Rollenspiele


Rollenspiele

Nein, nicht das was Sie jetzt denken. Es geht immer noch um Coaching. Rollenspiele eignen sich nicht nur für das Aufrechterhalten von Beziehungen. Ich gehe davon aus, dass es uns bewusst sein muss, dass wir jederzeit eine Rolle spielen. Jeder von uns. Immer.
Ein Geistlicher hat einmal gesagt: “Nur in meiner Badewanne bin ich privat. Sonst nie.” Klar, er musste ganz alleine sein, um er selbst zu sein. Wir spielen immer eine Rolle. Es muss uns nur bewusst sein.
Bruce Willis spricht in RED Chinesisch und seine Begleiterin fragt ihn, ob er chinesisch spricht. Er nickt. Der Schauspieler spielt eine Rolle. Der Mensch lügt. Ich weiß nicht ob Bruce Willis tatsächlich Chinesisch sprechen kann. Eher nicht. Aber es ist egal. Der Schauspieler lügt, die Figur spricht die Wahrheit.

So, jetzt haben wir die Szene.

Der Schauspieler sind Sie. Sie spielen eine Rolle: Ärztlicher Direktor. Jeder erwartet von Ihnen absolute Kompetenz und Sie sind auf jeden Fall der amtierende Halbgott in Weiß. Sie dürfen in Ihrer Rolle keine Fehler machen. Das generiert jede Menge Stress.
Wir haben ein Coaching vereinbart. Sie dürfen ganz Sie selbst sein. Und sie dürfen Ihre Rolle mit mir üben. So viel Feedback hatten Sie noch nie. Es kommt ganz auf Sie an, wie intensiv das Erlebnis wird.
Worum geht es? Was wollen wir erreichen? Was bringt das alles?
Es geht um mentale Entspannung. Sie müssen keine Rolle spielen und können tatsächlich Sie selbst sein. Sie dürfen mir alles erzählen, was Sie wollen. Ich bin nur ein neutraler Gesprächspartner. Ich agiere neutral und urteilsfrei. Ich massiere Ihre Seele ein wenig. Ich bin kein Therapeut. Sie sind ja nicht krank, also sind Sie genau richtig bei mir. Sie sind ein Coachee, ein Klient, eine Klientin, kein Patient.

Wir beide wissen doch ganz genau, dass nicht alle Erwartungen an unsere professionelle Rolle realistisch und erfüllbar sind. Wir wissen das. Die Anderen wissen es auch. Aber es fühlt sich besser an, wenn man noch an Vorbilder glauben kann. Das ist Ihre Rolle.

Ich habe früher oft nicht zwischen meiner Rolle als Mitarbeiter, Chef, Leiter oder Berater und meinem wirklichen echten Selbst unterscheiden können. Ich war viel zu offen und zu ehrlich. Ja, ich war naiv. Das ist ja per se nichts Schlechtes. Aber es kann durchaus hinderlich sein, wenn man das Eine nicht vom Anderen unterscheiden kann oder nicht konsequent unterscheiden lernt.

Wenn mich jemand fragt, ob ich einen Auftrag ausgeführt habe, dann ist es gut, wenn ich diese Frage mit einem ehrlichen JA! beantworten kann. Manchmal ist das aber nicht ganz einfach. Antworten wie: “Noch nicht.” – ”Gleich. Morgen.” – “ Wir haben da noch ein Problem zu klären.” – gelten als NEIN! Wir schlüpfen jetzt in die Rolle eines harten Geschäftspartners und antworten “Natürlich! Ich sende Ihnen gleich morgen den ausführlichen Bericht!” Als Mensch haben Sie vielleicht gelogen. Aber die Rolle verlangt das und der Geschäftspartner will auch nichts anderes hören.
Nur wenn der Auftrag nicht ausführbar ist oder das Projekt nicht im Rahmen bleibt, dann muss die Sache rechtzeitig eskaliert werden. Dann wäre ein Ja! unter gar keinen Umständen akzeptierbar. Aber das wäre auch viel zu spät. Timing ist ein wichtiger Aspekt.

Ich bin grade in Sachen Vertrieb unterwegs. Auch hier spiele ich eine Rolle. Ich trete als neutraler Gesprächspartner auf, der an der Qualität der Produkte und Dienstleistungen arbeitet und das direkte Gespräch mit Kunden pflegt. Ich verkaufe nicht. Das kommt später von ganz alleine. Das ist ein sensibler Job. Ich baue meine Kontakte und das Vertrauen in mich und das Unternehmen für das ich arbeite auf. Das ist mehr wert als kurzfristige Aufträge.
Auf der anderen Seite stehen meine Auftraggeber. Sie sind sensibel und werden schnell nervös. Ich kenne mich in dem Bereich in dem ich unterwegs bin aus. Hier kann und darf man nicht mit der Brechstange in der Hand kommen. Ich spiele eine Rolle. Mein Vorstand steht hinter mir und ich schenke meinen Kunden jede Menge Vertrauen und Zeit. Ich spiele eine Rolle. Genau wie Sie. Der Erfolg hängt ganz davon ab, wie gut wir unsere Rolle spielen.

SEIN oder NICHTSEIN!

klar doch: Shakespeare. Aber da steckt was drin.

 

Jetzt mal ganz laut und deutlich, meinetwegen in der Badewanne:

SEIN! – oder Nicht SEIN! Das ist hier die FRAGE!

Lassen Sie es einfach raus. OK?

Vorteilsübersetzung JobCoaching


Vorteilsübersetzung JobCoaching

Vorteilsübersetzung ist ein Wort, dessen Ursprung vermutlich in der Agentur für Arbeit zu finden ist. Es wird im Führungskompass, dem Handbuch für Führungskräfte der Agentur, beschrieben.

Ein Blick in das Dokument ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen; zeigt es doch, wie professionell die oft kritisierte Behörde arbeitet. Eine Karriere bei der Agentur für Arbeit ist für junge Menschen durchaus empfehlenswert. Die meisten machen einen großen Bogen um die Agentur, wenn es um die Berufswahl geht. Warum auch immer.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mduy/~edisp/l6019022dstbai419862.pdf

Vorteilsübersetzung dient der zielgruppenorientierten Einwandbehandlung, wenn ich das richtig verstehe. Wenn man es einmal gehört hat, dann vergisst man es so schnell nicht wieder.

Oft stellen sich Arbeitssuchende die Frage, was JobCoaching für sie bringt. Die Frage ist berechtigt. Eine mögliche Antwort -Vorteilsübersetzung- ist die, dass sich mit einem JobCoaching Prozesse und Entscheidungen in Richtung Umorientierung und Neuorientierung sehr viel intensiver und schneller ablaufen, als wenn man sich nicht von einem Coach begleiten lässt. Eine hohe Qualität des gewählten Coach ist ebenso eine wichtige Voraussetzung, wie das Vertrauen, dass man in ihn setzt. Ein Erstgespräch mit dem Coach kann erste Anhaltspunkte liefern. Stimmt die Chemie? Weiß der Coach, was er da macht? Welche Erfahrungen hat er bereits im Umgang mit den Vermittlern der Agentur?  

In den meisten Fällen ist JobCoaching tatsächlich empfehlenswert. Coaching beschleunigt den Zielfindungsprozess und führt zu einem detaillierten Fahrplan: Zurück in den Job!
Und zwar nicht in irgendeinen Job, etwa bei einer Zeitarbeitsfirma, sondern in den Beruf, der tatsächlich zum Bewerber passt. Der Coach stellt Ihnen genau die Fragen, die zum Kern Ihres Selbst führen. Was können Sie wirklich gut? Wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Was beinhaltet das Jobprofil wirklich? Ist das etwas für Sie? Ein JobCoach hilft Ihnen dabei eine Strategie zu erarbeiten, die zum Job führt. Wenn Sie zum Beispiel eine ganz spezielle Weiterbildung brauchen um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden, dann wird sich der Mitarbeiter der Agentur gerne auf die Empfehlung des Coaches stützen. Es ist eine Steilvorlage, die dann einfach umgesetzt werden kann. Im Idealfall arbeiten JobCoach und Vermittler eng zusammen. Wenn Sie also einen Coach gefunden haben, dann fragen Sie Ihren Vermittler nach seiner Telefondurchwahl und seiner eMail Adresse. Das hilft beim Coaching wirklich weiter. Vorteilsübersetzung für den Mitarbeiter der Agentur: Sie können rechtzeitig Einfluss auf das Ziel und den Entscheidungsprozess nehmen.

 

 

 

Coaching – Bereitschaft


Coaching – Bereitschaft

„Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer erscheinen“
Chinesisches Sprichwort

Am Beginn eines Coachings steht die Auftragsklärung. Coach und Coachee lernen sich kennen. Vorstellungsrunde. Wenn der Coachee bereit ist, dann kann das Coaching beginnen. Dann, und nur dann ist ein produktives Coaching möglich.

Coaching – Ängste überwinden


Coaching – Ängste

Vor ein paar Tagen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem sehr guten Freund. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und wir haben uns extra für ein längeres Gespräch und einem ausgiebigen Spaziergang verabredet. Er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich hatte seine volle Aufmerksamkeit. Es war ein gutes Gespräch. Irgendwann kamen wir an einem Punkt an, den er lieber nicht vertiefen wollte. Ich hatte Informationen über eine uns bekannte Gruppe von Menschen in Form von Dokumenten gelesen. Er blockte ab, als ich es ihm erzählte. “Du, ich möchte davon nichts hören. Das könnte mich durcheinanderbringen und mein Weltbild zerstören.” Er hatte tatsächlich Angst, dass er erkennen könnte, dass alles wofür er bisher gelebt hatte, sich als Fata Morgana herausstellen könnte. Ich dachte darüber nach und schwieg. Es war nicht der richtige Zeitpunkt ihm das Schwimmen beizubringen indem ich den Balken aus dem Wasser nahm. Er brauchte etwas, woran er sich festhalten konnte.
Nichts liegt mir ferner. Es ist auch nicht meine Art, sensationslüstern Weltbilder und andere Kartenhäuser zu zerstören. Im Gegenteil. Es gibt Dinge, die man als Coach unbedingt berücksichtigen sollte. Der Glauben eines Menschen und die dazugehörigen Institutionen gehören dazu. Im Gegenteil, ist es für mich viel interessanter, mehr über die Denkstrukturen meiner Gesprächspartner zu erfahren.
Als 1990 Ostdeutschland plötzlich ohne Mauern mitten in Europa stand, hatten sich Weltbilder in Luft aufgelöst und die Menschen hatten neben Euphorie und Freude vor allem Angst. Es war sehr viel Angst im Spiel und es war verständlich. Man muss es sich nur vor Augen halten, was damals wirtschaftlich passierte. Ostdeutschland durchlief einen wirtschaftlichen Transformationsprozess wie er in Friedenszeiten noch nie in der Geschichte passiert war. Es war ein beinahe kompletter wirtschaftlicher Zusammenbruch innerhalb kürzester Zeit. Die Menschen hatten zurecht Angst vor der Zukunft. Aber nicht nur das. Ihre ganze Biografie wurde indirekt in Frage gestellt. Wirtschaftlich ging es den Menschen im vereinigten Deutschland besser als je zuvor. Viele Menschen, die gerade 50 Jahre alt geworden waren wurden mit Abfindungen und großzügigen Ruhestandsregelungen nach Hause geschickt. Es gab aber auch viele, die sich völlig neu orientieren mussten. Alles in allem war die Wende notwendig und es hätte andere Möglichkeiten gegeben, als durch die Treuhandanstalt realisiert wurde. Wir wissen nicht, ob diese Wege weniger steinig gewesen wären. In vielen Gesprächen mit Menschen, die damals gerade ihre berufliche Karriere begonnen hatten und sich völlig neu umorientieren mussten, habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele die Herausforderungen angenommen und bewältigt haben. Andere konnten ohne ihre eigene Schuld nicht an ihre ursprünglichen Pläne und Vorstellungen anknüpfen. Wieder andere stürzten vom Akademiker in die Bedeutungslosigkeit. Es kam zu einem kompletten Austausch von Eliten, wie es ihn noch nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben hatte. Alle diese Menschen mussten sich blitzschnell auf die neuen Bedingungen umstellen. Es war eine gewaltige Anpassungsleistung, auf die man stolz sein darf.

Viele mussten alles, was sie zu wissen glaubten, über Bord werfen und neu bewerten. Natürlich war “nicht alles schlecht”. War doch diese kleine deutsche Republik unter dem Eindruck des totalitären HitlerRegimes, eines totalen Krieges und dem totalen Zusammenbruch 1945 entstanden. Vielen ehrlichen Menschen erschien das kleiner Deutschland als bessere Alternative. Diesen Irrtum mussten viele teuer bezahlen. Aber hinterher ist man immer klüger.

Heute wissen wir, dass wir in einem Deutschland und einem Europa leben, dass es so noch nie gab. Es ist das beste, was es jemals gab. Aber es muss noch besser werden und offen für Veränderungen.
Ich denke, dass Menschen unter allen äußerlichen Umständen grundlegende Werte und Verhalten an den Tag legen müssen um weiterzukommen. Persönlichkeit ist unter allen Umständen tatsächlich alles, was wir haben. Es ist vollkommen egal, ob man Geld und Besitz verliert. Wenn man eine starke Persönlichkeit entwickeln kann, dann hat man viel mehr als durch Geld erworben werden kann. Angst überwinden und persönlichen Mut und Selbstsicherheit gewinnen gehört zu den wichtigsten Talenten von Menschen, die sich aus der Masse von Ängstlichen hervorheben werden.

Coaching hilft Angst überwinden. Aber wir müssen uns der Angst stellen und sie als das definieren, was sie ist. Eine Vorstellung, eine schlechte Phantasie; eigentlich ein Nichts. Menschen haben Angst vor Dingen, die so unwahrscheinlich sind, dass es sich nicht lohnt einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Was wären wir, wenn wir permanent an Tod, Unfälle, Katastrophen und Terror denken würden? Zugegeben: Wir denken viel zu oft an derartige Dinge. Genau das sollten wir uns abgewöhnen. Angst ist niemals ein guter Berater.
Wir haben das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit. Wenn Zugehörigkeit plötzlich zu einem Problem wird, dann ist es die erste Aufgabe für uns, sehr schnell festzulegen, wer wir sind und wohin wir gehören werden.

Ein Coach nimmt einem Coachee niemals etwas weg ohne eine bessere Alternative vorzulegen. Zuerst die Alternative, dann der Wechsel. Das Alte wird einfach verschwinden. Der Schmerz des Verlustes wird ertragbar oder nicht einmal wahrnehmbar.

Der gute Freund mit dem ich zu tun hatte, war voll von Angst, seinen Glauben zu verlieren. Er hatte sein ganzes Leben in und mit dieser einen Organisation zu tun gehabt. Er hatte fest daran geglaubt, dass es die beste Möglichkeit war, seinen Glauben zu leben und mit anderen zu teilen. Wenn es ihm gelingt zu erkennen, dass es noch höhere Stufen der Identität und Zugehörigkeit gibt, wird er es schaffen sämtliche Zweifel zu überwinden. Er wird dann entscheiden können, ob er das behalten möchte was er hat oder ob es besser ist eine andere Ebene zu betreten. Ein höheres Level, sozusagen. Es ist auch nicht so dass das, was er hat schlecht ist oder negativ. Ganz im Gegenteil. Es hat ihm Halt und Sicherheit gegeben. Das sollte niemals achtlos weggeworfen werden.

Wenn du bis hierher gekommen bist, alles aufmerksam gelesen hast; dann wirst du eine Reise unternommen haben. Es ist eine Reise in deine eigene Vergangenheit, eine Reise in dein Innerstes. Du wirst deine eigenen Ängste und Hoffnungen, deine Identität und Persönlichkeit erkannt haben. Du wirst besser mit Verlustängsten umgehen können und wirst begreifen, dass nichts verlieren wirst, wenn du dich nicht verlierst.

Warum tust DU DIR DAS AN?


“Warum hast Du Dir das solange angetan?” Das ist eine GUTE FRAGE! Diese Frage kann man sich stellen, wenn man zu lange im falschen Zug sitzt, den falschen Job macht, im falschen Team steckt oder ganz grundlegend falsche Ziele verfolgt.

Ich kenne alle möglichen Konstellationen. Ich bin ein Spezialist für diese Frage. Allein die Frage macht etwas mit mir. Und ich weiß genau, was diese Frage mit DIR machen kann. Ich spreche Dich ganz einfach mal an. Stell Dir die Frage oder lass sie Dir stellen. Es ist wie beim Zahnarzt. Du kommst mit Schmerzen zum Arzt, er pickst auf deinem Gebiss herum und plötzlich tut es richtig weh! Autsch! Aber das ist der erste Schritt zur Lösung der Probleme und zur Beseitigung der Schmerzen.

Oft lautet die Frage nicht einmal: “Warum hast du dir das solange angetan?”, sondern “Warum tust du dir das an?” (Richtig bemerkt, ich wechsle vom Du zum du und auch das ist richtig- wenn nicht dann bin ich natürlich jederzeit offen für eine fundierte Belehrung) Die Frage: “Warum tust du dir das an?” kann ich gerne auch ehemaligen Kollegen stellen. Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe von Leuten, die sich das immer noch antun, was ich hinter mich gelassen habe. Auch das war eine mittlere Zahnoperation für mich. Jeder kennt die Sitiation: Du gehst zum Zahnchirurgen und lässt dir einen Weisheitszahn zertrümmern. Spritze, Bohrer, Haken. Es dauert Wochen bis man keine Beschwerden mehr hat und es vergessen kann. So ist das immer: Ohne Schmerzen laufen wichtige Veränderungen niemals ab. Allzuoft warten wir zu lange und gewöhnen uns an die Schmerzen. Wir können nicht mehr lächeln, einfach weil es viel zu weh tut. Der Gang zum Zahnarzt ist sehr notwendig geworden. Wir wissen genau, dass er den Schmerzen ein Ende bereiten wird. Perspektivisch zumindest.

Der Gang zum Coach ist ganz ähnlich. Kennenlernphase. Abklärung des Autrags. Zieldefinition. Und dann beginnt der Coach dich abzuklopfen. Irgendwann kommt er an das Epizentrum deines Schmerzes und dann wird es interessant. Du kannst aufspringen und davonlaufen oder zu lässt ihn ein wenig weiterklopfen in der Hoffnung, dass der oder die Coach weiß was er/sie tut. (Ich hasse diese Genderei und bleibe doch lieber beim vertrauten Coach. Der Coach oder das Coach ist mir eigentlich völlig egal. Es muss verständlich sein und ich bin wieder einmal froh, dass ich nicht mehr wissenschaftlich schreiben muss, wenn ich keine Lust dazu habe.)

Der Coach ist aber definitiv kein Therapeut oder Arzt. Ich muss immer wieder darauf hinweisen, dass es beim Coaching nicht um Heilung geht. Es geht immer nur um ein professionelles psychologisches Gespräch. Arzt oder Apotheker werden immer dann hinzugezogen, wenn es notwendig wird. Ein guter Coach weiß, wann. Spätestens wenn die Lage ausser Kontrolle gerät muss ein Coaching sowieso abgebrochen werden. Ihr werdet merken wann 😉  

  

Perspektivwechsel und Ängste


Perspektivwechsel und Ängste

Ich verstehe Menschen, die Angst vor sozialem Abstieg haben. Ein ehemaliger Bankdirektor (57) ist seit vier Jahren arbeitslos. Ein böses Wort, aber ich will es nicht umschreiben. Fakt ist, dass er eine gute Abfindung und eine Übergangszeit bekommen hatte. Der Bankdirektor ist seit 5 Jahren Zuhause und seine Ehefrau fährt jeden Tag zur Arbeit. Es liegt auf der Hand, dass der Ex-Bankdirektor nie wieder als Bankdirektor arbeiten wird.
Ich habe den Mann in einer Coaching-Beratung kennengelernt. Natürlich hatte ich sofort ein paar Ideen. Aber ich blieb ruhig und schwieg. Das Coaching Thema ist Angst vor Veränderung, Angst allgemein. Der Mann kann nur gewinnen, wenn er irgendetwas macht. Er kann jederzeit wieder aussteigen aber er sollte etwas tun. Sein Erfahrungshorizont als Führungskraft ist vorhanden und er versteht wirklich etwas von Bankgeschäften. Einen Job als Bankdirektor bekommt er im Leben nicht mehr. Das ist so ein Vorurteil von mir. Schuldig! Ich gebe es zu.
Der Banker wird ein Coaching bei uns absolvieren und ich habe eine Idee, wer sein Coach sein wird. „Machen wir ein Probecoaching?“, fragte der Mann, „ich würde gerne wissen wie das bei Ihnen abläuft und ob der Coach zu mir passt.“ Die Frage nach Probecoachings kenne ich sehr genau. Ein Kurzzeitcoaching kann bereits eine Menge bewegen. Wenn ich meine Coachs zu Probecoachings einladen müsste, dann wäre das für uns ein erheblicher Kostenfaktor. Die Leute haben keine Ahnung. Sie denken nicht darüber nach, was sie da verlangen. Aber bitte: Wenn sie das Probecoaching pauschal bezahlen, dann machen wir das natürlich gerne. Ich verstehe das ganze Hickhack sowieso nicht. Wir arbeiten mit den besten Coaches, die wir bekommen können. Zudem ist das Coaching für diesen Klienten völlig kostenlos. Er bekommt sehr viel angeboten zum Nulltarif. So günstig kann Coaching sein! Das ist den Leuten nicht klar. Im Gegenteil: Sie stellen Forderungen. Sie wissen genau, dass unser Geschäftsmodell auch auf dieser individuellen Förderung beruht. Ein Dilemma: Ich muss den Leuten Coaching erklären, sie werben und auch noch dafür sorgen, dass sie tatsächlich aktiv mitarbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach. Manchmal müssen wir das Coaching abbrechen. Es gibt Klienten, die sind definitiv nicht coachbar. 

Dieser Mann ist nicht beratungsresistent. Er weiß im Grunde sehr genau, wohin die Reise gehen wird. Der Coach wird ihn begleiten und ihm Türen öffnen, durch die er auch gehen möchte.

Was sind seine Fähigkeiten und Stärken? Was sind seine Wünsche? Was sind seine Ziele? Wer will er sein?

Ich bin mir sicher, dass er all das herausfinden wird. Sein Status als ehemaliger Bankdirektor wird ihm für immer erhalten bleiben. Aber alles was er von heute an tun wird, wird zu seinem Leben dazu gehören. Ich bin mir sicher, dass seine Ehefrau ebenfalls sehr glücklich sein wird, wenn dieser Mann wieder eine Aufgabe übernimmt, die ihn ausfüllt und erfüllt. Wie wäre es mit einer neuen Berufung? Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird.
In fünf Jahren wird er sich fragen, warum er in Rente gehen sollte und in zehn Jahren wird er immer noch seiner neuen Berufung nachgehen. Er weiß es nur noch nicht. Aber er wird sich ein besseres Leben aufbauen. Ich bin mir ganz sicher. Aber zuerst wird er sich seinen Ängsten stellen. Das ist der erste Schritt.

 

Teufelskreis durchbrechen! – Aber wie?


Gedanken kreisen im Kopf meiner Klientin. Sie steckt in einem Teufelskreis fest. Sie hat sich per eMail bei mir gemeldet, ich habe ihr einen Coachingbogen zugesandt und einen Termin vereinbart. Neben den üblichen Daten muss vor jedem Coaching klar sein, was das Ziel des Coachings ist und was bereits getan wurde um dieses Ziel zu erreichen. Ich muss auch wissen, ob der Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorhanden ist. Coaching ist effektive psychologische Beratung, keine Psychotherapie und auch keine Beratung im Sinne: “Ich habe ein Problem Coach! Bitte löse das mal für mich!”
Ich habe das oft erlebt, dass Klienten zum Coaching kommen und völlig falsche oder überzogene Erwartungen an mich haben. Das kennt jeder Coach. Wenn wir dann Fragen stellen, fühlt sich der Coachee sehr schnell in die Ecke getrieben. “Aber das tut mir jetzt nicht gut! Ich denke, sie sollen mir helfen! Ich fühle mich nicht gut, wenn Sie so etwas sagen und fragen….” Und genau darum geht es. Coaching ist nicht immer eine angenehme Erfahrung. Die Klienten müssen das wissen. Es werden durchaus Dinge angesprochen, die zunächst unangenehm sind. Auf der anderen Seite ist ein Coach kein gefühlsloser Chirurg, der gnadenlos schneidet und näht, nach dem Motto: Da musst der Patient jetzt aber durch. Empathie ist eine wichtige  Eigenschaft eines Coach. Aber zuviel Mitgefühl kann den Prozess verzögern oder zum Erliegen bringen. Der Coach ist nicht der Verantwortliche für die Lösung aller Probleme.  Der Coach führt den Coachee durch einen Prozess, der am Ende Erfolg haben kann. Nur wer bereit und in der Lage ist, auch unangenehme Dinge zu betrachten, kann in einem Coachingprozess Erfolg haben. Dabei muss nicht einmal alles gesagt werden. Es genügt, wenn die Gedanken gedacht werden. Der Coach stellt oft Fragen, die der Coachee nur reflektieren soll. Das genügt vollkommen. “Wenn Sie jetzt diesen Gedanken haben, dann denken Sie darüber nach wie es ihnen geht, wenn sie diese negativen Emotionen überwunden haben.” Eine einfühlsame Pause vertieft die Aussage. “Haben Sie das Gefühl?” “Wie fühlt sich das an?” “Was spüren Sie?” “Sehen Sie Licht am Ende der Dunkelheit?” “Welche Farbe hat das Licht?” “Können Sie den Geruch wahrnehmen?” Je nach dem Zugangskanal (VAKOG) kann auf die individuellen Gefühle und Eindrücke des Klienten eingegangen werden. Ist der Coachee bereit dazu, wird der Prozess erfolgreich sein. Im anderen Fall drehen wir uns endlos in einer Schleife und finden nicht mehr heraus.
Ich persönlich durchbreche den Kreis mit Sport. Ich mache etwas völlig anderes als das, was mich belastet. Ich fahre in solchen Zeiten sehr viel mit dem Rad und bin gezwungen mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Sport belebt den Kreislauf und irgendwie habe ich immer den Eindruck, dass frische Luft und sehr viel frisches Wasser und Schweiß mein Gehirn regelrecht durchlüftet. Plötzlich habe ich neue Ideen und andere Perpektiven. Es hilft mir. Was hilft Ihnen? Keine Idee? Dann fragen Sie einen Psychologen, Therapeuten oder eben auch einen Coach Ihrer Wahl. Er wird Sie zur richtigen Antwort führen.

 

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen verünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett aussen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein gute Coach als Sparringpartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coach gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene spielt eine große Rolle.   

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Ich suche mir einen Coach……..


“Dann suche ich mir eben einen Coach…….” Genau das ist ein Satz, den ich noch nie gehört habe. Man sucht sich eben keinen Coach, sondern vertraut auf seine eigenen Fähigkeiten um seine Probleme zu lösen, Kompetenzen zu verbessern, Ziele zu definieren und seinen Horizont zu erweitern. Oder man kauft sich Bücher oder man wird selber Coach.  All das, was auf diversen Coachingseiten angeboten wird, kann oft auch selbst erledigt werden. Das stimmt sogar. Niemand braucht einen Coach. Alles, was man schaffen will, kann man aus sich selbst heraus erreichen, wenn man es richtig anstellt. Und genau das ist ein Problem. Ich spreche oft mit Menschen, die im Beruf sehr erfolgreich sind. Sie berichten von ihren Fähigkeiten und von ihren Möglichkeiten und sie sind selbstverständlich sehr stolz auf alles, was sie erreicht haben. Diese Geschichten höre ich jeden Tag und ich weiß inzwischen ganz genau, dass irgendwann ein leises :ABER! kommt. Bei jedem erfolgreichen Menschen kommen diese Augenblicke des Zweifels und der Unsicherheit. Viele Menschen sind tief in ihrem Inneren unsicher. Aber das spielt natürlich nach Außen keine Rolle. Kein erfolgreicher Mensch darf seine Schwächen zeigen. Dieser Satz gilt, auch wenn viele behaupten, dass Fehler menschlich sind und jeder diese Schwächephasen hat. Das Dumme ist nur, dass niemand wirklich einschätzen kann, wann es zur Überschätzung und schließlich zur Überlastung kommt. Ein richtiges Burnoutsyndrom kann die Folge sein. Viel besser wäre es, wenn man rechtzeitig erkennen würde, dass man in Gefahr kommt und sich besser entlasten sollte.
Eine gute Beziehung zu einem Coach wird oft erst dann richtig gut, wenn es gelingt auch und gerade über diese versteckten Unsicherheiten sprechen zu können. Erst dann, wenn sich ein Klient seinem Coach öffnet, kann von einer vertrauensvollen Coachingbeziehung die Rede sein. Jeder, der einmal ein wichtiges Vorstellungsgespräch hatte, hat sich auf die Frage vorbereitet, was man als seine größte Schwäche halten würde und wo man Defizite sehen würde. Die Antworten sind antrainiert und zielen überwiegend darauf hin, dass die angesprochenen Schwächen eigentlich genau die Stärken sind, die man für den Job braucht. “Meine größte Schwäche ist – ungeduldig zu sein……” Natürlich ist das gut für einen Leitungsposten in der Industrie. Wenn man sagen würde, dass man manchmal sehr geduldig mit Mitarbeitern ist, weil man ja weiß wie schwer deren Job ist, dann wird man mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als Führungspersöhnlichkeit wahrgenommen. Aber das ist ein anderes Thema. Jeder Bewerber wäre wahnsinnig naiv und logischerweise erfolglos, wenn er in einem Bewerbungsgespräch irgendwelche Zweifel und echte Fehler offen zugeben würde. Das ist nicht die Bühne für die Form von Offenheit, die man einem Psychotherapeuten, Psychologen oder einem Coach entgegenbringen muss um dort die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufzubauen. Vertrauen ist der Anfang einer erfolgreichen Beziehung. Ich hatte bereits darüber geschrieben. Es ist das Vertrauen, das keiner der genannten Berater bereits bei der ersten Sitzung erwarten kann. Allerdings habe ich die gute Erfahrung gemacht, dass sich oft bereits beim ersten Vorgespräch das Gefühl einstellen kann, dass man gut miteinander arbeiten wird.

Es sind manchmal überhaupt keine klassischen Coachingaufträge, die zu einer tiefen und nachhaltigen Coachingbeziehung führen. Manchmal sind es Menschen, die man bereits seit vielen Jahren kennt und die nicht im Traum daran denken würden, sich einem Coach anzuvertrauen, die sich plötzlich entscheiden sich zu öffnen. Kein professionell arbeitender Coach legt Wert darauf in seinem Bekanntenkreis tätig zu werden. Wenn es aber doch geschieht und es zu einem Coaching kommt, dann gibt es für den Betreffenden oft keinen anderen Ausweg. Es ist gut, wenn es zu einem Coaching kommt und ich keine Anzeichen einer psychischen Störung feststellen muss. In so einem Fall ist spätestens dann das Coaching vorbei und ich muss den potentiellen Patienten zu einem Fachmann schicken. Allerdings kann auch in solchen Fällen ein Coach als Begleiter tätig werden. Die einzige Voraussetzung ist ein gutes Vertrauensverhältnis, mehr nicht.

Coaching – je intelligenter der Klient……


Coaching ist zielorientiert und ergebnisoffen. Ambitionierte Ziele und intelligente Klienten sind eine besondere Herausforderung. Ganz besonders hochgebildete und erfolgreiche Klienten sind auf dem ersten Blick eigentlich keine Klienten. Sie sind oft selbst in der Lage Ziele gut zu formulieren, Meilensteine zu definieren und ihre hochgesteckten Pläne in die Tat umzusetzen. Wozu braucht man eigentlich einen Coach, wenn man derartige Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt hat? Auch hier kann die Analogie zum Spitzensport helfen. Spitzensportler brauchen einen Coach um ihre Leistungen zu verbessern, zu festigen und neue Ziele zu erreichen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber selbst Naturtalente sind vor Niederlagen und Leistungseinbrüchen nicht sicher. Wer dann erst beginnt sich den richtigen Coach zu suchen, verliert sehr viel Zeit und verpasst möglicherweise wichtige Chanchen. Coaching von Spitzenkräften ist immer Schwerstarbeit.
Das gilt sowohl für den Coachee, als auch dem Coach selbst. Es kommt darauf an, wie gut die beiden als Team zusammenarbeiten. Für jeden Coach mit einem wissenschaftlich- technischen Hintergrund ist klar:  Je mehr Masse bewegt werden muss, um so intelligenter muss die Kraft angesetzt werden, die diese Masse in die richtige Richtung bewegen soll. Ein skeptischer Klient ist nicht automatisch ein Nicht-Klient, auch wenn es auf dem ersten Blick so aussieht. Wenn es gelingt, die richtigen Ziele zu definieren und Vertrauen aufzubauen, dann ist das Team Coachee und Coach mehr als die Summe von zwei Teilen. Es ist offensichtlich und logisch: Ein Coach muss zu seinem Coachee passen. Es ist schwer einen passenden Coach zu finden. Auch das ist ein interessantes Thema. Welche Eigenschaften und Ausprägungen muss ein Coach haben, der zu Ihnen passt? Welche Zielgruppe spreche ich als Coach an? Wie spreche ich meine Zielgruppe an? Wer sind meine Klienten und wer nicht? Ein guter Coach weiß, wo seine Stärken liegen. Intelligente Klienten wissen das in der Regel auch. Sie sind in der Lage zu erkennen, wo ihre Schwachpunkte liegen und sie erkennen den passenden Coach, wenn sie ihm begegnen. Wie finden Sie nun den richtigen Coach? Es ist ganz einfach und unglaublich schwer. Die einzige Möglichkeit besteht darin, es praktisch auszuprobieren. Sie wollen Ihre Ziele schneller erreichen? Dann verlieren Sie keine Zeit!

Change – Veränderung


Wind of Change – Change IT! – Change it – Verändere ES!

Veränderungen sind der Motor unseres Lebens. Jeder, der schon einmal in einer hoffungslosen Situation steckte, kennt die Kraft von Veränderung. Man startet eine neue Karriere, erlernt einen Beruf, studiert und bewirbt sich erfolgreich für einen gut bezahlten Job. Eine Zeitlang geht alles gut. Man richtet sich ein und fühlt sich sicher. Am Anfang ist alles neu und ungewohnt. Die Zukunft steht offen. Ein Ende ist nicht absehbar. In der ersten Phase des Berufslebens ist alles wunderbar, wenn es gut läuft. Es gibt auch Fehlstarts, aber das ist ein anderes Kapitel. In Gesprächen mit Berufsanfängern – es muss nicht gleich ein Coaching sein – erfahre ich sehr viel über die weitere Karriere. Hier werden Weichen gestellt. Es stellt sich sehr schnell heraus, ob der oder die Betreffende ein klares Karrierekonzept hat und eine ungefähre Vorstellung, was in 5 oder 10 Jahren sein wird. Gerade junge Leute sind zunächst einmal glücklich, nach langer Schulzeit und Ausbildung, einen gut bezahlten Job zu haben. Ich benutze ganz bewusst den Begriff Job. Es muss allen klar sein, dass es auch andere Jobs gibt, die in Frage kommen könnten. Karriereplanung hat gerade erst begonnen. Ich halte Unternehmen mit einer guten Mischung von Berufsanfängern und erfahrenen Profis im besten Alter für die beste Variante. Da wo junge Leute gegen die alten eingesetzt werden um Druck aufzubauen, stimmt etwas nicht. Die jungen Leute sollten sich einfach einmal die Frage stellen, ob sie eines Tages in der Haut der älteren stecken wollen. Ein kleiner Perspektivwechsel schadet sicher nicht. Ich habe sehr gute Erfahrungen in Unternehmen gewonnen, in denen sich die Älteren sicher fühlten und ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben konnten. In einer offenen Atmosphäre ist so etwas möglich. Stichwort: Demografischer Wandel. Es ist nicht nur ein „Nice to have“, sondern ein „Must have!“, ältere Mitarbeiter zu halten und ihr Wissen für die nächste Generation zu sichern.

Es geht um die Karriereplanung junger Leute. Wenn sie sich einmal in einem Unternehmen etabliert haben, werden plötzlich Dinge sichtbar, die am Anfang hinter einer glitzernden Fassade versteckt waren. Nicht alles ist Gold, was glänzt. Es könnte viel besser laufen, wenn alle am gleichen Strick ziehen würden. Die IT-Landschaft ist verwirrend und störanfällig. Manchmal kommt es vor, dass man mehrere Stunden nicht arbeiten kann, weil wieder einmal etwas ausgefallen oder nicht erreichbar ist. Ärgerlich! Und man kann nichts dagegen tun? Wer ist eigentlich verantwortlich für so etwas? Warum arbeitet meine Abteilung immer noch nicht mit den neuesten Werkzeugen? Mit wem kann man reden? Wo geht es hin?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besten Mitarbeiter die sind, die auf Grundlage ihrer Ausbildung, Tätigkeit und Weiterbildung jederzeit in ein anderes Unternehmen wechseln könnten. Wenn diese Mitarbeiter loyal zu ihrer Firma stehen, dann ist das die beste Variante. Demotivierte Mitarbeiter, die Angst vor Veränderungen haben sind aber oft die Realität. Sie halten sich an ihren Jobs fest und haben Angst davor sich zu v9erändern. Kein Unternehmer ist glücklich über solche Mitarbeiter. Nichts ist schlimmer als Dienst nach Vorschrift. Engagierte und selbstbewusste Mitarbeiter sind die bessere Wahl.

Als Coach unterstütze ich alle Altersgruppen. Der erfahrenen BestAger und die ganz jungen Rebellen. Es macht Freude auch ganz junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Sie lernen sehr schnell, dass nicht alles so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Aber das ist kein Grund um den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil: Gesunder Menschenverstand und ein Gesprächspartner, der keine Scheuklappen kennt ist mehr wert als viele Ratgeber. Veränderungen angstfrei annehmen, planen und leben ist ein wichtiges Ziel von Coaching.

Alter Wein in neuen Schläuchen


English: Diagram showing overview of cloud com...

English: Diagram showing overview of cloud computing including Google, Salesforce, Amazon, Microsoft, Yahoo, Zoho, Longjump and WorkXpress (Photo credit: Wikipedia)

Der CCC hat es ausgesprochen, was längst alle wissen. Deutsche Rechenzentren arbeiten mit Technologien, die bereits in den 1990er Jahren zur Verfügung standen. Hier soll Uralttechnologie als etwas ganz neues verkauft werden. Die großen IT-Konzerne sind alle Amerikaner und sie sind technologisch viel weiter, als man denken mag. Anwender, die bereits mit Google Apps gearbeitet haben, wissen wovon die Rede ist. Die Plattform ist genial, auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht. Das Entscheidende ist die Technologie, die dahintersteht. Multi-Tenant ist das Stichwort. Es ist bei Google Apps vollkommen egal, ob ein Unternehmen 5 oder 50.000 Clients hat. Das macht ihnen so schnell niemand nach.  Selbst Unternehmen wie Microsoft haben Schwierigkeiten, Google als Plattformanbieter zu folgen. Wer einmal intensiv mit Google Mail, Docs und Calendar gearbeitet hat, wird erkennen, wie Unternehmen und Privatkunden in Zukunft arbeiten werden. Das Problem der Datensicherheit und des Datenschutzes ist eine Seite der Medaille. Dieses Problem kann aber derzeit durch die deutschen Unternehmen nur ansatzweise gelöst werden. Die Politik könnte weiterhelfen. Aber auch das ist nur ein unzureichender Ansatz. Unternehmen sind nicht mehr auf Nationalstaaten beschränkt. In dem Moment, wo es ein Tochterunternehmen in den USA, Kanada oder Großbritannien gibt, gibt es auch direkte Internetverbindungen. Und noch etwas: Das Internet ist so angelegt, dass sich die Nachrichten in Form von Datenpaketen immer den schnellsten Weg suchen. Theoretisch nehmen alle Informationen gerne den Umweg über die USA um schnell beim Empfänger anzukommen. Das zu regulieren dürfte die Fähigkeiten der deutschen Politik bei weitem überschreiten. Selbst Europa kann sich nicht abschotten. Warum auch? Das geplante Freihandelsabkommen zwischen Nordamerika und Europa ist der richtige Schritt. Alle gegenteiligen Meinungen werden sich im Sande verlaufen. Wir leben in einer globalisierten Welt. Wir werden in Zukunft die Debatten der US-Senats und der Europäischen Union sehr aufmerksam verfolgen müssen. Was die Bundesregierung tun kann liegt auch immer im Interesse Europas und der transatlantischen Partner. Die gute Zusammenarbeit des BND mit der NSA und anderen Geheimdiensten sollte uns eher beruhigen. Wir sollten daran interessiert sein auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Wenn man das mal von den deutschen Internetprovidern sagen könnte.  Wer heute die Vorteile digitaler Spitzentechnologie geniessen will, schaut sich ganz genau an, was Google&Co. zu bieten hat. Moderne Maschinenstürmerei oder Totalverweigerung bringt überhaupt nichts.

Was Coaching wirklich bringt


Immer wieder stehe ich vor der – ganz konkreten – Frage, was mit Coaching erreicht werden kann, was es ist und was es tatsächlich bringt. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Die Skala reicht von „0 – überhaupt nichts“, bis „10 – unglaublich viel“, wobei „unglaublich viel“ genau so wenig aussagekräftig ist, wie „überhaupt nichts“
Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch, Angestellter, Manager und Unternehmer Gesprächspartner braucht, die in der Lage sind aktiv zuzuhören und professionelles Feedback zu geben. Es genügt nicht mit dem Kopf zu nicken und Verständnis für die Situation des Gesprächspartners zu signalisieren. Das bringt überhaupt nichts. So etwas erleben wir jeden Tag. Sehr schnell dreht sich das Gespräch um die sattsam bekannten Problemfelder und am Ende sind sich alle einig, dass die Situation aussichtslos ist. Coaching geht anders. Ein Coach hält sich nicht mit den bekannten Problemen auf, sondern ist in der Lage das Gespräch in Richtung Zukunft zu wenden. Das ist der entscheidende Unterschied zur klinischen Psychologie in der versucht wird, ein Problem von -10 auf 0 zu minimieren. Coaching geht weiter und beschäftigt sich mit der Erhöhung von Ressourcen von 0 auf +10. Das Stichwort Positive Psychologie trifft den Ansatz wohl am besten.
Wenn sich Geschäftsleute treffen um miteinander zu reden, dann geht es um Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die Beurteilung von Marktchancen und Perspektiven. Es geht um neue Ideen und neue Ansätze. Die Persönlichkeit meiner Gesprächspartner ist sehr wichtig für mich. Egal ob sie als Coach oder Klient auftreten.
Ich stelle mir jeden Tag die Frage, was Coaching wirklich bringt und zwar aus beiden Perspektiven. Da ist zunächst die Perspektive als Coach und gleichzeitig die Perspektive als Klient eines Coachs. Ich verstehe, warum diese Frage so wichtig ist. Wenn es nichts bringen würde, dann wäre es für mich kein Thema.
Coaching ist ein Mittel zum Zweck, Menschen zu unterstützen ein erfülltes und befriedigendes Leben zu führen. Die Frage ist, was einen Menschen tatsächlich dabei unterstützen kann und was die wirklichen Ziele im Leben sind. Jeder Mensch hat völlig andere Ansätze und in jedem stecken völlig unterschiedliche Sichtweisen auf ein erfülltes Leben. Das herauszufinden ist ein Ansatz von Coaching. Es gibt erfolgreiche Manager, in denen insgeheim völlig andere Ziele schlummern, als nur Erfolg zu haben. Irgendwann kann auch ein Ausstieg aus dem Hamsterrad ein vernünftiges Ziel sein.
In der amerikanischen Verfassung ist das „Streben nach Glück“ verankert. Coaching kann dabei helfen herauszufinden, was dieses ganz individuelle Glück beinhaltet. Allerdings nimmt ein Coach seinem Klienten nichts weg, was dieser gerne behalten möchte. Coaching bedeutet eine Bereicherung und eine Erweiterung von Möglichkeiten. Coaching öffnet den Blick auf neue Ziele und Perspektiven. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Chancen und Zielen. Wer ist das nicht? Ich weiß, was ein guter Coach für mich bedeutet und was er für mich tun kann. Das hat sehr viel mit Vertrauen zu tun und das ist die Grundlage von allem. Coaching bringt sehr viel mehr als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Es ist nicht nur anlassbezogenes Lernen, sondern viel mehr als das. Coaching bringt alle Werkzeuge mit, die wir für unsere Zukunft brauchen. Ich erkenne einen guten Coach, wenn ich ihm begegne.

English: MCC Coaching books

English: MCC Coaching books (Photo credit: Wikipedia)

Wertegemeinschaft


Der US-Geheimdienst NSA späht nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL offenbar gezielt die Europäische Union aus. Dies gehe aus geheimen Dokumenten hervor, die der Informant Edward Snowden mitgenommen habe und die der Spiegel teilweise einsehen konnte, wie das Magazin berichtete. 

Freunde

Die Bundeskanzlerin verhält sich professionell zurückhaltend, wenn sie auf das Thema angesprochen wird. Das ist verständlich, denn nichts ist gefährlicher als ein Nachbarschaftsstreit unter guten Freunden. Es ist doch ganz natürlich, dass unsere Freunde in den Vereinigten Staaten und um Vereinigten Königreich neugierig sind, was in Europa so los ist. Wir verstehen es ja manchmal selber nicht. Ausserdem sind die Jungs von der NSA und dem CI5 wahrscheinlich viel besser als die vom langweiligen BND. Wir Deutschen sind ja so naiv. Jedenfalls hat man den Eindruck. Vielleicht ist es auch nur hanseatisches Understatement. Mehr sein – als zeigen, ist die Devise. Vielleicht ist das so. Vielleicht leisten die ausländischen Dienste ja auch nur Schützenhilfe. Das europäische Datenschutzrecht ist möglicherweise so aufgebläht und nicht anwendbar, dass die Geheimdienste befreundeter Staaten stillschweigend unser Einverständnis für einen allumfassenden digitalen Schutzschirm haben. Wir haben es erduldet und nun bleiben wir auch ganz gelassen. Wissen wir doch, dass wir bei der Auswertung der Informationen mit einbezogen werden könnten. Das wollen sich unsere Beamten natürlich nicht verscherzen. Warum also sollten wir unseren Freunden auf die Füße treten? Spaß beiseite. Wenn der Nachbar oder der Freund anfängt in unsere Kochtöpfe zu schauen, wenn er mit einer Wanze oder einer Kamera dabei ist, wenn wir gerade intime Dinge erleben oder wenn sie jedes gesprochene und geschriebene Wort auswerten um es irgendwie zu bewerten und auszuwerten, dann hört der Spaß auf. Ich schließe mein Haus regelmäßig ab und ich erwarte, dass geklingelt wird, bevor jemand mein Haus betritt. Das ist das Mindeste, was ich an Achtung und Respekt erwarte. Und wenn ich Informationen mit meinen Nachbarn austauschen will um die Sicherheit in der Straße zu erhöhen, so ist es meine souveräne Entscheidung,  welche Daten ich zur Auswertung weitergebe.
Das Problem muss dringend geklärt werden. Die Entwicklung der IT und des Internet ist tatsächlich immer noch NEULAND, wie Kanzlerin Merkel es ausdrückte. Die meisten ahnen noch nicht einmal, was mit Hilfe des Internet möglich ist. Drohnen werden bereits heute weltweit über das Internet ferngesteuert. Die Dinger haben nicht immer nur Kameras an Bord. Das Internet wird zum Transportmedium für eine andere, einer erweiterte und einer virtuelle Realität. Der Unterschied von einem Ballerspiel auf einer Spielkonsole zur Wirklichkeit verschwimmt.
Eine virtuelle Welt entsteht. Wir sind mitten drin. Wir sind Zeuge einer Reihe von DIGITALEN REVOLUTIONEN die eine neue REALITÄT ermöglichen. Das INTERNET der DINGE ist der nächste Schritt. Jedes technische Gerät, jedes Fahrzeug, jeder Fernseher, jeder Kühlschrank, jeder WLAN-Router wird eine eigene IP-V-6 Adresse haben und von jedem Punkt der Erde aus erreichbar werden. Der Spion der aus dem Kühlschrank kommt, ist nicht mehr nur Science Fiction. Wir werden es erleben. Was heute mehr zählt als alles andere sind die ethischen Werte der guten alten Zeit. Wir brauchen mehr humanistische Ausbildung und den kulturellen Austausch um einander besser zu verstehen. Wir müssen wissen, wie unsere Nachbarn und Freunde ticken und wir sollten das unbedingt über einen angemessenen und achtsamen Umgang miteinander tun. Wenn wir dem Nachbarn nicht vertrauen, wird es gefährlich. Wir brauchen mehr als gegenseitige Überwachung. Wir brauchen Verständnis und Werte. Wir brauchen gegenseitige Achtung und Gemeinsamkeiten.

Licht und Schatten


Kein Licht ohne Schatten – Kein Schatten ohne Licht

 

 

 

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie "Malendes Li...

Deutsch: Nr. 7 der Fotoserie „Malendes Licht, Lebende Schatten“, 84 x 59,4 cm (Photo credit: Wikipedia)

 

„Ich bin so einsam, allein und unglücklich!“ „Wunderbar! Dann weißt Du ja auch wie es ist, glücklich und gemeinsam zu sein!“ Mein Gesprächspartner schaut mich völlig überrascht an und in diesem Augenblick verlässt er seine Rolle als Opfer eines unabwendbaren Schicksals.

 

Ich frage nach. „Wann warst Du zum letzten Mal richtig glücklich? Kannst du Dich erinnern?“
Er schaut in die Luft und denkt kurz nach. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Ich hätte vor einer Minute nicht für möglich gehalten, wie schnell dieser Wandel sich bei ihm vollziehen würde. Ich muss sehr sorgfältig darauf achten bei meinen Gesprächspartnern nicht den Eindruck zu vermitteln, dass mir alles leicht fallen würde und ich überhaupt keine Probleme zu bewältigen hätte.
Das habe ich auch schon erlebt. Ein Klient, der gerade in Selbstmitleid zu ertrinken drohte und gerade sein ganzes Schicksal in Gottes Hand legte, meinte nur, dass mir ja offensichtlich alles leicht fallen würde und ich ihn nicht verstehen würde.
Ganz klar: Ich hatte den Rapport verloren. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung. Einerseits war ich wirklich versucht, ihm Recht zu geben und den Blues mit ihm gemeinsam zu singen. Zwei gestrandete Seelen an einer Bar, die ihren Kummer in Alkohol ertränken. Der Barkeeper als Seelentröster. Miles Davis als Soundtrack. Ich natürlich mittendrin, als verständnisvoller, einsamer Detektiv Archer aus der Schwarzen Serie.
Andererseits musste er da schnell wieder raus. Ich merkte sehr schnell, dass das nicht einfach werden würde. Und tatsächlich gelingt es mir nicht immer, diesen speziellen Kontakt herzustellen, der es meinen Gesprächspartnern erlaubt, sich zu öffnen sich einfach gut zu fühlen.
Auch Rheinische Frohnaturen können zu einem Problem werden. Sie kommen völlig überdreht daher und wollen nur mal eben testen, was ich für sie tun kann. Hinter ihrer lustigen Fassade lauert oft etwas ganz Anderes, Dunkles. Hinter dem Lachen des Clowns steckt immer auch ein weinendes Gesicht. Das gehört zusammen. Immer.
Ich werde vorsichtig, wenn ich auf Menschen treffe, die angeblich nur gute Laune haben. Da stimmt was nicht.
Allerdings bin ich selbst auch jemand, der durchaus positiv und optimistisch herüberkommt. Es ist eine Frage der Einstellung zum Leben und zu anderen Menschen. Ich nehme an, dass jeder einen positiven Kern in sich hat.
Selbst das größte Ekelpaket hat etwas in sich, vor dem ich Respekt haben kann. Es ist manchmal ganz eigenartig. Ich erinnere mich an einen Mitarbeiter, der respektlos, vorlaut und extrem unangenehm wirkte. Das war nicht nur meine Wahrnehmung. Ich konnte es jeden Tag beobachten und ich wunderte mich immer wieder mit welch traumwandlerischer Sicherheit der Mensch in jedes Fettnapf trat und sich völlig respektlos gegen jedermann verhielt. Nicht einmal Vorgesetzte und Kunden waren vor seinen Zoten sicher. Ich bin ehrlich. Spätestens an diesem Punkt hat mein Verständnis ein Ende. Wie kann man sich nur so verhalten? Was trieb diesen Kerl eigentlich an? Hatte der denn überhaupt keinen Anstand? Er war ein Zyniker vor dem Herrn. Intelligent, brutal und anzüglich. Eine gefährliche Mischung.

 

Forever Miles Davis

Forever Miles Davis (Photo credit: Wikipedia)

 
Eines Tages traf ich ihn am Strand. Es war ein heißer Tag und ich war mit dem Rad an den See gefahren um ins Wasser zu springen. Ein Vater spielte mit seiner Tochter. Ich hatte ihn nicht gleich erkannt. Er hatte eine völlig andere Körperhaltung, ohne jede Aggressivität. Er fühlte sich unbeobachtet und hatte seinen harten Panzer abgelegt. Ich blieb unentdeckt und beobachtete die Beiden. Das war ein interessanter Einblick. Seine Frau kam dazu und setzte sich zu ihnen. Er war in Sicherheit. Ich sah ihn von diesem Augenblick an in einem völlig anderen Licht. Seine ganze zur Schau gestellte Überheblichkeit war in Wirklichkeit nur eine Abwehrhaltung. Mir wurde schlagartig klar, dass er sich damit instinktiv schützte. Er wollte keine Schwäche zeigen.

 

Licht und Schatten. Auch dieser Kerl hatte eine verletzliche Seite.
Immer wenn ich auf solche Charaktere treffe, muss ich daran denken. Jeder Mensch ist nicht nur gut oder nur schlecht.
Um das Gute in einem Menschen richtig würdigen zu können, muss man auch seine dunklen Seiten kennen.

 

Wie heißt es doch in diesem Rocksong? „Es gibt kein gut und kein böse. Es gibt kein arm und kein reich….“ Ich weiß nicht genau, aber das könnte von Grönemeyer sein.

 

Coach an Bord


Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden.

Mitarbeiter gewinnen: Bei uns kann man was werden. (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Was kann man eigentlich mit einem externen Coach anfangen? Wozu kann man ihn einsetzen und was kann er erreichen? Zugegeben, Coaching ist immer noch so eine Sache. Alle reden von Coaching und jeder versteht etwas anderes darunter. Warum sollte man sich einen Coach leisten, wenn man nicht einmal weiß, was der für einen tun kann? Was macht man mit einem Schweizer Taschenmesser? Ein Coach kann zum Beispiel erst einmal ein wenig Licht in das Dunkel bringen und klären, was Coaching bedeutet und was man damit anfangen kann. Ein guter Coach kann das.
Boris Grundl, der bekannte ManagerCoach stellte einmal die Frage, die jeden Manager interessieren sollte. „Coachen Sie Ihre Mitarbeiter richtig?“ Er grenzt den Coachingbegriff im Führungsalltag ganz klar von einer therapeutischen Zielstellung ab und versteht Coaching eher als Hilfe zur Umsetzung von Arbeitsaufgaben. Coaching im Managementumfeld ist eher eine Umsetzungsbegleitung. Um erfolgreich zu coachen, muss man zuerst den Menschen erreichen. Es gibt keinen mechanischen Ablauf. Wenn der Coach den Menschen nicht erreicht, hat er keine Chance, den Prozess erfolgreich zu steuern. Ein Manager als Coach zeigt dem Mitarbeiter nicht, was er wie zu machen hat, sondern er geht anders vor. Er stellt Fragen. „Was brauchen Sie, um dieses Ziel zu erreichen? Welche Unterstützung kann ich Ihnen geben? Woran könnte das Projekt scheitern? Ich bin für Sie da, wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es sich wünschen.“ Ganz anders würde ein ungeduldiger Chef argumentieren. „Warum geht das nicht schneller? Was brauchen Sie denn noch alles? Ich würde es sowieso anders machen! Ich verstehe nicht, warum Sie das immer noch nicht im Griff haben! Ich möchte Ergebnisse sehen, alles Andere ist mir egal!“
Ein Coach ist an der Entwicklung seines Klienten interessiert. Er begleitet seinen Coachee auf dem Weg zum Ziel und ein wichtiges Ziel ist immer die Verbesserung der Fähigkeiten und der Performance seiner Klienten. Im Unternehmensumfeld ist dieser Aspekt besonders interessant. Mitarbeiter, die in ihrem Chef einen kritischen aber hilfreichen Coach erkennen, fühlen sich gut aufgehoben und tun gerne etwas mehr für ihr Unternehmen. So betreute Mitarbeiter haben Interesse am Erfolg ihres Unternehmens und arbeiten härter als andere, die sich nicht mitgenommen fühlen. Ein Coach in einem Unternehmen kann viele Aufgaben übernehmen. Er hilft dem Management beim Coaching der Mitarbeiter. Er coacht das Management. Er sorgt dafür, dass die Atmosphäre in einem Unternehmen sich nachhaltig positiv entwickelt. Achtsamer Umgang der Mitarbeiter untereinander, im Umgang mit dem Management und nicht zuletzt mit den Kunden führt zwangsläufig zu einem wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Wer darauf verzichten möchte, braucht keinen Coach. Für alle anderen empfehlen wir Coaching.

 

Mitarbeiter führen heisst loslassen

Mitarbeiter führen heisst loslassen (Photo credit: Tanja FÖHR)

 

Alles was Sie jetzt sagen, kann und wird gegen Sie verwendet werden…..


„You have the right to remain silent. Anything you say can and will be used against you in a court of law.“ (US-Rechtsmittelbelehrung bei Festnahmen)

„Alles was Sie jetzt sagen kann und wird gegen Sie verwendet werden!“ Wir haben diesen Satz schon oft gehört. Dieser Satz gilt nicht nur für Strafverfolgungsbehörden. Er hat auch eine tiefe Bedeutung im alltäglichen Leben. Niemand kann einen Satz ungesagt machen. Was einmal unseren Mund in Form von Worten verlassen hat, bleibt bestehen. Wir können ihn nicht mehr ungeschehen machen. Ein Coach agiert völlig anders. Das ist der entscheidende Unterschied. Ein guter Coach ist ein aktiver Zuhörer, der niemals etwas gegen seinen Klienten verwendet, sondern ihm im Gegenteil dabei behilflich ist alles auszusprechen, was notwendig ist um Ziele zu formulieren und zu erreichen. In einem Coaching wird niemals auf der Aussage eines Klienten herumgeritten oder ihm gar, viel später, wieder aufgetischt. Natürlich vergisst ein Coach nicht. Aber er weiß, dass der wichtigste Punkt im Verhältnis zwischen ihm und seinem Mandanten unbedingtes Vertrauen ist. Das gilt im Übrigen für jede Form der psychologischen Beratung. Es gibt keine Wertung und schon gar keine Verurteilung. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Offenheit des Klienten dem Coach gegenüber, wenn er sich auch wagt Dinge auszusprechen, die kein gutes Licht auf ihn werfen. Vertrauen ist auch hier der Anfang von allem.

In the United States, a person who is going to...

In the United States, a person who is going to be questioned by police when he or she is in police custody must be read his or her „Miranda rights“. The Miranda warning assumes people don’t understand what their rights are so it requires police officers to read a statement to people being arrested which informs them that they have certain rights, such as the right to remain silent and the right to have an attorney. (Photo credit: Wikipedia)

Jeder kennt die Situation, wenn Unternehmensberater auftauchen und ihre Fragebögen abarbeiten. Viele haben Assessment-Center besucht und Fragen beantwortet. Hinter jeder Frage verbirgt sich etwas. Man fühlt sich hilflos und durchleuchtet. Echtes Coaching ist anders. Es geht nicht darum jemand durch Fragen in eine bestimmte Schublade zu stecken, sondern ihn zu fördern und voranzubringen. Ich will es mal in einem einfachen Satz zusammenfassen:

„Nichts was Sie hier sagen, wird jemals gegen Sie verwendet werden!“
Wenn so ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, ist es der Beginn einer ausgezeichneten Zusammenarbeit. Ich nenne das Coaching.