ICO Integrationscoaching


ICO Integrationscoaching – Was ist, was soll Integrationscoaching?

Sie sind arbeitslos. Sie melden sich bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter. Die Berater der Agentur haben eine Stunde Zeit um Sie kennenzulernen und über eine berufliche Perspektive zu sprechen. Sie werden kurz informiert, welche beruflichen Chancen es gibt und wie Sie am besten einen neuen Job finden. Den Rest müssen Sie in der Regel alleine erledigen. Es sei denn, Sie lassen sich helfen und vermeiden Umwege zum neuen Job. Ich spreche von Job, nicht von Arbeit oder Berufung, weil es letztendlich immer zuerst um die Erfüllung von Grundbedürfnissen geht. Viele Kunden der Agentur für Arbeit glauben, dass sie zuerst genau den richtigen Job für sich finden müssen und lassen sich viel Zeit bei der Suche. Aber von alleine funktioniert das nicht. Niemand wartet auf Sie. Vergessen Sie das bitte niemals!
Da draussen warten jede Menge Arbeitgeber, die “händeringend” neue Mitarbeiter suchen. Vielleicht sind Sie genau der richtige Mitarbeiter? Oder Sie liegen total daneben und laufen immer wieder ins Leere. Wer kann Ihnen ein neutrales und achtsames Feedback liefern? Wer steht Ihnen zur Verfügung, wenn es um eine Beurteilung Ihrer Bewerbungsunterlagen geht? Wer hilft Ihnen sich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten?

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Wie erklären Sie einem Vermittler bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter, dass Sie einen beruflichen Wechsel planen? Das ist momentan ein NoGo-Thema. Wenn Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung als Salatpflücker vorweisen können und immer als Salatpflücker gearbeitet haben, dann wird Ihre berufliche Zukunft höchstwahrscheinlich in der Salatpflückerbranche liegen. Es handelt sich um einen gefragten Job. Es herrscht Fachkräftemangel und Sie finden auf Anhieb einen neuen Job als Salatpflücker. Warum sollten Sie Unterstützung für eine Umschulung, Umorientierung oder eine Weiterbildung bekommen? Es gibt keinen offensichtlichen Grund und der Vermittler bei der Agentur müsste schon sehr tief in die Trickkiste greifen um ausgerechnet eine Umschulung vom Salatpflücker zum IT Systemkaufmann zu unterstützen. Wenn Sie Sicherheitsfachkraft oder Altenpflegehelfer werden wollen, dann geht das sofort. Vorausgesetzt, Sie sind gesundheitlich fit und haben keine Einschränkungen. Wenn Sie als ausgebildeter Salatpflücker aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, dann ist eine Umschulung in greifbare Nähe gerückt. Aber was ist das Richtige für Sie? Wissen Sie es schon? Oder brauchen Sie Hilfe?

Wenn Sie Hilfe brauchen, Fragen haben oder sich neu orientieren wollen, dann ist ein Integrationscoaching genau das Richtige für Sie. Fragen Sie einfach den Coach Ihres Vertrauens.

 

 

 

Advertisements

Angstfreie Zone


Angstfreie Zone

Angst gehört zum Leben. Es gibt keine völlig angstfreie Zone. Es ist eine Illusion zu glauben, dass menschliches Leben ohne Angst möglich ist. Angst ist ein Spiegelbild unserer Anbhängigkeit und das Wissen um unsere Sterblichkeit. Wir kommen nicht darum herum, Angst begleitet uns immer. Angst gehört dazu. Ob es uns nun gerade bewusst ist, oder nicht. Wir können Ängste betäuben, versuchen sie zu verdrängen, zu überspielen und zu ignorieren. Das Wissen und das Erleben von Angst gehört zu jeder gesunden Persönlichkeit.

Angst ist negativ besetzt. Ein Held hat keine Angst. Ein toter Held nützt nur in seiner Rolle als Märtyrer.

Ich kannte einmal einen sehr lauten, extrovertierten Mann, der sich vor nichts zu fürchten schien. Zugegeben: Der Mann hatte mich irgendwie beeindruckt. Der Mann schien tatsächlich keine Angst zu haben.  Andererseits war mir von Anfang an klar, dass ich ihn nicht zum Freund haben wollte.
Aber der Mann hatte Angst. Wovor auch immer. Ein scheinbarer Widerspruch. Wenn ich ihn damals konkret nach seinen Ängsten gefragt hätte, dann wäre das Gespräch sofort beendet gewesen. Angst kommt in den meisten Biografien nicht vor. Es ist ein absolutes Tabuthema. Darüber spricht man nicht und wenn man jemals Angst hatte, dann hat man sie, selbstverständlich! längst! überwunden. Denn dazu sind doch Ängste da: Um sie zu überwinden!

Lautstarke Menschen ähneln ängstlichen Leuten, die laut singen, wenn sie nachts im Wald unterwegs sind. Schreien hilft Angst zu überwinden. Manche Menschen benehmen sich wie Elefanten im Porzellanladen, weil sie im Grunde unsicher sind und nicht genau wissen, wie sie sich verhalten sollen. Da hilft ein lautes und nach Selbstvertrauen aussehendes Verhalten scheinbar weiter: Sehr her! Ich kann mich benehmen wie ich will!

Das Problem liegt aber auf der Hand: Wer keine Angst haben will, weil er Angst davor hat Angst zu haben, hat bereits verloren. Ganz ähnlich ist es mit dem Begriff Demut, den starke Leute nicht kennen wollen, weil sie annehmen, dass sie dann nicht mehr erfolgreich sein können. Sie haben Angst vor dem bloßen Begriff der Demut. Sie wollen es nicht akzeptieren, dass sie nicht alles aus eigener Kraft erledigen können.

Ein demütiger Mensch weiß, dass viele Dinge nicht in seiner Macht liegen. Demut macht stark und ist nichts für schwache Charaktere.

Ein glücklicher Mensch kann etwas mit seinem Glück anfangen, weil er Glück nicht als selbstverständlich betrachtet. Wer glaubt, dass er immer nur auf der Sonnenseite des Lebens stehen wird, sollte wissen, dass es auch mal anders kommen kann um nicht sofort umzufallen, wenn der Wind aus einer anderen Richtung weht. Aber wenn es gut läuft, dann erkennt der Glückliche es und nimmt es mit vollem Herzen an.

Angst ist immer im Spiel. Wir sind Menschen und müssen mit unseren Ängsten umgehen lernen: an guten, wie an schlechten Tagen.

Are You Experienced?


Ü50, 50+, BestAger, Erfahrungsträger

Jimi Hendrix dürfte den meisten dieser Altersklasse ein Begriff sein. Eigenartig. Bei diesem Thema fällt mir ausgerechnet Jimi Hendrix ein: ARE YOU EXPERIENCED? hieß sein DebütAlbum und es kam im Frühjahr 1967 heraus. Das war so etwa der Zeitpunkt an dem die heutige Generation 50+ alt genug war um Radio zu hören. Diejenigen, die diese Zeit bewusst erlebt haben, dürften heute ihre 70er längst überschritten haben. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an!“ sang einst Udo Jürgens und auch dieser Künstler passt ganz gut in die Altergruppe. Egal. Zumindest kennt man ihn. Was wollte ich eigentlich sagen? Ah ja! Jetzt habe ich es wieder! Es geht um die Altersgruppe der über 50 Jährigen. Wer sich gesund ernährt,  Sport in Maßen treibt und gut schläft,  kann in diesem Alter noch Höchstleistungen vollbringen. Besonders die intellektuelle Leistungsfähigkeit,  gepaart mit ‚Experience‘ verspricht beste Ergebnisse.

Da stört nur die unangenehme Tatsache, dass ein KFZ Werkstattmeister ohne aktuelle Ausbildung für eine spezielle Marke mit knapp 60 kaum eine Chance hat, eingestellt zu werden. Das gilt auch für IT Projektleiter, die keine Zertifikate oder fundierte Erfahrungen nachweisen können. Grau ist alle Theorie. Ich spreche wirklich sehr oft mit diesen erfahrenen und hochmotivierten Männern und Frauen. Oft sind es sogar Frauen mit einem Universitätsabschluss, die sich erfolglos auf Stellen als Sachbearbeiterin bewerben, weil sie irgendetwas tun wollen. Irgendetwas. Hauptsache Arbeit!

Ich weiß genau wovon ich rede. Ich habe zwei Jahre als Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit gearbeitet. Ü-50 stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. Ü50 Kampagnen haben wenig oder nichts mit der Realität zu tun.

Ich selbst stecke mittendrin im Schlamassel. Als ich nach einer langjährigen Karriere als IT-Spezialist, Programmierer und zuletzt als IT Chef eines mittelständischen Unternehmens arbeitslos wurde – das Unternehmen wurde an einen amerikanischen Konzern verkauft und ich wurde Opfer der Sparmaßnahmen im Zusammenhang mit der Übernahme – war mir klar, dass ich nicht nahtlos einfach so weitermachen konnte. Ich machte mich selbständig und arbeitete als Unternehmensberater mit IT Hintergrund und bildete mich weiter. Als Coach in einem Unternehmerverbund wollte ich eine weitere Karriere starten, nachdem ich relativ problemlos die Wirren der Wende zu Beginn der 1990er Jahre überstanden hatte. Heute weiß ich, dass ich bereits damals einen grundlegenden Fehler gemacht hatte. Ich hatte auf das Prinzip Hoffnung gesetzt und an vorderster Front an meinem Zukunftsprojekt gearbeitet. Das war spannend und eine unglaublich intensive Erfahrung, aber letztendlich hätte ich mich 1990 arbeitslos melden und eine Karriere im öffentlichen Dienst beginnen sollen. Ein Psychologiestudium wäre aus heutiger Sicht eine echte Alternative gewesen. Aber damals war ich jung und brauchte das Geld. Also konzentrierte ich mich auf das, was mir möglich war und ich war ganz gut in dem was ich tat. Und genau das war mein Problem. Die Manager, die mich umgaben konnten mir nicht die nötige Unterstützung geben, die ich gebraucht hätte. Eine Lehre für meine heutigen Kunden: Wenn Du auf der Suche nach geeigneten Unterstützern bist, dann schau die ganz genau an, ob Du welche in Deiner näheren Umgebung finden kannst. Wenn kein geeigneter Mentor vorhanden ist, dann mach Dich auf den Weg und suche Dir Menschen, die Dich weiterbringen können. Heute kann ich das klarer sehen: Damals war weit und breit kein einziger Mentor in Sicht. Und ich war damals einfach zu blauäugig um das zu erkennen. Pech gehabt, könnte man meinen. Aber es ist nie zu spät. Wetten Dass? 😉

Ich studiere gerade nebenberuflich und mache meinen Master in Klinische Sozialarbeit an der ASH Berlin und der Hochschule Coburg. Was mir das bringt? Hey! Ich bin der lebende Beweis für “Lebenslanges Lernen”. Es gehört einfach zu meinem Leben, immer wieder Dinge zu tun, die mich wirklich interessieren. Und das Beste ist: Ich arbeite weiter als Coach und lerne jeden Tag neue Möglichkeiten kennen.

Miteinander reden – Warum Ärzte, Psychologen, Psychiater und Therapeuten Coaching ernst nehmen sollten


Miteinander reden – Warum Ärzte, Psychologen, Psychiater und Therapeuten  Coaching ernst nehmen sollten.

Die Bezeichnungen Psychotherapeut und Psychotherapeutin sind in Deutschland durch das Strafgesetzbuch (§ 132a StGB) und das Psychotherapeutengesetz (§ 1 PsychThG) geschützt. Sie dürfen nur von approbierten Ärzten, Psychologen und (bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) auch von Pädagogen oder Sozialpädagogen geführt werden. Wer als Psychotherapeut tätig werden will, muss zunächst ein Studium der Medizin oder Psychologie abgeschlossen haben. Bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wird auch ein Studium der Pädagogik oder der Sozialpädagogik anerkannt. Im Anschluss an das Studium muss zusätzlich eine Psychotherapieausbildung (bei Ärzten: Weiterbildung) absolviert werden Heilpraktiker dürfen sich nicht „Psychotherapeut“ nennen. Das gilt auch für die Heilpraktiker nur für Psychotherapie. (Quelle: WIKIPEDIA 18.07.2015)

Wer heute versucht einen guten Psychotherapeuten zu finden, hat ein Problem. Es gibt einfach zu wenige von ihnen. Wenn man sich die Zugangsvoraussetzungen vor Augen führt, wird deutlich warum das so ist. Man muss entweder Arzt sein und eine Weiterbildung absolvieren oder nach einem Studium der Psychologie eine zusätzliche Psychotherapieausbildung absolvieren.

Voraussetzung für eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ist ein erfolgreich absolviertes Universitätsstudium der Psychologie mit Diplom- oder Master-Abschluss. Im Anschluss erfolgt eine mindestens dreijährige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG). Danach kann die Zulassung zur eigenständigen Durchführung von Psychotherapie (Approbation) beantragt werden. In der Praxis beträgt die Zeit für ein Psychologiestudium sowie die nachfolgende Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten durchschnittlich 12 Jahre.

Eine Alternative ist eine Ausbildung als Heilpraktiker für Psychotherapie.

Psychotherapie mit einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz beschreibt eine Besonderheit des deutschen Gesundheitswesens. Heilpraktiker sind in Deutschland neben psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten befugt, Psychotherapie auszuüben. Seit 1993[1] kann Psychotherapie auch von Personen ausgeübt werden, denen eine „Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung als Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ (Heilpraktiker für Psychotherapie) erteilt wurde. (WIKIPEDIA 18.07.2015)

Zurück zur Suche nach einem geeigneten Therapeuten. Wer endlich einen Therapeuten gefunden hat, dem kann es passieren, dass der Therapeut nicht zu einem passt. Die Chemie stimmt nicht. Es geht einfach nicht. Es hilft nichts: Die Suche geht weiter. Viele Patienten finden lange nicht den für sie geeigneten Therapeuten.

Manchmal ist es hilfreich, als Naturwissenschaftler oder Ingenieur, auf derartige Probleme zu sehen. Wenn es zu wenig gute Psychologen und Therapeuten gibt, dann muss man Alternativen denken. Coaching ist eine solche Alternative. Viele Themen und Anlässe, die heute von Psychotherapeuten behandelt werden, können durch psychologische Beratung, also Coaching, abgedeckt werden.

Die Weiterbildung von erfahrenen Managern, Ingenieuren und Wissenschaftlern kann hierfür einen großen Beitrag leisten. Es liegt auf der Hand, dass eine Coachingausbildung allein, niemals ein Medizinstudium, klinische Erfahrungen und die zusätzliche Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ersetzen kann.

Coaching ist keine Konkurrenz der Psychotherapie. Es ist eine Ergänzung und eine Chance für die Bewältigung von aktuellen und zukünftigen Problemen. Es ist kein Wunder, dass Ärzte und Therapeuten einen kritischen Blick auf die Coachingbewegung geworfen haben.  Das ist gut so. Nun sollte der nächste Schritt folgen. Miteinander reden. Fragen stellen. Zusammenarbeit, Risiken und Chancen einordnen.

Coaching – steuerlich absetzbar


Kann man Coachingleistungen beim Finanzamt geltend machen?

JA! Coaching ist steuerlich förderbar. Coaching läßt sich von der Steuer absetzen.

So wird Coaching vom Staat begünstigt: Honorare, die Manager an einen Coach überweisen, sind als Fortbildungskosten steuerlich absetzbar.
Wenn der Coachee zum Beispiel 1000 Euro an den Coach überweist, kann er die Summe in seiner privaten Steuererklärung geltend machen. Spitzenverdiener erreichen so eine Steuerersparnis von ca. 450 Euro. So kostet das Coaching netto nur noch 550 Euro.
Das Finanzamt schaut allerdings genau hin, ob die Coachings tatsächlich der Karriere dienen oder eher dem privaten Vergnügen.

Ein Unternehmensberater hatte während seines Urlaubs eine Sozialpädagogin für EinzelCoachings aufgesucht. Das Finanzamt lehnte den Steuerabzug ab. Der Berater gind in den Widerspruch. Als Begründung erläuterte das Finanzgericht: Es fehle an einer „besonderen Ausrichtung der Tätigkeit der Pädagogin auf FührungskräfteCoaching“. Das und die Einbettung der Gespräche in den Urlaub spreche „für eine allgemeine psychologische Begleitung und gegen überwiegend beruflich veranlasste Coaching-Maßnahmen“ (AZ 5 K 30/07).
Es ist also notwendig, Ziele und Inhalte von Coachings genau aufzulisten, um derartigen Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden. Tipp: Der Coach sollte sich auf die psychologische Beratung von Führungskräfen einstellen. Im Idealfall verfügt der Coach über einen ausgeprägten Werkzeugkasten als Business Coach und vor allem einen Hintergrund als Unternehmensberater. So können Manager zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aus meiner Sicht ist es absolut sinnvoll und notwendig, Führungskräfte psychologisch zu begleiten. Manager brauchen einen Gesprächspartner, der in der Lage ist ihnen eine professionelle Hilfestellung bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu geben und auf Krisen angemessen zu reagieren.

Manager sollten einen auf Führungskräfte spezialisierten Coach engagieren. Ein Coach ist der ideale Ansprechpartner für diese Gruppe.

Manager sollten der Steuererklärung zusammen mit der Coachingrechnung eine Kurzbeschreibung der Inhalte des Coachings direkt beilegen, um  deutlich zu machen, dass sie nicht psychologisch betreut, sondern auf beruflichen Erfolg getrimmt wurden. Was ein Widerspruch an sich ist, aber das sollte hier keine Rolle spielen.

Wird der Coach vom Arbeitgeber bezahlt, gibt es steuerlich keine Probleme. In solchen Fällen liegt kein geldwerter Vorteil vor, den Manager wie ihr übriges Gehalt versteuern müssten. Ein gesponsertes Coaching gilt als Fortbildungsmaßnahme und nützt auch dem Arbeitgeber. Im Juristenjargon heißt das: Das „eigenbetriebliche Interesse“ überwiegt gegenüber dem Privatinteresse.

Hartz IV: Bachelor muss als Hilfskellner jobben?


Bericht aus dem Hartz IV Universum

Hartz IV: Bachelor muss als Hilfskellner jobben

Die Klientin befand sich in der Zwischenzeit zwischen ihrem Bachelor-Studium und ihrer ersten Anstellung. Sie hatte bisher keinen Anspruch auf ALG-I erarbeiten können, da sie nach dem Abitur sofort studiert hatte.
Nun hatte sie ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und wartete auf ihren ersten Job als Sozialarbeiterin. Sie meldete sich beim JobCenter und spürte sehr unangenehm den Druck, der dort erzeugt wurde. Die junge Frau wusste genau, was da psychologisch ablief. Es war für sie einfach nur falsch. Der Berater im JobCenter sah sich einfach nur ihren Lebenslauf an und steckte sie zunächst in eine Maßnahme. Sie sollte 4 Wochen lang Bewerbertraining machen. Parallel dazu sollte sie sich als Servicekraft bewerben und bis zur Aufnahme einer Stelle in einem Restaurant jobben. Das hatte sie während des Studiums gemacht. Der Berater war der Auffassung, dass die Klientin nicht arbeiten wolle und faul sei. Er drohte mit Sanktionen. Die Klientin verstand überhaupt nicht, was das solle, denn sie hatte ihren Arbeitsvertrag schon in der Tasche. In drei Monaten würde sie sich aus dem JobCenter verabschieden und Punkt.

Ich hörte mir das alles aufmerksam an. Erstens war das Bewerbertraining kompletter Unfug, denn die Klientin hatte ihre sehr guten Bewerbungsunterlagen dabei. Es gab nichts dagegen auszusetzen. Dann hatte sie gerade ein Studium anbgeschlossen und einen Arbeitsvertrag in der Hand. Das Berufsziel war definitiv nicht Servicekraft. Natürlich könnte sie bis zum Berufsstart weiter als Kellnerin jobben. Allerdings bereitete sie sich gerade intensiv auf ihren ersten Job vor. Alles was sie jetzt brauchte war Stabilisierung ihrer finanziellen Situation und die Bezahlung der Krankenkasse. Warum das JobCenter sie sofort so hart rannahm, konnte sie nicht verstehen.
Eine Förderung durch das JobCenter sollte gezielt erfolgen. Es ist schon schlimm genug, wenn Studenten nach dem Studium zum JobCenter gehen müssen. Hier ist die Politik gefragt. Aber das ist ein anderes Thema. Mein Wunsch: Nach dem Studium müsste Anspruch auf ALG-I anerkannt werden und die Studenten mit einer fiktiven Einstufung auf den ersten Arbeitsmarkt gehen können. Eine intensive Bewerbung in Richtung des Zielberufs wäre die bessere Variante. Aber: Wenn schon Hartz-IV, dann bitte intelligent und zielführend! Es besteht der Eindruck, dass der Mitarbeiter des JobCenters nicht mehr deutlich differenziert mit seinen Kunden umgehen kann.

Tipp für Betroffene: Fragt nochmal nach, lasst Eure Widersprüche vom Vermittler dokumentieren und verlangt nach einem Vorgesetzten. Ich bin mir sicher, dass die Förderung vor Sanktionen steht. Die Mitarbeiter müssen sich strikt an das SGB II halten. Jede Entscheidung muss sorgfältig dokumentiert werden.

Aus meiner Sicht wäre eine Weiterbildung in Richtung Zielberuf sinnvoll. Dagegen ist nun wirklich nichts einzuwenden.

Coaching: Format BRAINSTORMING


Eigentlich sollte der Satz so aussehen:

Ein richtig gutes Coaching ist wie ein perfektes Brainstorming.

Ich habe ihn gekürzt und dadurch ein wenig prägnanter gemacht:

Ein gutes Coaching ist ein perfektes Brainstorming.

Es geht noch besser:

Coaching ist Brainstorming!

Grenzen von Raum und Zeit lösen sich auf und wir beginnen zu fliegen. Unser Geist wird frei. Teufelskreise lösen sich auf, begrenzende Glaubenssätze werden umformuliert oder komplett aufgelöst, Möglichkeiten und Ressourcen werden sichtbar, Hemmnisse und Hindernisse verschwinden. Was wäre, wenn? Was wird möglich? Warum eigentlich nicht? Brainstorming ist ursprünglich ein Gruppenprozess der es der Gruppe ermöglichen soll Probleme, durch vollkommen unkonventionelle Ideen, ohne einschränkende Vorurteile und gedankliche Verbote, zu lösen.

Ich arbeite sehr oft mit Menschen, die einen beruflichen Bruch ahnen, planen oder sich mitten im Prozess befinden. Hier gilt es vor allem, keine Zeit zu verlieren und alle verfügbaren Ressourcen auf ein Ziel zu konzentrieren. Schlecht, wenn das Ziel nur undeutlich formuliert oder -noch schlimmer- noch gar nicht vorhanden ist. Es macht keinen Sinn mit voller Kraft auf ein unbekanntes Ziel zu steuern. Die Gefahr auf eine Klippe zu rasen und zu sinken ist zu groß. Eine Sandbank ist auch nicht gerade eine hilfreiche Etappe um ein Ziel zu erreichen. (MOSAIK von HANNES HEGEN: Die Nacht auf der Sandbank) Aber spätestens auf einer Sandbank, wenn sich ein Schiff festgefahren hat, wird klar, dass man sich von überflüssigem Ballast befreien muss.
Zurück zum Coaching als Brainstorming-Prozess. Ein Coach kann zum Beispiel auch Gruppenprozesse begleiten. Coaching als Brainstorming ist aber auch ein Format, das sich sehr gut für ein Einzelcoaching eignet.

 

Das Setting: Coach und Coachee in einem typischen Coaching-Raum. Angenehme Farben, ruhige Atmosphäre, eine Karaffe mit frischem Wasser auf dem Tisch, Coach und Coachee sitzen sich auf Stühlen gegenüber. Der Coach hat einen kleinen Beitisch neben sich zu stehen und er schreibt Notizen. Möglich ist auch eine Kamera die die Sitzung aufnimmt. Der Coach hat die Möglichkeit die Sitzung im Anschluss besser zu analysieren und auch scheinbare Kleinigkeiten entsprechend zu beurteilen. Vor dem Coaching fragt der Coach immer um Erlaubnis bestimmte Dinge zu tun, aufzuzeichnen und in der Klientenakte zu speichern.

Nach Begrüßung, freundlichem SmallTalk und der Klärung der heutigen Ziele erklärt der Coach den Inhalt und die Funktion des Formats. Er erklärt dem Klienten, dass es heute keine Rolle spielt, ob der Klient daran glaubt bestimmte Ziele erreichen zu können. Heute geht einfach um Ziele und Wünsche. Es geht darum mehr über den Klienten herauszufinden und gleichzeitig dem Klienten seine eigenen Wünsche, Ziele und auch Hemmnisse und Ängste zu spiegeln.
Der Coach stellt dem Coachee eine Reihe von Fragen:

“Stellen Sie sich vor, dass Sie über Möglichkeiten verfügen, über die Sie heute noch nicht verfügen. Was wäre Ihr wirkliches Ziel? Was würden Sie gerne erreichen?”

Der Klient fängt zu reden an, der Coach hört aufmerksam und aktiv zu und notiert sich alle Ideen des Klienten. Es kommt darauf an mögliche Grenzen wie “aber das ist unmöglich! zu erkennen und wenn möglich niederzureißen.
Am Ende sollte klar sein, was die tatsächlichen Ziele und Beweggründe des Coachees sind.

 

“Ich wäre so gerne Arzt geworden! (Aber das schaffe ich schon auf Grund meines Alters nicht mehr……)


Das kann der Beginn eines Coaching-Prozesses sein. Brainstorming als Coaching-Format ist ein guter Einstieg. Das kann sehr gut als Selbstcoaching angewendet werden. Die Begleitung durch einen Coach ist aber die effektivere Variante. Nicht vergessen: Mit Coaching geht alles viel zielgerichteter und viel schneller.

Ich bin kein Therapeut


Es ist auffällig. Viele meiner Klienten haben eine vage Vorstellung einer eigenen, noch nicht diagnostizierten psychischen Störung.
Ich bin Coach und gebe keine Ratschläge. Aber Denkanstöße sind erlaubt. Ich nenne das Tipps.

 

Tipp: “Jeder Mensch ist einzigartig!”
Es braucht schon eine Menge, für eine handfeste psychische Störung. Die meisten Menschen mit psychischen Problemen brauchen keinen Therapeuten, sondern einen aufmerksamen und achtsamen Gesprächspartner. Wenn sie in der Lage sind, ihre Situation gut zu reflektieren, dann ist das immer der Beginn einer Lösung. Gespräche mit Psychologen sind noch keine Psychotherapie. Die meisten Therapeuten und Psychiater tun überwiegend das, was ein Coach tut. Zuhören. Zuhören. Fragen stellen. Zuhören. Reden.
Und natürlich: Ein guter Coach ist als psychologischer Berater der beste Begleiter für das zielgerichtete Identifizieren von Ressourcen.

 Tipp:  “Ein Coach akzeptiert Sie als Klient oder schickt Sie zu einem Arzt.” Ein Coach darf nämlich nicht behandeln, heilen, Heilung versprechen oder therapieren. Das ist einer der wichtigsten Grundlagen für Coaching. Nebeneffekte sind aber sehr oft zu beobachten. Das darf auch nicht unterschätzt werden. Viele meiner Klienten kamen mit der heimlichen Vorstellung, ich könnte ihnen helfen. Das ist legitim. Ich helfe ihnen sich selbst zu helfen.

 Tipp: “Coaching ist positive Psychologie” Hilfe zur Selbsthilfe. Das gefällt mir! Ich darf als Coach ein Detektiv sein. Gemeinsam mit meinen Klienten finde ich Ressourcen und Ziele. Es sind nicht die Probleme der Vergangenheit, die ich aufdecken muss, sondern die Ziele und eine mögliche Zukunft meiner Klienten.

 Tipp: “Therapeuten können versagen. Ein Coach versagt nie, denn er arbeitet immer ergebnisoffen.” Diesen Tipp bitte mit einem deutlichen Augenzwinkern lesen! 😉 Natürlich arbeiten auch Therapeuten professionell ergebnisoffen. Auch sie werden von ihren Patienten akzeptiert oder abgelehnt. Die Parallelen sind vorhanden. Logisch.

Ein Coach kann so schlecht sein, wie es ihm seine Klienten erlauben. Sie stimmen dann ganz einfach mit den Füßen ab und kommen nicht wieder. Es ist mindestens genau so schwer einen guten Coach zu finden, wie den richtigen Therapeuten. Die Qualität eines Coaches ist vollkommen unabhängig von irgendwelchen Zielvorstellungen. Es geht immer um den Prozess. Ein Coachingprozess hängt sowohl von der Qualität des Coach als auch vom Coachee ab. Wenn der Coachee sich nicht öffnet, oder den Coachingprozess unterwandert, funktioniert das nicht.

 Tipp: “Ein Coaching kann jederzeit beendet werden” Vom Coachee und vom Coach. Nur wenn beide der Meinung sind, dass sie miteinander arbeiten können, funktioniert ein Coaching. Wenn nicht, ist ganz schnell Schluß.

Es ist wie im richtigen Leben. Wenn Sie es bis hierher geschafft haben weiterzulesen, dann kann ich richtig glücklich sein. Wenn nicht, dann haben Sie vermutlich längst das Weite gesucht. Aber auch das gehört zu meinem Selbstverständnis. In diesem Sinne! Bis zum nächsten Mal! – Vielleicht hier auf dieser Site?

Jähzorn – Wenn ein Choleriker explodiert


unbeherrscht – wütend – Kontrollverlust -KURZSCHLUß

Jähzorn ist Wut, die nicht mehr beherrschbar ist

Jähzorn hat seine Wurzeln tief in unserem Ich. Es ist ein Urgefühl, dass uns früher einmal nützlich war um unsere Art zu erhalten. Immer wenn unsere Vorfahren sich bedroht fühlten, brach es plötzlich hervor und half bei der Verteidigung. Der Jähzornige brüllte und wehrte sich, schützte seinen Clan und stürzte sich ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben auf den Feind. Häufig starb der “mutige” Verteidiger dabei. Im Normalzustand hätte er niemals sein Leben riskiert.

Fight – Flight – Freeze

Die Fight-Flight-Freeze Theorie stellt eine interessante Vertiefung dieses Themas dar. Aber dazu später mehr.

Psychologen und Therapeuten werden meist von den Opfern jähzorniger Menschen aufgesucht, denn Jähzornige leiden nicht an ihrem Verhalten. Für sie ist es ein Ventil für unterdrückte Gefühle. Nachdem sie Dampf abgelassen haben, geht es ihnen gut. Eine Thematisierung des Verhaltens lehnen sie meist ab, weil sich sofort wieder Druck aufbaut. Und das wollen sie unter allen Umständen vermeiden.

Ein Coach, Psychologe oder Therapeut weiß mit dem Phänomen umzugehen.

Ein Coach arbeitet selbstverständlich mit einem aus der NLP bekannten Dialogmodell, dem Kochplattenmodell.

Jeder Herd hat Kochplatten, deren Temperatur durch Bedienungselemente gesteuert wird. Genau so, wie ein Kochfeld können auch die Emotionen zwischen Gesprächspartnern erhitzt oder abgekühlt werden.
Wenn der Klient aufgeregt und emotional betroffen wirkt, dann kühlt der erfahrene Coach durch Fragen ab. Wenn ein Klient emotional fern wirkt, dann kann ein Erhitzen den Dialog wieder intensivieren.

Wenn ein Jähzorniger einen Ausbruch hat, dann ist es kontraproduktiv die Situation durch vertiefende Fragen entspannen zu wollen. Hier heißt es einfach: Den Topf auf eine kalte Zone schieben und abwarten. Die Situation ist außer Kontrolle und nicht mehr steuerbar. Wenn allerdings zu erkennen ist, dass der Inhalt des Kochtopfes zu brodeln beginnt, dann hilft ein rechtzeitiges Herunterregeln.

Erhitzen und Abkühlen erfolgt durch vertiefende oder verallgemeinernde Fragen. Das Kochplattenmodell gehört zur Werkzeugkiste (Toolbox) eines jeden Coach.

Probieren Sie es einfach anhand von alltäglichen Ereignissen aus. Fragen Sie sich bei einem Meeting, wie die Situation durch Fragen abgekühlt oder aufgeheizt werden kann. Das Kochplattenmodell eignet sich bestens für SelbstCoaching.

Jähzornige die die Situation erkennen und beherrschen wollen, können sich einfach eine kalte Dusche nehmen und dann ganz kontrolliert ihren Ausbruch fortsetzen.

vulkan

Übrigens sind es – entgegen der Überschrift – weniger die bekennenden Choleriker als vielmehr die beherrscht wirkenden ruhigen Charaktere, die zu unvorhersehbaren und sehr zerstörerischen Ausbrüchen neigen können, ohne dass wir es auch nur bemerken würden.

Ein Vulkan, der als erloschen gilt, ist viel gefährlicher als ein aktiver Vulkan, der unter Beobachtung steht.

ruhender vulkan

ERFOLG! KAUFEN! WAHNSINN!


TimeLineSelbstcoaching -> KAUFEN! Klicken SIE HIEEEER!

Wie eine Frau (EINE FRAAAAUUUU!!!!!!) alleine ein HAUS kaufen will und das auch noch SELBST finanziert! – EINE FRAU!!!!!FINANZIERT IHR EIGENES HAUS!!!!! [KLICKEN SIE HIER FÜR DIE LÖSUNG DIESES UNGLAUBLICHEN RÄTSELS! – nur für KURZE ZEIT – nur 99,- !

Wie SIE dabei auch noch Ihr IDEALGEWICHT erreichen und ihren BIERBAUCH loswerden können, OHNE SICH ANZUSTRENGEN! LESEN SIE WEITER! KAUFEN SIE! NUR FÜR KURZE ZEIT! NUR HIER! >HIER!!!!<

 

Was das alles mit Coaching zu tun hat?

Nichts. Null-ZERO-NADA-NIX-нечего-ноль!

Also vergessen wir das.

Coaching hat nichts mit Wischiwaschi-Wellnessangeboten, Seelemassage oder “kostenloser” Erfolgsberatung zu tun.

Es tut mir Leid:

Aus einem Verlierer kann nicht einmal der beste Coach der Welt einen Gewinner machen.

Ein Gewinner ist jemand, der in der Lage ist wieder aufzustehen. Ein Coaching kann eine sinnvolle Hilfestellung leisten. Gewinner suchen sich immer einen Coach.

Coaching kann aber durchaus dabei helfen, neue Ziele zu entdecken und Ressourcen auszugraben, von denen man selbst kaum eine Vorstellung hat. Insofern kann Coaching sehr sinnvoll sein.

Das einzige und schwerwiegendste Problem liegt allerdings auf der Hand:
Ein geborener Verlierer wird vermutlich nicht einmal auf die Idee kommen, einen Coach aufzusuchen und ihn auch noch dafür zu bezahlen, dass er einen möglicherweise schmerzhaften Veränderungsprozess in Gang setzt. Mal ganz ehrlich: Warum sollte man das Geld für einen neuen Flachbildschirm oder eine neue Spielekonsole ausgeben, um sich mit einem fremden Menschen zu unterhalten?

Mein Tipp:
Mach das! KAUFE DIR EINEN NEUEN FERNSEHER und VIELLEICHT gibt es dann ja auch einen YOUTUBE Kanal auf dem man ein KOSTENLOSES COACHING findet. DANN hat sich die Investition gelohnt und ich gratuliere DIR: ALLES RICHTIG GEMACHT!

Wie fühlt sich das an?

Choleriker-Coaching


Es ist unglaublich. Seit meinem ersten Artikel über Choleriker entwickelt sich das Thema zu einem Dauerbrenner. Der Leidensdruck für Betroffene ist offensichtlich sehr groß. Ich kann das nachvollziehen. Choleriker sind unangenehme Lebenspartner, Freunde, Kollegen und Chefs. Es gibt allerdings einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der sozialen und finanziellen Situation von Menschen und dem Verhalten. Ich kenne keinen einzigen sogenannten Choleriker, der (oder die) gesund ist, sicher sozial verankert ist, finanzielle Freiheit genießt und eine ausgeprägte Identität, Zugehörigkeit und hohe ethische Werte besitzt. Bei ungünstigen Konstellationen kann beinahe Jeder zum Choleriker werden. Besonders durchsetzungsstarke Typen neigen zu Ungeduld und unangemessenem Verhalten, wenn etwas nicht nach Plan läuft oder Schwierigkeiten aufreten. “Ich bin ungeduldig, mir dauert alles viel zu lange!”, kann ein Hinweis sein. Manchmal ist es tatsächlich besser, ein wenig länger über ein Projekt nachzudenken und eine ausgiebige Planungsphase zu ermöglichen, als am Ende Getriebener von unrealisierbaren Traumterminen zu sein.

Cholerisches Verhalten ist eindeutig gestörtes Verhalten. Aber Choleriker ist nicht gleich Choleriker. Es gibt keine eindeutige ICD-10 Einstufung. Aber das hat nicht viel zu bedeuten, denn ICD-10 ist nur eine recht grobe Klassifikation die auf Kostenträger zielt.

Betrachten wir angrenzende Störungen, dann können wir sehr schnell feststellen, dass Choleriker Anzeichen von mehr oder wenige ausgeprägten Störungen haben. Manisch depressive Episoden sind ebenso festzustellen wie Anzeichen von bipolare Störungen.

“Bereits in der griechischen Antike unterschied man das hyperthyme Temperament (Sanguiniker), gekennzeichnet durch seine Vitalität, das melancholische Temperament mit der Neigung zu Traurigkeit und Pessimismus, das reizbare Temperament (Choleriker) mit Ausbrüchen von Jähzorn sowie das juengste zyklothyme Temperament mit starken Schwankungen von Stimmungslage und Vitalenergie. Hierbei handelt es sich um energische und sensible Personen, die sehr stark auf äussere Reize reagieren. Mit dem letzten, dem phlegmatischen Temperament, beschäftigt sich die Psychiatrie nicht, denn emotional unsensible, nichtreaktive Personen sind für psychische Störungen nicht anfällig. Auf sensible und reaktive Temperamente können neben den tages- und jahreszeitlichen Veränderungen der Umwelt auch chemische (Substanzmissbrauch) und psychische Reize (Stresserlebnisse) einwirken und zum Krankheitsausbruch führen. Problematisch ist, dass gerade manischdepressive Patienten eine Neigung zu allem haben, was die Krankheit auslöst, z. B. Substanzmissbrauch und ein bewegter, oft stürmischer und leichtsinniger Lebensstil. “ (Die Seele aus dem Gleichgewicht: Was ist bipolare Störung?“ Athanasios Koukopoulos http://www.selofoundation.ch/resources/Bipolare_Koukopoulos.pdf)

Der eindeutige Vorteil von unabhängiger psychologischer Beratung ist der, dass man nicht erst krank nach ICD-10 sein muss um einen Berater zu treffen.(Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht für eine vorbeugende Behandlung. Es muss zumindest der Verdacht einer psychischen Erkrankung vorhanden sein.) Die Spanne zwischen Krankheit und Gesundheit ist riesengroß. Im Prinzip ist jeder Mensch krank, heißt es unter Medizinern und Psychologen, man muss nur lange genug suchen. Menschen sind mehr oder weniger gesund. Eine gute Balance ist sehr wichtig. Hier ist mir persönlich das Salutogenes Modell von Antonowsky sehr nahe.

Salutogenese (lat. salus ‚Gesundheit‘, ‚Wohlbefinden‘ und -genese, also etwa „Gesundheitsentstehung“) bezeichnet zum einen eine Fragestellung und Sichtweise für dieMedizin und zum anderen ein Rahmenkonzept, das sich auf Faktoren und dynamische Wechselwirkungen bezieht, die zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führen.[1]Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) prägte den Ausdruck in den 1980er Jahren als komplementären Begriff zu Pathogenese. Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen.

Ein Coach sucht nicht nach Krankheiten, sondern nach Ressourcen. Dazu gehört aber auch eine ausgesprochen gute Diagnosearbeit. Ein Coach darf nicht heilen oder Heilung versprechen. Er (oder sie) sollte allerdings genau wissen, ob der Klient nicht doch besser zu einem Arzt geschickt werden sollte. Die gute Nachricht ist, dass Choleriker meist keine kranken Leute sind. Eine kleine psychische Störung oder Depression erleben viele Menschen. Es handelt sich nicht gleich um eine Krankheit. Ein wichtiger Hinweis auf eine Krankheit ist die Dauer der Störung. Ein Alptraum oder eine kurzzeitige depressive Phase von einem Tag ist noch lange keine Krankheit. Coaching kann helfen, das zu thematisieren und herauszufinden. Ein guter Coach ist auch immer ein guter psychologischer Diagnostiker.

Resilenz


Resilenz wird zu einem immer wichtigeren Thema für Coachs, Personalmanager, Berater und Psychologen. Resilenz bedeutet ganz allgemein – Widerstandsvermögen gegen äußeren Druck und Stress. Der Grad der Resilenz eines Organismus oder eines Systems beschreibt die Fähigkeit in Druck- und Stressituationen nicht zu zerbrechen.

Der Begriff Resilenz wird sowohl in der Physik, als auch in der Ökologie und Psychologie verwendet. In komplexen Ökosystemen beschreibt die Resilenzfähigkeit die Fähigkeit auf Umweltbelastungen zu reagieren ohne grundlegenden Schaden zu nehmen. In der Physik wird mit Resilenz die Fähigkeit von Stoffen bezeichnet, die sich unter Druck verformen und die ursprüngliche Form wieder zurückerhalten, wenn die einwirkenden Kräfte reduziert werden. Ein Flummi wird auf den Boden geschleudert und verformt sich beim Aufprall um wieder als Kugel zum Werfer zurückzukehren. Der Berliner Fernsehturm schwankt unter starkem Wind und kehrt bei Entlastung wieder zur Ausgangspunkt zurück. Der deutsche Wald wurde in den 1980er Jahren von Umweltschützern als todkrank diagnostiziert. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten eine erstaunliche Resilenz gegenüber starken negativen Umwelteinflüssen bewiesen. Das war so nicht zu erwarten. Sauerer Regen und Schadstoffe haben den Wald schwer geschädigt.

Für das Verständnis der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen ist es wichtig zu verstehen, welche Muster unsere Reaktionen auf Stresssituationen prägen und wie intensives Stresserleben auf verschiedene Personengruppen wirkt. Die Muster mit denen wir unsere Welt erfassen prägen unsere Reaktion auf konkrete Stesssituationen. Der amerikanische Psychologe Albert Ellis und der Psychiater Aaron Beck haben als Erste diese Streßbewältigungsmuster untersucht und ausgewertet. Albert Ellis gehörte zu den Wegbereitern der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die zweite Forschungsrichtung konzentriert sich auf unterschiedliche Personengruppen, die konkret intensivem Stress ausgesetzt waren. Eine wichtige Gruppe von untersuchten Personen sind die Überlebenden des Holocaust. Auch hier konnte nachgewiesen werden, dass die Menschen völlig unterschiedlich mit der erlebten Situation umgegangen sind.

Die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner erforschte die Entwicklung aller im Jahr 1955 geborenen Kinder der Insel Kauai (Hawai). Es handelte sich um 698 Personen, die im Rahmen einer Langzeitstudie untersucht und beobachtet wurden. Die Forschungsarbeiten umfassten einen Zeitraum von 40 Jahren. Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchungen war die Untersuchung von 201 Kindern aus sozial schwachen Familien.
Werner wies nach, dass zwei Drittel dieser Kinder später zu keinem geregelten Leben in der Lage waren. Ein Drittel der untersuchten Personen schaffte es jedoch die negativen Einfluß der Herkunftsfamilien abzustreifen. Im Erwachsenenalter war ihnen die schwierige Kindheit nicht mehr anzumerken.

Die resilienten Kinder waren mehr flexibel, ausgeglichen und wenig ängstlich.

 Mit der Zeit befassten sich immer mehr Forscher wie zum Beispiel die amerikanischen Psychologen Karen Reivich und Andrew Shatté mit dem Thema Resilienz. Sie wollten wissen, wie Menschen ihre Widerstandsfähigkeit stärken können. Seit einigen Jahren untersuchen vor allem amerikanische Psychologen das Phänomen auch in der Welt des Managements. Sie entwickelten zahlreiche Resilienz-Programme, die Arbeitnehmern helfen sollen, im Arbeitsalltag besser zurechtzukommen.

Coaching kann ein wichtiger Baustein bei der Stärkung von Widerstandkraft und Resilenz im Management sein.

Coaching – SozialArbeit


Die Veränderungen in der modernen Gesellschaft werden immer schneller, unvorhersehbarer und sprunghafter. Entwicklungen die vor einer Generation noch vergleichsweise langsam und vorhersehbar abliefen, ergreifen die Gesellschaft heute sehr viel schneller und unberechenbarer. Herkömmliche Lösungen greifen nicht mehr. Politiker werden zu Krisenmanagern, die von einer operativen Lösung zur nächsten getrieben werden. Die Situation kann mit einem Wort beschrieben werden: Unsicherheit. Menschen verlieren den Halt, alte Werte scheinen sich aufzulösen. Gute Ausbildung ist längst kein Garant mehr für einen sicheren Halt in der bürgerlichen Mitte. Wohlstand für alle ist längst nicht mehr ein selbstverständliches Ziel in unserer Gesellschaft.

Die Unsicherheit hat ihren Preis. Immer mehr Menschen haben Gesundheitsprobleme, die sozialbedingt und sozialrelevant sind.  Wer nicht über die notwendigen materiellen, gesundheitlichen, psychischen und sozialen Ressourcen verfügt, ist in Gefahr, krank zu werden. Erfahrungen und Feldstudien haben gezeigt, dass es immer mehr Bruchstellen gibt, die geeignet sind beinahe jeden Menschen erheblich einzuschränken.
Auch Menschen, denen es vergleichsweise gut geht, sind betroffen. Die Angst vor dem Absturz ist die soziale Armut des Mittelstands.
Unternehmer, Manager und Spezialisten wie Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Unternehmensberater und Freelancer aller Art sind betroffen. Sie spüren den Druck besonders stark. Oft kommt es erst nach einer Burnout-Episode oder einer Herz- Kreislauferkrankung zu einem ersten Kontakt mit Klinischer Sozialarbeit. Kein Wunder, denn kaum jemand will mit Begriffen wie “klinisch”, “Sozialarbeit” oder “Psychotherapie” in Verbindung gebracht werden.

Coaching kann möglicherweise diese gefährliche Lücke füllen, den Graben überbrücken. Es gibt bereits viele Psychotherapeuten, die sich als Coach verstehen und bereits im Vorfeld klinischer Probleme präventiv zur Verfügung stehen.

Coaching ist Präventivarbeit genau für die erwähnten Gruppen. Hier werden Ressourcen erkundet und Ziele definiert. Ein guter Coach erkennt gesundheitliche Probleme seiner Klienten bereits im Vorfeld. Coaching und Beratung ist keine psychotherapeutische Behandlung. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Kaum ein Vertreter der genannten Gruppen würde Probleme manifestieren, indem er zum Therapeuten geht. Ein Coaching ist unverfänglicher und (noch) positiv besetzt.
Coaching ist ein Beratungsformat für positive psychologische Beratung. Ein Coach ist auch gleichzeitig ein Sozialarbeiter für Menschen, die sich selbst eher nicht als einen sozialen Fall verstehen. Sozialarbeit sollte vielleicht mit “Arbeit an und in der Gesellschaft” übersetzt werden.  

Ein guter Coach ist auch immer ein SocialWorker.

Coaching – Push yourself! Starten, statt warten!


Coaching – Starten, statt warten!

Geben Sie sich einen Ruck! Starten Sie Ihr neues Leben! Coaching eröffnet Ihnen genau die Möglichkeiten, die in Ihnen stecken. Wir stecken oft in einem geschlossenen System fest. Immer wieder stellen wir uns die gleichen Fragen. Wir glauben die Antworten zu kennen und haben nicht den Mut oder die Kraft für einen Perspektivwechsel. Ein Coaching bei einem zertifizierten Life Coach kann neue Wege aufzeigen und neue Ziele entdecken helfen.

Erkennen Sie sich selbst.

  • Definieren Sie Ihre Vision – Wer sind Sie heute? Wer wollen Sie morgen sein?
  • Setzen Sie sich anspruchsvolle Ziele.
  • Erstellen Sie einen Aktionsplan.
  • Identifizieren Sie wichtige Meilensteine.
  • Erreichen Sie ungeahnte Resultate.
  • Laufen Sie los! Entdecken Sie neue Möglichkeiten.
  • Erweitern Sie Ihre Ressourcen.

Coaching bedeutet beschleunigte Persönlichkeitsentwicklung.

Sie haben ein Ziel. Sie werden es möglicherweise irgendwann erreichen. Sie können verschiedene Dinge ausprobieren und mal hier und mal da vorbeischauen. Das kostet Zeit. Egal was Sie vorhaben: Nutzen Sie Coaching um zu erkennen, ob Sie tatsächlich dieses spezielle Ziel erreichen wollen. Wenn die Antwort JA ist, dann nutzen Sie Coaching um den schnellsten Weg zum Ziel zu finden.

Es gibt Menschen, die das sehr gut selbst erledigen können. Alle anderen brauchen einen Coach.

Die erfolgreichsten Menschen sind die, die einen hohen Grad der Selbsterkenntnis erreicht haben. Diese Menschen kennen ihre Stärken und ihre Schwächen und Fehler. Sie sind in der Lage, sich optimal weiterzuentwickeln. Erfolg bedeutet, neben dem Aufbau eigener Möglichkeiten auch zu erkennen, wer beim Erreichen von Zielen helfen kann. Choleriker bremsen sich selbst aus. Es macht Sinn, den Choleriker in sich zu erkennen und zu zähmen. Niemand sollte unbeherrscht und zornig Türen zuwerfen und wertvolles Geschirr zerschlagen. (sh. auch Choleriker – Täter und Opfer )

Achtung! Sie sind verwundbar!


Vulnerable – Verwundbar

 

! Sie sind verwundbar!

 

Eine Warnung für PC-Besitzer. Achtung! Schützen Sie sich! Laden Sie den besten Virenscanner und bleiben Sie immer aktuell!

Achtung! Sie sind verwundbar! – Eine Warnung an jeden Menschen.

Jeder ist verwundbar. Vor allem Menschen, die glauben unverwundbar zu sein, sind gefährdet. Was ist Burnout und Depression? Es handelt sich um tückische Krankheiten, die Menschen angreifen und verletzen. Je sicherer man sich fühlt, um so gründlicher kann die Krankheit ihre Arbeit tun und größtmöglichen Schaden anrichten.

Prävention schützt besser, als jede REHA Maßnahme.

Auch hier setzt Coaching an. Coaching ist psychologische Beratung für Gesunde. Ein Coach ohne psychotherapeutische Ausbildung ist immer noch ein “Psychologischer Berater”. Ohne den “Kleinen Heilpraktiker” darf kein Coach heilen oder auch nur Heilung versprechen.

Das ist in der Präventionsphase auch gar nicht notwendig. Viele Coachingausbildungen setzen genau an dieser Stelle an. Ein Coach ist nach dem Verständnis der meisten praktizierenden Coaches ein professioneller Berater, der sich mit Möglichkeiten und Ressourcen seiner Klienten auseinandersetzt. Die Behandlung von Krankheiten ist eine ganz andere Sache. Hier bietet sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Coaches und Ärzten und Therapeuten an. Es kommt auch auf die Ärzte und Therapeuten an, Coaching als ergänzende Profession zu erkennen und zu akzeptieren. In der Praxis stößt ein Coach ohne eine psychologische und therapeutische Ausbildung auf eine Mauer des Unverständnisses. Psychologen werden gerne auch als Coach anerkannt. Quereinsteiger aus der Wirtschaft oder aus angrenzenden Gebieten werden aber allzuoft abgelehnt.

Dabei brauchen wir viel mehr psychologische Berater. Coaching hat eine große Zukunft, auch in Deutschland.

(RZ)

 

****

 

Es gibt eine Möglichkeit um die Grenze vom Coaching zum psychotherapeutischen Heilpraktiker zu überschreiten:

Psychotherapie (HP)

Vorbereitung auf die amtsärztliche Prüfung nach dem Heilpraktikergesetz

Der Lehrgang Psychotherapie bietet Ihnen die einmalige Möglichkeit, sich per Fernlehrgang auf die anspruchsvolle behördliche Prüfung vorzubereiten, deren Bestehen Voraussetzung ist, um als psychotherapeutische/r Heilpraktiker/in zu arbeiten. Lernen Sie hier alles über Befunderstellung, Diagnose und Therapie psychischer Störungen, um diesen angesehenen Beruf auszuüben.

Studienziel Befundstellung, Diagnose, Einteilung und Therapie psychischer Störungen anhand des Klassifikationssystems, der Weltgesundheitsorganisations (ICD10). Vorbereitung auf die behördliche Prüfung:
Studienmaterial 14 Studienhefte, 1 Lehrbuch zur ICD10
Studiendauer 15 Monate bei einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von 6-9 Stunden. Auf Wunsch verlängern wir Ihre Studiendauer kostenlos auf 24 Monate.
Teilnahme-

voraussetzungen

Mindestens 23 Jahre alt, mittlerer Bildungsabschluss, psychisch gesund. Für die behördliche Prüfung: Vollendung des 25. Lebensjahres, i.d.R. EU-Staatsbürgerschaft, einwandfreies Führungszeugnis, keine schweren körperlichen Erkrankungen, psychische Störungen oder Süchte.
Studienabschluss Nach Abschluss des Lehrgangs erhalten Sie ein Zeugnis der Hamburger Akademie als Nachweis der Vorbereitung auf die behördliche Prüfung.
smartLearn Exklusiv nur bei der Hamburger Akademie für Fernstudien!

Optimal lernen nach Ihren persönlichen Voraussetzungen, smartLearn hilft Ihnen dabei.

 

Seriöse Angebote finden Sie bei einer Reihe von Fernschulen oder Akademien.

Die Mobbingfalle


Die Mobbingfalle

Mobbing ist extrem gesundheitsschädlich, grausam und völlig unnötig. In einem geeigneten Coaching entwickeln Klienten oft selbst Fähigkeiten, sich aus der Mobbingfalle zu befreien. Die meisten echten Mobbing-Probleme sind oft durch die Klienten selbst lösbar. Ein Coach wird seinem Klienten eine Reihe von Fragen stellen:

  • Was genau ist das beobachtete Verhalten?
  • In welchem Zusammenhang steht das beobachtete Verhalten?
  • Welche Ziele verfolgen die Mitspieler?
  • Was denken Sie, was mit dem Verhalten der Mitspieler erreicht werden soll?
  • Wie sehen das Aussenstehende, andere?
  • Was ist bisher in der Kommunikation schiefgelaufen?
  • Wie sieht das Problem aus der Perspektive der Täter aus?
  • Wie ist das eigene Verhalten, wenn es zu derartigen Vorfällen kommt?

Echtes Mobbing ist sehr selten. Die Akteure eines solchen Verhaltens sind oft nicht greifbar. Führen Sie ein Mobbingtagebuch. Das hat mehrere Vorteile. Sie sind in der Lage die Vorfälle durch einen Filter laufen zu lassen und ihn aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Ein detailliertes Mobbingtagebuch ist die Grundlage für die Lösungsfindung. Interessanterweise wird Mobbing nicht nur von oben ausgeübt. Es gibt auch viele Vorgesetzte, die durch Untergebene gemobbt und getrieben werden. Hier bietet sich ein Coaching an um das Set zu klären und die eigenen Führungsfähigkeiten zu stärken und weiterzuentwickeln.

Wir sind das Problem


Wir sind das Problem
Wir stehen uns oft selbst im Weg

Er hat ein Problem
Er steht sich selbst im Weg

Ich habe ein Problem
Ich stehe mir selbst im Weg
Ich fühle, dass ich etwas tun muss
Ich schiebe etwas vor mir her
Ich kann mich nicht entscheiden
Ich weiß nicht, wohin das führen wird
Ich weiß nicht, ob es nicht besser ist alles so zu lassen wie es ist

Alles was wir tun hat einen Sinn und ein Ziel. Nicht tun ist tun.

Wie schwimmen auf dem Fluß des Lebens. Es ist egal ob wir rudern oder uns treiben lassen oder einen Motor benutzen: Wir bewegen uns in eine bestimmte Richtung.

Wir haben es in der Hand. Ziele erreichen, die wir erreichen wollen oder an Orten ankommen, die uns vielleicht nicht gefallen.

Was wollen wir unseren Kindern und Enkeln erzählen?

“Ich habe mich treiben lassen. Alles war ein Zufall. Ihr seid ein Produkt von Zufällen……”

Ich habe oft mit Menschen zu tun, die nach einer genialen Geschäftsidee suchen . Sie suchen nicht wirklich, sondern glauben, dass sie irgendwann darüber stolpern werden. Sie glauben irgendwie an sich, aber nicht so richtig. Sie wissen immer noch nicht, was sie eigentlich machen wollen, wofür sie sich erwärmen oder wofür sie brennen können. Sie haben schon einige Dinge ausprobiert, aber irgendwann haben sie es aufgegeben. Sie haben irgendwann einfach keinen Erfolg mehr damit gehabt. Wenn ich diese Menschen frage, wie sie denn auf die Idee gekommen sind genau das zu tun, was sie getan haben, dann kommt oft eine ganz interessante Antwort. “Ich bin zufällig darauf gestoßen….” Zufällig hat es dann doch nicht so funktioniert. Egal. Dann warten wir eben auf den nächsten Zufall. Wenn wir auf einem unbekannten Fluß unterwegs sind, dann sollten wir schon wissen, wo die nächste Stromschnelle oder ein Wasserfall uns erwartet. Wir sollten wissen wo der Fluß ins Meer mündet und wie der Verkehr auf dem Fluß ist. Vielleicht ist es ja besser am nächsten Hafen anzulegen und sich mal an Land umzusehen.

Reden befreit – Coaching in Führungsetagen


Ich weiß, dass man nicht einfach zum CEO eines DAX Unternehmens oder eines mittelständischen Konzerns gehen kann, um den Chefs ein Coaching anzubieten. Immer mehr Unternehmen haben Coachingangebote für das mittlere Management. Manchmal handelt es sich um präventive Angebote. Stichwort – Führungskräfteentwicklung. Oft spielt Coaching eine Rolle, wenn es Probleme gibt. Es gibt viele Probleme im mittleren Management. Und es gibt eine uralte Regel, die immer noch gültig ist.

DER FISCH FÄNGT IMMER AM KOPF AN ZU STINKEN.

Wie unangenehm! Ich weiß! Aber so ist es. Die meisten Probleme, mit denen ich im mittleren Management konfrontiert werde, hängen mit grundlegenden Fehlern in der obersten Führungsetage zusammen.

Wenn der Chef sein Unternehmen, seine Klinik, seinen Flughafen oder seine Kanzlei nicht im Griff hat, dann wirkt sich das gründlich auf die Mitarbeiter aus. Nachwuchskräfte  erkennen in der Regel sehr schnell, was los ist. Sie sprechen sehr oft darüber, dass sie mit dieser Unternehmenskultur nichts anfangen können. Im Coaching beginnt spätestens hier eine Austellungsarbeit. Ich stelle mir immer die Frage, ob mein Klient tatsächlich die Wahrheit erkannt hat oder ob er nur frustriert ist, weil er sich nicht richtig wahrgenommen fühlt. Nachwuchskräfte müssen oft auch lernen, Geduld zu haben und sich zu entwickeln. Auch das ist ein Coachinganlass. Es gibt aber auch richtig gute Leute, die am Ende unserer Gespräche wissen, dass sie das Pferd wechseln müssen um ihre Ziele zu erreichen. Ich zitiere in solchen Fällen gerne das alte Indianersprichwort.

Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

Ich habe noch nie von einem Coachee verlangt, dass er seine Firma verlassen soll. Im Gegenteil! Das ergibt sich immer von ganz allein. Wenn ein Coachee erkennt, dass er in diesem Unternehmen mit dieser Führungsmannschaft, keine Chance auf eine sinnvolle Entwicklung hat, dann ist das ein wichtiges Thema. Die Entscheidungen reifen ganz langsam in den Gesprächspartnern und müssen letztendlich völlig unabhängig getroffen werden. Die Kündigung ist oft nicht einmal die beste Entscheidung. Oft nehmen die Klienten ihre Probleme einfach in das nächste Unternehmen mit.

Oft liegen die Probleme tatsächlich woanders.

Ich würde mich in diesen Fällen sehr gerne mit den Geschäftsführern oder Abteilungsleitern meiner Klienten unterhalten.

Aber die haben in der Regel keine Zeit für Coachings. (Ein Coaching? Was soll das bringen? Der Chef braucht so etwas doch nicht!)

Und da haben wir wieder unsere grundlegende Frage rund um das Coaching. Was bringt Coaching? Was soll ein Coach in der Chefetage?

Meine Antwort ist: Reden befreit! Immer! Es gibt so viele Dinge über die ein Chef nicht reden kann. Er hat keine Zeit dafür. Er hat Angst davor. Er hat bestimmte Dinge verdrängt. Er hat Leichen im Keller. Er versteht überhaupt nicht, wo das Problem steckt. Er hat Angst vor Veränderung. Er versteht nicht, warum zunehmend nichts mehr zu funktionieren scheint. Er glaubt, dass die Probleme nur in den unfähigen Mitarbeitern zu finden sind. (Früher war alles einfacher. Früher waren die jungen Leute irgendwie besser drauf.) Natürlich wird das Wort PROBLEM nicht ausgesprochen. Es sind immer HERAUSFORDERUNGEN, MARKTVERÄNDERUNGEN und CHANCEN. Aber das sind PROBLEME immer, wenn man mit ihnen umgehen kann. Oft hat man aber genau das verlernt. Es ist ein schmerzhafter Prozess das zu erkennen. Es ist ein langer Weg tatsächlich etwas zu verändern. ChangeManagement beginnt immer mit einem Coachingprozess. Mit oder ohne Coach.

Mit einem Coach geht es schneller. Ohne geht es manchmal überhaupt nicht.

Choleriker. Unbekannte Hirnstörung


Eine bisher unbekannte Hirnstörung plagt Choleriker.

Ich hatte es geahnt. Gesucht und gefunden. Der Sache werden wir nun näher auf den Grund gehen:

Choleriker leiden möglicherweise unter einer bisher übersehenen Hirnstörung, berichten Forscher im Magazin „Proceedings“ der amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Forscher vom Kinderkrankenhaus Philadelphia haben Menschen mit unkontrollierten Wutausbrüchen auf Schäden im Vorderhirn getestet. Bei den psychologischen Tests mussten die Betroffenen etwa Entscheidungen in riskanten Situationen treffen und Gerüche wahrnehmen. Die von den Forschern getesteten Menschen mit unkontrollierten Wutausbrüchen erzielten schlechtere Ergebnisse als gesunde Menschen. Dies lasse auf eine Fehlfunktion im Vorderhirn schließen, schreiben die Wissenschaftler. [Link: Quelle: dk]

Coaching ist professioneller Perspektivwechsel


Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.
(Ralph Waldo Emerson)

Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man denkt, der zum Denken anregt, Gedanken erweckt und inspiriert.
Ein Coach ist ein Mensch, mit dem man besser denken kann.

Ein Coaching ist wie der erfolgreiche Start einer Rakete. Es bringt uns auf eine Umlaufbahn und macht uns schwerelos. Wir bekommen einen völlig anderen Blick auf unsere Welt.

Coaching ist professioneller Perspektivwechsel auf einem hohen Niveau.

Pinguin-Prinzip


Um ein Ziel zur erreichen ist es wichtig sich auf den Weg zu machen. Auch wenn das Ziel noch nicht klar definiert ist.

Hier noch einmal ein Artikel vom Februar 2013:

Das Pinguin-Prinzip (19.Februar 2013)

Im Coaching geht es immer auch darum, seine Perspektive zu ändern und genau in sich hineinzuhören, was einem gut tut. Wenn Sie sich in Ihrer Umgebung unwohl fühlen, dann sollten Sie sich einfach auf den Weg machen. Kennen Sie sie Geschichte vom kleinen Pinguin in der Wüste? Ein Pinguin stellte eines Tages fest, dass er sich nicht wohlfühlte. Er hatte sein ganzes Leben lang nur in der Wüste gelebt und kannte nichts anderes. Nur Sonne und Sanddünen. Ein Wasserloch und eine kleine Oase waren die einzigen Lichtblicke in seinem Leben. Instinktiv spürte er, dass er etwas tun musste. Der Pinguin hatte keine Ahnung, wo er herkam und er wusste auch nicht wo er hingehen sollte. er war nicht für diese Umgebung gemacht. Er watschelte unbeholfen in der Wüste umher und verbrannte sich ständig die Füße. Das war doch kein Leben! Eines Tages war es soweit. Er traf eine Entscheidung. Er musste einfach nur weg! Seine Freunde und Bekannten warnten ihn nachdrücklich vor den Gefahren der Wüste.

“Du armer Irrer! Mach das nicht! Du wirst umkommen! Du hast keine Chance! Wo willst du denn hin? Niemand hat es je geschafft!”

Der Pinguin hatte seinen Entschluss gefasst und machte sich auf den Weg. Es war heiß und trocken und sein Wasservorrat ging zur Neige. Er schleppte sich immer weiter und gab nicht auf. Fast wäre er in der Wüste verdurstet. Eines Tages überquerte er eine letzte Düne und fiel herunter. Er kullerte ins Meer und plötzlich spürte er, dass er hier richtig  war. Hey! Er war ein Pinguin! Er war anders als die Anderen in der Wüste! Das war genau das Richtige für ihn! Er schwamm und tauchte blitzschnell. So etwas hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht erlebt! Es war einzigartig und wunderbar. Niemand hatte ihn auf dieses Erlebnis vorbereitet! Und dann traf er andere Pinguine. Sie sahen genau so eigenartig aus wie er. Er war Zuhause!

Ohne es zu ahnen, hatte er genau sein Ziel erreicht und er war in seinem Element. Wichtig war nur die Entscheidung los zu gehen und den Ort zu verlassen, an dem er sich nicht wohlgefühlt hatte. Auch das ist Coaching.

Forever Coach


Am 03.10.2011 habe ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog veröffentlicht. Heute stehe ich kurz vor dem 400ten Artikel. Inzwischen schreibe ich regelmäßig über meine Erfahrungen, über anonymisierte Fallbeispiele und außerordentliche Herausforderungen. Damals hatte ich bereits eine vage Vorstellung über meine Arbeit als Coach. Schließlich hatte ich ja gerade eine Coaching-Ausbildung absolviert. Es war mir völlig klar, was ich in Zukunft machen wollte. Ich wollte als Coach arbeiten. Genau das mache ich jetzt. Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass es tatsächlich funktioniert. Aber mein Instinkt und mein Gefühl haben mich noch nie enttäuscht. Ich habe mich damals richtig entschieden. Hier noch einmal einer meiner frühen Artikel, den ich auf MacCoach veröffentlicht habe. Warum MacCoach? Das steht auf meinem ersten Artikel, den jeder im Archiv finden kann. Viel Spaß bei der Suche.  

Einmal Coach, immer Coach (14.07.2012)

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass es gut ist Dinge zu wissen und Geheimnisse zu durchdringen. Dieser Mensch hat angefügt, dass es das Größte ist dieses Wissen weitergeben zu können. Das spricht für den Beruf eines Lehrers und für unterstützende Eltern. Ich mag diese Art von Vorbildern. Im Idealfall sind sie genau das, was einen Coach ausmacht. Sie zeigen die Zukunft so, wie sie sein könnte, wenn wir alles richtig machen. Ich persönlich habe in meinem Leben viel über die mögliche Zukunft nachgedacht und es ist eine große Überraschung für mich, dass sie im Grunde genau so geworden ist wie ich sie mir vorgestellt habe. Eigentlich ist es kein Wunder, dass mein Leben so ist, wie ich es mir selbst erträumt habe. Nicht, dass ich keine Probleme hätte, die noch gelöst werden müssen. Aber das ist nicht das Thema. Gibt es eigentlich Menschen, die anderen nichts mitzuteilen haben außer: „Hey! Seht mich an! Bin ich nicht toll?“ Ich weiß nicht. Damit kann ich nicht viel anfangen. Die Menschen die ich treffe sind alle auf ihre Art einzigartig. Aber ich möchte niemand anderes sein. Ich bin zufrieden mit mir. Eigentlich. Wann habe ich zum letzten Mal so richtig lachen können? Wann war ich zuletzt glücklich? Das sind Fragen die sich jeder von uns stellen sollte. Ich bin glücklich in den Armen meiner geliebten Frau. Ich lache tatsächlich wenn sie anruft, wir uns verabreden, beieinander sind. Das macht mich glücklich. Ein eindeutiges Zeichen von Liebe und Glück. Was will ich mehr? Aber warum schreibe ich eigentlich – Einmal Coach, immer Coach? Was hat das mit dem zu tun was ich hier von mir gebe? Ganz einfach. Alles was ich denke und tue hat mit positiver Psychologie zu tun. Es ist wie eine gesunde und natürliche Diät. Keine künstlichen Süßstoffe und Geschmacksverstärker. Wie singt doch Pippie Langstrumpf so schön? „Ich mach mir die Welt, wie….. sie mir gefällt!“ Haben Sie die Melodie?

Otto Scharmer hat den Begriff  „Von der Zukunft her führen“ geprägt. Boris Grundl coacht mit den „Drei Säulen der Führung“ – Wie führe ich mich selbst – Wie lasse ich mich führen? – Wie führe ich andere? Genau in dieser Reihenfolge ist es richtig. Einmal Coach – immer Coach bedeutet, dass ich mir nicht vorstellen kann mich wirklich über Menschen aufzuregen, die sich „falsch“ verhalten. Es ist anstrengend mit Leuten umzugehen, die keine gute Kinderstube hatten oder die ihre inneren Probleme nach außen kehren. Es ist gefährlich mit Menschen zu tun zu haben, die fest daran glauben, dass sie alles richtig machen. Der Begriff „Über Leichen gehen“ kommt ja nicht von ungefähr. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vielleicht ist es manchmal sogar nötig, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Ein militärischer Führer muss immer Entscheidungen treffen, die Menschenleben kosten können.
Die Agenda 2010 von Bundeskanzler Schröder hatte ihn, in letzter Konsequenz, das Amt gekostet. Allerdings waren die unpopulären Entscheidungen wichtig für Deutschland und haben sich als das Erfolgsinstrument in der heutigen Krise herausgestellt. Der Mann ist ein Coach! Ganz eindeutig. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser Mann eines Tages als ein leuchtendes Vorbild herausstellen könnte. (Umstritten ist heute natürlich seine Freundschaft mit WP – Anmerkung 05.01.2015)
Es kommt immer auf die ganze Story an und nicht auf den populären Mainstream. Boris Grundl hat mal wieder recht mit seinem Kampf gegen die „Diktatur der Gutmenschen“. Gutmenschen sind mir in meinem Leben zur Genüge über den Weg gelaufen. Das waren sehr oft die willigen Diener des einen oder anderen repressiven Systems. Vorsicht! Ich meine nicht nur die untergegangene Deutsche Republik die weder republikanisch noch demokratisch war. Es gibt so viele repressive Systeme um uns herum. Platz genug für Gutmenschen. Wir müssen nur die Augen öffnen um so etwas zu erkennen. Es kommt immer darauf an, den gesunden Menschenverstand einzuschalten und wach zu bleiben. Von allein geht gar nichts. Es kommt immer darauf an seine eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und alles zu tun um sie in der Hand zu behalten. Denken Sie von der Zukunft her! Und zwar positiv!

Und so schließt sich der Kreis. Einmal Coach, immer Coach. Ich denke wie ein Coach, also bin ich einer! So einfach ist das – und so schwierig.

Burnout & Depression – Was hat das mit Coaching zu tun?


Burnout & Depression

Burnout wird heute oft mit chronischen Depressionen verwechselt. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Burnout ist nur ein populärer Sammelbegriff für Sympthome von Stress, Überforderung und Ermüdung. Ärzte und Therapeuten sind alarmiert. Die Experten streiten sich, ob man Burnout als Krankheit betrachten soll. Burnout ist ein Sammelbegriff, keine Krankheit. In der ICD-10 taucht Burnout als Begriff nicht auf.

Stattdessen nennt die ICD-10 unter dem Begriff „verwandte Gesundheitsprobleme“ im Kapitel XXI (Notation Z, „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“) die Subkategorie ICD-10 Z73.0 „Ausgebranntsein: Burn-out, Zustand der totalen Erschöpfung“.

Es wird schnell deutlich, dass – wie bei vielen Krankheiten – Vorbeugung die beste Medizin ist. Das größte Problem im Umfeld von Burnout sind nicht fehlende Ärzte, Psychologen und Therapeuten, die Burnout heilen können. Das größte Problem ist die fehlende Zeit. Die meisten unter Stress, Ermüdung und Burnout leidenden Menschen sind nicht oder nicht nur psychisch krank. Das Problem ist anders gelagert. Burnout ist ein Modewort. Jeder redet darüber, weil man meint, dass man für seine Arbeit brennen muss um erfolgreich zu sein. Burnout ist in diesem Zusammenhang nur eine logische Konsequenz.

Burnout ist ein Thema für sich. Andauernde Belastung, Streß, Ermüdung, mangelnde Erholung sind nur einige Ursachen für Burnout. Sehr oft sitzen die Betroffenen auch einfach nur im falschen Zug. Sie haben irgendwann einmal eine berufliche Entscheidung getroffen, die ihnen nicht gut tut. Denken wir darüber nach, dann stellen wir sehr schnell fest, dass es auch Alternativen gegeben hätte. Vielleicht hätten wir nicht Steuerberater werden sollen, sondern Lehrer oder Polizist. Möglicherweise wäre es sehr viel besser gewesen, wenn wir nicht Philosophie studiert hätten, sondern Maschinenbau. Warum eigentlich ist unser Englisch so schlecht? Warum haben wir nicht längst andere Entscheidungen getroffen? All das kann zu Verspannungen und einem schlechten Gefühl führen. Burnout ist der Sammelbegriff.

Wir fühlen uns einfach nicht mehr wohl in unserer Welt und das kann wirklich krank machen. Aber soweit ist es noch lange nicht, wenn wir uns aktiv mit dem Thema beschäftigen.

Vielleicht haben wir einfach nur den Kontakt zu uns selbst verloren. Vielleicht waren wir nicht ehrlich, was unsere Bedürfnisse betrifft. Haben wir mehr für Andere als uns selbst gelebt?

Vielleicht drehen wir uns im Kreis und finden nicht mehr heraus aus einer Spirale, die sich immer schneller dreht. Um dort herauszukommen muss immer mehr Zeit und Energie aufgewendet werden.

Eigene Wünsche und Bedürfnisse werden hintenangestellt und verleugnet. Wir leiden darunter, dass wir unseren eigenen Ansprüchen und Erwartungen nicht mehr genügen können. Das idealisierte Selbstbild bekommt Risse und bricht plötzlich zusammen. Soweit muss es nicht kommen, wenn es gelingt rechtzeitig Kontakt zu sich selbst aufzunehmen. Das ist nicht leicht, weil man einen möglicherweise unangenehmen Prozess vor sich hat. Wir neigen dazu und Dinge schönzureden und so in einen emotionalen Komfortzustand zu kommen.

Wir entwickeln typische Denkmodelle und schaffen es später kaum mehr uns von diesen eingebrannten Denkmustern zu befreien.

Es gibt Menschen, die immer das haben und erreichen wollen, was sie niemals erreichen können. Diese Menschen werden niemals innere Ruhe finden. Sie sind immer unzufrieden mit sich und der Situation. Sie sind immer auf der Suche. Realistische Ziele und das Definieren von erreichbaren Meilensteinen sind hier angebracht.

Das andere Extrem erleben Menschen, die glauben nur das erreichen zu wollen, was sie haben. Sie wünschen sich kein schöneres Auto, weil es angeblich viele Gründe gibt es nicht zu benötigen. Die süßen Trauben hängen einfach zu hoch. Auch das kann langfristig zu Frustration und letztendlich Depression und Burnout führen. Es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe Denkmuster zu identifizieren und darüber mit einem Unbeteiligten zu sprechen.

Genau hier setzt Coaching an. Der Coach, als psychologischer Berater, kann durchaus als prophylaktischer Gesprächspartner fungieren. Genau das ist eine wichtige Rolle. Coaching unterstützt den Wunsch nach Neuorientierung.
Coaching kann helfen, Streß, Burnout und Depressionen, vorzubeugen.

Drei Briefe


Der neue Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens traf seinen Vorgänger. Er fragte den scheidenden Chef nach Tipps und Ratschlägen. Der alte Chef griff in seine Aktentasche und gab ihm drei verschlossene Briefe. Der junge Mann solle jeden Brief erst dann öffnen, wenn ernste Probleme für ihn und das Unternehmen auftauchen würden.

Der junge Mann bedankte sich freundlich. Vermutlich würde er die Briefe irgendwann einmal öffnen.  Er legte die Briefe in den Tresor und vergaß sie sehr schnell.

Im Jahr darauf gab es einen starken Auftragseinbruch. Die Kritiker wurden lauter und der junge Mann begann sich um seine Zukunft zu sorgen. Dann erinnerte er sich an die drei Briefe. er überlegte nicht lange und öffnete den ersten Brief. Dort gab es konkrete Anweisungen für den eingetretenen Fall.

“Schieben Sie alles auf Ihren Vorgänger! Beginnen Sie umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen. Es ist vollkommen egal, was sie machen. Aber machen Sie etwas! Dann werden Sie Erfolg haben!”

Der Mann tat das. Die Veränderungsprozesse waren schmerzhaft, aber offenbar wirksam. Die Lage beruhigte sich. Alles war in Ordnung.

Ein paar Jahre später gab er erneut starke Probleme. Es war wieder soweit. Der Mann holte den zweiten Brief aus dem Tresor.

“Beauftragen Sie einen Unternehmensberater!”

Das war alles. Er suchte sich eine renommierte Unternehmensberatung, ließ sich ein ziemlich großes Budget genehmigen und beauftragte das Unternehmen. Nach umfangreichen Umstrukturierungen – das Unternehmen wurde auf den Stand vor den ersten Maßnahmen zurückentwickelt – lief alles wieder wie am Schnürchen. Der Mann konnte zufrieden sein.

Viele Jahre später, nachdem alles perfekt gelaufen war, gab es erneut sehr große Probleme. Es blieb nichts anderes übrig, der letzte Brief musste geöffnet werden.

“Es wird Zeit, drei Briefe für Ihren Nachfolger zu schreiben!”

Choleriker Therapie?


Das Thema Choleriker begleitet mich seit vielen Jahren. Seit 2013 habe ich mehrere Artikel zu diesem Thema auf meinem Coaching-Blog veröffentlicht. Der Blog beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema Coaching. Das am meisten gelesene Thema ist aber tatsächlich das Thema Choleriker. Ich komme einfach nicht an diesem Thema vorbei. Das Thema ist ein Dauerbrenner. Der Bedarf scheint tatsächlich sehr groß zu sein.

Die wichtigste Frage ist, wie man mit diesen Menschen klarkommen und mit ihnen leben kann. Wenn man mit einem Choleriker zusammenlebt, dann gerät man sehr schnell in eine Opferrolle. “Der Klügere gibt nach……” Ist es wirklich klug, Cholerikern nachzugeben? Im Gegenteil ist es wichtig, intelligent Grenzen zu setzen und so die cholerische Energie des gegenüber geschickt ins Leere laufen zu lassen.

Es gibt aber auch Fragen von Cholerikern, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Was macht eigentlich einen Choleriker aus? Bin ich als Choleriker krank? Ist das heilbar? Was kann ich tun?
Eines der größten Mißverständnisse ist, dass durchsetzungsstarke Manager und Macher cholerisch veranlagt sein müssen um ihre Stärken effektiv ausspielen zu können. Choleriker sind keine starken Menschen. Im Gegenteil.

Ein echter Choleriker pokert nicht. Er kann seine Emotionen nicht für sich behalten und ist nicht in der Lage, wirkungsvoll zu pokern. Natürlich kann ein extravertierter Mensch ein anstrengender und erfolgreicher Pokerpartner sein. Sein Pokerface ist einfach seine Unberechenbarkeit, seine permanente Gewaltbereitschaft, mit der er alle anderen Emotionen erfolgreich überdecken kann.  Das kann auch Methode sein. Es gibt auch Schauspieler, die den Choleriker nur spielen, um ihre Ziele durchzusetzen. Theatralische Auftritte vor Publikum sind ihre Methode. Aber auch hier gibt es Grenzen des guten Geschmacks. Eine gute Kinderstube macht in jedem Fall den entscheidenden Unterschied.

Extravertierte Menschen sind nicht automatisch unbeherrschte Choleriker. Laute und aufdringliche Menschen sind nicht zwingend erfolgreicher als ruhige Charaktere.

Woran erkennt man selbst, dass man ein Choleriker ist? Muss man dagegen angehen? Warum sollte man überhaupt etwas daran ändern?

Es liegt auf der Hand, dass cholerische Ausbrüche in den allermeisten Fällen sehr verstörend auf alle Beteiligten wirken. Mitarbeiter leiden unter cholerischen Chefs. Mobbing ist naheliegend. Das Ergebnis sind Burnout und Depressionen. Somit besteht eine direkte Verbindung zwischen einem Fehlverhalten extravertierter Persönlichkeiten und schweren Schäden in Unternehmen. Auch im privaten Bereich sind die Auswirkungen cholerischer Streubomben katastrophal.

Was kann man dagegen tun? Ein Gespräch mit einem Psychologen, einem Mediator oder einem Coach kann helfen. Der erste Schritt  ist immer ein anderer. Man muss darüber sprechen. Erst wenn Choleriker begreifen, dass ihr Verhalten nichts mit Eigenschaften wie clever oder erfolgreich zu tun hat, werden sie bereit sein, etwas zu ändern. Choleriker sind keine erfolgreichen Gewinnertypen. Choleriker sind einfach nur Menschen, die sich nicht im Griff haben. Wer das erkannt hat, kann auch etwas ändern.

Fragen Sie einfach den Coach Ihrer Wahl! Choleriker sind nicht automatisch krank. Es ist ein unangenehmes Fehlverhalten. Dagegen kann man etwas tun. Und das ist eine gute Nachricht.

Schneller Ziele erreichen: Coaching


Contacting- Contracting – Chunking – Clearing – Concepting – Changework – Controlling

Schneller Ziele erreichen durch Coaching

Ich spreche jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen über ihre berufliche Vergangenheit und eine mögliche Zukunft. Ich verstehe mich nicht in erster Linie als Berater. Ich arbeite als Coach. Klassische Beratung ist nicht meine Kernkompetenz. Die Lage der Betreffenden ist oft aussichtslos. Es wird von Hemmnissen gesprochen, die ausgeräumt werden müssen um weiterzugehen. Wenn es tatsächlich passende Förderprogramme geben würde, dann müssten die Betreffenden viel intensiver begleitet werden. Es ist eine gute Idee, diesen Menschen einen Coach an die Seite zu stellen. Aber wer soll das bezahlen? Was bringt das? Wie rechnet sich das? Fragen, die ich durchaus beantworten kann. Die Gesellschaft ist immer gut beraten präventiv zu arbeiten. Aber das ist viel schwerer und komplexer, als man meinen mag. Das Gesundheitswesen ist ein typisches Beispiel. Es ist scheinbar viel einfacher einen kranken Menschen zu therapieren als vorsorglich tätig zu werden. Tatsächlich ist es viel schwerer einen kranken Menschen, insbesondere einen seelisch erkrankten Menschen, zu heilen. Coaching wäre eine echte Alternative. Ein Coach ist kein Heiler, sondern ein Begleiter auf Zeit. Wenn ein Klient Fragen hat, dann hilft der Coach ihm diese Fragen zu analysieren und selbständig zu beantworten. Es sind Fragen wie: „Kann ich es schaffen, aus dieser Situation herauszukommen?“ „Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen?“ „Wer kann mir helfen?“ „Will ich dieses oder jenes Ziel tatsächlich erreichen?“ Ein Coach motiviert durch Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Klienten. Nach einem erfolgreichen Coaching ist zunächst kein einziges Problem gelöst. Aber der Weg zum Ziel wird deutlich. Oder es wird klar, dass man eigentlich ein ganz anderes Ziel verfolgt. Ich treffe oft Menschen, die erst nach langen Jahren auf dem Weg zu einem – für sie – falschen Ziel feststellen, das sie eigentlich ganz woanders hinwollten. Da gibt es angehende Ärzte, die mit einem EinserAbitur in der Hand ein Studium beginnen, das bei genauer Betrachtung einfach nicht zu ihnen passt. Vielleicht wären sie besser Jurist oder Forscher geworden. Auf jeden Fall wird immer wieder klar, dass die meisten Mitbürger den scheinbar leichtesten Weg gehen, der sich ihnen bietet. Die Eltern haben den Weg vorgezeichnet und es ist oft einfacher genau das zu machen, was die Eltern von einem erwarten. Als Coach stelle ich immer wieder die eine Frage: „Warum haben sie genau das studiert? Was war ihr Ziel?“ Die Antworten sind ernüchternd. Tatsächlich haben die wenigsten wirklich eine greifbare Vorstellung von dem, was sie wirklich erwartet. Wir sind so angelegt, dass wir uns oft völlig falsche Vorstellungen über einen angestrebten Beruf machen. Junge Leute wollen „irgendwas mit Computern“ machen. Die meisten haben keinerlei Vorstellung von dem, was sie erwartet. Es gibt aber auch Ausnahmen. 17Jährige, die ganz genau wissen, dass sie einmal ALDI Manager werden wollen. Der junge Mann wusste ziemlich genau, was ihn erwartete und was er tun musste um sein Ziel zu erreichen. Ich war damals ziemlich beeindruckt. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Ich selbst war keineswegs immer so zielbewusst, wie ich es heute von meinen Klienten erwarte. Bei jedem Coaching muss zunächst klar sein, wohin die Reise gehen soll. Oft stellen meine Klienten im Laufe des Prozesses fest, dass sie eigentlich ganz woanders hinwollen. Coaching ist tatsächlich eine nachhaltige Methode um lange Umwege zu vermeiden und schneller Ziele zu erreichen. Eine unser wertvollsten Ressourcen ist die Zeit. Wir können über unendliche Möglichkeiten verfügen, die Zeit ist begrenzt. Ein Coachingprozess über mehrere Monate ist die beste Investition in unsere Zukunft.

Vorbilder


Im NLP spricht man von Skulpturen oder Aufstellungen, wenn Beziehungen und Verhältnisse deutlich gemacht werden. Menschen orientieren sich an anderen Menschen. Wir können an anderen Menschen wachsen oder am Boden festgehalten werden. Eine wichtige Frage, die wir uns jeden Tag stellen, sollte sein, wer der Mensch ist – an dem wir uns nach oben orientieren können. Wer ist mein Vorbild? Wie ist mein Vorbild? Was kann ich von diesem Menschen lernen. Was kann dieser Mensch für mich tun? Es geht beim Coaching nicht nur um Sprache.   Skulpturarbeit im NLP ist die körperliche Darstellung des Erlebens einer Situation oder eines Problems. Die Skulpturmethode untertunnelt, an Sprache gebundene, Abwehrmechanismen und ermöglicht ein rasches Vordringen zu zentralen Konflikten und momentan nicht zur Verfügung stehenden Ressourcen.  Rational und intellektuell glauben wir unsere Welt erklären zu können. Aber genau das hindert uns oft daran die tatsächlichen Ursachen und Metaprobleme (Probleme hinter den Problemen) zu erkennen.   Der Coach bittet den Klienten, sich in eine Körperhaltung zu begeben, die deutlich ausdrückt, wie seine innere Befindlichkeit in der Situation aussieht. Dabei muss er ggf. dem Klienten die Darstellungsmöglichkeiten im Detail anbieten, indem er Blick, Mimik, Kopfhaltung, Armhaltung, Beinhaltung, Muskelspannung usw. abfragt.   Die Auswertung der Skulptur erfolgt über Fragestellungen

  • Wie fühlen Sie sich in der Skulptur?
  • Wie erleben Sie ihren Atem?
  • Welche Muskeln spüren Sie?
  • Entstehen Gedanken, Bilder, Ideen?

  Der Coach kann seine Wahrnehmung der Skulptur spiegeln und die damit verbundenen Assoziationen als Frage oder Hypothese anbieten.   In der Skulpturarbeit wird versucht einen Übergang von einer Problem-Skulptur zu einer Lösungs-Skulptur zu finden. Der Weg zur Lösungs-Skulptur geht über die spontanen Veränderungsimpulse, die regelmäßig beim „Eintauchen“ in die Skulptur erlebt werden. Es folgt ein Experimentieren mit mehreren Varianten veränderter Körperhaltung. Die Körperhaltung, in der sich der Klient am „stimmigsten“ fühlt wird verankert, d.h. der Klient richtet seine Aufmerksamkeit auf das mit dieser Körperhaltung verbundene energetische Potential. Anschließend wird besprochen, welche konkreten Handlungen eine Verwirklichung dieses energetischen Potentials darstellen. Zurück zu unseren Vorbildern und Antihelden. Ein gutes Beispiel ist hier wieder einmal DER INKOMPETENTE CHEF. Wir haben einen Chef, der aus unserer Sicht keinen guten Job macht. Das ist der Ausgangspunkt. Wollen wir uns an diesem Menschen orientieren? Ist das ein Vorbild? – Mal sehen: Der Mann ist ganz offensichtlich erfolgreich. Er genießt das Vertrauen der Leute, die ihn an den Posten gesetzt haben. Irgendetwas muss der Mann richtig gemacht haben. Das ist vielleicht ärgerlich, aber nicht veränderbar. Gehen wir einfach davon aus, dass unser INKOMPETENTER CHEF eine Konstante ist. Mitarbeiter, die glauben ihren INKOMPETENTEN CHEF demontieren zu müssen, wandeln auf dünnem Eis. Sie haben oft nicht ansatzweise begriffen, was eine gute Führungskraft ausmacht. Zur Erinnerung möchte ich die berühmten Grundelschen 3-Säulen- Guter-Führung (Boris Grund, Unternehmercoach) anführen: WIE LASSE ICH MICH FÜHREN? WIE FÜHRE ICH MICH? WIE FÜHRE ICH ANDERE? Betrachten Sie den INKOMPETENTEN CHEF durch diese Filter. Wie gesagt, irgendetwas hat der Mann vermutlich richtig gemacht. Wie lässt sich der Chef führen? Wer ist sein Vorgesetzter? Woran orientiert sich der Chef? Wie erledigt er die Aufgaben als Chef? Wenden wir einfach die DREI SÄULEN auf unseren INKOMPETENTEN CHEF an und dann auf uns selbst. Das wird mehr Klarheit bringen. Probieren Sie es aus! Sie werden staunen, was dann alles sichtbar wird. Aber zurück zu unseren Vorbildern. Auf die Frage nach Vorbildern antworten viele Menschen automatisch Albert Schweitzer oder Albert Einstein. Das ist leicht. Jeder kennt diese Namen und es besteht kaum die Gefahr beschreiben zu müssen wer diese Menschen waren oder warum sie unser Vorbild sind. Kaum jemand sagt zum Beispiel: Mein Vorbild ist Onkel Klaus. Oder. Ich will so werden wie meine Hochschullehrerin. Heute ist es modern alle seine Probleme auf den Gewinn einer Castingshow zu fokussieren und bei POPSTAR zu siegen und SUPERSTAR zu werden. Onkel Klaus ist ein sehr guter Handwerker. Er arbeitet in einem Heizungs- und Sanitärbetrieb und ist glücklich mit seiner Arbeit, seinem Gehalt und seinem Status in seinem Unternehmen. Onkel Klaus ist ein liebenswerte Ehemann und fürsorglicher Vater. Er ist glücklich und das spürt man einfach. Warum nicht so werden wie Onkel Klaus? Haben wir überhaupt das Zeug dazu, so zu werden wie Onkel Klaus? Vielleicht sollten wir uns auch einmal unseren INKOMPETENTEN CHEF genauer anschauen. Möglicherweise können wir ja etwas von ihm lernen. Wetten dass? Vielleicht hilft ja ein Blick auf den Chef vom Chef. Suchen Sie sich ein kompetentes Vorbild und formen Sie seine Skulptur. Wie verhält er sich? Was macht seinen Erfolg aus? Wie ist sein Einfluß auf andere Menschen? Was macht ihn attraktiv? Was ist das für ein Mensch? Wie bewegt er sich und wie fühlt er sich? Lassen Sie sich Zeit. Und lassen Sie zu, dass das liebgewonnene ARSCHLOCH-IMAGE des INKOMPETENTEN CHEFs zu bröckeln beginnt.  

Ein Arzt kann auch nicht heilen


„Ein Arzt kann auch nicht heilen!“, war die erste Reaktion eines Arztes, mit dem ich mich über Coaching unterhielt. Wir sprachen über den Unterschied von Psychologie, Psychotherapie und Coaching. Ein Coach heilt nicht und er verspricht auch keine Heilung – ist die Grundlage fast jeder Coachingausbildung. Es ist klar, dass ein Coach niemals als Psychotherapeut auftreten sollte. Das verbietet sich von selbst. Ein Coach ist ein Coach,  ist ein Coach! Ein psychologischer Berater, aber kein Heiler, auch wenn es zu Nebeneffekten kommen kann, die in diese Richtung zeigen. Ein Fitnesstrainer ist schließlich auch kein Arzt, obwohl er etwas für die Gesundheit tut. 
Die prompte Reaktion des Arztes – ein Arzt kann nicht heilen – brachte mich zum Nachdenken. Was ist der Unterschied zwischen einem Arzt, der als Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut arbeitet und einem Coach? Ganz klar: Der entscheidende Unterschied ist die Ausbildung. Ein Coach hat andere Qualitäten als ein Arzt. Die Aussage, dass ein Arzt nicht heilen kann, ist ganz klar. Ein Arzt stellt eine Diagnose und verordnet Medikamente oder er operiert den Patienten um Defekte zu reparieren und Leiden zu lindern. Heilen kann auch er nicht. Das liegt im Immunsystem des Patienten. Ärzte unterstützen den Heilungsprozess,  indem sie Empfehlungen abgeben und den Patienten motivieren wieder gesund zu werden. Insofern ähnelt ein Arzt dann wieder einem Coach. Und die Parallelen sind nicht zu übersehen. Aber es handelt sich auch in diesem Fall um keine Ausnahme von der Regel. Ein Arzt kann sehr wohl auch ein Coach sein. Ein Psychotherapeut kann das auch. Und Manager, Lehrer, Politiker, Trainer, Berater….. Das ist der Unterschied. Als Coach kann man auf jedem Gebiet tätig werden. Das macht die Arbeit so unglaublich attraktiv und interessant. Ein Coach ist ein Coach…….

Coaching – je intelligenter der Klient……


Coaching ist zielorientiert und ergebnisoffen. Ambitionierte Ziele und intelligente Klienten sind eine besondere Herausforderung. Ganz besonders hochgebildete und erfolgreiche Klienten sind auf dem ersten Blick eigentlich keine Klienten. Sie sind oft selbst in der Lage Ziele gut zu formulieren, Meilensteine zu definieren und ihre hochgesteckten Pläne in die Tat umzusetzen. Wozu braucht man eigentlich einen Coach, wenn man derartige Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt hat? Auch hier kann die Analogie zum Spitzensport helfen. Spitzensportler brauchen einen Coach um ihre Leistungen zu verbessern, zu festigen und neue Ziele zu erreichen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber selbst Naturtalente sind vor Niederlagen und Leistungseinbrüchen nicht sicher. Wer dann erst beginnt sich den richtigen Coach zu suchen, verliert sehr viel Zeit und verpasst möglicherweise wichtige Chanchen. Coaching von Spitzenkräften ist immer Schwerstarbeit.
Das gilt sowohl für den Coachee, als auch dem Coach selbst. Es kommt darauf an, wie gut die beiden als Team zusammenarbeiten. Für jeden Coach mit einem wissenschaftlich- technischen Hintergrund ist klar:  Je mehr Masse bewegt werden muss, um so intelligenter muss die Kraft angesetzt werden, die diese Masse in die richtige Richtung bewegen soll. Ein skeptischer Klient ist nicht automatisch ein Nicht-Klient, auch wenn es auf dem ersten Blick so aussieht. Wenn es gelingt, die richtigen Ziele zu definieren und Vertrauen aufzubauen, dann ist das Team Coachee und Coach mehr als die Summe von zwei Teilen. Es ist offensichtlich und logisch: Ein Coach muss zu seinem Coachee passen. Es ist schwer einen passenden Coach zu finden. Auch das ist ein interessantes Thema. Welche Eigenschaften und Ausprägungen muss ein Coach haben, der zu Ihnen passt? Welche Zielgruppe spreche ich als Coach an? Wie spreche ich meine Zielgruppe an? Wer sind meine Klienten und wer nicht? Ein guter Coach weiß, wo seine Stärken liegen. Intelligente Klienten wissen das in der Regel auch. Sie sind in der Lage zu erkennen, wo ihre Schwachpunkte liegen und sie erkennen den passenden Coach, wenn sie ihm begegnen. Wie finden Sie nun den richtigen Coach? Es ist ganz einfach und unglaublich schwer. Die einzige Möglichkeit besteht darin, es praktisch auszuprobieren. Sie wollen Ihre Ziele schneller erreichen? Dann verlieren Sie keine Zeit!

Projektbegleitung durch einen Coach


Betreuung mittlerer und großer Projekte Projekte durch einen unabhängigen Coach kann Millionen einsparen. Viele Projekte leiden unter Missverständnissen und fehlerhafter Kommunikation. Ein begleitender Coach kann das gesamte Team optimal einstellen und wertvolle Hinweise geben, wenn es zu Problemen zwischen den Teammitgliedern kommt. Selbstverständlich unterliegt ein Coach der Schweigepflicht. Das ist sehr wichtig, weil sich die Teammitglieder ihrem Coach öffenen sollen und auch über eigene Probleme reden müssen. Wenn der Coach eine weit gefächerte Überforderung feststellt, dann kann er rechtzeitig mit den Verantwortlichen Gegenmaßnahmen einleiten. Ein Coach muss selbstverständlich immun gegen Versuche sein, ihn zu beeinflussen und einzuwickeln. Aber das ist für ihn eine der einfacheren Übungen. Schwieriger wird es, wenn seine Auftraggeber ihn für ihre Zwecke in Anspruch nehmen wollen. Es ist Konsens, die Unabhängigkeit und Schweigepflicht im Coachingvertrag zu verankern. Die Aufgabe des Coaches ist es, der Ansprechpartner für alle Teammitglieder zu sein. Ein begleitendes Coaching beinhaltet auch den Zugang des Coach zu den einzelnen Teammitgliedern und eine Beteiligung an den Projektmeetings und der Projektkommunikation. Ein wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit den Coach zu informieren, wenn aus Sicht von Teammitgliedern etwas schief läuft. Der Coach sammelt derartige Informationen und ist in der Lage die einlaufenden Informationen systemisch einzuordnen. Wenn sich zum Beispiel Informationen häufen, die ein Scheitern des Projektes vorhersagen, dann ist ein ProjektCoach das ideale Früherkennungssystem. Vereinzelte Schwarzseher machen noch keinen Projektabbruch oder einen relevanten Zeitverzug. Wenn sich aber die Hinweise auf ernste Probleme häufen, so kann ein Coach genau an dieser Stelle ansetzen und Lösungsansätze liefern. Wenn Sie wieder einmal ein größeres Softwareprojekt planen und den Erfolg des Projektes absichern wollen, dann denken Sie über einen Coach nach, der dieses Projekt begleitet, beobachtet und dokumentiert. Sie werden es nicht bereuen!