Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

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Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Affirmation


Affirmation

Ein wichtiger Bestandteil von Coachings ist das Zerstören von hemmenden Glaubenssätzen und das Entwickeln neuer, bejahender Überzeugungen. Das nennt man Affirmation. Das Erkennen negativer Glaubenssätze ist ein Thema für sich. Die Architektur neuer Glaubenssätze ist ein ganz anderes Thema. Es wäre kein Thema, wenn es einfach wäre. Aber darum sind wir ja nicht hier. Wir sind in der Lage, komplexe Dinge erfolgreich zu erledigen! Das ist eine Affirmation. Es besteht kein Zweifel, dass wir es schaffen können.

Affirmation (lateinisch „affirmatiō“ für „Versicherung, Beteuerung“) ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.

 

In der modernen (Massen)Kommunikation dienen Schlüsselsätze dazu, Gruppe von Gleichgestellten durch ansteckende Begeisterung für das Produkt, die Dienstleistung oder eine Sache zu interessieren, zu motivieren und letztendlich zu aktivieren.

 

Wir alle kennen den Satz „Yes, we can!“ , den der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama verwendete. “Yes, we can!” ist ein Synonym für Obamas Optimismus geworden. Dieser Satz wird untrennbar mit diesem Präsidenten verbunden blieben. Der Satz: “Wir schaffen das!”, von Angela Merkel, hat eine völlig andere Wirkung. Das Merkelsche “Wir schaffen das!” wird verbreitet sehr skeptisch gesehen. Natürlich können wir eine Menge schaffen. Aber es gibt mehrere große ABER, die diesen Satz begleiten.

Natürlich schaffen wir es. Allerdings geht das nicht mit einem derartigen, simplen Satz. Wir können alles mögliche schaffen, wenn wir davon überzeugt sind und wenn es uns gelingt, viele Menschen zu überzeugen. Das ist Politik. Die Macht liegt bei denen, die Informationen haben und effektiv verbreiten können.

Es gibt Menschen, die denkbar schlechte Voraussetzungen für Bildung und Wohlstand mitbringen. Es ist kein Geheimnis, das es sich in den ersten Jahren des Lebens entscheidet, wer wir sind und was wir erreichen können. Das Bindungsverhalten von Kindern ist zweifellos ein Schlüssel zum Erfolg. Ein gut gebundenes Kind wird mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ein gutes, erfolgreiches, reiches Leben führen.

WIKIPEDIA 14.08.2016: Die Bindungstheorie ist eine psychologische Theorie, die auf der Annahme beruht, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Sie wurde von dem britischen Kinderpsychiater John Bowlby, dem schottischen PsychoanalytikerJames Robertson und der US-amerikanisch-kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelt.

Ihr Gegenstand ist der Aufbau und die Veränderung enger Beziehungen im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühenMutter-Kind-Beziehung. Sie verbindet ethologisches, entwicklungspsychologisches, psychoanalytisches und systemisches Denken.

Eines der ursprünglichen Anliegen Bowlbys war es, eine wissenschaftliche Basis für den psychoanalytischen Ansatz der Objektbeziehungstheorien herzustellen und psychoanalytische Annahmen empirisch überprüfbar zu machen. Dabei entfernte er sich im Laufe seiner Forschungsarbeit von der Psychoanalyse.

Die Bindungstheorie weist Verbindungen zur Individualpsychologie von Alfred Adler,[1] zur Systemtheorie und zur kognitiven Psychologie auf und hat einen großen Beitrag zur Familientherapie, kognitiven Therapie sowie zur Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und zu den Grundlagen der Pädagogik geleistet.

Pädagogen und Psychologen beschäftigen sich jeden Tag mit dem Löschen negativer Bindungserfahrung und dem Aufbau neuer Bindungserlebnisse. Vertrauen und eine stabile Beziehung sind auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

Affirmation ist eine Methode, die angewendet werden kann. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, ist ein Format, das ich gerne anwende. Es macht keinen Sinn Probleme und nicht vorhandene Ressourcen mit in die Zukunft zu nehmen. Eine glückliche Kindheit ist der Schlüssel zu einem reichen und erfüllten Leben. Alle, die keine gute Kindheit hatten, oder zumindest glauben, dass ihre Kindheit nicht so toll war, können ihre glückliche Kindheit nachholen. Sie sollten es sogar. Es geht nicht anders. Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Ich kenne kaum jemand, der nicht erzählt, dass er eine schöne Kindheit hatte. Dabei geht es niemals um materielle Dinge. Es geht um eine oder mehrere Menschen zu denen wir eine vertrauensvolle Bindung aufbauen konnten. Das können die Großeltern oder die Nanny oder auch die beliebte Kindergärtnerin sein.

Wir müssen nur lernen, Dinge aus der Vergangenheit positiv zu interpretieren. Das gelingt vor allem, wenn wir unsere Erfahrungen als wertvolle Ressource erleben. Wenn jemand negative Erfahrungen und Erlebnisse hatte, dann kann das auch umintepretiert werden. “Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!” Wie stark kann ein Mensch werden, der als Kind von seinen Eltern nicht verpäppelt und verwöhnt wurde. Wir stark sind wir geworden? Wie stark wären wir geworden, wenn wir nicht gelernt hätten mit Problemen und Rückschlägen fertig zu werden?

Es gibt Menschen, denen das Lernen leicht fällt. Es fällt ihnen so leicht, dass sie sie langweilen und ablenken lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sie feststellen müssen, dass sie es nie gelernt haben wie lernen funktioniert. Sie verlieren ihren Optimismus und lassen sich fallen. Viele Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern, mit einer ausgezeichneten Kinderstube und völlig ohne Probleme sehnen sich nach Herausforderungen. Manch ein Millionär stellt erst als Erwachsener fest, dass ihm etwas fehlt im Leben. Ärmer Menschen können sich das nicht vorstellen. Sie glauben, wie die meisten Leute, dass man mit Geld tatsächlich alles erreichen kann. Das stimmt aber nicht. “Can’t buy me love!”, sangen die Beatles und das ist nicht das Einzige, was man nicht mit Geld kaufen kann. Eine stabile Psyche und Gesundheit kann man ebensowenig kaufen, wie die Zuwendung einer liebenden Mutter, eines starken und liebevollen Vaters, einer stabilen Familie. Nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, dass man den Satz “Can’t buy me love!” einfach umdrehen und daraus eine positive Affirmation machen kann.  Liebe kann man wirklich nicht kaufen, auch wenn viele Beziehungen kaputtgehen, wenn es wirtschaftlich ein wenig schwerer wird. Oft kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass ein Mann, der nach vielen Jahren mit einem guten Job arbeitslos wird, postwendend von seiner Ehefrau verlassen wird. Sie lachen? Alles schon erlebt! Das kann wirklich jedem passieren. Allerdings liegt das nicht am Geld, sondern daran, dass die Beziehung schon lange gescheitert war, bevor das genannte Ereignis eingetreten ist.
Wenn Liebe am Geld scheitert, dann ist das nicht die schlechteste Entwicklung. Oder?

Stellen Sie sich einen älteren, reichen Herren vor, der sich eine junge und sehr attraktive Frau, sagen wir aus der Ukraine, anlacht. Das hat etwas mit Geld zu tun. Ich glaube fest an diesen Glaubenssatz. Schauen Sie sich nur die einschlägigen Kennenlernportale an. Die ersten Fragen die gestellt werden drehen sich irgendwie immer um Status und Geld.

Aber das kann natürlich auch nur meine Sicht auf die Dinge sein. Ich lasse mich gerne von positiven Gegendarstellungen überraschen.

“Liebe überwindet alle Grenzen!” ist eine Affirmation, die ich gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Denn es stimmt. Liebe überwindet alles. Liebe ist geduldig. Liebe verzeiht alles. Liebe überwindet jeden Zweifel. Oh ja! Die Liebe!
Wir sollten täglich daran denken, was Liebe alles erreichen kann.

 

Finde deine Begabung


Was ist deine Begabung? – Finde es heraus!

“Du kennst deine Begabungen. Jeder Mensch kennt seine Begabungen.” Nein, das stimmt nicht. Es gibt viele Menschen, die ihre Begabungen nicht kennen und ausgerechnet immer das machen wollen, was sie nicht so gut können. Viele lassen sich durch Zufälle treiben. Eine Freundin oder ein Freund macht eine bestimmte Ausbildung. Also bewerben wir uns auch. Kommt dir das auch bekannt vor?

Wenn wir nicht wissen wo wir hin wollen, werden wir irgendein Ziel erreichen. Aber wir werden nicht wissen wo wir am Ende sein werden.

Vielleicht haben wir uns von unserem wirklichen Ziel so weit entfernt, dass es noch schwieriger wird es eines Tages zu erreichen. Oft bauen wir uns künstliche Mauern auf, weil wir nicht wissen, was wir am besten können. Oft sind wir auch einfach nicht in unserem Element. Die Geschichte mit dem Pinguin habe ich schon oft erzählt. Du kannst sie auf diesem Blog finden, wenn du suchst.
Um deine Begabung zu finden, kannst du gerne ein paar Schritte zurück gehen. Als Kind hatte ich nur einen einzigen Traum. Ich wollte Schriftsteller werden. Ich sah mich einsam in einer Fischerhütte am Strand der Ostsee Abenteuerromane schreiben und ich sah mich durch die Welt reisen um Eindrücke für meine Geschichten zu sammeln. Dieser Traum wurde damals durch Mauern unterdrückt, die ich nicht so leicht überwinden konnte. Eine Mauer hinderte mich am reisen und die andere Mauer hinderte Menschen daran, frei zu schreiben und zu träumen. Mir war schon klar, dass ich nicht schreiben konnte, was ich wollte. Also entschloss ich mich für das Naheliegende und erlernte einen tollen technischen Beruf. Ich studierte. Ich arbeitete als Programmierer und insofern schrieb ich tatsächlich sehr viel. Programme und Dokumentationen. Später las ich sehr intensiv Managementliteratur. Der Grund war einfach. Ich wollte wissen, was bei manchen Chefs schief lief. Ich lernte mit Cholerikern und unbewussten Ängsten der Chefs umzugehen und ich begann wieder zu schreiben. Es war ein langer Weg bis hierher. Und ich gehe diesen Weg immer noch. Wenn ich damals Bekannte gehabt hätte, wie Journalisten, Schriftsteller oder Psychologen, dann hätte ich vermutlich einen anderen Weg genommen. Wenn ich damals einen Coach gehabt hätte, dann hätte ich nach den Menschen gesucht, die mich genau in diese Richtung weitergebracht hätten.

Verstehst du das Konzept? Ich denke tatsächlich, dass wir unsere Begabungen finden sollten um sie zu fördern. Es gibt Begabungen, für die es scheinbar keine Berufsbezeichnung gibt.
Bist du tatsächlich Koch oder Restaurantfachkraft? Willst du das für den Rest deines Lebens machen? Oder hat nur ein “lieber” Verwandter zu dir gesagt: “Kind! Ich gebe Dir einen Rat: Lern was Vernünftiges! Eine Ausbildung ist so wichtig im Leben!” Also suchen sich die Jugendlichen eine Ausbildung und kämpfen sich durch ungeliebte Stoffe um dann am Ende festzustellen, dass sie sich soeben in eine einzige berufliche Richtung katapultiert haben. Nicht selten was das genau die falsche Entscheidung.

Währenddessen bleiben unsere wahren Talente verschüttet und sind zunehmend nur als wage Ahnung in uns geblieben. Wir haben sie nie wirklich entdeckt. Wir haben sie nicht gefördert. Sie konnten nicht wachsen und sich entfalten. Selbst wenn wir eine ausserordentliche musikalische Begabung hatten. Wenn sie nicht gefördert worden ist und wir kein Instrument erlernt haben, dann wird diese Begabung für immer verschüttet bleiben. Wir werden vielleicht schöne Musik von schlechter Musik unterscheiden können. Aber vermutlich werden wir keinen Zugang zur Schönheit klassischer Musik finden. Es ist ein Drama: Wir werden vermutlich niemals die Musik von Bach richtig erleben können. Das ist wirklich traurig. Und alles nur, weil wir unsere Begabung nicht gesucht und nicht entdeckt haben.

Wir lernen oft das, was die Menschen unserer Umgebung tun. Wenn das Kind eines Rechtsanwalts eine künstlerische Ader hat und ein sehr guter Maler werden könnte, kann es durchaus passieren, dass sich eine jahrelange Quälerei auf der Universität durch Rechtswissenschaften folgt und eine aussichtsreiche Karriere als Rechtsanwalt oder Richter in weite Ferne rückt. Ein Künstler wird demontiert und am Ende bleibt ein unglücklicher Jurist zurück, der eigentlich keine Lust auf den Job hat.

Von der Begabung bleibt in diesen Fällen oft nichts zurück. Denn das Kind mit der Begabung hatte keinerlei positive Reaktionen erhalten und damit wurde die Begabung nicht erkannt und nicht entwickelt. Es bleibt nicht viel von einem verschütteten Talent, außer einer unbestimmten Sehnsucht nach etwas Anderem.

Aber es gibt eine gute Nachricht: Deine Talente sind nicht verschwunden. Sie befinden sich immer noch in dir. Sie sind im Schlafmodus. Du musst die nur frei lassen, damit sie sich entfalten können. Konzentriere deine Aufmerksamkeit auf Spuren deiner Talente. Sie sind erkennbar. Du musst nur suchen.

Als Erstes musst du dir mehr Freiraum schaffen um deine Gedanken und Gefühle zu befreien. Du darfst auch einmal Nein! sagen und du musst nicht jede “Verpflichtung”, die die freundliche Menschen aufdrücken, erfüllen. Einmal JA! gesagt? Glaube mir: Das bedeutet NICHTS! Du darfst ab heute NEIN! sagen, wenn du es nicht willst. Du brauchst jetzt Freiräume um deine schlummernden Talente zu finden.

Schau dir alles an, was dir Freude macht. Was fasziniert dich? Lass dir Zeit und Raum und entdecke es. Du magst Autos und Flugzeuge? Du geniesst die freie Zeit an einem Wochenende im Grünen und atmest tief ein? Du fühlst dich glücklich, wenn du mit dem Auto unterwegs bist? Andere Menschen sehen vielleicht nicht das, was du siehst. Ganz bestimmt sehen sie die Welt mit anderen Augen als du. Sie hören anders und sie riechen und spüren anders als du. Öffne dich für das, was dir gut tut. Finde heraus, was du wirklich gut kannst und was du gerne machst.


Mach dir eine großes Geschenk: Begib dich auf eine Abenteuerreise und entdecke, was dir wirklich Freude bereitet. Tu den ersten Schritt dieser Reise. Jetzt!  

Was treibt Dich an?


Was treibt Dich an?

Ich spreche Dich mit dem vertrauten Du an. Das geht tiefer, als ein unpersönliches Sie. Ich wiederhole die Frage: Was treibt dich an? (ich schreibe du klein, das ist nach der “neuen” Rechtschreibung empfohlen. wer will kann auch weiterhin Du groß schreiben)

Was treibt uns an, wenn wir irgendetwas tun oder es eben lassen?

Ich habe in letzter Zeit sehr viel mit Menschen zu tun, deren einziger Antrieb es ist, irgendwie zu überleben. Da ist die attraktive Frau und Mutter, die die vergangenen zwanzig Jahre als Familienmanagerin tätig war, also dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stand. Sie war Managerin, Beraterin und verantwortete die Finanzen des Familienunternehmens. Nach 25 Jahren bekam sie aus blauem Himmel den blauen Brief. Neuanfang. Aber wie?  Da ist der arbeitslose Manager, der nach dem Verlust seines gut dotierten Jobs keine vergleichbare Stelle mehr finden konnte. Seine Ehefrau arbeitet entweder im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Dienst. Sie haben sich eingerichtet und die Welt hat sich weiter gedreht. Nach 5 Jahren mehr oder weniger intensiver Suche nach einem wie auch immer gearteten Chefposten hat der Mann keinen Antrieb mehr, sich auf den Weg zu machen. Seine Probleme liegen auf der Hand. Er kennt weder Ziel noch Sinn und eigentlich geht es ihm ganz gut in seiner Rolle. Wenn er ahnen würde, dass das Spiel langsam zu Ende geht und die Frau sich längst auf den Weg gemacht hat, dann würde ein Ruck durch diesen Mann gehen. Wir alle kennen solche Leute. Oft sind wir es selbst, denen ein Spiegel vor die Nase gehalten wird. Sehr oft verharren wir wie ein Kaninchen vor der Schlange und sind starr vor Angst, alleine bei dem Gedanken, dass wir so nicht weitermachen können. Wir fahren mit offenen Augen gegen eine Wand und hoffen, dass es nicht so schlimm werden wird. Es wird immer noch etwas schlimmer. Spätestens wenn alle Hoffnungen enttäuscht wurden, muss sich jeder den Realitäten stellen und sich auf sich selbst konzentrieren. Denn darum geht es immer: Wo sind Deine Ressourcen? Was tust Du gerne?

Denke bitte immer daran, was Mark Twain über Arbeit gesagt hat, die man gerne macht: Es ist keine Arbeit, es ist ein Vergnügen, für das man auch noch Geld bekommt.

Was treibt mich an? Es ist der Wunsch, in dem was ich tue wirklich gut zu sein. Es ist harte Arbeit das zu erreichen. Manchmal braucht man etwas mehr Zeit und sehr oft muss man sich mit dem arrangieren, was gerade möglich ist. Ich meine damit ausdrücklich auch die Möglichkeit seinen Stolz für kurze Zeit unter die Füße zu bekommen und Hilfe anzunehmen. Du bist vielleicht in deinem Selbstverständnis verletzt. Deine Kräfte sind am Ende. Es sieht alles so sinnlos aus. Andere sind jünger, schöner, klüger und letztendlich erfolgreicher. Ist das wirklich so?
Meine Erfahrungen sagen etwas ganz anderes. Ich sehe in letzter Zeit viele Menschen, die zu Beginn kaum Hoffnung auf ein besseres Leben haben. Sie haben sich eingerichtet und sie leiden an den erfolglosen Versuchen irgendeinen Job zu finden. Es ist ein wunderbares Erlebnis zu beobachten, wie Hoffnung und Selbstbewusstsein wieder stark wird und sich diese Menschen auf ihre Ressourcen besinnen. Das ist sichtbar!
Und dann gibt es noch die erfolgreichen Menschen, die scheinbar alles haben und sich dennoch große Sorgen um ihre Zukunft machen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Aber Angst begleitet uns von der Geburt bis zum Tod.

Angst sollte uns nicht antreiben. Angst darf unser Leben nicht bestimmen. Angst ist eine schlechte Ratgebeberin. Ein kühler Blick auf die Statistik zeigt, dass die Angst vor Terror in keinem Verhältnis steht zur Angst vor schlimmen Krankheiten oder Unfällen.

 

Augen auf bei der Berufswahl


Seit einigen Jahren begegnen mir immer wieder Menschen, die gar nicht so genau wissen, was sie beruflich machen wollen. Viele von ihnen haben sich sogar schon entschieden und eine Lehre absolviert. Abgesehen von RestaurantFachFrauen und -Männern, KöchInnen und ähnlichen servicelastigen Berufen habe ich es mit IT SystemInformatikern – hauptsächlich Männern und Studierenden zu tun. Sehr oft bewerben sich AbiturientInnen  auf einen Studienplatz und stellen dann im Laufe des Studium fest, dass sie möglicherweise die falsche Studienrichtung gewählt haben. Es gibt so viele Gründe Informatik zu studieren. Das Image von IT ist immer noch ungebrochen. Schliesslich handelt es sich um einen Schlüsselberuf mit Zukunft. Wer aber im zweiten oder dritten Semester feststellt, dass er immer schon schlecht in Mathematik war, der wird es nicht schaffen. Wer hat diese Leute eigentlich beraten? Warum haben sie sich eine Fachrichtung ausgesucht, der sie nicht gewachsen sind oder die überhaupt nicht zu ihnen passt? Wenn jemand Musik studiert, dann wird er bereits ein Instrument und Noten beherrschen. In einem Orchester spielen. Was treibt junge Leute dazu Informatik zu studieren, obwohl sie noch nie ein Programm in Java oder C++ geschrieben haben? Ich kann es mir vorstellen. Sie glauben genau das im Studium zu lernen. Es handelt sich um einen typischen Irrtum.
Sehr interessant ist es auch, wenn junge Ärzte nach dem Studium feststellen, dass sie für den Beruf überhaupt nicht geeignet sind. Das gibt es tatsächlich öfter als man glauben mag. Ich habe das früher auch nicht für möglich gehalten.

Augen auf bei der Berufswahl! Wir legen uns fest für einen großen Teil unseres Lebens. Ein Mechatroniker wird immer in einer mehr oder weniger schmutzigen Werkstatt arbeiten und relativ wenig Geld verdienen. Ärzte ohne Spezialisierung und eine langjährige Facharztausbildung gibt es auch mehr, als man denkt. Häufig haben Ärzte im Alter von U50 immer noch keine Facharztausbildung und jobben als Assistenzärzte und Notfallmediziner. Die Bezahlung ist zwar nicht so schlecht, aber bei einer gezielten Beratung wären sie längst viel weiter gewesen. Eine zielgerichtete Berufsplanung und die Angleichung an Fähigkeiten und Fertigkeiten hätte es auch getan. Aber dazu fehlt vielen Menschen einfach das geeignete Ziel. Manche Karrieren laufen scheinbar ziel- und planlos, mehr oder weniger erfolgreich. Ich hatte vor einiger Zeit eine Klientin, die einigermaßen erfolgreich und auch sehr fähig war. Am Beginn des Coachingprozesses standen Zweifel. Wir erarbeiteten Alternativen und Perpektivwechsel. Es war ein komplexer Prozess mit offenem Ausgang. Am Ende standen mehrere aussichtsreiche Projekte, die sie nun zielstrebig weiterverfolgt. Die Arbeit mit der Klientin hat mir großen Spaß gemacht. Und genau das ist meine Berufung als Coach. Ich hätte – genau wie meine Klientin – schon viele Jahre früher gezielt an meiner Karriere als Coach arbeiten können. Ich befand mich in einer Sackgasse und hatte keine Ahnung, wie es weitergehen würde. Darüber hatte ich schon öfter in meinem Blog berichtet und reflektiert.


Womit wir wieder beim Coaching wären. Mein Tipp: Jeder, der sich im Berufsfindungsprozess befindet sollte einen guten Coach aufsuchen, der mit ihm gemeinsam Ziele, Herausforderungen, Anforderungsprofile und dergleichen erarbeitet. Das bedeutet nicht, dass der Coach bereits alles weiß und jede Menge gute Tipps geben wird. Aber er führt schnell und gezielt durch einen der wichtigsten Entscheidungsprozesse in Ihrem Leben. Wer sich bei der Arbeitsagentur gemeldet hat und nicht sicher ist, was er machen kann und in welche Richtung es gehen kann, ist mit einem U25 Integrationscoaching gut beraten. Die Agentur für Arbeit bezahlt dieses Coaching, wenn der jeweilige Vermittler es für sinnvoll erachtet. Wenn Sie so etwas machen wollen, nehmen Sie Kontakt mit mir auf und wir finden den Beruf, der tatsächlich genau zu Ihnen passt. Wie das genau funktioniert, erkläre ich Ihnen gerne. Nur soviel. Zuerst erfolgt eine detaillierte ABC-Messungf und ein ABC-Coach wird mit Ihnen mögliche berufliche Ziele erarbeiten. Dann folgt das eigentliche Coaching über einen Zeitraum von 2 oder 3 Monaten. SIe investieren wertvolle Zeit für Ihr Leben.

 

Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens!

 

Der inkompetente Chef


Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ohne dass man sie exakt so formuliert, lautet:

 

“Wie gehe ich mit meinem inkompetenten Chef um?” Im Coaching ist das der Punkt an dem ich mich ersteinmal zurücklehne und mir meinen Coachee noch genauer betrachte. Ich achte auf seine Körperhaltung und beobachte seine Kinetik. Es ist still in diesen Momenten. Ich suche direkten Augenkontakt und dann frage ich den Klienten, ob er mir erlaubt Fragen zu stellen. In diesen Frage steckt der Schlüssel zur Lösung aller Probleme.

 

“Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind Sie der Meinung, dass Ihr Chef nicht die Fähigkeiten und Eigenschaften hat, die Sie von einem Chef erwarten. Bitte beschreiben Sie das Aufgabenfeld Ihres Chefs und Ihr eigenes Aufgabengebiet.”

 

Ich verzichte hier auf Antworten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Chef nicht der Richtige ist, dann beantworten Sie einfach die Fragen und lösen die Aufgaben, die ich hier stelle. Sie sind der Coachee, der Klient und ich stelle einfach Fragen.

 

“Welche Aufgaben hat ein Chef in Ihrer Abteilung oder Ihrem Unternehmen? Was muss er können? Schreiben Sie bitte die wichtigsten 10 Kompetenzen in eine Liste!”

 

“Wer aus Ihrer Abteilung könnte den Job des Chefs besser ausfüllen?”

 

“Was sind die positiven Eigenschaften des Chefs? Wo ist er wirklich gut? Was kann er aus Ihrer Sicht am besten?”

 

“Was würde sich ändern, wenn Sie Chef werden würden?”

 

“Was erwarten Ihre Kollegen vom Chef?”

 

“Was erwartet der Vorgesetzte vom Chef?”

 

“Was ist für das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden wichtig? Bitte schreiben Sie 10 Punkte auf!”

 

“Bitte entscheiden Sie sich, wo Ihre Chef die eben genannten Punkte erfüllt. Kennzeichnen Sie den entsprechenden Punkt mit einem Haken.”

 

“Bitte entscheiden Sie, an welchen Punkten Sie die eben genannten Punkte besser erfüllen würden, als Ihr Chef. Machen Sie ein dickes PLUS+ hinter den entsprechenden Punkt und ein PLUS++, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie es wesentlich besser machen können”.

 

“Bitte überarbeiten Sie Ihre Unterlagen und senden mir das ausführliche Ergebnis per eMail. Wir haben den nächsten Termin bereits vereinbart. Ich bin gespannt auf Ihre Ausarbeitungen!”

Ein Arzt kann auch nicht heilen


„Ein Arzt kann auch nicht heilen!“, war die erste Reaktion eines Arztes, mit dem ich mich über Coaching unterhielt. Wir sprachen über den Unterschied von Psychologie, Psychotherapie und Coaching. Ein Coach heilt nicht und er verspricht auch keine Heilung – ist die Grundlage fast jeder Coachingausbildung. Es ist klar, dass ein Coach niemals als Psychotherapeut auftreten sollte. Das verbietet sich von selbst. Ein Coach ist ein Coach,  ist ein Coach! Ein psychologischer Berater, aber kein Heiler, auch wenn es zu Nebeneffekten kommen kann, die in diese Richtung zeigen. Ein Fitnesstrainer ist schließlich auch kein Arzt, obwohl er etwas für die Gesundheit tut. 
Die prompte Reaktion des Arztes – ein Arzt kann nicht heilen – brachte mich zum Nachdenken. Was ist der Unterschied zwischen einem Arzt, der als Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut arbeitet und einem Coach? Ganz klar: Der entscheidende Unterschied ist die Ausbildung. Ein Coach hat andere Qualitäten als ein Arzt. Die Aussage, dass ein Arzt nicht heilen kann, ist ganz klar. Ein Arzt stellt eine Diagnose und verordnet Medikamente oder er operiert den Patienten um Defekte zu reparieren und Leiden zu lindern. Heilen kann auch er nicht. Das liegt im Immunsystem des Patienten. Ärzte unterstützen den Heilungsprozess,  indem sie Empfehlungen abgeben und den Patienten motivieren wieder gesund zu werden. Insofern ähnelt ein Arzt dann wieder einem Coach. Und die Parallelen sind nicht zu übersehen. Aber es handelt sich auch in diesem Fall um keine Ausnahme von der Regel. Ein Arzt kann sehr wohl auch ein Coach sein. Ein Psychotherapeut kann das auch. Und Manager, Lehrer, Politiker, Trainer, Berater….. Das ist der Unterschied. Als Coach kann man auf jedem Gebiet tätig werden. Das macht die Arbeit so unglaublich attraktiv und interessant. Ein Coach ist ein Coach…….

Coaching: Veränderungen sind möglich!


Metharmorphosen

Ich glaube daran, dass sich Menschen ändern können. Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass jeder von uns einen Veränderungsprozess durchläuft, der mit dem Erreichen der Volljährigkeit noch längst nicht abgeschlossen ist. Manche nennen es Herzensbildung. Ich nenne es Persönlichkeit. Die Persönlichkeit eines Menschen ist das Wichtigste, das er besitzen kann. Man kann ihm alles nehmen. Er oder sie kann alles verlieren. Wenn die Persönlichkeit dadurch keinen Schaden nimmt und sich weiterentwickelt, ist nichts verloren. Im Gegenteil. Schicksalsschläge, Misserfolge oder schmerzliche Verluste, können einen Menschen maßgeblich beeinflussen. Sie können uns stark machen oder zerstören. Jeder hat es in der Hand, das Beste daraus zu machen. neurologische-Ebenen

Immer wieder kommt die Frage nach den Veränderungsmöglichkeiten von ganz bestimmten Charaktertypen auf. Fragen wie: „Kann man einen Choleriker ändern?“ oder „Kann ein geborener Angsthase lernen seine Angst mutig zu überwinden?“, zeigen deutlich in welche Richtung das geht. Man kann übrigens keinen anderen Menschen ändern. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder Mensch kann sich ändern. Viele Menschen machen es sich bequem. Sie denken, dass sie sich nicht verändern können oder gar müssen. „Ich bin eben so!“ „Ich bin so wie ich bin!“ Niemand verlangt das. Erst wenn in uns selbst der Wunsch entsteht, auf eine höhere Entwicklungsstufe des Selbst zu gelangen, dann wird Veränderung überhaupt erst möglich. Ein Blick auf die Pyramide der neurologischen Ebenen zeigt sehr eindrucksvoll, wo Verhalten angesiedelt ist, nämlich ziemlich weit unten. Werte wie Sinn, Zugehörigkeit und Identität stehen weit über der Ebene von Verhalten. Einfach ausgedrückt, kann durch Konzentration auf Identität, Zugehörigkeit und  Sinn, das Verhalten von Menschen grundlegend verändert werden. Genau das wird durch Coaching möglich. Es geht auch ohne. Aber mit einem Coach geht es sehr viel schneller und zielgerichteter. Wir werden täglich Zeugen von solchen Veränderungen. Wer nicht an die Veränderung von Verhalten, durch das Erreichen höherer neurologischer Ebenen glaubt, wird so bleiben wie er ist. Es gibt keinen Zwang für einen Menschen, eine höhere Persönlichkeitsstufe zu entwickeln. Aber es ist möglich. Und genau darum geht es.

Der Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Menschen ist nicht das, was sie erreichen oder tun, sondern warum sie es tun. Es geht um einen höheren Sinn des Lebens. Jede Tätigkeit ist immer geprägt von Anerkennung und Sinnhaftigkeit. Sinnlose Verwaltungstätigkeit kann krank machen, auch wenn sie viel Geld und eine sichere Pension garantiert.
Es gibt anerkennenswerte Tätigkeiten, die vollkommen kostenlos ausgeübt werden. Engagierte Mitmenschen füllen ein Ehrenamt aus, ohne jemals nach einem Lohn zu fragen. Ich persönlich kenne sehr viele solcher Menschen und das sind keine dummen Leute. Im Gegenteil. Sie wissen, was sie tun und warum sie es tun. Es macht Sinn für sie.
Andererseits gibt es auch eine Gruppe von Menschen, die noch nie in ihrem Leben auf etwas verzichten mussten und die doch sehr unsicher und unglücklich sind. Die Ursache liegt auch hier im Sinn und Zweck ihres Lebens. Manch ein Multimillionär sehnt sich heimlich nach „dem einfachen Leben“. Sie haben alles. Das Leben verläuft ohne größeres Risiko. Aber sie haben noch nie in ihrem Leben ein selbstgeschaffenes Erfolgserlebnis gehabt. Auch hier liegt der Schlüssel im Sinn. Ein Coach kann helfen, versteckte Blockaden zu finden und Ziele zu formulieren, die letztendlich zu einer Befreiung aus dem Goldenen Käfig führen werden. Es ist unglaublich, welche Veränderungen möglich sind, wenn man einmal seinen persönlichen Sinn gefunden hat. Veränderung findet immer im Ich statt. ChangeIT! kann auch ganz einfach mit Verändere ES! übersetzt werden. Coaching kann kann dabei helfen, mit Sicherheit!

Ein sehr konkretes Angebot


Lotus competences

Lotus competences (Photo credit: Wikipedia)

Kennen Sie das Problem? Sie wollen ein konkretes Angebot und bekommen nur allgemeine Informationen und Stundensätze. Oder Sie werden ganz offenkundig falsch informiert. Dabei wollen Sie doch nur Kosten vergleichen und sich so auf eine geeignete Strategie einigen. In der IT ist das ein großes Problem. Niemand kann Äpfel mit Birnen vergleichen und oft verursachen falsche Entscheidungen Nachfolgekosten in ungeahnter Höhe. Die aktuelle IT-Revolution hat einen Namen. Cloud Computing bedeutet das Verschwinden von physischen Serverlandschaften in virtuelle Serverfarmen. Virtuell, weil in Zukunft alle Server auf virtuellen Maschinen laufen werden. Aber darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Für Ihr Geschäft spielt es keine Rolle, wo Ihre Daten sich befinden, wenn sie nur sicher vor Industriespionage und dem unerlaubten Zugriff von Behörden sind. Im Internet ist es egal, wo Daten gespeichert sind. Immer, wenn Daten transportiert werden, können sie auch von Fremden gespeichert werden. Wenn diese Datenpakete stark verschlüsselt sind, so können sie trotzdem auf fremden Servern gespeichert und bei Bedarf entschlüsselt werden. Jedem IT-Spezialisten ist längst klar, was der neueste Whistleblower Edward Snowden, (allein die Nennung dieses Namens wird mich verdächtig machen ;-/ liebe Grüße an die Kollegen von der NSA!) aufgedeckt hat. „Sie ahnen nicht, was alles möglich ist!“ Wir wissen längst, was alles möglich ist.

Wir waren aber bei einem anderen Thema. Worauf kommt es an, wenn man IT-Projekte miteinander vergleichen möchte? In den 1980er Jahren lautete ein geflügeltes Wort, dass man nichts falsch machen konnte, wenn man „Blue“ kaufte. Blue stand für IBM und es war sehr teuer IBM Technik zu erwerben und zu betreiben. Eine Alternative war die Firma DIGITAL mit seinen MicroVAX-Minicomputern und dem ausgezeichneten Betriebssystem VMS. Dann kamen die PC-Netze mit MS-DOS, Novell, Windows, Apple etc. Die 1990er waren geprägt durch das uneingelöste Versprechen, das man mit vernetzen Computern einfach alles realisieren könne. Im Grunde stimmt es auch. Tatsächlich ist eine Menge erreicht worden. Wer genau hinschaut wird erkennen, dass Computernetzwerke in den 1990er Jahren eine Revolution in den Verwaltungen von Organisationen und Unternehmen ausgelöst haben. Kosten und Nutzen standen in keinem Verhältnis. Der Nutzen war viel höher als die erheblichen Kosten der IT. Erinnern Sie sich noch daran, wie eine Verwaltung am Ende der 1980er Jahre aussah? Aktenablage und unendliche Papierberge bestimmten das Bild. Wir haben zwar heute immer noch kein papierloses Büro und es heiß, dass immer mehr Papier bedruckt wird, weil es so einfach ist. Fakt ist aber, dass heute alles elektronische abgewickelt werden kann. Aber das ist ein anderes Thema.
Trotz aller unübersehbaren Fortschritte sprechen heute alle davon, wie man diese ausufernden IT Kosten endlich in den Griff bekommen könne. Das war schon immer so. Aber ohne IT geht es eben nicht. Allerdings mangelt es an wirklich konkreten Angeboten. So kann es schnell passieren, dass ein scheinbar günstiges Angebot sich als wesentlich teurer als das Angebot der aktuellen Marktführer darstellt. Viele Unternehmen glauben am besten zu sparen, wenn sie ihre IT Budgets so niedrig halten, dass es nicht weiter auffällt. Das geht ganz einfach, indem IT Kosten auf andere Kostenstellen verlagert werden. Da wird ein Vertriebsmitarbeiter gerne mal zum internen IT-Spezialisten. Am Ende zahlt der Vertrieb die Zeche. Eine IT-Abteilung kann sich schließlich niemand leisten. Es kommt ganz auf die Unternehmenspolitik an. Wenn Kosten gespart werden müssen, werden unbeliebte Posten aufgeweicht und verschoben. Das ist zwar nicht im Sinne des Controlling, aber es ist durchaus üblich. Beraterkosten werden übrigens oft nicht einmal eingeplant. Schließlich zahlt das Unternehmen jeden Monat viel Geld an Lohn-und Gehaltskosten. BABs und Bilanzen werden auf diese Art und Weise sehr schwer lesbar und schwer vergleichbar. Da hilft eigentlich nur externe Beratung um Licht in das Dunkel zu bringen. Man kann es natürlich auch selbst machen, aber wer hat schon die Zeit dazu?
Oft werden IT Kosten ins Feld geführt um nachzuweisen, dass man ja alles beim Alten bleiben kann um nicht „noch mehr Geld“ auszugeben. Interne IT Abteilungen neigen zudem dazu viele Arbeiten selbst zu übernehmen. Die Politik die dahinter steht, liegt auf der Hand. Es handelt sich durchaus um joberhaltende Maßnahmen. Andererseits schwingt das Pendel zwischen Outsourcing und Insourcing ständig hin und her. Es ist immer wieder das selbe Spiel. Alles kommt auf die Perspektive an. Viele Geschäftsführer wollen eigentlich nur, dass alles funktioniert. Probleme im IT Bereich sind nicht ihre Sache. „Wir haben gute Leute! Klären Sie das doch mit denen!“ Dabei ist der Geschäftsführer direkt verantwortlich für IT-und Datensicherheit. Er kann zwar seine EDV-Abteilung rauswerfen, wenn etwas schief geht. Allerdings haftet er persönlich. Das ist den Managern oft nicht bewusst. Ein gewisser Mut gehört eben einfach zu einer solchen Tätigkeit dazu. Ein Grund mehr, sich mit einem externen Berater zu unterhalten.
Nur so werden gravierende Probleme schneller bekannt und Gegenmaßnahmen können eingeleitet werden.
Das Beraterhonorar ist ein indirekter Nachweis der Sicherheitsaktivitäten des Unternehmers. Eine gute Beratung ist unverzichtbar, auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht.

Und das ist das konkreteste Angebot, das ich Ihnen machen kann. Meine Stunden- und Tagessätze teile ich Ihnen gerne mit.

#182 Das Flow-Konzept


The Flow of Things

The Flow of Things (Photo credit: Wikipedia)

Mitte der 1990er Jahre definierte der gebürtige Ungar Mihalyi Czikszentmihalyi das Konzept des Flow. Er fand heraus, dass Menschen bei der Arbeit glücklich und produktiv sein können, wenn sie sich in einem ganz bestimmten Zustand befinden. Schriftsteller kennen den Zustand, wenn sie nicht gerade eine Schreibblockade haben und jedes Wort mühevoll zu Papier oder in den Computer bringen müssen. Künstler, die lange ihre Fähigkeiten vervollkommnet haben, befinden sich plötzlich im Flow. Ihnen wachsen Flügel und sie gehen weit über das bekannte Maß hinaus. Jede handwerkliche, künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeit kann in den Flow-Zustand übergehen, wenn wir es zulassen. Selbst scheinbare Routineaufgaben im wissenschaftlich, medizinischen Bereich können in den Flow-Zustand wechseln, wenn sie mit professioneller Hingabe getan werden. Voraussetzung ist die Liebe zum Beruf und das professionelle Beherrschen der Werkzeuge. Flow stellt sich ein, wenn Menschen, bei der Erfüllung ihrer aktuellen Aufgabe, mit sich selbst Eins sind. Jeder, der schon einmal die Zeit und den Raum bei der Arbeit vergessen hatte, kennt das Flow-Gefühl.
Czikszentmihalyi beschreibt den Flow wie folgt: „Beeing completely involved in an acrivity for its own sake. The ego falls away. Time flies. Every action, movement an thought follows in inevitably from the previous one, like playing jazz. Your whole beeing is involved and you’re just using your skills to the utmost.“ Aufmerksamkeit, Hingabe und professionelles Handeln führen direkt in den Status von produktiver Harmonie. Das ist der Zustand, den Mitarbeiter als produktive und zutiefst zufriedenstellende Arbeitsumgebung wahrnehmen. Organisationen und Unternehmen die in der Lage sind, eine derartige Umgebung zu schaffen, werden auch von ihren Kunden und Auftraggebern als attraktive Partner wahrgenommen. Das ist eine wichtige Grundlage von erfolgreicher Arbeit. Eine Flow-Situation tritt auf, wenn folgende Punkte gegeben sind:

  • Man ist der Aktivität gewachsen und beherrscht sie.
  • Man ist fähig, sich voll auf die Aktivität zu konzentrieren.
  • Man ist in der Lage sich völlig auf das Ziel der Aktivität zu konzentrieren.
  • Die Aktivität hat ein unmittelbares Ergebnis. Die Rückkopplung ist gegeben.
  • Man hat das Gefühl der vollständigen Kontrolle über die Aktivität.
  • Alle störenden Gedanken und Selbstzweifel sind verschwunden.
  • Man verliert das Zeitgefühl. Alles läuft von ganz alleine.

Die Tätigkeit wird automotorisch und man wird Eins mit ihr.
Grundlegend für einen Flow-Zustand sind zum einen die Fähigkeiten des Ausführenden und ein Gefühl der Herausforderung. Eine feine Balance zwischen Herausforderung und Fähigkeiten ist extrem wichtig um einen Flow zu erreichen. Eine wichtige Aufgabe von Arbeitgebern ist es, die Mitarbeiter und Führungskräfte zu fördern und ihnen den Begriff des Flow-Konzepts nahe zu bringen. Wie man eine geeignete Arbeitsumgebung schafft und wie Mitarbeiter und Manager an den Flow herangeführt werden, soll später betrachtet werden. Das Wissen um das Flow-Konzept ist der Einstieg in eine fruchtbare und produktive Arbeitsumgebung. Das gilt ganz besonders für kreative Berufe.
Flow: Das Geheimnis des Glücks

Zweifler sind gut!


Zweifler sind gut!.

Kritiker sind besser………oder Skeptiker, InFrageSteller, Kreative Zerstörer, Selbstkritik, kritische Haltung gegenüber scheinbar unumstößliche Gegebenheiten, Kritik der reinen Vernunft 😉 etc. Revolutionäre Ideen: Wenn Dich jemand auf die Rechte schlägt, halte ihm die Linke hin! – Das hat es vorher noch nie gegeben! Auge um Auge war Gesetz. Was würde Google tun? Verschenken, verteilen, kostenlos machen und somit die Marktmacht erringen. Und nun? Wie geht es weiter? Wie hat Microsoft soviel Geld verdienen können, wo vorher kein Markt war? Wie geht es weiter? Was können wir in Frage stellen? Genau darum geht es bei der neuen gesellschaftlichen Revolution. Neue Fragen stellen und Altes in Frage stellen. Vielleicht zweifeln…..

Elevator Pitch – IT Revolutionär


Elevator Pitch – Das Wichtigste in 30 Sekunden

„Ich bin die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!“ Zugegeben, eine ziemlich kurze kurze Stellenbeschreibung, aber nicht schlecht! Alle Achtung! Jesus von Nazareth beherrschte auch die Kunst des Elevator Pitch. Ich erinnere nur an das brilliante Buch „Jesus, Life Coach“ von Laurie Beth Jones.

Wir Normalbürger dürfen schon ein wenig ausführlicher beschreiben, was wir sind, wer wir sind und was wir wollen. Und vergessen Sie nicht: Falls Sie die Gelegeneit haben in einem Fahrstuhl einem einflussreichen Mentor zu erklären, was Sie machen und was Sie für ihn tun können, dann sollten Sie einen überzeugenden Auftritt hinlegen. Sie können ein brillanter Redner und Selbstdarsteller sein. Auf diesen Augenblick sollten Sie vorbereitet sein. Alles muss perfekt passen. Da hilft nur üben, üben und wieder üben. Das was Sie wollen und das was Sie sind muss in Fleisch und Blut übergegangen sein. Die Vorbereitung auf einen Elevator Pitch ist gleichzeitig ein hervorragender Check über Ihre Ziele und Fähigkeiten. Sind Sie immer noch auf Kurs? Haben sich vielleicht Ihre Ziele und Prioritäten verändert? Wer sind Sie und wer wollen Sie wirklich einmal sein? Wo geht die Reise hin? All das spielt eine wichtige Rolle beim Elevator Pitch.

„Sagen Sie mal, was machen Sie eigentlich? Was können Sie mir anbieten?“

„Ich befreie Ihr Unternehmen von den Zwängen herkömmlicher IT und begleite Sie sicher durch die Wirren der Virtuellen IT Revolution! Optimierung von Geschäftsprozessen ist keine leere Versprechung mehr sondern eine reale Option. Wenn Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen und zusätzlich sehr viel Geld einsparen wollen, dann lassen Sie uns darüber reden! Reden Sie mit einem unabhängigen IT Coach, wie mir. Ich arbeite ausschließlich in Ihrem Interesse! Hier ist meine Karte!“

Erfolg durch Authentizität


Authentisch sein – Erfolg haben

 

Schritt um Schritt

Schritt um Schritt (Photo credit: mikede1973)

 

Erfolg ist eine Folge von natürlicher Persönlichkeit. Wir können einige Verhaltensmuster lernen und trainieren. Wir können lernen, auch in schwierigen Situationen, die Rolle zu spielen, die von uns erwartet wird. Aber nichts geht über eine natürliche Persönlichkeit. Persönlichkeit und authentisches Handeln sticht jedes antrainierte Verhalten. Jeder, der das verstanden hat, ist auf dem richtigen Weg. Das Ziel ist, die natürliche Persönlichkeit zu finden, die in uns steckt und sie zu perfektionieren. Nur Menschen, denen das nachhaltig gelingt, werden den Erfolg haben, der zu ihnen passt. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen ist die bewusste Ausrichtung auf ihre individuellen Potentiale. Es heißt nicht umsonst: „Augen auf bei der Berufswahl!“ Viel zu viele Menschen wählen einfach die falsche Richtung und sind dann auf einem Weg auf dem sie niemals ihre Potentiale voll ausschöpfen können. Es ist sehr schwer einen einmal eingeschlagenen Weg zu verlassen. Besonders schwer wird es, wenn man nicht weiß in welche Richtung die Reise gehen soll.

 

Der erste Schritt in Richtung Erfolg ist eine tief gehende Persönlichkeitsanalyse. Dafür gibt es professionelle Methoden. Eine derartige Analyse kann man nicht einfach im Baumarkt oder im Buchhandel kaufen.

 

„Was Frisöre können, können nur Frisöre“

 

Haare schneiden, zum Beispiel. Es gibt Menschen, die sich selbst die Haare schneiden und man sieht man. Ein professioneller Haarschnitt kostet nicht die Welt und der Unterschied ist auf den ersten Blick sichtbar. Gute Frisöre haben einen geschulten Blick für den optimalen Haarschnitt. Ich vertraue mich auch hier gerne dem geschulten Blick von Profis an.

 

Wer es wirklich ernst meint und sein Leben positiv verändern will, kann auf anerkannte und erprobte Analyse-Methoden, wie den Birkmann-Test® oder den Sternenweg von Alchimedus® zurückgreifen.

 

Es ist kein Geheimnis, dass wir immer am besten sind, wenn wir eine Tätigkeit gerne und scheinbar spielerisch erledigen können. Mit einer natürlichen Kompetenz und der gezielten Förderung unserer natürlichen Begabungen und Fähigkeiten haben wir einen entscheidenden Vorteil. Mozart war ein begnadeter Musiker, der als Buchhalter vermutlich grandios gescheitert wäre. Es gibt viele Beispiele, die sich hervorragend eignen, den Wert von Begabung und natürlichem Potential zu erläutern.

 

Was können Sie am besten? Was waren Ihre Träume in der Kindheit? Wo steckt Ihr natürliches Talent? Finden Sie es heraus! Am besten mit einem professionellen Coach, der mit Ihnen eine geeignete Potenzialanalyse durchführt, Ihnen hilft die richtigen Ziele zu formulieren und Sie auf Ihrem individuellen Weg begleitet.

 

 »Das Geheimnis des Glücks ist nicht, zu tun, was du magst, sondern zu mögen, was du tust.« J. M. Barrie

 

 Das Geheimnis des Erfolgs ist genau das zu tun, was wir am besten können. Finden wir es heraus, was unser wirkliches Talent und unsere Berufung ist. Es ist niemals zu spät! Erst wenn wir uns in unserem natürlichen Element befinden, werden wir ganz selbstverständlich Höchstleistungen vollbringen. Erinnern Sie sich noch an die Geschichte vom kleinen Pinguin?

 

Pinguin

Pinguin (Photo credit: twicepix)

 

Erfolg besteht aus Misserfolgen


 

Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.(Winston Churchill)

Wirklich erfolgreiche Menschen haben Ziele, die für andere unvorstellbar sind; und unerreichbar erscheinen. Sie verfolgen ihr Ziel, auch wenn Misserfolge sie immer wieder zu hindern scheinen. Aber aus Misserfolgen lernt man. Beim nächsten Anlauf wird es besser. Die meisten Menschen definieren für sich erreichbare Ziele und sind zufrieden, wenn sie ihre Ziele erreichen. Spitzensportler wissen, dass man die Latte etwas höher legen muss um hohe Ziele zu erreichen. Wer die die Latte etwas höher legt, beginnt automatisch neue Ziele zu definieren. Das Geheimnis ist, dass wir scheinbar unerreichbare Ziele erreichen werden, wenn wir sie uns plastisch und bildlich vorstellen können. Die Definition eines Ziels ist ein wichtiger Punkt beim Coaching. Menschen, die keine Ideen und keine Ziele haben sind keine guten Klienten. Im Gegenteil: Wenn sich herausstellt, dass der Coachee im Grunde ganz zufrieden ist, keine Ziele mehr hat, dann ist das Coaching schon vorbei. Es besteht kein Anlass für ein Coaching. Scheinbar unerreichbare Träume und Ziele sind dagegen ein perfekter Anlass für ein Coaching. 

 

Neugier und Begeisterung sind der Treibstoff für den Erfolgreichen. 

 

Fachkräftemangel 2013


Fachkräftemangel, selbst gemacht

Die IT-Wirtschaft in den USA hätte auch ohne weitere ausländische Fachkräfte genug qualifiziertes Personal am Arbeitsmarkt zur Verfügung – so kann man die Ergebnisse einer Studie zusammenfassen, die das Economic Policy Institute (EPI) veröffentlicht hat. Die Autoren widersprechen damit den Fürsprechern einer Einwanderungsreform, die Fachkräften mehr Visa für eine Anstellung ermöglichen soll. 

Web de Cologne 7 zum Thema "Fachkräfteman...

Der so genannte Fachkräftemangel ist auch in Deutschland ein Thema. Die Grundannahme von Unternehmen kann wie folgt beschrieben werden. „Es gibt bessere Fachkräfte am Arbeitsmarkt, leider können wir uns diese besseren Fachkräfte nicht leisten, weil der Mangel die Zahlung von hohen Gehältern erfordert.“ Daraus folgt, dass die im Unternehmen vorhandenen Fachkräfte nicht genügend gefördert werden und sie das, nicht ganz unbegründete, Gefühl haben, austauschbar zu sein. Das Dilemma wird deutlich, wenn man angestellte Fachkräfte über ihre Situation und ihre Zukunftsaussichten befragt. Viele dieser Spezialisten beklagen mangelnde Weiterbildung und dementsprechend geringe Aufstiegschancen. Ein Blick in die Bilanz von mittelständischen Unternehmen genügt um zu erkennen, wo genau die Probleme liegen. Die Ausgaben für Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sind ein wichtiger Indikator. Dringend notwendige Kostensenkungen setzen sehr oft genau an dieser Stelle an. Unternehmen, die an dieser Stelle die Säge ansetzen, verzichten auf ihre Zukunft. Die Vorstellung, mit einer Neueinstellung von billigen und sehr gut ausgebildeten Fachkräften Wettbewerbsvorteile zu erzielen, ist verführerisch. Wir benutzen ganz bewusst das Wort „billig“, denn darauf läuft es in vielen Unternehmen tatsächlich hinaus. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man damit tatsächlich Einsparungen erzielen kann. Der gesunde Menschenverstand zeigt, dass es sich hierbei um einen völlig falschen Ansatz handelt. Das Problem betrifft auch vorhandene Potentiale auf dem Arbeitsmarkt. Erfahrene, gut ausgebildete Fachleute werden vielfach aussortiert und haben dann oft nur sehr mangelhafte Möglichkeiten wieder einzusteigen. Die Ursache ist klar. Wo sollen diese erfahrenen Fachkräfte die notwendigen aktuellen Technologien kennenlernen und ihre Fähigkeiten weiter ausbilden? Es gibt viele Möglichkeiten. Eine äußerst interessante Variante ist die Einbindung von auszubildenden Spezialisten in das Unternehmen. Wie wäre es mit einem Trainee-Programm für BestAger? Die Politik ist gefragt, derartige Aktivitäten zu unterstützen. Aber das ist ein anderes Thema über das wir gerne diskutieren.
Wir beraten Sie gerne! Wenn Sie den Fachkräftemangel aktiv bekämpfen wollen, dann fangen wir am besten sofort bei Ihren eigenen Mitarbeitern an. Zusätzlich begleiten wir Ihre Aktivitäten mit einer umfangreichen Pressearbeit und unterstützen Ihre Marketing- und HR-Abteilung. Optimieren Sie die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter und verlassen Sie sich nicht auf Zufälle! 

 

Zeitverschwendung


zeit

zeit (Photo credit: apicula Zanetti)

Wir neigen dazu unsere Zeit so effektiv wie möglich einzusetzen und fürchten uns vor einer gedankenlosen Verschwendung dieser wertvollen Ressource. Nichts erscheint uns schlimmer, als Zeit zu verschwenden. Zeitverschwendung ist ein böses Wort, Müßiggang eine große Sünde. Die Angst vor einem sorglosen Umgang mit der Zeit ist ein Elternteil von Burnout und Depression. Niemand sagt uns, wie Zeit sinnvoll zu verwenden ist. Wenn zwei Menschen, die sich lieben, Zeit miteinander verbringen und sich nahe sind, dann sieht das für einen Außenstehenden wie pure Zeitverschwendung aus. Was könnte man in dieser wertvollen Zeit nicht alles schaffen? Ja, was denn eigentlich? Was ist wichtig und was ist unwichtig? Am Wochenende dröhnen in meiner Straße die Rasenmäher und überall ist Bewegung und Leben. Wenn ich mich jetzt in die Sonne setzte, ernte ich die strafenden Blicke der Helden des Vorgartens. Bei diesem Krach kann ich mich sowieso nicht entspannen. Also setze ich mich auf mein Rad und entfliehe der hektischen Betriebsamkeit. In einem Park treffe ich andere Menschen, die ihre Zeit anders verbringen. Sie genießen die Sonne, spielen, verbringen Zeit miteinander. Das sieht gar nicht wie Zeitverschwendung aus.
Ich könnte meine wertvolle Zeit allerdings auch anders einsetzen. Ich könnte Fenster putzen, Rasen mähen, Hecke schneiden….Aber warum eigentlich? Es macht mir keinen Spaß, es ist Arbeit und wenn ich es erledigen muss, dann mache ich es schnell und effektiv. Aber nicht heute. Heute brauche ich die Zeit für andere Dinge. Ich muss auf mich achten. Allerdings ist es auch ein gutes Gefühl, wenn ich vorher noch ein paar Arbeiten erledigt habe die auf mich warten. Es ist keine schlechte Idee Dinge nicht aufzuschieben und einfach zu erledigen. Die Unterlagen für das Finanzamt warten und eigentlich muss ich noch ein paar Rechnungen bezahlen. Auch dafür wird wertvolle Zeit benötigt. Wenn ich mich jetzt aus dem Staub mache, dann verfolgen mich diese Dinge, bis ich sie endlich erledigt habe.
Zeit braucht Deutung. Wenn wir Dinge erledigen und uns mit anderen Menschen treffen, miteinander kommunizieren und einfach leben, dann ist das niemals Zeitverschwendung. Ich habe eben einen Artikel über Albert Schweizer gelesen. Es ist unglaublich, was dieser Mann vor seiner Zeit im Urwaldhospital geleistet hatte. Er hatte Theologie studiert und er war ein Orgelspezialist, ein ausgebildeter Musiker und ein Missionar. Schweizer war Philosoph und Theologe und studierte dann noch, scheinbar nebenbei Medizin um sich dann im Alter von etwa 30 aufzumachen und das berühmte Urwaldhospital in Lambarene zu gründen. Er war dann mal weg – in Afrika. Schweizer kümmerte sich in einem Akt der Menschlichkeit um Menschen, die ohne sein Engagement keine Chance gehabt hätten. Seine Leistung reicht über seine eigene Lebenszeit hinaus, weil er ein Zeichen gesetzt hat. Zu seinem Vermächtnis gehört es auch, dass wir unsere Zeit optimal nutzen müssen. Alles hat seine Zeit, heißt es in der Bibel. Sähen und ernten, geboren werden und leben und sterben.

Im Coaching ist es entscheidend, sich auf den Gegenüber einzulassen und auch Pausen auszuhalten. Es ist wichtig, Zeit miteinander zu verbringen. Ein gutes Coaching muss nicht immer von sprühenden Gedanken strotzen und rhetorische Höchstleistungen sind nicht immer der Königsweg. Die Qualität eines Coachings hängt nicht von der Anzahl der gesprochenen Worte oder der Frequenz der Aha-Effekte ab. Zeit läuft für jeden Menschen anders ab. Ein guter Coach stellt sich auf das Zeitgefühl seines Gegenübers ein und entwickelt ein Gefühl für seinen Klienten. Erst dann funktioniert Coaching.
Wie verbringen wir unsere Zeit? Wie viele Jahre haben wir schon in irgendeinem Büro verbracht und den Zeitvorstellungen anderer Menschen entsprochen? Warum tun wir das? Wie geht es uns dabei? Haben wir das Gefühl Zeit zu verschwenden oder setzen wir unsere Zeit so ein, dass es uns gut tut? Was würden wir jetzt eigentlich tun, wenn wir es uns aussuchen könnten?
Denken Sie doch einfach mal darüber nach und schreiben es auf ein leeres Blatt Papier. Was würden Sie jetzt gerne machen, wenn Sie es selbst in der Hand hätten?
Kleine Pause.

Und dann: Wie fühlt sich das an? Wir schmeckt es, wie klingt es? Wie fühlen Sie sich jetzt? Atmen Sie tief ein und langsam aus. Wir haben eben ein wenig Zeit miteinander verbracht. Schön, Sie kennen zulernen!
Das war ganz bestimmt keine Zeitverschwendung, denn ich habe genau das getan, was ich gerne mache: Kommunizieren, reden, schreiben und auch schweigen.
Alles zu seiner Zeit!

Treffen der Generationen – Business Coaching für Aufsteiger


Der demografische Wandel ist ein vielzitierter Begriff. Wenn ältere Manager und Politiker davon sprechen hat es einen anderen Klang, als wenn das die jüngeren tun. Dabei sitzen alle im selben Boot. Wenn wir nicht heute schon Klarheit darüber bekommen, was zu tun ist, dann verschenken wir wertvolle Zeit. Die jungen Leistungsträger werden älter und die Älteren nehmen ihr Wissen in den (vorzeitigen) Ruhestand mit. Was für eine Verschwendung von Wissen und Ressourcen!

Gerade ältere und erfahrene Mitarbeiter haben viel mitzuteilen. Die Erfahrung zeigt, dass die in Unternehmen vorhandenen Fähigkeiten nicht so genutzt werden, wie es möglich und sinnvoll wäre. Junge Leute wollen nach oben und fühlen sich durch die Älteren bevormundet und gebremst. Ältere Mitarbeiter fühlen sich sehr oft angegriffen und errichten einen Schutzwall um sich herum. Dabei war es zu allen Zeiten besser, eine gute Mischung zu finden.

In Russland gibt es ein Sprichwort, das besagt, dass man immer ein junges und ein älteres Pferd für ein Gespann wählen sollte, wenn man das beste Gespann haben will.
Unerfahrene Reiter suchen sich ein erfahrenes älteres Pferd aus, wenn sie klug sind.

Wer wünschst sich nicht einen einflussreichen und erfahrenen Mentor um ganz nach oben zu kommen?

Es gibt Manager, die haben ihr Leben lang gegen diese Mauer der Generationen gekämpft. Junge Manager werden oft lange als Benjamin geführt um dann mit 40 festzustellen, dass sie immer noch nicht viel weitergekommen ist. Es ist kein Wunder wenn diese jungen Manager mit harten Bandagen gegen die Älteren kämpfen. Mit Ende 40 zählt man schnell zum alten Eisen. Die älteren Bremser verabschieden sich irgendwann in den Ruhestand und von den dann kommenden Managergenerationen wird man als “Teil des Problems” gesehen. Das gibt es viel öfter, als man glaubt.

Auch folgende Konstellation ist möglich. Ein Geschäftsführer, der nur noch ein paar Jahre bis zum Ruhestand hat, umgibt sich mit lauter jungen Leuten und gibt sich als großzügiger Mentor. Er hat kein Vertrauen in die Manager seiner eigenen Generation. Im Gegenteil. Er vertraut seinen erfahrenen Leuten nicht, weil er von sich selbst ausgeht. Warum ist das so? Vermutlich sind seine eigenen Defizite so groß, dass er sich und seiner Generation nicht viel zutraut. Der Verdacht liegt nahe und das gute alte “Cui Bono?” gilt auch hier. Es könnte sein, dass diese älteren ihm bei seinem Aufstieg begleitet und geholfen haben und die Leichen in seinem Keller kennen. Wie unangenehm!

Ein kluger Generationenvertrag der von beiden Seiten angestrebt wird kann über den Erfolg und Misserfolg einer Unternehmung entscheiden.

Die Generation 60+ ist eine kluge und erfahrene Managergeneration. Junge Aufsteiger sind gut beraten sich einen guten Begleiter in dieser Gruppe zu suchen.

Ich habe meinen Mentoren viel zu verdanken. Und noch etwas: Ich habe lieber erfahrene und erfolgreiche Manager im Boot, als Leute deren Ehrgeiz in keinem Verhältnis zu ihren Fähigkeiten steht. Ich bin nun wirklich kein Fan von Leuten, die nicht loslassen können. Aber Ehre, wem Ehre gebührt. Helmut Schmidt sei Dank! Er verließ aufrecht sein Amt um ein erfolgreicher Publizist bei der Zeit zu werden. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel.

Keine Erfolgsgarantie – Coaching


Sie sind auf der Suche nach einem Coach? Viel Spaß dabei! Es ist schwerer einen richtig guten Coach zu finden, als einen guten Psychologen. Psychologen haben Psychologie studiert und können mindestens eine Spezialausbildung nachweisen. Ein guter Coach hat eine gute Ausbildung und eine langjährige Berufserfahrung als Manager, Berater, Ingenieur – was auch immer. Ein Coach ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit, aber wer will das nicht sein? Wenn sie einen guten Coach gefunden haben, dann halten Sie ihn fest!

Wie finden Sie also einen guten Coach? Aber brauchen Sie überhaupt einen Coach? Ich bitte Sie: Seien wir mal ganz offen. Coaching ist doch nur ein weiteres Buzzwort wie Unternehmensberater, Marketingexperte, IT Consultant. Heute ist doch einfach alles Coaching. Wer braucht denn so was?

In englischsprachigen Ländern ist Coach einfach ein Bus. Coach USA ist eine Busgesellschaft, ähnlich wie Greyhound. Ziel und Zeitpunkt der Reise wählen, Fahrkarte rechtzeitig im Internet kaufen und schon kann die Reise losgehen. Falls man nicht zwischendurch aussteigt, wird man das Ziel erreichen. Wichtig ist nur die Wahl von Zeitpunkt und Ziel.

Wie finden Sie also einen guten Coach?

Sie können sich umschauen und bei den großen Coaching-Verbänden suchen. Die beste Möglichkeit den richtigen Coach zu finden ist immer noch die gute alte Versuch und Irrtum Methode. Nehmen Sie einfach ein wenig Geld in die Hand und vereinbaren ein überschaubares Coaching. Das erste Gespräch ist kostenlos. Es dient dem Kennenlernen und der Orientierung. Ab der zweiten Sitzung kostet es Geld. Mit einer Sitzung ist es meist nicht getan. Aber wenn Sie wissen wollen, was Coaching überhaupt ist, kann es sinnvoll sein, ein oder zwei Sitzungen zu vereinbaren.
Ein guter Coach wird Ihnen niemals eine Erfolgsgarantie geben. Das wäre absolut unseriös und nicht realistisch. Ein Coach wird für das Coaching bezahlt, unabhängig, was Sie aus dem Coaching mitnehmen oder was Sie daraus machen. Wer Ihnen etwas anderes verspricht als ein Coaching-Gespräch ist ein Scharlatan oder ein Dummkopf. Der Erfolgsfaktor Nummer Eins sind immer noch Sie selbst. Es ist wie im Sport. Laufen, müssen Sie ganz alleine. Wenn Sie sich selbst motivieren und zum Ziel führen können ist das kein Problem. Wenn Sie allerdings jemand brauchen um Ihren inneren Schweinehund zu besiegen, die beim Laufen professionell zu begleiten und immer wieder zu motivieren, dann sollten Sie sich einen professionellen Begleiter leisten. In Berlin sieht man immer öfter ungleiche Paare durch die Parks laufen. Personal Trainer begleiten Menschen, die es sich leisten können beim Laufen oder Radfahren. Die Gründe sich einen Trainer zu leisten sind so vielfältig wie die sich einen Coach zu buchen. Der entscheidende Grund ist die Aktivierung von Ressourcen und professionelles Feedback. Das kann ein guter Freund, eine gute Freundin durchaus auch leisten. Aber hat der Freund das Zeug und die Zeit dazu? Das ist die Frage. Freunde neigen oft zu immer gleichen Ratschlägen. Irgendwann kennen wir das freundschaftliche Repertoire auswendig. Freunde sind und zwar sehr nahe, aber oft eben keine Kommunikationsprofis.

Ein Personal Trainer wird Ihnen auch nicht garantieren, dass Sie in den nächsten 4 Wochen eine Traumfigur bekommen werden. Fragen Sie ihn einfach. Er wird es ihnen nicht nicht garantieren. Er kann das nicht tun, weil Sie im Fall des Scheiterns Ihr Geld zurückverlangen würden. Leistung erbracht, Ziel nicht erreicht, Geld zurück. So funktioniert das nicht. Er kann Ihnen nur  dabei helfen dieses Ziel zu erreichen und zwar schneller und effektiver, als wenn Sie es selbst versuchen. Denken Sie immer an die Überwindung Ihres inneren Schweinehundes! Sie kennen Ihren inneren Schweinehund am besten. Oder?

Wenn Sie ein Problem lösen müssen, wenn es keine Alternative gibt und der Zeitpunkt und das Ziel feststeht, dann brauchen Sie einen Partner an Ihrer Seite, der in der Lage ist, mit Ihnen die Lösung des Problems wirklich anzugehen. Ohne Kompromisse und ohne Ausreden. Sie brauchen jemand, der Ihre inneren Bremsen löst und einfach losfährt. Sie brauchen einen Coach.

Ziele


Coaching ist anlassbezogenes Lernen.

Was ist der Anlaß? Was ist Ihr Anliegen? Was wollen Sie erreichen?

“Ich möchte mich selbständig machen!”

Ein Psychologe würde vielleicht nach den Ursachen fragen und versuchen herauszufinden, was in Ihrem Leben schief gelaufen ist. „Es ist schon mutig, sich heutzutage selbständig zu machen.“ Er würde Ihnen Fragen stellen und möglicherweise würden er Ihnen raten, dass sie es lieber lassen sollten. „Sind Sie sicher, dass Sie das Zeug dazu haben. Das ist alles nicht so einfach!“
Ein Coaching funktioniert anders. Coaching bedeutet Ressourcen freizulegen und Ziele deutlich darzustellen. Ein Coach ist ein psychologischer Berater. Ich wiederhole mich. Es ist wichtig zu wissen, was ein Coach macht und wo er sich einordnet.
Sie wollen selbständig arbeiten. Das bedeutet Zugehörigkeit und das ist ein wichtiger Punkt. Zugehörigkeit ist ein hoher Wert. Wer wollen Sie sein? Die Frage ist immer: Hammer oder Amboss sein! Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit bringen Sie mit? Was waren die positiven Erfahrungen, die Sie zu einem aktiven Gestalter machen? Was bedeutet Selbständigkeit für Sie? Beim Coaching werden Sie Ihr Ziel klar definieren.

Stellen Sie sich vor, Sie haben alles geschafft, was Sie sich vorgenommen haben. Haben Sie das Bild vor Augen? Wie fühlt sich das an? Wie schmeckt es? Wie riecht der Erfolg für Sie?

Je nach Zugangskanal fühlen Sie sich angesprochen. Vielleicht riecht es tatsächlich wie das Meer im Frühling und wie eine exotische Frucht? Dann sind sie der olfaktorische Typ. Der Geruchskanal ist wichtig für Sie. Es klingt gut oder es fühlt sich phantastisch an! Audio oder Kinesthetisch. Ein guter Coach stellt das durch Fragen und Beobachten fest und führt das Gespräch so, dass Sie sich gut aufgefangen fühlen.

Ein Coach hilft dabei Ziele zu formulieren und den Weg zum Ziel zu skizzieren. Verbunden mit Franchiseberatung und Gründercoaching kann ein Coaching der Beginn für einen erfolgreichen Start sein. Coaching bedeutet anlaßbezogenes Lernen. Sie lernen sich und Ihre Aktiva besser kennen und Sie lernen Ihre eigenen Stärken einzusetzen. Schwächen werden auch angesprochen, ein Coaching hilft auch diese Schwächen in Stärken umzusetzen. Probleme sind Herausforderungen und Aufgaben, die sich lösen lassen. Ein Psychologe sucht nach den Ursachen von Depressionen und Psychosen in der Vergangenheit und versucht dann zu heilen. Coaching ist anders. Es ist positive Psychologie. Die Suche nach Zielen und nach Ressourcen und Wegen. Ein Coach kennt aber auch seine Grenzen und wird Sie offen darauf hinweisen, wenn er meint ein psychologisches Krankheitsbild bei Ihnen zu erkennen. Ein guter Coach wird bei Verdacht den Besuch bei einem Psychologen empfehlen und das Coaching unterbrechen. Möglich ist auch das Gespräch von Coach und Psychologen.

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren


Wenn Unternehmen in eine Schieflage geraten, dann geht die Angst um. Mitarbeiter machen sich plötzlich Gedanken um ihre Zukunft. Sie sehen in eine schwarze Röhre und oft fehlen Zukunftsperspektiven. Plötzlich ist alles ganz anders. Besonders, wenn man sich viele Jahre in ein Unternehmen eingebracht hatte und glaubte durch Verzicht am Erfolg teilhaben zu können. Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes spielt oft eine große Rolle. Unternehmen, die diese Angst heimlich institutionalisieren und pflegen gibt es leider viel zu oft. Ein gutes Unternehmen nach der Definition der Offensive Mittelstand funktioniert anders. Gute Unternehmen haben nicht nur ihre Kunden und kurzfristige Gewinne oder das blanke Überleben im Auge, sondern vor allem ihre Mitarbeiter. Unternehmen stehen und fallen mit ihren Mitarbeitern. Unternehmer, die meinen keine guten Mitarbeiter zu haben, sollten dringend über den Sinn ihres Unternehmens nachdenken. Kunden merken es, wenn Mitarbeiter nur halbherzig oder gar widerwillig arbeiten.
Gute Unternehmen kommunizieren die auftretenden Probleme und suchen gemeinsam nach Lösungen. Gute Unternehmen achten auf eine gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
Wenn Unternehmen Mitarbeiter entlassen müssen, dann wird deutlich was viele bereits ahnten. Sie stehen alleine da und müssen sehen wo sie bleiben. Offene Diskussionen gibt es in derartigen Unternehmen nicht. Jeder handelt nach der Devise: „Rette sich, wer kann!“ und „Jeder stirbt für sich alleine!“ aber auch „Jeder ist seines Glückes Schmied!“ Es gibt keinen Grund aufzugeben oder die Nerven zu verlieren. Gute Mitarbeiter sind immer gefragt. Jetzt kommt es darauf an, die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen und nicht die Nerven zu verlieren. Schnelle Hilfe von außen darf niemand erwarten. Die Agentur für Arbeit zahlt nur eine begrenzte Zeit. Danach folgt Hartz IV. Und es lauern sehr viele Fallensteller und Bauernfänger, die nur auf Ihre Abfindung scharf sind. Behalten Sie einen kühlen Kopf und prüfen Sie die Möglichkeiten. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren!

Arschloch-Faktor


Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen, du musst sie dazu bringen, dir zu folgen. (Charles de Montesquieu)

Es gibt Führungskräfte, die tatsächlich meinen, ihre Untergebenen müssten sie hassen um zu funktionieren. Dabei offenbaren sie mit ihrem Verhalten nur sehr deutlich, dass sie vollkommen ahnungslos oder total überfordert sind. Berater und Coaches erkennen sehr schnell, mit welchem Führungstyp sie es zu tun haben. Ein Arschloch-Chef ist niemand, mit dem wir uns frontal anlegen würden. Es hat keinen Sinn. Solche Leute ändern wir nicht. Das ist auch gar nicht unsere Aufgabe. Man muss die Menschen da abholen wo sie sind. Wir beobachten das und können gut damit umgehen. Wir geben keine Ratschläge, aber wir beobachten natürlich, was dieser Führungsstil anrichtet. Erfolgreiche Unternehmer sehen anders aus. Ein Fiesling hat noch nie ein erfolgreiches Unternehmen angeführt. Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber dann ist oft die zweite Führungsebene sehr gut. Meist setzt man solche Leute ein, um ein Unternehmen gegen die Wand zu fahren. Auch das ist eine oft beobachtete Tatsache. Egal ob Sie auf der einen oder anderen Seite stehen, schauen Sie sich um. Sind Sie als Chef tatsächlich der Meinung dass nur die Peitsche hilft? Haben Sie als Mitarbeiter das Gefühl, dass es sich um einen guten Führungsstil handelt? Das Gegenteil ist der Fall. Gute Führung, Leadership ist eine Kunst, die eine gute Kinderstube voraussetzt. Natürlich gibt es Chefs vor denen die Mitarbeiter Respekt und eine gewisse Furcht haben. Sie haben es nicht nötig Mitarbeiter zu beleidigen, vor anderen bloß zustellen oder sie anzubrüllen. Gute Chefs werden nicht nur gefürchtet, sie werden bewundert. Sie achten sehr sorgfältig darauf nicht in den Arschloch-Modus zu fallen. Denn das ist weit unter ihren Möglichkeiten. Nur Verlierer verhalten sich die Axt im Walde. Gewinner haben sich und den Prozess jederzeit unter Kontrolle.

Ich rasple kein Süßholz, sondern rede Klartext!

Das ist ein beliebtes Argument, von forsch auftretenden Chefs. Sie hassen Weicheier, die sich nicht trauen, Dinge offen anzusprechen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Es kommt immer darauf an wie man Dinge anspricht. Wer Mitarbeiter beleidigt, herumbrüllt und alle verdächtigt kleine faule Lumpen zu sein, ist kein Klartextredner, sondern einfach nur ein Arschloch. Diese Leute sind definitiv nicht coachbar. Aber das ist auch gut so. 

Crashkurs Führung


Führungskräfte werden häufig völlig überraschend eingesetzt und finden sich plötzlich in einer ungewohnten Rolle wieder. Eben noch ein sehr kompetenter Mitarbeiter und Kollege und plötzlich der Teamleiter oder Chef. Jetzt heißt es die Ärmel hochrempeln und alles so machen, wie man es schon immer haben wollte. Doch vorher müssen noch ein paar grundlegende Hausaufgaben geklärt werden. Wer noch nie in der Rolle als Führungskraft zu tun hatte, könnte grundlegende Fehler machen, die sich nie wieder beseitigen lassen. Auch Führungskräfte die glauben genau zu wissen, was zu tun ist und wie Führung funktioniert, sollten über folgendes Angebot nachdenken. Leisten Sie sich einen Crashkurs Leadership Management! Es muss nicht unbedingt ein Kurs im Schloss Diedersdorf sein. Im Grunde ist es vollkommen egal, mit wem Sie zusammenarbeiten. Aber tun Sie es! Reden Sie mit einem Sparringspartner Ihres Vertrauens. Suchen Sie sich einen externen Profi, mit dem Sie über alles reden können. Sie werden schnell feststellen, wie wertvoll das sein kann. Sie können nur gewinnen! Suchen Sie sich den Coach, der zu Ihnen passt. Alles, was Sie Ihrem Coach erzählen unterliegt der Vertraulichkeit. Sie werden sehr schnell erkennen, was das für Vorteile hat. Sie werden garantiert mehr Sicherheit und Führungskompetenz gewinnen. Verlassen Sie die Einsamkeit in der oberen Führungsetage. Suchen Sie sich einen kompetenten Gesprächspartner. Mein Tipp: The International Coach Federation. Aber darauf komme ich später noch ausgiebig zurück.  

Wann ist ein Coach, ein Coach?


Ein Coach ist kein Yuppi, der anderen die Welt erklären will und glaubt, bereits alles zu wissen, fertig zu sein. Coaching ist kein Kinderspiel für Anfänger oder Leute die sich für einen guten Coach halten. Man ist es oder man ist es nicht. Es ist wie ein guter Riserva. Zu einem guten Coach gehören Risse und Brüche, der Umgang mit Erfolg und – ja – auch Mißerfolg. Coaching ist psychologische Beratung. Psychologen und Therapeuten können sehr gute Coaches werden, vorausgesetzt, sie nehmen sich zurück und konzentrieren sich auf das Coaching. Der Unterschied von Psychologie und Psychotherapie  auf der einen Seite und Beratung auf der anderen Seite der Skala ist klar. Ein Coach arbeit genau dazwischen. Coaching bedeutet: keine Therapie von Krankheit, keine Beratung, keine Ratschläge, Erfahrung, Zuhören, Fragen. Fachliche Erfahrung und Lebenserfahrung sind die wichtigsten Bausteine für einen guten Coach. Die besten Coaches sind gute Geschichtenerzähler, Storyteller. Sie hören aufmerksam zu und erzählen die Geschichte, die sie gerade gehört haben. Ein anderer Blickwinkel, ein anderer Rahmen. Alles wird sich ändern, mit einem guten Coach. Talent und Berufung gehören zu einem guten Coach genau so selbstverständlich dazu wie bei einem Schriftsteller, Sänger oder Schauspieler. In den USA hat Coaching einen völlig anderen Stellenwert als in Deutschland. Es ist der kulturelle Unterschied. Die Deutschen sind es gewohnt kühl, präzise und kontrolliert zu arbeiten. Dafür werden sie bewundert und gefürchtet, aber nicht geliebt. Die menschliche Dimension fehlt sehr oft, obwohl es in Deutschland üblich ist über soziale Dinge zu reden und zu schreiben. Die Amerikaner gelten als oberflächlich und werden oft für eiskalte Moneymaker gehalten. Aber ausgerechnet bei ihnen spielt Coaching eine große Rolle. Das scheint alles nicht zusammen zu passen. Aber genau an dieser unscharfen Schnittstelle ist die Wahrheit zu finden. Vorurteile sind dazu da, sie zu erkennen, zu reflektieren und beiseite zu schieben. Das ist ein leiser Prozess. Coaching kann dabei helfen, die Perspektive des Anderen zu erkennen. Nicht im Sinne von – Ich erkläre die die Welt, sondern im Sinne von – Ich bin an deiner Seite, wenn du deine Welt neu entdeckst. Ich begleite dich! Kennen Sie das Geheimnis von guten Rednern und Moderatoren und Schauspielern? Es ist auch das Geheimnis wirklich guter Coaches. Richtig gute Künstler lieben ihr Publikum. Empathie ist das Zauberwort. Das Publikum spürt instinktiv, ob ein Redner es tatsächlich ernst nimmt und liebt! Ein Coach muss offen für seinen Mandanten sein und sich sehr auf ihn konzentrieren können. Eine Handbewegung, ein Zucken der Augenbraue, ein falscher Blick und schon kann der Zugang zum Coachee verloren gehen. Coaching ist harte und intensive Arbeit. Mehr als 2 oder 3 Coachings am Tag sind kaum realisierbar. Coaches sind ständig auf der Suche nach neuen Anregungen und sie lernen täglich etwas Neues um das Beste bieten zu können. Es ist ein anstrengender Job, kein Spaziergang.

Kommentar eines witzigen Zeitgenossen: Wann ist ein Coach, ein Coach? Wenn er nicht als Coach einen Coach-Coach braucht und auf die Couch muss. 😉

Ich lasse das einfach mal so stehen. Coaching ist ein Buzzword. Also: Wer braucht einen Coach? Vermutlich ist das nur was für die Leute, die zumindest eine Ahnung davon haben, was Coaching ist. Ein guter Grund um diesen Blog hier zu betreiben.

RMG Gaselan – verschenkte Chancen


Es hätte auch alles ganz anders kommen können. RMG Gaselan wurde ursprünglich als eigenständiges Unternehmen gegründet. Eine zuverlässige Quelle, die nicht genannt werden will, hat mir folgende Informationen gesendet:

„Bei der Gründung von Gaselan gab es eine Firmenstrategie eines eigenständigen Betriebes innerhalb einer Firmengruppe, in der die Verantwortlichen in der Firma plaziert waren. Der Betrieb war nicht als „verlängerte Werkbank“ konzipiert. Die Verantwortlichen vor Ort haben für einen gesunden Geschäftsverlauf gesorgt.

Nachdem man diese Strategie verlassen hatte oder besser gesagt: nachdem diese Strategie innerhalb Gaselan nicht mehr verfolgt wurde (-wohl auch, weil man sie nicht so recht begriffen hatte) konnte man machen was man wollte. Die Erfolgmachenden Leute waren nicht mehr an Bord. Was jetzt geschieht, ist nur das konsequente Ergebnis davon. Egal wem dieser Betrieb nun gehört. Nun ist das die Verantwortung der jetzigen Eigner. Und die haben auch eine Strategie.“

Ich bin mir sicher, dass es einige Leute gibt, die jetzt vor Wut schäumen. Dumm, wenn man sich selbst erkennt. Aber auch das gehört zu dieser traurigen Geschichte voller nicht genutzter Möglichkeiten.

die Nachrichten


berichten von immer neuen mehr oder weniger interessanten Ereignissen. Was das mit unserem persönlichen Leben zu tun hat, müssen wir selbst herausfinden. Was glauben Sie, welchen Einfluss es auf Ihr persönliches Leben hat ob die jetzige Regierung oder eine andere unser Land führt? Welchen Einfluss hat das Europaparlament oder wer Präsident der Vereinigten Staaten ist. Nachrichten sind wichtig, aber wir lassen uns von Stimmungen und Strömungen treiben, die nichts mit uns selbst zu tun haben. Das ist Small-Talk, völlig unwichtig für uns selbst. Die persönlichen Probleme, Chancen und Herausforderungen verschwinden hinter der bunten Welt der Nachrichten. Wenn wir heute eine Chance erhalten sehr viel Geld zu verdienen oder unserem Leben eine vollkommen neue Richtung zu geben, dann könnte es sein, dass wir es nicht tun, weil wir mit anderen Dingen beschäftigt sind. Es hat keinerlei Bedeutung ob Pferdefleisch in Fertiggerichten gefunden wurde die als Rindfleischgericht deklariert sind. Es hat  nicht mal eine gesundheitliche Bedeutung für uns. Dei 10-Punkte Programme der Landwirtschaftsministerin haben keinerlei Informationsinhalt für uns, außer einem einzigen: Es ist interessant zu erfahren, „Was wir wollen!“ Also ich will nicht, was sie will, das lasse ich mir nicht vorschreiben. Da muss ich noch mal nachdenken. Ich will mich auf meine Möglichkeiten konzentrieren und ein anderes Leben führen als 90% der Gesellschaft. Dazu brauche ich weder die Nachrichten noch ein Gerücht über ein neues Gerät aus dem Hause Apple oder Samsung. Ich muss auch nicht alle 100 Filme im Kino sehen, die gerade laufen. Das ist pure Zeitverschwendung. Nach einem Jahr werde ich wissen, welcher Film der beste war und nach 10 Jahren kenne ich die Klassiker. In der Zwischenzeit habe ich die wirklich wichtigen Leute getroffen und mich auf Dinge konzentriert die mich weiter bringen. Ich habe gelernt Informationen zu filtern und anders zu bewerten als es mir vorgeschrieben wird. Nachrichten sind das weiße Rauschen in der Informationsgesellschaft. Wichtig sind Informationen. Der Gesichtsausdruck und die Körperhaltung unserer Gesprächspartner kann mehr Informationen enthalten als eine Tageszeitung.

Erweiterung des Sichtfeldes


Als ich vor einem Jahr in den USA war, kramte ich bei Randomhouse ein Buch heraus, das mich sofort anlächelte: „Jesus, Life Coach: Learn from the best!“ von Laurie Beth Jones. Ich war sehr gespannt darauf mir das Buch zu erarbeiten. So perfekt ist mein Englisch nun auch wieder nicht. Aber ich komme klar. In einem Kapitel beschrieb sie wie Sherlock Holmes und Dr. Watson aus irgendeinem Grund zelteten. Wahrscheinlich hatten sie sich den Pfadfindern angeschlossen. ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls bauten sie in der Dämmerung ihr Zelt auf und legten sich schlafen. Nachdem sie lange geredet hatten und nicht schlafen konnten, weil es unbequem war, waren sie irgendwann nach Mitternacht fest eingeschlafen. Stunden später weckte Holmes seinen Freund und stellte ihm in aller Ruhe eine einzige Frage: „Watson, was sehen Sie?“ Watson wunderte sich nicht im Geringsten über seinen Freund. Er hatte schon viel mit Holmes erlebt. Also begann er zu beschreiben was er sah. Er redete über die funkelnden Sterne und über die Majestät der Natur. Watson beschrieb alles was er sehen konnte. Es war ein wundervoller Anblick! Watson war begeistert! Holmes hörte sich das eine Weile gelangweilt an und zischte dann:

„Watson! Sie Idiot! Jemand hat unser Zelt gestohlen!“

Womit wir wieder beim Coaching wären. Wenn wir unvermittelt unser schützendes Zelt verlieren, muss das kein Unglück sein. Wir sehen die Welt mit anderen Augen und wir erkennen möglicherweise größere Zusammenhänge. Also mein Tipp: Learn from the best! Laurie Beth Jones.

Und: Lassen Sie sich einfach mal ihr Zelt stehlen! Es könnte sich lohnen!

Coaching für Skeptiker


Sie kennen das. Mit einem strahlenden Lächeln betreten Sie Ihr Büro und bestellen sich einen Kaffee. Sie sind der strahlende Leader in Ihrem Unternehmen. Ich verkneife mir das modische LeaderIn… Frauen sind oft die besseren Chefs. Aber das nur mal so am Rande. Sie sind der Chef im Ring. Wenn Sie sich die Zahlen ansehen und die Beschwerden Ihrer Kunden, dann kommen Ihnen Zweifel. Haben Sie wirklich die richtigen Leute? Haben Sie die richtige Strategie? Wo werden Sie in 5 Jahren stehen? Alles verändert sich. In welche Richtung sollen Sie eigentlich gehen? Aber weg mit den dunklen Gedanken! Wir sind auf Erfolg programmiert. Wer wenn nicht wir? Oder? Was kann also Coaching für Sie bringen? ehrlich gesagt, kann ich derartige Gedanken nachvollziehen. Das könnte ein guter Anlaß für ein Coaching werden! Skeptiker sind oft die besten Klienten. Voraussetzung ist lediglich die Bereitschaft für ein gutes Gespräch und natürlich Neugier.

„Stellen Sie sich vor, dass Coaching wider Erwarten doch etwas für Sie sein könnte: Was wäre denn der Bereich mit dem Sie am meisten unzufrieden sind?“

Hier könnte ich mir ein richtig gutes Coaching vorstellen. Machen wir uns nichts vor. Die meisten Unternehmer wissen, was sie tun. Sie brauchen niemand, der ihnen sagt wo es langgeht. Das ist doch völlig klar. Und doch sind genau diese erfolgreichen Manager meine persönliche Zielgruppe. Sie wissen doch ganz genau, wo es klemmt und woran Sie besser nicht denken wollen. Sie brauchen einen anspruchsvollen Gesprächspartner der alles was Sie ihm erzählen für sich behalten kann und das auch muss. Sie brauchen einen Coach! Skeptisch? Gut! Das gehört für mich einfach dazu.

Stellen Sie sich vor, dass Sie ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege finden werden.

Darum geht es beim Coaching. Andere, neue Perspektiven. Ausbrechen aus Denkmustern. Zertrümmern von begrenzenden Glaubenssätzen.

Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom! (Albert Einstein)

Coaching macht genau das. Und das kann nicht jeder! Viel Spaß beim Coaching!