Website Metacritic, die Kritiken von verschiedenen Redaktionen zusammenfasst, hält die letzte Staffel einen Metascore von 96 Prozent.[2]
/WIKIPEDIA 15.05.2017/

Interessant ist der enge Zusammenhang zwischen Beziehung, Seelsorge und Therapie. Ich füge Coaching hinzu, weil es in diese Linie gehört. Wobei ich hier nicht behaupten möchte, dass Coaching für Verbrecher und andere Übeltäter das geeignete Format ist. Ich stelle mir nur vor, wie der imaginäre Coach den Mafia-Boss folgende Frage stellt: “Wenn Sie 10 Jahre in die Zukunft sehen. Wo sehen Sie sich dann? Was wollen Sie dann erreicht haben? Was werden Ihre Kinder sagen, wer Sie dann sind?”

Die Antwort könnte mit einem gebrochen italienischen Akzent lauten: “Entweder ich sehe mich sechs Fuß unter der Erde; oder ich bin der anerkannte Pate der Familie. Man wird mir Respekt zollen und es wird allen gut gehen! Ich werde mir nicht mehr die Hände schmutzig machen und meine Kinder werden Ärzte, Anwälte und Politiker sein. Sie werden von ihrem Papa nur gutes zu sagen haben. Sie sind mir dann schließlich Respekt und Dank schuldig!”

Warum sind wir nur alle so angetan von diesen finsteren Typen? Die Antwort liegt auf der Hand. Weil das Leben, auch unseres manchmal genau so ist. Wir sind bemüht gute Dinge zu tun und sauber zu bleiben und dann kommt diese oder jene Chance, die wir glauben ergreifen zu müssen. Und was sollen die Menschen zu Dir sagen, mein aufmerksamer Leser? Ich hoffe, Du lächelst jetzt und denkst Dir Deinen Teil. Und spätestens an dieser Stelle setzt ein Wiener Walzer ein und es erklingt das schöne Lied: Wir sind doch alle kleine Sünderlein……

Ist immer noch besser, als ein vertrockneter Korinthenkacker, der keinerlei Spaß versteht und sich am Ende seines Lebens immer noch fragt, was das denn alles sollte…..

/* Father Phil- katholischer Priester, Seelsorger von  Camela Soprano, Carmela Soprano, played by Edie Falco, is a fictional character on the HBO … her marriage vows during some sexually charged moments with her priest, Father Phil Intintola (in „College“), and painter-decorator Vic Musto./

 

Choleriker leiden an sich selbst


Choleriker leiden an sich

Da auf diesem BLOG sehr oft von Cholerikern und ihren Opfern die Rede ist, bleibt es nicht aus, dass sich hier selbsternannte, selbst erkannte Choleriker, melden und ihre Probleme vorstellen. Was soll ich sagen? Soll ich wirklich alle anderen Menschen zur Flucht vor diesen Menschen auffordern? Eher nicht. Sie brauchen Hilfe. Das scheint schon mal klar. Ein Anfang ist gemacht, wenn sie Hilfe suchen und sich nicht ständig hinter – durchaus verständlichen – Ausreden verstecken.

Menschen können sich ändern; Es ist eine harte Arbeit, aber es geht.

Hier der Bericht eines 25jährigen, der unter seinen Aggressionsproblemen als Choleriker leidet:  

Ich Bin ebenfalls Starker Choleriker
Hallo Ich 25 Jahre Jung,
habe seit früherster Kindheit schwere Aggressionsprobleme die Im Alter immer Stärker und Gewaltiger wurden,Meine Kindheit war eigentlich ganz schön wäre Da nicht Papa gewesen Der mich in jeder Freien Minute wenn keiner Da war geschlagen hat,Ich kann mich an diese Zeit erinnern Als wäre es erst Gestern gewesen,Wir sassen am Tisch es gab Linsen die gehörten Früher nicht zu meinen Lieblings Essen wiederwillg hab Ich es aber gegessen,das hat Papa mit bekommen an diesem Tag gings Los! Er klatschte mein Kopf in den Teller und Ich fing an zu weinen,das war wohl der größte Fehler wenn Ich das tat wurde er richtig Zornig und sehr Aggressiv und schlug dann immer fester,Ich kann mich noch daran Erinnern als Mama zur Kur war,Mein Vater und Ich waren geschlagene 3 Wochen allein die Erste Woche war alles echt Super kein stress Unternehmungen wurden gemacht Flugschau Rothenburgen das war toll,Die 2. Woche fiel anders Aus Ich war im Kindergarten und habe nach einem Schluck Tee gerüplzt,das haben die Kinder Mein Papa gesagt und er schlug mir vor allen Anwesenden Leuten Ob Kinder oder Erzieher in Meinen Magen er schlug mich öfter in den Magen was eventl der Auslöser Für eine Krankheit namens Achalasie gewesen sein könnte,wie dem auch Sei,Zuhause Spitzte die Lage sich Richtig zu ganz ehrlich dachte manchmal das war mein Letzter Atemzug,Er schlug nicht mehr Er prügelte mich mit allem was er in die Finger bekam Gürtel, Teppischausklopfer,Latschen etc. Als Wir in der 3. Woche zu Mama fuhren um Sie zu holen hatte ich mich verschluckt Früh bei essen und dabei gerülpzt,Ich dachte jetzt bin Ich Tot,nee es kam nichts dachte Ich,Beim Zähne Putzen sollte es wohl Richtig Krachen,ich habe mein Mund mit meinem Glas ausgespült,plötzlich ging die Türe auf und Ich dachte n ur OHOH,das wurde mir dann auch bestätigt,Ein Harter schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen so sagt man Heute,Ich allerdings verlor dabei ein Zahn zum Glück Milchzahn,Ich fing an zu weinen und er schlug auf mich ein,Mama durfte Ich natürlich nicht die Wahrheit sagen,Ihr musste Ich erzählen alles war toll und der zahn viel von selbst Raus mit einem gestellten lächeln! Wie dem Auch Das war der auslöser meine Aggressivität,und Leider konnte Ich sie noch nicht bewältigen damals war Ich kind Heute bin Ich erwachsen und ser Aggressiv nicht immer aber wenn Ich Explodiere schnell Landgewinnen,Nun zu meinem Problem Meine Freundin und Ich wohnen seit 2 jahren in einer gemeinsammen Wohnung, sind seit 3/5 Jahren ein eigentlich sehr Glückliches Paar wenn das diese Aggression nicht wäre,Ich raste bei jeder Kleinigkeit aus,Und das ist mir jetzt teuer zu stehen gekommen,Erstens Sie hatte solche Angst nach meiner letzten Attacke das Sie die Polizei gerufen hat Ich habe sie nie angefasst wird auch niemals passieren ich zerstöre meist wert gegenstände,Da Ich in dieser Aggressions phase nicht weis was ich tue nehm ich was mir in Die Hände kommt,kennt man von mein Papa,naja das war dann fasst das Aus unser Beziehung,Ich habe jetzt ein Ultimatum gestellt bekommen entweder Ich suche mir eine Neue Wohnung und Ärztliche Hilfe oder es ist für immer Aus,vorher war mir dieses Problem nie so bekannt wie Jetzt in diesem Augenblick Ich gefährde meine Zukunft mit der Frau meines Lebens,Sie ist sehr oft sehr stark gewesen aber jetzt hat Sie mich vor die wahl gestellt und das war denk Ich das beste um diese Erkenntnis endlich einzusehen das Ich Krank bin (Choleriker) gleich morgen suche Ich ein Arzt auf und werde Ihm das alles schildern und Ich hoffe man kann mir Helfen,vllt. kann es Ja schon einer von Euch.

Es ist eigentlich alles vorhanden. Ein gewalttätiger Vater, eine Mutter die wahrscheinlich immer weg sah und ein junger Mann, der nie etwas anderes als häusliche Gewalt erlebt hatte. Es bleibt die Frage, ob und wie dem Mann geholfen werden kann. So, wie es jetzt aussieht kann es auf keinem Fall bleiben. Ohne aktive Hilfe eines sehr guten Begleiters hat er keine Chance. Aber wer bezahlt so etwas? Die Gesellschaft sollte bereit dazu sein.

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Angst ist kein guter Berater


Mögen Deine Entscheidungen
Deine Hoffnungen widerspiegeln,
nicht Deine Ängste.
/Nelson Mandela/

Nelson Mandela sagte einmal, dass wir wir unsere Taten nicht an unseren Ängsten, sondern an unseren Hoffnungen orientieren sollen. Das leuchtet ein. Jemand, der ängstlich ist, versteckt sich und versucht unsichtbar zu bleiben und unauffällig zu leben. Dann, so glaubt der Ängstliche, wird ihm schon nichts passieren.  
Wir leben bereits in einer Zeit in der es wieder sehr gefährlich scheint, Dinge beim Namen zu nennen. Wer weiß, welcher politisch getriebene Datensammler uns auf eine schwarze Liste setzen und verfolgen wird? Es ist alles möglich. Datenbanken sammeln Daten und jeder, der auf Datenbanken zugreifen kann, ist in der Lage zum Beispiel, alle Namen auf “Christ” oder “Jude” oder “Links” oder “Rechts”, zu filtern. Es ist möglich und es ist machbar. Es ist real.
Bist du “intellektuell” oder “harmlos”, ein Einzelgänger oder ein geselliger Mensch? Sagst du wirklich, was du denkst? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Wer sind deine Freunde auf Facebook oder Google+? Wie viele richtige Freunde hast du?

Die Gefahren der heutigen Welt werden deutlich, wenn man sich mit den Möglichkeiten beschäftigt. Für die meisten Zeitgenossen ist das undurchsichtig und beängstigend. Zurecht. Tekkies erkennen auf Grund der Komplexität der Möglichkeiten, dass die Probleme beängstigend komplex geworden sind.

“Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.” /Nelson Mandela/

Es gibt viele Menschen, die sich instinktiv vor der Freiheit fürchten. Sie sind auf Angst konditioniert. Es ist vorhersehbar wie sie reagieren, wenn etwas ihre antrainierten Ängste auslöst. Psychologie pur.  

Die Konditionierung betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Haben wir einmal JA! gesagt und fühlen wir uns von nun an verpflichtet? Stimmt es, dass wir einmal NEIN! sagen und dann wieder ganz von vorn anfangen müssen oder ganz aus dem Rennen sind? Ist das so? Hast du Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit? Was würdest du eigentlich tun, wenn du eines Tages nicht mehr VERPFLICHTET wärst?

Glaube mir bitte! Ich weiß genau, was das bedeutet. Und ich habe mir dir Freiheit genommen, mich zurückgezogen und mir einen Perspektivwechsel gegönnt. Das ging, weil es noch nicht zu spät war. Es funktionierte, weil ich durch äußere Umstände dazu gezwungen wurde. Es war eine Chance, kein Unglück.
Ich frage mich, wie Menschen, die eine höhere Karrierestufe erreicht haben, auch nur einen kleinen Persepektivwechsel wagen könnten. Es ist gefährlich, weil der Fall zu tief sein könnte. Wer aus großer Höhe fällt, braucht ein Sprungtuch und sehr viel Mut. Er (meistens ist es in diesen Fällen ein Er) braucht verständnisvolle Begleitung, wenige Beratung. Ein guter Coach ist in solchen Fällen ein guter Begleiter. Angst ist genau das Gegenteil davon.

Ein Film von Rainer-Maria Fassbinder heißt: ANGST ESSEN SEELE AUF. Muss ich noch mehr dazu sagen? Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, sich von Angst steuern zu lassen.

Eine Angst, die existenziell wirkt, ist die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Hast du Angst vor Bedeutungslosigkeit? Worin besteht deine Bedeutung? Wer oder was definiert deine Bedeutung? Ist das wirklich so? Bist du dir sicher?

Angst ist niemals ein guter Begleiter. Meinst du nicht auch? Wie wirst du deine Ängste los? Was wird dir möglich, wenn du dich in eine angstfreie Zone begibst? Hast du Angst, auch nur darüber nachzudenken? Hast du Angst, deine Ängste zu reflektieren? Warum ist das so? Was wird dir möglich, wenn du deine Angst besiegen kannst? Denk darüber nach und stell es dir vor. Ein Leben ohne Zwang und ohne Angst. Es ist möglich!

 

Coaching ist….


Coaching ist nicht den Leuten zu sagen, was sie zu tun haben oder was sie tun sollten.

Coaching ist ein Prozess, der Menschen in die Lage versetzt selbst herauszufinden, was sie wollen, was sie am besten können, was ihre tatsächlichen Ziele sind und wie man diese Ziele erreicht.

Coaching bedeutet nicht, Probleme aus der Vergangenheit in einer Endlosschleife unter verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten.

Coaching ist der Weg aus einem Labyrinth von begrenzenden Glaubenssätzen, schneller Perspektivwechsel und ein völlig veränderter Blick auf die Landkarte des Lebens.

Als ich mich das erste Mal mit Coaching beschäftigte,  hatte ich einen Plan. Ich wollte einen Neustart. Coaching war für mich die Möglichkeit, einen neuen Weg in eine neue Zukunft zu gehen.
Ich hatte instinktiv erkannt, was Coaching ist und ich ahnte, dass es sich um einen Beruf mit Zukunft handeln würde. Es kam mir interessant vor. Ich erkannte vieles, was ich bisher getan hatte wieder und lernte wie Kommunikation tatsächlich funktioniert. Das bedeutet auch, dass ich sehr wohl mit den verschiedensten Menschen interagieren kann, ohne dass sie überhaupt bemerken, wo meine Intentionen wirklich liegen. Es gibt Leute, die wirklich glauben, sie wären anderen haushoch überlegen. Sie sind blind, wenn sie jemand treffen, der das weiß und ihnen keine Angriffsfläche bietet.

Ich bin fest davon überzeugt, dass gute Psychologen, Pädagogen und Therapeuten sehr gute Coaches sein können. Ich komme aus einer völlig anderen Richtung. Ich war Ingenieur und IT-Manager. Coaching war für mich der Startpunkt und das Ziel. Ich erkannte sehr schnell, dass ich als Coach genau das machen kann, was ich gerne tat und wo ich mich am wohlsten fühlte. Es war wie eine Berufung, mein neuer Beruf, wenn man so will. Es ist eine völlig andere Form von Hilfe für andere Menschen. Was ich bis dahin kannte waren Beratungsformate wie Seelsorge, Supervision, Mentoring und natürlich hatte ich einige Unternehmensberater erlebt, die ihre speziellen Ziele verfolgten und schematisch abarbeiteten. Auch das ist ein interessanter Ansatz. Ich gehe mit einem Fragekatalog in ein Unternehmen und spreche mit Verantwortlichen. Am Ende gibt es eine ToDo-Liste, die abgearbeitet werden kann. Es werden Prioritäten gesetzt und es wird deutlich, wo der Schuh drückt. Es werden blinde Flecken sichtbar, die das Unternehmen daran hindern, besser zu werden. Coaching kann auch in diesem Bereich einen Quantensprung bedeuten. Aber dazu komme ich bestimmt später noch einmal zu sprechen.

Warum sollte jemand einen Coach aufsuchen und nicht einen Berater oder einen Therapeuten oder einen Seelsorger?

Verschiedene Formate beinhalten verschiedene Vorteile. Wer sich permanent mit Dingen aus der Vergangenheit beschäftigen möchte, geht zum Therapeuten. Das ist ansatzweise auch mit einem Coach machbar. Vieles, was uns hemmt hat seine Ursachen in der frühen Kindheit. Das können wir durchaus kurz berühren. Wir sollten es aber nicht als Coaching betrachten. Das macht besser ein guter Therapeut.

Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen einem Mentor und einem Coach.

Wer in einem großen DAX Unternehmen vorankommen möchte, der braucht einen wohlgesonnenen und gut ausgebildeten Manager. Ein Coach kann hier nur als zusätzlicher Begleiter eingesetzt werden. Wer ein ausgezeichneter Coach werden will, der braucht einen sehr guten Coach als Mentor.

Ich denke, dass Coaching immer helfen kann Dinge herauszufinden, über die wir entweder noch nie nachgedacht haben oder über die wir vermieden haben nachzudenken.

Ein Pastor einer Freikirche hatte mir einmal erzählt, dass er zwei Dinge niemals tun würde. Erstens hatte er eine begründete Angst vor Psychologen und Therapeuten. Vor diesen Leuten fürchtete sich der brave Mann tatsächlich wie der Teufel vor dem Weihwasser, wenn der Vergleich gestattet ist. Er hatte Angst, dass Psychologen ihm seinen Glauben wegnehmen würden. Das hatte er so von seinem Vater gelernt. Die Fantastischen Vier hatten es auf den Punkte gebracht: Religion: Sohn, vom Sohn, vom Sohn vom Sohn. Der Pastor hatte gehört, dass ich Coach bin und schon hatten wir ein gutes Gesprächsthema.
Die zweite Gruppe vor der er Angst hatte, waren Anwälte. So etwas würde er nie brauchen, hoffte er, denn er würde ja verzeihen können. Der Mann war voller Ängste und voller Sorgen. Das ist heute noch so. Ich fürchte, dass es sehr vielen Gläubigen so ähnlich geht wie ihm. Sie haben Angst vor Veränderung und sie haben sehr oft Angst vorm Leben. Alles, was nicht in ihr Weltbild passt wird ausgeblendet und so entstehen sehr große dunkle Gebiete. Also genau das Gegenteil von dem was sie eigentlich anstreben sollten.

Ein guter Coach ist eine Art Künstler. Er beherrscht den Prozess des Öffnens und er führt seine Klienten in einen Flow-Zustand der dann zum gewünschten Resultat führen wird.

Kunst kommt auch beim Coaching von Können. Und dieses Können wiederum ist 90 Prozent Fleiß und nur zu einem geringen Teil Talent. Natürlich muss der Coach auch Lust auf den Job haben, sonst funktioniert das nicht.

Wenn Menschen einen Coach suchen, dann sind sie in der Regel schon bereit für einen Wandel. Ich kenne natürlich auch den Weg, Menschen blitzschnell in den Zustand zu bringen, einen Wandel erzielen zu wollen. Das funktioniert aber nur, wenn die Menschen es freiwillig tun wollen. Niemand darf versuchen, einem Menschen etwas überzustülpen. Coaching ist keine Gehirnwäsche.

Coaching schult blitzschnelle Perspektivwechsel. Wir haben heute jeden Tag die Gelegenheit scheinbar allgemein bekannte Dinge genauer unter die Lupe zu nehmen. Trump sei Dank! Egal was man von diesem ungehobelten Raubein halten mag. Er wird dafür sorgen, dass es wieder vorwärts geht. Manchmal muss man etwas zerstören um etwas Neues aufzubauen. Ein altes, marodes Haus abreißen und ein modernes Hochhaus bauen, ist vielleicht nicht die schlechteste Idee. Aber das hätten wir auch anders haben können. Ich will nicht abschweifen. Ich bin kein Freund von unhöflichen Cholerikern und verwöhnten Narzissten, die sich nicht im Griff haben. Auf jeden Fall wird nun plötzlich sehr deutlich, die stark die EU ist und dass es sich lohnt sie zu erhalten und auszubauen.  

 Das Beste am Coaching ist für mich, jeden Tag neue Leute kennenzulernen und sie auf ihrem Weg in ihr neues Leben zu begleiten. Ich bekomme so viele neue Ideen und Anregungen, dass ich es kaum fassen kann. So etwa hatte ich mir das vorgestellt mit dem Coaching. Es wird niemals langweilig. Jeder Tag bringt tatsächlich neue Einsichten und Ansichten. Spannend!

 

Die Farbe der Seele


Die Fähigkeit, glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.
Marc Aurel (121 – 180), römischer Kaiser und Philosoph,

hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus; später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius, als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus

Von Zeit zu Zeit ziehe ich mich zurück und lasse Marc Aurel auf mich wirken. Er war ein Mann, der auf Grund seiner Geburt sehr gesegnet war und es dennoch schaffte sein Selbst zu reflektieren und dadurch ein Mensch zu bleiben. Marc Aurel, ein Gottkaiser, der auch dem Größenwahn oder der Selbstüberschätzung zum Opfer hätte fallen können. “Bedenke, Mensch, dass Du sterblich bist!” Wie könnte man das jemals vergessen.

Marc Aurel war kein Christ, so viel steht wohl fest. Man könnte auf alternative Ideen kommen, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Aber er bezog seine Weisheit und seine Demut aus anderen Quellen. Der römische Kaiser war einer der bedeutendsten Herrscher Roms. Während seiner Herrschaft von 161 bis 180 hatte Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus oft kriegerische Auseinandersetzungen an den Grenzen des Reichs zu bestehen. Als Anhänger der Stoa lehnte er das Christentum ab und ließ die blutige Christenverfolgung im Jahr 177 in Lyon und Vienne zu. Weltruhm erlangte Marc Aurel vor allem als philosophischer Schriftsteller. In seinen  „Selbstbetrachtungen“ verfasste Marc Aurel Aphorismen im Tagebuchstil, die ihn als bedeutenden Repräsentanten der stoischen Schule ausweisen. Es handelt sich um kluge Gedanken, die heute noch ihre Wahrheit in sich tragen und es uns erlauben auch in finsteren Zeiten optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Die Kraft, die in der Seele wohnt – ein Coachingthema. Darum geht es. Wer innerlich stark ist, der kann Ängsten und Sorgen etwas entgegensetzen. Seit dem 20. Januar 2017 ist die Welt eine andere geworden. Dunkle Wolken sind aufgezogen. Aber das alles spielt in Wirklichkeit keine Rolle für unseren persönlichen Seelenzustand. Wir erkennen die Gefahren und grausamen Konsequenzen, die das alles haben kann. Wir schließen unsere Augen nicht vor dem Irrsinn, der sich da abspielt. Wir können nichts übersehen. Aber wir sind Menschen und wir erkennen, dass in jeder Welle der menschlichen Geschichte auch wieder neue Chancen und Möglichkeiten entstehen. Arm sind diejenigen, die sich hohlen Versprechen und der Ablehnung von fremden Menschen hingeben.

Ein weiteres Zitat von Mark Aurel: Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken. Wir sind die Maler unserer Seele. Was wir denken werden wir sein. Nicht nur die Gedanken wer wir sind formen unser Wesen, sondern alle Gedanken. Gedanken der Hoffnung, Gedanken der Liebe, Gedanken des Glücks. So wir wir uns unser glückliches Leben vorstellen, wird es tatsächlich sein, denn wir selbst sind die Schmiede unseres Glücks. Es gibt Menschen, die fürchten sich so sehr vor dem Glück, dass sie es nicht erkennen, wenn es vor ihrer Tür steht. Manch einer glaubt, dass er sich für seine Kinder und seine Familie aufopfern muss um seine Pflicht zu tun. Von Glück meine Spur. Diese Menschen vertreiben das Glück und lassen es nicht zu. Wer glücklich ist, sollte daran denken, dass das Glück nur kurzfristig vorhanden ist? Was für ein Unsinn! Aber viele glauben daran. Sie vertiefen sich in ihrem Unglück und leiden an ihren schweren Aufgaben, weil sie das genau so gelernt haben. Aber nicht vergessen:  Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken!

Hast Du schon einmal die Liebe gefühlt? Oder hast Du etwas Anderes von Deinen Eltern gelernt? Glaubst Du an Dich? Oder glaubst Du, dass es das noch einige Dinge gibt, die du noch brauchst um Dein Leben zu leben und glücklich zu sein? Glaubst Du, dass Du noch so viel zu tun hast, bevor Du ein ausgefülltes Leben führen kannst? Denkst Du, dass noch so viel zu erledigen ist? Dann bedenke, dass Deine Seele sich mit genau diesen Sorgen füllt und die Farbe Deiner Gedanken annehmen wird. Bevor Du es erreichst wird das Glück geflüchtet sein. Du brauchst dringend neue und frische Farben! Ich brauche das genau so wie die Luft zum Atmen.

Manchmal gehört zu einer großen Liebe, dass man sie loslassen muss. Auch wenn es schmerzt, aber auch das gehört dazu und macht den Menschen größer und stärker als er vorher war.

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen verünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett aussen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein gute Coach als Sparringpartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coach gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene spielt eine große Rolle.   

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Reinige Deine Schale


Ein Mönch kam zu Zen-Meister Joshu und sagte, „Ich bin eben erst dem Kloster beigetreten und bin noch neu hier. Bitte unterrichte mich.“
Joshu fragte, „Hast Du Deinen Reisbrei gegessen?“
Der Mönch antwortete, „Ja, ich habe gegessen.“
Daraufhin antwortete Joshu, „Dann solltest Du lieber Deine Schale waschen.“
In diesem Moment war der Mönch erleuchtet.

 

Nimm Dir Zeit. Tue das naheliegende. Konzentriere Dich auf diesen Augenblick. Wasche Deine Schale, spüre das Wasser, sieh wie die Reste der Nahrung an der Schale sich auflösen und im Abfluß verschwinden. Niemals mehr wirst du an den Abfall denken, der verschwunden ist. Beende eine wichtige Tätigkeit mit der Reinigung der Gefäße und Werkzeuge.

Wasche deine Schale kann bedeuten: Lege die Akten ab, so dass sie wiedergefunden werden können und vergesse sie danach. Beende eine Arbeit mit Sorgfalt und Verantwortung.

Ich beende eine Reise, indem ich meinen Koffer nehme und alles an den richtigen Ort lege. Das, was nur für die Reise gedacht ist, bleibt im Koffer. Das ist der richtige Platz.

Wenn Du ein Geschäft beendet hast und wenn Du Dich von Geschäftspartnern verabschiedest, dann sorge für einen ordentlichen Abschluss. Verabschiede Dich in aller Form und hinterlasse nach Möglichkeit nichts, was zu Dir gehört. Das ist nicht immer einfach, denn oft mag man nicht an unangenehme Dinge erinnert werden. Aber glaube mir: Wenn Du etwas nicht ordentlich zum Abschluss bringst, wird es Dich verfolgen und Dir möglicherweise auf den Fuß fallen, wenn Du nicht damit rechnest.  

Wenn Du Dich trennst: Reinige alles und werfe weg, was weg muss. Gehe nicht einfach, sondern kläre und beende es so, dass nichts ungeklärt bleibt.

Ich weiß: Manchmal, oder ziemlich oft, möchten wir uns einfach umdrehen und gehen. Wenn wir aber unsere Schale nicht gereinigt haben, werden wir gedrückt und verfolgt. Wir müssen unsere Schale reinigen.

Waschen bedeutet Wasser und Reinigungsmittel. Warmes und kaltes Wasser helfen beim Waschen. Unser Körper ist unsere Schale. Wenn wir irgendetwas getan haben, dann werden wir uns Zeit nehmen und unsere Schale pflegen, waschen, einölen, achtsam behandeln.

Erst wenn wir das alles erledigt haben, können wir uns weiteren Aufgaben widmen.

Reinige Deine Schale – Reinige Deinen Körper – Reinige Deine Küche – Reinige Dein Geschirr – Reinige Dein Haus – Reinige Dein Auto – Reinige Deinen Arbeitsplatz – Reinige Deinen Schreibtisch – Reinige Deine Datenablage – Reinige Deinen Bücherschrank – Reinige Dein Gewissen – Reinige Deine Hände – Reinige Deine Gedanken – Reinige Deine Seele – Reinige Dein Herz (sei reinen Herzens)

Nimm Dir Zeit und konzentriere Dich auf das Wesentliche.

Sieh mit dem Herzen. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)

Reinige Dich bitte nicht von den Menschen, die Dich lieben…..

Wie man sich richtig trennt


Eine Trennung ist nicht das Ende. Es ist der Beginn einer neuen Qualität einer Beziehung.

Es gibt Institutionen die behaupten, dass eine Ehe unauflöslich ist und Trennung die schlechteste aller Lösungen sei. Es handelt sich hier um einen gefährlichen Irrtum. Menschen entwickeln sich unterschiedlich. Es gibt viele Gründe, warum man – eine einmal getroffene Entscheidung – das Ja! zu einem geliebten Menschen, ein ganzes Leben lang aufrechterhalten sollte. Ich werde jetzt mal ausnahmsweise ganz konservativ und spreche über die Vorzüge einer lebenslangen Partnerschaft. Ich stehe dazu. Das Konzept ist gar nicht so schlecht! Es ein gutes Lebenskonzept, an Familie und Ehe festzuhalten auch wenn es mal schwer wird. Mein Kind ist und bleibt mein Kind. Daran wird sich niemals etwas ändern. Eine Ex-Ehefrau wird immer zur Familie gehören. Es geht nicht anders. Niemand kann vor seiner Vergangenheit weglaufen.

Lange bevor es zu einer Trennung kommt, muss es möglich sein, über Trennung zu sprechen. Wer glaubt, dass es besser ist, nicht darüber zu reden, ist ein gefährlicher Scharlatan. Niemand, der als Berater, Mediator oder Seelsorger unterwegs ist, darf Ratschläge geben. Es muss immer über alles gesprochen werden, auch über eine mögliche Trennung. Trennung ist immer eine Option, auch wenn es noch so schwer scheint.

Ich habe viele Beispiele vor Augen, bei denen es für die Beteiligten heute noch unmöglich ist, nach einer Trennung, vernünftig miteinander zu sprechen. Die Ursachen sind unterschiedlich, haben aber einen gemeinsamen Nenner: Es ist die Unfähigkeit der beteiligten Personen, den Partner tatsächlich zu akzeptieren. Eine schief gelaufene Trennung ist nichts anderes, als die Fortführung eines lange schwelenden Konflikts. Wenn Menschen sich trennen, dann ist das eine logische Konsequenz von Ursachen, die schon lange vor der Trennung, vorhanden waren.

Auf die Frage, wie man sich richtig trennt, gibt es keine einfache Antwort. Ich denke, niemand von Ihnen hat hier eine einfache Antwort erwartet. Ein Punkt ist mir sehr wichtig. Wenn sich eine Familie trennt, dann sollte man unbedingt aufmerksam und aufrichtig miteinander umgehen. Vielleicht braucht man einen Coach oder einen Moderator um eine Trennung zu verhindern. Wenn es zur Trennung kommt, dann braucht es auf jeden Fall einer intensiven Betreuung der beteiligten Personen. Es ist völlig verrückt: Trennungswillige Paare laufen zu Rechtsanwälten und geben sehr viel Geld dafür aus. Ein gute psychologische Beratung, eine Mediation und Supervision kann hier sehr viel sinnvoller wirken.

Punkt Eins: Niemand ist Schuld an der Situation.

Punkt Zwei: Nach der Trennung ist die Beziehung längst nicht vorbei.

Punkt Drei: Konflikte müssen klar benannt und besprochen werden.

Punkt Vier: Es ist nicht einfach. Es ist Arbeit. Aber sie muss getan werden.

Punkt Fünf: Versuchen Sie nicht die schlechten Seiten des Partners hervorzuheben, sondern die guten Seiten.

Punkt Sechs: Grundlage einer guten Beziehung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit – Grundlage einer Trennung ist Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Punkt Sieben: Wenn wir mit Dritten über den Ex-Partner sprechen, dann verraten wir immer sehr viel mehr von uns selbst, als uns bewusst ist.

Fragen wir uns immer, was das Beste für unseren Partner, unsere Familie ist.

Kürzlich erzählte mir eine junge Frau, die sich von ihrem Ehemann getrennt hatte folgende Geschichte. Sie war zu Besuch in ihrer alten Heimat und traf sich ganz selbstverständlich mit ihrem Ex. Ihm war klar, dass sie nicht zu ihm zurückkehren würde. Aber er sagte ihr, dass er sehr glücklich sei, weil er wüsste, dass sie glücklich mit ihrer neuen Liebe sei. Er sah es ihr an und er ließ sie los. Ein wunderbares Beispiel, ein Vorbild, eine gelungene Trennung. Wie können wir jemals die hassen, die wir einmal geliebt haben?

 

Coach oder Therapeut


Google Anfragen, die auf meinen BLOG maccoach.wordpress.com führen:

 

cholerische chef umgang

choleriker therapie

choleriker ursachen

Es geht bei mir um Coaching und nicht um Therapie.

“Ein Coach ist niemals ein Therapeut.”

Wenn ein Psychotherapeut als Coach aktiv wird, dann ist das nicht verkehrt. Psychologen und Psychotherapeuten verfügen in der Regel über eine phantastische Ausbildung. Viele Wegbereiter des Coaching kommen aus dieser Richtung. Es gibt aber eine klare Abgrenzung. Ein Coach wird oft als “Psychologischer Berater” bezeichnet. Mit Psychotherapie hat das aber überhaupt nichts zu tun. Es gibt Überschneidungen zu angrenzenden Gebieten. Ich nenne nur einige, um zu verdeutlichen, was ich meine.

Supervision, Mediation, Seelsorge, Beratung, Training

In allen diesen Bereichen kann ein Psychologiestudium sinnvoll eingesetzt werden. Ich habe vor Jahren einmal einen ausgezeichneten Seelsorger kennengelernt, der promovierter Psychologe und Psychiater war. Der Mann konnte sich irgendwann kaum noch vor Anfragen von Kirchenmitgliedern retten, die nicht nur Seelsorge, sondern auch Expertenrat eines Psychologen suchten. Das zu trennen, ist keine leichte Aufgabe.

“Die Seelsorger (dieser) Kirche haben keine theologische Ausbildung. Neben ihren Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen sie ihren seelsorgerischen Auftrag ehrenamtlich. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, den ihnen anvertrauten Seelen Trost zu spenden.” (Zitat)

Natürlich greift man gerne auf Spezialisten zurück, die etwas von professioneller psychologischer Beratung und Psychologie verstehen. Selbstverständlich ist auch ein theologisches Verständnis grundlegend für eine Tätigkeit als Seelsorger in einer Kirche. Nicht zuletzt wirkt sich eine regelmäßige Weiterbildung in diese Richtung positiv auf den hohen Anspruch aus, “Seelen Trost zu spenden”.

Es ist tatsächlich eine enge Verwandtschaft zwischen Seelsorge und zum Beispiel Coaching zu erkennen. Ich habe bereits in meinem BLOG darüber geschrieben.  Ich habe keinen Grund mich als Kritiker irgendeiner Glaubensrichtung aufzuschwingen. Im Gegenteil. Glauben gibt Halt und Kraft im Leben.

Zurück zu den oben genannten Suchbegriffen und Themen. Wie man mit einem cholerischen Chef umgeht habe ich auch schon sehr oft thematisiert.

z.B. in “7 REGELN zum UMGANG mit einem Choleriker” – Regeln für den Umgang mit cholerischen Chefs

Die Frage, ob man Choleriker therapieren kann, vermag ich ebenfalls nicht als Coach zu beantworten. Ich habe beobachtet, dass Choleriker sehr oft in einer überaus bedauernswerten Situation stecken. Sie glauben, dass sie nicht anders handeln und denken können und lassen sich demzufolge immer wieder in der bewährten Art und Weise gehen. Es gibt viele Parallelen zwischen Cholerikern und Alkoholikern. Beide zerstören ihr gesamtes soziales Umfeld und niemand kann sie zwingen, sich helfen zu lassen. Im Gegenteil werden Menschen, die den Versuch unternehmen, zu helfen, oft ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen. Und es ist ganz deutlich und klar: Einen Choleriker und einen Alkoholiker kann man nicht coachen. Fragen wie: Können Sie bitte mal meinen Chef oder meinen Ehemann coachen? kann ich nur mit einem klaren Nein beantworten. Es kann sein, dass ein cholerischer Karrieretyp ein Coaching anstrebt. Spätestens bei der Frage, was seine Ziele sind und warum er einen Coach zu Rate zieht, wird deutlich, das Thema Choleriker keine Rolle spielen kann. Wir können gerne darüber reden und ich bin durchaus in der Lage zu erkennen, wie schwerwiegend das cholerische Problem ist. Wie dem auch sei – helfen kann und werde ich nicht. Da ziehe ich klare Grenzen.  Ich bin mir ja nicht einmal sicher, ob es sich bei einem Choleriker tatsächlich um eine krankhafte Fehlentwicklung handelt. Es gibt auch Menschen, die bei jedem Anzeichen von Überforderung jähzornig reagieren. Jähzorn. Das ist ein Abwehrmechanismus, der zu Kurzschlußhandlungen führen kann, die im Nachhinein sehr bedauert werden.

Wo die Ursachen von cholerischen Verhalten zu finden sind, ist eine gute Frage. Psychoanalytiker sehen die Ursachen für Fehlverhalten fast immer in der Kindheit. Es ist oft einfach nur so, dass cholerische Ausbrüche sehr oft von der Umwelt verwundert aufgenommen werden und dem Choleriker schnell aufgeht, dass er Erfolg mit seinem Verhalten hat. Einen wütenden Menschen kann man ebenso wenig aufhalten wie einen wildgewordenen Stier. Man kann nur abwarten, bis die Wut verflogen ist. Nach dem Rausch kommt es – wie bei einem Alkoholiker – zum Kater danach. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt um mit einem Choleriker zu kommunzieren. Vermutlich sollte man diese Leute einfach in Ruhe lassen.

 

Zeitverschwendung


zeit

zeit (Photo credit: apicula Zanetti)

Wir neigen dazu unsere Zeit so effektiv wie möglich einzusetzen und fürchten uns vor einer gedankenlosen Verschwendung dieser wertvollen Ressource. Nichts erscheint uns schlimmer, als Zeit zu verschwenden. Zeitverschwendung ist ein böses Wort, Müßiggang eine große Sünde. Die Angst vor einem sorglosen Umgang mit der Zeit ist ein Elternteil von Burnout und Depression. Niemand sagt uns, wie Zeit sinnvoll zu verwenden ist. Wenn zwei Menschen, die sich lieben, Zeit miteinander verbringen und sich nahe sind, dann sieht das für einen Außenstehenden wie pure Zeitverschwendung aus. Was könnte man in dieser wertvollen Zeit nicht alles schaffen? Ja, was denn eigentlich? Was ist wichtig und was ist unwichtig? Am Wochenende dröhnen in meiner Straße die Rasenmäher und überall ist Bewegung und Leben. Wenn ich mich jetzt in die Sonne setzte, ernte ich die strafenden Blicke der Helden des Vorgartens. Bei diesem Krach kann ich mich sowieso nicht entspannen. Also setze ich mich auf mein Rad und entfliehe der hektischen Betriebsamkeit. In einem Park treffe ich andere Menschen, die ihre Zeit anders verbringen. Sie genießen die Sonne, spielen, verbringen Zeit miteinander. Das sieht gar nicht wie Zeitverschwendung aus.
Ich könnte meine wertvolle Zeit allerdings auch anders einsetzen. Ich könnte Fenster putzen, Rasen mähen, Hecke schneiden….Aber warum eigentlich? Es macht mir keinen Spaß, es ist Arbeit und wenn ich es erledigen muss, dann mache ich es schnell und effektiv. Aber nicht heute. Heute brauche ich die Zeit für andere Dinge. Ich muss auf mich achten. Allerdings ist es auch ein gutes Gefühl, wenn ich vorher noch ein paar Arbeiten erledigt habe die auf mich warten. Es ist keine schlechte Idee Dinge nicht aufzuschieben und einfach zu erledigen. Die Unterlagen für das Finanzamt warten und eigentlich muss ich noch ein paar Rechnungen bezahlen. Auch dafür wird wertvolle Zeit benötigt. Wenn ich mich jetzt aus dem Staub mache, dann verfolgen mich diese Dinge, bis ich sie endlich erledigt habe.
Zeit braucht Deutung. Wenn wir Dinge erledigen und uns mit anderen Menschen treffen, miteinander kommunizieren und einfach leben, dann ist das niemals Zeitverschwendung. Ich habe eben einen Artikel über Albert Schweizer gelesen. Es ist unglaublich, was dieser Mann vor seiner Zeit im Urwaldhospital geleistet hatte. Er hatte Theologie studiert und er war ein Orgelspezialist, ein ausgebildeter Musiker und ein Missionar. Schweizer war Philosoph und Theologe und studierte dann noch, scheinbar nebenbei Medizin um sich dann im Alter von etwa 30 aufzumachen und das berühmte Urwaldhospital in Lambarene zu gründen. Er war dann mal weg – in Afrika. Schweizer kümmerte sich in einem Akt der Menschlichkeit um Menschen, die ohne sein Engagement keine Chance gehabt hätten. Seine Leistung reicht über seine eigene Lebenszeit hinaus, weil er ein Zeichen gesetzt hat. Zu seinem Vermächtnis gehört es auch, dass wir unsere Zeit optimal nutzen müssen. Alles hat seine Zeit, heißt es in der Bibel. Sähen und ernten, geboren werden und leben und sterben.

Im Coaching ist es entscheidend, sich auf den Gegenüber einzulassen und auch Pausen auszuhalten. Es ist wichtig, Zeit miteinander zu verbringen. Ein gutes Coaching muss nicht immer von sprühenden Gedanken strotzen und rhetorische Höchstleistungen sind nicht immer der Königsweg. Die Qualität eines Coachings hängt nicht von der Anzahl der gesprochenen Worte oder der Frequenz der Aha-Effekte ab. Zeit läuft für jeden Menschen anders ab. Ein guter Coach stellt sich auf das Zeitgefühl seines Gegenübers ein und entwickelt ein Gefühl für seinen Klienten. Erst dann funktioniert Coaching.
Wie verbringen wir unsere Zeit? Wie viele Jahre haben wir schon in irgendeinem Büro verbracht und den Zeitvorstellungen anderer Menschen entsprochen? Warum tun wir das? Wie geht es uns dabei? Haben wir das Gefühl Zeit zu verschwenden oder setzen wir unsere Zeit so ein, dass es uns gut tut? Was würden wir jetzt eigentlich tun, wenn wir es uns aussuchen könnten?
Denken Sie doch einfach mal darüber nach und schreiben es auf ein leeres Blatt Papier. Was würden Sie jetzt gerne machen, wenn Sie es selbst in der Hand hätten?
Kleine Pause.

Und dann: Wie fühlt sich das an? Wir schmeckt es, wie klingt es? Wie fühlen Sie sich jetzt? Atmen Sie tief ein und langsam aus. Wir haben eben ein wenig Zeit miteinander verbracht. Schön, Sie kennen zulernen!
Das war ganz bestimmt keine Zeitverschwendung, denn ich habe genau das getan, was ich gerne mache: Kommunizieren, reden, schreiben und auch schweigen.
Alles zu seiner Zeit!

Coaching und Seelsorge


Stained glass at St John the Baptist's Anglica...

Stained glass at St John the Baptist’s Anglican Church http://www.stjohnsashfield.org.au, Ashfield, New South Wales. Illustrates Jesus‘ description of himself „I am the Good Shepherd“ (from the Gospel of John, chapter 10, verse 11). This version of the image shows the detail of his face. The memorial window is also captioned: „To the Glory of God and in Loving Memory of William Wright. Died 6th November, 1932. Aged 70 Yrs.“ (Photo credit: Wikipedia)

Preisfrage: Was haben Coaching und Seelsorge gemeinsam? – Beides sind Beratungsformate wie Mentoring, Mediation, Supervision und klassische psychologische Beratung. Seelsorge stützt sich hauptsächlich auf Aufmerksamkeit und Hinwendung zum gläubigen Menschen. In der Seelsorge spielt der Mensch die Hauptrolle. Christliche Seelsorger, sind sehr oft mit einem Missionsauftrag unterwegs. Das ist der Grundauftrag des Evangeliums. „Gehet hin in alle Völker und lehret sie….“ Eine fundierte Ausbildung wird nicht zwingend vorausgesetzt. Ein gutes Herz und Hinwendung zu den Menschen sind die Grundlagen von Seelsorge. Oft wird folgendes Argument benutzt: „Jesus und seine Jünger waren doch auch ohne jede Ausbildung!“ und „Wichtig ist, dass man ein offenes Ohr und ein gutes Herz besitzt!“ – „Ein starker Glaube ist wichtig!“ Das mag alles richtig sein. Demut hat jedoch nichts mit Unwissenheit zu tun. Jesus wurde immer wieder als Rabbi angesprochen. Das lässt darauf schließen, dass er nicht nur ein einfacher Zimmermann war, sondern ein Gelehrter und Lehrer. Immerhin hat er schon im zarten Alter von 12 Jahren die Gelehrten im Tempel mit scharfsinnigen Gedanken überrascht. Es ist also davon auszugehen, dass Jesus über eine exzellente Ausbildung verfügte. Er wird gewusst haben, welche Potentiale in den Männern die er aufforderte ihm zu folgen und ihn zu begleiten, steckten. Er bereitete sie darauf vor ihm auch dann zu folgen, auch wenn er nicht mehr bei ihnen wäre. Er machte sie zu Menschefischern, zu Führungskräften. Sie lernten so zu denken und zu handeln wie er und dazu gehörte es auch, die Seelsorger auszubilden und auf den Ernstfall, die Mission, vorzubereiten. Seelsorger brauchen eine fundierte Ausbildung. Eine Ausbildung als psychologischer Berater ist eine gute Grundlage. Denn genau das ist Seelsorge: ein psychologisches Beratungsformat. Mit einer guten Ausbildung kann vieles verhindert werden, was wir oft als „gut gemeint!“ benennen. Gut gemeint ist meistens einfach nur schlecht gemacht. Es gibt keine Entschuldigung für „gut gemeintes“ Versagen. Es geht um Menschen. Wer mit Menschen arbeitet muss wissen, was er tut. Fundierte Ausbildung von Seelsorgern ist wichtig, ganz besonders, wenn es sich um einflussreiche Organisationen handelt, in denen Laien Seelsorge betreiben. Ich selbst habe viele Jahre als Seelsorger gearbeitet und einen reichen Erfahrungsschatz sammeln dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das hat mir persönlich den Weg hin zum Coaching geöffnet. Nach meiner Coaching-Ausbildung erkenne ich viele Probleme, die ich früher nur aus dem Bauch heraus spüren konnte. Es sind zu viele engagierte aber unzureichend ausgebildete Laien unterwegs, wenn es um Seelsorge geht. Ein Freund von mir stand vor dem selben Dilemma. Er hatte ein höheres Amt in einer Freikirche und er hatte eine professionelle Managementausbildung. Das half ihm weiter. Dann bot er der Telefonseelsorge seine Mitarbeit an und absolvierte dort einen Grundkurs. Auch das führte ihn weiter auf seinem Weg zur professionellen Seelsorge. Coaching und Seelsorge haben noch etwas gemeinsam. Ein Coach ist sehr bemüht seinem Klienten niemals Ratschläge zu geben. Ein Seelsorger sollte es genau so halten.

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Ratschläge sind nicht hilfreich.

Es wäre schön, wenn diese Nachricht an der richtigen Stelle ankommen würde. Es ist so einfach, seine Leute gut auszubilden. Man muss nur erkennen, wie wichtig das ist. Und es hätte noch einen wichtigen Effekt: Es wird viel mehr freiwillige Mitarbeiter geben, die gerne von einer guten Ausbildung profitieren und ihre Erfahrungen in der Praxis anwenden wollen.

Coaching und Seelsorge sind nicht zuletzt deshalb so eng verwandt, weil sofort klar wird, dass ein guter Seelsorger kein Psychologe oder Therapeut sein muss. Bei einem Coach ist es ganz ähnlich.

Wann ist ein Coach, kein Coach?


Grundsätzlich kann jeder die Rolle eines Coach übernehmen. Führungskräfte sind gut beraten, wenn sie sich über das Thema Coaching informieren. Coaching ist ein sehr interessantes Führungswerkzeug. Ein Minimum an Kenntnissen kann in einem Wochenendseminar erworben werden. Es gibt auch gute Literatur über Coaching. Ein guter Einstieg sind Bücher über Kurzzeitcoaching.
Das Wort wird heute so inflationär genutzt, so dass es vielen schwer fällt, herauszufiltern was Coaching wirklich ist. Coaching ist ein Buzzword geworden. Psychologen fühlen sich automatisch als Coach, weil sich in dieser Form der psychologischen Beratung viele Modelle und Formate der Psychologie wiederfinden. Der Unterschied von Coaching zur Psychologie wird deutlich, wenn wir uns die angrenzenden psychologischen Beratungsformate betrachten. Seelsorge, Mediation, Konfliktmanagement, Supervision und Coaching sind psychologische Beratungsformate. Niemand wird von einem Seelsorger ein Psychologiestudium voraussetzen. Bei einem professionellen Coach ist das ganz ähnlich. Immer mehr Psychologen beschäftigen sich mit NLP, während andere das als Teufelswerk meiden. Der beste Einstieg in das Thema Coaching ist aus meiner Sicht immer Führungskräfteentwicklung. Viele technische Ausbildungen konzentrieren sich völlig auf technische Skills. Mathematik, Informatik, Projektmanagement spielen eine große Rolle. Psychologie und Führung wird eher vernachlässigt. Das ist oft der Inhalt von prostgradualen Masterstudiengängen. Coachingfähgigkeiten werden so erst in einem Alter von 35-45 ausgebildet. Eins ist klar: Ein Coach kann relativ schnell von einem Möchtegern Coach unterschieden werden. Der Coach, weiß wovon die Rede ist und er arbeitet nicht im luftleeren Raum. Ein Coach weiß, dass auch er einen Coach braucht, mit dem er über seine Arbeit reflektieren kann. Ein Coach ist ein gut vernetzter Profi. Wer etwas anderes behauptet ist kein Coach.

die Nachrichten


berichten von immer neuen mehr oder weniger interessanten Ereignissen. Was das mit unserem persönlichen Leben zu tun hat, müssen wir selbst herausfinden. Was glauben Sie, welchen Einfluss es auf Ihr persönliches Leben hat ob die jetzige Regierung oder eine andere unser Land führt? Welchen Einfluss hat das Europaparlament oder wer Präsident der Vereinigten Staaten ist. Nachrichten sind wichtig, aber wir lassen uns von Stimmungen und Strömungen treiben, die nichts mit uns selbst zu tun haben. Das ist Small-Talk, völlig unwichtig für uns selbst. Die persönlichen Probleme, Chancen und Herausforderungen verschwinden hinter der bunten Welt der Nachrichten. Wenn wir heute eine Chance erhalten sehr viel Geld zu verdienen oder unserem Leben eine vollkommen neue Richtung zu geben, dann könnte es sein, dass wir es nicht tun, weil wir mit anderen Dingen beschäftigt sind. Es hat keinerlei Bedeutung ob Pferdefleisch in Fertiggerichten gefunden wurde die als Rindfleischgericht deklariert sind. Es hat  nicht mal eine gesundheitliche Bedeutung für uns. Dei 10-Punkte Programme der Landwirtschaftsministerin haben keinerlei Informationsinhalt für uns, außer einem einzigen: Es ist interessant zu erfahren, „Was wir wollen!“ Also ich will nicht, was sie will, das lasse ich mir nicht vorschreiben. Da muss ich noch mal nachdenken. Ich will mich auf meine Möglichkeiten konzentrieren und ein anderes Leben führen als 90% der Gesellschaft. Dazu brauche ich weder die Nachrichten noch ein Gerücht über ein neues Gerät aus dem Hause Apple oder Samsung. Ich muss auch nicht alle 100 Filme im Kino sehen, die gerade laufen. Das ist pure Zeitverschwendung. Nach einem Jahr werde ich wissen, welcher Film der beste war und nach 10 Jahren kenne ich die Klassiker. In der Zwischenzeit habe ich die wirklich wichtigen Leute getroffen und mich auf Dinge konzentriert die mich weiter bringen. Ich habe gelernt Informationen zu filtern und anders zu bewerten als es mir vorgeschrieben wird. Nachrichten sind das weiße Rauschen in der Informationsgesellschaft. Wichtig sind Informationen. Der Gesichtsausdruck und die Körperhaltung unserer Gesprächspartner kann mehr Informationen enthalten als eine Tageszeitung.

Coaching für Skeptiker


Sie kennen das. Mit einem strahlenden Lächeln betreten Sie Ihr Büro und bestellen sich einen Kaffee. Sie sind der strahlende Leader in Ihrem Unternehmen. Ich verkneife mir das modische LeaderIn… Frauen sind oft die besseren Chefs. Aber das nur mal so am Rande. Sie sind der Chef im Ring. Wenn Sie sich die Zahlen ansehen und die Beschwerden Ihrer Kunden, dann kommen Ihnen Zweifel. Haben Sie wirklich die richtigen Leute? Haben Sie die richtige Strategie? Wo werden Sie in 5 Jahren stehen? Alles verändert sich. In welche Richtung sollen Sie eigentlich gehen? Aber weg mit den dunklen Gedanken! Wir sind auf Erfolg programmiert. Wer wenn nicht wir? Oder? Was kann also Coaching für Sie bringen? ehrlich gesagt, kann ich derartige Gedanken nachvollziehen. Das könnte ein guter Anlaß für ein Coaching werden! Skeptiker sind oft die besten Klienten. Voraussetzung ist lediglich die Bereitschaft für ein gutes Gespräch und natürlich Neugier.

„Stellen Sie sich vor, dass Coaching wider Erwarten doch etwas für Sie sein könnte: Was wäre denn der Bereich mit dem Sie am meisten unzufrieden sind?“

Hier könnte ich mir ein richtig gutes Coaching vorstellen. Machen wir uns nichts vor. Die meisten Unternehmer wissen, was sie tun. Sie brauchen niemand, der ihnen sagt wo es langgeht. Das ist doch völlig klar. Und doch sind genau diese erfolgreichen Manager meine persönliche Zielgruppe. Sie wissen doch ganz genau, wo es klemmt und woran Sie besser nicht denken wollen. Sie brauchen einen anspruchsvollen Gesprächspartner der alles was Sie ihm erzählen für sich behalten kann und das auch muss. Sie brauchen einen Coach! Skeptisch? Gut! Das gehört für mich einfach dazu.

Stellen Sie sich vor, dass Sie ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege finden werden.

Darum geht es beim Coaching. Andere, neue Perspektiven. Ausbrechen aus Denkmustern. Zertrümmern von begrenzenden Glaubenssätzen.

Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom! (Albert Einstein)

Coaching macht genau das. Und das kann nicht jeder! Viel Spaß beim Coaching!