Usus, fructus, abusus – Thema der Woche – MacCoach


Digitale Teilhabe – Das unentdeckte Land – Eine Rechtslücke – Ahnungslose Politiker

Ich fahre durch Berlin und Google fragt mich, wie es mir da und dort gefallen hat. Ich brauche eine neue digitale Identität. Aber was nützt es? Spätestens, wenn ich als reale Person Geld abhebe, eine Restaurantrechnung zahle, oder mein Chip für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel registriert wird, stimmen die Profile wieder überein. Ich tanke und bezahle mit der Karte. Wieder ein Datensatz. Oder ich hebe nur einmal im Monat Bargeld ab. Ich mache mich verdächtig. Die Behörden dürfen meine Daten nicht auswerten. Google, Facebook, die NSA und vermutlich auch der russische Geheimdienst schon. Sie machen es einfach. Weil sie es können. Der Mossad und der chinesische Geheimdienst sowieso.

Es sind nicht nur Klicks, es ist unser ganzes Leben. Historiker in hundert Jahren werden in der Lage sein, ein ganzes Leben minutengenau zu analysieren.

Unternehmen wie Google bieten ihren Kunden scheinbar kostenlos einen eMail-Zugang und die Möglichkeit Daten zu verwalten und abzulegen. Es gibt Google-Maps und Calendar, Drive und Docs. Wer ein Smartphone besitzt, braucht einen Google-Account um überhaupt damit arbeiten zu können. Oder man hat ein iPhone. Das ist dasselbe auf Apple-Art.

Es wird alles gesammelt, was denkbar ist. Bewegungsprofile offenbaren sogar den Gang zum Bankautomaten oder den Besuch des Fitness-Studios. Wie lange verweilt der Nutzer in einem Supermarkt? Aldi, REWE oder Edeka? Nach welchen Begriffen suchen wir? Wie lange halten wir uns in einer Klinik auf? Sind wir Arzt oder Patient? Google und Apple wissen das. Die NSA und die anderen Geheimdienste sowieso.

Daten verraten alles. Wenn es eine Grippeepidemie gibt, kann genau verfolgt werden wo sie begann und wie sie sich ausbreitet. Big Data ist nicht nur Fluch, sondern auch Chance im Kampf gegen Krankheiten und anderen Verwerfungen. Big Data sieht sofort,wo der Nutzer wohnt und wo er arbeitet. Oder eben nicht arbeitet. Wir sind da einfach hineingezogen worden, ohne eine Ahnung wohin das führen wird. Und wir können uns kaum noch verweigern.

Es kommt einzig und allein darauf an, wie rechtlich damit umgegangen wird. Stichwort Vorratsdatenspeicherung. Der Staat, wie wir ihn kennen, darf das eigentlich nicht. Wenn Terror droht, werden Ausnahmen gemacht. Der mündige Bürger hebelt seine Rechte freiwillig aus um sich sicher zu fühlen. Sicherheit bringt das noch lange nicht.

Die Politik beschäftigt sich nur am Rande mit diesen essentiellen Fragen. Sie beschäftigt sich mit dem Tagesgeschäft und vor allem mit sich selbst. Die Ahnungslosigkeit nimmt fast kriminelle Züge an. Die Entschuldigung liegt auf der Hand. Es ist alles so kompliziert und schwer zu handhaben.

Das Feigenblatt wird immer größer.

Eine moderne Gesellschaft kann auf die Dauer nicht auf Grundlage von kostenlosen Angeboten funktionieren. Alles hat einen Preis. Die Daten der Bürger sind ein hohes Gut. Wir kennen den Wert nur noch nicht. Ein Beispiel: Ich publiziere im Internet und bekomme für jeden Klick einen Cent. Das würde inzwischen ausreichen um davon gut leben zu können. Jedes Foto das ich nutze wird automatisch dem Rechteinhaber gutgeschrieben. Jeder Datensatz,den ich erzeuge, bewirkt einen hundertstel Cent. Jedes publizistische Angebot wird direkt nach Nutzungsgrad honoriert. Wenn es einen Mechanismus geben wird um so etwas zu realisieren, dann funktioniert der digitale Markt. Die digitale Gesellschaft hat sich dann neu aufgestellt. Aber soweit ist es noch lange nicht. Es fehlt das Bewusstsein und der politische Wille. Es wird nicht einfach so vom Himmel fallen. Wir müssen das auf die politische Agenda setzen. Politiker müssen das Thema verstehen und umsetzen.  Es wird nicht ohne Verwerfungen und Rückschritte einfach passieren. Was passieren wird, ist höchstwahrscheinlich etwas ganz anderes. Weitermachen wie immer. Unscharfe Vorstellungen. Immer mehr Druck, der irgendwann revolutionäre Auswege finden wird.
Was würde passieren, wenn die Nutzung von Google in Europa verboten werden würde? Ich selbst nutze Google jeden Tag, nicht nur als Suchmaschine. Ich weiss ziemlich genau was das für mich bedeuten würde. Es gibt keine handhabbare Alternative in Deutschland. Noch nicht. Wenn von Digitalisierung geredet wird, dann muss auch darüber nachgedacht werden, wie ein Aufholprozess finanziert werden kann. Machen wir uns nichts vor. Das Silicon Valley ist technisch viel weiter, als die meisten von uns ahnen. Es wird nicht reichen es einfach nur zu adaptieren. Wir brauchen hier und jetzt neue Ideen und neue Ansätze. Wir brauchen eine Unterstützung für Unternehmen, die die Aufholjagd aufnehmen und das geht nur mit sehr viel Geld und klaren Regeln. Die Technologie ist da.

Die Regeln müssen aufgestellt, diskutiert und durchgesetzt werden. Unbürokratisch und visionär. Das Ziel ist eine Digitalisierung der Gesellschaft, die für und mit den Menschen arbeitet. Es geht um Rechte und es geht um die Zukunft der Menschheit. Usus, fructus, abusus im 21.Jahrhundert, also die Theorie der Verfügungsrechte spielt eine zentrale Rolle dabei. Das neu zu definieren und umzusetzen, verlangt nach einer machtvollen Politik, die von Europa ausgehen muss. Natürlich müssen die Amerikaner mit dabei sein, und die Russen, die Chinesen, die Afrikaner. Es ist eine globale Aufgabe. Die Diskussion ist eröffnet.

Big Data ist nicht nur Fluch, sondern auch Chance. Allein in der Medizin ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Es gibt komplexe Zusammenhänge, die auf dem ersten Blick überhaupt keinen Sinn ergeben. Wir denken in Kategorien des 19. Jahrhunderts. Um 1870 war der Beruf eines Ingenieurs klar definiert. Ein guter Ingenieur konnte alles wissen, was es auf dem Gebiet zu wissen gab. Ich selbst habe noch in der Schule gelernt, dass man alles erklären kann mit Ursache und Wirkung. Viele Menschen sind so sozialisiert. Sie glauben an die vollkommene Erklärung aller Dinge. Und damit liegen sie völlig falsch. Komplexe Systeme neigen immer zum Chaos. Lineares Denken ist falsch und gefährlich.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Die Welt ist reicher geworden mit dem Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit. Auch die massenhaften Datenströme sind im Grunde eine Chance für die Zukunft. Es ist aber gefährlich alles wild wuchern zu lassen. Neue Regeln, neue Gesetze müssen her.

Einzig die 10 Gebote sind gültiger ethischer Standard. Aber schon bei der Frage, wie lange wir todkranke Menschen am Sterben hindern dürfen, scheiden sich die Geister. Darf der Mensch Menschen clonen? Dürfen wir tatsächlich jeden Embryo im Mutterleib auf Perfektion checken um ihn bei Nichtgefallen umgehend dem Schöpfer zurückzugeben? Wie viele Nanoroboter dürfen in unseren Körpern arbeiten?

Die Zukunft wird digital in einem Ausmaß, das sich kaum jemand auch nur vorstellen kann. Wir stecken mitten drin.

Der moderne Mensch braucht dringend eine völlig neue Bildung. Mathematik und Musik sind extrem wichtig. Mathematik, weil das die einzige exakte Wissenschaft ist. Musik, weil eine Welt ohne Musik kalt und leer wäre. Mozart, Bach, die Beatles, Jazz und Abba. Das sind Werte für die Ewigkeit. Es ist nachgewiesen, dass Menschen, die ein Musikinstrument beherrschen, ihr Gehirn besser im Griff haben. Tanz, Musik, Sport, Bildung, Ethik, Philosophie werden bleiben. Egal wie digital unser Leben wird.

Wo fangen wir an? Mit Aufklärung und Verbreitung der Möglichkeiten, Chancen und der Gefahren. Wissen und Aufklärung ist wichtig. Bildung sowieso.  

 

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Warum Mitarbeiter hart arbeiten – MacCoach


Warum Mitarbeiter hart arbeiten (und tote Pferde noch eine Weile weitergaloppieren)

Mitarbeiter sind faul und blöd, glauben viele Manager immer noch. Man muss Druck ausüben um Arbeit aus ihnen herauszupressen. Management bedeutet vor allem unberechenbar sein und permanent unter Strom zu stehen. Die Mitarbeiter fürchten sich vor dem nächsten cholerischen Ausbruch und arbeiten nur deshalb fleißig. Anders funktioniert das nicht. Der freundliche Manager ist ein Weichei. So einer hat keinen Biß. Kleine und größere Gemeinheiten fördern die Arbeitsbereitschaft. Ich könnte ewig so weitermachen. Sie werden sich entweder bestätigt sehen oder sich angewidert abwenden. Bleiben Sie ein unberechenbarer Kontrollfreak, aber bleiben Sie fair. Sie brauchen genauso wie ihre Mitarbeiter vor allem eines: einen kühlen Kopf und intrinsische Motivation. Ihre Mitarbeiter sind genau so gut wie Sie. Ob sie es glauben oder nicht. Glauben sie es. Vertiefen Sie diesen Gedanken.

Denken sie immer an die drei Säulen de Führung:

  • Erste Säule – Wie führe ich mich selbst
  • Zweite Säule – Wie lasse ich mich führen
  • Dritte Säule – Wie führe ich

In dieser Reihenfolge. Viele Führungskräfte haben das nicht auf dem Schirm. Sie sind sich sicher, dass sie es genau richtig machen. Das sind die Manager, die ich als beratungsresistent bezeichnen würde. Diese Leute werden niemals ein Coaching anstreben; es sei denn, der Coach vermittelt ihnen eine Form von Anerkennung und Status, den sie zu ihrem Vorteil verwenden können. „Wasch mich ein bisschen, aber mach mich nicht nass…“
Coaching ist niemals nur eine reine Wohlfühlveranstaltung. Coaching ist viel mehr als das. Coaching kann auch wehtun. Nach der Klärungsphase wird ein guter Coach versuchen, ihre liebgewonnenen Glaubenssätze zu benennen und zu zerstören. Das tut er natürlich nur, nachdem Sie Ihr Einverständnis gegeben haben.
Er wird sie durch den Wolf drehen. Eine Führungskraft muss das aushalten, sich dem Prozess stellen. Wer zurückweicht und sich nicht aus der Komfortzone bewegt, hat verloren. Er oder sie ist kein Gewinner, sondern ein Verlierer. Eine Weiterentwicklung ist in diesen Fällen ausgeschlossen. Das ist ein Grund ein Coaching zu vermeiden. Mutige und kraftvolle Leader suchen genau diese Herausforderung. Soweit, so gut. Ich werde das an dieser Stelle nicht vertiefen. Wenn Sie jetzt anderer Meinung sind, freue ich mich auf ein Streitgespräch. Ich werde ihnen auf die Füße treten und herausfinden, wo bei ihnen der Schuh drückt. Sind sie bereit dazu?

Warum also arbeiten Mitarbeiter hart? Weil sie gut geführt werden, oder eben schlecht. Das geht auch, ist aber nicht so nachhaltig und führt am Ende immer in eine Krise. Man kann Sklaven mit der Peitsche vor sich hertreiben; man kann Soldaten massenweise in den Tod schicken. Aber wir sind weder im alten Rom noch im Krieg. Außerdem sind die Ressourcen knapp. Es gibt nicht mehr so viele gut ausgebildete Sklaven auf dem Markt. Und Soldaten in den Tod schicken ist auch nicht mehr so einfach.

Es ist nur ein Geschäft, dem wir nachgehen. Es ist anspruchsvoll und anstrengend. Aber es ist hoffentlich kein tödlicher Stress.
Das hat viel mit Persönlichkeit zu tun. Offene Kommunikation ist wichtig. Das muss man lernen und trainieren. Man muss zuerst hart an sich selbst arbeiten.

B2B Akquise mit W-Fragen – MacCoach


B2B Akquise – Immer wieder diese W-Fragen

W-Fragen, das habe ich gelernt öffnen einen Gesprächspartner am Telefon, ohne übermäßig aufdringlich zu wirken. Sie sind aber ein mächtiges Instrument um einen potentiellen Kunden ins Gespräch zu ziehen. Eine W-Frage kann sich kaum entziehen.

Hier einige Beispiele:

Wie wichtig ist es Ihnen, jetzt nur schnell das Gespräch zu beenden, ohne die Chance auf Informationen, die wichtig für Ihr Unternehmen sein können?

 

Was spricht eigentlich dagegen, sich eine Alternative nur anzusehen? Womöglich könnten Sie neue Aspekte und Chancen kennenlernen.

 

Wie zufrieden sind Sie mit dem heute eingesetzten System? Auf einer Skala von 0 – 10, wobei 0 total unbrauchbar und 10 für perfekt steht?

 

Was müsste besser funktionieren? Es gibt immer Punkte, die es zu verbessern gilt, die man gerne zur Seite schiebt.   

 

Wie wäre es für Sie, wenn Sie ohne große Probleme eine schnelle und professionelle Alternative finden würden?

 

Warum, glauben Sie, rufe ich Sie an?

 

Wir leben alle davon neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und neue Aufträge zu generieren. Wie machen Sie das? Was tun Sie, um neue Kunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen?

 

Was denken Sie spontan, wenn Sie an Ihre Konstruktionsabteilung und die eingesetzten CAD-Systeme denken?

 

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in, sagen wir, 10 Jahren?

 

Was müsste auf jeden Fall besser funktionieren?

 

Es ist Ihnen also wichtig, Zeit und Geld zu sparen und keine aufwändigen Veränderungen zu riskieren.

Dann ist es Ihnen also wichtig, keine Experimente zu machen.

Wie interessant wäre es für Sie Möglichkeiten kennenzulernen, die genau diese Punkte unterstützen?

Coaching. Professionelles Gespräch – MacCoach


Coaching. Kommunikation mit einem professionellen Gesprächspartner

Keine Angst! Niemand muss auf die Couch! Die positive Nachricht bei einem Coaching ist die, dass der Coach bei seinem Klienten nicht zwanghaft nach einem Krankheitsbild suchen muss. Im Gegenteil. Der Coach sucht nach den Stärken eines Siegers und formt sie. Es ist genau wie mit einem Sportler, der Spitzenleistungen erzielen will. Ein Coach arbeitet mit dem gesunden Sportler. Wenn sich der Sportler verletzt hat, dann kommt der Sportarzt und Therapeut ins Spiel. Der Coach ist dann nur noch begleitend im Hintergrund tätig.

Ich bin Coach und glauben Sie mir. Ich kann mir lebhaft vorstellen, welche Vorurteile es gibt, was die Arbeit mit einem Coach betrifft. Ein kurzes Gespräch genügt mir oft um zu erkennen, dass mein Gegenüber eigentlich „nicht coachbar“ ist. Warum sollte ein erfolgreicher Geschäftsmann viel Geld dafür ausgeben um sich mit einem Menschen zu unterhalten, der im Grunde keine Ahnung von seinem Kerngeschäft hat. Ein Beispiel. Ich treffe den Chef einer Bank. Er fragt mich, was ich als Coach für ihn tun kann. Er hat im Grunde keine Zeit für ein Coaching. Er kann sich nicht vorstellen, warum er Zeit und Geld dafür investieren sollte. Schulterzucken.

„Sehen Sie es wie eine Lockerungsübung mit einem Personal Trainer, der mit Ihnen eine Runde durch den Park läuft. Wir nehmen uns die Zeit und sehen was passiert.“

„Also gut, ich probiere es mal aus. Vielleicht bringt es ja was. Mal sehen! Hauptsache es schadet nicht! Wo fangen wir an, wieviel Zeit werden wir benötigen?“

Aufwärmrunde. Ich lerne meinen Mandanten, meinen Coachee kennen und wir schließen einen Vertrag miteinander. Das ist der erste Schritt. Vertrauensbildende Maßnahmen. Coaching ist in erster Linie das Gespräch mit einer Person des Vertrauens. Der Coach wird alles von seinem Mandanten erfahren. Coaching ist wie ein gemeinsames Aufräumen und Neusortieren. Alles kommt auf den Tisch, auch unangenehme Dinge. Es geht auch darum, unangenehme Dinge anzusprechen um ihnen den Schrecken zu nehmen. Oft sind es genau diese versteckten Ängste, die es zu bekämpfen gilt. Aber dazu später.

„Grundlage für ein Coaching ist Vertrauen. Ich garantiere Ihnen, dass alles was wir besprechen unter uns bleibt. Ich unterliege als Coach der Schweigepflicht. Wenn Sie mir im Laufe des Coachings mitteilen, dass Sie Ihre Frau betrügen, dann werde ich das in keiner Weise werten oder in irgend einer Weise auswerten. Das bleibt unter uns und wird meine Sicht auf Sie nicht beeinflussen. Im Gegenteil werde ich vielleicht der einzige Mensch sein, mit dem Sie darüber sprechen können. Alleine diese Möglichkeit zeigt schon, was mit einem professionellen Coach möglich wird. Ich werde Ihnen keine Ratschläge geben. Aber wir sprechen darüber. Es wird Ihnen eine Hilfe sein, offen über alles zu reden und zu reflektieren. Ich werte nicht und gebe keine Ratschläge. Das ist Coaching pur.“

Ich habe keine Ahnung von der Arbeit eines Bankers. Aber genau das ist eine gute Grundlage für Coaching. Der Banker beherrscht seinen Job. Davon gehe ich aus. Wenn sich herausstellen sollte, dass er seinen Job nicht beherrscht, dann würd ich ihm einen persönlichen Trainer und eine Weiterbildung empfehlen. Mit Coaching hat das nichts zu tun. Es könnte höchstens passieren, dass der Banker im Laufe des Coachings seine wahre Berufung erkennt und herausfindet, was er in Zukunft lieber machen möchte. Vielleicht sucht er für sich ein Ausstiegszenario. Vielleicht ist er auch nur an einem toten Punkt angelangt und sucht eine neue Herausforderung für sich und seine Mannschaft. Egal was auch immer sich ergeben wird. Ein professioneller Coach ist der beste Gesprächspartner, den man sich nur vorstellen kann. Natürlich muss es ein möglichst guter Coach mit guten Referenzen sein.

Ich bin ein Coach, der seine Referenzen nicht offenlegt. Ich hoffe, dass Sie das zu schätzen wissen. Auch Sie werden niemals als Referenz erwähnt werden, wenn Sie es nicht wollen. Wie kann ich Sie davon überzeugen, mit mir zusammenzuarbeiten? Ich werde es Ihnen sagen. Buchen Sie mich und stellen Sie selbst fest ob Sie mit mir arbeiten möchten oder nicht. Ich bin mir sicher, dass Sie mit mir zusammenarbeiten wollen. Ich habe meine Erfahrungen, was das betrifft.

Warum Coaching? Welches Ziel verfolgt ein Coaching? Das erste Ziel ist noch gar nicht formuliert. Ich halte es aus, zunächst nur eine Art Smalltalk zu führen. Es ist ein erster Überflug über die Landkarte Ihrer Persönlichkeit. Meinetwegen legen Sie mir zuerst Ihre Visitenkarte auf den Tisch und einen Lebenslauf auf Hochglanzpapier. Was ich wissen will und wissen muss ist viel mehr. Ich will wissen wer Sie wirklich sind. Es wird Ihnen gut tun sich so zu zeigen wie Sie wirklich sind. Ich erwarte das und ich kann damit umgehen. Ich bin vielleicht ihr einziger wirklicher Vertrauter, den Sie seit langem haben. Das ist meine Aufgabe! Ich bin Ihr Coach, wenn Sie es zulassen.

Was ist das Ziel von Coaching? Ich habe da eine Daumenregel. Nehmen Sie sich eine Zeitspanne von 10 Jahren. Nehmen Sie eine beliebige Zeitspanne in der Vergangenheit. Sie haben sich in diesen Jahren verändert. Sie haben ein Ziel verfolgt und es erreicht. Vielleicht haben Sie das. Vielleicht haben Sie Ihre Zielstellung auch angepasst und umformuliert. Was auch immer Sie in diesen Zehn Jahren getan haben. Sie haben eine Entwicklung durchlaufen.

Coaching macht folgendes: Da ist zuerst eine viel exaktere Zielformulierung und die Erkenntnis ob Sie tatsächlich dieses Ziel erreichen wollen. Vielleicht stecken ja ganz andere Wünsche und Zielvorstellungen in Ihnen? Wie können Sie herausfinden, ob Sie das für Sie richtige Ziel verfolgen und wie es sich anfühlt es zu erreichen? Sie können es selbst ausprobieren. In zehn Jahren werden Sie es -vielleicht- wissen.

Oder Sie arbeiten mit mir zusammen und schaffen das sehr viel schneller, als wenn Sie es alleine ausprobieren. Ein Coach hilft Ihnen mit Sicherheit Ihr Ziel zu formulieren und es schnell zu erreichen. Ein Coach begleitet Sie dabei, wenn Sie es zulassen. Allerdings wird der Coach Ihnen keine Arbeit abnehmen. Er begleitet nur. Das Ziel müssen Sie selbst erreichen.

Warum sollten Sie mich als Coach engagieren? Um schneller zum Ziel zu kommen und um Ihr persönliches Ziel zu formulieren. Ich möchte Ihnen ganz bewusst keine Grenzen setzen, was den Coachingprozess betrifft. Wir werden es im Laufe unserer Zusammenarbeit erkennen, was zu tun ist. Es ist immer der erste Schritt, den wir gemeinsam gehen müssen. Alles Andere kommt später.

IT-Coaching – MacCoach


IT Coaching

Die Ausgangslage ist immer die: Eine IT-Abteilung funktioniert nicht so, wie die Geschäftsführung es sich vorstellt. Im Gegenteil häufen sich Beschwerden aus den Fachabteilungen und die Kosten steigen immer weiter. Der IT-Leiter macht alles, was möglich ist um sein Team arbeitsfähig zu halten, die Ausfallrisiken zu beschränken und offen zu bleiben für notwendige Veränderungen. Digitalisierung ist das Thema der Stunde und gute Fachleute sind selten und werden immer kostspieliger. Outsourcing ist eine Möglichkeit um die Risiken im Blick zu behalten. Auf der anderen Seite gibt es Entwicklungen, die es nahelegen, die internen Spezialisten zu halten und ihr intimes Fachwissen über interne Abläufe und Strukturen zu nutzen um das Unternehmen voranzubringen.

Die Geschäftsführung will Klarheit über den Stand der Dinge. Entscheidungen stehen an und die Budgetplanung für die kommenden Jahre muss auf einem sicheren Fundament stehen. Veränderungsprozesse können auf der Strecke bleiben, wenn es auf Grund von personellen Problemen zu Unklarheiten kommt.

 

Jetzt muss eine Lösung her. Eine mögliche Variante ist das Einschalten eines externen Coaches oder internes Coaching durch geeignete Führungskräfte.
Was macht ein Coach in dieser Situation? Sie oder er klärt die Ausgangssituation und macht Vorschläge in Richtung Auftragsklärung und mögliche Lösungen. In der ersten Phase steht immer das persönliche Gespräch mit allen Beteiligten auf der Agenda. Coaching beginnt immer mit der Annäherung des Coaches zu den Klienten. Es geht zuerst darum, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Die Mitarbeiter müssen verstehen, dass der Coach absolut vertrauenswürdig ist. Ein wichtiger Bestandteil des Coachings ist die Vereinbarung, dass Aussagen im Coaching und beim Coach bleiben. Der Coach macht sich Notizen und fragt den Coachee um Erlaubnis diese oder jede Information in seinen Berichten zu verwenden. Es ist wichtig, dass der Coach nach Projekten fragt und nach Schwierigkeiten und Problemen. Viele IT-Fachleute bemängeln zu geringe Budgets oder veraltete Technologie. Das sind wichtige Hinweise für erfolgreiches Changemanagement. Aber es geht immer auch um die Beziehungen der einzelnen Spezialisten untereinander und gegenüber den Mitarbeitern und Managern in Schnittstellenabteilungen. Der Coach bekommt einen sehr guten Überblick über die Beziehungen und es wird am Ende der Klärungsphase deutlich, welche Baustellen es gibt. Der Coach notiert sich diese Punkte und präsentiert seine Erkenntnisse.
Wenn der Coach ein Externer ist, dann ist die Vertrauensbasis sehr schnell aufgebaut. Internes Coaching läuft etwas anders. Dazu braucht es einen langen Atem und eine sehr gute Unterstützung des internen Coach durch die Entscheidungsträger. Das gilt besonders, wenn es um personelle Entscheidungen geht. Am Ende ist es durchaus denkbar, dass Mitarbeiter identifiziert werden, die nicht in das Team passen. Diese Themen sind immer sensibel zu behandeln und manchmal müssen schmerzhafte Entscheidungen getroffen werden. Auch das kann eine Konsequenz aus einem Coaching sein. Eine wichtige Einschränkung muss klar sein: Personelle Konsequenzen werden aber nie nur auf Grundlage eines Coachings getroffen.

 

Im Ergebnis eines Coachings kann auch eine Neuordnung der Projekte, Aufgaben und Abläufe eine Rolle spielen.

 

Es ist grundsätzlich nicht verkehrt einen Coach als Chef, Abteilungsleiter oder Teamleiter einzusetzen. Coaching ist Leadership. Es muss aber eindeutig geklärt werden, dass ein Chef in seiner Rolle als Coach oft in Konflikt mit seiner eigentlichen Aufgabe kommen kann. Es ist gut, wenn die Mitarbeiter Vertrauen zu ihrem Chef haben, wie sie es zu einem externen Coach haben dürfen. Das ist aber ein komplexes Thema, das nicht in jedem Fall funktioniert. Hier muss der Coach genügend Rückrad haben und mitbringen um auch auftretende Kommunikationsprobleme der Geschäftsführung zu signalisieren. Ein guter Coach kann so etwas.  

Choleriker – Was ist Dein Problem? – MacCoach



Choleriker – Was ist Dein Problem?

Nicht jeder unverbesserliche Narzisst und Choleriker ist automatisch krank. Krank werden immer die Anderen, die sich nicht aus dem Dunstkreis dieser Menschen entfernen oder die sich nicht genügend abgrenzen können. Die meisten Choleriker bemerken es nicht einmal, was sie anrichten. Erst wenn alles um sie herum auseinanderbricht, bemerken sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Meist sind in den Augen des Cholerikers die Anderen schuldig. Wenn alles kaputt geht, dann ist es oft zu spät für eine Veränderung. Choleriker sind komplizierte Charaktere; Aber wer ist das nicht? Die gute Nachricht ist, dass ein gesunder cholerischer Charakter durchaus mit Coaching weiterkommen kann.

Lieber Choleriker, Du bist den ersten Schritt gegangen und beginnst Dich mit Deinem Problem auseinanderzusetzen. Vielleicht ist es ja auch gar nicht Dein Problem. Aber wie dem auch sei. Ein Coaching ist ein erster Schritt. Was kannst Du Dir darunter vorstellen? Und wie sollte es ablaufen?

Das Ziel des Coachings kann wie folgt formuliert werden: “Ich habe an mir bemerkt, dass ich zu cholerischen Ausbrüchen neige. Mache ich etwas falsch? Sollte ich mein Verhalten ändern? In welche Richtung sollte ich gehen? Kann und soll ich mein Verhalten, meine Persönlichkeit korrigieren? Was macht das aus mir? Wer bin ich dann? Will ich das überhaupt?”

Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Aber das ist definitiv der erste Schritt.

Es kann ja durchaus sein, dass Sie überhaupt kein Choleriker sind und dass alle Anderen völlig falsch liegen. Auch das ist ein Thema für ein Coaching. Kann es sein, dass Ihr Ehepartner, ihre Partnerin völlig überzogene Vorstellungen hat? Auch das ist möglich. Aber zuerst sollte man mit einem geeigneten Gesprächspartner darüber reden. Psychotherapie ist noch weit entfernt. Ein guter Coach wird Sie darauf hinweisen, wenn es Zeit ist, einen Therapeuten aufzusuchen.

Zuerst muss herausgearbeitet werden, ob Sie überhaupt ein Problem haben und was zu tun ist, um auftretende Missverständnisse zu beseitigen. Verhaltenstherapie könnte eine geeignete Lösungsvariante sein. Aber zuerst einmal ist Coaching die beste Einstiegsvariante in das komplexe Thema. Es geht zuerst einmal darum herauszufinden, wo das Problem liegt.

Suchen Sie sich einen Coach und vereinbaren Sie eine Reihe von Coachings im Rahmen einer kurzen Reihe von 4 – 10 Coachingsitzungen. Coaching ist etwas für Selbstzahler. Nehmen Sie ein wenig Geld in die Hand. Es lohnt sich. Das ist der Einstieg. Danach wissen Sie mehr.

Coaching ist – Zielorientierung – MacCoach


Coaching ist – Zielorientierung – MacCoach

Coaching ist keine klassische Beratung im Sinne von: Nun Coach. Mach mal was! Der Coach macht nicht das was sich ein Coachee (Klient), der noch nie mit einem Coach gearbeitet hat, sich vorstellt. Coaching ist anders. Ohne aktive Mitarbeit geht gar nichts. Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe. Der Coach stellt Werkzeuge vor, mit denen der Coachee dann ganz gezielt an sich selber arbeiten und sich selbst weiterentwickeln kann. Coaching ist zielorientiert und es zeigt mögliche Wege zum Ziel auf. Wenn ein realistisches Ziel, das für die Entwicklung des Coachee wichtige ist, formuliert wurde, dann hilft der Coach bei der Errichtung eines Gerüstes, der Festlegung von Meilensteinen und den ersten Schritten. Der Coach startet einen Prozess, den er im Anschluss überwacht. Wenn der Coachee im Laufe des Prozesses die Lust verliert, dann stellt der Coach das fest und schlägt alternative Vorgehensweisen vor. Das Coaching kann auch jederzeit beendet werden, wenn es sich im Kreis dreht und keine Erfolge bringt.
Am Anfang steht die Beziehungsaufnahme und eine ausführliche Problemanalyse, die immer wieder während des Coachings vertieft wird. Coaching ist ein Prozess, der das Ziel und mögliche Lösungen des Klienten im Auge hat und genau auf das Ziel hinwirkt.

Coaching – be prepared – prepare yourself – MacCoach


 

let me coach you,
prepare yourself,
be ready for what is coming /MacCoach/

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Coaching dazu da ist, jedes gewünschte Ziel zu erreichen. Coaching kann viel mehr und auch viel weniger als das. Je nachdem. Vielleicht ist es Zeit für einen Perspektivwechsel. Eins steht schon mal fest. Egal wie gut du bist, welche Ressourcen und Fähigkeiten Du hast. Du kannst nicht alles schaffen, was du dir vorgenommen hast. Aber genau das verlangst du von einem guten Coach, nehme ich an. Der Coach soll dir gefälligst dabei helfen, deine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Ist der Coach schlecht, wenn er das nicht schafft? Moment: Du musst dein Ziel erreichen, der Coach begleitet dich nur auf deinem Weg.

“Und erstens kommt es anders; und zweitens als man denkt.” /Wilhelm Busch/

Und das stimmt. Mein Rat, wenn ich schon mal einen Ratschlag geben darf, was ja bekannterweise beim Coaching schwer verpönt ist, ist, dass Du das Leben fließen lassen solltest und neugierig darauf sein darfst, was auf dich zukommt. Manchmal muss man einfach zugreifen, wenn man die Gelegenheit dazu hat und ein anderes Mal solltest du nochmal nachdenken, bevor du aus dem Bauch heraus einen verhängnisvollen Fehler machst. Auch das ist mir schon passiert. Ich war der frohen Hoffnung, dass ich etwas richtig mache und dann ging das total in die Hose. Was soll’s? Passiert halt. Egal! Und aus einem gemachten Fehler kann auch wieder eine neue Chance wachsen. Woher sollst du wissen, was in dieser Situation das Richtige ist. Glaube mir: So clever ist niemand.

Ich habe im Laufe meiner beruflichen Laufbahn feststellen müssen, dass nicht jedes Ziel wirklich erstrebenswert ist und dass es jede Menge Dinge gibt, auf die wir überhaupt nicht vorbereitet sind. Und darum geht es. Coaching bedeutet, dass man sich auf mögliche Ziele und eine mögliche Zukunft vorbereitet. Wie die Zukunft ganz konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Sie entsteht gerade und wir sind ein Teil von denen, die diese Zukunft in die Wirklichkeit bringen werden.

Also, lass dich coachen. Und coache dich selbst. Lass uns darüber reden, wie du dir die Zukunft vorstellst und welche Rolle du in Zukunft spielen möchtest. Natürlich willst du ein Macher sein, ein Selfmade-Millionär wäre nicht schlecht. Das klingt gut, und dass könnte etwas für dich sein. Eine selbstbewusste Frau, die unabhängig und stark ist. Geld darf eine Rolle spielen; viel Geld selbstverständlich auch. Also wie wird die Zukunft aussehen?
Wir wissen noch nicht einmal wie die Welt in ein paar Jahren aussehen wird.

Beim Coaching geht es darum, sich vorzubereiten auf Neues und Unvorhergesehenes. Und es wird immer darum gehen, wer du bist und wer du eigentlich sein willst. Es geht nicht darum, wieviel Geld du hast oder haben wirst. Das ist eine kurzfristige Betrachtungsweise. Sieh es doch mal so: Du besitzt nichts; alles wird dir nur geborgt; am Ende wirst du ohne einen einzigen Cent diese Welt verlassen und es wird dir auch nicht viel nützen ein weltbekannter, reicher Mann oder eine reiche Frau gewesen zu sein. Und wenn wir es auf die Spitze treiben, dann wird dir auch klar, dass es eine billige Wahrheit ist, dass wir in unserer Jugend nur nach Geld streben und im Alter trotzdem nicht viel für die möglicherweise verschwendete und ruinierte Gesundheit tun können. Alles was bleibt ist deine Persönlichkeit, dein Mut, deine Weitsicht, deine Gelassenheit und deine Güte. Liebe spielt eine große Rolle.

Und genau darum geht es immer, wenn wir von Coaching sprechen. Persönlichkeit. Die Entwicklungsstufen des SELBST von Keagan sprechen eine ganz eigene Sprache. Ein Coach ist ein Mensch, der eine sehr hohe Entwicklungsstufe (möglichst die höchste) erreicht hat. Nur so ein Coach ist in der Lage, Dich nach oben zu ziehen und gemeinsam mit dir die höchsten Berge zu besteigen – natürlich immer im übertragenen Sinne. Manchmal bist du vielleicht im falschen Gebirge unterwegs. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

 

Werte sind mehr als nur Erfolg – MacCoach


“Try not to become a man of success but a man of value.” /Albert Einstein/

Grob übersetzt:

Versuche nicht, ein Mann des Erfolges zu werden, sondern ein Mann von Wert.

Erfolge lassen mit dem Alter nach. Es macht keinen Sinn, immer wieder neue Erfolge verbuchen zu wollen. Am Ende kommt es nicht darauf an was du bist, sondern wer du bist. Ein Mann voller Güte, Mut und Anstand. Jemand auf den man sich verlassen kann.

Ich nehme mir die Freiheit und setze anstelle von Mann, nicht Frau, sondern Mensch.

Versuche nicht ein Mensch des Erfolges zu werden, sondern ein wertvoller Mensch.

Das ist ein Coaching-Ziel. Mehr will ich heute gar nicht schreiben.

Entscheidungen richtig treffen – Coaching als Navigationssystem – MacCoach


Entscheidungen richtig treffen – Coaching als Navigationssystem – MacCoach

Du musst dich jeden Tag entscheiden, dein ganzes Leben lang. Dafür brauchst du einen Kompass, oder Wegweiser. Sagen wir du brauchst ein Navigationssystem. Mit einem Navigationssystem ist es ganz einfach von A nach B, also zum Ziel zu kommen.
Aber was ist das Ziel? Wohin willst du reisen? Wo willst du einmal ankommen? Und wo willst du überhaupt nicht hin?

“Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten.”
Das Zitat stammt von George Bernard Shaw – irischer Schriftsteller * 26.07.1856, † 02.11.1950

Es ist also kein Wunder, wenn wir ausgestattet mit den schönsten Vorsätzen ausgerechnet da landen, wo wir niemals hin wollten. Es geht um unseren inneren Kompass. Und es geht darum, dass wir uns sehr oft etwas schön ausmalen und aus den unterschiedlichsten Gründen in eine Falle oder eine Sackgasse geraten. Es geht um Entscheidungen, die wir jeden Tag zu treffen haben. Ganz einfache Dinge spielen eine große Rolle in unserem Leben. Entscheide ich mich abzuwaschen oder den Geschirrspüler einzuräumen, Staub zu saugen, die Wäsche ordentlich in den Schrank zu sortieren, meine Hausaufgaben zu machen und mich ganz allgemein mehr um meine Familie zu kümmern? Oder entscheide ich mich, nichts zu tun und ganz langsam in einer einzigen Unordnung zu versinken? Helfe ich dem alten Mütterchen über die Straße? Bin ich freundlich zu jedermann und habe ich auch immer ein Lächeln parat, wenn ich Menschen begegne? Halte ich der Mutter mit dem Kinderwagen die Tür auf? Man kann es tun, man kann es aber auch lassen. Die Entscheidung triffst du allein.   

Viele Menschen vermeiden es ganz bewusst, klare Entscheidungen zu treffen. Sie gehen den Weg des geringeren Widerstandes und erreichen ihre Ziele nur durch Zufall. Sie mogeln sich sozusagen durch ihr Leben und manchmal haben sie sogar Glück dabei. Allerdings wissen sie oft nicht, wie sie an dieses oder jenes Ziel gekommen sind und allzuoft wollten sie überhaupt nicht dort hin wo sie gelandet sind. Das macht unzufrieden, ängstlich und mürrisch.
Verstehst du? Das gibt dir ein Gefühl von Ausgeliefertsein. Du bist unterwegs, wirst immer abhängiger von Menschen, die rein zufällig Entscheidungen für dich treffen. Ist das nicht unangenehm?
Allzuoft werden Ziele von außen geprägt. Der Sohn einer einflussreichen Familie von Rechtsanwälten wird mit großer Wahrscheinlichkeit Rechtsanwalt werden. Ein Kind von Ärzten oder Musikern wird vermutlich auch Arzt oder Musiker werden. Der Einfluss der Familie und des sozialen Umfeldes spielt eine große Rolle für die weitere Entwicklung eines jeden Menschen. Es ist purer Zufall, welchen Beruf unsere Eltern haben und ob wir überhaupt auf die Unterstützung einer schönen Familie zurückgreifen können, oder auch wollen.
Menschen die sich gegen diese vorgezeichneten Karrieren auflehnen und etwas völlig anderes anstreben, gelten als Abenteurer. Das ganze Leben ist ein Abenteuer. Die einen lesen begierig von abenteuerlichen Biografien und verschlingen Kriminalromane oder aufregende Erlebnisse von Menschen in Extremsituationen. Sie suchen das Abenteuer in Form von Extremsport, Bunjee Jumping oder Reisen in exotische Länder. Alles, was nicht Alltag ist, wird zum Abenteuer. Allerdings haben sie fast immer eine Rückfahrkarte und einen EU-Reisepass im Gepäck. Es ist oft nur ein abgesichertes Abenteuer mit Netz und doppelten Boden. Der sichere Airbag ist immer dabei.

Gleichzeitig fürchten sich die meisten Menschen vor existenziellen Entscheidungen und vermeiden alles, was ihre scheinbare Sicherheit in Gefahr bringen könnte. Man bleibt in der Regel gerne bei dem, was man zu kennen glaubt und von dem man geprägt wurde.

Die Fantastischen Vier bringen es auf den Punkt:

…..Du wirst geboren – Religion – Sohn vom Sohn vom Sohn vom Sohn…….

Es ist schwer, sich von einer einmal vorgeschriebenen Rolle zu trennen und die Ziele zu erreichen, die wirklich zu einem passen. Gerade die Berufswahl ist oft geprägt von den Möglichkeiten, die sich gerade ergeben. Ein ausgezeichnetes Abitur öffnet den Weg zum Medizinstudium. Wer mit einem EinserAbitur die Schule verlässt, hat die freie Wahl.

Wie viele, potentiell gute Ärzte, in Deutschland keine Chance auf ein Studium haben, steht auf einem anderen Blatt. Angesichts des akuten Ärztemangels stellen sich Fragen an die Bildungspolitik. Aber das ist ein anderes Thema. Vermutlich wäre es besser, angehende Studenten einem intelligenten Assessment zu unterziehen um herauszufinden, wo ihre wahren Stärken liegen. Auf der anderen Seite der Skala gibt es jede Menge Jugendliche, die als “Spätstarter” gelten und nicht rechtzeitig erkennen konnten, wo ihre wahren Stärken und Potentiale liegen. Null-Bock-Mentalität, soziale und finanzielle Probleme und andere negative Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass auch in dieser Gruppe nur die Möglichkeiten genutzt werden können, die gerade vorhanden sind. Ein potentiell guter Arzt aus dieser Gruppe, hat kaum eine Chance diesen Beruf zu ergreifen. Sie suchen und finden Berufswege, die gerade mal zur Verfügung stehen und machen Karrieren, die allzuoft nicht zu ihnen passen. Das Resultat sind unzufriedene Menschen, die ihr wahres Potential nicht wirklich ausschöpfen können. Bewusste Zielorientierung und das Erkennen von Talenten und Möglichkeiten könnte neue Lösungen schaffen.

Auch hier kann Coaching helfen. Die wichtigste Frage, die sich jeder Mensch immer wieder stellen muss, bewegt sich auf einer hohen logischen Ebene. (Die logischen Ebenen – Robert Dilts)

Es geht oft nicht um die unteren Ebenen, wie aktuelle Möglichkeiten oder Fähigkeiten. Die Fragen, die sich jeder Mensch regelmäßig stellen muss sind auf der höchsten logischen Ebene angesiedelt. Es sind die Fragen nach Identität und Zugehörigkeit. Es geht um das Weltbild, das unser Handeln bestimmt. Die wichtigsten Fragen, die sich Menschen regelmäßig stellen müssen, sind Fragen wie

“Wer bin ich?” “Wer will ich sein?” “Wohin gehöre ich?”

Kinder suchen sich Vorbilder. Sie wollen Feuerwehrmann, Polizist, Lokführer oder Soldat werden. Kinder orientieren sich instinktiv an Menschen die ihrer Vorstellung von Einfluss und Zugehörigkeit entsprechen. Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen ihre Vorbilder auswählen und das zu erklären versuchen. Aber darum geht es hier nicht. Im Coaching ist es wichtig, den Klienten zunächst gedanklich an das Ziel zu führen.  

“Wie ist es, Arzt oder Pilot zu sein? Wie fühlt sich das an? Welche Möglichkeiten ergeben sich? Was habe ich dann zu tun? Wie wird mein Leben sein, wenn ich mein Ziel erreicht habe? Ist es wirklich das, was zu mir passt? ”

In der Realität ist es natürlich ganz anders. Ich begegne oft Menschen, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befinden. Hier erscheint es oft zu spät, noch einen grundlegenden Richtungswechsel zu wagen.  Aber es ist nie zu spät. Insbesondere Manager aus hohen Führungspositionen brauchen ein stimmiges Ausstiegszenario. Sie wissen oft, dass sie den Höhepunkt ihrer Karriere längst überschritten haben. Von nun an geht es nur noch abwärts. Die meisten Manager versuchen nur noch, die einmal erreichte Position, den Status Quo zu erhalten. Sie beobachten den Prozess tatenlos und wissen im Grunde ganz genau, was passieren wird. Das ist eine unangenehme Situation, die niemand sich wünscht.

Ein gezieltes Coaching ist immer eine gute Wahl, und auf jeden Fall die bessere Entscheidung. Es geht immer noch um die Frage: “Wer will ich sein? Wo will ich eigentlich hin” Niemand will Teil des Problems sein. Es ist oft besser, sich eine neue und passende Herausforderung zu suchen.

 

Coaching für Politiker – MacCoach


Coaching für Politiker

“Was würdest Du als Coach den aktuellen Politikern raten? Wie sollen Sie handeln? Bleiben; und warten, bis sich alle gegen sie wenden und wegjagen? Oder gehen?”

Als Coach würde ich niemals Ratschläge geben. Ich würde mich vertraulich mit den Beteiligten unterhalten und ihnen Fragen stellen.

Angela: Wo möchtest du in fünf oder zehn Jahren stehen? Was möchtest du kurzfristig erreichen? Wann ist der Zeitpunkt zu gehen und als ehrbare, unbestechliche, kluge Kanzlerin in die Geschichte einzugehen?

Martin: Du wurdest mit 100% zum SPD-Vorsitzenden gewählt und hast die Partei als Kanzlerkandidat zur Wahl geführt, die zu einem Desaster für dich und deine Genossen geworden ist. Nun hast du erfolgreich in deinem Sinne verhandelt und hast der neuen GroKo ganz eindeutig sozialdemokratische Züge gegeben. Warum musst du diesen Erfolg in Frage stellen, indem du Aussenminister werden willst? Warum kann Sigmar Gabriel nicht bleiben? Er hat den Job doch gut gemacht. Erkläre das bitte deinem anderen Ich!
Martin: Was willst du erreichen? Was sind deine Ziele? Wie sollen dich die Bundesbürger und die Europäer in zehn oder zwanzig Jahren sehen? Was würde eigentlich passieren und was würdest du beruflich tun, wenn du einfach mal eine Pause machen würdest?

Angela: Du hast gesehen, wie dein Mentor Helmut Kohl zu lange an seinem Stuhl geklebt hat. Du weißt, dass er hätte früher gehen müssen um glücklich aus dem Amt geschieden zu sein. Was denkst du darüber? Wie würdest du das beschreiben? Wie vergleichst du deine Situation mit der von Helmut Kohl?

 Klar: die würden mich gleich wieder als Coach entpflichten. Aber man wird ja wohl noch Fragen stellen können……

Und wenn ich als Bürger doch mal Ratschläge geben darf, dann würde ich sagen: Geht bitte, solange es noch nicht zu spät ist und schädigt die Demokratie in Deutschland und Europa nicht noch mehr. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass ihr so an den Posten klebt!

Frau Bundeskanzlerin: Das hätte ich nicht von Ihnen gedacht. Ich hätte Ihnen wirklich mehr Größe zugetraut.  Es muss doch noch CDU-Politiker geben, die Sie ersetzen können. Wenn das nicht der Fall ist, dann haben Sie einen nachhaltig schlechten Job gemacht. Schade!

Gut beraten: Martin Schulz:

„Der von mir gemeinsam mit der SPD-Parteispitze ausverhandelte Koalitionsvertrag sticht dadurch hervor, dass er in sehr vielen Bereichen das Leben der Menschen verbessern kann. Ich habe immer betont, dass – sollten wir in eine Koalition eintreten – wir das nur tun, wenn unsere sozialdemokratischen Forderungen nach Verbesserungen bei Bildung, Pflege, Rente, Arbeit und Steuer Einzug in diesen Vertrag finden. Ich bin stolz sagen zu können, dass das der Fall ist. Insbesondere ist die Neuausrichtung der Europapolitik ein großer Erfolg. Umso mehr ist es für mich von höchster Bedeutung, dass die Mitglieder der SPD beim Mitgliedervotum für diesen Vertrag stimmen, weil sie von dessen Inhalten genauso überzeugt sind, wie ich es bin. Durch die Diskussion um meine Person sehe ich ein erfolgreiches Votum allerdings gefährdet. Daher erkläre ich hiermit meinen Verzicht auf den Eintritt in die Bundesregierung und hoffe gleichzeitig inständig, dass damit die Personaldebatten innerhalb der SPD beendet sind. Wir alle machen Politik für die Menschen in diesem Land. Dazu gehört, dass meine persönlichen Ambitionen hinter den Interessen der Partei zurück stehen müssen.“ (dpa)

Chapeau! Martin

Industriephilosoph#Neue Ideen für Unternehmen


Neue Ideen für Ihr Unternehmen

Industrie 4.0. Der Weg in die Zukunft. Neue Ideen sind gefragt. Aber woher sollen sie kommen, die neuen Ideen? Wo sind die Experten, die über genügend Wissen und Know-How verfügen, um ein ganz spezielles Unternehmen voranzubringen?

Ganz einfach: Sie selbst haben dieses Wissen; Ihre Mitarbeiter sind genau sie Spezialisten, die befragt werden müssen um weitergehen zu können.

Das Wissen ist da. Nur der Blick ist verstellt. Es geht nur darum die richtigen Fragen zu stellen und eine Reihe von Weichen zu stellen. Wenn das Ziel klar definiert ist, werden Projekte definiert und budgetiert.

Wer macht so etwas für Unternehmen? Sie werden lachen: Ein Coach oder besser noch eine gut eingespielte Gruppe von Coachs. Fragen Sie den Coach Ihres Vertrauens. 

Ein Coach ist ein Gesprächspartner,
der aufmerksam zuhört und
die richtigen Fragen stellt.
Keine Ratschläge,
keine vorgefertigte Meinung.
Sie können sich nicht vorstellen, 
was durch Coaching möglich wird.
/Ralf Zöbisch 2017/

Zitat#Hemingway


Ich musste mir nie ein Fach auswählen – mein Fach hat sich eher mich ausgewählt.

Ernest Hemingway

7 wichtige Lektionen – die Menschen oft viel zu spät im Leben lernen


Wer tun will, was er liebt, muss dreimal so hart daran arbeiten.

Hinter Wut steckt immer Furcht.

Unsere täglichen Gewohnheiten werden zu unserem zukünftigen Selbst.

Gefühle brauchen Übung.

Jeder hat seine eigenen Absichten.

Erfolg ist niemals so erfüllend, wie der Weg dorthin.

Harte Arbeit und Lachen schließen einander nicht aus.

 

Neustart aus der Aussichtslosigkeit


Männlich, abgebrochene Berufsausbildung.

Spielsucht,
ungesunde Lebensweise,
Tage ohne Schlaf und
starkes Übergewicht,
mühevoll überwunden.
Neustart mit 26.

So, oder so ähnlich, sehen Lebensläufe aus, die auf dem ersten Blick kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erkennen lassen. Welcher Arbeitgeber ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen, und dem jungen Mann eine Chance zu geben? Die Prognose erscheint düster, die Lage aussichtslos. Und wer weiß schon, welche Hindernisse noch im Spiel sind?  

Aber es gibt Wege aus dem Dilemma. Die beste Möglichkeit ist es, schnell und gezielt zu arbeiten. Unterstützung, ja Mentoring ist notwendig. Vertrauen aufbauen; Ziele setzen; Ressourcen erkennen und ausbauen; Motivation. Coaching eben.
Was ist zu tun?

Zuerst einmal braucht es ein realistisches Ziel und eine Feststellung der vorhandenen Ressourcen. Wie stark ist die Motivation und das Durchhaltevermögen des jungen Mannes? Welche begrenzenden Glaubenssätze stehen ihm im Weg? Was passiert, wenn er wieder scheitert?
Was heißt eigentlich: Wieder? Der junge Mann hat seine Spielsucht und sein enormes Übergewicht erfolgreich bekämpft. Das ist ein deutliches Zeichen von Willen und Kraft. Nun gilt es die nächsten Hürden zu überwinden. Eine erneute Berufsausbildung ist möglich und wird voraussichtlich sogar durch das zuständige Jobcenter überstützt. Voraussetzung ist, dass der Mann es tatsächlich will und den Durchhaltewillen hat um die kommenden 3 Jahre mit aller Kraft zu lernen und zu arbeiten. Eine Begleitung durch einen kompetenten und einfühlsamen Coach ist aus meiner Sicht sinnvoll und notwendig. Es ist die Kostenfrage, die zuerst geklärt werden muss. Auch ein Coach muss von seiner Arbeit leben können. Wenn wir davon ausgehen, wie die Zukunft des jungen Mannes ohne eine derartige Unterstützung aussehen würde, treten derartige Fragen in den Hintergrund.

Ein anderer Fall, eine ähnliche Situation. Eine knapp dreißigjährige Frau hatte nach einem abgebrochenen Studium eine Weiterbildung absolviert. Der zuständige Landrat lehnte die Bewerbung der jungen Frau auf eine Stelle, die genau auf die Weiterbildung passen würde, ab. Er sei der Ansicht, dass die Qualifikation, die sie durch die Weiterbildung erarbeitet hatte, nicht für die Stelle passen würde. Es wäre ja nur eine minderwertige Weiterbildung, die er nicht anerkennen würde. Moment mal: Die junge Frau hat eine geförderte Weiterbildung absolviert, deren Ziele genau auf diese Stelle abgestimmt waren. Das kann doch nicht wahr sein! Die Frau ist verzweifelt und sie ist wütend. Mit Recht! Sie hat ihre Kraft und ihre Zeit investiert um am Ende zu realisieren, dass sie keinen Schritt weitergekommen ist. Wie geht es weiter? Ihre Motivation und ihre Kraft ist an einem kritischen Punkt angekommen. Wem soll sie noch glauben? Was wird die Zukunft bringen? Die Zeit rennt ihr davon. Von einem Jobcoaching hält sie überhaupt nichts. Was soll das bringen? Sie hat ihre Bewerbungsunterlagen im Griff und auch sonst ist sie doch durchaus in der Lage, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Alles was sie stört ist die Abhängigkeit vom Jobcenter. Sie hat den Eindruck, dass man ihr dort nicht helfen kann. Die eigene Ohnmacht lähmt sie. Wenn jetzt jemand kommt und ihr erklärt, dass sie Hilfe braucht, würde sie unvermittelt ausflippen. Wer bildet sich denn ein ihr helfen zu können?`Was sollte psychologische Beratung helfen?`Sie ist doch nicht verrückt! Sie ist immer noch eine intelligente Frau, die sich selber helfen sollte. Die Angebote für JobCoaching sind doch nur Geldverschwendung für den Steuerzahler und nichts für sie.

Es wird eine Zeit lang dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Coaching helfen kann, wo und wie es wirkt. Es kommt auf die Qualifikation der Coaches an. Davon hängt sehr viel ab. Wenn der Coach es schafft, den Coachee zu knacken, also zu öffnen und in den Bereitschaftsmodus zu bringen, dann ist der Erfolg unvermeidbar.

Die oben beschriebenen Fälle sind lösbar. Der erste Schritt ist der schwerste: Vertrauen aufbauen und eigene Blockaden lockern. Das ist immer der erste Schritt.
Es sind nicht immer nur die Blockaden der Menschen, die sich in derart prekären Situationen (im mehrfachen Sinne) befinden. Viel zu oft sind es ganz reale Hindernisse, die von der Gesellschaft ausgebaut werden. Hier kann ein begleitender Coach als Begleiter und Anwalt des Neustarts aktiv werden.

Der Erfolg durch Coaching ist dann kaum noch aufzuhalten. Ich bin mir ganz sicher!

 

Vorteilsübersetzung JobCoaching


Vorteilsübersetzung JobCoaching

Vorteilsübersetzung ist ein Wort, dessen Ursprung vermutlich in der Agentur für Arbeit zu finden ist. Es wird im Führungskompass, dem Handbuch für Führungskräfte der Agentur, beschrieben.

Ein Blick in das Dokument ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen; zeigt es doch, wie professionell die oft kritisierte Behörde arbeitet. Eine Karriere bei der Agentur für Arbeit ist für junge Menschen durchaus empfehlenswert. Die meisten machen einen großen Bogen um die Agentur, wenn es um die Berufswahl geht. Warum auch immer.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mduy/~edisp/l6019022dstbai419862.pdf

Vorteilsübersetzung dient der zielgruppenorientierten Einwandbehandlung, wenn ich das richtig verstehe. Wenn man es einmal gehört hat, dann vergisst man es so schnell nicht wieder.

Oft stellen sich Arbeitssuchende die Frage, was JobCoaching für sie bringt. Die Frage ist berechtigt. Eine mögliche Antwort -Vorteilsübersetzung- ist die, dass sich mit einem JobCoaching Prozesse und Entscheidungen in Richtung Umorientierung und Neuorientierung sehr viel intensiver und schneller ablaufen, als wenn man sich nicht von einem Coach begleiten lässt. Eine hohe Qualität des gewählten Coach ist ebenso eine wichtige Voraussetzung, wie das Vertrauen, dass man in ihn setzt. Ein Erstgespräch mit dem Coach kann erste Anhaltspunkte liefern. Stimmt die Chemie? Weiß der Coach, was er da macht? Welche Erfahrungen hat er bereits im Umgang mit den Vermittlern der Agentur?  

In den meisten Fällen ist JobCoaching tatsächlich empfehlenswert. Coaching beschleunigt den Zielfindungsprozess und führt zu einem detaillierten Fahrplan: Zurück in den Job!
Und zwar nicht in irgendeinen Job, etwa bei einer Zeitarbeitsfirma, sondern in den Beruf, der tatsächlich zum Bewerber passt. Der Coach stellt Ihnen genau die Fragen, die zum Kern Ihres Selbst führen. Was können Sie wirklich gut? Wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Was beinhaltet das Jobprofil wirklich? Ist das etwas für Sie? Ein JobCoach hilft Ihnen dabei eine Strategie zu erarbeiten, die zum Job führt. Wenn Sie zum Beispiel eine ganz spezielle Weiterbildung brauchen um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden, dann wird sich der Mitarbeiter der Agentur gerne auf die Empfehlung des Coaches stützen. Es ist eine Steilvorlage, die dann einfach umgesetzt werden kann. Im Idealfall arbeiten JobCoach und Vermittler eng zusammen. Wenn Sie also einen Coach gefunden haben, dann fragen Sie Ihren Vermittler nach seiner Telefondurchwahl und seiner eMail Adresse. Das hilft beim Coaching wirklich weiter. Vorteilsübersetzung für den Mitarbeiter der Agentur: Sie können rechtzeitig Einfluss auf das Ziel und den Entscheidungsprozess nehmen.

 

 

 

7 Gründe für Unternehmen, auf Coaching zu verzichten


7 Gründe, warum Unternehmen auf Coaching verzichten

Es gibt viele gute Gründe für Coaching. Dieser BLOG ist voll davon. Es gibt aber auch gute Gründe, auf Coaching zu verzichten. Warum? Ist besser so. Ein Coaching könnte ein Unternehmen komplett durcheinanderbringen. Das ist nicht gut, wenn man Angst vor Veränderung hat. Und es ist ganz und gar nicht gut, wenn man fürchtet, dass herauskommt, dass Anspruch und Wirklichkeit in einem Unternehmen so krass auseinanderklaffen, dass es kaum eine Chance gibt, den Abgrund jemals zu schließen oder auch nur zu überbrücken.

Die meisten Unternehmen haben einen Anspruch, der weit über das nackte Überleben hinausreicht. Sie verkörpern eine MARKE, die möglichst glänzend und anziehend auf Kunden, Shareholder und Mitarbeiter wirken soll. Unter der Oberfläche sieht es oft ganz anders aus. Kritik wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand geübt. Ein Coach erkennt derartige Diskrepanzen sehr schnell. Es liegt auf der Hand, was Fakt ist. Und es macht zuerst überhaupt keinen Sinn, diese Dinge sofort und unreflektiert auf den Tisch zu knallen. Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn man als Coach wirklich etwas voranbringen möchte. Die Probleme kennt das Unternehmen längst. Coaching ist ein Format um einen optimistischen Spirit ins Unternehmen zu bringen. Es führt am Ende dazu, die Firma erfolgreicher und besser zu machen. Das geht nicht nur über bessere Roboter und Computer, schönere Gebäude und Hochglanzbroschüren, sondern hauptsächlich über zufriedene Mitarbeiter, die gerne für den Kunden arbeiten, weil sie wissen, was es für sie und das Unternehmen bewirken kann. Mitarbeiter, die ohnehin keinen Sinn in der Unternehmenspolitik sehen oder sogar offensichtliche Fehler sehen und sich damit arrangiert haben, bringen ein Unternehmen nicht voran.

Grund #1 – Coaching bringt nur noch Unruhe

Der erste Grund, warum ein Unternehmen keinen Coach einsetzt ist dieser: Es gibt große Probleme in der Unternehmenskultur, die jeder kennt. Ein Coach bringt nur noch mehr Unruhe in das Unternehmen.

Grund #2 – Keine Zeit für Coaching

Wir müssen Geld verdienen und wir haben keine Zeit für so einen Quatsch. Wenn überhaupt, dann ist Coaching was für unsere Führungskräfte. Aber die haben auch keine Zeit dafür. Sie sind so damit beschäftigt das Tagesgeschäft zu erledigen, dass wirklich keine Zeit für Coaching bleibt.

Grund #3 – Kein Budget für Coaching

Was soll das bringen? Coaching kostet doch nur Geld. Wir werden jetzt auf keinen Fall zusätzliche Gelder für Coaching, Supervision oder so etwas einplanen. In Zeiten knapper Kassen werden wir nicht noch mehr Geld ausgeben.  

Grund #4 – Das machen wir selbst

Wir haben eine eigene HR-Abteilung und jeder Leiter ist selbst Coach seiner Mitarbeiter.

Grund #5 – Das bringt nichts

Was soll das bringen? Es ist doch nur eine zusätzliche, sinnlose Belastung für unsere Mitarbeiter.

Grund #6 – Das ist egal

Es ist dem Unternehmen grundsätzlich wirklich egal, was die Mitarbeiter denken und fühlen. Wenn sie unzufrieden sind, dann sollen sie doch selbst zum Therapeuten gehen. Da draußen warten jede Menge Interessenten.

Grund #7 – Das haben wir noch nie gebraucht

Warum sollten Unternehmen jetzt damit beginnen, Coaching für sich zu nutzen? Das kostet nur viel Geld und bringt Unruhe. “Das haben wir doch schon immer so gemacht. Warum sollten wir jetzt unsere bewährten Abläufe in Frage stellen?”

Es gibt mehr als SIEBEN GRÜNDE, auf Coaching zu verzichten. Es gibt viel mehr Gründe ein Coaching zu wagen.

Coaching – Kybernetik – Konstruktivismus


Kybernetik – Konstruktivismus

“Der Mensch hat keine Natur, sondern eine Geschichte.
Der Mensch ist kein Ding, sondern ein Drama.
Sein Leben ist etwas, was gewählt werden muss,
was erfunden werden muss, während er es lebt,
und ein Mensch besteht in dieser Wahl und Erfindung.
Jeder Mensch ist sein eigener Romancier und kann sich entscheiden,
selbständig denkender Schriftsteller oder Plagiator zu sein,
doch der Entscheidung selbst entrinnen kann er nicht …
Er ist dazu verdammt, frei zu sein.” /Heinz von Foerster/

 

Heinz von Foerster (* 13. November 1911 als Heinz von Förster in Wien; † 2. Oktober 2002 in Pescadero, Kalifornien) war ein österreichischer Physiker, Professor für Biophysik und langjähriger Direktor des Biological Computer Laboratory in Illinois. Er gilt als Mitbegründer der kybernetischen Wissenschaft und ist philosophisch dem radikalen Konstruktivismus zuzuordnen. Zu seinen bekanntesten Wortschöpfungen gehören Kybernetik zweiter Ordnung, Lethologie, Neugierologie, KybernEthik. Er prägte auch den Begriff Ethischer Imperativ. /WIKIPEDIA 15.05.2017/

Das Zitat spricht für sich. Die Biografie von Heinz von Foerster spricht für sich. Konstruktivismus ist ein Konzept, das im Coaching eine große Rolle spielt. Der Mensch konstruiert aus seinen Erfahrungen, seine Welt. Er erschafft seine Erfahrungen und gibt ihnen einen Rahmen und einen Sinn. Wir sind nicht Zuschauer bei einem Theaterstück namens Leben, sondern die Schauspieler auf der Bühne. Allein die naive Vorstellung, dass es irgendwo da draußen eine objektive und immer gültige Realität; eine einzige, gültige, objektive Wirklichkeit gibt, die richtig oder falsch sein kann, entspricht nicht der Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern so, wie wir sind. Unsere individuell wahrgenommene Realität baut sich eine ganz eigene Wahrheit zusammen.  

Konstruktivisten sehen sich selbst als Beteiligte an einem Drama, dessen Regeln, Abläufe und Vorschriften sie erfinden und in die Realität bringen.  

Das klingt sehr kompliziert und verwirrend. Aber es ist tatsächlich so.
Wir empfinden unsere Realität direkt durch die Geschichten, die wir immer wieder gehört und verinnerlicht haben. Wir sind zunächst gefangen in unserer eigenen Realität; und dann kommt jemand, der es hoffentlich gut mit uns meint und führt uns auf eine neue Ebene.
Ich habe das schon oft erlebt und ganz bewusst wahrgenommen. Meine Denken und Fühlen, meine Welt, ist nicht die Welt meiner Freund, Kollegen und Kunden. Das macht Coaching für einen Coach so interessant. Es geht immer zuerst darum, die Welt des Klienten zu erforschen, zu erfühlen und offenzulegen. Für den Coachee, den Gecoachten oder wie man immer es ausdrücken mag, ist die Begegnung mit einem Coach eine Neuentdeckung seiner eigenen Welt. Der “Mythos des Gegebenen” wird in Frage gestellt und begrenzende Glaubenssätze werden zertrümmert und neu zusammengesetzt zu einer anderen Form der Wahrnehmung.
Eine neue Welt tut sich auf. Besonders religiös erzogene Menschen fürchten sich vor dieser neuen Welt, weil sie Angst davor haben, ihre bekannte Welt zu verlassen. Sie fürchten sich vor dem Verlust ihres Glaubens. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Wahrnehmung wird enorm erweitert und nicht eingeschränkt. Dadurch gewinnt das Konzept Gott eine völlig neue Ebene der eigenen Realität. Wissenschaft, Philosophie und Glauben schließen sich schon lange nicht mehr einander aus. Spiritualität und ein Gefühl für den Sinn der Existenz sind ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wer in einer Denkschublade gefangen ist, hat keine Chance eine höhere Ebene des Selbst zu erreichen.
Konstruktivismus erfordert aktive Teilnahme, Handeln, weil nur Handeln uns selbst und damit die Welt verändert. Jedes Mal wenn wir handeln, verändern wir die Welt. Wir können es nur begreifen, wenn wir handeln, uns verändern, eine andere Perspektive einnehmen.

Coaching ist Handeln; Einsicht alleine genügt nicht. Ein Coach fordert den Klienten immer zum Handeln auf; damit sich ihre Welt und auch sie selbst sich verändern können. Zielstellung und kleine Schritte des Handelns. Das ist Coaching.

Die Vision unserer Grenzen ist die Grenze unserer Vision. Wir erkennen unsere eigenen Grenzen, nicht die Grenzen der Welt; virtuell und real.
Wenn wir in einem Gebirge unterwegs sind, dann wird es klar, dass hinter dem nächsten Gipfel immer noch viele weiteren Gipfel zu erreichen sind. Jeder Schritt schenkt uns neue Aussichten und Panoramen der Welt.

Coaching bedeutet, das Wegräumen von imaginären Steinen, die uns blockieren. Die Grenzen des Coachings liegen natürlich in den Grenzen des Coachs. Coaches müssen selbst eine hohe Ebene erreicht haben um den Coachee dabei zu unterstützen eine neue Ebene zu erkunden.

Die Therapie ist ein guter Anfang


Seelenheiler

“Die Therapie ist ein Anfang, ein guter Anfang. Aber leider heilt sie nicht die Seele.” /* Father Phil Intinola, The Sopranos, Episode 5 – Reise in die Vergangenheit/

Camela Soprano suchte ihr Seelenheil in der Kirche, während ihr Mann, der Mafia-Boss, sich bei einer Psychiaterin angemeldet hatte. Nachdem sie ihm erklärt hatte, wie sie die ärztliche Schweigepflicht auslegte (ich darf aber nicht von einem Kapitalverbrechen wie einem Mord etwas erfahren), öffnete sich Tony Soprano und erzählte ihr alles, was er auf dem Kerbholz hatte. Und das war eine Menge. Allerdings durfte keiner der ehrenwerten Gesellschaft erfahren, dass er in Behandlung war. Die hätten sofort gedacht, er hätte einen Knall. Was ihn für immer erledigt hätte. Die Serie ist eine der ersten hochwertigen TV-Serien, die um die Jahrtausendwende gedreht wurden. DIE SOPRANOS ist ein Meilenstein der Filmgeschichte.

WIKIPEDIA sagt: Die Sopranos ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die vom Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Die Serie, die in den Jahren 1999 bis 2007 auf HBO zu sehen war, wurde unter anderem mit 21 Emmys und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Die Writers Guild of America wählte Die Sopranos auf Platz 1 der 101 Best Written TV Series.[1]Auf der Website Metacritic, die Kritiken von verschiedenen Redaktionen zusammenfasst, hält die letzte Staffel einen Metascore von 96 Prozent.[2]
/WIKIPEDIA 15.05.2017/

Interessant ist der enge Zusammenhang zwischen Beziehung, Seelsorge und Therapie. Ich füge Coaching hinzu, weil es in diese Linie gehört. Wobei ich hier nicht behaupten möchte, dass Coaching für Verbrecher und andere Übeltäter das geeignete Format ist. Ich stelle mir nur vor, wie der imaginäre Coach den Mafia-Boss folgende Frage stellt: “Wenn Sie 10 Jahre in die Zukunft sehen. Wo sehen Sie sich dann? Was wollen Sie dann erreicht haben? Was werden Ihre Kinder sagen, wer Sie dann sind?”

Die Antwort könnte mit einem gebrochen italienischen Akzent lauten: “Entweder ich sehe mich sechs Fuß unter der Erde; oder ich bin der anerkannte Pate der Familie. Man wird mir Respekt zollen und es wird allen gut gehen! Ich werde mir nicht mehr die Hände schmutzig machen und meine Kinder werden Ärzte, Anwälte und Politiker sein. Sie werden von ihrem Papa nur gutes zu sagen haben. Sie sind mir dann schließlich Respekt und Dank schuldig!”

Warum sind wir nur alle so angetan von diesen finsteren Typen? Die Antwort liegt auf der Hand. Weil das Leben, auch unseres manchmal genau so ist. Wir sind bemüht gute Dinge zu tun und sauber zu bleiben und dann kommt diese oder jene Chance, die wir glauben ergreifen zu müssen. Und was sollen die Menschen zu Dir sagen, mein aufmerksamer Leser? Ich hoffe, Du lächelst jetzt und denkst Dir Deinen Teil. Und spätestens an dieser Stelle setzt ein Wiener Walzer ein und es erklingt das schöne Lied: Wir sind doch alle kleine Sünderlein……

Ist immer noch besser, als ein vertrockneter Korinthenkacker, der keinerlei Spaß versteht und sich am Ende seines Lebens immer noch fragt, was das denn alles sollte…..

/* Father Phil- katholischer Priester, Seelsorger von  Camela Soprano, Carmela Soprano, played by Edie Falco, is a fictional character on the HBO … her marriage vows during some sexually charged moments with her priest, Father Phil Intintola (in „College“), and painter-decorator Vic Musto./

 

Coachbar? Zielgruppen für Coaching


Coachbar?

Eine interessante Frage, die sich jeder Coach immer wieder stellt, ist die Frage nach der Zielgruppe, die er ansprechen möchte. Für wen soll das Coaching einen Mehrwert bringen? Wer will sich überhaupt coachen lassen? Hat Coaching eine Perspektive? Ist der Beruf Coach mehr, als reines Wunschdenken? Ist es realistisch und sinnvoll als Zielgruppe zum Beispiel Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen zu definieren, wenn der Coach bisher hauptsächlich als Pädagoge oder Psychologe unterwegs war? Was bringt einen Chefarzt dazu, sich einem Coach anzuvertrauen, der selbst keinen medizinischen Hintergrund nachweisen kann? Warum sollte sich ein Steuerberater von einem Coach mit Schwerpunkt IT ins Vernehmen setzen? Macht das Sinn? Oder heißt es auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten?

Ich denke, dass ein guter Coach vor allem ein guter Gesprächspartner sein muss, der den Coachingprozess versteht und der in der Lage ist, Klienten aus unterschiedlichen Zielgruppen zu coachen.

Es geht hier nicht darum Netzwerke zu erweitern oder mit einem Spezialisten über ganz spezielle Problemstellungen zu reden. Es geht auch nicht um Projektmanagement oder Unternehmensentwicklung. Coaching ist eine 360° Sicht auf den ganzen Menschen, also eine ganzheitliche Angelegenheit.

Coaching und Therapie haben sehr viel mehr gemeinsam, als man zu wissen glaubt. Wenn ein Manager genügend Leidensdruck aufgebaut hat, wird der Gang zum Therapeuten für ihn ein logischer Schritt sein. Er hat Schmerzen und er geht zum Spezialisten. Wer Zahnschmerzen hat, geht zum Zahnarzt, auch wenn der Zahnarzt keinerlei Ahnung von der Tätigkeit eines Politikers, Forschers, Soldaten oder Managers hat. Logisch; Der Zahnarzt wird dafür sorgen, dass die Ursachen für die Schmerzen beseitigt werden. Er packt die Angelegenheit sozusagen an der Wurzel. Wer zum Therapeuten geht will keinen neuen Businessplan oder ein Konzept zur besseren Personalführung oder eine Expertise zu einem gescheiterten Projekt.

Coaching ist – niederschwellige – Therapie. Nicht jeder psychische Druck oder Schmerz hat seine Ursache in einer krankhafte Veränderung der Persönlichkeit oder einer psychische Krankheit. Coaching ist sehr nahe an der Therapie und der oder die Coach ist erwiesenermaßen gut in der Gesprächsführung. Ein Coach stellt Fragen, führt Perspektivwechsel, ist offen für neue Lebensansichten und Probleme. Ein Coach ist jemand, mit dem man reden kann, wenn man keinen anderen Gesprächspartner findet. Die Ursachen dafür, dass kein anderer Gesprächspartner in Frage kommt sind so vielfältig wie die möglichen Klienten eines Coachings.

Der Coach ist ein Resonanzboden, ein Sparringpartner, ein Drehbuchautor, ein Regisseur. Ich wiederhole mich.

Ich behaupte, dass ein Coach im Grunde nichts vom professionellen Leben eines Klienten wissen muss. Der Klient ist der Chef in seinem Leben. Er weiß am besten, wie der Hase läuft oder wie man Menschen dazu bringt, ihm zu folgen. Es ist durchaus möglich, dass der Manager etwas über Führung dazulernen möchte. Auch hier wäre ein neutraler Coach mit anderem Lebens- und Erfahrungshorizont ein sehr guter Ansprechpartner.
Ein Coach muss, wie ein Therapeut sehr viel über die menschliche Seele, Entwicklungsstufen und Ängste wissen. Coaching, Seelsorge, Therapie haben sehr viel miteinander zu tun. Daher plädiere ich für Coaching als Profession mit therapeutischen Ansätzen und Wissen. Das macht den Beruf eines Coach zu einem der spannendsten Feldern, die es gibt. Ich bin mir sicher, dass Coaching eine große Zukunft haben wird.

Der blinde Punkt in dir


Der blinde Punkt in Dir

Als Blinder Fleck wird in der Augenheilkunde die Stelle des Gesichtsfelds bezeichnet, auf die sich jeweils die Austrittsstelle des Sehnervs im Außenraum projiziert.

Da sich hier, am Discus nervi optici mit der Papille des Sehnervenkopfs, keine Lichtrezeptoren der Netzhaut befinden, stellt diese Stelle einen „blinden Fleck“ für die entsprechende Gesichtsfeldregion dar und weist lokal so physiologisch einen absoluten Gesichtsfeldausfall auf.

Normalerweise wird der Blinde Fleck nicht als blinder Fleck zur Kenntnis genommen.

Auf der Grundlage von Empfindungen der umgebenden Netzhautregionen und aufgrund von solchen aus den korrespondierenden Regionen der Retina des anderen Auges, dessen Sehnervenaustritt sich im binokularen Gesichtsfeld nicht auf denselben Bereich abbildet, sowie anhand von Erinnerungsbildern, wird das Gesehene in der Wahrnehmung so zu einem Bild ergänzt, dass der Gesichtsfeldausfall subjektiv nicht erscheint.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blinder_Fleck_(Auge)

Unser Gehirn ist genial. Es lässt uns vergessen, dass es diesen blinden Fleck gibt. Aber er ist vorhanden.

Ähnlich wie der blinde Fleck im Auge gibt es viele blinde Punkte in der Psychologie. Sie sind zweifellos vorhanden und wir bemerken sie nicht, weil sie für unser Bewusstsein ausgeblendet sind.

Immer, wenn wir eine wichtige Entscheidung treffen, stellen wir uns Fragen stellen, die letztendlich die Antworten liefern, die grundlegend für den Erfolg oder Mißerfolg sind. Wir neigen dazu, unangenehme Dinge auszublenden oder nicht so zu sehen, wie sie wirklich sind. Das ist keine bewusste Entscheidung, sondern eine unterbewusste Prozedur, die ganz automatisch abläuft. Es gibt immer Punkte, die wir nicht sehen können oder nicht sehen wollen. Aber genau darum geht es beim Coaching. Der blinde Punkt ist in Wirklichkeit der innere Kern unseres Wesens und unserer Kraft. Es geht um Motivation und Ressourcen. Was wollen wir eigentlich erreichen? Wer wollen wir sein? Was treibt uns an? Spielen wir nur ein Spiel mit, das von anderen bestimmt wird? Oder erkennen wir den Sinn und das Ziel des Spiels und sind in der Lage die Regeln zu bestimmen? Wissen wir wirklich wohin uns unser Weg führen soll?

Das herauszufinden ist ein wichtiges Coaching-Thema.

“Es gibt Dinge, die übertragen sich von Generation zu Generation. Unsere Aufgabe ist es alte Muster zu durchbrechen.” / Irwin D. Yalom/

Meine Empfehlung: http://www.yalom-derfilm.de/

https://www.amazon.de/Yaloms-Anleitung-Gl%C3%BCcklichsein-Irvin-Yalom/dp/B00T80RXC6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1489389374&sr=8-1&keywords=anleitung+zum+gl%C3%BCcklichsein

Die meisten Menschen bereuen etwas. Es gibt so viele Dinge, die sie getan oder nicht getan haben.

Wenn wir uns selbst nicht richtig verstehen, können viele Instinkte in uns die Führung übernehmen und unser Leben negativ beeinflussen. Sobald wir uns besser verstehen, werden wir die neurotischen Elemente in uns in den Griff bekommen.  

Wenn wir uns selbst nicht wirklich verstehen, können wir auch andere nicht wirklich verstehen oder schätzen.

Die Reise in unser innerstes Selbst kann anstrengend und enttäuschend sein. Aber wir erkennen am Ende, wo unsere wahren Stärken und Ressourcen liegen. Es macht überhaupt keinen Sinn jemand werden zu wollen, der man nie sein kann. Es ist sehr klug, vorher zu wissen wo die wahren Fähigkeiten und der innere Punkt der Identität liegen.

Wenn Du weißt was du erreichen kannst, und wirklich ein Ziel erreichen willst, das zu dir passt, dann wirst du es auch erreichen.

Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen


Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen*

Das Ding wird eingemottet.”, konnte man heute in der WELT lesen. Gemeint ist der Hauptstadtflughafen BER. Es scheint so, als ob der Flughafen 2018 nicht fertig wird und ein neuer Termin ist nicht in Sicht.

Ein Alternativvorschlag: Berlin stoppt tatsächlich alle Baumaßnahmen und macht dem Elend ein vorzeitiges Ende und Brandenburg öffnet die Möglichkeit um den alten MilitärFlughafen Sperenberg auszubauen und dort von einer privaten Investorengruppe einen neuen Flughafen bauen zu lassen. Wie lange braucht man um so etwas durchzuziehen? Das sollte sehr schnell gehen, wenn alle mitmachen. Möglicherweise muss die Regierung ein Basta! und ein Machtwort sprechen um so etwas auf den Weg zu bringen. Wie wäre es, wenn der BER wirklich kurzfristig gestoppt und die beteiligten Unternehmen auf Schadenersatz verklagt werden? Das dauert lange, aber bis zum Abschluss der Untersuchungen kann eine Investorengruppe aus dem Silicon Valley längst einen neuen Flughafen mit Ausbaupotential und alle notwendigen Infrastrukturbauten fertig geplant und gebaut haben. Wir wäre es mit einem modernen Drehkreuz mit angeschlossenen Zentralen für Apple, Alphabet, Microsoft, Amazon und Oracle? Als Sahnestück könnten dort auch noch Unternehmen wie Huawei und Hyundai neue Europazentralen aufbauen und der Transrapid würde auch noch zum Einsatz kommen um die 50 Millionen Passagiere, mit denen man wohl rechnen kann schnell ans Ziel zu bringen. Einchecken am Hauptbahnhof und direkt zum Gate. Das wäre einmal eine Maßnahme die dem Standort Deutschland angemessen ist. Alles andere ist doch nur kleinkarierter Schwachsinn. Vielleicht ist es auch ausgemachter Unfug, was ich hier vorschlage. Aber ist das tatsächlich so? Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie die Hauptstadtregion in 10 oder 20 Jahren aussehen soll. Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie sich diese Schlagzeile liest und was sie in uns auslöst: Sperenberg wird Berlins neuer Flughafen! Da ist genügend Platz um so etwas zügig umzusetzen. Die Milliarden, die bisher in eine Bauruine geflossen sind, wären von Anfang an besser dort aufgehoben gewesen. Vielleicht sollten man den Supermann Martin Schulz*** ins Boot holen. Das wäre doch ein gutes Wahlkampfthema für ihn. Berlin hat es nicht verdient mit einer Kopfgeburt wie dem BER weiter bestraft zu werden. SPERENBERG – hört sich gut an!

* )ACHTUNG! Das ist keine Nachricht, sondern nur ein alternativer Fakt 😉
***) Martin Schulz war 2017 Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD****. Nach der verlorenen Wahl fiel die SPD auf ungefähr 15% und tummelte sich auf dem Niveau der sogenannten Kleinen Parteien: GRÜNE, LINKE, FDP, AfD. Schmidt hatte noch eine Woche vor der Wahl stur behauptet: „Ich werde Kanzler der Bundesrepublik Deutschland!“
****) SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
P.S. Ich habe den Text mal durch den Bullshitalanysator geschickt:
Erstaunlich:
Ihr Text: 2413 Zeichen, 359 Wörter
Bullshit-Index :0.15
Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.
P.S. Artikel im Tagesspiegel:

 

Coaching ist ein Katalysator


Coaching ist ein Katalysator

Jeder Mensch ist in der Lage, seine Situation einzuschätzen, sich ein Bild von sich und seiner Umgebung zu machen und Veränderungen in Gang zu setzen. Coaching beschleunigt diesen Prozess auf ungeahnte Art und Weise.

Ein Blick auf dein Leben zeigt, dass dir einige Dinge gelungen sind und andere nicht. Vielleicht hast du das erreicht, was dir in deiner Situation möglich war. Vielleicht hast du auch noch nie wirklich versucht deine wahren Grenzen zu erkennen und diese Grenzen zu überschreiten. Wo stehst du heute? Denke bitte darüber nach und notiere, was dir durch den Kopf geht.
Wir sind darauf trainiert, das was wir tun und wer wir sind, in einem ganz besonderen persönlichen Licht zu betrachten. Ein kleiner Perspektivwechsel gibt Aufschluß über das, was wirklich ist. Viele kleine Perspektivwechsel versetzen dich in die Lage wirklich das zu tun, anzustreben und zu erreichen, was du wirklich willst. Lassen wir die Dinge laufen, kommen wir mit Sicherheit auch irgendwo an. Aber war das unser Plan? Hatten wir wirklich vor eine Rolle anzunehmen, die möglicherweise überhaupt nicht zu uns passt?

Manchmal ist es hilfreich, berühmte Perönlichkeiten zu zitieren. Hier zwei Zitate, die es wert sind, vertieft zu werden:

“Der nicht mutig genug ist, Risiken auf sich zu nehmen, wird in seinem Leben nichts erreichen.” /Muhammad Ali/

“Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein, was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.” /Muhammad Ali/

Die Frage ist, ob du bereits weißt, wo du hingehen willst, wer du sein willst. Dann kannst  auch du der einzigartige Mensch sein, der du sein willst. Dann bekommst du das, was du verdient hast. Aber erst, wenn du mutig genug bist, das Risiko ungeschminkter Selbstanalyse und Selbsterkenntnis einzugehen und deine Ziele zu definieren.

Ein Coaching kann dir dabei helfen. Schneller und effektiver als du es dir überhaupt vorstellen kannst.

Am Ende wirst du folgenden Satz sagen:

“Ohne Coaching hätte ich es nie geschafft! Ich bin froh und glücklich, dass ich den Coach gefunden habe, der zu mir passt.”

Merk dir diesen Satz! Denk darüber nach und vergiss es nie! Ohne Coaching kann man Ziele erreichen. Irgendwelche Ziele. Mit Coaching kann man schon bevor man den ersten Schritt macht wissen, ob es sich lohnt, den Mut und die Risiken, den Kampf und den Schmerz auf sich zu nehmen.

Coaching ist die effektivste Möglichkeit, zielgerichtet zu leben und zu arbeiten. Es geht sehr viel schneller, als wenn du alles mögliche ausprobierst um dann zufällig irgendwo anzukommen. Das Leben ist kürzer als du denkst.

 

Neustart mit Ü58


Neustart mit 58?

Ein Berufskraftfahrer kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten. Rolf K. ist 58 und hat über 25 Jahre “auf dem Bock” gesessen. Als er seine 50 überschritten hatte traten körperliche Probleme immer stärker in den Vordergrund. Es folgte eine lange Krankheitsphase mit 54. Krankenhaus, REHA, Arbeitslosigkeit,  Hartz IV. Das war alles wie ein unsichtbarer Fahrplan abgelaufen. Er war arbeitsfähig entlassen worden. Eine anstrengende Arbeit auf einem LKW mit zusätzlichen schweren Tätigkeiten war aber nicht mehr empfohlen worden. Das Problem lag auf der  Hand. Rolf konnte nur LKW fahren. Etwas Anderes hatte er nie gelernt. Mit Computern konnte er nicht umgehen.

Das Mantra seiner Zukunft lautete: ich kann nicht mehr LKW fahren, ich bin zu alt, ich bin zu krank, ich habe keine Chance, niemand will mich, ich kann nichts Neues mehr lernen, ich kann nur fahren. Ich habe keine Chance auf eine versicherungspflichtigen Job.

Alle drei Monate musste er sich beim Jobcenter melden.  Die Gespräche mit dem Vermittler waren ähnlich. Sie wiederholten sich regelmäßig.  Fazit: “Es hat alles keinen  Sinn mehr. Hartz IV bis zur Rente und dann schau’n wir mal…..”

Dann wurde er in ein Coaching geschickt. Das Jobcenter wollte wissen,  wie der weitere Weg aussehen würde. Rolf K. hatte keine Lust auf psychologische Beratung. Eigentlich war ihm doch klar, warum er sich in dieser Situation befand. Hilfe erwartete er nicht.  Außerdem war er zu stolz um sich helfen zu lassen.

Rolf hatte lange Haare mit grauen Strähnen und einen Schnurrbart. Ganz offen: Er sah etwas ungepflegt aus. Wir sind darauf geschult, jeden Teilnehmer vorurteilsfrei und wertschätzend anzunehmen. Dazu gehört auch achtsames Feedback. Er wirkte genau so auf mich, wie er sich fühlte. Er machte genau den Eindruck, den er selbst beschrieb. Er hatte sich aufgegeben. Sein Äußeres war ihm egal.

Auf dem ersten Blick hatte er recht. Keine Chance, keine Zukunft, Ende und fertig, Schluß.

Er hatte die Wahl an unserem Workshop teilzunehmen oder Zuhause zu bleiben und die Zeit mit sich zu verbringen. Gruppenarbeit, Einzelcoaching, Kompentenzanalyse oder einfach nichts. Es gibt viele Möglichkeiten sein Leben zu verbringen. Nichtstun macht nur im Bundle mit etwas tun, einen Sinn. Nur nichts tun an sich, ist keine gute Idee.

Nun ergab sich für ihn die Möglichkeit, ja die Chance, an einem Workshop teilzunehmen, ohne auch nur einen einzigen Euro in die Hand zu nehmen. Manch ein Angestellter in einem mittelständischen Unternehmen würde sich freuen wie ein Schneekönig. Rolf hatte nur das Gefühl es lieber nicht zu tun. Was würde es für ihn bringen?

Ich bemerkte, dass es in ihm arbeitete. Ich sprach ihn an. “Wie wäre es, wenn wir nur eine einzige neue Idee miteinander entwickeln würden? Sie allein entscheiden,  wie es danach weiter geht!”

Rolf fasste sich ein Herz und sagte seine Teilnahme zu. Er war neugierig geworden. Ich hatte sein Interesse geweckt.

Es stellte sich heraus, dass er immer noch gerne Auto fuhr, sich aber lange keines mehr leisten konnte. Gesundheitlich war er besser drauf, als er gedacht hatte. Eine REHA würde ihm helfen können, sein Leben neu zu gestalten. Er würde seine Ernährung umstellen und etwas Sport treiben, weniger Rauchen und weniger Alkohol trinken. Rolf hatte noch mehr als 20 Jahre vor sich. Diese Zeit würde er nutzen. Es wurde ihm klar, was ihm noch möglich war.

Ich stellte ihm das Jobnetzwerk vor und wir suchten nach Berufen, die ehemalige Berufskraftfahrer mit gesundheitlichen Einschränkungen gefunden hatten. Unsere Erfahrungsdatenbank wächst monatlich. Big Data kann Dinge, die wir langsam erkennen und uns nicht vorstellen konnten.

Wir fanden tatsächlich eine Stelle als Fahrer eines Shuttlebusses in einer Klinik. Rolf bewarb sich für den Job und war am Ende sehr glücklich damit. Die REHA-Klinik, für die er arbeitete, organisierte ein begleitendes Gesundheitsprogramm für ihn. Er durfte in den Pausen und nach der Arbeit an den Programmen teilnehmen. Der Arbeitgeber legte einen großen Wert auf die Zufriedenheit seiner Kunden und Mitarbeiter. Rolf hatte einen Job gefunden, den er bis über die Altersgrenze hinaus ausüben würde. Der Arbeitgeber war natürlich damit einverstanden, dass Rolf an Maßnahmen zur Verbesserung und Stabilisierung seines Gesundheitszustandes wahrnahm. Auch der Kostenträger war schnell gefunden. Die Deutsche Rentenversicherung bezahlt neuerdings derartige Programme. Es geht um Teilhabe am Arbeitsleben über das gesetzliche Rentenalter hinaus.

Auch sein Äußeres hat sich verändert. Ich hatte ihn gespiegelt und gefragt, wie er auf andere Menschen wirken wolle und ob er einverstanden wäre, wenn ich ihn ein wenig beraten würde. Auch ein weiblicher Coach wurde einbezogen. Stilberatung. Er wollte aussehen wie ein Musketier, eine Kreuzung aus Anwalt Lentzen und Kardinal Richelieur, aber gepflegt. Vor dem Coaching hatte er nie über diesen Wunsch gesprochen. Auch darauf bin ich stolz. Er fühlt sich sehr wohl in seiner Haut und er trägt genau die Sachen, die zu ihm passen und seinen Typ unterstreichen. Er ist ein auffälliger Mann. Das ist genau das, was zu ihm passt.

Rolf K. hat etwas geschafft, was viele schaffen können. Einen persönlichen und beruflichen Neustart mit Ü58. Das macht doch Mut! Oder?

Freiheit, Bürgergeld und soziale Betreuung


Freiheit, Bürgergeld und soziale Betreuung: Das scheint nicht zusammen zu passen. Nehmen wir an, dass es einmal ein bedingungsloses Bürgergeld geben wird. Was passiert dann mit den vielen Menschen, die sich in Gefahr befinden, sozial in die Dunkelheit abzugleiten? Sie bekommen regelmäßig Geld überwiesen und niemand hat eine Ahnung, wie schlecht es ihnen wirklich geht. Soziales Abseits ist die große Gefahr des Jahrhunderts. Prekäre Situation schon von Kindheit an, parallele Gesellschaften unterschiedlicher Couleur, bedenkenloser TV-Konsum, das dumpfe Gefühl von “Denen da oben” und der Eindruck, keine Chance zu haben wird zu einem immer größeren Problem anwachsen. Die Frage, wie das demokratische Verständnis und das Wahlverhalten dieser oft vergessenen Gruppe aussieht, liegt förmlich auf der Hand. Wo bleiben soziale, ethische, humanitäre Grundstandards, wenn es eine wachsende Gruppe in der Bevölkerung gibt, die von derartigen Dingen überhaupt nichts mehr verstehen? Sie fühlen sich unwohl und haben ganz eigene Träume und sie haben Angst vor allem möglichen. Das ist die explosive Rezeptur für einen sozialen Aufstand, der nur eines im Sinn hat: Die Zerstörung des Establishments, das kaum jemand mehr verstehen und begreifen kann. Alles muss besser sein, als die triste Gegenwart. Jeder dahergelaufene Demagoge kann diesen Leuten alles versprechen, was sie gerade hören wollen. Demokratie spielt keine Rolle mehr, weil sie sich von Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit nichts positives versprechen. Der Erfahrungshorizont verengt sich bei mangelhafter Bildung zu einem schmalen Schlitz. Welche Werte werden in Zukunft überhaupt eine Rolle spielen? Die Werte der Aufklärung, Goethe und Schiller, Shakespeare, Menschlichkeit und das ausserordentliche Glück in einem vereinten Europa zu leben, spielen scheinbar überhaupt keine Rolle mehr.

Wer bestimmt eigentlich, was Recht und Gesetz ist? Wer kann wissen, was gut für die Zukunft ist? Die Bürgerbefragung in Großbritannien und der anschliessende BREXIT wirft Fragen auf. Das VOLK hat gesprochen. Die Eliten sind sprachlos und zunehmend hilflos.

Was passiert eigentlich, wenn es eines Tages nur noch gut versorgte Couch-Potatoes, Fast Food Junkies und Reality-TV Zombies gibt? Roboter und weniger intelligente Maschinen, das allgegenwärtige Netz erledigen die notwendigen Arbeiten und der Rest hat nur noch zu konsumieren. Ist das eine zukünftige Realität, die wir uns wünschen? Das Leben als TV-Unterhaltungsshow. Wer bestimmt dann, was richtig und falsch ist? Freiheit, die ich mir wünsche, ist das nicht.

Jeder Mensch, egal wie seine Lebensumstände sind, wünscht sich einen Sinn im Leben. ich bin mir sicher und das ist eine positive Grundlage für alle weiteren Diskussionen. Diese Debatten müssen geführt werden.

Grundversorgung für eine hoch entwickelte Bürgergesellschaft bedeutet auch, dass jeder eine Aufgabe übernimmt, die der Gesellschaft etwas zurückgibt. “Einer trage des Anderen Last!”, steht schon in der Bibel. Ein grundlegender Konsens kann bereits heute von jedermann unterschrieben werden.

“Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” [Tob. 4,16; Luther 1984] Die Goldene Regel, die für alle Religionen gültig ist.
Umgekehrt gilt dasselbe.

Freiheit bedeutet aber auch, dass jeder Freie die ihm angebotene Hilfe ablehnen kann. Alles andere bedeutet Gewalt. Niemand kann und darf andere Menschen zu ihrem Glück zwingen.

Mauern bauen und die Menschen innerhalb der Mauern zu ihrem Glück zu zwingen, funktioniert nicht. Wir Berliner kennen das Thema und haben es 28 Jahre lang erlebt, wohin das führt und was das mit Menschen macht. Freiheit geht anders.

Es muss also Regeln geben, Gesetze an die wir uns alle halten und an denen wir uns orientieren können.

Es wird auch Pflichten geben, die selbstverständlich sind. Hilfe geben und Hilfe annehmen gehört zum Grundkonsens.

Der Satz: “Ich brauche keine Hilfe! Ich kann doch machen was ich will!” ist mir inzwischen sehr oft untergekommen. Ich höre jeden Tag derartige Geschichten. Es sind Menschen, die sehr gerne eine REHA-Klinik besuchen um sich über den straffen Tagesablauf zu beschweren und sich vor Dingen zu drücken, die ihnen unangenehm sind. Feste Termine scheinen die pure Folter für manch einen zu sein. Angebote, die auf Coaching und Betreuung zielen, werden sehr kritisch gesehen. Überreden allein genügt oft nicht. Freiwilligkeit ist die Grundlage von Coaching.

Wenn eine psychosoziale Betreuung notwendig wird, verhindert oft die mangelnde Einsicht des Betroffenen, dass ihm geholfen werden kann. Hilfsangebote müssen verzuckert werden und es schwebt immer die Gefahr im Raum, dass die Hilfe abgebrochen werden muss, wenn der oder die Betroffene “keine Lust mehr auf den Zirkus” haben. Sozialarbeiter können ein Lied davon singen. Die Freiheit des Einzelnen ist ein hohes Gut in der Gesellschaft; und das ist auch gut so. Es ist also immer wichtig einen angemessenen Zugang zu den Betroffenen zu haben und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Abhängigkeit von Hilfe muss unbedingt vermieden oder zumindest schnell wieder zurückgefahren werden.

Mit zunehmender Automatisierung wird es immer wichtiger für die Bürger einen angemessenen Lebensstandard zu garantieren. Auch hier ist der Staat gefragt. Das kann und darf nicht privaten Spendern überlassen werden. Wenn wir uns vorstellen, dass in 20 Jahren kaum noch ungelernte Arbeiter in den Fabriken benötigt werden und auch hochqualifizierte Aufgaben wie Bildung, Betreuung und Verkehr immer mehr durch Maschinen geleistet werden, dann muss es dringend zu einer anderen Bewertung von Erwerbsarbeit und deren Bedeutung für den Einzelnen kommen. Der Hinweis von Bill Gates, dass Roboter Steuern zahlen sollten, wird immer mehr in den Fokus rücken. Die zentrale Frage nach dem Warum des menschlichen Lebens, der sozialen Strukturen und der Ethik des Ganzen wird immer wieder neu gestellt werden müssen.

Natürlich haben wir als Menschen keine Lust auf Gleichmacherei – auf welchem Niveau auch immer. Allerdings ist heute schon klar, dass Nahrung, Energie und Wohlstand besser verteilt werden muss. Es steht auch fest, dass es vollkommen sinnlos ist jedem alles zu geben, unabhängig von seiner Fähigkeit damit umzugehen. Bereits Johann Wolfgang von Goethe sagt: “Was du ererbt von deinen Vätern: Erwirb es um es zu besitzen!” In diesem Sinne muss jeder Bürger in einer Gesellschaft das erwerben, was ihm zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehört auch ein Bewusstsein zu entwickeln, was uns allen damit möglich wird. Auch hier wird deutlich, dass demokratische Prozesse auf einem hohen Niveau der Offenheit und Ahnungslosigkeit stattfinden müssen. Solange es eine kritische Masse von Menschen gibt, die weder die Bildung, noch die intellektuelle Fähigkeit haben mit Fortschritt angstfrei aber kritisch umzugehen, bleibt die Situation gefährlich. Auch eine Flucht in Virtuelle Welten wird in den kommenden Jahren für jedermann möglich werden. Die Frage ist tatsächlich, was wir wollen und welche Gesellschaft wir anstreben.

Die aktuelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten scheint genau den entgegengesetzten Weg einzuschlagen: Rückzug des aus europäischer Sicht unterentwickelten Staates inklusive Krankenversorgung und sozialer Betreuung. Abschied von sozialen Netzwerken – aus unserer Sicht die Grundlage der menschlichen Gesellschaft – und befeuern dumpfer Ängste und Vorurteile. Bleibt abzuwarten, ob die Visionäre aus den Fortschrittsbranchen auf diese Fragen neue Antworten finden werden.

Angst ist kein guter Berater


Mögen Deine Entscheidungen
Deine Hoffnungen widerspiegeln,
nicht Deine Ängste.
/Nelson Mandela/

Nelson Mandela sagte einmal, dass wir wir unsere Taten nicht an unseren Ängsten, sondern an unseren Hoffnungen orientieren sollen. Das leuchtet ein. Jemand, der ängstlich ist, versteckt sich und versucht unsichtbar zu bleiben und unauffällig zu leben. Dann, so glaubt der Ängstliche, wird ihm schon nichts passieren.  
Wir leben bereits in einer Zeit in der es wieder sehr gefährlich scheint, Dinge beim Namen zu nennen. Wer weiß, welcher politisch getriebene Datensammler uns auf eine schwarze Liste setzen und verfolgen wird? Es ist alles möglich. Datenbanken sammeln Daten und jeder, der auf Datenbanken zugreifen kann, ist in der Lage zum Beispiel, alle Namen auf “Christ” oder “Jude” oder “Links” oder “Rechts”, zu filtern. Es ist möglich und es ist machbar. Es ist real.
Bist du “intellektuell” oder “harmlos”, ein Einzelgänger oder ein geselliger Mensch? Sagst du wirklich, was du denkst? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Wer sind deine Freunde auf Facebook oder Google+? Wie viele richtige Freunde hast du?

Die Gefahren der heutigen Welt werden deutlich, wenn man sich mit den Möglichkeiten beschäftigt. Für die meisten Zeitgenossen ist das undurchsichtig und beängstigend. Zurecht. Tekkies erkennen auf Grund der Komplexität der Möglichkeiten, dass die Probleme beängstigend komplex geworden sind.

“Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.” /Nelson Mandela/

Es gibt viele Menschen, die sich instinktiv vor der Freiheit fürchten. Sie sind auf Angst konditioniert. Es ist vorhersehbar wie sie reagieren, wenn etwas ihre antrainierten Ängste auslöst. Psychologie pur.  

Die Konditionierung betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Haben wir einmal JA! gesagt und fühlen wir uns von nun an verpflichtet? Stimmt es, dass wir einmal NEIN! sagen und dann wieder ganz von vorn anfangen müssen oder ganz aus dem Rennen sind? Ist das so? Hast du Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit? Was würdest du eigentlich tun, wenn du eines Tages nicht mehr VERPFLICHTET wärst?

Glaube mir bitte! Ich weiß genau, was das bedeutet. Und ich habe mir dir Freiheit genommen, mich zurückgezogen und mir einen Perspektivwechsel gegönnt. Das ging, weil es noch nicht zu spät war. Es funktionierte, weil ich durch äußere Umstände dazu gezwungen wurde. Es war eine Chance, kein Unglück.
Ich frage mich, wie Menschen, die eine höhere Karrierestufe erreicht haben, auch nur einen kleinen Persepektivwechsel wagen könnten. Es ist gefährlich, weil der Fall zu tief sein könnte. Wer aus großer Höhe fällt, braucht ein Sprungtuch und sehr viel Mut. Er (meistens ist es in diesen Fällen ein Er) braucht verständnisvolle Begleitung, wenige Beratung. Ein guter Coach ist in solchen Fällen ein guter Begleiter. Angst ist genau das Gegenteil davon.

Ein Film von Rainer-Maria Fassbinder heißt: ANGST ESSEN SEELE AUF. Muss ich noch mehr dazu sagen? Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, sich von Angst steuern zu lassen.

Eine Angst, die existenziell wirkt, ist die Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Hast du Angst vor Bedeutungslosigkeit? Worin besteht deine Bedeutung? Wer oder was definiert deine Bedeutung? Ist das wirklich so? Bist du dir sicher?

Angst ist niemals ein guter Begleiter. Meinst du nicht auch? Wie wirst du deine Ängste los? Was wird dir möglich, wenn du dich in eine angstfreie Zone begibst? Hast du Angst, auch nur darüber nachzudenken? Hast du Angst, deine Ängste zu reflektieren? Warum ist das so? Was wird dir möglich, wenn du deine Angst besiegen kannst? Denk darüber nach und stell es dir vor. Ein Leben ohne Zwang und ohne Angst. Es ist möglich!

 

Coaching: Das Unmögliche erreichen


„Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“ /Alice im Wunderland/

Eine sehr gute Coaching-Definition. Nur wenn man das scheinbar Unmögliche in den Fokus des Möglichen bringt, kann es erreicht werden. Ich paraphrasiere ein wenig und auch das ist eine gute Coachingübung.

Jeder Mensch hat eine ganz individuelle Methode zu lernen, Zusammenhänge zu verstehen und Dinge zu begreifen. Paraphrase ist eine sehr gute Möglichkeit herauszufinden, was am besten zu mir passt. Das ist das Problem von herkömmlichen Schulen. Der Lehrer bietet in der Regel genau eine oder zwei Methoden, einen bestimmten Lehrstoff zu vermitteln. Wer nicht in das Raster der Methode passt, wer eine andere Wahrnehmung oder einen anderen Zugang zu Wissen besitzt, hat keine Chance. Also Paraphrase und Perspektivwechsel bis es passt. Pacing-Phase. Coach und Coachee tasten sich näher. Wenn der Coach spürt, dass er einen möglichst guten Zugang zum Coachee bekommt, kann der nächste Schritt gemacht werden. Der Coachee spürt sehr genau, wann dieser Punkt erreicht ist.

Der nächste Schritt  ist es ein Ziel zu finden, dass für den Coachee als unerreichbar, aber attraktiv gilt.

Fragen:
“Wer bist Du, wenn Du in 20 Jahren auf Dein Leben zurückblickst?”

“Was würdest Du tun, wenn alle Widerstände und Mauern durch ein Wunder komplett verschwinden würden?”

“Nehmen wir an, dass alles, was Du machst, erfolgreich sein wird. Es gibt keine Rückschläge und kein Pech. Du packst etwas an und hast Erfolg damit!”

“Welche Ziele würdest Du Dir stellen? – Alles gelingt, Du musst es nur machen!”

“Als Kind hattest Du Träume. Was waren Deine Vorstellungen von Dir in der Zukunft? Wer wolltest Du als Kind sein? Was wolltest Du einmal machen und einmal sein?”

Jeder Mensch hat Träume. Wer jung ist kennt noch keine Grenzen. Er oder sie akzeptiert keine Grenzen. Wir leben in einem Zeitalter in dem wir gelernt haben, dass Grenzen und Mauern nicht für die Ewigkeit gebaut sind. Kreativität und Neugier verleiht uns Mut und Entschlossenheit Dinge zu denken und zu tun, die vor ein paar Jahren nur ein Traum waren.

Ich bin ein absoluter Science-Fiction Fan. Als kleiner Junge habe ich Jules Verne gelesen und Kurt Laßwitz, H.G.Wells und Isaak Asimov, Clarke, Philipp K.Dick, Arkadi und Boris Strugatzky und viele mehr. Alles was ich finden konnte verschlang ich hungrig. Alles schien möglich mit den technischen Möglichkeiten der Zukunft. Alles ist möglich mit den technischen Voraussetzungen, die uns bereits heute zur Verfügung stehen. Die Zukunft im Sinne meiner kindlichen Science Fiction Welt hat längst begonnen. Sie ist bereits Realität.

Wie schafft man es, unmöglich erscheinende Ziele zu definieren und in die Realität umzuwandeln?

Es ist ganz einfach: Wir schreiben uns eine Liste auf, mit Dingen die unmöglich sind und warum sie unmöglich sind. Dann drehen wir das Unmögliche um und machen daraus  eine To-Do-Liste.

Turn A Impossible List – into – A To-Do-List

Zuerst scheibst Du eine Liste, warum etwas unmöglich ist. Dann verwandelst Du diese Impossible-List in eine To-Do-List. Stück für Stück. Ein Schritt nach dem anderen.

Es kann durchaus Dinge geben, die vorerst unmöglich bleiben werden. Aber dann passiert etwas und Unmögliches wird möglich und Du wirst es merken und dich an die Liste erinnern und dann kannst Du den nächsten Schritt gehen.

Gründercoaching


Gründercoaching – so geht es besser

Es gibt Gründercoaching (Zuschüße für professionelle Beratung) und es gibt Coaching für Gründer, die nicht nur Beratung brauchen, sondern echtes, ergebnisoffenes  Coaching. Wenn Sie mich fragen, dann würde ich vor einer Gründung immer ein Coaching mit Kompetenzfeststellung, psychologischer Beratung und einem realistischen ÖkoCheck empfehlen. Nicht jeder Gründer ist für eine Selbständigkeit geeignet. Es gibt Vorteile und es gibt Nachteile. Wenn ich mich “als Unternehmer” betrachte, so klingt das zuerst einmal sehr positiv. Die negativen Aspekte werden ausgeblendet und man fühlt förmlich den Wind unter den Flügeln. Wir lesen Startup-Literatur und wir lernen, dass in Zukunft sehr viel mehr projektorientiert gearbeitet werden wird. In Zukunft wird es kaum noch Festanstellungen geben, so liest man. Projektorientierte Arbeit mit selbständigen Spezialisten im IT Bereich sind eine logische Entwicklung. Es klingt alles sehr modern. Die Entwicklung ist längst Realität. Journalisten, Reporter, Regisseure, IT Spezialisten, Projektmanager in unterschiedlichen Bereichen, Coaches, Berater sind heute selbstverständlich als Selbständige unterwegs und die Schattenseiten werden sichtbar. Viele Selbständige leben in prekären Verhältnissen. Manch eine(r) kann sich nicht einmal die Krankenversicherung leisten. Von einer Einzahlung in die Rente kann überhaupt keine Rede mehr sein. Das selbständige Leben ist hart und nur noch von vagen Hoffnungen geprägt.

Wie wäre es mit einem Gründercoaching, dass seinen Namen voll und ganz verdient? Ich habe da eine Idee. So etwas gibt es nämlich schon. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einer Coach (einem weiblichen Coach), die mir genau so etwas erzählte. Sie hatte einen Syrer gecoacht, der sich als Ingenieur selbständig machen wollte. Sein Sprachlevel war in Ordnung. Er hatte die B2 Sprachprüfung bestanden und tendierte in Richtung C1. Als Ingenieur hatte er bereits gearbeitet und das, was er erzählte klang schlüssig und logisch. Nun wollte er sich selbständig machen, hatte aber keine Vorstellung, wie das gehen könnte. Die Coach hatte auf Grund ihrer eigenen Selbständigkeit professionelle Kenntnisse und konnte dieses Wissen mit einbringen. Die Gespräche bekamen beratenden Charakter, aber auch das ist ein normaler Prozess. Als die vom JobCenter bestätigte Stundenzahl erreicht war, beantragte der Teilnehmer weitere Stunden, die er auch bekam. Mein Eindruck ist klar. Wenn Gründercoaching, dann gekoppelt mit einem richtigen Integrationscoaching. Ich bin mir sicher, dass es sich hier um eine zielgerichtete Maßnahme handelt, die allen Beteiligten helfen kann.  

Mach was! (aus Dir)


Mach was! (aus Dir)

“macht!, macht! macht! – macht irgendwas! aber macht was!” brüllte der Feldwebel die Rekruten an. Ich musste mir diesen Satz in den unterschiedlichsten Variationen seiner Stimme unendlich oft anhören. Aber es hat uns nicht geschadet.

Was machen! ist besser als Nichts machen!

Ein 48jähriger selbstbewusster Mann kam in eine REHA-Klinik. Das unvermeidliche Gespräch mit dem Arzt gipfelte in der Aussage des Mannes: “Ja, Ja! Das kenne ich schon. Und nun wollen Sie mich zwingen zu arbeiten!” Der Arzt wunderte sich. Der Mann hatte tatsächlich noch nie in seinem Leben eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Er erzählte dem Arzt von seiner Freiheit und dass er sich eingerichtet hatte und sehr gut damit leben konnte. Seine Wohnung wurde bezahlt. Er hatte keine hohen Ansprüche und er lebte halt ein erwerbsarbeitsfremdes Leben. Dieser Mann war sich nicht einmal sicher, ob er besser leben würde, wenn er einer Arbeit nachgehen würde. Außerdem wäre ja wohl alles längst zu spät. Was solle er denn machen? Mit dem Lebenslauf würde er niemals auch nur den Hauch einer Chance auf einen vernünftigen Job haben. Der Arzt scannte den Mann und der kam ihm überhaupt nicht unintelligent vor. Mit einem vernünftigen Ziel würde dieser Mann noch einmal durchstarten können. Soviel schien klar zu sein. Der Arzt empfahl dem Mann ein Coaching und er fragte mich, was ich mit “so einem Kandidaten” anstellen würde.

Ich würde mich auf jeden Fall mit dem Mann unterhalten, im Rahmen eines Coachings versuchen festzustellen, was seine Interessen und Stärken sind und welche Möglichkeiten sich für die Zukunft öffnen können, so dass er “sein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen kann”. Die Hitliste von Ausreden kennen wir bereits:

  • es gibt keine geeigneten Unternehmen in der Region, die mich einstellen würden
  • die interessierten Unternehmen zahlen nicht gut
  • ich habe nicht die gesuchte Ausbildung
  • mir fehlen aktuelle Fähigkeiten und Kenntnisse
  • ich bin durch verschiedene Krankheiten behindert

Dann würde ich mich mit ihm über seinen Tagesablauf unterhalten. Wie verbringt der Mann sein Leben wirklich? Was ist ihm wichtig? Welche Fähigkeiten braucht er dazu? Menschen, die tatsächlich nichts machen, gibt es kaum. Und wenn, dann stelle ich oft eine Behinderung fest, die Hilfe verlangt. In vielen Fällen sind die Menschen zu stolz, um Hilfe zu bitten. Der regelmäßige Gang zum Jobcenter gehört für sie bereits zu den unvermeidlichen Pflichten, die notwendig sind um Leistungen zu erhalten. Mit dieser Energie könnten viele auch etwas völlig anderes tun.

Es ist meine Aufgabe als Coach herauszufinden, wo die versteckte Energie und die Interessen meines Coachee liegen. Wenn wir das gemeinsam erarbeitet haben, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt in Richtung Zukunft und Selbstbestimmung. In vielen Fällen ist ein Ehrenamt ein erster Schritt. Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen soziale Wesen sind, die nicht alleine vor sich her leben sollten. Alle unsere Kraft, unsere Energie, unsere Zuversicht und unser Mut kommt aus unseren sozialen Kontakten, aus Anerkennung und dem Erreichen von Zielen. Wer wollen wir sein, wenn wir eines Tages als alter Mensch auf unser Leben zurückblicken?

“Ich bin der Mann, der es geschafft hat niemals zu arbeiten und frei zu sein…..”? Das könnte etwas wenig sein für ein erfülltes Leben.

Coaching Kernkompetenz: Thema wechseln


Es gibt Coaches, die alles Mögliche machen, aber kein klassisches Coaching. Begleiter und Lebensberater würde ich das mal nennen. Coaching, so wie ich es verstehe ist zielgerichtet schnell und präzise. Jedesmal wenn der Coachee beginnt sich in seiner traurigen Vergangenheit zu verlieren und in einen endlosen Teufelskreis zu gleiten, ist es die Pflicht eines Coaches den Abwärtsprozess unverzüglich zu beenden und das Thema zu wechseln. Das ist eine KERNKOMPETENZ von Coaches! Jede Coach kennt das so genannte Kochplattenmodell. Wenn ein Thema hochkocht, dann muss man diese Platte sofort abkühlen und eine andere Zone aufwärmen.

Diesen Break muss jeder Coach perfekt beherrschen.

“Auf dem Mond ist das auch so: Jedesmal wenn man ins Freie will, bleibt einem doch glatt die Luft weg!”

Lächeln. Weiter!

Wir arbeiten gerade an der Professionalisierung von IAS – Integrationsassessment für Menschen, die sehr schnell eine neue Perspektive brauchen. Langzeitarbeitslose. Menschen, die aus der REHA kommen und möglicherweise ihren alten Job nicht mehr ausüben können. Jugendliche, die in ihrem erlernten Beruf nicht zurechtkommen und sich als Versager fühlen. Jeder hat eine Chance, wenn es gelingt herauzufinden, was sie oder er am besten kann und dann kommt es darauf an eine neue Perspektive so zu beleuchten, dass die Vorteile einer Umorientierung die Potentiale der betreffenden Person freisetzen.

IAS bedeutet eine blitzschnelle Kompetenzfeststellung durch ABC-Messung und ABC-Coaching, ein ärztliches Gespräch und ein Überblick über persönliche und berufliche Kompetenzen. Es gibt so viele Menschen, die sich abgehängt fühlen und die dringend persönliche Zuwendung, achtsame Gespräche und neutrales Feedback brauchen um aus ihrem Teufelskreis herauszufinden. Ein Coach, der wie oben beschrieben, nicht in der Lage ist genau diesen Kreis zu durchbrechen, hat seinen JOb nicht richtig gelernt. Das erinnert mich an schlechte Therapeuten, die ihre Patienten über Jahre begleiten und fleißg Geld verdienen, sie aber niemals loslassen können. Coaching – und das ist der entscheidende Unterschied – funktioniert anders.

Abkühlen von liebgewonnenen Argumenten und Problemen – Erwärmen für neue Aspekte, die der Coachee bisher so noch nicht kannte.

Was bedeutet eine Woche IAS bei GFN? Was ist der entscheidende Unterschied gegenüber dem Wettbewerb? Das kann ich Ihnen sagen: Der Unterschied ist tatsächlich der, dass wir uns nicht mit Endlosschleifen beschäftigen, sondern blitzschnell das Thema wechseln und die Vorteile von Möglichkeiten und Ressourcen in den Mittelpunkt stellen. Das funktioniert nur, wenn das Team ABC-Coach, MasterCoach, GruppenCoach und Arzt perfekt zusammenarbeiten. Das funktioniert bereits sehr gut. Aber es wird besser werden. Darauf können Sie sich verlassen!