Angstfreie Zone


Angstfreie Zone

Angst gehört zum Leben. Es gibt keine völlig angstfreie Zone. Es ist eine Illusion zu glauben, dass menschliches Leben ohne Angst möglich ist. Angst ist ein Spiegelbild unserer Anbhängigkeit und das Wissen um unsere Sterblichkeit. Wir kommen nicht darum herum, Angst begleitet uns immer. Angst gehört dazu. Ob es uns nun gerade bewusst ist, oder nicht. Wir können Ängste betäuben, versuchen sie zu verdrängen, zu überspielen und zu ignorieren. Das Wissen und das Erleben von Angst gehört zu jeder gesunden Persönlichkeit.

Angst ist negativ besetzt. Ein Held hat keine Angst. Ein toter Held nützt nur in seiner Rolle als Märtyrer.

Ich kannte einmal einen sehr lauten, extrovertierten Mann, der sich vor nichts zu fürchten schien. Zugegeben: Der Mann hatte mich irgendwie beeindruckt. Der Mann schien tatsächlich keine Angst zu haben.  Andererseits war mir von Anfang an klar, dass ich ihn nicht zum Freund haben wollte.
Aber der Mann hatte Angst. Wovor auch immer. Ein scheinbarer Widerspruch. Wenn ich ihn damals konkret nach seinen Ängsten gefragt hätte, dann wäre das Gespräch sofort beendet gewesen. Angst kommt in den meisten Biografien nicht vor. Es ist ein absolutes Tabuthema. Darüber spricht man nicht und wenn man jemals Angst hatte, dann hat man sie, selbstverständlich! längst! überwunden. Denn dazu sind doch Ängste da: Um sie zu überwinden!

Lautstarke Menschen ähneln ängstlichen Leuten, die laut singen, wenn sie nachts im Wald unterwegs sind. Schreien hilft Angst zu überwinden. Manche Menschen benehmen sich wie Elefanten im Porzellanladen, weil sie im Grunde unsicher sind und nicht genau wissen, wie sie sich verhalten sollen. Da hilft ein lautes und nach Selbstvertrauen aussehendes Verhalten scheinbar weiter: Sehr her! Ich kann mich benehmen wie ich will!

Das Problem liegt aber auf der Hand: Wer keine Angst haben will, weil er Angst davor hat Angst zu haben, hat bereits verloren. Ganz ähnlich ist es mit dem Begriff Demut, den starke Leute nicht kennen wollen, weil sie annehmen, dass sie dann nicht mehr erfolgreich sein können. Sie haben Angst vor dem bloßen Begriff der Demut. Sie wollen es nicht akzeptieren, dass sie nicht alles aus eigener Kraft erledigen können.

Ein demütiger Mensch weiß, dass viele Dinge nicht in seiner Macht liegen. Demut macht stark und ist nichts für schwache Charaktere.

Ein glücklicher Mensch kann etwas mit seinem Glück anfangen, weil er Glück nicht als selbstverständlich betrachtet. Wer glaubt, dass er immer nur auf der Sonnenseite des Lebens stehen wird, sollte wissen, dass es auch mal anders kommen kann um nicht sofort umzufallen, wenn der Wind aus einer anderen Richtung weht. Aber wenn es gut läuft, dann erkennt der Glückliche es und nimmt es mit vollem Herzen an.

Angst ist immer im Spiel. Wir sind Menschen und müssen mit unseren Ängsten umgehen lernen: an guten, wie an schlechten Tagen.

Ostdeutschland – Migration als Chance für wirtschaftlichen Aufschwung


Ostdeutschland – Migration als Chance für wirtschaftlichen Aufschwung

Im Osten ticken die Uhren immer noch anders, als im Rest der Republik. Die Angleichung der Lebensumstände und der Wirtschaft an den Westen wird nicht kommen. Neueste Untersuchungen gehen davon aus, dass der Osten gnadenlos abgehängt wurde. Die industriellen Zentren liegen woanders. Die „blühenden Landschaften“ sind wörtlich zu nehmen. Auf den ehemaligen Industriegeländen wachsen heute wilde Blumen und jede Menge buntes Unkraut. Die Bevölkerung altert viel  zu schnell. Junge Leute gehen in den Westen, wenn sie überhaupt eine Zukunft aufbauen wollen. Vor Ort ist das eher schwer zu bewältigen. Die kommenden 25 Jahre werden, nach Einschätzungen von Experten, auch keine Besserung bringen. 

Sehen wir den Tatsachen kühl in die eisblauen Augen. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn es doch anders kommen sollte, als prognostiziert.

Das Wunder ist da. Die Flucht von Millionen Menschen, die sich nach Freiheit, Würde und Sicherheit sehnen ist eine Tatsache vor der wir nicht unsere Augen verschließen dürfen. Es ist nicht nur eine außerordentliche Belastung diesen Menschen zu helfen, sondern eine Chance für Europa. Es ist eine Chance für Deutschland.
Wir müssen sie nur richtig nutzen. Wir werden alle profitieren, wenn wir es nur richtig machen. Was ist unser Ziel?

“Peace and Prosperity!”  Star Trek lässt grüßen.

Wir alle haben ein Ziel: Frieden und Wohlstand. Wenn alle Bürger teilhaben können, dann muss niemand ANGST haben.

Schauen wir uns zuerst die Gemeinsamkeiten an, ehe wir über die Unterschiede nachdenken. Es ist ganz klar, dass wir noch nicht so weit sind. Viele Bürger haben einfach Angst- Wovor auch immer. Es ist an der Zeit die Ängste beiseite zu schieben und die Chancen zu erkennen:

Wir haben es mit einer gewaltigen Jobmaschine zu tun, wenn wir es richtig machen. Wir brauchen Lehrer, Betreuer, Wachpersonal, Polizisten, mehr Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, Ausbilder für die Berufsausbildung usw. usf.

Natürlich sind wir nicht blauäugig und laufen mit geschlossenen Augen in unser Verderben. Wir haben Werte und Regeln, die es einzuhalten gilt. Zum Beispiel Religionsfreiheit. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg führte in Preußen die Religionsfeiheit ein* und lockte so Verfolgte aus ganz Europa nach Brandenburg. Hier sollten sie sich eine sichere Zukunft aufbauen können. (* Das Edikt von Potsdam, auch Potsdamer Toleranzedikt genannt, war ein Toleranzedikt, das am 29. Oktober/8. November 1685 vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg erlassen wurde.)
Der Unterschied ist, dass es früher weder die Massen an potentiellen Migranten, noch eine blitzschnelle Kommunikationstechnik gab. Ehe die Botschaft des Monarchen die Adressaten erreicht hatte, dauerte es lange.

Merkels Botschaft hatte in Sekunden ihre Empfänger erreicht: Kommt zu uns!
….und sie kommen – Hunderttausendfach.

Das geht dann doch etwas zu schnell. Darauf sind die Gastgeber nicht vorbereitet. Vielleicht sollten wir zuerst Strukturen schaffen, die stabil genug sind um diese Aufgabe zu bewältigen. Auf jeden Fall sollten wir nicht nur Probleme und Risiken sehen, sondern vor allem die Chancen, die in einer vernünftigen Einwanderungspolitik liegen.

WAS DAS MIT COACHING ZU TUN HAT?

PERPEKTIVWECHSEL; ZIELORIENTIERUNG; CHANCEN; VORTEILSÜBERSETZUNG

GLÜCK! ist doch verdächtig


Glück scheint für viele Menschen etwas Verdächtiges zu sein. Glück. Allein das Wort ist nichts, was man zu laut aussprechen sollte. Ich habe Menschen beim kaufen von Lotto-Losen beobachtet. Zwangsläufig. Ich brauchte eine ganz bestimmte Zeitschrift und hatte bereits viel Zeit damit verbracht, diese spezielle Zeitschrift zu finden. Nun wollte ich nur schnell kaufen und da war diese Schlange mit SÜCHTIGEN. Ja! Süchtige! Die Männer und Frauen standen mit seltsam leeren Blick da wie ZOMBIES. Sie hatten alle ein Lotto-LOS in der Hand, glaube ich. Ich habe keine Ahnung. Ich habe schon ewig nicht mehr gespielt. Vor Jahren einmal, als der JackPOT unglaublich hoch war. Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl, die Gedanken: Was würde ich machen, wenn…..? Diese LOTTO-Süchtigen hier wollten wahrscheinlich genau dieses Gefühl immer wieder erleben. Ich habe mal gelesen, dass es Leute gibt, die immer die gleichen Zahlen tippen und das bereits seit vielen Jahren tun. MÜSSEN! Sie haben ANGST, eine Woche nicht zu tippen und ausgerechnet dann das GLÜCK zu VERPASSEN… Unglaublich, dieser Zwang. Dabei weiß doch JEDER, dass die WAHRSCHEINLICHKEIT auf einen Hauptgewinn unglaublich GERING ist. WEISS das JEDER? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht doch. Vielleicht stehen diese ausdruckslosen ZOMBIS so da, weil sie nicht erkannt werden wollen. Sie wollen vielleicht nicht dabei erwischt werden, DUMMES zu tun. Was soll denn das für ein GLÜCK sein? Na danke!

Es gibt auch andere Formen GLÜCK zu haben. Zum Beispiel: eine schöne Frau anzulächeln und SIE LÄCHELT ZURÜCK! Oder umgekehrt. Oder was auch immer. Sucht EUCH EUER LIEBLINGSGLÜCK aus! Ihr habt die WAHL!

Es gibt so viele glückliche Momente im Leben. Wir müssen nur einen BLICK dafür entwickeln.

Im Coaching erlebe ich BEIDES. Hoffnung auf Glück und ERFOLG und SKEPSIS. Ich kenne das inzwischen sehr gut. Es gibt Menschen, die scheinen das PECH nur so anzulocken. Wie sagte mit ein Klient einmal?: “Hast Du Scheiße am Bein – Hast Du Scheiße am Bein!” Ja, das stinkt! Da hilft nur WASCHEN. Oder?

Ich persönlich habe schon viele Nackenschläge in meinem Leben hinnehmen müssen. Aber

ich habe gelernt, dass jeder verschüttete Pfad mich zwingt einen anderen Weg zu nehmen, der dann zu einem viel besseren Ziel führen kann.

GLÜCK ist so eine Sache. Es gibt LOTTOKÖNIGE, die sehr unglücklich sind. Es gibt Millionäre, die keine Sinn in ihrem Leben erkennen können. Und es gibt Menschen, die ein Ziel für sich gefunden haben und alle Ressourcen freisetzen um dieses Ziel zu erreichen. Das ist GLÜCK!

Und Coaching ist, wenn es gelingt, Ziele und Ressourcen zu finden.

Technologischer Wandel – Sozialwissenschaften


¨Der technologische Wandel wird so schnell sein, dass das menschliche Leben unwiderrufbar verwandelt wird.¨ Ray Kurzweil, 67, Google Chefingenieur

Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es bereits heute nicht mehr. Es ist eine gefährliche Illusion zu glauben, dass der technologische Wandel irgendwann einfach aufhört und wir wieder ein Leben führen werden, wie die Nachkriegsgeneration im Wirtschaftswunderland. Ein einziger Arbeitgeber, bei dem man sein gesamtes Berufsleben, von der Lehre über das Studium bis zur Rente verbringt. Das war einmal. Der Wandel ist allgegenwärtig. Die Betonköpfe der alten SED hatten ihr Arbeiterparadies aus der Perspektive der 1920er und 1930er Jahre aufgebaut und dann bis zum bitteren Ende an ihrer Vision vom Glück der Massen festgehalten. Die entmündigten Bürger wurden mit dem Fall der Mauer in eine völlig andere Welt entlassen. Die wenigsten waren darauf auch nur ansatzweise vorbereitet. Freiheit muss ersehnt und erarbeitet werden. Jeder Asylbewerber bekommt heutzutage einen Sozialarbeiter zur Seite gestellt, der ihm hilft, sich in der neuen und unbekannten Umgebung zurechtzufinden. Mit der Wiedervereinigung standen mit einem Schlag 17 Millionen Bürger vor ungeahnten Herausforderungen. Viele zogen sich in ihre gut bekannten Nischen zurück und trauern heute noch der vielzitierten sozialen Sicherheit nach. Der Wandel in dem wir uns heute befinden wird ähnlich harte Umbrüche und Veränderungen mit sich bringen. Wir ahnen bereits, dass nichts so bleiben wird, wie es ist und schon gar nicht, wie wir es uns wünschen oder vorstellen. Allerdings sollten wir eine Ahnung haben, was wir uns wünschen. Denn wir haben die Wahl. Spätestens bei der nächsten Wahl können wir wählen, welches Konzept einer politischen Partei unseren Vorstellungen am nächsten kommt.

Sozialarbeit wird in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Wir sprechen heute selbstverständlich von sozialen Netzwerken (Facebook, Google+ und Co.) Auf der einen Seite nutzen wir die unglaublichen Möglichkeiten der digitalen Netzwerke. Auf der anderen Seite fürchten wir uns vor den Auswirkungen dieser technologischen Revolution. Es ist egal, was wir tun und denken. Wir können uns nicht vor den Veränderungen schützen.

Wir können uns nicht einmal auf unsere lieb gewonnenen Vorurteile verlassen. Die Menschheit muss sehr schnell lernen, sich dem Wandel zu stellen. In den 1960er und 1970er Jahren war die Formel: Technischer Fortschritt=Gesellschaftlicher Wohlstand richtig. Es gab ein recht einfaches Konzept von Ursache und Wirkung. Wer in dieser Zeit sozialisiert wurde, wird bereits heute große Probleme haben, gesellschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.

Gerade haben wir verinnerlicht, dass Wettbewerb sozusagen die Grundlage der Marktwirtschaft ist, werden wir mit der These konfrontiert, dass Wettbewerb möglicherweise bedeutet: Kein Profit, für niemanden. Peter Thiel, ein Amerikaner, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert ist, hat ein Buch für Unternehmensgründer geschrieben. ¨How to build the future¨. Die zentrale Aussage:Kreative Monopole ermöglichen neue Produkte, von denen alle profitieren.

Die einzige feste Größe der Menschheit finden wir in unserer Geschichte, in den Schriften der Dichter und Denker der Antike und in den Thesen der Geisteswissenschaften von der Aufklärung bis zum heutigen Zeitpunkt. Aus Sicht der Europäer spielt der christliche Ursprung eine große Rolle. Diese Grundlagen werden auch in Zukunft ein Fixpunkt in einer sich immer schneller ändernden Welt sein.

Technisch ist bereits heute alles denkbar. Es kommt darauf an, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen und was wichtig für uns ist. Die Familie wird immer eine große Rolle spielen, auch wenn es heute vielfach anders aussehen mag. Wir sind soziale Wesen und können alleine nicht existieren. Viele Menschen werden Hilfe benötigen um sich zurechtzufinden. Die Bedeutung von Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften wird zunehmen. Ethische und humanistische Werte sind der einzige Anker, der uns bleiben wird. Technologie ändert sich immer schneller. Sie wird aber zunehmend aus unserer Wahrnehmung verschwinden. Niemand, der ein Smartphone oder ein Navigationssystem nutzt, muss Computerwissenschaftler oder Weltraumingenieur sein.

Zu alt für den Job?


Zu alt für den Job? Das ist momentan ein sehr beliebter CoachingAnlaß. Diese Frage beschäftigt alle. Wie gehen wir mir dem Älterwerden um? Wie gehen wir mit anderen um? Wo ist unser Platz? Sobald Manager, Techniker und andere Spezialisten in die Jahre kommen, baut sich eine immer größer werdende Mauer auf. Spätestens ab dem 45sten Lebensjahr beginnen viele, sich über ihre Zukunft Sorgen zu machen. Richtig gelesen: Sie machen sich Sorgen. Unabhängig davon, ob man das akzeptiert oder nicht: Es ist eine nicht zu verleugnende Tatsache, die uns alle beschäftigt. Es sei denn wir haben es geschafft und haben eine Karriere als Beamter realisieren können. Beamte sollten eigentlich glücklich sein, was die Sicherheit des Arbeitsplatzes betrifft. Die meisten Beamten wissen ganz genau, warum sie diese Laufbahn anstreben. Es ist vielleicht gar keine schlechte Entscheidung, einen Beruf mit Beschäftigungsgarantie zu wählen. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. Für den Rest von uns  steigt die Angst vor dem Verlust des gut dotierten Arbeitsplatzes. Auf der anderen Seite beginnen Gedanken über eine mögliche Alternative. Diese Gedanken sind oft bereits am Beginn der beruflichen Karriere vorhanden. Auch hier gilt: Augen auf bei der Berufswahl! Junge Absolventen können sich nicht vorstellen, was sie in 20 oder 30 Jahren machen werden. Sie blenden das aus und konzentrieren sich auf den Einstieg in eine berufliche Karriere.

Auch wenn es kaum jemand zugeben mag: Diese Gedanken stecken in uns allen. Wir verdrängen es, aber es beschäftigt uns. Egal in welcher Phase wir uns gerade befinden. Im Coaching werden Fragen gestellt. Jeder kann sich diese Fragen stellen und auf diese Art und Weise durch seinen eigenen Gedankengarten wandern. Es ist sehr wichtig für Coachees – Klienten beim Coaching – zu erkennen wer man ist und wer man sein will. Ein 25jähriger Student hat eine etwas andere Vorstellung, als ein 60jähriger, der ganz genau weiß, was er bereits erreicht hat und was er noch schaffen will. Aber warum werden wir zu Sklaven eines engen Zeitfensters? Schaffen wir uns damit nicht selbst ein Gefängnis für unsere Gedanken? Wer sagt denn, dass ein 40jähriger nicht mehr studieren kann? Warum sollte man es nicht mehr schaffen, Englisch zu lernen? Überlegen wir mal, auf welche Möglichkeiten wir verzichten, wenn wir diese Sprache nicht beherrschen? Englisch ist wichtig für jeden, der sich für die Zukunft unserer Welt interessiert. Was hindert uns eigentlich daran, besser Englisch zu lernen? Das ist ein Thema für alle Berufsgruppen. Die meisten Klienten mit denen ich zu tun habe, begrenzen sich selbst. Niemand sonst ist verantwortlich dafür. Ich höre immer wieder von Menschen über 50, dass sie in der Schule nicht so gut in Englisch waren und es deshalb nie richtig gelernt haben. Jetzt sei es längst zu spät damit anzufangen:

“Was Hänschen nicht gelernt hat- lernt Hans nimmermehr.” (altes deutsches  Sprichwort)

Das ist Unfug! Streichen Sie diese Gedanken aus Ihrem Leben! Ich behaupte:

“Es ist niemals zu spät etwas Neues zu lernen!” und “Fangen wir heute noch an!”

Lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Idee, sondern Realität. Ein 60jähriger Vertriebsmanager wurde vor einem Jahr entlassen. Das Unternehmen musste Personal reduzieren und so entschloss man sich die älteren Mitarbeiter zu entlassen, weil die ja bald in Rente gehen könnten. Der Mann hatte gute Arbeit geleistet und nun war plötzlich Schluss. Er hatte nichts mehr zu tun. Die Karriere war vorbei. Jedenfalls glaubten das alle Beteiligten. Der Mann wurde auf mein Angebot für ein Coaching aufmerksam gemacht und er kam neugierig zu mir. Er war tatsächlich gespannt, was ich ihm raten würde. Er hatte keine Vorstellung, wie so ein Coaching tatsächlich ablaufen und was es ihm bringen würde.

Ich stellte ihm am Beginn nur einige Fragen, notierte mir die Fragen und machte mir Notizen.

“Wie haben Sie sich Ihre Zukunft vorgestellt, als Sie mit dem Studium begonnen haben?”

“Welche Ihrer Ziele haben Sie realisieren können?”

“Was würden Sie heute anders machen?

“Wer sind Sie heute?”

“Wer wollen Sie in 20 Jahren sein?”

“Stellen Sie sich vor, Sie könnten eine zweite Karriere starten. Was würden Sie gerne tun?”

Jedes Coaching ist individuell. Der Coach ist nur ein Begleiter. Er stellt Fragen und bringt Prozesse in Gang. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich als Coach ein Gärtner bin, der den Lebensgarten meiner Klienten kennenlernt. Ich grabe hier und gieße dort ein wenig. Dann beschneide ich einen Obstbaum und pflanze eine Hecke und ein paar Sträucher. Der Garten entwickelt sich und ich stelle mir vor, wie es in einigen Jahren aussehen wird. Mein Klient wollte Ratschläge. Die bekommt er aber nicht von einem Profi. Es ist nicht die Aufgabe eines Coaches, Ratschläge zu geben.

Die Antworten liegen immer im Klienten. Coaching gräbt nur verschüttete Ressourcen aus und legt sie frei.

Glauben Sie immer noch, zu alt für eine neue Aufgabe zu sein?

Wir sind das Problem


Wir sind das Problem
Wir stehen uns oft selbst im Weg

Er hat ein Problem
Er steht sich selbst im Weg

Ich habe ein Problem
Ich stehe mir selbst im Weg
Ich fühle, dass ich etwas tun muss
Ich schiebe etwas vor mir her
Ich kann mich nicht entscheiden
Ich weiß nicht, wohin das führen wird
Ich weiß nicht, ob es nicht besser ist alles so zu lassen wie es ist

Alles was wir tun hat einen Sinn und ein Ziel. Nicht tun ist tun.

Wie schwimmen auf dem Fluß des Lebens. Es ist egal ob wir rudern oder uns treiben lassen oder einen Motor benutzen: Wir bewegen uns in eine bestimmte Richtung.

Wir haben es in der Hand. Ziele erreichen, die wir erreichen wollen oder an Orten ankommen, die uns vielleicht nicht gefallen.

Was wollen wir unseren Kindern und Enkeln erzählen?

“Ich habe mich treiben lassen. Alles war ein Zufall. Ihr seid ein Produkt von Zufällen……”

Ich habe oft mit Menschen zu tun, die nach einer genialen Geschäftsidee suchen . Sie suchen nicht wirklich, sondern glauben, dass sie irgendwann darüber stolpern werden. Sie glauben irgendwie an sich, aber nicht so richtig. Sie wissen immer noch nicht, was sie eigentlich machen wollen, wofür sie sich erwärmen oder wofür sie brennen können. Sie haben schon einige Dinge ausprobiert, aber irgendwann haben sie es aufgegeben. Sie haben irgendwann einfach keinen Erfolg mehr damit gehabt. Wenn ich diese Menschen frage, wie sie denn auf die Idee gekommen sind genau das zu tun, was sie getan haben, dann kommt oft eine ganz interessante Antwort. “Ich bin zufällig darauf gestoßen….” Zufällig hat es dann doch nicht so funktioniert. Egal. Dann warten wir eben auf den nächsten Zufall. Wenn wir auf einem unbekannten Fluß unterwegs sind, dann sollten wir schon wissen, wo die nächste Stromschnelle oder ein Wasserfall uns erwartet. Wir sollten wissen wo der Fluß ins Meer mündet und wie der Verkehr auf dem Fluß ist. Vielleicht ist es ja besser am nächsten Hafen anzulegen und sich mal an Land umzusehen.

RMG Gaselan – verschenkte Chancen


Es hätte auch alles ganz anders kommen können. RMG Gaselan wurde ursprünglich als eigenständiges Unternehmen gegründet. Eine zuverlässige Quelle, die nicht genannt werden will, hat mir folgende Informationen gesendet:

„Bei der Gründung von Gaselan gab es eine Firmenstrategie eines eigenständigen Betriebes innerhalb einer Firmengruppe, in der die Verantwortlichen in der Firma plaziert waren. Der Betrieb war nicht als „verlängerte Werkbank“ konzipiert. Die Verantwortlichen vor Ort haben für einen gesunden Geschäftsverlauf gesorgt.

Nachdem man diese Strategie verlassen hatte oder besser gesagt: nachdem diese Strategie innerhalb Gaselan nicht mehr verfolgt wurde (-wohl auch, weil man sie nicht so recht begriffen hatte) konnte man machen was man wollte. Die Erfolgmachenden Leute waren nicht mehr an Bord. Was jetzt geschieht, ist nur das konsequente Ergebnis davon. Egal wem dieser Betrieb nun gehört. Nun ist das die Verantwortung der jetzigen Eigner. Und die haben auch eine Strategie.“

Ich bin mir sicher, dass es einige Leute gibt, die jetzt vor Wut schäumen. Dumm, wenn man sich selbst erkennt. Aber auch das gehört zu dieser traurigen Geschichte voller nicht genutzter Möglichkeiten.