Moderne Zeiten: Das Coach Prekariat


Der mittellose Coach

Es ist ein Widerspruch in sich. Aber es gibt sie, die Selbständigen, die kaum von ihrer Arbeit leben können und es trotzdem jeden Tag neu versuchen. Es sind die stillen Helden, die kaum an die Öffentlichkeit treten und doch so wichtig für die Wirtschaft sind. Wer sie fragt, wie es ihnen geht und was sie tun, wird kaum eine ehrliche Antwort bekommen.

„Man sieht nur die im Licht,
die im Dunkeln sieht man nicht.“ /Berthold Brecht/

Arztgespräch in einer REHA-Klinik. Der Mann hatte einen Herzinfarkt. Er ist 66 Jahre alt und er will unbedingt weiter arbeiten. Der Arzt ist erstaunt. Es ist zwar sehr gut, dass der Mann sich fit fühlt und weiter am Berufsleben teilnehmen will, aber viele Patienten glauben immer noch, dass sie in der Rente am besten aufgehoben sind. Die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit unterstützen ältere Arbeitnehmer, die nach dem Erreichen des Rentenalters weiterarbeiten, über das neue “Flexirentengesetz”. Es soll dabei helfen, den Übergang vom Erwerbsleben in die Rente selbstbestimmter zu gestalten. Der Hintergrund ist unter anderem der, dass Arbeit und die damit verbundene soziale Bindung wichtig für die psychische Gesundheit sind.
Der Mann erzählt, dass er in den vergangenen Jahren als freiberuflicher Coach gearbeitet hat. Der Arzt ist hellwach. Das Thema interessiert ihn brennend. Seine Freundin ist in einer ganz ähnlichen Situation. Sie hat zwar noch einen versicherungspflichtigen Job, redet sich aber ein, dass sie mit entsprechenden weiteren Zertifikaten, Prüfungen und der Mitgliedschaft beim größten Coachingverband der Welt doch eine gute Chance hat als Coach zu arbeiten und gutes Geld zu verdienen. Es gibt ja berühmte Coachs, die Bücher verkaufen, große Hallen füllen und mehr als 1000 EURO pro Sitzung verlangen können. Außerdem gibt es Coachings, die durch die Agentur für Arbeit oder die Deutsche Rentenversicherung bezahlt werden können. Coaching ist, so scheint es, der Beruf der Zukunft.
Der Mann ist ein Realist. Er ist gut, aber nun muss er auch weiter arbeiten, weil er annimmt, dass seine Rentenansprüche nur sehr bescheiden sind. Er wird niemals davon leben können. Es klingt sehr ernüchternd, was er zu erzählen hat. Er muss weiterarbeiten, obwohl er ein guter Coach ist:

“Ich bin ein richtig guter Coach. Glauben Sie mir. Ich habe jede Menge Geld investiert; für Ausbildung und um auf dem Laufenden zu bleiben. Man kennt mich und man schätzt mich. Aber ich kann trotzdem nicht davon leben. Wenn Sie zwei oder drei Aufträge im Monat generieren können und insgesamt 2000 EURO damit verdienen, dann sind Sie gut im Geschäft….”

Vielmehr muss der interessierte Arzt nicht hören. Das klingt nicht gut und das macht ihm das Herz schwer.

Der Mann ist in einem Alter, in dem man in die Rente gehen sollte. Aber er kann nicht, weil er lange selbständig war und praktisch nichts beiseite legen konnte. Es geht ihm wie vielen prekär beschäftigten Selbständigen. Er würde vermutlich nur etwa 300 EURO Rente erhalten. Davon kann er nicht leben. Das würde ihn augenblicklich in die Grundsicherung zwingen. Er hat sein ganzes Leben gearbeitet und um Aufträge gekämpft. Am Ende steht er vor einem Scherbenhaufen. Er hat Existenzängste. Das ist überhaupt nicht gut für seine Gesundheit. Der Mann sagt ganz deutlich wie er die Situation sieht:  

“Coaching ist vielleicht ein tolles Hobby. Aber vergessen Sie es! Das ist eine Illusion. Weiter ist es nichts. Ein Job an der Kasse bei einem Supermarkt ist sicherer als das. Sorry! Aber so ist es!”

Der Arzt ist nachdenklich geworden. Die Situation ist wirklich sehr ernüchternd. Er wird das seiner Freundin erzählen. Sie wird nicht begeistert sein, wenn sie das hört.  Der mittellose Coach hatte, wie viele andere ambitionierte und fähige Selbständige, irgendwann einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Er hatte geglaubt, dass virtuelle Teams und Arbeit die man sich freiwillig aussuchen kann, Freiheit und Glück bedeuten würden. Er hatte nicht mit dem Sozialsystem in Deutschland gerechnet, das nicht auf diese moderne Form der Arbeit vorbereitet ist. Der Selbständige Alleinunternehmer hat keinerlei Sicherheit und er wird von allen Seiten so ausgebeutet, wie es die Gesellschaft erlaubt. Er hat kaum Urlaub, weil das verlorene Tage für ihn sind. Und selbst, wenn keine Aufträge hereinkommen, lebt er unter einem permanenten Druck. Das ist weder gesund noch befreiend. Es ist eine Revolution in die falsche Richtung. Die Revolution frisst ihre Kinder. Auf der einen Seite stehen Arbeitnehmer, die bei den großen DAX-Unternehmen angestellt sind. Sie werden von starken Gewerkschaften vertreten, die dafür sorgen, dass Gehälter und Löhne steigen und die Jobs auf einem hohen Niveau sicher sind. Dann folgen die Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen. Sie arbeiten ebenfalls sehr hart, arbeiten aber mit größeren Risiken. Das Prinzip Hoffnung ist dort weit verbreitet.
Dann gibt es Mediziner, Rechtsanwälte, Beamte, Banker, Steuerberater und Angestellte im öffentlichen Dienst.
An der untersten Stufe der Nahrungskette stehen viel kleine Selbständige und Unternehmer, die ein hohes Risiko eingehen und von der Hoffnung leben eines Tages den Break Even zu erreichen. Viele sind erfolgreich. Viele müssen nach vielen Jahren des Kampfes aufgeben. 

Coach ist ein unglaublich befriedigender Beruf mit Zukunft. Flexible Arbeitszeiten und die permanente Erreichbarkeit über Internet und Smartphone sind bereits heute ein wichtiger Teil unsere Arbeitslebens.

Selbständige sollten als das anerkannt werden, was sie sind. Mutige Unternehmer, die bereits heute austesten, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen könnte, die aber selten in der Gewinnzone arbeiten. Wir brauchen sie, und deshalb sollte es einen Mechanismus geben, der diese Menschen aktiv unterstützt bei Grundsicherung, Krankenversorgung, Altersvorsorge und Bildungsphasen. Das wäre ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft.
Diese Unternehmer müssen ohnehin beim Finanzamt Rede und Antwort über ihr Tun, ihr Einkommen und ihre Zukunftspläne stehen. Wir können diese Probleme lösen und so Möglichkeiten und Ressourcen eröffnen, die uns tatsächlich voranbringen können.


In welchem Parteiprogramm steht denn so etwas? Ich weiß es nicht.

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Coaching|Kontrollverlust


Coaching|Kontrollverlust

Es gibt viele Gründe einen Coach aufzusuchen. Ängste, die man unter keinen Umständen öffentlich machen möchte, sind ein sehr wichtiger Grund. Beruflich erfolgreiche Menschen haben verinnerlicht, dass Kontrollverlust starke Ängste und hohes Unbehagen auslösen können. Coaching ist Kontrollverlust pur. Genau das ist ein Grund, der viele daran hindert, sich auf Coaching einzulassen. Manchmal ist es aber sehr hilfreich, Kontrollverlust zu akzeptieren und sich aktiv darauf einzulassen. Dazu gehört vor allem Selbstbewusstsein und Mut.

Wenn Sie das intensive und unangenehme Gefühl von Kontrollverlust erleben und nichts dagegen tun, kann das in depressive Zustände führen und am Ende zu ernsthafter psychischer Erkrankung führen. Das ist ein guter Grund sich mit Kontrollverlust und dem Umgang damit zu beschäftigen. Es handelt sich um ein zentrales Coachingthema.

Eine Vielzahl psychologischer Studien belegt, dass es vielen Menschen besser geht, wenn sie das Gefühl haben ihr Leben unter Kontrolle zu haben.

Sie sind in der Regel erfolgreicher und optimistischer, zufriedener und erfreuen sich einer guten psychischen und physischen Gesundheit. Sie erholen sich schneller von schweren Erkrankungen als Menschen, die beim Genesungsprozess auf das Glück vertrauen. Es scheint sich auszuzahlen, auf die eigenen Einflussmöglichkeiten zu bauen und den Kontrollverlust als schlimmsten anzunehmenden Unfall zu betrachten.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Andere Studien untersuchen, wie Menschen mit Verlust und Tod umgehen, wenn sie diese Dinge als Schicksal akzeptieren, das sie nicht beeinflussen können. Wir können Schicksalsschläge offensichtlich besser verkraften, wenn wir erkennen, dass sie sich außerhalb unseres Entscheidungshorizontes abspielen.
In  vielen Dingen des Lebens haben oder hatten wir nie irgendeine Kontrolle. Das ist kein Drama.

Auch hier finden wir Parallelen in der frühkindlichen Entwicklung. Ein Baby oder ein Kleinkind überlebt nur mit einem unendlichen Erleben des Kontrollverlustes und dem Vertrauen auf die helfende Hand der Mutter. Ohne diese Zuneigung, Liebe und Pflege kann kein Kind überleben. Das Kleinkind hat keine Angst vor Kontrollverlust. Kontrollverlust kommt in der Welt des Kindes noch nicht vor. Wenn die Umstände gut sind, zahlt sich dieses Urvertrauen aus. Wenn nicht, dann hat der Mensch sein ganzes Leben lang damit zu kämpfen.

Es ist eine starke Ressource, Kontrollverlust zu akzeptieren und Vertrauen aufzubauen und zu leben.

Gibt es nicht auch Anlässe die geradezu nach Kontrollverlust schreien? Natürlich gibt es derartige Anlässe. Das Vertrauen in einen Lehrer oder Mentor gehört ebenso dazu wie das Vertrauen in einen geliebten Menschen. Kontrollverlust beim Sex ist das höchste Ziel. Ohne diese Art Kontrollverlust bleibt Sex seelenlos, farblos, fad. Wir sollten lernen mit Kontrollverlust umzugehen, anstatt ihn zu bekämpfen.

Wir können machen was wir wollen. Das Leben können wir nicht erhalten. Das entzieht sich unserer Kontrolle. Ärzte können ein Lied davon singen. Sie sind Kontrollfreaks. Soviel ist klar. Aber wenn sich etwas ihrer Kontrolle entzieht, haben sie gelernt zu akzeptieren, was ist. Mediziner und Psychologen sind wahre Meister des akzeptierten Kontrollverlustes. Aber nur da, wo sie tatsächlich keine Kontrolle mehr haben. Ein Mensch wird gesund, oder eben nicht. Oft gibt es sehr positive Prognosen und der Mensch stirbt. In anderen Fällen sehen die Überlebensaussichten extrem schlecht aus und der Mensch überlebt. Wenn sich ein Chirurg darüber zu viele Gedanken macht, wird er Probleme bekommen.

Coaching ist geplanter Kontrollverlust. Der Coach übernimmt den Prozess und der Coachee darf sich fallen lassen. Das ist ein zentrales Thema beim Coaching. Wer Angst vor dem Verlust von Kontrolle hat, sollte ernsthaft über die Ursachen nachdenken.

Hier ein interessanter Artikel über die Art KONTROLLVERLUST, die uns alle beschäftigt: https://www.journal21.ch/kontrollverlust

 

 

Was macht ein Coach? /wenn er nicht coacht/


Was macht ein Coach, wenn er nicht coacht?

Hier eine kleine Liste*

denken, lesen, schreiben, reisen, beobachten, hinterfragen, lernen, lernen, lernen, positiv denken, fotografieren, studieren, zeichnen, im Internet surfen, recherchieren, sortieren, hinterfragen, reden, zuhören, fernsehen, Musik hören, Konzerte besuchen, Sport treiben, Rad fahren, laufen, Fitnesstudio, telefonieren, Zeitungen lesen, DIE ZEIT lesen (DigitalABO), Sauna besuchen, in der Therme entspannen und lesen und Musik hören, Freunde und Bekannte besuchen, an Geburtstage denken, telefonieren, feiern, sich zurückziehen, die Sonne genießen, ausgiebig spazieren gehen, ins Museum gehen – Tipp: Classic PLUS Jahreskarte, Urlaub planen, Urlaub machen, Berlin entdecken, in Brandenburg Wölfe suchen, mit dem Rad zur Ostsee fahren, Musik machen, singen, tanzen, lieben, Artikel für einen Blog schreiben……

* kann jederzeit erweitert werden – zweckdienliche Hinweise bitte an meine eMail Adresse oder als Kommentar auf diesen BLOG

Das alles und noch viel mehr gehört zum Profil eines Coach. Wenn mich jemand fragt, was ein Coach macht, dann kann ich nur antworten: Es ist Arbeit und pures Vergnügen! Es ist alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Für Coaches gilt das, was auch für andere sogenannte brotlose Künste** gilt:

Es gibt wenige Stars und sehr viele Kleindarsteller.

** Schauspieler, Schriftsteller, Musiker, Journalisten, Fotografen, Philosophen, etc.

Coaching ist Arbeit. Eine einzige Stunde mit einem richtig guten Coach kann das Leben eines Menschen grundlegend verändern. Ich glaube ganz fest daran, dass Coaching eine konzentrierte Beziehungstat ist. Da passiert was. Oder es passiert nichts. Das kommt auch immer auf die Bereitschaft des Klienten an, sich zu öffnen und sich zu verändern.  Wenn ein Coach coacht, dann muss Energie fließen; und zwar von der positiven Sorte. Alles wird möglich im Augenblick des Coachings. Ängste und Belastungen verschwinden für diesen unendlich wichtigen Augenblick. Eine einzige Stunde kann alles Hemmende beseitigen und einen Blick auf ein anderes Leben öffnen. Nennen wir es Coaching; Therapie darf es nicht sein. Aber es macht etwas mit uns, wenn wir uns einem verantwortungsvollen Coach öffnen. Ängste und schlechte, uns hemmende Angewohnheiten können verschwinden, wenn wir es zulassen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stellung in der Gesellschaft haben, die Kompetenz und Wissen impliziert. Viele dieser Menschen sind trotzdem – oder gerade deshalb – einsam und ängstlich. Sie lähmen sich mit ihrer eigenen und eingebildeten Bedeutung und sie haben Angst vor der Wahrheit. Die Wahrheit ist: Sie sind sterbliche und fehlerhafte Menschen. Wer diese Wahrheit erkennt und fühlt, ist bereit für einen guten Coach.
Spürst Du das? Es wird Zeit einen Coach zu suchen. Einen Menschen, der Deine Seele lesen kann ohne das, was er erkennt, gegen Dich zu verwenden. Jemand, der Dich reden lässt und der dich trotzdem achtet und achtsam behandelt. Stell Dir vor: Du kannst wirklich alles sagen und mit einem Menschen laut denken. Es ist egal ob Du ein Vorstandsvorsitzender oder ein Präsident oder ein Bischoff oder der Inhaber eines der größeren Unternehmen dieser Welt bist. Mit einem Coach musst du nicht klug reden. Du kannst einfach du sein ohne wenn und aber. Ein Coach ist die beste Wahl für dich.
Und ja: Du kannst es Dir leisten. Du solltest es Dir leisten. Es ist genau das, was du brauchst.

Es gibt nur ein Problem: Du musst den richtigen Coach finden, der zu Dir passt. Das muss nicht ich sein, aber ich kenne ein paar richtig gute, die ich gerne weiterempfehle.

Traumata – “Fight, Flight, Freeze”


Traumata – “Fight, Flight, Freeze”

Die meisten Menschen haben im Leben traumatische Erlebnisse zu bewältigen. Sie lernen, mit dem Trauma umzugehen. Daher hat nicht jede traumatische Erfahrung schwerwiegende psychische Folgen. Traumata sind ganz normal im Leben jedes Menschen.

Die richtige Bewältigungsstrategie ist der Schlüssel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Ein Trauma ist eine schwere Verletzung der Seele. Es wird durch das Erleben von Kontrollverlust oder Lebensgefahr ausgelöst. Gesunde und gut eingestellte Menschen verfügen über ein Repertoire von Bewältigungsstrategien, die Verletzungen durch Traumata reparieren können.  

Traumatische Erlebnisse, die aus unterschiedlichen Gründen verdrängt werden müssen, also aus dem Bewusstsein verbannt werden, bevor die Bewältigung greifen konnte, führen unweigerlich zu Belastungsstörungen, die sehr tief sitzen und sehr schwer kontrolliert werden können.

Psychische und körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch und Verlusterfahrungen oder schwere Erkrankungen können traumatische Ereignisse sein, die einen Triggerpunkt setzen. Irgendwann im Laufe des Lebens werden ungelöste traumatische Erlebnisse wiederaufgerufen und in das Bewusstsein geschwemmt. Sie kommen an die Oberfläche. Je nachdem wie schnell das Auftauchen vor sich geht, ist die Reaktion auf ein nicht bewältigtes Trauma mittelschwer oder katastrophal.

Es hängt von der Persönlichkeit des Menschen ab, ob ein Trauma psychische Probleme verursacht, anhaltende Angst, Depressionen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung etabliert.

In Gefahrensituationen reagiert ein Mensch mit einem Notprogramm, das tief in uns verankert ist: Fight-Flight-Freeze.

Kämpfen, fliehen oder erstarren. Das ist fast selbsterklärend. Wer sich an JurassicPark erinnert, weiß, dass Dinosaurier nur sich bewegende Objekte verfolgen. Ein erstarrtes Opfer kann der Dino nicht erkennen und aus diesem Grund ist “Freeze” eine durchaus vernünftige Strategie. Wie gesagt, es steckt tief in unseren Genen und jeder verfügt über das kleine aber wirksame Unterprogramm namens Fight-Flight-Freeze.

“Neben den Stressreaktionen Kampf oder Flucht kann es also auch zu einer Art Erstarrung kommen. Auf psychischer Ebene kann das zu einer veränderte Wahrnehmung führen. Die sogenannte „Dissoziation“  ist ein mentaler Schutzmechanismus, der bewirkt, dass die Betroffenen sich fühlen, als würden sie „neben sich stehen“. Diese Wahrnehmung macht es schwieriger, ein Trauma zu verarbeiten und es als Teil des eigenen Lebens anzunehmen.”

Dissiziation kann direkt in eine Posttraumatische Belastungsstörung führen. Sie entsteht, wenn das natürliche Bewältungssystem überlastet wird.

Symptome einer Postraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Übererregbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Alpträume, wiederkehrende Bilder des Erlebten
  • Interessenverlust und Abgestumpftheit

Wenn diese Symptome kurz nach dem auslösenden traumatischen Erlebnis auftreten, werden sie als akute Belastungsreaktion identifiziert. Wenn diese Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, kann man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen.

Es handelt sich um ein Trauma, das unbedingt behandelt werden muss. Die Behandlung muss von einem Spezialisten durchgeführt werden. Das geht weit über Coaching hinaus. Der Coach ist in diesem Fall nur ein Begleiter, der den Coachee zum behandelnden Arzt begleitet.

Wichtig ist vor allem, dass der oder die Betroffene das Erlebnis und das Trauma als solches begreift und akzeptiert – Coaching.

Der Coach lässt sich und dem Klienten viel Zeit und drängt nicht auf eine schnelle Lösung. Der nächste Schritt ist die Aufnahme sozialer Aktivitäten. Es geht vor allem darum, wieder aus der depressiven Erstarrung herauszukommen. Medikamente, Drogen und Alkohol wirken kontraproduktiv und sind in diesem Stadium unbedingt zu vermeiden.

Professionelle Hilfe durch einen Arzt ist zwingend erforderlich.

 

Coaching – FLOW Konzept


Das FLOW KONZEPT – Intrinsische Motivation – GLÜCK

Mihalyi Czikeszentmihalkyi – gebürtiger Ungar – lebt und forscht in den USA.

Er fand heraus, dass Menschen am glücklichsten bei der Arbeit sind, wenn sie sich im FLOW-Zustand befinden.

Jeder kreativ tätige Mensch kennt das. Jedes Kind kennt den Zustand, wenn es all seine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit fokussiert und alles um sich her zu vergessen scheint. Alles fällt von einem ab. Alles scheint möglich. Der Lernprozess steigert sich ins unermessliche. Das Zeitgefühl wird verdrängt. Alles konzentriert sich auf diesen Prozess im Hier und Jetzt.

Definition des Flow

  • Die Fähigkeit sich auf die Aktivität zu konzentrieren ist vorhanden.
  • Die Aktivität hat deutliche Ziele.
  • Man ist der Aufgabe gewachsen.
  • Es gibt unmittelbares Feedback.
  • Es gibt ein Gefühl der Kontrolle über den Prozess.
  • Das Zeitgefühl ist verschwunden.
  • Alle Sorgen sind wie weggeblasen.
  • Die Aktivität hat ihre eigenen Ziele in sich selbst – “autotelisch”.

auto – selbst, telos – Ziel = SELBSTZWECK = Das Ziel einer Handlung liegt in der Handlung selbst.

Eine Aufgabe, die regelmäßig in einem FLOW mündet ist absolut zufriedenstellend und erstrebenswert. Ein Mensch im FLOW erlebt GLÜCK in seiner Arbeit.

Schriftsteller, Forscher und Musiker kennen das Erlebnis. Sie leben für den Flow.

coaching-das-flow-konzept

 

Narzissten im Coaching


Narzissten – eine Klärungsversuch

Narzissmus ist im ICD-10 und auch im DSM als Persönlichkeitsstörung katalogisiert. In ihrer geringen Ausprägung, als leichter Stil kann Narzissmus eine Ressource sein. Als schwere Störung ist er eine Belastung, sowohl für den Narzissten als auch für seine gesamte Umgebung.

Das leistungsorientierte und manipulativer Verhalten von Narzissten wird teuer erkauft. Psychosomatische Störungen, Burn-Out-Episoden, chronische Unzufriedenheit, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu schweren Erkrankungen und ein hohes Suizid-Risiko sind gute Gründe sich mit dem Thema zu beschäftigen. Insbesondere, wenn man selbst erkannt hat, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Narzissmus neigt. In seiner leichten Form ist es eine Ressource.

Auch das ist ein gutes Thema für ein Coaching. Was kann ich mit meinem leichten Narzissmus anfangen? Wo sind die Grenzen? Wann wird es gefährlich? Schwere Störungen sind dann natürlich ein Thema für den Psychiater. Aber so weit sind wir in den allermeisten Fällen noch nicht.

Es gibt übrigens eine wichtige Unterscheidung zwischen Erfolgreichen und Erfolglosen (Narzissten).

Die sogenannten Erfolgreichen Narzissten besitzen eine starke Leistungsorientierung. Sie sind beruflich erfolgreich, durchsetzungsfähig, autonom, gut organisiert, haben ein großes Durchhaltevermögen und hohes Anspruchsdenken. Sie definieren die Spielregeln. Es handelt sich meist um ausgesprochene Egozentriker, die aber durchaus offen für Selbstkritik sind.

Zu den gesicherten Merkmalen für Narzissmus gehören ein hohes Maß an Agression, Extraversion, Ausdauer, hohe Autonomie aber auch in der Kindheit erworbene Bindungsprobleme und ein starkes kompetives Verhalten (Konkurrenzverhalten).

Erfolglose Narzissten haben eine Reihe von Eigenschaften, die auch Erfolgreiche Narzissten haben. Sie aber neigen zum Angeben, haben oft ein übertrieben positives Selbst-Schema und ein starkes aber erfolgloses Regel-Setzer-Verhalten, was sie regelmäßig “auf die Palme bringt”. Der größte Unterschied zu den Erfolgreichen ist das fehlende realistische Leistungsverhalten.

Erfolglose Narzissten sind häufig Schulabrecher. Sie leiden unter Arbeitslosigkeit, wohnen immer noch bei der Mutter und besitzen ein hohes Risiko für Spielsucht und Alkoholabhängigkeit. Sie besitzen eine sehr geringe Selbst-Effizienz-Erwartung und eine geringe Anstrengungsbereitschaft. Sie leiden unter starkem Selbstzweifel, was sie unter starken Druck bringt, dem sie auszuweichen versuchen.

Eine Definition für die Persönlichkeitsstörung anhand ICD-10 oder auch DSM gibt erste Anhaltspunkte für das Identifizieren von Narzissten.

Rainer Sachse hat folgende Kriterien für erfolgreiche Narzissten aufgelistet:

  • Hohes Anerkennungsmotiv,
  • Hohes Autonomie-Motiv,
  • Negatives Selbstschema,
    Narzissten weisen immer ein negatives Selbstschema neben dem immer vorhandenen positiven Selbstschema auf, das immer aus der Biografie stammt. “Ich bin als Person nicht O.K” – “nicht liebenswert” – “nicht kompetent” – “Ich bin ein Versager”. Dieses Schema ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Durch Kritik wird das Schema aktiviert und ein Spiel-der-Erwachsenen angestoßen. Genau das macht einen Narzissten so empfindlich gegenüber Kritik.
  • Positives Selbstschema,
    Parallel dazu haben Narzissten aber auch ein Positives Selbstschema. Es dient als kompensatorisches Element um das vorhandene Negative Schema zu bekämpfen. Super-Kompetenz, außerordentlicher Erfolg und außergewöhnliche Fähigkeiten gehören zum Repertoire von Narzissten, egal ob es sich um reale oder angemaßte Kompetenzen handelt.

Narzissten schwanken zwischen den beiden Extremen. Das negative Selbstschema wird permanent durch das überzogene positive Schema überlagert.

  • Negatives Beziehungsschema,
  • Starke kompensatorische Norm-Schemata,
  • Ausgeprägtes Regel-Setzer-Verhalten,
  • Unrealistisches positives Selbstschema,
    Erfolglose Narzissten unterscheiden sich von den Erfolgreichen durch ein ausgeprägtes negatives Selbst-Schema und ein hochgradig unrealistisches positives Selbst-Schema. Sie verfügen über eine sehr geringe Ausprägung des Autonomie-Motivs  und sind sehr leicht fremdbestimmbar.
  • Kein reales Leistungsverhalten,
    Außerdem zeigen Narzissten kein ausgeprägtes reales Leistungsverhalten. Sie sind kaum in der Lage oder können kaum oder nur schwer reale Kompetenzen erwerben. Der Erwerb von sozialen Kompetenzen ist bei ihnen extrem gering ausgeprägt. Sie können keinerlei reale Erfolge erzielen und erleben ein schmerzhaftes Scheitern auf der ganzen Linie, wenn sie sich der Realität stellen müssen.

Erfolglose Narzissten sind ähnlich dominante Regel-Setzer, wie die erfolgreichen Vetter, wobei ihre Kommunikationspartner ihnen dieses Verhalten aber nicht durchgehen lassen.

Narzissten neigen dazu ihre Coaches oder Therapeuten auf Kompetenz und Wissen zu testen. Sie versuchen natürlich die Regeln des Gespräches zu bestimmen und dem Coach aufzuzwingen. Ein derartiges Verhalten kann nur dann erfolgreich abgewehrt werden, wenn der Coach das rechtzeitig erkennt und dem Klienten Grenzen aufzeigt. In vielen Fällen muss das Coaching von Seiten des Coaches genau an diesem Punkt abgebrochen werden.

Das Coaching mit Narzissten ist eine besondere Herausforderung, egal ob es sich um erfolgreiche oder erfolglose Narzissten handelt.

Das Coaching mit den sogenannten Erfolgreichen wird ein Thema, wenn sie beginnen an ihrem Verhalten zu leiden. Psychosomatische Störungen, Burn-Out-Episoden, chronische Unzufriedenheit, Belastung des Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu schweren Erkrankungen und ein hohes Suizid-Risiko sind gute Gründe für Narzissten sich mit der Thematik aktiv auseinanderzusetzen. Ein Coaching kann ein erster Schritt sein. Das Ziel des Coachings ist es, sich mit einer professionellen, neutralen Person über das Thema auszutauschen. Ein Coaching kann als Einstieg in einer Behandlung durch einen Psychotherapeuten betrachtet werden. Es ist niemals ein gangbarer Weg um das narzisstische Verhalten vollständig zu behandeln oder gar zu heilen. Das überlassen wir gerne den Profis auf diesem Gebiet.

Totes Pferd – ABSTEIGEN!


Steig ab, wenn das Pferd tot ist……

Ein altes Indianersprichwort sagt, dass man absteigen soll, wenn das Pferd auf dem man reitet tot ist.

Ich hatte kürzlich ein intensives Gespräch mit einem zutiefst verunsicherten Mann. Man sah es ihm nicht auf dem ersten Blick an. Ein Blick auf seine Vita forderte zahlreiche Fragen. Das Gespräch lief sehr schnell auf ein Coaching hinaus. Der Mann hatte Potential und er befand sich in einer Handlungsstarre. Das Ziel des Coachings war nicht zuerst die Jobsuche. Das Ziel des Coachings lautete Auftauen. Es dauerte eine Weile bis mein Klient dieses Ziel mit eigenen Worten formulieren konnte. 

Paul M.* (*Name verändert) erzählte mir, dass er unter einem sehr starken Druck stehen würde.

Er arbeitete seit einigen Jahren als Betriebsleiter in einem größeren Unternehmen. Er hatte sich dort hochgearbeitet. Nach der Berufsausbildung hatte er immer wieder Leitungsfunktionen übernommen. Paul hatte nicht studiert und er konnte mir keine einzige Qualifikation im Bereich QM vorweisen. Paul erzählte mir, was er alles getan hätte und mir wurde sehr schnell klar, dass er durchaus Potentiale hatte. Das Problem war aber, dass er erstens schon zu alt für eine Umschulung war und er hatte keine Zeit mehr um sich irgendwo wieder hochzuarbeiten. Ausserdem nahm er an, dass jüngere Leute viel bessere Voraussetzungen als er hätten. “Schon allein die Sprachkenntnisse sind heute sehr wichtig!”, erklärte er mir. Selbstredend. Ohne Englisch geht heute überhaupt nichts mehr. Aber das kann man lernen, egal wie alt man ist. Englisch ist schließlich die Lingua Franca des 21.Jahrhunderts, die Verkehrssprache für Jedermann.

Ich will nicht auf die Einzelheiten eingehen. Sie wissen ja: Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder toten Personen wären rein zufällig. Auf jeden Fall wurde sehr schnell deutlich, dass er da auf einem klapprigen Gaul unterwegs war. Das Pferd war kurz vor dem Zusammenbrechen und empfand seinen stolzen Reiter nur noch als Last. Es war noch nicht ganz tot, aber lange würde es wohl nicht mehr dauern.

Ich spiegelte Paul seine Situation und reflektierte mit ihm seine Stärken und Ressourcen. Er erkannte sehr schnell, dass er einfach nur ein anderes Pferd suchen müsste. Absteigen und den alten Gaul stehen lassen und keinen Blick mehr zurück wenden. Das ist die Devise! Das alte Pferd würde auf jeden Fall sterben. Vermutlich sollte man ihm den Gnadenschuß gönnen. Aber das war nicht die Aufgabe von Paul. Paul musste nach vorne schaun und sich ein neues Pferd suchen. Ein Pferd das stark genug für ihn war.

Es dauerte eine Weile bis Paul erkannte, was ich ihm mit dem toten Pferd sagen wollte. Er reflektierte das Thema und meinte, dass er doch auf gar keinem Pferd reiten würde. Er wäre doch längst abgeworfen und entlassen worden. Dann begriff er. Das tote Pferd, das er immer noch zu reiten versuchte war seine Vorstellung von einem Chefposten, wie er ihn bislang innegehabt hatte. Aber dieses Pferd war mausetot. Niemand konnte er zum Leben erwecken und ähnliche Pferde gab es nicht. Paul musste sich von seinen Vorstellungen trennen. Das war nicht einfach für ihn. Ich coachte Paul und begleitete ihn auf seinem Weg zu einer neuen Zukunft. Ein interessantes Detail war für mich auffällig. Paul war bei der Agentur für Arbeit gemeldet und er erhielt keine Leistungen mehr. Er lebte sozusagen von Nichts, wenn man vom Gehalt seiner Ehefrau absieht. Paul war so sehr in seiner Idee von einem Job als Betriebsleiter gefangen, dass er es seit etwa 3 Jahren vorzog NICHTS zu verdienen und seinen Traum zu leben. Das war der Ansatz um ihm eine Reihe Auswege aus seiner Situation zu zeigen.     

Und so wurde aus einem alten Indianersprichwort wieder einmal ein fruchtbares Coaching. Paul erkannte seine Möglichkeiten und beschäftigte sich nicht mehr mit alten Pferden. Es macht keinen Sinn. Alte Pferde belasten nur und sie werden sowieso bald das Zeitliche segnen.  

Worauf es wirklich ankommt ist es ein Pferd zu reiten, dass in der Lage ist den Reiter zu tragen und an ein realistisches Ziel zu führen. 

Coaching setzt tiefer an als Training und Beratung


Coaching, wie ich das verstehe, setzt tiefer an als auf dem ersten Blick zu erkennen ist. Jobcoaching ist ein Angebot für Menschen, die multiple Probleme zu lösen haben. Der Gang zur Arbeitsagentur oder dem Jobcenter verursacht bei den meisten Betroffenen ein ungutes Gefühl. Viele haben den Eindruck, dass der Vermittler nur einen Aspekt ihres Lebens betrachtet. Dieser Aspekt ist das Bewerberverhalten und eine möglichst schnelle Aufnahme eines versicherungspflichtigen Jobs. Jobcoaching erscheint zunächst als Intensivierungsmaßnahme des Jobcenters. Integrationsferne Personen sollen besser an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.
Viele Ursachen für den Verlust der Arbeit und Problemen beim Finden geeigneter Jobs liegen tiefer. Hier setzt echtes Coaching an. Der Mensch im 360 Grad – Panorama. Wie ist sein soziales Umfeld und seine psychische Konstitution? Es liegt auf der Hand, dass es nicht zielführend ist, einen Akademiker in ein für ihn fremdes Berufsfeld zu orientieren. Der erfahrene “Aussendienstmitarbeiter mit Herz und Seele”, der nach langer Tätigkeit seine Arbeit verliert, ist in den meisten Fällen nicht darauf vorbereitet, sich neu zu orientieren. Oft haben wir es mit Menschen zu tun, die genau zu wissen glauben, dass der Beruf den sie jahrelang ausgeübt haben, keine richtige Perspektive mehr bietet. Sie wollen weg davon. Nach einem Coaching kann es durchaus sein, dass dieser Beruf genau der richtige ist und sie wieder Kraft und Ressourcen benötigen um diesn Beruf wieder aufzunehmen. Oberflächliches Jobcoaching hilft diesen Menschen nicht weiter. Sie wissen oft selbst, was zu tun ist. Sie wissen nur nicht, warum sie das tun sollten. Und genau darum geht es. Motivation und Zielsicherheit sind wesentliche Aspekte, die beim Coaching eine Rolle spielen müssen. Ich möchte Klartext reden: Ein Jobcoaching mit Stundensätzen von maximal 40 EURO ist aus meiner Sicht eine vollkommen sinnlose Aktion. Das ist Mindestlohn für Spezialisten. Gute Coachs kosten mehr. Das ist kein Geheimnis. Stundensätze ab 90 EURO sind da realistischer, wenn der Coach als Freiberufler unterwegs ist.

 

In unübersichtlichen Zeiten sehnt sich der Mensch nach Halt. So mancher sucht sie in Ideologien oder in Filterblasen, wo alle einer Meinung sind – oder er orientiert sich an besonderen Menschen. /BRANDEINS ONLINE 2016/

Ein Coach ist immer ein besonderer Mensch. Das ist wie ein guter Lehrer, ein Motivator und Vorbild. Ein Coach lehrt nicht nur wie man etwas macht, er ist nicht nur Trainer. Ein Coach öffnet Horizonte, ändert Sichtweisen und zeigt neue Aspekte. Ein Coach verursacht Sehnsucht nach Veränderung.  

Ich schreibe diese Sätze als vertiefendes Mantra. Auch eine Möglichkeit Glaubenssätze zu vertiefen. Und ich treffe jeden Tag Menschen, die genau so denken und handeln. Das sind die Coachs, die bereit und in der Lage sind Dinge und Ansichten zu ändern, die Menschen daran hindern ihren Weg zu gehen und das zu tun, was zu ihnen passt.
 

Was treibt Dich an?


Was treibt Dich an?

Ich spreche Dich mit dem vertrauten Du an. Das geht tiefer, als ein unpersönliches Sie. Ich wiederhole die Frage: Was treibt dich an? (ich schreibe du klein, das ist nach der “neuen” Rechtschreibung empfohlen. wer will kann auch weiterhin Du groß schreiben)

Was treibt uns an, wenn wir irgendetwas tun oder es eben lassen?

Ich habe in letzter Zeit sehr viel mit Menschen zu tun, deren einziger Antrieb es ist, irgendwie zu überleben. Da ist die attraktive Frau und Mutter, die die vergangenen zwanzig Jahre als Familienmanagerin tätig war, also dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stand. Sie war Managerin, Beraterin und verantwortete die Finanzen des Familienunternehmens. Nach 25 Jahren bekam sie aus blauem Himmel den blauen Brief. Neuanfang. Aber wie?  Da ist der arbeitslose Manager, der nach dem Verlust seines gut dotierten Jobs keine vergleichbare Stelle mehr finden konnte. Seine Ehefrau arbeitet entweder im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Dienst. Sie haben sich eingerichtet und die Welt hat sich weiter gedreht. Nach 5 Jahren mehr oder weniger intensiver Suche nach einem wie auch immer gearteten Chefposten hat der Mann keinen Antrieb mehr, sich auf den Weg zu machen. Seine Probleme liegen auf der Hand. Er kennt weder Ziel noch Sinn und eigentlich geht es ihm ganz gut in seiner Rolle. Wenn er ahnen würde, dass das Spiel langsam zu Ende geht und die Frau sich längst auf den Weg gemacht hat, dann würde ein Ruck durch diesen Mann gehen. Wir alle kennen solche Leute. Oft sind wir es selbst, denen ein Spiegel vor die Nase gehalten wird. Sehr oft verharren wir wie ein Kaninchen vor der Schlange und sind starr vor Angst, alleine bei dem Gedanken, dass wir so nicht weitermachen können. Wir fahren mit offenen Augen gegen eine Wand und hoffen, dass es nicht so schlimm werden wird. Es wird immer noch etwas schlimmer. Spätestens wenn alle Hoffnungen enttäuscht wurden, muss sich jeder den Realitäten stellen und sich auf sich selbst konzentrieren. Denn darum geht es immer: Wo sind Deine Ressourcen? Was tust Du gerne?

Denke bitte immer daran, was Mark Twain über Arbeit gesagt hat, die man gerne macht: Es ist keine Arbeit, es ist ein Vergnügen, für das man auch noch Geld bekommt.

Was treibt mich an? Es ist der Wunsch, in dem was ich tue wirklich gut zu sein. Es ist harte Arbeit das zu erreichen. Manchmal braucht man etwas mehr Zeit und sehr oft muss man sich mit dem arrangieren, was gerade möglich ist. Ich meine damit ausdrücklich auch die Möglichkeit seinen Stolz für kurze Zeit unter die Füße zu bekommen und Hilfe anzunehmen. Du bist vielleicht in deinem Selbstverständnis verletzt. Deine Kräfte sind am Ende. Es sieht alles so sinnlos aus. Andere sind jünger, schöner, klüger und letztendlich erfolgreicher. Ist das wirklich so?
Meine Erfahrungen sagen etwas ganz anderes. Ich sehe in letzter Zeit viele Menschen, die zu Beginn kaum Hoffnung auf ein besseres Leben haben. Sie haben sich eingerichtet und sie leiden an den erfolglosen Versuchen irgendeinen Job zu finden. Es ist ein wunderbares Erlebnis zu beobachten, wie Hoffnung und Selbstbewusstsein wieder stark wird und sich diese Menschen auf ihre Ressourcen besinnen. Das ist sichtbar!
Und dann gibt es noch die erfolgreichen Menschen, die scheinbar alles haben und sich dennoch große Sorgen um ihre Zukunft machen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Aber Angst begleitet uns von der Geburt bis zum Tod.

Angst sollte uns nicht antreiben. Angst darf unser Leben nicht bestimmen. Angst ist eine schlechte Ratgebeberin. Ein kühler Blick auf die Statistik zeigt, dass die Angst vor Terror in keinem Verhältnis steht zur Angst vor schlimmen Krankheiten oder Unfällen.

 

Life Coach – was macht eigentlich ein Life Coach?


Ich bin-neben meiner Tätigkeit als Berater- ein Life-Coach. Und zwar aus Leidenschaft. Das bedeutet, dass ich mich über jedes Thema mit meinen Klienten unterhalten kann. Sie allein entscheiden, was wir erreichen wollen und was außen vor bleibt. Ein gutes Coaching lebt von der guten Beziehung von Coach und Coachee. Ich habe das schon oft erlebt, dass sich Menschen darum drücken wollen, in den Spiegel zu sehen. Sie fürchten sich vor der Wahrheit. Wie fürchten sich oft vor sich selbst. Das macht Stress und führt nicht selten zu Unzufriedenheit und psychosomatischen Beschwerden. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Antriebslosigkeit und Essstörungen sind nur einige mögliche Folgen.
Jeder Mensch hat unterdrückte Gedanken, über die er sich nicht gerne mit anderen unterhält. Er lebt ein anderes Leben als das, das er gerne leben würde. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Viele Menschen haben niemand, mit dem sie sich über alles unterhalten können. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, über die er lieber nicht redet. Ängste bleiben unausgesprochen und wachsen in uns. Der Druck steigt und irgendwann wird der Kessel überlastet.
Was kann ein Coach und insbesondere ein Life-Coach tun? Ein Life-Coach arbeitet als  professioneller Gesprächspartner. Ein Life-Coach ist eine Art Vertrauter, der alles wissen darf. Er wird es nicht gegen Sie verwenden. Das ist eine der wichtigsten Punkte im Vertrag. In jedem Coachingvertrag steht eine Schweigeverpflichtung. Ich wiederhole es nochmal: Alles was Sie in einem Coaching sagen, wird garantiert nicht gegen Sie verwendet.
Coaching ist nicht ganz einfach, aber es hat letztendlich immer eine entspannende Wirkung. Probleme werden, unter anderen Gesichtspunkten betrachtet, oft sehr klein. Es kommt immer auf die Perspektive an. Wann haben Sie zum letzten Mal wirklich offen und ehrlich über alles sprechen können, was Sie bewegt? Coaching macht genau das. Auch dunkle Seite Ihrer Seele sind kein Tabu, sondern ein selbstverständlicher Teil jeder Persönlichkeit. Eine Frau, die unzufrieden mit ihrer langjährigen Ehe ist, kann im Coaching offen über ihre Wünsche und Sehnsüchte sprechen. Das befreit und sorgt für absolute Entspannung. Nebenwirkungen sind nicht ganz zufällig, aber folgerichtig. Verspannungen und Schlafstörungen verschwinden oft ganz von selbst. Als Coach darf ich keine Krankheiten behandeln. Aber ich begleite Sie gerne als Partner von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Ein Coach ist eine erfahrene Person mit viel Talent, einer sehr guten Coachingausbildung und viel Erfahrung durch die Coachings, die er oder sie bereits durchgeführt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich mit jemand über Dinge unterhalten wollen, die sonst niemand wissen darf, dann vereinbaren Sie einen Termin mit einem guten Life-Coach.

Ein Beispiel: Die Ehefrau eines Politikers oder leitenden Managers eines großen Unternehmens leidet unter der wachsenden Abwesenheit des Ehemannes. Sie hat aber niemand mit dem sie sich darüber unterhalten kann. Freunde und Bekannte können und wollen sich nicht wirklich ein offenes und freundschaftliches Gespräch führen. Viele können das auch nicht. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage professionelle Gespräche zu führen. Jeder ist der Meinung, dass es ihr doch gut gehe und sie sich mit der Situation arrangieren sollte.

Auf der anderen Seite steht der vielbeschäftigte Manager. Perspektivwechsel pur. Für ein Coaching haben diese Männer kaum Zeit. Sie kompensieren ihre versteckten Ängste und ihren Frust auf vollkommen andere Weise. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, aber ich kenne die Spielarten. Herzchirurgen zum Beispiel sind die Platzhirsche in den Uni-Kliniken. Viele von ihnen entspannen sich indem sie Frauen “jagen und erlegen”. Das nimmt die Spannung. Es gibt möglicherweise Ausnahmen, aber die haben andere Probleme. Ich bin nie in der Situation eine moralische Keule zu schwingen. Ich verstehe die Themen und kann mit ihnen verünftig umgehen. Wenn mein Klient soweit ist, dass er auch über diese Dinge offen reden kann, dann sind wir schon ziemlich weit. Es kann aber auch komplett aussen vor gelassen werden.

Manager in den höheren Führungsetagen sind dankbare CoachingSubjekte. Das ist das, was Coaching wirklich interessant macht.

– In solchen Fällen steht ein gute Coach als Sparringpartner zur Verfügung. Alles was wir besprechen, bleibt im Coaching. Ich habe als Coach eine Schweigeverpflichtung und werde auf keinen Fall eine Wertung vornehmen. Sie bekommen die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Das garantiere ich Ihnen.

Die Qualität eines guten Coach gleicht der eines guten Therapeuten. Die Beziehungsebene spielt eine große Rolle.   

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten.

Valentinstag


Liebe ist das einzige, was wächst, wenn man es verschwendet. (Maria Luise Stangl)

Valentinstag. Das ist der Tag an dem man an seinen Liebsten denkt. Das ist der Tag an dem man an seine Liebste denkt. Manchmal ist die liebste Frau, der liebste Mann nicht die oder der, mir dem man gerade zusammenlebt. Die Liebe ist ein unerklärbares Geheimnis.

Eine sehr junge Frau hatte sich vor Jahren in einen Mann verliebt und sie waren zusammengekommen und hatten sich nach einiger Zeit wieder getrennt. Sie liebte ihn über alles und er erklärte ihr, dass er sie nicht so lieben würde wie sie ihn. Ihr zerbrach fast das Herz und sie stürzte sich in ihre Arbeit und suchte sich einen neuen Mann. Aber sie verliebte sich nicht wirklich. Sie redete es sich ein und sie tat “das Vernünftige”. Ihr Herz blieb bei dem Mann, den sie immer noch liebte.

Es ist immer so in einer Liebesbeziehung:

Der Eine liebt immer mehr als der Andere.
Die Eine liebt immer mehr als die Andere.
Der Eine liebt immer mehr als die Andere.
Die Eine liebt immer mehr als der Andere.

Haben wir alles gendergerecht durchdekliniert? Furchtbar. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu der jungen Frau, die – wie kann es auch anders sein – immer noch an ihrer großen Liebe hing. Sie besuchte ihre Familie und lief dem Geliebten über den Weg. Von einem Augenblick auf den anderen war sie krank. Sie liebte, dass es körperlich wehtat. Sie vermisste den geliebten Mann so sehr, dass sie alles andere um sich herum vergaß. Vergessen war auch der Mann mit dem sie in einer Beziehung lebte. Es ist klar, dass sie sich von diesem Mann trennen sollte, denn sie liebte doch den unerreichten Geliebten, der sie nicht mehr liebte. Oder vielleicht doch? Vielleicht war da eine ganz kleine Chance. Wie auch immer. Wir alle kennen solche Situationen. Die Liebe ist ein unglaubliches, unerklärbares Geheimnis. Es gibt Situationen in denen wir ganz genau wissen, dass es vernünftig ist sich zu trennen und sich einen neuen Partner zu suchen oder alleine zu bleiben. Aber es ist nie vernünftig sich zu trennen, wenn man liebt. Die Geliebten trennen sich und die Liebe bleibt. Was soll man dazu sagen?

Aber Liebe wächst, wenn man sie verschwendet. Ja! Das stimmt. Besonders, wenn man sich bewusst macht, dass Liebe tatsächlich unsterblich ist.

Alles Liebe zum Valentinstag!

Der Zorn des Chefs


Der Zorn des Chefs – kein cholerischer Anfall

Nicht jeder Chef, der auf Grundlage von wiederholtem Fehlverhalten von Mitarbeitern ausflippt, ist ein Choleriker. Es ist leider so, dass viele Mitarbeiter ohne Druck nicht ordentlich arbeiten. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
Es ist unerträglich zu erkennen, dass die Fortschritte von Assistenzärzten sich über die Freiertage in Luft aufgelöst zu haben scheinen. Die Berichte, die über die Feiertage geschrieben wurden, sind eine einzige Katastrophe! Es ist zum Verzweifeln! Der Frust steigt und es genügt eine kleiner Auslöser um den Chef zur Explosion zu bringen. Das hat nichts mit einem cholerischen Anfall zu tun. Das hat sehr viel mit Streß und Frust zu tun.
Diese Chefs müssen nicht zwingend Chloleriker sein. Gestreßten Oberärzten und Chefärzten kann geholfen werden. Bei dieser Personengruppe liegt keine psychische Störung vor. Eine Psychotherapie und insbesondere eine tiefenpsychologische Behandlung wäre völlig fehl am Platze.
Eine niederschwellige therapeutische Beziehung – ein Coaching – kann helfen. Unkontrolliertes Ausflippen kündigt sich an und kann durchaus kompensiert werden.
Was spüren Sie bevor der “Anfall” kommt? – Keine Angst, es handelt sich nicht um einen Anfall im klassischen Sinne. Sie sind nicht krank! Aber nun konzentrieren Sie sich auf ihre Gefühle, körperliche Reaktionen, Schweißausbrüche, Zittern, Blutdruck, Klingeln in den Ohren, etc. Woran denken Sie, wenn sich diese ärgerlichen Vorfälle häufen? Haben Sie es nicht schon “gewusst”, bevor Sie das Büro betreten haben? Haben Sie es nicht sogar über die ganzen Feiertage geahnt? Hat es Sie nicht die ganze Zeit beschäftigt?

Das Überwinden von scheinbar unkontrollierten Wutausbrüchen gehört zu den Möglichkeiten klassischer Verhaltenstherapie. Wenden Sie sich an einen guten Coach, der Erfahrung und Fähigkeiten in dieser Richtung hat und über eine entsprechende Methodenkompetenz verfügt. Durchbrechen Sie das Spiel, das lange vor dem Ausbruch von Problemen begonnen hat. Streß scheint bei dieser Berufsgruppe dazu zu gehören. Überarbeitung ist an der Tagesordnung. Natürlich können Sie selbst erkennen, wo die Probleme angesiedelt sind. Aber glauben Sie mir: Sie fahren deutlich besser, wenn Sie einen geeigneten Gesprächspartner haben, der ein professionelles Gespräch mit ihnen führen kann und eine Schweigeverpflichtung anbieten kann. Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden. Beim Coaching ist das ausdrücklich nicht der Fall.

Resilenz


Resilenz wird zu einem immer wichtigeren Thema für Coachs, Personalmanager, Berater und Psychologen. Resilenz bedeutet ganz allgemein – Widerstandsvermögen gegen äußeren Druck und Stress. Der Grad der Resilenz eines Organismus oder eines Systems beschreibt die Fähigkeit in Druck- und Stressituationen nicht zu zerbrechen.

Der Begriff Resilenz wird sowohl in der Physik, als auch in der Ökologie und Psychologie verwendet. In komplexen Ökosystemen beschreibt die Resilenzfähigkeit die Fähigkeit auf Umweltbelastungen zu reagieren ohne grundlegenden Schaden zu nehmen. In der Physik wird mit Resilenz die Fähigkeit von Stoffen bezeichnet, die sich unter Druck verformen und die ursprüngliche Form wieder zurückerhalten, wenn die einwirkenden Kräfte reduziert werden. Ein Flummi wird auf den Boden geschleudert und verformt sich beim Aufprall um wieder als Kugel zum Werfer zurückzukehren. Der Berliner Fernsehturm schwankt unter starkem Wind und kehrt bei Entlastung wieder zur Ausgangspunkt zurück. Der deutsche Wald wurde in den 1980er Jahren von Umweltschützern als todkrank diagnostiziert. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten eine erstaunliche Resilenz gegenüber starken negativen Umwelteinflüssen bewiesen. Das war so nicht zu erwarten. Sauerer Regen und Schadstoffe haben den Wald schwer geschädigt.

Für das Verständnis der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen ist es wichtig zu verstehen, welche Muster unsere Reaktionen auf Stresssituationen prägen und wie intensives Stresserleben auf verschiedene Personengruppen wirkt. Die Muster mit denen wir unsere Welt erfassen prägen unsere Reaktion auf konkrete Stesssituationen. Der amerikanische Psychologe Albert Ellis und der Psychiater Aaron Beck haben als Erste diese Streßbewältigungsmuster untersucht und ausgewertet. Albert Ellis gehörte zu den Wegbereitern der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die zweite Forschungsrichtung konzentriert sich auf unterschiedliche Personengruppen, die konkret intensivem Stress ausgesetzt waren. Eine wichtige Gruppe von untersuchten Personen sind die Überlebenden des Holocaust. Auch hier konnte nachgewiesen werden, dass die Menschen völlig unterschiedlich mit der erlebten Situation umgegangen sind.

Die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner erforschte die Entwicklung aller im Jahr 1955 geborenen Kinder der Insel Kauai (Hawai). Es handelte sich um 698 Personen, die im Rahmen einer Langzeitstudie untersucht und beobachtet wurden. Die Forschungsarbeiten umfassten einen Zeitraum von 40 Jahren. Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchungen war die Untersuchung von 201 Kindern aus sozial schwachen Familien.
Werner wies nach, dass zwei Drittel dieser Kinder später zu keinem geregelten Leben in der Lage waren. Ein Drittel der untersuchten Personen schaffte es jedoch die negativen Einfluß der Herkunftsfamilien abzustreifen. Im Erwachsenenalter war ihnen die schwierige Kindheit nicht mehr anzumerken.

Die resilienten Kinder waren mehr flexibel, ausgeglichen und wenig ängstlich.

 Mit der Zeit befassten sich immer mehr Forscher wie zum Beispiel die amerikanischen Psychologen Karen Reivich und Andrew Shatté mit dem Thema Resilienz. Sie wollten wissen, wie Menschen ihre Widerstandsfähigkeit stärken können. Seit einigen Jahren untersuchen vor allem amerikanische Psychologen das Phänomen auch in der Welt des Managements. Sie entwickelten zahlreiche Resilienz-Programme, die Arbeitnehmern helfen sollen, im Arbeitsalltag besser zurechtzukommen.

Coaching kann ein wichtiger Baustein bei der Stärkung von Widerstandkraft und Resilenz im Management sein.