Wo ist der Sinn?


Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es gibt Zeiten in denen wir ganz genau auf den Punkt kommen wollen. Wir wollen wissen WER wir sind und WARUM. Wir sollten uns, an jedem Punkt unseres Lebens, im Spiegel anschauen können, ohne uns zu schämen. Alles, was wir tun oder lassen, macht etwas mit uns – und es macht uns zu JEMAND. Dieser JEMAND ist der einzige Mensch, der immer bei uns ist.
 
Erkennst DU Dich wieder, wenn DU die folgenden Sätze auf Dich beziehst? 

  • Es gibt Fragen, die ich mir lieber nicht stelle.
  • Fragen, die ich mir nicht allzuoft stellen mag.
  • Es gab Augenblicke in denen ich glaubte genau zu wissen WARUM und WOZU.
  • Ich fühlte mich ZUGEHÖRIG und es fühlte sich gut und richtig an.
  • Und doch fühlte ich, dass ich noch nicht da angekommen war, wo ich eigentlich hin wollte.
  • Ich hatte ein seltsames Gefühl der Ferne und Fremde und fragte mich immer wieder, ob da nicht nicht mehr sei.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen ZIELE verfolge.
  • Ich frage mich, ob ich die richtigen FREUNDE habe..
  • Ich frage mich, ob ich DAZUGEHÖRE, DAZUGEHÖREN WILL.
  • Ist das ALLES?
  • WAS KOMMT noch?

Es gibt Menschen, die genau zu wissen meinen, was WAHRHEIT ist und wo ihr Platz im Leben ist. Es gibt Menschen, denen andere Menschen folgen und von denen wieder andere Menschen abgestoßen werden.
Was ist, wenn diese Menschen feststellen, dass sie sich ihrer selbst nicht mehr so sicher sind?
Was ist, wenn diese Menschen Zweifel an sich und ihrer Aufgabe haben?
Was, wenn sich ihre Ziele als Seifenblasen herausstellen?

Oft gibt es keinen Weg zurück. Politiker, gewählte Volksvertreter, Geistliche, Parteimitglieder. Je mehr Erfolg man hat, um so schwerer wird es die Richtung zu wechseln oder gar auszusteigen. Spätestens nach ein paar Jahren ist die Rückkehr in den Beruf nicht mehr möglich. Es sei denn man ist Rechtsanwalt oder Arzt. Viel mehr Berufe fallen mir da nicht ein.
Eine Frage die sich jeder stellen muss, ist die Frage:

Was mache ich, wenn ich meine Ziele erreicht habe?

Es folgen weitere Fragen: Wie geht es mir dann? Was ermöglicht es mir? Wer bin ich dann? Wohin gehe ich dann?  Was ist, wenn ich mich geirrt habe?

Das sind Fragen, die Menschen hindern ein Ziel zu erreichen. Vielleicht ist es aber auch ein Schutz vor Irrtum.

Es gibt großartige Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen. Obama – Whow! Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika! Er hat alles erreicht. Ist er tatsächlich glücklich damit? Wie wird er seine Zukunft gestalten? Vorträge und Reisen, vielleicht eine Professur an einer EliteUniversität. Vielleicht hat er auch sein Leben lang damit zu tun, seine faktische Ohnmacht zu kompensieren, die er angesichts einer Mehrheit der Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus erleben musste. Der Messias ist gefesselt. Was für ein Start war das damals! – Und heute? Jetzt, wo er alles erreicht hat? Und morgen? Was wird er in Zukunft machen? Eine Prognose: Er wird von den Möglichkeiten sprechen, die er nicht nutzen konnte, weil man ihn ausgebremst hatte. Das ist vielleicht nicht die schlechteste Variante. Vielleicht hören wir ja noch sehr viel von ihm. Bill Clinton ist ein gefragter Redner, ein Mann mit Charisma.

Al Gore ist ein gescheiterter Präsidentschaftskandidat. Vielleicht hatte er mehr Glück als sein Herausforderer und Bezwinger George W. Bush.

 Vielleicht müssen wir auch scheitern, um Erfolg zu haben. Immerhin haben wir es versucht. Wer scheitert, ist kein Verlierer, nur wer es nicht versucht hat.