Coaching: Wünschen lernen


Wünschen lernen

Ich arbeite gerne mit einem Format, das ich “Schule des Wünschens” nenne. Ich weiß, was Sie jetzt denken; Und Sie haben Recht! 😉 So was gibt es doch heute an jeder Ecke. Stimmt.

Ich benutze dieses Werkzeug um sehr tief in das Bewusstsein meiner Klienten einzutauchen. Sie haben es bemerkt: Ich vermeide den Begriff – eindringen. Eindringen ist mir zu aggressiv. Beim Coaching geht es niemals um das, was der Coach will. Der Coachee ist zu jedem Zeitpunkt der Bestimmer.

Ich beginne immer mit der Frage nach dem Anliegen und dann frage ich nach Wünschen.

Die erste Runde verläuft immer sehr ähnlich. Die Wünsche drehen sich um ganz offensichtliche Bedürfnisse. Es ist wie ein Zepellin, der am Boden festgezurrt ist. Aber auch die erste Runde sagt viel über das Umfeld meiner Gesprächspartner aus.

Die zweite Runde braucht etwas Vorbereitung und Zeit. Probieren Sie es aus: Was wünschen Sie sich wirklich? Was würden Sie gerne erreichen, wenn Sie tatsächlich die Wahl hätten? Würden Sie wirklich gerne der Chef Ihres Unternehmens werden? Was würden Sie tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Wo würden Sie sich sehen? Wer wollen Sie sein?

Der Zeppelin zerrt bereits an den Seilen. Er ist bereit zu starten.

Nächste Runde.

Die ersten Runden drehen sich immer um den offensichtlichen Anlaß. Ein Coaching im Unternehmensumfeld. Der Coachee soll eine Führungsrolle übernehmen, weiß aber noch nicht was da auf ihn zukommt. Der Coach ist bereits durch die Geschäftsführung gebrieft. Das Coaching kann beginnen. Nun heißt es viel Zeit und Geduld zu haben. Wenn die Zeit knapp ist, dann funktioniert Coaching nicht. Die Rolle des Coachs ist die des humanistischen Therapeuten. Aufbau und Erhalt der Beziehung ist alles. Alles Andere kommt dann fast von allein. Der Beziehungsabbruch lauert an jeder Ecke. Es ist wie ein Strömungsabriss an einem Flugzeug; Der Jet beginnt zu trudeln und er stürzt ab. Spätestens hier ist das Coaching vorbei oder man braucht sehr viel Zeit um es wieder zu fliegen zu bringen.

In der nächsten Runde frage ich nach Wünschen und Träumen, ganz unabhängig von den jetzigen Vorgaben und Möglichkeiten.

Was haben Sie sich als Kind gewünscht? Wer wollen Sie sein, wenn Sie es sich wirklich aussuchen können? Was wollen Sie erlebt, erreicht, versucht haben, wenn Sie mit 80 auf Ihr Leben zurückblicken?

Die meisten Menschen wünschen sich einen Lottogewinn oder eine reiche Erbtante. Das steht für Sicherheit. Wenn man das Geld ersteinmal hat, dann wird es richtig spannend.

Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Sie haben am Wochenende den Jackpot geknackt. Sie haben definitiv 20 Millionen Euro gewonnen. Was würden Sie von nun an tun?

Wünschen kann so einfach sein. Es verrät viel über uns selbst.

Die meisten Menschen würden ihren Job kündigen und eine Weltreise machen. Sie würden sich ein neues Auto kaufen und sich nach einer neuen Wohnung oder einem Haus umsehen.

Ich zum Beispiel würde mir auf der Stelle ein Appartement in der City kaufen. Was wünschen Sie sich?

Sie sind der Bauherr Ihres Lebens. Ich bin Ihr Architekt. Beschreiben Sie, wie Sie sich Ihr Leben vorstellen!

Es ist interessant. Am Anfang sind die Klienten immer skeptisch und vorsichtig. Sie behaupten keine Wünsche zu haben, weil sie ja eigentlich ganz glücklich sind. Sie sind gerne sehr sehr bescheiden und, natürlich!, fleißig und großzügig. Sie beschreiben sich genau so, wie sie denken, dass die Umwelt sie sieht. Ein Coach kann damit nicht viel anfangen. Es geht hier um mehr. Viele meiner Kollegen nennen das Metaprobleme.

Ich nenne das den Wunsch, hinter dem Wunsch, hinter dem Wunsch. Es ist wie das Häuten einer Zwiebel.

Tauchen Sie in Ihr eigenes Leben ab und lernen Sie bedingungslos zu wünschen! Das wird ein überraschendes Abenteuer! Mit einem guten Coach an Ihrer Seite sind Sie schneller und viel tiefer an den geheimsten Wünschen, als Sie es sich heute vorstellen können.

GLÜCK! ist doch verdächtig


Glück scheint für viele Menschen etwas Verdächtiges zu sein. Glück. Allein das Wort ist nichts, was man zu laut aussprechen sollte. Ich habe Menschen beim kaufen von Lotto-Losen beobachtet. Zwangsläufig. Ich brauchte eine ganz bestimmte Zeitschrift und hatte bereits viel Zeit damit verbracht, diese spezielle Zeitschrift zu finden. Nun wollte ich nur schnell kaufen und da war diese Schlange mit SÜCHTIGEN. Ja! Süchtige! Die Männer und Frauen standen mit seltsam leeren Blick da wie ZOMBIES. Sie hatten alle ein Lotto-LOS in der Hand, glaube ich. Ich habe keine Ahnung. Ich habe schon ewig nicht mehr gespielt. Vor Jahren einmal, als der JackPOT unglaublich hoch war. Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl, die Gedanken: Was würde ich machen, wenn…..? Diese LOTTO-Süchtigen hier wollten wahrscheinlich genau dieses Gefühl immer wieder erleben. Ich habe mal gelesen, dass es Leute gibt, die immer die gleichen Zahlen tippen und das bereits seit vielen Jahren tun. MÜSSEN! Sie haben ANGST, eine Woche nicht zu tippen und ausgerechnet dann das GLÜCK zu VERPASSEN… Unglaublich, dieser Zwang. Dabei weiß doch JEDER, dass die WAHRSCHEINLICHKEIT auf einen Hauptgewinn unglaublich GERING ist. WEISS das JEDER? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht doch. Vielleicht stehen diese ausdruckslosen ZOMBIS so da, weil sie nicht erkannt werden wollen. Sie wollen vielleicht nicht dabei erwischt werden, DUMMES zu tun. Was soll denn das für ein GLÜCK sein? Na danke!

Es gibt auch andere Formen GLÜCK zu haben. Zum Beispiel: eine schöne Frau anzulächeln und SIE LÄCHELT ZURÜCK! Oder umgekehrt. Oder was auch immer. Sucht EUCH EUER LIEBLINGSGLÜCK aus! Ihr habt die WAHL!

Es gibt so viele glückliche Momente im Leben. Wir müssen nur einen BLICK dafür entwickeln.

Im Coaching erlebe ich BEIDES. Hoffnung auf Glück und ERFOLG und SKEPSIS. Ich kenne das inzwischen sehr gut. Es gibt Menschen, die scheinen das PECH nur so anzulocken. Wie sagte mit ein Klient einmal?: “Hast Du Scheiße am Bein – Hast Du Scheiße am Bein!” Ja, das stinkt! Da hilft nur WASCHEN. Oder?

Ich persönlich habe schon viele Nackenschläge in meinem Leben hinnehmen müssen. Aber

ich habe gelernt, dass jeder verschüttete Pfad mich zwingt einen anderen Weg zu nehmen, der dann zu einem viel besseren Ziel führen kann.

GLÜCK ist so eine Sache. Es gibt LOTTOKÖNIGE, die sehr unglücklich sind. Es gibt Millionäre, die keine Sinn in ihrem Leben erkennen können. Und es gibt Menschen, die ein Ziel für sich gefunden haben und alle Ressourcen freisetzen um dieses Ziel zu erreichen. Das ist GLÜCK!

Und Coaching ist, wenn es gelingt, Ziele und Ressourcen zu finden.

Ich bin kein Therapeut


Es ist auffällig. Viele meiner Klienten haben eine vage Vorstellung einer eigenen, noch nicht diagnostizierten psychischen Störung.
Ich bin Coach und gebe keine Ratschläge. Aber Denkanstöße sind erlaubt. Ich nenne das Tipps.

 

Tipp: “Jeder Mensch ist einzigartig!”
Es braucht schon eine Menge, für eine handfeste psychische Störung. Die meisten Menschen mit psychischen Problemen brauchen keinen Therapeuten, sondern einen aufmerksamen und achtsamen Gesprächspartner. Wenn sie in der Lage sind, ihre Situation gut zu reflektieren, dann ist das immer der Beginn einer Lösung. Gespräche mit Psychologen sind noch keine Psychotherapie. Die meisten Therapeuten und Psychiater tun überwiegend das, was ein Coach tut. Zuhören. Zuhören. Fragen stellen. Zuhören. Reden.
Und natürlich: Ein guter Coach ist als psychologischer Berater der beste Begleiter für das zielgerichtete Identifizieren von Ressourcen.

 Tipp:  “Ein Coach akzeptiert Sie als Klient oder schickt Sie zu einem Arzt.” Ein Coach darf nämlich nicht behandeln, heilen, Heilung versprechen oder therapieren. Das ist einer der wichtigsten Grundlagen für Coaching. Nebeneffekte sind aber sehr oft zu beobachten. Das darf auch nicht unterschätzt werden. Viele meiner Klienten kamen mit der heimlichen Vorstellung, ich könnte ihnen helfen. Das ist legitim. Ich helfe ihnen sich selbst zu helfen.

 Tipp: “Coaching ist positive Psychologie” Hilfe zur Selbsthilfe. Das gefällt mir! Ich darf als Coach ein Detektiv sein. Gemeinsam mit meinen Klienten finde ich Ressourcen und Ziele. Es sind nicht die Probleme der Vergangenheit, die ich aufdecken muss, sondern die Ziele und eine mögliche Zukunft meiner Klienten.

 Tipp: “Therapeuten können versagen. Ein Coach versagt nie, denn er arbeitet immer ergebnisoffen.” Diesen Tipp bitte mit einem deutlichen Augenzwinkern lesen! 😉 Natürlich arbeiten auch Therapeuten professionell ergebnisoffen. Auch sie werden von ihren Patienten akzeptiert oder abgelehnt. Die Parallelen sind vorhanden. Logisch.

Ein Coach kann so schlecht sein, wie es ihm seine Klienten erlauben. Sie stimmen dann ganz einfach mit den Füßen ab und kommen nicht wieder. Es ist mindestens genau so schwer einen guten Coach zu finden, wie den richtigen Therapeuten. Die Qualität eines Coaches ist vollkommen unabhängig von irgendwelchen Zielvorstellungen. Es geht immer um den Prozess. Ein Coachingprozess hängt sowohl von der Qualität des Coach als auch vom Coachee ab. Wenn der Coachee sich nicht öffnet, oder den Coachingprozess unterwandert, funktioniert das nicht.

 Tipp: “Ein Coaching kann jederzeit beendet werden” Vom Coachee und vom Coach. Nur wenn beide der Meinung sind, dass sie miteinander arbeiten können, funktioniert ein Coaching. Wenn nicht, ist ganz schnell Schluß.

Es ist wie im richtigen Leben. Wenn Sie es bis hierher geschafft haben weiterzulesen, dann kann ich richtig glücklich sein. Wenn nicht, dann haben Sie vermutlich längst das Weite gesucht. Aber auch das gehört zu meinem Selbstverständnis. In diesem Sinne! Bis zum nächsten Mal! – Vielleicht hier auf dieser Site?

Choleriker-Coaching


Es ist unglaublich. Seit meinem ersten Artikel über Choleriker entwickelt sich das Thema zu einem Dauerbrenner. Der Leidensdruck für Betroffene ist offensichtlich sehr groß. Ich kann das nachvollziehen. Choleriker sind unangenehme Lebenspartner, Freunde, Kollegen und Chefs. Es gibt allerdings einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der sozialen und finanziellen Situation von Menschen und dem Verhalten. Ich kenne keinen einzigen sogenannten Choleriker, der (oder die) gesund ist, sicher sozial verankert ist, finanzielle Freiheit genießt und eine ausgeprägte Identität, Zugehörigkeit und hohe ethische Werte besitzt. Bei ungünstigen Konstellationen kann beinahe Jeder zum Choleriker werden. Besonders durchsetzungsstarke Typen neigen zu Ungeduld und unangemessenem Verhalten, wenn etwas nicht nach Plan läuft oder Schwierigkeiten aufreten. “Ich bin ungeduldig, mir dauert alles viel zu lange!”, kann ein Hinweis sein. Manchmal ist es tatsächlich besser, ein wenig länger über ein Projekt nachzudenken und eine ausgiebige Planungsphase zu ermöglichen, als am Ende Getriebener von unrealisierbaren Traumterminen zu sein.

Cholerisches Verhalten ist eindeutig gestörtes Verhalten. Aber Choleriker ist nicht gleich Choleriker. Es gibt keine eindeutige ICD-10 Einstufung. Aber das hat nicht viel zu bedeuten, denn ICD-10 ist nur eine recht grobe Klassifikation die auf Kostenträger zielt.

Betrachten wir angrenzende Störungen, dann können wir sehr schnell feststellen, dass Choleriker Anzeichen von mehr oder wenige ausgeprägten Störungen haben. Manisch depressive Episoden sind ebenso festzustellen wie Anzeichen von bipolare Störungen.

“Bereits in der griechischen Antike unterschied man das hyperthyme Temperament (Sanguiniker), gekennzeichnet durch seine Vitalität, das melancholische Temperament mit der Neigung zu Traurigkeit und Pessimismus, das reizbare Temperament (Choleriker) mit Ausbrüchen von Jähzorn sowie das juengste zyklothyme Temperament mit starken Schwankungen von Stimmungslage und Vitalenergie. Hierbei handelt es sich um energische und sensible Personen, die sehr stark auf äussere Reize reagieren. Mit dem letzten, dem phlegmatischen Temperament, beschäftigt sich die Psychiatrie nicht, denn emotional unsensible, nichtreaktive Personen sind für psychische Störungen nicht anfällig. Auf sensible und reaktive Temperamente können neben den tages- und jahreszeitlichen Veränderungen der Umwelt auch chemische (Substanzmissbrauch) und psychische Reize (Stresserlebnisse) einwirken und zum Krankheitsausbruch führen. Problematisch ist, dass gerade manischdepressive Patienten eine Neigung zu allem haben, was die Krankheit auslöst, z. B. Substanzmissbrauch und ein bewegter, oft stürmischer und leichtsinniger Lebensstil. “ (Die Seele aus dem Gleichgewicht: Was ist bipolare Störung?“ Athanasios Koukopoulos http://www.selofoundation.ch/resources/Bipolare_Koukopoulos.pdf)

Der eindeutige Vorteil von unabhängiger psychologischer Beratung ist der, dass man nicht erst krank nach ICD-10 sein muss um einen Berater zu treffen.(Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht für eine vorbeugende Behandlung. Es muss zumindest der Verdacht einer psychischen Erkrankung vorhanden sein.) Die Spanne zwischen Krankheit und Gesundheit ist riesengroß. Im Prinzip ist jeder Mensch krank, heißt es unter Medizinern und Psychologen, man muss nur lange genug suchen. Menschen sind mehr oder weniger gesund. Eine gute Balance ist sehr wichtig. Hier ist mir persönlich das Salutogenes Modell von Antonowsky sehr nahe.

Salutogenese (lat. salus ‚Gesundheit‘, ‚Wohlbefinden‘ und -genese, also etwa „Gesundheitsentstehung“) bezeichnet zum einen eine Fragestellung und Sichtweise für dieMedizin und zum anderen ein Rahmenkonzept, das sich auf Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen.[1]Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) prägte den Ausdruck in den 1980er Jahren als komplementären Begriff zu Pathogenese. Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen.

Ein Coach sucht nicht nach Krankheiten, sondern nach Ressourcen. Dazu gehört aber auch eine ausgesprochen gute Diagnosearbeit. Ein Coach darf nicht heilen oder Heilung versprechen. Er (oder sie) sollte allerdings genau wissen, ob der Klient nicht doch besser zu einem Arzt geschickt werden sollte. Die gute Nachricht ist, dass Choleriker meist keine kranken Leute sind. Eine kleine psychische Störung oder Depression erleben viele Menschen. Es handelt sich nicht gleich um eine Krankheit. Ein wichtiger Hinweis auf eine Krankheit ist die Dauer der Störung. Ein Alptraum oder eine kurzzeitige depressive Phase von einem Tag ist noch lange keine Krankheit. Coaching kann helfen, das zu thematisieren und herauszufinden. Ein guter Coach ist auch immer ein guter psychologischer Diagnostiker.

Pinguin-Prinzip


Um ein Ziel zur erreichen ist es wichtig sich auf den Weg zu machen. Auch wenn das Ziel noch nicht klar definiert ist.

Hier noch einmal ein Artikel vom Februar 2013:

Das Pinguin-Prinzip (19.Februar 2013)

Im Coaching geht es immer auch darum, seine Perspektive zu ändern und genau in sich hineinzuhören, was einem gut tut. Wenn Sie sich in Ihrer Umgebung unwohl fühlen, dann sollten Sie sich einfach auf den Weg machen. Kennen Sie sie Geschichte vom kleinen Pinguin in der Wüste? Ein Pinguin stellte eines Tages fest, dass er sich nicht wohlfühlte. Er hatte sein ganzes Leben lang nur in der Wüste gelebt und kannte nichts anderes. Nur Sonne und Sanddünen. Ein Wasserloch und eine kleine Oase waren die einzigen Lichtblicke in seinem Leben. Instinktiv spürte er, dass er etwas tun musste. Der Pinguin hatte keine Ahnung, wo er herkam und er wusste auch nicht wo er hingehen sollte. er war nicht für diese Umgebung gemacht. Er watschelte unbeholfen in der Wüste umher und verbrannte sich ständig die Füße. Das war doch kein Leben! Eines Tages war es soweit. Er traf eine Entscheidung. Er musste einfach nur weg! Seine Freunde und Bekannten warnten ihn nachdrücklich vor den Gefahren der Wüste.

“Du armer Irrer! Mach das nicht! Du wirst umkommen! Du hast keine Chance! Wo willst du denn hin? Niemand hat es je geschafft!”

Der Pinguin hatte seinen Entschluss gefasst und machte sich auf den Weg. Es war heiß und trocken und sein Wasservorrat ging zur Neige. Er schleppte sich immer weiter und gab nicht auf. Fast wäre er in der Wüste verdurstet. Eines Tages überquerte er eine letzte Düne und fiel herunter. Er kullerte ins Meer und plötzlich spürte er, dass er hier richtig  war. Hey! Er war ein Pinguin! Er war anders als die Anderen in der Wüste! Das war genau das Richtige für ihn! Er schwamm und tauchte blitzschnell. So etwas hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht erlebt! Es war einzigartig und wunderbar. Niemand hatte ihn auf dieses Erlebnis vorbereitet! Und dann traf er andere Pinguine. Sie sahen genau so eigenartig aus wie er. Er war Zuhause!

Ohne es zu ahnen, hatte er genau sein Ziel erreicht und er war in seinem Element. Wichtig war nur die Entscheidung los zu gehen und den Ort zu verlassen, an dem er sich nicht wohlgefühlt hatte. Auch das ist Coaching.

Drei Briefe


Der neue Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens traf seinen Vorgänger. Er fragte den scheidenden Chef nach Tipps und Ratschlägen. Der alte Chef griff in seine Aktentasche und gab ihm drei verschlossene Briefe. Der junge Mann solle jeden Brief erst dann öffnen, wenn ernste Probleme für ihn und das Unternehmen auftauchen würden.

Der junge Mann bedankte sich freundlich. Vermutlich würde er die Briefe irgendwann einmal öffnen.  Er legte die Briefe in den Tresor und vergaß sie sehr schnell.

Im Jahr darauf gab es einen starken Auftragseinbruch. Die Kritiker wurden lauter und der junge Mann begann sich um seine Zukunft zu sorgen. Dann erinnerte er sich an die drei Briefe. er überlegte nicht lange und öffnete den ersten Brief. Dort gab es konkrete Anweisungen für den eingetretenen Fall.

“Schieben Sie alles auf Ihren Vorgänger! Beginnen Sie umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen. Es ist vollkommen egal, was sie machen. Aber machen Sie etwas! Dann werden Sie Erfolg haben!”

Der Mann tat das. Die Veränderungsprozesse waren schmerzhaft, aber offenbar wirksam. Die Lage beruhigte sich. Alles war in Ordnung.

Ein paar Jahre später gab es erneut starke Probleme. Es war wieder soweit. Der Mann holte den zweiten Brief aus dem Tresor.

“Beauftragen Sie einen Unternehmensberater!”

Das war alles. Er suchte sich eine renommierte Unternehmensberatung, ließ sich ein ziemlich großes Budget genehmigen und beauftragte das Unternehmen. Nach umfangreichen Umstrukturierungen – das Unternehmen wurde auf den Stand vor den ersten Maßnahmen zurückentwickelt – lief alles wieder wie am Schnürchen. Der Mann konnte zufrieden sein.

Viele Jahre später, nachdem alles perfekt gelaufen war, gab es erneut sehr große Probleme. Es blieb nichts anderes übrig, der letzte Brief musste geöffnet werden.

“Es wird Zeit, drei Briefe zu schreiben!”

Ich liebe diesen Job!


Es ist einfach unglaublich wie mich meine Arbeit als Coach ausfüllt! Ich liebe diesen Job! Dabei ist es egal, in welcher Rolle ich unterwegs bin, als Chef meiner Werbeagentur, als IT Coach oder als Sales Manager. Ich schalte blitzschnell um und konzentriere mich auf meine Arbeit. Gestern war ich als Agenturchef unterwegs. Ich traf mich mit einem der erfolgreichsten Unternehmer der Region. Ich nenne natürlich keine Namen. Nur soviel: Der Mann hat ein funktionierendes System aufgebaut mit dessen Hilfe er automatisch bundesweit Leads generiert. Sie lesen richtig! Es handelt sich nicht nur um beliebige Google-Klicks, sondern um qualifizierte Leads. So etwas habe ich noch nie gesehen! Das Beste: Das System ist auf andere Branchen übertragbar. Stellen Sie sich einmal ein echtes Netzwerk von hochrangigen, erfahrenen Unternehmensberatern vor, das seine Partner regelmäßig mit neuen Interessenten und Aufträgen versorgt. Gestern habe ich gesehen, dass so etwas funktioniert. Das selbe Prinzip kann auch für Training und Coaching eingesetzt werden. Es ist kein Witz! Ich habe das Privileg solche Menschen kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten! Ist das nicht der beste Job der Welt? Wahnsinn!