Coaching als Geschäftsmodell – MacCoach


Verkaufen hat auch mit Coaching zu tun. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ein Coach seine Dienstleistung verkaufen muss, wenn er davon leben will. Es gibt ein Heer von unterbeschäftigten Coaches in Berlin. Coach werden ist so eine gute Idee! Ein Beruf mit Zukunft! – habe ich vor Jahren geschrieben. Ich stehe immer noch dazu. Aber zur Wahrheit gehört: Die meisten können noch lange nicht vom Coaching leben. Aber es werden fleißig immer wieder neue Coaches in Sachen NLP und Coaching ausgebildet, weil alle gerne glauben wollen, dass es sich um einen lukratives neues Berufsbild handelt, das nur noch durch die breite Masse entdeckt werde muss. Und wenn es sich eines Tages durchsetzt, dann will man als Erster mit dabei sein. Es bilden sich bunte NLP-Glaubensgemeinschaften und es weht ein sektenartiger Wind über den Coachingjüngern, die sich oft aneinander festhalten in der Hoffnung, dass sie das Wunder erleben werden. Das Wunder, dass überall händeringend Coaches gesucht werden und sie tatsächlich die Preise festlegen könnten. Dieses Wunder wird nicht geschehen. Für einige wird der Traum wahr werden, für alle anderen nicht. So ist das Leben.
Seit einiger Zeit verfolgt mich eine Online-Werbung von zwei jungen Frauen, die angehenden Coaches zeigen wollen, wie man sich ein erfolgreiches Coaching-Geschäft aufbaut. Wieder ein Geschäftsmodell das funktionieren kann. Aber jeder, der diesen Damen folgt wird irgendwann feststellen, dass der Wunsch nach dem Erfolg als Coach der Vater des Gedankens ist. So richtig klassisches Coaching und die regelmäßige Arbeit als Life Coach ist noch lange nicht da, wo ich es mir wünschen würde. Selbst die Mitgliedschaft in einem der zahlreichen Coachingverbände führt nicht zwingend zum Erfolg. Die meisten Coaches haben noch einen richtigen Brotjob als Dozent an einer Hochschule oder als Mitarbeiter in einem Callcenter oder Briefträger oder was auch immer. Viele Coaches arbeiten für einen Bildungsträger, der wiederum von der Agentur für Arbeit indirekt gesponsert wird. Ein harter Job. Was in Deutschland fehlt, liegt auf der Hand. Es fehlt das Bewusstsein, dass man für Coaching Geld bezahlen muss. Wenn man zum Therapeuten geht und ein echtes psychisches Problem bekämpfen muss, ist das Gesundheitssystem und damit die Krankenkassen zuständig. Auf die Idee, dass man Dienstleistungen wie Coaching bezahlen sollte, kommen die Wenigsten. Sie kaufen sich lieber Bücher über Selbstcoaching oder gehen zum Frisör. Da kann man auch schön über seine Probleme reden. Wer will schon 100 Euro für eine Dienstleistung wie Coaching ausgeben? Das ist in Deutschland nicht üblich. Das kann und will sich kaum jemand leisten. Armes Deutschland!
Unternehmen haben in den allermeisten Fällen keine Veranlassung Coaching bei sich zu etablieren, der Mittelstand schon gar nicht. Es wird noch eine ganze Weile brauchen um zu erkennen, dass Coaching tatsächlich Geld wert ist. Seelen-Wellness und die Quelle von sinnvoller Zukunft für jeden Einzelnen. Es wird noch eine Weile brauchen. Aber es wird kommen. Eines Tages. Ich glaube immer noch daran.

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Teufelskreise-Angststörungen-Panikattacken


#Teufelskreise-Angststörungen-Panikattacken

Wenn dich negative Gedanken immer wieder in einer Abwärtsspirale nach unten reißen, dann denke einfach etwas völlig Anderes! Beschäftige dich nicht mit deinen Ängsten. Mach was anderes!

Ich weiß: Ganz so einfach ist das nicht. Das liegt auf der Hand. Also wie funktioniert es?

Wieder mal begrenzende Glaubenssätze, oder schlimmer noch, Ideen und Gedanken, die uns so intensiv und negativ beeinflussen, dass wir in einer Depression landen werden, wenn wir sie nicht unverzüglich beenden.

Es kann jeden treffen, egal wie erfolgreich, gebildet und wohlhabend sie oder er ist. Es sind Fragen, die uns quälen. Unangenehme Gedanken, die nicht dazu geeignet sind uns weiter zu bringen. Im Gegenteil: Sie beschäftigen uns, halten uns an unsichtbaren Fäden fest und verhindern, dass wir weiter gehen können.

Eine Frau, Eve, 40, hatte nach einer Brustkrebsuntersuchung die Entscheidung getroffen, eine Total-OP durchführen zu lassen. Sie ließ sich die Brüste radikal entfernen um eine beginnende Krebserkrankung im Keim zu ersticken. Nach einem Jahr war klar, dass sie Erfolg gehabt hatte. Aber sie hatte etwas verloren, das zu ihr gehörte. Die Entscheidung war durchaus richtig, wenn man Spezialisten Glauben schenken darf. Viele Frauen versuchen einen anderen Weg zu gehen und leiden dann unter den Wirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung. Eve beschäftigte sich nach dem Heilungsprozess damit, Fälle zu sammeln, in denen sich Frauen anders entschieden hatten. Ihre Gedanken drehten sich um das: Was-Wäre-Wenn? Sie hatte sich richtig entschieden, aber sie war psychisch angeschlagen. Eine solche Entscheidung ist nicht einfach. Eine Total-OP wird sogar von Spezialisten empfohlen. Eine ältere Krankenschwester, die viele Jahre in einer Frauenklinik gearbeitet hatte, entschied sich spontan für eine Total-OP, nachdem sie eine positive Diagnose erhalten hatte. Sie hatte sich lange darauf vorbereitet und wusste anhand vieler Krankheitsgeschichten genau, wie sie reagieren würde.

Wenn man in einer derartigen Situation steckt, dann ist es sehr angeraten, die positiven Aspekte sehr zu betonen und die negativen Aspekte auszublenden, oder besser zu überwinden.

Eine Sachbearbeiterin hatte sich wiederholt über ihren Chef geärgert. Sie arbeitete schon seit über zehn Jahren in dem Unternehmen und die Arbeit machte ihr Spaß. Irgendwann war das Faß übergelaufen. Sie hatte spontan gekündigt und sich für kurze Zeit frei gefühlt. Die Probleme kamen später. Sie stellte fest, dass ihre Tätigkeit und ihre vorhandenen oder nicht vorhandenen Zertifikate ncht zusammenpassten. Sie hatte sich sehr intensiv in das Qualitätsmanagement eingearbeitet und das Unternehmen hatte auf Grund ihrer Vorbereitungen eine ISO 9001 Zertifizierung erlangt. Als sie sich arbeitslos melden musste und eine neue Stelle suchte, stellte sie fest, dass sie als Autodidaktin schlechte Karten hatte. Sie absolvierte mehrere von der Arbeitsagentur bezahlte Kurse und bewarb sich erneut.
Als sich der Erfolg nicht einstellen wollte, begann eine Zeit in der sie Angst und Panikattacken plagten. Hätte sie nicht doch in dem Unternehmen bleiben sollen? Warum hatte sie nicht vorher gesehen, was auf sie zukommen würde? Sie fühlte sich gelähmt und das hatte negative Auswirkungen auf ihre Motivation. 

Es macht überhaupt keinen Sinn, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, wenn man eine Entscheidung getroffen hat. Jetzt geht es nur noch um die Zukunft und die positive Umdeutung der Vergangenheit. Die Entscheidung, die getroffen wurde ist immer richtig! Es gibt keine andere Möglichkeit. Und nun muss positiv nach vorn geschaut werden.

Wir wissen es und wir handeln doch oft anders. In diesem Fall hilft oft ein Gespräch mit einem professionellen Gesprächspartner. Es geht nicht um Heilung oder Linderung. Es geht einfach nur um ein Gespräch in dem negative Gedanken verdrängt werden. Genau das macht ein Coach. Probieren Sie es einfach aus!

Du bist Choleriker?


Du bist Choleriker?

Das hast Du gerade gesagt. Genauer gesagt, hast Du es in eine Suchmaschine, höchstwahrscheinlich Google, eingegeben. Die Aussage lautet: “Ich bin Choleriker.”

Gut. Das ist eine Ansage. Warum sagst Du das? Wie kommst Du darauf? Was ist – wieder – passiert?  Willst Du das loswerden? Vielleicht kannst Du ja gar nicht dafür. Eine falsche Erziehung, ein Trauma in der frühen Kindheit, Medikamente, Eisenmangel könnten Gründe sein, die Du vorschieben könntest. Ausserdem hast Du das bisher erfolgreich trainiert, dass ein cholerischer Ausraster wie eine Bombe funktioniert. Peng! Und alle sind froh wenn es nicht ganz so schlimm war. Ist es so?
Was veranlasst Dich, nach den Ursachen zu suchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Menschen Dich verlassen haben. Sie haben erkannt, dass man nicht gut mit einem Choleriker leben kann.

Tief in Deinem Inneren weißt Du, dass sie recht haben. Und nun willst Du Dich ändern. Du willst es, glaubst aber nicht, dass es funktioniert. Du denkst: “Ich bin halt wie ich bin. Das kann man nicht verändern.” Das ist der erste Schritt, den du tun musst. Du musst davon überzeugt sein, dass Du Dich doch ändern kannst. Wenn Du das geschafft hat, dann kommen alle weiteren Schritte. Dann geht es um das Überschreiben Deiner cholerischen Festplatte durch ein anderes Verhalten. Das ist nicht einfach, aber es geht. Kennst Du den Satz: Der Glaube versetzt Berge? – Steht in der Bibel. Echt! Und genau das ist damit gemeint. Unmögliche Dinge sind machbar. Auch den Choleriker in Dir bekommen wir klein und dann ist er nicht mehr da. Am Ende wirst Du Dich wundern, wie sich Choleriker aufführen. Es wird Dir eigenartig vorkommen und Du wirst wissen und davon erzählen können, wie man damit fertig wird.

Es gibt viele Ursachen für cholerisches Verhalten. Eine Ursache ist Unsicherheit und Angst unter einem harten Panzer. Traust Du Dich wirklich, das alles über Dich herauszufinden? Dann hast Du wirklich eine Chance, dass alles in den Griff zu bekommen und ein neuer Mensch zu werden.

“Choleriker? Bleib mir weg mit diesen Cholerikern! Das war ich auch einmal!”

Coaching – eine therapeutische Beziehung


Ein Coach ist kein Therapeut. Das ist ein Gesetz. Ein Therapeut braucht einen sehr guten Zugang zu seinem Patienten. Es ist die Qualität der Beziehung, die ein Therapeut aufzubauen in der Lage ist, die über den Erfolg eine Therapie entscheidet. Beim Coaching ist das ganz genau so. Wenn es nicht gelingt eine tragfähige Beziehung aufzubauen, dann funktioniert ein Coaching nicht. Auch das ist Gesetz. Ein Abbruch ist dann unvermeidbar.

Ich habe immer wieder Zusammenhänge in den Beratungsformaten wie Seelsorge, Supervision, Therapie und Coaching thematisiert. Die Frage ist immer, woher der Mensch kommt, der eine dieser Möglichkeiten professionell betreibt. Woher kommt ich? Was will ich erreichen? Was ist die treibende Kraft in mir? Wohin will ich?

Ich habe, neben meinem professionellen Leben als Ingenieur und IT Fachmann viele Jahre als ehrenamtlicher Seelsorger gearbeitet. Es hat mir nicht geschadet, ältere und ganz junge Menschen zu begleiten. Im Gegenteil. Seelsorge ist, wenn man sie sorgfältig und sanft betreibt, ein wichtiger Baustein in der Gesellschaft. Der ideale Seelsorger ist ein Mensch, der Ideale und Ziele hat, jemand der vorbildlich auf die Umwelt wirkt. Es ist jemand, der keine billigen Ratschläge erteilt, sondern Möglichkeiten eröffnet und Sehnsucht nach dem Ziel erzeugt. Im christlichen Umfeld liegt es auf der Hand, wohin die Sehnsucht sich richten soll und wie ein Mensch werden soll. Jesus Christus ist der Maßstab für alles. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Aber was treibt einen Coach wirklich an? Geld und Ruhm ist es nicht. Das wäre der falsche Ansatz. Das kann nicht funktionieren. Das allein funktioniert auf keinen Fall!


“Wenn ein anderer Mensch gewillt war, mir etwas von seinen inneren Einstellungen zu erzählen, dann lag darin ein Wert für mich, und wenn es mir nur noch deutlicher wurde, dass meine Einstellungen andere sind.” Carl Rogers

 

“Wir können jederzeit etwas Neues lernen, vorausgesetzt wir glauben, dass wir es können” Virginia Satir

Vielleicht ist Coaching genau das: Ein Coach, ein Coachee und ein neues Lernfeld, das der Coachee vorher nie in seinem Sichtfeld hatte und das sein ganzes Leben neu gestalten und beleben wird. Das Entdecken einer neuen Welt voller Möglichkeiten seiner Klienten ist für einen Coach Berufung und Befriedigung. Darum geht es, wenn ich es mir recht überlege.  

Und manchmal ist es einfach nur die Rückkehr zu Werten und Einstellungen, die man bereits tief in sich trägt. Verantwortung, Liebe, Vertrauen.

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee, dem Klienten in einem Coaching. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen vernünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett außen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein guter Coach als Sparringspartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coaches gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene zwischen Coach und Klient spielt eine entscheidende Rolle.

/Ralf Zöbisch/  

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Der Chef als Coach


Es gibt Dinge im Zusammenhang mit Coaching, über die man sich streiten kann. Die Frage, ob eine Führungskraft seine Mitarbeiter coachen sollte, würde ich verneinen. Ein Coach ist eine professionelle Vertrauensperson. Der Chef hat andere Aufgaben. Er ist ein Manager, der Unternehmensinteressen durchsetzen muss. Die Rollen passen einfach nicht zusammen. Es dürfte kaum einen Mitarbeiter geben, der seinen Vorgesetzten als Coach akzeptieren würde. Der Chef als Mentor ist möglich. Aber das ist dann kein Coaching mehr. Ich denke, dass Unternehmen eine Coachingkultur brauchen. Denkbar wäre der Einsatz von externen Coachs. Aber diese Idee wird wohl an finanziellen Grenzen scheitern, solange der Nutzen nicht von allen Beteiligten erkannt wird. Es hängt von den Prioritäten ab, die es zu beachten gilt. Längerfristige Engagements sind eine gute Grundlage für nachhaltige Entwicklungsprozesse. Solange es um kurzfristige Steigerungen des Unternehmenswerts und pure Zahlen geht, wird man nicht zusätzliche Kostenstellen etablieren. Also lässt man lieber Personalabteilungen oder Führungskräfte coachen. Es klingt moderner als das gute alte Management und es ist sogar hilfreich, wenn Manager sich mit Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Teambuilding etc. beschäftigen. Aber es genügt definitiv nicht, ein paar Tricks oder Werkzeuge zu erlernen um ein guter Coach zu sein.

A fool with a tool is still a fool,

sagt eine Managementregel.

Dasselbe gilt auch für einen Coach.

Eine gute Beziehung im Coaching muss vollkommen unabhängig von der Position des Coachs in der Unternehmenshierarchie gestaltet werden. Ein externer Coach wird selbstverständlich auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung oder gar der Konzernführung arbeiten müssen. Aber es wird hier sehr deutlich, dass es sich bei einem Coach um eine Persönlichkeit handeln muss, die in der Lage ist völlig unabhängig zu agieren.

Das ist keine leichte Aufgabe. Es liegt auf der Hand, dass ein Coach an Nachfolgeaufträgen interessiert ist.

Ich bin stolz darauf, selbst in schwierigen Situationen meine Unabhängigkeit gewahrt zu haben. Ich habe bisher immer einen sauberen Abschied aus einer Coachingbeziehung oder einem Auftrag gefunden. Es ist eine wunderbare Erfahrung, dass man sich auch einfach verabschieden kann, wenn es an der Zeit ist. Viele abhängig Angestellte wünschen es sich, so handeln zu können.

Ein Chef als Coach, kann sich nicht einfach aus der Coachingbeziehung verabschieden. Und genau das ist der Grund, warum Chefs nicht coachen sollten.

Coaching: Therapie für Männer


Wenn man einen Mann in eine Therapie bringen will, nennt man das am besten Coaching (anonyme Therapeutin)

Die BACH-Therapie


Die Bach Therapie

Welche Musik hörst Du? Was macht Dich ruhig? Was macht Dich aggressiv? Jede Form von Musik, die ich nicht selbst gewählt habe, geht mir irgendwann auf die Nerven. Mein Musikverständnis ist wirklich breit gefächert und ich denke schon, dass ich mich ganz gut auskenne. Ich bin in den 1970ern musikalisch sozialisiert worden und habe natürlich viel Radio gehört: Erinnerst Du Dich?: “Jugendwelle RIAS ZWEI auf NEUN-VIER-DREI! Jugendwelle Rias2 auf 943…Schalt Dein Radio an!..” Das war der bevorzugte Sender für alle Berliner. Ich habe mit 14 die Beatles lieben gelernt und natürlich die ganze Palette: Rolling Stones, Deep Purple, Udo Lindenberg, T-Rex mit Marc Bolan, Abba (wir Jungs haben das aber immer vermieden zuzugeben), Electric Light Orchestra, Motown Soul, Sixties…..einfach alles!

Ich habe mich damals sehr intensiv mit dem Zugang zu klassischer Musik und Jazz bemüht. Das kann damit zu tun haben, dass ich von meinem Vater neugierig gemacht wurde. Danke Papa! Es ist gar nicht so einfach, einen Zugang zu Beethoven, Händel und Bach zu finden. Wenn man einmal von den eingängigen Stücken von Mozart und Vivaldi absieht, ist Klassik nichts für schwache Nerven. Eben hat mir eine Kollegin erzählt, wie furchtbar sie BACH findet. Es ist für sie der Inbegriff von grauenhafter Musik. Ich höre aufmerksam zu und frage vorsichtig nach. Sie ahnt natürlich sofort, dass ich – ausgerechnet Bach!- Gut finde! Das stimmt. Ich kann es nicht verleugnen. Ich liebe Bach! Und ich weiß, dass es ein unglaubliches Vergnügen ist dieses musikalische Universum zu entdecken und zu erobern. Ich weiß aber auch, wie es mir ging, bevor ich Bach lieben gelernt hatte.

Vielleicht war es das Verständnis und die Hinwendung zu dieser Musik, die mich letztendlich vor dem Absturz in die Belanglosigkeit gerettet hat. Ich bin mir sicher, dass ich ohne Bach heute nicht der Mensch wäre, der ich bin. Und ich bin gerne der, der ich bin! Das muss man erstmal schaffen.

Das man bei Mozart entspannen und relaxen kann, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Die Best-Of-Mozart enthält mit Sicherheit EINE KLEINE NACHTMUSIK und das KLARINETTENKONZERT in F-Dur. Kenner werden die Klavierkonzerte nennen. Tipp: Die Klaviersonaten von Mozart! Dann natürlich die Opern: Hochzeit des Figaro und Zauberflöte. Irgendwann wird man neugierig auf mehr.

Auf Bach kam ich über Science Fiction: Im ORAKEL DER DELPHINE von Wolf Weitbrecht war die Rede von den BachTrompeten aus den Brandenburgischen Konzerten. Phantastische Vorstellung. Zukunft – Weltraumflüge – Bach. Das war der Punkt. Später kam dann noch Jean-Luc Picard der Berlioz hörte, während er auf die Sterne schaute. Ich hatte sofort eine neuronale Verbindung: So, entspannen intelligente Menschen – Leitfiguren – Vorbilder – Raumschiffkapitäne.
Der Zugang zu Musik funktioniert im Grunde immer genau so: Wir verbinden Musik mit Erlebnissen und Ereignissen, mit Filmen die uns beeindruckt haben und dann gehört sie uns. Die Musik von Dirty Dancing ist so ein Meilenstein. John Williams wird für immer mit StarWars verbunden sein (und mit vielen weiteren Hollywood Klassikern, die ich jetzt nicht aufzählen will).

Wer bist Du, wenn Du klassische Musik hören und tatsächlich genießen kannst? Was wird Dir möglich? Wo siehst Du Dich?
Ich stelle mir einen klassischen Pavillion in einem wunderschönen Park vor. Die Sonne geht gerade unter und die Gardinen wehen ein wenig durch die offenen Fenster. Ich höre Musik und gehe auf den Pavillion zu. Ich höre wunderbare Klaviermusik. Die perfekteste Musik, die man sich vorstellen kann. Es ist Bach – Das wohltemperierte Klavier! Ich trage einen dunklen Anzug und warte auf die wunderbarste Frau. Wir wollen diese Musik endlich gemeinsam genießen. Allein diese Gedanken und Erinnerungen und Wünsche geben mir ganz viel Kraft und Trost, Hoffnung und Zuversicht….. Die BACH-THERAPIE wirkt!

Ich bin kein Therapeut


Es ist auffällig. Viele meiner Klienten haben eine vage Vorstellung einer eigenen, noch nicht diagnostizierten psychischen Störung.
Ich bin Coach und gebe keine Ratschläge. Aber Denkanstöße sind erlaubt. Ich nenne das Tipps.

 

Tipp: “Jeder Mensch ist einzigartig!”
Es braucht schon eine Menge, für eine handfeste psychische Störung. Die meisten Menschen mit psychischen Problemen brauchen keinen Therapeuten, sondern einen aufmerksamen und achtsamen Gesprächspartner. Wenn sie in der Lage sind, ihre Situation gut zu reflektieren, dann ist das immer der Beginn einer Lösung. Gespräche mit Psychologen sind noch keine Psychotherapie. Die meisten Therapeuten und Psychiater tun überwiegend das, was ein Coach tut. Zuhören. Zuhören. Fragen stellen. Zuhören. Reden.
Und natürlich: Ein guter Coach ist als psychologischer Berater der beste Begleiter für das zielgerichtete Identifizieren von Ressourcen.

 Tipp:  “Ein Coach akzeptiert Sie als Klient oder schickt Sie zu einem Arzt.” Ein Coach darf nämlich nicht behandeln, heilen, Heilung versprechen oder therapieren. Das ist einer der wichtigsten Grundlagen für Coaching. Nebeneffekte sind aber sehr oft zu beobachten. Das darf auch nicht unterschätzt werden. Viele meiner Klienten kamen mit der heimlichen Vorstellung, ich könnte ihnen helfen. Das ist legitim. Ich helfe ihnen sich selbst zu helfen.

 Tipp: “Coaching ist positive Psychologie” Hilfe zur Selbsthilfe. Das gefällt mir! Ich darf als Coach ein Detektiv sein. Gemeinsam mit meinen Klienten finde ich Ressourcen und Ziele. Es sind nicht die Probleme der Vergangenheit, die ich aufdecken muss, sondern die Ziele und eine mögliche Zukunft meiner Klienten.

 Tipp: “Therapeuten können versagen. Ein Coach versagt nie, denn er arbeitet immer ergebnisoffen.” Diesen Tipp bitte mit einem deutlichen Augenzwinkern lesen! 😉 Natürlich arbeiten auch Therapeuten professionell ergebnisoffen. Auch sie werden von ihren Patienten akzeptiert oder abgelehnt. Die Parallelen sind vorhanden. Logisch.

Ein Coach kann so schlecht sein, wie es ihm seine Klienten erlauben. Sie stimmen dann ganz einfach mit den Füßen ab und kommen nicht wieder. Es ist mindestens genau so schwer einen guten Coach zu finden, wie den richtigen Therapeuten. Die Qualität eines Coaches ist vollkommen unabhängig von irgendwelchen Zielvorstellungen. Es geht immer um den Prozess. Ein Coachingprozess hängt sowohl von der Qualität des Coach als auch vom Coachee ab. Wenn der Coachee sich nicht öffnet, oder den Coachingprozess unterwandert, funktioniert das nicht.

 Tipp: “Ein Coaching kann jederzeit beendet werden” Vom Coachee und vom Coach. Nur wenn beide der Meinung sind, dass sie miteinander arbeiten können, funktioniert ein Coaching. Wenn nicht, ist ganz schnell Schluß.

Es ist wie im richtigen Leben. Wenn Sie es bis hierher geschafft haben weiterzulesen, dann kann ich richtig glücklich sein. Wenn nicht, dann haben Sie vermutlich längst das Weite gesucht. Aber auch das gehört zu meinem Selbstverständnis. In diesem Sinne! Bis zum nächsten Mal! – Vielleicht hier auf dieser Site?