Mark Aurel – Klar denken und handeln – MacCoach


Mark Aurel – Klar denken und handeln – MacCoach

Unterdrücke die bloße Einbildung; hemme die Leidenschaft; dämpfe die Begierde; erhalte die königliche Vernunft bei der Herrschaft über sich selbst!
[Marc Aurel – Selbstbetrachtungen]

Kennen Sie die Geschichte mit dem Nachbarn, der am Sonntagmorgen feststellt, dass er kein Frühstücksei im Kühlschrank hat? Abgesehen davon, dass man heute zur nächsten Tankstelle oder zu REWE am Hauptbahnhof fahren kann, war es früher einmal möglich, beim Nachbarn zu klingeln und sich dort etwas auszuleihen.
Also: Unser Mann möchte seiner Frau gerne ein Frühstücksei präsentieren. Er nimmt es sich vor beim Nachbarn zu klingeln und zu fragen.

Aber es ist Sonntagmorgen um 08:00. Der Nachbar schläft bestimmt noch. Das bedeutet warten. Gedanken schleichen sich an. Der Nachbar hat einen Mercedes vor dem Haus zu stehen und er trägt Anzüge. Der denkt bestimmt, dass er etwas Besseres ist. Die Frau des Nachbarn und die Kinder sind immer höflich und zuvorkommend, niemals vorlaut. Ein weiteres Indiz für die Arroganz des Nachbarn. Er grüßt immer freundlich, ist Chef in einer Bank. Letztens hat er ihn so komisch angesehen, als er mit einem Kasten Bier die Treppe hochkam. Klar: Dieser arrogante Mann trinkt natürlich kein Bier. Da muss es schon Champagner sein, der Herr! Und er wird mit Sicherheit Sachen denken wie: Ja, Ja: Bier trinken und die Eier für das Frühstück vergessen. Die Zeit vergeht und immer mehr Gedanken kommen. Der Nachbar erscheint in einem immer ungünstigeren Licht. Unser Mann beginnt ihn zu hassen. Es ist 09.00 Uhr. Er hört Geräusche hinter der Wand. Sie müssen wach sein. Jetzt könnte er klingeln und fragen. Aber nein. Vielleicht sind es nur die Kinder. Vor 10:00 oder 11:00 sollte man am Sonntag nicht beim Nachbarn klingeln. Was wäre, wenn der Nachbar höhnisch grinsen würde und “Nein!” sagen würde? Er hatte bestimmt Eier im Kühlschrank. Aber aus purer Schadenfreude würde er es ihm verweigern. So ein Kerl ist das! Arrogant, boshaft. Ein Zyniker. Ein Arschloch.

Es ist 11:00 Uhr und unser Mann schäumt vor Wut. Er stürmt aus der Wohnung, klingelt beim Nachbarn, wartet kurz und dann öffnet sich die Tür. Der Mann steht im Laufanzug vor ihm und schaut ihn freundlich an. “Grinsen Sie nicht so höhnisch! Ich weiß genau, dass Sie noch Eier im Kühlschrank haben. Aber der feine Herr wird mir bestimmt keine abgeben wollen. Ich weiß genau, was sie denken! Sie Arschloch! Von Ihnen würde ich die Eier nicht einmal geschenkt nehmen!”, und tritt ab……

Es war alles nur Einbildung. Der Mann konnte nicht wissen, was der Nachbar denkt oder wie er tickt. Aber so funktioniert Kommunikation, wenn Einbildung im Spiel ist. Alles passiert nur in unserem Kopf. Wir haben keinen Beweis für die Richtigkeit unserer Annahmen.  
Über Leidenschaft und Begierden möchte ich heute nichts sagen. Das versteht sich von selbst, dass ein Coach das alles im Griff hat. Oder?

Worum es hier geht ist die Herrschaft über sich selbst. Marc Aurel spricht von der königlichen Herrschaft über sich selbst. Man muss kein König sein, oder blaues Blut in sich haben um diese Herrschaft über sich selbst zu erringen. Klares Denken und Handeln. Herrschaft über sich selbst und Klarheit über unser Gefühle haben. Das ist das zentrale Thema. Und ja: Auch wenn wir etwas begehren, dann sollen wir uns nicht verschließen oder Angst davor haben. Es hilft immer, wenn man klar und distanziert darüber denkt.  Es hat überhaupt keinen Sinn, etwas vor sich selbst zu verstecken. Und manchmal muss man einfach nachgeben und tun, was man begehrt. Oscar Wilde hat das gut erkannt.

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How to Lead with the Power of Humility — Leadership Freak


The seductions of arrogance wreck leaders, demoralize teams, and destroy organizations. “The only thing more dangerous than ignorance is arrogance.” (Attributed to Albert Einstein.) Everything good in leadership begins with humility. Subtleties of arrogance: Taking offense at slights. A thin skin points to pride. “You deserve better.” Judging others by unspoken expectations. The “humble-arrogant” are […]

über How to Lead with the Power of Humility — Leadership Freak

Der Coach ist ein guter Verkäufer – MacCoach


Der Coach ist ein guter Verkäufer

Wenn man an Verkaufen denkt, dann denkt man sofort an einen Autoverkäufer. Ich habe mir wahrscheinlich noch nie ein Auto aufschwatzen lassen. Ich fahre gerne Auto, aber ich habe kein Problem damit, wenn ich nicht Audi, Mercedes oder BMW fahre. Natürlich liebe ich diese Marken. Aber wenn man ehrlich ist, dann ist ein Auto nur ein Fortbewegungsmittel. Fahrspaß sieht anders aus. Wenn ich mal richtig rasen will, auch das kommt vor, dann werfe ich meine Playstation an und fahre eine Runde CARS oder WipEOut. Ich liebe diese Spiele seit dem Supernintendo und die Rennklassiker MarioCarts und F-Zero.
Ich komme immer wieder vom Thema ab. Verkäufer. Ich habe tolle Verkäufer bei AUDI und Mercedes kennengelernt und absolut keinen Grund etwas gegen diese Form des Verkaufs zu haben. Vielleicht früher einmal. Aber inzwischen weiß ich, dass vieles sich nur in unserem Kopf abspielt. Ich habe längst kein Problem mehr mit Bankern, Autoverkäufern und Versicherungsvertretern. Wenn sie gut sind, dann arbeiten sie wie ein Coach. Und das ist mein persönliches Qualitätsmerkmal.

Erwachsen werden ist wie sterben – MacCoach


Erwachsen werden ist wie sterben

„Sich treu bleiben? Das ist ein Kampf“ Niemand will erwachsen werden, sagt die Philosophin Susan Neiman. Erwachsene sind gestresst, haben Geldsorgen, sterben bald. Warum es sich trotzdem lohnt.

Was soll’s? Leben bedeutet sterben. Am Anfang wachsen wir wie verrückt und lernen mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit und dann beginnt der Prozess des langsamen und immer schnelleren Verfalls. Am Ende geht es wieder mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Und dann ist Schluss.

“Das Leben ist hart, ungerecht und tödlich.”,

sage ich immer mit einem Lächeln. Und es scheint fast, als ob ich keine Angst vor dem Tod hätte. Doch, ich habe Angst. Angst vor Krankheit, Angst vor Armut und Bedeutungslosigkeit. Angst vor dem Tod. Natürlich.

Also. Klatschen wir in die Hände und überlegen mal, was zu tun ist um mit der Angst umzugehen und das Beste daraus zu machen.

Was bedeutet es, wenn man nicht der strahlende Held ist, sondern nur der zweite Mann hinter dem Helden? Was ist, wenn man nicht Steve Jobs ist, sondern Jonathan Ive? Was ist, wenn man kein Held ist, sondern einfach nur ein integrer Mann ist, der am Ende seines Lebens immer noch als ein angenehmer und aufrichtiger Begleiter durchgehen kann?

“Auf der anderen Seite gibt es zu viele kleine und ebenso erfolgreiche Arschlöcher, die ihr Leben lang gegen die eigene Bedeutungslosigkeit angerannt sind und über Leichen gegangen sind.”, sagte mal ein kluger Mann zu mir. “Und es hat ihnen nichts genützt. Im Gegenteil: Sie sind keine kleinen Arschlöcher geblieben, sondern Riesenarschlöcher geworden.”

Als ich das hörte, beschloß ich kein Arschloch zu werden. Weder ein kleines noch ein großes…..

Wir brauchen wenig Technologie um das wichtigste Werkzeug zu benutzen, das wir haben. Es ist das Gehirn und unser logisches Denken. Ich habe mich immer gefragt, warum unser Gehirn manchmal so verrückte Dinge mit uns anstellt. Es blockiert uns. Es macht uns ängstlich. Es verstellt uns den Blick für offensichtliche Dinge. Es spielt Katz und Maus mit uns. Dabei muss man nur einen offenen Geist behalten und sich immer darüber im klaren bleiben, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.   

Ich bin Coach. Es gehört zu meinen Aufgaben mit Erwachsenen zu reden. Und ich habe bemerkt, dass es einen Wunsch gibt, der mit dem Lebensalter immer stärker wird. Es ist der Wunsch, rechtzeitig abgebogen zu sein und kein großes Arschloch zu werden. Oft ist es viel zu spät. Aber es gibt eine gute Botschaft. Unser Gehirn macht uns gerne etwas vor. Und es ist niemals zu spät, sein Leben zu ändern.

Das steht schon in der Bibel, dass es möglich ist:

Sogar aus einem finsteren Arschloch kann ein guter und attraktiver Mensch werden. Aus einem Saulus ein Paulus. Und: Gott liebt den Sünder, aber nicht die Sünde.

Viel mehr muss man eigentlich nicht wissen um einen grundlegenden Wandel zu schaffen.

Wie das geht? Ganz einfach und doch so schwer. Es müssen Glaubenssätze zerstört werden. Hier ist so einer. “Der Mann ist viel zu gut für diese Welt. Er ist naiv und wahrscheinlich ist er dumm.Er hat keinen Biß!” Kennen wir doch alle, dieses Denken. Es wird uns immer wieder gezeigt, dass die Guten die Dummen sind.
Aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. “Gut ist nicht dumm!”
Ich habe Bill Gates vor Augen. Der Mann war als junger, erfolgreicher Softwaremilliardär wahrhaftig kein Musterknabe in Sachen “Gut sein”. Er war eher das Gegenteil davon. Er betrieb ein skrupelloses Geschäft und er nutzte rücksichtslos seine Chancen. Er verkrachte sich mit Menschen, die er eigentlich bewunderte. Sein Kampf gegen Steve Jobs spricht Bände. Aber auch Jobs war alles andere als ein Heiliger. Es ist schade, dass wir ihn so früh verloren haben. Bill Gates ist heute das, was manche einen Gutmenschen nennen. Er ist der Gegenentwurf eines Donald Trump, der offenbar immer noch nach einer Bedeutung sucht. Hoffentlich wird ihm erst nach seiner Amtszeit klar, dass er einfach nur Donald Trump ist, kein Mann von Bedeutung. Im Gegenteil.
Gates nutzt seine Milliarden um Bildung und Gesundheit voranzubringen. Die Welt kann besser werden, ist seine Botschaft. Und die Welt wird immer besser. Auch wenn uns die täglichen Nachrichten etwas anderes berichten. So viel News war nie. Und es ist wie eine verrückte Schleife, wenn wir immer nur an die ständig zusammenbrechenden Twin Towers denken müssen. Wir haben es einfach zu oft gesehen und es wird ständig wiederholt.   

Es gibt Menschen, die sich als glücklich bezeichnen würden. Egal was passiert, sie sehen die Welt positiv und für sie scheint die Sonne immer. Was sie ja auch tut: Über den Wolken und auf der Tagseite der Erde. Das Leben ist ein Geschenk. Es ist kein Unglück wenn man nicht ein Napoleon oder Nero, oder Schlimmeres geworden ist.

 

Moonfire – Coaching für Leader


Norman Mailer, als einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, erhielt 1969 von der Zeitschrift LIFE, den Auftrag, über den Flug zum Mond zu berichten. Seine Reportage wurde der längste Sachtext, den LIFE je veröffentlichen sollte. Mailer erweiterte seinen Bericht anschließend um tiefer gehende Betrachtungen: Daraus entstand das brillant geschriebene Buch “AUF DEM MOND EIN FEUER”, das hier in Auszügen kombiniert mit Fotografien wiedergegeben wird. Gleichermaßen versiert im Umgang mit der Wissenschaft der Raumfahrt wie der Psychologie der Beteiligten -von Wernherr von Braun, dem Konstrukteur der Saturn-V-Rakete, über die wichtigen Bodenmannschaften der NASA, bis hin zu den drei Astronauten -, liefert Mailer provokante und treffsichere Einsichten in dieses epochale Ereignis. /Klappentext Norman Mailer – MOONFIRE – Die legendäre Reise der Apollo 11/

Auf der Suche nach emotional ergreifenden Stories, die in einem Coaching oder einem Vortrag verwendet werden können, um das Publikum in auf ein besonderes Level der Aufmerksamkeit zu führen, bin ich auf das oben beschriebene Buch gestoßen. Natürlich habe ich dieses einzigartige Werk schriftstellerischer, journalistischer und psychologischer Präzision sofort bestellt und ich musste gar nicht lange suchen um auf eine Frage zu stoßen, die den Astronauten auf einer großen Pressekonferenz vor dem Flug gestellt wurde.

“James Gunn von BBC: Sie haben erwähnt, dass Ihre Unternehmung, genau wie alle anderen, eine ganze Reihe von Risiken einschließt. Wenn man bedenkt – was haben Sie denn für Pläne für den -/ britische Höflichkeit in jeder Lage/ – für den außerordentlich unwahrscheinlichen Fall, dass die Landefähre sich nicht mehr von der Mondoberfläche erheben kann?”   

Armstrong lächelte. Seine Abneigung gegen die Beantwortung von Fragen in der Öffentlichkeit hatten ihre Bestätigung erhalten. Diese Journalisten schreckten nicht einmal davor zurück, jemanden über seine Gefühle angesichts des sicheren Todes auszufragen. /Norman Mailer – MOONFIRE – Die Psychologie der Astronauten/

So unwahrscheinlich war es gar nicht, was der britische Journalist da gefragt hatte. Und es gehörte zu den besonderen Aufgaben der Astronauten, genau diese Möglichkeit so gut es ging auszublenden. “Wir haben es bis jetzt vorgezogen, daran gar nicht erst zu denken. Wir glauben nicht, dass dieser Fall sehr wahrscheinlich ist. Es handelt sich bei ihm einfach nur um eine von vielen entfernten Möglichkeiten.”, antwortete Neil Armstrong.
Allerdings war das Scheitern der Mission eine durchaus realistische Option. Der Präsident der USA, Richard Nixon hatte bereits eine Rede in der Schublade, für den “unwahrscheinlichen Fall”, dass die Mission scheitern sollte.

Diese Frage bringt die ausserordentliche psychologische Belastung der Astronauten auf den Punkt. Ein guter Grund um diesen Punkt der Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt des Coachings zu setzen. Was passiert eigentlich, wenn diese Mission, dieses Projekt, diese Firma, dieser Versuch scheitert?
Wenn wir es nicht selbst ausprobieren, werden wir es niemals erfahren. Welche Ängste hindern uns daran, etwas Neues auszuprobieren, was noch nie jemand gewagt hatte?

 

“Aber was geschieht, wenn Sie nicht mehr vom Mond herunterkommen?” – “Das wäre ein unerfreulicher Gedanke.”

Diesem unerfreulichen Gedanken stand ein Programm gegenüber, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Es stand der Wille einer Nation dahinter, einen der größten Menschheitsträume zu erfüllen und gleichzeitig die technologische und moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Scheitern war keine Option.

Das liegt zu einem großen Teil auch an das ausgefeilte Risikomanagement und der ausgezeichneten Projektorganisation, ohne die ein derartiges Projekt nicht erfolgreich sein kann. Armstrong kannte die Organisation die hinter dem Projekt stand und er war davon überzeugt, dass sie Erfolg haben würden.

Für Psychologen und Coaches ist es außerordentlich interessant, wie die Astronauten die “unerfreulichen Gedanken” in den Griff bekamen. Viele Klienten haben ganz andere und sehr viel kleinere Ängste, die sie daran hindern etwas zu tun, was sie erfolgreich machen wird. Es gibt Unternehmer, die unter Ängsten und Zwangsstörungen leiden, die es ihnen teilweise unmöglich machen ihren Erfolg oder einfach ihr Leben zu genießen. Es genügt nicht, einfach zu sagen, dass diese oder jene Aktivität völlig harmlos und ungefährlich ist – Statistiken lügen nicht – . Das wissen diese Leute selbst am besten. Aber wie geht man mit tiefer liegenden Ängsten um? Ein Coach sollte das wissen und über Techniken verfügen um so etwas zu erkennen und gegebenenfalls etwas dagegen zu tun. Für besonders tiefgehende Fälle kann ein Therapeut empfohlen werden.

Michael Collins, der Astronaut, der während der Mondlandung von Armstrong und Aldrin den Mond umkreiste, wurde gefragt, wie er mit dieser Enttäuschung klar kommen würde. Es ist nicht klar, ob er tatsächlich enttäuscht war. “Ich fühle mich nicht im Geringsten enttäuscht. Schließlich fliege ich ja 99,9 Prozent der Strecke mit, und das erscheint mir absolut befriedigend.”
Collins war der Sohn eines der kultivierten Exemplare der militärischen Aristokratie, schreibt Mailer. Für ihn galt als oberster Leitsatz, immer die Ruhe bewahren. Wie ja überhaupt im amerikanischen Leben der einzige Leitfaden zum Erkennen wahrer Aristokratie darin besteht, genau zu beobachten, wer auch unter dem sengensten Druck von Unruhe, Neid, Geltungsbedürfnis, Eifersucht und Spannung unveränderlich seine Ruhe behält. Was Mailer wohl über Trump schreiben würde? Es wäre vernichtend. 

Das wäre doch mal ein Thema für ein Führungskräftecoaching. Was meinen Sie?

 

Bill Gates – verändert die Welt


Der Name Bill Gates steht synonym für MICROSOFT. Er ist der wohl reichste Mann der Welt und dieser Name wird uns wie der eines Rockefeller für lange Zeit erhalten bleiben. In 100 Jahren weiß niemand mehr, dass Bill Gates mit MS-DOS, Windows und MS-Office sein Vermögen gemacht hat. Aber das, was er jetzt tut, wird bleiben. Bill Gates führt einen BLOG, den ich sehr gerne lese. Er wirbt für seine Hilfsprojekte überall auf der Welt und was er zu sagen hat, ist aller Ehren wert. Dieser Bill Gates von heute gefällt mir immer mehr. Das ist nicht mehr der Mann, der die Gelddruckmaschine MICROSOFT erfunden hat und der gefühlt immer hinter APPLE und Steve Jobs auf dem zweiten Platz stand. Das ist nicht mehr der gemeine Fiesling, der APPLE die grafische Oberfläche und die Mausbedienung gestohlen hatte. Bill Gates wird immer mehr zu einem Mann, dem man seine Aufmerksamkeit schenken muss, wenn man wissen will, wie es auf dieser Welt weitergehen kann. Kürzlich schrieb er einen Artikel, der auch im TIME-MAGAZINE erschienen ist. Im Original kann man das alles auf GATESNOTES.COM nachlesen: (https://www.gatesnotes.com/Development/How-Foreign-Aid-Helps-Americans)

Er schreibt dort, dass Entwicklungshilfe ein heißes Eisen ist. Aber heute wird es noch heißer, weil die Regierung der Vereinigten Staaten, einer der einflussreichsten Geber der Welt, drastische Kürzungen für Gesundheits- und Entwicklungsprogramme auf der ganzen Welt erwägt. Donald Trumps “AMERICA FIRST!” treibt erste Blüten.

Bill Gates schreibt dazu: “Ich verstehe, warum einige Amerikaner ihre Steuer-Dollar in Übersee sehen und sich fragen, warum wir sie nicht zu Hause lassen. Hier ist meine Antwort: Diese Projekte sind wichtig für die Sicherheit der Amerikaner selbst. Und durch die Förderung von Gesundheit, Sicherheit und wirtschaftlicher Chance stabilisieren sie anfällige Teile der Welt.”
Das ist eine sehr interessante Sicht auf die Dinge.
Das ist eine Lektion, die ich selbst gelernt habe. Als ich mich vor mehr als 15 Jahren in Gesundheit und Entwicklung engagierte, war die Hauptmotivation, das Leben der Menschen auf der ganzen Welt zu retten und zu verbessern. Das stimmt heute noch, aber im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es wichtig ist, zu erklären, wie amerikanische Entwicklungshilfe auch den Amerikanern selbst zugute kommt.
Zum einen hilft es, Epidemien zu verhindern. Der jüngste Ebola-Ausbruch in Westafrika tötete mehr als 11.000 Menschen, aber die Todesopfer wäre viel schlimmer gewesen, wenn die Krankheit im benachbarten Nigeria, einem internationalen Reise-Hub, der 180 Millionen Menschen beherbergt, weit verbreitet war. Was enthielt es? Unter anderem eine Gruppe von Gesundheitsangestellten, die dort für eine Anti-Polio-Kampagne stationiert waren. Sie wurden schnell dem Ebola-Kampf zugewiesen, und ihre Bemühungen halfen, die Krankheit zu stoppen und sie davon abzuhalten, den Atlantik in die Vereinigten Staaten zu überqueren.”
Er bezieht sich direkt auf die US-Administration unter Barack Obama, der viel nachhaltiger und intelligenter regiert hat, als vielen vor dem Regierungswechsel klar war.
Der größte öffentliche Geber der Anti-Polio-Arbeit war die US-Regierung, und das aus gutem Grund. Es schützt die Amerikaner und hilft der Welt, sich für die nächste Epidemie vorzubereiten, die Größenordnungen tödlicher sein könnte als Ebola. Um aufkommende Krankheiten zu stoppen, brauchen wir die Infrastruktur, die durch konsequente Finanzierung von gut geführten Gesundheitsprogrammen aufgebaut wird.
Selbst der unbeliebte Präsident George W. Bush wird positiv erwähnt: “Ein weiteres Beispiel ist die globale HIV / AIDS-Anstrengung Amerikas, bekannt als PEPFAR, die unter Präsident George W. Bush begann und mit einigen der ärmsten Länder der Welt zusammenarbeitet. PEPFAR ist ein unbestreitbarer Erfolg. Es gibt 11 Millionen Menschen mit HIV, die heute lebt wegen der Medikamente, die es bietet. Viel mehr bekam niemals das Virus an erster Stelle wegen der von PEPFAR unterstützten Präventionsbemühungen.”
Das sei nicht einfach eine humanitäre Aufgabe. Es ist viel mehr. Für diese Länder bedeutet es mehr Lehrer, Unternehmer, Polizeibeamte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die zu starken, stabilen Gesellschaften beitragen. Laut einer überparteilichen Studie sank die politische Instabilität und die gewalttätige Tätigkeit in den afrikanischen Ländern mit PEPFAR-Programmen zwischen 2004 und 2015 um 40 Prozent. Wo kein PEPFAR-Programm lag, lag der Rückgang bei nur 3 Prozent.
“Bessere Gesundheit bringt Nationen auf den Weg zur Selbstversorgung. Wie? Wenn die Gesundheit verbessert wird, entscheiden die Menschen, weniger Kinder zu haben, denn sie sind zuversichtlich, dass die Kinder, die sie haben, im Erwachsenenalter überleben werden. Wenn die Familiengröße sinkt, wird es für die Länder einfacher, sich zu füttern, zu erziehen und ihnen Gelegenheit zu geben – und das ist eine der besten Möglichkeiten, um jede anfällige Region zu stabilisieren.”, schreibt Gates.
“Eine stabilere Welt ist für jeden gut. Aber es gibt andere Möglichkeiten, die Hilfe profitiert Amerikaner im Besonderen. Es stärkt die Märkte für U.S. Waren: von unseren Top 15 Handelspartnern, 11 sind ehemalige Hilfsempfänger. Es ist auch sichtbarer Beweis für die weltweite Führung Amerikas. Die populäre Unterstützung für die USA ist in Afrika hoch, wo die Hilfe einen so dramatischen Einfluss hat. Wenn du einer Mutter hilft, das Leben ihres Kindes zu retten, vergisst sie niemals. Zurückziehen würde jetzt nicht nur Leben kosten, es würde ein Führungsvakuum schaffen, das andere gerne füllen würden.”
Syrien sei ein tragisches Beispiel dafür, was passieren kann, wenn die wichtigsten Zutaten der Stabilität nicht zusammenkommen. Anfang 2007 erlebte das Land die schlimmste Dürre in seiner Geschichte und fuhr mehr als eine Million Menschen aus ländlichen Gebieten in die Städte, schürte politische Spannungen und legte die Grundlage für den schrecklichen Bürgerkrieg, der heute andauert. Natürlich gab es viele Ursachen für diesen Krieg, und nicht jedes Land, das eine schwere Dürre hat, bricht derartig zusammen wie Syrien. Aber die Welt wird kein sicherer Ort sein, wenn die USA und ihre Verbündeten aufhören, anderen Ländern zu helfen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Nichts davon geht dem Militär verloren. Im Gegenteil: Mehr als 120 pensionierte Generäle und Admirale haben vor kurzem einen Brief an den Kongress geschrieben, der argumentiert, dass US-Programme „extrem wichtig sind, um Konflikte zu vermeiden und die Notwendigkeit zu reduzieren, Männer und Frauen in Uniform in den Krieg zu schicken.“ Verteidigungsminister James Mattis, er war Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, Pakistan und anderen Hotspots, sagte folgendes: „Wenn Sie das Staatsministerium nicht vollständig finanzieren“, das viele der Schlüsselprogramme Amerikas führt – dann muss ich mehr Munition kaufen.“ Es wird deutlich, dass die Haltung der Bundesregierung und des Bundesaussenministers hier Eins zu Eins übereinstimmt. Entwicklungshilfe führt zu mehr Sicherheit, wachsendem Wohlstand und weniger Kriegen.
Es ist erstaunlich. Nicht ein Linker Demokrat hat das geschrieben, sondern Bill Gates, der Softwaremilliardär. Das macht Mut für eine bessere Welt. Der BLOG des Bill Gates ist viel interessanter, als so manch ein politisches Magazin hierzulande.

 

Versager


Versager

Am Ende sind wir alle irgendwie Versager. Es ist das Leben an dem wir verzweifeln können. Kein Problem.

“Das Leben ist hart und ungerecht. Am Ende sind wir tot.”

Was ist der Unterschied zwischen einem Gewinner und einem Verlierer? Manchmal gibt es keinen Unterschied. Es gibt Menschen, die alles erreicht haben was sie sich gewünscht hatten und am Ende fühlen sie sich trotzdem einsam und verloren. Sie haben sich auf dem Weg zu falschen Zielen aufgerieben und sie haben sich verloren. Was treibt den Chef einer Bank dazu sich umzubringen? Was ist das Leben für diesen Mann gewesen? Warum sind wohlhabend geborene Jugendliche nicht glücklich? Warum ruinieren sie ihr Leben durch sinnloses Genussleben und durch Drogen und Alkohol? Warum sind Menschen, die alle Möglichkeiten haben, nicht in der Lage ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen? Warum träumen reiche Kinder von der Armut? Wir sind entweder alle Versager oder wir lernen die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

Eine alte Frau erzählt mir eine traurige Geschichte. Die Dame ist über 70 und sie ist immer noch eine attraktive Frau. Man sieht ihr an, dass sie Geld hat. Die ist Selbstzahler. Zum Coaching kam sie durch eine Empfehlung einer Ärztin. Ich sehe, dass Sie einen großen Gesprächsbedarf haben. Darf ich Ihnen einen guten Coach empfehlen? Der wird gerne mit Ihnen einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren.

Ich wusste, dass eine lange, interessante und letztendlich traurige Lebensgeschichte auf mich wartete. Wie so oft. Sie wurde von ihrer langjährigen Lebensgefährtin verlassen und war ganz alleine. Ihr einziger Sohn hatte sich von einem Hochhaus gestürzt. Er war ein sehr begabter junger Mann gewesen, der ein Einser Abitur und ein sehr gutes Jurastudium hingelegt hatte. Er hatte einen guten Job und die Welt lag ihm zu Füßen. Er verdiente sehr gut und hatte keine Sorgen. Und dann plötzlich schrieb er einen Abschiedsbrief und überwies sein ganzes Geld an seine alte Mutter und sprang aus dem Fenster. Ich Lauf des Coachings wiederholte die Dame mehrmals, dass ihr Sohn einen Coach wie mich gebraucht hätte. Vielleicht hätte er dann offen reden und es sich nochmal überlegen können. Ehrlich gesagt, bin ich nicht besonders scharf auf Suizid Kandidaten. Auf der anderen Seite kann ich mir sehr gut vorstellen, dass derartige Gedanken auf den Tisch müssen und ausgesprochen ganz anders wirken, als wenn man sie ganz alleine für sich selbst gleich einem Teufelskreis immer wiederholt. Die Frau war schockiert und hatte den Tod des Sohnes vor mehr als zwei Jahren immer noch nicht verarbeitet. Was folgte war Trauerarbeit, bei der ich sie begleiten durfte. Was geht in einem jungen und erfolgreichen Mann vor, der sich entschließt seinem, Leben ein Ende zu bereiten? Ich rede nicht von den verblendeten Versagern, die keine andere Möglichkeit mehr sehen irgendwie auf sich aufmerksam zu machen und wenigstens einmal im Leben eine Art Bedeutung zu erlangen. Was ist es, dass die Menschen empfänglich für Suizid macht? Der Glaube an eine jenseitige Welt ist es nicht, denn wir wissen zu wenig darüber. Es kann alles möglich sein; aber es kann auch alles ganz anders sein, als wir es uns vorstellen. Das Leben auf diesem Planeten, mit diesen ganzen wundervollen Menschen ist doch einzigartig und wert jeden Augenblick gelebt zu werden. Was gibt es alles zu entdecken! Sich selbst zum Beispiel.

Wenn dieser junge Mann gewusst hätte wie sehr ihn seine Mutter liebt und vermissen würde, hätte er es sich anders überlegt? Wusste er es nicht? Sie war oft unterwegs in der Welt. Sie gab mir ein paar sehr interessante Reisetipps. Wir hatten viel zu besprechen. Das heißt: Sie hatte viel Redebedarf. Sie reflektierte ihr Leben und nutzte das Coaching um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Ich erfuhr sehr viel von ihr und über sie und ihren sozialen Kosmos. Sie erfuhr sehr viel mehr über sich und ihre Umgebung. Auch das kann Coaching leisten. Ich habe kein Problem damit, mir lange Lebensgeschichten anzuhören; und zwar aktiv anzuhören. Das Ergebnis ist eine vertiefende Selbsterkenntnis meiner Klienten. Ich habe mir mehrfach die Erlaubnis eingeholt mir Notizen zu machen um diese Erlebnisse in veränderter Form weiter zu verarbeiten. Es ist wunderbar diese vielen kleinen Geschichten voller Überraschungen und Wendungen zu hören. Und dann sehe ich auch immer wieder diese zwei Grundhaltungen. Auf der einen Seite sind da Menschen mit einer großen Selbsterkenntnis, die mit einem gewissen Humor und Witz durch das Leben gehen. Sie nehmen sich nicht allzu ernst und sie wissen, dass das Leben manchmal skurril und komisch sein kann. Und dann gibt es die Menschen, die sich wirklich zu ernst nehme, obwohl sie ständig von einem Fettnapf zum nächsten stolpern und sich so unglaublich albern verhalten, dass es zum Schreien komisch ist. Wenn wir die Augen öffnen und einfach mal aussprechen, was wir denken und wie wir denken, wird vieles klarer. Ein Coaching kann genau das sein. Eine Selbstreflektion der anderen Art mit einem neutralen Schiedsrichter oder Sparringpartner.

Das kann dann so aussehen:

“Ich bin ein Versager. Das ist völlig okay! Weil die meisten Menschen Versager sind; Auch die angeblichen Gewinner. Alles Arschlöcher. So wie ich. Das Leben ist sowieso Scheiße! Oder siehst Du das anders? Ich habe alles versucht um Geld zu machen und tolle Autos zu fahren und schöne Frauen zu begeistern. Heute habe ich eine gelangweilte zwanzig Jahre jüngere Frau, die es mit mir nicht mehr machen will. Sie ist wunderschön, genauso wie eine Frau sein muss und sie ist unglaublich abweisend. Mist! Ich bin ein Versager. Ich habe gearbeitet und geackert um mir das Leben leisten zu können, das ich mir heute leisten kann. Im Job kann ich nicht weiter kommen. Nur noch die Leiter herunter fallen. Es gibt nur noch eine Richtung: Abwärts!  Meine schöne Frau wird mich dann mit Sicherheit einfach verlassen und sich einen anderen Mann suchen. Das hat sie im Grunde schon längst getan; aber mein Geld und der Lebensstandard hat sie bisher immer noch daran gehindert, mir offen zu sagen, was sie von mir denkt.”

oder so:

“Ich bin doch kein Versager. Ich bin mit mir zufrieden. Ich bin vollkommen okay! Weil mich andere Menschen akzeptieren und lieben. Weil andere Menschen mich vermissen, wenn ich nicht da bin; Weil ich etwas zu sagen habe und weil ich immer ein freundliches Lächeln und ein aufmunterndes Kopfnicken übrig habe.
Das Leben ist aufregend und jeden Tag neu! Ich liebe es, an einem regnerischen Tag durch Berlin zu laufen und einfach die Zeit verrinnen zu lassen. Ich kann es mir leisten! Ich mag das! Ich spüre, dass ich am Leben bin. Ist das Leben nicht wunderbar?
Ich habe einiges versucht und nicht alles ist mir gelungen. Aber es geht mir gut. Ich habe auch aus Fehlschlägen gelernt. Ich rede mir mein Leben nicht nur schön; Es ist wunderbar! So wie es ist, ist es völlig in Ordnung. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich mal sehr viel Geld hatte und alles verloren habe. Na und?! Was für ein Glück, dass ich der Mensch bin, der ich bin! Trotz allem. Man muss nur die Augen öffnen um die Wunder zu erkennen, die um uns herum passieren.”

Oder ganz anders.

Versucht es doch einfach selbst einmal! Es ist erfrischend, wenn man in der Lage ist, sich selbst auf die Schippe zu nehmen oder sich mit den Augen eines Anderen zu sehen. Coaching ist die Kunst anders und besser zu leben, als man es bisher kannte.

Am Ende sind wir alle so wie Woody Allen oder besonders berühmte und wichtige Männer, die durch dumme Fehler ums Leben kommen, auf falschen Landebahnen landen wie Harrisson Ford oder einfach vom Pferd fallen oder von einer Klippe springen und dann querschnittsgelähmt aufwachen und uns fragen, warum wir das denn tun mussten. Aber so ist das Leben und am Ende werden wir uns über verpasste Gelegenheiten ärgern und nicht über das Erreichte freuen.  

Coaching – Ängste überwinden


Coaching – Ängste

Vor ein paar Tagen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem sehr guten Freund. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und wir haben uns extra für ein längeres Gespräch und einem ausgiebigen Spaziergang verabredet. Er hatte meine volle Aufmerksamkeit. Ich hatte seine volle Aufmerksamkeit. Es war ein gutes Gespräch. Irgendwann kamen wir an einem Punkt an, den er lieber nicht vertiefen wollte. Ich hatte Informationen über eine uns bekannte Gruppe von Menschen in Form von Dokumenten gelesen. Er blockte ab, als ich es ihm erzählte. “Du, ich möchte davon nichts hören. Das könnte mich durcheinanderbringen und mein Weltbild zerstören.” Er hatte tatsächlich Angst, dass er erkennen könnte, dass alles wofür er bisher gelebt hatte, sich als Fata Morgana herausstellen könnte. Ich dachte darüber nach und schwieg. Es war nicht der richtige Zeitpunkt ihm das Schwimmen beizubringen indem ich den Balken aus dem Wasser nahm. Er brauchte etwas, woran er sich festhalten konnte.
Nichts liegt mir ferner. Es ist auch nicht meine Art, sensationslüstern Weltbilder und andere Kartenhäuser zu zerstören. Im Gegenteil. Es gibt Dinge, die man als Coach unbedingt berücksichtigen sollte. Der Glauben eines Menschen und die dazugehörigen Institutionen gehören dazu. Im Gegenteil, ist es für mich viel interessanter, mehr über die Denkstrukturen meiner Gesprächspartner zu erfahren.
Als 1990 Ostdeutschland plötzlich ohne Mauern mitten in Europa stand, hatten sich Weltbilder in Luft aufgelöst und die Menschen hatten neben Euphorie und Freude vor allem Angst. Es war sehr viel Angst im Spiel und es war verständlich. Man muss es sich nur vor Augen halten, was damals wirtschaftlich passierte. Ostdeutschland durchlief einen wirtschaftlichen Transformationsprozess wie er in Friedenszeiten noch nie in der Geschichte passiert war. Es war ein beinahe kompletter wirtschaftlicher Zusammenbruch innerhalb kürzester Zeit. Die Menschen hatten zurecht Angst vor der Zukunft. Aber nicht nur das. Ihre ganze Biografie wurde indirekt in Frage gestellt. Wirtschaftlich ging es den Menschen im vereinigten Deutschland besser als je zuvor. Viele Menschen, die gerade 50 Jahre alt geworden waren wurden mit Abfindungen und großzügigen Ruhestandsregelungen nach Hause geschickt. Es gab aber auch viele, die sich völlig neu orientieren mussten. Alles in allem war die Wende notwendig und es hätte andere Möglichkeiten gegeben, als durch die Treuhandanstalt realisiert wurde. Wir wissen nicht, ob diese Wege weniger steinig gewesen wären. In vielen Gesprächen mit Menschen, die damals gerade ihre berufliche Karriere begonnen hatten und sich völlig neu umorientieren mussten, habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele die Herausforderungen angenommen und bewältigt haben. Andere konnten ohne ihre eigene Schuld nicht an ihre ursprünglichen Pläne und Vorstellungen anknüpfen. Wieder andere stürzten vom Akademiker in die Bedeutungslosigkeit. Es kam zu einem kompletten Austausch von Eliten, wie es ihn noch nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben hatte. Alle diese Menschen mussten sich blitzschnell auf die neuen Bedingungen umstellen. Es war eine gewaltige Anpassungsleistung, auf die man stolz sein darf.

Viele mussten alles, was sie zu wissen glaubten, über Bord werfen und neu bewerten. Natürlich war “nicht alles schlecht”. War doch diese kleine deutsche Republik unter dem Eindruck des totalitären HitlerRegimes, eines totalen Krieges und dem totalen Zusammenbruch 1945 entstanden. Vielen ehrlichen Menschen erschien das kleiner Deutschland als bessere Alternative. Diesen Irrtum mussten viele teuer bezahlen. Aber hinterher ist man immer klüger.

Heute wissen wir, dass wir in einem Deutschland und einem Europa leben, dass es so noch nie gab. Es ist das beste, was es jemals gab. Aber es muss noch besser werden und offen für Veränderungen.
Ich denke, dass Menschen unter allen äußerlichen Umständen grundlegende Werte und Verhalten an den Tag legen müssen um weiterzukommen. Persönlichkeit ist unter allen Umständen tatsächlich alles, was wir haben. Es ist vollkommen egal, ob man Geld und Besitz verliert. Wenn man eine starke Persönlichkeit entwickeln kann, dann hat man viel mehr als durch Geld erworben werden kann. Angst überwinden und persönlichen Mut und Selbstsicherheit gewinnen gehört zu den wichtigsten Talenten von Menschen, die sich aus der Masse von Ängstlichen hervorheben werden.

Coaching hilft Angst überwinden. Aber wir müssen uns der Angst stellen und sie als das definieren, was sie ist. Eine Vorstellung, eine schlechte Phantasie; eigentlich ein Nichts. Menschen haben Angst vor Dingen, die so unwahrscheinlich sind, dass es sich nicht lohnt einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Was wären wir, wenn wir permanent an Tod, Unfälle, Katastrophen und Terror denken würden? Zugegeben: Wir denken viel zu oft an derartige Dinge. Genau das sollten wir uns abgewöhnen. Angst ist niemals ein guter Berater.
Wir haben das Bedürfnis nach Identität und Zugehörigkeit. Wenn Zugehörigkeit plötzlich zu einem Problem wird, dann ist es die erste Aufgabe für uns, sehr schnell festzulegen, wer wir sind und wohin wir gehören werden.

Ein Coach nimmt einem Coachee niemals etwas weg ohne eine bessere Alternative vorzulegen. Zuerst die Alternative, dann der Wechsel. Das Alte wird einfach verschwinden. Der Schmerz des Verlustes wird ertragbar oder nicht einmal wahrnehmbar.

Der gute Freund mit dem ich zu tun hatte, war voll von Angst, seinen Glauben zu verlieren. Er hatte sein ganzes Leben in und mit dieser einen Organisation zu tun gehabt. Er hatte fest daran geglaubt, dass es die beste Möglichkeit war, seinen Glauben zu leben und mit anderen zu teilen. Wenn es ihm gelingt zu erkennen, dass es noch höhere Stufen der Identität und Zugehörigkeit gibt, wird er es schaffen sämtliche Zweifel zu überwinden. Er wird dann entscheiden können, ob er das behalten möchte was er hat oder ob es besser ist eine andere Ebene zu betreten. Ein höheres Level, sozusagen. Es ist auch nicht so dass das, was er hat schlecht ist oder negativ. Ganz im Gegenteil. Es hat ihm Halt und Sicherheit gegeben. Das sollte niemals achtlos weggeworfen werden.

Wenn du bis hierher gekommen bist, alles aufmerksam gelesen hast; dann wirst du eine Reise unternommen haben. Es ist eine Reise in deine eigene Vergangenheit, eine Reise in dein Innerstes. Du wirst deine eigenen Ängste und Hoffnungen, deine Identität und Persönlichkeit erkannt haben. Du wirst besser mit Verlustängsten umgehen können und wirst begreifen, dass nichts verlieren wirst, wenn du dich nicht verlierst.

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Es war einmal eine andere Welt


Es war einmal eine reiche Welt in der alles möglich schien. Wissenschaft, Kunst und Technologie griffen nach den Sternen. Die Welt war reich an allem, was das Leben lebenswert machte. Doch die Menschen waren egoistisch und gierig geworden. So wurde der Reichtum nicht sinnvoll verteilt und der überwiegende Teil der Menschen litt an Not, Mangel, Krieg und Armut. Viele sahen keine Zukunft mehr in ihrem Leben. Manche verzweifelten und vegetierten ihrem Ende entgegen. Andere waren zornig angesichts ihrer Ohnmacht.

Diese Welt stand an einem Scheideweg. Entweder diese Welt wandelte sich sehr schnell und entschied sich das Richtige zu tun, oder sie würde in eine Katastrophe gleiten, die ein sehr dunkles Zeitalter einleiten würde.

Das dunkle Zeitalter hatte längst begonnen. Niemand hatte es bemerkt, als sich die dunklen Mächte in Bewegung setzten. Man sprach von Frieden und Gerechtigkeit und Einheit. Es war die Rede von Naivität, der man entgegentreten müsse um der Realität zum Durchbruch zu verhelfen.
Schon kam die Rede von einem postfaktischen Zeitalter auf. Die Wahrheit wurde verlacht und mit Füßen getreten. Rücksichtnahme und Political-Correctness waren nur noch Makulatur und ein Zeichen von Schwäche. Skrupellose Machtmenschen rissen schwachen Politikern die Fäden aus den Händen und versuchten ein Spiel zu spielen, das sie nicht verstanden und auch nicht beherrschten. Sie spielten Monopoli mit der Welt und setzten alles mutig ein, was ihnen nicht gehörte. Alles was sie taten und sagten schien auf seltsame Weise unzusammenhängend und gewagt zu sein. Vernunft hatte nichts mehr zu bedeuten. Aber es war zu spät. Sie hatten die Macht und würden sie nie wieder aus der Hand legen.

Niemand glaubte mehr an Gerechtigkeit und das Gute. Ein dunkler Schleier legte sich über die Welt, wie ein Totentuch. Ein Pesthauch schwebte wie dichter Nebel über den Wassern. Das Böse erfasste die Menschen mit unheimlicher Macht. Selbst die Sonne verdunkelte die Gemüter, obwohl sie fröhlich und unbeschwert aus einem azurblauen Himmel schien.

Dann kam ein Mann, der eine ganz andere Botschaft hatte. Er redete von Liebe und Gerechtigkeit gegenüber seinen Feinden. Er wurde zu einer Gefahr für die dunklen Mächte, weil er das reine und klare Licht brachte. Dieser Mann war bald der meistverfolgte Mann der Welt. Die dunklen Mächte erkannten ihn als das was er war: Der Mann mit der gefährlichsten Botschaft der Welt. Er rüttelte die Menschen in Massen auf und überzeugte sie durch Demut und Liebe von der Kraft des wahrhaft Guten.

Der Mann hatte ein Geheimnis. Er war schon einmal auf die Welt gekommen um die Menschen zu retten. Nun kam er ein zweites Mal. Er hatte es angekündigt. Es war kein Geheimnis. Es stand sogar in dem Buch, das am meisten gedruckt worden war. Kaum jemand wartete noch auf ihn. Es war genau wie beim ersten Mal. Alles war genau so.

2. Timotheus 3, 1-5: „Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!“

Was das alles mit Coaching zu tun hat? Na gar nichts! Außer vielleicht einem alternativen, aus der Mode gekommenen Standpunkt, der eine weitere Betrachtung verdient.

Das alles kommt mir sehr aktuell und sehr vertraut vor. Als ich diese Zeilen vor vielen Jahren zum ersten Mal las, waren sie mir fremd und kamen mir seltsam aus der Zeit gefallen vor. Heute ist das ganz anders. Wie konnte es nur soweit kommen?

Der IndustriePhilosoph


In dieser Woche wurde mir ganz überraschend ein neuer Titel verliehen. Klar. Ich wurde in eine Schublade gesteckt. Der Mann, den ich schon einige Jahre nicht mehr gesehen hatte, nannte mich: „Industrie-Philosoph.“ Das war keine Anerkennung. Ich weiß nicht warum er das unbedingt von sich geben musste. Aber vermutlich trug er das schon lange mit sich herum und nun musste es endlich raus. Jetzt wird er sich besser fühlen.
Ich habe schon verstanden, was er damit gemeint hatte. Ein Philosoph ist ein Mensch, der viel denkt und  wenig tut. Ein Industrie-Philosoph ist…..wer weiss was. Das ist allerdings zu kurz gedacht.

Ich erinnere mich an den Titel: „Frau Schnellläuferin.“ Das war für eine Frau gedacht, die gemessenen Schrittes den Weg vom Büro in die Teeküche absolvierte.
Und nun bin ich also der Industrie Philosoph. Sollte ich mir patentieren lassen. Gar nicht so schlecht, diese Bezeichnung! Ich habe das mal gegoogelt und war überrascht über die Ergebnisse. Ich kam sehr schnell auf Industrie 4.0 und die Zukunft der Arbeit. In der Tat! Das sind Themen die mich sehr interessieren. Ich bin ein Freund von einfachen Strukturen. Es gibt viele Menschen, die sich in unübersichtlichen und komplexen Systemen regelrecht wohlfühlen. Es gibt Menschen, die das Chaos beherrschen und bewundert werden, wenn sie das tun.  Fehler werden sorfältig unter den Teppich gekehrt und wenn andere in die Fehlerfalle tappen, werden sie öffentlich und lautstark gerügt. Haltet den Dieb! Er ist der Schuldige!

Es gibt Unternehmen, die einfach funktionieren müssen. Kundenaquise, Angebot, Auftrag, Auftragsabwicklung, Dokumentation, Struktur und Ordnung. Begrenzte Ressourcen optimal genutzt. Das ist klar und verständlich. Es sind anspruchsvolle Aufgaben, die keine Zeit für tiefergehende Gedanken lässt. Wo würden wir auch hinkommen, wenn jeder nur über die Zukunft nachdenken würde? Wer würde dann die Arbeit machen? Es soll ja Unternehmen geben, die so viel Wert auf Optimierung ihrer Abläufe gelegt haben, dass sie am Ende sehr schnell pleite waren. Was nützt das am besten strukturierte Unternehmen, wenn am Ende die Verbindlichkeiten nicht mehr bedient werden können.
Industrie Philosophie ist nach dieser Lesart also ganz eindeutig ein Feind real existierender, funktionierender Unternehmen. Man sollte sich also vor Leuten mit diesem Label fernhalten. Die bringen ja doch nur alles durcheinander und wollen von ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken.

Ich würde gerne einmal die Belegschaft des oben genannten Schubladenmanagers coachen. Ich würde vielleicht sogar ihn gerne coachen. Das ist natürlich eine Illusion. Er würde sich mit Sicherheit nicht coachen lassen. Er würde das nicht wollen. Das wäre vermutlich pure Industrie-Philosophie, ohne jeden Wert. Vielleicht hilft ein Perspektivwechsel. Ich habe schon oft Menschen erlebt, die sehr skeptisch waren, wenn sie es mit einem Coach zu tun bekamen. Und ich habe erlebt, wie sich diese Menschen langsam öffneten, Vertrauen fassten und dann doch die Möglichkeiten erkannten und ergriffen. Das größte Kompliment für Coaching habe ich gerade in dieser Woche von einem Fernsehregisseur erhalten. Er war bei uns im Coaching und er war begeistert über die professionelle Zusammenarbeit. “Herr Zöbisch! Das Coaching hier hat mein Leben verändert!” Das war kein leeres Kompliment. Ich habe ihm dabei in die Augen gesehen. Der Mann sagte die Wahrheit. Genau das war es, was er bei uns erlebt hatte. Und das baut mich immer wieder auf. Und wenn ich es recht betrachte, ist es nicht der schlechteste Job als Industrie-Philosoph und Coach durchs Leben zu gehen.

Ach ja. Der Mann, der mich in die Schublade gesteckt hatte ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Ich schätze ihn sehr und ich bin beeindruckt über das, was er aufgebaut hat. Er hat sehr viele Mitarbeiter unserer ehemaligen Firma eingestellt. Das ist eine erhebliche Leistung die viel mehr wert ist als jede Art von theoretischen Gedanken und Philosophie. Der Mann ist wirklich gut.

Aber ich bin mit absolut sicher: Mit Coaching könnte der Mann noch viel besser werden.  Wetten?!

Allerdings kann man nicht mehr aus einem Menschen machen, als ohnehin schon in ihm steckt. Ein Coach macht so etwas nicht. Er sollte es nicht einmal versuchen. Vergessen wir nie: Coaching ist gleich Persönlichkeitsentwicklung. Wo keine Persönlichkeit, da auch keine Entwicklung…..

Coaching setzt tiefer an als Training und Beratung


Coaching, wie ich das verstehe, setzt tiefer an als auf dem ersten Blick zu erkennen ist. Jobcoaching ist ein Angebot für Menschen, die multiple Probleme zu lösen haben. Der Gang zur Arbeitsagentur oder dem Jobcenter verursacht bei den meisten Betroffenen ein ungutes Gefühl. Viele haben den Eindruck, dass der Vermittler nur einen Aspekt ihres Lebens betrachtet. Dieser Aspekt ist das Bewerberverhalten und eine möglichst schnelle Aufnahme eines versicherungspflichtigen Jobs. Jobcoaching erscheint zunächst als Intensivierungsmaßnahme des Jobcenters. Integrationsferne Personen sollen besser an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.
Viele Ursachen für den Verlust der Arbeit und Problemen beim Finden geeigneter Jobs liegen tiefer. Hier setzt echtes Coaching an. Der Mensch im 360 Grad – Panorama. Wie ist sein soziales Umfeld und seine psychische Konstitution? Es liegt auf der Hand, dass es nicht zielführend ist, einen Akademiker in ein für ihn fremdes Berufsfeld zu orientieren. Der erfahrene “Aussendienstmitarbeiter mit Herz und Seele”, der nach langer Tätigkeit seine Arbeit verliert, ist in den meisten Fällen nicht darauf vorbereitet, sich neu zu orientieren. Oft haben wir es mit Menschen zu tun, die genau zu wissen glauben, dass der Beruf den sie jahrelang ausgeübt haben, keine richtige Perspektive mehr bietet. Sie wollen weg davon. Nach einem Coaching kann es durchaus sein, dass dieser Beruf genau der richtige ist und sie wieder Kraft und Ressourcen benötigen um diesn Beruf wieder aufzunehmen. Oberflächliches Jobcoaching hilft diesen Menschen nicht weiter. Sie wissen oft selbst, was zu tun ist. Sie wissen nur nicht, warum sie das tun sollten. Und genau darum geht es. Motivation und Zielsicherheit sind wesentliche Aspekte, die beim Coaching eine Rolle spielen müssen. Ich möchte Klartext reden: Ein Jobcoaching mit Stundensätzen von maximal 40 EURO ist aus meiner Sicht eine vollkommen sinnlose Aktion. Das ist Mindestlohn für Spezialisten. Gute Coachs kosten mehr. Das ist kein Geheimnis. Stundensätze ab 90 EURO sind da realistischer, wenn der Coach als Freiberufler unterwegs ist.

 

In unübersichtlichen Zeiten sehnt sich der Mensch nach Halt. So mancher sucht sie in Ideologien oder in Filterblasen, wo alle einer Meinung sind – oder er orientiert sich an besonderen Menschen. /BRANDEINS ONLINE 2016/

Ein Coach ist immer ein besonderer Mensch. Das ist wie ein guter Lehrer, ein Motivator und Vorbild. Ein Coach lehrt nicht nur wie man etwas macht, er ist nicht nur Trainer. Ein Coach öffnet Horizonte, ändert Sichtweisen und zeigt neue Aspekte. Ein Coach verursacht Sehnsucht nach Veränderung.  

Ich schreibe diese Sätze als vertiefendes Mantra. Auch eine Möglichkeit Glaubenssätze zu vertiefen. Und ich treffe jeden Tag Menschen, die genau so denken und handeln. Das sind die Coachs, die bereit und in der Lage sind Dinge und Ansichten zu ändern, die Menschen daran hindern ihren Weg zu gehen und das zu tun, was zu ihnen passt.
 

Affirmation


Affirmation

Ein wichtiger Bestandteil von Coachings ist das Zerstören von hemmenden Glaubenssätzen und das Entwickeln neuer, bejahender Überzeugungen. Das nennt man Affirmation. Das Erkennen negativer Glaubenssätze ist ein Thema für sich. Die Architektur neuer Glaubenssätze ist ein ganz anderes Thema. Es wäre kein Thema, wenn es einfach wäre. Aber darum sind wir ja nicht hier. Wir sind in der Lage, komplexe Dinge erfolgreich zu erledigen! Das ist eine Affirmation. Es besteht kein Zweifel, dass wir es schaffen können.

Affirmation (lateinisch „affirmatiō“ für „Versicherung, Beteuerung“) ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.

 

In der modernen (Massen)Kommunikation dienen Schlüsselsätze dazu, Gruppe von Gleichgestellten durch ansteckende Begeisterung für das Produkt, die Dienstleistung oder eine Sache zu interessieren, zu motivieren und letztendlich zu aktivieren.

 

Wir alle kennen den Satz „Yes, we can!“ , den der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama verwendete. “Yes, we can!” ist ein Synonym für Obamas Optimismus geworden. Dieser Satz wird untrennbar mit diesem Präsidenten verbunden blieben. Der Satz: “Wir schaffen das!”, von Angela Merkel, hat eine völlig andere Wirkung. Das Merkelsche “Wir schaffen das!” wird verbreitet sehr skeptisch gesehen. Natürlich können wir eine Menge schaffen. Aber es gibt mehrere große ABER, die diesen Satz begleiten.

Natürlich schaffen wir es. Allerdings geht das nicht mit einem derartigen, simplen Satz. Wir können alles mögliche schaffen, wenn wir davon überzeugt sind und wenn es uns gelingt, viele Menschen zu überzeugen. Das ist Politik. Die Macht liegt bei denen, die Informationen haben und effektiv verbreiten können.

Es gibt Menschen, die denkbar schlechte Voraussetzungen für Bildung und Wohlstand mitbringen. Es ist kein Geheimnis, das es sich in den ersten Jahren des Lebens entscheidet, wer wir sind und was wir erreichen können. Das Bindungsverhalten von Kindern ist zweifellos ein Schlüssel zum Erfolg. Ein gut gebundenes Kind wird mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ein gutes, erfolgreiches, reiches Leben führen.

WIKIPEDIA 14.08.2016: Die Bindungstheorie ist eine psychologische Theorie, die auf der Annahme beruht, dass Menschen ein angeborenes Bedürfnis haben, enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Sie wurde von dem britischen Kinderpsychiater John Bowlby, dem schottischen PsychoanalytikerJames Robertson und der US-amerikanisch-kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelt.

Ihr Gegenstand ist der Aufbau und die Veränderung enger Beziehungen im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie basiert auf einer emotionalen Sichtweise der frühenMutter-Kind-Beziehung. Sie verbindet ethologisches, entwicklungspsychologisches, psychoanalytisches und systemisches Denken.

Eines der ursprünglichen Anliegen Bowlbys war es, eine wissenschaftliche Basis für den psychoanalytischen Ansatz der Objektbeziehungstheorien herzustellen und psychoanalytische Annahmen empirisch überprüfbar zu machen. Dabei entfernte er sich im Laufe seiner Forschungsarbeit von der Psychoanalyse.

Die Bindungstheorie weist Verbindungen zur Individualpsychologie von Alfred Adler,[1] zur Systemtheorie und zur kognitiven Psychologie auf und hat einen großen Beitrag zur Familientherapie, kognitiven Therapie sowie zur Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie und zu den Grundlagen der Pädagogik geleistet.

Pädagogen und Psychologen beschäftigen sich jeden Tag mit dem Löschen negativer Bindungserfahrung und dem Aufbau neuer Bindungserlebnisse. Vertrauen und eine stabile Beziehung sind auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

Affirmation ist eine Methode, die angewendet werden kann. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit, ist ein Format, das ich gerne anwende. Es macht keinen Sinn Probleme und nicht vorhandene Ressourcen mit in die Zukunft zu nehmen. Eine glückliche Kindheit ist der Schlüssel zu einem reichen und erfüllten Leben. Alle, die keine gute Kindheit hatten, oder zumindest glauben, dass ihre Kindheit nicht so toll war, können ihre glückliche Kindheit nachholen. Sie sollten es sogar. Es geht nicht anders. Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

Ich kenne kaum jemand, der nicht erzählt, dass er eine schöne Kindheit hatte. Dabei geht es niemals um materielle Dinge. Es geht um eine oder mehrere Menschen zu denen wir eine vertrauensvolle Bindung aufbauen konnten. Das können die Großeltern oder die Nanny oder auch die beliebte Kindergärtnerin sein.

Wir müssen nur lernen, Dinge aus der Vergangenheit positiv zu interpretieren. Das gelingt vor allem, wenn wir unsere Erfahrungen als wertvolle Ressource erleben. Wenn jemand negative Erfahrungen und Erlebnisse hatte, dann kann das auch umintepretiert werden. “Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!” Wie stark kann ein Mensch werden, der als Kind von seinen Eltern nicht verpäppelt und verwöhnt wurde. Wir stark sind wir geworden? Wie stark wären wir geworden, wenn wir nicht gelernt hätten mit Problemen und Rückschlägen fertig zu werden?

Es gibt Menschen, denen das Lernen leicht fällt. Es fällt ihnen so leicht, dass sie sie langweilen und ablenken lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sie feststellen müssen, dass sie es nie gelernt haben wie lernen funktioniert. Sie verlieren ihren Optimismus und lassen sich fallen. Viele Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern, mit einer ausgezeichneten Kinderstube und völlig ohne Probleme sehnen sich nach Herausforderungen. Manch ein Millionär stellt erst als Erwachsener fest, dass ihm etwas fehlt im Leben. Ärmer Menschen können sich das nicht vorstellen. Sie glauben, wie die meisten Leute, dass man mit Geld tatsächlich alles erreichen kann. Das stimmt aber nicht. “Can’t buy me love!”, sangen die Beatles und das ist nicht das Einzige, was man nicht mit Geld kaufen kann. Eine stabile Psyche und Gesundheit kann man ebensowenig kaufen, wie die Zuwendung einer liebenden Mutter, eines starken und liebevollen Vaters, einer stabilen Familie. Nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, dass man den Satz “Can’t buy me love!” einfach umdrehen und daraus eine positive Affirmation machen kann.  Liebe kann man wirklich nicht kaufen, auch wenn viele Beziehungen kaputtgehen, wenn es wirtschaftlich ein wenig schwerer wird. Oft kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass ein Mann, der nach vielen Jahren mit einem guten Job arbeitslos wird, postwendend von seiner Ehefrau verlassen wird. Sie lachen? Alles schon erlebt! Das kann wirklich jedem passieren. Allerdings liegt das nicht am Geld, sondern daran, dass die Beziehung schon lange gescheitert war, bevor das genannte Ereignis eingetreten ist.
Wenn Liebe am Geld scheitert, dann ist das nicht die schlechteste Entwicklung. Oder?

Stellen Sie sich einen älteren, reichen Herren vor, der sich eine junge und sehr attraktive Frau, sagen wir aus der Ukraine, anlacht. Das hat etwas mit Geld zu tun. Ich glaube fest an diesen Glaubenssatz. Schauen Sie sich nur die einschlägigen Kennenlernportale an. Die ersten Fragen die gestellt werden drehen sich irgendwie immer um Status und Geld.

Aber das kann natürlich auch nur meine Sicht auf die Dinge sein. Ich lasse mich gerne von positiven Gegendarstellungen überraschen.

“Liebe überwindet alle Grenzen!” ist eine Affirmation, die ich gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Denn es stimmt. Liebe überwindet alles. Liebe ist geduldig. Liebe verzeiht alles. Liebe überwindet jeden Zweifel. Oh ja! Die Liebe!
Wir sollten täglich daran denken, was Liebe alles erreichen kann.

 

Gruppencoaching


Gruppencoaching – was die Klienten darüber sagen

Zugegeben, Gruppencoaching wirkt auf unvorbereitete Teilnehmer zunächst, etwas gewöhnungsbedürftig. Stuhlkreise, Flipcharts, ein Coach (Frau oder Mann).
“Das ist nichts für mich”, denken viele Teilnehmer, wenn sie zum ersten Mal in so eine Situation kommen. Ein paar Tage später ergeben sich andere Aussagen.

Oft hat eine einzige, intensive Woche einen großen Einfluß auf das gesamte weitere Leben. Es geht aktuell natürlich zuerst um -Integration in den Arbeitsmarkt-. Aber das ist nicht möglich, wenn nicht viel tiefer angesetzt wird. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Die Idee ist, dass Menschen das was sie tun, gerne tun und dafür brennen. Es geht um Motivation.

“Jede Arbeit ist spannend, wenn man sie richtig macht!”, hat eine kluge Frau einmal gesagt. Und das stimmt. Selbst eine scheinbar langweilige Arbeit im Büro kann effizient und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Es gibt keine langweiligen Jobs mehr auf dem Arbeitsmarkt. Wer mit solchen Ideen herumläuft, braucht dringend einen Perspektivwechsel.

Zum Gruppencoaching: Die Fragen, die gestellt werden drehen sich immer um diese Themen. Diese eine Woche ist eine Wanderung in die mögliche Zukunft der Teilnehmer. Es wird tatsächlich alles möglich.
Ein Realitätscheck ist Bestandteil des Coachings. Ohne tiefenpsychologisch auf die Teilnehmer einzuwirken, werden automatisch Fragen in den Raum gestellt, die Blockaden lösen und Ressourcen sichtbar machen. Sehr oft drehen sich die beruflichen Vorstellungen um das scheinbar Bekannte. Allzuoft handelt es sich um völlig falsche Glaubenssätze, die unser Denken limitieren.

 

Das geht nicht.

Das hat noch niemand geschafft.

Das kannst du nicht erreichen.

Du bist zu alt.

Das ist Unsinn. Denk nicht darüber nach.

Das macht man nicht.

Niemand hat Interesse an mir.

Das kann ich nicht.

Und dann erleben wir, das auch andere Menschen ähnliche Einschränkungen einfach so akzeptieren. Und wir erkennen, das diese Leute es schaffen können. Und es liegt auf der Hand, dass wir das auch schaffen können. Niemand wartet auf uns. Aber viele warten auf Menschen, die optimistisch und voller Optimismus in die Zukunft gehen möchten.

Es gibt immer eine sinnvolle Zukunft. Es gibt immer etwas, was wir gerne und voller Hingabe tun. Eine Woche kann die Zukunft eines Menschen verändern. Es geht immer um neue Impulse. Es geht immer um IMPACT (Einfluss)   

Es ist interessant, wie Teilnehmer auf eine Woche Gruppencoaching reagieren. Die meisten sind absolut begeistert, weil sie „So etwas nicht erwartet“ haben. Sie werden in einer Woche an Fragen herangeführt, die sie selbst beantworten lernen. Und zwar an jedem Tag ihres weiteren Lebens. Sie haben gelernt, dass es auch anderen Menschen so geht wie ihnen. Sie haben gelernt sich anderen Menschen zu öffnen und sie haben beobachtet, wie sich andere Menschen ihnen öffnen. Eine achtsame Atmosphäre, völlig ohne Druck und Hintertürchen, haben viele Menschen noch nie erlebt. Hier wird so etwas möglich. Sie lernen Kommunikationsregeln und sie begreifen, wie Kommunikation funktioniert. Es ist nie zu spät, die „Vier-Seiten-einer-Nachricht“ (Schulz von Thun) zu begreifen.

Ein Coaching hat immer eine Wirkung für den Rest des Lebens. Voraussetzung ist immer ein sehr guter Coach, dem es gelingt, Menschen zu öffnen und ihnen Vertrauen und Akzeptanz zu schenken.

Coaching – Neustart


Coaching für Langzeitarbeitslose – Eine Herausforderung

Es ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Sehen wir es realistisch. Die Lage ist hoffnungslos. Es gibt Menschen, die einfach nur Pech hatten. Insbesondere, wenn sie den brutalen Strukturwandel in den 1990ern überstanden und es nicht geschafft haben eine nachhaltige Festanstellung zu bekommen. Es gibt auch eine große Zahl an begabten Menschen, die große Pläne hatten und sich nach dem politischen Umbruch auf den Weg gemacht hatten. Oft übernahmen sie Verantwortung und arbeiteten sich hoch. Irgendwann ging das Unternehmen wirtschaftlich kaputt und alle Versuche wieder die Füße auf die Erde zu bekommen sind gescheitert. Was macht ein ehemaliger Geschäftsführer, dessen Ehefrau einen gut bezahlten Job im öffentlichen Dienst oder in einer begehrten Berufsgruppe gefunden hat? Umziehen geht nicht, weil die Frau an den Arbeitsplatz gebunden ist. Was macht er? Zunächst einmal Pläne. Hartz IV beantragen geht auch nicht, weil die Bedarfsgemeinschaft zu viel Geld verdient.
Es ist ein scheinbar unauflösliches Dilemma. Der arbeitslose Mann, oder die arbeitslose Frau mit einem mehr oder weniger gut verdienenden Ehemann hat eine Reihe von Problemen zu lösen gehabt um bis heute zu überleben. Große Sprünge sind nicht möglich. Also richtet man sich ein und versucht mit dem zu leben, was man hat. Vielleicht gibt es ja auch ein geerbtes Grundstück und es ist immer viel zu tun.

Man kann sich so einrichten. Eine Rückkehr in das aktive Berufsleben scheitert immer wieder. Es fehlt aktuelle Berufserfahrung und inzwischen arbeiten die Computer völlig anders und es fehlt ein konkretes Ziel. Es ist nicht schwer einen schlecht bezahlten Job in Brandenburg zu bekommen. Ein 450 EURO Job vielleicht.Aber das ist keine Option. Oder?

Und selbst wenn “Fachleute händeringend gesucht werden”, ist das keine gute Nachricht für einen Menschen, der bereits seit einigen Jahren vom Arbeitsmarkt abgekoppelt ist. So etwas nennt man, auch wenn es unangenehm ist, Langzeitarbeitslosigkeit.

Ich bin davon überzeugt, dass hier Schätze schlummern, die ausgegraben werden müssen. Aber vorher ist einiges zu tun.  

Ist das Alter ein Hindernis? Ja sicher. Aber meine Erfahrung ist, dass gut motivierte und ausgebildete Mitarbeiter immer eine Chance bekommen. Eine selbst beobachtete Erfolgsstory: Ein Mann, der eine IT-Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, kam mit 58 sofort in den Job. Inzwischen leitet er ein Team von jüngeren Mitarbeitern. Als ich den Mann zum ersten Mal traf, glaubte er keine Chance zu haben. Nach einem intensiven Einzelcoaching erarbeitete er sich gemeinsam mit dem für ihn passenden Coach einen Weg aus der scheinbaren Chancenlosigkeit.
Es hat sich bereits oft gezeigt, dass viele Ausreden eine Rolle spielen. Wenn die Motivation nicht vorhanden ist, oder wenn Menschen ein psychosoziales Problem haben, wenn die knappen Mittel eine Famile über einen längeren Zeitrau zermürben, dann ist es schwierig einen Weg zu finden.
Worauf kommt es an? Zuerst ist da die Erkenntnis, dass Menschen durch Arbeit den sozialen Kontakt zu anderen finden, den sie unbedingt brauchen. Der Mensch ist zuerst einmal ein soziales Wesen. Einsamkeit und das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, sind Gift für die psychische Gesundheit. Die Flucht in eine Traumwelt oder in die Vergangenheit ist eine typische Reaktion. Ein offenes Gespräch mit der Ehefrau, dem Ehemann ist nicht realistisch und oft überhaupt nicht zielführend. Natürlich hat der Partner Verständnis und hilft gerne. Aber es gibt Dinge, die kann man scheinbar nur mit sich alleine ausmachen.

Und hier setzt Coaching an. Ein Gespräch mit einem neutralen Gesprächspartner, der in der Lage ist professionell auf jede Situation zu reagieren, ist sehr viel wert.

Es gibt Dinge, die kann man nicht alleine schaffen. Für diese speziellen Probleme gibt es immer einen passenden Coach. Es ist gut, dass es die Möglichkeit gibt, auch als sogenannter Nichtleistungsempfänger, über die Agentur für Arbeit, einen Coach zu finden. Es zeigt deutlich, dass niemand aufgegeben wird.

Mein Tipp: Weitersagen und die Angebote nutzen! Es gibt immer einen Weg…..

Studierende und Studenten


Das macht Sinn. Studenten studieren und daher kann man von studierenden Studenten sprechen. Das gegenderte Wort Studierende für Studenten bewirkt eine gewisse Übelkeit in mir, eine sehr gewisse sogar. Ich weiß, dass es nicht politisch korrekt von mir ist. Aber mal ganz ehrlich: Sollte ich mir schon wieder eine Schere im Kopf ansetzen und meine unfrisierten Gedanken stutzen?
Das erinnert mich an ein Erlebnis im Studium – anderes Land, andere Zeit, lang ist es her – als mir das Wort „Zeitgeist“ fast das Genick gebrochen hatte. Uups! Dieses Wort gab es in diesem Märchenland ja überhaupt nicht. Na sowas! Ich war froh, als ich frei von derartigen Scheren im Kopf, lesen, schreiben und sprechen konnte.
Und nun das mit dem Genderismus. Ich kann es kaum glauben, was da gerade passiert. Fühlen sich Frauen tatsächlich vernachlässigt, wenn ein Wort im Deutschen einen männlichen oder weiblichen Stamm hat? Sächlich geht ja auch. Das Auto. Das sollte mich als Mann aufregen. Auto ist doch was männliches! Warum heisst das nicht: Der Auto!???? Ich müsste mich aufregen! Tue ich aber nicht. Das Auto soll das Auto bleiben. Und der Wagen bleibt der Wagen. Oder soll man den Wagen abschaffen, weil sich weibliche Wagene beleidigt fühlen?

„Ich bin Ingenieur“, kann auch eine Frau sagen. Ingenieur ist vermutlich darum männlich, weil die Männer es so eingerichtet haben. Klar, Ingenieure waren Männer. Damals. Es gab keine Verschwörungskonferenz in der sich Männer darauf geeinigt haben, Frauen runterzumachen. Zu unserer Geschichte gehört das schon. Zugegeben. Und Sprache hat sich in einer Zeit entwickelt als Frauen noch nicht selbstverständlich studieren konnten. Heute ist alles anders. Frauen sind Geschäftsführer und Politiker, Ärzte und Direktoren. Alles männliche Wörter, wie Bundeskanzler. Angela Merkel ist Bundeskanzlerin. Bundeskanzler würde mir genügen. Und es wissen doch alle, dass sie eine Frau ist. Machen wir uns das Leben doch nicht zu schwer. Adenauer war keine BundeskanzlerIn. Und die Helmuts auch nicht. Also bitte!

Neulich habe ich einen Artikel über diese neue Sammelbewegung für Unzufriedene namens AfD gelesen und es wurde deutlich, dass die AfD das Thema für sich in Anspruch nimmt. Die sind aber auch gegen alles. Das ist sicher kein Zufall. Aber ich fühle mich nicht angesprochen.
Gendersprech sollte kein Thema für Parteien sein. Also, die Nummer: “Wähle AfD! und dann hört der Spuk mit der Vergenderung der Sprache endlich auf.”,  zieht bei mir nicht. Das sollten wir doch anders hinbekommen. Ähnliche Angriffe auf Political Correctness gibt es ja auch in den USA. Donald Trump feiert Erfolge, weil er jedem nach dem Mund redet, der ihn wählen will und er braucht die Underdogs der Gesellschaft. Der Mann ist ein Thema für sich. Unglaublich, dass er so weit gekommen ist. Es bleibt zu hoffen, das Populisten wie er keine nachhaltige Chance erhalten. Obama macht doch am Ende seiner Amtszeit eine ganz gute Figur. Die Amerikaner werden längst wissen, was sie an ihm haben.
Das Thema Genderisierung und Verwissenschaftlichung von Literatur wird uns noch lange beschäftigen.
Ich bin ein Freund der freien Rede, kein Freund von Verunglimpfung und Beleidungen unter der Gürtellinie. Es darf ruhig etwas anspruchsvoller sein. Aber bitte nicht so abgehoben, wie es durch Genderisierung automatisch passiert.

Ich wäre gespannt was Mark Twain darüber sagen würde. Über die deutsche Sprache hatte er ja seine ganz spezielle Meinung. Sein beissender Witz würde mit Sicherheit auch PC und Genderlanguage treffen.
Und spätestens jetzt wird es Zeit mir endlich mal wieder diesen herrlichen Tom Sawyer vorzunehmen. Ich liebe dieses Buch! Immer noch!

 

Vom Saulus zum Paulus – Menschen können sich ändern


Können sich Choleriker ändern?

Gute Frage – ein Suchergebnis, das auf diesen Blog führt –

Schnelle Antwort:
Ja! Jeder Mensch ist in der Lage sich zu ändern. Mann/Frau muss es nur wollen.

So weit. So gut. Aber wie soll das gehen? Grundsätzlich ist klar, dass es einen grundsätzlichen Willen braucht um ein Verhalten zu ändern. Nicht mehr rauchen. Nicht mehr trinken. Nicht mehr fremdgehen (auch das ganz sicher ein interessanter Coachingansatz). Nicht mehr Dinge aufschieben. Nicht mehr alles mitmachen, sondern Klartext reden auch wenn es unbequem ist. Kommunikation ist das Schlüsselwort. Immer.

Also beginnen wir mit einem Choleriker achtsam zu kommunizieren. Die meisten Menschen wenden sich ab und verlassen die Gefahrenzone, wenn ein Choleriker sich zu entfalten beginnt. Der Vulkan kann jederzeit explodieren. Gefahr ist im Anzug. Doppelt wahr, wenn der Choleriker Anzug trägt.

Kann solch ein Choleriker sich ändern? Fragen wir ihn mal. Die Antwort könnte uns nicht gefallen. Sie könnte “Warum sollte ich?” lauten. “Na Toll!”, denken wir dann. Dieser Mensch ist unbelehrbar. Er ist beratungsresistent. Wie bekommt man also einen unbelehrbaren Choleriker dazu sich zu ändern?

Irgendetwas sehr gravierendes muss passieren. Ein Erweckungserlebnis. Ein Blitzschlag oder ein Gesicht. Eine Begegnung der besonderen Art. Ein Wunder muss her! Überlegen wir mal. Warum sollte sich ein von sich überzeugter, erfolgsverwöhnter, cholerischer Mensch eigentlich ändern? Das ist doch seine Geschäftsgrundlage. Einem Choleriker sein Erfolgsrezept wegnehmen ist ungefähr so wie einem Adler die Flügel zu stutzen. Danach kann er nicht mehr fliegen. Und was sollte ein Adler mit sich anfangen, wenn er nicht mehr fliegen darf? Es wird ihm nicht gut gehen, soviel ist klar.

Warum wird man vom Saulus zum Paulus? Sie kennen die Geschichte nicht? OK. Dann gerne ein kurzer Ausflug in die Welt der Bibel. Paulus war der einflussreichste Apostel der Urkirche. Er war ein Reisender in Sachen weltweiter Mission, ein Verkünder der Botschaft von Jesus Christus. Aber das war nicht immer so. Paulus war ein angesehener Jude und ein entschlossener Verfolger der ersten Christen, die er als fehlgeleitet und gefährlich einstufte. Dieser Saulus war unterwegs nach Damaskus um einen der ersten Apostel zu verhaften und dem sicheren Tod zu überantworten. Und dann kam das Ereignis, dass seinen Wandel markierte. Er sah ein helles Licht und fiel vom Pferd. Seine Begleiter flüchteten zunächst und Paulus lag geblendet und blind am Straßenrand als er eine Stimme hörte. “Saul! Warum verfolgst du mich?” Jesus persönlich soll es gewesen sein, der dem Verfolger seiner Jünger Einhalt gebot. Saulus wurde informiert, dass er sich nach Damaskus begeben solle um den Apostel zu treffen und als er dort auftauchte, war die Angst vor dem Verfolger Saulus sehr groß. Der Apostel legte ihm die Hände auf die Stirn und Saulus konnte wieder sehen. Ihm waren buchstäblich die Augen aufgegangen.
Am Ende wurde er der einflussreichste Apostel, obwohl er keiner der ersten 12 war, die Jesus persönlich kennengelernt hatten. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde der Missionar Paulus. Ein typischer, unvorhergesehener und kompletter Sinneswandel. Eine Umkehrung um 180 Grad.

Menschen können sich ändern. Es braucht ein Ereignis, dass diese Änderung auslöst. Ein Coaching kann genau so ein Ereignis sein.

/Update 25.02.2017 RZ/

Coaching – eine therapeutische Beziehung


Ein Coach ist kein Therapeut. Das ist ein Gesetz. Ein Therapeut braucht einen sehr guten Zugang zu seinem Patienten. Es ist die Qualität der Beziehung, die ein Therapeut aufzubauen in der Lage ist, die über den Erfolg eine Therapie entscheidet. Beim Coaching ist das ganz genau so. Wenn es nicht gelingt eine tragfähige Beziehung aufzubauen, dann funktioniert ein Coaching nicht. Auch das ist Gesetz. Ein Abbruch ist dann unvermeidbar.

Ich habe immer wieder Zusammenhänge in den Beratungsformaten wie Seelsorge, Supervision, Therapie und Coaching thematisiert. Die Frage ist immer, woher der Mensch kommt, der eine dieser Möglichkeiten professionell betreibt. Woher kommt ich? Was will ich erreichen? Was ist die treibende Kraft in mir? Wohin will ich?

Ich habe, neben meinem professionellen Leben als Ingenieur und IT Fachmann viele Jahre als ehrenamtlicher Seelsorger gearbeitet. Es hat mir nicht geschadet, ältere und ganz junge Menschen zu begleiten. Im Gegenteil. Seelsorge ist, wenn man sie sorgfältig und sanft betreibt, ein wichtiger Baustein in der Gesellschaft. Der ideale Seelsorger ist ein Mensch, der Ideale und Ziele hat, jemand der vorbildlich auf die Umwelt wirkt. Es ist jemand, der keine billigen Ratschläge erteilt, sondern Möglichkeiten eröffnet und Sehnsucht nach dem Ziel erzeugt. Im christlichen Umfeld liegt es auf der Hand, wohin die Sehnsucht sich richten soll und wie ein Mensch werden soll. Jesus Christus ist der Maßstab für alles. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Aber was treibt einen Coach wirklich an? Geld und Ruhm ist es nicht. Das wäre der falsche Ansatz. Das kann nicht funktionieren. Das allein funktioniert auf keinen Fall!


“Wenn ein anderer Mensch gewillt war, mir etwas von seinen inneren Einstellungen zu erzählen, dann lag darin ein Wert für mich, und wenn es mir nur noch deutlicher wurde, dass meine Einstellungen andere sind.” Carl Rogers

 

“Wir können jederzeit etwas Neues lernen, vorausgesetzt wir glauben, dass wir es können” Virginia Satir

Vielleicht ist Coaching genau das: Ein Coach, ein Coachee und ein neues Lernfeld, das der Coachee vorher nie in seinem Sichtfeld hatte und das sein ganzes Leben neu gestalten und beleben wird. Das Entdecken einer neuen Welt voller Möglichkeiten seiner Klienten ist für einen Coach Berufung und Befriedigung. Darum geht es, wenn ich es mir recht überlege.  

Und manchmal ist es einfach nur die Rückkehr zu Werten und Einstellungen, die man bereits tief in sich trägt. Verantwortung, Liebe, Vertrauen.

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee, dem Klienten in einem Coaching. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen vernünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett außen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein gute Coach als Sparringpartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coaches gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene zwischen Coach und Klient spielt eine entscheidende Rolle.

/Ralf Zöbisch/  

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Valentinstag


Liebe ist das einzige, was wächst, wenn man es verschwendet. (Maria Luise Stangl)

Valentinstag. Das ist der Tag an dem man an seinen Liebsten denkt. Das ist der Tag an dem man an seine Liebste denkt. Manchmal ist die liebste Frau, der liebste Mann nicht die oder der, mir dem man gerade zusammenlebt. Die Liebe ist ein unerklärbares Geheimnis.

Eine sehr junge Frau hatte sich vor Jahren in einen Mann verliebt und sie waren zusammengekommen und hatten sich nach einiger Zeit wieder getrennt. Sie liebte ihn über alles und er erklärte ihr, dass er sie nicht so lieben würde wie sie ihn. Ihr zerbrach fast das Herz und sie stürzte sich in ihre Arbeit und suchte sich einen neuen Mann. Aber sie verliebte sich nicht wirklich. Sie redete es sich ein und sie tat “das Vernünftige”. Ihr Herz blieb bei dem Mann, den sie immer noch liebte.

Es ist immer so in einer Liebesbeziehung:

Der Eine liebt immer mehr als der Andere.
Die Eine liebt immer mehr als die Andere.
Der Eine liebt immer mehr als die Andere.
Die Eine liebt immer mehr als der Andere.

Haben wir alles gendergerecht durchdekliniert? Furchtbar. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu der jungen Frau, die – wie kann es auch anders sein – immer noch an ihrer großen Liebe hing. Sie besuchte ihre Familie und lief dem Geliebten über den Weg. Von einem Augenblick auf den anderen war sie krank. Sie liebte, dass es körperlich wehtat. Sie vermisste den geliebten Mann so sehr, dass sie alles andere um sich herum vergaß. Vergessen war auch der Mann mit dem sie in einer Beziehung lebte. Es ist klar, dass sie sich von diesem Mann trennen sollte, denn sie liebte doch den unerreichten Geliebten, der sie nicht mehr liebte. Oder vielleicht doch? Vielleicht war da eine ganz kleine Chance. Wie auch immer. Wir alle kennen solche Situationen. Die Liebe ist ein unglaubliches, unerklärbares Geheimnis. Es gibt Situationen in denen wir ganz genau wissen, dass es vernünftig ist sich zu trennen und sich einen neuen Partner zu suchen oder alleine zu bleiben. Aber es ist nie vernünftig sich zu trennen, wenn man liebt. Die Geliebten trennen sich und die Liebe bleibt. Was soll man dazu sagen?

Aber Liebe wächst, wenn man sie verschwendet. Ja! Das stimmt. Besonders, wenn man sich bewusst macht, dass Liebe tatsächlich unsterblich ist.

Alles Liebe zum Valentinstag!

Reinige Deine Schale


Ein Mönch kam zu Zen-Meister Joshu und sagte, „Ich bin eben erst dem Kloster beigetreten und bin noch neu hier. Bitte unterrichte mich.“
Joshu fragte, „Hast Du Deinen Reisbrei gegessen?“
Der Mönch antwortete, „Ja, ich habe gegessen.“
Daraufhin antwortete Joshu, „Dann solltest Du lieber Deine Schale waschen.“
In diesem Moment war der Mönch erleuchtet.

 

Nimm Dir Zeit. Tue das naheliegende. Konzentriere Dich auf diesen Augenblick. Wasche Deine Schale, spüre das Wasser, sieh wie die Reste der Nahrung an der Schale sich auflösen und im Abfluß verschwinden. Niemals mehr wirst du an den Abfall denken, der verschwunden ist. Beende eine wichtige Tätigkeit mit der Reinigung der Gefäße und Werkzeuge.

Wasche deine Schale kann bedeuten: Lege die Akten ab, so dass sie wiedergefunden werden können und vergesse sie danach. Beende eine Arbeit mit Sorgfalt und Verantwortung.

Ich beende eine Reise, indem ich meinen Koffer nehme und alles an den richtigen Ort lege. Das, was nur für die Reise gedacht ist, bleibt im Koffer. Das ist der richtige Platz.

Wenn Du ein Geschäft beendet hast und wenn Du Dich von Geschäftspartnern verabschiedest, dann sorge für einen ordentlichen Abschluss. Verabschiede Dich in aller Form und hinterlasse nach Möglichkeit nichts, was zu Dir gehört. Das ist nicht immer einfach, denn oft mag man nicht an unangenehme Dinge erinnert werden. Aber glaube mir: Wenn Du etwas nicht ordentlich zum Abschluss bringst, wird es Dich verfolgen und Dir möglicherweise auf den Fuß fallen, wenn Du nicht damit rechnest.  

Wenn Du Dich trennst: Reinige alles und werfe weg, was weg muss. Gehe nicht einfach, sondern kläre und beende es so, dass nichts ungeklärt bleibt.

Ich weiß: Manchmal, oder ziemlich oft, möchten wir uns einfach umdrehen und gehen. Wenn wir aber unsere Schale nicht gereinigt haben, werden wir gedrückt und verfolgt. Wir müssen unsere Schale reinigen.

Waschen bedeutet Wasser und Reinigungsmittel. Warmes und kaltes Wasser helfen beim Waschen. Unser Körper ist unsere Schale. Wenn wir irgendetwas getan haben, dann werden wir uns Zeit nehmen und unsere Schale pflegen, waschen, einölen, achtsam behandeln.

Erst wenn wir das alles erledigt haben, können wir uns weiteren Aufgaben widmen.

Reinige Deine Schale – Reinige Deinen Körper – Reinige Deine Küche – Reinige Dein Geschirr – Reinige Dein Haus – Reinige Dein Auto – Reinige Deinen Arbeitsplatz – Reinige Deinen Schreibtisch – Reinige Deine Datenablage – Reinige Deinen Bücherschrank – Reinige Dein Gewissen – Reinige Deine Hände – Reinige Deine Gedanken – Reinige Deine Seele – Reinige Dein Herz (sei reinen Herzens)

Nimm Dir Zeit und konzentriere Dich auf das Wesentliche.

Sieh mit dem Herzen. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)

Reinige Dich bitte nicht von den Menschen, die Dich lieben…..

Ziele erkennen um sie zu erreichen


Nur wer sein Ziel kennt, kann es auch erreichen [Muhammed Ali]

Wer den Zweck seines Lebens kennt, weiß genau, wohin er geht. [Muhammed Ali]

Viele Menschen erreichen zu wenig, weil sie sich nur Ziele setzen, die sie sicher und mit wenig Anstrengung und Risiko erreichen können.

Diese Menschen haben keine Vorstellung von dem was wirklich in ihnen stecken könnte. Die meisten von ihnen haben einfach nur zu wenig Fantasie und Weitblick. Vielen fehlt einfach Inspiration und Ermutigung. Eine wichtige Funktion von guten Lehrern und Trainerin ist es Menschen zu inspirieren und zu ermutigen. Ein “sei zufrieden mit Dir” kann stabilisierend wirken. Es kann aber auch Möglichkeiten begrenzen und Menschen in ihrer Entwicklung bremsen. Für Menschen, die mehr erreichen können und wollen ist diese Aussage ein gefährliches Narkotikum. Wir bleiben in unserer Komfortzone und müssen uns nicht anstrengen. Das widerspricht unserem Drang, Neues zu entdecken und neue Ziele zu erreichen. Viele Jugendliche, die mit einem “sei doch zufrieden!” und “Du hast es doch gut!” begleitet werden, erleben einen wachsenden Druck im Erwachsenenalter. Es ist das Gefühl, nicht genug versucht zu haben und an seinen Möglichkeiten vorbeigelebt zu haben.  Das gilt auch für überdurchschnittlich begabte Menschen, die ihr Ziel nicht genau kennengelernt haben. Manch einer macht sich auf den Weg um eine Karriere als Arzt zu machen und stellt erst am Ende dieser Karriere fest, dass das wirkliche Ziel und der Zweck seines Lebens ganz woanders lag.
Ein von seinen Patienten beliebter Augenarzt, der aus unerklärlichen Gründen Suizid begeht, ist nur ein Beispiel für eine mögliche Fehlentscheidung am Beginn einer Karriere. Ganz zu schweigen von einem Piloten, der aus unerfindlichen Gründen sein Flugzeug in den Abgrund reißt und viele Menschen mit in den Tod reißt. Auch hier spielt die Möglichkeit eine Rolle, dass es zu Beginn der Berufswahl “Traumberuf” erhebliche Fehlvorstellungen über den Alltag eines Verkehrspiloten gegeben hatte. Auch die beruflichen Karrieremöglichkeiten nach einer möglichen Fluguntüchtigkeit spielen eine Rolle und werden mit Sicherheit näher untersucht werden. Es kann auch nicht das Ziel eines talentierten Piloten sein mit 55 in den Ruhestand zu wechseln. Eine Beschäftigungsgarantie in angrenzenden Berufsfeldern wäre wahrscheinlich die bessere Variante. Aber das ist ein Thema mit dem sich die betreffenden Airlines und die Gewerkschaften auseinandersetzen müssen.

Zurück zur Wichtigkeit einer richtigen Zielfindung. Manchmal ist es überhaupt nicht wichtig sich sofort auf den Weg zu machen, sobald man glaubt ein Ziel erkannt zu haben. Es ist wichtig ein Ziel vor Augen zu haben und es langfristig zu verfolgen. Oft ist das Erreichen eines Zieles nicht so befriedigend wie der Weg dorthin.


Ein guter Lehrer und Mentor kann ein entscheidender Katalysator bei der Zielfindung sein. Coaching ist die Methode der Wahl um Ziele zu definieren und Ressourcen zu aktivieren. Coaching setzt genau an dieser Stelle an. Nur wer seine Ziele tatsächlich kennt, kann sie auch erreichen. Ein Coach kann dabei helfen zu wissen, wie es sich anfühlt ein bestimmtes Ziel erreicht zu haben.