Perspektivwechsel – Ü50


Perspektivwechsel Ü50

Sie haben eine tolle Karriere gemacht. Sie haben eine Menge erreicht. Viel besser wird es nicht. Es ist völlig egal. Befreien Sie sich von dem Druck, der auf Ihnen lastet und entdecken die neuen Möglichkeiten! Wenn Sie bis jetzt ihre Ziele noch nicht erreichen konnten, es gibt 1000 Gründe dafür, werden Sie vermutlich auch in Zukunft keine großen Sprünge mehr machen. Es sei denn, Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, der ein weiteres Startup erfolgreich an den Markt bringen will, und auch kann. Wenn Sie Angestellter sind, dann denken Sie langsam darüber nach, was Sie mit ihrer Abfindung und der vielen freien Zeit, die auf Sie wartet,  anfangen möchten. Keine Angst! Es gibt auch ein Leben nach dieser Firma. Sehen Sie es positiv und denken Sie nach! Sehen Sie sich als Star, der nun seine Erfahrungen besitzt, die ihm niemand mehr nehmen kann. Es sei denn, Sie setzen nochmal alles auf eine Karte, spielen, und verlieren. Die Wahrscheinlichkeit steigt exponential. Sie werden höchstwahrscheinlich zu keinem fairen Rennen mehr zugelassen. Aber das muss keine Belastung sein.  Geben Sie den jüngeren, kommenden Stars eine Chance. Unterstützen Sie sie und entdecken Ihre Qualitäten als Mentor. Sie sind nun ein “elder statesman” oder eine “elder stateswoman”. Wenn Sie ehrlich sind, ist die Leidenschaft zu gewinnen ohnehin nicht mehr so stark bei Ihnen vorhanden wie vor 20 Jahren oder so. Ist es nicht so? Sie haben sich weiterentwickelt. Ihr Blick auf den Horizont ist weiter geworden. Es gibt so viele Dinge zu entdecken, von denen sie früher keine Ahnung hatten.  

Nehmen Sie sich Zeit und bereiten sich auf Ihr besseres Leben vor. Machen Sie elegant Platz für die vielen anderen Leute, die nur ein Ziel haben: Sie wollen so sein wie Sie! Sie wollen Ihren Platz einnehmen. Warum eigentlich nicht? Lassen Sie los und starten zu neuen Zielen, die zu Ihnen passen.sehen Sie es doch einfach so: Es erfordert ein großes  Maß an naiver Unwissenheit,  um Ihren Job haben zu wollen. Sie haben für so etwas viel zu viel Erfahrung. Und Sie sind alles andere als naiv. Die Branche ist im Umbruch. Jede Branche ist heute im Umbruch. Wenn Sie sich eingestanden haben, dass es Zeit ist zu gehen, wenn Sie wissen, dass Sie dieses Spiel keinen Sinne mehr für sie macht, sie es nicht mehr gewinnen können, dann haben Sie einen größeren Preis gefunden: sich selbst.  Sie haben es überhaupt nicht mehr nötig, nochmal in den Ring zu steigen und sich verprügeln zu lassen. Wozu denn auch? Irgendwann ist es gut. Jetzt!

Ü50 Das hat eine Menge mit der Pubertät des Alters zu tun. Wie wollen Sie den Rest Ihres Lebens verbringen? Was wollen Sie eigentlich in 10 oder 20 Jahren machen? Es ist egal, ob Sie eine Frau sind,  oder ein Mann. Sie haben noch etwa ein Drittel Ihres Lebens vor sich! Machen wir etwas daraus! Sind Sie bereit dazu? Dann wird es Zeit für ein weitergehendes  Coaching.

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Freiheit, Bürgergeld und soziale Betreuung


Freiheit, Bürgergeld und soziale Betreuung: Das scheint nicht zusammen zu passen. Nehmen wir an, dass es einmal ein bedingungsloses Bürgergeld geben wird. Was passiert dann mit den vielen Menschen, die sich in Gefahr befinden, sozial in die Dunkelheit abzugleiten? Sie bekommen regelmäßig Geld überwiesen und niemand hat eine Ahnung, wie schlecht es ihnen wirklich geht. Soziales Abseits ist die große Gefahr des Jahrhunderts. Prekäre Situation schon von Kindheit an, parallele Gesellschaften unterschiedlicher Couleur, bedenkenloser TV-Konsum, das dumpfe Gefühl von “Denen da oben” und der Eindruck, keine Chance zu haben wird zu einem immer größeren Problem anwachsen. Die Frage, wie das demokratische Verständnis und das Wahlverhalten dieser oft vergessenen Gruppe aussieht, liegt förmlich auf der Hand. Wo bleiben soziale, ethische, humanitäre Grundstandards, wenn es eine wachsende Gruppe in der Bevölkerung gibt, die von derartigen Dingen überhaupt nichts mehr verstehen? Sie fühlen sich unwohl und haben ganz eigene Träume und sie haben Angst vor allem möglichen. Das ist die explosive Rezeptur für einen sozialen Aufstand, der nur eines im Sinn hat: Die Zerstörung des Establishments, das kaum jemand mehr verstehen und begreifen kann. Alles muss besser sein, als die triste Gegenwart. Jeder dahergelaufene Demagoge kann diesen Leuten alles versprechen, was sie gerade hören wollen. Demokratie spielt keine Rolle mehr, weil sie sich von Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit nichts positives versprechen. Der Erfahrungshorizont verengt sich bei mangelhafter Bildung zu einem schmalen Schlitz. Welche Werte werden in Zukunft überhaupt eine Rolle spielen? Die Werte der Aufklärung, Goethe und Schiller, Shakespeare, Menschlichkeit und das ausserordentliche Glück in einem vereinten Europa zu leben, spielen scheinbar überhaupt keine Rolle mehr.

Wer bestimmt eigentlich, was Recht und Gesetz ist? Wer kann wissen, was gut für die Zukunft ist? Die Bürgerbefragung in Großbritannien und der anschliessende BREXIT wirft Fragen auf. Das VOLK hat gesprochen. Die Eliten sind sprachlos und zunehmend hilflos.

Was passiert eigentlich, wenn es eines Tages nur noch gut versorgte Couch-Potatoes, Fast Food Junkies und Reality-TV Zombies gibt? Roboter und weniger intelligente Maschinen, das allgegenwärtige Netz erledigen die notwendigen Arbeiten und der Rest hat nur noch zu konsumieren. Ist das eine zukünftige Realität, die wir uns wünschen? Das Leben als TV-Unterhaltungsshow. Wer bestimmt dann, was richtig und falsch ist? Freiheit, die ich mir wünsche, ist das nicht.

Jeder Mensch, egal wie seine Lebensumstände sind, wünscht sich einen Sinn im Leben. ich bin mir sicher und das ist eine positive Grundlage für alle weiteren Diskussionen. Diese Debatten müssen geführt werden.

Grundversorgung für eine hoch entwickelte Bürgergesellschaft bedeutet auch, dass jeder eine Aufgabe übernimmt, die der Gesellschaft etwas zurückgibt. “Einer trage des Anderen Last!”, steht schon in der Bibel. Ein grundlegender Konsens kann bereits heute von jedermann unterschrieben werden.

“Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” [Tob. 4,16; Luther 1984] Die Goldene Regel, die für alle Religionen gültig ist.
Umgekehrt gilt dasselbe.

Freiheit bedeutet aber auch, dass jeder Freie die ihm angebotene Hilfe ablehnen kann. Alles andere bedeutet Gewalt. Niemand kann und darf andere Menschen zu ihrem Glück zwingen.

Mauern bauen und die Menschen innerhalb der Mauern zu ihrem Glück zu zwingen, funktioniert nicht. Wir Berliner kennen das Thema und haben es 28 Jahre lang erlebt, wohin das führt und was das mit Menschen macht. Freiheit geht anders.

Es muss also Regeln geben, Gesetze an die wir uns alle halten und an denen wir uns orientieren können.

Es wird auch Pflichten geben, die selbstverständlich sind. Hilfe geben und Hilfe annehmen gehört zum Grundkonsens.

Der Satz: “Ich brauche keine Hilfe! Ich kann doch machen was ich will!” ist mir inzwischen sehr oft untergekommen. Ich höre jeden Tag derartige Geschichten. Es sind Menschen, die sehr gerne eine REHA-Klinik besuchen um sich über den straffen Tagesablauf zu beschweren und sich vor Dingen zu drücken, die ihnen unangenehm sind. Feste Termine scheinen die pure Folter für manch einen zu sein. Angebote, die auf Coaching und Betreuung zielen, werden sehr kritisch gesehen. Überreden allein genügt oft nicht. Freiwilligkeit ist die Grundlage von Coaching.

Wenn eine psychosoziale Betreuung notwendig wird, verhindert oft die mangelnde Einsicht des Betroffenen, dass ihm geholfen werden kann. Hilfsangebote müssen verzuckert werden und es schwebt immer die Gefahr im Raum, dass die Hilfe abgebrochen werden muss, wenn der oder die Betroffene “keine Lust mehr auf den Zirkus” haben. Sozialarbeiter können ein Lied davon singen. Die Freiheit des Einzelnen ist ein hohes Gut in der Gesellschaft; und das ist auch gut so. Es ist also immer wichtig einen angemessenen Zugang zu den Betroffenen zu haben und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Abhängigkeit von Hilfe muss unbedingt vermieden oder zumindest schnell wieder zurückgefahren werden.

Mit zunehmender Automatisierung wird es immer wichtiger für die Bürger einen angemessenen Lebensstandard zu garantieren. Auch hier ist der Staat gefragt. Das kann und darf nicht privaten Spendern überlassen werden. Wenn wir uns vorstellen, dass in 20 Jahren kaum noch ungelernte Arbeiter in den Fabriken benötigt werden und auch hochqualifizierte Aufgaben wie Bildung, Betreuung und Verkehr immer mehr durch Maschinen geleistet werden, dann muss es dringend zu einer anderen Bewertung von Erwerbsarbeit und deren Bedeutung für den Einzelnen kommen. Der Hinweis von Bill Gates, dass Roboter Steuern zahlen sollten, wird immer mehr in den Fokus rücken. Die zentrale Frage nach dem Warum des menschlichen Lebens, der sozialen Strukturen und der Ethik des Ganzen wird immer wieder neu gestellt werden müssen.

Natürlich haben wir als Menschen keine Lust auf Gleichmacherei – auf welchem Niveau auch immer. Allerdings ist heute schon klar, dass Nahrung, Energie und Wohlstand besser verteilt werden muss. Es steht auch fest, dass es vollkommen sinnlos ist jedem alles zu geben, unabhängig von seiner Fähigkeit damit umzugehen. Bereits Johann Wolfgang von Goethe sagt: “Was du ererbt von deinen Vätern: Erwirb es um es zu besitzen!” In diesem Sinne muss jeder Bürger in einer Gesellschaft das erwerben, was ihm zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehört auch ein Bewusstsein zu entwickeln, was uns allen damit möglich wird. Auch hier wird deutlich, dass demokratische Prozesse auf einem hohen Niveau der Offenheit und Ahnungslosigkeit stattfinden müssen. Solange es eine kritische Masse von Menschen gibt, die weder die Bildung, noch die intellektuelle Fähigkeit haben mit Fortschritt angstfrei aber kritisch umzugehen, bleibt die Situation gefährlich. Auch eine Flucht in Virtuelle Welten wird in den kommenden Jahren für jedermann möglich werden. Die Frage ist tatsächlich, was wir wollen und welche Gesellschaft wir anstreben.

Die aktuelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten scheint genau den entgegengesetzten Weg einzuschlagen: Rückzug des aus europäischer Sicht unterentwickelten Staates inklusive Krankenversorgung und sozialer Betreuung. Abschied von sozialen Netzwerken – aus unserer Sicht die Grundlage der menschlichen Gesellschaft – und befeuern dumpfer Ängste und Vorurteile. Bleibt abzuwarten, ob die Visionäre aus den Fortschrittsbranchen auf diese Fragen neue Antworten finden werden.

Affirmation


Affirmation

Ein wichtiger Bestandteil von Coachings ist das Zerstören von hemmenden Glaubenssätzen und das Entwickeln neuer, bejahender Überzeugungen. Das nennt man Affirmation. Das Erkennen negativer Glaubenssätze ist ein Thema für sich. Die Architektur neuer Glaubenssätze ist ein ganz anderes Thema. Es wäre kein Thema, wenn es einfach wäre. Aber darum sind wir ja nicht hier. Wir sind in der Lage, komplexe Dinge erfolgreich zu erledigen! Das ist eine Affirmation. Es besteht kein Zweifel, dass wir es schaffen können.

Affirmation (lateinisch „affirmatiō“ für „Versicherung, Beteuerung“) ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.

 

In der modernen (Massen)Kommunikation dienen Schlüsselsätze dazu, Gruppe von Gleichgestellten durch ansteckende Begeisterung für das Produkt, die Dienstleistung oder eine Sache zu interessieren, zu motivieren und letztendlich zu aktivieren.

 

Wir alle kennen den Satz „Yes, we can!“ , den der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama verwendete. “Yes, we can!” ist ein Synonym für Obamas Optimismus geworden. Dieser Satz wird untrennbar mit diesem Präsidenten verbunden blieben. Der Satz: “Wir schaffen das!”, von Angela Merkel, hat eine völlig andere Wirkung. Das Merkelsche “Wir schaffen das!” wird verbreitet sehr skeptisch gesehen. Natürlich können wir eine Menge schaffen. Aber es gibt mehrere große ABER, die diesen Satz begleiten.

Natürlich schaffen wir es. Allerdings geht das nicht mit einem derartigen, simplen Satz. Wir können alles mögliche schaffen, wenn wir davon überzeugt sind und wenn es uns gelingt, viele Menschen zu überzeugen. Das ist Politik. Die Macht liegt bei denen, die Informationen haben und effektiv verbreiten können.

Es gibt Menschen, die denkbar schlechte Voraussetzungen für Bildung und Wohlstand mitbringen. Es ist kein Geheimnis, das es sich in den ersten Jahren des Lebens entscheidet, wer wir sind und was wir erreichen können. Das Bindungsverhalten von Kindern ist zweifellos ein Schlüssel zum Erfolg. Ein gut gebundenes Kind wird mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ein gutes, erfolgreiches, reiches Leben führen.

WIKIPEDIA 14.08.2016: Die Bindungstheorie ist eine psychologische Theorie, die auf der Annahme beruht, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Sie wurde von dem britischen Kinderpsychiater John Bowlby, dem schottischen PsychoanalytikerJames Robertson und der US-amerikanisch-kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelt.

Ihr Gegenstand ist der Aufbau und die Veränderung enger Beziehungen im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühenMutter-Kind-Beziehung. Sie verbindet ethologisches, entwicklungspsychologisches, psychoanalytisches und systemisches Denken.

Eines der ursprünglichen Anliegen Bowlbys war es, eine wissenschaftliche Basis für den psychoanalytischen Ansatz der Objektbeziehungstheorien herzustellen und psychoanalytische Annahmen empirisch überprüfbar zu machen. Dabei entfernte er sich im Laufe seiner Forschungsarbeit von der Psychoanalyse.

Die Bindungstheorie weist Verbindungen zur Individualpsychologie von Alfred Adler,[1] zur Systemtheorie und zur kognitiven Psychologie auf und hat einen großen Beitrag zur Familientherapie, kognitiven Therapie sowie zur Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und zu den Grundlagen der Pädagogik geleistet.

Pädagogen und Psychologen beschäftigen sich jeden Tag mit dem Löschen negativer Bindungserfahrung und dem Aufbau neuer Bindungserlebnisse. Vertrauen und eine stabile Beziehung sind auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

Affirmation ist eine Methode, die angewendet werden kann. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, ist ein Format, das ich gerne anwende. Es macht keinen Sinn Probleme und nicht vorhandene Ressourcen mit in die Zukunft zu nehmen. Eine glückliche Kindheit ist der Schlüssel zu einem reichen und erfüllten Leben. Alle, die keine gute Kindheit hatten, oder zumindest glauben, dass ihre Kindheit nicht so toll war, können ihre glückliche Kindheit nachholen. Sie sollten es sogar. Es geht nicht anders. Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Ich kenne kaum jemand, der nicht erzählt, dass er eine schöne Kindheit hatte. Dabei geht es niemals um materielle Dinge. Es geht um eine oder mehrere Menschen zu denen wir eine vertrauensvolle Bindung aufbauen konnten. Das können die Großeltern oder die Nanny oder auch die beliebte Kindergärtnerin sein.

Wir müssen nur lernen, Dinge aus der Vergangenheit positiv zu interpretieren. Das gelingt vor allem, wenn wir unsere Erfahrungen als wertvolle Ressource erleben. Wenn jemand negative Erfahrungen und Erlebnisse hatte, dann kann das auch umintepretiert werden. “Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!” Wie stark kann ein Mensch werden, der als Kind von seinen Eltern nicht verpäppelt und verwöhnt wurde. Wir stark sind wir geworden? Wie stark wären wir geworden, wenn wir nicht gelernt hätten mit Problemen und Rückschlägen fertig zu werden?

Es gibt Menschen, denen das Lernen leicht fällt. Es fällt ihnen so leicht, dass sie sie langweilen und ablenken lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sie feststellen müssen, dass sie es nie gelernt haben wie lernen funktioniert. Sie verlieren ihren Optimismus und lassen sich fallen. Viele Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern, mit einer ausgezeichneten Kinderstube und völlig ohne Probleme sehnen sich nach Herausforderungen. Manch ein Millionär stellt erst als Erwachsener fest, dass ihm etwas fehlt im Leben. Ärmer Menschen können sich das nicht vorstellen. Sie glauben, wie die meisten Leute, dass man mit Geld tatsächlich alles erreichen kann. Das stimmt aber nicht. “Can’t buy me love!”, sangen die Beatles und das ist nicht das Einzige, was man nicht mit Geld kaufen kann. Eine stabile Psyche und Gesundheit kann man ebensowenig kaufen, wie die Zuwendung einer liebenden Mutter, eines starken und liebevollen Vaters, einer stabilen Familie. Nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, dass man den Satz “Can’t buy me love!” einfach umdrehen und daraus eine positive Affirmation machen kann.  Liebe kann man wirklich nicht kaufen, auch wenn viele Beziehungen kaputtgehen, wenn es wirtschaftlich ein wenig schwerer wird. Oft kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass ein Mann, der nach vielen Jahren mit einem guten Job arbeitslos wird, postwendend von seiner Ehefrau verlassen wird. Sie lachen? Alles schon erlebt! Das kann wirklich jedem passieren. Allerdings liegt das nicht am Geld, sondern daran, dass die Beziehung schon lange gescheitert war, bevor das genannte Ereignis eingetreten ist.
Wenn Liebe am Geld scheitert, dann ist das nicht die schlechteste Entwicklung. Oder?

Stellen Sie sich einen älteren, reichen Herren vor, der sich eine junge und sehr attraktive Frau, sagen wir aus der Ukraine, anlacht. Das hat etwas mit Geld zu tun. Ich glaube fest an diesen Glaubenssatz. Schauen Sie sich nur die einschlägigen Kennenlernportale an. Die ersten Fragen die gestellt werden drehen sich irgendwie immer um Status und Geld.

Aber das kann natürlich auch nur meine Sicht auf die Dinge sein. Ich lasse mich gerne von positiven Gegendarstellungen überraschen.

“Liebe überwindet alle Grenzen!” ist eine Affirmation, die ich gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Denn es stimmt. Liebe überwindet alles. Liebe ist geduldig. Liebe verzeiht alles. Liebe überwindet jeden Zweifel. Oh ja! Die Liebe!
Wir sollten täglich daran denken, was Liebe alles erreichen kann.

 

Bahn erprobt führerlose Züge – Wo bleibt der Mensch?


Die Bahn erprobt führerlose Züge – Eine Schlagzeile in der Zeitung – Juni 2016 – Automatisierung auch bei der Bahn. Alles ist automatisierbar. Alles. Jeder ist ersetzbar. Wirklich jeder ist durch Computer und und Roboter ersetzbar oder wird es in naher Zukunft sein. Wir gehen mit offenen Augen auf diese Situation zu und sind blind dafür, weil die Arbeitslosigkeit gerade dramatisch sinkt. Und das ist auch gut so. Aber es kommt etwas auf uns zu:

Heute ist wirklich niemand mehr gut vorbereitet auf das, was kommt. Und es geht nicht nur um Taxis, wir reden über hochqualifizierte Berufe, die gefährdet sind – viele Ärzte und Anwälte könnten bald mit Artificial Intelligence ersetzt werden.” /Philipp Rösler/

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/philipp-roesler-world-economic-forum-interview/seite-3

Ich frage mich, wie es einem Lokführer bei der Bahn geht, der diese Überschrift liest. Wie fühlt ein Auszubildender, der bereits von Anfang an lernt, dass er einen aussterbenden Beruf erlernt?
Wie genau soll das in Zukunft funktionieren? Zuerst haben wir Industriearbeitsplätze vernichtet, die entweder durch Roboter oder durch Abwanderung der Industrie in andere Länder weggefallen sind. Nun sind wir dabei noch mehr traditionelle Jobs in Frage zu stellen. Taxifahrer, Lokführer, Busfahrer, Banker, Sachbearbeiter und viele andere Jobs werden ersetzt. Früher gab es talentierte Menschen, die mehrere Sprachen beherrschten und als Übersetzer und Dolmetscher tätig waren. Es gibt noch Übersetzungsbüros. Aber auch hier wird die Automatisierung einen verheerenden Kahlschlag anrichten. Ich habe in den vergangenen Jahren mehrfach mit Leuten aus diesem Fach zu tun gehabt, die nicht mehr genügend Aufträge haben um davon leben zu können. Überall wohin man schaut, lauert die Gefahr der Digitalisierung.
Welche Jobs werden in Zukunft noch gebraucht? Dienstleistungsjobs im Handwerk. Es wird noch lange dauern, bis Hotelzimmer von Robotern gereinigt und Fenster automatisch geputzt werden können. Im Prinzip kann man alles automatisieren. Selbst in der BurgerBraterei ist eine Automatisierung möglich. Aber wozu soll das gut sein? Wie soll eine Gesellschaft funktionieren, wenn der Mensch im Grunde gar nicht mehr gebraucht wird? Ich denke mir, dass wir den Robotern vieles überlassen können und uns anderen Beschäftigungen zuwenden können. Sport, Spiel, Literatur, Reisen, ein Ökobauernhof in Brandenburg vielleicht. Ein wahrhaft Goldenes Zeitalter kommt da auf uns zu. Aber wir müssen es richtig anpacken. Sonst geht es schief.
Vielleicht wird es ja auch ein Albtraum. Menschen ohne Arbeit haben in der Regel kein Geld. Und ohne Geld funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Vielleicht wird das Bedingungslose Grundeinkommen schneller eingeführt werden müssen, als wir uns vorstellen können. Aber auch das ist nur die zementierung von Armut. Damit kommt man nicht weit. Wieviel Geld braucht man zum Leben? Wo ist die untere Grenze? Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Wir werden die Automatisierung nicht aufhalten. Maschinenstürmerei bringt gar nichts.

Ich kämpfe mich gerade durch einen Dschungel von (scheinbar) undefinierten Abläufen. Undefiniert, weil sie weder strukturiert  aufgeschrieben und schon gar nicht optimiert sind. Ich muss mir selber jeden Schritt und jede einzelne Ablage notieren, um mit einen Überblick zu verschaffen und überhaupt durchzusehen. Es ist nichts aufgeschrieben. Vielleicht gibt es wieder eine eMail, die ich übersehen habe. Es gibt keinen Ablaufplan, den ich als Wegweiser benutzen kann. Als Unternehmensberater gruselt es mir und als ITler ist es mir unverständlich, wie so man so ein Chaos beherrschen kann. Ich muss damit klarkommen. Bestimmt sollte ich umdenken und mich an das Chaos gewöhnen und versuchen es zu beherrschen. Ja ich muss es versuchen. Ich muss es mir zu Eigen machen und damit leben. Verändern werde ich diese Abläufe nicht. Das ist hier nicht mein Job. Ich muss damit leben und das Beste daraus machen. Es ist wirklich irre: Ein Ordner aus Papier hier, eine Exceltabelle mit Forecastzahlen da, eine Unterschriftsmappe hier und ein gemeinsamer Ordner mit einer sehr tiefen und völlig widersprüchlichen Struktur dort. Solange so etwas ernsthaft betrieben wird, kann man sicher sein, dass Roboter und Computer keine Vereinfachung der Situation erreichen werden. Der Beginn einer Optimierung liegt immer in der Strukturierung vorhandener Vorgänge. Es ist ganz einfach, es muss einfach sein. Und bekanntlich ist das Einfache sehr schwer zu realisieren. Ich sehne mich nicht nach dem Einfachen, weil ich zu blöd bin (hoffe ich jedenfalls), sondern weil man sich dann auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren kann. Darum geht es immer bei Optimierungen. Es geht niemals um Rationalisierung um der Sache willen (das hoffe ich auch – aber vielleicht bin ich ja naiv….) 
Ein Problem über das niemand gerne spricht ist, dass es wenige Menschen gibt, die wirklich optimieren wollen. Entweder, sie sind Liebhaber der Komplexität und fühlen sich gut im Dschungel oder aber:  Im Hintergrund lauert eine Angst durchschaubarer zu werden und dadurch den eigenen Job zu gefährden. Und dann ist da noch etwas. Nein. Es gibt da mehrere Dinge, die uns daran hindern etwas zu verändern. Das Tagesgeschäft frisst uns auf und wir baden in einem Geflecht von Abläufen und Abhängigkeiten. Es ist das Chaos, in dem sich viele wohlfühlen. Sie sind schließlich die Einzigen, die das Chaos beherrschen. Ausserdem ist es eben einfach so. Heutzutage ist alles komplex und kompliziert. Wer damit nicht klarkommt…… Aber sie denken nicht darüber nach. Zumindest nicht gerne.

Ich kenne das seit vielen Jahren. Es werden Berichte und Papiere erzeugt, die kein Mensch mehr braucht. Unter dem Vorwand von Ordnung regiert das Chaos. Die Fehlerwahrscheinlichkeit wird so immer mehr erhöht. Das ist das eigentliche Problem.
Ich liebe einen aufgeräumten Schreibtisch. Aktennotizen: Fire And Forget! So muss das sein. Einfach und übersichtlich. Keine Notizzettel auf dem Bildschirm, keine alten Vorgänge, keine Ordner in denen ich Dinge sammele, die ich niemals wiederfinden werde. Wie viel Chaos kann eine Organisation verkraften? Wann wird eine Organisation kollabieren, wenn sie genau so weitermacht, wie bisher?

Das typische Gegenargument ist eine Killerphrase: Es gibt keine perfekte Organisation. Wir müssen mit dem leben, was wir haben. Das kenne ich schon seit Jahren. Ein Controller hat mir mal gesagt, dass wir keine Hightechfirma sind, die Pionierarbeit ausgerechnet in der IT machen sollte. Der Mann hatte völlig recht! Das war wirklich keine Hightechfirma. Heute ist das Unternehmen längst zerschlagen und vergessen. Und wir waren „der Mercedes“ auf unserem Gebiet. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Wer macht sich Gedanken über Optimierung von Vorgängen? Wer hat Zeit dafür? Niemand, denn das Tagesgeschäft frisst uns auf. Es zerrt an unseren Nerven und es macht Menschen krank.

Solange derartige Abläufe Realität sind und wo sie Realität sind, wird es keine kurzfristige Ablösung menschlicher Arbeit durch Artificial Intelligence geben. Aber es lohnt sich alle Abläufe und Dokumentationen kritisch zu hinterfragen. Das wird die Arbeit der Zukunft sein. Verstehen, wie etwas abläuft und zielorientiert optimieren.

Ein Forecast, der auf Exceltabellen aufbaut, die nicht aus einem ERP-System stammen, sagt niemals die Wahrheit. Wer mit mehreren Datenbanken arbeiten und dieselben Informationen mehrfach eingeben muss, macht Fehler. Das Erfassen von derartigen Abläufen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Das kann man aber nur Leuten überlassen, die den Auftrag dazu haben. Das kostet viel Geld und sehr viel Zeit. Nur wer wirklich bereit und in der Lage ist, diesen Schritt zu gehen, wird langfristig überleben. Vorausgesetzt, es besteht der Wunsch ein Unternehmen langfristig zu stabilisieren und zu wachsen. Wenn nicht, dann kann alles so bleiben wie es ist. Irgendwann kracht das windschiefe Gebäude in sich zusammen und man kann auf der grünen Wiese ganz von vorn anfangen. Das ist manchmal der bessere Weg.

Hier und jetzt werde ich in einem Sumpf von Abläufen und Dokumenten versinken. Jede Bewegung aus dem Sumpf lässt mich tiefer sinken. Es raubt mir den Atem.

Und plötzlich verstehe ich das Ganze: Ich darf nicht nervös zappeln und mir zu viele Gedanken machen, sonst gehe ich unter. Es hat alles einen Sinn. Si! Capisce!

http://www.ingenieur.de/Branchen/Verkehr-Logistik-Transport/Bahnchef-Grube-In-10-20-Jahren-fahren-Zuege-Lokfuehrer

 

 

 

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen verünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett aussen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein gute Coach als Sparringpartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coach gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene spielt eine große Rolle.   

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Ich will!


In jedem Menschen steckt ein Psychologe.
In jedem Menschen steckt ein Coach.
Jeder Mensch ist ein Schwimmer.
Jeder Mensch kann lesen und schreiben.
Jeder Mensch kann Auto fahren.
Jeder Mensch kann sehr viel mehr erreichen, wenn er es gelernt hat.

Ein Coach wird man durch Ausbildung und Praxis. Eine Weiterbildung mit mindestens 60 Stunden Praxis ist so eine Ausbildung.

Dazu kommen sehr viel Erfahrung und achtsame Selbstreflektion. Ein Coach muss bereit sein, sich zu verändern und seine Persönlichkeit zu entwickeln. Das beginnt mit selbstkritischer Reflektion. Das ist nicht immer schmerzfrei.

Wer einmal begriffen hat, worum es beim Coaching geht, der kann immer weiter gehen. Ein Coach ist in der Lage Denkmodelle zu erweitern und Grenzen seines eigenen Denkens zu sprengen.

Aber am Anfang ist immer eine Entscheidung. Ich will mich weiterbilden! Ich will mich weiterentwickeln!

Am Anfang ist immer das Wort: Ich will!

Wo ist der Sinn?


Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es gibt Zeiten in denen wir ganz genau auf den Punkt kommen wollen. Wir wollen wissen WER wir sind und WARUM. Wir sollten uns, an jedem Punkt unseres Lebens, im Spiegel anschauen können, ohne uns zu schämen. Alles, was wir tun oder lassen, macht etwas mit uns – und es macht uns zu JEMAND. Dieser JEMAND ist der einzige Mensch, der immer bei uns ist.
 
Erkennst DU Dich wieder, wenn DU die folgenden Sätze auf Dich beziehst? 

  • Es gibt Fragen, die ich mir lieber nicht stelle.
  • Fragen, die ich mir nicht allzuoft stellen mag.
  • Es gab Augenblicke in denen ich glaubte genau zu wissen WARUM und WOZU.
  • Ich fühlte mich ZUGEHÖRIG und es fühlte sich gut und richtig an.
  • Und doch fühlte ich, dass ich noch nicht da angekommen war, wo ich eigentlich hin wollte.
  • Ich hatte ein seltsames Gefühl der Ferne und Fremde und fragte mich immer wieder, ob da nicht nicht mehr sei.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen ZIELE verfolge.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen FREUNDE habe..
  • Ich frage mich, ob ich DAZUGEHÖRE, DAZUGEHÖREN WILL.
  • Ist das ALLES?
  • WAS KOMMT noch?

Es gibt Menschen, die genau zu wissen meinen, was WAHRHEIT ist und wo ihr Platz im Leben ist. Es gibt Menschen, denen andere Menschen folgen und von denen wieder andere Menschen abgestoßen werden.
Was ist, wenn diese Menschen feststellen, dass sie sich ihrer selbst nicht mehr so sicher sind?
Was ist, wenn diese Menschen Zweifel an sich und ihrer Aufgabe haben?
Was, wenn sich ihre Ziele als Seifenblasen herausstellen?

Oft gibt es keinen Weg zurück. Politiker, gewählte Volksvertreter, Geistliche, Parteimitglieder. Je mehr Erfolg man hat, um so schwerer wird es die Richtung zu wechseln oder gar auszusteigen. Spätestens nach ein paar Jahren ist die Rückkehr in den Beruf nicht mehr möglich. Es sei denn man ist Rechtsanwalt oder Arzt. Viel mehr Berufe fallen mir da nicht ein.
Eine Frage die sich jeder stellen muss, ist die Frage:

Was mache ich, wenn ich meine Ziele erreicht habe?

Es folgen weitere Fragen: Wie geht es mir dann? Was ermöglicht es mir? Wer bin ich dann? Wohin gehe ich dann?  Was ist, wenn ich mich geirrt habe?

Das sind Fragen, die Menschen hindern ein Ziel zu erreichen. Vielleicht ist es aber auch ein Schutz vor Irrtum.

Es gibt großartige Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen. Obama – Whow! Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika! Er hat alles erreicht. Ist er tatsächlich glücklich damit? Wie wird er seine Zukunft gestalten? Vorträge und Reisen, vielleicht eine Professur an einer EliteUniversität. Vielleicht hat er auch sein Leben lang damit zu tun, seine faktische Ohnmacht zu kompensieren, die er angesichts einer Mehrheit der Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus erleben musste. Der Messias ist gefesselt. Was für ein Start war das damals! – Und heute? Jetzt, wo er alles erreicht hat? Und morgen? Was wird er in Zukunft machen? Eine Prognose: Er wird von den Möglichkeiten sprechen, die er nicht nutzen konnte, weil man ihn ausgebremst hatte. Das ist vielleicht nicht die schlechteste Variante. Vielleicht hören wir ja noch sehr viel von ihm. Bill Clinton ist ein gefragter Redner, ein Mann mit Charisma.

Al Gore ist ein gescheiterter Präsidentschaftskandidat. Vielleicht hatte er mehr Glück als sein Herausforderer und Bezwinger George W. Bush.

 Vielleicht müssen wir auch scheitern, um Erfolg zu haben. Immerhin haben wir es versucht. Wer scheitert, ist kein Verlierer, nur wer es nicht versucht hat.

Ziele erkennen um sie zu erreichen


Nur wer sein Ziel kennt, kann es auch erreichen [Muhammed Ali]

Wer den Zweck seines Lebens kennt, weiß genau, wohin er geht. [Muhammed Ali]

Viele Menschen erreichen zu wenig, weil sie sich nur Ziele setzen, die sie sicher und mit wenig Anstrengung und Risiko erreichen können.

Diese Menschen haben keine Vorstellung von dem was wirklich in ihnen stecken könnte. Die meisten von ihnen haben einfach nur zu wenig Fantasie und Weitblick. Vielen fehlt einfach Inspiration und Ermutigung. Eine wichtige Funktion von guten Lehrern und Trainerin ist es Menschen zu inspirieren und zu ermutigen. Ein “sei zufrieden mit Dir” kann stabilisierend wirken. Es kann aber auch Möglichkeiten begrenzen und Menschen in ihrer Entwicklung bremsen. Für Menschen, die mehr erreichen können und wollen ist diese Aussage ein gefährliches Narkotikum. Wir bleiben in unserer Komfortzone und müssen uns nicht anstrengen. Das widerspricht unserem Drang, Neues zu entdecken und neue Ziele zu erreichen. Viele Jugendliche, die mit einem “sei doch zufrieden!” und “Du hast es doch gut!” begleitet werden, erleben einen wachsenden Druck im Erwachsenenalter. Es ist das Gefühl, nicht genug versucht zu haben und an seinen Möglichkeiten vorbeigelebt zu haben.  Das gilt auch für überdurchschnittlich begabte Menschen, die ihr Ziel nicht genau kennengelernt haben. Manch einer macht sich auf den Weg um eine Karriere als Arzt zu machen und stellt erst am Ende dieser Karriere fest, dass das wirkliche Ziel und der Zweck seines Lebens ganz woanders lag.
Ein von seinen Patienten beliebter Augenarzt, der aus unerklärlichen Gründen Suizid begeht, ist nur ein Beispiel für eine mögliche Fehlentscheidung am Beginn einer Karriere. Ganz zu schweigen von einem Piloten, der aus unerfindlichen Gründen sein Flugzeug in den Abgrund reißt und viele Menschen mit in den Tod reißt. Auch hier spielt die Möglichkeit eine Rolle, dass es zu Beginn der Berufswahl “Traumberuf” erhebliche Fehlvorstellungen über den Alltag eines Verkehrspiloten gegeben hatte. Auch die beruflichen Karrieremöglichkeiten nach einer möglichen Fluguntüchtigkeit spielen eine Rolle und werden mit Sicherheit näher untersucht werden. Es kann auch nicht das Ziel eines talentierten Piloten sein mit 55 in den Ruhestand zu wechseln. Eine Beschäftigungsgarantie in angrenzenden Berufsfeldern wäre wahrscheinlich die bessere Variante. Aber das ist ein Thema mit dem sich die betreffenden Airlines und die Gewerkschaften auseinandersetzen müssen.

Zurück zur Wichtigkeit einer richtigen Zielfindung. Manchmal ist es überhaupt nicht wichtig sich sofort auf den Weg zu machen, sobald man glaubt ein Ziel erkannt zu haben. Es ist wichtig ein Ziel vor Augen zu haben und es langfristig zu verfolgen. Oft ist das Erreichen eines Zieles nicht so befriedigend wie der Weg dorthin.


Ein guter Lehrer und Mentor kann ein entscheidender Katalysator bei der Zielfindung sein. Coaching ist die Methode der Wahl um Ziele zu definieren und Ressourcen zu aktivieren. Coaching setzt genau an dieser Stelle an. Nur wer seine Ziele tatsächlich kennt, kann sie auch erreichen. Ein Coach kann dabei helfen zu wissen, wie es sich anfühlt ein bestimmtes Ziel erreicht zu haben.