Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen


Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen

Was passiert eigentlich beim Business Coaching? Wie genau passiert es und was kann damit erreicht werden?
Es lohnt sich, Coaching in Unternehmen zu etablieren. Und da ich nicht ständig und gleichzeitig überall sein kann, sollten Sie sich einen Coach in der Nähe suchen, der so ähnlich denkt und arbeitet, wie ich es hier beschreibe.

Es könnte eine Blaupause sein, um Ihr Unternehmen ganz nach vorne zu bringen. Sie glauben es nicht? Probieren geht über studieren. Es handelt sich nur um eine kleine Investition für Sie.

Im Coaching redet der Coachee idealerweise 80 Prozent der Zeit, während der Coach in den 20 verbleibenden 20 Prozent die Beziehung aufbaut und Fragen stellt. Ich gebe es zu; Ich bin ein neugieriger Mann, der sich sehr für Technik und die Möglichkeiten, die moderne Technologie zu bieten hat, interessiert; Nichts ist spannender als das. Selbst in traditionellen Gewerben funktioniert kaum etwas ohne ERP-Systeme, digitales Marketing, CRM, automatische Abrechnungsverfahren und CLOUD-Technologien.  
Wenn ich mit Unternehmen zu tun habe, die ganz fest glauben, dass sie “das alles nicht brauchen”, wird es ebenfalls interessant. Dann sammle ich die Probleme und Möglichkeiten und präsentiere im Anschluss einen Lösungsansatz, den ich gerne begleite. Es gibt Lösungen, die sich viele Unternehmer nicht einmal vorstellen können.
Elon Musk ist ein Unternehmer, der höchst komplexe Lösungen gefunden hat, die in Zukunft überraschend effektiv realisiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge – vor 10 Jahren war das noch völlig undenkbar. Man wusste ja, was Batterien leisten konnten, oder eben nicht leisten konnten. Eine Rakete, die unbeschädigt auf einer Plattform landen kann? Science Fiction, ganz real.. Tunnel, die einen Großteil des Verkehrs aufnehmen können? Alles das wird möglich, wenn man so denkt wie Elon Musk. Und so zu denken, ist erlernbar.  
Coaching ist anlassbezogenes Lernen. Der Anlass: Permanente Optimierung und Verbesserung von Strukturen und das Finden neuer Ideen und Möglichkeiten, die ein Unternehmen einzigartig machen. Man kann es auch Change Management nennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich stelle Fragen, die dazu dienen, Freiräume zu schaffen, die im Tagesgeschäft verloren gegangen sind. Sehr oft liegt die Lösung für ein scheinbar unlösbares Programm darin, einfach die kommende Technologie abzuwarten und nicht Zeit und Geld in vorhandene, ineffektive Technik zu versenken. Eine zielgerichtete Planung verkürzt komplexe Projekte. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ihre Flexibilität nicht auf’s Spiel setzen wollen, lohnt es sich die Abläufe zu visualisieren, kritisch zu betrachten und zu optimieren. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Unternehmen, ohne dass bereits ein ganz spezielles System geplant ist. Eine Ist-Aufnahme der Prozesse, und nicht zu unterschätzen: der relevanten Dokumente ist die einzige Voraussetzung um die wachsende Komplexität in den Griff zu bekommen. Was nützt ein ausgeklügeltes System, wenn die Sonderfälle, die außerhalb des Systems gelöst werden müssen, überhand nehmen? Die Flut von Excel Tabellen in den meisten Unternehmen ist längst unüberschaubar und kaum mehr zu handhaben. Sie sind ein eindeutiges Indiz für die Ressourcen, die in den Mitarbeitern stecken; aber auch für die wachsende Unübersichtlichkeit und steigende Fehleranfälligkeit.

Sie werden staunen, was Ihre eigenen Mitarbeiter alles wissen und welche Ressourcen in Ihrem Unternehmen stecken. Sie wissen es oft nur noch nicht, weil sie keine Zeit haben mit den  Mitarbeitern zu reden und weil sie oft in eigenen Vorurteilen und begrenzenden Glaubenssätzen feststecken. Das Offenlegen unausgesprochener, nicht schriftlich fixierter Regeln, ist ein Möglichkeit, die durch Coaching herausgearbeitet werden kann.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstruktur fest verankert sind, arbeiten immer in ihrem eigenen Interesse. Auch wenn sie vorgeben, die vorgegebenen Leitlinien zu verfolgen. Sie stabilisieren das System und halten an Gewohnheiten fest. “Das haben wir immer schon so gemacht!” Engagierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in jedem Unternehmen.
Ein kritischer Blick eines externen Coach ist unbezahlbar; und auch gerade deswegen wert, ihr oder ihm ein Mandat zu geben.     

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Unternehmen sucht Coach


Unternehmen suchen einen Coach

Worauf achten Unternehmen, wenn sie einen Coach suchen? Natürlich muss der Coach – geeignet sein. Klar. Nehmen wir einmal an, dass ein Coach für den Vertriebschef gesucht wird. Es liegt auf der Hand, dass der Coach eine Ahnung vom Vertriebsgeschäft haben sollte. Idealerweise genau in der Branche und es wäre schön, wenn er sehr viele einschlägige Erfahrungen mitbringen würde.
Wir deklinieren jetzt einfach mal alle Führungspositionen im Unternehmen durch und stellen dann ganz trocken fest, dass so ein Coach vermutlich gleich den Job des zu Coachenden übernehmen könnte. Und das sind – Sie werden es leicht erkennen – ganz schlechte Voraussetzungen für ein offenes, achtsames und wertfreies Coaching.

Erstens: So einen Coach werden Unternehmen nicht finden. Irgendetwas passt immer nicht zusammen. Und Zweitens: Es ist besser so. Denn Coaching funktioniert anders.

Ich möchte mir nicht vorstellen was passiert, wenn ein Vertriebschef auf einen ehemaligen Vertriebschef oder ein Personalchef auf einen ehemaligen Personalchef stößt. Mit Coaching hat das wenig zu tun. Es könnte in eine Art Training ausarten, aber darum geht es beim Coaching nicht.

Aber was ist Coaching dann genau? Was bringt es und wie funktioniert es?
Ich habe mich hier schon ziemlich ausführlich über diese Themen ausgelassen. Alle veröffentlichten Artikel sind vorhanden und werden es auch bleiben.

Um es auf den Punkt zu bringen: Coaching pumpt kein Wissen und keine Fähigkeiten in den Klienten hinein. Das ist Training und Schulung. Wo nichts ist, kann auch der beste Coach nichts hineinpressen. Coaching baut immer auf vorhandene Potentiale auf. 
Ein Coach aktiviert die vorhandenen Ressourcen in einem Coachee. Der Klient ist bereits sehr gut in seinem Feld. Das Coaching schafft Freiräume, die dazu dienen dass der Klient sich selbst verbessert. Ein Coaching ist eine Aktivierungsmaßnahme, ein starker Katalysator. Nach dem Coaching geht der Klient erfrischt und ganz bewusst seinen Weg weiter. Ziele sind klarer geworden und Hürden wurden umgangen oder abgerissen. Begrenzende Glaubenssätze und Ängste sind thematisiert und verkleinert oder zerstört worden. Das fachliche Wissen des Klienten wurde durch das Coaching aktiviert und geklärt. Der Coach kann ganz einfach ein erfahrener Manager, ein guter Psychologe oder ein Personaler sein. Die Hauptsache ist, dass er oder sie eine gute Coachingausbildung (1-2 Jahre am Wochenende, ca. 60-100 Präsenzstunden) vorweisen kann. Berufliche Praxis als Coach und Referenzen machen durchaus Sinn. Die meisten Coaches kommen per Empfehlung.
Ausserdem ist das Risiko an einen wirklich schlechten Coach zu kommen, relativ gering. Wenn sie oder er den Job nicht kann, dann ist spätestens bei der nächsten Sitzung Feierabend. Das ist ganz einfach.

Also, wenn Sie sich einen Coach für Mitarbeiter suchen, dann probieren Sie einfach aus, wer zum Mitarbeiter und zum Unternehmen passt. Wenn es wirklich nicht funktioniert, dann muss der Nächste ran. Sie werden gute Coaches kennenlernen, die Sie bedenkenlos weiter einsetzen können. Und Sie werden ein Gefühl dafür bekommen, was ein guter Coach mitbringt und wie man ihn findet.

Laden Sie einen geeignet erscheinenden Coach zur Auftragsklärung ein. Sie werden sofort erkennen, ob sie ihn einsetzen können. Der Coach wird Ihnen genau erklären, wie das Coaching abläuft und was es erreicht kann.

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Neustart


Neustart – alles auf Anfang!

Ich bin ein ziemlich bester Freund von Neuanfängen. Das sagt vielleicht etwas über mich; es ist aber nicht ganz klar, was. Das hat vielleicht mit meiner Begeisterung für Computer und Programmierung zu tun. Die Branche lebt geradezu vom permanenten Neubeginn. Neue Technologien, neue und schnellere Hardware, schnelle Netze, Neuer Markt, Dot-Com-Blase, Zusammenbruch – NEUSTART!

Die IT Branche ist ein Abbild der Zeit in der wir leben (werden).

Ein Neustart in Beziehungen funktioniert meistens überhaupt nicht, weil sich die Beteiligten ganz genau zu kennen glauben und weil der Zauber des Anfangs völlig fehlt. Nur wenn dieser Zauber wieder entsteht, kann man einen Neustart wagen. Aber wie schon gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass da noch etwas passiert.
In Unternehmen ist das ganz ähnlich. Die Gründerpersönlichkeiten sind entweder bereits im Ruhestand und haben ihren Nachfolgern teilweise unlösbare Aufgaben hinterlassen oder das Tagesgeschäft ist derartig aufreibend, dass keine Zeit und keine Kraft mehr für irgendwelche neumodischen Ideen bleibt. Der Laden scheint zu laufen und die Zahlen sind gar nicht mal so schlecht. Aber ganz ehrlich (wir sind ja unter uns): Es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Dieses Unternehmen ist reif für den Verkauf. Wenn es nur jemand für einen angemessenen Preis haben wollte.
Und spätestens hier wird es Zeit über einen Neuanfang nachzudenken. Erinnern Sie sich noch, als alles neu und interessant war? Damals, als sich jeden Tag erfreuliche Überraschungen, zufriedene Kunden und unglaubliche neue Möglichkeiten auftaten?

Heute haben wir es mit komplizierten Mitarbeitern zu tun, die allzu oft “keine Ahnung” haben und mit anspruchsvollen Kunden und diesen furchtbaren Nachahmern, die alles viel schneller und viel billiger liefern können. Der Traum des Anfangs ist einem lähmenden Alptraum gewichen. Es ist wie bei unserem beliebten Studienobjekt Donald T.: Er hat auch keine rechte Lust auf den Job mehr. Lieber geht er zum Golfen.
Das geht mir auch manchmal so. Warum sollte ich mich mit diesem Unternehmen herumschlagen und ständig an irgendwelche Grenzen stoßen, wenn ich doch etwas ganz anderes machen kann? Das Leben ist zu kurz um sich mit mittelmäßigen Plänen und Aufgaben zu beschäftigen!

Jeder Unternehmer, der den Namen wirklich verdient hat, wird spätestens hier hellwach werden. Yes! Neustart! Dieses schöne deutsche Wort gehört auch in den angloamerikanischen Sprachraum! Und es gehört zu jedem, der etwas auf sich hält.

Gehen wir davon aus, dass das Unternehmen läuft und wir es einfach laufen lassen können. Managen können ja die Manager. Zeit für neue Ideen!

Zeit für ein ausgiebiges Coaching! Finden Sie nicht auch! Brainstorming. Frische Luft. Lust auf was Neues! Aber was? Sie ahnen es bereits: Es steckt schon tief in Ihnen. Sie haben da so bestimmte Ideen. Aber das ist ja alles noch nicht spruchreif. Wer weiß, ob…..? Genau das ist ja meine Rede. Es wird Zeit mehr und intensiver darüber nachzudenken. Ohne die alltäglichen Probleme und Aufgaben. Neustart ist ein schönes Wort! Und es ist gut, wenn man der Erste ist, der auf diese Idee gekommen ist und sie rechtzeitig realisiert.

Lust auf NEUSTART? Dann fragen Sie doch einfach den Coach Ihres Vertrauens. Kennwort: NEUSTART!

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Mitarbeitercoaching



Mitarbeitercoaching – Was ist, was soll, wie funktioniert es?

Was kann man sich konkret darunter vorstellen? Was bringt es? Wie funktioniert es praktisch? Das sind Fragen, die uns bei der Entwicklung eines greifbaren Modells begleitet haben.

Am Anfang stand die Überzeugung, dass Mitarbeitermotivation, Feel-Good-Management und eine optimale Arbeitsatmosphäre sich positiv auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern und letztendlich auch auf die Qualität und Quantität der Arbeit auswirken müssen. Es gibt keinen Zweifel; Kundenzufriedenheit beginnt immer mit Mitarbeiterzufriedenheit.

Aber was sind die wesentlichen Bausteine für die zielgerichtete Arbeit in mittelständischen Unternehmen? Es genügt ganz sicher nicht, wenn man einfach ein paar Coaches engagiert und sie dann im Unternehmen Mitarbeiter coachen lässt. Was soll das bringen? Was sind die Vorteile für die Mitarbeiter? Bleiben die gewonnenen Informationen wirklich beim Coach, oder werden sie brühwarm mit Namen und Adressen an den Auftraggeber weitergeleitet?
Was bringt das Coaching dem Mitarbeiter? Was bringt es für das Team? Was bringt es dem Unternehmen?

Coaching beginnt aus unserer Sicht immer mit einer Feststellungsrunde. Man kennt die Birkmann-Methode zu Persönlichkeitsfeststellung oder die ABC-Methode im Jobcoaching. Das Coaching-Dashboard der Jobnet.AG ist eine konsequente Weiterentwicklung der ABC-Methode. Es werden Fragen durch den Klienten beantwortet, die dann zu einem grundlegenden Portfolio für das individuelle Coaching genutzt werden können. Eher introvertierte Denker werden anders auf Veränderungsprozesse reagieren als extrovertierte, explosive Macher. Entscheidend ist ein intelligenter Abgleich und die zielführende Zusammensetzung der Menschen, die miteinander arbeiten.

Zugegeben: Das ist leicht gesagt und schwer zu realisieren.

Ein zentrales Thema bei Mitarbeitercoaching ist das der Bedeutung. Robert Kegan schreibt in seinen ENTWICKLUNGSSTUFEN DES SELBST: “Keine Bedeutung haben heißt,wie wir es definieren, völlig einsam sein. Auch wenn wir wohlgenährt, warm und körperlich gesund sind, können wir dennoch körperlich zugrunde gehen, wenn wir nichts ‘bedeuten’. Ich habe das Thema ‘Bedeutung’ oft im Zusammenhang mit ‘innerer Kündigung’, ‘Dienst nach Vorschrift’ und Burnout-Episoden beobachten müssen. Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, jedem Mitarbeiter möglichst die Bedeutung zuzuschreiben, die für ihn wichtig ist um sich optimal zu entwickeln und in ein Team hineinzupassen. Eine gute und fleißige Verkäuferin sollte niemals auf ihre Kerntätigkeit reduziert werden und sich austauschbar fühlen. Es geht auch darum, dass sie es ist, die den Kunden ein Gefühl von Sicherheit gibt. Sie repräsentiert das Unternehmen in der ersten Reihe. Das ist ein Grund, warum Verkäufer besonders geschult werden müssen. Das ist allerdings kein Kernthema für Coaching. Coaching macht etwas anderes. Ein guter Coach ‘bringt die Dinge auf den Punkt’. Er fragt nach allen Aspekten, die das Leben eines Klienten ausmachen und er fragt natürlich auch nach der Bedeutung. Wenn hier keine befriedigende Antwort gefunden werden kann, wird das ein wichtiges Coachingthema. Ich selbst habe mir diese Frage im Laufe meines Berufslebens immer gestellt und ich habe, nachdem ich sie beantworten konnte, immer eine neue Richtung eingeschlagen. Hätte ich meine eigene Bedeutung auf das reduziert, was andere in mir gesehen haben oder was andere von mir erwarteten, wäre ich vollkommen andere Wege gegangen. Es hätte die enorme Gefahr der gefühlten Bedeutungslosigkeit gedroht; mit allen begleitenden Wirkungen bis hin zu Depression und schweren Magengeschwüren. Ich selbst habe gelernt, wie man nicht nur ausweicht, sondern aktiv an der Lösung der eigenen Bedeutung arbeiten kann. Als Coach spüre ich regelrecht, dass ich an einer großen Aufgabe mitarbeiten darf. Es geht um nichts anderes als Coaching groß zu machen und so de Coach zu einem aktiven Gestalter zu machen. Das ist Bedeutung genug für mich und immer wenn ich an einer Stelle tätig war, wo das möglich war, konnte ich richtig gute Ergebnisse erzielen.

Also: Die Frage nach der Bedeutung ist essenziell im Coaching. Aber nicht nur das.
Coaching ist achtsames Feedback, die Möglichkeit das Handeln von Klienten unter anderen Gesichtspunkten sichtbar zu machen und Veränderungen zu bewirken, die nicht nur für das Unternehmen wichtig sind, sondern auch für jeden Einzelnen. Das Gesamtpaket ermöglicht positive Veränderungsschritte. Auch das Akzeptieren von Anweisungen einer Führungspersönlichkeit in einer Hierarchie gehört dazu. Wenn wir uns alle nur als absolute Individualisten verstehen, dann ist die Zusammenarbeit innerhalb von Teams und Institutionen kaum möglich. Das andere Extrem, die innere Kündigung, ist eine logische Folge.

Wie funktioniert also ein sinnvolles Mitarbeitercoaching?

Sie suchen sich einen Coach, mit dem Sie über das Thema reden können. Der Coach unterbreitet Ihnen ein Angebot. Und dann kann es auch schon losgehen. Der oder die Coaches können zum Beispiel mit Mitarbeitergesprächen in der Führungsriege beginnen. Die Schweigepflichtserklärung der Coaches ist eine wichtige Grundlage.

Am Ende kann es Empfehlungen geben, wie Teams besser zusammengesetzt werden könnten oder welcher Mitarbeiter Potentiale entwickelt, die eine zielgerichtete Förderung nach sich ziehen können. Alles läuft unter dem Aspekt: Erweiterung der Kompetenzen von Mitarbeitern und Teams.

Was spricht eigentlich dagegen, mit einem Coach über das Thema Mitarbeitercoaching zu reden?  

Höhenangst


Höhenangst

Ein 58jähriger Mann mit Herzrhythmusstörungen ging auf Empfehlung des Hausarztes zu einem Coach. Denken Sie jetzt nicht darüber nach, wie realistisch das klingt. Es gibt tatsächlich Ärzte, die Coaching empfehlen, weil sie wissen, dass der richtige Coach ein hilfreicher Gesprächspartner für Patienten sein kann.
Die Herzrhythmusstörungen hatten schon Jahre vorher begonnen. Herbert von der Lohne* hatte damals einen neuen Punkt auf der Karriereleiter erreicht. Er war Diplom-Kaufmann und er kannte seine Stärken und Schwächen. Von der Lohne hatte für eine Reihe von  Unternehmen gearbeitet und sich regelmäßig neu beworben, als es Zeit für ihn war, den nächsten Karriereschritt zu machen. Die Unternehmen für die er gearbeitet hatte boten ihm kaum Aufstiegsmöglichkeiten, die in seinem Sinne waren. Er war ein absoluter Profi bei Bewerbungen und er war aus dem Bewerbungsmodus nie herausgekommen. Der Mann wusste, wann es Zeit war zu gehen. Und er hatte nie genug Zeit und Geduld gehabt um sich auf seine Arbeit tatsächlich zu konzentrieren. Das machte ihn unruhig. Er hatte niemand, mit dem er darüber sprechen konnte. Er war ein guter Fachmann; ohne jeden Zweifel. Er wusste, wie man Mitarbeiter führt und er konnte sehr gut mit Vorgesetzten umgehen. Herbert von der Lohne war sportlich, attraktiv und er wusste genau, was zu tun war um Menschen für sich einzunehmen. Er war erfolgreich in dem was er tat. Niemand wusste, was wirklich in ihm vorging; nicht einmal er selbst. Mit etwa 54 begannen seine Herzprobleme. Er konnte es ziemlich genau sagen, wann es begann. Er hatte es geschafft und war zum kaufmännischen Geschäftsführer einer Unternehmensgruppe ernannt worden. Als er sein neues Büro bezogen hatte und er sich einen Überblick über die Aufgaben, seine neuen Mitarbeiter und die fachlichen Herausforderungen verschafft hatte, kamen ihm erste Zweifel an seinen Fähigkeiten. Er hatte alles erreicht, was er hatte erreichen wollen und nun würde er nur nach nach unten fallen, wenn etwas schief ging. Bisher war er nur im Vorwärtsmodus gewesen und wenn es unüberwindliche Probleme gab, bewarb er sich auf einen besseren Job. Das hatte perfekt funktioniert; bis zu diesem Punkt. Er wusste instinktiv genau, wo seine Schwächen waren. Er hatte es immer geschafft, Untiefen zu umfahren. Nun musste er tatsächlich Leistung und Durchhaltevermögen zeigen.
Er erzählte von schlecht sortierten Aktenbergen, die er oft in seinen alten Unternehmen hinterlassen hatte. Er war oft von einem Monat zum anderen gegangen und die Unternehmen waren nicht selten froh, ihn so lautlos verschwinden zu sehen. Was hätte man ihm auch vorwerfen sollen? Er würde sich nicht damit belasten. Dinge wie Akten sortieren waren nicht sein Ding und durch seinen häufigen Unternehmenswechsel konnte er sich immer als ruhiger und kompetenter Problemlöser darstellen. Er wusste ganz genau, wie das gelaufen war. Nun würde es zu einer neuen Herausforderung werden, der er sich stellen müsste. Er hatte ein Alter erreicht, in dem er langsam auf den Ruhestand hinarbeiten musste. Das alles war für ihn kein schwerwiegendes Problem. Darüber würde er hinwegkommen, meinte er. Aber es gibt Gedanken und Stimmungen, die man nicht beeinflussen kann. Es wurde klar, dass dieser Mann mit niemand darüber reden konnte und wollte; nicht einmal mit seinem Seelsorger. Herbert von der Lohne war traditionell evangelisch getauft und sozialisiert. Der regelmäßige Kirchenbesuch gehörte selbstverständlich zu seinem Leben. Aber auf die Idee mit seinem Freund, dem Pastor der Gemeinde, der er angehörte, über seine innersten Zweifel und Nöte zu sprechen, kam er nie. Nun hatte er einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich, mit anschließender REHA. Er stand vor dem Aus. Was würde passieren, wenn er wieder seine Arbeit aufnehmen würde? Seine Stellvertreterin war eine kompetente Frau. Sie wusste genau, wo er professionell stand. Sie musste alles, was er in den letzten Jahren wieder liegengelassen hatte für ihn in Ordnung bringen. Herbert von der Lohne wusste genau, das sie die bessere Kandidatin für den Job war. Diese Frau konnte ohne Weiteres seinen Job übernehmen, wenn es zu einer Entscheidung kommen sollte. Und sie war ihm mindestens ebenbürtig, was kühl kalkulierte Entschlüsse betraf.

Die Situation lag auf der Hand. Der Mann war 58, hatte einen längeren beruflichen Ausfall zu verkraften und er fühlte sich nicht gesund. Aus kardiologischer Sicht gab es keine schwerwiegenden Bedenken. Die Störungen waren vermutlich eher psychosomatisch.

Nun saß er einem Coach gegenüber. Der Coach war Anfang 50 und er war auf Fälle wie diesen vorbereitet. Der Kaufmann war nicht krank. Soviel war klar geworden. Auch eine psychische Erkrankung war ausgeschlossen worden. Aber er hatte den ersten Schritt getan und sich erstmals einem fremden Menschen geöffnet. Das erwies sich als kluge Entscheidung. Sie bewirkte einen gewissen Druckabbau, der sofort zu spüren war. Der Kaufmann konnte erstmals mit einem kompetenten Mann reden, der einen ähnlichen Hintergrund wie er hatte. Der Coach hatte lange als Ingenieur im Projektmanagement eines großen Unternehmens gearbeitet und war mehrere Jahre Abteilungsleiter gewesen. Kaufmännische Tätigkeiten und Abteilungen waren ihm gut bekannt. Sie hatten große Schnittmengen über die sie sprechen konnten. Der Coach hatte sich nebenberuflich als Coach ausbilden lassen und er hatte seinen Traumberuf gefunden. Die erste Reaktion des Kaufmannes war die Idee, selbst als Coach zu arbeiten. Auch daran war der Coach gewöhnt. Er wusste, wie komplex die Ausbildung war und schwer es war ein richtig guter Coach zu werden.

Es wurde sehr schnell klar, dass der Kaufmann offen mit seiner Situation umgehen musste um die nächsten Schritte zu tun. Der erste Schritt war ein offenes Gespräch mit seiner Stellvertreterin und seinem Chef. Er würde herausfinden, wie seine Chancen waren weiterzumachen. Alles musste auf den Tisch. Er würde mit offenen Karten spielen und sich auch auf den Worst-Case vorbereiten. Wenn er jetzt gefeuert werden würde, dann würde er nicht in eine Katastrophe schlittern. Es würde eine ordentliche Abfindung geben und er würde sich arbeitslos melden. Eine selbständige Tätigkeit als Interimsmanager war eine denkbare Alternative zu einer Festanstellung. Von der Lohne wusste, dass er seinen Job gut machen konnte. Er war im Grunde der geborene Berater und Interimsmanager. In Sachen Erfahrung konnte ihm kaum jemand etwas vormachen. Er hatte immer erfolgreich neue Herausforderungen auf sich zukommen lassen. Und er war nicht so schlecht in seinem Job, wie es ihm manchmal vorkam.

Der Mann wurde durch das Coaching nicht geheilt; Er war nie krank gewesen. Er hatte Selbstzweifel, die er unterdrückt hatte und die sich ihren Weg gesucht und gefunden hatten. Das Coaching war für ihn eine sehr gute Möglichkeit mit einem Profi über seine Probleme zu sprechen. Das hatte ihn stark entlastet und er wusste, dass diese Gespräche niemals publik werden würden. Der Coach holte sich die Erlaubnis ein, anonym über den Fall zu schreiben und ihn ihn Vorträgen zu benutzen. Auf der Referenzliste des Coach stand Herbert von der Lohne nicht; aus verständlichen Gründen.

* Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt

 

Gründercoaching


Gründercoaching – so geht es besser

Es gibt Gründercoaching (Zuschüße für professionelle Beratung) und es gibt Coaching für Gründer, die nicht nur Beratung brauchen, sondern echtes, ergebnisoffenes  Coaching. Wenn Sie mich fragen, dann würde ich vor einer Gründung immer ein Coaching mit Kompetenzfeststellung, psychologischer Beratung und einem realistischen ÖkoCheck empfehlen. Nicht jeder Gründer ist für eine Selbständigkeit geeignet. Es gibt Vorteile und es gibt Nachteile. Wenn ich mich “als Unternehmer” betrachte, so klingt das zuerst einmal sehr positiv. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet und man fühlt förmlich den Wind unter den Flügeln. Wir lesen Startup-Literatur und wir lernen, dass in Zukunft sehr viel mehr projektorientiert gearbeitet werden wird. In Zukunft wird es kaum noch Festanstellungen geben, so liest man. Projektorientierte Arbeit mit selbständigen Spezialisten im IT Bereich sind eine logische Entwicklung. Es klingt alles sehr modern. Die Entwicklung ist längst Realität. Journalisten, Reporter, Regisseure, IT Spezialisten, Projektmanager in unterschiedlichen Bereichen, Coaches, Berater sind heute selbstverständlich als Selbständige unterwegs und die Schattenseiten werden sichtbar. Viele Selbständige leben in prekären Verhältnissen. Manch eine(r) kann sich nicht einmal die Krankenversicherung leisten. Von einer Einzahlung in die Rente kann überhaupt keine Rede mehr sein. Das selbständige Leben ist hart und nur noch von vagen Hoffnungen geprägt.

Wie wäre es mit einem Gründercoaching, dass seinen Namen voll und ganz verdient? Ich habe da eine Idee. So etwas gibt es nämlich schon. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Coach (einem weiblichen Coach), die mir genau so etwas erzählte. Sie hatte einen Syrer gecoacht, der sich als Ingenieur selbständig machen wollte. Sein Sprachlevel war in Ordnung. Er hatte die B2 Sprachprüfung bestanden und tendierte in Richtung C1. Als Ingenieur hatte er bereits gearbeitet und das, was er erzählte klang schlüssig und logisch. Nun wollte er sich selbständig machen, hatte aber keine Vorstellung, wie das gehen könnte. Die Coach hatte auf Grund ihrer eigenen Selbständigkeit professionelle Kenntnisse und konnte dieses Wissen mit einbringen. Die Gespräche bekamen beratenden Charakter, aber auch das ist ein normaler Prozess. Als die vom JobCenter bestätigte Stundenzahl erreicht war, beantragte der Teilnehmer weitere Stunden, die er auch bekam. Mein Eindruck ist klar. Wenn Gründercoaching, dann gekoppelt mit einem richtigen Integrationscoaching. Ich bin mir sicher, dass es sich hier um eine zielgerichtete Maßnahme handelt, die allen Beteiligten helfen kann.  

Das habe ich doch nicht so gemeint…..


Das habe ich doch nicht so gemeint!

Was ist das für eine Haltung, wenn man wild mit Worten um sich schlägt, andere beschimpft und beleidigt und sich dann wundert, wenn man mit seiner Meinung ganz alleine dasteht?

Es ist die Haltung eines unerfahrenen, egostischen und arroganten 12jährigen. Kinder sind oft genau so. Sie brauchen eine starke, helfende und liebende Hand und sehr viel Geduld. Erst wenn alles in Trümmern liegt und die Situation regelmäßig eskaliert, reiben sich diese kindischen Menschen die Augen und sind erstaunt. Aber erst dann. Vorher ziehen sie ihre eigenartigen Ideen und Vorstellungen durch, egal was passiert.

Diese Kinder haben keinerlei Respekt vor irgendwelchen Autoritäten. Sie werden in Zukunft “alles besser machen als alle!” und sie sind einfach “großartig!” – Wenn man ihnen widerspricht, dann schlagen sie zurück und wenn man sich ihnen in den Weg stellt, schlagen sie zu. Diese Kinder nehmen auch schon einen Baseballschläger in die Hand und richten gerne maximalen Schaden an. Wenn sie dann wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt und eingesperrt werden sollen, dann schicken die entsetzten und oft wohlhabenden Eltern einen guten Anwalt und der Junge wirkt wie ein 12jähriger eben wirken kann: Unschuldig und voller Reue. Bis zum nächsten Rückfall.

Die Ursache für ein derartiges Verhalten liegt immer in der Kindheit.
Frühe Bindungsprobleme sind in den allermeisten Fällen ein Thema. Das ist ein typisches Coachingthema. Ein begleitendes, verständnisvolles Coaching oder eine psychosiale Betreuung bringt viel mehr als allegemein bekannt ist. Die Coaches müssen allerdings auch eine Ahnung von der Materie haben, sonst kann das schief gehen.   

Auch Erwachsene sind gut beraten, wenn sie einen Coach aufsuchen um ein derartiges Verhalten aufzuklären und gegebenenfalls sanft zu korrigieren.

Aber was ist mit Erwachsenen mit einem derartigen Verhalten, wenn sie erfolgreich in der Wirtschaft oder gar in der Politik sind? In der Politik werden sie hoffentlich nicht wiedergewählt. In der Wirtschaft ist das ein wenig anders.

Ja: Diese Menschen haben Erfolg. Weil sich ihnen irgendwann niemand in den Weg zu stellen wagt.

Nein: Es handelt sich nicht um eine anzustrebende Eigenschaft eines erfolgreichen Leaders.

Diese Menschen führen nur weil sie glauben dafür bereit zu sein andere Menschen irgendwohin. Auch der Weg in den Abgrund ist eine sehr wahrscheinliche Richtung. Und: Sie tun es, einfach weil sie es können.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Perönlichkeiten, Diktatoren, Firmenchefs oder Präsidenten wären rein zufällig.

Unternehmen sind nicht demokratisch


Man kann es drehen und wenden. Eins ist FAKT: In Unternehmen gibt es keine Demokratie

In den meisten Unternehmen gilt die Entscheidung des Geschäftsführers, Inhabers oder des CEO. Das war eines der ersten Erkenntnisse, die ich in den frühen 1990ern lernen musste. Insofern war nach der Wende alles beim Alten geblieben. Nur die Vorzeichen hatten sich geändert. Das System der Marktwirtschaft war eindeutig leistungsfähiger als das der Planwirtschaft. Wobei mir von Anfang an klar war, dass Planwirtschaft nicht automatisch eine Katastrophe sein musste. Wir sehen heute in China, dass es keinen zwingenden Grund gibt, die Planwirtschaft als alleinigen Grund für den wirtschaftlichen Niedergang in der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten zu sehen. Das Problem der Planwirtschaft und der politischen Nomenklatura war ein völlig anderes. Bei einer besseren Auswahl der Verantwortlichen durch Qualifikation, Bildung und Assessments wäre es vermutlich anders gelaufen. Natürlich spielen auch Beziehungen eine große Rolle. Das ist immer so. So wie es in der Geschichte gute und schlechte Herrscher und Könige gab, gibt es in der Wirtschaft gute oder schlechte Leiter oder Führungskräfte. Ich bin davon überzeugt, dass Demokratie in der Gesellschaft ein Garant für einen möglichen Wechsel bei den nächsten Wahlen ist.

Ab und zu muss ich darüber schreiben. Ich war 27, als alles anders wurde und ich habe noch bewusst erlebt, wie es vor der Wende war. Allerdings hatte ich das Privileg schon damals mit modernster IT umgehen zu können. Außerdem hatte ich kluge und leistungsfähige Kollegen, die gesellschaftlich sehr kritisch und fachlich sehr gut aufgestellt waren. Für mich war es genau der richtige Zeitpunkt, als die Mauer fiel. Und ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukam. Ich wusste nicht einmal, was der Begriff Mehrwertsteuer bedeutet und warum man die Mehrwertsteuer abziehen kann. Es gab viel zu lernen und ich war einfach froh einen guten Job zu finden und nicht arbeitslos zu werden. Der kaufmännische Geschäftsführer des Unternehmens kam aus dem Westen und eine der ersten Lektionen die ich aufmerksam lernte, war die, dass es in Unternehmen keine Demokratie gibt. Es muss eine Führungsentscheidung geben und alle Versuche von untergeordneten Mitarbeitern dem Chef das Leben schwer zu machen oder ihn gar in Frage zu stellen, kam bei den übergeordneten Chefs im Konzern überhaupt nicht gut an.

Das ist alles kein Problem, wenn der Chef, die Chefin, tatsächlich immer und überall die richtigen Entscheidungen treffen können. Aber sie sind Menschen und machen Fehler. Sie sind mächtige Menschen, die mächtig große Fehler machen können. Das ist dann wirklich ein Problem. Wenn man gewohnt ist, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, spielen Tatsachen nicht mehr die wichtigste Rolle. Also muss man irgendwie versuchen aus den vorliegenden Zahlen etwas zu machen.

ERP-Systeme geben einen relativ guten Überblick darüber, wo das Unternehmen gerade steht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie die Entwicklung war und ein vorsichtiger Forecast zeigt sogar den Auftragsbestand und den Cash-Flow, den Wert des Unternehmens. Die allerwichtigste Ressource, die Menschen in einem Unternehmen, ist allerdings immer noch ein sehr unbekanntes Wesen. Psychologen und HR-Manager können ein Lied davon singen.

Also muss man aus dem Bauch heraus entscheiden und am Ende ist es oft der Chef eines Unternehmens, der die letzte Unterschrift leistet. Wenn bei einer Personalentscheidung irgendwelche Zweifel vorhanden sind, dann zieht sich die Sache hin und kann am Ende sogar noch platzen.

Ich wünsche mir gute und verantwortungvolle Führungspersönlichkeiten, die eine gute Kinderstube und eine gute Ausbildung genossen haben. Ausserdem wünsche ich mir die Weisheit dieser Personen sich professionell coachen zu lassen. Die Begleitung durch einen erfahrenen Coach ist aus meiner Sicht immer das beste Zeichen von Autorität und Führungsverantwortung. Der Coach beeinflusst keine Entscheidungen, aber er macht den Auswahlprozess transparent und professionell. Ein Coach ist immer die richtige Wahl. Ich kenne Unternehmen, die haben die besten Coaches des Landes unter Vertrag. Ob sich die Führungspersönlichkeiten regelmäßig coachen lassen?

 

 

Chef oder Vorturner -Allein unter Spezialisten


Chef verliert Spezialistenstatus – Ein Coachinganlaß für Führungskräfte

Es ist völlig klar, dass ein Mitarbeiter, der in der Hierarchie steigt, andere Aufgaben übernehmen muss und praktische Fähigkeiten auf seinem Gebiet verliert. Chefs haben andere Aufgaben als fachlich versierte Spezialisten. Es steht außer Frage, dass ein Leiter Aufgaben und Schwerpunkte an seine Mitarbeiter abgeben muss. Das ist ein Grund um die Entscheidung einen Chefposten zu übernehmen sehr genau zu überdenken.

Es ist aber auch klar, dass ein Chef, der nur noch delegiert, bald selbst nicht mehr in der Lage ist, Aufgaben seiner Mitarbeiter zufriedenstellend zu erledigen. Das gefährlich und kann zu frustrierenden Gedanken und Erlebnissen führen.

Der aufmerksame Leser wird spätestens an dieser Stelle einen erhöhten Puls fühlen. Sie sind Chef und Ihnen passiert genau das? Sie spüren den Druck, auch wenn Sie in der Lage sein sollten das nicht nach außen dringen zu lassen. Es gibt für mich keinen Zweifel, dass es Zeit wird zu handeln. In meinem bisherigen Arbeitsleben habe ich ähnliche Konstellationen vielfach beobachtet und erlebt. Ich kenne die Rolle eines perfekten Vorturners, der alles selbst machen will und seine Kollegen aus dem Fokus verliert. Ich kenne auch die, unter vorgehaltener Hand, getuschelten Gegenargumente von Kollegen, die meinen, dass der Chef keine Ahnung mehr hat und doch gefälligst mal wieder ein konkretes Projekt oder Aufgaben im Team erledigen sollte. Spätestens, wenn der Chefarzt einer Klinik nach aufreibenden Jahren des Chefarztalltags seine diagnostischen Fähigkeiten vernachlässigt hat und nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, wird es Zeit sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen.
Ein Programmierer, der in den 1990er Jahren noch sehr gute Programme geschrieben hatte und dann Aufgaben in der Führungsebene übernommen hat, wird heute nicht mehr nahtlos an seine Glanzzeiten anknüpfen können. Ein Neustart ist, schon auf Grund des Alters, eine Herausforderung.
Ähnliche Beispiele gibt es massenhaft. Was ist also die Lösung? Was ist zu tun?
Sie werden ahnen, worauf ich hinaus will und Sie haben völlig Recht! Es geht um begleitendes Coaching. Ich arbeite im Augenblick sehr oft mit Menschen zusammen, die aufgrund von Verlust ihrer Stelle ihr Arbeitsleben neu denken müssen. Viele kommen relativ desillusioniert zum Coaching und glauben, dass es kein Morgen mehr für sie gibt. Manche leben komplett in der Vergangenheit und können sich nicht von der Vorstellung lösen, dass es für sie keinen Weg zurück zum Spezialisten mehr gibt. Sehr viele sind am Anfang der festen Überzeugung, dass sie “unbedingt etwas ganz anderes machen” sollten.
Aber das ist in vielen Fällen überhaupt nicht der Fall. Es gibt viele Klienten, die während des Coachings merken, dass ihre Ressourcen und ihre Fähigkeiten genau dort liegen, wo sie bereits erfolgreich waren. Ein Softwarespezialist kann relativ schnell eine moderne Progammiersprache lernen und erfolgreich als Programmierer arbeiten. Java ist eine gute Wahl und die Entwicklungsumgebungen, die heute zur Verfügung stehen, sind eine Offenbarung für ehemalige Spezialisten. Es gibt keinen Grund von vornherein aufzugeben. Natürlich ist es schwer, auf seinem Fachgebiet noch einmal neu anzufangen und es gibt 1000 Gründe es nicht zu tun. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und doch versuche ich mich immer wieder neu zu motivieren und immer wieder neu zu starten.
Und das kann jeder, der in einem scheinbar aussichtslosen Dilemma steckt. Motivation ist hier das alleinige Zauberwort. Wenn die fehlt, dann macht ein Neustart oder ein Update keinen Sinn. 

Der Chefarzt kann und muss irgendwann wieder beginnen, seinen Spezialistenstatus aufzubauen. Das ist doch selbstverständlich, dass man nicht nur Chef sein kann und am Ende von den Kollegen aufgrund fachlicher Inkompetenz nicht mehr akzeptiert wird. Es ist nie zu spät derartige Überlegungen anzustellen und einen Fahrplan aus dem Dilemma zu entwickeln.

Sie können so etwas alleine versuchen, oder Sie holen sich Hilfe bei einem Spezialisten, der den Prozess und das ganze Drumherum beherrscht.
Natürlich sollten Sie mit einem Coach arbeiten. Der hilft Ihnen bei der Zielformulierung und bei Meilensteinen. Ein Coach kann ihnen genau das Feedback und die Impulse geben, die Sie brauchen. Ich habe keinen Zweifel, dass es mit einem Coach wesentlich schneller geht, als wenn Sie es alleine versuchen.   

Ein guter Chef ist immer derjenige, der genau weiß was seine Leute machen und ihnen helfend zur Seite stehen kann. Es ist eine Doppelbelastung.

Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie


Die treibende Kraft für Veränderungen – Dissoziationstheorie

Mit der Dissoziationstheorie werden Einstellungsänderungen und Verhaltensänderungen erklärbar. Lernprozesse werden durch kognitive Dissonanz angetrieben.

Ein Blick in WIKIPEDIA ergibt folgende Definition:
Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten –, die nicht miteinander vereinbar sind. (Weiterführende Informationen sind leicht zu finden und sollen nicht Bestandteil dieses BLOG-Artikels sein)

kognitivedissonanz
Beispiel:
Ein Projektmitarbeiter stört den Projektablauf. Er spricht negativ über den Zeitplan, die Meilensteine und über die Organisation. Er versucht korrekt zu arbeiten, befindet sich aber im permanenten inneren Widerspruch. Seine Einstellung zum Team, zum Projekt und den Zielen des Projekts und sein Verhalten stimmen ganz und gar nicht überein.

Spätestens hier wird ein Eingreifen des Projektleiters erforderlich. Er hat zwei Optionen: Entweder er trennt sich kurz und schmerzlos von diesem Mitarbeiter und entfernt ihn aus dem Team, oder er versucht den Mitarbeiter zurück ins Team zu holen. Das kann zunächst einmal im Aufzeigen der Dissonanz erfolgen. Der Teamleiter kann ein Vier-Augen-Gespräch suchen und dem Mitarbeiter auf die auftretende Störung aufmerksam machen. Wenn der Mitarbeiter Bereitschaft einer weiteren Mitarbeit signalsiert, dann ist es Zeit, dem Mitarbeiter Verantwortung für die Formulierung von Meilensteinen und Zielen zu übertragen. Je mehr es dem Mitarbeiter gelingt sich mit dem Projekt zu identifizieren und seine Einstellung zu verändern, um so erfolgreicher wird er in Zukunft bei der Projektarbeit sein. Bei einem Projekt geht es nie um das Große, Ganze, sondern um professionelles Abarbeiten von Teilaufgaben und deren Beurteilung. Wenn ein Mitarbeiter Probleme mit dem Ziel des Projekts hat und nicht mehr in der Lage ist, an diesem Projekt mitzuarbeiten, dann muss dieser Mitarbeiter das Projektteam verlassen.

Konflikte in Teams können sehr gut durch externe Kommunikationsprofis bearbeitet werden. Teamcoachung und Einzelcoaching sind eine gute Möglichkeit und Störungen zu erkennen, zu thematisieren und zu lösen.

Drei Briefe


Der neue Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens traf seinen Vorgänger. Er fragte den scheidenden Chef nach Tipps und Ratschlägen. Der alte Chef griff in seine Aktentasche und gab ihm drei verschlossene Briefe. Der junge Mann solle jeden Brief erst dann öffnen, wenn ernste Probleme für ihn und das Unternehmen auftauchen würden.

Der junge Mann bedankte sich freundlich. Vermutlich würde er die Briefe irgendwann einmal öffnen.  Er legte die Briefe in den Tresor und vergaß sie sehr schnell.

Im Jahr darauf gab es einen starken Auftragseinbruch. Die Kritiker wurden lauter und der junge Mann begann sich um seine Zukunft zu sorgen. Dann erinnerte er sich an die drei Briefe. er überlegte nicht lange und öffnete den ersten Brief. Dort gab es konkrete Anweisungen für den eingetretenen Fall.

“Schieben Sie alles auf Ihren Vorgänger! Beginnen Sie umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen. Es ist vollkommen egal, was sie machen. Aber machen Sie etwas! Dann werden Sie Erfolg haben!”

Der Mann tat das. Die Veränderungsprozesse waren schmerzhaft, aber offenbar wirksam. Die Lage beruhigte sich. Alles war in Ordnung.

Ein paar Jahre später gab er erneut starke Probleme. Es war wieder soweit. Der Mann holte den zweiten Brief aus dem Tresor.

“Beauftragen Sie einen Unternehmensberater!”

Das war alles. Er suchte sich eine renommierte Unternehmensberatung, ließ sich ein ziemlich großes Budget genehmigen und beauftragte das Unternehmen. Nach umfangreichen Umstrukturierungen – das Unternehmen wurde auf den Stand vor den ersten Maßnahmen zurückentwickelt – lief alles wieder wie am Schnürchen. Der Mann konnte zufrieden sein.

Viele Jahre später, nachdem alles perfekt gelaufen war, gab es erneut sehr große Probleme. Es blieb nichts anderes übrig, der letzte Brief musste geöffnet werden.

“Es wird Zeit, drei Briefe für Ihren Nachfolger zu schreiben!”