Wir schaffen das – MacCoach


Wir schaffen das! 

Jeder kennt diesen Satz. Und nie war er so wertvoll wie heute, möchte man sagen. Wir schaffen das! Oder: Du schaffst das! muss aber immer einhergehen mit einer konkreten Planung. In der Wirtschaft und im Coaching setzt man Meilensteine.Das nennt man Projektmanagement. Belastbare Meilensteine sind in einem Projekt die Grundlage um eine Phase abzuschließen und zur nächsten überzuleiten. Erst wenn ein Meilenstein nachweisbar erreicht wurde, kann das Projekt weitergehen. 
Das Problem von Wir-schaffen-das! war von Anfang an, dass kaum jemand wusste,was konkret damit gemeint war und welche Teiletappen und Ziele erreicht werden sollten. 
Wir schaffen das! klingt auf dem ersten Blick positiv und zuversichtlich. Was war damit gemeint? Und was sollte ganz konkret damit erreicht werden? Niemand hat am Beginn von Wir-Schaffen-DAS! Fragen gestellt. Viele haben es für sich interpretiert und den Gutmenschen in sich in Stellung gebracht. Wer zweifeltewar per Definition BÖSE oder gar RECHTS. Dabei wäre es so einfach gewesen eine offene, ehrliche gesellschaftliche Diskussion in Gang zu setzen. Der grundlegende Fehler an dieser Geschichte war von Anfang an die Angst vor öffentlicher Auseinandersetzung.Das hat Kräfte groß gemacht, die sich nun auf dieses Thema gesetzt und die Debatte auf sich fokussiert haben. 
Was sollte diese Wir-Schaffen-DAS! eigentlich beinhalten? Wir schaffen es, einpaar Tausend Flüchtlinge die auf der Balkan-Route unterwegs nach Deutschland waren aufzufangen und zu betreuen. Wir schaffen es viele von ihnen zu integrieren,weil der demografische Wandel uns in Zukunft schwer zu schaffen machen wird.Aber auch diese Diskussion war damals noch längst nicht in den Köpfen der Menschen angekommen. Sichere Renten und die Beitragsbelastungen der Arbeitnehmer gehören zu einem Modell, dass in Zukunft immer mehr zur Disposition stehen wird. Es wird nicht mehr in alle Ewigkeit funktionieren und es wird kippen.Wohl dem der dann noch genügend Mittel und Energie hat um sich selbst zu helfen.
Wir schaffen das?! Begann bereits Jahre vorher beim plötzlichen Atomausstieg.Die Regierung schwenkte von einem Tag auf den anderen von einer Verlängerung der vorhandenen Atomkraftwerke auf die sogenannte Energiewende um. Das klang damals so schön sauber und verführerisch positiv. Fakt ist, dass es die Franzosen besser haben mit ihren Atomkraftwerken und der Möglichkeit einer sanften Energiewende. Deutschland war von Anfang an dazu verdammt,Kohlekraftwerke hoch zufahren und es wurde deutlich, dass es Probleme beim Transport von Windstrom in die industriellen Ballungszentren der Republik geben könnte. Die abgeschalteten Atomkraftwerke können aber eine größere Gefahr darstellen, als laufende und perfekt kontrollierte Systeme. Das Problem der AKWs bleibt bestehen. Der Ausstieg hat nur die Unsicherheit der Ingenieure und Techniker vergrößert. Kein guter Plan.
Energiewende könnte auch dezentral gedacht werden. Aber davon war keine Rede.Wasserstofftechnologie wäre ein wichtiges Ziel. Das könnten wir tatsächlich schaffen. Kaum jemand redet darüber. 
Die nächste Wir-schaffen-Das! Geschichte startete 2008 mit dem Beinahezusammenbruch der Weltwirtschaft nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA. Die Bankeinlagen waren sicher. Haha! Wir schaffen das! Und was haben wir geschafft? Das Deutschland viele Milliarden Steuergelder in den Sand gesetzt hat, während in den USA sehr viel effizienter gehandelt wurde. 
Wenn jemand in der Regierung sagt: Wir-schaffen-Das! sollte er in Zukunft offen darüber reden, worum es geht und was die konkreten Ziele sind. Er oder Sie sollte einen Plan vorstellen mit Meilensteinen und Ausstiegszenarien. Jedes Projekt gilt als gescheitert, wenn die Kosten explodieren oder bestimmte Ziele nicht im Zeitrahmen erfüllt werden können. 
Die Wir-Schaffen-DAS Projekte der Regierungen Merkel sind allesamt noch nicht abgeschlossen, die Kosten explodieren und es ist klar, dass kein einziges dieser Projekte so beendet werden kann, wie man es am Anfang hoffte. Wir werden das schon irgendwie hinbekommen. Aber niemand weiß genau wie das geschehen soll und wo wie am Ende landen werden. Das ist das Problem einer unkonkreten Politik.Aber es ist verständlich aus der Sicht von Politikern: Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Und wenn man zu konkret wird, dann könnte das schnell nach hinten losgehen. Es ist nach hinten losgegangen. Politikverdrossenheit und die Sehnsucht nach einem PROBLEMLÖSER ist groß geworden. Aber ER-Schafft-DAS-auch-nicht.

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Coaching – SozialArbeit


Die Veränderungen in der modernen Gesellschaft werden immer schneller, unvorhersehbarer und sprunghafter. Entwicklungen die vor einer Generation noch vergleichsweise langsam und vorhersehbar abliefen, ergreifen die Gesellschaft heute sehr viel schneller und unberechenbarer. Herkömmliche Lösungen greifen nicht mehr. Politiker werden zu Krisenmanagern, die von einer operativen Lösung zur nächsten getrieben werden. Die Situation kann mit einem Wort beschrieben werden: Unsicherheit. Menschen verlieren den Halt, alte Werte scheinen sich aufzulösen. Gute Ausbildung ist längst kein Garant mehr für einen sicheren Halt in der bürgerlichen Mitte. Wohlstand für alle ist längst nicht mehr ein selbstverständliches Ziel in unserer Gesellschaft.

Die Unsicherheit hat ihren Preis. Immer mehr Menschen haben Gesundheitsprobleme, die sozialbedingt und sozialrelevant sind.  Wer nicht über die notwendigen materiellen, gesundheitlichen, psychischen und sozialen Ressourcen verfügt, ist in Gefahr, krank zu werden. Erfahrungen und Feldstudien haben gezeigt, dass es immer mehr Bruchstellen gibt, die geeignet sind beinahe jeden Menschen erheblich einzuschränken.
Auch Menschen, denen es vergleichsweise gut geht, sind betroffen. Die Angst vor dem Absturz ist die soziale Armut des Mittelstands.
Unternehmer, Manager und Spezialisten wie Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Unternehmensberater und Freelancer aller Art sind betroffen. Sie spüren den Druck besonders stark. Oft kommt es erst nach einer Burnout-Episode oder einer Herz- Kreislauferkrankung zu einem ersten Kontakt mit Klinischer Sozialarbeit. Kein Wunder, denn kaum jemand will mit Begriffen wie “klinisch”, “Sozialarbeit” oder “Psychotherapie” in Verbindung gebracht werden.

Coaching kann möglicherweise diese gefährliche Lücke füllen, den Graben überbrücken. Es gibt bereits viele Psychotherapeuten, die sich als Coach verstehen und bereits im Vorfeld klinischer Probleme präventiv zur Verfügung stehen.

Coaching ist Präventivarbeit genau für die erwähnten Gruppen. Hier werden Ressourcen erkundet und Ziele definiert. Ein guter Coach erkennt gesundheitliche Probleme seiner Klienten bereits im Vorfeld. Coaching und Beratung ist keine psychotherapeutische Behandlung. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Kaum ein Vertreter der genannten Gruppen würde Probleme manifestieren, indem er zum Therapeuten geht. Ein Coaching ist unverfänglicher und (noch) positiv besetzt.
Coaching ist ein Beratungsformat für positive psychologische Beratung. Ein Coach ist auch gleichzeitig ein Sozialarbeiter für Menschen, die sich selbst eher nicht als einen sozialen Fall verstehen. Sozialarbeit sollte vielleicht mit “Arbeit an und in der Gesellschaft” übersetzt werden.  

Ein guter Coach ist auch immer ein SocialWorker.