Resilenz


Resilenz wird zu einem immer wichtigeren Thema für Coachs, Personalmanager, Berater und Psychologen. Resilenz bedeutet ganz allgemein – Widerstandsvermögen gegen äußeren Druck und Stress. Der Grad der Resilenz eines Organismus oder eines Systems beschreibt die Fähigkeit in Druck- und Stressituationen nicht zu zerbrechen.

Der Begriff Resilenz wird sowohl in der Physik, als auch in der Ökologie und Psychologie verwendet. In komplexen Ökosystemen beschreibt die Resilenzfähigkeit die Fähigkeit auf Umweltbelastungen zu reagieren ohne grundlegenden Schaden zu nehmen. In der Physik wird mit Resilenz die Fähigkeit von Stoffen bezeichnet, die sich unter Druck verformen und die ursprüngliche Form wieder zurückerhalten, wenn die einwirkenden Kräfte reduziert werden. Ein Flummi wird auf den Boden geschleudert und verformt sich beim Aufprall um wieder als Kugel zum Werfer zurückzukehren. Der Berliner Fernsehturm schwankt unter starkem Wind und kehrt bei Entlastung wieder zur Ausgangspunkt zurück. Der deutsche Wald wurde in den 1980er Jahren von Umweltschützern als todkrank diagnostiziert. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten eine erstaunliche Resilenz gegenüber starken negativen Umwelteinflüssen bewiesen. Das war so nicht zu erwarten. Sauerer Regen und Schadstoffe haben den Wald schwer geschädigt.

Für das Verständnis der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen ist es wichtig zu verstehen, welche Muster unsere Reaktionen auf Stresssituationen prägen und wie intensives Stresserleben auf verschiedene Personengruppen wirkt. Die Muster mit denen wir unsere Welt erfassen prägen unsere Reaktion auf konkrete Stesssituationen. Der amerikanische Psychologe Albert Ellis und der Psychiater Aaron Beck haben als Erste diese Streßbewältigungsmuster untersucht und ausgewertet. Albert Ellis gehörte zu den Wegbereitern der kognitiven Verhaltenstherapie.

Die zweite Forschungsrichtung konzentriert sich auf unterschiedliche Personengruppen, die konkret intensivem Stress ausgesetzt waren. Eine wichtige Gruppe von untersuchten Personen sind die Überlebenden des Holocaust. Auch hier konnte nachgewiesen werden, dass die Menschen völlig unterschiedlich mit der erlebten Situation umgegangen sind.

Die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner erforschte die Entwicklung aller im Jahr 1955 geborenen Kinder der Insel Kauai (Hawai). Es handelte sich um 698 Personen, die im Rahmen einer Langzeitstudie untersucht und beobachtet wurden. Die Forschungsarbeiten umfassten einen Zeitraum von 40 Jahren. Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchungen war die Untersuchung von 201 Kindern aus sozial schwachen Familien.
Werner wies nach, dass zwei Drittel dieser Kinder später zu keinem geregelten Leben in der Lage waren. Ein Drittel der untersuchten Personen schaffte es jedoch die negativen Einfluß der Herkunftsfamilien abzustreifen. Im Erwachsenenalter war ihnen die schwierige Kindheit nicht mehr anzumerken.

Die resilienten Kinder waren mehr flexibel, ausgeglichen und wenig ängstlich.

 Mit der Zeit befassten sich immer mehr Forscher wie zum Beispiel die amerikanischen Psychologen Karen Reivich und Andrew Shatté mit dem Thema Resilienz. Sie wollten wissen, wie Menschen ihre Widerstandsfähigkeit stärken können. Seit einigen Jahren untersuchen vor allem amerikanische Psychologen das Phänomen auch in der Welt des Managements. Sie entwickelten zahlreiche Resilienz-Programme, die Arbeitnehmern helfen sollen, im Arbeitsalltag besser zurechtzukommen.

Coaching kann ein wichtiger Baustein bei der Stärkung von Widerstandkraft und Resilenz im Management sein.

Coaching – SozialArbeit


Die Veränderungen in der modernen Gesellschaft werden immer schneller, unvorhersehbarer und sprunghafter. Entwicklungen die vor einer Generation noch vergleichsweise langsam und vorhersehbar abliefen, ergreifen die Gesellschaft heute sehr viel schneller und unberechenbarer. Herkömmliche Lösungen greifen nicht mehr. Politiker werden zu Krisenmanagern, die von einer operativen Lösung zur nächsten getrieben werden. Die Situation kann mit einem Wort beschrieben werden: Unsicherheit. Menschen verlieren den Halt, alte Werte scheinen sich aufzulösen. Gute Ausbildung ist längst kein Garant mehr für einen sicheren Halt in der bürgerlichen Mitte. Wohlstand für alle ist längst nicht mehr ein selbstverständliches Ziel in unserer Gesellschaft.

Die Unsicherheit hat ihren Preis. Immer mehr Menschen haben Gesundheitsprobleme, die sozialbedingt und sozialrelevant sind.  Wer nicht über die notwendigen materiellen, gesundheitlichen, psychischen und sozialen Ressourcen verfügt, ist in Gefahr, krank zu werden. Erfahrungen und Feldstudien haben gezeigt, dass es immer mehr Bruchstellen gibt, die geeignet sind beinahe jeden Menschen erheblich einzuschränken.
Auch Menschen, denen es vergleichsweise gut geht, sind betroffen. Die Angst vor dem Absturz ist die soziale Armut des Mittelstands.
Unternehmer, Manager und Spezialisten wie Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Unternehmensberater und Freelancer aller Art sind betroffen. Sie spüren den Druck besonders stark. Oft kommt es erst nach einer Burnout-Episode oder einer Herz- Kreislauferkrankung zu einem ersten Kontakt mit Klinischer Sozialarbeit. Kein Wunder, denn kaum jemand will mit Begriffen wie “klinisch”, “Sozialarbeit” oder “Psychotherapie” in Verbindung gebracht werden.

Coaching kann möglicherweise diese gefährliche Lücke füllen, den Graben überbrücken. Es gibt bereits viele Psychotherapeuten, die sich als Coach verstehen und bereits im Vorfeld klinischer Probleme präventiv zur Verfügung stehen.

Coaching ist Präventivarbeit genau für die erwähnten Gruppen. Hier werden Ressourcen erkundet und Ziele definiert. Ein guter Coach erkennt gesundheitliche Probleme seiner Klienten bereits im Vorfeld. Coaching und Beratung ist keine psychotherapeutische Behandlung. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Kaum ein Vertreter der genannten Gruppen würde Probleme manifestieren, indem er zum Therapeuten geht. Ein Coaching ist unverfänglicher und (noch) positiv besetzt.
Coaching ist ein Beratungsformat für positive psychologische Beratung. Ein Coach ist auch gleichzeitig ein Sozialarbeiter für Menschen, die sich selbst eher nicht als einen sozialen Fall verstehen. Sozialarbeit sollte vielleicht mit “Arbeit an und in der Gesellschaft” übersetzt werden.  

Ein guter Coach ist auch immer ein SocialWorker.

Technologischer Wandel – Sozialwissenschaften


¨Der technologische Wandel wird so schnell sein, dass das menschliche Leben unwiderrufbar verwandelt wird.¨ Ray Kurzweil, 67, Google Chefingenieur

Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es bereits heute nicht mehr. Es ist eine gefährliche Illusion zu glauben, dass der technologische Wandel irgendwann einfach aufhört und wir wieder ein Leben führen werden, wie die Nachkriegsgeneration im Wirtschaftswunderland. Ein einziger Arbeitgeber, bei dem man sein gesamtes Berufsleben, von der Lehre über das Studium bis zur Rente verbringt. Das war einmal. Der Wandel ist allgegenwärtig. Die Betonköpfe der alten SED hatten ihr Arbeiterparadies aus der Perspektive der 1920er und 1930er Jahre aufgebaut und dann bis zum bitteren Ende an ihrer Vision vom Glück der Massen festgehalten. Die entmündigten Bürger wurden mit dem Fall der Mauer in eine völlig andere Welt entlassen. Die wenigsten waren darauf auch nur ansatzweise vorbereitet. Freiheit muss ersehnt und erarbeitet werden. Jeder Asylbewerber bekommt heutzutage einen Sozialarbeiter zur Seite gestellt, der ihm hilft, sich in der neuen und unbekannten Umgebung zurechtzufinden. Mit der Wiedervereinigung standen mit einem Schlag 17 Millionen Bürger vor ungeahnten Herausforderungen. Viele zogen sich in ihre gut bekannten Nischen zurück und trauern heute noch der vielzitierten sozialen Sicherheit nach. Der Wandel in dem wir uns heute befinden wird ähnlich harte Umbrüche und Veränderungen mit sich bringen. Wir ahnen bereits, dass nichts so bleiben wird, wie es ist und schon gar nicht, wie wir es uns wünschen oder vorstellen. Allerdings sollten wir eine Ahnung haben, was wir uns wünschen. Denn wir haben die Wahl. Spätestens bei der nächsten Wahl können wir wählen, welches Konzept einer politischen Partei unseren Vorstellungen am nächsten kommt.

Sozialarbeit wird in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Wir sprechen heute selbstverständlich von sozialen Netzwerken (Facebook, Google+ und Co.) Auf der einen Seite nutzen wir die unglaublichen Möglichkeiten der digitalen Netzwerke. Auf der anderen Seite fürchten wir uns vor den Auswirkungen dieser technologischen Revolution. Es ist egal, was wir tun und denken. Wir können uns nicht vor den Veränderungen schützen.

Wir können uns nicht einmal auf unsere lieb gewonnenen Vorurteile verlassen. Die Menschheit muss sehr schnell lernen, sich dem Wandel zu stellen. In den 1960er und 1970er Jahren war die Formel: Technischer Fortschritt=Gesellschaftlicher Wohlstand richtig. Es gab ein recht einfaches Konzept von Ursache und Wirkung. Wer in dieser Zeit sozialisiert wurde, wird bereits heute große Probleme haben, gesellschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.

Gerade haben wir verinnerlicht, dass Wettbewerb sozusagen die Grundlage der Marktwirtschaft ist, werden wir mit der These konfrontiert, dass Wettbewerb möglicherweise bedeutet: Kein Profit, für niemanden. Peter Thiel, ein Amerikaner, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert ist, hat ein Buch für Unternehmensgründer geschrieben. ¨How to build the future¨. Die zentrale Aussage:Kreative Monopole ermöglichen neue Produkte, von denen alle profitieren.

Die einzige feste Größe der Menschheit finden wir in unserer Geschichte, in den Schriften der Dichter und Denker der Antike und in den Thesen der Geisteswissenschaften von der Aufklärung bis zum heutigen Zeitpunkt. Aus Sicht der Europäer spielt der christliche Ursprung eine große Rolle. Diese Grundlagen werden auch in Zukunft ein Fixpunkt in einer sich immer schneller ändernden Welt sein.

Technisch ist bereits heute alles denkbar. Es kommt darauf an, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen und was wichtig für uns ist. Die Familie wird immer eine große Rolle spielen, auch wenn es heute vielfach anders aussehen mag. Wir sind soziale Wesen und können alleine nicht existieren. Viele Menschen werden Hilfe benötigen um sich zurechtzufinden. Die Bedeutung von Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften wird zunehmen. Ethische und humanistische Werte sind der einzige Anker, der uns bleiben wird. Technologie ändert sich immer schneller. Sie wird aber zunehmend aus unserer Wahrnehmung verschwinden. Niemand, der ein Smartphone oder ein Navigationssystem nutzt, muss Computerwissenschaftler oder Weltraumingenieur sein.

Zu alt für den Job?


Zu alt für den Job? Das ist momentan ein sehr beliebter CoachingAnlaß. Diese Frage beschäftigt alle. Wie gehen wir mir dem Älterwerden um? Wie gehen wir mit anderen um? Wo ist unser Platz? Sobald Manager, Techniker und andere Spezialisten in die Jahre kommen, baut sich eine immer größer werdende Mauer auf. Spätestens ab dem 45sten Lebensjahr beginnen viele, sich über ihre Zukunft Sorgen zu machen. Richtig gelesen: Sie machen sich Sorgen. Unabhängig davon, ob man das akzeptiert oder nicht: Es ist eine nicht zu verleugnende Tatsache, die uns alle beschäftigt. Es sei denn wir haben es geschafft und haben eine Karriere als Beamter realisieren können. Beamte sollten eigentlich glücklich sein, was die Sicherheit des Arbeitsplatzes betrifft. Die meisten Beamten wissen ganz genau, warum sie diese Laufbahn anstreben. Es ist vielleicht gar keine schlechte Entscheidung, einen Beruf mit Beschäftigungsgarantie zu wählen. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema. Für den Rest von uns  steigt die Angst vor dem Verlust des gut dotierten Arbeitsplatzes. Auf der anderen Seite beginnen Gedanken über eine mögliche Alternative. Diese Gedanken sind oft bereits am Beginn der beruflichen Karriere vorhanden. Auch hier gilt: Augen auf bei der Berufswahl! Junge Absolventen können sich nicht vorstellen, was sie in 20 oder 30 Jahren machen werden. Sie blenden das aus und konzentrieren sich auf den Einstieg in eine berufliche Karriere.

Auch wenn es kaum jemand zugeben mag: Diese Gedanken stecken in uns allen. Wir verdrängen es, aber es beschäftigt uns. Egal in welcher Phase wir uns gerade befinden. Im Coaching werden Fragen gestellt. Jeder kann sich diese Fragen stellen und auf diese Art und Weise durch seinen eigenen Gedankengarten wandern. Es ist sehr wichtig für Coachees – Klienten beim Coaching – zu erkennen wer man ist und wer man sein will. Ein 25jähriger Student hat eine etwas andere Vorstellung, als ein 60jähriger, der ganz genau weiß, was er bereits erreicht hat und was er noch schaffen will. Aber warum werden wir zu Sklaven eines engen Zeitfensters? Schaffen wir uns damit nicht selbst ein Gefängnis für unsere Gedanken? Wer sagt denn, dass ein 40jähriger nicht mehr studieren kann? Warum sollte man es nicht mehr schaffen, Englisch zu lernen? Überlegen wir mal, auf welche Möglichkeiten wir verzichten, wenn wir diese Sprache nicht beherrschen? Englisch ist wichtig für jeden, der sich für die Zukunft unserer Welt interessiert. Was hindert uns eigentlich daran, besser Englisch zu lernen? Das ist ein Thema für alle Berufsgruppen. Die meisten Klienten mit denen ich zu tun habe, begrenzen sich selbst. Niemand sonst ist verantwortlich dafür. Ich höre immer wieder von Menschen über 50, dass sie in der Schule nicht so gut in Englisch waren und es deshalb nie richtig gelernt haben. Jetzt sei es längst zu spät damit anzufangen:

“Was Hänschen nicht gelernt hat- lernt Hans nimmermehr.” (altes deutsches  Sprichwort)

Das ist Unfug! Streichen Sie diese Gedanken aus Ihrem Leben! Ich behaupte:

“Es ist niemals zu spät etwas Neues zu lernen!” und “Fangen wir heute noch an!”

Lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Idee, sondern Realität. Ein 60jähriger Vertriebsmanager wurde vor einem Jahr entlassen. Das Unternehmen musste Personal reduzieren und so entschloss man sich die älteren Mitarbeiter zu entlassen, weil die ja bald in Rente gehen könnten. Der Mann hatte gute Arbeit geleistet und nun war plötzlich Schluss. Er hatte nichts mehr zu tun. Die Karriere war vorbei. Jedenfalls glaubten das alle Beteiligten. Der Mann wurde auf mein Angebot für ein Coaching aufmerksam gemacht und er kam neugierig zu mir. Er war tatsächlich gespannt, was ich ihm raten würde. Er hatte keine Vorstellung, wie so ein Coaching tatsächlich ablaufen und was es ihm bringen würde.

Ich stellte ihm am Beginn nur einige Fragen, notierte mir die Fragen und machte mir Notizen.

“Wie haben Sie sich Ihre Zukunft vorgestellt, als Sie mit dem Studium begonnen haben?”

“Welche Ihrer Ziele haben Sie realisieren können?”

“Was würden Sie heute anders machen?

“Wer sind Sie heute?”

“Wer wollen Sie in 20 Jahren sein?”

“Stellen Sie sich vor, Sie könnten eine zweite Karriere starten. Was würden Sie gerne tun?”

Jedes Coaching ist individuell. Der Coach ist nur ein Begleiter. Er stellt Fragen und bringt Prozesse in Gang. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich als Coach ein Gärtner bin, der den Lebensgarten meiner Klienten kennenlernt. Ich grabe hier und gieße dort ein wenig. Dann beschneide ich einen Obstbaum und pflanze eine Hecke und ein paar Sträucher. Der Garten entwickelt sich und ich stelle mir vor, wie es in einigen Jahren aussehen wird. Mein Klient wollte Ratschläge. Die bekommt er aber nicht von einem Profi. Es ist nicht die Aufgabe eines Coaches, Ratschläge zu geben.

Die Antworten liegen immer im Klienten. Coaching gräbt nur verschüttete Ressourcen aus und legt sie frei.

Glauben Sie immer noch, zu alt für eine neue Aufgabe zu sein?

Coaching – It’s social!


Coaching ist auch Sozialarbeit. Es geht hier um Interaktion mit dem sozialen Umfeld von Menschen. War es früher üblich, nur in marktwirtschaftlichen Kategorien zu denken, so wird das in Zukunft nicht mehr funktionieren. In naher Zukunft werden Automaten, Roboter und Computernetze alles das tun, was wir bisher mit menschlicher Arbeit leisten mussten. Am Ende steht eine Frage: Wozu?  Wo steht der Mensch? Ist er nur ein Rädchen in einem großen Räderwerk? Das Bild von Charly Chaplin in MODERNE ZEITEN drängt sich geradezu auf. Eigentlich läuft doch alles sehr gut. Die Produktivität von Maschinen, Robotern und Automaten stieg in den letzten 25 Jahren unglaublich stark an. Menschen werden von Arbeit befreit. Ein uralter Traum wird Wirklichkeit. Und wir sind überhaupt nicht darauf vorbereitet.

Es gibt viele Ansätze, wie die Zukunft aussehen wird. Eines ist klar: Wenn wir nicht im sozialen Chaos enden wollen, müssen wir neue Regeln aufstellen und konsequent verfolgen. Der Staat und die Gesellschaft haben viel zu tun. Wir brauchen mehr als nur Gelderwerb um als Gesellschaft zu funktionieren. Adam Smith wird nicht abgeschafft. Natürlich bleibt es immer das persönliche Interesse von Individuen zuerst etwas für sich selbst zu tun. Aber wir müssen begreifen lernen, dass teilen tatsächlich verdoppeln bedeutet und dass Investition in  den Nächsten immer eine Bereicherung bedeutet. Ohne jetzt nahtlos in die Seelsorge abzugleiten, kann jeder deutlich erkennen, dass teilen verdoppeln bedeutet. Es ist ganz einfach und klar erkennbar, wenn wir uns ein einfaches Beispiel vor Augen führen. es ist die kleinste Zelle der Gesellschaft, die wir uns immer wieder vor Augen führen können. Eine liebevolle Beziehung von Mann und Frau kann nur funktionieren, wenn sie alles miteinander teilen und so alles vervielfältigen. Gemeinsam. Ein Hohelied auf die Liebe, wenn wir es so sehen wollen. Sie ist eine wunderschöne Frau, die ihn liebt. Sie schenkt sich ihm und er gibt ihr alles, was sie erwartet. Er sagt ihr, wie glücklich er ist und sie ist stolz auf ihn. Er ist stolz auf sie, weil sie sehr erfolgreich und selbstbewusst ihn ihrem Job ist. Und er ist glücklich, weil sie ihn liebt. Das macht ihn stolz und glücklich. Sie macht ihn zu einem stolzen und selbstbewussten Mann. Die Angst vor der Zukunft verfliegt, weil sie wissen, dass alles möglich ist, solange die Liebe da ist. Man gibt etwas von sich und erhält viel mehr zurück. Man gibt mehr von sich und erhält viel mehr als man jemals erwarten konnte. Man gibt alles und bekommt ein Universum an Liebe. Wenn man anfängt etwas zurückzuhalten, wenn man egoistisch wird, dann stimmt etwas nicht. Man beschränkt seine eigenen Möglichkeiten, wenn man das tun würde. Ein Mann der von einer wundervollen Frau geliebt wird wäre ein kompletter Narr, wenn er nicht alles geben würde. Aber Vorsicht! In dem Moment, wo die Frau den Mann nicht wirklich liebt, wird es gefährlich. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Klinische Sozialarbeit setzt da an, wo die klassische Psychotherapie ihre Grenzen erkennen muss. Klare und vergleichsweise einfach strukturierte Fälle werden von der Psychotherapie behandelt. Komplexe Fälle landen bei der Sozialarbeit. Ein bekanntes Spannungsfeld tut sich auf. Klassische Sozialarbeit wird traditionell stark unterschätzt. Möglicherweise kann Coaching helfen, die unterschiedlichen Ansätze aufzunehmen und zu verbinden.