Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen


Business Coaching – Eine neue Chance für Unternehmen

Was passiert eigentlich beim Business Coaching? Wie genau passiert es und was kann damit erreicht werden?
Es lohnt sich, Coaching in Unternehmen zu etablieren. Und da ich nicht ständig und gleichzeitig überall sein kann, sollten Sie sich einen Coach in der Nähe suchen, der so ähnlich denkt und arbeitet, wie ich es hier beschreibe.

Es könnte eine Blaupause sein, um Ihr Unternehmen ganz nach vorne zu bringen. Sie glauben es nicht? Probieren geht über studieren. Es handelt sich nur um eine kleine Investition für Sie.

Im Coaching redet der Coachee idealerweise 80 Prozent der Zeit, während der Coach in den 20 verbleibenden 20 Prozent die Beziehung aufbaut und Fragen stellt. Ich gebe es zu; Ich bin ein neugieriger Mann, der sich sehr für Technik und die Möglichkeiten, die moderne Technologie zu bieten hat, interessiert; Nichts ist spannender als das. Selbst in traditionellen Gewerben funktioniert kaum etwas ohne ERP-Systeme, digitales Marketing, CRM, automatische Abrechnungsverfahren und CLOUD-Technologien.  
Wenn ich mit Unternehmen zu tun habe, die ganz fest glauben, dass sie “das alles nicht brauchen”, wird es ebenfalls interessant. Dann sammle ich die Probleme und Möglichkeiten und präsentiere im Anschluss einen Lösungsansatz, den ich gerne begleite. Es gibt Lösungen, die sich viele Unternehmer nicht einmal vorstellen können.
Elon Musk ist ein Unternehmer, der höchst komplexe Lösungen gefunden hat, die in Zukunft überraschend effektiv realisiert werden. Batteriebetriebene Fahrzeuge – vor 10 Jahren war das noch völlig undenkbar. Man wusste ja, was Batterien leisten konnten, oder eben nicht leisten konnten. Eine Rakete, die unbeschädigt auf einer Plattform landen kann? Science Fiction, ganz real.. Tunnel, die einen Großteil des Verkehrs aufnehmen können? Alles das wird möglich, wenn man so denkt wie Elon Musk. Und so zu denken, ist erlernbar.  
Coaching ist anlassbezogenes Lernen. Der Anlass: Permanente Optimierung und Verbesserung von Strukturen und das Finden neuer Ideen und Möglichkeiten, die ein Unternehmen einzigartig machen. Man kann es auch Change Management nennen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich stelle Fragen, die dazu dienen, Freiräume zu schaffen, die im Tagesgeschäft verloren gegangen sind. Sehr oft liegt die Lösung für ein scheinbar unlösbares Programm darin, einfach die kommende Technologie abzuwarten und nicht Zeit und Geld in vorhandene, ineffektive Technik zu versenken. Eine zielgerichtete Planung verkürzt komplexe Projekte. Wenn Sie zum Beispiel planen, Ihre IT auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ihre Flexibilität nicht auf’s Spiel setzen wollen, lohnt es sich die Abläufe zu visualisieren, kritisch zu betrachten und zu optimieren. Sie erhalten einen Überblick über Ihr Unternehmen, ohne dass bereits ein ganz spezielles System geplant ist. Eine Ist-Aufnahme der Prozesse, und nicht zu unterschätzen: der relevanten Dokumente ist die einzige Voraussetzung um die wachsende Komplexität in den Griff zu bekommen. Was nützt ein ausgeklügeltes System, wenn die Sonderfälle, die außerhalb des Systems gelöst werden müssen, überhand nehmen? Die Flut von Excel Tabellen in den meisten Unternehmen ist längst unüberschaubar und kaum mehr zu handhaben. Sie sind ein eindeutiges Indiz für die Ressourcen, die in den Mitarbeitern stecken; aber auch für die wachsende Unübersichtlichkeit und steigende Fehleranfälligkeit.

Sie werden staunen, was Ihre eigenen Mitarbeiter alles wissen und welche Ressourcen in Ihrem Unternehmen stecken. Sie wissen es oft nur noch nicht, weil sie keine Zeit haben mit den  Mitarbeitern zu reden und weil sie oft in eigenen Vorurteilen und begrenzenden Glaubenssätzen feststecken. Das Offenlegen unausgesprochener, nicht schriftlich fixierter Regeln, ist ein Möglichkeit, die durch Coaching herausgearbeitet werden kann.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstruktur fest verankert sind, arbeiten immer in ihrem eigenen Interesse. Auch wenn sie vorgeben, die vorgegebenen Leitlinien zu verfolgen. Sie stabilisieren das System und halten an Gewohnheiten fest. “Das haben wir immer schon so gemacht!” Engagierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in jedem Unternehmen.
Ein kritischer Blick eines externen Coach ist unbezahlbar; und auch gerade deswegen wert, ihr oder ihm ein Mandat zu geben.     

Wege zum Coaching


Wege zum Coaching

Der deutsche Coaching-Pionier Dr. Wolfgang Looss veröffentlichte 1991 Jahre ein Buch mit dem bezeichnenden Namen: “Coaching für Manager – Problembewältigung unter vier Augen”. 1986 veröffentlichte er einen Beitrag im “Manager Magazin”: “Partner in dünner Luft”. Looss erläuterte in einem Interview die Geschichte seiner “Erfindung”. Er war seit den frühen 1980er Jahren als Management-Trainer unterwegs…. Es kam häufiger vor, dass nach dem Abendessen Teilnehmer auf ihn zu kamen, die ihn noch einmal unter vier Augen sprechen wollten. Das zeigte ihm, so Looss, eine enorme Bedürftigkeit, mal mit jemand über ungewohnte Themen – oft an der Schamgrenze und um Ausdruck ringend – zu reden. Themen wie unaussprechliche Dinge wie steigender Stress, Leistungsverschärfung, Uni-Absolventen, die gegen alte Hasen aufgestellt wurden und die weit verbreitete Kommunikationslosigkeit im Unternehmen. Das waren Themen, für die Looss damals noch keinen Ort fand um sie weiterzubearbeiten. (Looss und Webers 2008, S.7)

Eberhard Hauser, ein weiterer deutsche Coaching-Pionier wurde direkt nach dem Studium beim nordamerikanischen Computerhersteller Digital Equipment in Augsburg HR-Spezialist. Dort versuchte er ein Format zu implementieren, “um Managern zu helfen, über sich selbst zu reflektieren – ähnlich wie Therapie, aber mit einem anderen Fokus” (Hauser und Webers, 2012, S.11)

Genau das ist die Idee, die mich seit Mitte der 1990er Jahre immer mehr beschäftigt hat. Ich war damals IT Spezialist in einem mittelständischen Unternehmen und ich war offen für neue Ideen. Meine Beobachtung war, dass Manager oft einfach zu überheblich waren um sich selbst zu reflektieren und wenn, dann versteckten sie es gerne unter einer undurchdringlichen, harten Schale. Das tat den Tätern, wie ich sie damals oft empfand, selbst nicht gut. Aber sie wollten keine Weicheier sein und viele der Manager die ich damals kennenlernen musste, waren geprägt durch die Kaderpolitik der kommunistischen Einheitspartei der ehemaligen DDR. Ich spürte, dass sie ein Klima von Geheimniskrämerei und inneren Zirkeln – Seilschaften – sowie eine eigenartige konspirative Atmosphäre förderten, die auf keinen Fall zielführend sein konnte. Sie hatten diese Führungsform so verinnerlicht, dass keine anderen Methoden für sie in Frage kamen. Schließlich hatten sie es weit damit gebracht und sogar die Wende überstanden, weil sie von ihren westdeutschen Managementkollegen als die einzig kompetenten Ansprechpartner wahrgenommen wurden. Sie waren geeignet für den Job, weil sie ihn machten ohne zu fragen und weil sie gelernt hatten, wie man Karriere machte. Zur Not gingen sie auch über Leichen. Von Coaching waren wir damals noch Lichtjahre entfernt. Ich selbst hatte noch einige lange Jahre als IT-Chef vor mir, die mir deutlich machten, dass Management nicht nur das kalte Abarbeiten von Projektaufgaben ist, sondern vor allem die Arbeit mit Menschen. Kommunikation und Zieldefinition. Projektmanagement im weitesten Sinne.

Der ehemalige britische Rennfahrer Sir John Whitmore lernte am Esalen-Institute in Kalifornien den Tennislehrere Tim Gallway und dessen “Inner Game” kennen. Withmore ware fasziniert. Als er nach England zurückkehrte gründete er eine Tennis- und eine Ski-Schule. “Und dann geschah es, dass Geschäftsleute in meine Schulen kamen, mich fragten, ob ich nicht auch in deren Unternehmen tätig werden könnte” (Whitmore und Webers 2009, S. 13)

Coaching als Variante der Positiven Psychologie war im Gespräch. Ich selbst hatte mein Erweckungserlebnis in Sachen Coaching nach einer Begegnung mit einem Coach bei den Toast Masters in Berlin. Ich fragte ihn nach dem Abend, was ich tun müsse um dahin zu kommen, wo er meiner Meinung nach schon wäre. Er lud mich ein, eine Coaching-Ausbildung zu absolvieren; was ich dann auch tat.   

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Unternehmen sucht Coach


Unternehmen suchen einen Coach

Worauf achten Unternehmen, wenn sie einen Coach suchen? Natürlich muss der Coach – geeignet sein. Klar. Nehmen wir einmal an, dass ein Coach für den Vertriebschef gesucht wird. Es liegt auf der Hand, dass der Coach eine Ahnung vom Vertriebsgeschäft haben sollte. Idealerweise genau in der Branche und es wäre schön, wenn er sehr viele einschlägige Erfahrungen mitbringen würde.
Wir deklinieren jetzt einfach mal alle Führungspositionen im Unternehmen durch und stellen dann ganz trocken fest, dass so ein Coach vermutlich gleich den Job des zu Coachenden übernehmen könnte. Und das sind – Sie werden es leicht erkennen – ganz schlechte Voraussetzungen für ein offenes, achtsames und wertfreies Coaching.

Erstens: So einen Coach werden Unternehmen nicht finden. Irgendetwas passt immer nicht zusammen. Und Zweitens: Es ist besser so. Denn Coaching funktioniert anders.

Ich möchte mir nicht vorstellen was passiert, wenn ein Vertriebschef auf einen ehemaligen Vertriebschef oder ein Personalchef auf einen ehemaligen Personalchef stößt. Mit Coaching hat das wenig zu tun. Es könnte in eine Art Training ausarten, aber darum geht es beim Coaching nicht.

Aber was ist Coaching dann genau? Was bringt es und wie funktioniert es?
Ich habe mich hier schon ziemlich ausführlich über diese Themen ausgelassen. Alle veröffentlichten Artikel sind vorhanden und werden es auch bleiben.

Um es auf den Punkt zu bringen: Coaching pumpt kein Wissen und keine Fähigkeiten in den Klienten hinein. Das ist Training und Schulung. Wo nichts ist, kann auch der beste Coach nichts hineinpressen. Coaching baut immer auf vorhandene Potentiale auf. 
Ein Coach aktiviert die vorhandenen Ressourcen in einem Coachee. Der Klient ist bereits sehr gut in seinem Feld. Das Coaching schafft Freiräume, die dazu dienen dass der Klient sich selbst verbessert. Ein Coaching ist eine Aktivierungsmaßnahme, ein starker Katalysator. Nach dem Coaching geht der Klient erfrischt und ganz bewusst seinen Weg weiter. Ziele sind klarer geworden und Hürden wurden umgangen oder abgerissen. Begrenzende Glaubenssätze und Ängste sind thematisiert und verkleinert oder zerstört worden. Das fachliche Wissen des Klienten wurde durch das Coaching aktiviert und geklärt. Der Coach kann ganz einfach ein erfahrener Manager, ein guter Psychologe oder ein Personaler sein. Die Hauptsache ist, dass er oder sie eine gute Coachingausbildung (1-2 Jahre am Wochenende, ca. 60-100 Präsenzstunden) vorweisen kann. Berufliche Praxis als Coach und Referenzen machen durchaus Sinn. Die meisten Coaches kommen per Empfehlung.
Ausserdem ist das Risiko an einen wirklich schlechten Coach zu kommen, relativ gering. Wenn sie oder er den Job nicht kann, dann ist spätestens bei der nächsten Sitzung Feierabend. Das ist ganz einfach.

Also, wenn Sie sich einen Coach für Mitarbeiter suchen, dann probieren Sie einfach aus, wer zum Mitarbeiter und zum Unternehmen passt. Wenn es wirklich nicht funktioniert, dann muss der Nächste ran. Sie werden gute Coaches kennenlernen, die Sie bedenkenlos weiter einsetzen können. Und Sie werden ein Gefühl dafür bekommen, was ein guter Coach mitbringt und wie man ihn findet.

Laden Sie einen geeignet erscheinenden Coach zur Auftragsklärung ein. Sie werden sofort erkennen, ob sie ihn einsetzen können. Der Coach wird Ihnen genau erklären, wie das Coaching abläuft und was es erreicht kann.

Moderne Zeiten: Das Coach Prekariat


Der mittellose Coach

Es ist ein Widerspruch in sich. Aber es gibt sie, die Selbständigen, die kaum von ihrer Arbeit leben können und es trotzdem jeden Tag neu versuchen. Es sind die stillen Helden, die kaum an die Öffentlichkeit treten und doch so wichtig für die Wirtschaft sind. Wer sie fragt, wie es ihnen geht und was sie tun, wird kaum eine ehrliche Antwort bekommen.

„Man sieht nur die im Licht,
die im Dunkeln sieht man nicht.“ /Berthold Brecht/

Arztgespräch in einer REHA-Klinik. Der Mann hatte einen Herzinfarkt. Er ist 66 Jahre alt und er will unbedingt weiter arbeiten. Der Arzt ist erstaunt. Es ist zwar sehr gut, dass der Mann sich fit fühlt und weiter am Berufsleben teilnehmen will, aber viele Patienten glauben immer noch, dass sie in der Rente am besten aufgehoben sind. Die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit unterstützen ältere Arbeitnehmer, die nach dem Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten, über das neue “Flexirentengesetz”. Es soll dabei helfen, den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente selbstbestimmter zu gestalten. Der Hintergrund ist unter anderem der, dass Arbeit und die damit verbundene soziale Bindung wichtig für die psychische Gesundheit sind.
Der Mann erzählt, dass er in den vergangenen Jahren als freiberuflicher Coach gearbeitet hat. Der Arzt ist hellwach. Das Thema interessiert ihn brennend. Seine Freundin ist in einer ganz ähnlichen Situation. Sie hat zwar noch einen versicherungspflichtigen Job, redet sich aber ein, dass sie mit entsprechenden weiteren Zertifikaten, Prüfungen und der Mitgliedschaft beim größten Coachingverband der Welt doch eine gute Chance hat als Coach zu arbeiten und gutes Geld zu verdienen. Es gibt ja berühmte Coachs, die Bücher verkaufen, große Hallen füllen und mehr als 1000 EURO pro Sitzung verlangen können. Außerdem gibt es Coachings, die durch die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung bezahlt werden können. Coaching ist, so scheint es, der Beruf der Zukunft.
Der Mann ist ein Realist. Er ist gut, aber nun muss er auch weiter arbeiten, weil er annimmt, dass seine Rentenansprüche nur sehr bescheiden sind. Er wird niemals davon leben können. Es klingt sehr ernüchternd, was er zu erzählen hat. Er muss weiterarbeiten, obwohl er ein guter Coach ist:

“Ich bin ein richtig guter Coach. Glauben Sie mir. Ich habe jede Menge Geld investiert; für Ausbildung und um auf dem Laufenden zu bleiben. Man kennt mich und man schätzt mich. Aber ich kann trotzdem nicht davon leben. Wenn Sie zwei oder drei Aufträge im Monat generieren können und insgesamt 2000 EURO damit verdienen, dann sind Sie gut im Geschäft….”

Vielmehr muss der interessierte Arzt nicht hören. Das klingt nicht gut und das macht ihm das Herz schwer.

Der Mann ist in einem Alter, in dem man in die Rente gehen sollte. Aber er kann nicht, weil er lange selbständig war und praktisch nichts beiseite legen konnte. Es geht ihm wie vielen prekär beschäftigten Selbständigen. Er würde vermutlich nur etwa 300 EURO Rente erhalten. Davon kann er nicht leben. Das würde ihn augenblicklich in die Grundsicherung zwingen. Er hat sein ganzes Leben gearbeitet und um Aufträge gekämpft. Am Ende steht er vor einem Scherbenhaufen. Er hat Existenzängste. Das ist überhaupt nicht gut für seine Gesundheit. Der Mann sagt ganz deutlich wie er die Situation sieht:  

“Coaching ist vielleicht ein tolles Hobby. Aber vergessen Sie es! Das ist eine Illusion. Weiter ist es nichts. Ein Job an der Kasse bei einem Supermarkt ist sicherer als das. Sorry! Aber so ist es!”

Der Arzt ist nachdenklich geworden. Die Situation ist wirklich sehr ernüchternd. Er wird das seiner Freundin erzählen. Sie wird nicht begeistert sein, wenn sie das hört.  Der mittellose Coach hatte, wie viele andere ambitionierte und fähige Selbständige, irgendwann einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Er hatte geglaubt, dass virtuelle Teams und Arbeit die man sich freiwillig aussuchen kann, Freiheit und Glück bedeuten würden. Er hatte nicht mit dem Sozialsystem in Deutschland gerechnet, das nicht auf diese moderne Form der Arbeit vorbereitet ist. Der Selbständige Alleinunternehmer hat keinerlei Sicherheit und er wird von allen Seiten so ausgebeutet, wie es die Gesellschaft erlaubt. Er hat kaum Urlaub, weil das verlorene Tage für ihn sind. Und selbst, wenn keine Aufträge hereinkommen, lebt er unter einem permanenten Druck. Das ist weder gesund noch befreiend. Es ist eine Revolution in die falsche Richtung. Die Revolution frisst ihre Kinder. Auf der einen Seite stehen Arbeitnehmer, die bei den großen DAX-Unternehmen angestellt sind. Sie werden von starken Gewerkschaften vertreten, die dafür sorgen, dass Gehälter und Löhne steigen und die Jobs auf einem hohen Niveau sicher sind. Dann folgen die Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen. Sie arbeiten ebenfalls sehr hart, arbeiten aber mit größeren Risiken. Das Prinzip Hoffnung ist dort weit verbreitet.
Dann gibt es Mediziner, Rechtsanwälte, Beamte, Banker, Steuerberater und Angestellte im öffentlichen Dienst.
An der untersten Stufe der Nahrungskette stehen viel kleine Selbständige und Unternehmer, die ein hohes Risiko eingehen und von der Hoffnung leben eines Tages den Break Even zu erreichen. Viele sind erfolgreich. Viele müssen nach vielen Jahren des Kampfes aufgeben. 

Coach ist ein unglaublich befriedigender Beruf mit Zukunft. Flexible Arbeitszeiten und die permanente Erreichbarkeit über Internet und Smartphone sind bereits heute ein wichtiger Teil unsere Arbeitslebens.

Selbständige sollten als das anerkannt werden, was sie sind. Mutige Unternehmer, die bereits heute austesten, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen könnte, die aber selten in der Gewinnzone arbeiten. Wir brauchen sie, und deshalb sollte es einen Mechanismus geben, der diese Menschen aktiv unterstützt bei Grundsicherung, Krankenversorgung, Altersvorsorge und Bildungsphasen. Das wäre ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft.
Diese Unternehmer müssen ohnehin beim Finanzamt Rede und Antwort über ihr Tun, ihr Einkommen und ihre Zukunftspläne stehen. Wir können diese Probleme lösen und so Möglichkeiten und Ressourcen eröffnen, die uns tatsächlich voranbringen können.


In welchem Parteiprogramm steht denn so etwas? Ich weiß es nicht.

UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis


UnternehmerCoach, MitarbeiterCoach – Das Ohr an der Basis

Ich stelle Ihnen heute einen Coach vor, der für mehrere Unternehmen arbeitet.

Frank Hammerschmidt* ist Mitarbeitercoach.  Er ist der Mann, der sich Zeit für Ihre Mitarbeiter nimmt. Dafür bezahlen Sie ihn. Er hat ein Ohr für die Menschen und er ist dazu verpflichtet, vertrauliche Gespräche vertraulich zu halten. Hammerschmidt steht den Mitarbeitern und den Führungskräften bis hin zu den Besitzern von Unternehmen zur Verfügung. Man kann mit ihm Termine vereinbaren. Einmal in der Woche ist der Coach vor Ort im Unternehmen ansprechbar. Er arbeitet für mehrere mittelständische Unternehmen. Damit sichern sich die Unternehmen für die Hammerschmidt arbeitet, einen überschaubarer Kostenrahmen.

Die Unternehmen, die Hammerschmidt gewinnen konnte, sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für einen unabhängigen Gesprächspartner.
Ein Berliner Dienstleister ist eines der Unternehmen für die Hammerschmidt tätig ist.
Die interne HR-Abteilung hat sich auf administrative und juristische Themen konzentriert. Der Aufgabenbereich ist komplex genug geworden. Für regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern gibt es kaum noch Zeit. Die Kosten, um einen einzigen Mitarbeiter für diese Aufgaben einzustellen, sind einfach zu hoch. Es ist schwer, einen kompetenten Coach zu finden und angemessen zu bezahlen. Das Teilzeitmodell von Hammerschmidt kam dem Unternehmen entgegen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Hammerschmidt sehr gezielt und professionell arbeiten kann und nicht nur auf die internen Probleme eines einzigen Unternehmens fokussiert ist. Das schützt ihn vor der berühmten Betriebsblindheit. Die Vielfalt der betreuten Unternehmen ermöglicht ihm Erfahrungen, die er in einem einzigen Unternehmen nie machen könnte. Hammerschmidt hat gelernt, dass die angesprochenen Themen in den unterschiedlichen Branchen oft sehr ähnlich sind.
Der Anfang ist immer am schwersten. Es kommt zuerst immer darauf an sich den Mitarbeitern vorzustellen und zu vermitteln, welche Ziele die Geschäftsführung, Arbeitnehmervertreter und die Personalabteilung, aber auch die Leiter einzelner Betriebsbereiche mit dem Einsatz des Coaches erreichen wollen. Es geht um Mitarbeiterzufriedenheit und Optimierung von Prozessen. Der Coach fragt nach, wenn Dinge nicht rund laufen und geht den angestauten Problemen auf den Grund. Hammerschmidt weiß, welche Fragen er stellen muss. Zuerst tasten sich die befragten Mitarbeiter vorsichtig voran. Wenn sie aber merken, dass sie es mit einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner zu tun haben, der auch ihre Interessen versteht und der Schweigepflicht unterliegt, tauen sie sehr schnell auf. Tatsächlich ist Hammerschmidt als Coach sehr darauf bedacht, sich nicht in arbeitsrechtliche Themen einzumischen. Er kennt das schon. Irgendwann kommt ein Entscheider auf ihn zu und fragt direkt, wer in der Abteilung das Problem sein; welchen Mitarbeiter man denn nun rauswerfen müsse. Auf diese Frage wird Hammerschmidt niemals eine Antwort geben, denn dann würde sein gesamtes Geschäftsmodell auseinanderbrechen. Das würde sich herumsprechen. Er hat diesen Punkt in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert. Hammerschmidt ist nicht der Mann, der vor ein Arbeitsgericht gezerrt werden will.  

Der Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber liegt auf einer anderen Ebene. Hammerschmidt ist der Profi, der sozusagen das Ohr am Puls des Unternehmens hat. Er hört das Gras wachsen und er vernimmt ein Grummeln schon, wenn es ganz langsam beginnt. Er weiß genau, dass moderne Unternehmen einem schnellen Wandel unterworfen sind und welche Kosten durch Unzufriedenheit und innere Kündigung anfallen. An der Oberfläche sieht alles sehr ordentlich aus, aber im Inneren von Strukturen beginnt es bereits zu faulen.

Ein Beispiel: Hammerschmidt hatte vor einigen Jahren den Auftrag, die IT Abteilung in einem Unternehmen zu coachen. Die Personalleiterin schickte ihn einfach in die Abteilung um selbst und ohne Vorurteile herauszufinden, wo die versteckten Probleme liegen würden. Sie wusste natürlich schon eine Menge über die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner Mitarbeiter und den klagenden Leiter der Abteilung. Die Situation war bereits ziemlich verfahren, dass man sich einen Coach leisten wollte um das Thema ein für alle Mal zu erledigen.
Hammerschmidt erledigte die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit. Zuerst sprach der mit dem Chef der IT und dessen Projekte. Dann ließ er sich die Abläufe und Aufgabenverteilung erklären. Dann erst sprach er mit jedem einzelnen Mitarbeiter. In mehreren Meetings schaffte er ein vertrauensvolles Klima und dann tauten die Mitarbeiter auf und sprachen auch über Dinge, die ihnen nicht gefielen und von denen sie glaubten, dass sie anders laufen müssten.  Es stellten sich mehrere Punkte heraus. Auf der einen Seite waren die Projekte des Chefs sehr ambitioniert und sehr speziell, wenn nicht überambitioniert. Hammerschmidt wies vorsichtig darauf hin, das Konzept nochmals auf den Prüfstand zu stellen. So hatte der IT Leiter es sich in den Kopf gesetzt, eine komplette virtuelle Serverumgebung zu brtreiben, was für sich genommen eine lobenswerte Initiative war. Die Probleme traten aber auf, als sich herausstellte, dass er damit gefährliche Flaschenhälse produziert hatte, die sich sehr negativ auf die Performance des gesamten Unternehmens auswirkte. Die Nutzer waren absolut unzufrieden mit der IT-Abteilung. Eine klassische Lösung, wie sie von einigen erfahrenen Mitarbeitern favorisiert wurde, war für ihn zu einfach. Er löste die innere Verweigerung der erfahrenen Kollegen, indem er frische IT Systeminformatiker einstellte und ihnen die Administration übertrug. Die Abteilung war kurz vor dem Auseinanderbrechen. Die älteren Mitarbeiter hatten seit Jahren keine aktuellen Schulungen mehr machen können und infolgedessen keine gültigen Zertifikate vorzuweisen. Das machte ihnen große Angst und sie begannen sich mit Mitteln zu wehren, die nicht ignoriert werden konnten. Hammerschmidt hatte in einen Bienenhaufen gestochen. Es gelang ihm aber die Situation zu versachlichen. Er vertrat die Auffassung, dass gut ausgebildete Mitarbeiter jederzeit in der Lage sein müssen, sich auch in anderen Unternehmen zu bewerben. IT Fachleute sind sogenannter Goldstaub. Wenn sie allerdings keine aktuellen Zertifikate und Fähigkeiten vorweisen können, haben sie es schwer einen neuen Job zu finden. Es ist die Aufgabe von Unternehmen ihre Leistungsträger entsprechend auf dem Laufenden zu halten. In diesen Unternehmen gibt es keinen aufgestauten Frust, sondern nur professionelle Zusammenarbeit. Sobald man es einzelnen Personen gestattet, an der falschen Stelle zu sparen, gibt es automatisch Probleme, wie in diesem Unternehmen. Am Ende wurde auch das Projekt angepasst und gerade gezogen. Hammerschmidt hatte wieder einmal als Feuerwehrmann gewirkt und er hatte eine Menge neuer Aspekte gelernt. Das Unternehmen hatte eine Reihe von kaum lösbar gehaltenen Problemen durch den Einsatz eines Mitarbeitercoach gelöst. Hammerschmidt erzählt diese Geschichte gerne um potentiellen Interessenten klarzumachen, worum es geht und wie es gehen kann.

 

(* der Name ist frei erfunden und dient nur der Verständlichkeit)  

Neustart


Neustart – alles auf Anfang!

Ich bin ein ziemlich bester Freund von Neuanfängen. Das sagt vielleicht etwas über mich; es ist aber nicht ganz klar, was. Das hat vielleicht mit meiner Begeisterung für Computer und Programmierung zu tun. Die Branche lebt geradezu vom permanenten Neubeginn. Neue Technologien, neue und schnellere Hardware, schnelle Netze, Neuer Markt, Dot-Com-Blase, Zusammenbruch – NEUSTART!

Die IT Branche ist ein Abbild der Zeit in der wir leben (werden).

Ein Neustart in Beziehungen funktioniert meistens überhaupt nicht, weil sich die Beteiligten ganz genau zu kennen glauben und weil der Zauber des Anfangs völlig fehlt. Nur wenn dieser Zauber wieder entsteht, kann man einen Neustart wagen. Aber wie schon gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass da noch etwas passiert.
In Unternehmen ist das ganz ähnlich. Die Gründerpersönlichkeiten sind entweder bereits im Ruhestand und haben ihren Nachfolgern teilweise unlösbare Aufgaben hinterlassen oder das Tagesgeschäft ist derartig aufreibend, dass keine Zeit und keine Kraft mehr für irgendwelche neumodischen Ideen bleibt. Der Laden scheint zu laufen und die Zahlen sind gar nicht mal so schlecht. Aber ganz ehrlich (wir sind ja unter uns): Es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Dieses Unternehmen ist reif für den Verkauf. Wenn es nur jemand für einen angemessenen Preis haben wollte.
Und spätestens hier wird es Zeit über einen Neuanfang nachzudenken. Erinnern Sie sich noch, als alles neu und interessant war? Damals, als sich jeden Tag erfreuliche Überraschungen, zufriedene Kunden und unglaubliche neue Möglichkeiten auftaten?

Heute haben wir es mit komplizierten Mitarbeitern zu tun, die allzu oft “keine Ahnung” haben und mit anspruchsvollen Kunden und diesen furchtbaren Nachahmern, die alles viel schneller und viel billiger liefern können. Der Traum des Anfangs ist einem lähmenden Alptraum gewichen. Es ist wie bei unserem beliebten Studienobjekt Donald T.: Er hat auch keine rechte Lust auf den Job mehr. Lieber geht er zum Golfen.
Das geht mir auch manchmal so. Warum sollte ich mich mit diesem Unternehmen herumschlagen und ständig an irgendwelche Grenzen stoßen, wenn ich doch etwas ganz anderes machen kann? Das Leben ist zu kurz um sich mit mittelmäßigen Plänen und Aufgaben zu beschäftigen!

Jeder Unternehmer, der den Namen wirklich verdient hat, wird spätestens hier hellwach werden. Yes! Neustart! Dieses schöne deutsche Wort gehört auch in den angloamerikanischen Sprachraum! Und es gehört zu jedem, der etwas auf sich hält.

Gehen wir davon aus, dass das Unternehmen läuft und wir es einfach laufen lassen können. Managen können ja die Manager. Zeit für neue Ideen!

Zeit für ein ausgiebiges Coaching! Finden Sie nicht auch! Brainstorming. Frische Luft. Lust auf was Neues! Aber was? Sie ahnen es bereits: Es steckt schon tief in Ihnen. Sie haben da so bestimmte Ideen. Aber das ist ja alles noch nicht spruchreif. Wer weiß, ob…..? Genau das ist ja meine Rede. Es wird Zeit mehr und intensiver darüber nachzudenken. Ohne die alltäglichen Probleme und Aufgaben. Neustart ist ein schönes Wort! Und es ist gut, wenn man der Erste ist, der auf diese Idee gekommen ist und sie rechtzeitig realisiert.

Lust auf NEUSTART? Dann fragen Sie doch einfach den Coach Ihres Vertrauens. Kennwort: NEUSTART!

Agiles Coaching: Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten entdecken


Strategisch planen – Ressourcen checken – Möglichkeiten erkennen

Viele Unternehmen haben ein Produktportfolio entwickelt, das hauptsächlich auf Erfahrungen und Möglichkeiten aufbaut, die historisch gewachsen sind.

Ein klassisches Maschinenbauunternehmen entwickelt keine Elektronik. Mit Softwareentwicklung oder gar Spieleentwicklung haben diese Unternehmen nichts zu tun. IT ist Sache von IT-Spezialisten. Es ist offensichtlich: Es handelt sich hier um Vorurteile und versteckte Glaubenssätze, die in Frage gestellt werden müssen. 

Der Unterschied von Führung und Management spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Führung bedeutet, den größeren Kontext zu erkennen und zu entwickeln. Es geht darum das Feld und den Raum für das Erreichen von Zielen vorzubereiten. Die Aufgabe der Führung ist es, eine klare Richtung vorzugeben und die Durchführung der eindeutigen Anweisungen zu kontrollieren. Richtungsvorgabe und Kontrolle. Angesichts der immer komplexeren, dynamischen Arbeitsfelder stößt Richtungsvorgabe und Kontrolle als Führungsinstrument immer schneller an ihre Grenze. Die Instabilität der Arbeitsumfelder ist ein großes Problem. Besonders, weil die wichtigsten Ziele, neue Hindernisse und Chancen weitgehend unbekannt sind und ständig neue Risiken und Chancen auftauchen. Eine statisch gewachsene Organisation läuft zunehmend Gefahr in eine Sackgasse zu laufen.

Die einzige Antwort auf die gestiegene Komplexität von Führungsverantwortung sind Dezentralisierung und Delegierung der Verantwortung und völlig neue Lernprozesse, die sich nicht aus der Vergangenheit erklären lassen, sondern auf die zukünftigen Ziele ausrichten müssen. MitarbeiterInnen müssen zwingend in diesen Prozess der Führung integriert werden. Genau das ist der Kernpunkt von agilen Strukturen.

Zuerst müssen Führungskräfte lernen, wie das zu realisieren ist. Ein weiterer Schritt ist es die ganze Organisation, zumindest die mittleren Führungskräfte, in den Zielsetzungs- und Richtungs -prozess mit einzubeziehen.

Um Höchstleistungen zu vollbringen müssen Unternehmen Bedingungen schaffen, die es ermöglichen die Kraft ihrer MitarbeiterInnen freizusetzen. Es geht nicht nur um Führung oder Management. Es geht um Inspiration.

Apple, mit seinem charismatischen Chef Steve Jobs, ist ein typisches Beispiel für die Kraft der Inspiration. Ohne sie geht gar nichts. Das ist in diesem Fall ganz deutlich zu erkennen.

Und spätestens an dieser Stelle kommen wir zu einem Thema, mit dem ich mich seit einiger Zeit vorwiegend auseinandersetze. Es geht um Coaching von Führungskräften. Ein Coach ist ein neutraler Kommunikationsprofi, der mit allen Beteiligten in einem Unternehmen oder einer Organisation reden kann, ohne zunächst Konflikte zu thematisieren. Die Konflikte, die ein Coach erkennt, sind ohne Zweifel wichtig um ein Unternehmen stark zu beeinflussen. Aus meiner Erfahrung heraus ist es legitim über die Wünsche und Zielvorstellungen von einzelnen Beteiligten zu sprechen. Das ist übrigens auch ein Kernpunkt der BIG FIVE OF LIFE.

Ein guter Coach erkennt das Potential von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Er oder sie ist in der Lage zu erkennen wo die Reise hingehen kann und wo die Risiken und Sackgassen zu finden sind. Er erkennt versteckte Vorurteile und Bremsen in einem Unternehmen. Und das kann zum Beispiel auch direkt in der Führungsebene zu finden sein.  Um eine Unternehmen für die Zukunft aufzustellen ist der agile Ansatz extrem wichtig.
Das verstehe ich unter Strategisch planen – Ressourcen checken und Möglichkeiten entdecken.

Fangen Sie heute noch an und reden Sie mit geeigneten Coaches über Ihr Unternehmen. Sie werden sich wundern, was alles geht!

Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!


Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!

Eingefahrene Strukturen sind die DNA von Unternehmen. Eingefahren bedeutet nicht grundsätzlich: schlecht und unflexibel. Es lohnt sich, einen zweiten und dritten Blick zu wagen. Jedes Unternehmen ist historisch gewachsen. In den 1980er Jahren galt IT besonders in deutschen Unternehmen als ein schwarzes Loch für Investitionen.  Im Mittelstand nutzte man vermutlich eine teure IBM AS/400 oder eine MicroVAX von DIGITAL. Der Siegeszug der Personalcomputer führte zuerst in die Finanzabteilungen (Multiplan und Excel) und mit ersten CAD-System in die Entwicklungsabteilungen.  

Today only a few proprietary minicomputer architectures survive. The IBM System/38 operating system, which introduced many advanced concepts, lives on with IBM’s AS/400. Realising the importance of the myriad lines of ‚legacy code‘ (programs) written, ‚AS‘ stands for ‚Application System‘. Great efforts were made by IBM to enable programs originally written for the System/34 and System/36 to be moved to the AS/400. The AS/400 was replaced by the iSeries, which was subsequently replaced by the System i. In 2008, the System i was replaced by the IBM Power Systems. By contrast, competing proprietary computing architectures from the early 1980s, such as DEC’s VAX, Wang VS and Hewlett Packard’s HP3000 have long been discontinued without a compatible upgrade path. OpenVMS runs HP Alpha and Intel IA64 (Itanium) CPU architectures. https://en.wikipedia.org/wiki/Minicomputer#Mid-1980s.2C_1990s:_The_minis_give_way_to_the_micros

In den 1990ern eroberten vernetzte PC-System die mittelständischen Unternehmen. Novell, VAX Pathworks und seit dem Erscheinen von Microsoft Windows NT waren die ersten beeindruckenden Ergebnisse einer immer leistungsfähiger werdenden IT Infrastruktur. SUN Microsystems warb mit dem Slogan: Das Netz ist der Computer!

Damals war das ein revolutionärer Gedanke. Ich erinnere mich noch ganz genau an die eigenartigen Vorstellungen von Vorständen, was den Einsatz von PC’s betraf. In ihrer Welt gab es nur die teuren IBM Computer und sie hatten verinnerlicht, dass man mit denen nicht so viel erreichen kann. IT war vor allem teuer und unflexibel. Währenddessen gab es in jedem Vorzimmer eine Sekretärin mit einer Schreibmaschine und in den Finanzabteilungen konnte man sehr viele SachbearbeiterInnen bestaunen, die Akten aus Papier (so was gibt es heute noch!) pflegten.
Personalcomputer waren eine Rarität und wurden nur für besondere Mitarbeiter als Auszeichnung verteilt. Die selbe Mentalität führte in den späten 1990er Jahren dazu, dass eMail-Accounts sehr sorgfältig verwaltet wurden, da ein Lotus-Notes Client 150 DM kostete. Und das wollte man sich nicht für jeden Mitarbeiter leisten.
Ich habe eine Menge derartiger skurriler Geschichten erlebt. Aber glauben Sie mir. Es ist immer dieselbe Geschichte, nur in anderer Verpackung. Versuchen Sie mal über DIE CLOUD! zu reden. Oder über hochsichere und hochflexible Data-Center, mit denen man via Internet VPN verbunden ist. Alle paar Jahre sollte man sich die technologische Entwicklung ansehen und schauen, wo Geld und Zeit zu sparen ist. Aber genau das ist das Problem.

Was passiert, wenn ein Entscheider vor 20 Jahren ein ganz bestimmtes Softwareprogramm hat entwickeln lassen? Richtig: Das Programm ist inzwischen eine Kröte mit vielen häßlichen Ausbeulungen und Anpassungen und es ist: UNVERZICHTBAR! Niemand kann genau sagen, was das Programm alles kann und es ist langsam und fehleranfällig. Aber es hat viel Geld gekostet und wird erst dann verschwinden, wenn dermaleinst der Entscheider das Unternehmen verlassen hat. Vermutlich, wenn er in den Ruhestand gegangen ist. Und dann steht das Problem immer noch: Man kann das System nicht einfach ablösen, weil niemand genau weiß, was alles damit gemacht werden kann. Das ist unflexibel und alt und überhaupt nicht agil. Es ist das Gegenteil davon.

Was ich machen würde? Ganz einfach! Ich würde mir das Geschäftsmodell des Unternehmens ansehen und mir erst einmal einen Überblick über die verwendeten Systeme verschaffen. Dann würde ich das Geschäftsmodell auf ein gängiges System adaptieren und die Exoten ganz genau analysieren. Um es ganz klar zu sagen: Wenn ich heute ein ausgefeiltes ERP System einsetze, dann geht es immer um Produkte, Dienstleistungen, Verkauf, Einkauf, Materialwirtschaft, HR. Selbst Bildungsträger haben Produkte, die man relativ leicht in ein gängiges ERP implementieren kann. Glauben Sie es oder nicht. Ich weiß, was Sie jetzt sagen werden und Sie haben Recht: “Unser Unternehmen funktioniert ganz anders!”

Natürlich!

Bill Gates – verändert die Welt


Der Name Bill Gates steht synonym für MICROSOFT. Er ist der wohl reichste Mann der Welt und dieser Name wird uns wie der eines Rockefeller für lange Zeit erhalten bleiben. In 100 Jahren weiß niemand mehr, dass Bill Gates mit MS-DOS, Windows und MS-Office sein Vermögen gemacht hat. Aber das, was er jetzt tut, wird bleiben. Bill Gates führt einen BLOG, den ich sehr gerne lese. Er wirbt für seine Hilfsprojekte überall auf der Welt und was er zu sagen hat, ist aller Ehren wert. Dieser Bill Gates von heute gefällt mir immer mehr. Das ist nicht mehr der Mann, der die Gelddruckmaschine MICROSOFT erfunden hat und der gefühlt immer hinter APPLE und Steve Jobs auf dem zweiten Platz stand. Das ist nicht mehr der gemeine Fiesling, der APPLE die grafische Oberfläche und die Mausbedienung gestohlen hatte. Bill Gates wird immer mehr zu einem Mann, dem man seine Aufmerksamkeit schenken muss, wenn man wissen will, wie es auf dieser Welt weitergehen kann. Kürzlich schrieb er einen Artikel, der auch im TIME-MAGAZINE erschienen ist. Im Original kann man das alles auf GATESNOTES.COM nachlesen: (https://www.gatesnotes.com/Development/How-Foreign-Aid-Helps-Americans)

Er schreibt dort, dass Entwicklungshilfe ein heißes Eisen ist. Aber heute wird es noch heißer, weil die Regierung der Vereinigten Staaten, einer der einflussreichsten Geber der Welt, drastische Kürzungen für Gesundheits- und Entwicklungsprogramme auf der ganzen Welt erwägt. Donald Trumps “AMERICA FIRST!” treibt erste Blüten.

Bill Gates schreibt dazu: “Ich verstehe, warum einige Amerikaner ihre Steuer-Dollar in Übersee sehen und sich fragen, warum wir sie nicht zu Hause lassen. Hier ist meine Antwort: Diese Projekte sind wichtig für die Sicherheit der Amerikaner selbst. Und durch die Förderung von Gesundheit, Sicherheit und wirtschaftlicher Chance stabilisieren sie anfällige Teile der Welt.”
Das ist eine sehr interessante Sicht auf die Dinge.
Das ist eine Lektion, die ich selbst gelernt habe. Als ich mich vor mehr als 15 Jahren in Gesundheit und Entwicklung engagierte, war die Hauptmotivation, das Leben der Menschen auf der ganzen Welt zu retten und zu verbessern. Das stimmt heute noch, aber im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es wichtig ist, zu erklären, wie amerikanische Entwicklungshilfe auch den Amerikanern selbst zugute kommt.
Zum einen hilft es, Epidemien zu verhindern. Der jüngste Ebola-Ausbruch in Westafrika tötete mehr als 11.000 Menschen, aber die Todesopfer wäre viel schlimmer gewesen, wenn die Krankheit im benachbarten Nigeria, einem internationalen Reise-Hub, der 180 Millionen Menschen beherbergt, weit verbreitet war. Was enthielt es? Unter anderem eine Gruppe von Gesundheitsangestellten, die dort für eine Anti-Polio-Kampagne stationiert waren. Sie wurden schnell dem Ebola-Kampf zugewiesen, und ihre Bemühungen halfen, die Krankheit zu stoppen und sie davon abzuhalten, den Atlantik in die Vereinigten Staaten zu überqueren.”
Er bezieht sich direkt auf die US-Administration unter Barack Obama, der viel nachhaltiger und intelligenter regiert hat, als vielen vor dem Regierungswechsel klar war.
Der größte öffentliche Geber der Anti-Polio-Arbeit war die US-Regierung, und das aus gutem Grund. Es schützt die Amerikaner und hilft der Welt, sich für die nächste Epidemie vorzubereiten, die Größenordnungen tödlicher sein könnte als Ebola. Um aufkommende Krankheiten zu stoppen, brauchen wir die Infrastruktur, die durch konsequente Finanzierung von gut geführten Gesundheitsprogrammen aufgebaut wird.
Selbst der unbeliebte Präsident George W. Bush wird positiv erwähnt: “Ein weiteres Beispiel ist die globale HIV / AIDS-Anstrengung Amerikas, bekannt als PEPFAR, die unter Präsident George W. Bush begann und mit einigen der ärmsten Länder der Welt zusammenarbeitet. PEPFAR ist ein unbestreitbarer Erfolg. Es gibt 11 Millionen Menschen mit HIV, die heute lebt wegen der Medikamente, die es bietet. Viel mehr bekam niemals das Virus an erster Stelle wegen der von PEPFAR unterstützten Präventionsbemühungen.”
Das sei nicht einfach eine humanitäre Aufgabe. Es ist viel mehr. Für diese Länder bedeutet es mehr Lehrer, Unternehmer, Polizeibeamte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die zu starken, stabilen Gesellschaften beitragen. Laut einer überparteilichen Studie sank die politische Instabilität und die gewalttätige Tätigkeit in den afrikanischen Ländern mit PEPFAR-Programmen zwischen 2004 und 2015 um 40 Prozent. Wo kein PEPFAR-Programm lag, lag der Rückgang bei nur 3 Prozent.
“Bessere Gesundheit bringt Nationen auf den Weg zur Selbstversorgung. Wie? Wenn die Gesundheit verbessert wird, entscheiden die Menschen, weniger Kinder zu haben, denn sie sind zuversichtlich, dass die Kinder, die sie haben, im Erwachsenenalter überleben werden. Wenn die Familiengröße sinkt, wird es für die Länder einfacher, sich zu füttern, zu erziehen und ihnen Gelegenheit zu geben – und das ist eine der besten Möglichkeiten, um jede anfällige Region zu stabilisieren.”, schreibt Gates.
“Eine stabilere Welt ist für jeden gut. Aber es gibt andere Möglichkeiten, die Hilfe profitiert Amerikaner im Besonderen. Es stärkt die Märkte für U.S. Waren: von unseren Top 15 Handelspartnern, 11 sind ehemalige Hilfsempfänger. Es ist auch sichtbarer Beweis für die weltweite Führung Amerikas. Die populäre Unterstützung für die USA ist in Afrika hoch, wo die Hilfe einen so dramatischen Einfluss hat. Wenn du einer Mutter hilft, das Leben ihres Kindes zu retten, vergisst sie niemals. Zurückziehen würde jetzt nicht nur Leben kosten, es würde ein Führungsvakuum schaffen, das andere gerne füllen würden.”
Syrien sei ein tragisches Beispiel dafür, was passieren kann, wenn die wichtigsten Zutaten der Stabilität nicht zusammenkommen. Anfang 2007 erlebte das Land die schlimmste Dürre in seiner Geschichte und fuhr mehr als eine Million Menschen aus ländlichen Gebieten in die Städte, schürte politische Spannungen und legte die Grundlage für den schrecklichen Bürgerkrieg, der heute andauert. Natürlich gab es viele Ursachen für diesen Krieg, und nicht jedes Land, das eine schwere Dürre hat, bricht derartig zusammen wie Syrien. Aber die Welt wird kein sicherer Ort sein, wenn die USA und ihre Verbündeten aufhören, anderen Ländern zu helfen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Nichts davon geht dem Militär verloren. Im Gegenteil: Mehr als 120 pensionierte Generäle und Admirale haben vor kurzem einen Brief an den Kongress geschrieben, der argumentiert, dass US-Programme „extrem wichtig sind, um Konflikte zu vermeiden und die Notwendigkeit zu reduzieren, Männer und Frauen in Uniform in den Krieg zu schicken.“ Verteidigungsminister James Mattis, er war Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, Pakistan und anderen Hotspots, sagte folgendes: „Wenn Sie das Staatsministerium nicht vollständig finanzieren“, das viele der Schlüsselprogramme Amerikas führt – dann muss ich mehr Munition kaufen.“ Es wird deutlich, dass die Haltung der Bundesregierung und des Bundesaussenministers hier Eins zu Eins übereinstimmt. Entwicklungshilfe führt zu mehr Sicherheit, wachsendem Wohlstand und weniger Kriegen.
Es ist erstaunlich. Nicht ein Linker Demokrat hat das geschrieben, sondern Bill Gates, der Softwaremilliardär. Das macht Mut für eine bessere Welt. Der BLOG des Bill Gates ist viel interessanter, als so manch ein politisches Magazin hierzulande.

 

Gründercoaching


Gründercoaching – so geht es besser

Es gibt Gründercoaching (Zuschüße für professionelle Beratung) und es gibt Coaching für Gründer, die nicht nur Beratung brauchen, sondern echtes, ergebnisoffenes  Coaching. Wenn Sie mich fragen, dann würde ich vor einer Gründung immer ein Coaching mit Kompetenzfeststellung, psychologischer Beratung und einem realistischen ÖkoCheck empfehlen. Nicht jeder Gründer ist für eine Selbständigkeit geeignet. Es gibt Vorteile und es gibt Nachteile. Wenn ich mich “als Unternehmer” betrachte, so klingt das zuerst einmal sehr positiv. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet und man fühlt förmlich den Wind unter den Flügeln. Wir lesen Startup-Literatur und wir lernen, dass in Zukunft sehr viel mehr projektorientiert gearbeitet werden wird. In Zukunft wird es kaum noch Festanstellungen geben, so liest man. Projektorientierte Arbeit mit selbständigen Spezialisten im IT Bereich sind eine logische Entwicklung. Es klingt alles sehr modern. Die Entwicklung ist längst Realität. Journalisten, Reporter, Regisseure, IT Spezialisten, Projektmanager in unterschiedlichen Bereichen, Coaches, Berater sind heute selbstverständlich als Selbständige unterwegs und die Schattenseiten werden sichtbar. Viele Selbständige leben in prekären Verhältnissen. Manch eine(r) kann sich nicht einmal die Krankenversicherung leisten. Von einer Einzahlung in die Rente kann überhaupt keine Rede mehr sein. Das selbständige Leben ist hart und nur noch von vagen Hoffnungen geprägt.

Wie wäre es mit einem Gründercoaching, dass seinen Namen voll und ganz verdient? Ich habe da eine Idee. So etwas gibt es nämlich schon. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Coach (einem weiblichen Coach), die mir genau so etwas erzählte. Sie hatte einen Syrer gecoacht, der sich als Ingenieur selbständig machen wollte. Sein Sprachlevel war in Ordnung. Er hatte die B2 Sprachprüfung bestanden und tendierte in Richtung C1. Als Ingenieur hatte er bereits gearbeitet und das, was er erzählte klang schlüssig und logisch. Nun wollte er sich selbständig machen, hatte aber keine Vorstellung, wie das gehen könnte. Die Coach hatte auf Grund ihrer eigenen Selbständigkeit professionelle Kenntnisse und konnte dieses Wissen mit einbringen. Die Gespräche bekamen beratenden Charakter, aber auch das ist ein normaler Prozess. Als die vom JobCenter bestätigte Stundenzahl erreicht war, beantragte der Teilnehmer weitere Stunden, die er auch bekam. Mein Eindruck ist klar. Wenn Gründercoaching, dann gekoppelt mit einem richtigen Integrationscoaching. Ich bin mir sicher, dass es sich hier um eine zielgerichtete Maßnahme handelt, die allen Beteiligten helfen kann.  

Das habe ich doch nicht so gemeint…..


Das habe ich doch nicht so gemeint!

Was ist das für eine Haltung, wenn man wild mit Worten um sich schlägt, andere beschimpft und beleidigt und sich dann wundert, wenn man mit seiner Meinung ganz alleine dasteht?

Es ist die Haltung eines unerfahrenen, egostischen und arroganten 12jährigen. Kinder sind oft genau so. Sie brauchen eine starke, helfende und liebende Hand und sehr viel Geduld. Erst wenn alles in Trümmern liegt und die Situation regelmäßig eskaliert, reiben sich diese kindischen Menschen die Augen und sind erstaunt. Aber erst dann. Vorher ziehen sie ihre eigenartigen Ideen und Vorstellungen durch, egal was passiert.

Diese Kinder haben keinerlei Respekt vor irgendwelchen Autoritäten. Sie werden in Zukunft “alles besser machen als alle!” und sie sind einfach “großartig!” – Wenn man ihnen widerspricht, dann schlagen sie zurück und wenn man sich ihnen in den Weg stellt, schlagen sie zu. Diese Kinder nehmen auch schon einen Baseballschläger in die Hand und richten gerne maximalen Schaden an. Wenn sie dann wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt und eingesperrt werden sollen, dann schicken die entsetzten und oft wohlhabenden Eltern einen guten Anwalt und der Junge wirkt wie ein 12jähriger eben wirken kann: Unschuldig und voller Reue. Bis zum nächsten Rückfall.

Die Ursache für ein derartiges Verhalten liegt immer in der Kindheit.
Frühe Bindungsprobleme sind in den allermeisten Fällen ein Thema. Das ist ein typisches Coachingthema. Ein begleitendes, verständnisvolles Coaching oder eine psychosiale Betreuung bringt viel mehr als allegemein bekannt ist. Die Coaches müssen allerdings auch eine Ahnung von der Materie haben, sonst kann das schief gehen.   

Auch Erwachsene sind gut beraten, wenn sie einen Coach aufsuchen um ein derartiges Verhalten aufzuklären und gegebenenfalls sanft zu korrigieren.

Aber was ist mit Erwachsenen mit einem derartigen Verhalten, wenn sie erfolgreich in der Wirtschaft oder gar in der Politik sind? In der Politik werden sie hoffentlich nicht wiedergewählt. In der Wirtschaft ist das ein wenig anders.

Ja: Diese Menschen haben Erfolg. Weil sich ihnen irgendwann niemand in den Weg zu stellen wagt.

Nein: Es handelt sich nicht um eine anzustrebende Eigenschaft eines erfolgreichen Leaders.

Diese Menschen führen nur weil sie glauben dafür bereit zu sein andere Menschen irgendwohin. Auch der Weg in den Abgrund ist eine sehr wahrscheinliche Richtung. Und: Sie tun es, einfach weil sie es können.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Perönlichkeiten, Diktatoren, Firmenchefs oder Präsidenten wären rein zufällig.

We’re going to have insurance for everybody – Trump said

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16.01.2017 – Trump verspricht HealthCare for everybody – Eine Krankenversicherung für Jedermann –

Der gewählte Präsident der USA gab der Washington Post am späten Samstagabend (14.01.2017) ein Interview, das besondere Beachtung verdient. Er will Obamacare, die historisch bedeutende Einführung einer Krankenkasse für alle Amerikaner, abschaffen und durch ein völlig neues System ersetzen. Er erklärt, dass er direkt mit Pharmakonzernen und Versicherern verhandeln möchte um die Kosten für das Krankenkassensystem erheblich zu senken. Die Republikanische Partei hatte bislang jede weitere Einmischung des Staates in diese Dinge kategorisch abgelehnt. Präsident Obama hätte keine Chance gehabt das Thema auch nur auf die Agenda zu heben. Und nun kommt Donald Trump und mischt sich direkt ein.

“We’re going to have insurance for everybody,” Trump said. “There was a philosophy in some circles that if you can’t pay for it, you don’t get it. That’s not going to happen with us.” People covered under the law “can expect to have great health care. It will be in a much simplified form. Much less expensive and much better.”

Trump verspricht tatsächlich eine bezahlbare Krankenversicherung für Jedermann. Das ist eine Abkehr von der Philosophie, dass nur jeder der das bezahlen kann es auch erhalten kann. Das ist, so Trump, mit ihm nicht zu machen. Jeder Bürger soll eine großartige Krankversicherung bekommen und zwar in einer sehr einfachen Art und Weise. Sehr viel preiswerter und viel besser.

Spannend! Wenn es Donald Trump gelingt, diesen einen Punkt in die Wirklichkeit zu bringen, hat er weit mehr erreicht, als Obama mit dem Versuch seine Obamacare gegen den Willen der Republikaner einzuführen.

Vermutlich hat Donald da irgendwas falsch verstanden und sich nur versprochen. “Belgien ist eine schöne Stadt” für ihn und er kann sich sogar daran erinnern mit einem wichtigen “Politiker aus dem Europaparlament” telefoniert zu haben. Aber an den Namen kann er sich nicht erinnern. Ist ja auch nicht wichtig. Namen sind Schall und Rauch. Irgendwas mit Europa halt. Aber immerhin weiß er wer Merkel ist. Das ist doch schon mal was……

Der große Sachverständige wird es schon schaffen, die kommenden vier Jahre im Gespräch zu bleiben. Und dann wird er halt nochmal gewählt, weil “die Anderen ja niemals die Wahrheit sagen” – “Alles Fake-News!”

Was das alles mit Coaching zu tun hat? Ich weiß es auch nicht mehr. Eins ist klar: Wenn so ein Stil erfolgreich ist, dann ist etwas gründlich schiefgegangen. Es ist zum Weinen: Sad! Very sad!

Narzissten im Coaching


Narzissten – eine Klärungsversuch

Narzissmus ist im ICD-10 und auch im DSM als Persönlichkeitsstörung katalogisiert. In ihrer geringen Ausprägung, als leichter Stil kann Narzissmus eine Ressource sein. Als schwere Störung ist er eine Belastung, sowohl für den Narzissten als auch für seine gesamte Umgebung.

Das leistungsorientierte und manipulativer Verhalten von Narzissten wird teuer erkauft. Psychosomatische Störungen, Burn-Out-Episoden, chronische Unzufriedenheit, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu schweren Erkrankungen und ein hohes Suizid-Risiko sind gute Gründe sich mit dem Thema zu beschäftigen. Insbesondere, wenn man selbst erkannt hat, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Narzissmus neigt. In seiner leichten Form ist es eine Ressource.

Auch das ist ein gutes Thema für ein Coaching. Was kann ich mit meinem leichten Narzissmus anfangen? Wo sind die Grenzen? Wann wird es gefährlich? Schwere Störungen sind dann natürlich ein Thema für den Psychiater. Aber so weit sind wir in den allermeisten Fällen noch nicht.

Es gibt übrigens eine wichtige Unterscheidung zwischen Erfolgreichen und Erfolglosen (Narzissten).

Die sogenannten Erfolgreichen Narzissten besitzen eine starke Leistungsorientierung. Sie sind beruflich erfolgreich, durchsetzungsfähig, autonom, gut organisiert, haben ein großes Durchhaltevermögen und hohes Anspruchsdenken. Sie definieren die Spielregeln. Es handelt sich meist um ausgesprochene Egozentriker, die aber durchaus offen für Selbstkritik sind.

Zu den gesicherten Merkmalen für Narzissmus gehören ein hohes Maß an Agression, Extraversion, Ausdauer, hohe Autonomie aber auch in der Kindheit erworbene Bindungsprobleme und ein starkes kompetives Verhalten (Konkurrenzverhalten).

Erfolglose Narzissten haben eine Reihe von Eigenschaften, die auch Erfolgreiche Narzissten haben. Sie aber neigen zum Angeben, haben oft ein übertrieben positives Selbst-Schema und ein starkes aber erfolgloses Regel-Setzer-Verhalten, was sie regelmäßig “auf die Palme bringt”. Der größte Unterschied zu den Erfolgreichen ist das fehlende realistische Leistungsverhalten.

Erfolglose Narzissten sind häufig Schulabrecher. Sie leiden unter Arbeitslosigkeit, wohnen immer noch bei der Mutter und besitzen ein hohes Risiko für Spielsucht und Alkoholabhängigkeit. Sie besitzen eine sehr geringe Selbst-Effizienz-Erwartung und eine geringe Anstrengungsbereitschaft. Sie leiden unter starkem Selbstzweifel, was sie unter starken Druck bringt, dem sie auszuweichen versuchen.

Eine Definition für die Persönlichkeitsstörung anhand ICD-10 oder auch DSM gibt erste Anhaltspunkte für das Identifizieren von Narzissten.

Rainer Sachse hat folgende Kriterien für erfolgreiche Narzissten aufgelistet:

  • Hohes Anerkennungsmotiv,
  • Hohes Autonomie-Motiv,
  • Negatives Selbstschema,
    Narzissten weisen immer ein negatives Selbstschema neben dem immer vorhandenen positiven Selbstschema auf, das immer aus der Biografie stammt. “Ich bin als Person nicht O.K” – “nicht liebenswert” – “nicht kompetent” – “Ich bin ein Versager”. Dieses Schema ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Durch Kritik wird das Schema aktiviert und ein Spiel-der-Erwachsenen angestoßen. Genau das macht einen Narzissten so empfindlich gegenüber Kritik.
  • Positives Selbstschema,
    Parallel dazu haben Narzissten aber auch ein Positives Selbstschema. Es dient als kompensatorisches Element um das vorhandene Negative Schema zu bekämpfen. Super-Kompetenz, außerordentlicher Erfolg und außergewöhnliche Fähigkeiten gehören zum Repertoire von Narzissten, egal ob es sich um reale oder angemaßte Kompetenzen handelt.

Narzissten schwanken zwischen den beiden Extremen. Das negative Selbstschema wird permanent durch das überzogene positive Schema überlagert.

  • Negatives Beziehungsschema,
  • Starke kompensatorische Norm-Schemata,
  • Ausgeprägtes Regel-Setzer-Verhalten,
  • Unrealistisches positives Selbstschema,
    Erfolglose Narzissten unterscheiden sich von den Erfolgreichen durch ein ausgeprägtes negatives Selbst-Schema und ein hochgradig unrealistisches positives Selbst-Schema. Sie verfügen über eine sehr geringe Ausprägung des Autonomie-Motivs  und sind sehr leicht fremdbestimmbar.
  • Kein reales Leistungsverhalten,
    Außerdem zeigen Narzissten kein ausgeprägtes reales Leistungsverhalten. Sie sind kaum in der Lage oder können kaum oder nur schwer reale Kompetenzen erwerben. Der Erwerb von sozialen Kompetenzen ist bei ihnen extrem gering ausgeprägt. Sie können keinerlei reale Erfolge erzielen und erleben ein schmerzhaftes Scheitern auf der ganzen Linie, wenn sie sich der Realität stellen müssen.

Erfolglose Narzissten sind ähnlich dominante Regel-Setzer, wie die erfolgreichen Vetter, wobei ihre Kommunikationspartner ihnen dieses Verhalten aber nicht durchgehen lassen.

Narzissten neigen dazu ihre Coaches oder Therapeuten auf Kompetenz und Wissen zu testen. Sie versuchen natürlich die Regeln des Gespräches zu bestimmen und dem Coach aufzuzwingen. Ein derartiges Verhalten kann nur dann erfolgreich abgewehrt werden, wenn der Coach das rechtzeitig erkennt und dem Klienten Grenzen aufzeigt. In vielen Fällen muss das Coaching von Seiten des Coaches genau an diesem Punkt abgebrochen werden.

Das Coaching mit Narzissten ist eine besondere Herausforderung, egal ob es sich um erfolgreiche oder erfolglose Narzissten handelt.

Das Coaching mit den sogenannten Erfolgreichen wird ein Thema, wenn sie beginnen an ihrem Verhalten zu leiden. Psychosomatische Störungen, Burn-Out-Episoden, chronische Unzufriedenheit, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu schweren Erkrankungen und ein hohes Suizid-Risiko sind gute Gründe für Narzissten sich mit der Thematik aktiv auseinanderzusetzen. Ein Coaching kann ein erster Schritt sein. Das Ziel des Coachings ist es, sich mit einer professionellen, neutralen Person über das Thema auszutauschen. Ein Coaching kann als Einstieg in einer Behandlung durch einen Psychotherapeuten betrachtet werden. Es ist niemals ein gangbarer Weg um das narzisstische Verhalten vollständig zu behandeln oder gar zu heilen. Das überlassen wir gerne den Profis auf diesem Gebiet.

Unternehmen sind nicht demokratisch


Man kann es drehen und wenden. Eins ist FAKT: In Unternehmen gibt es keine Demokratie

In den meisten Unternehmen gilt die Entscheidung des Geschäftsführers, Inhabers oder des CEO. Das war eines der ersten Erkenntnisse, die ich in den frühen 1990ern lernen musste. Insofern war nach der Wende alles beim Alten geblieben. Nur die Vorzeichen hatten sich geändert. Das System der Marktwirtschaft war eindeutig leistungsfähiger als das der Planwirtschaft. Wobei mir von Anfang an klar war, dass Planwirtschaft nicht automatisch eine Katastrophe sein musste. Wir sehen heute in China, dass es keinen zwingenden Grund gibt, die Planwirtschaft als alleinigen Grund für den wirtschaftlichen Niedergang in der Sowjetunion und den osteuropäischen Staaten zu sehen. Das Problem der Planwirtschaft und der politischen Nomenklatura war ein völlig anderes. Bei einer besseren Auswahl der Verantwortlichen durch Qualifikation, Bildung und Assessments wäre es vermutlich anders gelaufen. Natürlich spielen auch Beziehungen eine große Rolle. Das ist immer so. So wie es in der Geschichte gute und schlechte Herrscher und Könige gab, gibt es in der Wirtschaft gute oder schlechte Leiter oder Führungskräfte. Ich bin davon überzeugt, dass Demokratie in der Gesellschaft ein Garant für einen möglichen Wechsel bei den nächsten Wahlen ist.

Ab und zu muss ich darüber schreiben. Ich war 27, als alles anders wurde und ich habe noch bewusst erlebt, wie es vor der Wende war. Allerdings hatte ich das Privileg schon damals mit modernster IT umgehen zu können. Außerdem hatte ich kluge und leistungsfähige Kollegen, die gesellschaftlich sehr kritisch und fachlich sehr gut aufgestellt waren. Für mich war es genau der richtige Zeitpunkt, als die Mauer fiel. Und ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukam. Ich wusste nicht einmal, was der Begriff Mehrwertsteuer bedeutet und warum man die Mehrwertsteuer abziehen kann. Es gab viel zu lernen und ich war einfach froh einen guten Job zu finden und nicht arbeitslos zu werden. Der kaufmännische Geschäftsführer des Unternehmens kam aus dem Westen und eine der ersten Lektionen die ich aufmerksam lernte, war die, dass es in Unternehmen keine Demokratie gibt. Es muss eine Führungsentscheidung geben und alle Versuche von untergeordneten Mitarbeitern dem Chef das Leben schwer zu machen oder ihn gar in Frage zu stellen, kam bei den übergeordneten Chefs im Konzern überhaupt nicht gut an.

Das ist alles kein Problem, wenn der Chef, die Chefin, tatsächlich immer und überall die richtigen Entscheidungen treffen können. Aber sie sind Menschen und machen Fehler. Sie sind mächtige Menschen, die mächtig große Fehler machen können. Das ist dann wirklich ein Problem. Wenn man gewohnt ist, aus dem Bauch heraus zu entscheiden, spielen Tatsachen nicht mehr die wichtigste Rolle. Also muss man irgendwie versuchen aus den vorliegenden Zahlen etwas zu machen.

ERP-Systeme geben einen relativ guten Überblick darüber, wo das Unternehmen gerade steht. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie die Entwicklung war und ein vorsichtiger Forecast zeigt sogar den Auftragsbestand und den Cash-Flow, den Wert des Unternehmens. Die allerwichtigste Ressource, die Menschen in einem Unternehmen, ist allerdings immer noch ein sehr unbekanntes Wesen. Psychologen und HR-Manager können ein Lied davon singen.

Also muss man aus dem Bauch heraus entscheiden und am Ende ist es oft der Chef eines Unternehmens, der die letzte Unterschrift leistet. Wenn bei einer Personalentscheidung irgendwelche Zweifel vorhanden sind, dann zieht sich die Sache hin und kann am Ende sogar noch platzen.

Ich wünsche mir gute und verantwortungvolle Führungspersönlichkeiten, die eine gute Kinderstube und eine gute Ausbildung genossen haben. Ausserdem wünsche ich mir die Weisheit dieser Personen sich professionell coachen zu lassen. Die Begleitung durch einen erfahrenen Coach ist aus meiner Sicht immer das beste Zeichen von Autorität und Führungsverantwortung. Der Coach beeinflusst keine Entscheidungen, aber er macht den Auswahlprozess transparent und professionell. Ein Coach ist immer die richtige Wahl. Ich kenne Unternehmen, die haben die besten Coaches des Landes unter Vertrag. Ob sich die Führungspersönlichkeiten regelmäßig coachen lassen?

 

 

Chef oder Vorturner -Allein unter Spezialisten


Chef verliert Spezialistenstatus – Ein Coachinganlaß für Führungskräfte

Es ist völlig klar, dass ein Mitarbeiter, der in der Hierarchie steigt, andere Aufgaben übernehmen muss und praktische Fähigkeiten auf seinem Gebiet verliert. Chefs haben andere Aufgaben als fachlich versierte Spezialisten. Es steht außer Frage, dass ein Leiter Aufgaben und Schwerpunkte an seine Mitarbeiter abgeben muss. Das ist ein Grund um die Entscheidung einen Chefposten zu übernehmen sehr genau zu überdenken.

Es ist aber auch klar, dass ein Chef, der nur noch delegiert, bald selbst nicht mehr in der Lage ist, Aufgaben seiner Mitarbeiter zufriedenstellend zu erledigen. Das gefährlich und kann zu frustrierenden Gedanken und Erlebnissen führen.

Der aufmerksame Leser wird spätestens an dieser Stelle einen erhöhten Puls fühlen. Sie sind Chef und Ihnen passiert genau das? Sie spüren den Druck, auch wenn Sie in der Lage sein sollten das nicht nach außen dringen zu lassen. Es gibt für mich keinen Zweifel, dass es Zeit wird zu handeln. In meinem bisherigen Arbeitsleben habe ich ähnliche Konstellationen vielfach beobachtet und erlebt. Ich kenne die Rolle eines perfekten Vorturners, der alles selbst machen will und seine Kollegen aus dem Fokus verliert. Ich kenne auch die, unter vorgehaltener Hand, getuschelten Gegenargumente von Kollegen, die meinen, dass der Chef keine Ahnung mehr hat und doch gefälligst mal wieder ein konkretes Projekt oder Aufgaben im Team erledigen sollte. Spätestens, wenn der Chefarzt einer Klinik nach aufreibenden Jahren des Chefarztalltags seine diagnostischen Fähigkeiten vernachlässigt hat und nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, wird es Zeit sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen.
Ein Programmierer, der in den 1990er Jahren noch sehr gute Programme geschrieben hatte und dann Aufgaben in der Führungsebene übernommen hat, wird heute nicht mehr nahtlos an seine Glanzzeiten anknüpfen können. Ein Neustart ist, schon auf Grund des Alters, eine Herausforderung.
Ähnliche Beispiele gibt es massenhaft. Was ist also die Lösung? Was ist zu tun?
Sie werden ahnen, worauf ich hinaus will und Sie haben völlig Recht! Es geht um begleitendes Coaching. Ich arbeite im Augenblick sehr oft mit Menschen zusammen, die aufgrund von Verlust ihrer Stelle ihr Arbeitsleben neu denken müssen. Viele kommen relativ desillusioniert zum Coaching und glauben, dass es kein Morgen mehr für sie gibt. Manche leben komplett in der Vergangenheit und können sich nicht von der Vorstellung lösen, dass es für sie keinen Weg zurück zum Spezialisten mehr gibt. Sehr viele sind am Anfang der festen Überzeugung, dass sie “unbedingt etwas ganz anderes machen” sollten.
Aber das ist in vielen Fällen überhaupt nicht der Fall. Es gibt viele Klienten, die während des Coachings merken, dass ihre Ressourcen und ihre Fähigkeiten genau dort liegen, wo sie bereits erfolgreich waren. Ein Softwarespezialist kann relativ schnell eine moderne Progammiersprache lernen und erfolgreich als Programmierer arbeiten. Java ist eine gute Wahl und die Entwicklungsumgebungen, die heute zur Verfügung stehen, sind eine Offenbarung für ehemalige Spezialisten. Es gibt keinen Grund von vornherein aufzugeben. Natürlich ist es schwer, auf seinem Fachgebiet noch einmal neu anzufangen und es gibt 1000 Gründe es nicht zu tun. Ich weiß genau, wovon ich rede. Und doch versuche ich mich immer wieder neu zu motivieren und immer wieder neu zu starten.
Und das kann jeder, der in einem scheinbar aussichtslosen Dilemma steckt. Motivation ist hier das alleinige Zauberwort. Wenn die fehlt, dann macht ein Neustart oder ein Update keinen Sinn. 

Der Chefarzt kann und muss irgendwann wieder beginnen, seinen Spezialistenstatus aufzubauen. Das ist doch selbstverständlich, dass man nicht nur Chef sein kann und am Ende von den Kollegen aufgrund fachlicher Inkompetenz nicht mehr akzeptiert wird. Es ist nie zu spät derartige Überlegungen anzustellen und einen Fahrplan aus dem Dilemma zu entwickeln.

Sie können so etwas alleine versuchen, oder Sie holen sich Hilfe bei einem Spezialisten, der den Prozess und das ganze Drumherum beherrscht.
Natürlich sollten Sie mit einem Coach arbeiten. Der hilft Ihnen bei der Zielformulierung und bei Meilensteinen. Ein Coach kann ihnen genau das Feedback und die Impulse geben, die Sie brauchen. Ich habe keinen Zweifel, dass es mit einem Coach wesentlich schneller geht, als wenn Sie es alleine versuchen.   

Ein guter Chef ist immer derjenige, der genau weiß was seine Leute machen und ihnen helfend zur Seite stehen kann. Es ist eine Doppelbelastung.

Drama – Die Bühne des Cholerikers


Choleriker als Opfer zu bezeichnen, ist schon ein starkes Stück. Was denken Sie? Ich meine, dass Choleriker in einer Opferrolle feststecken. Was denken Choleriker, wenn man sie zu ihren Ausbrüchen befragt?

“Ich konnte nicht anders.

Er/Sie ist doch selbst schuld.

Es ist immer dasselbe mit diesen Leuten.

Die treiben mich zur Weißglut!

Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich, als der/die/er/sie das sagte.

Für wie blöd halten die mich eigentlich?

Das muss ich mir nicht bieten lassen!

Es ist eine Unverschämtheit, was man mir zumutet!

Der/Die Blöde!….”

Der Choleriker ist ein klassisches Opfer. Alle anderen sind schuldig.
Was wäre es schön, wenn alle so wären wie der (narzisstische) Choleriker!
Klug, attraktiv, ausgeschlafen, intelligent und fleißig!

Die Reihe ist unendlich ausbaubar. Choleriker suchen die Schuld immer bei anderen. Sie sind also nicht selbst verantwortlich, sondern immer sind es die anderen. Wer auch immer. Die brave Ehefrau, die mal eine kritische Frage stellt. Der unbequeme Mitarbeiter, der ganz offen zu erkennen gibt, dass er nicht ganz zufrieden mit den Entscheidungen ist. Ein unbequemer Kritiker, den man einfach “über die Planke” gehen lassen kann.   

Der typische Choleriker ist ein Profi im Drama-Dreieck. Täter-Opfer-Verfolger. Er wechselt seine Rolle gekonnt und scheinbar nahtlos. Der Choleriker droht und grummelt und schreit unvermittelt. Er ist deprimiert und zynisch, ironisch und auch mal witzig – auf Kosten anderer funktioniert der Witz am besten. Wenn der Choleriker eine in sich ruhende Mitarbeiterin auf dem Flur trifft, dann kann es durchaus passieren, dass er zu der langsam gehenden Frau so etwas sagt wie: “Nach Frau Schnelläuferin?  Gibt es viel zu tun heute?” Ich zitiere nur. Genau diesen Satz habe ich mehrfach gehört. Und ich muss schon sagen, dass mir selten ein sarkastischerer Mann über den Weg gelaufen ist, als der Schöpfer dieser Provokation. Natürlich lief die Frau alles andere als schnell und es lag auf der Hand, dass unser Choleriker ihre Arbeit aus tiefem Herzen missachtete und verachtete. Dem aufmerksamen Interpreten konnte auch nicht entgehen, dass er sich für einen außergewöhnlich leistungsfähigen und kompetenten Leader hielt, auf den man nicht verzichten konnte.  Dumm ist nur, dass es ausgerechnet diese Menschen oft tatsächlich sehr erfolgreich sind. Wer will schon etwas gegen einen erfolgreichen Zyniker sagen? Man wendet sich ab und lässt ihn in seiner Welt alleine. Die Verlierer sind immer die Anderen.
Das bestätigt den verhaltensgestörten zynischen Choleriker scheinbar in allem was er/sie tut oder von sich gibt. Wie es in ihrem Inneren aussieht, kann man nur ahnen. Sehr wahrscheinlich dunkel und gruselig kalt. Voller Ängste. Nicht gerade angenehm.
Ein Gang zum Coach könnte helfen. Wenn es gar zu schlimm aussieht, dann ist der Besuch beim Psychiater und Psychotherapeuten folgerichtig. Aber zuerst muss man wissen, dass die Welt keine traurige Bühne für depressive Choleriker ist, sondern ein Ort an dem man sich auch wohlfühlen kann.

 

 

Fachkräftemangel aus Kostengründen


Jedes Unternehmen hat die Mitarbeiter, die es verdient.

Gute Unternehmer wollen nicht nur Geld verdienen.
Wenn erste Schwierigkeiten beseitigt sind und das Geschäft stabil läuft, dann wird Geld tatsächlich nachrangig. Solange die Liquidität das alles überragende Thema ist, müssen sich Unternehmer darauf fokussieren. (Natürlich weiß ich, dass gute Unternehmer vor allem die Kosten im Blick haben. Und das ist auch gut so!)
Bereits an diesem Punkt bietet sich ein unabhängiger Beobachter an, der die Situation vorurteilsfrei analysieren und auf den Punkt bringen kann.
Jeder Mensch verfügt über einen blinden Punkt. Das gilt auch für Unternehmer und Angestellte.
Es wird immer schwerer, gute Leute einzustellen. Der Arbeitsmarkt scheint im Augenblick wie leergefegt.
Besonders junge Unternehmen haben ein Problem, gute Leute zu finden. Sie sind davon überzeugt: Sie können sich die richtig guten Mitarbeiter einfach nicht leisten. Also verbreiten Sie unter dem Motto: “Alles wird gut! Werde ein Teil unseres Erfolgs!” ein unausgesprochenes Versprechen, das in keinem Vertrag geschrieben steht. Zwischen den Zeilen scheint zu stehen: Eines Tages, wenn wir Erfolg haben, dann werden alle, die von Anfang an dabei waren reichlich belohnt! Wir haben die Firma aufgebaut und Wir werden GEMEINSAM unseren ERFOLG erleben.

Um es ganz kurz zu fassen: Es ist eine LÜGE. Punkt. Es ist nicht einmal eine boshafte und hinterhältige Lüge, aber eben doch eine Lüge.

Das Problem dahinter: Die Unternehmer glauben implizit daran, dass sie billige Leute eingestellt haben, die nichts taugen. Wenn das Unternehmen  mit seinen Produkten und Dienstleistungen den BREAK EVEN erreicht hat, dann wird man sich auch endlich richtig gute Leute leisten können.

Bitte mal kurz durchatmen und nochmal darüber nachdenken.

Atmen! Atmen!

Nachdenken…

Einmal ausatmen und einatmen.

Was denken Sie gerade über Ihre Mitarbeiter? Welche Sorte Mitarbeiter haben Sie eingestellt? Die billigen, die alles dafür tun würden um überhaupt Geld zu bekommen oder die richtig teuren, die Sie sich leisten müssen, weil sie über die Qualifikation verfügen, die Sie brauchen um Ihr Projekt zu realisieren? Ein Facharzt kostet richtig viel Geld. Ein Assistenzarzt ist preiswerter zu haben. Ein Schweißfachingenieur braucht gültige Zertifikate. Ein IT-Spezialist sollte die aktuellsten Qualifikationen vorweisen können. Ein guter Steuerfachmann ist pures Gold wert.

Die Frage ist nur, wo man diese Leute herbekommt.

Es entwickelt sich ein Teufelskreis. (billige Mitarbeiter -> schlechte Mitarbeiter -> schlechte Leistungen -> -> -> billige Mitarbeiter ->-> )

Eine Möglichkeit liegt auf der Hand. Weitblickende Unternehmer beobachten ihre Mitarbeiter und entwickeln sie weiter.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der gezielten Einstellung älterer Spezialisten, die vor allem Erfahrung und Motivation mitbringen.

Wenn der ältere Controller nicht perfekt Englisch spricht, so ist das kein Problem, wenn man ihm einen jungen Mitarbeiter an die Seite stellt, der von dem Alten lernen kann, neue Computerprogramme vielleicht besser beherrscht und selbstverständlich die Präsentation beim Vorstand oder bei potentiellen Geldgebern durchführen kann. Der Vorteil liegt auf der Hand.

Es ist auch schwer vorstellbar, warum ein Ü50 Mensch es immer noch nicht geschafft hat, ein einigermaßen akzeptables Englisch zu sprechen. Für junge Unternehmer ist das ein eindeutiges Zeichen von Unfähigkeit. Der ältere Controller hat das bisher vielleicht anders gesehen und vielleicht hatte er als Ostdeutscher kein Englisch in der Schule und ist ganz gut ohne Englisch ausgekommen.

Wie dem auch sei: Es ist nicht ganz einfach zwischen Generationen zu vermitteln. Die Kommunikation zwischen Generationen ist eine besondere Herausforderung.

Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens!

Aktionismus vs. Coaching


Aktionismus hat nichts mit Coaching zu tun. Warum ich darüber rede? – Nun – Es liegt auf der Hand, dass jede Dienstleistung ein Ziel und ein Ergebnis haben muss. Das steckt tief in unseren Köpfen. Alles Andere macht keinen Sinn. Niemand bestellt einen Fensterputzer, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass er anschließend saubere Fenster hat. Niemand geht zu einem Friseur, der sein Handwerk nicht beherrscht. Coaching ist etwas anders als vieles, was wir zu kennen glauben. Coaching ist tatsächlich eine ergebnisoffene Veranstaltung. Natürlich gibt es eine ganz klare Parallele zum Sport. Ein Coach ist immer ein Leader, der einen Sportler und eine Mannschaft an die Spitze bringen soll. Aber manchmal passen Sportler und Coach tatsächlich nicht zusammen und dann muss man sich trennen. Der beste Trainer hat keine Chance, eine schlechte Fußballmannschaft zu einem Gewinnerteam zu machen. Es war ein langer Weg für den Trainer des deutschen Fußballteams bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Die Parallelen zum Coaching sind erstaunlich. Oft braucht man einen sehr langen Atem, Mut und Vertrauen um große Ziele zu erreichen. Ich erkenne deutliche Parallelen zum Businesscoaching. Ich arbeite oft mit Teams zusammen, die nicht richtig funktionieren. Alle scheint zu passen. Die Rahmenbedingungen stimmen. Aber das Team funktioniert nicht. Personalabteilungen werden mit Beschwerden überhäuft und die Performance der Abteilung wird immer schlechter. Niemand weiß woran das liegen könnte. Aber es handelt sich um Menschen, die man nicht einfach mal so austauschen möchte. Das ist die Situation, in der man sich einen Coach holt, der sich in die Situation hineindenken und Lösungsvorschläge machen kann. Und natürlich will man Ergebnisse sehen. So schnell wie möglich. Die Kosten für das Coaching dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Man wird unruhig, schon bevor der Prozess sich richtig entfalten kann. Ich stelle das immer wieder fest und arbeite an Verträgen bei denen Coaching nicht nur nach Stunden abgerechnet wird. Ich habe das bereits mehrfach erlebt: Bereits in der ersten Phase, in der ich die ersten Weichen stelle, kommen Prozesse in Gang, die als positiv wahrgenommen werden. Immer wieder glauben Auftraggeber, dass das Coaching bereits erfolgreich gelaufen ist, wenn erste Ergebnisse sichtbar werden. Ich halte mich in diesen Fällen zurück, dem zu widersprechen. Jede Intervention wird mit Sicherheit als Versuch gewertet,  das Coaching zu verlängern um ein höheres Honorar zu berechnen.

Meine Empfehlung sind Rahmenverträge mit monatlichen Raten. Ich denke auch immer daran, dass ich als Coach auch die zeitlichen Ressourcen der Teams im Auge behalte. Mehr als drei oder vier Stunden pro Woche erträgt kein Team von hart arbeitenden Managern oder Ingenieuren. Aber der Prozess läuft ab dem Zeitpunkt an dem ich  in das Coaching gehe. Nicht vergessen: Coaching ist ergebnisoffen. Ich habe oft erlebt, dass das Ergebnis eines Coachings völlig überraschend ausfällt. Das ist ein kein Wunder. Coaching ermöglicht es, völlig neue Perspektiven einzunehmen und scheinbar Bekanntes aus unkonventionellen Blickwinkeln zu sehen. Es kommen Prozesse in Gang, die vorher undenkbar waren. Ich habe den Anspruch immer das Beste aus einer  Situation und den beteiligten Personen herauszuholen. Voraussetzung ist, daß ich genügend Zeit für den Prozess bekomme. Am Ende sind immer alle Gewinne, sogar scheinbare Verlierer, die unter bestimmten Umständen das Team verlassen müssen. Das hat nichts mit Zynismus zu tun. Es ist heute leider so, dass Menschen mehr Kraft und Energie aufbringen um ihren Arbeitsplatz zu sichern, als tatsächlich gute Teamarbeit zu leisten. Wenn es einfacher wäre einen neuen Job zu finden, egal wie alt und ausgebrannt man gerade ist, könnte sich jeder besser auf Ziele einstellen und möglicherweise genau die Arbeit finden, die zu einem passt. Die Rahmenbedingungen sind andere. Ich denke, dass wir unglaubliche Potentiale und Möglichkeiten sinnlos verschwenden, weil wir es uns immer noch leisten Ressourcen zu verschwenden. Die Ursachen liegen auf der Hand. Jeder der versucht den menschlichen Faktor tatsächlich das Wirtschaftsleben einzubringen, gilt als Phantast und Träumer, als Weichei. Aber darum geht es nicht. Es ist in Wirklichkeit ein harter Job, der zu erledigen ist, wenn man mit Menschen arbeitet. Der Bedarf an Psychologen und Psychotherapeuten steigt überproportional. Es ist eigentlich ein Wunder, warum so viele Spezialisten in diesen Gebieten fehlen. Versuchen Sie mal einen Psychotherapeuten zu finden. Aber das liegt auch daran, dass wir längst daran gewöhnt sind, scheinbar kein Geld für Behandlungen auszugeben. Wir zahlen ja schließlich in unsere Krankenkasse ein. Zurück zum Coaching, genauer zum ergebnisoffenen Coaching.

Ein sehr guter Konstrukteur ist oft ein sehr schlechter Chef. Ein guter Leiter muss sich sehr oft von seinen fachlichen Fähigkeiten entfernen um erfolgreich zu werden. Er muss loslassen um tatsächlich frei zu sein für neue Aufgaben. Detailverliebte Abteilungsleiter, die sich am liebsten auf ihre Stärken konzentrieren und ihre Führungsfähigkeiten nicht weiterentwickeln, sind Gift für jedes Team. Das Peter-Prinzip läßt grüßen. Vielleicht hätte man den Posten lieber doch noch nicht annehmen dürfen und sich etwas mehr Zeit lassen sollen um mehr Kompetenzen zu sammeln. Wer zu früh kommt, hat auch ein Problem. Manchmal ist später besser. Niemand kann ein Dach decken, bevor der Keller stabil ist. Ausbauen geht immer, aber die Konstruktion muss stehen.

Es muss aber auch klar sein, dass der Chef eines Teams von Ingenieuren selbst Ingenieur sein sollte. Und zwar ein guter. Fachliche Schwächen sind mindestens genau so gefährlich, wie das Fehlen von Führungkompetenz. Personalabteilungen können ein Lied davon singen wie schwer es ist die passenden Leute zu finden. Von Teambildung einmal ganz abgesehen. Das wird oft erst dann versucht, wenn nichts mehr geht. Was das dann kostet, steht auf einem anderen Blatt. In vielen Fällen kostet es Millionen und viel zu oft kostet es das Unternehmen.  

Ergebnisoffenes, begleitendes Coaching könnte ein wirksames Werkzeug sein. Fragen Sie einfach den Coach Ihres Vertrauens! 

Ein Arzt kann auch nicht heilen


„Ein Arzt kann auch nicht heilen!“, war die erste Reaktion eines Arztes, mit dem ich mich über Coaching unterhielt. Wir sprachen über den Unterschied von Psychologie, Psychotherapie und Coaching. Ein Coach heilt nicht und er verspricht auch keine Heilung – ist die Grundlage fast jeder Coachingausbildung. Es ist klar, dass ein Coach niemals als Psychotherapeut auftreten sollte. Das verbietet sich von selbst. Ein Coach ist ein Coach,  ist ein Coach! Ein psychologischer Berater, aber kein Heiler, auch wenn es zu Nebeneffekten kommen kann, die in diese Richtung zeigen. Ein Fitnesstrainer ist schließlich auch kein Arzt, obwohl er etwas für die Gesundheit tut. 
Die prompte Reaktion des Arztes – ein Arzt kann nicht heilen – brachte mich zum Nachdenken. Was ist der Unterschied zwischen einem Arzt, der als Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut arbeitet und einem Coach? Ganz klar: Der entscheidende Unterschied ist die Ausbildung. Ein Coach hat andere Qualitäten als ein Arzt. Die Aussage, dass ein Arzt nicht heilen kann, ist ganz klar. Ein Arzt stellt eine Diagnose und verordnet Medikamente oder er operiert den Patienten um Defekte zu reparieren und Leiden zu lindern. Heilen kann auch er nicht. Das liegt im Immunsystem des Patienten. Ärzte unterstützen den Heilungsprozess,  indem sie Empfehlungen abgeben und den Patienten motivieren wieder gesund zu werden. Insofern ähnelt ein Arzt dann wieder einem Coach. Und die Parallelen sind nicht zu übersehen. Aber es handelt sich auch in diesem Fall um keine Ausnahme von der Regel. Ein Arzt kann sehr wohl auch ein Coach sein. Ein Psychotherapeut kann das auch. Und Manager, Lehrer, Politiker, Trainer, Berater….. Das ist der Unterschied. Als Coach kann man auf jedem Gebiet tätig werden. Das macht die Arbeit so unglaublich attraktiv und interessant. Ein Coach ist ein Coach…….

Choleriker handeln unprofessionell


Choleriker sind ein überaus beliebtes Thema. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht nach diesem Begriff gesucht wird. Choleriker haben es uns offensichtlich angetan. Sie sind ständig dabei anderen etwas anzutun. Ab heute wird zurückgeschlagen! Umarmt eure Choleriker und informiert sie! Warnt sie vor ihren unüberlegten Taten und helft ihnen ein neues und schönes Leben zu führen. Zugegeben, das ist etwas ironisch gemeint, aber warum eigentlich nicht?
Cholerisches Verhalten ist in aller erster Linie ein äußerst unprofessionelles Verhalten. Wer als Choleriker unterwegs ist, zeigt, dass er sich nicht im Griff hat. Damit hat er oder sie ein erhebliches Problem. So ein Verhalten wird in Zukunft nicht mehr toleriert werden. Arrogantes, beleidigendes und aufbrausendes Verhalten von Mitarbeitern wird eindeutig als negatives Ereignis registriert und schadet der Karriere. Jeder Mitarbeiter weiß, dass er professionell mit Konflikten umgehen sollte. Es gibt immer noch Chefs, die glauben, dass ihre hemmungslosen Ausfälle ihr gutes Recht sind. Sie glauben tatsächlich, dass das zum Job dazu gehört. „Chefs sind halt so….“

Aber das ist nicht richtig. Der Typ „Hemdsärmeliger, aufbrausender Chef“ wird in Zukunft immer weniger Chancen auf eine aussichtsreiche Karriere haben. Typen wie der aktuelle Microsoft Chef Steve Ballmer, haben in Zukunft (hoffentlich) keine Chance mehr. Ausnahmen bestätigen die Regel. Professionelles Verhalten ist mindestens genau so durchsetzungsstark wie cholerisches und chaotisches Verhalten. Ich rede von Führungskräften. Genies können sich nach wie vor so aufführen wie sie wollen. Die dürfen das! Allerdings ist man noch lange kein Genie, wenn man sich nicht im Griff hat.

Coaching ist keine Beratung


Coaching und Unternehmensberatung – eine Abgrenzung

Unternehmensberatung und Business Coaching, das scheint auf den ersten Blick ein und dasselbe zu sein. Aber das stimmt nicht. Business Coaching ist etwas völlig anderes als klassische Unternehmensberatung. Ein langjährig erfahrener Unternehmensberater hat in der Regel keine Ahnung, was Coaching ist und wie es funktioniert. Ich war schon in beiden Rollen unterwegs. Ich spreche das so krass an, weil ich eine klare Kante gegen die Verwässerung dieser Begriffe setzen möchte. Berater etikettieren sich gerne zum Coach um, weil das einfach schicker klingt. Der Unterschied zum Coaching ist vielen überhaupt nicht klar. Ein Unternehmensberater ist ein Berater und kein Coach. Das eine schließt das andere natürlich nicht aus. Ein Coach sollte aber über einige Kenntnisse von Psychologie, NLP und Coaching verfügen. Der ideale Einstieg ist ein umfangreiches Coachingseminar mit praktischen Übungen (min. 60 Stunden) und einer Prüfung mit Zertifikat. Viele Unternehmensberater sind im sogenannten Gründercoaching unterwegs. Ich wiederhole mich gerne: Das hat mit Coaching oft sehr wenig zu tun. Das Etikett ist falsch. Ein Coach ist mehr ein psychologischer Berater, als ein Unternehmensberater.

Coaching ist Prozessberatung. Im IT Umfeld kann das auch sehr schnell falsch verstanden werden. Achtung: Es geht nicht um Geschäftsprozesse! Es geht um den Coachingprozess. Ein Coach steuert den Coachingprozess. Der Klient wird in eine Situation versetzt in der er seine eigenen Ressourcen freisetzen kann. Der Coach ist Meister des Coachingprozesses. Der Coach löst nicht die Probleme seines Klienten, sondern versetzt ihn in die Lage, das aus eigener Kraft zu tun. Coaching stärkt Klienten und setzt die in ihnen schlummernden Kräfte frei. Coaching kann Prozesse erheblich beschleunigen. Das was normalerweise Jahre dauert, kann durch geschicktes Coaching sehr viel schneller erreicht werden. Coaching ist definitiv keine Expertenberatung. Dort verfügt der Berater über mehr Fachwissen als der Kunde. Der Berater gibt konkrete fachliche Hinweise, Empfehlungen und Ratschläge. Ein Coach tut das nicht. Coaching ist eher als Hilfe zur Selbsthilfe zu sehen. Ein einmal angestoßener kurzer Coachingimpuls kann gewaltige Auswirkungen haben. Diese Auswirkungen sind noch Jahre nach dem eigentlichen Coaching zu spüren. Ein Coaching kann tatsächlich das ganze Leben verändern. Und zwar auf der ganzen Linie. Ein Coaching verändert die Zukunft und die Wahrnehmung der Gegenwart. Durch TimeLine kann sogar die Vergangenheit des Klienten verändert werden. Das, was wir als Realität wahrnehmen, ist unser Bild von der Welt. Aber das ist eben der Unterschied zwischen einem Coach, einem Psychologen und einem Berater. Das ist wieder ein anderes Kapitel.

Alter Wein in neuen Schläuchen


English: Diagram showing overview of cloud com...

English: Diagram showing overview of cloud computing including Google, Salesforce, Amazon, Microsoft, Yahoo, Zoho, Longjump and WorkXpress (Photo credit: Wikipedia)

Der CCC hat es ausgesprochen, was längst alle wissen. Deutsche Rechenzentren arbeiten mit Technologien, die bereits in den 1990er Jahren zur Verfügung standen. Hier soll Uralttechnologie als etwas ganz neues verkauft werden. Die großen IT-Konzerne sind alle Amerikaner und sie sind technologisch viel weiter, als man denken mag. Anwender, die bereits mit Google Apps gearbeitet haben, wissen wovon die Rede ist. Die Plattform ist genial, auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht. Das Entscheidende ist die Technologie, die dahintersteht. Multi-Tenant ist das Stichwort. Es ist bei Google Apps vollkommen egal, ob ein Unternehmen 5 oder 50.000 Clients hat. Das macht ihnen so schnell niemand nach.  Selbst Unternehmen wie Microsoft haben Schwierigkeiten, Google als Plattformanbieter zu folgen. Wer einmal intensiv mit Google Mail, Docs und Calendar gearbeitet hat, wird erkennen, wie Unternehmen und Privatkunden in Zukunft arbeiten werden. Das Problem der Datensicherheit und des Datenschutzes ist eine Seite der Medaille. Dieses Problem kann aber derzeit durch die deutschen Unternehmen nur ansatzweise gelöst werden. Die Politik könnte weiterhelfen. Aber auch das ist nur ein unzureichender Ansatz. Unternehmen sind nicht mehr auf Nationalstaaten beschränkt. In dem Moment, wo es ein Tochterunternehmen in den USA, Kanada oder Großbritannien gibt, gibt es auch direkte Internetverbindungen. Und noch etwas: Das Internet ist so angelegt, dass sich die Nachrichten in Form von Datenpaketen immer den schnellsten Weg suchen. Theoretisch nehmen alle Informationen gerne den Umweg über die USA um schnell beim Empfänger anzukommen. Das zu regulieren dürfte die Fähigkeiten der deutschen Politik bei weitem überschreiten. Selbst Europa kann sich nicht abschotten. Warum auch? Das geplante Freihandelsabkommen zwischen Nordamerika und Europa ist der richtige Schritt. Alle gegenteiligen Meinungen werden sich im Sande verlaufen. Wir leben in einer globalisierten Welt. Wir werden in Zukunft die Debatten der US-Senats und der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgen müssen. Was die Bundesregierung tun kann liegt auch immer im Interesse Europas und der transatlantischen Partner. Die gute Zusammenarbeit des BND mit der NSA und anderen Geheimdiensten sollte uns eher beruhigen. Wir sollten daran interessiert sein auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Wenn man das mal von den deutschen Internetprovidern sagen könnte.  Wer heute die Vorteile digitaler Spitzentechnologie geniessen will, schaut sich ganz genau an, was Google&Co. zu bieten hat. Moderne Maschinenstürmerei oder Totalverweigerung bringt überhaupt nichts.

Coaching? Brauche ich nicht!


Eine Frage schwebt immer im Raum, wenn es um das Thema Coaching für Führungskräfte geht. „Wozu brauche ich einen Coach? Ich bin doch bisher auch ganz gut ohne Coach ausgekommen und weiß ziemlich gut, wie es geht!“ Unternehmer und leitende Angestellte stecken in einem begrenzenden Glaubenssystem fest. Sie glauben, dass sie keine Unterstützung brauchen und alles selbst schaffen können. Kommt Ihnen das bekannt vor? Mir schon! Ich kenne diese Denkweise sehr genau und ehe ich mich einem Coach anvertraue, muss auch ich ein paar Hürden überspringen. Die erste Hürde ist schnell definiert. Der Coach muss mich interessieren und ich möchte gerne, dass etwas dabei herausspringt, wenn ich mich einem professionellen Coaching unterziehe. Ich habe einen gewaltigen Vorteil. Ich weiß, dass Coaching funktioniert und ich weiß auch, dass ich mit einem Profi meine Ziele schneller erreichen kann. Coaching funktioniert tatsächlich, auch wenn Sie es im Augenblick noch noch für pure Propaganda halten. Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich behaupte, dass Unternehmer sehr ungerne die Hilfe eines Coachs in Anspruch nehmen. Die meisten Unternehmer mit denen ich arbeite, unterhalten sich sehr gerne mit einem Coach. Ich habe sehr oft mit Führungskräften zu tun und die Gespräche sind auch für mich sehr interessant. Ich interessiere mich sozusagen aus Berufung für die Themen meiner Gesprächspartner. Ein beliebtes Thema ist natürlich Coaching. Ganz allgemein finden meine Gesprächspartner das ganz interessant und wollen wissen wie das alles funktioniert. Aber Geld dafür ausgeben oder Zeit investieren? Das hätten sie nicht nötig, sie wüssten schon selbst am besten was zu tun sei. Die Hürde ist vorhanden und wenn ein Unternehmer es vermeiden kann, macht er es doch lieber selbst.
Ich habe es oft genug erlebt, dass ich mich mit einem Unternehmer über ein bestimmtes Thema unterhalten habe. Das Gespräch war sehr interessant und ich habe Fragen gestellt und eine fruchtbare Atmosphäre hergestellt. Probleme kamen auf die Tagesordnung und alles lief hervorragend. Wir verabschiedeten uns und ich wiederholte mein Coaching-Angebot. Eine Woche später rief ich wieder an um mich in Erinnerung zu bringen und nachzufassen. Inzwischen war ein Wunder geschehen. Der Unternehmer erzählte mir eine geschlagene Stunde, dass er nach unserem Gespräch jede Menge neuer Ideen gehabt hätte und nun genau wisse, wie er es machen müsse. Für ihn war klar, dass er alles ganz alleine gelöst hätte. Er brauche eben keinen Coach um weiterzukommen. Für mich war klar, dass wir wieder einmal ein durchschlagendes Kurzzeitcoaching erlebt hatten. Coaching funktioniert. Ich weiß es! Insgesamt habe ich ungefähr 6 Stunden mit dem Klienten verbracht. Für mich ist es reine Akquisearbeit. Allerdings werde ich jedes weitere Gespräch in Rechnung stellen. Wenn ich so weitermache, dann muss ich mir wirklich bald einen neuen Job suchen…. 😉

Rede vor IT-Spezialisten – Begrenzende Glaubenssätze


Rede – Storytelling – Begrenzende Glaubenssätze zerstören

Webmontag 47 - Ignite

Webmontag 47 – Ignite (Photo credit: wmfra)

Guten Abend, meine Damen und Herren! Ein ganzer Saal voller gut gekleideter Männer. Schade! Ich sehe kaum Frauen. Würden die Damen bitte kurz aufstehen, dass wir sie alle sehen können? Danke! Wunderbar! Nur schöne und vor allem kluge Frauen hier! Warum eigentlich gibt es nicht mehr von Ihnen in diesem erlesenen Publikum? Danke, meine Damen! Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, dass Sie mitgemacht haben!

Ich denke immer noch darüber nach, warum hier so viele Männer und so wenig Frauen anwesend sind. Das wäre doch viel angenehmer, wenn es eine bessere Mischung geben würde. Aber wir sind hier bei einer IT-Veranstaltung und es scheint so zu sein, dass Frauen sich eher für andere Dinge interessieren.

Merken Sie was? Ich reite eine altes Pferd namens Cliché. Vorurteile und anerzogene, begrenzende Glaubenssätze sind ein äußerst interessantes Thema. Eines der besten Beispiele für mich ist der Managementcoach und Menschenentwickler Boris Grundl. Ich hoffe, dass er nichts dagegen hat, wenn ich ihn als Vorbild nehme und erwähne. Nehmen Sie es als Werbung und Aufforderung seine Impulsvorträge zu besuchen und seine Bücher zu kaufen. Der Mann ist wirklich eine Offenbarung! Und natürlich ist er viel besser als ich! Ich verneige mich vor seiner Leistung und seiner Art die Dinge anzusprechen!

Boris Grundl hatte sich kurz bevor er sein Sportstudium abgeschlossen hatte, bei einem Sprung von einer Klippe eine Querschnittslähmung zugezogen. Niemand hätte gedacht, dass er jemals irgendeine Form von Karriere machen würde. Heute ist er der vielleicht bekannteste Redner und Coach für Führungskräfte. Seine Leadership-Akademie ist wegweisend in der Branche. Es ist beeindruckend! Vergessen Sie, das Offensichtliche! Setzen Sie sich Ihre Ziele höher, als sie erreichbar scheinen! – Dieser Satz ist übrigens von Konrad Adenauer. Naja….. 😉

Was sind Ihre begrenzenden Glaubenssätze? Sie sind IT-Spezialisten. Ich nehme an, dass Sie sich sehr wohl fühlen, wenn Sie programmieren, Netzwerke entwerfen, neue Systeme aufsetzen und alles sicher zum Laufen bringen können. Alles Dinge, die für den Rest der Welt „Böhmische Dörfer“ sind. Sie wissen sehr viel mehr, als wir Normalsterbliche uns vorstellen können. Respekt! Aber machen Sie sich auch mal Gedanken darüber, was Sie noch alles erreichen können? Ich kenne diesen Glaubenssatz sehr genau. „Einmal IT, immer IT!“ ist so ein begrenzender Satz. Ich habe es selbst erlebt. Nach 25 Jahren als IT-Manager habe ich versucht dem Fluch zu entfliehen und bin immer wieder an unsichtbare Wände gelaufen. Ich wollte aus diesem Hamsterrad raus und begann, mich immer mehr um die Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe der mir zur Verfügung stehenden Technologie zu befassen. Ich erkannte, dass die beste IT nichts nützt, wenn das Management nicht damit umzugehen weiß.

Sie schmunzeln und nicken wissen! Sehr gut! Unter uns: Kennen Sie einen einzigen Spitzenmanager in Ihrem Unternehmen der nur 30 Prozent von dem versteht, was alles möglich ist und wie man das am besten umsetzt?

Also ich glaube das nicht. Denn wenn es so wäre, wenn diese allmächtigen Manager eine Ahnung davon hätten, was man tun kann und was sie bisher nicht getan haben, dann würde mein Beratungsunternehmen sich nicht mehr vor Aufträgen retten können und ich würde meine Headhunter aussenden um Sie einzustellen! Aber Spaß beiseite. Sie wissen es längst. Sie sind mehr als nur der IT-Fuzzy in ihrem Unternehmen. Sie sind die Führungskräfte von morgen! Ihre Fähigkeiten, das Spezialwissen zu ERP-Systemen, EDV-Netzen, ClientServern, Virtuellen Clustersystemen, Datensicherheit und die Funktionalität von komplexen Virtuellen Systemen im Zusammenhang mit Führungsstärke ist genau das, was gebraucht wird.

Sie sind heute bestimmt nicht hier um ein neues Gadget oder eine paar Tipps zum Programmieren von Apps zu erhalten. Sie sind heute hier um einen Blick in Ihre Zukunft zu werfen.

Sie wissen, was möglich werden wird und welche Gefahren damit verbunden sind. Sie kennen aber auch die Chancen. Wer sagt denn, dass sie immer nur in der zweiten Ebene vor sich hinwerkeln werden?

Wer von Ihnen ist Geschäftsführer in einem IT fremden mittelständischen Unternehmen?

OK. Das sind nicht so viele.
Wer von Ihnen ist direkt der Geschäftsführung unterstellt?

Auch nicht so viele.

Aber nun kommt es: Wer von Ihnen ist der Finanzabteilung direkt unterstellt?

Das habe ich mir gedacht! Der überwiegende Teil.

Ganz klar. Und jetzt lassen Sie mich raten, was Ihr Chef immer wieder gebetmühlenartig wiederholt: „Müller! Denken Sie an die Kosten!“

/allgemeine Heiterkeit/ Zustimmung/ heftiges Nicken/

Ich kenne das! Mein persönlicher Hit war der Spruch eines Controllers mit eindeutig schwäbischen Wurzeln: „Zöbisch! Denken Sie an die KOSCHTEN!“

Was der Mann nicht einmal ahnte: Ich dachte schon damals an nichts anderes. Das war mein Verständnis eines IT Managers. Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen genau so denken. Und genau so viele werden sich über die Ignoranz der Finanzleute, Ihnen gegenüber, ärgern.

Ich verrate Ihnen ein offenes Geheimnis. Die Finanzler stehen im direkter Konkurrenz zu Ihnen. Sie tun alles, um Sie dort festzunageln wo Sie nach deren Meinung hingehören: In die IT-Fuzzy-Ecke.

Raus da! Sie haben es in der Hand!

„Einmal IT, immer IT!“ ist ein tolles Beispiel für begrenzende Glaubenssätze. Er stimmt und er stimmt nicht. Es ist eine Frage des Blickwinkels. Gehen Sie mal davon aus, dass es ohne IT nicht mehr gehen wird. Und dann gehen Sie davon aus, dass immer mehr dieser IT-Prozesse automatisiert und ausgelagert werden können. Wo finden Sie sich dann wieder?

Die Antwort ist ganz einfach: Im Zentrum des Unternehmens. Sie sind immer noch eine kleine Gruppe von Leuten die etwas von ihrem Geschäft verstehen.

Wenn Sie nun noch Management- und Führungskompetenz dazulernen, dann ist das ganz sicher eine richtige Entscheidung! Willkommen in der Zukunft!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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und nun der BlaBlaMeter-Check

Ihr Text: 6155 Zeichen, 940 Wörter
Bullshit-Index :0.23
Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.

Die sechs Führungsstile


Die sechs Führungsstile  Im Management werden heute folgende Führungsstile genutzt. Viele Manager nutzen nur einen einzigen dieser Führungsstile. Der direktive Stil ist heute am weitesten verbreitet, während der coachende Stil noch in den Startlöchern steckt. Der Chef als Coach ist der Chef der Zukunft.

Direktiv: Der Vorgesetzte erwartet, dass der Mitarbeiter seine Anweisungen uneingeschränkt befolgt.
Visionär: Der Vorgesetzte entwickelt den Mitarbeiter langfristig und zeigt ihm Perspektiven auf.
Zusammenhalt fördernd: Der Vorgesetzte legt viel Wert auf ein harmonisches Miteinander.
Partizipativ: Der Vorgesetzte legt Wert auf das gemeinsame Entwickeln von Ideen.
Perfektionistisch: Der Vorgesetzte erwartet Aufgabenerfüllung auf höchstem Niveau.
Coachend: Der Vorgesetzte legt Wert auf die berufliche Entwicklung der Angestellten.

Im Grunde gibt es nur drei grundlegende Führungsstile.
1.) Den autoritären Führungsstil,
2.) den laissez faire Führungsstil und
3.) den kooperativen Führungsstil.
Die oben genannten Stile sind nur Spielarten davon. .

(Update 4.07.2013 Ralf Zöbisch) P.S. Schauen Sie immer mal wieder vorbei!

 

Cloud Computing? Lieber nicht!


English: Cloud Computing Image

English: Cloud Computing Image (Photo credit: Wikipedia)

Cloud Computing? Lieber nicht! Oder vielleicht doch?
Jeder macht genau das, was er kann. Jedes Unternehmen bewegt sich in seinem ganz eigenen Universum. Der Blick über den Tellerrand ist oft nicht möglich. Der Teller ist manchmal so groß, dass ein derartiger Blick undenkbar geworden ist. Gerade in der IT ist es üblich, große Träume zu träumen und am Ende doch wieder das zu realisieren, was machbar ist. Jedes Projekt, das die Vorstellungskraft der Beteiligten sprengt, wird unkalkulierbar und neigt zum Scheitern. Jedes Unternehmen macht das, was es gelernt hat und was es bereits realisiert hat. Microsoft ist heute – 2013 – immer noch der Industriestandard. In den 1980er Jahren war IBM das Maß aller Dinge. Einige werden sich noch daran erinnern.
Wer heute über eine Collaboration-Lösung nachdenkt, denkt Microsoft Exchange Server. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Jeder, der eine andere Idee hat, sitzt auf einem Pulverfass. Aber gibt es wirklich keine Alternativen? Ich stelle mir diese Frage seit über einem Jahrzehnt und beobachte doch immer wieder, dass am Ende Exchange Server eingesetzt wird. Inzwischen wird zusätzlich Sharepoint genutzt. Womit wir eine Lösung haben, die im Grunde auf Internettechnologie setzt. Eine App auf einem Smartphone, einem Tablet und neuerdings auf einem PC, ist ja nicht mehr als ein kleines Programm, das über das Internet auf Serverressourcen zugreift. Cloud Computing verspricht einen rasanten Kostenverfall und es ist völlig klar, warum die Kosten rapide verfallen werden. Das Stichwort ist die Automatisierung von Rechenzentren. Überall, wo nach dem Manufakturprinzip gearbeitet wird, kann man diesem Kostendruck nicht standhalten. Also blickt man nicht über den Tellerrand und macht genau das, was man sehr gut kann. Das hängt auch mit Marketing und Verkauf zusammen. Das Preismodell für IT ist einfach nicht durchsichtig genug. Im Grunde kann man es ganz einfach berechnen. Man nehme eine geeignete Serverhardware, die Betriebssystemsoftware und die nötigen Programme für den Betrieb. Für ein Unternehmen mit 50 PC-Arbeitsplätzen kommt man sehr schnell auf Investitionskosten von 30.000 EURO – nur für einen Collaboration Server, für eMail, Kalender und Dokumentenablage. Nach drei Jahren wird in der Regel die Hardware erneuert und die Softwarekosten durch Updates dürfen auch nicht vergessen werden. Rechnen wir also mit 10.000 EURO pro Jahr. Dazu kommen noch Aufwendungen für IT Personal oder ein externes Unternehmen. Ein guter IT-Spezialist kann mit mindestens 6.000 EURO pro Monat kalkuliert werden. Rechnen Sie mit 3000 EURO. Im Jahr kostet die Wartung und der Betrieb also 36.000 EURO. Macht 46.000 EURO. Bleiben wir auf dem Teppich und rechnen wir mit 50.000 EURO pro Jahr für unsere 50 Nutzer. Denken Sie nicht über die Kosten für Smartphones und den mobilen Betrieb dieser Systeme nach. Wir rechnen also mit 1000 EURO pro Nutzer und Jahr. Das ist eine Hausnummer. Die realen Kosten sind noch wesentlich höher. Sie können es auch billiger haben, wenn Sie keine Datensicherung oder Wartung betreiben und ihre eigenen Mitarbeiter dazu bringen, sich mit IT zu beschäftigen. Es gibt immer junge und hoffnungsvolle Talente in der Vertriebsabteilung, die schon immer von einer Karriere als IT Manager geträumt haben. Ein Tipp: Ich würde mich lieber nicht auf diese Leute verlassen. Am Ende gewinnen Sie einen schlecht ausgebildeten IT Mitarbeiter und verlieren einen guten Vertriebsmitarbeiter. Sie werden lachen, aber genau das beobachte ich seit Jahren in ganz realen Unternehmen.  Oft genug wird man auf diese Leute verwiesen, wenn es um Grundsatzentscheidungen für Unternehmen geht. Es ist keine Ausnahme, es ist eher die Regel. Aber das ist ein anderes Thema.
Wenn Sie diese einfache IT Lösung mit einer einfachen Cloud Lösung ablösen, können Sie eine Menge Geld sparen. Das funktioniert wunderbar und ist ganz leicht zu warten. Die neuesten Funktionen sind immer Up-To-Date und Viren sind auch kein Problem. Die Lösung verlangt allerdings ein wenig Mut, denn sie läuft auf US-Servern. Wir alle meinen ja inzwischen zu wissen, dass alles, was wir bei Google, Apple, Facebook und Co. Speichern direkt bei einem Nachrichtendienst landen. Also fällt diese unmöglich Lösung leider unter den Tisch. Erinnern wir uns an die Hausnummer mit den 1000,- EURO pro Nutzer für den Betrieb einer einfachen Collaboration-Lösung. Die Alternative ist die Nutzung von Google Apps für 40,- EURO pro Nutzer pro Jahr. Für unsere 50 Nutzer sind das immerhin 2000,- EURO pro Jahr. Aber das verbietet sich ja fast automatisch. Jeder weiß doch, dass man seine Daten nicht aus dem Haus geben darf. Cloud Lösungen sind zwar wesentlich billiger und auch besser und wahrscheinlich auch sicherer. Aber wer soll das glauben? IT Spezialisten warnen vor den Risiken und Nebenwirkungen der Cloud. Können Sie garantieren, dass Ihre Daten tatsächlich so viel sicherer sind, wenn sie auf einem eigenen Server gespeichert werden? Lesen Sie das Kleingedruckte! Da steht nichts dergleichen drin.

Motivation


Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Ze...

Mitarbeiter der Wiener Kunstfilm-Industrie. Zeitpunkt der Aufnahme unbekannt. (zwangsläufig zwischen 1911 (Umbenennung in „Wiener Kunstfilm-Industrie“) und 1919 (Neugründung als „Vita-Film“) (Photo credit: Wikipedia)

„Menschen kann man nicht motivieren, aber man kann aufhören sie zu demotivieren.“ Reinhard K. Sprenger – Mythos Motivation

Was ist das für eine Welt in der junge Menschen den Eindruck haben, nicht gebraucht zu werden, weil sie über „keinerlei Erfahrungen“ verfügen und ältere Mitarbeiter sehr schnell zum „alten Eisen“ zu gehören? Der Einstieg in die Arbeitswelt erscheint vielen zu schwierig. Abstieg und Ausstieg drohen permanent. Oft wird bereits Mitarbeitern ab 40 erklärt, dass sie den hohen Anforderungen bald nicht mehr entsprechen würden. Das ist offensichtlicher Unfug. Aber genau das gehört zum Werkzeugkasten inkompetenter Führungskräfte, die durch versteckte Drohungen versuchen Mitarbeiter zu führen. Die betroffenen Mitarbeiter schlucken derartige Bemerkungen tapfer herunter und reden nicht darüber. Damit beginnt ein Teufelskreis. Mitarbeiter, die darüber sprechen wollen, prallen auf eine eisige Mauer von Schweigenden. „Was? Man hat Dir nahegelegt, das Unternehmen zu verlassen? Mir hat das noch keiner gesagt!“ oder „Das bildest Du Dir nur ein! Sei mal nicht so empfindlich!“ Dabei bemerken die potentiellen Opfer nicht einmal, dass sie eigentlich im selben Boot sitzen. Früher oder später stehen sie vor derselben Situation, reden aber lieber nicht miteinander. Oft genügt es, sich mit einem kompetenten Menschen über die Situation zu unterhalten. Psychologische Berater mit Erfahrungen aus der Industrie sind der ideale Ansprechpartner für alle Betroffenen. Betroffen sind im Grunde alle. Die ganz jungen Leute, die noch nie ein Unternehmen von innen kennengelernt haben und auch die älteren, die kaum Erfahrungen damit haben das Unternehmen zu wechseln. Mitarbeiter, die bereits für mehrere Unternehmen gearbeitet haben, wissen, dass es überall ähnlich ist. Der Eindruck in einem besonderen Unternehmen zu arbeiten, in dem es ganz natürlich ist einem übergroßen Druck ausgesetzt zu sein tritt ganz besonders bei Mitarbeitern auf, die glauben, dass es keine Alternative für sie gibt. Was passiert eigentlich mit Mitarbeitern großer Firmengruppen, Banken und Versicherungen, wenn in aller Regelmäßigkeit Mitarbeiter freigesetzt werden müssen? Was passiert mit denen, die bleiben dürfen? Wie gestaltet sich die Karriere derer, die gehen mussten? Die, die bleiben, schätzen sich glücklich und wissen genau, dass sie die nächsten sein könnten. Motivation sieht anders aus. Demotivation scheint der Regelfall zu zu ein.

Coaching kann dabei helfen negative Glaubenssätze zu zertrümmern. Wer sagt denn, dass es keinen Job mehr nach dem Rausschmiss gibt? Wer glaubt tatsächlich, dass junge Mitarbeiter über 20 Jahre Erfahrungen verfügen müssen. Was machen eigentlich erfolgreiche Unternehmen mit ihren Mitarbeitern? Es ist ganz einfach. Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass sie die Erfahrungen der Älteren mit der Neugier der Jungen zusammenbringen müssen. Ein altes russisches Sprichwort besagt, dass die besten Gespanne aus einem alten und einem jungen Pferd bestehen. Die Erfahrung des Älteren bewahrt den Jungen vor Fehlern aus Unwissenheit und Überschwang. Hören wir auf unsere Mitarbeiter zu demotivieren. Das ist ein großer Schritt nach vorn. Coaching kann helfen.

Alleinstellungsmerkmale


Bauhaus, Dessau, Germany

Bauhaus, Dessau, Germany (Photo credit: Rashunda)

Jedes Unternehmen, jeder Mitarbeiter, jedes neue Produkt hat ein Alleinstellungsmerkmal. Je klarer dieses Merkmal ausgebildet ist um so wertvoller ist die Marke. Apple hat lange von seinem ausgezeichneten Design und der berühmten leichten Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit seiner Computer gelebt. Apple war die erste Wahl bei den Kreativen, die Computer einfach nur nutzen wollten und sich nicht als IT Fachleute verstanden. Apple waren die „Guten“ und Microsoft war der Inbegriff der dunklen Macht. Die Zeiten haben sich wieder einmal geändert. Apple ist immer noch eine Designikone, ähnlich wie die deutsche Firma BRAUN, deren Formensprache die Amerikaner übernommen haben. Dahinter stehen auch Designbewegungen wie das berühmte BAUHAUS.

Vor Jahren hatte ich mir Gedanken über den Wert von Design und den daraus resultierenden Produkten gemacht. Damals war es noch wichtig ein Auto zu besitzen. Am besten von einer bestimmten Marke. Heute ist es wichtiger das richtige Smartphone mit den richtigen Programmen zu nutzen, als ein Auto zu besitzen. Vor wenigen Jahren war das unvorstellbar. Ein iPhone steckt man in die Tasche und mit dem Auto muss man in der Großstadt lange herum fahren, bis man endlich eine Parklücke findet. Außerdem weiß man nie, ob das Auto am nächsten Tag noch an seinem Platz steht.

Braun-SK6-Dieter-Rams

Braun-SK6-Dieter-Rams (Photo credit: D68 design+art)

Jedes Unternehmen hat seine spezifischen Alleinstellungsmerkmale. Manche Unternehmen sind einfach nur billiger als die Konkurrenz. Andere bestehen auf Luxus und Nachhaltigkeit. Wieder andere Unternehmen begeistern ihre Kunden durch die sprichwörtliche Zuverlässigkeit ihrer Produkte.

Auch Berater und Coaches brauchen ein Alleinstellungsmerkmal. Ich habe lange darüber nachgedacht, bis ich darauf kam, was mich antreibt. Ich verfüge über eine ausgesprochene Menschenkenntnis und ich bin ein freundlicher Mann. Vieles habe ich von meinem Vater geerbt. Dafür kann ich nichts, es ist angeboren. Er ist ein sehr freundlicher Mann. Manchmal viel zu freundlich. Ich bin wie er und zusätzlich noch mit einem stark ironischen Zug ausgestattet, manche nennen mich einen Zyniker. Aber ich habe es im Griff. Ich habe gelernt mich nicht durch entgleisende Gesichtszüge zu verraten und auch dann noch freundlich zu bleiben, wenn ich auf ganz und gar unangenehme Leute treffe. Meine liebsten Klienten sind griesgrämige Manager und Unternehmer, die glauben alles besser zu machen als der Rest der Welt. Sie sind meine wahre Herausforderung. Solche Menschen haben immer ein Problem. Tief in ihrem Inneren wissen sie das auch. Ich kann mich ganz besonders gut mit ihnen unterhalten. Wenn sie es einmal erkannt haben, dann wollen sie in der Regel auch weg davon. Diejenigen, die sich in ihrer cholerischen Art gefallen, sollen das ruhig weiter machen. Sie sind durchschaubar und arbeiten nicht gerade effektiv auf konkrete Ziele hin. Die anderen wissen es zu schätzen sich im Griff zu haben und sich vor allem nie wieder zu undurchdachten Reaktionen provozieren zu lassen.
Es lohnt sich und das ist mein Alleinstellungsmerkmal: Ich habe dem Arschloch-Managegement den Kampf angesagt. Ich hasse es, wenn kleine Unternehmer ihre Mitarbeiter zusammenfalten und sinnlos beschimpfen. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Ich finde es nur dumm und völlig geistlos, sich so aufzuführen. Das ist kein guter Stil und darum tue ich was dagegen. Management muss ein Ziel und einen Sinn haben. Schlechte Laune auf die Mitarbeiter abzulassen, finde ich persönlich, unreif.
Ich arbeite mit Managern, die ihre cholerische Ader in den Griff bekommen wollen um die wirklich wichtigen Entscheidungen mit einem klaren Kopf treffen zu können. „Cool down!“ ist das Motto. Das bedeutet nicht, dass ich ausdruckslosen Zombies das Wort rede. Authentizität und ein offenes Wesen sind immer noch eine wichtige Grundlage für eine gesunde Geschäftsbeziehung. Business darf Spaß machen! Warum sollten wir sonst arbeiten? – Nur für Geld? Ich bitte Sie! –

Unternehmer – Raus aus dem Hamsterrad!


Unternehmer – Raus aus dem Hamsterrad

„Unternehmer sind Unternehmer, weil sie etwas unternehmen!“ Politrockband Floh de Cologne-1976

Viele Unternehmer sind haben ihre ersten beruflichen Erfahrungen als Angestellte gemacht. Oft fühlen und denken sie immer noch wie Angestellte. Die meisten Unternehmer stecken in einem Hamsterrad fest. Sie glauben den ganzen Tag ausschließlich für ihre Firma da sein zu müssen und arbeiten mehr als 60 Stunden in der Woche. Es bleibt kaum Zeit für andere Aktivitäten und die Familie bleibt oft auf der Strecke. Von sportlichen Aktivitäten kann keine Rede sein. Erfolgreiche Unternehmer haben eben keine Freizeit, sie arbeiten rund um die Uhr. Wer das nicht versteht, hat keine Ahnung und ist eben kein echter Unternehmer. Dieses Mantra schleicht sich immer tiefer in unser Unterbewusstsein. Besonders in kleinen Unternehmen, mit 10-50 Mitarbeitern, ist diese Einstellung weit verbreitet. Das Problem ist, dass diese Unternehmer so vom Tagesgeschäft in Anspruch genommen werden, dass keine Zeit mehr bleibt, etwas zu unternehmen. Unternehmer, die Kapitän ihres Unternehmens sein sollten, werden zu Maschinisten. Aus Captain Kirk wird Scotty. Es ist fast so, als würde der Flugkapitän aus seinem Cockpit herauskommen und sich bei den Passagieren erkundigen, ob der Kaffee geschmeckt hat. Das ist aber nicht die Aufgabe eines Unternehmers. Erinnern wir uns an den Satz: Unternehmer sind Unternehmer, weil sie etwas unternehmen…..:“ Das hat sich in tief mein Bewusstsein eingebrannt, auch wenn diese Band das damals wohl anders gemeint hatte. Unternehmer wollen wissen was zu tun ist und etwas durchsetzen. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Sie etwas unternehmen, indem sie nichts dem Zufall überlassen, ihre Mitarbeiter kontrollieren und mit harter Hand dafür sorgen, dass der Laden reibungslos läuft. Irgendetwas stimmt mit Ihrem Unternehmen nicht, wenn es nicht ohne Sie geht. Spätestens jetzt wird es Zeit, über ein Unternehmercoaching nachzudenken. Als Unternehmer brauchen Sie einen klaren Kopf, den Überblick und Ziele. Sie müssen den Kopf frei haben um tatsächlich zu führen. Sie brauchen die richtigen Mitarbeiter an den richtigen Positionen.
Es gibt einen erfolgreichen Berliner Unternehmer, der seine Unternehmenskette so gut aufgestellt hat, dass er nur noch selten nach Berlin kommt um nach dem Rechten zu sehen. Er besitzt eine bekannte Imbisskette und macht nichts weiter als sein geheimes Curryrezept anzurühren. Das ist, so besagt die Legende, die Ursache seines Erfolgs. Perfektes Marketing! Anschließend fliegt er wieder auf seine Insel und genießt das Leben. Der Laden läuft hervorragend und alle sind zufrieden. Die meiste Zeit verbringt er damit sich über neue Möglichkeiten zu informieren und Geschäftspartner zu treffen. Er hat sich aus dem operativen Geschäft verabschiedet und macht genau das was ein Unternehmer tut. Er findet die Mitarbeiter, die genau das tun, wozu sie eingestellt wurden. Geschäftsführer führen das Geschäft und Controller erarbeiten glasklare Übersichten über den Status des Unternehmens. Der Unternehmer hat ein Cockpit und kann genau beobachten, was tatsächlich passiert. Unternehmer müssen auf sich achten, wenn sie etwas für ihr Unternehmen und für die Mitarbeiter tun wollen. Es nützt den Beschäftigten nichts, wenn der Chef einen Burnout erleidet und für Monate ausfällt. Am Ende könnte der Verkauf der Firma mit allen unangenehmen Nebenwirkungen stehen. Ein engagierter Chef verhält sich verantwortlich für sich selbst und für andere. Auch hier gilt im übertragenen Sinne: „Liebe Dich selbst, dann ist es egal….“ Sie kennen sicher das Buch von Eva-Marie Zurhorst: „Liebe Dich selbst – dann ist es egal wen du heiratest“ Es nützt dem Unternehmen nichts, wenn der Chef völlig überarbeitet, gereizt und kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht. Viele Unternehmer, die ihre Firma selbst aufgebaut haben, unterscheiden nicht zwischen den Aufgabenbereichen. Es gibt fachliche Aufgabenbereiche, Managementaufgaben und unternehmerische Aufgaben. Der Unternehmer muss sich auf seine unternehmerischen Aufgaben konzentrieren und die fachlichen Aufgaben und das Management Fachleuten überlassen. Wer das nicht kann, wird oft von der Arbeit aufgesaugt und beginnt möglicherweise Fehler bei der Führung des Unternehmens zu machen. Wie immer gilt auch hier, dass es ganz sicher Unternehmerpersönlichkeiten gibt, die alles im Griff haben und so in ihrer Tätigkeit aufgehen, dass sie alles richtig machen. Aber machen Sie tatsächlich alles richtig, wenn Sie keine Zeit mehr haben um eine Pause zu machen? Glauben Sie mir, das geht eine Zeit lang gut, aber auf die Dauer ist das selbst durch die robusteste Person nicht durchzuhalten.
Sicher wissen Sie genau, was ein Unternehmer zu tun hat. Er arbeitet nicht in seinem Unternehmen sondern an und für sein Unternehmen. Ein Unternehmer formuliert seine Vision und gibt den Zweck seines Unternehmens vor. Er entwickelt eine Unternehmensvision und die entsprechende Strategie. Wenn sie jetzt widersprechen wollen, dann denken Sie nochmal darüber nach, was Sie ursprünglich mit Ihrem Unternehmen vorhatten. Was ist der Idealtyp eines Unternehmers? Ist er ein vollbeschäftigter Manager oder hat der das Privileg neue Ideen entwickeln zu können und das Tagesgeschäft seinen Mitarbeitern überlassen zu können? Was ist der Unterschied zwischen einem Unternehmer und einem Manager? Natürlich können Sie auch managen oder an die Werkbank gehen und einfachste Arbeiten ausführen. Sie können auch den ganzen Tag für Ihre Kunden verfügbar sein, aber das frisst Sie auf die Dauer auf. Sie sind eine Führungspersönlichkeit und kein Manager! Vergessen Sie das nicht! Unternehmercoaching kann helfen, diesen Glaubenssatz zu vertiefen und fest zu verankern. Reden Sie mit dem Coach Ihres Vertrauens!